Feminismus 2.0
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Gemeinsamer Arbeitsauftrag
Nach einer Diskussion mit TanjCar ist mir klar geworden, dass Menschen, die nicht bei unseren Sessions waren, garnicht so richtig verstehen können, was unser gemeinsamer Arbeitsauftrag hier jetzt eigentlich ist. Bitte berichtigt mich, aber ich denke, er setzt sich aus 2 Aufgaben zusammen.
- Die gemeinsame Diskussion darüber, was Feminismus 2.0 für uns jetzt eigentlich ist. Und diese Disussion am besten anhand der hier aufgeführten Themen, aber auch darüber hinaus. Im besten Fall Step by Step von Thema zu Thema, damit wir so nach und nach Struktur reinbekommen und unsere gemeinsame Position sich entlang der Themen entwickeln kann. Das kann auch darüber funktionieren, dass wie im Genderwiki weitere Seiten zu einzelnen Themen eröffnen. Z.B. Der Netzwerkcharakter von Feminismus 2.0 oder Sozialpolitische Forderungen des Feminismus 2.0 oder Feminismus 2.0 aus intersektionalistischer Perspektive oder, oder oder...
- Darüber hinaus geht es darum, gemeinsam zu überlegen, gegen welchen Begriff des Feminismus 2.0 wir uns abgrenzen, bzw. inwiefern wir uns gegen den von Sabine Hark propagierten abgrenzen. Als erste Einführung kann hier der Input auf Danilos Blog dienen(http://danilola.wordpress.com/2008/05/20/alpha-oder-beta-ist-alphamadchenfeminismus-feminismus-20).
Brainstorming
Hier die Begriffe, die Teilnehmer_innen des Gendercamp mit dem Feminismus 2.0 assoziiert haben. Diese Sammlung bietet einen ersten Ausgangspunkt für das Manifest. Doku der Session
Hiernochmal alle drei Mitschriften.
Teil 1/1
http://gendercamp.posterous.com/feminismus-20-teil-1
Die Session „Feminismus 2.0“ startet mit einem kurzen Input von Danilo Vetter zur eigenen Motivation, sich mit dem Begriff auseinander zu setzen. Auslöser dafür war auch ein Text von Sabine Hark (siehe auch Danilos Blogeintrag (http://danilola.wordpress.com/2008/05/20/alpha-oder-beta-ist-alphamadchenfeminismus-feminismus-20 dazu
Wir brainstormen gemeinsam zur Frage, was Feminismus 2.0 sein kann und diskutieren unsere Definitionen. Ist damit ein „neuer“ Feminismus, der sich abgrenzt vom „alten“ oder eine Weiterentwicklung?
- Feminismus 2.0 = < / > Queer-/Feminismus
- Klare Abgrenzung vom Differenzfeminismus
- Queer-Feminismus
- Feminismus für Anfänger_innen (es wäre sinnvoll Web-Plattformen etc. zu diesem Zweck zu fördern)
- Identitätspolitik(en) / Intersektionalität: Rolle von anderen Differenzkategorien mit berücksichtigen und einbeziehen
- Offen für Verbündete jenseits der Geschlechtsidentität
- Gegensatz zur binären Geschlechterlogik (Mann/Frau-Denken)
- Wider biologistische Pseudo-Argumente
- Themen-Bezug
- Netzwerk-Gedanke: Netzwerke leben und verwirklichen, Vernetzung (in offenen und geschlossenen Räumen) … auch um Subversion zu ermöglichen
- Mehr/neuer Aktivismus
- Kollaborative Arbeit
- Zugänge (und Existenz)
- Plural: FeminisMEN 2.0; je nach Kontext beruft sich Feminismus auf verschiedene Ideen, die streitend aber produktiv mit- und nebeneinander existieren können
- Das Private ist technisch…
- Das Web 2.0 kann dazu beitragen, dies zu ermöglichen und einen Raum bieten verschiedene Zugänge und Definitionen zu verknüpfen
- Neue Tools in die Arbeit integrieren! Sich der Technik ermächtigen…
- Einfachere Technik des Web 2.0 (Blogs etc…) ermöglicht gleichberechtigten Zugang zu Öffentlichkeit
- Digital divide grenzt jedoch immer noch Menschen aus… Wie kann dies überwunden werden?! Unsere wahrgenommene Niederschwelligkeit bezieht nicht alle…
- Sichtbarkeit auch für Menschen außerhalb der Metropolen
- Keine Ausschlüsse / wider multiple Ausschlüsse
- Offene Zugänge
- Verknüpfungen zwischen digitaler und analogen Welt
- Fähigkeit zur Selbstkritik und Reflexion
Ziel der Session soll es sein, einen ersten Input für ein zu erstellendes „Feminismus 2.0“-Manifest zu liefern, dass in einem Wiki oder auf einer anderen Plattform weiterentwickelt und geschrieben werden soll.
