Sexualassistenz

Aus Gender@Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

Sexualassistenz bezeichnet die Umsetzung eines Konzeptes im Sinne des allgemeinen Persönlichkeitsrecht nach Art. 1 Abs.1 i.V.m. Art.2 Abs.1 GG [1], dass die Entfaltung einer selbstbestimmten Sexualität für Menschen mit Beeinträchtigungen unabhängig von strukturellen, gesellschaftlichen, persönlichen oder sprachenlichen Barrieren ermöglicht.

Sexualassistenz ist somit Teil eines wichtigen gesellschaftlichen und politischen Paradigmenwechsels, vom Objekt der Fürsorge zum Subjekt des Selbstbestimmten Handelns [2].

Wichtig ist die trennscharfe Unterscheidung der drei Formen der "Sexualassistenz":

  • Passive Sexualassistenz (in diesem Artikel)
  • Aktive Sexualassistenz (in diesem Artikel)
  • und Sexualbegleitung

Die drei Formen unterscheiden sich in wesentlichen Punkten, werden aber fälschlicherweise häufig synonym füreinander verwendet.

Als Dienstleistung stellen die verschiedenen Formen der Sexualassistenz in Deutschland ein schambehaftetes Tabuthema dar, da es sich je nach Angebot im Spannungsfeld zwischen "Normalität", "Behinderung" und/oder Prostitution bewegt. Die eigene Einstellung (Reflexion) gegenüber der Gleichwertigkeit von Menschen ohne und mit Beeinträchtigung hinsichtlich einer selbstbestimmten sexuellen Identität, wird zu einem zentralen Knackpunkt.

Assistenz

"Assistieren" (lat. assistere = dabeistehen; unterstützen) bezeichnet eine Tätigkeit, bei der eine Assistent_in einem anderen Menschen nach dessen Anweisung zur Hand geht. Die Verwendung des Begriffes ist vielschichtig (Hochschulassistent_in, parlamentarische Assistent_in, persönliche Assistent_in) meint aber immer eine unterstützende Tätigkeit nach Anweisung.

Die Bezeichnung "persönliche Assistenz" beinhaltet unterstützende Tätigkeiten einer Assistent_in im gesamten oder partiellen Lebensumfeld der Assistenznehmer_in, wie z.B. Haushalt, Zureichungen oder Unterwegsbegleitung [3]. Zentral ist die Organisation der Assistenz innerhalb eines Arbeitgeber_innenmodells, bei dem die Assistenznehmer_innen die Arbeitsbedingungen bestimmt. Die Assistenznehmer_in sucht ihre Assistent_innen selbst aus und bestimmt die gesamten Arbeitsabläufe in ihrem Lebensumfeld.

Das Konzept der "persönlichen Assistenz" wird in Deutschland von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben e.V. u.a. vertreten und soll den alten "Pflegebegriff" begrifflich und konzeptuell ablösen. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass die Assistenznehmer_in als handelndes Subjekt die Möglichkeit wahrnehmen kann ihr Leben selbst zu bestimmen.

Es gibt in Deutschland kein Assistenzgesetz, wie Beispielsweise in Schweden. Alle rechtlichen Grundlagen hinsichtlich Teilhabe, Eigenverantwortung und Selbstbestimmung für Menschen mit Beeinträchtigungen finden sich im Sozialgesetzbuch (SGB) Neuntes Buch (IX) - Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen - (Artikel 1 des Gesetzes v. 19. 6.2001, BGBl. I S. 1046).

Sexualität

Sexualität wird innerhalb der Sexualassistenz als menschliches Grundbedürfnis und als Teil gesellschaftlicher Normalität definiert. Sie ist ein zentraler Bereich des menschlichen Erlebens und der individuellen Entwicklung und wird nicht auf körperliche Erlebnismöglichkeiten, d.h. eine reine genitale Sexualität, beschränkt.

Gelebte Sexualität, d.h. die Möglichkeit einen eigenen sexuellen Selbstausdruck zu haben, ist abhängig von der Unterstützung (oder Verhinderung) durch das soziale Umfeld. Sie ist die Voraussetzung für die Entwicklung einer individuellen sexuellen Identität, die sich aus Informationen (Wissen), Erfahrungen, Austausch und Wünschen zusammensetzt. Sexualität und sexuelle Identität sind somit auch ein Lernprodukt (vgl. Stinkes 2006; 4).

Sexualität wird ebenfalls als ein Instrument zur Normalisierung von Lebensverhältnissen, als eine Selbstbemächtigungsstrategie (Empowerment), als Möglichkeit gesellschaftlicher Teilnahme und als Befreiung aus Unmündigkeitsverhältnissen verstanden.

