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Gender
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Zu diesem Anlass hat die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf; Snežana Sever, mit mehreren Kooperationspartnerinnen eine besondere Veranstaltung im KulturGut Marzahn (15-18 Uhr) vorbereitet:
Zusammen mit dem Bezirksbürgermeister Stefan Komoß wird sie eine Straßenkarte präsentieren, auf der alle Straßen, Plätze und Wege mit Frauennamen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf gekennzeichnet und somit im Gedächtnis sind. Nachdenkliches, Erbauendes und Notwendiges zu Aktionen, die sich für Frauennamen bei den Straßennamen einsetzen, wird Sabine Krusen (Brunnhilde e.V.) berichten. Danach wird die bekannte Schriftstellerin Elfriede Brüning aus ihrem Werk lesen. Ihre und andere Publikationen können vom Büchertisch erworben werden.
Ein Nachmittag als Genuss für die Sinne: Lesung, Musik, Gaumenfreuden.
Alle Interessierten sind am 11. Mai (Fr) herzlich eingeladen.
Ort: KulturGut Marzahn, Alt Marzahn 23, 12685 Berlin
Infos bei: [email protected]; Tel.: 030/ 90 293-2050
Unsere neue Studie “Occupational Sex Segregation and Management-Level Wages in Germany : What Role Does Firm Size Play?” DIW Discussion Papers No. 1206 von Anne Busch und Elke Holst, 2012, wurde gerade veröffentlicht.
Anhand ökonometrischer Modelle haben wir auf Basis der SOEP-Daten den Verdienst beeinflussende Merkmale untersucht.
Ein Ergebnis ist, dass vollzeitbeschäftigte Angestellte in der Privatwirtschaft, die keine Führungsposition einnehmen, einen geringeren Verdienst erzielen, je höher der Frauenanteil in einem Beruf ist. In Führungspositionen tritt dieser Effekt jedoch nur bei größeren Unternehmen auf. “Offenbar profitieren in Führungspositionen vor allem Männerberufe und nicht die (wenigen) Frauenberufe von den besseren Verdienstchancen in größeren Unternehmen”, sagen die beiden Autorinnen, Anne Busch und Elke Holst.
Eine aktuelle Studie der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (erarbeitet von Melanie Bittner, im Auftrag der Max-Traeger-Stiftung) kommt zu einem äußerst ernüchternden Ergebnis zu den Betrachtungen von Geschlecht und Sexualität in deutschsprachigen Schulbüchern. Von den französischen Fortschritten ist man weit entfernt. Es ist kein Wunder, dass Homophobie, Transphobie und die Mythen „männliche Aktivität“ vs. „weibliche Passivität“ so weit verbreitet sind, wenn weiterhin ausschließlich das Eindringen des erigierten Penis in die Vagina als Sex beschrieben wird. Mädchen und Frauen werden speziell in den Biologie-Lehrbüchern als passive Beigabe erklärt, in die der Penis des Jungen bzw. Mannes einzudringen hat. Zu den Biologie-Lehrbüchern erarbeitet die Studie:
„Auch die üblichen Definitionen von Geschlechtsverkehr verdeutlichen Heteronormativität in Biologiebüchern [- dort heißt es unter anderem]: „Beim Geschlechtsverkehr wird das Glied durch Aufnahme von Blut in die Schwellkörper versteift und dann in die Scheide einer Frau eingeführt.“ „Geschlechtsverkehr: Sex, Liebe machen. Der steife Penis gleitet in die Scheide. Beim Geschlechtsverkehr gelangen Spermien des Mannes in die Scheide der Frau.“ „Beim Geschlechtsverkehr gleitet der Penis in die Scheide.“ Diese Definitionen sind nicht nur heteronormativ, sie schreiben außerdem Männern beim Geschlechtsverkehr grundsätzlich eine aktive Rolle zu und Frauen eine passive Rolle. Zum Teil wird die Vagina bzw. weibliche Erregung geradezu funktionalisiert, so dass sie nur der Penetration durch einen Penis zu dienen scheint. […Folgerung:] Wieder ist der Kritikpunkt nicht, dass diese Form von Sexualität erklärt wird, sondern dass sie als einzige Form von Sexualität dargestellt wird. Nur die vaginale Penetration durch einen Penis wird als Geschlechtsverkehr definiert, ist „richtiger“ Sex, was die Vielfalt heterosexueller, homosexueller und bisexueller Praktiken normativ einengt. Die Analyse zur Konstruktion von Heteronormativität und der Darstellung von Homo- und Bisexualität in 12 aktuellen Biologiebüchern legt einen dringenden Bedarf offen, Lösungsansätze zu finden, wie Sexualität altersgerecht thematisiert werden kann, ohne Heterosexualität zur Norm zu erklären.“
Das war nur ein kurzer Ausblick auf die Biologie-Bücher. Die Studie ist umfassend und ist als Volltext hier online verfügbar.
