Queer Theologie

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Inhaltsverzeichnis

Was bedeutet queer?

Queer bezeichnet theoretische und praktische Opposition und Widerstand gegen alles, was als ‚normal’ angesehen wird. Normalitätskonstruktionen werden kritisiert und ihre Normierungsfunktion aufgezeigt. Queer bedeutet übersetzt so viel wie quer, quer gebürstet, seltsam, merkwürdig, aber auch Falschgeld oder Kopie von einem Original. Es wurde und wird als Schimpfwort gegen Lesben und Schwule benutzt. Aber Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transsexuelle (LSBT) haben sich das Schimpfwort Ende der achtziger, Anfang der neunziger Jahre selbst angeeignet und als programmatischen Begriff ihres Widerstands gegen Heteronormativität eingeführt. Queer als theoretisches Konzept betont, dass es jede Form von so genannten wesensmäßigen Identitätszuschreibungen, - also stabile und festgeschriebene Kategorien ablehnt. Queer theoretische Überlegungen werden vor allem durch Judith Butler, Eve Sedgwick, Teresa de Lauretis und Michael Warner repräsentiert. Sie beziehen sich auf Denkmodelle von Michel Foucault, Jacques Derrida und kritischen Weiterentwicklungen der Psychoanalyse. Ziel ist es, vermeintlich homogene kollektive Identitäten (wie ‚die Frauen’ oder ‚die Schwulen’) zu dekonstruieren und den Mythos von stabilen Kategorien wie ‚sex’ und ‚gender’ aufzuheben und deren Ausgrenzungen und (Hetero-)Normierungen aufzuzeigen. [1]

Dass das soziale Geschlecht – also Geschlechterrollen und deren Hierarchisierung - durch Erziehung und Sozialisation geprägt wird, ist seit den feministischen Analysen der siebziger und achtziger Jahre weitgehend anerkannt. Aber dass auch das so genannte biologische Geschlecht von Anfang an kulturell geprägt und zu keiner Zeit ‚natürlich’ ist, das ist erst mit den theoretischen Ansätzen von Judith Butler [2] und anderen eingeführt worden und hoch umstritten. Butler betont, dass ein Säugling von der ersten Sekunde seines Lebens – und auch schon im Mutterleib - ge-gendered’ wird. Daher die These von Butler, dass es kein ‚natürliches’ Geschlecht gibt, sondern dass es immer schon geformt und damit normiert wird. Queer kritisiert aber nicht nur die Unterscheidung von biologischem (‚sex’) und sozialem Geschlecht (‚gender’) , sondern auch die heteronormativen Konsequenzen, die daraus gezogen werden: Wer biologisch ein Mann ist, hat gewissen sozialen Geschlechterrollen zu folgen, wird darin geformt und soll sich formen - und Frauen entsprechend. Aus dem biologischen Geschlecht wird gleichzeitig ein heterosexuelles Begehren abgeleitet und normiert, was queer kritisiert und konsequent als heteronormative Machtstruktur aufgezeigt und ablehnt.

Den Mythos vom linearen Zusammenhang vom biologischen Geschlecht zum sozialen Rollenverhalten zum heteronormativen Begehren dekonstruiert queer mit allen Mitteln. Queer hinterfragt konsequenterweise ebenfalls so genannte ‚natürliche’ Familienstrukturen, die nur heterosexuelle Konzepte von Vater, Mutter und 1,5 Kindern einschließen und heterosexuelle Geschlechtsrollen in der Familienerziehung durchsetzen. Gleichzeitig konterkariert diese auch durch praktische Aktionen wie ‚Kiss-Ins’, ‚Die- Ins’, öffentliche Coming-Outs, symbolische Eheschließungen von gleichgeschlechtlichen Paaren auf öffentlichen Plätzen, künstlerische Installationen, performative Inszenierungen wie ‚Cross-Gender’-Modeschauen, [Drag-Shows], Straßentheater, etc.

Die queer Herausforderung , heterosexuellen Gender- und Familienkategorien zu durchqueren und kritisch gegen alle dualistischen Kategorien von hetero – homo, weiß – schwarz, gut – böse, Mann – Frau, etc. vorzugehen, führten zu verflüssigten Prozessen und neuen sozialen Konstellationen, Bündnissen und Bewegungen. In diesem Kontext haben beispielsweise auch die Debatten zwischen Lesben und Schwulen und Feministinnen und Schwulen eine konstruktive Wendung erfahren. [3]

