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Gender
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Die Veranstaltung: Anspruch, Einspruch, Widerspruch mit dem Antifaschistischen Frauenblock Leipzig (AFBL) am 20. April kann nun auch per Audiomitschnitt nachgehört werden.
Veranstaltung: Anspruch, Einspruch, Widerspruch anhören
Die Veranstaltung soll einen Ansoß zur Selbstreflexion von feministischen und antisexistischen Praxen der radikalen Linken, geben. Mit der Veranstaltung wollen wir auch unsere Position verdeutlichen, dass es wichtig ist feministische und antisexistische Positionen innerhalb einer linksradikalen Gesellschaftskritik stark zu machen.
Der Familientherapeut Jesper Juul im Gespräch mit der Bild Zeitung über unglückliche Väter, verunsicherte Mütter und ihre gestressten Kinder‘.
‚Herr Juul, welchen Eindruck haben Sie von deutschen Eltern?
Jesper Juul: Deutsche Eltern sind sehr gestresst und wollen alles richtig machen. Der Stress überträgt sich dann aufs Kind. Wenn die Eltern sich schuldig fühlen, werden sich die Kinder nicht gelungen fühlen. Deutsche Eltern denken immer, sie seien schuldig. Und es gibt bei ihnen diesen furchtbaren Zwang: Du musst lieb sein. Wenn du nicht lieb bist, bist du ein Ungeheuer. …
Geben wir Eltern zu oft die Verantwortung an Ärzte, Lehrer, Erzieher ab?
Ja, aus Verunsicherung, aber auch einem großen Vertrauen in Autoritäten. Wenn ein Mann wie ich kommt, dann weiß er es besser. Das ist ja furchtbar!
Sie verdienen Geld damit …
Stimmt. Aber ich habe nie gesagt, dass ich es besser weiß.
Sondern?
Wenn so ein Ding in einer Familie passiert und alle frustriert sind, weiß ich, was man tun kann. Wie man allgemein seine Kinder erzieht, kann man machen, wie man will.
Ein Kollege hält sich für einen nicht empathischen Vater. Sein Problem oder das seines Kindes?
Es gibt viele Männer, die keinen Kontakt zu sich selbst haben. Deshalb haben sie starke Haltungen und Meinungen. Das ist unglücklich für die Väter, denn sie werden sehr schnell sehr einsam. Natürlich ist das auch für das Kind nicht schön, aber Kinder können viel besser ihrem etwas viereckigen Vater verzeihen, als es eine Frau bei ihrem Mann kann.
Also ein Problem der Eltern?
Wenn man als Mutter spürt, irgendetwas fehlt in der Beziehung zwischen meinem Kind und meinem Mann, weiß man ja: Das fehlt auch in unserer Beziehung. Aber wenn die Frau damit klarkommt, kann es auch für das Kind eine Bereicherung sein. Es lernt, wie man mit einem nicht empathischen Menschen umgeht.
Verdrängen die Mütter die Väter absichtlich aus der Erziehung?
Man kann viel über dieses Thema sagen und wie viel Kontrolle und Macht Mütter wollen. Aber dann muss man auch einsehen, dass 90 Prozent der deutschen Mütter alleinerziehend sind.
Trotz Partner?
Genau. Sie haben einen Mann, aber mit der Verantwortung stehen sie allein.
Dennoch bleibt Papa immer der Held.
Davon haben Väter über Generationen gelebt. Nicht besonders gut, aber immerhin.‘
Mit einem Facebook-Comment hat Dieter Blechschmidt, CDU-Ratsitzender aus Plauen, der Welt gezeigt, wo bei ihm der Hammer hängt, und zwar irgendwo im Hinterwald seines Denkapparates. Blechschmidt ist nämlich im Selbstverständnis Religionswissenschaftler oder sogar Psychologe, zumindest aber Grandmaster aller Bibel-Kenner. Und die Welt lässt er natürlich teilhaben an seinen “Erkenntnissen”. Also, nochmal in voller Länge für Euch:
“die bibel ist in ihrem kern sogar bis zu 5000 jahre alt und war immer in ihren aussagen topaktuell. die zeiten ändern sich aber grundlegende richtlinien für das menschliche zusammenleben ändern sich genausowenig wie naturgesetze. wenn die bibel seit 5000 jahren eindrücklich vor homosexualität warnt dann ist das auch heute noch gültig, selbst wenn einige politsch korrekte politiker das anders sehen. bitte nicht falsch verstehen – natürlich können schwule und leseben zunächst mal nichts für ihre krankheit und niemand darf sie dafür verurteilen, doch eine krankheit sollte nicht zur gesellschaftlichen normalität erhoben werden, sondern den betroffenen sollte hilfe angeboten werden …”
Rückmeldung aus dem Vogtland gibt es nun bereits, und zwar vom Kreisvorsitzenden Sören Voigt der dort ansässigen CDU:
„Die Meinung von Dieter Blechschmidt ist in keinster Weise Auffassung der CDU-Vogtland. Bei seinen Äußerungen handelt es sich um eine Einzelmeinung von ihm. Diese steht jedem zu, ist aber nicht Allgemeingültig. In unserer modernen und offenen Gesellschaft gehört Homosexualität genauso zum Lebensverständnis, wie andere Religionen, die wir akzeptieren und tolerieren. Niemand soll, wegen seiner Meinung oder Orientierung ausgeschlossen werden. Dies ist auch und gerade eine Freiheit, die wir uns 1990 errungen haben. Ein Bezug zur christlich-abendländischen Geschichte und der Bibel ist in diesem Zusammenhang abwegig. Gerade wir Christen und Christdemokraten wollen offen und vorbehaltlos anderen gegenübertreten. Dies ist die wahre Berufung aus der Heiligen Schrift.”
