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Gender
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KarriereSPIEGEL hatte seine LeserInnen aufgerufen, peinliche Videos zu schicken, mit denen Unternehmen um Bewerber buhlen. Knapp 150 Vorschläge gab es zu sichten - gut jeder vierte zum Video der BMW-Praktikanten. Blogger Kraftfuttermischwerk ätzte: “Ich würde mich nach diesem Unternehmenssong sofort bewerben. Und zwar bei Opel.”
Mein persönlicher Hit ist dieser Titel:
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit möchte ich Sie zur 3. Tagung aus der Reihe „Blickwinkel. Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft“ herzlich einladen - diesmal zum: „Bildungszugang Gender“.
Antisemitismus, Rassismus, Islamfeindlichkeit — Migrationsgesellschaft, Konkurrenzen, Bildungsstrategien: Diese Stichworte prägen zunehmend die gesellschaftliche, wissenschaftliche und pädagogische Auseinandersetzung mit Vorurteilen und mit ausgrenzenden Denk- und Deutungsmustern. Vielfach schwankt die Diskussion zwischen Eifer und Orientierungslosigkeit, zwischen eindeutigen Positionen und Differenziertheit …
Die 3. Tagung, „Bildungszugang Gender“, diskutiert an der Schnittstelle von Wissenschaft und pädagogischer Praxis die Rolle des Geschlechterverhältnisses in der Auseinandersetzung mit Antisemitismus:
Sind im Antisemitismus – und im Sprechen darüber – Gender-Dimensionen enthalten? Ist es sinnvoll, Antisemitismus anhand von Gender kritisch zu bearbeiten? Wie wirken in der Migrationsgesellschaft unterschiedliche Macht- und Diskriminierungsverhältnisse zusammen, was bedeutet das wiederum für gesellschaftliche und präventiv-pädagogische Strategien und Konzepte? … …
Aktuelle Analysen, innovative Bildungsansätze und diskurskritische Akzente: Drei thematisch fokussierte Veranstaltungen in Berlin, Frankfurt/Main und Köln bieten ein Forum für Wissenschaft und pädagogische Praxis. Und Raum für Austausch und Vernetzung.
Köln, 29.-30. Oktober 2012 · Hier mehr zu *Programm, Info und Anmeldung*
http://www.stiftung-evz.de/themen/gegen-antisemitismus/tagungsreihe-blickwi
nkel/koeln-2012/
Anmeldeschluss: 30. Sept. 2012 (bezuschusste Unterkunft, solange das
Kontingent reicht)
Kontakt für Organisatorisches: Frau Elizaveta Khan,
[email protected]
Tel.: 0221 / 99 74 57 53
Veranstalter: Stiftung EVZ · KIgA e.V. · Zentrum für
Antisemitismusforschung der TU Berlin
in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut und der Kölnischen
Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit
Wir freuen uns auf Ihr Interesse!
P.S.: Der Bericht zur 2. Tagung in Frankfurt/M. liegt vor
dank der Autorin: Hanne Thoma.
Mit freundlichen Grüßen
Ulla Kux
Programmleitung
Stiftung “Erinnerung, Verantwortung und Zukunft”
Lindenstraße 20-25 · 10969 Berlin
Tel. +49 (0)30 25 92 97-84
Fax. +49 (0)30 25 92 97-11
An der Philosophischen Fakultät III, Institut für Sozialwissenschaften (ISW), ist eine W3-Professur für Soziologie der Arbeit und der Geschlechterverhältnisse zum 01.10.2013 zu besetzen. Im Rahmen des Berliner Programms zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre ist die Berufung einer Professorin bereits zum 01.04.2013 möglich.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung ist neben einschlägigen methodischen Kenntnissen, der didaktischen Eignung und der Bereitschaft in der akademischen Selbstverwaltung mitzuwirken, die Fähigkeit, in den für die Professur relevanten Schwerpunkten der BA- und Master-Studiengänge am ISW sowie in der strukturierten Doktorandenausbildung der Berlin Graduate School for Social Sciences wie auch in den Gender Studies (BA/MA) des Zentrums für transdisziplinäre Geschlechterforschung (ZtG) zu unterrichten ( [www.sowi.hu-berlin.de] ).
Die Bewerber/innen müssen die Anforderungen für die Berufung zur Professorin/zum Professor gem. § 100 des Berliner Hochschulgesetzes erfüllen. Erwartet wird, dass die Kandidaten/innnen durch international sichtbare Veröffentlichungen hervorragend ausgewiesen sind.
Die Humboldt-Universität strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an und fordert qualifizierte Wissenschaftlerinnen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Bewerbungen aus dem Ausland sind erwünscht. Schwerbehinderte Bewerber/innen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht.
Bewerbung bis 2.8. an:
Bewerbungen sind unter Angabe der Kennziffer an die Humboldt-Universität zu Berlin,
Dekanin der Philosophischen Fakultät III, Frau Prof. von Blumenthal,
Unter den Linden 6, 10099 Berlin sowie in elektronischer Form an [email protected] zu richten. Da wir Ihre Unterlagen nicht zurücksenden, bitten wir Sie, Ihrer Bewerbung nur Kopien beizulegen.
http://www.personalabteilung.hu-berlin.de/stellenausschreibungen/w3-professu
r-fur-soziologie-der-arbeit-und-der-geschlechterverhaltnisse
Save the date!
