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Gender
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Call for Papers Reihe: Feministisches Forum – Hamburger Texte zur Frauenforschung Herausgeberinnen: Dagmar Filter & Jana Reich Abstracts zu Band 5: “Arabischer Frühling? Alte und neue Geschlechterpolitiken in einer Region im Umbruch”
In den meisten Ländern des arabischen Frühlings sind die Geschlechterverhältnisse durch eine patriarchale Struktur und Tradition geprägt, die besonders Frauen in ihrer persönlichen Freiheit und in ihrer politischen Mitbestimmung einschränkt. Frauen waren und sind jedoch an den revolutionären Prozessen beteiligt. Die Umwälzungen in diesen Gesellschaften bieten die Chance, die Geschlechterverhältnisse aufzubrechen und neu zu verhandeln. Der Band befasst sich mit der Frage nach der politischen und gesellschaftlichen Partizipation von Frauen und Männern in muslimischen Gesellschaften vor, während und nach dem Arabischen Frühling, sowie die Bedeutung von Geschlechter(de)konstruktionen in einer Gesellschaft im Wandel.
Mögliche Perspektiven auf die politische Macht, Partizipation, Hierarchien und Geschlechterverhältnisse: - Gibt es ein Erstarken der “Zivilgesellschaft”? - Welche Rolle spielte die Jugend, wie agierte sie, wie sind die Geschlechterverhältnisse? - Welche revolutionären Ziele und Reformwünsche gab es und in welcher Weise würde die
Bevölkerung mehr daran politisch partizipieren? - Gibt es zu beobachtende Veränderungen in den patriarchal geprägten Gesellschaften nach der Revolution hinsichtlich der Geschlechterpolitiken? - Inwieweit werden Geschlechterverhältnisse neu verhandelt? Wer verhandelt das? Wer sind die Akteure? Werden Frauen als politische Akteurinnen wahrgenommen und als politische Vertreterinnen gewählt?
- Welche politischen Ziele sind Frauen für Frauen wichtig? Feministische Perspektiven oder eher konservative Familienpolitiken? - Kommt es zu einem Erstarken “des Feminismus” oder eher zu islamistisch-konservativen Entwicklungen?
- Welchen Strategien bedienen sich Frauen in den verschiedenen Bewegungen (Organisation, Öffentlichkeit, Netzwerke etc.)? - Welche Partizipation hatten Frauen in der Politik muslimischer Gesellschaften? - Welche Achsen gibt es zwischen Gender, Islam, Feminismus und Revolution? - Welche Rolle spielen “Weiblichkeit” und “Männlichkeit” in den arabischen Revolutionen? - Wie sehen gesellschaftliche Kontrollinstrumente aus? - Aspekte zu: Gender / Medien / Berichterstattung / Soziale Netzwerke - Arabischer Frühling in Kunst, Film, Mode, Musik, Literatur usw.
- Was gibt es zum Thema Homosexualität zu sagen?
