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Als erste Reaktion auf das neue Buch von Bundesministerin Kristina Schröder “Danke, emanzipiert sind wir selber!” wurde die Initiative NICHT MEINE MINISTERIN ins Leben gerufen. Ein partei- und organisationenübergreifender offener Brief an Frau Schröder hier - zum nachlesen, unterzeichnen und weiterverbreiten…
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Filmreihe ARBEITSWELTEN im Kino Arsenal
Organisiert von Prof. Dr. Ulrike Vedder und Dr. Alexandra Tacke
Seit einigen Jahren sind Arbeitswelt und Ökonomie als ergiebige Sujets kultureller und künstlerischer Auseinandersetzungen wiederentdeckt worden. Dabei knüpfen Gegenwartsfilme, -kunst und -literatur an Motive an, die bereits in den weitreichenden Umbrüchen der Arbeitswelten der 1920er Jahre virulent waren und zum Thema gemacht wurden: Mechanisierung, Selbstentfremdung, soziale Ungerechtigkeit, unterschiedliche Gehälter für Mann und Frau, hohe Arbeitslosigkeit und Finanzkrise. Während in den Filmen der 20er und frühen 30er Jahre die Situation der Angestellten, Sekretärinnen, Working Girls und Fabrikarbeiter in den Blick rückt, werden in aktuellen Filmen komplexe Vorgänge wie die Globalisierung mit ihren Ausbeutungsverhältnissen, durch neue Technologien verursachte Veränderungen in der Arbeitswelt sowie die Phänomene Prekariat und ‚Ich-AG‘ kritisch ausgeleuchtet. Neben der IT-, Werbe- und Finanzbranche mit ihren neuen Führungs- und Kommunikationsstrukturen sowie den Krisen und Chancen der Arbeitslosigkeit widmen sich einige Filme auch den ‚unsichtbaren‘ (meistens weiblichen) Arbeitskräften und -prozessen hinter den schillernden Fassaden.
BEGINN DER EINFÜHRUNGEN: 19:30 UHR
BEGINN DER FILME: 20:00 UHR
ANSCHLIESSEND GELEGENHEIT ZUM GESPRÄCH
Dienstag, 15.05.2012
La Sortie des Usines Lumière à Lyon (Brüder Lumière, F 1895)
Arbeiter verlassen die Fabrik (Harun Farocki, D 1995)
Einführung: Ulrike Vedder (HU Berlin)
Anschließend Gespräch mit Harun Farocki
Dienstag, 22.05.2012
Lonesome (Paul Fejos, USA 1928), mit franz. und engl. Zwischentiteln
Mit Klavierbegleitung: Eunice Martins
Einführung: Alexandra Tacke (HU Berlin)
Dienstag, 29.05.2012
Working Girls (Dorothy Arzner, USA 1931), OV
Einführung: Dagmar von Hoff (Universität Mainz)
Dienstag, 05.06.2012
A nous la liberté (Es lebe die Freiheit, René Clair, F 1931), OmU
Einführung: Manuel Köppen (HU Berlin)
Dienstag, 12.06.2012
Kauas pilvet karkaavat (Wolken ziehen vorüber, Aki Kaurismäki, FIN/D/F 1996), OmU
Einführung: Hauke Lehmann (FU Berlin)
Dienstag, 19.06.2012, Beginn: 20:00 Uhr
Die wundersame Welt der Waschkraft (Hans-Christian Schmid, D 2009)
Anschließend Hans-Christian Schmid im Gespräch mit Erik Porath (Berlin)
Dienstag, 26.06.2012
La Nana (Die Perle, Sebastián Silva, Chile/Mexiko 2009), OmU
Einführung: Ulrike Baureithel (Berlin)
Dienstag, 03.07.2012, Beginn: 20:00 Uhr
Yella (Christian Petzold, D 2007)
Im vergangenen Jahr fand der erste E-day der Staatsbibliothek statt, auf dem wir unsere Nutzerinnen und Nutzer, aber auch solche, die es noch werden möchten, über unsere vielfältigen elektronischen Angebote informiert haben.
Aufgrund des großen Erfolges wollen wir die Veranstaltung in diesem Jahr in leicht veränderter Form wiederholen.
