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Doch nochmal zurückkehren zum Blog. Weil vielleicht doch noch gar nicht alles gesagt ist. Oder vielmehr, weil es jetzt wieder was zu sagen gibt.
Arbeit zum Beispiel. Arbeit und trans*. Also, so echte Arbeit, kein Studentenjob. Das ist schon anders. Da gehen viele Dinge doch nicht so leicht über die Lippen, obwohl es angebracht wäre. Und in Situationen in denen trans* zum Thema wird, also das eigene trans* sein, ist man nicht halb so smart wie man es gerne hätte. Man ertappt sich bei haarsträubenden Aussagen, die so derartig un-pc sind, dass man sich noch tage- und wochenlang dafür schämt. Und, besonders schlimm wenn man plötzlich den Rücken nicht mehr gerade macht und schweigt. Oder so tut als würde trans* einen ja mehr so indirekt (ich kenn da "welche") betreffen.
In kleiner Runde geht noch alles ganz gut. So im Büro. Mit meinen Kolleg_innen und meinem Chef. Da war ich eingentlich von Anfang an out (auch wenn es trotz deutlicher Aussagen meinerseits ganz schön lange gedauert hat, bis das dann mal angekommen war), aber dann so in größerer Runde, bei Sitzungen, Konferenzen etc., da wo es politisch manchmal viel wichtiger wäre, da bin ich dann plötzlich nicht mehr sichtbar, so als Trans*person. Da verlässt mich der Mut.
Und dann ärgern über sich selbst. Und unzufrieden sein. Und sich selbst irgendwie doof finden. Und hoffen, dass man einfach vergisst wie doof und unmutig und un-pc man gewesen ist. Vergisst man aber nicht. Ist ja klar. Und nun?
Vermutlich sich erstmal eingestehen, dass man hier gar keine Erfahrung hat und dass man wieder kleine Schritte machen muss. oder so. Nagut.
Es ist aber auch echt einfach so anders da draußen. Und mit da draußen meine ich dann wohl außerhalb von Berlin. Außerhalb von dieser queeren Luxusstadt. So anders. Puhh.
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Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine Transtagung in Berlin. Diesmal am zweiten Oktoberwochenende (07-10.10.2010). Neu in diesem Jahr: Mehr Workshops, mehr Räume, mehr kreative Aktionen, mehr Vorträge, mehr Außenwirkung.
Der Ankündigungstext steht bereits und in den nächsten Tagen gibt es die ersten WS-Angebote auf der Website zu sehen.
Trans* ist für alle da.
2010. Das TSG wurde wieder nicht reformiert. Nach wie vor entscheiden andere darüber wer Trans* ist, wer Mann oder Frau sein darf (und nur genau eins von beiden), welcher Name im Pass stehen darf und welcher Körper in Kombination mit welchem Geschlechtseintrag zulässig ist. Die Bundesgierung hat ihre Chance vertan die Menschenrechte von Trans*menschen anzuerkennen und diese auch sichtbar zu machen.
Viele von uns sind enttäuscht. Viele von uns sind wütent. Einige resignieren vielleicht bereits.
Die Trans*tagung 2010 in Berlin setzt ein Zeichen. „Trans* ist für alle da“ ist eine Aufforderung an die Politik, eine Leitlinie für die Community und eine Antwort auf transphobe Übergriffe.
„Trans* ist für alle da“ weist darauf hin, dass Transphobie kein selbstgemachtes Problem einer kleinen Minderheit ist. Transphobie ist vielmehr das Resultat einer aktiv ausschließenden und normierenden Politik und Gesellschaft. Transphobie geht alle etwas an.
„Trans* ist für alle da“ läd aber auch dazu ein, seine eigenen Grenzen wahrzunehmen, zu überdenken und ggf. zu überwinden. Trans* macht deutlich, dass Veränderungen im Leben denkbar , umsetzbar und oft notwendig sind um glücklich zu werden. Transformationen sind für alle da!
„Trans* ist für alle da“ richtet sich aber auch nach innen; an eine Community die in den letzten Jahren immer weiter auseinander gedriftet ist und sich so gesellschaftspolitisch selbst im Weg stand.. Transgender, Transsexell, Transident. Wem steht was zu? Und warum? Wer darf mitreden? Welcher Lebensweg ist richtig? Wir sagen: Trans* ist für alle da!
Auf dass Trans* noch lebbarer und selbstverständlicher wird. Für jeden einzelnen und in der gesamten Gesellschaft. Weg von Transphobie, hin zu Glück und Selbstbehauptung. Also erscheint zahlreich, mischt euch ein, verändert euch und andere. Wir erwarten euch in Berlin und freuen uns auf euch.
Euer Trans* Orgateam
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14:28
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Ich habe mich entschlossen den Blog ruhen zu lassen.
Er wird weiterhin online sein, aber es wird vermutlich keine neuen Einträge geben. Jedenfalls nicht so schnell und nicht so bald. Vielleicht mach ich irgendwann mal was Neues; das ist im Moment aber nicht geplant.
Trans* wird weiterhin eine Rolle in meinem Leben spielen und vermutlich keine geringe. Das ist auch gut. Aber hier an diesem Ort scheint mir von meiner Seite aus gerade alles gesagt. Deshalb ist jetzt auch Schluß.
Ich danke euch allen für das regelmäßige Lesen, dafür dass ich euch bekannter oder unbekannter Weise meine Gedanken anvertrauen konnte und für eure vielen, vielen positiven Rückmeldungen in den letzten Jahren.
Ihr seid wunderschöne und wundervolle Menschen.
Take Care.
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13:38
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Ich mag es ja immer besonders gerne wenn Leute nur so tun als wüßten sie es besser.
Als ich also gestern der Mitarbeiterin des Immatrikulationsbüros der FU Berlin erklärte, sie müsse mir sogar laut Paragraph 5 des TSG eine Exmatrikulatiuonsbescheinigung auf meinen jetzigen Namen ausstellen, fegte sie diese Aussage einfach mit dem Satz beseite, ihre Vorgesetzte kenne das TSG und deshalb wäre es auch absolut richtig, dass ich meine Exmatrikulationsbescheinigung nur auf meinen alten Namen bekommen könnte.
Ich sagte es gäbe Gerichtsbeschlüsse dazu. Sie sagte sie könne mir die Bescheingigung nur so oder gar nicht ausstellen. So ging das dann noch eine Weile hin und her.
Irgendwann hab ich dann geblickt, dass Argumente hier nichts bringen. Ich glaube das war der Moment wo sie mir sagte ich wäre ja schließlich nicht der erste Trans*mensch der sowas haben wolle und alle anderen haben es auch nicht bekommen und das wäre ja nun unfair wenn sie mir sowas geben würde...ähh ja genau.
Eigentlich wäre das wohl nicht unfair sonderen gesetzteskonform.
Im Endeffekt habe ich jetzt die Bescheinigung auf den alten Namen mitgenommen. Wenn ich jetzt jemand wäre der ganz stealth leben wollen würde, hätte ich vermutlich auf die Exmatrikulationsbescheinigung verzichtet und meine Zulassung an der FH platzen lassen. Das ist denen im Immatrikulationsbüro natürlich gar nicht klar. Die denken dass kann höchstens ein bißchen unangenehm für die betreffende Person sein. Für mich ist es jetzt nicht so ein Drama. Ich erklärt das der FH halt und dann ist gut. Ein Nachspiel wird das jetzt trotzdem haben.
Ich hätte ja wirklich vollstes Verständnis dafür, wenn jemand nicht über das TSG bescheid weiß und nachfragt ob das denn überhaupt in Ordnug ist und so...kein Ding. Aber dieses ewige Beharren darauf es besser zu wissen, das nervt.
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22:31
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Ganz im Sinne des diesjährigen Trans*tagungsmottos (Trans* dich glücklich) gibt es dieses Jahr erstmalig ein WS-Angebot für nicht-Trans*menschen bzw. nicht-Angehörige - und zwar für Lehrer_innen.
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Die fallen aus der Rolle
Über den Umgang mit Transgender-Jugendlichen und transsexuellen Jugendlichen in der Schule
Workshop für Lehrer_innen, Lehramtsanwärter_innen, Lehramtsstudent_innen, Tätige in der Lehrer_innenbildung, Sozialpädagog_innen und anderen pädagogisch Interessierten.
Immer öfter begegnen und im pädagogischen Alltag Jugendliche oder sogar Kinder die bezüglich ihrer Geschlechtsidentität „aus der Rolle fallen“. Dies können transsexuelle Kinder und Jugendliche sein, die für sich deutlich erkannt haben, dass ihr biologisches Geschlecht nicht dasjenige ist, mit dem sie sich identifizieren oder auch Transgender-Jugendliche bzw. -Kinder, die sich zwischen den beiden Geschlechtern heimisch fühlen oder mit den Geschlechterzuordnungen gar nichts anfangen können.
Schule ist auf solche Schüler und Schülerinnen nicht eingestellt. Sie stellen uns vor Probleme und werfen viele Fragen auf. Wie können sie vor Mobbing geschützt werden, wie können wir sie unterstützen? Wie können wir in der Klasse mit der von ihnen hineingetragenen Irritation vielleicht sogar produktiv umgehen ?
Erstmals soll im Rahmen der Berliner Trans*tagung ( Trans*tagung berlin 2009), die zum 13. Mal stattfindet, ein Workshop zu diesem Thema angeboten werden.
Die Teilnehmer_innen bekommen neben einem inhaltlichen Input zu Begrifflichkeiten und Gesetzeslage Gelegenheit für Fragen und Erfahrungsaustausch. Gemeinsam soll darüber nachgedacht werden, wo Unterrichtshandeln und die Institution Schule transsexuelle und Transgender-Schüler_innen ausgrenzt und wie dies vermieden werden kann, wie sie unterstützt werden können und wie geeignete Reaktionen auf schwierige Situationen im Klassenraum aussehen können.
Nähere Informationen unter: www.transtagung.tk
Bisheriger Planungsstand:
Samstag d. 3.10.2009, 13:30-16:00
Schwulenberatung Berlin
Mommsenstraße 45
10629 Berlin-Charlottenburg
Teilnahmegebühr 10 €
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Wer seinen_ihren Teil zu diesem WS beitragen möchte, ist herzlich eingeladen zuvor in den Schul-WS zu kommen und dort darüber zu sprechen, was im Schulalltag im Zusammenhang mit dem eigenen Trans*sein schwierig war, wo es verbesserungsbedarf, unterstützungebedarf gegeben hätte etc. Die Ergebnisse des Schul-WS werden zum Teil in den Lehrer_innen WS getragen. Es besteht also aktiv die Möglichkeit hier im Sinne einer Buttom-Up-Bewegung Veränderung herbei zu führen.
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10:38
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Ist das diesjährige Motto der Trans*tagung in Berlin.
Es geht um Stolz, um Bewegung, darum Dinge endlich selbst in die Hand zu nehmen, in Aktion zu treten, sich nicht mehr fremd bestimmen zu lassen und vorallem darum sich nicht mehr zum Opfer machen zu lassen.
An 3 Tagen, in insgesamt 29 Workshops, wird es Chancen auf Veränderung geben. Im Kleinen wie im Großen.
Also seit dabei und trans*t euch glücklich.
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8:42
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Wie ihr sicherlich schon bemerkt habt, passiert hier grad nicht mehr soviel wie noch vor einiger Zeit. Woran liegt das ?
Einfache Frage. Einfache Antwort. Ich bin kein Student mehr. Ich arbeite. Und zwar hier
Wer also in nächster Zeit was von mir sehen oder hören will muss mal in der Bergmannstr. 59 auf ein Bio-Ziegeneis oder Bio-Kuheis vorbei kommen.
Aber ich werde bestimmt auch hier wieder verstärkt schreiben, sobald ich mich an meinen neuen Alltag gewöhnt habe.
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11:08
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Der Grobschnitt vom Off_Pride Film ist fertig. In den nächsten zwei Wochen könnte er dann wohl fertig sein. Sieht sehr gut aus. Soviel sei schon mal gesagt.
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14:17
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Wer heute die FAZ kauft kann auf Seite 38 erfahren wie Jasper und ich es schon seit 11 Jahren miteinander aushalten; oder so.
Jedenfalls geht es um Beziehungen, Trans*, Liebe die sich verändert und doch die alte bleibt und natürlich um all die schmutzigen Details die insgeheim jeder schon immer wissen wollte. Ha,ha !
Außerdem gibt es ein Foto auf dem man uns nicht erkennen kann, dafür aber unseren Hund. Wir haben Laika auch einfach gar nicht gefragt ob sie anonym bleiben will. Tja nun muss sie wohl damit leben im Hundekindergarten ausgebellt zu werden. Kommt sie aber, glaub ich, mit klar.
Nachtrag der Artikel ist jetzt auch
online einzusehen.
