Gerne weisen wir noch einmal auf die Winterschool Intersektionalität als Kritik hin, die vom 25. – 28. Februar 2010 an der Universität Hamburg stattfindet. Die Anmeldefrist für die vier Seminare ist bis zum 31. Dezember 2009 verlängert worden.
36804 items (35909 unread) in 81 feeds
Gender
(35909 unread)
Gerne weisen wir noch einmal auf die Winterschool Intersektionalität als Kritik hin, die vom 25. – 28. Februar 2010 an der Universität Hamburg stattfindet. Die Anmeldefrist für die vier Seminare ist bis zum 31. Dezember 2009 verlängert worden.
Der Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat heute die Preisträger im Gottfried Wilhelm Leibniz-Programm für das Jahr 2010 bestimmt. Einer der insgesamt zehn Preise geht an Prof. Petra Schwille vom Biotechnologischen Zentrum (BIOTEC) der TU Dresden. Der Preis ist mit 2,5 Millionen Euro dotiert und gilt als der Nobelpreis der deutschen Wissenschaft. Die für einen Zeitraum von sieben Jahren zur Verfügung gestellten Mittel kann die Preisträgerin nach eigenen Bedürfnissen flexibel einsetzen.
Da die Ursachen des „Drop-Out“ von Ingenieurinnen bisher wissenschaftlich kaum erforscht sind, hat das Wirtschaftsministerium in Kooperation mit der IMPULS-Stiftung des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und dem Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V. – Südwestmetall – im Juli 2008 eine wissenschaftliche Studie in Auftrag gegeben. Wirtschaftsminister Ernst Pfister stellte die Ergebnisse dieser Studie „Potenziale nutzen – Ingenieurinnen zurückgewinnen“, die unter der Leitung von Frau Professorin Dr. Susanne Ihsen, Fachgebiet Gender Studies in Ingenieurwissenschaften an der Technischen Universität München, erstellt wurde, heute vor. Die Studie wird durch einen Handlungsleitfaden ergänzt, der sich an Unternehmen, Politik und Verbände richtet.
Da die Ursachen des „Drop-Out“ von Ingenieurinnen bisher wissenschaftlich kaum erforscht sind, hat das Wirtschaftsministerium in Kooperation mit der IMPULS-Stiftung des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und dem Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V. – Südwestmetall – im Juli 2008 eine wissenschaftliche Studie in Auftrag gegeben. Wirtschaftsminister Ernst Pfister stellte die Ergebnisse dieser Studie „Potenziale nutzen – Ingenieurinnen zurückgewinnen“, die unter der Leitung von Frau Professorin Dr. Susanne Ihsen, Fachgebiet Gender Studies in Ingenieurwissenschaften an der Technischen Universität München, erstellt wurde, heute vor. Die Studie wird durch einen Handlungsleitfaden ergänzt, der sich an Unternehmen, Politik und Verbände richtet.
Dr. LeRoy H. Carhart, einer der wenigen Ärzte die in den USA noch Spätabtreibungen durchführen, wird vermehrt Opfer massiver Hetze seitens christlich motivierter „Lebensschützer“. Im Frühjahr dieses Jahres wurde der bekannte Abtreibungsarzt Dr. George Tiller aufgrund dieser Hetzkampagnen von einem „Pro-Life“-Aktivist erschossen.
The national battle over abortion, for decades firmly planted outside the Kansas clinic of Dr. George R. Tiller, has erupted here in suburban Omaha, where a longtime colleague has taken up the cause of late-term abortions. Since Dr. Tiller was shot to death in May, his colleague, Dr. LeRoy H. Carhart, has hired two people who worked at Dr. Tiller’s clinic and has trained his own staff members in the technical intricacies of performing late-term abortions.
[…] Opponents of abortion, who had devoted decades to trying to stop Dr. Tiller’s business with protests and calls for investigations, are now turning their efforts to stopping Dr. Carhart. Troy Newman, the president of Operation Rescue, an anti-abortion group, said he had traveled from the group’s headquarters in Wichita, Kan., to Nebraska six times in recent months, portraying this suburb of fewer than 50,000 as a new battlefield in the abortion fight.
“We’re trying to get criminal charges against him, to get his license revoked, and to get legislators there to look at the law,” Mr. Newman said of Dr. Carhart.
[…]
Wer virtuelle Unterstützung leisten will kann der Facebook Gruppe „Supporting Dr. Carhart Against Anti-Choice Protesters“ beitreten oder seine_ihre Unterstützung hier kund tun.
Ein Video des „Center for Reproductive Rights“ zeigt wie sich staatliche Repressionen und falsch gemeinte Hilfe auf Frauen auswirken, die einen Schwangerschaftsabbruch wünschen.
Mann hat es im Blut, es beeinflusst das Verhalten, so wie viele andere Stoffe auch. Dennoch kommt ein Redner, eine Rednerin damit durch, diesem Hormon eine bestimmende Rolle zuzumessen. Andrea Nahles wünschte sich auf dem SPD-Parteitag in Dresden einen neuen Stil in der Führung und sagte: „Basta und Testosteron hatten wir in den letzten Jahren genug!“
Und diesen sexistischen Quatsch zitieren alle zustimmend, obwohl der neue Vorsitzende, mit dem Nahles zusammenzuarbeiten hat, einen höheren Testosterongehalt im Blut haben dürfte als der dort verabschiedete, einfach weil er jünger ist. Doch außer dieser sachlichen Unrichtigkeit ist die symbolische Operation der Reduktion von individuellem, interesse- und ideologiegeleitetem Verhalten auf die Wirkung eines Hormons zwar typisch und geläufig, aber eigentlich ein echter Hammer. …
Die biologistische Reduktion männlichen Verhaltens klingt so schön wissenschaftlich und geht offenbar voll in Ordnung, so als wäre es das von der Natur gewollte Wesen des Mannes, zu poltern, andere zu unterbrechen und sich generell blöd und unangenehm zu benehmen.
Doch nicht nur über erwachsene Männer, schon über Jungen werden die steilsten Thesen verkündet. Man mag da über die offensichtlichsten Klischees noch hinweggehen, etwa die Bebilderung des aktuellen Katalogs der Spielwarenfirma Playmobil: Da ist ein kleines Mädchen abgebildet, das konzentriert mit einer großen Schule spielt, also Bildung, soziale Kompetenz und solche Sachen pflegt, während der Junge mit der knallroten, lauten Feuerwehr rummacht, und sicher auch nur deswegen, weil Playmobil gar keine Soldaten anbietet. Die Abbildung eines Mädchens mit Babyfiguren und in einer Küche hätte den Hersteller vor den Europäischen Gerichtshof bringen können, der Junge hingegen kann sich freuen, nicht auch noch beim wie irre „Tatütata“-Schreien abgelichtet worden zu sein.
Was das Testosteron angeht, eine eben veröffentlichte Studie der Universitäten Zürich und Royal Holloway London beweist an über 120 Versuchspersonen: Das Sexualhormon mit dem schlechten Ruf kann faires Verhalten fördern, wenn dies dazu dient, den eigenen Status zu sichern.
Annalist hat heute über das Massaker an der Polytechnischen Hochschule Montréal gebloggt, welches vor genau 20 Jahren stattfand.
Heute vor 20 Jahren wurden an der École Polytechnique in Montréal, Kanada, 14 Studentinnen erschossen. Der Täter, der sich danach selbst erschoss, gab in seinem Abschiedsbrief an, dass Feministinnen sein Leben ruiniert hätten.
Prof. Smilla Ebeling
Geschlechterpolitik in Zoologischen Gärten
Mittwoch, 09. Dezember 2009 19ct, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079
Unserem Anliegen, die Anwendung ‘queerer’ Ansätze auf neue Bereiche zu erproben, leistet Smilla Ebeling aus Oldenburg einen wichtigen Beitrag, unsere – der Anhäufung von Interessanz verpflichteten – Reihe um eine möglicherweise zentrale Kategorie zu erweitern:
Zahlreiche Beispiele aus dem Alltagsleben (wie etwa Kosenamen, Redewendungen, Literatur, Filme, Grußkarten und Werbung) zeigen, dass Menschen Tiere verwenden, um über sich und Gesellschaft nachzudenken und um sich auszudrücken. In Anlehnung an Daston & Mitman (2005) gehe ich davon aus, dass dieses „Denken mit Tieren“ weit verbreitet und etwas Selbstverständliches ist. In meinem Vortrag untersuche ich das „Denken mit Tieren“ im Kontext von Geschlecht und Sexualität in der öffentlichen Bildungseinrichtung des Zoologischen Gartens. Dabei wird deutlich, dass Zoologische Gärten vermeintlich wilde und natürliche Tiere in einem heteronormativen Rahmen präsentieren und ein Bild von der Tierwelt als eine zweigeschlechtlich strukturierte vermitteln. Das „Denken mit ‘wilden’ Tieren“ in Zoologischen Gärten hat Einfluss auf die Vorstellung und Akzeptanz von Geschlecht und Sexualität in der Gesellschaft. Es trägt dazu bei, bestimmte Geschlechter und Sexualitäten als „natürlich“ zu legitimieren und andere als „unnatürlich“ zu verwerfen. Zu diskutieren ist, ob diese Geschlechterpolitik mit Tieren für queere Anliegen genutzt werden kann, etwa durch die Darstellung von Homo-, Inter- und Transsexualität unter Tieren.


Michaela Svatosová
Kürzlich weilte Michaela Svatosová von der Genderbibliothek am Gender Studies Center Praha bei uns in Berlin. Sie berichtete u.a. über ein Projekt, das sicher vielen noch unbekannt ist und deshalb wert, es allen Neugierigen unseres Adventskalenders vorzustellen:
Women’s Memory ist ein internationales Projekt, das seit Beginn der 1990er Jahre Erfahrungen und Meinungen von Frauen aus drei Generationen in Ost-, Mittel- und Südeuropa (geboren zwischen 1920 und 1960) mit den Methoden von Oral History und narrativen Interviews aufzeichnet. Initiiert und koordiniert wird dieses Projekt vom Gender Studies Zentrum in Prag, unter der Leitung von Pavla Frydlova; gefördert wird es auch von der Friedrich-Ebert-Stiftung. Alle nationalen Einrichtungen werben ihre Mittel selbst ein, was bedeutet, dass alle in einer unterschiedlichen Realisierungsphase des Projektes sind. Bisher haben nur die Teams aus der BRD und Tschechien die Phase der Materialsammlung abgeschlossen. Publikationen sind bisher in Tschechisch, Serbisch und Kroatisch erschienen. Am Projekt arbeiten mit:
wurde gegründet, um Informationen über Genderfragen und Frauenrechte in Tschechien und der ganzen Welt zu sammeln und weiterzugeben. Das Zentrum hat eine der besten Bibliotheken in Zentraleuropa, es veranstaltet zahlreiche öffentliche Debatten, Seminare und Vorlesungen und publiziert Forschungen zu Genderfragen.
Kontakt: Dr. Pavla Frýdlová
pavla.frydlova@genderstudies.cz, www.feminismus.cz
hat langjährige Erfahrung in der Bildungsarbeit mit Frauen aus osteuropäischen Ländern und besonders in der Ausbildung russischsprechender Frauen in der BRD.
Kontakt: Dr. Marina Grasse
mail@owen-berlin.de, marina.grasse@t-online.de, www.owen-frauennetzwerk.de
2001 an der Uni gegründet, mit einem interdisziplinären Studienprogramm
Kontakt: Dr. Zuzana Kiczková
kiczkova@fphil.uniba.sk, www.genderstudies,fphil.uniba.sk
ein interdisziplinäres Team arbeitete hauptsächlich mit Frauen, die Opfer von Gewalt waren (besonders während der Balkan-Kriege), orientiert sich jetzt auf Bildung, Information und Publikationstätigkeit.
Kontakt: Nadežda Ä�etkoviÄ�-RadoviÄ�; nadezdar@eunet.yu
ist ein unabhängiges, interdisziplinäres Bildungs- und Publikationszentrum, das alternative Bildung in Women’s und Gender Studies, Forschungs- und kulturelle Projekte sowie eine Bibliothek und ein Informationszentrum anbietet.
Kontakt: zenstud@zamir.net, ddijana@net.hr, www.zenstud.hr
ist ein ukrainisches Forschungs- und Bildungszentrum, das seit 2002 im Memory-Projekt mitarbeitet.
Kontakt: Oksana Kis ; kis@cfh.lviv.ua
2000 gegründetes Informations- und Bildungszentrum für Frauen in Montenegro, seit 2003 beim Memory-Projekt.
Kontakt: Ljupka Kova�evi�; lakik@cg.yu, anima@cg.yu
Ähnliche Artikel
Auch heute sind eure Stimmen wieder gefragt – was haben wir verpasst, was hat euch bewegt? Äußerst erwünscht: nachdenken, zweifeln, kritisieren oder schön finden.
PS: Habt ihr auch fleißig eure Schuhe geputzt? (Hoffentlich nicht die von Alexander McQueen, die ich letztens auf der Huffington Post gesehen habe.)
Claudia Voigt sieht in dem Urteil zum Sorgerecht der ledigen Väter auch ein Urteil im Sinne der Frauen. In Ihrem Kommentar bei Spiegel Online schreibt sie:
‚… Es schafft Gleichberechtigung. Denn es bricht endlich mit dem merkwürdigen Ideal der deutschen Gesellschaft von einer Mutter, die für das Kindeswohl wichtiger sein soll als jeder andere. … Welche Folgen hat es für Väter, Mütter und Kinder in Deutschland, wenn die Bundesregierung das Sorgerecht reformieren wird?
Mehr Gleichberechtigung wird möglich
Es gibt ledigen, getrennt lebenden Vätern mehr Möglichkeiten, Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Und immerhin hat fast jedes dritte Kind, das heute in Deutschland geboren wird, Eltern, die nicht verheiratet sind.
Ledige Väter werden in Zukunft also mit den Müttern ihrer Kinder auf eine Stufe gestellt. Das bedeutet weniger Diskriminierung den Vätern gegenüber, keine Allmacht mehr für die Mütter. Sie müssen und können die Verantwortung für das Kind teilen. Davon profitieren vor allem die Kinder. Und das ist gut so.
Der Gerichtshof trifft mit der Entscheidung auch eine ideologische Aussage: Väter sind wichtig für ein Kind. Die merkwürdige Idealvorstellung dieser Gesellschaft von einer Mutter, die für das Wohl des Kindes wichtiger sein soll als jeder andere, verblasst. Mehr Gleichberechtigung wird möglich. …’