Teil 1/2
Feminsmus 2.0_ Session auf dem Gendercamp (fürs neue Manifest??)
Feminismus 2.0 Aufhänger: die Publikation von Sabine Hark, über Alphamädchen, Feuchtgebiete als Feminismus 2.0
Fragen, die wir uns stellen:
- Warum machen sind wir feministisch? Warum soll das Feminismus 2.0 sein?
- Was sind das für Räume, die wir eröffnen oder betreten?
- Warum sind wir im web 2.0 als FeministInnen?
- Was sind für uns die Kennzeichen des Feminismus 2.0?
- Gibt es Offline auch Feminismus 2.0?
- Ist der Feminismus 2.0 heteronormativ und homophob, wie Sabine Hark zeigt?
→ Viele Fragen, ziemlich komplexes Thema.
2.0???: - das neue 2000?
- oberflächliches Image, dass es irgendwie dem Zeitgeist entspricht... daraus lässt sich ableiten, dass es dem Normalgeist, dem Heteronormativen entspricht....
Feminismus 2.0? was soll das ausdrücken?
Dafür sammeln wir:
- der neue Feminismus vs. Der alte Feminismus?
- Kampagnen und Themenbezogen
- Queerfeminismus vs Diffrenzfeminismus größer oder kleiner Feminismus 2.0 - Netzwerkgedanke: Netzwerke viel stärker zu leben und zu verwirklichen. Vernetzung.
- Kollaborativ, über Grenzen hinweg, ohne entlohnt zu werden.
- Neue Zugangsmöglichkeiten
- Feminismus 2.0 im Plural denken! Da sind viele Feminismen drin. Je nach Kontext kann mal der eine und mal der andere Feminismus angebracht sein. Harte Auseinandersetzungen, aber alles hat eine Berechtigung, gleichzeitig zu bestehen, auch in Widersprüche verwickelt
- → Vielfalt und Gleichzeitigkeit von Widersprüchen
- Form: vielfache Funktionen (AutorInnen, KommemtartorInnen)
- keine Ausschlüsse
- Fähigkeit zur Selbstkritik
- Welche Rollen spielen andere Identitätsmerkmale (Geschlecht, Ethnie, Behinderung...) → Intersektionalität!!
- neue/andere Feminismen entwickeln
- Abgrenzen vs. Keine Ausschlüsse
- Chance für: Neuer Aktivismus? Auch offline?
- Feminismus 2.0 ist ein Gegensatz zur binären Geschlechterordnung.
- Das Private ist technisch --> neue Dismuskkion um öffentlich/privat = Chance für den Feminismus?
- Auseinandersetzung mit der aktuellen Definition
- Durchs Web 2.0 zum Thema zurückgefunden/zurückzufinden: - Gleichberechtigter Zugang zur Öffentlichkeit
- Gleichstellungsgesezt: Gesetzlich alle gleichberechtigt, der alte Feminismus hat viel erreicht. Erst jetzt muss das aber richtig gelebt werden. „Generationale Einsozialisierung“ in die Feministische/gleichgestellte Praxis?
