Rechtschreibleistung

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Wer nämlich mit „h“ schreibt ist dämlich? Eine Untersuchung zur Korrelation von Rechtschreibleistung, Schichtzugehörigkeit, Geschlecht und Intelligenz

Inhaltsverzeichnis

Überblick

Dieser Artikel über die Korrelation zwischen Rechtschreibleistung, gesellschaftlichem Status und Geschlecht ist vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen im Bereich Schule und Bildung zu sehen. Neben einem kurzen Einblick in die Forschungsgeschichte der Soziolinguistik und unter Bezugnahme der raren empirischen Untersuchungen zu diesem Thema soll die Frage erörtert werden, inwieweit Rechtschreibung sowohl früher wie auch heute als Instrument sozialer Selektion fungiert, wer die Opfer dieses Auswahlverfahrens sind und ob es Unterschiede in der Rechtschreibleistung gibt, die auf geschlechtsspezifische Merkmale zurückzuführen sind. Abschließend soll geprüft werden, ob die Rechtschreibreform von 1995 ein geeignetes Interventionsmittel ist, dieser bedenklichen Entwicklung adäquat zu begegnen.

Um sich der Antwort auf diese Fragestellung nähern zu können, erscheint es notwendig, zuerst die derzeitige Situation zu beschreiben und diese dann an den Eckpfeilern der soziolinguistischen Forschungsgeschichte dieses thematischen Bereichs zu spiegeln. In diesem Schritt werden die wichtigsten Grundlagen und Forschungsergebnisse in Kurzform dargestellt und auf ihre Gültigkeit hin untersucht. Darauf folgt eine Fokussierung auf den schulischen Bereich, der in diesem Zusammenhang die übergeordnete Rolle spielt, denn hier tritt das beobachtete Phänomen in aller Deutlichkeit zu Tage. Der nächste und zugleich letzte Aspekt bezieht sich, wenn auch eher peripher, auf die Rechtschreibreform von 1995. Es soll kritisch diskutiert werden, ob es vor diesem Forschungshintergrund sinnvoll war, die Reform an der Rechtschreibung vorzunehmen, oder ob es vielleicht einen geeigneteren Ansatzpunkt gegeben hätte.

Rechtschreibfähigkeit, eine Folge der Intelligenz? Oder: Reden ist Silber, Schreiben ist Gold!

Wir danken Ihnen für Ihre Bewerbung, aber leider haben wir uns für einen Ihrer Mitstreiter entschieden (, weil er ein fehlerfreies Anschreiben vorlegen konnte). So oder zumindest so ähnlich reagieren viele Arbeitgeber_innen auf fehlerhafte Bewerbungsschreiben potentieller Mitarbeiter_innen. Aber woher rührt das Interesse an einer perfekten Orthografie? Vermutlich hat es mit dem weit verbreiteten Vorurteil zu tun, dass eine hohe Rechtschreibfähigkeit Indiz für einen hohen Grad an Intelligenz sei. Doch dort, wo die Überprüfbarkeit dessen am höchsten ist, nämlich in der Schule, weiß mensch inzwischen, dass dies ein falscher Rückschluss ist, der aber ungeachtet dessen in den Köpfen der Gesellschaft fortbesteht. Es scheint also an der Zeit zu sein, das Bewusstsein der Öffentlichkeit bezüglich des Stellenwertes der (über-)korrekten Orthografie einer heilsamen Kur zu unterziehen und eine Korrektur vorzunehmen.

Bei der weiteren Verfolgung dieses Zieles wird allerdings sehr schnell deutlich, dass die Durchführung dieses Anliegens von schwieriger Natur ist, denn es muss vor allem geklärt werden, warum der Rechtschreibung eine so immense Bedeutung zukommt. Aber das ist sicherlich eine Frage, die in diesem Zusammenhang nur bedingt und eindimensional geklärt werden kann. Dies betreffend ist jedoch festzuhalten, dass die heutige Gesellschaft eine reine Leistungsgesellschaft ist, in der der Sozialstatus vom Bildungsgrad abhängt. Je höher also die individuelle Qualifikation ist, desto höher ist auch die Stellung in der gesellschaftlichen Hierarchie. Doch es bleibt zu klären, wodurch ein höherer Bildungsgrad erreicht werden kann und hier hat die Problematik ihren eigentlichen Kern. Bildung wird hauptsächlich durch die Instanz Schule vermittelt und ein guter Schulabschluss ist nur durch gute Leistungen und Engagement zu erreichen. Soweit plausibel, aber folgt mensch dem gedanklichen Frage-Antwort-Spiel noch ein wenig, so offenbart sich alsbald, dass sich die Leistungskontrolle in der Schule zum größten Teil via gesprochener und geschriebener Sprache vollzieht. Die Sprache ist also wesentliches Mittel der Interaktion (Clemént: 1996, S. 227) und gibt zugleich Auskunft über das soziale Herkunftsmilieu, denn