Frank Apunkt Schneider ist Germanist und Mitglied der Wiener KünstlerInnengruppe monochrom. Er lebt als unfreier Autor (u.a. testcard, Skug, Intro, Jungle World), unfreier Künstler und Hausmann in Bamberg. Im Ventil-Verlag erschien 2007 sein erstes Buch mit dem Titel „Als die Welt noch unterging – Punk und Wave im deutschsprachigen Raum von 1978 bis 1985“. In unserem Podcast dokumentieren wir seinen Vortrag vom 18. November 2009 mit dem Titel “Die Diktatur des >>man
![]()
Download (mp3, 74MB)
Frank Apunkt Schneider über seinen Vortrag:
“Formulierungen wie ‘man/frau’ und das Binnen-I lehnen wir aus stilistischen und Ästhetischen Gründen ab”. Wer in linken deutschen Medien in einer nicht-ausschließlich männlichen Form schreiben möchte, kennt diesen Satz, der scheinbar keiner weiteren Erklärung bedarf. Welche stilistischen und Ästhetischen Essentials ihm eigentlichen zugrunde liegen, wird in der Regel nicht gesagt. Frank Apunkt Schneider versteht sich als Feminist und publiziert regelmäßig in Deutschland und Österreich. Er berichtet aus seinen eigenen diesbezüglichen Erfahrungen, und stellt Vermutungen an, warum deutsche Medien mit geschlechtsneutralen Formen ein Problem haben, Österreichische hingegen nicht.
Hier erfahrt ihr mehr über unseren Podcast und wie ihr in bequem abonnieren könnt.
Auch dieses Jahr öffnet der Weblog der Gender Bibliothek der Humboldt Universität in Berlin jeden Tag ein Türchen ihres Adventskalenders, in dem “genderrelevante bzw. feministische Recherche- und Informationsmöglichkeiten im Internet” vorgestellt werden.
Auf DieStandard.at kann man ein Video von CARE anschauen, welches auf den Krieg im Kongo aufmerksam macht und deren schrecklicken Auswüchse beschreibt. So heißt es im Video, dass Frauen im Ost-Kongo gefährdeter als Soldaten sind, weil Vergewaltigung in der Bürgerkriegsregion Nord Kivu eine ständige Gefahr darstellt: Täglich werden allein in dieser Region 40 Frauen vergewaltigt.
Im VÄTER Blog fragt man sich, ob die neue Familienministerin eine “Neue Ministerin für junge Väter?” sei.
Queernews.at hat mehr Informationen zu der Abstimmung gegen die Öffnung der Ehe im New Yorker Senat. Somit reiht sich New York nicht in die Riege der amerikanischen Staaten ein, in denen gleichgeschlechtliche Paare heiraten können (Connecticut, Iowa, Massachusetts, Vermont und New Hampshire).

AfterEllen.com
Auf L-Talk freut man sich über die Gewinnerin von Finnland’s Next Top Model 2009, Nanna Grundfeldt, die erste offen lesbische Gewinnerin dieser Show. Auch das US-Orginal ist niemals von einer (offen) lesbischen Frau gewonnen worden.
Das Bild entstand im Rahmen der Kampagne: Die Teilnehmerinnen sollten ein Wort wählen, das sie beschreibt und das Gefühl darstellen, das es in ihnen auslöst. Nanna wählte “homo” als Wort und “Stolz” als Gefühl.
Die Stadtpiratin setzte sich in ihrem Artikel “Popkulturelle Subjektivität” mit der Kritik am so genannten “Popfeminismus” auseinander und resumierte:
Die Integration der Populärkultur in heutige Feminismen ist eine notwendige zeitgeschichtliche Weiterentwicklung, in der Frauen mit Erfolg für sich nutzen, um männlich dominierte Strukturen aufzubrechen. (…) Der herandiskutierte Makel des Popfeminismus ist bei näherer Betrachtung kein wirklicher. Indem der Feminismus sich aus einer rein politischen Ebene der kulturellen öffnet, ergeben sich eine Vielzahl von Möglichkeiten für Frauen, um in breiteren Gesellschaftsschichten als eigenständiges Subjekt wahrgenommen zu werden.
Melanie von side-glance hat gerade ihr Informatikstudium begonnen und erzählt, was man(n) so alles falsch machen kann, wenn man mit ihr Small-Talk betreiben wollte:
“So wenig Frauen hier”…. “Frauen und Informatik, schon komisch”…”Wow, als Frau, das ist aber ungewöhnlich”… blahblah blah blah blah.. und so verging der erste Tag und ich konnte es einfach nicht mehr hören.
Gesehen in DieStandard.at und auch aufgegriffen vom mädchenblog sind hier ein paar Leckerbissen in Form von Werbefotos eines Möbelhaus. Das Kommentieren überlasse ich mal euch.

“Für den kleinen Handwerker”

“Für die kleine Hausfrau”
Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter mannschaftspost(at)web.de Bescheid.
Yeah! Missy, das erste deutsche Popkulturmagazin für Frauen, wird ein Jahr alt und hat eine neue, fünfte Ausgabe draußen. Diesmal mit Beiträgen über R’n'B Spacegirl Janelle Monáe, Diablo Cody, Mode zum Wahnsinnigwerden, Frauen im Metal, einem Dossier zu alternativen Familienmodellen und vielem mehr.
Wir feiern beides zusammen mit Glühwein und einer Lesung aus dem aktuellen Heft.
Missy Magazine 04/09 Releaseparty und Lesung,
Donnerstag, 17. Dezember // ab 19 Uhr // 3 € // Yupi Bar im Gängeviertel, Caffamacherreihe 39, Hamburg
Missy-Allstar-DJ-Team legt auf
Missy-Allstar-AutorInnen-Team liest vor
Außerdem: Glühwein, Spekulatius, Rumstehen, Musikhören, Lesung, Unterhalten, Tanzen, Rumstehen, in der neuen Missy Blättern, Rumstehen, Lesung, Unterhalten, Musikhören, Tanzen, Glühwein…
Missy 04/09 gibt es jetzt überall hier im Handel. Oder bestellt euch hier das Abo und unterstützt damit einen kleinen, unabhängigen Verlag, der sich getraut hat, mitten in der Krise etwas Eigenes auf die Beine zu stellen und ein Heft zu schaffen, dass es einfach mal geben musste.
PS: Missy solidarisiert sich mit der Forderungen des KünstlerInnen, die das Gängeviertel derzeit besetzt halten. Ateliers und bezahlbare Wohnräume statt Luxuswohnungen und Büros!
Start Slide Show with PicLens Lite
Ich habe den Kalender schon eine Weile hier liegen, aber bevor das neue Jahr losgeht, sei doch noch schnell darauf verwiesen – auf den Queerfeministischen Taschenkalender 2010 der Riot Skirts.

Zu bekommen direkt dort oder beim Unrast-Verlag für wohlfeile sieben Euro “inklusive Versand, Bart und gutem Karma” sowie allerlei Texten, Ideen, Adressen und dergleichen mehr.
Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:
Schon vor einem halben Jahr zeigten wir uns hier angetan von der Klugheit des Herrn Professor Peter Kruse, der sich mit der Komplexitätsverarbeitung in intelligenten Netzwerken beschäftigt und dabei selbst durch Intelligenz hervor sticht. Nun hat ja Herr Frank Schirrmacher, FAZ-Herausgeber, ein Buch über das Internet geschrieben. Die Süddeutsche Zeitung mag entweder Herrn Schirrmacher oder sein Buch oder beide nicht so gerne und beschäftigt sich seit Erscheinen des Buchs mit dessen Schwächen.
Thema des Buchs Payback sind auch die Schwächen des Autors, der eingesteht sich vom Internet überfordert zu fühlen. Daraus zieht er Rückschlüsse auf die ganze Welt und sieht die Selbstbestimmtheit des Menschen insgesamt in Gefahr.
Die SZ jedenfalls schrieb schon vor zwei Wochen ein falsches Lob des Titels (Die Ich-Erschöpfung vom 18.11.2009), schönes Exempel journalistischer Rezensionskunst. In einem neulichen Streiflicht derselben Zeitung war dann zu lesen, wie überrascht man sei, dass Herr Schirrmacher sich vom Internet überfordert fühlt, wo man doch eher angenommen habe, dass es sich umgekehrt verhält. Damit aber noch nicht genug. Um Schirrmachers Überforderung einer psychologischen Analyse zu unterwerfen, wurde nun besagter Peter Kruse zu den Thesen von Payback befragt. Herausgekommen ist ein interessantes Interview, in dem er heilsam entspannt die Veränderungen beschreibt, die die vernetzte Kommunikation und Information mit sich bringt.
Rebecca Maskos kommentiert für unseren Adventskalender den Begriff “Behinderung”.

