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Die Bar vor der Party

Bestuhlung für den Auftritt von Jenniffer Ostblock

Jenniffer Ostblock
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Gender
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Die Bar vor der Party

Bestuhlung für den Auftritt von Jenniffer Ostblock

Jenniffer Ostblock

CLINTON: Aufruf zur Beendigung von Genitalbeschneidungen von Intersex-Mädchen in den USA!
Sehr geehrte Ministerin Clinton
Sehr geehrte Botschafterin Verveer
Am 6. Februar 2013 findet zum zehnten Mal der Internationale Tag Nulltoleranz gegen weibliche Genitalverstümmelung/Beschneidung (FGM/C) statt. (1) Kosmetische Genitaloperationen sind eine kulturelle Praxis zur Beschneidung junger Mädchen, damit sie kulturellen Normen entsprechen, obwohl kein medizinischer Vorteil besteht. Viele Menschen in den Vereinigten Staaten glauben, dies sei etwas, das nur in anderen Ländern praktiziert werde. Leider geschieht es auch hier. Jedes Jahr werden in den USA hunderte Mädchen kosmetischen Genitaloperationen unterworfen, weil jemand beschloss, ihre Klitoris sei „zu groß“ für unsere kulturellen Normen. (2) Schätzungsweise bei ein bis zwei auf tausend Geburten kommt es zu Operationen zur „Normalisierung“ des äußeren Erscheinungsbildes der Genitalien bei Kindern mit Diagnose Intersex oder DSD (Störungen der Geschlechtsentwicklung). (3)
Überlebende normalisierender Operationen vergleichen diese mit FGM/C und halten fest, sie hätten ähnliche Folgen. Normalisierende Operationen können zu Verlust der sexuellen Empfindungsfähigkeit und der Fortpflanzungsfähigkeit führen, zu Schmerzen oder Unwohlsein im Genitalbereich, zu Infektionen, Narbenbildung, Unregelmäßigkeiten beim Harnabfluss und zu psychologischen Schäden. Diese Operationen sind medizinisch nicht notwendig.
Letztes Jahr verurteilte die Ministerin Clinton in einer starken Stellungnahme zum Nulltoleranz-Tag die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung/Beschneidung (FGM/C). Dieses Jahr fordern wir sie auf anzuerkennen, dass Genitalbeschneidung auch Mädchen in den USA betrifft, die mit Intersex auf die Welt kommen, und diese unnötigen Genitaloperationen zu verurteilen. Wir rufen weiter Botschafterin Verveer vom Office of Global Women’s Issues auf, sich diesem Aufruf anzuschließen, und ihren Einfluss geltend zu machen, um dieses Problem der Außenministerin Clinton zur Kenntnis zu bringen.
Wie die Ministerin Clinton hervorhob, können Kultur und Traditionen keine Rechtfertigung sein für eine Praxis, die Kindergenitalien ohne medizinischen Nutzen verstümmelt. (4) Es kann jedoch schwieriger sein, Fehler in unserer eigenen Kultur zu erkennen als in anderen. Die Vereinigten Staaten werden in einer viel stärkeren Position sein, FGM in anderen Kulturen anzusprechen, wenn wir erst einmal anerkennen und ansprechen, wie unsere eigenen Gesellschaft die Genitalien von Mädchen verändert, damit sie kulturellen Vorstellungen von Schönheit und Normalität entsprechen.
Wir, die Unterzeichneten, sind besorgte Bürgerinnen und Bürger und bitten unsere verantwortlichen Politikerinnen und Politiker dringend, jetzt aktiv zu werden um diese schädlichen Praktiken zu stoppen. Am zehnten Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung/Beschneidung bitten wir die Ministerin Clinton und die Botschafterin Verveer anzuerkennen, dass genital-normalisierende Operationen an Mädchen, die mit Intersex oder DSD auf die Welt kommen, in den Vereinigten Staaten Realität sind. Lassen Sie uns zusammenarbeiten, um alle Formen von nicht-eingewilligten kosmetischen Genitaloperationen zu stoppen, die nur dazu dienen, Kinder kulturellen Normen anzupassen, in den Vereinigen Staaten ebenso wie im Ausland.
