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| Kossers Buch - unbedingt lesenswert |
"Wir haben nichts gegen alte Männer, wir haben auch nichts gegen alte Frauen, wir haben auch nichts gegen junge Frauen. Sie schauen sich zum Teil ganz passabel an. "Die von Kosser gesammelten Zitate sind so entlarvend, dass sie in Nullkommanix den alten Mief wieder aufwirbeln, der auch 2012 bei jedem "jungen Huhn", "Schäfchen" oder "Mädchen" Übelkeit auslöst - und bei vernünftigen Zeitgenossen Fremdschämen:
Mit dem Motto "Born this Way" - frei nach Lady GaGa - wollen die Veranstalter_innen auch eine politische Botschaft verbreiten: "Das Pride Village und die Pride Show wird es nicht nur deshalb geben, weil das Echo letztes Jahr enorm und positiv war. Sondern, weil Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen nach wie vor existiert, auch wenn sich die Situation im internationalen Vergleich in den letzten Jahren deutlich verbessert hat", so CSD-Vienna-Obfrau Ewa Dziedzic.
Deshalb gibt es auch fünf politische Ziele die sich der Verein gesetzt hat: Eine Ausmerzung der Diskriminierungen im Partnerschaftsrecht, eine Öffnung des Adoptionsrechts, eine Liberalisierung des Fortpflanzungsrechts für lesbische Frauen, eine Ausweitung des Diskriminierungsrechts und die Verbesserung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Lesben, Schwulen und Transgendern.
Unterstützung bekommen sie dabei von der Wiener Politik: "Der Abschluss der Regenbogenparade und das Pride Village finden heuer am Rathausplatz im Herzen der Stadt statt. Diese Tatsache zeigt deutlich, dass Wien Farbe bekennt - und zwar die Farben des Regenbogens", erklärt die für Antidiskriminierung zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger von der SPÖ. "Wien zeigt vor, dass in einer weltoffenen Stadt kein Platz für Diskriminierung ist. Dazu trägt auch Vienna Pride bei, der vielen Lesben, Schwulen und Transgender-Personen jedes Jahr Mut gibt und ihnen den Rücken stärkt", pflichtet ihr auch die Grüne Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou bei.
Links: [www.viennapride.at] das komplette Programm des Pride Village
[www.hosiwien.at] Infos zur Regenbogenparade 2012
[www.wien.gv.at]
[www.ggg.at]
Geistliche können die Trauung eines gleichgeschlechtlichen Paares aus
Gewissensgründen ablehnen, dann muss sich das Paar eben einen anderen
Pfarrer oder eine andere Pfarrerin suchen [1] oder im Rathaus heiraten. Priesterliche Segnungen für Frauen- und Männerpaare gibt es in Dänemark bereits seit 1997.
Dänemark war 1989 das erste Land der Welt, das für lesbische und schwule Paare eingetragene Partnerschaften eingeführt hat. Die rund 4.100 in eingetragenen Partnerschaften lebenden Paare erhalten durch die Gesetzesänderung automatisch den Familienstand "verheiratet".
Für die sozialdemokratische Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt ist der gestrige Gesetzesbeschluss die Einlösung eines Wahlversprechens, das sie voriges Jahr gegeben hat. Sie selbst freute sich nach der Parlamentsentscheidung bereits riesig: "Heute erlauben wir homosexuellen Paaren die Ehe zu den gleichen Bedingungen, wie sie jeder andere hat. Das ist etwas, wofür wir Sozialdemokraten lange gekämpft haben," verkündete sie auf ihrem Facebook-Account.
Dänemark ist das 8. europäische Land, in dem schwule und lesbische Paare unter den gleichen Bedingungen wie heterosexuelle Paare eine Ehe eingehen können. Bisher war dies schon in den Niederlanden, Belgien, Spanien, Schweden, Norwegen, Island und Portugal der Fall. In Dänemark war die Öffnung der Ehe lange Zeit daran gescheitert, dass es zu viele unterschiedliche Vorschläge, vor allem hinsichtlich der Ermöglichung kirchlicher Trauungen, gegeben hatte.