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19:20
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Als ich heute mal wieder in eine Trans*gender*sex*irgendwas-Debatte geraten bin, fiel mir plötzlich auf, dass sich etwas verändert hat. Etwas ganz grundsätzliches. Ich will niemanden mehr überzeugen oder jemandem etwas begreiflich machen. Und vorallem will ich eins nicht mehr: Toleranz von irgendwem. Brauch ich gar nicht. Ich muss nicht toleriert werden. Kann sich der_diejenige an den Hut stecken, oder so.
Die Perspektive hat sich verändert. Muss wohl in Zürich passiert sein. Ich begreife dass trans*, queer, what-ever-Sein eine ungeheure Bereicherung ist. Ich begreife, dass es gut ist ein Freak zu sein. Ich begreife, dass nicht viele Menschen die Gelegenheit haben so viele unterschiedliche Identitäten, sexuelle Orientierungen und Lebensweisen kennen zu lernen und sich von den eigenen ein stückweit zu befreien.
Beinahe, dachte ich so während der Diskussion, könnte mir mein Gegenüber leid tun, weil er gar nichts weiß von dieser großartigen queeren Welt die sich da draußen verbirgt und die so viele Möglichkeiten für jeden bereit hält. Ich kann mich jedenfalls nicht zurück denken in eine Welt in der es nur Männer und Frauen, nur Homo- und Heterosexuelle gibt. Und ich will es auch gar nicht. Kommt mir gerade sehr langweilig vor.
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9:46
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Seit Montag früh um 3 Uhr sind wir nun also zurück von der Off_Pride.
Die Erlebnisse und Eindrücke wieder zu geben fällt schwer. Ich glaube ich war einfach selten an einem Ort an dem soviel positive Energien und soviel Kampfbereitschaft freigesetzt wurde. Im Gegensatz zu vielen anderen Tagungen, Festivals und Workshops rund um trans*, queer etc. hat man hier endlich mal nicht im eigenen Saft geschmort, sondern zielgerichtet nach vorne geschaut und angefangen sich zu bewegen. Vielleicht ist die Zeit in der man nur im Kreis sitzt und sich gegenseitig seine Probleme erzählt tatsächlich endlich mal vorbei. Vielleicht fangen wir tatsächlich mal an Lösungsstrategien zu entwerfen und diese auch umzusetzten. Das wäre ja mal was!
Meine persönlichen Highlights:
1) Der Umzug selbst. Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass wir tatsächlich abseits der festgelegten Europride-Strecke von A nach B kommen. Dass das geplante zum Europride-Dazustoßen zu einem Aufeinander-prallen wurde war das Tüpfelchen auf dem i. Spaß meets Inhalte oder so... Daumen nach oben für diese Aktion.
Außerdem habe ich auf dem Europride bemerkt, dass ich anscheinend ziemlich lange nicht auf einem nicht-alternativen CSD mitgelaufen bin. Diese gaffende Menge am Rande fand ich schon ziemlich krass und anstrengend. Mit Akzeptanz oder Toleranz sollte man diesen Menschenauflauf jedenfalls nicht verwechseln. Die kommen überwiegend um die Freaks an zugucken.
2) Die Party inkl. "Erotik-Lounge" (wir wissen ja alle was das eigentlich heißt) Tolle Räume. Phantasievolle Ausgestaltung. Und eine ganz persönliche schöne Erfahrung. Wirklich ganz großes Lob an die Menschen die die Play-Areas ausgestaltet haben. Ihr habt euch viel Mühe gegeben und das hat man gesehen !
3) Das aller größte Highlight waren schlussendlich die Teilnehmer_innen. Gut zu sehen und zu merken, dass es ähnliche Ideen und Visionen überall gibt.
4) Als letztes bleibt noch zu erwähnen, dass wir noch was wichtiges gelernt haben, nämlich dass unser Filmmotto viel zu eng war für die vielen unterschiedlichen Menschen und Lebensweisen. Deshalb haben wir uns nach ca. einer Stunde entschieden, das Konzept zu ändern und nicht nur Trans*menschen zu berücksichtigen sondern einfach alle die sich gerne von uns interviewen lassen möchten. Ich glaube, das war eine sehr gute Entscheidung. Nächste Woche machen wir uns mal ans Material sichten und schneiden. Wir sind gespannt und hatten beim Filmen jedenfalls schon sau-viel Spaß wie man hier sieht:

(Danke an Henry für das Foto)
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16:45
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Nachdem das Bundesinnenministerium seinen ersten
Entwurf zur Reform des TSG mal an Interessenverbände geschickt und entsprechende
Rückmeldung und
Kritik bekommen hat, haben die Damen und Herren sich jetzt für die denkbar einfachste Lösung entschieden; nämlich :
Schön die Hände in den Schoß zu legen und einfach gar nichts zu reformieren.Bzw. die Paragraphen die das BVG ohnehin schon für hinfällig erklärt hat
zu streichen und alles weitere beim Alten zu lassen. Angeblich wäre nun gar nicht mehr genug Zeit und man möchte das Ganze lieber in der nächsten Legislaturperiode in Angriff nehmen. So ein bißchen fällt diese Handhabung wohl unter das Motto." Menno die doofen Transen mögen unsere Reform nicht, na dann gibts halt gar keine. So !
"Die Entscheidung über weitere Änderungen im Transsexuellenrecht bleibt der nächsten Legislaturperiode vorbehalten." ... "Angesichts der weit fortgeschrittenen Legislaturperiode sind weitere Änderungen, die über die Umsetzung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts hinausgehen, nicht mehr möglich."
Wow. Im Anbetracht dessen, dass das Bundesverfassungsgericht bereits
2005 Abschnitte des TSG für verfassungswidrig erklärt hat (und dann weitere
2006 und
2008) ist das Zeitargument meiner Meinung doch ziemlich unverschämt und wahnsinnig respektlos.
Das TSG ist beinahe 30 Jahre alt! Wir haben lange genug gewartet! Lasst uns was tun! Lasst uns die kommenden Tagungen, CSD-Vorbereitungen etc. nutzen um etwas in Bewegung zu setzten. Lasst uns nicht länger warten darauf, dass irgendwer was für uns tut. Tun wir selbst was für uns!
Schlag zurück! Schlag zurück!
Schluck's nicht, spuck's aus,
schlag zurück!
Mit Worten, mit Fäusten,
mit Lachen, mit Schreien.
Tausend Wege,
finde deinen.
(Früchte des Zorns)
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0:55
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Kurz vor Schluss leg ich nochmal einen nach. Damit auch jeder weiß wer da in
Marburg sprechen darf.
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0:32
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...zumindest in Frankreich.
Congratz (!) to our brothers and sisters in France !
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8:25
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Es geht nach Zürich. Zum Off_Pride. Bewaffenet mit einer Kamera. Unser Ziel: glückliche Trans*menschen, glückliche Trans*partner. Menschen die ihre Trans*biographie nicht als Katastrophe empfunden haben, sondern möglicherweise sogar als Bereicherung. Der Grund für das Projekt ist der Wunsch, dem Thema mehr positive Öffentlichkeit zu verschaffen, indem begeisterte Leute Gesicht und Stimme zeigen. Damit soll auch ein Gegengewicht zu der oft ausschließlich problembezogenen Dartsellung von Trans* geschaffen werden, die ja auch politische Auswirkungen hat, wenn etwa Gutachter_innen verlangen, dass "echte" Transmenschen immer schwer zu kämpfen haben müssten.
Wie gut, dass ich ne Transe bin!
Ein Video-Interview-Projekt von Lukas und Jasper Nicolaisen
Trans* ist eine Katastrophe. Trans* verletzt dich. Trans* macht, dass dich keine_r
mehr lieb hat. Transen müssen immer viel weinen.
Das sagt die BILD-Zeitung, das sagen Psychologen und Krankenkassen, das
sagen auch viele Trans*menschen.
Sag du doch auch mal was!
Warum hast du immer schon von Trans* geträumt?
Was war dein tollstes Erlebnis im Zusammenhang mit Trans*?
Wie hat Trans* dein Leben besser gemacht?
Und warum sollte eigentlich jede_r trans* sein?
Wir sind auf dem Off_Pride in Zürich 2009 mit der Kamera vor Ort und sind gespannt auf deine Geschichte. Zeig der Welt dein Gesicht und sag es laut: Wie gut, dass ich ne Transe bin!
Jeweils drei bis fünf Minuten befragen wir Trans*Menschen und ihre Partner_innen, warum trans* so toll ist. Du musst kein Supermodel oder große_r Redner_in sein. Das sind deine fünf Minuten und was du sagst, ist perfekt.
Aus den Antworten stellen wir einen kurzen Film zusammen, der im Internet veröffentlicht wird. Eine Auswahl der Interviews zeigen wir außerdem auf YouTube und auf den Websiten der ,Veranstalter_innen von Zürich. Deshalb ist es wichtig, dass du bereit bist, Gesicht und Stimme öffentlich zu zeigen. Du kannst unter deinem Namen, einem Spitznamen oder völlig anonym auftreten – aber du wirst im Netz zu sehen und zu hören sein.
Sprich uns auf den Tagungen an oder mach schon jetzt einen Termin unter:
[email protected]
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16:09
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Am 2. April stellte die Antidiskriminierungsstelle des Bundes die Ergebnisse des Forschungsprojektes "Diskriminierung im Alltag: Wahrnehmung von Diskriminierung und Antidiskriminierungspolitik in unserer Gesellschaft" vor.
Hier im ganzen als Download.
Vereinfacht gesagt ging es in dem Forschungsprojekt darum Mittels qualitativer und quantitativer Untersuchungsmethoden festzustellen was die Deutschen denn so über Diskriminierung und über Diskriminierungsschutz denken.
Tja, nicht viel. So viel sei vorweg schonmal gesagt. Bevor ich dazu über gehe die schönsten Stellen zu zitieren möchte ich gerne noch darauf hinweisen, dass das Thema Transsexualität in diesem Forschungsprojekt nur als Fußnote eine Rolle gespielt hat (siehe Seite 61).
Das Thema „Transsexualität“ wird von den Befragten spontan nicht angesprochen, weil man solchen Menschen im Alltag nur sehr selten begegnet.
Was soll man dazu sagen. Sie haben ja recht. Trans*leuten begegnet man im Alltag eher selten. Oder anders man begegnet ihnen schon, aber das hilft ja nun wenig, wenn man sie als solche nicht erkennt. Bzw. sie sich nicht zu erkennen geben.
Out and Proud ist nicht gerade ein Slogan der in der Trans*community irgendwie propagiert werden würde. Das hat natürlich Gründe. Furcht ist ein Grund. Scham ein anderer. Häufig auch Wut über die eigene Situation/ eigene Biographie. Manchmal auch schlechte Erfahrungen. Oder positiv formuliert : Nicht mehr darüber nachdenken müssen und wollen. Leben als die Person die man sein will und endlich ist.
Alles gute Gründe. Verständliche Gründe. Aber auch Gründe die ein vorankommen behindern.
Wir tauchen nicht mal in einer Studie über Diskriminierung auf. Wir sind so unsichtbar, dass wir nicht mal als Randgruppe aufgeführt werden. Bzw. nur als Fußnote Erwänung finden
Das Wort Intersexualität taucht übrigends auf den ganzen 244 Seiten kein einziges Mal auf. Nicht mal als Fußnote.
Nun denn über sexuelles Begehren ( das in dem Forschungsprojekt verwirrender Weise sexuelle Identität genannt wird) wird aber gesprochen ( ab Seite 84) . Hieraus die schönsten Zitate, die einem mal wieder vor Augen halten, das sexuelles Begehren noch lange nicht
egal ist.
In vielen Milieus bestehen tief verwurzelte Barrieren und entsprechend virulente Vorurteile – bis hin zu Ekel- und Hassgefühlen – gegenüber sexuellen Orientierungen, die vom Mainstream abweichen. Immerhin 61 Pro-zent der in der Repräsentativerhebung befragten Personen stimmen dem Statement „Mit dem Thema Homosexualität möchte ich möglichst wenig in Berührung kommen“ zu.
Aufschlussreich sind die in diesen Milieus spontan zum Thema produzierten Assoziationen, die – ohne dass entsprechende Vorgaben gemacht wurden – um Pädophilie und Prostitution kreisen („Pädophile – das ist abartig, die gehören weg“; „Kinderprostitution ist zum Kotzen“)
Die meisten Angehörigen dieser Milieus fühlen sich durch offen praktiziertes homosexuelles Verhalten (insbesondere von Männern) ebenso provoziert wie von Schwulen-und Lesben-Paraden, z. B. beim Christopher-Street-Day („Schwulen-Karneval“) oder anderen Auftritten dieser Gruppen in der Öffentlichkeit
Und meine zwei Lieblingsstatements :
„Heutzutage muss man sich als Normaler schon dafür entschuldigen, dass man verheiratet ist und Kinder hat"
"Schwule Sau darf man ja gar nicht mehr sagen, aber viele denken sich ihren Teil"
Interessant übrigends, dass die gleiche Gruppe angibt, dass hinsichtlich der sexuellen Orientierung alles viel offener und toleranter geworden sei, und man hier im Bezug auf Diskriminierungsschutz eigentlich gar nichts mehr zu tun hätte.