Rebecca Maskos
Manchmal ist Ausgrenzung da am größten, wo niemand hinschaut.
In Werkstätten für Menschen mit Behinderungen werden Frauen oft schlechter bezahlt und machen häufig traditionelle “Frauenarbeit” wie Küchenarbeit und Textil.
In Wohnheimen für Behinderte können sie sich nur selten aussuchen, ob sie von einem Mann oder einer Frau gewaschen und angezogen werden. Privatssphäre, Sexualität und Kinderwunsch ist für Frauen in Wohneinrichtungen oft nicht vorgesehen.
WissenschaftlerInnen schätzen, dass über 60 Prozent aller Frauen mit Lernschwierigkeiten sexualisierte Gewalt erleben. Häufig passiert dies in Einrichtungen für Behinderte.
Seit Mai 2009 werden Frauen mit Lernschwierigkeiten zu Frauenbeauftragten in Einrichtungen ausgebildet. Das Projekt geht zurück auf eine Initiative von Petra Groß von Mensch zuerst – Netzwerk People First Deutschland e.V. Trägerin ist Weibernetz e.V. Die Finanzierung kommt vom Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Mehr dazu steht in Leichter Sprache auf der Webseite des Projekts “Frauenbeauftragte in Einrichtungen“.
Rebecca Maskos ist freie Autorin, Psychologin und pädagogische Mitarbeiterin im Projekt “Frauenbeauftragte in Einrichtungen” beim Verein Weibernetz. Sie ist Mitglied in der AG Disability Studies Deutschland, bei der Gruppe AK MOB und schreibt am liebsten für „Mondkalb – Zeitschrift für das Organisierte Gebrechen“.
Den Bestand der Genderbibliothek bereichert seit diesem Jahr die Weiberzeit (Zeitschrift des Weibernetzes) und außerdem bieten wir zwei Beiträge in Hermes, Gisela; Köbsell, Swantje (Hg.): Disability Studies in Deutschland – Behinderung neu denken! : Dokumentation der Sommeruni 2003:
Wie
unlängst auf diesem Blog berichtet, forderten Berlin, Hamburg und Bremen in
einer Standesinitiative unter dem Motto "Homo-Schutz ins Grundgesetz"
neu auch, "sexuelle Identität" ("in der
Rechtssprache" laut Wikipedia gleichbedeutend mit "sexuelle Orientierung")
ins Grundgesetz Art. 3.3 aufzunehmen. Dabei wurde in Medienberichten von Seiten
der Initianten auch "Intersexuelle" in altbekannter, vereinnahmender Manier als
obligates, lediglich "mitgemeintes" Schlusslicht ins Feld geführt.
Am Freitag letzter Woche erteilte nun der Bundesrat (nach der Yogyakarta-Ablehnung im Bundestag nicht besonders überraschend) der Initiative eine Abfuhr.
Kommentar:
Ein schwarzer Tag für die Gleichstellung von LGBT, und nicht nur für den LSVD "enttäuschend".
Trotzdem (theoretisch) auch eine Gelegenheit, die realpolitisch untaugliche (und vereinnahmende) Methode einmal zu überdenken, die auch in Deutschland immer noch täglich begangenen, massiven Menschenrechtsverletzungen gegen Zwitter lediglich auf "Diskriminierungsebene" und "bei LGBT 'mitgemeint'" auf die lange Bank zu schieben und die genitalen Zwangsoperationen an Zwittern auf blosse "Anfeindungen und Benachteiligungen" zu reduzieren, unter denen LGBT nach eigenen Aussagen leiden. Statt die massiven Menschenrechtsverletzungen an Zwittern nach dem Vorbild des LSVD endlich als eigenständigen Punkt auf die politische Agenda zu hieven als das, was sie sind: nämlich krasse Verstösse insbesondere gegen das elementare Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung. Auf diese Weise eingebracht wäre die zentrale Forderung der Zwitterbewegung nach Abschaffung der Zwangsoperationen erst noch realpolitisch innert nützlicher Frist durchsetzbar.
Leider stehen die Zeichen dafür nach wie vor schlecht: Die üblichen VereinnahmerInnen machen wohl unbeirrbar weiter wie gehabt (schliesslich werden ja auch sie persönlich und ihre Klientel nicht genital zwangsoperiert – nach wie vor in Deutschland JEDEN TAG EIN WEHRLOSES ZWITTERKIND, sowie in Österreich und in der Schweiz jede Woche eines).
So reichten am Tag der Ablehnung im Bundesrat (wohl in Hoffnung auf eine Annahme) die wohl unverbesserlichen VereinnahmerInnen der Grünen um Volker Beck vollmundig einen Gesetzesentwurf (PDF) ein, in dem "Intersexuelle" einmal mehr in der unsäglichen, scheinbar gottgewollten Reihenfolge lediglich "mitgemeint" und ihre Leiden verharmlost werden, ohne dass die nur an Zwittern üblichen, massiven Verstösse insbesondere gegen das Menscherecht auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung je adäquat angesprochen werden.
Auch die SPD, die (ebenso wie die Grünen) bisher noch nie auch nur einen einzigen konkreten Vorstoss zu Gunsten von Zwittern unternahm, will nach dem Nein des Bundesrats laut Medienberichten ebenfalls einen entsprechenden Gesetzesvorschlag in den Bundestag einringen. Dabei werden – Überraschung! – "Intersexuelle" (mit der wörtlich gleichen Formulierung wie bei den Grünen!) als obligates Schlusslich bloss "mitgemeint". Auch von der SPD also lediglich Vereinnahmung pur.
Fazit: "Mitgemeint" ist nicht gut genug – im Gegenteil! Und:
Würden von den versammelten VereinnahmerInnen mal nur schon ein paar an den eigenen Geschlechtsteilen genital zwangsoperiert, hätten sie bestimmt ziemlich schnell andere Parolen – wetten?!
Sorry, daß ich das Thema gerade sehr strapaziere bei meinen gelegentlichen Wortmeldungen hier, aber diese Rede zur Begründung, warum die staatliche Institution der Ehe auch für gleichgeschlechtliche Partnerschaften geöffnet werden muß (und warum die religiöse Institution darob nichts zu befürchten hat) ist in der Tat ein bemerkenswertes und ergreifendes Dokument. Auch wenn den Argumenten von Senatorin Diane Savino leider keine Mehrheit im New Yorker Senat zu folgen bereit war.
(Danke, M.!)
Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:
Dass sich Deutschland im Jahr 2009 im Krieg befinden würde, hätte vor 20 Jahren wohl keiner gedacht. Seid umschlungen Millionen, hieß es noch beim Fall der Mauer. Nun ist Deutschland im Krieg - und die bedrückenden Erlebnisse der SoldatInnen und zivilen Aufbaukräfte sickern wie ein dunstiger Giftfilm in den deutschen Alltag. Aber den Menschen in Afghanistan muss geholfen werden. Auch weil es um das Vermögen der demokratischen Gesellschaften geht, ein totalitäres Regime wie jenes der Taliban untauglich werden zu lassen. Schauen wir also nach vorn und lassen die Bundestagsdebatte über die Fortführung des Einsatzes der Bundeswehr am Hindukusch ein wenig in uns nachklingen. Interessanterweise wurde nicht über Zahlen, Gelder, Truppenstärken gestritten. Über die 30 000 Deutschen, die seit 2001 in zivilen und polizeilichen Projekten beteiligt waren, über die 77,1 Millionen Euro humanitärer Hilfen, über die 43,2 Millionen Euro für die Ausbildung und Finanzierung der afghanischen Polizeikräfte - dies ist auch alles unbestritten. Es wurde über die generelle Sinnhaftigkeit der Entsendung der Truppen nach Afghanistan debattiert. Das Ergebnis ist uns bekannt. Doch die Regierung konnte weder glaubhaft vermitteln, wie die Beteiligung der Bundeswehr den Krieg Afghanistan beenden wird, noch konnte die Opposition ein Konzept entgegenstellen, das den zivilen Wiederaufbau in Afghanistan zur Erfolgsstory des demokratischen Gesellschaftssystems werden lässt. Und so wird die Zahl der Toten auf allen Seiten in Afghanistan ebenso wachsen wie der Mangel an allem, was z.B. unser Leben so lebenswert macht. Und das Trauma Afghanistan wird für uns Daheimgebliebene immer konkreter werden.
Über Pepe, den neuen Präsidenten Uruguays, ist im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen in vielen Feuilletons berichtet worden. Der Ex-Guerillero ist mit seiner wechselvollen Biografie wie kaum ein anderer Politiker in Südamerika das Spiegelbild der politischen bzw. gesellschaftlichen Verwerfungen des Kontinents. José Mujica, wie Pepe mit bürgerlichem Namen heißt, verkörpert die Entwicklung des südamerikanischen Kontinents hin zu links-liberalen bis sozialistischen Regierungen, wie sie in Ecuador, Venezuela, Bolivien oder Brasilien zu finden sind. Es ist dies der Reflex eines Kontinents, der sich aus der wirtschaftlichen wie ideologischen Hemisphäre der vormals übermächtigen USA heraus bewegen möchte. Der in seiner wirtschaftlichen und politischen Unabhängigkeit weniger ein nationalstaatliches Mandat interpretiert. Dass der Weg nicht nur steinig sein wird, sondern auch lang und gewunden, lässt sich an der diktatorischen Interpretation des Regierungsauftrages eines Hugo Chavez ersehen oder der wirtschaftlichen Abhängigkeit Ecuadors, deren Leitwährung wohl noch lange Zeit der US-Dollar sein wird. Aber es sind die kleinen Dinge, die Zuversicht verbreiten. Dass Pepe so unprätentiös sein Regierungsamt ausfüllt und ihn der Zusammenhang zwischen Klimawandel und Landwirtschaft eine neue Energiepolitik zu einer seiner Hauptaufgaben bestimmen lässt - das sind nur zwei Bausteine, die uns die Selbstgefälligkeit der rechten wie linken Egomanen in Südamerika als überwindbar erkennen lassen.
Bereits von der Leyen war nicht glücklich über das von der CSU erpresste und nun in den Koalitionsvertrag aufgenommene Betreuungsgeld eine ihrer Ansicht nach bildungspolitische Katastrophe. Ob ein Betreuungsgeld sinnvoll ist oder nicht, darüber wird außer- wie innerhalb der Union heftig gestritten. Jetzt kommt darauf auch zusätzlich die Für-und-Wider-Diskussion, ob das Geld als Gutschein oder in bar ausgezahlt werden soll. Dass beides weder noch im Sinne einer modernen Gesellschaft ist, haben nun 16 Verbände in einem offenen Brief an Merkel und die neue Familienministerin klar gemacht. Und die Ansage ist deutlich: Wem es wirklich um Wahlfreiheit für die Eltern geht, der muss sich etwas anderes überlegen. Denn eine wahrhaftig autonome Entscheidung gibt es nur dort, wo keine Lösung prämiert oder bestraft wird. Und die bieten nur gebührenfreie Kita-Plätze. Kristina Köhler wird sich wohl am Betreuungsgeld profilieren dürfen. Wie aufreibend das wird, weiß sie selbst schon. Als frisch Gekürte verkündete sie, das Betreuungsgeld biete falsche Anreize, um rasch nachzuschieben, dass der Koalitionsvertrag selbstverständlich eingehalten werde. Dabei weist so vieles darauf hin: Das Konzept Krippe oder Geld hat eine völlig falsche Signalwirkung. Und es verdrängt die Tatsache, dass eine Kita heute längst keine Aufbewahrungsstätte mehr ist, sondern eine Bildungseinrichtung. Die Gutscheinlösung sendet obendrauf die Botschaft an die Familien, dass man sie nicht für mündig genug hält, mit dem Geld verantwortungsvoll umzugehen. Merkel spricht hier richtigerweise von einem bestimmten Menschenbild, das wir uns nicht überziehen wollen. Es geht hier also viel mehr um eine Menge prinzipieller Gesellschaftsfragen als um eine Geldfrage.
Ob Wettskandale oder Dopingfälle: Es ist alles dasselbe Unerquickliche und Verurteilenswerte, weil es "an den Grundfesten sportlichen Wettkampfs rüttelt". Prompt entfacht beides der Blutdopingfall Pechstein wie der Fußballwettbetrug - die Frage, ob ein Anti-Doping-Gesetz die so ersehnte Heilung bringt, neu. Die einen glauben fest daran. Andere sind überzeugt, es liegt viel mehr an einem kolossalen Vollzugsdefizit der längst vorhandenen Gesetze. Da, endlich zeugt die neueste Entwicklung im Fall Pechstein von einem ersten zaghaften Richtungswechsel. Während Claudia Pechstein sich weiter in der Opferrolle aalt und Politiker schützend für unsere Nationalheldin in die Bresche springen, um nicht den Volksstolz zu beschädigen, bewies mit dem Internationalen Eislauf-Verband, ISU, ein Sportverband endlich einmal den Mut, auch gegen einen "großen Champion" vorzugehen. Vielleicht bewirkt dies tatsächlich eine Initialzündung.
Was war sonst noch los in dieser Woche?
Wie wir auch schon ausführlicher berichtet haben, hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte das Sorgerecht für Väter gestärkt. Ein längerer und informativer Artikel dazu findet sich auf tagesschau.de, sowie ein Kommentar auf Spiegel Online.
Einen Streifzug durch die Filmgeschichte der Geschlechterstereotype kann man auf derStandard.at nachlesen: Wie werden Wissenschaftlerinnen in Filmen dargestellt? Antwort: Als Mannweib, alte Jungfer, naive Expertin oder einsame Heldin.
Simone Schmollack untersucht in der taz, welche Auswirkungen es für Frauen haben wird, dass das Schonvermögen von Hartz-IV-Empfänger_innen angehoben werden soll. Ergebnis: Es wird ihnen wenig nützen, da sie kaum Geld zum Sparen haben.
Der “Fall Semenya” sollte eigentlich Ende November entschieden werden – besser gesagt: Es sollte entschieden werden, was sie denn nun ist: Mann oder Frau. Dazu bedurfte es aber so vieler medizinischer Tests, dass das Ergebnis nun doch noch nicht vorlag. Das berichtet und kommentiert Andrea Roeding im freitag.
Sharon Adler macht AVIVA, ein Berliner Online-Magazin, eines der erfolgreichsten Frauen-Portale deutschlandweit. Diese Woche war sie im Montagsinterview der taz. Kleiner Ausschnitt gefällig?
“Als das Buch “Alphamädchen” im letzten Jahr rauskam, war ich superglücklich, dass die Feminismusdebatte von einer neuen Seite angestoßen wird. Ich fands auch gut, ein paar Seitenhiebe loszulassen auf etablierte Feministinnen.”
Die Schweizer haben sich gegen Minarette ausgesprochen. Und damit Europa in eine große Debatte gestürzt. Interessant für uns ist dabei vor allem die Tatsache, dass laut Forschern vor allem die Stimmen linksgerichteter Frauen für den Erfolg der Verbotsabstimmung gesorgt haben könnten, wie die taz berichtet. Ebenso interessant ist, was Alice Schwarzer zu dieser Entscheidung des Schweizer Volkes zu sagen hat: dieStandard.at fasst die Äußerungen der islamkritischen Feministin zusammen. Diese findet es zum Beispiel selbstverständlich, dass Burkas verboten werden sollten.
Wie es Frauen in der Türkei geht, das untersuchte u.a. der Gleichstellungsbericht des Weltwirtschaftsforums und kam zu keinem sehr erfreulichen Ergebnis: Inpunkto Gleichberechtigung rangiert das Land ganz weit hinten unter den untersuchten 134 Ländern: auf Platz 129. Eine Analyse dazu findet ihr auf Quantara.de.
An Deutschlands Hochschulen ist der Frauenanteil unter den Professuren auf einen neuen Höchststand gestiegen. Im vergangenen Jahr lehrten und forschten nach den Daten des Statistischen Bundesamtes rund 6.725 Professorinnen. Der Anteil der Lehrstuhlinhaberinnen stieg seit 1995 von acht auf rund 17 Prozent an. Um den Anteil von Professorinnen an den deutschen Hochschulen gezielt zu steigern, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit den Ländern im Jahr 2008 das Professorinnenprogramm gestartet. Das Programm wird insgesamt mit 150 Millionen Euro gefördert und schafft bis 2012 mindestens 200 neue Stellen für Professorinnen an den deutschen Hochschulen. Die 100. Professur erhielt Prof. Dr. Susana Fernandez Huelga an der Universität Ulm im Fach Theoretische Physik.
Das Elterngeld ist, trotz Krise, weiterhin eine Erfolgsgeschichte. Vor allem bei jungen Vätern steigt die Inanspruchnahme kontinuierlich, wie die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen.
“Ich freue mich, dass immer mehr Väter die Möglichkeit des Elterngeldes nutzen, um sich eine Zeitlang intensiv um ihre Kinder zu kümmern”, erklärte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Köhler.
Nahmen vor Einführung des Elterngeldes im Jahr 2007 rund 3,5 Prozent der Väter Elternzeit, waren es im 3. Quartal 2009 20,7 Prozent der Väter, die sich ihren Kindern widmen und Elterngeld beziehen.
“Trotzdem haben immer noch viele Männer Schwierigkeiten am Arbeitsplatz, wenn sie mehr Zeit für Familie und Kinder beanspruchen. Wir müssen sie weiterhin unterstützen und werden die Flexibilisierungen des Elterngeldes, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, schnell umsetzen,” sagte die neue Familienministerin Dr. Köhler.
Jeder fünfte, dessen Elterngeldbezug im Oktober 2009 auslief, war ein Mann – eine deutliche Steigerung zum Väteranteil von 3,5 Prozent vor Einführung des Elterngeldes. Bezogen auf alle Haushalte, in denen Elterngeld bezogen wird, liegt die Väterquote sogar bei einem Viertel.
Auch die Wissenschaft bescheinigt dem Elterngeld erheblichen Erfolg. Das Fazit einer aktuellen Studie der Hans-Böckler-Stiftung lautet: Das Elterngeld führt zu grundlegenden und nachhaltigen Verbesserungen. Außerdem gehen die Befragten davon aus, dass die Vätermonate zur Normalität im betrieblichen Alltag werden.
The Internet provides our communities with a medium to access services, find jobs, connect to friends, make inexpensive international phone calls to family members, and to advocate for social change. Many of the most valuable things we do online are noncommercial; they exist because the Internet is the first mass media system with no gatekeepers to dole out privilege to the highest bidder. That freedom and openness is what makes the Internet different from broadcasting and cable. We can’t allow Comcast, AT&T, Verizon and other broadband providers to deliver substandard Internet service to our communities.
Spannend: Netzpolitische Kommentare werden ja meistens aus einer scheinbar neutralen, universellen Perspektive verfasst, die wenig situiert ist. Im Gegensatz dazu diskutieren Malkia Cyril, Chris Rabb und Joseph Torres das wichtige Theme der Netzneutralität in ihrem Artikel The Internet Must Not Become a Segregated Online Community aus einer dezidiert verorteten Perspektive (via feministing). Welche Auswirkungen hat es für den Alltag und die politische Organisierung von nicht-weißen, nicht-mittelständischen Leuten, wenn Telekommunikationsunternehmen zu Gatekeepern werden und beispielsweise preiswerten Zugang zum Internet auf wenige, ausgewählte und zahlungskräftige kommerzielle Websites beschränken können? Im Zusammenhang mit Netzneutralität ist es neben einem grundsätzlichen Einfordern von freiem Internet also wichtig zu fragen, was die Konsequenzen von Beschränkungen sind: Welche Anbieter können es sich leisten, sich in die Angebotspalette von Providern einzukaufen und welche nicht? Auf welchen Kundenkreis wären die Angebote zugeschnitten, und wer kommt dabei nicht vor? Und schließlich: Wer kann sich einen ungefilterten Zugang zum Netz dann noch leisten, und wer nicht? Ein Verzicht auf Netzneutralität bedeutet, dass gesellschaftliche Machtverhältnisse und soziale Ungleichheit eine noch stärke Auswirkung auf den Zugang zum Netz und die Frage, wer das Netz für seine Interessen nutzen kann, haben werden, als sie es im Zeitalter der digitale divide ohnehin schon tun.
An drei Tagen geht das Festival sex.macht.musik in der Leipziger Skala den vielfältigen Fragen nach der Beschaffenheit erotischer und sexueller Grenzbereiche nach. Und mit rund 20 Veranstaltungen, ca. 60 beteiligten Künstlern aus 12 Nationen nimmt sex.macht.musik eine beunruhigende Standortbestimmung vor: Denn wo die Mehrheitsgesellschaft einen trägen common sense propagiert, ist die gesellschaftliche Realität längst von komplexeren Rollenbildern durchsetzt, die kaum mehr als Randerscheinung abgetan werden können. sex.macht.musik leuchtet die Hinterzimmer aus und den gesellschaftlichen Untergrund; den Mainstream und konventionalisierte gesellschaftliche Klischees.
Programm