Angemessen bis dass der Kragen platzt (hust), ja, so kann´s laufen! Einzelmeinung, darf jeder haben, wir sehen das aber eigentlich so-und-so, und die wahre Berufung aus der Heiligen Schrift ist nämlich das-und-das. Gruselig. Vielleicht können ja mal ein paar Rückmeldungen verschickt werden - die Mailadresse von Herrn Blechschmidt habe ich auf die Schnelle nicht gefunden, jedoch die von Herrn Voigt: [email protected].
Nachtrag: Danke! DieTilde hat die E-Mailadresse von Herrn Blechschmidt gefunden: [email protected]
Der Forschungsbereich Gender & Medien zählt seit Beginn der Medienwissenschaft zu einem ihrer produktivsten Arbeitsfelder. Nicht nur die wissenshistorische und -theoretische Befragung und Ausdifferenzierung von Methoden und Theorien, auch die Generierung von innovativen Forschungsfragen und -themen werden im Bereich der Gender&Medien-Forschung vorangetrieben. Genderforschung bedient nicht nur eine "Nische", vielmehr werden hier grundlegende Prämissen des medienwissenschaftlichen Denkens bearbeitet.
In Medien sind sie präsent, die Bilder von starken, autonomen, selbstbewussten Mädchen und jungen Frauen. Wenn man diesen (medialen) Geschlechterinszenierungen Glauben schenken darf, ist in puncto Gleichberechtigung alles erreicht. Die Lebensrealitäten von Mädchen und jungen Frauen sehen jedoch anders aus. Vor dem Hintergrund von Individualisierung von Problemlagen sowie einem Zwang zu Selbstoptimierung zum einem und dem sich Ausdifferenzieren klassischer Geschlechterbilder mit einem erweiterten Spektrum von Weiblichkeit und Männlichkeit zum anderen, zeichnet sich eine gleichzeitige Verfestigung, quasi ein Rollback zu konservativen Werten, Rollenvorstellungen und Selbstinszenierungen ab. Pointiert formuliert: Das Spannungsfeld bewegt sich zwischen erhitzten Debatten um die Quote und den Role Models die Heidi Klum mit Germanys next Topmodel anbietet. Inwieweit Castingshows wie Germanys next Topmodel auf Lebensrealitäten udn Selbstinszenierungen von Mädchen Einfluss nehmen, soll im Vortrag skizziert werden.
Andrea Schmidt ist Professorin für Sozialpädagogik an der FH Potsdam und arbeitet im Schwerpunkt zu Fragen gendersensibler Sozialer Arbeit.
Die Vorlesung wird am kommenden Donnerstag, dem *3. Mai*,*um 18 Uhr in der FH Potsdam* stattfinden und ist Teil der Ringvorlesung “Let’s talk about Gender und Diversity als berufliche Schlüsselkompetenzen”.
Die Vorlesung ist offen für alle Interessierten.
Wir freuen uns auf Ihr und Euer Kommen!
Ankündigung_Vorlesung_Schmidt.pdf
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Queerfeminismus& Ökonomiekritik — 3 Veranstaltungen im Mai
1.)
Gabriele Winker: Care Work - Geschlechterverhältnisse im
Wandel neoliberaler Regulierung
Donnerstag 10.Mai 2012, 19:30 Uhr
Veranstaltungsort: Kinderbauernhof im Görlizerpark, Wiener Str.59 b,
Eingang durch den Park
19:30-20:45 Uhr
Am Beispiel von Care Work (Pflege- und Fürsorgearbeit) legt Gabriele Winker den Wandel von Geschlechterverhältnissen dar. Die Rolle der Frauen ist in Bewegung. Die Frau von heute arbeitet, plant ihre Karriere und ist selbstbewusst und doch wird der Großteil der familiären Care Arbeit: der Kindererziehung, Pflege von Kranken und Alten von Frauen erledigt. Männer sind trotz der Entwicklung des “neuen Mannes” immer noch unterproportional beteiligt. Dies setzt Frauen mit der sogenannten Doppelbelastung weiter unter Druck. Neben der Frage, wie diese Arbeiten verteilt sind und wer sie macht? Taucht noch die Frage der Wertigkeit auf, Care Arbeiten werden zum überwiegenden Teil unbezahlt im Rahmen der Familie verrichtet und auch als Dienstleistung sind sie schlechter bezahlt als andere Branchen. Woher kommt diese materielle aber auch gesellschaftliche Abwertung? Sind Care-Dienstleistungen weniger profitabel, als andere Branchen? Und was für ökonomische Tendenzen üben Druck auf die Organisation der Care Arbeit aus? Wir hoffen, dass Gabriele Winker uns bei der Beantwortung dieser Fragen weiterhilft und freuen uns auf einen spannenden Austausch.