[…] der sprachlich gewandte Sprecher weiß intuitiv, welche Ausdrucksweise der Situation angemessen ist und verhält sich entsprechend. Vorausgesetzt: Er verfügt über eine genügend differenzierte Ausdrucksweise, er beherrscht die verschiedenen „Varietäten“ des Deutschen und ist in der Lage, mit dem Handwerker anders zu sprechen als mit seinem Prüfer im Staatsexamen […]. (Clemént: 1996, S. 228)

Folglich entscheiden der mündliche und schriftliche Sprachgebrauch über den sozialen Status des Individuums in der Gesellschaft. Wer also bereits Schwierigkeiten mit einer eloquenten Ausdrucksweise hat, dem wird auch die Rechtschreibung nicht leicht fallen, weil er_sie aufgrund seiner_ihrer eingeschränkten Varietät problematische Ausdrücke nicht durch andere substituieren kann.

Zum Zusammenhang von Rechtschreibleistung, Schichtzugehörigkeit und Geschlecht

Von Sozialisation und Identität

Um die Frage nach dem Zusammenhang von Rechtschreibleistung, Schichtzugehörigkeit und Geschlecht zu klären, ist es erforderlich, die Grundlagen der Soziolinguistik näher zu beleuchten.

Am Anfang einer jeden Verknüpfung zwischen Gesellschaft und Individuum stehen einen Zahl von Sozialisationsprozessen, durch die das Subjekt seine Identität gewinnt und eine gesellschaftlich handlungsfähige Persönlichkeit(Veith: 2002, S. 31) entwickelt. Neben der primären sprachlichen Sozialisation spielt bei der Identitätsbildung besonders die familiäre Sozialisation eine wichtige Rolle. Hierbei ist die Zugehörigkeit zu einem sozialen Gebilde(Veith: S. 31), sowohl Familie als auch Gesellschaftsschicht, von großem Interesse, denn auf Sprache übertragen bedeutet Identitätsbildung, dass das individuelle Sprachgestaltungsbedürfnis mit den Erwartungen der Gesellschaft in Kongruenz gebracht werden muss. Dies geschieht, indem die Eltern bzw. das gesamte soziale Umfeld korrigierend in die Sprache des Kindes eingreifen und somit soziale Kontrolle(Schlieben-Lange: 1978, S.90) ausüben. Durch ständiges Verstoßen gegen die Norm wird dieselbe erlernt. Wie nah aber das Kind den gängigen gesellschaftlichen Normen kommt, hängt von der Beschaffenheit und der Zusammensetzung seines sozialen Umfelds ab. Denn Normvorstellungen von Familien, die in der Gesellschaftshierarchie die unteren Ränge belegen, variieren oft stark im Vergleich mit denen der anderen sozialen Schichten.

Da die Rechtschreibung eine Norm für die gesellschaftliche Kommunikation ist, hängt ihre Beherrschung zu einem großen Teil davon ab, wie intensiv und vollständig die familiäre Sozialisation zur Vertrautheit mit dieser Norm beitragen konnte. Der Grad der Vertrautheit mit der Norm ist wiederum eng an das Herkunftsmilieu des Umfelds geknüpft.

Sprachbarrieren und sprachliche Codes

Ende der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts veröffentlicht der britische Soziolinguist Basil Bernstein zunächst in Großbritannien, später dann auch in Deutschland seine Theorie des dichotomen Schichtenmodells.

Die Konzeption dieses Modells beruht auf der Annahme, dass soziale Differenzierung zu unterschiedlichen sprachlichen Kodes führt(Veith: S. 102). Aufgrund einer Vielzahl von Kriterien, beispielsweise Komplexität der Syntax, Verwendung von Adjektiven usw. differenziert er zwischen dem restringierten und dem elaborierten Code. Diese Codes resultieren aus zwei Sozialschichten […]: aus der Mittelschicht gegenüber der Arbeiterschicht (Unterschicht)(Veith: S. 102). Seine Defizithypothese besagt, dass die Angehörigen der Unterschicht durch ihre geringere Leistungsfähigkeit gegenüber den Sprechern aus der Mittelschicht, die den elaborierten Code sprechen, ein linguistisches Defizit aufweisen, welches sie konsekutiv und ausschließlich zu Sprechern des restringierten Codes macht. Nur die Sprachteilnehmer_innen des elaborierten Codes sind wegen ihres differenzierten Sprachmaterials in der Lage sowohl den eigenen als auch den restringierten Code zu sprechen.

Die Erlernung der beiden Codes hält der Soziolinguist für einen Automatismus, der durch die Umwelt geprägt ist. Das bedeutet, dass das Arbeitsverhalten und das Arbeitsumfeld des Individuums enorm dazu beitragen, wie gut ein bestimmter Code zu erlernen ist. Genauer: Je differenzierter und abstrakter die geistige Arbeit einer Person ist, desto höher ist der Grad der Elaboriertheit ihres Codes. Körperliche Arbeit hingegen vollzieht sich immer an Gegenständen, die sinnlich wahrnehmbar sind(Ammon: 1973, S. 47) und so entspricht der restringierte Code unmittelbar den Sprachanforderungen dieser Arbeitsweise.