“Der packendste «schwule» Roman seit langem ist von einer Frau und kommt aus der Türkei” - mit einem sehr interessanten Blick auf die schwule deutsche Rezeption ist eine Besprechung des Buches “Ali und Ramazan” (von Perihan Mağden; dt. Übersetzung bei Suhrkamp) erschienen. Salih Alexander Wolter gibt nicht nur einen guten Überblick über das (wunderbare) Buch, sondern auch, wie es von schwulen deutschen Blogs und Zeitschriften angenommen und verarbeitet wurde.
Die Besprechung findet sich hier:
[salihalexanderwolter.blogsport.de]
Vortrag mit Diskussion
Rassismus und Alltagsrassismus
von Dr. Eske Wollrad, Theologin, Expertin für Critical Whiteness Studies, ein.
Termin: Freitag, 11. Mai, 12.15-13.45Uhr
Ort: Humboldt-Universität zu Berlin, Theologische Fakultät, Burgstrasse 26, Raum 013
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Am 11.05.2012 findet anlässlich des Internationalen Frauenarchivtages eine Veranstaltung im KulturGut Marzahn statt.
Die Veranstaltung wurde von der bezirklichen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten initiiert und wird in Kooperation mit folgenden UnterstützerInnen realisiert: Marion Winkelmann, Leiterin des KulturGut`s Marzahn (Agrarbörse e.V.). Frau Winkelmann ist Mitglied im Frauenbeirat Marzahn-Hellersdorf. Katja Buch, Leiterin im Kiezhaus Marzahn Plattenverbund e.V.), Frau Buch ist zugleich eine der beiden Sprecherinnen des Frauen-beirates Marzahn-Hellersdorf sowie Mira Renka, Leiterin in der Beratungsstelle und dem Treffpunkt für Frauen bei der Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Südost e.V.
Einladungskarte zum Frauenarchivtag 11. Mai 2012
Informationen und Pressekontakt: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin,
Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte,
E-Mail: [email protected]
Tel.: 030/ 90 293-2050;
Fax: 030/ 90293 20-55
Heute erscheint offiziell der erste Newsletter des „Sexualwissenschaftlichen Interdisziplinären Nachwuchses“ („SINa“) der Gesellschaft für Sexualwissenschaft in Leipzig.
Wir würden uns darüber freuen, wenn dieser Newsletter - und damit auch SINa - durch Weiterverbreitung einem größeren Empfängerkreis bekannt gemacht wird.
Seit November 2010 treffen sich in regelmäßigen Abständen ca. acht junge Berufstätige und Studierende aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen (Soziale Arbeit, Heilpädagogik, Psychologie, Medizin und Angewandte Sexualwissenschaft) mit dem Wunsch nach Vernetzung, regem Austausch zu sexualwissenschaftlichen Inhalten und zur Diskussion aktueller Forschungsinhalte.
Für Feedback und Kontaktaufnahme sind wir auch unter der folgenden E-Mail-Adresse erreichbar: [email protected]
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Neue Berufschancen -Neue Qualifizierung!
*Social Justice und Diversity — eine neue berufsbegleitende Weiterbildung *
Mit der Weiterbildung “Social Justice und Diversity” bietet die FH Potsdam ein in der Bundesrepublik recht neues Antidiskriminierungstraining an unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Gudrun Perko, FH Potsdam, und Leah Carola Czollek, Institut Social Justice und Diversity.
