Die scheidende Generalsekretärin von Amnesty International, Barbara Lochbihler, wurde bei der Europawahl 2009 als Kandidatin der Grünen in das Europaparlament gewählt. Barbara Lochbihler sieht in der Europäische Union einen wichtigen Akteur, um auf Menschenrechtsverletzungen weltweit aufmerksam zu machen und sich dagegen zu engagieren. Allerdings muss die EU selbst im Inneren und vor allem an ihren Grenzen die Menschenrechte achten “Der Umgang mit Flüchtlingen durch die Grenzpolizei ist teilweise menschenunwürdig.”
Der Kampf für die Einhaltung der Menschenrechte war auch ein zentrales Anliegen der früheren Tätigkeit von Claudia Roth im Europaparlament. Sie befürchtet für die kommenden Jahre eine zusätzliche Bedrohung der Menschenrechte durch die Klimaerwärmung: “Millionen von Menschen verlieren durch die Klimaerwärmung ihre Lebensgrundlage, es gibt immer mehr Hunger in der Welt und eine Zunahme von Flüchtlingen, die oft menschenunwürdig behandelt werden”.
Einig sind sich Claudia Roth und Barbara Lochbihler darin, dass ein funktionierender Dialog der Religionen unabdingbar für die Entwicklung der Menschenrechte ist. Religionen seien oft eine wichtige Unterstützung im Kampf für die Einhaltung der Menschenrechte, allerdings würden im Namen von Religionen auch viele Menschenrechtsverletzungen begangen. Gerade deshalb sei der Dialog so wichtig.
Die Aufnahmen entstanden bei der Veranstaltung “Konsequent für Menschenrechte” am 2.6.2009, organisiert von den Augsburger GRÜNEN.
Lochbihler: Die Arbeit als Generalsekretärin bei Amnesty International
Lochbihler: Politisierung
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Lochbihler: Handlungsbedarf der EU
Lochbihler: Problemfelder Frauenrechte und Rechtsextremismus
Roth: Erwartungen an das Europaparlament