Centrum für Postcolonial und Gender Studies

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Logo des Centrums für Postcolonial und Gender Studies
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Das Centrum für Postcolonial und Gender Studies (CePoG) wurde 2005 als wissenschaftliche Einrichtung an der Universität Trier eröffnet. Das CePoG fungiert als Plattform wissenschaftlicher Ansätze, die sich kritisch mit Konstruktionen nationaler, ethnischer und geschlechtlicher Identität auseinandersetzen. Diese doppelte thematische Ausrichtung des Centrums ist in den Strukturanalogien von kolonialkulturellen und sexuellen Machtverhältnissen begründet. Maßgeblich für Forschungen und Aktivitäten des Centrums ist die Frage, wie sich die verschiedenen Kategorien wechselseitig bedingen. Dabei steht die Analyse medialer Repräsentationen von Alterität im Mittelpunkt. Insbesondere die aktuellen Globalisierungsprozesse fordern transdisziplinäre Untersuchungen dieser Zusammenhänge heraus. Das Forschungsfeld zeichnet sich durch eine besondere Vielfalt von Methoden und Theorien aus, die es produktiv zu nutzen gilt. Ziel des Centrums ist es, den eurozentrischen Kanon der Fächer zu öffnen und innovative, wissenschaftskritische Ansätze zu fördern.

Inhaltsverzeichnis

Aktivitäten und Kooperationen

Das CePoG ist ein Forum für ProfessorInnen und DozentInnen, GastwissenschaftlerInnen, wissenschaftliche MitarbeiterInnen, DoktorandInnen und Studierende verschiedener Fächer wie Anglistik, Ethnologie, Geographie/ Geowissenschaften, Germanistik, Geschichte, Japanologie, Kunstgeschichte, Medienwissenschaften, Pädagogik, Romanistik und Soziologie. Auf universitärer Ebene stärkt das Centrum den fächerübergreifenden Schwerpunkt "Frauen- und Geschlechterforschung". In jedem Semester werden Veranstaltungen angeboten. Dazu gehören die "Kunstperspektiven" als eine Diskussions- und Gesprächsreihe mit international bekannten KünstlerInnen und KuratorInnen, die sich thematisch mit Interkulturalität, Globalisierung und Geschlechtlichkeit auseinandersetzen. Zudem werden Workshops und Tagungen im Bereich der Postcolonial und Gender Studies an der Universität Trier organisiert. Das Angebot wird außerdem um Gastvorträge bereichert, die besonders als Forum für NachwuchswissenschaftlerInnen gedacht sind. Das Centrum initiiert und koordiniert darüber hinaus fachübergreifende und transnationale Projekte und Aktivitäten. Es ermöglicht die Vernetzung und den Austausch zwischen ForscherInnen und Institutionen im Bereich der Postcolonial und Gender Studies in Form nationaler wie internationaler Kooperationen.


Zertifikat "Interdisziplinäre Geschlechterstudien/ Gender Studies"

Das Zertifikat "Interdisziplinäre Geschlechterstudien/ gender studies" wird seit 2001 als studienbegleitende Zusatzqualifikation an der Universität Trier angeboten und vom Centrum für Postcolonial und Gender Studies koordiniert. Dem Zertifikat Interdisziplinäre Geschlechterstudien liegen im Wesentlichen drei Schwerpunkte der Genderforschung zu Grunde:

  • Theorien der Frauen- und Geschlechterforschung
  • Geschlecht als historische Kategorie
  • Geschlecht als soziokulturelle Konstruktion

Das Zertifikatsstudium ist grundsätzlich auf zwei Perspektiven hin angelegt: Die Veranstaltungen, die zum Erwerb des Zertifikates Interdisziplinäre Geschlechterstudien führen, sind Teil der wissenschaftlichen Aus- und Weiterbildung. Überdies werden den Absolventinnen und Absolventen mit dem Zertifikat Fähigkeiten und Kenntnisse bescheinigt, die als berufspraktische Qualifikationen in der Wirtschaft zunehmend gefragt sind und darüber hinaus in den Bereichen Kultur und Politik auch eine gesamtgesellschaftliche Relevanz besitzen.