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10:06
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Es gibt Gesprächsthemen die auf Passing hindeuten, die man aber doch lieber nicht mitbekommen hätte. So das Gespräch über Ziegenhoden, die denen des Menschen angeblich gar nicht so unähnlich und so verbrannt, pulverisiert und als Asche eingenommen in einem Getränk Potenz fördernd wirken sollen. Dass ich zu derartigen Mitteln nicht greifen muss, und auch nie würde ( bäh !) , weil Harness und entsprechende Utensilien immer einsatzbereit sind behielt ich mit einem triumphierenden Lächeln für mich .
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10:38
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Da ist er nun also der erste Entwurf des BMI zur Reform des TSG. Und ich weiß nicht so recht ob ich lachen oder heulen soll. Lachen, weil offensichtlich ist, dass die Refomierenden keine Ahnung von Trans* haben. Einige Formulierungen sind wirklich haarsträubend. U.a. werden lesbische Transfrauen als homosexuelle transexuelle Männer bezeichnet oder der Begriff Transgendergesetz mit der Begründung abgelehnt es ginge schließlich um Identität und nicht um Sexualität. Weder das Konzept von Trans* noch von Gender scheint also im BMI angekommen zu sein. Und solche Leute dürfen Vorschläge zum TSG machen?
Kommen wir zu den Details : Kastrationszwang bleibt.
Die Voraussetzung dauernder Fortpflanzungsunfähigkeit wird vielschichtiger beurteilt. Die Betroffenen gehen überwiegend davon aus, dass die Fortpflanzungsunfähigkeit bereits durch die Hormonbehandlung erreicht wird und es deshalb einer gesetzlichen Regelung nicht bedarf. Von den Sachverständigen wird diese Verfahrensvorausetzung überwiegend als sachgerecht angesehen, weil es nicht begreifbar sei, dass Personen sich als transsexuell bezeichnen, gleichwohl aber in ihrem biologischen Geschlecht Kinder zeugen oder gebären wollen
Minderjährige brauchen für die VÄ nun die Genehmigung des Famliengerichts.
Für eine geschäftsunfähige oder in der Geschäftsfähigkeit beschränkte Person wird das Verfahren durch den gesetzlichen Vertreter geführt. Der gesetzliche Vertreter eines Minderjährigen bedarf für einen Antrag nach § 1 der Genehmigung des Familiengerichts.
Was wohl bedeutet, dass das Verfahren für Minderjährige einfach mal noch länger dauert als ohnehin schon. Wenn ich mir vorstelle dass vor dem ganzen regulären VÄ-verfahren auch noch ein Verfahren beim Familiengericht gestanden hätte...urgs. Auch ohne das hat mein VÄ-Verfahren bis zur Rechtskräftigkeit beinahe 7 Monate gedauert. Im Vergleich komme ich damit noch gut weg. Es gibt durchaus Landkreise in denen die VÄ beinahe ein Jahr dauert.
Damit es auch für alle anderen noch ein bißchen komplizierter und dämlicher wird sind außerdem jetzt auch noch mögliche Eheparter_inne und/oder Lebenspartner_innen beteiligt
Beteiligte des Verfahrens sind neben dem Antragsteller dessen Ehegatte oder Lebenspartner
und zwar weil :
Auch die Ehegatten und Lebenspartner des Antragstellers sind Beteiligte an den Verfahren, weil sie bei einer zum Zeitpunkt der Antragstellung bestehenden Ehe oder Lebenspartnerschaft sowohl von der Entscheidung über die Vornamensänderung als auch von der Entscheidung über die Feststellung der Geschlechtszugehörigkeit betroffen sind
Dieser Vorschlag entzieht sich wirklich völlig meines Verständnisses. Soll das im konkreten Fall bedeuten, dass ich mich möglicherweise erst von meiner_m Parter_in scheiden lassen müßte, falls diese mit der VÄ oder PÄ nicht einverstanden ist, damit ich überhaupt einen Antrag stellen kann? Wie blöd ist das denn? Und welchen konkreten Sinn ergibt das überhaupt?
Im konkreten Verfahren bedeutet das dann :
(2) Kann dem Antrag nur deshalb nicht stattgegeben werden, weil der Antragsteller die Voraussetzungen des § 8 Abs. 1 Nr. 2 noch nicht erfüllt oder eine Ehe oder Lebenspartnerschaft führt und der Ehegatte oder Lebenspartner seine Zustimmung zur Fortführung der Ehe oder Lebenspartnerschaft noch nicht erteilt hat, stellt das Gericht dies vorab fest. Die Entscheidung kann mit der Beschwerde angefochten werden.
Dann gibt es einen ganz tollen Vorschlag zur PÄ und der bisher geforderten Ehelosigkeit.
Sind beide Ehegatten oder Lebenspartner nach Anhörung durch das Gericht mit der Fortführung der Ehe oder Lebenspartnerschaft einverstanden, stellt das Gericht in der Entscheidung nach § 8 fest, dass die Ehe oder Lebenspartnerschaft auch nach Rechtskraft der Entscheidung fortgeführt wird.
Mit anderen Worten: Falls ein heterosexueller Transmann vor der Transition eine Lebenspartnerschaft mit einer Frau eingegangen ist, verbleibt er mit gegenseitigem Einverständnis in einer lebenspartnerschaft auch nach VÄ und PÄ. Wir haben es hier dann also mit einer heterosexuellen Lebenspartnerschaft zu tun, die es in Deutschland nicht gibt. Dem heterosexuellen Paar werden damit die Rechte innerhalb einer Ehe aberkannt. Dies kann wohl nur so gedeutet werden dass das BMI in dieser Beziehung keine "echte" heterosexuelle Beziehung erkennen kann. Die einzige Möglichkeit die Beziehung in eine Ehe zu überführen besteht somit darin, zu behaupten die Lebenspartnerschaft wäre zerrüttet und sich scheiden zu lassen um danach eine Ehe einzugehen. Neben dem Zeitaufwand und den Kosten den eine Scheidung mit sich bringt besteht hier zusätzlich die Problematik dass schlicht und ergreifend gelogen werden muss um ein eigentlich vom Gesetz zugestandenes Recht zugesprochen zu bekommen.
Außerdem muss man nun für die PÄ:
in körperlicher Hinsicht dem Erscheinungsbild des anderen Geschlechts angepasst sein.
Bisher war in diesem Zusammenhang lediglich vom "äußeren Erscheinungsbild" die Rede. Schlimmstenfalls könnte diese minimale Änderung im Wortlaut bedeuten, dass für Transmänner die Phalloplatik zur Vorraussetzung der PÄ gehören wird, was bisher nicht der Fall war.
Ich könnte ewig so weitermachen. In Stichpunkten: Nur noch ein Gutachten. Wirkt auf den ersten Blick positiv, aber was wenn es negativ ist? Anhörung bleibt. Beschleunging des Verfahrens sehen die sogenannten Sachverständigen nicht gerne; ja klar die wollen ja auch Geld verdienen. Etc.
Ein paar Dinge haben sich natürlich auch verbessert. So kann man jetzt auch nach der VÄ heiraten oder Kinder kriegen ohne dass der neue Vorname aberkannt wird. Allerdings kann man dem Entwurf schon entnehmen, dass diese Reform keinesfalls aus Einsicht geschieht.
Eine Vornamensänderung im Rahmen der sog. kleinen Lösung wird nicht mehr unwirksam, wenn der Betroffene eine Ehe eingeht oder innerhalb von 300 Tagen nach Rechts-kraft dieser Entscheidung Elternteil eines Kindes wird. Das BVerfG sah bei der bisheri-gen Regelung die Persönlichkeitsrechte von homosexuell orientierten Transsexuellen, die eine Ehe eingehen wollten, nicht ausreichend geschützt. Es ist zu erwarten, dass ein ver-gleichbares Verfahren nach Geburt eines Kindes ebenso entschieden werden würde
und auch :
Die Betroffenen fordern überwiegend die Streichung der Aufhebungsgründe in § 7 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 TSG 1980, weil sie hierin gleich mehrere Grundrechtsverstöße sehen. Weder Eheschließung noch Geburt oder Zeugung eines Kindes beweisen nach ihrer Ansicht, dass der Betroffene sich wieder seinem Ausgangsgeschlecht zugehörig fühlt. Die Sachverständigen sehen die Unwirksamkeitsgründe eher als juristische Thematik und halten diese aus medizinischer Sicht nicht für erforderlich.
sowie:
Von den Sachverständigen wird diese Verfahrensvorausetzung überwiegend als sachgerecht angesehen, weil es nicht begreifbar sei, dass Personen sich als transsexuell bezeichnen, gleichwohl aber in ihrem biologischen Geschlecht Kinder zeugen oder gebären wollen.
Mit anderen Worten, die sogenanten Sachverständigen und vermutlich auch die Reformiernden des BMI finden eigentlich nach wie vor, dass man als Transe keine Kinder bekommen dürfen sollte, aber aus irgendwelchen unverständlichen Gründen sieht das Bundesverfassungsgericht das anders. Menno.
Außerdem würde sich die Situation für Auslände_innen und Asylbewerber_innen duch diese Reform verbessern.
3. als Asylberechtigter oder ausländischer Flüchtling seinen Wohnsitz im Inland haben oder
4. als Ausländer, dessen Heimatrecht keine diesem Gesetz vergleichbare Regelung kennt, entweder ein unbefristetes Aufenthaltsrecht oder eine verlängerbare Aufenthaltserlaubnis besitzen und sich nicht nur vorübergehend rechtmäßig im Inland aufhalten.
Vertreter des öffentlichen Interesses würden wegfallen, was die VÄ und PÄ möglicherweise tatsächlich beschleunigen würde.
Insgesamt ist an dieser ganzen Ausformulierung und Begründung am aller ärgerlichsten, dass wieder mal davon ausgegangen wird dass Psychologen, Psychiater und andere Ärzte die Experten auf diesem Gebiet wären und nicht das Trans*folk selbst. Am ärgerlichsten ist das F64.0 bleibt. Das wir weiterhin pathologisiert werden. Dieser Entwurf ist in meinen Augen absolut nicht hinnehmbar.
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Die APS veranstalten Ende Mai in Marburg einen internationalen Kongress mit dem schönen Titel: Identität - der rote Faden in meinem Leben. Mit dabei sind Markus Hoffmann von der Organisation "Wüstenstrom" und Christl Ruth Vonholdt vom „Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft"
Meine Identität war gereift, genügend positive Selbst- und Objektrepräsentanzen waren entstanden und damit wurde für mich die Homosexualität als Ich-Stütze überflüssig, heterosexuelle Gefühle konnten hervortreten. (Wüstenstrom)
Nicht wenige homosexuell empfindende Männer wünschen sich, eine Frau mit einem Penis zu sein. Andere würden sich am liebsten komplett in eine Frau verwandeln, haben aber nicht die Möglichkeit, komplizierte chirurgische Eingriffe vornehmen zu lassen. Beide nehmen Hormone. (Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft)
Das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft hat sich in letzter Zeit auch durch ein auf ihrer Website veröffentlichtest transphobes Bulletin hervorgetan, dass hier im ganzen eingesehen werden kann - wenn man denn möchte.
Dass diese Menschen irgendwo einen Kongress veranstalten ist ja schon an sich nicht so schön. Der Skandal ist allerdings, dass sie das in der Universität Marburg tun dürfen. Das Schwulenreferat Marburg hat nun eine Gegeninitiative gegründet und bittet um Zusammenarbeit mit anderen queeren Gruppen oder einfach mit anderen Menschen die ebenso empört sind . Hier der Aufruf :
"An die VertreterInnen der queeren Gruppen in Marburg, an den AStA-Vorstand zur Kenntnisnahme
Liebe VertreterInnen der queeren Gruppen in Marburg!
Vom 20. bis zum 24. Mai 2009 findet in Marburg (Stadthalle und Universität) der 6. internationale Kongress für Psychotherapie und Seelsorge unter dem Motto „Identität – Der rote Faden in meinem Leben“ statt. Unter den Referenten finden sich mehrere Personen, die sich in Vergangenheit und Gegenwart für eine „Heilung von Homosexualität“ stark gemacht haben, darunter Markus Hoffmann (Wüstenstrom), Roland Werner (Christus-Treff Marburg) und Christl Ruth Vonholdt (Offensive junge Christen).
Das die Stadt und die Philipps-Universität derartige Bestrebungen z.B. durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten unterstützen, ist in unseren Augen ein Skandal! Die queeren Gruppen in Marburg sowie alle anderen Organisationen und Privatpersonen die Homophobie in unserer Gesellschaft bekämpfen wollen, müssen in einer solchen Situation an einem Strang ziehen und sich durch geeignete Aktionen zur Wehr setzen!
