Melina e.V.
Aus Gender@Wiki
Melina e.V. ist ein gemeinnützig anerkannter eingetragener Verein. Er setzt sich für Menschen ein, die innerhalb ihres Familienverbandes durch Verwandte sexuell missbraucht wurden, als Auswirkung und Folge dieser sexuellen Gewalt (Inzest / sexueller Missbrauch / VerGEWALTigung) schwanger wurden, sowie deren daraus geborene Inzest-Kinder.
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Inzestkinder sind Realität - leben mitten unter uns!
75% aller Fälle sexuellen Missbrauchs passieren innerhalb des eigenen Familienverbandes. Das ist inzestuöser sexueller Missbrauch. Inzest!
Wir fordern angemessene Behandlung von Opfern sexueller Gewalt!
Geschichte
Der Verein entstand nach dem autobiographischen Roman "Melina's Magie" der Autorin und Schriftstellerin Ulrike M. Dierkes, die darin ihren eigenen Leidensweg als Vater-Tochter-Inzestkind erst belletristisch verarbeitete, danach das Sachbuch "Meine Schwester ist meine Mutter - Inzestkinder im Schatten der Gesellschaft" schrieb und 2004 ihre Biographie "Schwestermutter" - Ich bin ein Inzestkind" im Bastei Lübbe Verlag veröffentlichte.
Arbeit des Vereines
Der Vereinsarbeit liegen heute die drei von der Autorin geschriebenen Bücher der Autorin Ulrike M. Dierkes zugrunde.
Der Verein bietet Inzestgeborenen (Mitgliedern) jährlich ein Begegnungswochenende an. Sinn und Zweck soll sein, die durch das Inzesttabu herrschende gesellschaftliche Isolation der Betroffenen zu beenden und ihnen in der Begegnung mit anderen Betroffenen den Erfahrungsaustausch zu ermöglichen.
Der Verein bietet Inzestgeborenen, die dies wollen, eine Dokumentation und Klärung ihrer Abstammung und Identität im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention. Hierbei werden nach Rücksprache mit den Betroffenen die Mittel der DNA-Analyse zur Abstammungsklärung und in noch-nicht-verjährten Fälle die Staatsanwaltschaft eingeschaltet oder vielmehr zu Hilfe genommen, um auch Ansprüche im Sinne des OEG (Opferentschädigungsgesetz)zu sichern und einzuleiten.
Der Verein bietet karitativen, polizeilichen, schulischen und sozialen Institutionen Weiterbildung zum Thema.
Ziele
Der Verein setzt sich für die Rechte von aus Inzest Geborenen im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention ein und arbeitet hierzu mit Ämtern, Behörden, Gerichten und Menschenrechtsorganisationen zusammen.
Über einige Ziele wird aufgrund derzeit laufender Aktivitäten, Ermittlungen und laufender Gerichtsverfahren an dieser Stelle noch nicht berichtet. Informationen folgen später.
Der Verein tritt entschieden gegen jede Form von Inzest ein, da jeder Inzest, ob illegal oder legal, durch viele Auswirkungen Inzestopfer erzeugt.
Der Verein informiert über diese Auswirkungen und hilft Inzestgeschädigten.
Projekte
Der Verein ist ein entschiedener Gegner von Inzest jeder Art, da aus der täglichen Arbeit und Begegnung mit Inzestbetroffenen jeglicher Art, Inzestopfern wie vor allem auch Inzestkinder, die erbbiologischen und vielfältigen Auswirkungen und Folgen bekannt und durch die Zusammenarbeit mit Experten wissenschaftlich nachgewiesen sind.
Für Inzestgeschädigte gibt es keine Lösung ihres Schicksals. Sie tragen diese Folgen lebenslänglich. Der Verein tritt daher gegen eine Legalisierung von Inzest ein. In allen ihm bekannt gewordenen Fällen zog sowohl der legale Inzest wie auch der illegale Inzest Gesetzesverstöße oder Straftaten gegen geltendes Gesetz und Recht, vor allem Menschenrechtsverletzungen für die aus Inzest Geborenen nach sich.