- Inwieweit urteilen wir aus den westlichen Wertvorstellungen über Feminismus, Zivilgesellschaft, Geschlechterverhältnisse? Was haben wir mit den Veränderungen zu tun? Zentrum GenderWissen, Zentrale Bibliothek Frauenforschung & Gender Studies Jana Reich Kontakt: [email protected] Monetastraße 4, 20146 Hamburg, Tel: 040-42838-6764, Fax: 040-42838-6763 [www.zentrum-genderwissen.de]
► Umfang der Abstracts: ca. 1 - 2 DIN-A4-Seiten mit Themavorstellung und –umriss sowie einigen wenigen Zeilen zur eigenen Person und evtl. bisherigen Veröffentlichungen
► Bitte senden Sie die Abstracts und die von uns bestätigten Beiträge als Word oder PDF per email an: [email protected]
► Einsendeschluss für Abstracts: 04. Juni 2012
► Auswahl und Bestätigung der AutorInnen: bis 21. Juni 2012
► Einsendeschluss für die bestätigten Artikel: 16. Juli 2012
Bislang in dieser Reihe im Centaurus-Verlag erschienen:
- Band 4 = „Bei mir bist Du schön…“ Kritische Reflexionen über Konzepte von Schönheit und Körperlichkeit (erscheint Juni 2012)
- Band 3 = Die Kunst, das Loch, die Frau. Feministische Kontroversen um Judy Chicagos „Dinner Party“ (1994)
- Band 2 = Was heißt hier lesbisch oder Wie sag ich`s meiner Mutter? (1995)
- Band 1 = Vom unwiderstehlichen Drang, Mutter zu werden. Mutterglück aus der Retorte? (1995)
Vorschau (Änderungen vorbehalten):
- Band 8 = Intersektionalität
- Band 7 = Migration
- Band 6 = Sexualität & Pornografie (u. a.: Pornografie und Holocaust)
- Band 5 = Arabischer Frühling. Alte und neue Geschlechterpolitiken in einer Region im Umbruch (Herbst 2012)
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Die Freude währte irgendwie nur ganz kurz, als ich heute auf der Facebook-Seite von YPS folgenden Status entdeckte: “Ihr habt es geschafft! Wir kommen zurück: Am 11. Oktober 2012 erscheint YPS wieder!”
Bei Meedia gibt es nämlich nähere Infos über die neue Ausrichtung und Zielgruppe des Hefts:
“Nur diesmal mit neuem Konzept und als Magazin für Männer zwischen 30 und 45 Jahren. Chefredakteur wird der ehemalige FHM-Macher Christian Kallenberg. Das neue Yps will die Themen von früher “inhaltlich und optisch in die jetzige Lebenswelt der Leser” übersetzten. So soll das neue Heft “Gimmicks und Gadgets für Agenten, Forscher und andere Erwachsene” liefern.”
Die Neu-Positionierung des Klassikers, so glaubt der Verlag, könne nämlich sehr gut funktionieren, weil “die meisten der über 34.000 Fans von Yps auf Facebook [...] Männer zwischen 25 und 44 Jahren” sind. Nun denn (und wir erinnern uns, die Neuauflage vor ein paar Jahren funktionierte ja nicht). Das Herbst-Heft wird wie alle geplanten folgenden dann auch mit spitzenmäßigen Headlines ausgestattet, wie etwa: “Zauberei – zehn einfache Tricks für die nächste Party!”. Außerdem im Fokus: Die Themenbereiche “Mode, Automobil und Technik”. Ich frage mich, ist das schon alles? Und liebe YPS-Fans, ist es das was Ihr wollt?
Tomboy ist ein heiterer, spannender Sommerfilm über den Mut und Erfindungsreichtum der 10-jährigen Laure. Indem sie ihren inneren Impulsen folgt, wagt Laure das aufregende Experiment ihre Identität mit einer kleinen Lüge neu zu erfinden. Am 3. Mai hat der Film von Céline Sciamma Österreichpremiere im Wiener Top Kino. Karten für die Premierenvorstellung gibt es ausschließlich bei identities! Für alle weiteren Vorstellungen kann beim Top Kino direkt reserviert werden.
Tomboy - Spielfilm von Céline Sciamma, 2011 (OmU)
Mit Zoé Héran, Malonn Lévana, Jeanne Disson, Sophie Cattani, Mathieu Demy u.a.
Wann: Donnerstag, 3. Mai 2012 20 Uhr (Premiere)
Wo: Top Kino, Rahlgasse 1 (Ecke Theobaldgasse), 1060 Wien
Reservierung: reservierung(at)identities.at oder Telefon 0699 120 96 100
Reservierungen sind erst bestätigt, wenn Sie ein Retourmail oder SMS bekommen haben!