Direkt im Anschluss:
20:45-22 Uhr Diskussionsrunde: Geschlechterverhältnisse als Produktionsverhältnisse
Es diskutieren: Gabriele Winker, Silke Chorus, Lisa Gabriel Einige Feministinnen nehmen zur Zeit die Betrachtung der Care Arbeiten zum Anknüpfungspunkt, um an Hand von Care Work aufzuzeigen, dass Geschlechterverhältnisse Produktionsverhältnisse sind. Dies zeigt sich u.a. dadurch, dass eine Verschiebung innerhalb der Geschlechterverhältnisse und z.B. ihrer Rollenmodelle und Arbeitsteilungen unmittelbar Auswirkungen auf die Organisation der Reproduktion und Produktion haben. Geschlechterverhältnisse und Ökonomie hängen eng zusammen. Bei der Diskussion wollen wir Momente dieser Wechselwirkung genauer betrachten.
2.)
Das Kapital von Marx für Feministinnen& friends
Sonntag 13. Mai 2012, 10-12 Uhr - Workshop
Veranstaltungsort: faq, Jonasstr.40, Neukölln
Wir wollen uns mit einigen Begriffe der Kritik der politischen Ökonomie von Marx aus dem ersten Band des Kapitals beschäftigen, wie z.B. “Wert der Ware Arbeitskraft” oder “Gebrauchswert und Tauschwert”. Die Begriffe werden so vorgestellt, dass sie auch verständlich sind, wenn mensch sich noch nicht mit Marx beschäftigt hat. Dann wollen wir aus feministischer Perspektive betrachten, was uns diese Begriffe bringen, um den Kapitalismus zu analysieren und was mit ihnen nicht benannt wird, wo eine feministische Analyse ergänzt werden muss.
3.)
Queerfeminitische Ökonomiekritik - eine Einführung
Sonntag 13. Mai 2012, 12:30-14 Uhr - Workshop
Veranstaltungsort: faq, Jonasstr.40, Neukölln
Feministische und Queerfeministische Kritik an der politischen Ökonomie gibt es schon lange. Die Einführung bietet einen kurzen Überblick über formulierte Kritiken von Feministinnen und Queefeministinnen und möchte darüber gemeinsam ins Gespräch kommen. Dabei wird den Fragen nachgegangen, wie Kinderbetreuung, Essen kochen, Fürsorge- und Pflegearbeiten mit der Ökonomie zusammenhängen? Warum manche Arbeiten so unsichtbar und gesellschaftlich abgewertet sind? Wie Geschlechterrollen und Arbeitsteilungen sich mit der Organisation von Lohnarbeit bedingen?
Und welche Forderungen und Perspektiven (Queer)Feministinnen dazu entwickelt haben.
Also Geschlecht und Ökonomie das hat miteinander zu tun, doch was bedeutet das für unser Politikverständnis.
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Call for papers
Gefühlskulturen. Narrative und Kontexte
Internationale Konferenz
Organisiert durch das European PhD-Network „Literary and Cultural Studies“ (PhDnet) und das International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC)
Justus-Liebig-Universität Gießen
7.-9. November 2012
Seit jeher versetzen literarische, filmische und dramatische Narrative ihre Figuren in fiktionale Experimentalräume, entwerfen so exemplarische kulturelle Konflikte und durchdenken sie hinsichtlich ihrer Aporien und Lösungsmöglichkeiten. Gleichermaßen entwerfen faktuale Narrative – Nachrichten-, Geschichts-, Alltagserzählungen etc. – prototypische Konflikte zwischen Akteur/innen und kulturellen Strukturen. In beiden Fällen sind es oft die Gefühle von erzählten Figuren, die mit kulturellen und sozialen Regimen konfrontiert werden: Einerseits sind Gefühle das Produkt solcher Regime und aufs engste mit ihren Regelungen verbunden (dies betrifft schon die Möglichkeiten der Artikulation von Gefühlen), andererseits richten sich Gefühle nicht selten gerade gegen ihr ‚Außen‘, erscheint letzteres als das Gefühl einengend und normierend. Auf der geplanten Tagung ist beabsichtigt, fiktionale und faktuale Narrative mit Blick auf das Erzählen von Gefühlen zu untersuchen. Im Mittelpunkt sollen dabei die Aushandlungsprozesse zwischen Gefühlen und den ‚Gefühlskulturen‘ stehen, in die sie eingelagert sind und zu deren Konstitution sie beitragen. Zu fragen ist nicht zuletzt nach der analytischen und theoretischen Tragfähigkeit des erst ansatzweise eingeführten Konzepts der ‚Gefühlskultur‘.
Mit dem Begriff ‚Gefühlskultur‘ soll hier die Annahme ausgedrückt werden, dass Gefühle historisch und kulturell jeweils verschieden mit Diskursen und Praktiken verbunden sind, in denen ihre Bedeutung, ihre un/angemessenen Orte und Situationen sowie die Modi ihrer Artikulierbarkeit ausgehandelt und reguliert werden. Zugleich verbinden diese Diskurse und Praktiken Gefühle mit geschlechtlichen, religiösen, nationalen und weiteren kulturellen Differenzkriterien. Auch über diese Kopplungen werden Gefühle in die soziale Dynamik der In- und Exklusion integriert und mit Machtbeziehungen verbunden. Fiktionale und faktuale Erzählungen scheinen ein prototypischer Ort zur Reflexion, Hervorbringung oder Dekonstruktion gefühlskultureller Festlegungen zu sein – und tragen ihrerseits durch die Provokation emotionaler Reaktionen zur Gefühlskultur bei. Die Tagung soll dies in grundlegenden theoretischen Überlegungen sowie am Beispiel konkreter Text-Kontext-Analysen thematisieren.