(1) U.S. Department of State. International Day of Zero Tolerance to Female Genital Mutilation/Cutting. (Accessed June 3, 2012 at [www.state.gov] .)>>> Bitte die Petition hier unterschreiben!
(Wer NICHT will, dass sein Name auf der Petitionspage erscheint, sollte unterhalb des "SIGN"-Knopfes vor dem Drücken das Häkchen bei "Display my signature publicly" deaktivieren.)
Genauer gesagt: Respekt, Etikette und Unterstützung - drei Dinge, die ich mir im Alltag, also jeden Tag, nicht nur samstags oder unter Freund_innen, wünsche. Auf durchschnittlich drei respektlose Begegnungen, ganz gleich in welchem Umfeld, erfahre ich (bislang) eine angemessene, fast immer große Unsicherheit und/oder Vorurteile beim Gegenüber und zuweilen schlicht Hass. Und trotzdem bin ich überzeugt, und zwar jeden Tag: Das muss nicht sein, das lässt sich ändern. Aber was ist in diesem Zusammenhang überhaupt “un/angemessen”? Und wie sieht Unterstützung aus?
Wie schon in Teil 1 und Teil 2: Ich kann und ich will nicht für alle Transmenschen sprechen – wir sind alle, eigentlich nicht so überraschend, Unikate und denken (auch) über Transthemen unterschiedlich – weshalb ich diesen Beitrag bewusst “Billys Trans-Basics” nenne.
Mich selbst hat vor Jahren u.a. “Respect, Etiquette & Support. Ein Zine für Freunde und Verbündete von Transgender” informiert (Cover hier), das mir ein Freund eines Tages zusteckte. Dieses Zine ist eine deutschsprachige Version von Micah Bazants “Trans Respect/Etiquette/Support 101”, an dem ich mich in diesem Beitrag orientiere.
Wenn Ihr konstruktive Kritik, Zustimmung, Verbesserungsvorschläge usw. habt, dann kommentiert oder macht ein eigenes (digitales) Zine.
Vornamen
Wenn Du meinen alten, mir von meinen Eltern aufgezwungenen Namen kennst, behalte ihn für Dich (ehemaliges Pronomen inklusive). Ich möchte auch nicht gefragt werden, ob mein jetziger Namen mein “echter” oder “richtiger” Namen sei, Du vielleicht? Auch wenn Du z.B. Apotheker_in bist und mich damit beruhigen willst, mir zu sagen, Du seist halt “so neugierig”. Wenn ich will, dass Du meinen alten Namen weißt, dann sage ich ihn Dir. Versprochen.
Bemerkungen über Geschlechtsimplikationen meines Namens – lass’ es bitte bleiben, solange ich’s Dir gegenüber nicht selbst vereindeutige(n will). Oder frag’ nach, respektvoll.
Vermutungen anzustellen, in welche “Richtung” ich mich bewege – lass’ es bitte bleiben. Ich bin als FtM beim Outing schon als “biologischer Mann” gedeutet worden, der sich “im Übergang zur Frau” befindet. Da fand ich die höfliche Nachfrage einer Lady eleganter: “Darf ich fragen, trans-wohin?”
Außerdem gibt es sehr viele Wege, sich zu verändern, nicht nur (m)einen: Brüste abbinden, Operation(en), Hormone, Namens- und/oder Personenstandsänderung sind einige der möglichen Schritte. Als Transmensch habe ich das Recht, keine, alle, oder einige dieser Veränderungen vorzunehmen - und zwar in jeglicher Reihenfolge.
Passing
Beurteilungen über meine UnFähigkeiten zum passing abzugeben wie “Wenn du (nicht) … würdest Du besser durchgehen/ könnte ich dein Geschlecht akzeptieren.” sind deplatziert. Ich weiß selbst, dass ich in dieser Gesellschaft in den meisten Kreisen “männlich/er” wirkte, wenn ich z.B. bei frauen-, lesben- und schwulenfeindlichen Witzen mitlachte, einen armeetauglichen Haarschnitt und/oder einen Bart trüge, mich krampfiger um einen gay-szenetauglichen Körper bemühte oder Ladies mit idiotischen Sprüchen anmachte und mich, selbst im Bett, im (Schlaf-)Anzug kleidete. Das ist aber nicht meine Vorstellung und nicht mein Ausdruck von Männlichkeit.
