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Gender
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Eine Transition wird sehr häufig – medial, medizinisch, alltäglich – auf einen Prozess verengt, in dessen Verlauf sich ein Körper verändert. Das ist manchmal so laut, dass mensch nichts mehr anderers hört. körper! Körper! Körper! Körper! KÖRRRRRRRRPÄÄÄÄÄÄÄÄÄR! Ich stell’ jetzt mal den Ton aus.
Und wünsche mir gefragt zu werden, was sich alles verändert hat. Dann müsste ich antworten: Alles. Alles? Alles.
Das fängt beim Aufstehen an. Ich stehe gerne auf. Mein Tee schmeckt anders. Teeiger. Die Sonne sonnt anders. Sonniger. Manchmal ertappe ich mich dabei, zu sagen, und zwar nicht im Kopf sondern ins Zimmer: I love you!
Lange habe ich nicht begriffen, zu wem ich das sage, weil ich’s früher ausschließlich anderen Menschen sagte. Ei laaav ju! Eines Tages musste ich lachen, weil mir klar wurde, warum. Du sagst das zu dir, Billy. Happiness-facepalm, sozusagen.
Fluffiness, stay with me.
And if you don’t, look,
here
Legende………….türkis links:Glaube……türkis rechts:Zweifel…..türkis unten:Übung
In diesem Beispiel: drei Türkistöne in perfect balance => fluffiness.
In case of non-fluffiness: check your Türkistonanteil links, rechts, und unten.
………………………………………………………………………………………………fade in, Billy out.

Wortraum Kalender 2012
Im Oktober 2012 erscheint in Kooperation mit väterzeit.de ein Kalender, der mittlerweile im 8. Jahr das Thema „Väter und ihre Kinder“ in Bildern dokumentiert.
Wir möchten mit dem Kalender zeigen, dass Vater-Kind-Gespanne ebenso natürlich schön aussehen können, wie das bei Müttern und ihren Kindern der Fall ist. Wir möchten Väter animieren, sich Zeit für ihre Kinder zu nehmen. Der Kalender ist daher auch ein Familienplaner: es gibt ausreichend Platz für die Verabredungen und Planungen für die Zeit mit Papa. Einige Termine im Sinne von Vorschlägen haben wir wieder für Sie vor-recherchiert. Lassen Sie sich überraschen!
Falls Sie sich mit einem Foto um einen der 13 Bildplätze in dem Kalender bewerben möchten, können Sie diese noch bis zum 15. September schicken an: [email protected]. Bei dem Bild ist es wichtig, dass die Rechte für die Verwendung des Fotos freigegeben sind, und die Erziehungsberechtigten der abgebildeten Kinder einer Veröffentlichung zustimmen.
Als Dank für ein im Kalender veröffentlichtes Foto erhalten Sie einen Kalender sowie einen Abzug Ihres Fotos zugeschickt. Der Vater-Kind-Kalender und Familienplaner „Zeit mit Papa“ ist eine Idee von Andreas Gerts, wortraum Berlin.
Quelle
Die Autorin Silvia Meixner der Allgemeinen Zeitung gibt „Expertentipps“ für die Kommunikation bei Mitfahrgelegenheiten wieder. Klingt erstmal harmlos und ein bisschen nach Sommerloch. Was sie schreibt ist allerdings gar nicht harmlos. Bei Tipps und Tricks für vergnügliche Fahrten mit unbekannten Menschen, die unnötig wie banal sind, kommt sie zum Punkt „Der erste Eindruck zählt“ und da wird es dann krass:
„Ferner sollten sich Frauen nicht zu freizügig kleiden, denn ein tiefes Dekolleté oder ein allzu kurzer Rock wecken beim Fahrer vielleicht Gedanken, auf die man ihn gar nicht bringen wollte.“ – Silvia Meixner, AZ
Ganz nebenbei schreibt die Autorin auf was Knigge-Expertin, Vera Reich, ihr sagt. Frauen müssen es besser wissen, denn wenn sie „allzu“ kurze Röcke tragen oder sich „zu freizügig“ kleiden, käme der Fahrer vielleicht beim Anblick dessen auf Gedanken, die Frauen unter Umständen gar nicht wollten. Also besser anders kleiden. Frau Meixner, von welchen Gedanken wird da eigentlich genau gesprochen? Und sind die “Gedanken” erstmal da, was dann? Trauen Sie sich, diese zu Ende zu formulieren? Meinen Sie etwa auch, dass Frauen* – wir Sexobjekte – selbst schuld sind, wenn uns etwas passiert, das wir nicht wollen? Dass wir von sexistischen Sprüchen bis hin zu Vergewaltigungen womöglich noch selbst die Schuld tragen, weil wir uns nicht ihren Tipps entsprechend kleiden? Dass Männer Opfer ihrer Selbst und ihrer Triebe seien, weil Kleider und Körper von Frauen* angeblich Signale aussenden, wir damit provozieren und unsere Worte oder ein einfaches Nein nicht mehr zählen?