Aus der Ankündigung von Barbara Reumüller / identities:
Eröffnungsfilm Panorama - Internationale Filmfestspiele Berlin 2011
Laure ist zehn und ein richtiger Tomboy, was niemanden in der Familie stört. Vor kurzem ist sie mit ihren jungen Eltern und ihrer kleinen Schwester Jeanne wieder einmal umgezogen. Eine größere Wohnung musste her, denn Mama ist schwanger - mit einem Brüderchen. Es ist Sommer, und all die anderen Kinder aus der Nachbarschaft spielen zusammen im Freien - nur Laure ist mit Jeanne allein, denn sie kennt hier niemanden unter den Gleichaltrigen. Laure liebt die kleine Schwester, ein altkluger, sehr aufgeweckter Racker, aber manchmal nervt sie auch einfach. Eines Tages begegnet sie der gleichaltrigen Lisa. Sie verstehen sich auf Anhieb, und als Lisa Laure für einen Jungen hält, lässt sie ihre neue Bekanntschaft einfach in dem Glauben. Aus Laure wird Mikaël, und nachdem diese "Verwandlung" geglückt ist, findet sie/er schnell Anschluss an die Clique, die gemeinsam Fußball spielt, Tapferkeitsspiele ausheckt und einfach den Sommer genießt. Ein Ausflug zum See wird zur Herausforderung, da wird schnell der Badeanzug zerschnippelt, muß schon mal kreativ mit Plastilin ein eindeutiges Ding für die Hose gebaut und das richtige Posieren vor dem Spiegel geübt werden, was die kleine, neugierige Schwester total interessiert. Im Laufe der Zeit wird Laures Verhältnis zu Lisa immer enger, was die Zweideutigkeit ihrer Lage immer komplizierter macht. Jeanne, das kleine Plappermaul, kann nur mühsam ihr Versprechen halten, den Schwindel nicht auffliegen zu lassen. Eine Rauferei, in der Mikaël die kleine Schwester verteidigt, hat dann so manche Überraschung für alle Beteiligten in petto … (Barbara Reumüller)
Ein leichtfüßiges, einfühlsames Spiel mit Identitäten und "falschen" Fährten - die erste Liebe entdecken.
Céline Sciamma gehört zu den Vertreterinnen einer neuen Filmemachergeneration in Frankreich. "Meine Liebe zum Kino entstand mit dem jungen französischen Kino der 90er Jahre: Desplechin, Lvovsky, Rochant … Aber ich bewundere auch Gus Van Sant und Larry Clark sehr für ihre Arbeiten über Jugendliche, und nicht zu vergessen David Lynch", äußerte sie im (…) in einem Interview . (arte.tv)
Junge sein, einen Sommer lang. (Zeit-Online.de)
Feingefühl hat Filmemacherin Céline Sciamma schon mit ihrem Debut La Naissance des pieuvres bewiesen, einem subtil wie frechen Film über den Spielraum zwischen Pubertät und Erwachsenwerden, Freundschaft und (lesbischem) Begehren. Auch Tomboy erzählt von Zwischenräumen: (...) Mit Witz und unglaublicher Leichtigkeit entwickelt Sciamma ihre Geschichte, erfreulicherweise ganz ohne Psychologie. Ob Mikaël hier erstmals seine Transidentität behauptet oder Laure einfach Lust am Spiel mit den Geschlechterrollen hat, lässt der Film offen. Wichtig ist nicht das Warum, sondern das Wie: Genau in dieser Offenheit wird die Figur lebendig. Das beeindruckende Spiel von Hauptdarstellerin Zoé Heran und den anderen Kindern füllt den Rest des Films mit Leben. Tomboy ist wunderbar stimmig, bewegend, unterhaltsam und leidenschaftlich - ganz zu Recht Gewinner des Teddy Jury Award der Berlinale. (elchaos, fmqueer.at)
Links: [www.identities.at]
[www.topkino.at]
[www.topkino.at]
http://tomboymovie.com/
[en.wikipedia.org]
[www.zeit.de]
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat einen Email-Newsletter für werdende Väter entwickelt, der ab sofort kostenlos bestellt werden kann. In insgesamt vier Ausgaben werden die wichtigsten Themen behandelt, die Männer während der Schwangerschaft ihrer Partnerin und der ersten Zeit mit dem Kind beschäftigen. Es geht um Fragen wie
Werdende Väter erhalten Tipps, wie sie ihre Partnerin bei der Geburt unterstützen können, wie sich Familie und Beruf leichter vereinbaren lassen, welche finanzielle Unterstützung möglich ist und welche Behördengänge anstehen.