Besonderer Hinweis:
Am 6.12. findet um 17.30 Uhr die Podiumsdiskussion mit Missy-Macherin Stefanie Lohaus zum Thema
Identitäten: Geschlecherrollen in Kunst und Musik statt.

Anja C. Wagner
Anja C. Wagner suchte aus unserer Themenliste den Begriff “uni brennt” heraus und kommentierte diesen wie folgt:
Auf dass das Feuer noch lange lodern möge und sich auf möglichst viele Gesellschaftsschichten ausbreitet. Wir müssen unsere Bildungsrepublik neu denken lernen – im Dialog und in kollaborativer Aufbauarbeit. Lasst uns alle moderne “Trümmerfrauen 2.0″ werden
”
Anja C. Wagner beschreibt sich in ihrem Profil auf edufuture als “Kreative im Bereich “Knowledge Media Design”. Thematischer Fokus auf interdisziplinärer Erforschung moderner Informationsumgebungen & Lernszenarien – besonders unter Berücksichtigung interaktiver Aspekte.”
Für uns stellt sie eine wichtige Inspirationsquelle für die Gestaltung unserer Kurse zu Web 2.0, Literaturrecherche und html dar, da sich die Netz- und Lernaktivistin mit Themen des kollaborativen Lernens, des Mobile Learning 2.0 und dem Lernen 2.0 auseinandersetzt. Wer mehr über Anja C. Wagner erfahren möchte sollte ihr bei Twitter folgen und ihr hervorragendes Blog (edufuture) zum Thema Lernen/Lehren 2.0 lesen.
Links:
Ähnliche Artikel

welt.de
Unser Leser Udo machte uns auf eine wichtige Nachricht aufmerksam:
“Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte erklärte die deutsche Praxis, den Vater eines unehelichen Kindes vom Recht auf die Beantragung eines Sorgerechts auszuschliessen, und die Entscheidung über das Sorgerecht der Mutter zu überlassen, mit 6 zu 1 Stimme für menschenrechtswiedrig.”
Zum Thema gibt es mehr auf focus.de und welt.de.


Bisher hieß es häufig, Frauen seien weniger risikofreudig als Männer bei der Geldanlage oder investierten es einfach mehr in Schuhe. Eine neue Studie zeigt, dass die Gründe dafür nicht biologisch sind.
Vielmehr haben Frauen oft weniger Einkommen und Vermögen. „Bei gleichen finanziellen Grundvoraussetzungen zeigen Männer und Frauen die gleiche Neigung zu riskanten Anlageprodukten“, sagt Nataliya Barasinska, Mit-Autorin der Studie. […] oft sind gerade riskantere Anlagemöglichkeiten erst dann sinnvoll, wenn ein gewisser Kapitalbetrag eingesetzt wird – das liegt etwa an hohen Gebühren zur Depotführung und am hohen Nominalwert vieler Wertpapiere.
Teilzeitarbeit, Karriereaussetzer, eine letzte unerklärte Lücke, aber die Unterschiede im Geldbeutel beginnen bereits im Kindesalter. Jungen erhalten mehr Taschengeld als Mädchen, berichtet die Zeit.
Während Jungs durchschnittlich 19,08 Euro im Monat bekommen, müssen sich Mädchen im Schnitt mit 16,13 Euro begnügen.

