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Gender
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Heute hat die Zeitschrift “EMMA” Geburtstag. Die erste Ausgabe erschien am 26. Januar 1977. Seit einer Schenkung im vergangenen Jahr können die Ausgaben von 1977 bis 1995 auch bei uns in der Genderbibliothek gelesen werden. Für die weiteren Nummern haben wir schon ein Angebot.
Viele Artikel in der politischen Zeitschrift des Feminismus greifen Themen auf, die hier erstmalig bzw. in anderen Publikationen gar nicht bearbeitet werden. Deshalb kann die Zeitschrift auch gut für Seminare und Abschlussarbeiten genutzt werden. Zu recherchieren sind die Artikel über die Datenbank des FrauenMediaTurms in Köln, wo für diese Recherche eine extra Suchmaske vorhanden ist.

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Ähnliche Artikel

Twitter im Augenblick der Amtseinführung
Als die AG Queer Studies das Vortragsprogramm für Jenseits der Geschlechtergrenzen in diesem Wintersemester geplant hat, war das Rennen zwischen Obama und Clinton um die Präsidentschaftskandidatur noch nicht entscheiden. Um so mehr freuen wir uns, eine Woche nach der Inauguration von Barack Obama noch einen passenden Vortrag in unserem Programm zu haben. Dr. Gabriele Dietze von der HU Berlin, deren Habilitation zur Konkurrenz von amerikanischen Race- und Gender-Emanzipationsdiskursen in diesem Jahr bei transcript erscheint, beschäftigt sich mit dem Diskurs über die Konkurrenz zwischen einem Schwarzem Mann und einer weißen Frau um das höchste Amt der USA.
Obama vs Clinton – (Ver)quere Intersektionen von Rassismus und Sexismus
Barak Obama ist der erste amerikanische Präsident of color. Im Vortrag soll diskutiert werden, ob diese ‚unwahrscheinliche‘ Konstellation damit zu tun hat, dass er eine weiss/weibliche Konkurrentin im Nominierungswahlkampf hatte und ob diese ohne einen schwarz/männlichen Gegenkandidaten mehr Chancen gehabt hätte. Es wird davon ausgegangen, das das Duell von Hillary Clinton und Barack Obama um die demokratische Kandidatur eine historisch gewachsene Konkurrenz aufgerufen hat, die seit dem Kampf um die Abschaffung der Sklaverei Frauen- und ‚Race‘-Emanzipationsbewegung eng miteinander verknüpft hat: Eine gemeinsame Front für die Abschaffung der Sklaverei und das allgemeine Wahlrecht zerbröckelte, als nur der schwarze Mann das Wahlrecht erhielt. Lynching wurde häufig damit begründet, ein schwarzer Mann habe sich einer weißen Frau genähert, und in den Emanzipationsbewegungen der Sixties wurde der Begriff ‚Sexismus’ aus dem Begriff ‚Rassismus’ entwickelt.Der Vortrag soll mit den Instrumenten diskursanalytisch inspirierter Gender Studies – insbesondere mit einer Analyse der Intersektionalitäten von Race, Class, Gender und Sexualität – eine Genealogie eines ‚schwierigen Verhältnisses’ entwerfen. Dabei sollen historisch spezifische Wissensformationen kartiert werden und Möglichkeiten ihrer Variation und Überarbeitung erkundet werden.
Der Vortrag findet am 28. Januar 2009 um 19 Uhr im Raum 0079 des WiWi-Bunkers, Von-Melle-Park 5 auf dem Campus der Uni Hamburg statt. Der Eintritt ist frei.
Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4 Die meisten Eltern sind mit dem Elterngeld zufrieden. Dies belegt der Elterngeldbericht, der von der Bundesregierung im vergangenen Herbst vorgestellt wurde. Um Eltern in Zukunft eine noch flexiblere Planung ihrer Elternzeit zu ermöglichen, ist am vergangenen Samstag das angepasste Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) in Kraft getreten.
Die Gesetzesänderungen sehen unter anderem vor, dass die Bezugsdauer des Elterngeldes einmalig ohne Begründung geändert werden kann. Zudem erhalten auch Großeltern Anspruch auf Elternzeit, wenn ihre Kinder minderjährig oder während der Schulzeit oder Ausbildung ein Kind bekommen haben. Sie können dann eine “Großelternzeit” beantragen, während der Staat das Geld weiterhin an die Eltern auszahlt.
Mit Inkrafttreten der Gesetzesänderungen gilt zudem eine einheitliche Mindestbezugszeit des Elterngeldes von zwei Monaten. Jeder Elternteil, der sich dann um die Kinderbetreuung kümmert, muss also mindestens zwei Monate aus dem Job aussteigen. Mütter erfüllen diese Bedingung in der Regel schon durch den Mutterschutz, so dass es den Vätern freistand, beispielsweise nur einen Monat in Elternzeit zu gehen. Mit der Änderung wird eine intensivere Bindung auch des zweiten Elternteils zum Kind unterstützt.
Vätern wird insbesondere gegenüber Dritten die Entscheidung erleichtert, sich mehr Zeit für ihr Kind zu nehmen. Weiterhin werden viele junge Männer, die Wehr- oder Zivildienst leisten oder geleistet haben, bei der Einkommensermittlung besser berücksichtigt.
Quelle
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Ein Mann denkt alle 30 Sekunden an Sex. Klar. Aber an was denkt er den Rest des Tages? Was denken die übrigen Männer? Wann ist ein Mann ein Mann? Und vor allem: Warum?
Baut man 28 Wasserstoff-, 19 Kohlenstoff- und 2 Sauerstoffteilchen richtig zusammen, dann erhält man ihn, den Stoff aus dem die Männer sind: C19H28O2 – besser bekannt als TESTOSTERON. Ihm verdankt George Clooney sein kantiges Gesicht, Arnold Schwarzenegger seine Muskelberge und ihr Ehemann seine Nasenhaare.
In seiner musikalisch-kabarettistischen Infotainment-Show nimmt Tobias Bücklein die Macker und ihre Macken auf´s Korn und macht sich für sein Publikum auf den „Weg des wahren Mannes“.
Tobias Bücklein ist in der kommenden Woche, am Freitag, den 30. Januar im Theater im Walzwerk in Pulheim zu sehen.
Soeben erfahre ich von Tobias, dass das Konzert am Freitag ausfällt und zu einem späteren Termin nachgeholt wird. Schade
Forum Männer: Prekäre männliche Lebenswelten - Männer im Prekariat
Als Folge der weltweiten Finanzkrise sind in Deutschland weitere Verschlechterungen bei den Lebens- und Arbeitsbedingungen zu befürchten, unsichere «prekäre» Arbeits- und Beschäftigungsverhältnisse nehmen zu.
Fr, 27.2.09 14:30 Uhr Gunda-Werner-Institut,bis Sa, 28.2.09 16 Uhr Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
mehr Informationen: [www.forum-maenner.de]
Menschen, die im «Prekariat» leben, sind von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen und mit geringer Lebensqualität an den gesellschaftlichen Rand gedrängt. Acht Prozent der deutschen Bevölkerung gehören laut einer Studie der Ebert-Stiftung zum «abgehängten Prekariat», die meisten davon sind Männer.
Arbeitslosigkeit und Arbeitsverhältnisse ohne oder mit nur geringen sozialen Absicherungen aber auch zunehmende Armut, Obdachlosigkeit, Krankheit oder Illegalisierung von Migrantinnen und Migranten sind kennzeichnend für Marginalisierung bzw. Prekarisierung im weiteren Sinne.
Drei Jobs zur Sicherung des Lebensunterhalts werden eine allgemein vorstellbare Möglichkeit, schwierige Lebenslagen so normalisiert und das Nicht-funktionieren des Arbeitsmarktes «individualisiert» (Ulrich Beck). Ist das «Prekariat» eine logische Konsequenz der gegenwärtigen liberal-marktwirtschaftlichen und bürgerlich-postindustriellen Gesellschaftsordnung?
Auf der Tagung sollen unterschiedliche lebensweltliche Zusammenhänge beleuchtet werden, in denen Männer im besonderen Maße in Situationen sind, welche im Widerspruch zur Vorstellung von traditioneller Männlichkeit stehen. Neben den Ursachen für diese Situationen und der Umgangsweise von Männern mit dieser Erfahrung soll auch Lösungsstrategien nachgegangen werden.
Die Tagung wird sich mit Auswirkungen des sozialen Wandels von Erwerbsarbeit auf Männer und Männlichkeiten befassen und Formen prekärer männlicher Lebenswelten sowie deren Ursachen und mögliche Auswege in den Blick nehmen: Sind Männer besonders oder anders betroffen? Welche Rolle spielen Männlichkeitskonstruktionen? Und was heißt das für die politische Steuerung?
Mit:
Prof. Dr. Klaus Dörre, Universität Jena
Dr. Sylka Scholz, Technische Universität Dresden
Jürgen Golombek, Diplom Psychologe, Psychoanalytiker, Potsdam
Christian Schröder, Politikwissenschaftler, Bottrop
Norbert Somnitz-Lorbeer, Diplom-Psychologe
Veranstalter:
FORUM MÄNNER in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse
Gunda-Werner-Institut
Anmeldung:
Bitte melden Sie sich bis zum 12. Februar durch Ausfüllen des elektronischen Anmeldeformulars an.