Mit dem Newsletter möchte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung werdende Väter über die wichtigsten Themen der Schwangerschaft informieren und dazu anregen, sich mit dem eigenen Vaterwerden auseinanderzusetzen. Daneben beantwortet der Newsletter Fragen zur kindlichen Entwicklung im Mutterbauch, zur Sexualität während der Schwangerschaft und nach der Geburt, zum Sinn von Geburtsvorbereitungskursen und zu den Veränderungen, die das neue Leben als Familie mit sich bringt.
Dabei geht es auch um Themen, die nicht nur die schönen Seiten des Vaterwerdens aufgreifen. In der vierten Ausgabe geht es unter anderem darum, dass auch manche Väter nach der Geburt ihres Kindes in ein seelisches Tief geraten und was sie dagegen tun können.
Quelle
Warum das sogenannte Betreuungsgeld nur aus einer sehr bestimmten Perspektive ein gutes Konzept ist, sollte inzwischen klar sein. Und es wird immer klarer. Heute morgen, als das Kind und ich gerade dabei waren, uns mehr oder weniger fröhlich und freiwillig (danke, emanzipiert sind wir nämlich selber, meine Familie und ich!) für Fremdbetreuung und Erwerbsarbeit fertig zu machen, hörte ich es im Radio: Die Regierungskoalition hat sich auf einen “Kompromiss” geeinigt, was die Auszahlung des geplanten Betreuungsgeldes angeht. Und die Lösung ist total super und einleuchtend, wenn auch kein Stück überraschend, passt auf. Nämlich, Bezieher_innen von Alg II (“Hartz IV”) sollen das Geld zwar ausgezahlt kriegen. Wow! Es soll dann jedoch mit dem monatlichen Regelsatz verrechnet, sprich: davon abgezogen werden. Was also bedeutet, das Arbeitsministerium spart sich was ein, aber diese Familien können damit faktisch überhaupt nichts anfangen.
Sollen sie aber auch nicht. Denn wie wir ja wissen: Menschen, die ihren Lebensunterhalt nicht komplett mittels eigener Erwerbstätigkeit erwirtschaften (oder halt nicht irgendwie von selber ganz viel Geld haben, geerbt oder so, was ja auch eine enorme Leistung ist, und Leistung muss sich bekanntermaßen lohnen, ist schließlich zugunsten der Gesellschaft™), machen das auch nicht so gut mit ihren Kindern. Also, das sind halt prekäre Familien, die sind bildungsfern und können oft auch nicht ordentlich Deutsch und so, und da ist es auf jeden Fall besser, wenn man die nicht auch noch durch NOCH MEHR Geld dazu ermutigt, ihre Kinder rund um die Uhr selbst zu betreuen.
Klar, Fremdbetreuung für kleine Kinder ist zwar schon auch irgendwie nicht so der Knüller, aber immer noch besser, als wenn die armen Würmchen völlig chancenlos und bildungsfern zu Hause in ihrem Prekariatshaushalt verkümmern. Ich persönlich halte diese Gefahr ja durchaus für gegeben, denn wer braucht schon produktiv nutzbare Zeit für sich selbst - 24/7 ein Kleinkind betreuen, dagegen kann jede Wellnesskur einpacken. Aber vor allem: Wenn man sich mal anschaut, wie hoch so ein Alg II-Regelsatz ist, und wenn da dann auch noch 100 bis 150 Euro dazu kommen - Made im Speck, sag ich mal. Für so ein fettes Zubrot verzichtet man doch gern auf einen Job oder sowas, weil nachdem was man so hört und liest, sind Alg II-Beantragung und -bezug für viele Menschen ja der reinste glitzernde Ponyhof. Und nein, das habe ich mir nicht ausgedacht, das sagen die wirklich so, wenn die SZ nicht lügt:
Mit der Anrechnung der neuen Leistung könnten viele Kritiker befriedet werden. Die Familienpolitiker hatten durch das Betreuungsgeld Fehlanreize befürchtet: Eltern aus prekären Familien könnten sich wegen der Barleistung dafür entscheiden, ihr Kind nicht in eine Krippe zu geben, obwohl genau diese Kinder vom Besuch einer solchen Einrichtung besonders profitieren würden. Durch den Ausschluss von Hartz-IV-Empfängern wäre dieses Problem zum Teil gelöst.