[1] Anmerkung: Dieser Punkt wird in den Medien unterschiedlich dargestellt. In der Copenhagen Post steht, dass die Paare sich einen anderen Geistlichen suchen müssen, im britischen Telegraph steht, dass der jeweilige Bischof dem Paar einen Geistlichen nennen muss.
Links: http://cphpost.dk/news/national/gay-marriage-legalised
[www.telegraph.co.uk]
[www.bbc.co.uk]
[www.queer.de]
[www.globalpost.com]
[www.foxnews.com]
[www.international.to]
[marriage.about.com]

Missy freute sich sehr über das Zusammentreffen mit Francoise Cactus von Stereo Total. Auf dem Sofa in ihrem Wohnzimmer hängen die weiblichen Idole im Hintergrund, die Francoise selbst auf Leinwand gebannt hat. Fast verschmilzt sie mit der Häkelinterpretation von Nina Hagen! Ach, herrlich legendär, lustig, intelligent, stark und wichtig, diese Francoise. Seht selbst, was sie zusammen mit Brezel in der neuen Single von Stereo Total meint, wenn sie sagt: „Die Frau in der Musik stört immer“.
Missy Magazine interviewt: Francoise Cactus von Stereo Total from Missy Magazine on Vimeo.
Im neuen Stereo Total Video verkörpert Francoise die Mutter ihrer Riot Girl Töchter. Und das sieht dann so aus:
Das Betreuungsgeld bestimmt seit einiger Zeit die familienpolitische Diskussion. Alle haben sich dazu zu Wort gemeldet, alle wurden dazu befragt – bis auf die Väter! Das wollten wir von www.vaeter-zeit.de ändern und haben Väterexperten um ein Statement zum Betreuungsgeld gebeten.
„Väter wollen gefragt und einbezogen werden! Sowohl im familiären Alltag als auch in der familienpolitischen Diskussion.“ Das ist die einhellige Meinung der Väterexperten zum Betreuungsgeld. Ansonsten reicht das Spektrum der Statements von Verständnis für die Zustimmung bis zu eindeutiger Ablehnung.
Eberhard Schäfer vom Väterzentrum Berlin hat täglich mit Vätern zu tun, die sich Gedanken über eine gute Kinderbetreuung machen. „Es wurde die fast übereinstimmende Sichtweise deutlich, dass Kinder unter zwei Jahren am besten in der Familie betreut werden.“ Dr. Matthias Stiehler, Theologe und Pädagoge aus Dresden, fühlt sich bei der Debatte um das Betreuungsgeld in die DDR zurück versetzt. Früher Krippenbetreuung erteilt er eine Absage und fordert eine Auseinandersetzung über das Für und Wider solcher Einrichtungen.
Durch das Betreuungsgeld werden Väter wieder in der Ernährerfalle und Mütter in der Betreuungsfalle gefangen, meint Hans-Georg Nelles, Organisationsberater in Düsseldorf. Auch er sieht als Ausweg eine „hochwertige Kinderbetreuung“. Dass Väter mehr Zeit für Kinder haben wünscht sich Jens Janson, Referent der Männerarbeit der Evangelischen Kirche Deutschlands. Das sieht Dietmar Nikolai Webel, stellvertretender Vorsitzender des Väteraufbruch für Kinder, ähnlich. Er glaubt, „Teilzeitmodelle werden zunehmend an Wichtigkeit gewinnen“, anders seien die Voraussetzungen für die stärkere Beteiligung von Vätern an der Erziehungsarbeit nicht zu schaffen.
Generell stellen die Experten dem väterlichen Engagement ein gutes Zeugnis aus. Und das sei unabhängig von staatlicher Förderung der Familienarbeit: „Noch nie habe ich von einem Vater gehört, dass er sein Engagement in der Erziehung seiner Kinder von 100 € mehr in der Tasche abhängig machen würde“, so Wolfgang Englert, Vorsitzender des Männernetzes Hessen.