Wir bieten wieder über dreißig Kurzpräsentationen zu fachlichen und auch fächerübergreifenden Themen an, Sie können sich aber auch bei einer kleinen Führung oder an zahlreichen Informationsständen über die Benutzung der Staatsbibliothek und zahlreiche Projekte informieren.
In diesem Jahr richtet sich die Veranstaltung vorrangig an Studierende der ersten Semester, die sich einen Überblick über elektronische Ressourcen im Allgemeinen und zu bestimmten Fächern verschaffen möchten. Aber auch alle anderen Interessierten sind herzlich willkommen.
Wann: 15. Mai von 10-17 Uhr
Wo: Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Str. 33, Berlin Tiergarten
Die Teilnahme ist kostenlos.
Eine Anmeldung ist nur dann erforderlich, wenn Sie mit einer größeren Gruppe (mehr als 12 Personen) teilnehmen möchten.
Anmeldung dann an [email protected] bitte mit Angabe der Veranstaltungen, die Sie gerne besuchen möchten.
Alle Informationen zum E-day finden Sie auf unserer Webseite: [staatsbibliothek-berlin.de]
Dort ist auch ein Flyer zum download hinterlegt.
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Der ZONTA-Club veranstaltet am 27.04.12 19.00 Uhr ein Benefiz-Konzert zugunsten von ZUFF e.V. - (Verein ZUFF bietet Frauen in Not- und Gewaltsituationen zusammen mit ihren Kindern vorübergehend einen sicheren Ort in Zufluchtswohnungen).
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Der Anwalt von Büttner-Janz teilte gestern mit, dass offenbar die Beziehung seiner Mandantin mit einer ebenfalls für den Vivantes-Konzern tätigen Frau der Grund für die Entlassung war.
Seit April 2011 unterhielt unsere Mandantin eine gleichgeschlechtliche Beziehung zu einer Vivantes-Mitarbeiterin aus der Führungsebene. Am 13. und 15. März 2012 führte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH, Herr Joachim Bovelet, zwei persönliche Gespräche mit unserer Mandantin, in denen Herr Bovelet unserer Mandantin mitteilte, dass sie aufgrund der dargelegten Beziehung nicht mehr als Chefärztin für Vivantes tätig sein könne. Herr Bovelet legte unserer Mandantin nahe, das Arbeitsverhältnis kurzfristig und einvernehmlich zu beenden.
In der Folge wandte sich Büttner-Janz an den Aufsichtsrat des Konzerns um Hilfe. Dies macht die Geschäftsführung von Vivantes der Ärztin nun zum Vorwurf: das Schreiben habe nach "unserer Auffassung den Tatbestand der Verleumdung und üblen Nachrede erfüllt" und sei daher der Grund für die Kündigung gewesen, gab die Sprecherin des Unternehmens dem "Tagesspiegel" bekannt. Dass die lesbische Beziehung der Grund war, bestreitet das Unternehmen.
Gegen die Kündigung läuft eine Klage beim Arbeitsgericht Berlin (Aktenzeichen 54 Ca 5888/12).
Karin Janz war in ihrer Jugend die erfolgreichste Turnerin der damaligen DDR (und damit auch ganz Deutschlands). Sie errang bei olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften insgesamt 17 Medaillen. 1972 gab sie nach ihren Olympiaerfolgen (2 mal Gold am Stufenbarren und Pferd, 2 mal Silber im Einzel- und Mannschaftsmehrkampf und Bronze am Schwebebalken) ihren Rücktritt vom Wettkampfsport bekannt.
Sie studierte Medizin und leistete auch hier Hervorragendes. Im Rahmen ihrer Habiliation wirkte Büttner-Janz an der Entwicklung der ersten künstlichen Bandscheibe mit, die unter dem Namen Charité-Disc vermarktet wurde. Seit 1990 war sie für den Novantes-Konzern (bzw. dessen Vorläufer) tätig, der laut Eigenbeschreibung in Berlin für "Gesundheit in jeder Lebenslage" zuständig ist und in Berlin 9 Krankenhäuser, 12 Pflegeheime, Seniorenwohnheime, Ambulanzen und die dazu gehörende unterstützende Infrastruktur und Logistik betreibt, seit 2008 war Büttner-Janz Chefärztin der Klinik für Orthopädie im Klinikum im Friedrichshain sowie Chefärztin der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie im Klinikum Am Urban.