Fachgespräch
Genderperspektiven nach Rio+20: Strategien für die Zukunft, die WIRwollen
Freitag 14.9.2012, 12:30 bis 17:00
Ort: Dircksenstr. 47, 10178 Berlin – LIFE e.V., Aufgang E, 1. Stock, Raum Wangari Maathai
Die UN-Konferenz „Rio+20“ ist vorbei. Die im verabschiedeten Abschlussdokument skizzierte Zukunft die wir wollen ist nicht die Zukunft, die wir brauchen, darin sind sich fast alle Analysen einig. Viel Lärm um Nichts, könnte die Konferenz nun achselzuckend abgehakt werden – wären da nicht die alarmierenden Versuche verschiedener Regierungen, anerkannte Frauenrechte zu beschneiden. Und wären da nicht auf der positiven Seite die Diskussionen bei unzähligen Parallelveranstaltungen zivilgesellschaftlicher Organisationen zu feministischen Perspektiven auf eine nachhaltige Entwicklung.
Was bedeuten die schwachen Ergebnisse einerseits und die zivilgesellschaftlichen Diskussionen andererseits für die Arbeit von Frauenorganisationen und GenderexpertInnen hier in Deutschland? Wie können wir gemeinsam an der „Zukunft die WIR wollen“ bauen? Wie können wir unsere vor der Rio-Konferenz entwickelten Positionen und Analysen in konkretes/ politisches/ strategisches Handeln umsetzen? Wie können wir das, was auf internationaler Ebene nicht gelungen ist (z.B. konkrete Ziele zu benennen oder die notwendige gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformation ins Zentrum der Verhandlungen zu rücken), auf nationaler Ebene anstoßen? Und wo wollen wir bei alledem unsere Schwerpunkte setzen?
Diesen Fragen möchten wir gemeinsam mit Ihnen bei einem Fachgespräch nachgehen und haben dazu als Expertinnen eingeladen:
* Sascha Gabizon (Women in Europe for a Common Future – WECF, koordiniert die Major Group Women im Rio+20 Prozess)
* Christa Wichterich (freiberufliche Publizistin, u.a. „Die Zukunft die wir wollen. Eine feministische Perspektive“)
* Kira Stein (Vorstand Deutscher Frauenrat)
* Daniela Gottschlich (AG Frauen im Forum Umwelt & Entwicklung, angefragt)
Das Fachgespräch ist eine Kooperationsveranstaltung vom Deutschen Frauenrat und genanet – Leitstelle Gender, Umwelt, Nachhaltigkeit im Rahmen des Projektes Green Economy: Gender_gerecht. Das Projekt hat im Vorfeld der Rio-Konferenz ein Diskussionspapier und vertiefende Hintergrund¬papiere veröffentlicht, die dazu beitragen sollen, das Thema nachhaltigen und gerechten Wirtschaftens in Frauenorganisationen zu diskutieren. Weitere Informationen unter
www.genanet.de/greeneconomy.html, www.frauenrat.de
Die Teilnahme am Fachgespräch ist kostenlos. Anmeldung erbeten unter
[email protected], Tel. 030.308 798-35
Genderstrategie_Rio+20_Fachgespraech
Kontakt
Ulrike Röhr
genanet – Leitstelle Gender, Umwelt, Nachhaltigkeit
LIFE e.V.
Dircksenstr. 47
10178 Berlin
www.genanet.de
Bitte vormerken!
Einladung
Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der Frauen- und Geschlechterforschungseinrichtungen an den Berliner Hochschulen (afg)
Gender im Profil.
Potentiale und Perspektiven von Genderprofessuren in der aktuellen Hochschulentwicklung
Freitag, der 26. Oktober 2012
Ort: FU Berlin; Rost-Silberlaube, Konferenzzentrum L 116 (gegenüber der Mensa)
Um Anmeldung bis zum 15. Oktober 2012 unter folgender Mailadresse wird gebeten: [email protected]
Veranstalterinnen: Arbeitsgemeinschaft der Frauen- und Geschlechterforschungseinrichtungen an den Berliner Hochschulen (afg) in Kooperation mit der Fachgesellschaft Geschlechterstudien / Gender Studies Association; Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen; Landeskonferenz der Frauenbeauftragten der Berliner Hochschulen und Universitätsklinika des Landes Berlin (LaKoF); Geschäftsstelle des Berliner Programms zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre
AFG_Genderprofessuren_26_10_2012
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Liebe Kolleg_innen,
im Anhang sende ich Euch unsere Stellenausschreibung für ein_e Kolleg_in im Leitungsbereich der Lesbenberatung. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr diese an geeignete Personen weiterleiten würdet.
Ich wünsche Euch eine schöne Sommerzeit.
herzliche Grüße
Claudia Apfelbacher
Geschäftsführung
Einladung zu einer frauen*historischen Spurensuche:
Mythos Frauen*- und Männerberufe oder von den Emmerweibern zu den Müllmännern
Donnerstag, 12. Juli – 16 Uhr – Foyer HU-Hauptgebäude
Bis heute werden vielen Berufen Geschlechterklischees von „weiblich“ oder „männlich“ zugeschrieben. Ein Blick in die historische Entwicklung von Berufen und Berufsbildern zeigt Willkürlichkeit und Wandel der Zuschreibungsmerkmale und offenbart die realen historischen Zusammenhänge und Ursachen. In Berlin schleppten zum Beispiel Frauen* Müll und Fäkalien gegen geringes Entgelt nachts in Eimern zu den Flüssen, bis Mitte des 19. Jahrhunderts einer neu gegründeten Latrinenanstalt die Müllentsorgung übertragen wurde. Deren Monopolstellung garantierte hohe Löhne, die die Arbeit für Männer attraktiv machte. Gleichzeitig wurde die Arbeit leichter, weil zum Transport Wagen eingesetzt wurden.