Wie gesagt: Leute, die aus den verschiedensten Gründen keinen Job haben oder all die Leute, die (mindestens) einen Job haben, davon verrückterweise aber nicht leben können - alles fehlanreizgefährdetes geldgeiles Pack, von Pädagogik und Kindern und all dem keinen Schimmer.
Was ich mich ja auch frage: Haben sich die betreffenden Familienpolitiker_innen eventuell mal die Aufnahmerichtlinien von Betreuungseinrichtungen angeguckt? Nein? Ach so. Na ja, man kann sich nicht um alles kümmern. Zusätzlich zu der Problematik, dass es ohnehin noch lange nicht genügend Betreuungsmöglichkeiten für unter Dreijährige gibt - auch nicht für Alg II-Bezieher_innen, erstaunlicherweise - , und es sich daher wie ein 6er im Lotto anfühlen kann, einen solchen zu finden, ist es ist nämlich meines Wissens so, dass man in der Regel nur dann einen Betreuungsplatz für länger als ein paar Stunden am Tag bekommt, wenn man - Surprise! - Berufstätigkeit (oder eine Ausbildung oder ein Studium) nachweisen kann. Ist aber halt echt nochmal extraschwer, einen Job zu finden, zumal einen, von dessen Entlohnung ich und meine Familie leben können, wenn ich nicht weiß, wohin mit meinem Kind in dieser Zeit. Also: keine Kinderbetreuung = kein Job, kein Job = keine Kinderbetreuung. Ich denke, ich lehne mich nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, wir haben hier sowas wie einen Teufelskreis.
Aber da kommt jetzt die großartige Philosophie ins Spiel, die unsere Familienministerin uns aufzwingt - Entschuldigung, vertippt, ich meine natürlich, zur Wahl stellt: Wir entscheiden uns einfach alle dafür, kraft der eigenen Leistung aus diesem Kreis auszubrechen. Mit dem Teufel (na sowas, da ist er schon wieder), der immer auf den größten Haufen und so, hat das überhaupt nichts zu tun. Man kann sich ja zum Beispiel total frei dazu entscheiden, in den ersten paar Lebensjahren des Kindes nicht sonderlich viel Zeit mit Erwerbsarbeit zu verbringen. Wenn man sich das finanziell aus sogenannter eigener Kraft leisten kann, ist das erstens gut für’s Kind, das dann nicht in FREMDBETREUUNG muss, und zweitens wird man dafür belohnt - mit zusätzlichem Geld. Aber auch nur dann. Für wen das gerecht klingt, will ich glaub ich gar nicht wirklich wissen. Alle anderen tippen hoffentlich gerade ihren Namen unter das hier, mal so als kleinen Anfang.
Ausschreibung Gender&Medien Award
Der Forschungsbereich Gender & Medien zählt seit Beginn der Medienwissenschaft zu einem ihrer produktivsten Arbeitsfelder. Nicht nur die wissenshistorische und -theoretische Befragung und Ausdifferenzierung von Methoden und Theorien, auch die Generierung von innovativen Forschungsfragen und -themen werden im Bereich der Gender&Medien-Forschung vorangetrieben. Genderforschung bedient nicht nur eine „Nische“, vielmehr werden hier grundlegende Prämissen des medienwissenschaftlichen Denkens bearbeitet.