Queer steht aber auch für undogmatische, lustvolle und performative Haltungen und Aktionen jenseits jeder Systeme und Schubladen. Queer bezieht sich spielerisch subversiv auf Mode, Glanz und Glamour statt sie abzulehnen. Daher ist queer allerdings auch anfällig dafür, in den gesellschaftlichen ‚Mainstream’ integriert und von Marktstrategen benutzt zu werden. Die Werbekampagnen für Designermoden, Parfum und Lifestyle Accessoires z.B. für ‚Metro-Menschen’, also androgyn wirkende Männer oder Frauen wie David Beckham oder Brad Pitt bei den Männern und Angelina Jolie bei den Frauen zeigen dies. Auch die Amerikanische Lesbenserie L-World oder die Britische Serie „Queer as Folk“ zeigen, wie sehr es heutzutage möglich ist, queer Haltungen und Lebensstile einigermaßen mehrheitsfähig im Unterhaltungsprogramm unterzubekommen, wenn sie nicht zu kritisch und zu politisch vorgetragen werden. Spaß und Lebensfreude stehen im Vordergrund, wogegen nichts einzuwenden ist. Aber sie verschleifen oft den kritisch politischen Akzent. Brinkschröder und andere weisen daher zurecht darauf hin, dass die bloße Destabilisierung der zweigeschlechtlichen und heteronormativen Ordnung durch ständige performative Prozesse noch keine Auskunft darüber gibt, wohin die unentwegte Subversion eigentlich führen soll. Brinkschröder stellt eine deutliche Übereinkunft der Semantiken von Queer Theorie und Neoliberalismus fest. Queer lässt sich demnach ohne größere Schwierigkeiten in neoliberale Diskurse und Praktiken integrieren, da eine kritische und materialistische Analyse ökonomischer Verhältnisse ausbleibt. [4] Auch hier sind die Einschätzungen sehr kontrovers.

Man kann zusammenfassen, dass queer als politischer Begriff seine Bedeutung immer wieder verändert hat - gemäß sich verändernder Strategien und Kontexte sozialer und politischer Bewegungen. Queer kann daher nicht präzise definiert werden und will das auch gar nicht, sondern muss ständig re-kontextualisiert werden. Queer Konstellationen sind verflüssigt, fragmentarisch, prozesshaft, ‚cool’ und undogmatisch und dadurch recht anfällig dafür, von Marktstrategen, der Werbung und von Lifestyle Diskursen jenseits von hetero und homo aufgegriffen zu werden.

Queer als Thema der akademischen Theologie?

Von ‚Queer Theologie’ ist an den Fachbereichen evangelische und katholische Theologie in Deutschland weit kaum etwas zu sehen. Es gibt in Hamburg zwar seit April 2006 ein unabhängiges Institut für Queer Theory unter Leitung von Antke Engel [5], und in Berlin hat sich im Mai 2005 eine ‚Initiative Queer Nation’ gegründet [6], die queer Projekte und Veranstaltungen selbst organisieren und andere unterstützen. Theologisch sind diese queer Initiativen in Deutschland nach meiner Kenntnis aber nicht profiliert. Lediglich in den USA und in Großbritannien gibt es anerkannte Seminarangebote und Literatur zu ‚Queer Theology’ wie z.B. an der Pacific School of Religion in Berkeley oder an der Ney York University (NYU). Der kontroverse Themenkomplex Homosexualität, Theologie und Kirche wird an deutschen Universitäten insgesamt gemieden; von der Aufnahme der Analysen und kritischen Anfragen von queer einmal ganz zu schweigen. Die Stimmung an den Universitäten – auch an den theologischen Fachbereichen - ist in der Regel tolerant und weltoffen. Dennoch scheint diese Offenheit oftmals mehr dazu zu dienen, den Auseinandersetzungen und kontroversen Diskussionen auszuweichen, als dass man sich dazu schon hinreichend positioniert hätte. Erstaunlich ist dies vor allem deshalb, weil in (evangelischen) kirchenleitenden Gremien, theologischen Ausschüssen und Gemeinden darüber in vielen Landeskirchen immer noch sehr kontrovers diskutiert wird. Eine Einigung ist nicht in Sicht. In solchen Fällen, in denen um das Verständnis von biblischen Quellen und deren theologische Interpretation im Spannungsfeld zwischen Überlieferung und heutiger Lebenswelt gerungen wird, sollte eigentlich die universitäre Theologie eingreifen und sich zu Wort melden. Nicht um Rezeptantworten zu erteilen, sondern um kritische und sachdienliche Impulse für die Diskussion zu liefern und Hintergrundanalysen zu schärfen.

Das Interesse von LSBT an theologischen Argumentationen ist dagegen vielerorts gestiegen. Lesbische und schwule kirchliche Netzwerke wie HuK [7] (Homosexuelle und Kirche), LuK [8] (Lesben und Kirche), Labrystheia [9] (Lesben in theologischer Ausbildung) u.a. haben hier in den letzten 35 Jahren aktive Arbeit geleistet. Auf Europäischer Ebene gilt das genauso für das Europäische Forum christlicher Lesben- und Schwulengruppen. [10]