Die Analysen sollen dabei die folgenden oder weitere Fragen diskutieren:
(1) Welche gefühlsbezogenen Konflikte werden in literarischen Texten, in Filmen, Comics, Nachrichten, Alltagserzählungen etc. aufgeworfen? Welche Gefühle werden dabei thematisiert, wie werden sie bestimmt? Geht es um ein Zuwenig oder ein Zuviel an Gefühl? Um die Nicht-Artikulierbarkeit von Gefühlen? Um die Unangemessenheit von Gefühlen in bestimmten sozialen Kontexten?
(2) Wie werden Gefühlskonflikte inszeniert, welche Aporien, Lösungsmöglichkeiten etc. werden aufgezeigt? Welche narrativen Subtexte werden im untersuchten Text aufgegriffen? Lassen sich Figurentypen identifizieren, mit denen historisch übergreifend ähnliche Gefühlskonflikte verbunden sind (der Enthusiast, die Leserin etc.)?
(3) Welche soziale und kulturelle Verortung von Gefühlen wird in den untersuchten Erzählungen vorgenommen (Gender, Religion, Generation usw.)? Wie werden der emotionalen Intensität von Figuren Grenzen gesetzt, welche Kontrollregime werden um sie herum errichtet (z. B. Diskurse des Maßhaltens, der Effizienz, Formen der Medikalisierung etc.)? In welchen Kontexten sind die Gefühle der Figur erlaubt oder gefordert?
(4) Auf welche Weise reflektieren die narrativ inszenierten Konflikte gefühlskulturelle Problemstellungen aus der Entstehungszeit der Narration? Was symbolisiert der Konflikt kulturell und sozial für seine jeweilige Zeit? Welche Funktion hat der Text innerhalb einer umfassenderen Gefühlskultur? Welche Emotionen werden durch die Erzählungen provoziert, auf welche Weise geschieht dies?
Vorträge zu fiktionalen und faktualen Erzählungen aus unterschiedlichen historischen Epochen, insbesondere aber auch vergleichend, sind willkommen. Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Bitte senden Sie ein Abstract (300-500 Wörter), 3-5 für Ihren Beitrag relevante Literaturangaben und eine Kurzbiographie bis zum 1.6.2012 an folgende E-Mail-Adresse: [email protected].
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Nach einer frühjahrsmüden Pause meldet femme goes queer sich mit Pauken und Trompeten zurück auf der Tanzfläche und startet verQueert ins Partyjahr 2012.
verQueert Clubbing
Wann: Samstag, 5. Mai 2012, ab 20 Uhr
Wo: ((stereo)), Viktringer Ring 37-39, 9020 Klagenfurt
Eintritt: 5 Euro
Fans, Freund_innen, wie natürlich (Erst)Besucher_innen des einzig queeren Clubbings in Kärnten dürfen sich freuen, denn am 5. Mai geht’s bunt zu im ((stereo))Club Klagenfurt, wenn's wieder heißt "egal ob schwul, lesbisch, transgender, hetero, davor, danach oder dazwischen".
Um eure Tanzbeine in Bewegung zu versetzen, schwingt sich Lady Strange hinter die Plattenteller – bekannt als Teil des Frauenfest-Haus-und-Hof-DJanekollektivs 'l'amour a trois' serviert sie euch diesmal allein nicht nur die neuesten Clubsounds, sondern hat auch den einen oder anderen Klassiker im Gepäck.
Außerdem an den Decks steht Deejay Kick-it, der sich nicht nur in Kärntner Diskotheken wie "Alcatraz", "Custo Club" oder "Bongos" einen Namen gemacht, sondern auch schon die Partypeople im "Area Concord" in Barcelona zum Tanzen gebracht hat.
verQueert Clubbing
Samstag, 5. Mai 2012
((stereo))Club – Viktringer Ring 37-39, 9020 Klagenfurt
Einlass: 20.00 Uhr
Eintritt: 5,-- Euro
Musik:
Lady Strange (allmixedup/Charts//Klagenfurt)
Deejay Kick-it (House/Hip Hop//St. Kanzian)
Links: [www.femmegoesqueer.at]
[www.stereoclub.at]
„Wir haben Energie!“: Schülerinnen und Schüler in NRW sollen Konzepte zur Nutzung erneuerbarer Energien entwickeln.Wie kann eine Schule in Zukunft tatsächlich Energie einsparen oder gar gewinnen? Welche Berufsaussichten bieten Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien im regionalen Umfeld meiner Schule? Und, wie kann ich künstlerisch auf das Thema Energieeffizienz aufmerksam machen und Menschen dafür in ihrem Alltag sensibilisieren? Drei Fragen, auf die „Wir haben Energie – Der Wettbewerb für innovative Unterrichtsideen und Projekte zur Nutzungerneuerbarer Energien“ der NRW.BANK und der Stiftung Partner für Schule NRW Antworten finden möchte und diese auch noch belohnt.
„Wir haben Energie!“: Schülerinnen und Schüler in NRW sollen Konzepte zur Nutzung erneuerbarer Energien entwickeln.Wie kann eine Schule in Zukunft tatsächlich Energie einsparen oder gar gewinnen? Welche Berufsaussichten bieten Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien im regionalen Umfeld meiner Schule? Und, wie kann ich künstlerisch auf das Thema Energieeffizienz aufmerksam machen und Menschen dafür in ihrem Alltag sensibilisieren? Drei Fragen, auf die „Wir haben Energie – Der Wettbewerb für innovative Unterrichtsideen und Projekte zur Nutzungerneuerbarer Energien“ der NRW.BANK und der Stiftung Partner für Schule NRW Antworten finden möchte und diese auch noch belohnt.