Oft ist das Passing eine Frage des Geldes und der Gene, und immer eine Frage des Geschlechterstereotypenterrors einer Gesellschaft. Solche Bemerkungen wie die obigen zu meinem Passing spalten Transgender-Communities. Sie bestärken binäre Geschlechterstandards, indem sie bestimmte Eigenschaften (und Menschen) als “echt” und “gut” benennen.
Präferenzen
Auch heute noch scheint es ein staubumwobenes Geheimnis zu sein, dass nicht alle Männer “hetero” sind. Du hast das schon gewusst? Dann nimm’ doch bitte nicht an, dass ich irgendwann einmal “hetero” war, nun plötzlich bin oder “werde”.
Außerdem ist doch son-nen-klar, “was” ich bin, oder? Genau, nämlich:
Auch im Beisein anderer Menschen, die ich das erste Mal sehe, zu fragen “Und worauf stehst du jetzt?” ist nicht okay. Ich freue mich zu sehen/hören/…, wenn jemand vielleicht das erste Mal im Leben die Absurdität solcher Bezeichnungen wie “hetero”, etc. erkennt. Darüber elementare Regeln der Höflichkeit und des Respektes zu vergessen ist nicht notwendig.
Übrigens: Dass ich ein Mann bin heißt nicht unweigerlich, dass ich auf Sexorgien stehe oder Herumgevögel mein Beruf oder mein Hobby ist.
Es scheint sich auch, z.B. in manchen ach so Gendertheorie-vorgebildeten akademischen Kreisen (ProfessorInnen inklusive), noch nicht herumgesprochen zu haben, dass trans* nicht gleich polyamorös heißt bzw. heißen muss. Seit wann gibt’s da bitte einen kausalen Zusammenhang? Ich finde es super, dass Menschen unterschiedliche Wege finden, zusammen zu leben und zu lieben, und ich habe davor Respekt. Bitte respektiere auch meinen Weg.
You made my day!
Weil sie selbst nicht so verwundbar sind, ist es manchmal einfacher für Nicht-Transmenschen einzugreifen, wenn ich mit unangemessenen Reaktionen konfrontiert werde. Ich habe so etwas noch selten direkt erlebt, die paar Male aber, die das bisher passiert ist, und die Menschen, die sich trauten und den Mund aufmachten (selbst wenn ich sie nie wiedergesehen habe oder ihren Namen nicht kenne), behalte ich in Erinnerung wie den Megalo-Riesenplatinumgoldschatz.
Wenn sich Menschen zum Beispiel nicht davor drücken, mich mit einem Hinweis wie “Das ist der Billy.” vorzustellen oder jemanden korrigieren, wenn das falsche Pronomen verwendet wird. Das heißt nicht, mich zu outen, wenn ich das nicht will, sondern Menschen wissen zu lassen, wie ich als Transmensch mit nicht optimalem Passing angeredet werden soll.
Einfach mal zu sagen “Ich bin die/der …, er ist der Billy.” oder “Das geht dich nichts an.” oder “Sein/e Stimme/Auftreten/Körper ist toll, so wie’s ist, und deine Kommentare kannst du dir sparen.” kann mir den Tag retten. Und wenn ich nicht gerade mal wieder von einer mehr oder weniger phantasievollen Transphobie-Attacke vorübergehend plattgewalzt wurde, dann sage oder schreibe ich diesen Verbündeten:
YOU MADE MY DAY!
Es ist der Alptraum eines jeden glücklichen Junggesellen: Völlig unvermutet steht eines Tages die 17-jährige Dina (Sarah Horváth) vor Bastis (Sebastian Bezzel) Tür und behauptet glaubwürdig, seine Tochter zu sein. Im Schlepptau hat sie darüber hinaus noch ihr Baby Paul und verlangt von dem frischgebackenen Opa erst mal einen Haufen Geld, damit sie wieder aus seinem Leben verschwindet. Aber die Moneten müssen erst mal aufgetrieben werden. Und so gerät Basti in ‚VATERTAGE – OPA ÜBER NACHT‘ in die schönste Familienmisere.
Der Film kommt am 13. September in die Kinos.
Quelle