Bei der Führung werden auch historische und aktuelle Strategien und Taktiken der Frauen*bewegung und von Frauen*projekten vorgestellt, neue Erwerbsmöglichkeiten für Frauen* zu entwickeln.
Wann: Donnerstag, 12. Juli – 16 bis 18.30 Uhr
Wo: Treffpunkt im Foyer des HU-Hauptgebäudes Unter den Linden
Anmeldung: [email protected]
Eintritt: Frei – Zu Spenden sagen wir nicht nein!
Bei Fragen, auch zu Kinderbetreuung und Barrierefreiheit, wendet Euch an: [email protected]
Es laden ein: Das Referat für alle Frauen* des RefRats (gesetzl. AstA) der Humboldt Uni und das Feministische Vernetzungstreffen an der HU gemeinsam mit FRAUENTOUREN!
Näheres unter: [www.refrat.hu-berlin.de]
ALL GENDERS WELCOME!
Ähnliche Beiträge
Arbeitskreis Historische Familienforschung (AHFF) in der Sektion
Historische Bildungsforschung der Deutschen Gesellschaft für
Erziehungswissenschaft
25.01.2013-26.01.2013, Köln, Universität zu Köln
Deadline: 01.10.2012
Politische und ökonomische Krisen, aber auch ökologische Katastrophen haben gravierende Auswirkungen nicht nur auf Individuen und Gesellschaften, sondern auch auf Familien: Verfolgung, Flucht, Vertreibung, Hungersnöte, Armut, Obdachlosigkeit - dies alles sind Situationen, die individuell und gesellschaftlich verarbeitet werden müssen, deren Bewältigung aber auch bzw. vor allem auf der Ebene der Familie stattfindet. Gleichwohl hat sich die Historische Familienforschung dieser Thematik eher punktuell als grundlegend zugewendet, dies gilt aber auch für die Familienforschung insgesamt. Zwar liegen zahlreiche, vornehmlich zeitgeschichtliche Studien zum familialen Umgang mit Verfolgung, mit Flucht und Vertreibung, mit Vaterlosigkeit und Kriegstraumata vor; deren Fokus ist jedoch vor allem auf die beiden Weltkriege gerichtet. Demgegenüber sind andere, historisch weiter zurückliegende Krisenzeiten und Krisenphänomene - z. B. Kriege der Frühen Neuzeit und des 18. und 19. Jahrhunderts oder Hungersnöte, religiöse und ethnische Verfolgung, Migrationspro-zesse aufgrund von Verarmung seit dem Mittelalter etc. - von der Historischen Familienforschung vergleichsweise wenig thematisiert worden. Gleiches gilt für Krisen in außereuropäischen Regionen, mit denen sich die Historische Familienforschung bis heute so gut wie gar nicht befasst hat. Auf der Tagung an der Universität zu Köln sollen daher unter der Perspektive ‘Familie in krisenhaften Zeiten’ historische, aber auch aktuelle Krisenerfahrungen und Krisenbewältigungen in Familien, die durch außerfamiliale ‘Krisenzeiten’ bewirkt sind, zum Thema gemacht werden.
Der Begriff der “Krisenzeit” lässt sich jedoch nicht nur auf ökonomische, politische und ökologische Krisen und deren Folgen für Familien beziehen. Vielmehr geraten Familien auch aufgrund innerfamilialer Ereignisse wie Trennungen, Scheidungen, Tod, aber auch Sucht und Gewalt in mit-unter lang andauernde Krisen. Die Auswirkungen, die äußere und innere Krisen auf Familien haben, z.B. auf die familiale Interaktion und auf innerfamiliale Beziehungen, sind, gerade im Hinblick auf die Geschichte der Familie, kaum untersucht worden. Auch die Frage nach familialen Bewältigungsstrategien ist in historischer Perspektive kaum bearbeitet worden.
Folgende Fragen stellen sich: Wie gingen Familien mit der Situation der Krise und der damit zumeist verbundenen Tatsache um, dass die bisher bewährten Muster der Problembewältigung nicht mehr funktionierten? Welche inner- und außerfamilialen Unterstützungssysteme konnten aktiviert werden - oder auch nicht? Welche Netzwerke (z.B. Verwandtschaft, Freunde, Nachbarschaft) konnten mobilisiert und genutzt werden - oder auch nicht? Lassen sich eventuell familientypische Resilienzfaktoren ausmachen, die den Umgang mit krisenhaften Zeiten erleichterten, und unter welchen Voraussetzungen gelang es Familien, Krisen als Wendepunkte zu Wachstum und Weiterentwicklung zu gestalten?
Die Tagung will ein Forum bieten, das Thema “Familie in krisenhaften Zeiten” in seiner ganzen inhaltlichen Breite zu erörtern. Wie bei allen Tagungen des Arbeitskreises freuen wir uns über Beiträge in Form historischer oder aktueller Fallstudien wie auch über Vorträge, die die theoretischen, methodischen oder methodologischen Aspekte des Tagungsthemas ins Zentrum rücken. Die Beiträge sollten 30 Minuten nicht überschreiten.