Traditionell haben aber säkulare Lesben- und Schwulenorganisationen viel Skepsis gegenüber kirchlichen und theologischen Debatten und Gruppierungen, weil viele von Kirchen nur Demütigung und Ausgrenzung erfahren haben. Dennoch wurde auf der Europakonferenz der ‚International Lesbian and Gay Association’ (ILGA) im November 2005 in Paris und in 2006 in Sofia und auf deren Weltkonferenz im März 2006 in Genf wurde mit Hilfe des Europäischen Forums jeweils entweder eine Vorkonferenz zum Thema Religion abgehalten oder ein hochkarätig besetztes Podium zu allen Religionen organisiert. [11] Es wurde über Homophobie und Diskriminierungserfahrungen von LSBT in christlichen Kirchen und in jüdischen und muslimischen Zusammenhängen diskutiert und die Quellenlage in Tora, Bibel und Koran studiert. Auch deren aktuelle Positionen zu Homosexualität standen auf dem Prüfstand. Einig war man sich, dass wörtliche Auslegung der Quellentexte, fundamentalistische Haltungen und der Missbrauch religiöser Traditionen für ideologisch motivierte Positionen eine der Hauptursachen sind, warum weltweit LSBT in Kirchen, Synagogen und Moscheen weiterhin schwere Zeiten erleben und warum religiöse Würdenträger auch jenseits ihrer Institutionen Druck auf politische Entscheidungen ausüben, um homophobe Positionen zu stützen. [12] Berichte von Amnesty International unterstreichen den politischen Einfluss Katholischer und Orthodoxer Kirchen in Osteuropa und weisen besorgt darauf hin, wie diese aggressiv darauf hinwirken, dass z.B. Gay-Pride-Paraden in Belgrad, Warschau oder Krakau verboten, oder wie Ende Mai 2006 in Moskau und im Juni 2006 in Riga gewalttätige Gegendemonstrationen von Kirchenrepräsentanten ermutigt und religiös legitimiert werden. Ähnlich homophobe Haltungen können bei evangelikalen und charismatisch protestantischen Gruppierungen in den USA beobachtet werden, die auf der Grundlage ihrer fundamentalistischen Positionen konservative Familienwerte propagieren und die politische Rechte des Landes - angeführt von Präsident G.W. Bush - aktiv unterstützen.

Auch im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK), dem weltweit über 340 Kirchen angehören, wird seit der ÖRK Vollversammlung in Harare 1998 und auch auf der Vollversammlung in Porto Alegre im Februar 2006 [13] über das Thema kontrovers diskutiert. Hauptstreitpunkte sind auch im ÖRK die unterschiedlichen biblischen Auslegungen zum Thema Homosexualität und ihre Konsequenzen für Kirche und Gesellschaft. Die akademisch anerkannten Grundsätze einer aufgeklärten biblischen Exegese und Bibelhermeneutik stehen dabei zur Disposition, die gegen wörtliche Bibelauslegung gestärkt werden müssten. Hierbei könnte die akademische Theologie eine große Hilfestellung bieten, geht es hierbei doch um das Eigentliche einer christlich akademischen Theologie. Dies geschieht aber zu wenig. Aufklärung, Information und Hintergrundwissen über Kontext und Zeit der biblischen Texte tun Not, um sachlich und unaufgeregt über die kontroversen Texte und Interpretationen reden zu können. Dasselbe gilt für die immer noch sehr erhitzten Debatten über die Frage der Möglichkeit von Segnungen schwuler und lesbischer Paare, die Ordination von lesbischen und schwulen TheologInnen und deren Wohnsitz im Pfarrhaus.

Auch an Evangelischen Akademien werden zum strittigen Thema der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare Tagungen angeboten. [14] Die Zeitschrift ‚Junge Kirche’ hat zu diesem Thema zum Kirchentag in Hannover im Juni 2005 gleich ein ganzes Heft erarbeitet. [15] Warum wird das Thema so wenig im theologischen Wissenschaftsbetrieb aufgenommen? Liegt es daran, dass es ein Thema „von gestern“ ist, über das die wissenschaftliche Theologie schon lange hinaus ist? Dann hätte sie aber die Aufgabe, dieses Wissen auch in die Lebenswelt von Kirchenobersten, Gemeindegliedern und politisch Aktiven, die sich religiöser Sprache und Argumente bedienen, hinein weiter zu geben. Wer lediglich auf die eigene Liberalität verweist und zu wenig wahrnimmt, wie aggressiv und hasserfüllt dieses Thema vielerorts – auch mitten in Europa gerade in religiösen Kreisen diskutiert wird, der muss sich fragen lassen, ob er die Lebenswelt vieler Gläubigen noch wachsam genug wahrnimmt und die kontroversen Themen noch angemessen genug begleitet.