Definition

Ein wichtiger Teil der Definition von Sexualassistenz ist die Unterscheidung zwischen passiver und aktiver Sexualassistenz sowie Sexualbegleitung. Die drei Formen der Sexualassistenz unterscheiden sich in wesentlichen Punkten, werden aber häufig falsch synonym füreinander verwendet.

Passive und aktive Sexualassistenz zeichnen sich durch die Bereitstellung eines konkreten Angebotes in Form von Assistenz aus. Zentral bei diesem Angebot ist die Entfaltung selbstbestimmter Sexualität und/oder gelebter Sexualtiät. Frauen und Männern können, über strukturelle, gesellschaftliche, persönliche oder sprachliche Barrieren hinweg, selbst bestimmen, wann, wo, wie und mit wem sie Sexualität leben wollen.

Die Menschen die Sexualassistenz in Anspruch nehmen, werden als Assistenznehmer / Assistenznehmer_innen bezeichnet. Anbieter_innen von Sexualassistenz werden Sexualassistentinnen / Sexualassistenten genannt.

Zielstellung

Ziel von Sexualassistenz ist es, dass Menschen ihr Recht auf eine selbstbestimmte Intims-/Privatssphäre und damit verbunden ein individuelles Sexualleben wahrnehmen.

Angebote

Die Angebote im Rahmen von passiver und aktiver Sexualassistenz sind sehr verschieden. Es handelt sich aber in erster Linie nicht um Dienste die genitale Sexualität gewährleisten sollen, sondern vielmehr um Maßnahmen, die die Intims-/Privatsphäre gewährleisten und die freie Entfaltung der Persönlichkeit, inklusive einer selbstbestimmten sexuellen Identität ermöglichen.

Passive Sexualassistenz

Die Angebote im Rahmen der passiven Sexualassistenz schaffen konkrete Voraussetzungen für die Verwirklichung selbstbestimmter Sexualität (vgl. Walter 2004; 12). Es lassen sich grob fünf Aufgabengebiete unterscheiden:

  • Sexuelle Aufklärung
  • Beratung
  • Besorgungen/Zureichungen
  • Vermittlung
  • Reflexion

Sexuelle Aufklärung

Die sexuelle Aufklärung im Rahmen der Sexualassistenz kann folgende Punkte beinhalte:

  • die eigenen Grenzen kennenlernen und benennen
  • die Grenzen im sexuellen Umgang mit anderen erkennen und respektieren lernen
  • Informationen über Empfängnisverhütung, Geschlechtskrankheiten, Praktiken
  • Einüben am Modell (Kondomtraining)

Innerhalb eines Sexualpädagogischen Konzepts für alle Altersklassen ist das "einmalige" Aufklärungsgespräch mit zudem verkürzender Hervorhebung biologisch-anatomischer Zusammenhänge pädagogisch fragwürdig (vgl. Walter 2004; 24). Sexuelle Aufklärung sollte adäquat und verständlich aus Gründen emanzipatorischer Selbstbestimmung wiederholt und/oder nachgeholt werden. Die eigenen Grenzen und Grenzüberschreitungen sollen sichtbar gemacht und problematisiert werden um so ein Bewusstsein für sexuelle Handlungen zu entwickeln.

Beratung

Das Recht auf Sexualberatung beinhaltet das "Recht auf Information" und macht die Sexualberatung zu einem Grundrecht für jede und jeden.

Die Angebote und der Umfang einer Sexualberatung unterscheiden sich je nach Sexualberatungsstelle.

Besorgungen/Zureichungen

Die zu beschaffenden Dinge könnten zum Beispiel sein:

  • Hilfsmittel (Spielzeug, Gleitgel...)
  • Verhütungsmittel (Kondome, Pille...)
  • Filme und Zeitschriften

Je nach Geschmack und sexuellen Vorlieben kann diese Reihe beliebig fortgeführt werden.

Vermittlung

Unter Vermittlung fallen alle Kontaktdienstleistungen, zu

  • Beratungsstellen
  • Prostituierten m/w
  • Service-Diensten

sowie die Vermittlung zu den einzelnen Angeboten.

Reflexion

Die Umsetzung der zuvor genannten Punkte hängt direkt mit dem Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen der eigenen Einstellung gegenüber Sexualität und der Sexualität anderer Menschen zusammen (vgl. Walter 1996, 33f.). Reflexion ist als ein fortwährender und entscheidender Prozess und nicht als einmalige Leistung zu verstehen und bildet Grundlage für Sexualassistenz.