Christina von Braun
Auf unsere Anfrage, “Woran Sie gerade arbeiten?” schrieb uns Christina von Braun:
Der Preis des Geldes’ heisst das neue Buch an dem ich arbeite. Es geht um die Geschichte dieses koerperlosen Zahlungsmittels, das wie kein anderes Medium ueber die menschlichen Gefuehle, Koerper und das Geschlecht herrscht.
Wir freuen uns bereits darauf im kommenden Jahr ein weiteres Buch von Christina von Braun in unseren Bestand aufnehmen zu können. Derzeit haben wir 52 Einträge von Christina von Braun in unserer Datenbank. Diese Einträge werden wir in den nächsten Tagen in die Bibliographie des Gender@Wiki einarbeiten. Einen umfassenden Überblick über die Veröffentlichungen der Kulturwissenschaftlerin und Filmemacherin finden sich in der Bibliographie.
Kurzvita:
“Christina von Braun, Prof. Dr. phil., Kulturtheoretikerin, Autorin und Filmemacherin.
l944 in Rom geboren. Studium in den USA und Deutschland. Von l969 bis l98l in Paris ansässig als freischaffende Autorin und Filmemacherin. 1991-1993 Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen. Seit 1994 Professorin für Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Gründerin und Leiterin des Studiengangs Gender Studies an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sprecherin des Graduiertenkollegs ‚Geschlecht als Wissenskategorie’. Ca. fünfzig Filmdokumentationen und Fernsehspiele zu kulturhistorischen Themen. Zahlreiche Bücher und Aufsätze über das Wechselverhältnis von Geistesgeschichte und Körpergeschichte (Gender, Religion, Antisemitismus). Forschungsschwerpunkte: Gender, Medien, Religion und Moderne, Säkularisierung und Geschichte des Antisemitismus.” (Quelle)
Links:
Da immer wieder Kommentare erscheinen von wegen „Ach, ihr wollt mich wohl nicht freischalten?“ oder „Warum erscheint mein Kommentar nicht?“ oder „Bin ich im Spam gelandet?“, nochmal kurz zur Information:
Momentan ist das gesamte Blog so eingestellt, daß jeder Kommentar erstmal in der Moderationsschleife landet und freigeschlaten werden muß.
Da die Mädchenblog-Leuts nicht rund um die Uhr online sein können, kann es manchmal vorkommen, daß es ne Weile dauert, bis die Kommentare auftauchen.
Ist also nichts persönliches.
xoxo
Ein Junge von der Schüler-Union für MerkelNachdem sich Müntefering nun mit 40 Jahren Altersunterschied zu seiner Freundin an die Spitze all seiner Kollegen gestellt hat (Helmut Kohl 34 Jahre, Willy Brandt 33 Jahre, Joschka Fischer 29 Jahre), steht diese magische Zahl doch auch der Kanzlerin zu, oder? Was wäre denn für sie so auf dem Markt (vergessen wir kurz, dass sie verheiratet ist)? Angela Merkel könnte sich mit ihren 55 Jahren zum Beispiel X, den 19jährigen Kreisvorstand der Jungen Union in Y ausgucken. Oder XX, den freundlichen 16jährigen aus der Schüler-Union in YY (siehe Kommentar). Kommt altersmäßig nicht ganz hin, aber mit 15 darf man bei der CDU noch kein Mitglied werden.
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat das Sorgerecht lediger Väter in Deutschland gestärkt. Die Bevorzugung von unverheirateten Müttern gegenüber den Vätern sei ein Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot, heißt es in dem Urteil.
Die Straßburger Richter gaben damit einem 45-jährigen Kläger aus Köln Recht, der seit acht Jahren vergeblich um ein Sorgerecht für seine 14-jährige Tochter kämpft. Der Mann machte das Diskriminierungsverbot und einen Verstoß gegen die Achtung des Familienlebens der Europäischen Menschenrechtskonvention geltend. Er lebt seit 1998 von der Mutter getrennt. Die Forderung nach einem gemeinsamen Sorgerecht hatte das Kölner Oberlandesgericht 2003 zurück gewiesen.
Nach bislang geltender Rechtslage können unverheiratete Väter in Deutschland das Sorgerecht für ihre Kinder nur mit dem Einverständnis der Mutter bekommen. In einer Stellungnahme vor dem Straßburger Gerichtshof im vergangenen Jahr machte die Bundesregierung geltend, dass das Einverständnis der Mutter für die Gewährung eines gemeinsamen Sorgerechts notwendig sei, um den Schutz des Kindes zu gewährleisten.
Manchmal ist es gut, auch mal „Nein!“ zu sagen und nur das zu tun, was man wirklich möchte. Dies tat die schwedische Sängerin Titiyo, eigentlich Titiyo Yambalu Felicia Jah, nachdem sie sich jahrelang von Produzenten chartkompatible Songs auf den drahtigen Leib basteln ließ. Die wurden zwar teilweise richtige Hits (z. B. das ohrwurmige „Come along“ aus dem Jahr 2001, zu dem sie laut eigener Aussage „nur“ den Basslauf beisteuerte), räumte ihr aber keinerlei künstlerische Freiheiten ein. Im Jahr 2004 war es genug: Titiyo brachte ein Best-of-Album heraus, dann kratzte sie ihre Moneten zusammen, zog aufs Land, kaufte sich ein Pferd und machte Schluss mit dem Musikbusiness.
Nach ein paar Jahren Pause hatte sie dann wieder genug vom Landleben. Die Lust aufs Musikmachen war zurückgekehrt und Titiyo beschloss, nun aber wirklich ihr ganz eigenes musikalisches Süppchen zu kochen. Also schloss sie sich einen Winter lang mit Casio Synthesizer und Recorder in ihrer Stockholmer Wohnung ein. Tagsüber war sie Hausfrau und Mutter, abends und nachts arbeitete sie an ihren Songs. Herausgekommen ist das wunderbare Album „Hidden“, dessen Covergestaltung auch von der frühen Björk stammen könnte. Die Musik hingegen klingt eher nach Portishead und Co. Und ist eine gelungene Melange aus hippieesker Gelassenheit, Düsternis und Manie, getragen von Titiyos wundervollem Gesang, ummantelt von mäandernden Gitarren, Streichern, Drumsounds und old school Elektronik. „Hidden“ ist der perfekte Soundtrack für verregnete Autofahrten und kuschelige Abende in überheizten Räumen, wenn man die nassen Sachen auszieht, über die Heizung hängt und sich die rote Nase trockenreibt.
Für besseres Wetter eignet sich das durchaus auch auf der Platte vorhandene zuckrigere Liedgut, beispielsweise der schwer Richtung Charts schielende Schmachter mit dem kryptischen Titel „If only your bed could cry“, den Titiyo mit Moto Boy singt. Dieser Song will auf sämtlichen Engtanzpartys der Welt gespielt werden. Das fast minimale „Stumble to Fall“ mit catchy Basslauf und wunderbarem Schmeichel-Gesang lässt das Tanzbein wohlig zucken, und das nicht nur, weil der Refrain unverkennbar bei einem ollen Eurythmics Klassiker geklaut wurde. Und beim reduziert-getragenen „Longing for Lullabies“ klingt Titiyo sogar ein wenig wie ihre ältere Halbschwester, die „Buffalo Stance“ Lady Neneh Cherry, von der man auch gern mal wieder was hören würde. Alles in allem ist „Hidden“ ein tolles Comeback-Album. Oder sollte man lieber sagen: Debut-Album? Man wird hoffentlich noch viele eigene Songs von Titiyo hören. TEXT: BARBARA SCHULZ
Titiyo “Hidden” Despotz Records / Cargo Records, 16.10.09
Start Slide Show with PicLens Lite
Ein Projekt der ÖH Kunstuni Linz
Programm
Organisiert von Iris Aue und Sabrina Kern
Prof. Eva Hayward
Cut Sex Animal – The Social Aesthetic of Trans
Freitag, 4.12.2009, 12 Uhr (c.t.) an der Universität Hamburg
Fachbereich Soziologie, Allende-Platz 1, Raum 245
Außer der Reihe möchten wir Euch zu einem Vortrag mit dem vielversprechenden Titel “Cut Sex Animal – The Social Aesthetic of Trans” einladen, den wir in Kooperation mit der Koordinationsstelle für Frauenstudien/Frauenforschung ermöglicht haben und der am morgigen Freitag, dem 4. Dezember 2009 stattfindet. Prof. Eva Hayward ist zurzeit Guest Researcher am Center for Gender Research an der Uppsala University in Schweden und Assistant Professor am Department of Cinematic Arts des Interdisciplinary Film and Digital Media Program der University of New Mexico.
Im Vortrag (in englischer Sprache) geht es um den Schnitt am transsexuellen Körper als eine materialisation des Selbst, um die Probleme der Kategorie “menschlich”, um “ambiguously specied/sexed bodies”, und um die tierisch-menschliche Vermischung von Buffalo Bills Haut. In ihrem Vortrag überschreitet Eva Hayward Grenzen von Kunst und Wissenschaft sowie von Intimität, Transsexualität und Animalität.
Ein ausführliches Abstract zum Vortrag findet Ihr weiter unten. Alle Interessierten sind herzlich Willkommen!
Cut Sex Animal – The Social Aesthetic of Trans
In a series of speculative investigations of Susan Stryker’s autoethnographic performance piece, “The Surgeon Haunts My Dreams,” Erika Rutherford’s figurative painting “The Challenge” (1995), Jonathan Demme’s filmic character “Buffalo Bill” in Silence of the Lambs (1991), and my own embodied knowledge (phenomenological account) of transsexual becoming, this paper looks at how male-to-female cuttings (SRS, body modification) are enactments of species boundaries and cutting as healing.In conversation with Stryker’s work, I propose that the cut enacts a kind of trans-embodiment such that to cut is not necessarily about castration or bodily loss, but an attempt to re-cast the self through the cut body. The whole (body) and the part (cut) are metonymically bound in an attempt to trans-form. However successful or not, however uncomfortable for readers, however seemingly masochistic, Stryker’s “[I’ll] lift my hips to meet His knife” can be understood as wished-for metamorphosis. To cut is not to be an amputee, but to produce the conditions of physical and psychical re-growth. The cut is possibility. For some transsexual women, the cut is not so much an opening of the body, but a generative effort to pull the body back through itself in order to feel mending, to feel the growth of new margins. The cut is not just an action; the cut is part of the ongoing materialization by which a transsexual tentatively and mutably becomes. The cut cuts the meat (not primarily a visual operation for the embodied subject, but rather a proprioceptive one), and a space of psychical possibility is thereby created. From the first, a transsexual woman embodiment does not necessarily foreground a wish to “look like” or “look more like a woman” (i.e. passing)—though for some transwomen this may indeed be a wish (fulfilled or not). The point of view of the looker (those who might “read” her) is not the most important feature of trans-subjectivity—the trans-woman wishes to be of her body, to “speak” from her body.
From this vantage of cut-sex-as-heal-wound, I turn to Rutherford’s (post-operative transsexual) abstracted human-animal figures. I propose that the transsexual embodies a problematic for the category of “human.” Indeed, the transsexual, here specifically MTF, transitions through “animal traffic,” constituting the self in opposition to humanizing efforts even when that opposition is not desired. (The MTF transsexual does not necessarily desire transition to oppose gendered/sexed distinctions—indeed many of us want the comfort of, what Jay Prosser calls, body as home). In addition to illustrating the absence of a wished-for referentiality, Rutherford’s painting also records the animal lifeways that constitute transsexual transitions in formal aspects (thickness of paint, brushstroke) as well as narrative devices (representation, metaphor).
Her painting, “The Challenge,” evokes a reminder that Eugen Steinach studied “Hormonal replacement therapy” through the surgical alterations of testes and ovaries in animals. These transplantation techniques led to experimental surgeries on humans. The first MTF sex change (1921) was a non-human ovary implantation. Premarin, consisting primarily of conjugated estrogens isolated from mare’s urine, would replace these treatments. This “zoontology” is depicted in Rutherford’s paintings of ambiguously specied/sexed bodies. Her painting illustrates corporeal assemblages of species and sex. She focuses on how transsexuals create embodiment not by jumping out of their skins, but by taking up a stitch in their skins, by folding themselves, and tying a knot in themselves, with all the consequences en-fleshed and en-skinned into the so-called “self.”
Working from Stryker and Rutherford, I turn to the fictional (but no less figural) character of Buffalo Bill to consider how cutting the body exposes the ways sex is speciated. Bill practices a form of animal husbandry on his/her victim because s/he suffers a kind of “gender dysphoria” and thinks this can be remedied by covering him/herself in skin: in fact, s/he is making him/herself a “woman suit,” and s/he harvests to gather the necessary “fabric.” Bill is the animalized-human, chrysalis to moth, a transsexual that makes her/himself out of the skins of others.
What Bill makes visible is that the the of the body is constituted through a pellicular imagination, skin feels its way toward embodiment. The skin is not only metonymic of the body, a part of the whole, but indeed the skin stands as indistinguishable from the body, the skin enfolds and encloses the the of the body into itself. It is this the of the body where we can see here how Bill’s sexual transformation is articulated constitutively with a species discourse. Bill represents a trans-sex-species effort in reworking his/her own skin by betraying symbolic laws that differentiate sex and make human-skin “self” and animal-skin clothing. This is to say, cutting the sex of the body is a transgression of a speciated self (what it means to be human), which is announced in Bill’s turning human skins into wearable skins, making his/her victims animalized-humans.
Eva Hayward is an assistant professor in the Department of Cinematic Arts, University of New Mexico. She has lectured and published widely on animal studies, experimental film, and embodiment. Her recently published essays, “Lessons From a Starfish: Prefixial Flesh and Transspeciated Selves” and “Spider City Self,” explore intimacy, transsexuality, and animality.
Literatur
“More Lessons from a Starfish: Prefixial Flesh and Transpeciated Selves”. In: Women’s Studies Quarterly, 2008.
“Lessons from a Starfish” In: Queering the Non/Human, Noreen Giffney and Myra Hird, Eds. London: Ashgate Press, 2008.
“Coralogical,” In: Human/Animal Encyclopedia, edited by Mark Bekoff.
“Enfolded Vision: Refracting The Love Life of the Octopus,” In: Octopus: A Journal of Visual Studies, Volume 1, Fall 2005.
Die Berufsaussichten in der IT-Branche sind hervorragend: Knapp 80 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in Deutschland gehen von einem Wachstum ihres Marktsegments und damit von einem erhöhten Fachkräftebedarf bis 2015 aus. Mehr als ein Drittel aller KMU schätzt das Wachstum auf mehr als 2,5 Prozent jährlich. Das ergibt eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) in Auftrag gegebene Studie zum künftigen Fachkräftebedarf im IKT-Mittelstand in Deutschland.
Seit dem Teen-Hit “Twilight” und der Erfolgs-TV-Serie “True Blood” ist der Vampir-Hype zurückgekehrt. Auch wir haben Blut geleckt. Passend zur dunklen Jahreszeit präsentieren wir mit dem Thema dieser Ausgabe einen feministischen Blick auf literarische und filmische Vampirsagas: Sind auch die klassischen Geschlechterrollen darin nicht totzukriegen? Oder gibt es mit Heldinnen wie Buffy inzwischen alternative Role Models im vampiristischen Figurenkosmos?
[www.anschlaege.at]
Ausgerechnet im 10. Jahr seines Bestehens zittert ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit um sein Überleben: Um das Jubiläumsjahr auch zu überstehen, fehlen uns 200 fördernde Mitglieder oder zahlreiche SpenderInnen!
(more…)
Abschluss: Akademische Referentin für feministische Bildung und Politik
Dauer: zwei Jahre, berufsbegleitend
Art: Lehrgang universitären Charakters
Ort: Bundesinstitut für Erwachsenenbildung, St. Wolfgang/Strobl, www.bifeb.at
Nähere Informationen
n.paradoxa is the only international feminist art journal in the world. The focus is on the work of contemporary women artists (visual arts, post-1970) and readings of their work in relation to feminist theory. Contributions, published in English, are welcome from women writers, artists and theoreticians anywhere in the world. More information about n.paradoxa can be found at www.ktpress.co.uk. Current volume is Material Histories (July 2009) and next volume in print is Pleasure (Jan 2010).
(more…)
…mmmhh mit leckerem Gebäck und heissem Getränk in der Hand lässt es sich doch am besten über Feminismus, Antisexismus und Queeres philosophieren….
…verschieb all deine Termine und komm Donnerstags ab 15:00 in den F.A.Q.-Infoladen, um mit uns gemütlich abzuhängen, zu diskutieren, zu lesen oder Kakao zu schlürfen…
…open for all genders…..03.12…..10.12……17.12….
…ihr findet uns in der Jonasstraße 40 in 12053 Berlin…
Ähnliche Beiträge
In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:
Wie heißt du?
Steffi
Seit wann bloggst du?
Ich habe mit dem Bloggen angefangen, als ich 2006 ein Semester in Helsinki studiert habe und meine Erlebnisse dort aufzeichnen wollte. Mit dem Ende des Auslandssemesters war dann auch mein Blog erst mal stillgelegt, ich hatte ganz viele andere Sachen im Sinn. Letztes Jahr dann hab ich plötzlich wieder Lust bekommen, zu schreiben. Im September 2008 habe ich dann meinen neuen Blog gestartet.

