33607 Artikel (32712 ungelesen) in 81 Feeds
Gender
(32712 ungelesen)
(9 ungelesen)
Den Einfluss der Erziehung und Erfahrung auf das räumliche Denken untersuchte (und untersucht weiterhin) eine californische Forschungsgruppe - die Ergebnisse wurden bei Pnas.org veröffentlicht (vgl. Link unten). Dazu befragten sie Menschen aus zwei nordostindischen Orten, in denen die Geschlechterverhältnisse je unterschiedlich gestaltet sind. In einem Beitrag bei Die.Standard heißt es unter anderem:
„Die ungewöhnliche Rollenverteilung hat weitreichende Folgen. Khasi-Mädchen gehen genau so lange zur Schule wie die Buben dieses Volkes, was in Indien unüblich ist. Bei den Karbi dagegen muss der weibliche Nachwuchs die Schulausbildung typischerweise zwischen drei und vier Jahren früher abbrechen. […] Für jedes zusätzlich absolvierte Schuljahr waren die VersuchsteilnehmerInnen durchschnittlich 3,4 Prozent schneller.“
Links:
Der volle Beitrag bei DieStandard.
Die Studie bei Pnas.org.
Zum Thema - Aufsatz „Wie kommt das Geschlecht ins Gehirn?“.
Heavy Metal gilt allgemein als eine von Männern dominierte Musikrichtung. Seien das die Hörerschaft oder die Künstler. Dementsprechend gilt auch die Musik als überaus männlich. Rauh, laut und oftmals als unmelodisch wahrgenommen, verkörpert Heavy Metal einen Gegenpol zum gefälligeren Pop und Metalheads gelten oft immer noch als Aussenseiter. Beim Auftreten der Angehörigen dieser Kultur kann man sich jedoch durchaus fragen, was denn an langen Haaren, schwarzer Schminke und Lederkleidung so überaus männlich ist. Tatsächlich kann man in vielen Aspekten des Heavy Metal homoerotische Elemente finden. Was nun ja gar nicht in das klassische Bild des biertrinkenden, langhaarigen Metalheads passt, gelten sie doch eher als homophob.
Wenn man sich mit Homosexualität und Heavy Metal befasst, kommt man fast nicht um den Namen Rob Halford herum. Dies ist der Frontmann der Urgesteine des Heavy Metal „Judas Priest“ und hat sich 1998 als erster Metalmusiker geoutet und zu seiner Homosexualität bekannt. Für viele ist er darum mitverantwortlich, dass sich die Heavy-Metal-Szene toleranter gegenüber Homosexualität zeigt. Er ist jedoch nicht nur deshalb eine Schlüsselfigur, sondern auch, da er den immer noch typischen Look von Heavy Metal geprägt hat: In den 1980er Jahren begannen er und seine Band Lederkleidung, Ketten und Nieten zu tragen. Was vielen jedoch nicht bewusst war: Halford liess sich von der New Yorker Schwulen- und BDSM-Szene zu diesem Look inspirieren. Interessanter Weise stiess dieser Stil jedoch auf grosse Begeisterung beim Publikum, wurde zahlreich reproduziert und von anderen Musikgrössen übernommen. Enge Lederhosen gehören seither zum Standard.
Auch kann man das Auftreten der MusikerInnen und das Transportieren einer übertriebenen Männlichkeit als homoerotisch sehen. So gibt es Bands wie Manowar, die nur knapp bekleidet oder mit freiem Oberkörper auf der Bühne stehen und ihre mehr oder weniger gut gebauten Körper präsentieren und gezielt einen „männlichen“, starken Auftitt hinlegen oder mit einem Motorrad auf die Bühne fahren.
Insbesondere springt einem jedoch das zentrale Instrument einer jeden Heavy Metal Band ins Auge: Die Gitarre. Diese kann als phallisches Symbol betrachtet werden. Dies zeigt sich insbesondere in der Haltung, wie viele Gitarristen ihr Instrument behandeln. Der Hals der Gitarre wird während des Spielens häufig vom Körper weggehalten, während der Körper der Gitarre im Schritt des Gitarristen bleibt. Das Bild eines erigierten Gliedes entsteht. Auch aus musikalischer Sicht können die Gitarren-Soli als sexuell konotiert angesehen werden: Sie bauen sich oft zu einen immer wilder werdenden ekstatischen Zustand auf, um dann in einem Höhepunkt, analog zum Orgasmus zu enden.
Als Halford sein Coming Out gab, stand die Metalgemeinde hinter ihm und wendete sich nicht von ihm ab. Dies lässt sich vielleicht auch dadurch erklären, dass sich in diesen Kreisen immer noch eine grosse Zahl an Aussenseitern herumtreiben, welche sich nicht für private Angelegenheiten wie sexuelle Ausrichtung oder Religion interessieren. Natürlich gibt es auch Ausnahmen und Kreise, in denen weniger Toleranz herrscht. Im Grossen und Ganzen scheint dies jedoch kein Problem zu sein. Die Musik steht im Vordergrund.
Neben Rob Halford gibt es inzwischen auch einige andere Künstler und Künstlerinnen, welche sich zu ihrer Homosexualität geäussert haben. So wurde zum Beispiel der ehemalige Sänger der Black Metal Band “Gorgoroth”, Gaahl, 2010 in Norwegen als „Homosexual of the Year“ gewählt. In einem Interview habe er darauf hin gesagt: „I don’t need an award to be myself. But if this can help other people in the same scene as me, it’s a positive thing.“
Auch die Sängerin Otep Shamaya der Band “Otep” steht offen zu ihrer Homosexualität.