Aktive Sexualassistenz

Aktive Sexualassistenz meint in Relation zur passiven Sexualassistenz Unterstützungen, bei denen die Assistent_in in eine sexuelle Situation handelnd mit einbezogen ist (vgl. Walter, 187).

Der Übergang von passiver zu aktiver Sexualassistenz ist besonders in der praktischen Anwendung fließend. Begriffe wie "aktiv", "passiv" oder "sexuelle Sitiuation" können nicht eindeutig definiert werden, da sie individueller Interpretation und persönlichen Befindlichkeiten unterliegen.

Eine mögliche Form der aktiven Sexualassistenz ist die Sexualbegleitung. Die Begriffe können nicht synonym füreinander verwendet werden, da sie sich wesentlich voneinander unterscheiden.

Dienstleister_innen

Hinsichtlich der Dienstleister_innen muss deutlich zwischen passiver und aktiver Sexualassistenz sowie Sexualbegleitung unterschieden werden.

Passive Sexualassistenz

Passive Sexualassistenz ist weniger als konkrete Dienstleistung zu verstehen. Sie ist vielmehr die Grundvoraussetzung dafür, den Wunsch nach Sexualität von Menschen ohne Beeinträchtigung und Menschen mit Beeinträchtigung als gleichwertig anzuerkennen. Die Leistung besteht darin Rahmenbedingungen im zwischenmenschlichen Zusammenleben zu schaffen, die einen normalen Umgang mit Sexualität ermöglichen, ohne dass die eigenen Maßstäbe, Vorstellungen, Wünsche, etc. als Norm gesetzt werden. Es werden somit alle zu Dienstleister_innen.

Aktive Sexualassistenz

Bei der aktiven Sexualassistenz sollte es sich um externe Dienstleister_innen und nicht um Personen aus dem näheren Umfeld handeln (vgl. Stinkes; 6). Eine weiterführende Betrachtung findet sich im Punkt "Problemstellung".

Sexualbegleitung

Siehe Sexualbegleitung

Kategorie "Behinderung"

Der Artikel "Sexualassistenz" wurde vor dem Hintergrund verfasst, dass die Kategorien Behinderung und Normalität relativ sind.

"Behinderung bezeichnet nicht mehr eine individuelle Abweichung von einer angenommenen Durchschnittsnorm, sondern wird vor allem verstanden als ein Zustand, der ebenso wie die Aktivitätsmöglichkeiten eines Menschen (mobil sein, kommunikativ sein, strukturiert sein, gestaltend sein, musikalisch sein...) abhängig ist von den Unterstützungs- und Teilhabemöglichkeiten, die eine Gesellschaft und Gemeinschaft einräumt. (Stinkes 2006; 2)

Eine einseitige Zuordnung von Sexualassistenz zu Behinderung, verkürzt das Konzept zu einem "Sonderweg" und macht den repressiven Einfluss von vermeintlicher "Normalität" somit unkenntlich. Sexualassistenz ist Teil eines gesamt-gesellschaftlichen Problems, der Nichtachtung und Geringschätzung von Menschen, die nicht der Norm entsprechen.

Problemstellungen

Unscharfe Begriffe

Der Begriff Sexualassistenz beschreibt in erster Linie ein Konzept im Rahmen der Selbstbestimmt Leben Bewegung. Die Unterscheidung in passiv und aktiv ist notwendig um die verschiedenen Bereiche, in die die Sexualassistenz wirkt, sichtbar zu machen und voneinander abgrenzen zu können. Hinzu kommt die Sexualbegleitung als Surrogatpartnerschaft mit dem Ziel der Persönlichkeitsentwicklung.

  • Sexualassistenz: bezeichnet ein Konzept zur freie persönliche Entfaltung der sexuellen Identität
  • passive Sexualassistenz: schafft die Grundvoraussetzung und die Rahmenbedingungen für einen "normalen" Umgang mit Sexualität
  • aktive Sexualassistenz: es findet eine Interaktion zwischen der Assistenznehmer_in und der Assistent_in statt
  • Sexualbegleitung: Surrogatpartnerschaft mit dem Ziel persönlichkeitsfördernde (sexuelle) Erfahrungen zu machen.

Sexualtität

Der Umgang mit Sexualassistenz beinhaltet immer auch die persönliche Lern- oder Leidensgeschichte mit der Sexualität einerseits und der Sexualität von Menschen mit Beeinträchtigungen andererseits. Die eigene Sexualität, inklusive der damit verbundenen Schwierigkeiten, Ängste oder unverarbeiteten Wünschen (vgl. Walter 1996, 33f.), bildet also einen zentralen Knotenpunkt, der für die Akzeptanz jedweder Form von Sexualassistenz notwendig ist.