Bitte reichen Sie bis spätestens 1. Oktober 2012 ein kurzes Exposé ein.
Schicken Sie Ihren Vor-schlag per mail an Prof. Dr. Carola Groppe, Professur für Erziehungswissenschaft, insbesondere Historische Bildungsforschung, Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften, Helmut-Schmidt-Universität, Universität der Bundeswehr Hamburg
([email protected], Tel: 040/6541-2854).
Das European Institute for Gender Equality (EIGE) in Vilnius bietet Praktikumsmöglichkeiten an:
a) im Resource and Documentation Centre / Library
b) im internationalen Datenbankprojekt “Gender Based Violence”, in dem auch die Genderbibliothek des ZtG mitarbeitet
Beide Praktika dauern sechs Monate und werden vergütet.
Siehe:
[www.eige.europa.eu]
[www.eige.europa.eu]
Ähnliche Beiträge
Dear Madam, dear Sir, dear colleagues:
we are pleased to inform you that our article *”Gender and Remittances: Evidence from Germany”*in Feminist Economics is now available Online at : [www.tandfonline.com] .
Abstract:
This study focuses on gender-specific determinants of remittances in Germany. The conceptual approach considers gender roles and naturalization to be crucial in the immigrant’s decision to remit. For the empirical investigation, the authors use data from the German Socio-Economic Panel (SOEP) study for the years 2001–6. The findings show, first, that individual income differences in the country of residence cannot sufficiently explain why foreign national women remit less than men in absolute terms. Second, men who are naturalized citizens remit far less than men who are foreign nationals. Thus, in the group of naturalized German citizens, gender differences in the amount of remittances disappear. This can be explained by the fact that acquisition of citizenship makes family reunification in Germany more likely. Third, network structures in the country of origin might help to explain differences between men and women and between foreign nationals and naturalized citizens in the amount remitted.
Best wishes,
Elke Holst, Andrea Schäfer, and Mechthild Schrooten
Auszug aus dem Newsletter der Nationalen Kontaktstelle Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften - Ausgabe 12 2012
Ihre Themenvorschläge für Horizon 2020 – Spezifisches Programm
Wenn Sie die sozial-, wirtschafts- und geisteswissenschaftlichen Themen im kommenden Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 mitgestalten wollen, bieten wir Ihnen jetzt die Gelegenheit dazu. Schicken Sie uns Ihre Themenvorschläge und sie werden nach Möglichkeit in die Vorschläge für die weitere Ausgestaltung des „Spezifischen Programms“ zu Horizon 2020 an die Europäische Kommission eingearbeitet. Das „Spezifische Programm“ benötigt eine Überarbeitung und Spezifizierung insbesondere der Societal Challenge 6, weil der Ratsvorschlag hier Neuigkeiten gegenüber der „Regulation“ bringt, die im Spezifischen Programm erst noch umgesetzt werden müssen.
Derzeit trennt der Vorstoß des Rates im „Partial General Approach“ die Gesellschaftliche Herausforderung 6 „Europe in a changing world“ in drei Aktivitätslinien. Diese drei Aktivitätslinien sind „inclusive societies“, „innovative societies“ und „reflective societies“. Jede dieser Aktivitätslinien zerteilt sich noch weiter in Unterbereiche, die im „Specific Programme“ weiter spezifiziert werden und auf deren Basis in den künftigen Arbeitsprogrammen dann Topics formuliert werden können. Die Sicherheitsforschung ist im „Partial General Approach“ in eine eigenständige Herausforderung 7 „Secure Societies“ ausgegliedert worden.
Der Vorschlag der EU-Kommission zum „Spezifische Programm“ arbeitete noch nicht mit dieser Trennung und enthielt auch noch nicht die Aktivitätslinie „reflective societies“. Bezüglich aller drei Aktivitätslinien, besonders aber für die „reflective societies“ bitten wir Sie hier um Ihre Vorschläge für die Umformulierung und Erweiterung des Spezifischen Programms.
Wir haben für jede der drei Aktivitätslinien ein Formular vorbereitet, in das Sie Ihre Vorschläge eintragen können. Hier fragen wir Sie nach Themenvorschlag/Forschungsdimension und einer Begründung. Bitte senden Sie Ihre Vorschläge bis zum 16. Juli 2012 an:[email protected]
Bei Fragen können Sie sich an Angela Schindler-Daniels (0228 3821-1641) und Franziska Scherer (0228 3821-1701) wenden.
Die entsprechenden Auszüge zu Challenge 6 „Europe in a changing world“ aus dem „Partial General Approach“ des Rates und dem „Spezifischen Programm“ (letzteres noch ohne Trennung in SWG und Sicherheit) stehen Ihnen auf unserer unten genannten Internetseite zur Verfügung. Dort liegen auch die drei Formulare für Ihre Themenvorschläge.
Alle Informationen unter:
[www.nks-swg.de]
Vor einigen Tagen hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf zur Reform der elterlichen Sorge nicht miteinander verheirateter Eltern (heißt derzeit: eine Frau* und ein Mann*, die miteinander mindestens ein gemeinsam gezeugtes Kind haben) beschlossen. Bei unverheirateten Eltern liegt das Sorgerecht bisher automatisch bei der Mutter, für das gemeinsame Sorgerecht müssen die Eltern nach erfolgter Vaterschaftsanerkennung eine gemeinsame Erklärung beim Jugend- oder Standesamt abgeben. Dabei war bisher die Zustimmung der Mutter explizit erforderlich. Für den Vater soll es nun einfacher sein, auch dann gemeinsames Sorgerecht zu beantragen, wenn die Mutter des gemeinsamen Kindes das nicht möchte. Widerspruch ist nur innerhalb einer kurzen Zeitspanne und auch nur dann möglich, wenn das Kindeswohl zur Debatte steht. Wenn es Streit um das Kindeswohl gibt, muss ein Familiengericht entscheiden.