Die studentischen Forschungsprojekte des Projektseminars “Migration in die DDR (und BRD) - Interdependente Machtverhältnisse sichtbar machen” (im Masterstudiengang Gender Studies an der HU) sind jetzt auf einer eigenen Webseite [www.projekte.hu-berlin.de] veröffentlicht. Die Studierenden haben sich mit unterschiedlichen Zugängen dem Zusammenspiel von Geschlecht, Migration, Rassismus, Staat, West-Ost-Dominanzen, etc. genähert.
So beschäfttigt sich Anne Bergmann mit Jüdisch-kommunistische Re_Migrant_innen zwischen Antifaschismus und Antisemitismus in der frühen DDR, Florian Trenz mit Vietnamesische Vertragsarbeit in der DDR: Ein Analyse der Berichterstattung der Junge Welt im Vergleich mit Erfahrungsberichten von Vertragsarbeitenden, Regina Knoll mit Vertragsarbeiterinnen – Alltagserfahrungen und Strategien zur Zeit der DDR und nach der Wende sowie Delphine Glombik mit Rassismus und die DDR?! Repräsentationen von Rassismuserfahrungen namibischer Mädchen vor, während und nach der Wende.
Eine besondere Ressource stellt die von Jennifer Theodor aufgebaute Online-Bibliographie zur Migration in die DDR dar.
Die Studierenden und die Projektleiterin freuen sich über Kommentare auf der Projektseite.
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Die Bundesregierung unterstützt auch weiterhin Frauen beim beruflichen Wiedereinstieg nach einer familienbedingten Erwerbsunterbrechung. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stellt für die zweite Phase des ESF-Modellprogramms "Perspektive Wiedereinstieg" bis Ende 2013 weitere sieben Millionen Euro ESF-Mittel zur Verfügung, um so gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit an zehn Modellstandorten Frauen nach einer mehrjährigen familienbedingten Auszeit den Wiedereinstieg zu erleichtern. Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder und der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Frank-J. Weise, haben am 25.04.2012 in Berlin eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.
Janetta Carlucci kommt aus Ghana, studiert in Berlin Public Policy und hat bereits dreimal in Bremen die Vagina Monologe mitaufgeführt. Veronika Kirschner kommt aus Bayern, arbeitet derzeit in Berlin beim ASA-Programm und hat die Vagina Monologe einmal in Äthiopien mitgemacht. Beide organisieren in diesem Jahr die Berliner Vagina Monologe, die am 13. Mai in der alten Feuerwache stattfinden werden, und erzählen uns, was das eigentlich ist, was uns erwartet und wie mensch bei Interesse mitmachen kann.

Was sind die Vagina Monologues? Wer hat sie ins Leben gerufen?
Die Vagina Monologe sind ein Theaterstück der US-amerikanischen Schriftstellerin und Aktivistin Eve Ensler. Eingebettet in eine weltweite Bewegung (VDay Movement) gegen geschlechterspezifische Gewalt basiert dieses Theaterstück auf über 200 Interviews mit Frauen aus aller Welt. Die V-Day Bewegung wächst rasant und ist derzeit in 140 Ländern aktiv, von Europa bis Asien, Afrika und die Karibik, und in ganz Nordamerika. V-Day, eine gemeinnützige Gesellschaft, vergibt Finanzierungen an lokale, nationale und internationale Organisationen und Programme, die gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen arbeiten. Die V-Day Bewegung hat in 11 Jahren über 85 Millionen US$ mobilisiert und mehr als 300 Millionen Menschen erreicht. Das ‘V’ in V-Day steht für Victory (Sieg), Valentine (Valentinstag) und Vagina.
Wie sind die Vagina Monologues nach Berlin gekommen?
Sie wurden schon mehrmals in Berlin organisiert, u.a. 2009 und 2011. Für dieses Jahr entstand die Idee bei einer Veranstaltung in der Alice Salomon Hochschule vergangenen November, wo Janetta und Veronika sich kennengelernt haben. Janetta äußerte die Idee, die Monologe in Berlin zu organisieren und stieß auf großes Interesse. Schnell waren die Nummern ausgeschaut und die Planung nahm ihren Lauf. Die beiden haben ihre Netzwerke aktiviert und kurze Zeit später traf sich eine Gruppe junger interessierter Frauen zu einem ersten Info-Treffen.
Was wird uns bei der Veranstaltung am 13. Mai erwarten? Wer tritt auf?
Um 19 Uhr geht’s los, Einlass ist ab 18 Uhr. Eine Gruppe von ca. 15 jungen Frauen, Laienschauspielerinnen, die sich alle für das Thema (Gender, Frauenrechte) interessieren und engagieren, wird die Monologe in Szene setzen. Unterstützt werden sie von der Berliner Rapperin Sookee, die auch selbst einen Monolog aufführen wird. Am Ende der Vorstellung wird sie zudem ein, zwei Lieder zum besten geben. Im Anschluss gibt es noch Getränke und ein Buffet zum verweilen, diskutieren und feiern. Das ganze kostet 7 Euro Eintritt, bzw. 4 Euro ermäßigt. Alle Einnahmen gehen an die Interkulturelle Initiative e.V. Berlin.