Die sprachlichen Anforderungen bei der Arbeit formen das gesamte Sprachverhalten und Sprachvermögen, also den sprachlichen Charakter eines Individuums […] maßgeblich – wenigstens solange die Arbeit eine derartig dominante Rolle im Leben fast aller Gesellschaftsmitglieder spielt wie in der bisherigen Geschichte.(Ammon: S. 55)

Aber auch abgesehen davon, dass die Codes vom Arbeitsleben abhängen, hat der Brite mit seiner Theorie einen beachtlichen Schritt zur besseren Verständigung über das schichtenspezifische Rechtschreib- bzw. Sprachproblem getan. Durch die Feststellung, dass die Zugehörigkeit zu den unterschiedlichen Codes durch die Zugehörigkeit zu den einzelnen Schichten bestimmt wird und nicht durch persönliche Fähigkeiten beeinflussbar ist, entzog er das Problem der Sprachbarriere dem Zugriff der Psychologie und führte es der soziologischen Auslegung zu. Eine weitere Besonderheit an Bernsteins Defizithypothese ist, dass er nicht die Codes für beobachtbar hielt, sondern nur die unterschiedlichen Sprechweisen und Sprachvarianten der Teilnehmer_innen. Aus diesen Beobachtungen generierte er die Kriterien für die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Sprechergruppe. Dabei unterschied er zwischen (a) syntaktischen Kriterien, (b) Kriterien des Wortschatzes und (c) Kriterien hinsichtlich pragmatischer bzw. kognitiver Bezüge. Um die Gültigkeit dieser Merkmale zu unterstreichen, sollen die wichtigsten an dieser Stelle kurz dargestellt und ihre Realisierung in den verschiedenen Codes erläutert werden.

  • Zu (a): Der Satzbau – die Kombination und Variation von Haupt- und Nebensätzen – unterscheidet sich durch Codezugehörigkeit, denn je restringierter der Sprachcode eines Sprechers ist, desto weniger Komplexität birgt der Satzbau. Ebenso verjüngt sich die Satzlänge bei restringiertem Code und bringt ein stereotypes Satzmuster – Satz 1: Subjekt, Prädikat, Objekt; Satz 2: Subjekt, Prädikat, Objekt; usw. – hervor. Außerdem verringert sich der Gebrauch der Präpositionen.
  • Zu (b): Die Variationsbreite des Wortschatzes – also die Verwendung von Fremdwörtern und Synonymen –steigt mit der Codezugehörigkeit, das heißt: Je elaborierter der Sprachcode ist, desto größer ist die Variation in der Wortwahl. Auch Adjektive und Adverbien – zur näheren Bezeichnung bestimmter Dinge und Vorgänge – werden häufiger und differenzierter benutzt als in Sprachgesellschaften des restringierten Codes.
  • Zu (c): Bezüglich der pragmatischen bzw. kognitiven Bezüge ist festzuhalten, dass Fragen und Befehle – oft eine sehr unbeholfene Art sich mitzuteilen – als Merkmal des restringierten Codes relativ häufig vorkommen und selten vorkommende Pausen zum Nachdenken einen Hinweis auf diesen Codetyp darstellen.

Eine wichtige Beobachtung, die Bernstein mit seiner Defizithypothese machte, ist der innerschichtige Unterschied zwischen Mädchen und Jungen. Die Unterschicht-Mädchen, die den restringierten Code sprechen und schreiben, machen rund ein Drittel weniger Fehler als ihre männlichen Altersgenossen. Als Grund dafür wurde der größere Erziehungsdruck angegeben, den Unterschichtmütter auf ihre Töchter ausüben (Löffler: 1985, S. 180).

Abschließend ist zu erwähnen, dass das Bernsteinsche Schichtenmodell in der traditionellen Form nicht mehr besteht(Veith: S. 110), da sich das zugrunde liegende Modell durch die Etablierung der Fachsprachen und der differenzierten Berufswelt verändert hat. Aufgrund dieser Differenzierung der ist es innerhalb der Schichten zu Überschneidungen gekommen, die zwar die Beschaffenheit der Schichtmerkmale verändern, nicht aber die Schicht an sich. Das heißt, dass die sozialen Schichten heute viel facettenreicher sind und keine homogene Gruppe(Kuhlmann) mehr darstellen. Die beiden Codes, die Bernstein herausgearbeitet hat sind um eine Vielzahl neuer Codes erweitert worden und inzwischen ist das Codeswitching (Veith: S. 110), also die Benutzung unterschiedlicher Codes ja nach Bedarf weit verbreitet. Trotzdem können Bernsteins Erkenntnisse weiterhin als plausible Erklärungsansätze (Kuhlmann) für den Zusammenhang von Sprach- bzw. Sprechverhalten und Schichtzugehörigkeit dienen.