Bitte beachten: Die Zahl der teilnehmenden Personen für die einzelnen Workshops / Foren ist begrenzt, es entscheidet der Eingang der Anmeldung. Wir verschicken keine Anmeldebestätigung.
Teilnahmebeitrag
30,- / 15,- € (Verdienende/ Nichtverdienende)
Der Teilnahmebeitrag kann zu Beginn der Tagung bei der Anmeldung entrichtet werden (Quelle)
Vorhang auf!
Am Mittwoch, den 4.2., 18 Uhr im Kinosaal der HU, Unter den Linden 6 wird im Rahmen der Filmreihe “Das Geschlecht der Bildung. 100 Jahre Frauenstudium” der Film “Die Vorzeigefrau” (1986) gezeigt.
(ACHTUNG! Im Faltblatt befindet sich ein Tippfehler dort war versehentlich der 7.2. ausgewiesen)
Die Dokumentation stellt die DDR-Professorin Helga Hörz vor, ehemalige Leiterin des Bereichs Ethik und Vertreterin der DDR in der UNO-Kommission für den Rechtsstatus der Frau. Die Einleitung/den Kommentar gibt Prof. Ulrike Auga.
Guten Morgen! Auf in einen neuen Selbermach-Sonntag. Her mit euren Links, Texten, Gedanken und Fragen an die Anderen.
Schönen Sonntag!
Während ich am Computer sitze, klicke ich die ganze Zeit mit der Maus. Warum nicht zwischendurch für die Gemeinschaft klicken? Du willst ein freundliches friedliches fröhliches Zusammenleben? Mit ein paar Klicks kommst du diesem Ziel Stück für Stück näher.
Dies sind Möglichkeiten, sich mit wenig Aufwand - so im Vorbeigehen - am sozialen Gedanken des Web 2.0 zu beteiligen. Dir fallen vielleicht noch andere ein, nutze den Kommentarbereich, um sie mitzuteilen.
Der Begriff “Web 2.0″ ist nicht als Versionsnummer für das WWW gemeint. Hier zeigt sich typisch angelsächsischer Humor, weil man natürlich das Internet nicht strikt in Versionen einteilen kann. Genauso wenig, wie man das Internet auf die eigene Festplatte downloaden (DownloadtheNet beachte die Anzahl der Jahre
) oder am Ende des Internets ankommen kann.
Web 2.0 meint eine neue Ära, eine Zeitphase, zu deren Beginn (ca. 2004) sich Verhaltensweisen herausbildeten bzw. von Programmierern (”Hackern”) bewusst forciert wurden, die ein freies, offenes - sprich “soziales” - Miteinander für alle gewährleisten.
Tags: bedingungsloses Grundeinkommen, Gemeinschaft, Mitmachen, Tipps, Twitter, Web 2.0
Als ich gestern auf einer Party herumhüpfte, durfte ich mal wieder ein für mich sehr erschreckendes Bild sehen: Da tanzte eine Frau mit Rastas zu Bob Marley. Wer mich ein bisschen kennt, wird wissen, dass ich Probleme mit Rastas und Reggae habe, denn ich verbinde das mit Rastafari und Jamaika. Natürlich, das will ich diesem Beitrag auch vorausschicken, möchte ich nicht jeder oder jedem der Rastas trägt unterstellen, diese Gesinnung zu haben. Aber es erschreckt mich doch sehr, wie wenig die dahinterstehnde Ideologie reflektiert wird. Dies gilt übrigens auch für Menschen, die ich mit Jamaika-Flaggen rumrennen sehe.

(C) Eva Hillreiner, www.evahillreiner.de
Ich stelle mir dann immer die Frage: Darf man dass nun tun, weil es gerade hip und modern ist oder nicht? Es ist die Frage nach „political correctness” - wo fängt sie an, wo hört sie auf. Bleiben wir doch beim Erlebnis von gestern Abend. Das Lied das gespielt wurde war „no woman, no cry” - und ja ich weiß, dass das nicht „keine Frauen, kein Geschrei” heißt, sondern eigentlich „no woman, huh cry” (huh kann mit don`t übersetz werden) und somit „Nein Frau, weine nicht!” bedeutet. Aber ein Frauenrechtler war Bob Marley wahrhaftig nicht! Seine Lieder hatten für ihn den vorrangigen Zweck, die Rastafari-Ideologie in die Welt zu tragen. Und diese Ideologie ist bei weitem nicht frauenfreundlich - ganz im Gegenteil: die Frau ist der Untertan des Mannes, soll ihr Haupt bedecken, tut sie es nicht, soll der Mann ihr die Haare abrasieren, Frauen werden während ihrer Menstruation wegen Unreinheit von der Gemeinschaft ausgeschlossen, sie darf noch nicht mal Hosen tragen, usw. Auch das Frauenbild das Bob Marley so hatte, war nicht feministisch. Er hatte mit vielen Frauen Sex, seiner Frau erlaubte er dies aber nicht - die Kinder dieser Seitensprünge durfte sie allerdings groß ziehen. Die Frau hatte gefälligst zu Hause zu bleiben und war für Kindererziehung, Hauhalt und ähnliches eingeplant - sofort nach seiner Hochzeit, zog Bob Marley nach Amerika, seine Frau musste jedoch in Jamaika bleiben.
Gut, nun kann nicht gesagt werden, dass Rasta gleich Bob Marley oder Reggae ist und wohl auch nicht, dass Reggae gleich Rastafari ist. Aber so ganz auseinander zu dividieren ist es dann doch nicht. Für mich bestehen diese Assoziationen sogar sehr stark. Ich weiß, dass ich damit eine Minderheit darstelle. Deshalb frage ich mich des Öfteren, warum Menschen, die mit Thor Steinar oder Lonsdale Pullis rumlaufen, öffentlich geächtet werden, wenn jedoch jemand eine Jamaika-Flagge auf der Jacke trägt diese_r als cool und liberal gilt? Die frauenrechtliche Situation in Jamaika ist nun wirklich nicht die Beste. Auch Homosexualität steht dort noch unter Strafe (10 Jahre Haft) und Gewalt gegen Homosexuelle und gegen Frauen wird nur bedingt und wenn überhaupt dann nur sehr lasch verfolgt. Wann ist es denn nun gerechtfertigt mit „political correctness” anzufangen und wann noch nicht?
Ich würde mich sehr freuen, wenn auch bei den Themen Reggae, Rastas und Jamaika mehr Differenzierung einkehren würde. Ich habe nichts gegen Reggae-Gruppen/-Fans, die sich deutlich von dieser Ideologie abgrenzen. Ich habe aber deutlich Probleme damit, wenn dies nicht passiert. Ich finde, wer mit Rastas durch die Welt läuft, sollte zumindest wissen, wofür dies auch stehen kann. Aber meistens habe ich bei Diskussionen mit jenen das Gefühl, dass sie reichlich wenig über Rastafari wissen. Das kann und will ich nicht akzeptieren. Ich freue mich, wenn diese Menschen komplett anders denken, als es die hinter diesen Symbolen liegende Ideologie tut - aber wenigstens sich mit dieser einmal etwas gründlicher auseinanderzusetzen, das erwarte ich von jeder und jedem, der symbolkräftige Zeichen trägt - eine Landesflagge ist dies für mich genauso wie eine eindeutige Haarfrisur.
Abspann: Ich weiß, dies war nun eher über Symbole als über Feminismus - aber es berührt dieses Thema doch so stark, dass ich es wichtig fand, mich dazu einmal zu äußern. Außerdem: Der Artikel konnte erst heute kommen, da wir gestern in meinem Viertel in Istanbul Stromausfall hatten.
(Der Kommentar von Franziska Brantner und mir erschien in der Taz, dies hier ist die etwas ausführlichere Version.)
Vor einem Jahr, am 1. Januar 2008, fand fast unbemerkt eine gesellschaftliche Revolution in Deutschland statt. Einem bis dahin gesellschaftlich und gesetzlich breit abgesicherten Modell wurde der Boden unter den Füßen weggezogen: Das neue Unterhaltsgesetz trat in Kraft. Die klassische Ehe ist ihrer juristisch-materiellen Grundlage teilweise beraubt. Die Botschaft dieses Gesetzes an die Frauen ist: „Bleib unabhängig, Du bist selbst für Dich verantwortlich.“ Diese Botschaft ist gut. Dennoch birgt das neue Gesetz auch enorme Nachteile – vor allem für Frauen – da neue Lebensmodelle nur bedingt ermöglicht werden.
In der „klassischen“ Ehe arbeitete der Mann, die Frau betreute die Kinder und gab ihre eigene berufliche Karriere auf. Dafür erhielt die Frau die gesetzliche Garantie, auch nach einer Scheidung den in der Ehe erwirtschafteten Lebensstandard unbefristet von ihrem Mann gesichert zu bekommen. Seit Januar 2008 ist das anders. Lässt sich eine Frau heute scheiden, muss sie eigenverantwortlich für sich selbst sorgen, und dies bereits ab einem Alter der ehelichen Kinder von drei Jahren.