Tickets können direkt bei der Studiobühne alte feuerwache reserviert werden (studiobuehne[at]kulturamtfk[punkt]de oder 030 - 426 66 36). Die Veranstaltung ist zweisprachig (deutsch/englisch)
Wollt ihr das noch mal machen und kann mensch mitmachen?
Ja, unbedingt! Wir überlegen, nächstes Jahr zwei Abende zu gestalten: einmal die Vagina Monologe und einmal „EINE ERINNERUNG, EINE ERZÄHLUNG, EINE KLAGE UND EIN GEBET“. Dies ist eine Sammlung von Monologen weltbekannter AutorInnen, die von Eve Ensler und Mollie Doyle herausgegeben wurden. Auch hier wird die vielschichtige Gewalt, die Frauen und Mädchen erfahren, thematisiert und enttarnt.
Alle Interessierten sind herzlich willkommen und können mitmachen! Vor und hinter der Bühne. Der Cast für dieses Jahr ist leider schon abgeschlossen. Wir freuen uns aber natürlich über zahlreiche Besucher_innen!
Diese Frage hat 1984 schon Herbert Grönemeyer in seinem Song „Männer“ gestellt. Jetzt, 28 Jahre später, gibt uns Trey Songz endlich die Antwort: Geld, Frauen, Autos, Drogen und Parties. Die Message, die uns Trey Songz in seinem Videoclip zu „What I Be On“ übermitteln will, ist klar. An die sieben Frauen (ich habe versucht zu zählen, da aber manchmal ungefähr 20 Frauen im Weg waren, war das Unterfangen nicht ganz so einfach) küsst Trey Songz in diesem Video.
Das Video beginnt im Swimming Pool einer Villa, in dem Trey Songz mit mindestens 20 Frauen schwimmt. Oder sagen wir: plantscht. Im gesamten Clip ist Trey Songz umgeben von ungefähr zehn Frauen. Er befindet sich jeweils in der Mitte und die Frauen, die ihn umgeben, scheinen nicht genug von ihm zu kriegen. Sie sind so angetan von ihm, dass sie alle seinen Oberkörper streicheln. Die nächsten Bilder zeigen, dass dieser Pool-Party nicht nur viele Frauen in äusserst knapper Bekleidung beiwohnen, sondern es fliesst auch reichlich Alkohol und es werden Drogen konsumiert. Doch Trey Songz hat natürlich nicht nur Frauen und Drogen, nein, er hat auch Geld, welches er natürlich vor einem Auto, auf dem sich etliche Frauen räkeln, zählen muss (merkt ihr, wie lebensnahe dieser Clip konzipiert ist?). Die nächsten Szenen spielen sich nicht mehr beim Pool, sondern in einer Stretch-Limousine, einem Cabriolet und einem Club ab. Eine nähere Erläuterung der Handlung erübrigt sich jedoch, da sie sich praktisch komplett mit der am Swimming Pool deckt. Der Clip endet damit, dass Trey Songz am nächsten Morgen aus einem Bett steigt, in welchem zwei Frauen liegen (eine weitere liegt auf dem Boden).
Der Clip wird durch den Songtext bestärkt. Immer wieder bekommen wir: „Gettin’ money all day long“ zu hören. Ja, Trey Songz hat Geld und was zeigt uns das Video? Ein Mann, der Geld hat, kriegt auch alle Frauen, denn Frauen brauchen ja eine starke Schulter zum Anlehnen und einen Mann, der ihnen Sicherheit gibt. Trey Songz hat sogar so viel Geld, dass es ihm komplett egal ist, wie viel er für eine Nacht ausgibt („By the time I leave bed I spent more money than everybody. Think I give a fuck? Well you wrong, hoe“). Deswegen liegen ihm die Frauen natürlich zu Füssen, er kann wählen, wie viele und welche er nimmt („I got a bad bitch, but she cool. She got a best friend, got her too“ oder „I walk around the club, touched every shawty“).
Auffällig ist, wie er die Frauen nennt: bitch, hoe, shawty. Es findet eine komplette Objektivierung der Frau statt, sie ist nicht Subjekt, sondern Objekt seiner Begierde.
Frauen werden auf eine Objektposition degradiert, die nur dazu da ist, Trey Songz - den coolen, reichen Rapper - zu befriedigen. Die einzige Rolle, die den Frauen in diesem Video zukommt, ist es, als sexuelle Objekte, derer sich Trey Songz nach Belieben bedienen kann, im Video zu tanzen und sich zu räkeln. Der Grund, weshalb Trey Songz von so vielen Frauen umgeben wird, ist klar: er strahlt Macht aus, und zwar durch die typischen männlichen Attribute. Geld, Autos, teurer Schmuck .
Dieses Video knüpft an die Frage an, die ich zum Schluss meines letzten Blogposts gestellt habe. Denn es ist, meiner Meinung nach, ein Beispiel dafür, dass es bei Männern komplett selbstverständlich ist, wenn sie über Sex singen und sich das ganze Video auch nur um Sex dreht, während sich Lady Bitch Ray ständig für ihre Songs und ihre Clips verteidigen muss.
Der Clip ist nur ein Beispiel von Tausenden (wie wir im Beitrag zu 50Cents Candy Shop gesehen haben), in denen Frauen zu kompletten Sexobjekten gemacht werden.