Wie an der (unvollständigen) Linkliste erkennbar, entstand durch die Meldung um die Entlassung der prominenten Klinikchefin und Ex-Spitzensportlerin einiger Medienwirbel. Negativ sticht dabei die Ärztezeitung heraus: Unter der Schlagzeile "Novantes schasst prominente Chefärztin" kommentiert das Blatt: "Bei ihren Mitarbeitern war sie ohnehin aufgrund ihres Führungsstils nicht sehr beliebt" - was, selbst wenn es zutrifft, am Thema vorbei geht, denn durch Nettsein macht man keine Karriere und ein energischer Führungsstil stört vielleicht die Untergebenen, aber nicht die Unternehmensführung.
Links: [www.tagesspiegel.de]
[www.finanznachrichten.de]
http://www.berliner-kurier.de/kiez-stadt/sex-affaere-um-ddr-goldturnerin-karin-janz,7169128,14949966.html
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/vivantes-krankenhaus-hausverbot-fuer-karin-buettner-janz,10809148,14941798.html
http://www.berliner-kurier.de/kiez-stadt/olympiasiegerin-buettner-janz-ex-turnerin-wurde-als-aerztin-gefeuert,7169128,14943572.html
http://www.rbb-online.de/nachrichten/sport/2012_04/fruehere_spitzenturnerin.html
http://www.ggg.at/index.php?id=320&tx_ttnews[tt_news]=4359&cHash=28ef09a31d2e3c9fbe758212acf24b95
http://www.bild.de/regional/berlin/kuendigung/vivantes-feuert-beruehmte-klinik-chefin-23722734.bild.html
http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/entlassen-weil-sie-kollegin-liebte-article1439089.html
http://www.aerztezeitung.de/news/article/810945/vivantes-schasst-prominente-chefaerztin.html
http://www.faz.net/aktuell/sport/mehr-sport/karin-buettner-janz-die-schule-ist-die-basis-nicht-der-sport-11504783.html
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1580495/
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1587172/Von-der-Turnerin-zur-Aerztin#/beitrag/video/1587172/Von-der-Turnerin-zur-Aerztin
http://www.sportsfrauen.de/portraets/buettner_janz.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Karin_B%C3%BCttner-Janz
http://www.hu-berlin.de/alumni/prominente/interviews/janz
http://www.dtb-online.de/portal/index.php?id=644&tx_ttnews[tt_news]=3405&tx_ttnews[backPid]=8&cHash=a15ad1af41
Update 20. April mit weiteren Links:
[www.morgenpost.de]
http://www.welt.de/vermischtes/article106203996/Klinikum-feuert-Chefaerztin-und-Turnolympiasiegerin.html
http://www.berliner-kurier.de/kiez-stadt/aerger-um-den-fuehrungsstil-von-buettner-janz--hauen-und-stechen-auf-station-51-53,7169128,14956538.html
http://www.focus.de/sport/mehrsport/turnen-national-fall-von-olympiasiegerin-buettner-janz-vor-gericht_aid_739994.html
http://www.lr-online.de/nachrichten/Tagesthemen-Krankenkassen-registrieren-Milliardenschaeden;art1065,3762057
http://www.boerse-go.de/nachricht/Presserklaerung-zum-Verfahren-Prof-Dr-Karin-Buettner-Janz-gegen-Vivantes,a2807776.html
[news.google.de] (Google Meldungsübersicht)
http://www.anderfuhr-buschmann.de/arbeitsrecht/kuendigung/fristlose_kuendigung.htm Ebenso wie nach österreichischem Arbeitsrecht muss auch in Deutschland eine fristlose Kündigung begründet werden.
[gymmedia.com]
http://www.tagesspiegel.de/berlin/nachrichten-nachrichten/v_print/6508482.html
[www.volksstimme.de]
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/gekuendigte-vivantes-chefaerztin-buettner-janz-fuehlt-sich-als-lesbe-diskriminiert,10809148,14956116.html
http://www.tagesspiegel.de/berlin/externe-ermittler-bei-vivantes/6531858.html
http://www.tagesspiegel.de/berlin/zerschnittenes-op-tuch/6537092.html
Kommenden Montag (23.04.) hat die Genderbibliothek nur eingeschränkt von 12:30-16 Uhr geöffnet. Unsere studentische Mitarbeiterin Jana wird mich vertreten, weil ich ganztägig an einer Weiterbildung teilnehme.