Um laufende Forschungsarbeiten aus diesem Bereich hervorzuheben und zu fördern, hat die Gesellschaft für Medienwissenschaft den „GfM Best Publication Award Gender&Medien“ ins Leben gerufen, der 2010 erstmals verliehen wurde. Zu den inhaltlichen Kriterien der Auszeichnung zählen die Reflexion der eigenen Position im wissenschaftlichen Feld von Gender&Medien, ein innovativer Forschungsansatz sowie ein theoretisch-konzeptueller Umgang mit der behandelten Thematik und/oder mit dem analysierten Material.
Es können wissenschaftliche Aufsätze in deutscher oder englischer Sprache eingereicht oder vorgeschlagen werden, die im Jahr 2011/12 (1.1.11 bis 31.5.12)publiziert wurden. In Druck befindliche oder vor 2011 publizierte Text können nicht berücksichtigt werden. Pro Person darf nur eine Publikation eingereicht oder vorgeschlagen werden. Bei mehrfacher AutorInnenschaft gilt jedeR AutorIn als EinreicherIn.
Der Preis ist mit 500 Euro dotiert und wird von einer Jury im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für Medienwissenschaft im Oktober 2012 in Frankfurt/M. verliehen.
Bitte reichen Sie die Publikation als pdf ein.
Einsendeschluss: 31. Mai 2012
Die Unterlagen bitte (in elektronischer Form) an folgende Adresse senden:
Prof. Dr. Kathrin Peters
Institut für Kunst und visuelle Kultur
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
[email protected]
Rückfragen unter: Tel +49-0441 798 2831 oder per E-Mail
Hollaback! („Brüll zurück“) ist eine Bewegung, die sich dem Kampf gegen sexuelle Belästigung und dummen Anmachen auf der Straße verschrieben hat. Nach Hollaback! Düsseldorf, Hollaback! Berlin (mit denen wir bereits vor einem Jahr ein Interview führten) wurde nun auch Hollaback! Dresden ins Leben gerufen. Im folgenden Video stellen sich neben der Gruppe aus Dresden weitere neugegründete Hollaback!-Gruppen z.B. aus Belgien oder England vor.
Seit 01.01.2010 sind in Österreich eingetragene Partnerschaften möglich. Die bereits mit im Haushalt lebenden oder erst gewünschten Kinder wurden im Eingetragene Partnerschaft-Gesetz (EPG) völlig ausgeblendet, bis auf jene Bestimmung, die eingetragenen Partner_innen die gemeinsame Adoption und die Stiefkindadoption ausdrücklich verbietet (§ 8 Abs. 4 EPG). Die Beratungsstelle COURAGE lädt - in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Sexualforschung (ÖGS) und dem Rechtskomitee Lambda - zu einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion mit Politiker_innen und Expert_innen zum Thema 'Österreich und seine Regenbogenfamilien' ein.
We Are Family! - Österreich und seine Regenbogenfamilien - Podiumsdiskussion
Wann: Montag, 14. Mai 2012, 19 Uhr
Wo: ega, Windmühlgasse 26, 1060 Wien
Eintritt frei
Aus der Einladung:
Vater - Mutter - Kind. Das ist das traditionelle Bild der Familie in den Köpfen vieler Menschen. In unserer Gesellschaft gibt es jedoch noch andere partnerschaftliche Konstellationen, die immer öfter die Kernfunktion der traditionellen Familie übernehmen. Seit 01.01.2010 sind in Österreich eingetragene PartnerInnenschaften möglich. KritikerInnen im In- und Ausland erkennen im EPG eine homophobe Haltung österreichischer PolitikerInnen. Sie fordern eine Reform jener Regelungen, die lesbischen und schwulen Paaren einen Familiennamen verwehrt, sowie die künstliche Befruchtung und die Adoption untersagen. Österreichs PolitikerInnen verleugnen die Realität von Regenbogenfamilien und sprechen gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen und Paaren eine verantwortliche Elternschaft ab.
Dass dies ein Vorurteil ist, zeigen weltweit alle zur Verfügung stehenden Studien über die Entwicklung von Kindern in Regenbogenfamilien, so auch jene des renommierten Psychologen und Psychoanalytiker Univ.-Prof. Dr. Udo Rauchfleisch, des Bayrischen Staatsinstituts für Familienforschung an der Universität Bamberg sowie des Bayrischen Staatsinstituts für Frühpädagogik an der Universität München.