Die Autorin hätte dies alles mindestens kritisieren können. Weitgefehlt sie verkauft es als Tipp für Frauen (sic!) und das ist perfide. Frauen* sind nicht schuld und müssen sich nicht erklären (Röcke und der ganze Scheiß, der da aufgezählt wird), wenn ihnen sexualisierte Gewalt und Sexismus widerfährt. Ganz egal unter welchen Umständen. Mal abgesehen davon, dass “mehr” Bekleidung auch nicht vor Übergriffen schützt. Vielmehr zeigt dies doch auch auf in welcher Gesellschaft wir leben, wo Vergewaltigungsmythen vorherrschen, Sexismus lebt und sexualisierte Gewalt noch immer verharmlost wird. Das nennt sich rape culture (und nicht Trick 17). Die Macht liegt beim Täter und einer Gesellschaft, die Gewalt an Frauen* abkanzelt und wir Tipps wie diese (siehe oben) lesen müssen.
Vielen Dank an die MM-Leser_in, die uns auf diesen Artikel aufmerksam gemacht hat.
(Für den folgenden Beitrag gilt eine Triggerwarnung: Thematisierung von Vergewaltigungsverharmlosungen und Schilderung vom Tathergang im zweiten Absatz.)
In was für einer Welt leben wir eigentlich, wenn das, was Julian Assange zwei Frauen angetan hat, nicht als Vergewaltigung gewertet wird? Achja, in einer Rape Culture. In einer Kultur, die uns lehrt, dass ein “Nein” auch mal ein “Ja” ist, dass Schweigen “Ja” impliziert, dass ein einmal gegebenes “Ja” ein “immer-Ja” ist, dass es sowas wie “überraschenden Sex” (“sex by surprise”) gibt und dass all das, so schreibt es euch doch bitte hinter die Ohren, keine Gewalt ist. In einer Kultur, in der Kläger*innen, sobald es um sexualisierte Gewalt geht, erstmal unter Generalverdacht stehen, und in der eine*n viel zu oft das Gefühl überkommt, dass es Verbündete nur für Täter*innen gibt.
Assange ist ein Vergewaltiger. Um sich darüber klar zu werden, genügt es, sich die Aussagen seines Verteidigers zu Gemüte zu führen. Im ersten Fall hat Assange eine Frau penetriert, während sie schlief - also ohne ihr Einverständnis. Da sie am Vortag konsensualen Sex gehabt hatten, fühlte Assange sich im Recht, sich weiterhin an ihrem Körper zu bedienen. Im zweiten Fall hatte Assange zunächst konsensualen Sex mit einer Frau, die sich jedoch wehrte, als sie feststellte, dass Assange versuchte sie ohne Kondom zu penetrieren. Als Reaktion hierauf drückte Assange sie nieder, setzte sich also explizit und gewaltvoll über ihren Willen hinweg. Auch hier fühlte er sich nach wie vor im Recht. Doch die Abwesenheit von Konsens ist sexualisierte Gewalt. Julian Assange ist ein Vergewaltiger.
Obwohl diese Fakten lange bekannt sind (wir berichteten schon vor knapp zwei Jahren darüber), spricht ein Großteil der Welt nach wie vor von einem Komplott. Erst kürzlich gewährte Ecuador Assange “diplomatisches Asyl” und ließ dabei völlig außen vor, dass Assange nicht aufgrund seiner Tätigkeiten für Wikileaks nach Schweden ausgeliefert werden soll. Assange wäre in Schweden kein politischer Gefangener, sondern ein wegen sexualisierter Gewalt angeklagter Mann. Aber anscheinend macht die Tatsache, dass er als der Kopf von Wikileaks gilt, Assange in den Augen der meisten vor Vergewaltigungsvorwürfen immun.