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com
Warum hast du damit angefangen?
Während meines Auslandssemesters war der Blog sowas wie mein Reisetagebuch, auf dem ich Bilder zeigen und von meinen Erlebnissen berichten konnte. Mit dem neuen Blog ist das zum Teil genauso, zum Teil aber auch ganz anders: Einerseits hatte ich schon die Tagebuchfunktion vermisst, den mein Blog schon während meines Auslandssemesters hatte und benutze meinen aktuellen Blog auch genauso. Andererseits war ich insgesamt internetaffiner, interessierter, wacher geworden. Ganz oft begegnen mir z.B. zufällig online oder offline irgendwelche Sachen, die ich einfach nicht unkommentiert lassen will. Ein Blog ist dafür eine klasse Plattform.
Worüber schreibst du?
Über ganz unterschiedliche Dinge. Teilweise über persönliche Beobachtungen, Gedanken oder über Reisen. Und dann über allgemeine Themen, die ich für relevant halte und zu denen ich eine Meinung habe, die ich öffentlich aussprechen möchte. Besonders Themen aus Medien, (Pop-)Kultur und Feminismus bringen meine Finger zum jucken und ich will etwas schreiben.
Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Eine konkrete Anekdote habe ich nicht, aber das Internet ist für mich und meine Interessen insgesamt eine tolle Sache. Ich genieße die Möglichkeit, Websites und Blogs aus den USA zu lesen und mitzubekommen, welches dort gerade die heißen Themen sind. Besonders die Culture Wars liefern meinen liebsten US-BloggerInnen Themen, die mich sehr interessieren und über die ich dank Internet jederzeit lesen und mich auf dem Laufenden halten kann. Außerdem bin ich ein Popkultur-Junkie und da sind die USA einfach das gelobte Land.
Wovon braucht das Internet mehr?
Das Internet hat zwar schon eine Menge an gut vernetzten, politischen, klugen Frauen, die ihre Meinung sagen und sich Gehör und Öffentlichkeit verschaffen. Davon kann es aber nie genug geben, deshalb: Mehr Frauen ins Internet!
Frauen im Web haben…
Die Chance, diese Art von Öffentlichkeit für sich zu nutzen. Weibliche Stimmen und Blickwinkel abseits von Klischees und rosaroten Belanglosigkeiten finden in den Mainstream-Medien viel zu wenig Beachtung. Vom kleinsten Privat-Blog bis zu großen Netzwerken – das Internet bietet Frauen viele Möglichkeiten das zu ändern.
Deine tägliche Web-Lektüre:
Das Internet ist mittlerweile meine Hauptinfoquelle. Ich lese natürlich erst mal die Klassiker, sowas wie Spiegel Online, Zeit, Huffington Post, NY Times. Daneben mag ich Skepchick, Pharyngula, Feministing und Salon.com.
Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an mannschaftspost(at)web.de.
"Aber das ist in allen Berufen so. Nach dieser Logik müsste das Arbeiten gehen an sich verboten werden, weil insbesondere Männer gezwungenermaßen zu einem großen Teil einer sie nicht erfüllenden beruflichen Tätigkeit nachgehen, um ihren Zuhälterinnen (Ehefrauen) am Monatsende die Kohle abzudrücken.."Und "Ede" schließt mit der Aussage:
"Das mag alles keine Entschuldigung gegenüber den Frauen sein aber übertragen wir das mal auf den mittellosen jüngeren und älteren Mann. Welche Change (Anm. der Redaktion: vermutlich "Chance") hat der Geld zu verdienen, ohne kriminell zu werden - keine! Die Frauen schon ..."Genau, Frauen, seid froh - immerhin habt ihr noch ein Hirn, diesen armen Kommentatoren ist in ihrer Mittellosigkeit selbst das abhanden gekommen.
Viele Unternehmen versprechen den Erhalt des Arbeitszplatzes nach genommener Elternzeit, doch kommt man aus der Elternzeit, sieht es in der Realität unter Umständen ganz anders aus.
Welche Erfahrungen, Probleme und Auswirkungen die Elternzeit beim Wiedereinstieg haben kann, erfasst die angehende Wirtschaftspsychologin einer Kölner Hochschule anhand eines Fragebogens in ihrer Bachelorarbeit.
Darin werden Unterschiede zwischen Frauen und Männern untersucht, die Elternzeit genommen haben und wieder berufstätig sind.
Haben Sie als Vater Elternzeit in Anspruch genommen und möchten bei diesem interessanten Thema mitreden? Dann nehmen Sie sich bitte 5-10 Minuten Zeit und beantworten den anonymen Fragebogen.
Nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nahmen im Studienjahr 2009 (Sommersemester 2009 und Wintersemester 2009/2010) rund 423 400 Erstsemester ein Studium an Hochschulen in Deutschland auf, darunter 210 800 Frauen (50%). Im Vergleich zu 2008 ist damit die Zahl der Erstsemester insgesamt um knapp 7% gestiegen. An den Universitäten immatrikulierten sich im Vergleich zum Vorjahr 5% mehr Studienanfänger und -anfängerinnen, an den Fachhochschulen erhöhte sich ihre Anzahl um 9%.

T. Vriend von "Aletta"
Tilly Vriends Slogan “Without history no future” trifft auch auf das gezeigte Buch zu. Unter dem Titel “Travelling Heritages : New Perspectives on Collecting, Preserving and Sharing Women’s History”, herausgegeben von Saskia E. Wieringa (Amsterdam : aksant, 2008. – 307 pp., 978-90-5260-299-8; 25 $) diskutieren Spezialistinnen aus Hochschulen, Bibliotheken und Archiven, wie sich auch unter dem Einfluss der neuen Medien und der Globalisierung die Kriterien und die Verantwortung dafür verändern, was für wen gesammelt, wie aufbereitet und weitergegeben wird. Denn so wie das Wissen über die Vergangenheit nicht wertfrei ist, so sind es auch die Sammlungen nicht. Tilly Vriend schrieb für dieses Buch einen Artikel über ihre Erfahrungen mit dem Digitalisieren von Dokumenten (S. 107-118). Das Buch schenkte sie der Genderbibliothek beim Besuch der 44. Arbeitstagung der deutschsprachigen Frauen-/Lesbenarchive im Oktober in Berlin. Vielen Dank! Das Buch kann ausgeliehen werden.
Tilly Vriend koordiniert alle Datenbanken bei Aletta, dem Institute for Women’s History (dem früheren IIAV, International Information Centre and Archives for the Women’s Movement) in Amsterdam. Nach ihrem Studium (Library and Information Studies) an der Frederik Müller Academy in Amsterdam begann sie 1982 als Information Specialist am IDC, Information and Documentation Centre of the Dutch Women’s Council. 1988 wechselte sie zum IIAV, wo sie zunächst in der Abteilung für Verschlagwortung arbeitete. Von all ihren nationalen and internationalen Projekten, an denen sie mitwirkte, sei besonders der Holländische und der Europäische Women’s Thesaurus genannt. Tilly ist aktives Mitglied von LOVI (The Dutch Network for Women’s information centers), Athena (Advanced Thematic Network in European Women’s Studies) und im Vorstand von WINE, Women’s Information Network in Europe. Als International Coordinator of the Program Committee war sie für die Know How Conferences in Amsterdam (1998), in Kampala (2002) and in Mexico (2006) verantwortlich. Außerdem war sie Trainerin im Projekt “Building women’s information centers in Eastern Europe”. Aktuell ist Tilly Projektmanagerin des EU-Projekts “FRAGEN”, das die wichtigsten feministischen Texte der Frauenbewegung aus EU-Ländern digitalisiert.
Random Posts
Klar. Die Schauspielerin Romy Schneider analysierte das Ganze einmal so: als gut eingespielten weiblichen Mechanismus, Dinge anzupacken und wegzuschaffen:
„Frauen lieben es im Grunde gar nicht, Klatsch weiterzuerzählen. Sie wissen nur nicht, was sie sonst damit anfangen sollen.“
Foto: photocase.com
Mathematik ist oft eine Herausforderung - für viele schon in der Schule. Um zu zeigen, dass Mathematik-Aufgaben auch Spaß machen können, gibt es wieder den Digitalen Adventskalender im Internet: Berliner Mathematikerinnen und Mathematiker haben sich 24 Aufgaben ausgedacht, die auf einfache und faszinierende Weise die vielen Facetten der angewandten Mathematik zeigen, ohne dass der Spaß dabei zu kurz kommt. Als zusätzlichen Anreiz gibt es hochwertige Preise wie Laptops, Lernspiele und Bücher zu gewinnen.