- „Frauen sind selber schuld, weil sie sich selbst zurückziehen/ nicht die hohen Gehälter fordern... etc...“ (Susan Pinker) Die bringt auch biologistische Argumente (Hormone etc...). Und sie sagt, früher sei sie ja auch ne Feministin gewesen... Praxis zeigt, das ist tatsächlich so. Gendercamp ist eine ganz kleine Nische. Schwierig aus der Seifenblase heraus zu agieren... Anspruch eine politische Öffentlichkeit zu fördern?!!! YEAH!
- → eine feministische Stimme im öffentlichen Raum zu haben.
- → An das Wort Feminismus anzuknüpfen
- Zugang zu Öffentlichkeit... Ist das doch wieder nur für Privilegierte (Digital Divide)
- Verhältnis zum alten Feminismus/ Abgrenzung/ dritte Welle??? wie weit - sollte es sich zum alten abgrenzen, oder wie weit ist es eine weiterentwickeln?
- Feminismus 2.0: weg von Binaritäten, eindeutigen Geschlechtern etc...
- Wie wird verknüpft zwischen offline und online um ein Potential draus zu ziehen für feministische Arbeit?
- Vernetzung gab es ja früher schon. Das bemächtigt sich mit den neuen Technologien
- Ortsungebundene Sichtbarkeit von Feminismus. (Beispiel Dorfleben)
- Wie kann man mit der Unkenntnis technischer Möglichkeiten um. Unsere Niedrigschwelligkeit des Web 2.0 gaukeln wir uns vor.
- Chance für Feminismus für AnfängerInnen-Foren/Blogs etc...
Teil 2
Ist Feminismus 2.0 die dritte Welle?
Brainstorm
- → Die ersten beiden Wellen gingen immer mit Forderungen einher. Was sind unsere Forderungen? Gibt es sie? → Unsere Forderungen wären vielleicht Zeit- und Projektbezogen, und das neue wäre die Verknüpfung und Vernetzung unterschiedlicher Feministischer Strömungen.
- → Alle feministischen Richtungen haben ihre Berechtigung. Die jeweilige Frage ist, welche Richtung brauchen wir für die jeweilige Situation und die jeweilige Phase.
Was sind unsere klaren Forderungen
- Es ist eine Illusion, dass die ersten Wellen alle Forderungen eingefangen haben geschweige denn diese erfüllt wurden.
Eine Aufgabe/Forderung/Credo ist:
- Mit den Vorurteilen über Feminismus aufzuräumen.
- Die größte Gefahr für den Feminismus ist die Lächerlichkeit. → wichtige Aufgabe, aber bei einer Konzentration darauf, vermitteln wir ein Bild, als stünden wir mit dem Rücken zur Wand.
Was ist das Neue?
- Die ganz starke Fokussierung auf die Intersektionalität
- Die Frage nach Zugängen (die in den anderen Wellen nicht so stark gestellt wurde.) Es gibt kaum Onlinetexte. Nur gute Blogs, aber keine Onlinezeitschriften etc... Da könnten sich netzpolitische Aktivitäten sich ansiedeln, mit der Forderung Texte online zu stellen. Genderwiki, oder vielleicht eine andere Seite?
- Der Netzwerkcharakter
Intersektionalismus
- Welche Kategorien kommen rein?
- Wie positionieren wir uns zwischen Forschung und Politik/Aktion
- Netzwerkgedanke. Was heißt das?
- Wie haben eine Community aber auch unterschiedliche Interessenslagen.
- eine Interessenvertretung zu haben
- Vernetzung über Freundeskreise und geographische Grenzen hinweg
- Schneller an bisher nicht zugängliche Informationen heran zu kommen (Aktionen, Treffen, Texte, Themen etc...) um auch schneller darauf zu reagieren, um daraus auch neue Kampagnen und Allianzen entwickeln zu können. (Zum Beispiel gegen Trolle vorzugehen, Rücken zu stärken)
Die „alten“ Sozialpolitische Forderungen
- in Gefahr hinten runterzufallen weil es „eh“ politischer Grundkonsens ist, bei all der Vernetzung, der Auseinandersetzung mit Trollen und anderen Lächerlichkeiten?
Vorläfiges Ergebnis
- Auf dem Genderwiki wird eine Seite eingerichtet. Wir diskutieren Online weiter!!