Die Weiterbildung richtet sich an Interessentinnen und Interessenten, die ein diskriminierungsfreies und damit repektvolles und anerkennendes Handeln in Institutionen, Unternehmen und sozialen Gruppen fördern wollen.
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Die Teilnehmenden dieser Weiterbildung lernen, verschiedene Strukturen von Ungleichheiten und Diskriminierungen auf struktureller, individueller und kultureller Ebene kritisch zu analysieren und deren Konsequenzen für das Zusammenleben von Menschen zu verstehen. Dies schließt ein, eigene Verwobenheiten zu begreifen und sich mit Stereotypen auseinanderzusetzen. Vor allem wird es um die Frage gehen, wie das erworbene Wissen in die berufliche Praxis übertragen werden kann, d.h. wie eigene Handlungsspielräume gegen Diskriminierungen im Alltag ausgelotet und zielgerichtet genutzt werden können. Eine eigens für dieses Training entwickelte Methode ermöglicht es den Teilnehmenden, ihre eigenen Erfahrungen einzubringen und im Dialog zu reflektieren. Dabei werden die Verschränkungen von u. a. Altersdiskriminierung, Behindertenfeindlichkeit, Gender, Rassismus,Klassismus, Ost-West, Religion vertiefend behandeln. Die Weiterbildung ermöglicht, selbst Trainings durchzuführen und zugleich Elemente des Trainingsansatzes in verschiedenen Berufsfeldern anzuwenden.
Die Weiterbildung ist in Brandenburg und Berlin nach den Bildungsurlaubsgesetzen anerkannt. Der Teilnahmebeitrag kann durch Bildungsscheck oder Bildungsprämie gefördert werden.
Ausführliche Informationen: Christa Heinrich, Zentrale Einrichtung Weiterbildung der FH Potsdam, T. 0331,580 24 30, E-Mail: [email protected] , [www.fh-potsdam.de]
Inhaltliche Fragen: Leah Carola Czollek
Anmeldung: Anna Scheller
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Hier finden Sie weitere Informationen zu der oben genannten Stellenausschreibung.
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Der Europäische Forschungsrat (ERC) Chancen für Wissenschaftlerinnen
Zum zweiten Mal bietet am 21. Juni 2012 die Kontaktstelle FiF in Zusammenarbeit mit der Nationalen Kontaktstelle ERC in Bonn eine Veranstaltung für Wissenschaftlerinnen zum Europäischen Forschungsrat (ERC) an. Diesmal geht es ausschließlich um die Starting Grants. Zielgruppe sind Wissenschaftlerinnen aller Fachrichtungen, die über einen Antrag nachdenken oder diesen schon vorbereiten. Die nächsten Aufrufe für ERC Starting Grants im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (7. FRP) werden diesem Sommer veröffentlicht. Antragsberechtigt sind Forschende, deren Promotion zwei bis zwölf Jahren zurück liegt.
Die Tagesveranstaltung bietet den Teilnehmerinnen die seltene Gelegenheit, im direkten Kontakt von der Erfahrung weiblicher Grantees und Gutachterinnen zu profitieren. Neben praktischen Erfahrungsberichten werden die Expertinnen in Kleingruppengesprächen ihr Know-how weitergeben und Fragen beantworten. Eröffnet wird die Veranstaltung mit grundlegenden Informationen zum ERC. Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) wurde mit dem 7. FRP im Spezifischen Programm Ideen eingerichtet. Er bietet exzellenten Forscherinnen und Forschern attraktive Förderung für herausragende Projekte bei völliger Themenfreiheit. Die Starting Grants eröffnen Nachwuchswissenschaftlerinnen und wissenschaftlern den Weg in die Unabhängigkeit: Sie können mit einem Budget von bis zu 2 Millionen Euro eine eigene Forschungsgruppe aufbauen oder konsolidieren. Die Laufzeit eines Projekts kann bis zu fünf Jahre betragen. Grantees haben die freie Wahl der Einrichtung in Europa. Nach wie vor ist der Anteil an Wissenschaftlerinnen beim ERC niedrig: Zuletzt waren nur rund 21 % der geförderten Principal Investigators (Starting Grantees) weiblich.