Rudolf Müller, Rosemarie Rigol und Walter Schönig: den Fehlern auf der Spur, oder: Deutschland - ein statistisches 70er Jahre Märchen

Rudolf Müller, Rosemarie Rigol und Walter Schönig, alle haben eines gemeinsam: Sie haben jede_r – vermutlich in mühevoller Arbeit – eine empirische Untersuchung hervorgebracht, die sich mit der Rechtschreibleistung und Schichtzugehörigkeit westdeutscher Schüler_innen beschäftigt. Ihre Bemühungen galten darin besonders der Verteilung und der Struktur von Fehlern. Obwohl alle drei Untersuchungen für die Forschung von Bedeutung sind, soll in den folgenden Ausführungen insbesondere auf die Studie Rigols eingegangen werden, da diese sich aufgrund ihrer Merkmale entsprechend gut als Diskussions- und Anschauungsobjekt eignet. Die Untersuchungen Müllers und Schönigs lassen sich in diesem Zusammenhang leider weniger gut verwenden, da Müller in seinem Werk von 1963 eine zu grobe Schichteinteilung (er differenziert nur zwischen Ober- Mittel- und Unterschicht) vornimmt und Schönig 1971 nicht mehr in der Grundschule untersucht, sondern in der Sekundarstufe. Rigols Arbeit, im Jahre 1968 in Gießen entstanden, basiert auf den Auswertungsergebnissen von 195 brauchbaren Fragebögen, die ursprünglich eine vierfache Übersetzung hatten. In diesem Fragebogen wurden Auskünfte über die Sozialdaten (Alter, Schuljahr, Beruf des Vaters, Berufstätigkeit der Mutter, Geschwisterzahl und –folge, Besitz von Radio, Fernsehen, Büchern), über die Neigungen (Lieblingsunterricht, Leseneigung, Schreibneigung, liebste Freizeitbeschäftigung) und über die Einschätzung der eigenen Leistung (Lesefähigkeit, Aufsätze, Rechtschreibung) (Rigol: 1970, S. 154) eingeholt. Damit sollten die Fehler, die in den Diktaten und Aufsätzen der Klassen 2-4 gemacht wurden, in ein soziologisches Raster eingeordnet werden, das über die Schichtzugehörigkeit des Irrenden Aufschluss gibt. Auch die Fehleranalyse erfolgte in etwas anderer Form als 1963 bei Müller: Hier entfiel die Kategorie Merkfehler und es blieben Regelfehler, Wahrnehmungsfehler und sonstige Fehler als Untersuchungsgegenstände übrig. Und „um eine größere Differenzierung zu erreichen“ (Rigol), einigte mensch sich auf die nachfolgende Schichteinteilung: Untere Unterschicht (UU), Obere Unterschicht (OU), Untere Mittelschicht (UM), Obere Mittelschicht (OM) und Oberschicht (O).

Wenn nun im Folgenden die Ergebnisse Rigols Studie näher beleuchtet werden, so sei vorab dringend festgehalten, dass diese Untersuchung keinesfalls einen Anspruch auf Repräsentativität erheben kann (ebenso wenig die von Müller und Schönig) und an manchen Stellen leider etwas unklar bleibt, aber darauf wird im Anschluss an die Ergebnisdarstellung näher eingegangen.

Grundsätzlich fällt auf, dass die Gesamtfehlerzahl im Diktat um etwa 30 Prozent höher ist als im Aufsatz. Das mag daran liegen, dass die Kinder bei Problemwörtern die Möglichkeit hatten, sie durch andere, ihnen bekannte Worte zu ersetzen. Allerdings ist nicht zu übersehen, dass die Kinder der UU bei beiden Aufgaben zwischen 60 und 70 Prozent unter dem Fehlerdurchschnitt liegen. Zwar liegen auch die Kinder der OU unter dem errechneten Durchschnitt, aber der Abstand zur UU ist erheblich größer, als der zur UM. Der Abfall der gesamten Unterschicht vom Durchschnitt: Vielleicht ein Indiz für mangelnde Ausdrucksfähigkeit?

Auch die Länge und die syntaktische Struktur der Aufsätze verändern sich mit der Schichtzugehörigkeit. Die Aufsätze der Unterschichtenkinder sind nicht nur erheblich kürzer, sie haben auch eine relativ starre syntaktische Struktur (Rigol: S. 158), die das Muster des ersten Satzes immer wieder aufgreift.