Eine kritische Reflexion der eigenen sexuellen Normen, Wünsche und Erfahrungen ist die Voraussetzung für einen offenen Umgang mit Sexualtität und Sexualassistenz. So schwierig das Hinterfragen und Kontextualisieren der eigenen sexuellen Identität ist, so wichtig ist sie für die Anerkennung der sexuellen Identität von Menschen mit Beeinträchtigungen.

Macht/Missbrauch

Missbrauch unter Ausnutzung von Macht ist ein gesamt-gesellschaftliches Problem und bezieht sich auf Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen.

Durch den fließenden Übergang von passiver zu aktiver Sexualassistenz, die häufig mit den Worten des "Hand-Anlegens" umschrieben wird [4] ergibt sich ein besonderes Problem, wenn Personen des näheren Umfeldes als mögliche aktive Sexualassistent_innen in Frage kommen sollen. Die starke strukturelle Abhängigkeit in der sich Menschen mit Beeinträchtigungen häufig z.B. aufgrund der Wohnsituation befinden, sowie der Tatsache, dass Täter und Täterinnen von sexuellem Mißbrauch zu 99% aus dem näheren Umfeld kommen (vgl. Stinkes, 8), steigert die Gefahr von sexuellen Übergriffen.

Nach STINKES "ist dafür zu plädieren, dass ein Verbot ausgesprochen wird: aktive Sexualassistenz darf nicht von Betreuer/innen in Heimen oder Institutionen angeboten oder an sie delegiert werden." (vgl. Stinkes, 6)
Dies schützt auch im umgekehrten Fall Assistent_innen von Menschen mit Beeinträchtigungen vor sexueller Belästigung und Nötigung am Arbeitsplatz.

Quellen

  • Sandfort, Lothar: Hautnah - Neue Wege der Sexualität behinderter Menschen, 2. überarb. Auflage, 2007, AGSPAK-Verlag Neu-Ulm, ISBN 3-930 830-30-2
  • Walther, Joachim: Grundrecht auf Sexualität? Einführende Überlegungen zum Thema "Sexualität und geistige Behinderung". In: Walter, Joachim (Hg.): Sexualität und geistige Behinderung, Heidelberg, 1996, 29-37.
  • Walter, Joachim: Selbstbestimmte Sexualität als Menschenrecht. Standards im Umgang mit der Sexualität behinderter Menschen. In: Walter, Joachim (Hg.): Sexualbegleitung und Sexualassistenz bei Menschen mit Behinderungen. Heidelberg, 2004, ISBN 3-8253-8314-8, S. 15-30.

Weblinks

  • Institut zur Selbst-Bestimmung Behinderter (ISBB) Trebel [1]
  • Fachstelle Behinderung & Sexualität

Bibliographie

2008

  • Hasel, Verena Friederike: Die Liebesdienerin. In: Tagesspiegel vom 06.02.2008; S. 3 und html (2008-02-06; 13:29).
  • Gronwald, Marie: "Ein juter Mensch - einfach ausgedrückt": Interview mit J, einem Callboy, der behinderten Frauen seine Dienste anbietet. In: Mondkalb 1/2008, S. 3 online (2008-02-25; 15:48).
  • o.A.: „Achte Menschen mit Behinderungen als gleichwertig“. Interview mit Nina de Vries. In: OÖNnachrichten vom 08.03.2008, html (2008-03-08; 10:509).

2007

  • AWO Bundesverband e. V.: Liebe(r) selbstbestimmt. Ein Buch über Liebe, Sexualität und Kinderkriegen für Menschen mit Behinderung. Bonn 2007.
  • Jirez, Alexa: Der Sex, den es nicht geben darf. In: Wiener Zeitung vom 17. November 2007 und html (2007-11-18; 10:40).
  • o.A.: "Sexualassistent" für Behinderte als neue Dienstleistung? in: Kleine Zeitung. 16.11.2007 12:19. Online: html 2007-11-17; 00:12

2006

  • Dudek, Katrin: "Haut an Haut". Sexualassistenz als neuer Weg in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung. Lüneburg, Universität Lüneburg (Studiengang Sozialwesen), Diplomarbeit, 2006.
  • Hermann, Martina: "Weil ich nicht so kann wie die anderen...". Sexualassistenz für Menschen mit geistiger Behinderung. Ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt zur Eignung und den Voraussetzungen, sowie zu den Aspekten der Selbstbestimmung und der Integration. Zürich, Hochschule für Heilpädagogik Zürich, Diplomarbeit, 2006.
  • Herrmann, Monika: Lust mit Handicap. Behinderte Menschen und ihre sexuellen Wünsche. Manuskript der Sendereihe Gott und die Welt des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb). Sendedatum 2006-01-15 von 09.04 - 09.30 Uhr. pdf (2006-01-16; 14:16).