Die Veranstaltung findet in den Räumen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Bonn statt. Es wird keine Teilnahmegebühr erhoben; die Teilnehmerinnenzahl ist jedoch begrenzt. Die Agenda finden Sie im Anhang und unter [www.eubuero.de] Die Anmeldung ist bis 13. Juni 2012 oder bis zur Ausbuchung über den Veranstaltungskalender des EU-Büros des BMBF < [www.eubuero.de] möglich. Bitte leiten Sie diese Ankündigung auch an potentielle ERC-Starting Grant-Bewerberinnen weiter.
Kontaktstelle Frauen in die EU-Forschung
Nadine Heller-Genath
Tel.: 0228 3821-1635
[email protected]
[www.eubuero.de]
Herausgeber:
EU-Büro des BMBF, PT-DLR
Heinrich-Konen-Str. 1
53227 Bonn
Telefon: 0228 3821-1630
Telefax: 0228 3821-1649
E-Mail: [email protected]
[www.eubuero.de]
Im Auftrag des Bundesministeriums
für Bildung und Forschung
Anlässlich der gestrigen Sachverständigen-Anhörung zum Elterngeld im Familienausschuss des Bundestages erklärte Katja Dörner, Sprecherin der Grünen für Kinder- und Familienpolitik unter anderem:
Das Elterngeld ist ein Erfolgsmodell für Familien und die Gleichberechtigung. Fünf Jahre nach seiner Einführung bedarf es jedoch einer sinnvollen Weiterentwicklung. Auch die Experteninnen und Experten, wie Prof. Katharina Spieß vom DIW in Berlin, forderten übereinstimmend die Weiterentwicklung der Partnermonate und die Einführung eines Teilelterngeldes, das für beide Eltern gleichzeitig Sorgearbeit und Teilzeittätigkeit ohne finanzielle Nachteile ermöglicht.
Dass Familienministerin Schröder die Koalitions-Pläne zur Ausweitung der Partnermonate und des Teilelterngeldes komplett begraben hat, sei nicht nachvollziehbar. Es istfür Dörner inakzeptabel, dass für unsinnige Leistungen, wie das Betreuungsgeld Milliarden zur Verfügung gestellt werden, während wichtige familienpolitische Maßnahmen wegen Finanzierungsvorbehalt begraben werden.
Quelle
Promovierendentage zur deutsch-deutschen Zeitgeschichte
Die professionelle Erarbeitung von wissenschaftlichen Postern ist Gegenstand der 8. Promovierendentage zur deutsch-deutschen Zeitgeschichte vom 26. bis 29. Juli in Wittenberg.
Veranstaltet vom: Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Universität Halle-Wittenberg und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Ort: Stiftung Leucorea, Collegienstraße 62, 06886 Wittenberg
Gegenstand des Methodenworkshops, der in die Veranstaltung integriert ist, wird die Herstellung eines professionellen zeithistorischen Posters sein. Den thematischen Rahmen bilden Vorträge und Diskussionen zur Perspektivität von Geschichte im Spannungsfeld zwischen europäischer, nationaler und lokaler Geschichtsschreibung.
Die Promovierendentage richten sich an Doktorandinnen und Doktoranden, die eine Dissertation zur deutschen Zeitgeschichte nach 1945 schreiben oder eine solche Arbeit derzeit vorbereiten. Besonders willkommen sind Promovierende, die sich mit Fragen der Teilungs- sowie der DDR-Geschichte beschäftigen, aber auch solche mit Themen zur westdeutschen Nachkriegsgeschichte.
Ansprechpartner: Henning Schulze, [email protected]
03491-876 20 90
Bewerbungen sind bis zum 27. Mai möglich:
Ausschreibung / www.promovierendentage.de
Inzwischen hat ein Sprecher des Schauspielers reagiert und die Klage als völlig haltlos bezeichnet. Die in der Klage vorgebrachten Sachverhalte seien völlig frei erfunden und hätten nie stattgefunden. Eine Gegenklage gegen den Kläger und dessen Anwalt Okorie Okorocha aus Pasadena, wegen böswilliger Klagsführung, wird erwogen. Der Kläger, der einen Antrag stellte, anonym bleiben zu dürfen, da er ansonsten schwere berufliche Konsequenzen befürchtet, fordert 2 Millionen Dollar.