‚Queer Theorie’ und ‚Queer Theologie’ könnten hier einen wichtigen Beitrag leisten, heteronormative Strukturen in Kirche und Gesellschaft aufzuzeigen Machtachsen gleichzeitig auch im Hinblick auf Geschlecht, Rasse, Herkunft und Religionszugehörigkeit zu analysieren. Bisher kommen solche fundierten Analysen zumeist von theologisch ausgebildeten LSBT selbst. Der Mainstream scheint sich nicht dafür zu interessieren, dass in acht Ländern weltweit Lesben und Schwule immer noch die Todesstrafe erleiden und sie in vielen anderen Ländern kriminalisiert werden. Doch selbst in Europa, wo alle Gesetzgebungen gegen Lesben und Schwule offiziell abgeschafft wurden, haben viele keinen Schutz von Polizei und Rechtsstaat zu erwarten, da von dort oftmals der heteronormative Regulierungsdruck ausgeht. Viele trauen sich deshalb nicht einmal, nach Übergriffen und Gewalt Anzeige zu erstatten, da sie Angst davor haben, sich als Lesben oder Schwule zu outen. [16] Positive Positionen wie z.B. die Entscheidung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, schwule und lesbische Partnerschaftssegnungen in Gottesdiensten zuzulassen, zeigen, dass auch positive und unterstützende theologische Positionen möglich sind. Diese müssten aber stärker theologisch kommuniziert werden. Gleichzeitig ist das theologisch akademische Engagement im Hinblick auf ‚Gender Studies’ oder ‚Queer Theologie’ zu dünn. Es gibt zwar regelmäßige feministische Lehraufträge in der evangelischen und katholischen Theologie. Sie finden aber im Rest des Lehrplans zu wenig Beachtung. Und auch in der Fachliteratur und in Fachdiskussionen wird sich kaum darauf bezogen. Queer Themen werden nach meinem Wissen an theologischen Fachbereichen in Deutschland offiziell noch nicht angeboten.

Erfreulich ist es daher, dass an der Universität in Frankfurt im Wintersemester 2006/2007 und im Sommersemester 2006 an der Universität in Mainz im Rahmen von Ringvorlesungen zu queer auch jeweils ein theologischer Beitrag angeboten wurde.[17] Außerdem ist für Herbst 2008 geplant, an der Universität in Frankfurt die Einrichtung eines interdisziplinären Forschungskollegs zum Thema ‚Queer Studies’ bei der Deutschen Forschungsgesellschaft (DfG) zu beantragen, an dem auch die Theologie beteiligt sein soll. Andreas Kraß, Professor der Germanistik in Frankfurt, ist hier die treibende Kraft. [18]

Mögliche Inhalte einer queer Theologie

Es gibt nicht die ‚Queer Theologie’. Stattdessen gibt es zahlreiche Anfragen, Impulse und Positionen zu theologischen Themen aus der Sicht von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen und anderen Interessierten. Dabei sind biblisch-exegetische Studien genauso wie kirchengeschichtliche, dogmatische, ethische und praktisch-theologische Fragestellungen relevant. ‚Queer Theologie’ kann dazu beitragen, einen analytischen und kritischen Blick auf die Probleme zu werfen, die in christlichen Kirchen und auch in anderen Religionen im Umgang mit Sexualität, Stigmatisierungen und Heteronormativität auftreten. Queer ist in diesem Sinn keine eigene Disziplin, sondern eine übergreifende Forschungsperspektive. Der gemeinsame theoretische Bezugspunkt ist die Queer Theory. ‚Queer Theologie’ stellt also eine offene Forschungshaltung dar, statt festgelegte Positionen zu vertreten. Sie bietet kein einheitliches theologisches System und will das auch gar nicht.

In den angelsächsischen Ländern entwickelte sie sich in zwei Richtungen. Die eine Richtung nimmt befreiungstheologische Anliegen auf und radikalisiert sie durch die Dekonstruktion herrschender theologischer Diskurse und die Entwicklung neuer ‚unanständiger’ Theologien. Diese Richtung zielt darauf, Lesben, Schwule, Transsexuelle, Schwarze, AusländerInnen, Kranke, Behinderte etc. von jeder Form der Diskriminierung zu befreien. Sie kritisiert Unrecht und Unterdrückung und sucht nach Gerechtigkeit und gleiche Menschenrechte für alle. Fragen nach (Geschlechts-)Identitäten, Körperlichkeit und Sexualität werden aber im Gegensatz zu herkömmlichen Befreiungstheologien genauso reflektiert wie die Erfahrungen von LSBT als kritische Quellen ernst genommen werden. Diese werden vor allem in Lateinamerikanischen Befreiungstheologien häufig als ‚Nebenwiderspruch’ vernachlässigt oder sogar ausgegrenzt. Für diese kritische Aufnahme befreiungstheologischer Impulse und Arbeiten stehen z.B. Marcella Althaus-Reich und Robert Goss. [19]

Eine zweite Richtung, die von Elisabeth Stuart, Gerard Loughlin und andere TheologInnen aus Großbritannien angeführt wird, nutzt „die Einsprüche der Queer-Theorie, um sich vom erfahrungsbezogenen und befreiungstheologischen Paradigma zu verabschieden und sich der platonisierenden Bewegung der ‚radical orthodoxy’ anzuschließen.“ [20]

Ansätze einer queer Theologie stehen vor allem im deutschsprachigen Raum noch völlig am Anfang. Hier können lediglich Forschungsperspektiven in den klassischen theologischen Disziplinen aufgezeigt werden.