2005

  • Bazuni, Anneke: Sexuelle Assistenz in Europa. In: pro familia: Expertise: Sexuelle Assistenz für Frauen und Männer mit Behinderung. Frankfurt a.M. 2005, S. 5-10. und pdf (2007-01-10; 13:23).
  • Däbritz, Karin: Sexualität und körperliche Behinderung als Herausforderung in der Sozialen Arbeit. Berlin, FH Alice-Salomon, Dipl., 2005, pdf (2007-10-19; 11:10).
  • Jenniges, Valerie: Sexualassistenz und Sexualbegleitung in der Behindertenhilfe - Eine Maßnahme im Sinne von Empowerment. Münster, Katholische Fachhochschule NW Abteilung Münster, Hausarbeit, 2005. (Grin Verlag)
  • pro familia: Expertise: Sexuelle Assistenz für Frauen und Männer mit Behinderung. Frankfurt a.M. 2005. und Online: pdf (2007-01-10; 13:23).
  • Zinsmeister, Julia (A): Rechtliche Grundlagen kompakt. In: pro familia: Expertise: Sexuelle Assistenz für Frauen und Männer mit Behinderung. Frankfurt a.M. 2005, S. 11-16 und Online: pdf (2006-10-10; 13:23).
  • Zinsmeister, Julia (B): Rechtliche Maßgaben und Grenzen der Sexualassistenz und Sexualbegleitung. In: pro familia: Expertise: Sexuelle Assistenz für Frauen und Männer mit Behinderung. Frankfurt a.M. 2005, S. 18-66 und Online: pdf (2007-01-10; 13:23).