Dies waren - Illegale Abtreibung zur Vertuschung des Inzests, manchmal sogar gegen den Willen des schwanger gewordenen Inzestopfers. - Kindesaussetzung, Entsorgung des Kindes in einer anonymen Babyklappe, Kindestötung - Fälschung der Geburts-und Meldeurkunden durch falsche Angaben bei Meldebehörden ("Kindesvater unbekannt") - Falsche Angaben der Vaterschaft zur Vertuschung des Inzests - Betrug bei der Beziehung von finanziellen Leistungen, z.B. bei Kindesunterhalt Zahlungen durch einen falschen Kindesvater - Erpressung seitens Fremder und Verwandter bei illegaler Abtreibung, Inzest - Jahrelange Isolation eines Inzestkindes aus Angst vor Aufdeckung, Anzeige und Strafverfolgung - Missbrauch eines Inzestkindes zu weiteren Verbrechen wie Kinderhandel, Kinderpornografie, illegaler Organhandel - Rituelle Verbrechen mit religiösen Hintergründen
Die Auswirkungen und Folgen der Schicksale Inzestgeborener werden laufend dokumentiert. Die Fakten und Tatsachen daraus werden unter Wahrung des Datenschutzes und der Persönlichkeitsrechte in Ab-und Rücksprache mit den Betroffenen zur Information und Fortbildung im Sinne der Prävention verwendet.
2007 erarbeitete der Verein ein zusammenfassendes Dossier aller bekannt gewordenen Auswirkungen von Inzest und Inzestschäden, von denen er in den zehn Jahren seiner Arbeit durch die Begleitung Inzestbetroffener erfuhr und deren Schicksale er dokumentierte. Dieses Dossier wurde dem Bundesverfassungsgericht zur Stellungnahme gegen eine Abschaffung des § 173 STGB vorgelegt, also zum Erhalt des Inzestschutzparagrafen.
Zahlen, Daten, Fakten
Der Verein wurde 1996 gegründet. 1997 erfolgten Anerkennung der Gemeinnützigkeit und Eintrag unter VR 6010 in das Vereinsregister des Amtsgerichts Stuttgart. Am 15. August 2006 feierte der Verein sein 10-jähriges Bestehen mit Gästen, Gratulanten und Mitgliedern. Aus allen gesellschaftlichen Bereichen wie Justiz, Kirche, Presse, Politik und von anderen Vereinen kamen zahlreiche Glückwünsche.
Der Verein hatte bis zum 04. März 2007, seit der letzten Aktualisierung der bestehenden Website am 31.12.2005, 40.044 Aufrufe, Besucher_innen oder Zugriffe. Täglich besuchen durchschnittlich ca. 70 bis 100 Besucher_innen die Website. Täglich erfolgen 5 bis 10 Anrufe von Betroffenen und Interessierten, wie auch Einrichtungen, die sich mit den Anliegen, die dieses Thema birgt, beschäftigen.
In den letzten drei Jahren erhielt der gemeinnützig anerkannte und erfolgreiche Verein jährlich durch den Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg die Anerkennungsurkunde "Echt gut!"
2007 wurde der Autorin, Gründerin und Vorsitzenden Ulrike M. Dierkes das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
Bücher
"Melina's Magie"
In Melina's Familie herrscht keine Ordnung. Der Vater vergewaltigt seine eigenen siebenjährigen Tochter Irina, bis diese im Alter von 13 Jahren schwanger wird. Als das Mädchen Melina erfährt, dass ihre vermeintliche Mutter in Wirklichkeit ihre Großmutter ist, ihre älteste Schwester ihre leibliche Mutter und ihr Vater gleichzeitig ihr Großvater, versteht sie die Welt nicht mehr. Sie flüchtet in eine Traumwelt und wünscht sich, eine Hexe zu sein und übersinnliche Fähigkeiten zu haben. (Das Buch ist vergriffen!)
"Meine Schwester ist meine Mutter - Inzestkinder im Schatten der Gesellschaft"
In diesem Sachbuch greift die Autorin nicht nur ihr eigenes Schicksal als Vater-Tochter-Inzestkind auf, sondern auch Schicksale anderer Inzestkinder. Sie fragt nach der Stellung dieser Minderheit im Schatten der Gesellschaft in Gesellschaft, Justiz und Kirche und fordert eine Lobby für diese von Inzest betroffenen Menschen. (Signierte Exemplare 14,40 € direkt über die Autorin)
"Schwestermutter - Ich bin ein Inzestkind"
Sie ist fünf, als eine Nachbarin sagt:"Sieht doch ganz normal aus." Mit zwölf erfährt sie, dass die Frau, die sie für ihre Mutter gehalten hat, in Wirklichkeit ihre Großmutter ist, dass ihre älteste Schwester gleichzeitig ihre leibliche Mutter ist und ihr Vater wegen sexuellem Kindesmissbrauch im Gefängnis war. Das Beweismittel: sie
In dieser Biographie schildert die Autorin, wie sich der sexuelle Missbrauch, das Verbrechen an ihrer Mutter, aus dem sie als Inzestkind geboren ist, auf ihr Leben und ihre Entwicklung ausgewirkt hat.
(Bastei Lübbe, 2004) 7,90 €, im Buchhandel erhältlich!