Queer Bibelverständnis

Queer bezieht sich auf die allgemeinen Erkenntnisse der historisch-kritischen Bibelexegese und deren kritische sozialgeschichtlichen und befreiungstheologischen Vertiefungen. Es gibt danach keine allein gültige Bibelauslegung, sondern es gibt viele mögliche Auslegungen, die von der jeweiligen Auslegungsperspektive und –intention abhängen. Die Bibel selbst ist ein kontextgebundenes Buch, das in den Jahrhunderten ihrer Entstehung vielschichtige – sich zum Teil auch widersprechende Interpretationsprozesse erlebt hat. Die antihomosexuellen Äußerungen in der Bibel (vor allem 1. Mose 19; 3. Mose 18; 22; Pömer 1,26f) 1. Korinther 6) werden insofern ebenfalls als kontextgebundene menschliche Haltungen aus der Entstehungszeit der jeweiligen biblischen Bücher kritisch untersucht. Eine queer Bibelexegese re-interpretiert traditionelle Bibelauslegungen und lehnt wörtliche Bibelinterpretationen ab. [21] ‚Queer Theologie’ spricht in diesem Zusammenhang vom ‚hermeneutischen cruising’. [22]. Bibelinterpretationen werden undogmatisch und provokant quer gebürstet. Der kulturelle und der sozialgeschichtliche Hintergrund der Bibelstellen wird recherchiert und aufgezeigt und theologische Intentionen der Bibelstellen verdeutlicht. Die Bedeutung der Bibelstellen wird in ihrem textlichen und kontextlichen Zusammenhang begriffen.

Queer Menschenbild

‚Queer Theologie’ kritisiert die dualistische Aufteilung der traditionellen Theologie in Körper und Geist, Erotik und Verstand und bricht sie auf. Sie kritisiert Körper-, Sexualitäts- und Lustfeindlichkeit nicht nur von traditionellen Theologien, sondern auch von vielen eigentlich kritischen Befreiungstheologien. Nach queer gehören Sexualität und Spiritualität zusammen. Menschliche Sexualität wird als fließend und instabil betrachtet und eine Kategorisierung von Sexualität abgelehnt. Es gibt danach weder ein universales Verständnis vom menschlichen Wesen noch von menschlicher Sexualität. Auch das biblische Verständnis von Sexualität wird als vielfältig angesehen. Sexualität wird in manchen queer Texten selbst zum Ort der Gottesoffenbarung, und menschliche Körper werden als Orte der Inkarnation Gottes zu Trägerinnen des Heiligen. Identitätskategorien von Menschen werden nicht als wesenhaft, natürlich oder gottgewollt angesehen, sondern - genau wie in der ‚Queer Theory’ - als konstruiert angesehen, also immer schon als kulturell geformt. Gleichzeitig bleibt der Mensch in seiner kulturellen Geformtheit – christlich gesprochen - Gottes Ebenbild und einzigartiges Kind Gottes. Fragmentarität und Identitätskonstruktionen einerseits und Gottesebenbildlichkeit (1. Buch Mose 1,27f) andererseits widersprechen sich nach queer Verständnis nicht. Die Debatten sind hierüber allerdings kontrovers.

Queer Gottesbilder

In queer Ansätzen sind Gottesbilder leidenschaftlich, erotisch, empathisch und vielfältig. Sie spiegeln die verschiedenen Erfahrungen und Geschichten Gottes mit den Menschen in biblischer und nachbiblischer Zeit bis heute wider. Die Gottesbilder haben zumeist eine körperliche und sexuelle Dimension und sind deshalb für viele KritikerInnen anstößig. Die Gottesbilder bearbeiten zumeist die Erkenntnisse feministischer Theologien und verschiedener lateinamerikanischer, afrikanischer und asiatischer Befreiungstheologien und werden jenseits heteronormativer Bilder und Zuweisungen weiterentwickelt. [23]