Links: http://www.reuters.com/article/2012/05/08/us-johntravolta-sexualassault-idUSBRE84700920120508
http://www.courthousenews.com/2012/05/07/46301.htm
http://www.bbc.co.uk/news/entertainment-arts-17987857
http://www.thesmokinggun.com/documents/john-travolta-massage-lawsuit-543687 TSG hat Teile der Klagsschrift
http://www.mirror.co.uk/3am/celebrity-news/john-travolta-to-sue-over-masseurs-823529
http://www.thedailybeast.com/articles/2012/05/07/13-naughtiest-bits-from-the-masseur-lawsuit-against-john-travolta0.html
[www.californialaboremploymentlawyer.com]
Die Letzten aktuellen Infos zu der Demonstration, Demo- und Rechtshilfetipps sowie zur gemeinsamen Busanreise aus Marburg erhaltet ihr am Freitag, den 01.06. Weitere Infos zu der Demonstration: gegenburschentage |
Rettet den Dienstag! Den kompletten Stream zum neuen Gossip-Album “A Joyful Noise” gibt es jetzt auf tape.tv zu hören, und zwar hier. Alle Zeichen stehen auf Pop-Mucke, nicht zuletzt durch die Kollabo mit Produzent Brian Higgins aka Xenomani, der ja unter anderem auch bekannter Zulieferer für die Sugababes und Kylie Minogue war. Ob´s Euch gefällt findet Ihr am besten selbst raus, und wir holen auf die alten Zeiten nochmal einen Klassiker aus der Schatztruhe. Viel Spaß!
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Fachtagung in Graz: Vor 30 Jahren hat Österreich die "Magna Charta der Frauenrechte" ratifiziert
Im gedruckten Programm wurde es leider nicht ganz klar, aber hier handelte es sich bei der re:publica 12 nicht um einen Vortrag, sondern einen Workshop für Erfahrungsaustausch. Nach anfänglichem Zögern, sich auch selbst zu beteiligen, brachten sich schließlich viele Teilnehmer_innen ein. Es ging um die Frage, wie mensch Aktivismus möglichst sicher und barrierefrei für sich und andere gestalten kann. Eine Frage, die auch hier nicht abschließend beantwortet werden konnte – was aber auch nicht das Ziel war. Aber was eigentlich ist ein safe space?

CC BY-SA 2.0 Rerun van Pelt
A place where anyone can relax and be fully self-expressed, without fear of being made to feel uncomfortable, unwelcome, or unsafe on account of biological sex, race/ethnicity, sexual orientation, gender identity or expression, cultural background, age, or physical or mental ability; a place where the rules guard each person’s self-respect and dignity and strongly encourage everyone to respect others. —Advocates for Youth
Ein Platz, wo alle sich entspannen und sie selbst sein können, ohne Angst, sich unkomfortabel, unwillkommen oder bedroht zu fühlen, aufgrund ihres biologischen Geschlechts, race/Ethnizität, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität, kulturellem Hintergrund, Alters oder physischer oder geistigen Fähigkeiten; ein Platz wo die die Regeln den Selbstrespekt und Würde einer jeden Person schützen und alle ermuten, sich gegenseitig zu respektieren.
Warum sollte man seine aktivistische Gruppe zu einem sicheren und barrierefreien Ort machen? Je mehr Leute mitmachen, umso mehr Ideen gibt, umso mehr kann geschafft werden, umso mehr kann geändert werden. Natürlich: Sich aktiv dafür zu bemühen, bedeutet auch wieder Arbeit. Doch wenn man nicht einmal bei sich selbst anfangen kann, wie kann man dann die Welt ändern? (Wie ich im Workshop anmerkte, werde ich niemanden zwingen, seine Gruppe so zu gestalten. Aber wer Frauen nur zum Anschauen dabei haben will oder Lesben aufgrund ihrer sexuellen Orientierung ausschließt, darf sich nicht beschweren, wenn Frauen diese Gruppe nicht unterstützen oder sie sich Homophobie-Vorwürfen ausgesetzt sieht.)