Das Autonome Schwulenreferat des AStA Marburg wird im SS 2009 seine ohnehin geplanten
Veranstaltungen zum Thema „Homosexuelle & Theologie“ erweitern. Darüber hinaus möchten wir alle queeren Gruppen und andere Interessierte zur Gründung eines Initiativkreises „Anti-Homophobie“ aufrufen, der ab Anfang April Aktionen gegen den Kongress Ende Mai planen und koordinieren soll. Denkbar sind Beschwerdebriefe an geeignete Adressen (Uni-Präsidium,Bürgermeister, Parteien, etc.), Presseartikel, Kundgebungen und was uns sonst noch einfällt. Leitet diese Mail bitte an alle Personen/Institutionen weiter, von denen Ihr glaubt, dass sie uns
unterstützen können.
Mit freundlichen Grüßen,
Torben Meyer & Axel Bülow, Referenten des Autonomen Schwulenreferats Marburg"
Und hier der Offene Brief vom LSVD
Also ran an den PC und eine Beschwerdemail geschrieben ! Verhindert dass diese Menschen ihre Ideologien verbreiten dürfen !
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18:31
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...habe ich offenbar, denn erst neulich nach dem Duschen ist mir das erstemal und vollständig klar geworden, dass ich Post-Transition bin. Ich glaube ich habe tatsächlich das erstemal alle Veränderungen an mir wirklich gesehen und wirklich begriffen. Hat mich ganz schön umgehauen.
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13:33
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Hate speech : Der Begriff Hate Speech (engl. Sprache des Hasses, Hasssprache, Hassrede) bezieht sich auf sprachliche Ausdrucksweisen, die zu Gewalt, Ausgrenzung oder die Benachteiligung gegenüber einer Person oder eine Gruppe von Menschen anreizen soll oder befördert, sie einschüchtert oder bedroht. ( Wikipedia )
Das Wort "Transe" gehört wohl in den meisten Fällen dazu. Außerhalb einer queeren Community wird es wohl hauptsächlich benutzt um Transexuellen, Transvestiten, Transgendern und anderem Trans*folk einen Platz innerhalb der Hackordnung zuzuweisen der weit unterhalb von dem der Cis-Hetero-Menschen liegt.
Unterscheidungen zwischen unterschiedlichen Formen des Trans*seins werden meistens nicht gemacht. Eine Transe ist in in der Vorstellung des Otto-Normal-Bürgers schrill, laut, pervers künstlich und hässlich. Auch kann eine Transe niemals ein Mann oder eine Frau sein. Eine Transe ist in seiner Vorstellung vielmehr "ein Mann der eine Frau sein will" oder "ein Mann der sich als Frau verkleidet". Und nur genauso rum; die Existenz von Transmännern ist nämlich noch nicht angekommen. Vermutlich würden Transmänner eher mit dem Wort "Lesbe" betitelt werden. "Mannsweiber" ist ja leider ein bisschen aus der Mode gekommen. Schade um das schöne Schimpfwort.
Ich benutze das Wort Transe dennoch. Oder vielleicht gerade deswegen. Ich lasse mir doch nicht mein Wort wegnehmen. Das gehört mir. Ich entscheide was dieses Wort bedeuten. Ich entscheide wer oder was ich bin und sonst niemand. Schrill, laut, künstlich, pervers und hässlich? Pfff... na und ? Wer will schon nach euren Maßstäben schön und normal sein ? Ich jedenfalls nicht. Ich weiß dass der Begriff auch von vielen innerhalb der Trans*community abgeleht wird, dass sich nach Normalität, Mannsein, Frausein gesehnt wird, dass man schön und begehrenswert sein will. Mit dem Wort Transe will man nichts zu tun haben. Ich fürchte nur, dass wir damit nicht weit kommen. Ohne unser Zutun wird dieses Wort nicht seine Bedeutung verlieren. Ohne unser Zutun wird man unter einer Transe immer genau das verstehen, was andere darunter verstehen. Ohne unser Zutun werden andere die Definitonsgewalt über uns behalten.
Kurz vor dem Beginn meiner Transition hat ein Freund von mir mal die Befürchtung geäußert, ich würde am Ende (womit er wohl nach OPs und Hormonen meinte) wohlmöglich wie eine Transe aussehen. Der Gedanke amüsiert mich heute ein wenig. Denn, was genau ist eigentlich so schlimm daran wie eine Transe auszusehen, wenn man eine ist ?
“Wenn man den Namen, den man erhält, aufgreift, tut man mehr als sich nur einer vorgängigen Autorität unterzuordnen, denn der Name hat sich vom vorgängigen Kontext bereits gelöst und ist in das Projekt der Selbstdefinition eingegangen. Das Wort, das verwundet, wird in der neuen Anwendung, die sein früheres Wirkungsgebiet zerstört, zum Instrument des Widerstands … eine Wiederholung in der Sprache, die einen Wandel erzwingt.” ( Judith Butler, Hate Speech)
Ein schönes Beispiel für Reclaim the Labels finden wir hier.
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13:28
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Soeben erreichte mich diese Nachricht :
Hi all,
I am a trans member of Lambdaistanbul, I am extremely saddened to announce that another trans friend of ours, Ebru, was murdered. She was a Lambdaistanbul member and was active in the trans commission especially during the resistance against the heightened police harrasment and maltreatment of transgenders living and working in Taksim area in Istanbul.
Apparently, she went to the police and sought protection from a man she refused to be with recently, she was found dead in her apartment this morning. I am not in Istanbul right now so I got the news from friends in town, and from everything I heard, it sounds like there was police neglect which is not uncommon or surprising when it comes to transgender citizens. It is too early to say but I am afraid the murderer will get away with it as our lives are deliberately made expendable by law-making and law-enforcing mechanisms in Turkey and around the world.
I am lost for words to explain the pain we all feel, I hope that prevention strategies against situations like this will be one of the agenda items at the next TGEU meeting. I am not sure what are the specifics of your own contexts but trans women in Turkey face extreme amounts of harassment and violence from their partners, people in the street and police forces on a daily basis. When the perpetrators are caught or called out, patriarchal bullshit protection mechanisms of violence such as "crimes of passion" or "moral provocation" help these men get away with it.
Similar laws and mechanisms are used and abused to justify violence in the family and violence against women. Maybe there is space for women's NGOs and queer groups to get together and work on gender-based violence inclusive of trans and non-trans women. For people in Istanbul, there will be a vigil and protests in front of Ebru's apartment on Thursday, March 12, at 1pm. Vigil starts at 6:30pm. If you have contacts in the international media that may take interest in the case, please pass on the information, press statement will be on March 12, 2009 at 1pm, the address is: Kazancý Yokuþu, Pürtelaþ Sokak Giriþi (Kazancý Ali Paþa Camii karþýsý).
Thanks,
Sinan
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12:09
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Mein Zeitbudget ist grad ein bisschen knapp daher im Moment nur Internetfunde etc.
Hier zum Beispiel ein entzückendes Amateurvideo. Ich mag´s
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13:30
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An dieser Stelle zwei Dokus ( Edit : eine - die andere ist leider wieder offline) die zur Zeit vollständig über Youtube konsumierbar sind :
Transsexuelle im Iran
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11:33
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Wo wir schon beim Thema sind:
Gestern Abend ging es in "Milk", danach mit Freunden zu uns nach Hause noch ein Bierchen trinken. Es wurde geschwätzt über Schwul-Sein, über das was sich verändert hat in den letzten Jahren, wie es war in einer Kleinstadt, in einem Dorf, mit den Mitschülern und mit sich selbst...
Ich habe zu allem was zu sagen und ich lüge nicht wenn ich über meine Erfahrungen als schwuler Junge spreche. Aber dennoch sind meine Erfahrungen anders. Ich war anders unsichtbar, habe auf eine andere Art nicht gewusst was mit mir los ist, ich habe auf eine ganz andere Art Beziehungen geführt die mir nicht entsprochen haben, ich wollte aus einem ganz anderen Grund weg aus Lüneburg in eine Großstadt und ich habe auf eine ganz andere Art das schwullesbische Nachleben in Berlin kennengelernt und ausprobiert.
Das habe ich nicht gesagt und das verändert ohne dass ich lüge die Realität ganz entscheidend. Das verändert mich und meine Biographie und beim Erzählen hatte ich irgendwann das Gefühl, dass ich nicht mehr über mich selbst erzähle sondern über den schwulen Jungen den sich mein Gegenüber vorstellt.
Das geht so nicht. Natürlich habe ich auf eine Gelegenheit gewartet- gehofft, aber vermutlich hält man keine Gelegenheit und keine Bemerkung für geeignet.
Das ist so schwer. Ich hätte wirklich nie erwartet, dass es so schwer ist. Also nicht das Outen ansich, sondern ( wie ich im vorangegangenen Posting schon schrieb) dass man es ganz undramatisch und unproblematisch nebenher erwähnen kann. Natürlich werde ich einen Weg finden und wenn ich es einmal gemacht habe geht es beim nächsten Mal vermutlich auch viel leichter. Naja, vielleicht noch ein kleines
Kampflied für mich selbst, dann klappts bestimmt beim nächsten Mal.
Wie hieß es so schön gestern bei Milk "Das Private ist in diesem Fall unser Feind"
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13:11
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Wie macht man das nun so ganz genau mit dem "out" sein ? Prä-Testo war das ja leicht. Ohne bzw. mit eher dürftigem Passing war ich zwangsläufig relativ schnell out; ob ich nun wollte oder nicht. Meistens hätte ich gerne drauf verzichtet. Heute habe ich nun also die umgekehrte Situation. Ich lerne jemanden neu kennen und die 3 Jahre Testosteronzufuhr sorgen für den durchaus gewünschten Effekt. Ich passe. Toll (!) ganz ehrlich, aber ich bin eben auch unsichtbar; so als Transmann. Manchmal ist das ja auch durchaus angenehm, aber so aus einer politischen Perspektive heraus möchte ich das eigentlich nicht. Tja, und nun ? Ist gar nicht so leicht. Wie outet man sich denn nun - so von der anderen Seite aus ? Damit hab ich gar keine Erfahrung. Ich will ja kein großes Ding daraus machen. Es geht ja gerade nicht darum, Trans* wieder zu einem riesen dramatischen Problemthema zu machen sondern lediglich mich als Trans*menschen und damit Trans* ansich sichtbar zu machen.
Und man glaubt ja gar nicht wie groß die Verdrängungskünste von Cis-Menschen sind. Meiner Erfahrung nach sind die Zwangsoutingszenarien, die viele Transmänner und - frauen so mit sich rumschleppen jedenfalls völlig unbegründet. Trans* ist soweit entfernt von Cis*-Hetero-Menschen dass die nicht mal bei dem Anblick eines Packers anfangen würden sich Fragen zu stellen. Mit Andeutungen oder " der_die merkt das schon von selbst" kommt man da jedenfalls nicht weit. Also doch so ein echtes richtiges Outing. Naja...da hab ich ja nicht so Bock drauf. Vielleicht findet sich ja noch eine praktikablere Lösung.
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20:48
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Anlässlich dessen, dass ich in letzter Zeit wieder einige haarsträubende Darstellungen von Trans*folk im Fernsehen gesehen habe ( zuletzt bei Nip-Tuck) , habe ich mich noch mal auf die Suche nach der - meiner Meinung nach - besten Doku(- Serie) ever zu diesem Thema gemacht. Transgeneration.
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13:09
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Tja, wenn ich gestern im Lotto gewonnen hätte, hätte ich heute auf jedenfall mal 1209 €
dafür ausgegeben.
Ausgesprochen begeisternd, dass das der Schwanz wirklich mal alles kann wovon man so träumt. Außerdem sieht er sogar ganz gut aus. Ich schätze die 1209€ sind für die Arbeit(szeit) und das Material schon ganz angemessen, aber leider für mich wirklich viel zu teuer. Mir ist aber eingefallen, dass der MDK-Gutachter damals sagte, dass er Anträge dieser Art bei den Krankenkassen unterstützen würde. Vielleicht kontaktiere ich den mal und frage ihn wie meine Chancen aussehen.
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10:48
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Radical Out ist sowas wie mein guter Vorsatz für´s neue Jahr.
Radical Out ist ein Versuch.
Radical Out bedeutet, dass ich das nächste Mal wenn mich jemand nach meiner Zivildienst und/oder Bundeswehrzeit fragt, ich ihm_ihr die Wahrheit sage und nicht mehr nach Ausreden oder Halbwahrheiten suche.
Radical Out bedeutet mich nicht weiter einzurichten in meinem Passing und all seinen Bequemlichkeiten.
Radical Out bedeutet nicht mehr darauf zu hoffen, dass andere die Arbeit für mich leisten, sondern selbst zu machen was in meinen Möglichkeiten steht.
Radical Out bedeutet sichtbar zu sein.
Ich glaube nicht daran, dass sich Dinge von alleine ändern. Ich glaube, dass man etwas tun muss sofern man die Kapazitäten dafür hat. (Ich bilde mir ein diese gerade zu haben) Man muss sich zeigen, den Mund aufmachen und laut sein. Alles andere führt zu nichts. Ob das anstrengend wird ? Bestimmt.