Jedenfalls geht aus diesen Unterlagen eindeutig hervor, dass die Fehlerzahl und die Schichtzugehörigkeit korrelieren, was in gewisser Hinsicht die oben genannte These von Bernstein belegt, denn Sprecher und Schreiber des restringierten Codes kennen nur wenige Variablen in der Wortwahl und verwenden oftmals eine stereotype und starre Satzstruktur. Es folgen Rigols Untersuchungen bezüglich der Schichtzugehörigkeit und der Fehlerart. Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass die Wahrnehmungsfehler der gesamten Unterschicht und der Oberschicht im Diktat einen überdurchschnittlich hohen Anteil (Rigol: S. 162) bilden. Teilweise kann das auf den regionalen Dialekt zurückgeführt werden, aber es zeigt sich, dass die Repräsentant_innen der UU und der OU prozentual viel häufiger akustischen Verwechslungen unterliegen als ihre Mitstreiter_innen aus der Mittelschicht. Rigol führt dies auf die schlechte Unterscheidbarkeit der phonetischen Oppositionspaare d-t, b-p, g-k usw. zurück und versucht zu erklären, warum die Kinder der Unterschicht mehr Schwierigkeiten bei der Wahrnehmung haben als ihre Altersgenoss_innen aus der Mittelschicht: Die geschriebene Sprache als Kommunikationsinstrument ist dem Kind gänzlich unbekannt, was auf die schichtspezifische Sozialisation (Rigol: S. 163) zurückzuführen ist. Das würde bedeuten, dass der Wert der Sprache und der Wert der Schrift je nach Schicht divergiert und bestimmte Eigenheiten von Sprache und Schrift aufgrund des Perzeptionsunvermögens nicht in das Bewusstseinsfeld der Kinder rücken: Eine finstere Annahme.

Der letzte Punkt der Rigolschen Untersuchung beschäftigt sich mit der Fähigkeit der Selbsteinschätzung der eigenen Leistungen. Auch hier fallen die ermittelten Ergebnisse der Unterschicht wieder negativ auf, denn die Überschätzungsrate dieser liegt sowohl im mündlichen als auch im schriftlichen Bereich zwischen 40 und 90 (!) Prozent. Diese Resultate wecken die Befürchtung, dass die Schule ein lebensfernes Wunsch-Bezugssystem [darstellt], dem mensch zwar nicht wirklich, aber zur Not fiktiv genügen kann, [...] oder die Schule fällt als Bezugssystem überhaupt aus (Rigol: S. 166). In einem weiteren Schritt ermitteln die Forscher eine negative Rangfolge der vier häufigsten Fehler, die nach Fehlersyndrom und Arbeitsart sortiert ist:

1) Fehler aus dem Wahrnehmungssyndrom im Diktat 2) Fehler aus dem Regelsyndrom im Aufsatz 3) Fehler aus dem Wahrnehmungssyndrom im Aufsatz 4) Fehler aus dem Regelsyndrom im Diktat

Diese Hitlist lässt nach Rigol darauf schließen, daß die Wahrnehmungsfähigkeit der Unterschichtenkinder so wenig entwickelt ist, daß eine erfolgreiche Bewältigung der Rechtschreibung nicht möglich ist (Rigol: S. 167). Abschließend ein paar grundsätzliche Anmerkungen zu dieser Untersuchung: Alles in allem weist die vorliegende Studie an manchen Stellen Unebenheiten auf, wie beispielsweise der Verzicht auf die Erklärung, warum den Oberschichtkindern fast ebenso viele Wahrnehmungsfehler unterlaufen wie den Unterschichtkindern. Darüber hinaus sind dem Auswertungsteam gelegentlich Fehler bei der Berechnung einzelner Komponenten unterlaufen, die sich zwar nicht direkt auf die Untersuchungsergebnisse auswirken, aber an den entsprechenden Stellen zu Verwirrung führen (Rigol, R.: Schichtzugehörigkeit und Rechtschreibung. S. 165. Tab.7 etc.). Das liegt unter anderem an der wenig sinnvollen optischen Aufbereitung der Studie, denn die Ergebnisse verschwinden nahezu in der Unübersichtlichkeit der Tabellen. Außerdem werden in dieser Studie keinerlei Angaben zu geschlechtsspezifischen Unterschieden gemacht, d. h. es wurde nicht auf die Leistungsunterschiede zwischen Mädchen und Jungen eingegangen, wie es nach Bernstein wünschenswert gewesen wäre, denn es zeichnen sich bestimmte Tendenzen innerhalb der Schichten ab, die von beträchtlicher Bedeutung für den heutigen Forschungsstand sind. Leider hat es das Team um Frau Rigol auch versäumt die Wahl der Parameter ausreichend zu erläutern, die die soziale Einordnung der Fragebögen zu einer bestimmten Schicht bestimmen. Denn aus heutiger Sicht wäre es sicherlich wünschenswert, die Änderungen nachvollziehen zu können, die sich durch den sozialen Strukturwandel der vergangenen 38 Jahre ergeben haben.

Dennoch sind die Ergebnisse, die Rosemarie Rigol mit ihrer empirischen Untersuchung erzielt, keinesfalls durch die Mängel so stark beeinflusst, so dass die Resultate doch einen fundierten Anspruch auf Anerkennung und Interpretation haben.