Doch die deutsche Lebensrealität erlaubt nur bedingt ein alternatives Modell zur klassischen Ehe. Arbeitsbedingungen, Steueranreize und (Weiter-) Bildungsmöglichkeiten, die eine Unabhängigkeit überhaupt erst ermöglichen können, gibt es nur wenige. Und das alles ohne eine neue Definition von „Solidarität“.
Anlass für die Gesetzesänderung war nicht etwa eine feministische Bewegung, die endlich die Eigenständigkeit der Frau sichern wollte. Nein, Anlass war vielmehr eine Feststellung des Bundesverfassungsgerichtes, dass die unterschiedlichen Rechte auf Betreuung ehelicher und nicht-ehelicher Kinder dem Gleichheitsgrundsatz widersprachen. Kinder sollten danach generell das gleiche Recht auf Betreuung durch ihre Mütter haben. Man hätte deshalb den Betreuungsunterhalt für nichteheliche Mütter, der auf drei Jahre befristet war, dem Betreuungsunterhalt der ehelichen Mütter, der 15 Jahre galt, angleichen müssen. In logischer Konsequenz dieser berechtigten Gesetzesrüge des Bundesverfassungsgerichts sah deshalb der Gesetzesvorschlag Nummer eins vor, dass nicht verheiratete Mütter ebenso Betreuungsunterhalt bis zum 15. Lebensjahr des Kindes bekommen sollten. Dagegen lief man aber in der CSU Sturm. Die Ehe als solche sei dann gar nicht mehr attraktiv. So scheiterte das Gesetz im Bundesrat.
Wegen des großen Zeitdrucks eine Lösung finden zu müssen, wurde mit heißer Nadel stattdessen ein Gesetz geschaffen, das zwar der Auflage des Verfassungsgerichts auf Gleichstellung der Kinder in der Betreuung Rechnung trug, aber nur noch generell drei Jahre Betreuung durch die Mutter für alle Kinder vorsieht. Bei diesem „Aufräumen“ entledigten sich die Männer auch noch gleich der „lästigen Pflicht“, Ehefrauen, die ihr Leben nach dem gemeinsamen Plan der Kindererziehung gewidmet hatten, lebenslang unterhalten zu müssen. Hat eine Frau ihrem Ehemann zum Beispiel dreißig Jahre den Rücken frei gehalten und die Kinder großgezogen, während er Karriere machte, kann es ihr jetzt passieren, an der Scannerkasse zu sitzen oder den Staat um Solidarität zu bitten. Denn ihre Ausbildung entspricht nun nicht mehr den aktuellen Anforderungen und Berufserfahrung fehlt ihr auch. Für diese Frau hat die Sache einige Haken:
Die Kehrseiten des neuen Unterhaltsgesetzes
Erstens hält der Staat weiter steuerliche Anreize für das alte Modell aufrecht, indem er mit dem Ehegattensplitting finanziell unterstützend dafür wirkt.
Zweitens gibt es keine flächendeckende,gute , kostenlose Fremdbetreuung für Kinder nach der Stillzeit. Die Frauen (oder die Männer) können gar nicht auf gleichem Niveau weiterarbeiten– es sei denn, sie können sich private Rundumversorgung leisten. Eine flächendeckende, flexible, qualitative und kostenlose Kinderbetreuung ab null Jahren ist dringend nötig.
Drittens geht das neue Gesetz davon aus, dass Frauen und Männer gleichviel verdienen. Das ist aber nicht der Fall: Eine deutsche Durchschnittsfrau verdient immer noch 23 Prozent weniger als der Durchschnittsmann für gleichwertige Arbeit und sie fühlt sich stärker zu schlecht bezahlten Tätigkeiten berufen, als er. Diese Ungleichbezahlung muss der Gesetzgeber endlich beenden. Die Verantwortung in den Händen einer Erzieherin, die harte, teilweise psychisch belastende Arbeit eines Altenpflegers, sie finden wenig finanzielle Anerkennung. Arbeit mit Alten, Kranken und Kindern – üblicherweise von Frauen ausgeführt – wird sozial weniger anerkannt und deswegen schlechter bezahlt.
Viertens reden Politiker jeder Couleur viel vom Lebenslangen Lernen, doch in der Realität findet dieses kaum statt. Der Staat muss sich dafür einsetzen, dass alle Frauen, jeden Alters und jeder Herkunft, eine reelle Chance auf Bildung und Weiterbildung bekommen, damit sie die verlangte Unabhängigkeit von Staat und Mann umsetzen können: Jeder Frau muss der Weg in eine Auffrischung ihrer Ausbildung, eine komplett neue Ausbildung und auch zu einer akademischen Laufbahn geebnet werden. Alleinerziehende haben dabei immense Probleme, deswegen sind Finanzierungen über das aktuelle BaföG hinaus notwendig. Eine Frau – und auch ein Mann, der Kinder betreut hat- muss ein ganzes Leben lang die Möglichkeit haben, noch einmal richtig mit der eigenen Karriere durchstarten zu können.
Fünftens wurden keine Übergangsregeln geschaffen für diejenigen Frauen, die sich vor dreißig Jahren für das damalige Mehrheitsmodell entschieden haben, aber heute nach neuem Recht geschieden werden. Und eine Frau, die heute heiratet, weiß vielleicht noch nichts von ihrer neuen Situation nach einer späteren Scheidung. Für sie sollte es zum Beispiel im Standesamt eine gründliche Aufklärung darüber geben, damit sie gar nicht erst auf die Idee kommt, der „Gatte werde schon auf immer und ewig alles für sie richten“.
Für ein neues Miteinander von Selbstverantwortung und Solidarität.
Traditionell blieben viele Frauen, egal ob geschieden oder nicht, nach dem Ende der Kinderbetreuung weiterhin arbeitslos zu Hause und managten den Haushalt. Selbst wenn man sich für eine gewisse Zeit für die Kinderbetreuung und damit gegen ein berufliches Fortkommen entscheiden sollte: Jeder erwachsene Mensch ist in der Regel in der Lage, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen. Spätestens, wenn aus dem letzten Kind ein Jugendlicher geworden ist, braucht man wieder Zugang zu Bildung und zur Arbeitswelt. Nur so ist Selbstverantwortung möglich.
Gleichzeitig muss man sich auch fragen, welche Solidarität wir in unserer Gesellschaft leben wollen? Sollte unser gesellschaftliches Ziel nicht sein, dass Menschen füreinander einstehen? Dass sie füreinander Verantwortung übernehmen? Nicht patriarchalisch geprägt, sondern modern: Frauen gegenüber Frauen. Männer gegenüber Männern. Frauen gegenüber Männern. Männer gegenüber Frauen. Solidaritätsverträge für nicht Verheiratete und nicht verheiratete gleichgeschlechtliche Paare ohne steuerliche Benachteiligung für diese Partnerschaftsformen.
In Frankreich gibt es mit dem pacte civil de solidarité (PACS) seit 1999 eine gesetzliche Institution, in der sich Menschen egal welchen Geschlechts zu gegenseitiger Hilfe und Solidarität verpflichten. Der PACS ermöglicht fernab der Ehe eine Gütergemeinschaft, gemeinsame steuerliche Veranlagung und steuerlich günstige Erbbestimmungen. Ein ziviler Solidaritätspakt wäre auch für Deutschland sinnvoll. Zwei Menschen könnten dann Rechte und Pflichten individuell vereinbaren – ein modernes, an heutige Bedürfnisse angepasstes Rechtsinstitut. Da nur in den seltensten Fällen ein „Bund fürs Leben“ geschlossen wird, soll der Zivilpakt leichter zu schließen aber auch leichter zu beenden sein, als die Ehe. Darin kann auch vereinbart werden, wie man nach einer Trennung miteinander umgeht und vor allem: Wie wird der- oder diejenige ausgehen, der oder die sich der Kinderbetreuung widmet.
Mehr Hilfe für Alleinerziehende
Menschen, die ihre Kinder alleine groß ziehen, tragen ein enormes Armutsrisiko: Wollen sie genauso viel Zeit für ihre Kinder aufbringen, wie es Eltern in einer Partnerschaft können, so müssen sie zwangläufig weniger arbeiten. Die Angebotslage auf dem Teilzeitsektor ist aber oft miserabel. Und alleinerziehende Frauen bekommen zu allem Überdruss auch noch durchschnittlich 23 Prozent weniger Lohn für ihre Arbeit.
Der Modebegriff „Work-Life-Balance“ bekommt für Alleinerziehende eine ganz andere, substanziellere Bedeutung. Arbeitswelt und Lebenswelt sind oft gar nicht mehr unter einen Hut zu bekommen. Ohne Betreuung für ihre Kinder , gehen einer Frau oder einem Mann darüber hinaus ein eigenes Einkommen, Berufserfahrung und Weiterbildung abhanden. Hartz IV wird zum einzigen Einkommen für sie und ihre Kinder. Hartz IV ist aber alles andere als „armutsresistent“.
Für diese Frauen (und auch Männer) müssen schnellstmöglich Auswege gefunden werden. Als Sofortmaßnahme brauchen wir einen Rechtsanspruch für Alleinerziehende auf Betreuung ihrer Kinder nach finnischem Vorbild: Kommt eine Kommune diesem Anspruch nicht institutionell nach, so muss sie ihm finanziell nachkommen und private Fremdbetreuung finanzieren. Diese Sofortmaßnahme entschärft die Situation bis eine flächendeckende kostenlose Kinderbetreuung tatsächlich Realität geworden ist.