AutorIn: Leza
Ob Zeitschriftenregal oder Fernsehprogramm, allerorten wird frau gerade wieder an „den Sommer“ erinnert. Also all das, was Frauen nun zu erledigen und ihre Weiblichkeit zu konstruieren haben. Ein paar Kilos verlieren, Füße pflegen, Cellutites bekämpfen – und die Körperbehaarung entfernen. Beine, Achseln und Intimbereich, manchmal sogar die Arme. Alles was unterhalb des Kopfes nicht flauschig ist, muss weg!
Doch muss das wirklich? Und was passiert, wenn frau es lässt? Emer vom Vagenda Mag hat den Selbsttest gemacht und rasiert sich seit einem Jahr nicht mehr (mehr auf Deutsch bei diestandard.at). Sie beschreibt eindrücklich, wie sehr sich der Druck zur Haarentfernung eingebrannt hat, wie schwer es ist, ihre behaarten Körperteile wirklich öffentlich zu zeigen – obwohl die meisten Reaktionen positiv waren.
Fast den gleichen feministischen Selbstversuch habe ich letztes Jahr auch gestartet und seitdem meine Beine nicht mehr rasiert. Allerdings mit etwas anderen Ausgangsbedingungen, denn in meiner Familie war weibliche Körperbehaarung kein Thema. Bei meinen ersten Versuchen fragte man sich verwundert, warum ich das denn mache. Andere Freundinnen wurden dagegen von ihren Eltern angehalten, sich zu rasieren, bis hin zur Bikinizone (der alten, die nur umfasste, was aus dem Bikini rausguckt). Am Ende hat sich dann die Vorgabe zur enthaarten Frau in unseren Köpfen durchgesetzt. Insgesamt habe ich noch nicht einmal die Hälfte meines Lebens irgendwas enthaart, doch dagegen anzugehen, hat sich als erstaunlich schwer erwiesen.
Dass der letzte Sommer recht kühl und verregnet war, hat es mir bisher leicht gemacht, Beine und Achseln zu verstecken. Die wenigen Male in Shorts habe ich immerhin keine Kommentare bekommen. So hoffe ich einerseits für diesen Sommer auf mehr Sonne, andererseits frage ich mich, welche Reaktionen ich dann zu erwarten habe. Neulich ertappte ich mich bei dem Gedanken, jetzt immer die Fußnägel zu lackieren. Quasi als Ausgleichshandlung, die beweist, dass ich mich durchaus um mein Äußeres kümmere und weiblichen Konventionen entspreche. Bewußt wurde mir dabei wieder einmal, wie zeit- und geldaufwändig eigentlich Weiblichkeit ist. Rasierer, Rasierschaum, Creme… Und das alles, ohne zwangsläufig gut für den Körper zu sein. Im Gegenteil: Zumindest meine Beine sind weniger trocken, weniger gereizt und eingewachsene Haare gibt es auch keine mehr.
Nach einem Jahr halte ich nun fest, dass der größte Feind in meinem Kopf sitzt. Allerdings erhält er jeden Tag massive Unterstützung aus all den Zeitschriften, Webseiten und Fernsehsendungen, die mir nur haarlose Frauen zeigen und die besten Wege, genau so auszusehen.
Anja Heyde ist sich sicher: Neue Väter braucht das Land. Sie macht sich auf Spurensuche in der Republik und führt Gespräche zu dieser neuen Elterngeneration.

Der Männerkongress 2012 will die in den Wissenschaften bislang vernachlässigten Folgen von Trennung und Scheidung für Männer und Kinder – insbesondere aus Sicht der betroffenen Väter und Jungen – in den Vordergrund rücken. Beziehungen sind für alle Menschen von grundlegender Bedeutung.
Der Qualität des Miteinanders von Männern und Frauen wie auch von Eltern und ihren Kindern kommt eine herausragende Bedeutung zu. Sie beeinflusst persönliche Gesundheit und Lebensqualität sowie auch das gesellschaftliche Klima. Trennungen und Abschiede sind einerseits unvermeidliche biografische Wendepunkte, sie können insofern auch notwendige Reifungsschritte markieren.
Werden Beziehungen jedoch unter konflikthaften oder sogar traumatischen Bedingungen getrennt, führt das für alle Beteiligten häufig zu leidvollen Erschütterungen ihres Lebensgefüges. Die Folgen können schwerwiegend und langfristig sein, besonders wenn keine präventiven oder andere professionellen Hilfen zur Verfügung stehen. Einfache oder gar einseitige Täter-Opfer-Zuschreibungen verstellen dabei den Blick auf die komplexen emotionalen und gesellschaftlichen Problemlagen, mit denen auch Väter und Jungen umgehen müssen.
Der zweite Männerkongress 2012 an der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf bringt Wissenschaftler und Fachreferenten zusammen, die das Thema der Elterntrennung mit seinen vielfältigen Facetten und Folgen auch für die betroffenen Kinder aus historischer, psychoanalytischer, soziologischer, medizinischer und juristischer Sicht darstellen werden.
Informationen zum Programm des Kongresses, der am 21. Und 22. September stattfindet sowie eine Anmeldemöglichkeit gibt es hier.
>>>
"Aufarbeitung tut not!" - Proteste 9.-12.5.
>>> 10vor10-Clip
>>>
Offener Brief UZH
Fettes Dankeschön an alle, die kamen!



>>>
"Die Amputation der Clitoris ist sicher gerechtfertigt" - Kinderspital Zürich
1957
>>>
"Aufarbeitung tut not!" -
Hintergrundinfos
>>>
Offener Brief UZH + Kispi ZH
>>> Video: "Kampf
für die Rechte von Zwittern: Streit um Genital-Operationen an
Kindern"
>>> Open Letter to
"ESPU 2012", 11.05.12 (PDF)