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Zuletzt erkannte der First Circuit Court of Appeals die Regelung Ende Mai im "Gill" Fall für verfassungswidrig. Die BLAG ("Bipartisan Legal Advisary Group" im US Senat) hat gegen diese Entscheidung bereits vor einigen Tagen eine Petition of Certiorari, also eine Bitte um Überprüfung an den Supreme Court der Vereinigten Staaten gerichtet. In dem Antrag stellte BLAG zwei Fragen: a) ob Section 3 von DOMA gegen das Gleichheitsgebot des 5. Verfassungszusatzes verstößt und b) ob das Berufungsgericht geirrt hat, als es für die Frage der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung einen leicht erhöhten Prüfungsmaßstab annahm.
Der Golinski-Fall ist derzeit vor dem Ninth Circuit Court of Appeals anhängig und soll dort Anfang September verhandelt werden. In einem Schreiben vom 4. Juli hat das US Justizministerium nun das Berufungsgericht davon informiert, dass es beim Supreme Court einen Antrag auf Überprüfung vor der Entscheidung gestellt hat.
Der Grund für die eher ungewöhnliche Vorgangsweise ist, dass es in den einzelnen Gerichtsbezirken unterschiedliche Präzedenzfälle gibt, an die die jeweiligen Berufungsgerichte gebunden sind - eine Diskrepanz, die nur der Supreme Court auflösen kann. Falls das Höchstgerich die beiden Fälle zur Entscheidung annimmt, was allgemein angenommen wird, könnte in der im Oktober beginnenden Session des Gerichtshofs über die Verfassungswidrigkeit von DOMA entschieden werden.
Links: [www.metroweekly.com] (Zusammenfassung und Erklärungen von Chris Geidner, mit Links zu den Schriftsätzen)
http://www.prop8trialtracker.com/2012/07/03/breaking-justice-department-asks-supreme-court-to-review-ninth-and-first-circuit-doma-challenges/
[www.prop8trialtracker.com]
[www.scribd.com]
[newyorklawschool.typepad.com]
[newyorklawschool.typepad.com]
[en.wikipedia.org]
Das 2007 von Bund und Ländern gemeinsam beschlossene Professorinnenprogramm wird für weitere fünf Jahre (2013-2017) fortgesetzt: Das ist das Ergebnis der Beratungen in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK).
Die Wahrheit dürfte irgendwo dazwischen liegen. Auf der Website der französischen katholischen Bischofskonferenz findet man Statistiken über die Entwicklung der Taufen und kirchlichen Trauungen. Wurden noch in den 1990er Jahren mehr als die Hälfte der neugeborenen Kinder römisch-katholisch getauft, so traf dies 2008 nur mehr auf knapp 40 Prozent zu. Drastischer ist die Entwicklung bei den Trauungen: Während die standesamtlichen Trauungen in Frankreich seit 1990 zwischen 250.000 und 305.000 pro Jahr pendelten, nahmen die kirchlichen Trauungen nach römisch-katholischem Ritus konstant ab: von 147.146 1990 auf 77.664 im Jahr 2009. In Frankreich ist, wie in Österreich, die standesamtliche Trauung gesetzliche Voraussetzung für eine kirchliche Trauung.
Links: http://diestandard.at/1339639721935/Frankreich-Ehe--und-Adoptionsrecht-fuer-Homosexuelle-kommt
[de.wikipedia.org]
[de.wikipedia.org]
[www.eglise.catholique.fr]
In Afghanistan kämpft eine Familie dafür, dass die Vergewaltigung der Tochter ernst genommen wird – nicht so einfach, wenn die Beschuldigten Polizisten sind, wie die New York Times berichtet.
Mal wieder eine super Idee aus München: Sexismus für eine saubere Isar. Widerliche zweideutige Sprüche und die Aussicht auf die jungen „Müll-Feen“ in rosa Shirts sollen Umweltverschmutzer bekehren. Weil bestimmt auch noch nie eine Frau etwas in die Isar geworfen hat.
A propos sexistische Kampagnen: Sociological Images zeigt, mit welchen gestalterischen Mitteln Frauen zu Sexobjekten gemacht werden.
„Ich steh’ auf Frauen und Transmänner.“ Was an dieser Aussage cissexistisch ist, erläutert Jos Truitt auf Feministing und damit, warum Begehren politisch ist.
Die Amadeu Antonio Stiftung hat eine Broschüre zu israelbezogenem Antisemitismus herausgegeben.
Gute Nachricht zur Gesundheitsreform in den USA: Sie ist verfassungskonform! Noch eine gute Nachricht, diesmal aus Deutschland: Eine lesbische Iranerin wird doch nicht abgeschoben. Zuvor hatte ihr noch ein Gericht geraten, sie solle einfach unauffälliger leben.
Warum gibt es Rock Camps nur für Mädchen? Weil Frauen in der Rockmusik immer noch ganz furchtbar unterrepräsentiert sind. Zehn coole Gitarristinnen stellt da zum Glück das Paste Magazine vor.
Bei dem derzeit populären Thema „‚50 Shades of Grey‘ enthüllt endlich, wie gern Frauen unterworfen werden wollen“ wird leider total übersehen, dass dies wirklich nichts neues ist. Denn weibliche Dominanz und männliche Submission werden bis heute nur ertragen, wenn sie doch irgendwie in traditionelle Rollen gestopft werden. Die Mechanismen zeigt das Bitch Magazine auf.