Fischer, Müller und Blömeke, oder: Vom Team, das auszog, um alles besser zu machen

Bei der im Folgenden vorgestellten Untersuchung von Fischer, Müller und Blömeke ist mensch bemüht gewesen, die Fehler zu vermeiden, auf die Rosemarie Rigol in ihrer Einleitung selbst hingewiesen hat. Es wurde beispielsweise ein einheitlicher Diktattext zu Grunde gelegt, der Faktor Aufsatz ist weggefallen und die Schüler_innen, die an dieser Studie teilnahmen besuchten alle die Klasse 6 des gleichen Schultyps in der gleichen Stadt. Außerdem wurde dem Faktor Lehrer_in Rechnung getragen, indem das Diktat immer von derselben Person verlesen und diktiert wurde. Ebenso war mensch bemüht, die äußeren Belastungsumstände der Schüler_innen in der Zeit unmittelbar vor der Untersuchung so niedrig wie möglich zu halten und aus diesem Grunde verzichteten die Lehrer_innen auf vorangehende Klassenarbeiten. Für den Test selbst wurde eine einheitliche Uhrzeit zur Durchführung und eine maximale Dauer bestimmt. Es wurden also weitestgehend gleiche Voraussetzungen geschaffen, um der Studie einen noch wissenschaftlicheren Charakter zu verleihen und so mögliche Ergebnisverfälschungen zu verhindern. Außerdem trennt das Team noch einmal zwischen Schichtzugehörigkeit, Fehleranzahl und Geschlecht.

Allerdings unterlaufen auch diesem Team in seinem Korrektheits-Enthusiasmus Fehler, die das Bild der Untersuchung verzerren können. Am schwerwiegendsten ist hier die Tatsache, dass die Lehrer_innen der verschiedenen Klassen bei der Ermittlung der Schichtzugehörigkeit ihrer Schüler_innen aktiv mit eingegriffen haben, indem sie die fehlenden Angaben auf den Fragebögen bezüglich des sozialen Milieus der Schüler_innen und ihrer Familien ergänzt haben. Es ist fraglich, wie viele falsche Schichteinordnungen das zur Folge hatte, aber der Preis für eine geringfügig höhere Ergebnisquantität ist trotzdem entschieden zu teuer bezahlt.

In dieser Untersuchung ist außerdem ein erweiterteres Schichtenmodell zugrunde gelegt als bei Rigol. Dieses Schichtenmodell geht auf Moore / Kleining (Moore: 1960, S. 86ff) zurück und erweitert die Rigolschen Schichten um die Mittlere Mittelschicht (MM) und die Schicht der sozial Verachteten (SV). Aufgrund der Ergebnisse der Fragebögen entfällt in dieser Studie die Oberschicht gänzlich und es sei am Rande erwähnt, dass auch diese Fallstudie keinen repräsentativen Querschnitt darstellt. Zu den Ergebnissen: Betrachtet mensch die Ergebnisse in punkto Fehlerzahl und Schichtzugehörigkeit, so zeichnet sich auch hier mit sinkender Schichtzugehörigkeit ein steigender Fehlertrend ab. Der gravierendste Sprung ist allerdings zwischen der MM und der UM, hier macht sich eine Differenz von 3,3 Fehlern bemerkbar. Erwähnenswert ist auch, dass nur die UU unter dem Gesamtfehlerdurchschnitt liegt. Bezüglich der These, dass Mädchen weniger Fehler machen als Jungen sind hier folgende Ergebnisse festzuhalten: Die Fehlerzahl beider Geschlechter differiert in der OM und MM auffallend wenig, aber mit sinkender Schichtzugehörigkeit steigt die Fehlerzahl der Jungen proportional schneller als die der Mädchen. Je niedriger die soziale Schicht, desto größer die Fehlerdifferenz zwischen Mädchen und Jungen. Wie die Tabellen ausweisen, schneiden die Mädchen im Durchschnitt insgesamt um 2,5 Fehler besser ab. (Fischer: 1983, S. 283ff)

Im Hinblick auf Fehlerart und Schichtzugehörigkeit sind die Rigolschen bzw. Müllerschen Kategorien um die Verstöße gegen Grammatikregeln erweitert worden. Es fällt auf, daß sich fast die Hälfte aller Fehler unter das Regelsyndrom einordnen läßt, 37% entfallen auf die Kategorie Sonstige Fehler [...], und 14% auf das Wahrnehmungssyndrom und 6,3% auf das Grammatiksyndrom. (Fischer: 1983, S 291) Was lässt das für Schlüsse zu? Vielleicht ist die Kategorie Sonstige Fehler zu ungenau definiert worden und umfasst somit Fehler, die auch an anderer Stelle hätten eingeordnet werden können.