2004

  • Ackermann, Karl-Ernst: Selbstbestimmtes Leben und Sexualassistenz. Dienstleistungsangebote für Erwachsene mit geistiger Behinderung. In: Ahrbeck, Bernd; Rauh, Bernhard (Hg.): Behinderung zwischen Autonomie und Angewiesensein. Stuttgart 2004, ISBN 3-17-018445-8, S. 163-174.
  • Ahrbeck, Bernd: „Unterstützte Sexualität" als autonomer Akt? Kritische Überlegungen und laienhafte Fragen. In:Ahrbeck, Bernd; Rauh, Bernhard (Hg.): Behinderung zwischen Autonomie und Angewiesensein. Stuttgart 2004, ISBN 3-17-018445-8, S. 175-191.
  • Arich, Sandra: Sensis – Sexualassistenz für behinderte Menschen. In: Walter, Joachim (Hg.): Sexualbegleitung und Sexualassistenz bei Menschen mit Behinderungen. Heidelberg 2004, ISBN 3-8253-8314-8, S. 117-129.
  • Bannasch, Manuela: Der behinderte Mensch und seine Besonderheiten. Sexualbegleitung und ihre Besonderheiten. In: Walter, Joachim (Hg.): Sexualbegleitung und Sexualassistenz bei Menschen mit Behinderungen. Heidelberg 2004, ISBN 3-8253-8314-8, S. 59-65.
  • Biller-Pech, Christiane: Sexuelle Assistenz - Garant oder Zerstörung der Intimität? In: Jachim Walter (Hg.): Sexualbegleitung und Sexualassistenz bei Menschen mit Behinderungen. Heidelberg, 2004, ISBN 3-8253-8314-8, S. 43-48.
  • Commandeur, Wimmi; Krott, Kalle: Hand anlegen?! Zur Frage der sexuellen Assistenz durch BetreuerInnen in Wohneinrichtungen für Behinderte Menschen. In: Walter, Joachim (Hg.): Sexualbegleitung und Sexualassistenz bei Menschen mit Behinderungen. Heidelberg 2004, ISBN 3-8253-8314-8, S. 185-193.
  • Franke, Martin: Interview mit Nina de Vries. Paritätischer Wohlfahrtsverband. Artikel zu "Behinderte" Menschen online 2007-10-12; 13:16.
  • Gilbers, Theo; Winkler, Petra: „Da müssen die Betreuer aber sehr kulant sein“: Interviews zum Thema „Sexuelle Assistenz“. In: Walter, Joachim (Hg.): Sexualbegleitung und Sexualassistenz bei Menschen mit Behinderungen. Heidelberg 2004,ISBN 3-8253-8314-8, S. 67-75.
  • Gilbers, Theo; Winkler, Petra: „Muss ich das jetzt auch noch tun?“. Sexuelle Assistenz aus der Sicht von Betreuer und Betreuerinnen. In: Walter, Joachim (Hg.): Sexualbegleitung und Sexualassistenz bei Menschen mit Behinderungen. Heidelberg 2004, ISBN 3-8253-8314-8, S. 171-175.
  • Hartmann, Simone: Sexuelle Dienstleistung - ein moralisches Angebot? Gedanken zu ethischen Fragen von Prostitution, Sexualbegleitung und Sexualassistenz. In: Walter, Joachim (Hg): Sexualbegleitung und Sexualassistenz bei Menschen mit Behinderungen. Heidelberg 2004, ISBN 3-8253-8314-8, S. 31-39.
  • Jäggi, Andrea: Zwischen Lust und (ohn-)macht. Diskurse über Sexualassistenz und sexuelle Partizipation behinderter Menschen in der Schweiz. Bern, Universität Bern (Institut für Sozialanthropologie), 2004, (Universitätsbibliothek Basel)
  • Mattke, Ulrike: Das Selbstverständliche ist nicht selbstverständlich. Frage- und Problemstellungen zur Sexualität geistig behinderter Menschen. In: Wüllenberger, Ernst (Hg.): Soziale Probleme von Menschen mit geistiger Behinderung. Fremdbestimmung, Benachteiligung, Ausgrenzung und soziale Abwertung. Stuttgart 2004, ISBN 3-17-018062-2, S. 46-64.
  • Schaich, Regina: Wir sind auf dem Weg, aber noch nicht am Ziel. In: Walter, Joachim (Hg.): Sexualbegleitung und Sexualassistenz bei Menschen mit Behinderungen. Heidelberg 2004, ISBN 3-8253-8314-8, S. 177-183.
  • Schrep, Bruno: Jenseits der Norm: Wahre Liebesdienerinnen. In: Schrep, Bruno: Jenseits der Norm. Reportagen über Grenzgänger und Außenseiter. Stuttgart 2004, ISBN 3-7776-1320-7 und html (2007-10-04; 22:14).
  • Terrinde, Ruth; Vries, Nina de: Sexualbegleitung: Ein Interview. In: Walter, Joachim (Hg.): Sexualbegleitung und Sexualassistenz bei Menschen mit Behinderungen. Heidelberg 2004, ISBN 3-8253-8314-8, S. 157-164.
  • Vernaldi, Matthias: Zwischen sexueller Integration und Sonderbehandlung. In: Walter, Joachim (Hg.): Sexualbegleitung und Sexualassistenz bei Menschen mit Behinderungen. Heidelberg 2004, ISBN 3-8253-8314-8, S. 49-58.
  • Vries, Nina: Sexualbegleitung. Wie geht das? In:Walter, Joachim (Hg.): Sexualbegleitung und Sexualassistenz bei Menschen mit Behinderungen. Heidelberg, 2004, ISBN 3-8253-8314-8, S. 105-113.
  • Vries, Nina de: Unterstützte Sexualität bei geistig behinderten Menschen. Bericht einer Sexualbegleiterin. In: Ahrbeck, Bernd; Rauh, Bernhard (Hg.): Behinderung zwischen Autonomie und Angewiesensein. Stuttgart 2004, ISBN 3-17-018445-8, S. 156-162.
  • Vries, Nina: Sexualbegleitung. Wie geht das? Nina de Vries über ihre Arbeit. In: WIR: Magazin der Fürst Donnersmarck Stiftung. (2004)1, S. 12-16, ZDB 846410-8 und pdf (2006-01-16; 16:40).
  • Walter, Joachim: Zur Einführung. Was ist Sexualassistenz? Was kennzeichnet professionelle Sexualbegleitung? In: Walter, Joachim: Sexualbegleitung und Sexualassistenz bei Menschen mit Behinderungen. Heidelberg 2004, ISBN 3-8253-8314-8, S. 11-14.
  • Walter, Joachim: Selbstbestimmte Sexualität als Menschenrecht. Standards im Umgang mit der Sexualität behinderter Menschen. In: Walter, Joachim (Hg.): Sexualbegleitung und Sexualassistenz bei Menschen mit Behinderungen. Heidelberg, 2004, ISBN 3-8253-8314-8, S. 15-30.
  • Zemella, Bernd: Sehnsucht, Endstation? Sexualassistenz und Sexualbegleitung bei Menschen mit Behinderungen. In: Walter, Joachim (Hg.): Sexualbegleitung und Sexualassistenz bei Menschen mit Behinderungen. Heidelberg 2004, ISBN 3-8253-8314-8, S. 131-141.
  • Zemella, Bernd: Interview mit Frau K. In: Walter, Joachim (Hg.): Sexualbegleitung und Sexualassistenz bei Menschen mit Behinderungen. Heidelberg 2004, ISBN 3-8253-8314-8, S. 83-89.
  • Walter, Joachim: Sexualbegleitung und Sexualassistenz bei Menschen mit Behinderungen. Heidelberg, 2004, ISBN 3-8253-8314-8