Queer Systematik

Queer Perspektiven in der Systematik bürsten theologische Lehrsätze, Dogmen und ethische Ansätze quer und hinterfragen kirchliche Machtpositionen, Heteronormativität und ihren Umgang mit abweichenden Meinungen, Lehren und Lebensformen. Queer kritisiert jede Form des diskriminierenden Umgangs mit Menschen, die sich nicht traditionellen kirchlichen Lehren unterordnen. Außerdem werden in unterschiedlicher Weise Erkenntnisse aus der befreiungstheologischen Gesellschaftsanalyse aufgenommen und die Dekonstruktion vermeintlich homogener kollektiver (Geschlechts-)Identitäten in theologischen Lehrsätzen und kirchlichen Dokumenten vorangetrieben. Dafür müssten alle Felder der klassischen Systematik untersucht werden (wie z.B. Christologie [24], Ekklesiologie [25], Eschatologie, Ethik) Ziel ist es für viele, Theologie und Kirchen in der Weise zu verändern, dass eine egalitäre und herrschaftsfreie Gesellschaft in den Kirchen entstehen kann. In diesem Sinn hat die feministische Theologin Elisabeth Schüssler-Fiorenza das Konzept der „ekklesia of wo/men“ vorgestellt. Sie versteht danach Ekklesia als einen „metaphorischen Ort (…), der eine kritische Praxis im Ringen um Veränderung kyriarchal institutionalisierter gesellschaftlicher und religiöser Diskurse aufrechterhalten kann.“ [26] Insofern ist Ekklesia nach Brinkschröder gleichzeitig ein historischer und ein visionärer Begriff, der die Reich-Gottes-Botschaft Jesu in ein historisches Projekt übersetzt und damit eine Zielrichtung queer theologischen Denkens und Handelns ausgeben kann, die letztlich nur in Zusammenarbeit und im Dialog mit anderen (befreiungs-)theologischen Gruppierungen umsetzbar ist.

Queer Kirchengeschichte

Der queer Blick betrachtet kirchengeschichtliche Entwicklungen, Ereignisse und Quellen aus der Perspektive unterdrückter Menschen und Positionen und analysiert geistliche Schriften, geistliche Musik und Kunst im Hinblick auf versteckte Aussagen über tabuisierte Themen, wie z.B. über sexuelles Begehren überhaupt und vor allem über Homosexualität. Queer ist interessiert an einer kritischen Kirchengeschichtsschreibung ‚von unten’ und sucht darüber hinaus nach Spuren von LSBT in der Kirchengeschichte, die bisher unterschlagen oder nicht beachtet wurden. [27]

Queer Praktische Theologie

Es geht hier um die (Weiter-)Entwicklung von befreiungstheologischen und inklusiven Ansätzen und Konzepten, die die Erfahrungen und Lebenskontexte von LSBT in Predigten, Gottesdienstliturgien, Partnerschaftssegnungen, Religionsunterrichtsentwürfen, Seelsorgeansätzen und anderen kirchlichen Handlungsfeldern theologisch mitreflektieren und in Entwürfen für die Praxis kritisch berücksichtigen. [28] Von so genannten inklusiven Gemeinden in den USA, den Niederlanden, Skandinaviens und anderen Ländern kann hier bereits einiges gelernt werden. Aber auch in Deutschland gibt es schon seit vielen Jahren queer Gemeinden, die regelmäßig Gottesdienste aus queer Perspektive feiern und die in diesem Bereich wertvolle Erfahrungen gesammelt und viel Material erarbeitet haben. [29] Einen interessanten Fundus bieten auch Gottesdienstentwürfe, Gebetsliturgien und Seelsorgeansätze der weltweiten MCC Gemeinden (Metropolitan Community Church). [30]


Kritische Anfragen

Die größte Anfrage an Queer Theorie und Queer Theologie bleibt, ob sie neben der Provokation und Verflüssigung von Kategorien und Strukturen auch Begriffe wie Gerechtigkeit und Verantwortlichkeit einbeziehen. Die oft geäußerte Kritik, dass queer letztlich Beliebigkeit bedeutet und ethische Kategorien nicht mehr inhaltlich einholt, ist zwar grundsätzlich nicht nachweisbar, weil dafür auch die Ansätze viel zu verschieden sind, die Kritik sollte aber zu denken geben. Ebenso sieht es mit dem Vorwurf aus, dass queer Ansätze theoretisch und theologisch ‚blind’ sind im Hinblick auf ökonomische Analysen und sich daher allzu einfach und unkritisch in neoliberale Konzepte einpassen lassen. Dennoch sind queer Anfragen an alle Teildisziplinen traditioneller Theologien kreative und ernst zu nehmende Kritikpunkte im Hinblick auf den Umgang mit Macht, mit theologischen (Hetero-)Normierungen, mit Körperlichkeit und Sexualität überhaupt. Sie öffnen Scheuklappen und ermutigen zu unkonventionellen Studien und Forschungsfragen. Diesen kritischen Anfragen sollte sich die Theologie nicht nur stellen, sondern sie sollte sie als integrative Bestandteile einer lebendigen, respektvollen und lebensnahen Theologie ansehen. Es geht dabei vor allem um die Erkenntnis, dass es bei dieser Thematik nicht nur um die ”Homosexuellenfrage” geht, sondern um das Thema der pluralen Lebensformen im 21. Jahrhundert insgesamt und um die ethischen Herausforderungen daran, wie Menschen überhaupt respektvoll und würdevoll miteinander leben können. Ansätze und Perspektiven der ‚Queer Theologie’ können hierzu einen Beitrag leisten.