Random Posts
Den folgenden Offenen Brief an Kristina Schröder hat die Mädchenmannschaft mitunterzeichnet – unter nichtmeineministerin.de könnt Ihr das ebenfalls tun. Mehr auch unter #nichtmeineministerin und facebook.com/nichtmeineministerin.
Wir sind Menschen, die aus unterschiedlichen politischen Positionen sprechen, die mit Kindern leben oder ohne, die sich Karrieren wünschen, sie bereits machen oder auch nicht, die sich als Feministinnen und Feministen sehen oder auch nicht und wir haben etwas gemeinsam:
Wir fühlen uns von der für Frauen- und Familienpolitik zuständigen Ministerin Kristina Schröder nicht vertreten!
Kristina Schröder lässt uns mit unseren strukturellen Problemen alleine – neuerdings müssen wir uns in ihrem gerade erschienenen Buch „Danke, emanzipiert sind wir selber!“ sogar sagen lassen, es handle sich bei diesen nicht etwa um problematische Rahmenbedingungen, sondern schlicht um individuelle Probleme und Aushandlungsprozesse.
Liebe Frau Dr. Schröder,
unser Problem sind nicht überkommene Rollenbilder, diktiert von „Feministinnen“, sondern weniger Lohn für gleiche Arbeit, fehlende Kitaplätze, gläserne Decken, die Gefahr von weiblicher Altersarmut aufgrund von Teilzeitarbeit, Niedriglohnsektor und geringfügiger Beschäftigung!
Wir haben großen Respekt vor individuellen Entscheidungen, gerade auch für ein Leben mit Kindern. Aber wir leben in einer Welt, in der Wahlfreiheit noch lange nicht hergestellt ist und in der meistens ein Einkommen nicht reicht, um eine Familie zu ernähren. Wir leben auch in einer Welt, in der Frauen mit Kindern nicht als vollwertige Arbeitnehmerinnen gelten. Im Gegensatz zu Ihnen, Frau Schröder, halten wir die Lösung dieser Probleme aber nicht für eine private Frage des individuellen Verhandlungsgeschicks, sondern schlicht für strukturelle Diskriminierung, der politisch etwas entgegengesetzt werden kann und muss.
Wir fordern Sie auf: Tun Sie endlich, wofür Sie bezahlt werden – von unseren Steuergeldern! Machen Sie Politik für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf! Schaffen Sie Rahmenbedingungen, die echte Wahlfreiheit ermöglichen! Machen Sie den Weg frei für die Quote in Vorständen und Aufsichtsräten, denn ja: Auch angeblich symbolische Politik hilft uns als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern tatsächlich weiter! Setzen Sie sich für eine bessere Verteilung von Arbeit und Chancen zwischen den Geschlechtern ein und kämpfen Sie gegen die skandalöse Lohnlücke von 23 Prozent!
Anders als Sie sind wir nicht „vor allem von Feministinnen“ enttäuscht, sondern von Ihnen.
Wenn Sie gemäß Ihrer individuellen Überzeugung weiterhin vorhaben, die Bedeutung von struktureller Ungleichheit für die aktuelle Lage der Frauen in unserem Land zu leugnen, bitten wir Sie von ganzem Herzen: Machen Sie den Weg frei für eine Ministerin, die unsere Interessen endlich vertritt!
Erstunterzeichner_innen:
Claudia Roth, MdB
Renate Künast, MdB
Mädchenmannschaft e.V.
Terre des Femmes e.V.
