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Gender
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PHIA braucht nur ihre Stimme und ein Kalimba und kreiiert damit die zauberhaftesten Melodien. Einen ersten Eindruck von dieser wunderschönen Musik bekommt ihr im Video, in dem die Künstlerin auch interviewt wird. Wer PHIA gerne live erleben möchte, kommt am 22. September einfach in die Werkstatt der Kulturen nach Berlin und feiert mit uns Fünf Jahre Mädchenmannschaft! Mehr Infos zu PHIAs Musik gibt es auf ihrer Webseite und auf Facebook.
Phia: Listen to Phia (EPK) from No Rational Product on Vimeo.
In einem Beitrag für die Zeit zieht der ehemalige Männerbeauftragte des Kantons Zürich eine zukunftsorientierte Bilanz seiner dreiwöchigen Tätigkeit.
‚… Ich wage die Behauptung: Ohne grundsätzliche Debatte über die Ausrichtung der Gleichstellungspolitik schafft sie sich innerhalb der nächsten zehn Jahre selbst ab.
Denn was auf den ersten Blick nach Geschlechterkampf aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Richtungsstreit: Fortschritt oder Bewahrung? Die Frontlinie verläuft heute nicht mehr nur zwischen Männern und Frauen. Sondern zwischen jenen Menschen, die Gleichstellung als historische Chance zur Neugestaltung der Geschlechterverhältnisse verstehen. Und jenen, die an der bestehenden patriarchalischen Ordnung festhalten wollen beziehungsweise gleich die Männer- durch eine Frauenherrschaft ablösen wollen.
Während viele – vor allem jüngere – Frauen und Männer genug haben von diesem etwas ermüdenden Benachteiligungsdiskurs, bleibt die ältere Generation darin verhaftet.
Was also braucht es, um die Geschlechterdebatte konstruktiv führen zu können? Zuallererst sollten die weiblichen Gleichstellungsexpertinnen ihre eigene Geschlechterblindheit ablegen. »Wir machen weder Männer- oder Frauenpolitik, wir machen Gleichstellungsarbeit für beide Geschlechter«, beteuern sie immerfort. Das klingt gut, ist aber nichts anderes als ein alter Patriarchentrick unter umgekehrten Vorzeichen: Statt den männlichen erklären sie jetzt einfach den weiblichen Blick zur allgemeinen Norm.
Dass sich weiblich geprägte Gleichstellungsarbeit »geschlechtsneutral« und damit »männergerecht« nennt, ist bizarr. Ich will nicht missverstanden werden: Es gibt heute noch genügend Gründe, um Frauendiskriminierung zu bekämpfen. Aber es gibt kein geschlechtsneutrales Handeln. Diese Einsicht ist ironischerweise ein zentrales Erbe des Feminismus, und sie würde es den Frauen erlauben, männliche Beiträge zur Geschlechterpolitik als wertvolle Ergänzung und nicht als Angriff auf ihre Domäne zu verstehen.
Ich will in dieser Bilanz meiner kurzen Amtsdauer als Männerbeauftragter keine Wunden lecken. Und selbstverständlich trage auch ich einen Teil der Verantwortung für mein Scheitern. Umso wichtiger ist mir, mögliche Wege aufzuzeigen. Konkret: Ich möchte neue Allianzen schmieden. …‘
Nachdem Fiona Baines von Maskulisten aus der Wikipedia-Community gemobbt worden ist, hat Wikimedia nun wenigstens eine Stellungnahme gepostet, in der dazu aufgerufen wird, sich mit Betroffenen zu solidarisieren. Femgeeks haben den Vorfall zum Anlass genommen, die deutsche Wikipedia einer ausführlichen Analyse zu unterziehen, in der sie den Ist-Zustand analysieren und Vorschläge für die Zukunft machen.
Dem Thema Maskulisten haben sich auch Kathrin Ganz, Leah Bretz und Nadine gewidmet und einen Artikel für den Sammelband “Die Maskulisten” über Hatr.org geschrieben, eine Plattform, die laut Selbstbezeichnung “Scheiße zu Geld” macht.
different needs rezensiert “Mach’s selbst”, ein DIY-Buch (nicht nur) für Mädchen*.
Auch das mädchenblog kann mit einer Rezension aufwarten; utrumque widmet sich dort einem neu erschienenen Buch zum Thema Intersexualität.
Viruletta schreibt auf ihrem Blog über das Privileg, die Welt durch eine rosa Brille zu sehen.
Nachdem ein Filmstudierender einen fiktiven, extrem sexistischen Werbespot für das Kultgetränk Club Mate ins Internet gestellt hatte, hat die Raummaschine eine E-Mail an die dazugehörige Brauerei und anschließend einen Blogpost über den Vorfall geschrieben, in dem sie den Mailverkehr abbildet und dazu aufruft, viel mehr unbequeme Mails zu schreiben.
Das Khaos.Kind schreibt über die Problematik, die entsteht, wenn potentiell von einer Diskriminierung Betroffene die dahinterstehenden Strukturen und Machtverhältnisse leugnen.
TRIGGERWARNUNG: Die Initiative für Gerechtigkeit bei sexueller Gewalt nimmt einen taz-Artikel auseinander, in dem sexualisierte Gewalt als ein minderschweres Verbrechen dargestellt wird, das in einem Nachruf ruhig schon mal schön geredet werden darf.
Wie es sich anfühlt, wenn der persönliche Schutzraum vor den Augen des eigenen Kindes plötzlich von der Polizei gestürmt wird, beschreibt MUTTERSEELENALLEINERZIEHEND und schildert dabei Sexismus, Polizeigewalt und das Ausspielen von Macht. Nichts für schwache Nerven.
High on Clichés ruft im vierten Teil ihrer Serie You can stop r*** dazu auf, bedingungslose Solidarität mit Betroffenen zu zeigen und Täter*innen aus dem sozialen Umfeld auszuschließen.
Auf menschenhandel heute wird erklärt, welche Folgen die Vorstellung, dass es sowas wie das “perfekte Opfer” gibt, für Betroffene unterschiedlicher Gewaltverhältnisse haben kann, die nicht in dieses konstruierte Bild passen.
glücklich scheitern schreibt über Probleme und Diskriminierungen, mit denen Mütter bei der Jobsuche konfrontiert sind.
Termine:
Am 4. September findet in Berlin eine Veranstaltung zum Thema “Intersexuelle Menschen anerkennen - Selbstbestimmung im Identitätsgeschlecht” statt.
In Halle (Saale) wird am 9. September ein Workshop zum Zustimmungskonzept angeboten (begrenzte Teilnehmer*innenzahl).
Vom 14.-16. September startet die siebte Initiative der Internet & Gesellschaft Co:llaboratory zum Thema “Lernen in der digitalen Gesellschaft” in Berlin. Hierfür werden noch Expert*innen gesucht.
Ebenfalls in Berlin beginnt anlässlich des Bi Visbility Days am 23. Sepember das erste BiBerlin Camp.