Das TSG wird sich auch in 100 Jahren nicht ändern wenn alle Transen immer nur Angst davor haben als solche erkannt zu werden. Was wäre so schlimm daran als das erkannt zu werden, was man ist ?
Vielleicht gibt es ja noch den_die ein_e oder ander_e_n der_die auch Lust hat mitzumachen.
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10:36
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Es stimmmt doch :
Testosteron verwandelt einen in ein haariges, dummes, aggressives Etwas. Hier ein Beweisfoto. Gruselig...und es geschieht immer bei Vollmond.
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21:12
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Diese Nachricht erreichte mich gerade über einen E-Mail Verteiler :
Verfassungsgerichtshof hebt Operationszwang nicht auf
Rechtskomitee LAMBDA hofft auf Verwaltungsgerichtshof
Wie so eben bekannt wurde hat derVerfassungsgerichtshof kürzlich beschlossen, den Operationszwang für transsexuelle Menschen nicht aufzuheben. Das Rechtskomitee LAMBDA (RKL),Österreichs Bürgerrechtsorganisation für homo- und bisexuelle sowie transidente
Frauen und Männer, zeigt sich enttäuscht und hofft nun auf den Verwaltungsgerichtshof.
Eine rechtliche Anerkennung im neuen Geschlecht gibt es, im Gegensatz zu anderen Ländern (wie Spanien, Grossbritannien, Ungarn, Schweden und Finnland), für (Mann zu-Frau-)Transsexuelle in Österreich nur dann, wenn sie ihre Genitalien entfernen lassen. Nicht alle transsexuellen Menschen können jedoch diesen Operationszwang erfüllen, sei es wegen ihres
Alters, ihres Gesundheitszustandes oder ihrer sozialen Situation.
Der Operationszwang, also das Abhängigmachen des Geschlechtswechsels von einer genitalverändernden Operation ist heute überholt und nicht mehr Stand der Wissenschaft. Ja er wird im Gegenteil heute als Menschenrechtsverletzung angesehen. So sprechen die im November 2006 von führenden internationalen Menschenrechtsexpertinnen und -experten auf einer Konferenz im indonesischen Yogyakarta entwickelten Yogyakarta-Prinzipien eine klare Sprache: „Niemand darf, als Voraussetzung der rechtlichen Anerkennung der eigenen
Geschlechtsidentität, zu medizinischen Verfahren, einschliesslich einer genitalverändernden Operation …, gezwungen werden“ (http://www.yogyakartaprinciples.org).
In diesem Sinne verlangt auch der Bericht des Menschenrechtskommissars des Europarates vom 12.12.2007, dass die rechtliche Anerkennung des Geschlechtswechsels nicht von einer genitalverändernden Operation abhängig gemacht wird (https://wcd.coe.int/ViewDoc.jsp?id=1225283&Site=CommDH&BackColorInternet=F, par. 57).
Auch das deutsche Bundesverfassungsgericht hat festgestellt, dass der Operationszwang dem aktuellen Stand der Wissenschaft widerspricht: „Für eine unterschiedliche personenstandsrechtliche Behandlung von Transsexuellen mit und ohne Geschlechtsumwandlung sieht die Fachliteratur deshalb keine haltbaren Gründe mehr“ (BVerfG, 1 BvL 3/03 vom 6.12.2005, 25, 66).
Ständige Bloßstellung oder Gefahr der Verelendung
Die Beschwerdeführerin vor dem Verfassungsgerichtshof wurde als Mann geboren und lebt, nach Hormontherapien und kosmetischen Massnahmen, bereits seit Jahren sozial integriert als Frau. Dennoch wird ihr die Annahme eines weiblichen Vornamens verwehrt und erhält sie keine Dokumente, die ihrem gelebten Geschlecht und ihrem äußeren Erscheinungsbild entsprechen. Das Vorzeigen aller für das Alltagsleben wichtigen Dokumente (wie Reisepass, Personalausweis, Meldezettel, Geburtsurkunde etc.) offenbaren ihre Transsexualität und zwingen sie regelmäßig zum (bloßstellenden und oft erniedrigenden) Outing.
Die einzige Begründung für die Verweigerung eines weiblichen Vornamens und entsprechender Dokumente: sie hat sich keiner Operation zur Entfernung ihrer Genitalien unterzogen.
Eine genitalverändernde Operation kann die Antragstellerin jedoch nicht durchführen, weil der damit verbundene langdauernde Krankenstand bei ihrer leitenden Funktion in der Privatwirtschaft mit Sicherheit mit der Beendigung ihres Dienstverhältnisses verbunden wäre. Der Verlust des Arbeitsplatzes würde sie der Gefahr der sozialen Desintegration und Verelendung aussetzen.
Für die VerfassungsrichterInnen war all das kein Grund, eine Menschenrechtsverletzung zu erkennen. Sie lehnten die Behandlung der Beschwerden ab (VfGH 29.09.2008, B 411/08, B 412/08).
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9:44
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Redensart: Träume sind Schäume. Erläuterung: Wunschträume können schnell zerstört werden; Visionen sind Illusionen;Träume haben keine Bedeutung. Ergänzungen: Sprichwort leitet sich ab vom Bild zerplatzender Seifenblasen (Schäume= Mehrzahl von Schaum)
(Wörterbuch für Redensarten)
Im Alter zwischen 5 und 10 Jahren war für mich das schönste Badewannenspiel mir mit dem ausreichend vorhanden Schaum die schönsten Bärte ins Gesicht zu designen. Hauptsächlich Vollbärte. Die waren am leichtesten umzusetzten. Manchmal versuchte ich mich aber auch an schwierigeren Ausgestaltungen; Schnauzbärte kombiniert mit Kinnbärten z.b.
Meine Bartwerke betrachtete ich anschließend im Badezimmerspiegel. Manchmal beobachtete ich wie ein Schaumbläschen nach dem anderen platze.
Ob es Fotos davon gibt ?
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13:22
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Ich habe gerade beim Aufräumen meines Portmonais drei Passbilder von mir gefunden.
Meiner Erinnerung nach müßten die aus den Jahren 2004, 2006 ( kurz nach der VÄ) und 2008 sein.
Abgesehen davon dass mir aufgefallen ist, dass die neuen Bestimmungen des "Nicht -Lächelns" auf Passbildern doch dazu führt dass man immer überdurchschnittlich schlecht gelaunt aussieht, fand ich es doch auf diesen Bildern wirklich nochmal erstaunlich wie sehr Testo doch verändert.
Mal abgesehen vom Bart, scheint sich meine ganze Gesichtsform irgendwie nochmal gewandelt zu haben. Echt krass, was dieses Zeug aus der Tube/Spritze macht.
Hier there are :
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15:16
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Gestern habe ich eine merkwürdige Entdeckung gemacht.
Zusammen in der S 75 vom Ostkreuz Richtung Spandau mit einer Meute von 1.FC Union Fans wurde mir schlagartig klar, dass meine unguten Gefühle ( das Spektrum reicht je nach Uhrzeit und Betrunkenheitsgrad des Gegenübers von Unwohlsein bis Angst) diesen Gruppierungen gegenüber schon immer die Angst eines schwulen Jungen vor heterosexuellen Männern war. Vor dem Erkanntwerden und den Konsequenzen die sich aus diesem Erkanntwerden schlimmstenfalls ergeben könnten.
Wie kann das sein ?
Wie ist es möglich Ängste zu verinnerlichen, die ich aufgrund meines Erscheinungsbildes 25 Jahre lang nicht hätte haben müssen ?
Wer hat mir diese Ängste beigebracht, wenn sie doch nicht aus einer eigenen Erfahrung heraus resultieren konnten/können ?
Wie war es mir möglich Strukturen und Mechanismen zu lernen in denen ich doch eigentlich gar nicht hätte stecken dürfen?
Sind die Bilder die über schwule und heterosexuelle Männer und deren Verhältnis zueinander (re)produziert werden so allgegenwärtig, dass sie jeder lernt unabhängig davon ob er einer dieser Gruppen angehört ?
Wie geht man im einzelnen dagegen vor?
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19:58
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Anlässlich der Buffy-Konferenz mein Lieblingsdialog.
Buffy: "Does it ever get easy?"
Giles: "You mean life?"
Buffy: "Yeah. Does it get easy?"
Giles: "What do you want me to say?"
Buffy: "Lie to me."
Giles: "Yes, it's terribly simple. The good guys are always stalwart and true, the bad guys are easily distinguished by their pointy horns or black hats, and, uh, we always defeat them and save the day. No one ever dies, and everybody lives happily ever after."
Buffy: "Liar."
Was das mit Trans* zu tun hat ? Nichts. Aber trotzdem schön.
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13:10
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Ich hatte leider wieder einige Schwierigkeiten bezüglich der letzten Op (Hysto).
Keine Ahnung woran das liegt. Ich habe sonst noch von niemandem gehört, dass er so lange immer wiederkeherende Probelme damit hatte. Wie dem auch sei; das neu auftretende Problem konnte ambulant behoben werden und ich hoffe dass ich nun Ruhe habe.
Ob es daran liegt, dass ich die Op nicht wirklich gewollt habe?
Letztlich hatte ich nie ein Problem damit Besitzer dieser Organe zu sein. Von mir aus hätten die da bis zum Ende meins Lebens verbleiben können.
Sicher es wird behauptet, dass alles sei ganz freiwillig. Aber wie freiwillig ist das schon, wenn das TSG vorsieht dass man diese Op machen muß um seinen Personenstand ändern zu können?
Ich nenne das jedenfalls Erpressung.
Viel wichtiger scheint mir aber momentan die Frage, warum man eigentlich innerhalb der Transszene so selten von Komplikationen, Schwierigkeiten, Unzufriedenheiten oder Langzeitnebenwirkungen hört.
Weil es das alles nicht gibt? Weil ich Pech hatte?
Nein, das denke ich nicht; denn unterhält man sich mal unter vier Augen und erzählt man zuerst von eigenen Sorgen/Schwierigkeiten/Nöten, hat doch plötzlich jeder das ein oder andere zu berichten.
In Foren hört man davon aber eher selten was. Da sieht man nur perfekt-operierte Körper, erfährt dass alles ganz gefühlsecht ist, die orgasmusfähigkeit mindestens besser ist als vorher, dass die paar Narben gar nicht stören und sowieso alles genauso ist wie man es sich schon immer erträumt hat.
Bullshit (!) sage ich.
Warum machen wir uns gegenseitig so einen Druck? Warum nicht mal zugeben dass irgendwas nicht so optimal ist ? Warum nicht mal zugeben, dass man im Nachhinein die ein oder andere Maßnahme doch lieber nicht gemacht hätte ? Oder anders? Warum nicht mal sagen, dass eine Entscheidung die falsche war?
Ich wage mal eine Behauptung: Weil man den ganzen Scheiß eben doch nicht so sehr für sich selbst und alleine macht wie immer alle behaupten. Wie auch? Andauernd mußte man sich beweisen vor anderen. Vor Eltern, Freund_innen, Partner_innen, Ärzt_innen, Psycholog_innen und Jurist_innen. Andauernd mußte man überzeugend sein, damit man etwas bekommt: Unterstützung, Anerkennung, Toleranz, eine Indikation, eine Kostenübernahme aber vorallem doch die Ansprache die man sich wünscht. Als Mann. Als Frau.
Am Ende dieser Prozedur hat man sich darin eingelebt immer 100 % sein zu wollen/zu müssen. Und plötzlich verlangt man von sich selbst, dass keine Entscheidung eine Fehlentscheidung sein darf, weil das die ganze Glaubwürdigkeit der Transition in Frage stellen würde. So hat man es doch gelernt. In der ganzen Überzeugungsarbeit die man Jahre davor leisten mußte.
Diese ganze krampfige verkorkste Sichtweise auf die Transition... Ich finde es wird Zeit diesen ganzen Kram mal ein bißchen entspannter zu sehen. Ich glaube diese ganze 100 %- Sichtweise, die ständig an uns herangetragen wird und die wir "alten Transen" an die jüngeren weitergeben, trägt absonderlicher Weise gar nicht dazu bei, dass umsichtiger mit der Transition umgegangen wird. Ganz im Gegenteil. Die Wege die gegangen werden können werden immer schmaler. Die Aussagen die getätigt werden können werden immer überschaubarer u.s.w.
Wenn wir so weitermachen gibt es bald nur noch Bilderbuch-Transen. Und wer will das schon?
Warum sollten wir denn keine Fehler machen ? Jeder Mensch macht Fehler und trifft falsche Entscheidungen oder ist Unzufrieden mit irgendwas. Warum sollte dass bei mir anders sein nur weil ich trans* bin? Nur weil man mal einen Fehler gemacht hat will man sich schließlich nicht gleich aus dem nächstbesten Fenster stürtzen. Wir müssen anfangen über sowas zu reden, damit wir uns selbst nicht immer mehr in unseren Möglichkeiten und Lebbarkeiten beschneiden.