Ein Blick auf die Tabelle 13, in der die Erwartungswerte mit den tatsächlichen Fehlerwerten verglichen wurden zeigt, dass die UU weit von den erwarteten Werten abweicht. Also ein klarer Beweis für die Annahme, dass die Rechtschreibleistung eng mit der Schichtzugehörigkeit zusammenhängt und eine deutliche Übereinstimmung mit den Ergebnissen von Müller, Rigol und Schönig, obwohl verschiedene Modelle und Verfahren zugrunde liegen.

Die Einteilung nach Fehlerarten weicht allerdings stark von den Ergebnissen Rigols ab und setzt sich hier folgendermaßen zusammen:

1) Fehler aus dem Regelsyndrom 2) Sonstige Fehler 3) Fehler aus dem Wahrnehmungssyndrom 4) Fehler aus dem Grammatiksyndrom

Somit wird zwar Rigols Schlussfolgerung, dass die Wahrnehmungsfähigkeit der Unterschichtkinder zu wenig entwickelt sei relativiert, aber ein anderer Aspekt, nämlich die Regelbeherrschung wird zum Problem, welches nach Fischer, Müller und Blömeke sozial bedingt ist. Im übertragenen Sinne kommen die Kinder der Unterschicht also vom Regen in die Traufe.

Fazit

Der Vergleich dieser Untersuchungen bestätigt sehr deutlich den Zusammenhang zwischen Rechtschreibleistung und Schichtzugehörigkeit. Leider bieten die Autoren, mit Ausnahme von Frau Rigol, keinerlei Lösungsvorschläge, wie der gewaltige Kompetenzunterschied zu beheben sein könnte. Der Ansatz von Rigol geht auf das Verhältnis der Unterschichtkinder zur Schule ein und macht die verhängnisvolle Entfremdung der Kinder zur Institution für diesen Missstand verantwortlich. Sie ist gleichzeitig Ursache und Folge der Lernbarriere, die es den Unterschichtenkindern nicht gestattet, diese Schule als die ihre anzusehen. (Rigol: S. 167) Die Schule jedenfalls hat ihrer Meinung nach noch nichts getan, um den signifikanten Problemen der Unterschichtenkinder entgegen zu wirken.

Tatort Schule Oder: Wer schreibt, der bleibt!

Die Schule nimmt in einer Gesellschaft, die sich als Leistungsgesellschaft begreift, eine Rolle ein, deren Wichtigkeit kaum zu überschätzen ist. Sie vermittelt nicht nur Qualifikation, sie ist der Ort, in dem die spätere Position in der sozialen Hierarchie festgelegt wird. (Kuhlmann)

Hier werden die Weichen für das spätere Leben gestellt. Da aber nicht jede_r Schüler_in bei der Einschulung die gleichen Voraussetzungen mitbringt, ist es Aufgabe der Schule die Sozialisation aller Schüler_innen auf einander abzustimmen und die schwächeren Mitglieder der Gemeinschaft zu stärken, nicht sie zu schwächen.

Wie schon zu Beginn des Artikels angesprochen, kommt dem mündlichen und schriftlichen Sprachgebrauch, also auch der Rechtschreibung eine enorme Rolle in der Schule zu. Fast 95 Prozent (Kuhlmann) der Leistungs- und Erfolgskontrolle vollzieht sich hier über den Gebrauch von Sprache. Folglich hat sie ein immenses Übergewicht gegenüber den vielen anderen Fähigkeiten, die es in der Schule zu erlernen gilt. In nahezu allen Unterrichtsfächern ist eine klare und strukturierte Ausdrucksform unabdingbar, denn welche_r Mathematiklehrer_in kann schon auf die Bearbeitung von Textaufgaben verzichten. Dieses Übergewicht führt unter Umständen zu einer dramatischen Kettenreaktion für die schlechteren Schüler_innen, die laut Aussage der empirischen Untersuchungen größtenteils aus der Unterschicht stammen. Sobald sie nicht mehr den Anforderungen der Rechtschreibung genügen, folgt zwangsläufig eine unaufhaltsame Abwärtsbewegung der anderen Leistungen, da diese am Maßstab Sprache und Ausdruck gemessen werden. In klaren Worten: Rechtschreibung fungiert tatsächlich als Instrument der Selektion und operiert zudem nicht nur im Umfeld Schule. Es wird also höchste Zeit, dass die Bildungsinstanz ihrer Aufgabe als Sozialisationsinstanz Rechnung trägt und die entstandene Lern- und Sprachbarriere zu überwinden versucht. Sie braucht also dringend eine Reform, aber welche Reform ist geeignet diesem massiven Problem Herr zu werden? Und müssen die Barrieren eigentlich überwunden oder abgeschafft werden? Eine Frage, die einer zugleich philosophischen als auch einer politischen Antwort bedarf und an dieser Stelle ungeklärt bleiben muss.

Die Rechtschreibreform Oder: Casus delictus – wie viel Reform erträgt der Mensch?