Fußnoten

  1. Vgl. Brinkschröder, Michael, Jenseits von Klerikalismus und Neoliberalismus. Schwule Befreiungstheologie auf dialogisch-materialistischer Grundlage, in: ders./Christian Herz/Wolfgang Schürger (Hg.), Schwule Theologie. Identität – Spiritualität – Kontexte, Stuttgart – Berlin – Köln 2007 (mir liegt das noch unveröffentlichte Manuskript des Aufsatzes vor).
  2. Vgl. Butler, Judith, Das Unbehagen der Geschlechter, Frankfurt/Main 1991; dies., Körper von Gewicht, Berlin 1995.
  3. Söderblom, Kerstin/Brinkschröder, Michael, Andere Anrufungen. Lesbische und Schwule Theologien im Dialog, in: Marie-Theres Wacker, Stefanie Rieger-Goertz, (Hg.), Mannsbilder. Kritische Männerforschung und theologische Frauenforschung im Gespräch, Berlin 2006,135-158.
  4. Vgl. Brinkschröder, Jenseits von Klerikalismus und Neoliberalismus, unveröffentlichtes MS, 22. Vgl. auch Hennessy, Rosemary, Materialist Feminism and the Politics of Discourse, New York – London 1993; dies., Profit and Pleasure. Sexual Identities in Late Capitalism, New York – London 2000.
  5. Vgl. http://www.queer-institut.de/index.html.
  6. Vgl. http://www.queer-nations.de/.
  7. Vgl. HuK: http://www.huk.org.
  8. Vgl. LuK: http://www.gay-web.de/luk/inhalt.htm
  9. Vgl. Labrystheia: http://www.labrystheia.de.
  10. Vgl. Solberg, Randi (Hg.), Let Our Voices be Heard. Christian Lesbians in Europe Telling Their Stories, Hamburg 2004. Siehe auch http://www.euro-lgbt-christians.org/Index.htm.
  11. Vgl. ILGA Europe Newsletter, „Sexuality, Religion, Human Rights“, Winter 2005/2006. Siehe auch http://www.ilga.org.
  12. Vgl. Amnesty International Journal, Alles andere als normal, 05/2006. S.10-16.
  13. Vgl. dazu den Bericht von Brenda Harrison, Matti Michelman, Randi Solberg und Kerstin Söderblom zur Vollversammlung des ÖRK in Porto Alegre/Brasilien 2006 aus schwul-lesbischer Perspektive, der in Kürze auf der Website des Europäischen Forums christlicher LGBT Gruppen eingestellt sein wird.
  14. Z.B.: Programmflyer der Evangelische Akademie Bad Boll, Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Ein Werkstattgespräch, 15./16 September 2006 an der Ev. Akademie Bad Boll.
  15. Vgl. Junge Kirche, Lesben und Schwule unter Gottes Segen (2/2005).
  16. Vgl. Amnesty International Journal, Alles andere als normal, 05/2006, 10-19.
  17. Vgl. z.B. Queer Denken. Interdisziplinäre Ringvorlesung an der Goethe Universität in Frankfurt/Main: http://www.muk.uni-frankfurt.de/pm/pm2006/1006/161/index.html. Siehe zur Queer Ringvorlesung an der Universität in Mainz: http://www.studgen.uni-mainz.de/751.php.
  18. Vgl. Kraß, Andreas, Queer Studies, UniReport vom 17. Mai 2006, 6. Siehe außerdem Kraß, Andreas (Hg.), Quer Denken. Gegen die Ordnung der Sexualität, Frankfurt/Main 2003.
  19. Vgl. z.B. Althaus-Reid, Marcella Maria, Indecent Theology: Theological Perversions in Sex, Gender and Politics, London New York 2000; Goss, Robert, Queering Christ. Beyond Jesus Acted Up, Cleveland 2002.
  20. Brinkschröder, Michael, Jenseits von Klerikalismus und Neoliberalismus, unveröffentlichtes MS, 6. Vgl. auch Stuart, Elisabeth u.a., Religion is a Queer Thing. A Guide to the Christian Faith for Lesbian, Gay, Bisexual and Transgendered people, London – Washigton 1997; Loughlin, Gerard, Erotics. God´s Sex, in: John Milbank/Catherine Pickstock/Graham Ward (Hg.), Radical Orthodoxy. A New Theology, London – New York 1999, 143-162; Ward, Graham, Bodies. The Displaced Body of Jesus Christ, in: John Milbank/Catherine Pickstock/Graham Ward (Hg.), Radical Orthodoxy. A New Theology, London – New York 1999, 163-181.
  21. Vgl. z.B. Stone, Ken (Hg.), Queer Commentary and the Hebrew Bible, London 2001, 167-180.
  22. Vgl. Koch, Timothy, Hermeneutisches Cruising, Homoerotik und die Bibel, in: Werkstatt Schwule Theologie 7 3/(2000), 213-225. Siehe auch Goss, Robert. Jesus Acted Up. A Gay And Lesbian Manifesto, New York 1993; Goss, Robert and Mona West (Hg.), Take Back the Word: A Queer Reading of the Bible, Cleveland 2000.
  23. Vgl. Althaus-Reich, Marcella Maria, The Queer God, London – New York 2003; Loughlin, Gerard, Erotics. God´s Sex, in: John Milbank/Catherine Pickstock/Graham Ward (Hg.), Radical Orthodoxy. A New Theology, London – New York 1999, 143-162. Siehe auch Brinkschröder, Michael/Schiffer, Barbara, Bodybuilder – Gottesbilder, in: Werkstatt Schwule Theologie 3 (1997), 122-141.
  24. Vgl. Bohache, Thomas, Embodiment as Incarnation. An Incipient Queer Christology, in: Theology & Sexuality 10 (2003), 9-29.
  25. Vgl. Stuart, Elisabeth, Sexualität aus dem Blickwinkel der Taufe. Der Leib und seine ekklesiologische Bestimmtheit, in: Werkstatt Schwule Theologie 7 (3/2000), 187-199.
  26. Elisabeth Schüssler-Fiorenza, zit. nach Brinkschröder, Michael, Jenseits von Klerikalismus und Materialismus, unveröffentlichtes MS, 25. Siehe auch Schüssler-Fiorenza, Elisabeth, Jesus – Miriams Sohn, Sophias Prophet. Kritische Anfrage feministischer Christologie, Gütersloh 1997. Vgl. dazu in demselben Buch auch ihre Ausführungen zu Kyriarchat.
  27. Vgl. z.B. Brinkschröder, Sodom als Symptom, gleichgeschlechtlicher Sexualität im christlichen Imaginären. Eine religionsgeschichtliche Anamnese, Berlin – New York 2006.
  28. Vgl. z.B. Bieler, Andrea/Soederblom, Kerstin, Segnungsgottesdienste für gleichgeschlechtliche Paare, in: Haspel, Michael/Keil, Siegried (Hg.), Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften. Beiträge zur rechtlichen Regelung pluraler Lebensformen, Neukirchen-Vluyn 2000, 83-98.
  29. Vgl. http://www.queergottesdienst.de/
  30. Vgl. http://www.mccchurch.org. Siehe auch die Entwürfe der ökumenischen Netzwerke HuK (http://www.Huk.org) und Labrystheia (http://www.labrystheia.de) u.a. christlicher LSBT Netzwerke.