So und damit es nicht nur beim Gelaber bleibt hier mal meine Liste :
Ich würde die Hysto kein zweites Mal machen. Ich halte es heute für einen Fehler eine derartige Operation nur wegen der Personenstandsänderung gemacht zu haben. Lieber hätte ich mich aufraffen sollen gegen die ungerechte Gesetzgebung vorzugehen, als mich einfach unters Messer zu legen. Blöde Entscheidung.
Außerdem seit Thomas Beatie...vielleicht ändert sich meine Einstellung zum Kinder kriegen ja nochmal. Vielleicht sage ich in 5 Jahren : Ach hey, so wild is das ja gar nicht und an meinem Selbstbild kratzt das bißchen Schwangerschaft eigentlich nicht...und dann ? Dann ärgere ich mich noch mehr als jetzt schon dass ich dieser Möglichkeit beraubt bin.
Das Mastekergebnis könnte für meinen Geschmack ein bißchen besser sein. Natürlich habe ich mir insgeheim mindestens eine Brad-Pitt Brust gewünscht *g*. Natürlich wußte ich eigentlich auch schon vorher, dass ich die nicht kriege, aber ein bißchen enttäuscht war ich trotzdem.
Vergleichbar mit, wenn man sich als Kind das dritte Weihnachten hintereinander ein Pony wünscht, eigentlich schon weiß, dass man keins bekommt und trotzdem ein bißchen heulen muß.
Halte ich die Transition deswegen für einen Fehler? Nein. Würde ich die Transition wieder machen? Ja.
Bin ich eine glückliche Transe ? Auf jeden Fall !
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11:10
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Da ich nicht nur queere Bekannte und Freunde habe, kommt es vor dass meine queeren Freunde auf meine nicht-queeren Freunde treffen. Dieser Umstand führt im nachhinein üblicherweise dazu, dass ich von den nicht-queeren Freunden über die Identität der queeren Freunde befragt werde. Meistens sieht dieses Befragen so aus, dass meine heterosexuellen Cis-Freundinnen ein Kompliment über einen männlich aussehenden queeren Freund machen und im Nachsatz fragen ob der denn nun...oder nicht...oder wie?
Üblicherweise antworte ich auf diese Frage wahrheitsgemäß in dem ich sage: dass ich die Selbstdefinition der betreffenden Person nicht kenne. Diese Aussage ist für die meisten Leute anscheinend ziemlich unbefriedigend und ärgerlich. Jedenfalls deute ich weiteres Verhalten/ weitere Aussagen diesbezüglich so. Es wird gebohrt ohne Ende, nochmal nachgehakt und ein bißchen verschnupft getan, wenn ich nicht mit mehr "rausrücken" will.
Erwartet wird von mir vermutlich dass ich sowas sage wie : der war früher mal ein Mädchen und jetzt ist er ein Mann. Das kann ich aber nicht. Woher soll ich denn wissen was jemand früher mal war ? Das weiß ich ja kaum von mir selbst. Natürlich entsteht diese komische Situation dadurch, dass die Frage eigentlich auf Genitalien abzielt und angenommen wird, dass man über deren Beschaffenheit eine Identität ableiten könnte und ich eben genau das nicht glaube. Es käme mir absolut absurd vor eine Aussage über die Identität von Freunden/Bekannten aufgrund ihrere Genitalien zu machen - mal ganz davon abgesehen, dass ich die Genitalien meiner Freunde und Bekannten üblicherweise nicht kenne.
(Schon ganz schön merkwürdig dass man gerade den Körperteilen die man am wenigsten von anderen zu sehen bekommt eine so hohe Bedeutung beimißt.)
ich mag meine Freunde; beide "Lager" wenn man so will. Aber was macht man nun ? Jedesmal queere Aufklärungsarbeit leisten ? Das ist manchmal doch recht ermüdent. Und ich reagiere zunehmend genervt, was vermutlich absolut kontraproduktiv ist.
Vielleicht mal einen guten Film zusammensehen ? Ob ich bis Frühjahr 2009 noch durchhalte ?
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23:12
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Da steh ich so in der Schlange vorm Männerklo sagt der Typ plötzlich hinter mir :
"Das ist wirklich das erste Mal, dass ich vorm Männerklo anstehen muß" und ich so
"Hmmm" und darauf er " Das liegt an den ganzen Frauen die sich für Männer halten. Die sollen auf ihr eigenes Klo gehen , da bin ich altmodisch."
Jo, sowas muß man sich ja auch erstmal trauen zu sagen wenn man bei Wigstoeckel ist. Ich meine, was genau ist an dem Typen an dem Abend vorbei gegangen ?
Ich persönlich glaube ja, dass man die Darbietungen auf der Bühne sowie das
Transgender forever in großen Lettern nur schwerlich übersehen konnte, aber vermutlich tritt hier ein altbekanntes Phänomen zu Tage : "Männer" in Glitzerkleider mit übergroßen Ballontitten und Stöckelschuhen und "Frauen" mit angeklebten Bärten und Socken in der Unterhose sind genau nur solange okay wie sie auf der Bühne sind. Da sind sie witzig und doll politisch und so und da muß man schon mal kräftig lachen und applaudieren, aber im echten Leben...nein da sollten Frauen lieber auf ihr eigenes Klo gehen und Männer auch... und überhaupt wenn die Blase drückt, will man auch schon gar nicht mehr ganz so doll pc sein.
Meine Eltern haben ja früher auch immer betont dass
Mary im
echten Leben ein
ganz normaler Mann ist. Verheiratet und so und Kinder und alles. Also normal eben.
Ja klar. Und im
echten Leben lackier ich mir die Fingernägel und stricke. Wie kommt man nur zu solchen Aussagen ? Und vorallem warum ? Weil man ohne diese Annahme die Sendung nicht hätte komisch finden können oder dürfen ? Und ernst will man "sowas" ja wohl kaum nehmen. Das ist bedrohlich. Und unbequem.
Das ist schon schräg. Solange man was auf der Bühne macht scheint alles in Ordnung zu sein.
Um aber mein Erlebniss zu Ende zu erzählen...was antworte ich ? Nicht viel jedenfalls. Nur sowas wie :
"Das ist aber sehr schade"
"Was ?"
"Na, dass du da so altmodisch bist"
Keine besonders befriedigene Antwort. Und auch nicht besonders witzig und politisch schon mal gar nicht. Eigentlich sogar eine ganz schön bequeme Antwort. Wie geht man mit sowas um ? In Zukunft ? Hab ich das nächste Mal genug Arsch in der Hose zu sagen was ich denke ? Oder ist das Prinzip : um so mehr Passing um so weniger Sichtbarkeit?
Und das mir (!) an dem Wochenende, wo ich doch auf der Transtagung einen Coming-Out Workshop angeboten und groß rumgetönt habe "ich wäre überall out" .
Also ich korrigiere mich: "Ich bin überall out außer in der Schlange vorm Männerklo, neulich bei Wigstoeckel."
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10:03
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Ein schönes Lied für alle schönen Menschen da draußen von "Früchte des Zorns"
Mein schönstes Kleid
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10:17
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Die Frage nach dem "Warum" taucht im Zusammenhang mit Transsexualität immer wieder auf und mit dieser Frage natürlich auch eine Reihe von möglichen Antworten.
Interessant ist vielleicht, dass Fragesteller und Antwortgeber neuerdings nicht mehr Psychologen sondern Mediziner, Biochemiker und Humangenetiker sind.
Wir sind also auf der Suche nach dem Trans*gen, dem Trans*hirn oder der Trans*stoffwechselstörung. Da wird plötzlich von
Schwangerschaften, Müttern und Hormonen , ( und wen es überrascht, dass mal wieder die Frau an allem Schuld sein soll, hebe die Hand ) von längeren Ringfingern und natürlich von den allseits beliebten
Genen gesprochen.
Neu ist auch, dass die Antworten von einem beachtlichen Anteil der Trans*community gut aufgenommen werden. Forschung in diese Richtung wird begrüßt. Man wünscht sich "endlich" eine handfeste medizinische Erklärung. Irgendwas womit man endlich beweisen könnte dass man sehr wohl noch "alle beisammen hat".
Langfristig verspricht man sich davon wohl eine höhere gesellschaftliche Akzeptanz und kurzfristig soll es das alltägliche Leben einfacher gestalten. Wie leicht wäre ein Coming Out, der Gang zum Endokrinologen oder der Antrag bei Gericht auf Namensänderung wenn man eine wasserdichte naturwissenschaftlich anerkannte Erklärung zur Hand hätte ? Man hofft und vertraut.
Ein Blick zurück auf die homosexuelle Geschichte sollte uns warnen. Eine Trennung von Ursachenforschung und Ursachenbekämpfung gibt es nicht. Mit jeder Theorie über eine medizinische Ursache der Homosexualität ging auch ein "Therapie" einher die diese bekämpfen sollte. Eine kleine deutsche Auflistung :
- 1917-1923 Hodentransplantationen
- NS-Zeit Hodenimplantationen und Kastrationen
- 1960-1970 hirnchirugische Eingriffe
- 1990 der Berliner Endokrinologe Günter Dörner behauptet bei Homosexualität handle es sich lediglich um eine Stoffwechselstörung die bereits im pränatalen Stadium erkannt und mit entsprechenden Hormontherapien behandelt werden könne.(Dörner erhält 2003 das Große Bundesverdienstkruez für sein Lebenswerk von Johannes Rau)
Und zum Schluss noch ein Blick ins heute und einen Sprung auf der Landkarte. So meint der Bioethiker Timothy Murphy :
Eltern sollten - wenn dies technisch möglich sein sollte - die sexuelle Orientierung ihrer Kinder festlegen dürfen, um eine Veranlagung zur Homosexualität auszuschließen. Timothy Murphy von der Universität Chicago begründet seine Auffassung zweifach. Zum einen gelte es, möglichen Schaden von den Kindern abzuwenden. Wenn Eltern Homosexualität völlig ablehnten, könne es dieses Kind nicht gut haben, da sei es besser, es schon als Embryo zu verwerfen. Zum anderen wollten Eltern das Beste für ihre Kinder, und daher sei es zu verstehen, wenn sie ihnen soziale Nachteile ersparen wollten, selbst wenn sie als Eltern die Neigung ihres Kindes akzeptierten.
Und auch der Hirnanatom LeVay spricht sich für eine demokratische do-it-Yourself-Eugenetik aus, die die Entscheidung über Eingriffe am Fötus den Eltern überlässt.
Es lohnt sich also genau hinzusehen : Warum wird die "Warum-Frage" überhaupt gestellt? Und warum hat noch nie jemand versucht dass heterosexuelle Gen zu finden ? In was für einer Gesellschaft leben wir eigentlich, dass eine derartige Frage und deren biologische Beantwortung überhaupt notwendig erscheint ? Warum ist das was ich bin,lebe und empfinde erklärungsbedürftiger als das Sein, Leben und Empfinden eines heterosexuellen Cis-Mannes ? Warum wird das eine als natürlich und urwüchsig verstanden und das andere als krank, abweichend oder pervers ?
Die Antworten auf diese Fragen gefallen mir nicht. Ich bin nicht interessiert an einem "warum?"
"...denn der Motor der Humangenetik war schon immer die eugenische Vision eines verbesserten Menschen" (Mike Laufenberg, Testcard 17, The Trouble With Nature)
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13:32
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Ich heirate. In zwei Tagen ist es soweit.
Ich habe eine ganze Weile überlegt, ob das in diesen Blog gehört, aber ich denke schon.
Der Mythos von der einsamen hässlichen Transe ist nicht wahr. Nicht für mein Leben. Und nicht für das Leben von vielen anderen Trans*leuten. Wir werden genauso geliebt und begehrt wie jeder andere auch. Und diesen Umstand verdanken wir nicht irgendwelchen armen Trotteln, lieskranken Volldeppen oder bemitleidenswerden Waschlappen sondern der Tatsache dass wir liebens- und begehrenswert sind.
Ich weiß dass viele vor, wärend und nach ihrer Transition daran zweifeln und Angst haben. Habe ich selber auch oft genug gehabt.
Die Ängste sind unbegründet.
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Am Ende reiht sich nun auch noch die taz ein in das Bashing gegen Thomas Beatie.
Und zwar in einer Art und Weise die man der Taz - die sich selbst doch als ach so links, weltoffen und tolerant versteht- nicht unbedingt zu getraut hätte.
Es mag ja sein, dass er sich das wünscht, viel Geld für Operationen ausgegeben und noch mehr Schmerzen erduldet hat. Ebenso gut hätte er sich aber auch statt der Brüste die Beine amputieren, sich Flossen annähen und ein Atemloch in den Rücken stanzen lassen können - um zu behaupten, er wäre fürderhin ein Delfin.
Der Kaiser trägt in diesem Fall nicht neue Kleider, sondern ein neues Geschlecht. Das mag ihm glauben, wer will, und derzeit glauben viele Menschen solchen Quatsch sehr gerne
Thomas Beatie ist kein Mann, sondern eine schrecklich verstümmelte Frau
Sowohl der Autor als auch die Taz selbst, verstößt mit dem Verfassen und Abdrucken dieses Artikels gleich gegen mehrere Ziffern des Pressekodex und zwar gegen:
Ziffer 1 - Wahrhaftigkeit und Achtung der Menschenwürde
Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse.