In diesem letzten Punkt des Artikels soll das Problem des Ansatzes der Rechtschreibreform ein wenig näher erörtert werden, wenn auch keine Musterlösung am Ende herauskommt. Bezüglich der unseligen Reformgeschichte in Deutschland ist zu klären, ob eine Rechtschreibreform, wie sie 1995 von der Kultusministerkonferenz beschlossen wurde, überhaupt in der Lage ist, die massiven und schwerwiegenden Probleme der Schulen und Schüler_innen in den Griff zu bekommen. Es stellt sich die Frage, inwieweit eine Absenkung des Niveaus, denn das ist die Reform ja zweifellos, zur Genesung der schulischen und vor allem gesellschaftlichen Strukturkrankheit beitragen kann. Dem kritischen Beobachter der Vorgänge um die Reform mag jene so vorkommen, als habe mensch nur die Latte niedriger gehängt, anstatt die Sprungkraft zu verbessern (Kuhlmann). Der gesamte Reformenthusiasmus entlädt sich einzig an den Schreibnormen und nicht am kränkelnden Schulsystem, darüber besteht jedenfalls Konsens. Wäre es nicht unter Umständen klüger gewesen, der Reform einen ganz anderen Ansatzpunkt zu geben, damit sich die Hebelwirkung besser auf die verkeilten Zahnräder der Gesellschaft auswirken kann? Es bleiben viele Möglichkeiten offen und bisweilen unversucht, das Übel des Bildungssystems an der wahren Wurzel zu packen. Wie würde sich eine totale Reform des Schulsystems auswirken? Was bis dahin noch ungeklärt ist, ist folgende Fragestellung: Inwiefern kann eine Reform, die ganz klar einen laienlinguistischen Ansatz hat, das Problem der Bildungs- und Leistungsgesellschaft lösen? Das Rechtschreibproblem in der Schule soll durch eine oktroyierte neue Norm in einem Schritt beseitigt werden. Eine Lösung mit äußerst präskriptivem Charakter, aber vielleicht bewährt sich diese Methode ja und in ein paar Monaten ist ein Buch in den Buchhandlungen zu finden, das den Titel trägt: Wie reformiere ich richtig? Ein Leitfaden für alle Arten von Reformen.

Quellen

  • Ammon, Ulrich: Probleme der Soziolinguistik. In: Germanistische Arbeitshefte 15. Hg. von O. Werner und F. Hundsnurscher. Max Niemeyer Verlag. Tübingen 1973.
  • Clément, Danièle: Linguistisches Grundwissen. Eine Einführung für zukünftige Deutschlehrer. Westdeutscher Verlag. Opladen 1996.
  • Dittmar, Norbert: Soziolinguistik. Exemplarische und kritische Darstellung ihrer Theorie, Empirie und Anwendung. 4. korr. Auflage. Athenäum. Königstein/Ts. 1980.
  • Dürr, Michael und Peter Schlobinski: Einführung in die deskriptive Linguistik. Westdeutscher Verlag. Opladen 1990.
  • Ermert, Karl: Gibt es die Sprachbarriere noch? Soziolinguistik – Sprachdidaktik – Bildungspolitik. Schwann. Düsseldorf 1979.
  • Fischer, Hans-Dieter, H. Müller und H.U. Blömeke: Rechtschreibleistung und Schichtzugehörigkeit. In: Braun, Peter et al (Hg.) Handbuch für Deutschdidaktik Bd. 1: Sprachdidaktik. Schwann. Düsseldorf 1983.
  • Hubach, Wolfgang: Rechtschreibkenntnisse bei Ausbildungsanfängern. Ergebnisse einer Panel-Untersuchung als Grundlage eines Modells zur Reform des Rechtschreibunterrichts. Peter Lang. Frankfurt/M. 1984.
  • Klute, Wilfried: Rechtschreibung zwischen Norm und Reform. Eine Unterrichtseinheit der Sekundarstufe II. In: Braun, Peter et al (Hg.) Handbuch für Deutschdidaktik Bd. 1: Sprachdidaktik. Schwann. Düsseldorf 1983.
  • Löffler, Heinrich: Germanistische Soziolinguistik. In: Grundlagen der Germanistik. Hg. von Hugo Moser und Hartmut Steinecke. Erich Schmidt Verlag. Berlin 1985.
  • Moore, Hariett und Gerhard Kleining: Das Bild der sozialen Wirklichkeit. In: KZfSS 12. 1960.
  • Rigol, Rosemarie: Schichtzugehörigkeit und Rechtschreibung. In: Diskussion Deutsch 2. 1970.
  • Schlieben-Lange, Brigitte: Soziolinguistik. Eine Einführung. 2. überarbeitete und erweiterte Auflage. Kohlhammer. Stuttgart 1978.
  • Veith, Werner H.: Soziolinguistik. Ein Arbeitsbuch. Narr Verlag. Tübingen 2002.

Weblinks

  • Kuhlmann, Heide: Orthographie und Politik. Zur Genese eines irrationalen Diskurses. www.heide-kuhlmann.de/ma_frame.html?/ma_kap11.html (02.01.2007).

Bibliografie

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