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Gender
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Bettina Hammer hat in einem Beitrag für die Online Zeitschrift Telepolis analysiert, welche gesellschaftlichen und individuellen Folgen es hat, Männer im Umgang mit Kindern per se als Verdächtige zu betrachten.
‚… Es ist ein Stück heile Welt, das die Werbung für einen Joghurt präsentiert. Ein Mann, offensichtlich gut gelaunt, verlässt seinen Arbeitsplatz, um in der Pause einen Joghurt zu genießen. Dieser muss jedoch vorher noch entweder geschüttelt oder gerührt werden, weshalb der Herr im grauen Anzug sich erst salopp an einem anderen Herrn vorbeischlängelt, um sich dann ebenso salopp auf einen Kinderspielplatz zu begeben. Außer einer im Auto vorbeifahrenden Frau sind keine weiteren Erwachsenen zu sehen. Der Anzugträger hüpft auf ein Karussell, albert mit den dortigen Kindern herum und setzt sich schließlich auf eine Bank innerhalb des Spielplatzgeländes, um seinen nun genug durchgeschüttelten/gerührten Joghurt zu essen.
Nun stellt Werbung selbstverständlich nur selten die Realität dar, doch diese Darstellung eines unbefangen auf einem Kinderspielplatz mit fremden Kindern spielenden Mannes ist nicht nur realitätsfern, sie zeigt auch auf, wie eine Realität sein könnte, würden heutzutage nicht alleinstehende Männer oft genug schon allein dadurch, dass sie ein fremdes Kind anlächeln, verdächtig erscheinen.
Während es bei Frauen im Allgemeinen als fast schon “Standardgebaren” angesehen wird, dass sie sich über fremde Kinderwagen beugen, mit diversen Kinderlauten (gutti gutti …) eine Kommunikation beginnen oder aber sich zum Aussehen der fremden Kinder äußern (ist die Kleine niedlich), wird dies bei Männern eher als Verdachtsmoment gewertet. …
Der Begriff der Kinderliebe, der einst noch positiv besetzt war, wurde insofern pervertiert und wird zu “sexuelle Hingezogenheit zu Kindern”, während die “reine Kinderliebe”, die “von Herzen” kommt und nichts mit sexuellen Präferenzen zu tun hat, immer öfter nur noch Frauen vorbehalten bleibt. Für Männer bedeutet dies, dass der unbefangene Umgang mit Kindern weitgehend der Vergangenheit angehört, Männer in sogenannten “typischen Frauenbereichen” wie Kindergärtner usw. stellen ihren Berufswunsch hintenan, da sie befürchten, zu schnell vorverurteilt zu werden, wenn aus “Kinderschänder suchen sich gerade auch Bereiche aus, in denen sie Kontakt zu Kindern bekommen” ein “wer beruflich den Kontakt zu Kindern sucht und männlich ist, der ist wahrscheinlich ein Kinderschänder” wird.
Gerade auch für Kinder ist diese gesellschaftliche Entwicklung Gift. Wenn sich Väter nicht mehr unbefangen geben und aus reiner Angst Nacktheit oder die Berührung beim Waschen vermeiden, wenn Väter sich aus allen Teilen des Zusammenlebens zurückziehen, die in irgendeiner Form zu Verdacht anregen könnten, wenn Menschen sich aus Angst vor ungerechtfertigten Verdächtigungen in Bezug auf sexuelle Gewalt nicht mehr mit Kindern befassen oder sie gar in Gefahr sich selbst überlassen, dann besteht letztendlich der Gefahr, dass sich gerade durch diese Verhaltensweisen ein Kind begeistert von jenen zeigt, die sich ihm gegenüber unbefangen geben und tatsächlich etwas Unlauteres im Schilde führen. Die derzeitige Entwicklung ist für eine Gesellschaft, die Kinder schützen will, insofern völlig ungeeignet. …‘
1.
Mahnwache "DGE 2011" mit Offenem Brief,
Hamburg 01.04.2011
Vom
4.-ca.14.9. findet in Hamburg die Aktionswoche
>>> "enter_the_gap!"
statt mit Workshops und einer Demo am 8.9. Nach einer Kritik von aussen
haben sich die Veranstaltenden kurzfristig entschlossen, auch
>>> "Intersexuelle" zu berücksichtigen.