Ziffer 9 – Schutz der Ehre
Es widerspricht journalistischer Ethik, mit unangemessenen Darstellungen in Wort und Bild Menschen in ihrer Ehre zu verletzen.
Ziffer 12 – Diskriminierungen
Niemand darf wegen seines Geschlechts, einer Behinderung oder seiner Zugehörigkeit zu einer ethnischen, religiösen, sozialen oder nationalen Gruppe diskriminiert werden.
Hier gegen kann man nun beim
Presserat Beschwerde einlegen. Was hoffentlich viele tun werden. Als taz-Leser, kann man natürlich auch gerne noch persönliche Beschwerde einlegen oder sein Abo kündigen.
Nach einem ähnlich
transphoben Artikel im letzten Jahr beschleicht mich auch ganz allmälich das Gefühl, dass die Taz ein ernsthaftes Problem mit Transen hat. Meinen Euro behalt ich jedenfalls wenn ich das nächstemal an einem Zeitungskiosk vorbeikomme. Oder ich gebe ihn für die Bild aus, da weiß ich enigstens vorher schon, dass ich nichts zu erwarten habe.
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10:28
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Interessant das Thomas Beaties Geschichte soviel Aufmerksamkeit bekommt. Als erster schwangerer Mann wird er von den Medien präsentiert. Das ist natürlich Unsinn. Zum einen gab es ja wirklich schon Transmänner die genau wie Thomas Beatie nach der Transition ein Kind (allen Unkenrufen zum trotz übrigends ganz gesunde Kinder) bekommen haben, zum anderen haben viele Transmänner Kinder bekommen bevor sie ein
Passing als Mann hatten; quasi, wenn man so will - getarnt als Frau. Genauso wie viele, viele Transfrauen vor, wärend und nach der Transition Kinder gezeugt haben und Mutter geworden sind.
Dass die Gesellschaft noch weit davon entfernt ist individuelle Lebensentwürfe abseits der Heteronormativität anzuerkennen beweist Thomas Beaties Fall leider auf erschreckende Weise. Kaum eine Online-Zeitungs-Kommentarliste ohne : "Pervers, Zwangskastrieren, Sodom und Gomorra, krank, abartig, dekatend etc." Und natürlich ist auch gleich die katholische Kirche mit einer
top aktuellen Meinung zur Stelle. Und natürlich wird schon spekuliert ob das Kind wohl "normal" sein wird oder ob es gar behindert zur Welt kommt oder - was die schlimmere Variante zu sein scheint - selbst transsexuell sein wird.
Ohje..noch ne Transe, die dann ihrerseits wieder viele kleine Transen bekommt und dann übernehmen die Transen irgendwann die Weltherrschaft und zwingen alle anderen Menschen zu Geschlechtsumwandlung und Cross-Dressing - muhahahaha - oder was ist hier das phantasierte Szenario ?
Vielleicht sollten wir bei der nächsten Trans*tagung als Pendant zum
schwulen Manifest ein transsexueles Manifest verfassen und uns schon Mal überlegen wen wir zum König der Transen erklären.
Meine Stimme gehört natürlich
Frank-N-Furter .
oh mann, was ist eigentlich los? das ist doch einfach nur krank. ich meine nix gegen transexuelle oder so, aber das ist einfach nur krank.
absolut abstossend, widerlich, krank, disgusting!!! what a society.
Am erstaunlichsten jedoch finde ich die Verdrängungs- und Leugnungskräfte, die da freigesetzt werden. Da wird von Thomas Beatie als
sie gesprochen und von
ihrem Damenbart oder davon, dass sie natürlich
in Wirklichkeit eine Frau ist.
Bei dem Individuum handelt es sich, OP hin, Hormonkur her, natuerlich trotzdem nicht um einen Mann, sondern um eine verstuemmelte und psychisch gestoerte Frau.
Da ist es also wieder dieses
"Echt", das offenbar nicht nur Transen Kopfschmerzen bereitet.
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10:48
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Ein paar Gedanken zu transsexuellen Körpern und transsexuellen Körpern vs. Cis-Körpern angestoßen von einer Diskussion im
FTM-Forum.Ich möchte nicht
trotz meines transsexuellen Körpers begehrt werden sondern
wegen ihm. Ich möchte meinen Körper nicht beschreiben in dem ich auf die Abwesenheit von etwas hinweise ( ich habe keinen...., ich habe keinen echten... etc.) oder auf die Abwesenheit von Perfektion. Ich möchte auch nicht auf einen Partner angewiesen sein, der großzügig über etwas
hinweg sieht oder dem irgendwas angeblich nicht so wichtig ist. Ich nehme doch nicht diese ganzen Veränderungen auf mich nur damit danach jemand über meinen Körper hinweg sieht...schönen Dank auch.
Eben gerade das wird aber häufig in Trans*zusammenhängen getan. Es wird im Zusammenhang mit dem eigenen Körper darauf hingewiesen, dass andere Männer doch auch nicht perfekt sein, zu dick, zu dünn, zu klein, zu groß wären, eine Form der Behinderung oder zu kleine Geschlechtsorgane hätten. Mal ganz abgesehen von dem, meiner Meinung nach, absolut abzulehnenden "Lookism-Gedanken" der darin steckt :
Mein Körper ist kein Mängelexemplar !
Mein Körper ist, so wie ich ihn designt habe( oder wie er designt wurde), durch Hormone und Ops, begehrenswert und schön.
Ohne Aussparung.
Trans*körper sind schön - jedenfalls dann wenn sein/ihr Besitzer sich in ihm wohlfühlt.
Und genau da steckt wohl der Teufel im Detail. Das Wohlfühlen. Trotz Hormone, Ops und unzählige Korrektur-Ops fühlen sich viele nicht wohl. Höchstens wohler. Die Brustwarzen sind immer noch zu groß, die Nippel liegen zu tief, der Packer ist zu groß, zu klein etc. Und überhaupt ist der Neophallus nicht zu schief (?), hängen die Hoden nicht zu tief(?), ist der Bartwuchs nicht zu wenig (?), bindet der Binder richtig ab (?) und sind die Narben nicht zu auffällig (?).
Zu tief, zu klein, zu groß, zu schief, zu irgendwas - im Bezug auf was ?
Natürlich geht es hier immer um einen Vergleich mit einem männlichen Körper. Und zwar expliziet um den Vergleich mit einem "echten" männlichen Körper. Hingegen wird der eigene wohl oft als "falsch", als "Fake" oder bestenfalls als "die bestmögliche Nachahmung" empfunden. Damit kann man sich natürlich nur schwerlich wohlfühlen; was eine Wahrnehmung des eigenen Körpers als erotisch oder sexy wohl ziemlich erschweren dürfte, wenn nicht gar unmöglich macht.
Aber was genau soll dieser "echte" Körper, sein zu dem man sich in Bezug setzt ? Echt ist hier wohl im Sinne von natürlich oder naturgegeben gemeint. Und genau da fängt es an ein bißchen seltsam zu werden, denn sind wir doch mal ehrlich : welche Körper sind schon natürlich - im Sinne von naturbelassen ?
Da werden Sixpacks antrainiert, Hanteln gestämmt, Fett abgesaugt, Problemzonen kaschiert, nur Kohlehydrate gegessen, Eiweißshakes getrunken, die große Blumenkohldiät gemacht, die ersten grauen Haare gefärbt, epiliert und rasiert, Augenbrauen gezupft, Kontaktlinsen getragen, Make-up benutzt, Nägel lackiert und die Titten vergrößert-
Life in plastic, it's fantastic (Aqua - Barbie girl). Wenn das "echt" ist, so müssen wir wohl begreifen, dass Echtheit immer schon Produkt ist, nicht Faktor. Und somit :
Wo ist der Unterschied zu Ops und Hormonen ? Wo ist der Unterschied zwischen unseren "Fake-Körpern" und den "Fake-Körpern" der anderen ? Oder anders; ist mein Körper unter dieser Prämisse nicht genauso echt wie der eines Bodybuilders, eines Models, einer Hausfrau oder eines Teenagers ?
Ich habe einen echten transsexuellen Körper und der ist begehrenswert und schön. ( Bild Hugs and Kisses/zweite Ausgabe/Wer oder was ist ein queerer Körper)
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22:28
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Eine Fotoarbeit von Judith Schönenberger.
Online zusehen ab dem 22. Mai. Fotographiert wurden Trans*männer mit unterschiedlichen Selbstdefinitionen.
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12:11
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Analog zum FeminismusBingo den man hier findet, nun das TransBingo.
Vielleicht eine gute Möglichkeit im Alltag mit dummen und überflüssigen Aussagen umzugehen : Einfach "Bingo" rufen wenn alle Felder abgestrichen werden konnten.
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11:37
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Seit dem 04.04.08 bin ich nun hochoffiziell und rechtskräftig dem männlichen Geschlecht zuzuordnen. Der Brief vom Amtsgericht lag gestern in meinem Briefkasten.
Die Odysee ist vorbei.
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23:09
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Hier die Gelegenheit. Ein ganz gelungener Bericht von Polylux über Intersexuelle.
polylog Intersexuelle @ www.polylog.tv/videothek
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13:33
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Das Deutschland ein Bürokratiesumpf ist, hat man ja schon das ein oder andere Mal gehört, aber so richtig begreifen tut man das wohl erst wenn man mal drin steckt :
- April 2006 Beantragung der Vornamensänderung (VÄ) mit Vorabentscheid für diePersonenstandsänderung (PÄ)
- April 2006 mein Antrag wird dem Bundesinnenministerium vorgelegt. Das Bundesinnenministerium hat keine Einwände. Es läßt die vierwöchige Frist verstreichen.
- Mai 2006 Termin zur Anhörung (Prozesskostenhilfe und Gutachter werden bewilligt) .Die Anhörung dauert 15 Minuten. Ziemlich unnötiger Termin.
- Juni 2006 drei Termine beim ersten Gutachter.
Kindeheit, Jugend, Elternhau, Sexualleben werden abgeklopft. Ich erhalte 4 Fragebögen, die ich zu Hause wahrheitsgemäß ausfüllen soll.
- Juli 2006 ein Termin beim zweiten Gutachter
Ich fahre 1,5 Stunden nach Leipzig. Die Begutachtung dauert 3 Stunden. Ich fahre 1,5 Stunden zurück nach Berlin. Anmerkung : Das sogenannte Begutachtungsgespräch führt ein Praktikant durch. Er ruft mich ein paar Tage später nochmal an und fragt nach wie man Hysterektomie schreibt.
- August 2006 Sowohl ich als auch das Ministerium für Inneres und Sport erhalten den den vorläufigen Beschluss der Vornamensänderung.
- Das Bundesinnenministerium erhebt keinen Einspruch und läßt die achtwöchige Frist verstreichen.
- Oktober 2006 ich erhalte den rechtskräftigen Beschluss der VÄ. Die PÄ wird abgelehnt da ich dem männlichen Geschlecht nicht genügend angeglichen bin und fortpflanzungsfähig bin.
- November 2006 ich reiche die Gutachten der VÄ bei der Krankenkasse ein um eine Kostenzusage für geschlechtsangleichende Operationen zu bekommen.
- Dezember 2006 die Krankenkasse teilt mir mit, dass sie selbst keine Entscheidung in meinem Fall treffen kann/darf und meine Unterlagen an den medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) weitergegeben hat.
- Januar 2007 ich bekomme einen Termin beim MDK
Ich werde erneut von einem Psychiater begutachtet. Der Termin dauert 3 Stunden.
- der MDK-Gutachter schickt sein positives Gutachten an die KK zurück.
- die KK reicht das positive Gutachten an den zweiten Gutachter des MDK weiter.
- März 2007 ich bekomme einen zweiten Termin beim MDK diesmal handelt es sich um eine körperliche Untersuchung meiner Brüste. Meine Genitalien "untersucht" der Gutachter nicht. Er hätte aber gedurft.
- das positive Gutachten geht an die KK zurück.
- April 2007 ich erhalte die Kostenzusage der KK.
- April 2007 ich lasse die Mastektomie im Parksanatorium Berlin Dahlem durchführen.
Es soll 6 Monate abgewartet werden bis zu einer möglichen Korrektur und der Hysterektomie.
- Oktober 2007 ich lasse die Hysterektomie im Parksanatorium Berlin Dahlem durchführen.Anschließend lasse ich mir die geschlechtsangleichenden Maßnahmen sowie die daraus resultierende Fortpflanzungsunfähigkeit bestätigen.
- November 2007 ich reiche die fehlenden Unterlagen ( Bestätigung ga. Maßnahmen sowie
die Bestätigung Fortpflanzungsunfähigkeit) beim Amtsgericht Berlin ein und bitte um erneute Prüfung meines Antrags auf Personenstandsänderung.
- Januar 2008 mir wird mitgeteilt, dass mein Antrag eingegangen sei und dieser nun dem Bundesinnenministerium vorgelegt wird.