Darüber hinaus braucht es eine Kombilohnregelung für Alleinerziehende. Modell-Projekte zum Kombilohn zeigen, dass vor allem diese Gebrauch davon machten. Damit würde auch ihnen eine „Work-Life-Balance“ ermöglicht.
Die neue Formel für Selbstverantwortung plus Solidarität lautet also: flächendeckend kostenfreie Kinderbetreuung, gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit und gerechteren Lohn für soziale Berufe. Dazu braucht es Informationen über die rechtliche Situation und die Möglichkeit von privaten Solidaritätsverträgen, ohne dass einer von beiden nach einer Trennung das wirtschaftliche Nachsehen hat. Es muss einem Paar möglich sein, ihr Kind nach sechs Wochen in Fremdbetreuung zu geben, oder aber auch, dass einer der beiden Partner unter Hintanstellung beruflicher Ambitionen sich der Kinderbetreuung widmet, ohne, dass dies für immer die wirtschaftliche Sackgasse bedeutet. Dies alles: für Verheiratete, Nicht-Verheiratete und gleichgeschlechtliche Paare.
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Jockel Tschiersch ist die Generation Patch einfach zuwider. Wenn er nur diese Patchwork-Weicheier sieht, diese Väter, die alle ganz, ganz lieb haben, dann glaubt er wieder an die unbefleckte Empfängnis.
Er kann sich nämlich beim besten Willen nicht vorstellen, dass einer dieser Daddys je einer Frau ein Kind gemacht hat. Auch in anderen Familien sieht es ziemlich übel aus. Bei Tilmann und Annalena etwa und ihrem dicken Sohn Ernst-Ludwig, die jeden Monat über 9000 Euro raushauen, um ihr Leben coachen zu lassen. Ohne Berater geht da nix mehr. Sogar die beiden Golden Retriever werden zwei Mal die Woche im Pfötchenparadies beim Energy-Flow psychologisch aufgebaut.
Obwohl jeder solche Typen kennt, die unter der Lupe betrachtet eigentlich in die Klapsmühle gehörten, ist in Jockel Tschierschs aktuellem Programm “Pubertät mit 50” rein gar nichts normal. Zu seinem Erstaunen erkennt der vielbeschäftigte Schauspieler und Kabarettist, dass fast alle Mitmenschen, er selbst eingeschlossen, in irgendeiner Form gerade ihre zweite Pubertät durch machen. Unausgeglichenheit, starke Erregbarkeit und eine akut auftretende Protesthaltung sind dabei noch die geringsten Probleme.
Was Jockel Tschiersch da im BKA-Theater zeigt, ist wieder einmal großartiges One-Man-Kabarett-Theater. Er schlüpft in tausenderlei Rollen und Dialekte, spielt Szenen aus dem eigens erdachten Schundroman “Männer, Müll und ihre Entsorgung” wie die vom Schnauzer-Bernd und der Östrogen-Elvira.
Natürlich geht es dabei immer wieder um den Jugendwahn älterer Semester und ihre Midlife-Debilität. Dem 51-jährigen Jockel Tschiersch ist ein hintersinnig-böser Ideen-Marathon gelungen. Die Empfehlung von Ulrike Borowczyk: Sehenswert! Unbedingt hingehen!
BKA-Theater, Berlin – Kreuzberg, heute 20:00 Uhr.
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Väter, die zu Hause bleiben, um ihre Kinder zu erziehen, Väter, die im Kreise der Mütter Erziehungsfragen debattieren, Väter, die nicht an Autorität interessiert sind, sondern am Argument. Väter und Kinder: einst eine Teilzeitbeziehung, heute eine Vollzeitbeschäftigung?
Die neuen Väter sind auf dem Vormarsch! Aber ist das nicht nur eine Erfindung der Medien? Auf der anderen Seite der Erziehung dominieren die Frauen. Die Schulen sind längst in weiblicher Hand. Was bedeutet das für die Kinder? Fehlt ihnen das männliche Vorbild? Thea Dorn hat
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Bernhard Bueb “Von der Pflicht zu führen”: Der ehemalige Leiter der Eliteschule Salem hat 2006 mit seinem Bestseller “Lob der Disziplin” für Furore gesorgt. Jetzt legt er nach. Und fordert die Wiederkehr des starken Vorbilds. Bueb glaubt an das Erziehungsmodell Klein- und Kleinstfamilie. Er setzt auf Ganztagsschulen, auf Gemeinschaft. Und auf Autorität.
Dieter Bednarz “Überleben an der Wickelfront”: Kinder zu kriegen, war nicht ganz leicht für den SPIEGEL-Redakteur Dieter Bednarz und seine Frau: mit Hilfe der Fortpflanzungsmedizin kamen dann Zwillinge und mit ihnen ein neues Leben, wiederum nicht ganz leicht, aber aufregend. Jetzt hat Bednarz einen Erfahrungsbericht geschrieben - soweit es die Kinder zuließen.
Wladimir Kaminer “Salve Papa”: Der Erfinder der Russendisco in einer ungewohnten Rolle. In seinem neuen Buch erzählt Wladimir Kaminer davon, Vater zu sein. Und einer Welt gegenüber zu stehen, die er einfach nicht versteht. Ob Finanzspekulationen auf dem Schulhof, eingeschränkte Lateinkenntnisse der Tochter oder russischen Gastkindern, am Ende retten Humor und Gelassenheit über Kommunikationsprobleme.
Dieter Thomä “Väter - eine moderne Heldengeschichte”: Die Krise der Väter, behauptet der Philosoph Dieter Thomä, ist kein neues Phänomen. Sie beginnt damit, dass dem König in der Französischen Revolution der Kopf abgeschlagen wurde. Seitdem steht Autorität auf tönernen Füssen.
Ausstrahlung am Samstag, SWR, 24.01.2009, 00.00 bis 1.00 Uhr, Wiederholung in 3sat am Sonntag, 25. Januar um 10.15 Uhr
Quelle
Judith Butler ist am 3. Februar zu Gast an der Freien Universität Berlin 
Wer sich mit Gender Studies oder Feminismus im Allgemeinen auseinandergesetzt hat, der ist an einem Namen bestimmt nicht vorbeigekommen: Judith Butler. Die Professorin für Rhetorik und vergleichende Literaturwissenschaft hält im Rahmen der alljährlichen Hegel Lectures einen Vortrag namens “Frames Of War”. Bekannt ist sie den meisten wahrscheinlich durch ihre feministische Theorie über die normierende Wirkung des zweigeschlechtlichen Denkens. Identitätskategorien stehen meist im Mittelpunkt ihrer Theoriebildung. Dadurch hat sie nicht nur in den Gender Studies die ein oder andere Diskussion ausgelöst. Längst zählt sie zu den beudeutendsten Intellektuellen Amerikas - zurecht.
Den Vortrag der Grande Dame des Gender Trouble, von Missy-Redakteurin Chris Köver zur “persönlichen Theorieheldin” erklärt, legen wir euch sehr ans Herz. Wer am 3. Februar nichts vorhat, sollte sich schnellstens anmelden, zurücklehnen und den weisen Worten einer richtig coolen Frau lauschen. Der Rest von euch sollte sich frei nehmen.
Wärmstens, eure Missies
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Hat eigentlich nichts mit dem Thema Väter zu tun, klingt aber wunderbar:
Zwei Mexikaner, die in Irland leben, mischen die heimischen Charts auf: Rodrigo y Gabriela ist ein Gitarrenduo, das von Songwriter Damien Rice entdeckt wurde und ansetzt, die Popwelt zu erobern. Fabchannel und SPIEGEL ONLINE zeigen einen Auftritt aus dem “Paradiso” in Amsterdam.
Focus Online berichtet über irakische Frauen, die bei den Wahlen für das Parlament und die Provinzverwaltungen eigentlich kandidieren möchten, sich aber nicht trauen. Denn obwohl es für diese Wahlen eine 25-Prozent-Quote für Frauen gibt, müssen diese bei einer Kandidatur mit Gewalt rechnen. Die Frauen erscheinen bei den Wahlen 2009 zum ersten Mal mit ganzem Namen auf den Wahllisten, wo früher nur das Symbol ihrer Partei zu sehen war. Das macht sie persönlich angreifbar:
Frauen haben nach der Verfassung zwar die gleichen Rechte wie die Männer, was Wahlen, Eigentum und Gerichtsfähigkeit betrifft. Doch in der irakischen Gesellschaft herrschen tiefe Meinungsverschiedenheiten über ihre Rolle und die des Islams.