Klar, wer keine Glaskugel hat, kann leider nicht alle Probleme voraussehen, die andere Aktivist_innen haben – oder die sie davon abhalten, sich zu engagieren. Umso wichtiger ist es aber, jederzeit ein offenes Ohr zu haben. Zum einen für Vorschläge, zum anderen für Beschwerden. Am besten ist es dabei, klar zu kommunizieren, wo dies geschehen kann und was danach passiert. Die erste Regel: Ernst nehmen. Ob schwerer Übergriff oder „kleines“ Problem, wer dies anbringt, verdient Respekt und darf nicht als das Problem an sich behandelt werden.
By @autofocus
Einer der grundlegenden Punkte beim Bemühen, einen Ort zu schaffen, an dem sich mit Menschen mit verschiedenen Hintergründen willkommen fühlen, ist Sprache. Wie spreche ich potentielle Aktivist_innen an? Wie sprechen wir untereinander? Und wie beschreiben wir uns nach außen? Der bereits erwähnte Satz „Wikipedia ist kein Mädchenpensionat“ zeigt als Negativbeispiel, dass sich Mädchen hier nicht blicken lassen müssen – egal wieviel Wissen, Zeit oder Engagement sie mitbringen. Gruppen, die „schwul“ oder „behindert“ als Schimpfwörter verwenden, zeigen ebenfalls deutlich, wem hier weniger Wert zugemessen wird.Ebenfalls schnell einleuchtende Punkte sind der Ort eines Treffens, möglichst barrierefrei und ohne rassistische Deko, die Zeit und damit immer wieder Kinderbetreuung. Dabei stellen sich diese Fragen sowohl im Offline, wie auch im Onlineleben. Skype oder Chats können Menschen überfordern, andererseits bieten sie bei guter Internetverbindung eine Alternative zu womöglich langen Anfahrtswegen. Eine Patentlösung gibt es hier leider nicht, sondern muss stets neu gefunden werden. Wie das aussehen kann, darum ging es anschließend.
In der Diskussion fanden sich noch weitere Techniken und Fragen. So hat es sich z.B. auf einer Mailingliste bewährt, klare Moderationsregeln einzuführen und nach einer Ermahnung Konsequenzen zu ziehen. Weiter zeigte es sich mehrfach, dass es vielen schon helfen würde, einmal Rückendeckung zu bekommen und sich nicht alleine zu fühlen. Wer hitzige Debatten vermeiden möchte, so ein Rat, kann Nachfragen oder die Klärung eines Zwischenfalls auch an eine_n Mitaktivst_in abgeben, der oder die gerade einen ruhigen Kopf hat.
Eine Technik, die eigentlich zur Seminargestaltung dient, ist der Themenspeicher. Er ermöglicht es normalerweise, ablenkende Themen zu erfassen und abzuarbeiten, nachdem das eigentliche Seminarthema behandelt wurde. Er könnte aber genauso gut verwendet werden, um z.B. die Teilnahmehürden zu einer Gruppe zu erfassen. Doch nicht für alles gibt es bisher eine elegante Lösung. So ist das Terminabsprachetool Doodle nicht barrierefrei, Blinde können es nicht nutzen. In einer Gruppe gibt die blinde Person die Termine vor, in einer anderen steht ihr dafür ein_e Helfer_in zur Seite.
Wie barrierefrei eine Webseite ist, lässt sich z.B. mit WAVE überprüfen. Eine Teilnehmerin merkte jedoch an, dass die Erklärung eines Bildes durch Alternativtexte auch störend sein kann – wenn diese etwa dauernd den Text unterbrechen und keinen Mehrwert zum Text liefern. Schließlich kam noch eine ganz andere Hürde auf. Auch in Deutschland möchte nicht jede_r unter seinem richtigen Namen (in Internetdebatten gerne auch: Klarnamen) bloggen – etwa aus Angst vor Gewaltandrohungen oder vor beruflichen Konsequenzen. Leider hat nicht jede_r so eine verständnisvolle Chefin wie Kristina Schröder. Eine Anlaufstelle, sich über die technischen Möglichkeiten zu informieren, ist da das Tactical Technology Collective.