- Anruf meinerseits beim Bundesinnenministerium mit Bitte um schnellstmögliche Bearbeitung.
- Februar 2008 ich erhalte den vorläufigen Beschluss der PÄ.
Ich lege sofort Rechtsmittelverzicht ein und bitte das Bundesinnenministerium gleiches zu tun.
- März 2008 das Standesamt Lüneburg teilt mir mit, dass es meine Unterlagen nicht ändern kann da noch kein rechtskräftiger Beschluss vorliegt.
- Anruf beim Amtsgericht meinerseits. Meine Unterlagen seien zum Landgericht gegangen. Nach einigem Hin- und Her klärt sich auch warum -Ich habe auf meinem Rechtsmittelverzicht meine Unterschrift vergessen.
- April 2008 ich fahre zum Amtsgericht und hole die Unterschrift nach.
Leider wird festgestellt, dass das Bundesinnenministerium einen Stempel auf Ihrem Rechtsmittelverzicht vergessen hat. So können mir meine Unterlagen natürlich nicht ausgestellt werden.
- der Justizsekretär versucht im Innensenat jemanden zu erreichen. Ohne Erfolg. Es wird gemutmaßt der Zuständige könne im Urlaub sein.
- Wieder Anruf beim Amtsgericht. Das Bundesinnenministerium hat grünes Licht gegeben. Montag geht die Rechtskräftigkeit raus.
- Normalerweise würde diese auch nochmal an das Bundesinnenministerium geschickt werden, damit die das Schreiben an das Lüneburger Standesamt weiterleiten. Diese Station wird jetzt auf meine Bitte hin ausgespart.
Also falls jetzt nicht irgendwer noch irgendeinen Stempel vergessen hat, könnte ich nach 2 Jahren meine rechtskräftige Personenstandsänderung tatsächlich bekommen.
Ich glaub´s erst wenn ich es sehe.
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12:17
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Vor zwei Wochen den Bob Dylan Film gesehen und eine nette Diskussion gehabt über Lebensläufe, - entwüfe und Identität/en.
Der Film ist natürlich ungewohnt. Man ist andere Strukturen gewohnt. Biographien funktionieren normalerweise wie Filme oder Romane. Die Storie läuft von A nach B, und natürlich ist B von Anfang an schon immer irgendwie das Ziel gewesen. Manchmal hat man es vielleicht aus den Augen verloren oder es gab Schwierigkeiten die umschifft werden mußten, aber am Ende ist man doch genau da wo das Schiksal einen schon immer vorgesehen hat.
Man ist wohl geneigt das eigene Leben und das Leben von anderen so anzusehen.Identität reift bestenfalls, sie verändert sich nicht. Und wenn sie das doch tut, ist das bedrohlich. Geisteskrankheit - ist wohl am ehestender der Begriff der dafür benutzt wird.
Für Trans*leute spielt der Lebenslauf und die darin verborgene Identität eine noch gewichtigere Rolle. Ständig muß man sich selbst, aber vorallem auch Ärzten, Richtern, Freunden und Familie beweisen das man doch eigentlich schon immer der/die war, der/die man jetzt ist.
Permanent wird der Lebenslauf untersucht auf "Anzeichen", an denen man sich entlanghangelt von der Kindheit bis zur Jugend bis heute. Bis zu dem Tag an dem man sich für die Transition entschieden hat. Und das muß alles nachvollziehbar sein. Die Transition oder viel mehr das endlich Frau/Mann sein muß schon immer das verborgene Ziel in unseren Lebensläufen gewesen sein.
Gerne verlangen die Gutachter sogenannte Trans*lebensläufe, in denen man im Grunde nichts anders tut als eine Identität zu erfinden die es so nie gegeben hat.
Es wird viel gelogen bzw. selektiv berichtet. Zu groß ist die Angst die Vornamensänderung/Personenstandsänderung oder die Kostenzusagen der Krankenkassen nicht zu bekommen. Und natürlich auch die Angst als geisteskrank abgeschrieben zu werden.
Da werden die Barbie-Puppen, der Kinderwunsch, das Make-up, das weibliche Sexualleben aus Lebensläufen gestrichen oder doch zumindest behauptet, dass man sich "damit" immer schon irgendwie komisch oder falsch gefühlt hätte.
Und plötzlich hat man einen Lebenslauf voll mit Autos, He-Man Figuren, BMX-Fahrrädern und dem Wunsch KFZ-Mechaniker zu werden.
So funktioniert das doch alles nicht. Was ist das bloß für ein abscheuliches Bild von Männern und Frauen das da entworfen und verlangt wird?
So sind Menschen doch nicht.
Warum lassen wir unser Leben in ein so enges Muster pressen? Wir sind mehr als das.
Ich war ein Junge, eine Lesbe, ein Schwuler, eine bisexuelle Frau, ein Kerl, ein Transboi. Manchmal nur eins davon. Manchmal mehreres aufeinmal. Einiges davon nur in meinen Träumen und anders in Real-Life. Vielleicht ist das eine aus dem anderen hervorgegangen. Vielleicht aber auch nicht. Für den Moment des Lebens und Erlebens war das egal. Da habe ich nicht in die Zukunft geblickt da habe ich nur gelebt. Heute irgendwas davon als falsch oder unecht zu bezeichnen, nur weil das irgendwer von mir verlangt kommt nicht mehr in Frage.
Für die Gutachten habe ich es getan, weil ich es mußte, aber ich werde es nicht nochmal tun.
Ein bekannter Transgender sagte mir neulich er habe wärend der Begutachtungen begriffen, dass er so wie er ist, in Deutschland eigentlich nicht sein darf. Er ist nicht vorgesehen.
Direkt nach der letzten Begutachtung ging es ab ins Krankenhaus. Keine Seltenheit.
All I can do is be me.Whoever that is. (Bob Dylan)
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13:28
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Reform deswegen in Anführungszeichen, weil - man denkt es sich schon - es sich eigentlich um keine Reform handelt.
Im Grunde faßt die Bundesregierung ihre Ansichten zum TSG und zum Transsexuellen ( Transgender kommen bei der Bundesregierung ja ohnehin nicht vor) im allgemeinen ganz hübsch in folgendem Satz zusammen :
Die Bundesregierung hält im Grundsatz an ihrer Auffassung fest, dass ein Verstoß gegen die Menschenwürde nicht vorliegtNa dann is ja alles in Budder.
Wenn die Bunderegierung das meint, dann wird´s wohl stimmen. Schließlich haben die sich ja auch mit Sachverständigen zusammengesetzt und sich schwer Gedanken gemacht über alles.
Ich bin jedenfalls ganz froh, dass ich nicht auf die Reform gewartet habe.
So wie es aussieht wird sowieso nichts von dem umgesetzt was
wir gefordert haben- wozu auch ? Die Sachverständigen wissen es ja besser. Es bleibt beim Sterilisationszwang, bei psychologisch-psychiatrischen Begutachtungen und bei operativen Maßnahmen als Vorraussetzung für die PÄ.
Was tun ? Streiken vielleicht ?
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10:33
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ist - wie bereits erwähnt - eines von vielen spannenden Sex-Themen der neuen
Testcard.
Eine kleine Vorschau :
Dieser Artikel handelt von Sex, mit einem Partner der im
Laufe der Beziehung sein Geschlecht gewechselt hat. Transgender hören den Ausdruck "das Geschlecht wechseln" nicht gerne; die meisten von ihnen sprechen lieber von "Geschlecht angeleichen" oder allgemein von der Transition. Aus der Perspektive des Partner - meiner Perspektive - ist der Begriff "Geschlecht wechseln" durchaus angebracht. Ich war mal mit einer Frau zusammen und jetzt bin ich mit einem Mann zusammen. Das alleine finden die meisten Menschen ein bißchen ungewöhnlich, aber keinesfalls unglaublich...
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14:00
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Nicht erst seit gestern gibt es innerhalb der Transszene Bestrebungen, Trans* als eine Form der Intersexualität zu begreifen. Manch einer spricht in dem Zusammenhang auch gerne von einer psychischen Intersexualität.
Offensichtlich verspricht man sich davon eine Endpsychopathologisierung des Trans* seins und damit einen einfacheren Zugang zu medizinischer Versorgung und rechlicher Anerkennung.
Durchaus nachvollziehbare Gründe ; sind doch die
SOC für viele Trans*menschen eine Zumutung. Die über Jahre immer wiederkehrenden medizinischen, psychologischen, psychiatrischen und juristischen Begutachtungen bis zur Anerkennung der eigenen männlichen/weiblichen Identität führen nicht selten zu psychosomatischen Krankheitsbildern. Oft ist die psychische Anspannung und das Gefühl des Hilflos-/Ausgeliefertseins so stark dass es im Laufe der SOC zu Nervenzusammenbrüchen/Klinikaufenthalten etc. kommt.
Hinzu kommt bei Transgenderpersonen der permanente Druck in allen Begutachtungssituationen lügen zu müssen ; denn für Transgender gibt es in Deutschland offiziell keine Behandlung. Fühlt man sich also zwischen den Geschlechtern behält man das besser für sich. Nur selten trifft man auf liberale fortschrittliche Gutachter die Transgender anerkennen und Ihnen eine Behandlung zugestehen.
Zu diesem rein "formellen Druck" tritt der gesellschaftliche hinzu. Trans* sein wird von "dem Normalbürger" immer noch als eine Form der Perversion und Geisteskrankheit begriffen. Man ist also einem permanten Erklärungs-/Aufklärungsdruck ausgesetzt sowie Reaktion aller erdenklicher Art. Mobbing, Jobverlust, Schulabbruch etc. sind keine Seltenheit.
Verlockend scheint da das anatomisch begründete Trans*sein. Etwa die Vorstellung eines männlich ausgeprägten Gehirns in einem weiblichen Körper (oder umgekehrt) Und auf den ersten Blick scheint das die Lösung all der Probleme zu sein mit denen man vor/wärend und nach der Transition zu tun hat.
Ist es aber nicht.
Trans* hat nichts mit Intersexualität zu tun. Und es wäre auch nicht schön oder besser oder einfacher wenn dem so wäre.
Wir würde lediglich von einer patholgisierten Gruppe in eine andere geschoben werden. Wieder wären wir Medizinern und Juristen ausgeliefert. Wieder wären wir die Abweichung; nicht die Norm. Die Abweichung ist - egal in welchem Erscheingsbild - immer erklärungsbedüftig, immer untersuchungsbedürftig, immer behandlungsbedürftig.
Die Vorstellung dass mit dieser Einordnung eine gesellschaftlich Akzeptanz gewonnen wäre, scheint darüber hinaus nahzu lächerlich, wenn man sich die heute noch gängigen "Behandlungsmethoden" an Intersexuellen vor Augen hält.
Abgesehen davon scheint es mir doch reichlich absurd zu sein. Sich in eine Gruppe einordnen zu wollen, die ihrerseits seit Jahren gegen eine Pathologisierung und gegen eine Behandlungsbedüftigkeit ankämpft. Sich dort einordnen zu wollen, bedeutet auch die Forderungen/Kämpfe seitens der Intersexuellen mit Füßen zu treten und darüber hinaus Gesellschaft/Medizinern/Juristen in die Hände zu spielen die mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln das Zwei-Geschlechtersystem aufrecht erhalten.
Es wäre also für niemanden etwas gewonnen.
Sinnvoll hingegen wäre sicherlich eine Entpathologisierung beider Gruppen anzustreben, gegen die Menschenrechtsverletzungen anzugegen die sowohl Intersexuellen als auch Transsexuellen/Transgendern angetan werden, sowie gegen den Normierungsdruck anzukämpfen.
Sinnvoll wäre es dafür zu kämpfen dass es Platz gibt für alle Identitäten und Lebensentwürfe.
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13:45
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...auf Feststellung der Geschlechtszugehörigkeit nach dem Transsexuellengesetz hat das Amtsgericht Schöneberg durch den Richter Lomb beschlossen :
der Antragsteller ist als dem männlichen Geschlecht zugehörig anzusehen
Da ist sie also meine Personenstandsänderung.
Jetzt also schnell die Geburtsurkunde und das Familienbuch ändern lassen und dann zum Standesamt und einen Antrag auf "eingetragene Lebenspartnerschaft" stellen.
Geheiratet wird im Juli.
Ach wird das schön.
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18:00
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Da ist es also. Das Buch. Fast zwei Jahre ist es her, dass Kathleen Fotos von mir und anderen Transpersonen gemacht hat.
Wieviel doch in diesen zwei Jahren passiert ist. Wie anders ich aussehe. Wie anders ich geworden bin. Nicht nur äußerlich. Da ist noch etwas anderes. Schwer zu beschreiben.
Ich sehe :
Portraits von einem Mädchen. Das bin/war ich. Ich sehe klein und dünn aus - im Sinne von unfertig. Ich komme mir jetzt größer vor. Kräftiger. Erwachsener. Alles scheint sich zurecht gerückt zu haben.
Das ist gut. Sehr gut.