Spontan könnte man ja jetzt erstmal denken: na, das ist doch prima - gemeinsames Sorgerecht, das klingt nach Fürsorge, Partizipation und Gleichberechtigung, und wenn ein Vater sich um sein Kind kümmern will, wer in aller Welt könnte etwas dagegen haben? In diese Kerbe schlagen auch die zahlreichen Medienkommentare, die den Beschluss als Meilenstein der Gleichberechtigung zugunsten der Väter preisen. Allerdings sollte man nicht übersehen, dass “Sorgerecht haben”, also vor allem das Recht und die Pflicht, bei bestimmten Entscheidungen, die das Kind betreffen, mitzureden, und “tatsächliches Kümmern” nicht dasselbe sind und noch nicht einmal etwas miteinander zu tun haben müssen. Denn das Umgangsrecht besteht unabhängig vom Sorgerecht, auch ein Elternteil ohne Sorgerecht hat grundsätzlich das Recht auf, ja sogar die Pflicht zum Umgang mit seinen Kindern.
Auch bleibt die keineswegs rhetorische Frage, in wiefern eine verwalterische Zwangsmaßnahme den Weg zu einer guten familiären Lösung und befriedigenden Eltern-Kind-Beziehungen ebnen kann. Der Bundesverband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) sieht den Beschluss entsprechend kritisch:
„Dass seit 1998 immer mehr nicht verheiratete Eltern gemeinsam die Verantwortung für ein Kind übernehmen wollen und dies durch eine übereinstimmende Sorgeerklärung ausdrücken, ist eine positive Entwicklung. Eine solche gemeinsame Entscheidung jedoch durch einen gerichtlichen Beschluss nach Aktenlage ohne Anhörung der Beteiligten zu ersetzen, ist der falsche Weg”, gibt [die Bundesvorsitzende des VAMV, Edith] Schwab zu bedenken. Denn geben nicht miteinander verheiratete Eltern keine gemeinsame Sorgeerklärung ab, sind oftmals Konflikte der Grund. [...] “Die Hoffnung, dass diese durch das gemeinsame Sorgerecht vermieden werden können, ist trügerisch. Im Gegenteil, eine Auseinandersetzung schürt das Streitpotenzial weiter”, befürchtet Schwab. [...] „Ein neues beschleunigtes Verfahren bei Sorgerechtsstreitigkeiten mit dem Ziel eines gemeinsamen Sorgerechts um jeden Preis geht ausgerechnet zu Lasten der Kinder, deren Eltern sich nicht einigen können”.
Jana Frielinghaus resümiert in der Jungen Welt:
Die neue Regelung wird in einigen wenigen Fällen engagierten Vätern – und ihren Kindern – zu mehr Gerechtigkeit verhelfen. In der Mehrheit der Fälle, in denen es Konflikte zwischen den Eltern eines Kindes gibt, werden diese durch die Neuregelung eher verschärft. Und nicht zuletzt wird der Alltag Alleinerziehender – zu 90 Prozent sind dies Frauen – erheblich erschwert. Denn mit der Neuregelung muß für jede Entscheidung, von Schulwechsel bis zu einem geplanten Umzug, aber auch für weit Banaleres, das Einverständnis des leiblichen Vaters vorliegen, sofern dieser auf seinem Sorgerecht besteht. Festzuhalten bleibt: Die Neuregelung schafft in einigen wenigen Fällen Gerechtigkeit. Vielfach bringt sie alleinerziehenden Müttern jedoch zusätzlichen Druck und weitere Belastungen – und den betroffenen Kindern weiteren Streß.
Auch die Zeit findet es (nebst einigen seltsamen Bemerkungen, z.B. über “intakte Familien”) ganz ok, dass es kein automatisches gemeinsames Sorgerecht für Nichtverheiratete gibt:
Warum sollte ein Mann automatisch das Sorgerecht für ein Kind erhalten, das ihn nicht interessiert? Ihn einmal sagen zu lassen: “Ja, ich will mich um dieses Kind kümmern”, ist angemessen. Man könnte den Antrag auf das Sorgerecht also wie ein Bekenntnis betrachten, statt es als diskriminierend abzustempeln – und als feierliches, möglichst unbürokratisches Ritual begehen. Mutter und Vater verpflichten sich, die Sorge zu tragen, genauso wie sie dem Kind einen Namen geben und den offiziell registrieren lassen. Konsequent wäre es allerdings im Sinne der Gleichberechtigung, dass die Mutter ebenfalls offiziell bestätigt, dass sie das Sorgerecht übernehmen will.