(…)
Inzwischen wird schon befürchtet, dass gar nicht genug Frauen antreten werden, um die 25-Prozent-Quote zu erfüllen. Für Said Arikat, Sprecher der UN-Mission im Irak, ist dieses Phänomen nicht überraschend: „Manche Statistiken zeigen, dass Frauen in den Ländern, die von geschlossenen zu offenen Wahllisten übergehen, nicht so gut damit fahren.“ Allerdings kann nach seiner Einschätzung die Umstellung auch für Männer schwierig sein: „Zu Wahlen im Irak anzutreten, erfordert Mut und Engagement von allen Kandidaten.“
(…)
Die frühere irakische Frauenministerin Nirmin Othman, die inzwischen Umweltministerin ist, äußert Verständnis für die Angst vieler Frauen. Gleichwohl sei die Teilnahme an den Wahlen wichtig, um den Irak weiter zu verändern. „Wir brauchen Frauen in Bezirkstagen, Provinzverwaltungen und im Parlament – einfach überall, wenn wir wollen, dass unsere Belange bei der Entscheidungsfindung gehört werden“, sagt sie.
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Dr. Jakob Hein, Schriftsteller und Arzt, ist erster Väterbeauftragter der Charité und damit bundesweit Vorreiter für diese Position. Das hat die Berliner Universitätsklinik beim Neujahrsempfang am vergangenen Montag bekannt geben. Der Väterbeauftragte ist die Anlaufstelle für alle männlichen Mitarbeiter, die erwägen, zur Betreuung ihres Kindes in Elternzeit zu gehen.
Hier können sie sich über rechtliche und vertragliche Rahmenbedingungen informieren, aber vor allem auch Fragen stellen und moralische Unterstützung für die Durchsetzung ihres Vorhabens bekommen. „Ich spreche aus eigener Erfahrung, da ich selbst fünf Monate in Elternzeit war“, erläutert Hein.
In seiner neuen Position hofft er, zwischen werdenden Vätern und ihren Vorgesetzten vermitteln und beide von der Wichtigkeit zufriedener Eltern im Beruf überzeugen zu können. Auch die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Charité, Christine Kurmeyer, freut sich über die Ernennung von Dr. Hein: „Das ist für alle Beteiligten ein Gewinn: für die Väter, die Kinder und nicht zuletzt auch für die Frauen.“
Quelle
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(C) Azucena Rios
Online-Foren fördern den Austausch von Müttern und wirken ihrer gesellschaftlichen Isolation rund um die Geburt entgegen. Zugleich drängen sie jedoch auch die Erzieherrolle des Vaters zurück. Das besagt eine im Journal of Advanced Nursing veröffentlichte Studie der University of British Columbia und der University of Victoria.
Sie analysiert die Online-Kommunikation von 40 kanadischen Frauen, die innerhalb eines Jahres ein Kind bekamen und ein eigenes Online-Forum gründeten. Die Studie belegte zahlreiche positive Effekte für die Mütter. Väter waren in dem von einer Hebamme moderierten Forum nicht vertreten und waren auch nicht in die über das Forum vereinbarten Treffen eingebunden.
„Schon in der Schwangerschaft sind Foren für viele Frauen eine wichtige Anlaufstelle“, betont Hanna Ojus, Hebamme und Moderatorin eines Elternforums.
Viele Frauen seien mit ärztlichen Diagnosen allein gelassen, die sie beängstigen. „Viele suchen dann über die Suchmaschinen-Eingabe im Internet nach Rat. Hebammen können hier Antwort geben“, so Ojus. Foren erleichterten den Kontakt zwischen ratsuchenden Müttern und Hebammen sehr durch Aufklärung und psychosoziale Unterstützung, die andernfalls ausbleiben würde.
Neben vielen Vorteilen des Forums deckt die Studie auch unerwünschte Nebenwirkungen der Kommunikation über Foren auf. „Mehre Mütter berichteten von Kommentaren ihrer Partner über das hohe Zeitausmaß, das sie am Computer verbrachten. Zudem schlossen die im Forum organisierten Treffen die Väter in der Regel aus“, bestätigt Studienautorin Wendy Hall.
Das beeinträchtige die Rolle der Väter in der Erziehung. Ojus bestätigt, dass Väter auch im von ihr betreuten Forum weniger als ein Zehntel der Teilnehmer ausmachen. „Es wäre gut, wenn mehr Väter in den Foren aktiv wären. Sie sehen Dinge von einer ganz anderen Seite, stellen gute Fragen und hinterfragen auch mehr“.
Da für die Bindung der Väter an Familie und Kind schon vor der Geburt Weichen gestellt werden, ist es besonders wichtig, sie bereits zu diesem Zeitpunkt ins Boot zu holen und dies auch in den Foren zu thematisieren.
Quelle
Sexismus, Rassismus, Vorratsdatenspeicherung und das Dschungle Camp. Empfehlenswerte Links der vergangen Tage nach dem Klick!
Achtung, da kommt was auf uns zu…
Nun stellen sich auch die beiden potenziellen Kanzler_Innen hinter die Pro-Reli Initiative, Merkel und Steinmeier sind “für eine Stärkung des Religionsunterrichts in Berlin”.
Auf unisextoiletten.de, einer Initiative an der Humboldt-Uni Berlin, können Diskussionswütige sich über Vor- und Nachteile der Geschlechtergrenzen transzendierenden Örtlichkeit austauschen. los gehts!
Für alle, die es interessiert wie die zukünftige amerikanische Frauenpolitik, unter dem neuen Präsidenten Obama aussehen wird/soll, hier ein Link direkt zum “Weißen Haus”.
Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4 Mehr Flexibilität im Beruf, andere Arbeitszeitmodelle und eine betriebliche Infrastruktur pro Elternschaft: Das sind die Top - Wünsche, die Väter wie Väter in spe an ihre Arbeitgeber richten. Dieses Fazit zieht das Deutsche Jugendinstitut (DJI) aus einer Studie über Männer, die im Auftrag der Bertelsmann Stiftung erstellt worden ist.
Mehr als 90 % der noch kinderlosen jungen Männer möchte gerne Vater werden, doch die Gesellschaft macht es ihnen nicht leicht: Das Frauenproblem von der Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird immer mehr auch ein Männerproblem. Denn junge Männer wollen sich sowohl im Beruf als auch in der Familie engagieren, heißt es dort.
Und: ‚Bislang richteten sich beispielsweise familienfreundliche Arbeitszeiten in Unternehmen überwiegend an Frauen - und nicht an Männer.’
Ich freue mich, dass diese Erkenntnis inzwischen so weite Kreise gezogen hat. Als ich vor 5 Jahren Väter & Karriere gestartet habe und genau diese Themen auf die Tagesordnung gesetzt habe, stand ich noch ziemlich allein auf weiter Flur. Inzwischen hat es sich also rumgesprochen. Unternehmen, die sich darauf einrichten, dass jungen Absolventen Familie und Karriere gleichermaßen wichtig ist, können sich jetzt glaubwürdig als innovativer und Väter – bewusster Arbeitgeber positionieren. Denn es gilt ja nicht nur die Krise zu überstehen, sondern insbesondere auf die Zeit danach vorbereitet zu sein.
Quelle
Heute im Zeit Magazin: Das Portrait einer Spitzenmanagerin, die nach der Geburt ihres Kindes aus ihrem Job gemobbt wurde.
Gerade Akademikerinnen, die die Politik immer ermuntert, Kinder zu bekommen, bezahlen genau dafür oft einen hohen Preis. Sie müssen ihre herausgehobenen Positionen aufgeben, weil die Unternehmen fürchten, dass die Mitarbeiterinnen mit Kind zu abgelenkt und unflexibel sind.
(…)
“Bei erfolgreichen Frauen ist die Arbeitsrolle doch die viel bestimmendere als die Mutterrolle”, sagt die Münchner Professorin Barbara Vinken, die den deutschen Muttermythos untersucht hat. Mit ihrer Arbeit hätten sich die Frauen über die Jahre selbst entworfen – sie kommen nicht ohne sie aus. Deshalb ist es heute fatal, wenn eine Mutter aus dem Job gedrängt wird: “Dann führt der Glücksfall, der jede Geburt ist, letztlich zur Zerstörung ihrer Existenz: nicht unbedingt finanziell, aber psychisch.”
Nachtrag:
Zeit Online bringt daneben ein Interview zur Frage “Was sollen Frauen tun, die nach ihrer Rückkehr aus der Elternzeit aus ihrem Job herausgeekelt werden?” Sich wehren, rät der Berliner Anwalt Friedemann Koch.
So nah liegen das Neue und das Alte
beieinander: Nur wenige Tage nach der sensationellen ersten Grossen
Zwitter-Anfrage in Hamburg erreichte Nella ein Mail, das ist so traurig,
ich weiss gar nicht, wie ich's schreiben soll. Ich zitiere es deshalb
einfach:
-------- Original-Nachricht --------
Betreff: AW: Intersexualität: Menschenrechtsverletzungen und
Diskriminierungen
Datum: Mon, 19 Jan 2009 13:15:46 +0100
Von: Ulrike Florian <florian_at_ethikrat.org>
An: <vorstand_at_intersexuelle-menschen.net>
CC: 'Dr. Joachim Vetter' <vetter_at_ethikrat.org>
Sehr geehrte Frau Truffer,zunächst danke ich Ihnen sehr für Ihre Nachricht vom 10. Dezember und
die ausführlichen Informationen und weiterführenden Links zur
Problematik der Intersexualität.Die von Ihnen an den Deutschen Ethikrat herangetragene Bitte, sich mit
diesem Problemkreis auseinanderzusetzen, ist in die am Folgetag
abgehaltenen Beratungen des Rates über sein Arbeitsprogramm für das Jahr
2009 eingeflossen.Die Vielfalt an Themen, mit denen sich der Ethikrat auseinandersetzen
möchte, führt jedoch zwangsläufig dazu, dass eine Auswahl getroffen
werden muss - nähere Informationen hierzu finden Sie auf der Website des
Deutschen Ethikrates unter [www.ethikrat.org] .