Letzte Woche verwiesen wir auf „Why Women can’t have it all“ – und reichen jetzt tatsächlich einmal die Frage „What about teh menz?“ nach, gestellt von keiner Geringeren als Jessica Valenti bei The Nation. Denn dass Vereinbarkeit von Familie und Beruf immer noch als reines Frauenthema gilt, muss sich dringend ändern.
Die Olympionikin Sarah Robles ist die stärkste Frau in den USA, dennoch lebt sie in Armut. Für Sponsoring-Verträge ist sie nicht konventionell schön und schlank genug. Auf indiegogo gibt es eine Kampagne um sie und ihren Trainer zu unterstützen. Auf Pretty Strong bloggt sie mit ihrer Kollegin Jessica Gallagher übers Gewichtheben und Diskriminierung.
Mensch kann es den Medien nicht oft genug sagen: Misshandlungen von Kindern und Vergewaltigungen sind keine „Sex Skandale“. Sexualisierte Gewalt mit einÂverÂnehmÂlichen Sex gleichzusetzen ist Verharmlosung, rantet Mary Elizabeth Williams bei Salon.
Beim „Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin“ wimmelte es leider nur so von rassistischen und islamophoben Vorschlägen. Das Leipziger Netzwerk gegen Islamophobie und Rassismus hat daher einen Offenen Brief verfasst, diesen diskriminierendem „Meinungen“ keine weitere Plattform zu bieten. Der Brief kann mitgezeichnet werden.
Termine gibt es diesmal für Darmstadt, Paderborn und Mainz, sowie „im Internet“:
Das Ladyfest Darmstadt präsentiert: Einen DJ-workshop für Anfängerinnen* (Ladiez* / Mädchen*Frauen*Lesben) am 7. Juli 2012 (Preis: 20 €uro - wer das Geld nicht aufbringen kann, bitte Bescheid geben!) inklusive veganem Abendessen. Weitere Informationen und Anmeldung unter: [email protected]
Wer macht den Paderborner Frauenprojektbereich MIA? Am 11. Juli könnt Ihr sie kennenlernen!
Auch am 11. Juli: Das Family Planning Summit in London, organisiert von der Gates Foundation um ihr Familienplanungsprogramm voranzutreiben. Auf der Seite wird es einen Livestream geben und Charlott ist für uns vor Ort und wird darüber berichten.
Am 13. Juli geht’s endlich los mit dem Mainzer Ladyfest!
Der CSD erinnert an den ersten bekannt gewordenen Aufstand von Homosexuellen und anderen Minderheiten (Anm. d. Red: vor allem Transgenderpersonen und Drag Queens] vor über 40 Jahren in New York. Seit dem wird weltweit Ende Juni bzw. Anfang Juli an die Rechte von Lesben, Schwulen und Homosexuellen gedacht.
"Es darf nicht sein, dass im 21. Jahrhundert nach wie vor Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung stattfindet. Mit dem Hissen der Regenbogenfahnen auf der Staatsbrücke wollen wir bewusst ein Zeichen setzen - gegen Diskriminierung jeglicher Art. Es liegt an der Bevölkerung und der Politik allen Menschen Akzeptanz entgegenzubringen - unabhängig von deren Geschlecht, Herkunft, Weltanschauung oder Sexueller Orientierung!", betont LAbg. Mag.a Anja Hagenauer, Menschenrechtssprecherin der SPÖ Salzburg, anlässlich der Anbringung der Regenbogenflaggen an der Staatsbrücke.
"Auch in der heutigen Zeit gibt es in unserem Land immer noch Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung. Nach wie vor finden im privaten Umfeld Hänseleien und auch verbale Gewalt statt. Fehlende und nicht zufriedenstellende Gesetze hindern viele Menschen ihr Leben so leben zu können, wie sie es wollen. Der homophobe Wurm steckt noch in zu vielen Details drinnen. Die SoHo Salzburg setzt sich in Salzburg auf gesellschaftlicher und politischer Ebene für die Chancengleichheit und Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen ein. Denn die Rahmenbedingungen müssen endlich der gelebten Realität in unserem Land im 21. Jahrhundert angepasst werden.", erklärt Georg Djundja, Landesvorsitzender der SoHo Salzburg (Sozialdemokratie und Homosexualität).
"Die Beflaggung der Staatsbrücke mit Regenbogenfahnen - ein Projekt der SoHo Salzburg - ist ein wichtiger weiterer Schritt zur Sichtbarkeit der Vielfalt
der Salzburger Bevölkerung.", erläutert Djundja abschließend.
Christopher Street Day CSD
Der CSD erinnert an den ersten bekannt gewordenen Aufstand von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten gegen die Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street im Stadtviertel Greenwich Village: In den frühen Morgenstunden des 28. Juni 1969 fand in der Bar Stonewall Inn der sogenannte Stonewall-Aufstand statt. Zu dieser Zeit gab es immer wieder gewalttätige Razzien der Polizei in Kneipen mit homosexuellem Zielpublikum. Es kam in der Folge zu tagelangen Straßenschlachten zwischen Homosexuellen und der Polizei.
Daten und Fakten: Sozialdemokratie & Homosexualität
Der 28-jährige Georg Djundja lebt in der Stadt Salzburg und leitet beim Samariterbund Salzburg die sozialen Dienste.
Die SoHo Österreich "Sozialdemokratie & Homosexualität, Arbeitsgemeinschaft für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender-Personen in der österreichischen Sozialdemokratie" wurde 1994 in Wien als Arbeitsgruppe gegründet und ist seit 1999 ein eigenständiger Verein. Seit 2011 ist die SoHo in Salzburg als eigene Landesorganisation tätig.