Antje Schrupp
Kegelklub/ Die Piraten
Bettina Jarasch
Daniel Wesener
Monika Lazar MdB
Lisa Paus MdB
Wolfgang Wieland, MdB
Sven-Christian Kindler, MdB
Astrid Rothe-Beinlich MdL Thüringen
Simon Kowalewski, MdA Berlin
Anja Kofbinger, MdA Berlin
Dr. Susanna Kahlefeld, MdA Berlin
Clara Hermann MdA Berlin
Katrin Schmidberger MdA Berlin
Marianne Burkert-Eulitz MdA Berlin
Malte Spitz
Julia Schramm
Lena Rohrbach
Martina Flasch
Andreas Pittrich
Lotte Steenbrink
Daniel Schweighöfer
Birgitta Brockmann
Franziska Sauerwein
Stephan Urbach
Alina Friedrichsen
Laura Dornheim
Dr. Audrey Podann
Friederike Schwebler
Christoph R. Alms
Yvonne Weber
Carola Wesbuer
Dr. Melanie Kröger
Julia Brumm
Tilo Fuchs
Laura Törkel
Carola Scheibe-Köster
Annette Heppel
Nina Blinten
Paula Riester
Christian Honnens
Anne Körner
Brigitta Brockmann
Meike Berg
Claudia Schlenker
Stefan Lange
Sebastian Walter
Marion Böker
Karoline Killat
Als rassistisch kritisiert: Performance gegen Genitalverstümmelung sorgt für Empörung und Rücktrittsaufforderung an Kulturministerin
Der Übergang von der Partnerschaft zu einer Familie mit Kind bedeutet oft das Ende der ursprünglichen Absicht der Partner, sich familiäre Pflichten und Erwerbsarbeit partnerschaftlich aufzuteilen. Schleichend werden Männer dann zu Familienernährern und Frauen bleiben bei den Kindern zuhause. Eine qualitative Studie im Auftrag der hessenstiftung – familie hat zukunft und des Bundesfamilienministeriums kommt zu dem Ergebnis, dass der ursprüngliche Lebensentwurf von Frauen und Männern umso leichter aufrecht erhalten bleiben kann, je länger Väter eine eigene Elternzeit in Anspruch nehmen.
„Der Weg aus der Familienzeit ins Erwerbsleben ist nicht immer leicht. 80 % der nicht erwerbstätigen Frauen in Hessen wollen spätestens in den Beruf zurück, wenn die Kinder größer sind. Die Wiedereinstiegsquote liegt aber nur bei 13 %. Wiedereinsteigerinnen brauchen insbesondere die Unterstützung des Partners,“ sagte Staatssekretärin Petra Müller-Klepper aus dem Hessischen Sozialministerium bei der Vorstellung der Studie am Mittwoch in Wiesbaden.
„Eine vollzeitnahe und qualifikationsadäquate Rückkehr nach einer familienbedingten Erwerbsunterbrechung gelingt leichter und besser mit aktiver Unterstützung der Ehemänner“, bekräftigte Eva-Maria Welskop-Defaa, Leiterin der Abteilung Gleichstellung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Zusammen mit der Hessenstiftung hatte das Bundesministerium den Blick auf die Männer beim beruflichen Wiedereinstieg der Partnerin gelenkt.
Der Autor der gemeinsam geförderten Studie „Väter und der Wiedereinstieg der Partnerin“, Hans Georg Nelles stellte vor einem Fachpublikum die Hauptaussagen vor. „Väter sind bereit, Veränderungen im Familiensystem beim Wiedereinstieg der Partnerin mitzutragen und gegebenenfalls ihre eigene Arbeitszeit zu reduzieren. Allerdings muss diese Bereitschaft rechtzeitig abgerufen werden“, erläuterte Nelles. Wesentlich sei die Bereitschaft der Partnerin, ihre Verantwortung für das Familieneinkommen zu übernehmen. Ein Wiedereinstieg „auf Probe“ etwa mit geringer Stundenzahl sei kein Signal der Verantwortungsübernahme.
Bei den Vätern, die keine Elternzeit oder lediglich zwei Monate in Anspruch genommen haben, waren die Partnerinnen länger, d.h. bis zu fünf Jahren in Elternzeit. In dieser Gruppe ging die Initiative zum Wiedereinstieg ging von der Partnerin aus und Regelungen wurden relativ kurzfristig abgesprochen. In der Gruppe der Väter mit längeren Elternzeiten stand der Zeitpunkt des Wiedereinstiegs der Partnerin schon vor Beginn der Elternzeit fest und wurde vom Partner durch die eigene Elternzeit und vielfach auch durch eine Reduzierung der Arbeitszeit im Anschluss daran unterstützt. Eine Reduzierung der eigenen Arbeitszeit um 25 % für eine Dauer von drei bis sechs Monaten wurde von den Befragten als machbar eingeschätzt.