Zu den Themen, die keinen Eingang in das Arbeitsprogramm des Jahres 2009
gefunden haben, zählt u. a. leider auch das Thema der Intersexualität.Dafür bitten wir um Ihr Verständnis.
Mit allen guten Wünschen für das Jahr 2009 und freundlichen Grüßen
Ulrike Florian
______________________________________
Deutscher Ethikrat
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jägerstraße 22/23
D-10117 BerlinTel: +49 +30 203 70-246
Fax: +49 +30 203 70-252
E-Mail: florian_at_ethikrat.org
URL: [www.ethikrat.org]
Öhm, vielleicht doch Mini-Kommentar gefällig? Es handelt sich
wohlbemerkt um denselben Ethikrat, der 2008 als Schwerpunkt "Kosmetische
Operationen an Kindern" im Schwerpunkt hatte. Ich weiss, dass viele Zwitter und
solidarische Nicht-Zwitter grosse Hoffnungen in den Ethikrat gesetzt hatten. Zu
Recht. Eine couragierte Stellungnahme hätte manchem jungen Zwitter
höchstwahrscheinlich mehrere genitale Zwangsoperationen erspart. Manchmal könnt
mensch einfach nicht soviel saufen, wie mensch kotzen möchte. Aber (ich gebe
zu, ich weiss nicht, was der Ethikrat konkret betreffend "Kosmetische
Operationen an Kindern" letzes Jahr behandelte und bewirkte, ich schätz jetzt
einach mal) Nasenoperationen an den Kids reicher Eltern, das ist n dringliches
Thema, boa. Schäm dich, deutscher Ethikrat. Mensch braucht bloss zu gucken, wer
euch finanziert, um zu wissen, wen ihr vor gerechter Strafe schützt. Das Blut
wohl Hunderter zwangsoperierter Zwitter klebt an euren Händen. Macht nur weiter
so. Und jetzt, ähm, hör ich wohl besser auf, bevor ich noch ernsthaft ausfällig
werde ...
An diesem Motto scheint sich zuminderst die tschechische Familienpolitik zu orientieren, diese stellt sich nämlich laut einem TAZ-Bericht hinter die Kinderbetreuung in den eigenen vier Wänden. Die tschechische Regierung “betont die die Wichtigkeit der häuslichen Kinderbetreuung als Alternative zur Karriere”.
Mit diesen Umorientierungsplänen würde sich Tschechien gegen die 2002 in Barcelona beschlossenen EU-Pläne zum Ausbau von Krippenpätzen und Betreuung außer Haus stellen. Demach sollten bis 2010 ausreichend Krippenplätze vorhanden sein, um Frauen den Wiedereinstieg in das Berufsleben zu erleichtern.
Aber wie das nun mal so ist mit Vorsätzen der EU-Parlamentarier, werden Hier und Dort auch mal gerne Ausnahmen gemacht.
Zumal auch Deutschlands “Super-Mutti” von-der-Leyen aufatmen dürfte, ihr wird nämlich die Einhaltung der Barcelona-Ziele auch nicht gelingen.
Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4 Das Pentagon will ein familienfreundliches Unternehmen sein. Daher überlegt man sich auch, wie man mehr für die Kinder und Partner machen kann, wenn Vater oder Mutter oder Partner im Einsatz sind, also beispielsweise in Afghanistan oder im Irak für die Interessen der USA sorgen sollen.
Diese Einsätze belasteten die Familien und erzeugten Stress, heißt es im Pentagon. Für die psychologische Gesundheit der Familie und die Stabilität der Soldaten sei Kommunikation der Schlüssel. Nicht immer aber ist eine Kommunikation über Telefon oder Internet möglich, beispielsweise bei Kampfeinsätzen. Früher dienten zu diesem Zweck Fotografien, aber die moderne Technik solle engere persönliche Beziehungen erlauben.
Die Defense Centers of Excellence for Psychological Health and Traumatic Brain Injury glauben, eine Lösung gefunden zu haben. Besonders für die Kleinen könne es gut sein, wenn sie während der Abwesenheit des realen Elternteils zumindest einen virtuellen Ersatz hätten. In einer Ausschreibung wird nun um Vorschläge für die Entwicklung eines multimedialen Computerprogramms gebeten, das es Kindern erlauben soll, mit dem virtuellen Elternteil zumindest einfache, aber überzeugende Gespräche führen zu können. Auch für Ehepartner könne dies hilfreich sein.
Das Kind soll etwa mit seinem virtuellen Elternteil, das in Form von Videobildern oder 3D-Animationen präsentiert wird, in einem simulierten Dialog über alltägliche Dinge sprechen können. Wenn ein Kind sagt: “Ich liebe dich” oder “Ich vermisse dich”, soll es eine passende Antwort erhalten.
Es ist bestimmt einfacher, vor allem aber überzeugender, die Kampfeinsätze zu virtualisieren und den Vätern und Müttern reale persönliche Beziehungen zu ihren Kindern zu ermöglichen. Solche Programme gibt es ja auch schon zuhauf auf dem Markt. Kindern, die ihre Väter vermissen eine ‘Maschine’ als Ersatz anzubieten, finde ich reichlich pervers. Das ist psychologische Kriegsführung an der Heimatfront.
Ihr Lieben,
ihr habt’s ja mitbekommen: In den letzten Tagen hatten wir ein paar Probleme mit der Webseite. Nun sollte alles wieder so funktionieren wie bisher. Die Autorennamen und den Header gibt’s in den kommenden Tagen auch wieder. Ihr seid super, dass ihr einfach weiter hier diskutiert und euch nicht verscheuchen lassen habt.
Die superste aber ist SoE - Danke für den tollen technischen Support!
Weitermachen.
Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4 “Ich liebe Dich” flüstern einer Studie zufolge 40 % der Männer täglich ihrer Liebsten mindestens einmal ins Ohr, währen nur 32 % der Frauen dasselbe tun.
Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag des Magazins Reader’s Digest hervor. Wie die Zeitschrift in ihrer Februar-Ausgabe berichtet, sind die 30- bis 39- Jährigen ganz besonders romantisch: 47 % von ihnen bekunden sich täglich gegenseitig ihre Zuneigung. Mit fortschreitendem Alter lassen die Liebesschwüre jedoch nach. Bei den 50- bis 59-Jährigen sind es nur noch 25 %.
Und auch regional gibt es Unterschiede in Deutschland: Während in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland 42 % die berühmten drei Worte wenigstens einmal am Tag vom Partner hören, sind es in Baden- Württemberg nur 24 %. Für die Umfrage waren 1000 Bürger befragt worden, von denen wiederum 729 angaben, sie hätten einen Partner.
Mich würde ja interessieren, ob die Männer noch genauso romantisch sind, wenn sie Väter geworden sind.
Quelle
“KomBi veranstaltet am Montag, den 16. Februar 2009 um 19 Uhr einen Informationsabend zum Thema „Lesbische und schwule Lebenswelten im Bilderbuch – aktuelle Entwicklungen zum Thema Gender und neue Materialien für die geschlechtbewusste Pädagogik. Der Kulturpädagoge Martin Heim wird dabei seine Forschungsergebnisse zur Darstellung von lesbischen und schwulen Lebenswelten in Kinderbüchern präsentieren.”
Die Notwendigkeit des männlichen Orgasmus’ ist unbestritten. Mit der Ejakulation des Mannes wird die Befruchtung der Eizelle durch die Spermien ermöglicht. Die Bewertung des weiblichen Orgasmus’ dagegen hat so manche Achterbahnfahrt hinter sich. Mal als Bedingung zur Empfängnis verklärt, dann wieder als nicht existent negiert, mal zwischen klitoral und vaginal unterschieden oder schlicht als evolutionäres Almosen bezeichnet – über den biologischen Nutzen weiblichen Kommens wird nach wie vor spekuliert. Eine aktuelle Theorie veröffentlichte jetzt Spiegel Online, wonach sich die Orgasmusfähigkeit der Frau nach der Finanzstärke ihres Liebhabers richte.
Ich weiß, das Thema haben hier schon einige beim Selbermach-Sonntag kommentiert, aber ich habe da noch einige Fragen:
Fast überflüssig zu sagen, dass sich die Studie auf die Aussagen von 1.534 Frauen stützt. Obendrein Chinesinnen, deren Lebensumfeld und Rollenverständnis anderen Prägungen unterliegen. Überhaupt, meiner Meinung nach werden hier billig eingekaufte Forschungsergebnisse mal wieder dahingehend verwendet, die Rolle des Mannes auf seinen finanziellen Status und seine Ernährerfunktion zu manifestieren, während der Frau ihr Orgasmus als Erfüllung weiblicher Sehnsucht nach Versorgtsein ausgelegt wird. Das ist nicht nur uns Frauen gegenüber eine Unverschämtheit, auch spricht es jedem Mann ein Talent an sexueller Kompetenz ab.