Die Statements der Väterexperten zum Betreuungsgeld im Einzelnen:
Die Bar 25 ist ein feucht-fröhliches Beispiel des Berliner DIY-Traums: Eine handvoll Leute haben keinen Bock, in den bestehenden Normen zu leben, pachten eine leer stehende Fläche als ZwischennutzerInnen, bauen sich dort aus dem Baumüll anderer Clubs etwas Eigenes auf und schaffen einen Sehnsuchtsort für tausende Peter Pans in dieser Welt. Bevor sie im September 2010 schließen musste, war die Bar sechs Jahre lang ein großer Spielplatz für die nächtelangen TräumerInnen der Stadt – ein „Land zwischen Wachen und Schlafen“. So beginnen Britta Mischer und Nana Yuriko ihren Dokumentarfilm „Bar25 – Tage außerhalb der Zeit“ mit einem Zitat aus der Kindergeschichte über den Jungen, der nicht erwachsen werden möchte. Die Regisseurinnen zeigen vor allem einen Blick von innen, der mitunter etwas informativer sein könnte, gerade was Themen wie Mediaspree betrifft. Was nicht heißt, dass sie einen Bogen um die Probleme der Bar machen – etwas deren Kommerzialisierung und das Gesetz der Droge: Nach dem Hoch kommt der Absturz. Dazwischen liegen aber eine Wodkarutsche, Schaukeln über der Spree, Schlammschlachten und kiloweise Konfetti.
Rezension: Katrin Gottschalk
„Bar25 – Tage außerhalb der Zeit“ D 2012 Regie: Nana Yuriko Dokumentarfilm 95 Min. Start: 03.05.
Da grundlegendes Weiterdenken lohnt, möchte ich gern noch einmal sehr grundsätzlich darauf hinweisen, dass biologisches Geschlecht gesellschaftlich hergestellt ist. Auch die Theorien über „biologisches Geschlecht“ entstehen in gesellschaftlichen Kontext, die Forschenden schauen schon immer durch ihre erlernte „Geschlechterbrille“. Und interessant ist: Die aktuellen biologischen Theorien weisen auf viele Geschlechter hin und nicht nur auf zwei (weiblich oder männlich).
Ich möchte euch anregen, hiervon ausgehend weiterzudenken! Daher - nochmal einführend - für die die das Wochenende mal eins, zwei Stunden zur inhaltlichen Beschäftigung Zeit haben:
Zur gesellschaftlichen Konstruktion von biologischem Geschlecht - Heinz-Jürgen Voß from Schwulenreferat Gießen on Vimeo.
Und hier lässt sich gut weiterlesen:
Kurz zu Hormonen auf diesem Blog.
Kurz zu Chromosomen und Genen auf diesem Blog. - …und hier dann bitte in dieser pdf-Datei weiterlesen.
Fast zwei Drittel der Eltern minderjähriger Kinder (64,4 %) achten auch bei sich selbst auf gesunde Ernährung. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Apothekenmagazins “Baby und Familie“.
Fast die Hälfte der Väter und Mütter (44,1 %) berichten, sie achteten seit sie Kinder hätten viel bewusster auf ihre Ernährung und würden so insgesamt gesünder essen als früher, ein Fünftel der Eltern (20,3 %) ernährte sich schon vor der Geburt des Nachwuchses gesund. Besonders bei Eltern im Alter zwischen 20 und 29 Jahren kommt wesentlich gesünderes Essen auf den Tisch als vor der Geburt des Nachwuchses (59,3 %).
Quelle
2003 hat der US Supreme Court der Vereinigten Staaten in Lawrence v.
Texas die Strafbarkeit privater einvernehmlicher sexueller Handlungen
unter Erwachsenen als verfassungswidrig erkannt. Darauf stützte sich Jack Keith Cook in seiner Grundrechtsbeschwerde gegen die Verurteilung wegen eines Vorfalls, der sich 2005 in der Sauna eines Fitnessclubs in Idaho abgespielt hatte. C. hatte in der Saunakabine Oralverkehr mit einem Mann mit Down Syndrom, der in den Gerichtsakten als "T.F." bezeichnet wird. Die beiden waren zu dem Zeitpunkt alleine in der Kabine. T.F. rief nach dem Vorfall seinen Bruder an, dieser machte offenbar die Anzeige. Der Sex sei völlig einvernehmlich gewesen, sagt Cook und er habe in einem privaten Rahmen stattgefunden, denn der Zutritt ist nur den Mitgliedern des Clubs gestattet. Bei den Gerichten blitzte er damit ab.