Es fragt sich, wie viele Lady Bitch Rays es noch braucht, damit dies endlich etwas mehr hinterfragt wird.
Eure
Betty Blonde
In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:
Mutismus Blog
Auch auf facebook und bloglovin.
Wie heißt du?
Sab
Seit wann bloggst du?
Gefühlt schon eine Ewigkeit und ich glaube meinen ersten richtigen Blog habe ich 2005 begonnen. Danach folgten dann ein paar weitere, bei verschiedenen Anbietern, bis ich 2009 den Mutismusblog angefangen habe. Und vorher habe ich eigentlich auch schon „Tagebuch“ im Internet geschrieben. Auf einer selbstgebastelten Homepage. Das müsste 2003/2004 gewesen sein.

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com
Warum hast du damit angefangen?
Anfangs eigentlich nur, um meine Gedanken aufzuschreiben. Ich konnte aufgrund meiner „Krankheit“ selektiven Mutismus im realen Leben nicht sprechen und fand es deswegen toll das Internet mit meinen Gedanken zu füllen und so mit Menschen (über die Kommentare) in Kontakt zu kommen und zu „reden“, weil mir das Schreiben schon immer leicht fiel und Spaß machte. Den Mutismusblog habe ich dann angefangen, weil ich zum einen das Thema Mutismus etwas bekannter machen wollte, damit es bei anderen Betroffenen früher erkannt und somit besser und schneller therapiert werden kann. Und zum anderen, weil ich zeigen wollte, wie das ist, wenn man organtechnisch eigentlich sprechen kann, es dann aber doch nicht funktioniert und man sich deswegen irgendwie stumm fühlt.
Worüber schreibst du?
Über selektiven Mutismus, eine Kommunikationsstörung, bei der Betroffene angstbedingt schweigen (oder das, was bei mir noch davon übrig ist), und mein Leben damit. Es gibt in meinem Blog Geschichten von Alena, Kevin und Marie und einige Gedanken und Erlebnisse von mir selbst.
Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Eine richtige, echte Web-Anekdote habe ich eigentlich nicht. Aber durch das Internet hatte ich bisher die Möglichkeit viele nette, mir heute sehr wichtige Menschen näher kennen zu lernen, die ich im realen Leben nie so nah kennen gelernt hätte und nun nicht mehr missen möchte.
Wovon braucht das Internet mehr:
Braucht das Internet wirklich mehr bei den viiiieeelen viiieelen Menschen und Inhalten? Aber wenn es etwas braucht, dann vielleicht Grenzthemen. Oder besser gesagt eine Möglichkeit, dass diese Themen und Webseiten bekannter werden, damit andere dafür sensibilisiert werden und vielleicht erstmal nachdenken, bevor sie be- und verurteilen. Weil eben innendrin vieles anders aussieht, als außen. Und ich glaube, wenn Grenzthemen bekannter wären, würden viele Menschen offener sein.
Frauen* im Web…
haben eigentlich ziemlich viel zu sagen, finde ich. Und sollten es deshalb auch tun.
Deine tägliche Web-Lektüre:
Neben den typischen Nachrichtenseiten und Facebook und Twitter mag ich die Blogs, die in meinem Feed-Reader sind, ziemlich gern. Unter anderem grauistbunt.de, winternachtstraum.wordpress.com und herzlichchaotisch.wordpress.com. Aber auch www.exocomics.com und mymilktoof.blogspot.de dürfen nicht fehlen.
Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.
Sie ist bekannt als Pop Queen, Material Girl und Provokateurin: Madonna.
Was Verkörpert diese legendäre Pop Ikone? Sie wurde schon unzählige Male mit Feminismus und Gender in Verbindung gebracht und sogar schon als feministische Ikone bezeichnet. Doch wird sie dieser Erwartung gerecht?
Madonna ist bekannt dafür, dass sie immer wieder verschiedene Identitäten ausprobiert. Sie spielt öfters mit Genderrollen wie beispielsweise in ihren Musikvideos „Who’s that Girl“, „Vouge“ und „Express Yourself“, wo sie im Männeranzug zu sehen ist. In einigen anderen Musikvideos, wie zum Beispiel in „Papa don’t Preach“, ist sie als sogenannter ‘Tomboy’ zu sehen. Ein Tomboy ist ein Mädchen oder eine Frau die eine typisch maskuline Auftrittsweise hat, die sich also eher jungenhaft kleidet und kurze Haare trägt.
Madonna präsentiert sich aber nicht nur als tomboy, sondern auch als eine sehr weibliche, sexuelle Frau, die nicht nur Kontrolle über ihre Sexualität hat, sondern auch stolz darauf ist. Im Lied „Like A Virgin“ singt sie:
“You’re so fine
And you’re mine
Make me strong
Yeah you make me bold
Oh your love thawed out
Yeah your love thawed out
What was scared and cold
Like a virgin
Touched for the very first time”
All dies singt Madonna, während sie im Musikvideo ein Hochzeitskleid trägt. Sie spielt mit der Idee von einer ‘reinen’ unberührten Braut und bricht dieses Ideal, indem sie eine sexuell unabhängige Frau porträtiert. Sie singt darüber, wie Sex sie wagemutig und stark macht. Dies steht im Gegensatz zu dem Glauben, dass Sex die Frau zum Besitztum von einem Mann macht.