Schätzungen in Deutschland sprechen von 30.000 bis 35.000 Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften. Die Elternschaft von Lesben und Schwulen sowie Regenbogenfamilien sind auch in Österreich eine gesellschaftliche Realität. Das zeigt der Beratungsalltag an den Beratungsstellen COURAGE in Wien, Graz und Innsbruck signifikant, ebenso wie den Kinderwunsch und die Bereitschaft zu einer liebevollen und fürsorglichen Elternschaft gleichgeschlechtlich empfindender Menschen.
Die Beratungsstelle COURAGE lädt - in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Sexualforschung (ÖGS) und dem Rechtskomitee Lambda - zu einer Podiumsdiskussion mit PolitikerInnen und FachexpertInnen ein:
Gabriele Heinisch-Hosek, Bundesministerin für Frauen und Öffentlichen Dienst
Mag.a Ulrike Lunacek, MEP, Europasprecherin der Grünen
Hon. Prof. Dr. Georg Kathrein, Bundesministerium für Justiz, Leiter der Zivilrechtssektion
Mag. Johannes Wahala, Leiter Beratungsstelle COURAGE, Präsident der ÖGS
Dr. Helmut Graupner, Rechtskomitee LAMBDA
Barbara Schlachter, Obfrau FAmOs - Familien Andersrum Österreich
Moderation: Corinna Milborn
Montag, 14. Mai 2012, 19 Uhr
ega, Windmühlgasse 26, 1060 Wien
Eintritt frei.
Links: [www.courage-beratung.at]
[www.oegs.or.at]
[www.rklambda.at]
[www.ris.bka.gv.at]
>>> Senatsantrag JLU Gießen >>> Anfrage an Dekanat FB 11, 05.02.2012
Auf
Initiative von solidarischen Studierenden berät der Senat der
Justus-Liebig-Universität Gießen heute Nachmittag ab 14:15 Uhr in öffentlicher
Sitzung über eine Stellungnahme zu Genitalverstümmelungen in Kinderkliniken
(wie sie am Standort Gießen des UKGM allen Dementis zum Trotz derzeit leider
immer noch
angeboten, durchgeführt und in Publikationen für Kleinkinder "im ersten
Lebensjahr" propagiert werden).
Der Antrag fordert einerseits eine öffentlich zugänglich zu machende Aufarbeitung entsprechender Praktiken in Gießen innerhalb von Lehre und Forschung der Justus-Liebig-Universität sowie in den pädiatrischen Abteilungen des Universitätsklinikums Gießen, andrerseits eine Stellungnahme des Senats gegen die Fortführung solcher medizinisch nicht notwendigen Eingriffe an Einwilligungsunfähigen, sowie dass der Senat darauf hinwirken solle, dass kosmetische Genitaloperationen an Minderjährigen in seinem Machtbereich künftig untersagt werden sollen:
>>> Senatsantrag JLU Gießen (PDF)
Eingereicht wurde der Antrag von der Studierendenvertretung des AStA im Senat auf Initiative des Autonomen Schwulen-Trans*-Queer-Referats im AStA der JLU Gießen. Bereits Anfang Februar hatte Markus Otterbein vom Schwulen-Referat das zuständige Dekanat des Fachbereichs 11 - Medizin um Auskunft betreffend kosmetische Genitaloperationen an Kindern ersucht, bis heute aber nie eine Antwort erhalten:
>>> Anfrage an Dekanat FB 11 - Medizin, 05.02.2012 (PDF)
Letzte Woche beriet der Senat der Philipps-Universität Marburg über einen ähnlichen studentischen Antrag und beschloss nach längerer Debatte eine öffentlich zugängliche Aufarbeitung von medizinisch nicht notwendigen Genitaloperationen an Kindern und Jugendlichen, sowie allgemein die Erarbeitung universitärer Richtlinien zum Umgang mit "nicht geschäftsfähigen Personen" in Lehre und Forschung, im Universitätsklinikum und in Akademischen Lehrkrankenhäusern der Philipps-Universität.