Weblinks

http://www.answers.com/topic/queer-theology,
http://members.aol.com/DWFrancis/qt.html

Bibliographie

  • Althaus-Reid, Marcella Maria, Indecent Theology: Theological Perversions in Sex, Gender and Politics, London New York 2000
  • Althaus-Reid, Marcella Maria, Queer I Stand. Doing Feminist Theology Outside the Borders of Colonial Decency, in: Jahrbuch der Europäischen Gesellschaft für theologische Forschung von Frauen, Befreiung am Ende? Am Ende Befreiung! Feministische Theorie, feministische Theologie und die politischen Implikationen, hrsg. von Angela Berlis und Charlotte Metheun, Leuven 2002, 23-36
  • Althaus-Reid, Marcella Maria, The Queer God, London – New York 2003
  • Althaus-Reid, Marcella Maria, “Let Them Talk…!” Doing Liberation Theology from Latin American Closets, in: dies. (Hg.), Liberation Theology and Sexuality, Hampshire 2006, 5-17
  • Amnesty International Journal, Alles andere als normal, 05/2006
  • Bieler, Andrea/Söderblom, Kerstin, Segnungsgottesdienste für gleichgeschlechtliche Paare, in: Haspel, Michael/Keil, Siegried (Hg.), Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften. Beiträge zur rechtlichen Regelung pluraler Lebensformen, Neukirchen-Vluyn 2000, 83-98
  • Bohache, Thomas, Embodiment as Incarnation. An Incipient Queer Christology, in: Theology & Sexuality 10 (2003), 9-29
  • Brinkschröder, Michael/Schiffer, Barbara, Bodybuilder – Gottesbilder, in: Werkstatt Schwule Theologie 3 (1997), 122-141
  • Brinkschröder, Sodom als Symptom, gleichgeschlechtlicher Sexualität im christlichen Imaginären. Eine religionsgeschichtliche Anamnese, Berlin – New York 2006
  • Brinkschröder, Michael/Herz, Christian/Schürger, Wolfgang (Hg.), Schwule Theologie. Identität – Spiritualität – Kontexte, Stuttgart – Berlin - Köln 2007
  • Brinkschröder, Michael, Jenseits von Klerikalismus und Neoliberalismus. Schwule Befreiungstheologie auf dialogisch-materialistischer Grundlage, erscheint in: Brinkschröder, Michael/Herz, Christian/Schürger, Wolfgang (Hg.), Schwule Theologie. Identität – Spiritualität – Kontexte, Stuttgart – Berlin - Köln 2007, o.S (liegt mir als 25seitiges unveröffentlichtes Manuskript vor)
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  • Butler, Judith, Körper von Gewicht. Die diskursiven Grenzen des Geschlechts, Berlin 1995
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