Bei der Aufgabenteilung in den Partnerschaften zeigt es sich, dass diese in der Gruppe der Väter mit längeren Elternzeiten auch weiterhin gleichmäßiger gemäß der getroffenen Absprachen verteilt blieb. Die Entscheidung der Väter, mehr Verantwortung im häuslichen Bereich zu übernehmen, wird durch einen frühen Rückkehrzeitpunkt der Partnerin in den Beruf beeinflusst.
Quelle
"Dieses - wenn auch nur für Insider erkennbare [1] - Outing per Amtsstempel im Reisepass stellt deswegen ein Problem dar, weil in über 80 Ländern weltweit Homosexualität leider immer noch strafbar ist. Es war mir ein Anliegen Menschen, die sich in Österreich verpartnern nicht auf Grund eines behördlichen Vorgangs in anderen Ländern in Gefahr zu bringen. Daher haben wir schnell reagiert und eine gute Lösung gefunden", erklärte die für Antidiskriminierung zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger dazu in einer heutigen Presseaussendung.
Ganz abgeschafft werden kann der Vermerk nur durch eine Änderung im Gebührengesetz, für das der Bund zuständig ist. Wie die Eintragung in den übrigen Bundesländern gehandhabt wird, ist noch nicht bekannt. Österreichische Staatsbürger_innen waren von dem Problem nicht betroffen, da sie zum einen den Pass bei Abschluss der EP nicht vorlegen müssen und zum anderen die Vergebührung im Inland bereits bei der Ausstellung des Reisepasses erfolgt.
[1] Man muss allerdings davon ausgehen, dass die Behörden jeder Länder, in denen homosexuelle Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung strafrechtlich verfolgt werden, über die nötigen Insiderkenntnisse verfügen. (Anm. d. Red.)
Links: [www.ots.at]
[www.wien.gv.at]
http://www.queer.wien.gv.at
http://www.rklambda.at
[www.queernews.at]
Am 5. Mai 2012 wird im Rahmen des Messe-Kongress women&work in Bonn geslammt. Der Nationale Pakt für Frauen in MINT-Berufen "Komm mach MINT." richtet den Women-MINT-Slam aus, auf dem vier Frauen in zehn Minuten ihren Weg in die MINT-Karriere humorvoll skizzieren. Der Women-MINT-Slam ist, wie sein Vorbild der Poetry Slam, ein Wettbewerb im Vortragen. Vier Frauen aus Unternehmen wie der IBM, SAP und der Deutschen Telekom präsentieren informativ und unterhaltsam in 10 Minuten ihre persönlichen Führungsstrategien und Erfolgsfaktoren.

Ein sehr lesenswerter und - dem Genre entsprechend - locker geschriebener Artikel findet sich als „Genderkolumne“ im Freitag. Dort diskutiert Katrin Rönicke den Sammelband Gehirn und Geschlecht, hrsg. unter anderem von Lautenbacher. Rönicke schreibt u.a.: „Gesamtthema […] Geschlechtsidentitätsstörung (GIS)[:] Was ist das: Eine Störung der Geschlechtsidentität? Wie prägt sie sich aus, wie diagnostiziert man sie? So habe zum Beispiel KJ Zucker 1999 herausgefunden, dass Kinder mit einer GIS die Geschlechter mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit richtig benennen als Kinder ohne GIS. Ich zucke mit den Schultern. Na und? Ist das schlimm?“ Und der Beitrag findet sich hier.
Am Montag zu unserem ZtG-Eröffnungfest am neuen Standort Georgenstraße 47 organisierte die Genderbibliothek einen Büchertisch mit älteren und alten Doppelexemplaren. Die Bücher waren sehr gefragt, das Stöbern machte vielen Spaß. Da gleichzeitig Semesterauftakt war, kamen viele Lehrende vorbei. Manche schwelgten in Erinnerungen, wo sie welches Buch früher gekauft, gelesen, gebraucht hatten …
All die Bücher, die wir noch immer haben, werden wir jetzt regelmäßig zu den Öffnungszeiten im Flur vor der Genderbibliothek anbieten. So kommen die Bücher wieder in den Kreislauf, um neues Wissen zu produzieren. Die Spenden, die wir dafür einnehmen, werden wir benutzen, um stark gebrauchte Bücher, für die es keine Neuauflagen gibt, binden zu lassen.