Das, was hier im letzten Satz anklingt, nämlich die Tatsache, dass Mütter einfach automatisch immer zuständig (und im Zweifelsfall auch gerne mal: Schuld) sind, wird viel zu selten hinterfragt - außer eben, um ihre vermeintliche familiäre Allmacht zu kritisieren. Und es wäre fatal, wenn anlässlich der oben genannten Reform jetzt lang und breit über die armen Männer debattiert würde, die nun endlich eine Handhabe gegen die übermächtigen Frauen haben, die sie aus reiner Boshaftigkeit von ihrem Kind fernhalten. Nicht, weil es diese Fälle nicht gäbe - die gibt es wohl sicher, und sie müssen furchtbar schrecklich für alle Beteiligten sein, vermutlich auch für die betreffenden Mütter, die wahrscheinlich in den allerseltensten Fällen aus reinem Spaß an der Freude ihrem Kind den Vater vorenthalten. Full disclosure: Auch ich habe schon heulend vor TV-Dokus über Väter, die ihre Kinder nicht sehen oder nicht mal kontaktieren dürfen, gesessen.
Mein Punkt ist: Unabhängig davon, wie man die neue Sorgerechtsregelung inhaltlich beurteilt, sollten diese Fälle nicht den Diskurs über diese Regelung bestimmen.
Es ist nur schwer erträglich, wenn über Väter als solche gesprochen wird wie über eine insgesamt benachteiligte Gruppe (nochmal zur Klarstellung: Das ist was anderes, als individuellen Vätern, die mies dran sind, abzusprechen, dass sie mies dran sind). Denn das ist unangebracht. Und wer spricht über all die Mütter, die alles geben, um ihrem Kind auch nach der Trennung der Eltern eine gute Beziehung zum Vater zu ermöglichen, egal wie es um die Beziehung zwischen ihr und ihm bestellt ist – die bisweilen die schmerzlichsten Verletzungen und hinderlichsten Umstände hintanstellen, mentale und nicht selten auch finanzielle Ressourcen ohne Ende aufwenden, um den Vater mit seinem Kind zusammen zu bringen? Schon ganz allein deshalb, weil das Kind sich das wünscht - egal, wieviel Engagement der Vater selbst zeigt, egal ob er Unterhalt zahlt oder nicht oder ob gemeinsames Sorgerecht vereinbart wurde oder nicht. Sowieso scheint die Initiative zum gemeinsamen Sorgerecht nicht selten von den Müttern auszugehen.
Schön wäre es darüber hinaus, mal etwas über eventuelle Rechte von Kindern an ihren Eltern zu lesen statt immer nur den umgekehrten Fall. Oder auch, wenn die besagte familienrechtliche Neuerung als Anstoß dazu genutzt würde, Konzepte von Familie und ihre juristische Verfasstheit grundsätzlich unter die Lupe zu nehmen und zu erneuern.
Seit wann braucht es einen Verwaltungsakt, um sich für einen Menschen zu interessieren? Väter können sich grundsätzlich erstmal auch ganz wunderbar um ihre Kinder kümmern, wenn sie kein formales Sorgerecht haben – wenn es ihnen denn in erster Linie um die Vater-Kind-Beziehung geht und weniger ums Beharren auf eigenen Rechten. Die Annahme, alleinige elterliche Sorge der Mutter bedeute, dass sie dann auch den Umgang des Kindes mit dem Vater komplett nach eigenen Vorstellungen regeln oder sogar unterbinden könne, ist unzutreffend. Und väterliches Sorgerecht garantiert kein väterliches Engagement.
Wie gesagt: Eine abschließende Bewertung der Sorgerechtsneuregelung möchte ich hier nicht treffen. Aber warum ich, wenn wir schon über Familie ausschließlich als Vater-Mutter-Kind-Konstrukt reden, nicht über die armen Väter, sondern lieber über die Rechte der Kinder und die Leistungen der Mütter sprechen will, fasst Birgit Gärtner bei heise online/Telepolis folgendermaßen zusammen:
Frauen, Mütter zumal, haben keine Lobby. Männer schon. Und Väter allemal, denn Männer, die sich um ihre Kinder kümmern wollen, denen böse Mütter das aber verwehren, stehen gesellschaftlich und medial sehr hoch im Kurs. Die Fälle, über die wir hier reden und über die Richter letztendlich zu befinden haben, sind Konfliktfälle. Konfliktfälle, in denen Väter ihre Ansprüche gerichtlich durchsetzen wollen: zum Wohle des Kindes – oder doch eher gegen die Kindsmutter?
Mit dem Porträt der Umweltingenieurin Saskia startet die Videoreihe „MINTlive“ des Nationalen Pakts für Frauen in MINT-Berufen „Komm, mach MINT.“ Weitere Videos folgen in regelmäßigen Abständen. Die etwa dreiminütigen Filme zeigen viele spannende Jobperspektiven im MINT-Bereich auf. MINT, das steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.
Femgeeks, ein deutschsprachiges Gemeinschaftsblog zu feministischen Geekthemen und geekigem Feminismus, ist erst vor wenigen Tagen gestartet, aber hat bereits viele empfehlenswerte Texte auf der Seite stehen. Folgenden öffentlichen Beschwerdebrief an den Radiosender DRadio Wissen, der eine Sendung zu Sexismus und Computerspiele anbot und nicht eine einzige Frau* zu Gast hatte, dürfen wir mit freundlicher Genehmigung auch bei uns veröffentlichen.