2003

  • Grundmann, Steffen: Partnerschaft und Sexualität bei behinderten Menschen - Eine Befragung von MitarbeiterInnen von Behinderteneinrichtungen zu ihrem Umgang und ihren Einstellungen zum Sexualleben von Betreuten. Stuttgart, Berufsakademie Stuttgart, Diplomarbeit, 2003. ([2] Grin Verlag)
  • Achilles, Ilse: Wider die guten Sitten? Die Sache mit der Sexualassistenz. In: Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V. Stadt u. Landkreis München: L.I.E.S. Lebenshilfe in eigener Sache: Liebe, Lust und Frust. 26(2003)1; S. 22-25, ZDB 1166550-6.
  • Domröse, Lisa: Sexualbegleitung in einer Einrichtung für taubblinde Menschen. pdf (29.03.2007; 12:07).
  • Fromme, Claudia: Die Berührbare: Nina de Vries bietet erotische Massagen für geistig behinderte Menschen an. In: Süddeutsche Zeitung vom 20.12.2003, Nr. 293.
  • Gödeke-Kolbe, Stefanie: Mehr Spielraum: Sich ein Sexualleben organisieren. Zwei Bücher zu Alltag und Aufbruch von sichtbar behinderten Menschen. In: Frankfurter Rundschau vom 18.07.2003, Nr. 165, S. 12.
  • Kirchner, Thomas: Berührungen, die nicht alle akzeptieren: Wie anderswo sollte auch in der Schweiz ein besonderer Service für Behinderte angeboten werden, doch dagegen rührte sich Protest. In: Süddeutsche Zeitung vom 17.09.2003, Nr. 214; S. 12.
  • Krenner, Monika: Sexualbegleitung bei Menschen mit geistiger Behinderung. Marburg, 2003. ISBN 3-8288-8541-1.
  • Sandfort, Lothar: Die Behindertenbewegung und der Sex. In: Hermes, Gisela; Köbsell, Swantje (Hg.): Disability Studies in Deutschland. Behinderung neu denken. Dokumentation der Sommeruni. Kassel 2003, ISBN 3-932951-74-3, S. 213-216.
  • Vernaldi, Mathias: Vom Grundrecht auf Sexualität un der (Un)möglichkeit, es einzufordern. Erfahrungshintergrund der Initiative Sexybilities, Sexualität und Behinderung. In: Hermes, Gisela; Köbsell, Swantje (Hg.): Disability Studies in Deutschland. Behinderung neu denken. Dokumentation der Sommeruni. Kassel 2003, ISBN 3-932951-74-3, S. 96-102.

2002

  • Balás, Brigitta: Interview mit der Sexualbegleiterin Marina. In: Bannasch, Manuela (Hg.): Behinderte Sexualität – verhinderte Lust? Zum Grundrecht auf Sexualität für Menschen mit Behinderung. Neu-Ulm 2002, ISBN 3930830205, S. 79-96.
  • Banasch, Manuela (Hg.): Behinderte Sexualität – verhinderte Lust? Zum Grundrecht auf Sexualität für Menschen mit Behinderung. Neu-Ulm, 2002, ISBN 3930830205.
  • Fray, Brigitte: Das Recht auf sexuelle Entwicklung: In: Bannasch, Manuela (Hg.): Behinderte Sexualität – verhinderte Lust? Zum Grundrecht auf Sexualität für Menschen mit Behinderung. Neu-Ulm 2002, S. 103-109, ISBN 3930830205.
  • Sandfort, Lothar: Ausbildung: Sexualbegleitung. In: Bannasch, Manuela (Hg.): Behinderte Sexualität – verhinderte Lust? Zum Grundrecht auf Sexualität für Menschen mit Behinderung. Neu-Ulm 2002; S. 97-109, ISBN 3930830205.
  • Sandfort, Lothar: Hautnah. Neue Wege der Sexualität behinderter Menschen. Neu-Ulm 2002. ISBN 3-930830-30-2
  • Schuren, Werner: Rechtliche Rahmenbedingungen für „Sexualassistenz“ schaffen. In: Bannasch, Manuela (Hg.): Behinderte Sexualität – verhinderte Lust? Zum Grundrecht auf Sexualität für Menschen mit Behinderung. Neu-Ulm 2002, ISBN 3930830205, S. 100-102.
  • Senger, Sandra: Körper-Kontakt-Service Sensis. In: Bannasch, Manuela (Hg.): Behinderte Sexualität – verhinderte Lust? Zum Grundrecht auf Sexualität für Menschen mit Behinderung. Neu-Ulm 2002, ISBN 3930830205, S. 71-78.