Mit ihren konstanten Image-Veränderungen von einem Drag King zu einem Tomboy und wiederum zu einer sexuell emanzipierten Frau verkörpert Madonna Judith Butlers Idee, verschiedene Identitäten konstruieren zu können, die sich von dem traditionell binären Konstrukt von Mann und Frau unterscheiden. Indem Madonna als heterosexuelle Frau andere nicht traditionelle Identitäten annimmt, zeigt sie sogar, dass man nicht eingeschränkt ist, nur eine Identität anzunehmen, sondern dass man mehrere konträre Identitäten, wie eine lesbische Heterosexuelle oder ein weiblicher schwuler Mann, annehmen kann.
Aber lasst uns nicht nur die Madonna der Vergangenheit (1980er Jahre) betrachten und werfen wir einen Blick auf die Madonna von heute. Dazu ihr Musikvideo „Give Me All Your Luvin’“:
Cheerleader und American Football scheinen das Leitmotiv in diesem Video zu sein. Das Video beginnt mit Nicki Minaj und M.I.A., zwei weiteren Sängerinnen, die in Cheerleader-Uniformen bekleidet auf den Schultern von maskierten Cheerleadern sitzen, mit Pompons tanzen und Madonna anfeuern. Madonna tritt mit einem Kinderwagen aus einer Haustüre. Es fängt an zu regnen und American-Football-Spieler kommen ihr zur Hilfe, schützen sie mit Regenschirmen und legen ihre Jacken vor Madonna auf den Boden, so dass sie nicht in die Pfützen treten muss. Die Spieler teilen ein Taxi in der Mitte, um Madonna durchzulassen und tragen sie auf Händen. In einer weiteren Szene wird versucht, Madonna zu erschiessen, aber die Spieler werfen sich zwischen Madonna und den Kugeln und retten so ihr Leben. Was für Genderrollen werden hier dargestellt?
Die American-Football-Spieler vermitteln ein stereotypes Bild vom heldenhaft, muskulösen, starken Mann, der der hilflosen Frau zur Hilfe kommt. Die Frau, Madonna, stellt eine klischeehaft stereotype moderne Frau dar, die alle um ihre Finger wickelt, weiss, was sie will und sich das nimmt, was sie braucht. Sie befiehlt oder verlangt es sogar, wie vom Songtext zu entnehmen ist, dass ihr die anderen das geben, was sie möchte: „Give me all your love“. Sie bekommt also von anderen, was sie will, ohne wirklich viel dafür zu tun. Vom Aussehen her zeigt sich Madonna nicht mehr in verschiedenen Identitäten, sondern in der Identität eines sehr weiblichen ‘Girls’, die ihre Haare um ihr Finger wickelt und mit einem ‘skip to her step’ wie ein kleines Mädchen oder Teenager läuft. Hier ist eine Frau im mittleren Alter, die sich jedoch wie ein Teenie verhält und kleidet. Madonna versucht anscheinend mit anderen Sängerinnen, die halb so alt sind wie sie zu konkurrieren. Um dies zu erreichen, tut sie alles dafür, um jugendlich auszusehen. Sie verfällt, meiner Meinung nach, dem Ideal, wie eine Frau auszusehen zu hat: jung, weiblich, sexy und dünn.
Um auf die Frage, ob Madonna die Erwartungen einer feministischen Ikone, die das aktuelle Frauenbild kritisch in Frage stellt, gerecht wird, zurück zu kommen: Die Madonna, die in diesem Musikvideo leicht bekleidet umher läuft und sich auf Händen tragen lässt, erfüllt auf jeden Fall nicht die Erwartungen einer feministischen Ikone - aber heisst das dass sie keine ist?
Bis zum nächsten Mal, eure
Ruby Red
Welche deiner CDs ist dir am peinlichsten und warum?
Die mit Abstand peinlichste CD, die ich besitze, ist das Album „Oops…I did it again“ von Britney Spears. Warum? Weil Britney Spears für mich das naive, etwas dümmliche girlie girl verkörpert und ich sie mit all ihren Eskapaden nicht ernst nehmen kann.
Lieblingsmotto? The flower that blooms in adversity is the most beautiful and rare of all.
Lieblingszahnpasta? Hauptsache eine, bei der sich mein Mund vor Schärfe nicht zusammenzieht.
Singst du unter der Dusche? Nicht immer, aber wenn, dann so richtig laut.
Nun zu den etwas gewöhnlicheren Fragen:
Alter: 24
Studienfächer: Geschlechterforschung und Englisch.
Grund für Wahl dieser Studienfächer: Ursprünglich hatte ich angefangen, Soziologie zu studieren, habe dann aber gemerkt, dass mich die Fragen zum Thema Gender am meisten interessiert haben.
Hobbies: Joggen, Lesen und wild vor mich hin Tanzen.
Die Übertretung des schwul-lesbischen Werbevorbots soll laut der Nachrichtenagentur RIA Novosti eine Verwaltungsübertretung sein. Das Gesetz muss noch in zweiter Lesung beschlossen werden. Ähnliche Werbeverbote gibt es in Russland bereits in den Regionen Rjasan, Kostroma und Archangelsk und seit März dieses Jahres in der Stadt St. Petersburg. Die russisch-orthodoxe Kirche fordert eine Ausdehnung des Verbots auf ganz Russland.
Links: http://en.ria.ru/society/20120426/173062511.html
[www.ndtv.com]
[www.care2.com]
http://en.ria.ru/russia/20120329/172463814.html
[de.wikipedia.org]
[de.wikipedia.org]