Am 7. Juli um 11 Uhr strahlte der Radiosender DRadio Wissen eine Sendung mit dem Titel “Sex, Gewalt und Hochkultur – ein Talk über Computerspiele” aus. Angekündigt wurde die Sendung noch mit anderen Worten: “Sexistisch und gewaltätig – sonst nichts! Oder doch? Die kulturelle Bedeutung von Games”. Tja, Sex oder Sexismus? Für Femgeeks verfolgten Maya und Charlott die Sendung live und starteten spontan einen Twitter-Livestream. Von uns stammt nun auch diese Zusammenfassung:
Unsere Kritk1. Einladungspolitik
Aufmerksam geworden auf die Sendung waren wir durch Helga von der Mädchenmannschaft, die am Vorabend twitterte, warum denn bei dieser Sendung nur Männer* eingeladen worden seien. Die Moderatorin, Vera Linß, entschuldigte dies und bot an, dass wenn sich noch Frauen* finden, sie sich über eine Gästin freuen würde. Nur war es bei diesem Angebot schon mitten in der Nacht und viele lasen es erst am Morgen.
In der Sendung direkt wurde dann verkündet, sie hätten ja nach einer Frau* gesucht, aber leider hätte keine zugesagt. Auf Nachfragen auf Twitter gab es die Antworten, dass ja eigentlich erst das Thema nur allgemein “Computerspiele und Hochkultur” gewesen sei, dann aber erweitert wurde. Erst mit der Erweiterung um Sexismus wurde dann nach einer Frau* (und hier im speziellen nach einer Professorin) gesucht.
Leider scheint den Macher_innen nicht klar zu sein, dass bereits diese Einladungspolitik sexistische Strukturen bedient. Wenn nicht konkret auch nach Diskutantinnen gesucht wird, dann werden immer mehr Männer* eingeladen, da diese doch oftmals auffälliger sind (durch Männer*netzwerke, Verweissysteme). Und dann eine Frau* nur für wichtig zu halten, wenn es um Sexismus geht und sie sollte am besten studiertes Wissen dazu haben? Na danke.
2. Teilnehmer*
Da kommen wir eigentlich auch schon zum zweiten Punkt. Bei @NetzReport, dem Twitter-Account der Sendung, twitterte Markus Heidmeier, dass Frauen natürlich genau so interessant seien wie Männer, aber Kompetenz auch nicht schade. Doch genau welche konkrete Kompetenz hatten denn die anwesenden Männer* vorzuweisen? Ok. Sie kennen Computerspiele. Deef Pirmasens hat mal einen Artikel zu Tomb Raider geschrieben, der aber irgendwie abdriftet zu einer “Das könnten auch Kinder sehen!”-Diskussion. Keiner der Teilnehmer* schien wirklich in der Lage, *istische Strukturen zu erkennen und zu analysieren. Ganz im Gegenteil wurden immer wieder *ismen perpetuiert.
3. Inhalte
Sämtliche inhaltliche Kritik hier aufzuschreiben würde so ziemlich jeden Rahmen sprengen, darum erwähnen wir nur einige Punkte. (Mehr Kritik lässt sich aber auf Twitter lesen). Dinge zu sagen wie “So genannte Reizworte wie Feminismus und Gender, das erreicht ja eh nur einen Teil der Gesellschaft …” und dabei nicht zu erkennen, dass dies ja auch ein Ergebnis von Sexismus ist, ist schon gleich ein ziemlich großer Fail. Das Problem sind nicht Menschen, die von Feminismus und Gender sprechen, sondern jene, die dabei automatisch in Abwehrposition gehen.
Davon zu sprechen “was _die_ Frauen*” und “was _die_ Männer*” lieber mögen, weist nicht auf eine sonderliche Kompetenz hinsichtlich Geschlechterfragen hin. Stattdessen wiederholen solche Bemerkungen essentialistische Vorurteile und/oder verstärken diese. Schade, dass solche und andere Aussagen oft von der Moderatorin selbst eingebracht wurden. Dass die Sprecher der (ihrer) “Nerd-Männer*-Kultur” sprachlich “Mädchen” gegenüber stellten und niemandem auffiel, dass dies sexistisch ist (bzw. dass niemand intervenierte), zeigte auf jeden Fall eindrücklich, dass die Sendung niemanden hatte, der_die in der Lage war, sinnvoll über Sexismus zu reden.
Leider wurde das Gespräch auch noch durch Bemerkungen über “andere Hautfarben” mit Rassismus angereichert. Es wurde damit wieder verfestigt, dass weiß der Standard sei (Hautfarben außer weiß somit als “anders” makiert werden müssen) und einer der Diskutanten erkannte “15-jährige taiwanesische Jungs” als sein Problem. Why not?
4. Reaktionen nach der Sendung
Nach der Sendung kam es zu Reaktionen aus unterschiedlichen Reihen. So reagierte der NetzReporter auf kritische Anmerkungen wenig professionell, in dem er beispielsweise Hörer_innen bat, doch auf alternative Sende- und Medienformate auszuweichen, wenn mensch sich an Inhalten und der Gesamtkonzeption störe.

Die eingeladenen Talker* zeigten sich in Twitterdialogen überrascht oder reagierten mit klassischem Abwehrverhalten. Und dann gab es noch diese Einzelpersonen, die von *ismen betroffenen Menschen ihre Diskriminierungserfahrungen absprachen und die Definitionsmacht an sich rissen, um selbst zu bestimmen, was sexistisch und rassistisch ist.
Wenigstens die Moderatorin Vera Linß aber äußerte ein ernst gemeintes Interesse an einer kritischen Stellungnahme unsererseits, wir hoffen in den nächsten Tagen mit ihr ins Gespräch zu kommen.