Datenbank Postcolonial und Gender Studies - An Open Archive of Cultural Difference

Die Datenbank Postcolonial und Gender Studies bietet eine Plattform für die interdisziplinäre Zusammenarbeit in den Bereichen Postcolonial und Gender Studies. Archiviert werden Bilder und Objekte, Quellentexte und Forschungsliteratur, die als Teil des kulturellen Gedächtnisses über nationale, ethnische und geschlechtliche Identitätsbildung Auskunft geben. Einbezogen werden auch soziale Praktiken und performative Kulturtechniken. Von besonderem Interesse ist die Analyse der Schnittstellen von kulturellen und genderspezifischen Konstruktionen, deren Komplexität im Zeitalter der Globalisierung an Brisanz gewinnt. Das offene Archiv erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, vielmehr sollen Arbeitsfelder skizziert werden, um vorherrschende Kanones zu hinterfragen und zu relativieren. Das heißt, es geht nicht nur darum, dominante Stereotype aufzudecken, sondern kulturelle Gegendiskurse neu zu verhandeln und zu entwickeln. Die Materialien und Debatten aus diesen Bereichen werden im Rahmen der Datenbank als work in progress zur Verfügung und zur Diskussion gestellt. In diesem Zusammenhang sind kritische Kommentare, Ergänzungen und Anregungen hochwillkommen (cepog@uni-trier.de). Ziel der Initiative ist es, durch eine fächerübergreifende und internationale Vernetzung den wissenschaftlichen Austausch innerhalb der Forschungsfelder zu verbessern.

Die Datenbank wird von Prof. Dr. V. Schmidt-Linsenhoff, Dr. des. Melanie Ulz und Sarah Hilterscheid M.A. betreut.


Kontakt

Koordinationsstelle für Postcolonial und Gender Studies der Universität Trier,

Sarah Hilterscheid,
FB III/ Kunstgeschichte - A 245,
54286 Trier,                                                                                                                                        
E-mail
Sekretariat:                                                                                                                                   
Martina Zeimet,                                                                                                                                  
Universität Trier,                                                                                                                                                
FB III/ Kunstgeschichte - A 240,                                                                                                                   
54286 Trier,                                                                                                                                                   
E-mail 

Vorstand: Jun.-Prof. Dr. Alexandra Karentzos, Prof. Dr. Viktoria Schmidt-Linsenhoff

Bibliografie

  • Graduiertenkolleg Identität und Differenz (Hg.): Ethnizität und Geschlecht: (Post-)Koloniale Verhandlungen in Geschichte, Kunst und Medien, Köln, 2005, ISBN 3-412-27005-9.
  • Karentzos, Alexandra: Kunstgöttinnen. Mythische Weiblichkeit zwischen Historismus und Secessionen, Marburg 2005, ISBN 3-89445-355-9.
  • Karentzos, Alexandra; Göckede, Regina (Hrsg.): Der Orient, die Fremde. Postionen zeitgenössischer Kunst und Literatur, Bielefeld, 2006, ISBN 3-89942-487-5.
  • Reuter, Julia; Wolf, Katja (Hrsg.): Geschlechterleben im Wandel. Zum Verhältnis von Arbeit, Familie und Privatsphäre, Tübingen, 2006, ISBN 3-86057-795-6 .
  • Schmidt-Linsenhoff, Viktoria; Hölz, Karl; Uerlings, Herbert (Hg.): Weiße Blicke. Geschlechtermythen des Kolonialismus, Marburg, 2004, ISBN 3-89445-333-8.
  • Wolf, Katja: Zum Sterben schön. Heldentum und Heldentod in der angloamerikanischen Schlachtenmalerei um 1800. Königstein im Taunus, 2007, ISBN 978-3-89741-243-9. (erscheint 2007 im Ulrike Helmer Verlag).
  • "Frauen- und Geschlechterforschung an der Universität Trier" (UNIJournal, Jahrgang 28/2002, Themenheft).

Weblinks

Homepage des CePoG (http://www.uni-trier.de/index.php?id=11691)

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