Leider lässt die Projektierung aktuell noch einige Ungereimtheiten
offen, auch sieht alles danach aus, dass es in der Genitalverstümmler-Hochburg
Hamburg (nicht
zum ersten Mal --> 15.05.2012) bei blossen schönen Worten bleiben soll -
während in diversen Kinderklinken unverändert regelmässig wehrlose
Kinder genitalverstümmelt werden und die VerstümmlerInnen zeitgleich mit
der "enter_the_gap!"-Aktionswoche in Hamburg ein weiteres bundesweites Jubeltreffen
abhalten (--> "DGKJ 2012").
Damit sich das vielleicht doch noch ändert, hat yours truly a.k.a. Markus Bauer im entsprechenden Eintrag als Kommentar folgenden Aufruf zu praktischer Solidarität gepostet (der inzwischen freigeschaltet wurde):
schön, dass ihr es künftig besser machen wollt!
nachfolgend einige konkrete fakten und anhaltspunkte:
universität und UKE hamburg waren europas 2. wichtigstes zentrum zur
durchsetzung der „intersex“-genitalverstümmelungen im kindesalter, und
bezüglich klitorisamputationen das wohl unbeirrbarste:
[blog.zwischengeschlecht.info]
noch 1976 wurden in hamburg in lehre und praxis klitorisamputationen – in
eine reihe gestellt mit weiblicher genitalverstümmelung (!) – unhinterfragt
propagiert und praktiziert:
[blog.zwischengeschlecht.info]
HEUTE NOCH werden im deutschsprachigen raum 90% aller betroffenen als kinder
meist mehrfach verstümmelt:
[blog.zwischengeschlecht.info]
HEUTE NOCH werden in hamburg in mehreren (uni-)kliniken kinder mit
„atypischen“ körperlichen geschlechtsmerkmalen unverändert
genitalverstümmelt:
[blog.zwischengeschlecht.info]
seit langem fordern überlebende von kosmetischen genitaloperationen im
kindesalter praktische solidarität statt immer bloss laber-laber:
[blog.zwischengeschlecht.info]
fortschrittliche studis in marburg und gießen (und demnächst auch frankfurt)
machen vor, wie das praktisch geht:
[blog.zwischengeschlecht.info]
[blog.zwischengeschlecht.info]
wie wärs, wenn ihr euch da mal ne scheibe von abschneidet? gerne würde Zwischengeschlecht.org euch dabei praktisch unterstützen.
TATEN STATT WORTE!!!
ps1: wie in eurem post in bezug auf „intersex“ die definition/wahrnehmung
nach dem „modell trans*“ zu strukturieren, dabei die spezifische problematik
der genitalverstümmelungen einzig auf „Nichteinverständnis mit dem bei der
Geburt zugewiesenen Geschlecht“ zu reduzieren und als einzige quellenangabe ein
papier zur transsexuellenreform anzuführen ist mal wieder typisch unreflektiert
und vereinnahmung. schade, schade. fortschrittliche schwule waren da schon mal
weiter:
[blog.zwischengeschlecht.info]
ebenso fortschrittliche menschen in hh --> joke janssen:
[blog.zwischengeschlecht.info]
ps2: während ihr mal wieder schön debattiert und die genitalabschneiderInnen
weiterhin ungehindert gewähren lässt, danken diese – und treffen sich vom
13.-16.9. in hamburg einmal mehr zum unbehelligten verstümmelungen propagieren
und parties feiern --> DGKJ 2012
[blog.zwischengeschlecht.info]
>>> Nachtrag: Solidarische
Antwort von "enter_the_gap!" Danke!
>>>
Info + Proteste in Hamburg 13.-16.09.2012 >>>
NEU: Mobi-Flyer zum runterladen
>>>
Hamburg, Ort von Genitalverstümmelungen in Kinderkliniken
>>>
Chirurgische "Genitalkorrekturen" an Kindern: Typische Diagnosen und
Eingriffe
>>>
"Aufarbeitung tut not!" Klitorisamputationen u.a. "Genitalkorrekturen" an
Kindern