Vorstellbar wäre, dass sich das an ein höheres Einkommen gekoppelte gesellschaftliche Ansehen positiv auf das Selbstbewusstsein auswirkt. Selbstbewusstsein und der Glaube an die eigenen Qualitäten begünstigt auch die sexuelle Leistung. Oder wie jj es in der Diskussion formuliert hat:
Frauen mögen selbstbewusste Männer, und wenn ein Mann durch Geld selbstbewusst wird, dann steigert das natürlich auch seine Attraktivität und damit vielleicht auch die Bereitschaft von Frauen, sich sexuell “gehen zu lassen“.
jjs Vergleichsstudienvorschlag:
selbstbewusste, arme Künstler, mit Sendungsbewusstsein.
Keine Atempause – in Hamburg wird
zur Zeit Geschichte gemacht!
Wer vermutet hätte, nach den nicht weniger als drei (!!!) bahnbrechenden Kleinen Anfragen der SPD noch im alten Jahr sowie einer auf April geplanten Expertenanhörung könnten die Medizyner 2009 vorerst kurz verschnaufen, hat sich schwer geschnitten: Vor einer Woche legten die Abgeordneten Kersten Artus, Dora Heyenn, Christiane Schneider, Norbert Hackbusch, Elisabeth Baum, Dr. Joachim Bischoff, Wolfgang Joithe-von Krosigk und Mehmet Yildiz von DIE LINKE nach - und wie!
Nämlich mit der zumindest meines Wissens nach allerersten Grossen Anfrage (19/1993, PDF) betreffend Menschenrechte auch für Zwitter in ganz Deutschland überhaupt! Und noch dazu von Aufmachung und Inhalt her geradezu vorbildlich!
Noch nie war meines Wissens nach ein politischer Vorstoss zu Gunsten von Zwittern derart konsequent auf die Menschenrechtsproblematik und auf die realen Bedürfnisse der realexistierenden Zwitter ausgerichtet. Für einmal nix mit Gender-Trallala, sondern knallharte und detaillierte Fragen nach dem genauen Ausmass der Menschenrechtsverletzungen, sowie nach den Verantwortlichen, und nach Wiedergutmachung! Hipp, Hipp!
Auch wenn davon auszugehen ist, dass der Senat die Opfer ebenso wie die Fragensteller einmal mehr für blöd verkaufen und auf Zeit spielen wird, statt wie gefordert den Zwangsoperierten endlich zu ihrem Recht zu verhelfen – wetten, dass mehr als eine Handvoll Medizyner nicht nur aus Hamburg in den nächsten Wochen und Monaten nicht nur in der Morgendämmerung eher verknittert aussehen ... ?15) Ist die Freie und Hansestadt Hamburg bereit, zwischengeschlechtlichen
Menschen, die in den letzten 60 Jahren beziehungsweise seit dem
23. Mai 1949 Opfer von medizinischen Interventionen in Hamburger
Krankenhäusern geworden sind, von der Freien und Hansestadt Ham-
burg finanzierte Opferschutzanwälte an die Seite zu stellen, damit die er-
littenen Rechtsverletzungen zumindest noch ein Stück weit aufgeklärt
und eingedämmt werden?
18) Gibt es Planungen zu einem Gesetzesvorhaben im Zusammenhang mit
der Frage Nummer 17, das
a) einen sofortigen Aktenvernichtungsstop aller in Hamburger Kran-
kenhäusern befindlichen Akten über zwischengeschlechtliche Men-
schen vorsieht?
b) die Aktenvernichtungsfrist von den medizinischen Interventionsun-
terlagen aus Hamburger Krankenhäusern zum Schutz der zwi-
schengeschlechtlichen Menschen auf einhundert Jahre erhöht, da-
mit sichergestellt wird, dass auch Betroffene, die erst nach 50 oder
60 Jahren Kenntnis von ihrer wahren biologischen Identität erhalten,
ihre Lebensbiographie eigenständig anhand der Krankenhausakten
rekonstruieren können?
Diese historische Grosse Anfrage wird ganz konkret zumindest einige junge Zwitter davor bewahren, zwangsoperiert zu werden!
DANKE AN ALLE BETEILIGTEN!!! AUCH BEI DEN VORHERIGEN ANFRAGEN!!!
Und nun: Wann legt endlich jemand in Berlin, Dortmund, Leipzig,
Heidelberg,
Lübeck etc. eine ebenso substanzielle Anfrage nach – und überall sonst, wo
junge Zwitter nach wie vor zwangsoperiert werden!
WER SIND DIE NÄCHSTEN?!

Gesehen bei yoshi3329 / Flickr
Vortrag und Diskussion mit Jules Sturm
Mittwoch, 28. Jän. 2009, 19.00 Uhr (more…)
Zeitgenössische Malerei aus Papua-Neuguinea
Ort: Projektraum im WUK - Werkstätten- u. Kulturzentrum,
Währingerstr. 59, 1090 Wien
Zeit: 22. bis 28. Jänner 2009 (more…)
Das Fachgebiet Gender und Globalisierung lädt ganz besonders zum folgenden Gastvortrag ein:
Prof. Dr. Shalini Randeria (Universität Zürich): “The Governance of Population: Gender and the State in India”
Donnerstag, 12. Februar 2009; 18-20 Uhr Unter den Linden 6, Raum 2103
Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten. Die anschließende Diskussion findet auf Deutsch statt.
Wir würden uns freuen, Sie zahlreich begrüßen zu können. Weitere Informationen zum Vortrag: (pdf).

Die Linke Hamburg hat eine Große Anfrage an den Hamburger Senat gestellt. Betreff: Zwischengeschlechtliche Menschen.
Im Kontext des Intersex-Schattenberichts, den eine Delegation von Intersexuelle Menschen e.V. in einer öffentlichen Anhörung am 21. Juli 2008 dem UN-Ausschuss CEDAW vorgelegt hat, stellen die Abgeordneten dem Senat zahlreiche Fragen zur Lage von Zwittern in Hamburg in den letzten 60 Jahren.
Weil ich die Anfrage im Netz nicht finden kann (ich habe sie per Mail bekommen), lade ich sie mal hier hoch:
Große Anfrage: Zwischengeschlechtliche Menschen (PDF).
Lesenswert, die Fragen finde ich sehr gut, mal sehen, wie die Antworten darauf ausfallen - erfahrungsgemäß sind diese eher knapp und enttäuschend. Wir werden sehen.
Verwandte Artikel:
Während der Berlinale vergibt der Verband der Filmarbeiterinnen den Femina Filmpreis
Ziel der Verleihung ist es, die hervorragende künsterische Leistungen einer Technikerin zu honorieren und somit die Bedeutung der mitwirkenden Frau für den Film aufzuzeigen. Die Jury wählt eine Frau aus den Bereichen Kamera, Schnitt, Ausstattung, Kostüm oder Musik aus, die in Filmen der Sektionen Wettbewerb, Panorama, Forum und Perspektive Deutsches Kino mitgewirkt hat. Der Preis ist mit 3000Euro dotiert. Die Dotierung des Preises und die Organisationskosten werden allein durch den Verband der Filmarbeiterinnen getragen.
Letztes Jahr wurde die Szenenbildnerin Maria Gruber mit dem Femina-Film-Preis für die Austattung des Spielfilms “Revanche” von Götz Spielmann ausgezeichnet. Dieses Jahr sitzt sie gemeinsam mit Schauspielerin und Entertainerin Maren Kroymann und der Regisseurin Erica von Moeller in der Jury. Frau von Moeller hält den Femina-Filmpreis für ein sehr wichtige Zeichen:
„In Zeiten, in denen Frauen immer
noch deutlich weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen, in denen
es immer noch deutlich weniger Frauen schaffen, sich im Filmbereich zu
etablieren, in denen die großen Budgets fast ausnahmslos an männliche
Filmemacher vergeben werden, in diesen Zeiten ist ein Preis, der den
weiblichen Filmschaffenden eine Aufmerksamkeit verschafft, wichtiger
denn je.”
Der Verband der Filmarbeiterinnen gründete sich 1979 in Berlin als eine überregionale Institution, um Frauen in der Medienbranche zu unterstützen. Die Mitglieder kommen aus den verschiedensten Filmbranchen.
Wir sind gespannt, wer dieses Jahr diese Auszeichnung auf der Berlinale entgegennehmen wird. Die 59. Internationalen Filmfestspiele Berlin finden vom 05.-15.02.09 statt.
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Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4 In der vergangenen Woche hat die Jury zum Programm “Perspektive Wiedereinstieg” getagt, um über die Anträge zu den Modellvorhaben zur Erleichterung des beruflichen Wiedereinstiegs von Frauen zu beraten.