Unsere Wünsche1. An die Sendungsmachenden
Frauen* spielen Computerspiele, sie sind demnach schon dann potentielle Speakerinnen, wenn es eben um solche geht und nicht erst dann, wenn Sexismus ins Spiel kommt. Wir wünschen uns von euch, dass ihr auf ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis achtet und gerade bei Themen, in denen Frauen* unsichtbar und unterrepräsentiert sind, noch einmal mehr darauf achtet, dass sie einer Sendung anwesend sind.
Sex != Sexismus. Ihr habt eure Sendung mit dem Tag “Sex” markiert. Wenn eine halbnackte Frau in einem Computerspiel objektifiziert wird, dann mögen das einige sexy finden, es hat aber nix mit Sex zu tun. Das ist Sexismus. Wir wünschen uns von euch, dass ihr euch mit den Themen und Terminologien befasst, über die ihr eine Sendung macht.
Wir wünschen uns von euch, dass ihr die angebotene Expertise von Menschen kritisch hinterfragt, im besten Fall, bevor ihr sie einladet.
Von eurem NetzReport wünschen wir uns einen professionellen Umgang mit Kritik.
2. An potentiell eingeladene Männer*
Wir freuen uns über Männer*, die sich gegen Sexismus aussprechen (möchten).
In einer Sendung wie dieser wünschen wir uns aber eine solidarische Reaktion, wenn abzusehen ist, dass keine Frauen* in einer Sendung anwesend sind, in der es um Sexismus geht, Frauen* aber nun mal diejenigen sind, die von Sexismus betroffen sind. Wir wünschen uns, dass ihr Redaktionen auf dieses Missverhältnis aufmerksam macht und im Zweifelsfall die Teilnahme mit einem deutlichen Statement absagt bzw. verweigert.
Wir wünschen uns von euch, dass ihr Themen wie Sexismus nicht flatterhaft in einen Beitrag quetscht, wenn euch nicht ausreichend klar geworden seid, wie *istische Strukturen funktionieren.
Wir erwarten von euch eine kritische Auseinandersetzunge mit verschiedenen Formen von Diskriminierung allen voran Rassismus.
Durch eine Dynamik, wie sie im gestrigen Kontext und im Vorfeld entstanden ist, perpetuiert ihr männliche* und weiße Privilegien und führt die Diskussion zum Thema ad absurdum.
3. Liebe Teilnehmer*
Wenn etwas ziemlich schief gelaufen ist wie gestern, dann erwarten wir von euch, dass ihr euch retrospektiv und introspektiv mit eurem Fail auseinandersetzt. Bemüht nicht Menschen mit Diskriminierungserfahrungen (Sexismus, Rassismus, etc.) euch alles bis ins Detail zu erklären, sondern nehmt die Kritik an und guckt selbst, was da scheiße war.
Lesetipp: Unter dem Titel “Back to Shouting, Then.” schreibt @_accalmie (auf Englisch) über die Sendung und furchtbare Twitter-Diskussionen, die sie danach führte.
Das Justizministerium holt derzeit bei Interessengruppen Meinungen über einen Entwurf zur Novellierung des erst 2000 in Kraft getretenen Ehegesetzes ein. Da immer mehr Schwule und Lesben öffentlich zu ihrer sexuellen Orientierung stehen, steigt auch das Bedürfnis nach der Möglichkeit, (gleichgeschlechtlich) zu heiraten, erklärt das Justizministerium die Initiative. Die LGBT-Verbände stimmen ihm zu. Information Connection and Sharing (ICS) hat laut eigenen Angaben 5000 Schwule und Lesben befragt, von denen 71,1 Prozent ihren Partner oder ihre Partnerin heiraten möchten. 24,7 Prozent gaben an, dass sie ihre Partnerschaft bei der lokalen Behörde registrieren lassen wollen.
Link: [www.thanhniennews.com]
Pärson war zwischen 1998 und 2012 im Ski-Weltcup aktiv und gewann 42 Rennen. Sie gewann 13 WM-Medaillen, davon sieben in Gold und sechs Olympia-Medaillen, davon eine (Slalom 2006 in Turin) in Gold. Zwei Mal gewann die Schwedin den Gesamtweltcup. In ihrem letzten Rennen am 15. März, exakt 14 Jahre nach dem Weltcup-Debüt, wurde sie Achte im Super-G.
Bei ihrem Abschied vom Rennzirkus im März dieses Jahres in Schladming sagte Pärson den Journalist_innen, dass sie noch nicht wisse, was sie nach ihrere Karriere tun werde. Das war geschummelt, gestand sie im Juni im schwedischen Radio in der Reihe "Sommergespräche", sie wusste schon seit ziemlich genau neun Monaten, dass sie Mutter sein wird. Kennengelernt haben Anja Pärson und ihre Partnerin einander 2005, als die Rennläuferin in Filippas Râdins Boutique in Umea ein elegantes Kleid kaufen wollte. Nach einem Jahr wussten beide, dass sie sich in einander verliebt hatten, aber offiziell galt Filippa bis vor wenigen Wochen als "gute Freundin".
Links: http://www.thinkoutsideyourbox.net/?p=26162
http://sverigesradio.se/sida/gruppsida.aspx?programid=2054&grupp=8550&artikel=5182378
http://kurier.at/sport/wintersport/4502623-anja-paerson-ist-mutter.php
[www.thelocal.se]
[www.deepsea.se]