Vielen Dank an alle, die ihre Spenden in unsere Büchse warfen!
„Senatsdebatte • Mahnwache • Infoveranstaltungen • So 22. – Mi 25.04.
Jeden Tag wird in Deutschland in einer Kinderklinik mindestens ein wehrloses Kind irreversibel genitalverstümmelt – auch im Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM).
Die Mediziner nennen es „korrigierende“, „angleichende“ oder „rekonstruktive Eingriffe“. Überlebende Betroffene berichten von Genitalverstümmelung und uneingewilligten Zwangsoperationen, von Zwangskastrationen und medizinischer Folter und fordern ein gesetzliches Verbot.
Namhafte Menschenrechtsorganisationen verurteilen das den Betroffenen angetane Unrecht, ebenso der Deutsche Ethikrat und das UN-Komitee gegen Folter. Letzten Montag, den 16.04.2012 beschloss die Philipps-Universität Marburg, medizinisch nicht notwendige Genitaloperationen an Minderjährigen aufzuarbeiten. Kommenden Mittwoch debattiert der Senat der Justus-Liebig-Universität Gießen über einen entprechenden Antrag.
Gängige kosmetische Genitaloperationen gehören auch am Standort Gießen des UKGM zum aktuellen Behandlungsangebot und werden in Publikationen unverändert „im ersten Lebensjahr“ propagiert. Dies dokumentiert die Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org in einem Offenen Brief, der Verantwortlichen des UKGM am kommenden Sonntag überreicht wird.
Das Universitätsklinikum Gießen leugnet rundheraus, kosmetische Genitaloperationen an Kindern und Jugendlichen durchzuführen – und verbietet der Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org die traditionelle Mahnwache vor dem Haupteingang.
Wir werden trotzdem bei diesen täglichen Genitalverstümmelungen vor unserer Haustüre nicht mehr länger tatenlos zusehen!
Zwischengeschlecht.org lässt sich das Recht nicht nehmen, mit Unterstützung durch Studierende am kommenden Sonntag vor dem Universitätsklinikum Gießen friedlich der Opfer „eines der dunkelsten Kapitel der Medizingeschichte“ (Apotheken-Umschau) zu gedenken und ihnen eine Stimme zu verleihen – gegen die GenitalabschneiderInnen sowie gegen die Untätigkeit von Politik und Justiz bei diesem fortdauernden Verbrechen gegen die Menschlichkeit:
FRIEDLICHER PROTEST + ÜBERREICHUNG OFFENER BRIEF
So 22.4.2012 14-17 h - vor dem Universitätsklinikum Gießen
Mobile Mahnwache rund um das Klinikum mit Umzug von einem Kundgebungsort zum andern:
- 14-15 h: Ecke Schubertstr./Gaffkystr. (draußen vor Hauptpforte)
- 15-16 h: Ecke Frankfurter Str./Klinikstr. (draußen vor Haupteingang)
- 16-17 h: Ecke Friedrichstr./Rudolf-Buchheim-Str. (draußen vor Kinderurologie und Kinderklinik)
Und am Dienstag öffentlich über „kosmetische“ Genitalverstümmelungen in westlichen Kinderkliniken inkl. UKGM informieren:
INFOVERANSTALTUNG GIESSEN
Di 24.4.2012 19 h - Evangelische Studierendengemeinde, Henselstraße 7, 35390 Gießen
Zwischengeschlecht.org freut sich ganz besonders, dass am kommenden Montag auf Initiative von Studierenden der Justus-Liebig-Universität Gießen zum zweiten Mal in Deutschland der Senat einer Universität über eine Stellungnahme zu kosmetischen Genitaloperationen an Kindern und Jugendlichen beraten wird:
SENATSSITZUNG JUSTUS-LIEBIG-UNIVERSITÄT GIESSEN
Mi 25.4.2012 14:15 h
Behandlung Antrag: „Stellungnahme des Senats zu kosmetischen Genitaloperationen im Universitätsklinikum Gießen / Marburg an Kindern und Jugendlichen“
Weiterer Termin:
INFOVERANSTALTUNG MARBURG
Mo 23.4.2012 19 h - Philipps-Universität Marburg, Hörsaal 115 (+1/0120)
Hörsaalgebäude, Biegenstraße 14, 35037 Marburg
Wir danken allen, die vor Ort dazu beitragen!