Und dann gibt es da ja auch immer noch den hartnäckigen Mythos, in Schweden wäre Assange von einer Auslieferung in die USA und dort wiederum von der Todesstrafe bedroht. In den seltensten Fällen wird darauf hingewiesen, dass Schweden - genau wie alle anderen EU-Staaten - nicht in Länder ausliefert, in denen den Beschuldigten die Todesstrafe drohen könnte. Tatsächlich wäre eine Auslieferung in die USA in diesem Falle sogar noch unwahrscheinlicher, da ab dem Zeitpunkt einer Auslieferung nach Schweden sowohl Großbritannien als auch Schweden ihre Einverständnis geben müssten.
Es geht hier also sehr wohl um einen politischen Prozess, allerdings nicht im rechtlichen Sinne. Vielmehr geht es um die Frage, wo sexualisierte Gewalt anfängt, wer die Definitionshoheit inne hat, wessen Stimme gehört und wer zum Verstummen gebracht wird. Wenn Angeklagte zu Opfern und Kläger*innen lächerlich gemacht werden, dann ist das politisch, dann ist das Ausdruck einer Gesellschaft der Täter*innensolidarität. Und genau deshalb lässt es mir mehr als nur kalte Schauer über den Rücken laufen, wenn im selben Atemzug für die Freiheit von Kollektiven wie Pussy Riot und Menschen wie Assange demonstriert wird. Assange ist keiner von “den Guten”. Assange ist ein Vergewaltiger.
Im Interview mit dem neukoellner.net spricht Mohammed Nasser über die Angst im Umgang mit behinderten Kindern und über Väter, die einen Kindergarten noch nie von innen gesehen haben.
‚neukoellner.net: Herr Nasser, Sie engagieren sich ehrenamtlich für Väterarbeit, haben den Verein HUDA für Väter mit behinderten Kindern gegründet und arbeiten für das soziale Projekt „Mitreden in Neukölln“, das Eltern mit Migrationshintergrund helfen und motivieren soll, sich selbst ehrenamtlich zu engagieren etwa in Schulgremien. Woher nehmen Sie Ihre Motivation und Kraft für die vielen Projekte?
Mohammed Nasser: Durch meine Tochter ist mir aufgefallen, wie wichtig es ist, dass die Menschen wissen, was mit ihren Kindern los ist, was für eine Behandlung ansteht. Ich habe gerne den Leuten geholfen, die mit der Sprache nicht zurechtgekommen sind …
Der Fokus Ihres sozialen Engagements richtet sich vor allem auf die Väter. Haben Väter denn einen speziellen Nachholbedarf?
Ja, das ist traurig, aber allein in der KITA bei uns in der Ecke war ich schon ein besonderer Fall. Ich war mitunter einer der ersten Väter, den die Erzieher je gesehen haben. Da hatte ich mich auch schon gefragt: Mensch, gibt es keine Väter, die ihre Kinder gerne mal in die KITA bringen und abholen? Für mich war das immer schön, gerade das Abholen. Wenn man die Freude sieht, wie die Kinder angerannt kommen.
Was haben Sie anders gemacht?
Ich glaube, es kommt darauf an, ob man gerne oder zwangsweise Papa geworden ist. Ich wollte gerne Papa werden. Ich hab gesagt, dass ich vor 30 nicht heirate, in der Hoffnung, dass wenn ich selbst erwachsen bin, ich dann auch Kinder haben will. Ich habe meine Kinder gerne, ich habe mich darauf gefreut, dass ich endlich Kinder kriege. Am liebsten hätte ich sie manchmal gar nicht in den Kindergarten geschickt, um die paar Stunden Zeit nicht zu verlieren. Aber das ist ja auch wichtig für die Erziehung und die Entwicklung der Kinder.
Und dann ist Ihnen aufgefallen, dass Sie der einzige Mann sind, der seinen Fuß in die KITA setzt.
Ich habe angefangen, Mütter dort darauf anzusprechen. Leider sind viele Eltern geschieden und die Kinder leben bei nur einem Elternteil. Aber damit hat es angefangen. Sonst heißt es immer: ‚Was soll ich da, da sind doch nur Frauen.‘ Und natürlich freuen sich die Frauen, wenn sie irgendwo einen Mann sehen, der seinen Kindern die Schuhe anzieht und sich die Zeit nimmt. Da können sie dann nach Hause gehen und Druck ausüben. Und so hat sich das ein bisschen entwickelt. Als meine älteste Tochter in die Schule kam, ist mir das auch dort aufgefallen, dass manche Väter immer draußen bleiben, das Schulgelände erst gar nicht betreten.
Hat sich die Lage mittlerweile gebessert?