Geschlecht ist gesellschaftlich gemacht. Dass das auch für das biologische Geschlecht sex gilt – ein Postulat queer-feministischer Theorien –, kann dieser Band anhand biologischer Theorien erstmals dezidiert und differenziert belegen.
Die naturphilosophischen und biologisch-medizinischen Geschlechtertheorien unterschiedlicher Zeitabschnitte (Antike, beginnende Moderne, Gegenwart) werden dargestellt und in die gesellschaftlichen Geschlechterordnungen eingeordnet. Heinz-Jürgen Voß führt die miteinander ringenden Positionen differenziert aus und zeigt: Mit prozessorientierten Betrachtungsweisen sind in biologischen Theorien viele Geschlechter denkbar – statt nur zwei oder drei.
Heinz-Jürgen Voß (Dipl.-Biol., Dr. phil.) lehrt zu Geschlecht und Biologie an verschiedenen Universitäten. Seine Forschungsschwerpunkte sind biologische Geschlechtertheorien, Queer Theory und Queer Politics.
Mehr Informationen zum Buch, eine Leseprobe etc. finden sich beim Verlag

weihnachtsfrau
Mit dem 01.12.2009 startet der zweite Adventskalender der Genderbibliothek.
Ähnliche Beiträge

CC Die lesende Weihnachtsfrau - das Maskottchen der Genderbibliotheks - Adventsaktion
Das Team der Genderbibliothek überraschte bereits im letzten Jahr mit einem Adventskalender (s. Archiv), in dem wir täglich genderrelevante bzw. feministische Recherche- und Informationsmöglichkeiten im
Internet vorstellten.
Auch in diesem Jahr möchten wir den Leser_innen unseres Weblogs und den Nutzer_innen unserer Bibliothek sehr gern einen besonderen Adventskalender anbieten. Wir laden deshalb verschiedenste Autor_innen ein, an dem Adventskalender der Genderbibliothek mitzuwirken. Wir haben uns dabei für Autor_innen und Spezialist_innen entschieden, die unser Bibliotheksteam in besonderer Weise begeisterten, uns zum Nachdenken anregten, mit denen wir uns auf die eine oder andere Weise verbunden fühlen oder über deren Bücher oder Projekte wir uns besonders gefreut haben.
Wir bieten deshalb täglich etwas Besonderes:
Wer beim Lesen denkt, ich habe auch ein interessantes Projekt (Haus-, Abschlussarbeit, Film, Dissertation, Lesung, Ausstellung, Buch etc.) kann uns gern anschreiben; wir veröffentlichen es, wenn noch ein Tag Platz ist im Adventskalender. Wir freuen uns auf Ihre/Eure Projekte und danken schon jetzt allen, die uns schon etwas geschickt haben.
Liebe Adventsgrüße vom Bibliotheksteam der Genderbibliothek
Karin Aleksander, Danilo Vetter und Marius Zierold
Wir sind auch per twitter [twitter.com] erreichbar.
Ähnliche Artikel
Heute, fast zwei Monate nachdem mein Informatikstudium so richtig begonnen hat, mag ich mal ein bisschen was darüber schreiben. Wie man an meinem Letzten Artikel schon sehen kann, bin ich sehr sehr vorsichtig geworden und es fällt mir noch schwer konkrete Situationen zu beschreiben.
Smalltalk – Wie man(n)’s besser nicht macht
Er kam also Anfang Oktober, der Moment auf den ich ewig hingearbeitet hatte: der Beginn meines Studiums. Viele neue Menschen sehen, sich vorsichtig beschnuppern, Inhalte erfahren, Organisatorisches, all sowas. Wenn man sich gerade das erste Mal sieht, fällt es oft schwer ein passendes Gesprächsthema zu finden und so kam es, dass jede einzelne Person mit der ich ins Gespräch kam die gleiche Idee hatte was ein scheinbar passendes Thema anging:
“So wenig Frauen hier”…. “Frauen und Informatik, schon komisch”…”Wow, als Frau, das ist aber ungewöhnlich”… blahblah blah blah blah.. und so verging der erste Tag und ich konnte es einfach nicht mehr hören. Ich konnte niemandem einen Vorwurf machen und trotzdem hat mich das so sauer und traurig gemacht, dass mir niemand etwas anderes zu sagen hatte. Irgendwie war das anstrengend, aber kein Grund sich entmutigen zu lassen.
Motivation – wie ma(n)n’s besser nicht macht
Nach dem allgemeinen Blahblah folgte die fachspezifische Einführung, bei der erstmals die Möglichkeit bestand mit Studierenden aus höheren Semestern zu sprechen. Ich hatte Hoffnung und wurde dann ganz schnell ganz enttäuscht. Vermutlich sollten die Vorträge motivieren, hatten aber eher Schwerpunkt darauf, wie schwer gewisse Fächer sein werden und wie viele Menschen so allgemein im Grundstudium scheitern. Als ich dann die Möglichkeit hatte mit einzelnen Personen höherer Semester zu sprechen kamen sehr schnell wieder Sätze wie “Oh, ihr habt ja auch Frauen, wir hatten keine/nur wenige…”. Von einem bekam ich zum Abschied dann noch den persönlichen Hinweis, dass es schon Frauen vor mir gab, die die Hochschule wechseln mussten. Auf die Gründe wollte er jedoch nicht eingehen und wünschte mir nur sowas wie viel Glück und ein dickes Fell. Aha.
So stürzte ich mich also hinein, in den neuen Alltag….
Dieser Text ist erschienen in [sic!] Forum für feministische Gangarten Nr. 64, S. 32-33 unter dem Titel “Gibt es eine queere Ökonomiekritik?”
Seit geraumer Zeit finden vielfältige queer-theoretische Auseinandersetzungen mit Kapitalismus und Neoliberalismus statt, die nach den Zusammenhängen von Heteronormativität und sexuellen Politiken mit ökonomischen Verhältnissen und Arbeit fragen. Für eine queere Ökonomiekritik stellt sich immer wieder die Frage, inwiefern queere Politiken in neoliberale Diskurse eingebunden sind. Neoliberale politische Strategien der Ökonomisierung des Sozialen rufen Subjekte als eigenverantwortliche und freie Unternehmer_innen ihrer Selbst an. Paradoxerweise sind neoliberale Verhältnisse damit nicht nur durch den Abbau sozialer Gerechtigkeit und die Einschränkung demokratischer Teilhabe gekennzeichnet, sondern auch durch die Anerkennung von Differenzen, wie beispielsweise Lebensformen, die heteronormativen Vorstellungen nicht entsprechen. Kann diese Ambiguität als Ressource widerständiger Praxen genutzt werden, wie Antke Engel (2009) es fordert, und welche Vorstellung des Kapitalismus ermöglicht es, Widerstand zu denken?
Herkömmlicherweise wird Kapitalismus als Entität verstanden, die gesellschaftliche Verhältnisse umfassend strukturiert, und von der andere Herrschafts- und Machtverhältnisse als ideologische Produkte abgeleitet werden können. Die Intersektionalitätsdebatte (vgl. Winker/Degele 2009) hat jedoch jüngst noch einmal unterstrichen, dass gesellschaftliche Strukturkategorien wie Geschlecht und „Rasse“ nicht als Nebenwidersprüche des Klassenverhältnisses verhandelt werden können. Gesellschaftliche Machtverhältnisse und Identitätskategorien treten niemals allein auf, sondern sind miteinander verwoben, und nicht nur Diskriminierungs- und Ausgrenzungspraxen, sondern auch Privilegien müssen vor dem Hintergrund eines komplexen Verständnisses von gesellschaftlichen Machtverhältnissen untersucht werden. Mithilfe einer Ökonomiekritik, die ich als dekonstruktivistisch bezeichne, kann darüber hinaus gezeigt werden, dass das herkömmliche Verständnis von Kapitalismus ein machtvoller Diskurs ist, der die Vielgestaltigkeit ökonomischer Praxen innerhalb und neben kapitalistisch organisierter Produktion unsichtbar macht. Sowohl in hegemonialen als auch in kapitalismuskritischen Repräsentationen wird Kapitalismus als übermächtiges und unaufhaltsames Monster konstruiert: Kapitalismus ist der Masterterm, von dem aus Zentrum und Peripherie, was Produktion und Reproduktion unterschieden werden; er ist die bestimmende Kraft hinter gesellschaftlichen Entwicklungen. Alltagspraxen, die Herrschaftsverhältnisse bereits durchqueren, werden innerhalb dieses Diskurses nicht wahrgenommen. Ökonomische Identitäten wirken fixiert, kohärent und determiniert, und Möglichkeiten sozialer Transformation bleiben unerkannt. J.K. Gibson-Graham (2006) kritisieren, dass Kapitalismus nach wie vor als akkurate Repräsentation der Realität verstanden wird, und nicht als „regulatorische Fiktion“, wie es beispielsweise Judith Butler (1991) für Geschlechtsidentität vorschlägt. Hier schließt sich die Frage an, wie lokale Politiken aussehen könnten, die solche Identitäten auf eine verantwortungsvolle Weise durchqueren. Ist es möglich, Praxen zu entwerfen, die nicht nur die Differenzkategorien Geschlecht, Sexualität und „Rasse“ in Form von Diversity Management sichtbar und produktiv machen, sondern die als Politik der ökonomischen Differenz auch die Kohärenz kapitalistischer Hegemonie angreifen? Und wie können solche Alltagspraxen über Nischen, die zum Teil nur aufgrund von Privilegien funktionieren, hinaus wirksam werden? Wie können das eigene Eingebundensein in ökonomische Verhältnisse und ungleicher Besitz von Produktionsmitteln, Konsummöglichkeiten und sozialem Kapital eingesetzt werden, um Machtverhältnisse durch individuelle und kollektive Alltagspraxen herauszufordern?
Anhand eines Beispiels möchte ich die Handlungsfähigkeit von Subjekten innerhalb gesellschaftlicher Herrschaftsverhältnisse aus queerer und kapitalismuskritischer Perspektive befragen. „Reflections of a Homownersexual. Buying and Selling a House with Anti-Capitalist Intentions“ ist ein Text von Emily Nepon (2008), der auf dem Weblog „Enough. The personal politics of resisting capitalism“ veröffentlicht wurde. Die Autor_in stellt darin ihre Erfahrungen mit einer politisch-ökonomischen Praxis zur Diskussion, die sie in einem durch Rassismus, Klassenverhältnisse und Gentrifizierung geprägten Setting gemacht hat. Nepon, die sich als queer und weiß positioniert, und ihre Freund_in lebten in einer verbindlichen, nicht-monogamen Partnerschaft, als sie sich 2001 zum Kauf des Hauses in einem Schwarzen working-poor Viertel in Philadelphia entschlossen. Sie brachten den Kaufpreis mit Hilfe eines Darlehens auf, das sie von den Großeltern der Partner_in bekamen, und lebten für insgesamt fünf Jahre zusammen mit verschiedenen Mitbewohner_innen in diesem Haus. Es sollte ein sicherer Rückzugsraum für die queere Community sein, ein Haus, in dem auch mal Freund_innen unterkommen können, ohne dass sie das Geld für die nächste Monatsmiete auftreiben müssen. Nepons Text artikuliert ihr damaliges Begehren nach community building und Zusammenleben. Doch was bedeutet es, Besitzer_in eines Hauses und Vermieter_in von Wohnraum zu sein? Wenn ich an Vermieter_innen denke, habe ich eine Person oder Gesellschaft vor Augen, die auf dem Markt Wohnraum gegen Miete zu einem möglichst guten Preis tauscht. Die Identitäten der beiden Vermieter_innen erscheinen jedoch nicht determiniert: Die Mitbewohner_innen und Besitzer_innen zahlten monatlich zusammen 625 Dollar Miete. Sowohl die Mietzahlungen als auch Arbeit am Haus wurden als Investitionen in das Haus anerkannt. Alle Bewohner_innen beteiligten sich und Arbeiten, die nicht selbst übernommen werden konnten, wurden von Freund_innen erledigt, die dafür bezahlt wurden. Diese Entscheidung gegen unbezahlte Arbeit ist gerade in politischen Projekten keine Selbstverständlichkeit. Finanzielle Angelegenheiten wie Rechnungen und das Darlehen wurden gemeinsam besprochen und transparent behandelt. Besonders überraschend erscheint, dass für die beiden Eigentümer_innen die Idee der Investition durch das zusammen Leben und Arbeiten im und am Haus auch nach dem Verkauf des Hauses Gültigkeit hatte: Ein Teil des Verkaufserlöses wurde gespendet, und der größere Teil zwischen den sieben Leuten, die länger im Haus gewohnt hatten, entsprechend ihrer „Investitionen“ aufgeteilt. Ohne dass es explizit vereinbart gewesen war, erhielten die Sieben einen Großteil ihrer einst gezahlten Miete zurück.