Dieser Blog freut sich riesig und dankt allen Beteiligten ganz herzlich, speziell dem Autonomen Schwulen-Trans*-Queer-Referat im AStA der JLU Gießen und dem Autonomen FrauenLesbenReferat im AStA der Universität Marburg!
Nachtrag: Die Debatte über den Antrag wurde auf die nächste Senatssitzung am 6. Juni vertagt.
Wir sehn uns, wo die Action ist ...
>>> Marburg
+ Gießen: Proteste + Info + Senatstermine 15.-25.04.2012
>>>
Genitalverstümmelungen in Kinderkliniken – eine Genealogie der Täter
>>> 150 Jahre
Menschenversuche ohne Ethik und Gewissen
Endlich
ist es offiziell: Im Rahmen des 14. Universellen Überprüfungsverfahren 2012
wird der UN-Menschenrechtsrat auf Antrag eines >>> Schattenberichts
(PDF) einer breiten NGO-Koalition von ingseamt 47
Menschenrechtsakteuren zum allerersten Mal überhaupt über kosmetische
Genitaloperationen an Kindern beraten!
Es ist das 2. Mal, dass die Schweiz am Universal Periodical Review teilnimmt. Durch die Vielzahl der teilnehmenden NGOs und die vorgeschriebene Umfangsbegrenzung des gesamten Bericht blieb für jedes einzelne Anliegen nur wenig Platz. Die Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org ist in der NGO-Koalition mit dabei und konnte folgenden Punkt einbringen (S. 9):
18. Kosmetische Genitaloperationen an Kindern
Etwa jedes 1000. Kind kommt mit "uneindeutigen" körperlichen Geschlechtsmerkmalen zur Welt (sog. Zwitter, Hermaphroditen, Intersexe, Disorders of Sex Development DSD). Diese werden sehr häufig im Kleinkindalter aus „kosmetischen“ Gründen operiert. Betroffene klagen diese nicht eingewilligten Eingriffe ohne medizinische Notwendigkeit und Evidenz als massiven Verstoss gegen ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung an.
Empfehlung
Die Schweiz wird aufgefordert, eine Kommission ins Leben zu rufen, welche sich mit den Vorwürfen der Betroffenen von kosmetischen Genitaloperationen unvoreingenommen und fair auseinandersetzt und Vorschläge für eine Änderung der Praxis erarbeitet.
Dieser Punkt ist zugleich das allererste Mal überhaupt, dass ein UN-Gremium dezidiert mit der Thematik "kosmetischen Genitaloperationen in westlichen Kinderkliniken" konfrontiert wird ohne jeglichen (wie die Erfahrung zeigte) vom eigentlichen Thema ablenkenden "Geschlechter-Gender-Firlefanz".
>>> Der
ganze NGO-Schattenbericht (PDF, 214 kb)
Das Büro des UNO-Hochkommissariats für Menschenrechte wird nun als nächstes zwei Berichte zur Schweiz zusammenstellen, wovon sich der eine voraussichtlich stark auf den Bericht der Schweizer NGO-Koalition abstützen wird.
Eine offizielle Schweizer Regierungs-Delegation wird danach Ende Oktober 2012 an einer Sitzung der UPR-Arbeitsgruppe des Menschenrechtsrats mit den Empfehlungen der Staaten konfrontiert, und kann bis zur folgenden Sitzung des UNO-Menschenrechtsrats im März 2013 dazu Stellung nehmen, indem sie die erhaltenen Empfehlungen entweder akzeptiert oder ablehnt.
Fortsetzung folgt ...
>>>
Kosmetische Genitaloperationen an Kindern: Typische Diagnosen und
Eingriffe
>>>
Genitalverstümmelungen in Kinderkliniken – eine Genealogie der Täter
>>> 150 Jahre
Menschenversuche ohne Ethik und Gewissen