Doch kann es überhaupt einen wirklich sicheren Ort geben? Auch diese Frage wurde diskutiert und ein anderer Begriff eingebracht: Caring Space. Ein mitfühlender und vorsorglicher Ort, nicht so absolut wie ein safe space – aber dafür den Prozess beschreibend, der dort vollzogen wird. In diesem Sinne: Mehr über safe spaces lernen und mehr darauf hin wirken.
Linktipps
Frauen*räume und die Diskussion um Trans*offenheit (PDF)
auf englisch:
Ausführliche Anleitungen und Erklärungen zu safe spaces
Eintrag im GeekFeminism Wiki
Safe Space Kit (PDF)
When is a safe space a safe space?
Weitere Links gerne in die Kommentare, einen Videomitschnitt vom Einführungsvortrag wird demnächst hochgeladen.
Obwohl sich in den letzten Wochen mehr und mehr prominente Persönlichkeiten bis hin zu Präsident Obama und dem früheren Präsidenten Bill Clinton gegen den Verfassungszusatz ausgesprochen haben, wird befürchtet, dass er bei der heutigen Volksabstimmung eine knappe Mehrheit bekommt.
[Update/Ergänzung] Politische Beobachter_innen in den USA beurteilen die veröffentlichte Haltung Präsident Obamas zum Verfassungszusatz in Nord Carolina unterschiedlich. Seine Kritik an diesem diskriminierenden Zusatz bestand im wesentlichen in einem Statement von Cameron French, dem Vorsitzenden des Wahlkomitees für Obama in Nord Carolina. Dieser erklärte Mitte März, dass der Präsident zwar nicht zu jeder Referendumsinitiative Stellung nehme, aber seit langem gegen die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare sei. Von ihm freundlich gesinnten Kommentatoren wie Joe Sudbay (America Gay Blog) wurde dies als Eintreten gegen Amendment 1 gewertet. Andere kritisierten sein Schweigen zu diesem Thema, insbesondere anlässlich eines Besuchs in Nord Carolina vor wenigen Wochen.
Links: http://www.guardian.co.uk/world/2012/may/07/arne-duncan-endorses-gay-marriage?newsfeed=true
http://www2.hickoryrecord.com/news/2011/sep/14/vote-no-discriminatory-marriage-amendment-ar-1391988/
http://www.huffingtonpost.com/2012/05/02/north-carolina-gay-marriage-amendment-1_n_1470956.html
[www.ballotpedia.org]
[en.wikipedia.org]
[www.alaskadispatch.com]
[hotlineoncall.nationaljournal.com]
http://www.goodasyou.org/good_as_you/2012/05/pastor-to-senior-citizen-suppose-amendment1-was-going-to-strip-you-of-health-carebig-deal.html
[projects.newsobserver.com]
[gay.americablog.com]
[www.salon.com]
[takingnote.blogs.nytimes.com]
[www.towleroad.com]
[www.indyweek.com]
[joemygod.blogspot.com]
Beim Tagesspiegel wurde das aktuell erschienene Buch von Cordula Fine „Die Geschlechterlüge: Die Macht der Vorurteile über Frau und Mann“ besprochen - und das durchaus lesenswert. Im Beitrag heißt es unter anderem, mit Verweis auf die Erkenntnisse Fines: „Für das gerade bei Klett-Cotta erschienene Buch „Die Geschlechterlüge“ hat die Psychologin aktuelle Sachbücher zur Genderfrage untersucht. Ihr Fazit: Gerade heute werden die irrwitzigsten Vorurteile gegen Frauen wieder im biologischen Gewand präsentiert; […] Oft genügen diese Studien nicht einmal wissenschaftlichen Minimalanforderungen. Doch der Trend, Ursachen für Geschlechtsunterschiede im Hirn und nicht in der Gesellschaft zu suchen, ist ungebrochen.“ Und hier gehts zum Beitrag beim Tagesspiegel.