Die Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org fordert ein Verbot von kosmetischen Genitaloperationen an Kindern und Jugendlichen sowie „Menschenrechte auch für Zwitter!“.
Betroffene sollen später selber darüber entscheiden, ob sie Operationen wollen oder nicht, und wenn ja, welche.
Freundliche Grüße
n e l l a
Daniela Truffer
Gründungsmitglied Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org“
Weiter: www.zwischengeschlecht.org
In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:
anders-anziehen
Auch auf twitter und facebook.
Wie heißt du?
Smilla Dankert
Seit wann bloggst du?
Seit Herbst 2009.

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com
Warum hast du damit angefangen?
Die Idee zu meinem Blog hatte ich schon eine ganze Weile, aber mir hat immer die Zeit gefehlt und auch der Mut endlich anzufangen. Eines Tages hab ich dann beschlossen einfach loszulegen, und mich nicht mehr beirren zu lassen von meinen eigenen Zweifeln.
Worüber schreibst du?
In meinem Blog geht es um Menschen. Ich fotografiere und portraitiere Menschen, die ich auf der Strasse anspreche, die mir auffallen und mich interessieren. Zu den Fotos schreibe ich dann einen kurzen Text, eine Art Gedächtnisprotokoll. Einige Menschen erzählen mir direkt etwas aus ihrem Leben, anderen stelle ich Fragen; ganz so wie es sich entwickelt. Mich interessiert, was die Menschen bewegt, was sie tun und warum sie es tun. Dabei bin ich immer wieder verblüfft über die Dinge die ich erfahre. Einiges recherchiere ich später, wenn Themen mich interessieren oder bestimmte inhaltliche Bezüge, die ich interessant finde. Mir fällt immer wieder auf, dass auch Themen, zu denen ich sonst eher wenig Zugang hätte, mich plötzlich interessieren, wenn ich sie von Menschen nahegebracht bekomme, die aus einem persönlichen Blickwinkel darüber berichten. Das versuche ich dann in meinem Blog weiterzugeben.
Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Oh, so vieles, mein Blog hat mein Leben ganz schön verändert, hauptsächlich allerdings beruflich. Anekdote ist nicht das richtige Wort; eher ist es eine wunderbare Begebenheit:
Privat gehört zu meinen Lieblingsbegegnungen eine hervorragende alte Dame, die ich auf der Strasse angesprochen habe. Sie ist 97 Jahre alt, von bewundernswerter Haltung und Wachheit und ich freue mich, das zwischen uns eine Freundschaft entstanden ist, die 53 Jahre Altersunterschied erstaunlich bedeutungslos erscheinen lassen. Das ist wirklich ein Geschenk, diese Frau kennengelernt zu haben. Oder kürzlich die Begegnung mit Asmaa Mahfouz, einer ägyptischen Bloggerin, die Zeitgeschichte geschrieben hat. Diese Begegnung hat mich sehr beeindruckt.
Wovon braucht das Internet mehr:
Da fällt mir spontan das Wort Slow-Content ein, (keine Ahnung ob es dieses Wort schon gibt). Weniger schnellen Ex-und-Hop Konsum eben, wie im richtigen Leben.
Frauen* im Web…
Diese Frage ist der Grund, warum seit Wochen diese E-Mail unter “Entwürfe” dahinschimmelt. Ich weiß keine Antwort darauf.
Deine tägliche Web-Lektüre:
Täglich lesen schaffe ich nicht, ich habe einen richtig vollen Reader in dem viel Bewegung ist. Hier eine Auswahl: immer wieder gerne lese ich bei Konsumpf von Peter Marwitz, meine derzeitige Neuentdeckung ist Journelle, schon lange lese ich Blica von Anne Feldkamp, ignant und rebelart. Ich bin viel auf der arte-seite unterwegs, arte+7. Bei Frau Auge lasse ich mich zerstreuen und anregen, bei Fräulein Julia informiere ich mich gern über aktuelle Termine und Veranstaltungen, dann lese ich gerne bei Gespenst der Armut von Elke Brüns.
Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.
Nachhaltige Entwicklung unter den Prämissen des Wirtschaftswachstums hält die Entwicklungsexpertin Eva Lachkovics für unmöglich. Statt Ursachen zu bekämpfen, würden neue Probleme geschaffen