Auch nach Lawrence steht es den Bundesstaaten frei, nicht konsensuale oder in der Öffentlichkeit ausgeführte sexuelle Handlungen zu bestrafen, hielt das Gericht fest. Darüber, ob die Sauna eines Fitnessclubs als öffentlich oder privat im Sinn des Gesetzes anszusehen ist, gibt es keine bindenden Präzedenzentscheidungen, das Berufungsgericht in Idaho habe daher jedenfalls nicht denkunmöglich argumentiert, wenn es davon ausgegangen ist, dass eine solche Sauna öffentlich ist. Mit der Frage der Einvernehmlichkeit musste das Gerichts sich somit nicht mehr beschäftigen.
Laut Wikipedia gibt es in den USA derzeit noch 8 Bundesstaaten, die bestimmte sexuelle Handlungen unter der altertümlichen Bezeichnung "crime against nature" unter Strafe stellen (Idaho, Louisiana, Massachusetts, Michigan, Mississippi, North Carolina, Oklahoma und Virginia). Cook, der laut dem in der Entscheidung des US District Court dargestellten Verfahrensablauf zunächst zu 7 Jahren Haft teilbedingt verurteilt wurde, wobei das Gericht dann festlegte, dass er nur 6 Monate absitzen muss und der Rest auf Bewährung ausgesetzt wird, ist (mit Foto und Wohnadresse) im öffentlich zugänglichen Register der Sexualstraftäter gelistet.
Anmerkung: Das Verfahren vor dem 9th Circuit Court of Appeals war kein Berufungsverfahren, sondern eine Grundrechtsbeschwerde wegen der strafrechtlichen Verurteilung. Das Gericht hatte daher nicht zu beurteilen, ob die Strafgerichte richtig geurteilt hatten, sondern nur, ob sie denkunmöglich argumentiert haben.
Links: [www.ca9.uscourts.gov] (Cook v. Reinke, 9th Circuit Court of Appeals, 11-35465 v. 30.05.2012)
[newyorklawschool.typepad.com]
[id.findacase.com] (Cook v. Reinke, US Disctrict Court for the District of Idaho, 16.05.2011. Hier wird der Sachverhalt relativ genau dargestellt.)
[www.gpo.gov] (detto, im pdf Format)
[www.ca9.uscourts.gov] (Audio von der mündlichen Verhandlung, davor eine Diskussion mit dem Anwalt von Cook.)
[webservices.lexisnexis.com] (State of Idaho v. Cook, Court of Appeals Idaho, 20.05.2008, Docket No. 33775, 2008, Opinion No. 41)
http://www.legislature.idaho.gov/idstat/Title18/T18CH66SECT18-6605.htm ("crime against nature", Mindeststrafe 5 Jahre)
[legislature.idaho.gov] (Vergewaltigung im Strafgesetzbuch von Idaho)
[legislature.idaho.gov] (die übrigen Sexualdelikte im Strafgesetzbuch von Idaho)
[legislature.idaho.gov] (Strafgesetzbuch von Idaho)
[www.isp.idaho.gov] (Register der Sexualstraftäter)
[en.wikipedia.org]
[en.wikipedia.org]
Gestern hat Dänemark die gleichgeschlechtliche Ehe ermöglicht, berichteten Konnys Lesbenseiten. Nachdem es bereits vor 23 Jahren Vorreiter bei der Einführung der eingetragenen Lebenspartnerschaften war, haben homosexuelle Paare nun die gleichen Rechte und Pflichte wie heterosexuelle. Ihre Lebenspartnerschaften werden automatisch zu Ehen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es weiterhin eingetragene Lebenspartnerschaften für Lesben und Schwule – in der Schweiz und Deutschland sind gleichgeschlechtliche Ehen aber möglich, wenn in einer bestehenden Ehe ein Mensch seinen Geschlechtseintrag ändern lässt.