Ein bisschen. Natürlich kann man leider nicht immer alle erreichen, gerade bei der Väterarbeit. Wer im sozialen Bereich arbeitet, weiß wie schwer das ist. Väterarbeit ist Pionierarbeit und dann noch das Thema Väter mit behinderten Kindern. Da muss man Samen sähen, die vielleicht erst in fünf Jahren, wenn überhaupt, Früchte tragen. Natürlich hofft man, dass es schnell angenommen wird, aber man weiß, dass es Zeit braucht, bis die Menschen sich daran gewöhnen.
Haben Sie eine Art Zielgruppe?
Gott sei Dank gibt es jetzt bei uns Migranten die Väter, ich nenne sie mal die jungen Väter, die mit einem ganz anderen Elan, mit einer ganz anderen Motivation ihre Kinder fördern wollen und auch dazu stehen. Aber bei den etwas Älteren kann man nicht viel ändern. Außer man hält den Kontakt zu ihnen lange aufrecht. Aber sie davon zu überzeugen bei etwas mitzumachen, ist immer ganz schwierig. …‘
Viel Bohei gibt es wegen des rosa Überraschungseis von Ferrero. Zu allen bisher formulierten schneidigen Thesen hat Antje Schrupp gestern auch nochmal eine neue Perspektive hinzugefügt, und ich schließe mich ihrer Überlegung an: Das rosa Überraschungsei gibt es wahrscheinlich primär auch deswegen, um das vermeintlich “Weibliche” aus dem Klassiker zu entfernen. Denn das kann ja niemand wollen, dass arme kleine Jungs mit einer Nicht-Manns-genug-Überraschung “entwertet” werden. Hegemoniale Männlichkeit also per Ei-Segregation. Das rosa Ding nicht nur als etwas, das Mädchen kaufen sollen, sondern vielmehr ein Gimmick, von dem Jungs dann die Finger lassen könnten, um beim herkömmlichen Teil massiver zuzugreifen. Ganz normale Folgsamkeit hinsichtlich der Spielzeugsegregationsregeln des Marktes also, vielleicht.
Den Praxistest habe ich natürlich auch gemacht und letztens eins der rosa Dinger erworben. Hinter mir zwei Jungs, circa elf Jahre alt, die direkt den Eierhaufen analytisch diskutierten: “Das is ja voll bescheuert, ey. Dann muss es ja auch eins für Jungs geben. Gibt es aber nicht. Voll bescheuert. Das war doch eigentlich mal für alle. Ist das normale jetzt hier nur noch für Jungs? Wie blööööd ist das denn.”
“Hach, ich liebe euch”, dachte ich mir.
Und natürlich war in meinem Ei nur Schrott drin: Ein dämlicher Prinz, der noch nicht mal gerade stehen kann. Ansonsten alles gleich: Die Schokolade, das gelbe Innendrin-Ei, das Zusammen-Frickel-System bei den Spiel-Figuren. Lasse das komplette Überraschungsei weg und Du hast dieselbe Qualität wie mit der Ferrero-Schokokugel: Nämlich keine. Bis auf den rosa Fleck oben auf dem Ding nichts Neues im Westen. Nur dass neuerdings kein Junge mit Prinzessinnen oder Elfen behelligt werden muss (hust). So ist das also. Wobei es schon vereinzelt männliche Fans geben soll, die sich für Blumenringe und Glitzerstempel begeistern können, aber das heißt ja auch alles nichts. Und ja, ich habe seit Ewigkeiten mal wieder Kohle für eins dieser Dinger ausgegeben, aber hey, I got 99 problems and an Überraschungsei ain`t one: Und schließlich habe ich jetzt ja auch einen Plastikprinzen im Haus, der auf Castle Grayskull durch jeden Treppenschlitz fallen würde. Yeah.
Die Ellen DeGeneres Show geht am 10. September 2012 in ihr 10. Jahr. Jede Folge wird von durchschnittlich 3,2 Millionen Menschen gesehen. Im Hollywood Reporter ist aus diesem Anlass ein längeres Interview mit Ellen DeGeneres erschienen, in dem die Schauspielerin und Talkmasterin unter anderem beschreibt, wie schwierig es seinerzeit war, wenige Jahre nach ihrem Coming-out diese geplante Show zu verkaufen und welche Vorurteile die lokalen Sendeleiter hatten.
The Booming Business of Ellen DeGeneres: From Broke and Banished to Daytime's Top Earner
von: Lacey Rose
in: The Hollywood Reporter vom 22. August 2012 (Printausgabe: 23. August 2012)
Links: [www.hollywoodreporter.com]
http://ellen.warnerbros.com/
[de.wikipedia.org]