Die ausgewählten Projekte werden in ca. 3 Wochen bekannt gegeben. Das ein gelingender Wiedereinstieg auch etwas mit den Vätern zu tun hat, deren ‚Komfortzone’ der Wunsch der Partnerin nach beruflichem Wiedereinstieg unter Umständen berührt, macht auf erheiternde Art der Fernsehfilm ‚Mama arbeitet wieder’ aufmerksam:
Die Vogts sind eine glückliche Familie. Mark ist erfolgreicher Bauingenieur und Corinna perfekte “Familienmanagerin”. Doch unerwartet tritt Corinnas früherer Arbeitgeber an die Hausfrau heran und bittet sie um Hilfe. Seine Firma soll durch ein von Corinna entwickeltes Sanierungskonzept vor einer feindlichen Übernahme gerettet werden. Da dabei auch Hunderte von Arbeitsplätzen auf dem Spiel stehen, nimmt Corinna den Auftrag spontan an.
Marks Vorschlag, seine Frau im Haushalt und mit den Kindern zu unterstützen, entpuppt sich als unhaltbares Versprechen. Trotz der Hilfe der Tagesmutter ist Mark schlichtweg überfordert. Zusätzlichen Druck machen sein Arbeitgeber und die in der Baubranche nicht gerade zimperlichen Kollegen, die für Marks neue Rolle als Hausmann wenig Verständnis aufbringen.
Corinna dagegen ist sehr erfolgreich. Durch die Unterstützung ihres Geschäftspartners und ehemaligen Studienkollegen David gelingt es ihr, den alten Standort der Firma zu halten. David, der schon damals ein Auge auf Corinna geworfen hat, handelt dabei nicht ohne Hintergedanken und umwirbt die vernachlässigte Ehefrau. Als Mark durch seine Doppelbelastung schließlich noch von einem jüngeren Kollegen ausgebootet wird und beinahe einen Großauftrag seines Bauunternehmens verliert, scheint das Scheitern der Ehe unaufhaltsam.
Sendetermin: Das Erste, Mittwoch 21. Januar, 20:15 Uhr
Quelle
Inauguration Day, der dritte, seit ich in den Staaten lebe. Der erste, den ich bewusst wahrnehme.
Wir schalten schon morgens den Fernseher ein und sehen ein Meer von Menschen. In Washington, DC haben tausende während der Nacht auf den Straßen gefeiert, tanzend und singend. Die U-Bahnen sind schon beim ersten Halt gestopft voll. Die Wartenden an den nächsten Stationen kommen gar nicht rein und schaffen es nicht in die Stadt.
Der erste zeremonielle Event an diesem Morgen ist ein Gottesdienst. Typisch USA. Auf den Geldnoten steht “In God we trust”. Und ich kenne viele Leute, die Sonntags morgens nicht für Tennis zur Verfügung stehen, weil sie in die Kirche gehen.
Heinz Grünwald hat einen Link zu einem Artikel getwittert: Barak Obama - Lebender Beweis, dass Familienwerte auch ohne Religion charakterbildend sind.
Das scheint mir gerade einer der Gründe für Baraks Fähigkeit zu Empathie und das Fehlen von Scheuklappen zu sein.
[Muhammad Ali läuft durchs Bild]
Nach der Kirche fahren Barack und Michelle zum Weißen Haus (sie halten sich übrigens die ganze Zeit an der Hand, wenn sie nicht anderer Leute Hände schütteln). Dort treffen sie Präsident George W. Bush und seine Frau Laura am Eingang. Während sie sich begrüßen, übergibt Michelle ein Geschenk.
Ein Abschiedsgeschenk vom neuen an das scheidende Präsidentenpaar - das gab’s noch nie.
Es ist eine der vielen Gesten und Handlungen der Obamas, die absolute Novitäten in diesem Amt darstellen. Wie z.B. dass Michelle Weihnachtsemails an Supporter schickte. (Ich habe auch eine bekommen, weil ich bei www.mybarackobama.com registriert bin. Sie hat mich mit ‘Hannelore’ angesprochen und mit ‘Michelle’ unterschrieben. Cool
)
Die Fernseh-Kommentatoren beginnen zu spekulieren, was in dem Päckchen ist…
[Dustin Hoffman läuft durchs Bild.]
Jetzt ist es später Vormittag und ich muss mich entscheiden, ob ich Tennis spielen gehe oder am TV kleben bleibe. Ich habe seinerzeit live gesehen, wie das zweite Flugzeug in das World Trade Center krachte, dann bleibe ich auch in diesem historischen Moment hier sitzen.
Damals - am 11.9.2001, dachten wir, wir wären ins falsche Land ausgewandert. Dann die Wahl Bushs zum zweiten Mal. So traumhaft schön unser Leben hier ist, aber das waren mehr als Wermutstropfen.
Mit der Wahl von Barack Obama fühle ich mich wieder als Teil einer Gesellschaft, zu der ich gern dazu gehöre.
[Thomas Knüber twittert: Inauguration makes Twitter so much easier. Instead of president-elect it's just president. Saves 6 letters.]
Auf dem Bildschirm treffen mehr und mehr Gäste im Capitol ein. Gerade kommt Al Gore an. Was mag wohl durch seinen Kopf gehen? Was wäre, wenn ihm die Wahl von Bush nicht gestohlen worden wäre…
[Arnold Schwarzenegger geht durchs Bild]
Fünf Präsidenten stehen zusammen - 3 frühere (Carter, Bush sen.,Clinton), ein gegenwärtiger und ein zukünftiger. The most excluvive club of the world.
Der Zeitplan ist etwas hinterher. Der 20. Zusatzartikel der amerikanischen Verfassung besagt “noon transfers power”, ob die Vereidigung nun stattgefunden hat oder nicht. Hoffentlich schaffen sie es
“Big show” sagt mein Mann. Die Straßen und Plätze Washingtons sind schwarz vor Menschen. The biggest show ever. Und die Freude und Begeisterung springt über, dagegen kann man sich gar nicht wehren. Warum auch.
Gerade kommen die Obama-Töchter mit ihrer Großmutter. Locker - cool. In Jakarta, Indonesien, sitzen mitten in der Nacht die Kinder der Grundschule, die Barak besucht hat, in ihrer Klasse vor großen Bildschirmen und schauen zu. Was sie denken? “Das kann ich auch!”
Jetzt kommt Barack Obama. Er geht langsam, das muss er wegen des Protokolls. Passt nicht zu ihm. Kommt ja auch nicht so oft vor. Vielleicht wieder in 4 Jahren…
Zehn vor 12:00: Ein christlicher Priester spricht. Alle beten. Das könnten sie weglassen. Es scheint mir der künstlichste Teil der ‘big show’. Die Menschen waren fröhlich und lebendig. Jetzt ist alles erstarrt.
Aber der anschließende Auftritt von Aretha Franklin lässt die pastoralen letzten Minuten schnell vergessen. Sie singt so superkitschig, dass es schon wieder schön ist. So sind sie halt, die Amis
Viel Licht und viel Schatten. Dazwischen bunt.
Nun der Eid des Vizepräsidenten. 3 Minuten vor 12:00 h. Geschafft. Jetzt wirds aber höchste Zeit für B…
Ooops, Itzhak Perlman, weltberühmter jüdischer Geiger spielt erst noch. Obama will wirklich alle Hautfarben, Religionen und politischen Richtungen unter einen Hut kriegen.Strategisch geschickt, sie zu so einem Anlass einzuladen.
12:03 h - wir haben einen neuen Präsidenten, Perlman spielt immer noch.
Jetzt endlich die Vereidigung. Barack spricht den Eid nach, stockt und bleibt zweimal stecken. Klar, einer der gewohnt ist Eigenes zu formulieren, kann schlecht nachplappern.* Die ca. 25 minutenlange Antrittsrede spricht er auswendig und souverän wie er es immer tut.
*Später erfuhr ich, das der vereidigende Richter die Worte etwas verdreht vorsagte. Obama kannte den Eid natürlich auswendig.
[Caroline Kennedy, die Tochter von John F. Kennedy ist im Bild, und die Leute vorm Bildschirm in Kongelo, Kenia, wo Baracks Vater geboren wurde.]
Ein Satz aus der fast halbstündigen Rede, der mir sinngemäß im Gedächtnis blieb:
“Wir messen daran, was jemand aufbaut, nicht was jemand zerstört.”
12:30 h
Gerade kommt über Twitter, dass das weiße Haus upgedatet und jetzt ein Blog hat: Change has come to White House.
Das glaube ich auch, change has come.
Tags: Barack Obama, change has come, inauguration day, Twitter, Wandel
“Sollten sich die Verantwortlichen dieser Werbung nur irgendwas dabei gedacht haben, kamen sie wohl zu dem Fehlschluss, dass Baumärkte ausschließlich von Männern, die an sexistischen Sujets der übelsten Sorte gefallen finden, frequentiert werden.” diestandard.at vergibt eine neue Zitrone - diesmal für eine baumax-Werbung, die durch das Ausziehen eines weiblichen Models für Rabatte wirbt… “Aufgeilen durch Degradierung” diagnostiziert das Onlinemagazin.
der internationale Wettbewerb für WissenschafterInnen, holt in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge spannende Forschungsarbeiten auf die Bühne. Ausschreibung: famelab-2009_call-zur-teilnahme.pdf (more…)
Das Angebot richtet sich an Lehrende der Angewandten im künstlerischen und im wissenschaftlichen Bereich und ist für diese kostenlos.
Termin: 20.-21. März 2009 jeweils 9:30 – 17:30 im Sitzungssaal der Angewandten
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