2001

  • Hergeth, Andreas: Ein lebendiges Wunder: Die erotischen Bedürfnisse von Behinderten sind immer noch mit vielen Tabus belegt, erste sexualtherapeutische Angebote stellen Pionierarbeit dar. In: die tageszeitung vom 11.08.2001; S. IV.
  • Senger, Sandra: Sensis- eine Einrichtung für Sexualität und Behinderung. In: BZgA Forum (2001)2/3, S. 44-47, ZDB 1473859-4.
  • Vernaldi, Matthias: Sexybilities. In: BZgA Forum (2001)2/3, S. 48-50, ZDB 1473859-4.
  • Walter, Joachim: Selbstbestimmte Sexualität als Menschenrecht – eine Selbstverständlichkeit auch für Menschen mit Beeinträchtigungen! In: BZgA Forum (2001)2/3, ZDB 1473859-4, S. 34-39.

2000

  • AG Sexualität und Behinderung: Bitte nicht stören! In: Zusammen: Behinderte und nicht behinderte Menschen 20(2000)4, S. 4-7, ZDB 43068-7.
  • Greb, Gudrun: Eine echte Herausforderung…. Unterstützung selbstbestimmter Sexualität behinderter Menschen im beruflichen Alltag. In: Zusammen: Behinderte und nicht behinderte Menschen 20(2000)4, S. 8-10, ZDB 43068-7.
  • Sperlich, Christel: Wie in den Wolken. Auch Behinderte brauchen Zärtlichkeit – bislang ein Tabuthema. In: Neues Deutschland vom 12.08.2000; S. 13.

1999

  • Schachtsiek, Christine: Bilder von Frauen mit geistigen Behinderungen im Spezialdiskurs der Geistigbehindertenpädagogik. In: Rommelspacher, Birgit (Hg.): Behindertenfeindlichkeit. Ausgrenzungen und Vereinnahmungen. Göttingen 1999, S. 123-159, ISBN 3-88977-548-9.

1996

  • Arp, Doris: Zärtlichkeit auf Bestellung: Agentur vermittelt Liebesdienst für Behinderte. In: Zusammen: Behinderte und nicht behinderte Menschen 16(1996)2, S. 12-13, ZDB 43068-7 und html (2007-10-16; 10:52).
  • Walther, Joachim: Grundrecht auf Sexualität? Einführende Überlegungen zum Thema "Sexualität und geistige Behinderung". In: Walter, Joachim (Hg.): Sexualität und geistige Behinderung, Heidelberg, 1996, 29-37.

Filmografie

  • Mirwald, Mirjam; Vetter, Danilo; Zierold, Marius: Die Heide ruft. Sexalbegleitung für Menschen mit Beeinträchtigungen. Berlin 2007. zum Stream bzw. Download des Films
  • Lieben will gelernt sein. Menschen - Das Magazin. ZDF Samstag, 10.03.2007 17:45 - 18:00 Uhr. Video.
  • Brunner, Stefan : Die sieben Todsünden: Wollust. ORF 2 Dienstag, 30.11.2006 23.05 Uhr.
  • Verhinderte Lust: Frau -TV, WDR Fernsehen am 21.01.2004 um 22:15 Uhr.
  • ISSB Trebel. In: Selbstbestimmt. Mdr. Online im Internet: YouTube video (youtube).

andere Quellen

Fußnoten

  1. vgl. Zinnmeist, Julia: Sexualassistenz: Angebote im Kontext rechtlicher Grundlagen - Antworten auf die Fragen von pro familia (2008-03-13; 16:41)
  2. Fossgreen, Kirsten. Von Fürsorge zu Teilhabe. Teilhabe im Kontext von Reha und Behindertenorganisationen (SGB IX). Eine Erörterung (2008-03-13; 15:57)
  3. vgl. Leben mit Assistenz: Dokumentation der bundesweiten Tagung in Berlin vom 28. - 29. Juni 2001: Erfahrungen - Ideen - Visionen (13.03.2008; 07:14)
  4. vgl. Sexualassistenz - eine Kurzeinführung (2008-03-14; 11:57)
Anmelden