Ist ein „antikapitalistisches“ Zusammenleben möglich, wenn der Wohnraum nicht allen gehört?Nepon macht sichtbar, dass bürgerliche Eigentumsverhältnisse ihr Handeln nicht festgeschrieben haben. Wenn Individuen die ihnen identitär vorgegebenen Plätze nicht auf machtunkritische Art einnehmen, können sich also auch in ökonomischen Zusammenhängen Handlungsspielräume für eine Politik der Entprivilegisierung ergeben. Ein Verständnis von Kapitalismus und Ökonomie, das nicht der Erzählung des übermächtigen, monolithischen Kapitalismus‘ folgt, sondern ökonomische Differenz denken kann, verstärkt das Begehren nach anderen Formen des Zusammenarbeitens und Zusammenwirtschaftens. Doch wirkt sich diese Vision eines anderen, besseren Lebens in der selbsterschaffenen Nische auch auf die Welt da draußen aus? Nepons Begehren nach community building verbindet sich mit einer Verantwortung gegenüber eigenen Privilegien als weiße Hausbesitzer_innen in einem bisher Schwarz geprägten Viertel, das sich in einem Gentrifizierungsprozess befand. Sie beschreibt das Verhältnis des Hausprojektes mit der Nachbarschaft als schwierig. Auch wenn zu manchen Nachbar_innen ein gutes, vertrauensvolles Verhältnis aufgebaut werden konnte, blieb für die queeren „Eindringlinge“ in die zu 99 Prozent aus working-poor Afroamerikaner_innen bestehende Gegend ein unbehagliches Gefühl. Nepon führt dies jedoch nicht auf ihre queerness, sondern auf die unterschiedlichen intersektionalen Positionierungen entlang Klasse und „Rasse“ zurück.
Infolge dramatischer Veränderungen in den Beziehungen der Bewohner_innen des Hausprojektes beschlossen die Besitzer_innen nach fünf Jahren, das Projekt aufzulösen und das Haus zu verkaufen. Im Zuge dessen wurden sie vor eine Reihe herausfordernder Entscheidungen gestellt, die Momente der politischen Handlungsfähigkeit innerhalb dieses durch strukturelle Herrschaftsverhältnisse geprägten Rahmens eröffneten. Es war abgemacht weder mit Profit, noch an eine Entwicklungsgesellschaft zu verkaufen. Aus diesem Grund hatten sie in Betracht gezogen, das Haus direkt einer politischen Organisation zur Verfügung zu stellen. Da einige Zeit zuvor jedoch Freund_innen wegen politischer Aktivitäten inhaftiert worden waren, entstand der Wunsch, das Haus doch zu verkaufen, um den Erlös in solchen Fällen für Kautionen und Anwaltskosten zur Verfügung zu haben. Auf den Wunsch, die Gentrifizierung durch das eigene Handeln nicht zu verstärken, sondern im Gegenteil die Kämpfe der lokalen Community zu unterstützen, reagierte das weiße Umfeld der Hausbesitzer_innen mit Verständnislosigkeit. Es sei doch verrückt, das Haus jetzt für so wenig Geld zu verkaufen, wo doch bald schon mit einem viel besseren Preis zu rechnen sei. Die einzige weiße Familie in der Nachbarschaft, die damals das Haus an Nepon und ihre Partner_in vermittelt hatte, fand potentielle Käufer_innen, die ein sehr gutes Angebot machten. Es kam jedoch für die beiden Eigentümer_innen nicht in Frage, das Haus innerhalb der eigenen (weißen) Subkultur zu verkaufen, und sie lehnten das Angebot ab. Es war ihr Ziel, das Haus an afroamerikanische Leute zu verkaufen, die in der Community engagiert sind, und über genug Einkommen verfügen, so dass sie das Haus nicht an die Bank, und damit an eine Entwicklungsgesellschaft verlieren würden. Die Käufer_innen wurden über eine Organisation afroamerikanischer anti-gentrifikation Aktivist_innen in der Nachbarschaft gefunden. In den Verkaufsprozess wurden weder Immobilienfirma noch Markler_in eingeschaltet, und die Anwält_in, die den Papierkram erledigte, war ebenfalls von dem anti-gentrifikation Netzwerk empfohlen worden. Das Haus wurde weit unter Markpreis verkauft. Ein Teil des Verkaufserlös wurde anonym an verschiedene in der Community engagierte Projekte gespendet, die mit Unterstützung einer anti-gentrifikation Aktivistin ausgewählt worden waren. Statt den „einfachen“ und profitablen Weg zu gehen, entschieden sich die Bewohner_innen dafür, auf verschiedenen Ebenen das Wissen der Schwarzen Community in den Verkaufsprozess einzubeziehen und damit nicht nur Geld, sondern auch Entscheidungsmacht umzuverteilen.
Queere Ökonomiekritik muss auf unterschiedlichen Ebenen ansetzen, vielfältige Forderungen entwickeln und dabei stets machtkritisch bleiben. Wichtig erscheint mir, die auf den ersten Blick nicht primär ökonomischen Praxen auf ihre ökonomischen Komponenten hin zu befragen. Die Geschichte des queeren Hausprojektes in Philadelphia zeigt, dass sich politische Handlungsfähigkeit und Spielräume für Politiken der Enthierarchisierung und Entpriviligisierung auch in Kontexten ergeben können, die durch Eigentumsverhältnisse und ökonomische Prozesse geprägt sind. Solchen Praxen sehen sich oft der Kritik ausgesetzt, nicht grundsätzlich an den bürgerlichen Eigentumsverhältnissen gerüttelt, identitäre Konstruktionen nicht vollständig aufgelöst und damit das System bestärkt zu haben. Doch was ist die Alternative? Nepon stellt ihrem Text eine Praxis zur Diskussion, die nicht als Blaupause für „ethisch korrektes“ Handeln dienen soll, wie es in Diskursen um nachhaltigen Konsum oft geschieht. Strategien und temporäre Bündnisse müssen im Kontext der jeweiligen Machtverhältnisse entstehen. Es besteht die Gefahr des Scheiterns, und die getroffenen Entscheidungen werden nicht allen gefallen. Die Reflexion des unentrinnbaren Verwobenseins in zum Teil widersprüchliche Machtverhältnisse ermöglichte es jedoch, bemerkenswerte Strategien zu entwickeln, um in lokale Prozesse einzuwirken.
Butler, Judith 1991: Das Unbehagen der Geschlechter, Frankfurt.
Engel, Antke 2009: Bilder von Sexualität und Ökonomie, Bielefeld.
Gibson-Graham, J.K. 2006: The End of Capitalism (as we knew it), Minneapolis, London.
Nepon, Emily 2008: Reflections of a Homownersexual. Buying and Selling a House with Anti-Capitalist Intentions.
Winker, Gabriele/Degele, Nina 2009: Intersektionalität. Zur Analyse sozialer Ungleichheiten. Bielefeld.
‘Man kann im Allltag vor allem eines pfleen, wovon ich glaube, dass das für die Menschen generell sehr wichtig ist: Nämlich Gewohnheiten’
Mit diesem Zitat von Wilhelm Schmid beginnt Ivo Knoo sein Editorial zur aktuellen Ausgabe der Schweize Männerzeitung mit dem Schwerpunkt Rituale.
Die Moderne in der wir leben, hat aller Wiederholung den Kampf angesagt: ‘Werzweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment!’ So reimten die 68er und riefen zur bunten rebellion gegen die Rituale der Kirche, der Familie und des Staates auf.
Heute sind wir frei vom Mief der tantenbesuche und des rituellen Sonntagsbratens. Der Mensch erfindet sich jeden Tag neu und tut doch gut daran, Rituale zu pflegen. In ihnen steckt manches, was anders nicht zu bekommen ist, als durch Wiederholung und strikten Ablauf:
Die morgendliche Körperpflege als Ritual zur Versöhnung mit dem eigenen Körpet, der Tee als Ritual zur Muße, das die Zwänge des Tages für einen Moment aufhebt.
Das Thema wird von den verschiedenen Seiten,mit Worten und Bildern eindrucksvoll beleuchtet.
Liebe Interessierte,
Commit Berlin e.V. veranstaltet:
Dr. Susan Arndt: Rassismus in der deutschen Sprache
am 02.12. um 18.30 Uhr im HU-Hauptgebäude (Unter den Linden 6), Raum 3038
In der kritischen Aufarbeitung von Rassismus ist es unerlässlich, verschiedene rassistische Machtstrukturen vergleichend zu betrachten und Schnittmengen und Divergenzen sowie Transformationsprozesse und Dynamiken zu benennen. Aus den vielen Bereichen der Gesellschaft, aus denen heraus Rassismus verdeutlicht werden kann, erscheint die Sprache besonders hervorgehoben. Sie ist immer ein „Wissensarchiv“, das es bewusst zu dekodieren gilt. Sprache transportiert Botschaften. In ihrem Vortrag wird Susan Arndt anhand des engen Zusammenhangs von Kolonialismus, Rassismus und Weißsein nicht nur solche Botschaften entschlüsseln, sondern zugleich analysieren, wie stark Sprache nicht nur im rassistischen Diskurs verstrickt ist, sondern zugleich auch selbst einen zentralen Reproduktionsfaktor von Rassismus darstellt.
Susan Arndt, Dr. phil., geb. 1967 in Magdeburg, 4 Kinder, studierte Anglistik, Germanistik und Afrikawissenschaften in Berlin und London; promovierte 1997 über nigerianische Literaturen; lehrte und forschte in Oxford, Berlin und Frankfurt am Main, wo sie an der Goethe-Universität zur Zeit eine Professur für englische Literaturen vertritt. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen koloniale Diskurse und Rassismus in der bundesdeutschen Gesellschaft, wobei sie aus einer weißen Perspektive mit Methoden der Kritischen Weißseinsforschung arbeitet. Zur Zeit arbeitet sie an einer Habilitationsschrift zum Thema »Mythen von Weißsein und die englische Literatur. Der ‘Racial Turn’ in der Literaturwissenschaft«.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe:
Wissensmacht – Machtwissen
Eine Reihe kritischer Auseinandersetzungen mit Rassismus und kolonialen Kontinuitäten in Universität und Wissenschaften
im Wintersemester 2009/10
Im Rahmen der Kampagne verschiedener Berliner politischer Gruppen zur 125ten Jährung der Berliner Konferenz von November 2009 bis Februar 2010 veranstaltet der Studierendenverein Commit Berlin e.V. eine Reihe, in der koloniale Kontinuitäten im Alltag und in Wissenschaftsbetrieben thematisiert werden sollen. Die Veranstaltungen sind Teil der politischen Bildungsarbeit von Commit Berlin und sollen zur Sensibilisierung der deutschen Öffentlichkeit beitragen
Ausgangspunkt ist die Universität als ein Ort, der den Alltag von Studierenden und Lehrenden wesentlich prägt und an dem vorgeblich universelles Wissen und ‚Wahrheiten’ produziert werden, sich gesellschaftliche Ein- und Ausschlüsse spiegeln, Zugänge zu Realität und Wissen verhandelt werden. Wir wollen kritisch hinterfragen, was in der Berliner Wissenschaftsbetrieben passiert. Wer kann dort sprechen und worüber? Wessen Stimme wird gehört? Wessen Wissen wird als Wissen anerkannt? Welche Funktion haben diese Ein- und Ausschlüsse für die Selbstkonstruktion der dominanten weißen Wissenschaften?
In Deutschland gibt es kaum Studiengänge, die sich explizit mit Post-Kolonialität befassen, zu viele (weiße) Menschen wissen und lernen nichts über die Berliner Afrika-Konferenz und deren bis heute währende Folgen. Die Auseinandersetzung mit deutscher Kolonialgeschichte und bis heute sicht- und spürbaren kolonialen Denk- und Verhaltensmustern und Strukturen ist noch nicht in der selbsternannten Mitte der Gesellschaft angekommen. Kolonialrevisionismus und Alltagsrassismus gehen Hand in Hand und legitimieren im Deutschland des 21. Jahrhunderts einen kolonialen Raum.
Die Veranstaltungsreihe soll zur Anerkennung eines post-kolonialen Diskurses in Deutschland beitragen und zu einer kritischen Reflexion (vor allem von Studierenden) über gewaltvolle Strukturen in ihrem eigenen Umfeld anregen. Ebenso versuchen wir, eine breitere Öffentlichkeit für alltägliche Rassismen zu sensibilisieren. Wir wollen eine Einführung in diverse Themenbereiche wie Alltagsrassismus, diskriminierende Strukturen in den Wissenschaften oder Deutsch als kolonial- rassistische Sprache bieten, Denkanstöße geben und zur weiteren Diskussion und Reflexion der behandelten Themen anregen. Für diese Verhandlungen haben wir die Universität gewählt, denn es ist an der Zeit, dass sich weitere Diskurse und Perspektiven an diesem Ort Platz verschaffen und so zu einer weiterreichenden Transformation beitragen.
ab 21.10.2009 jeden zweiten Mittwoch um 18.30 Uhr im HU-Hauptgebäude (Unter den Linden 6), Raum 3038
21.10. Natasha A. Kelly
Afroism. Zur Situation einer ethnischen Minderheit in Deutschland
4.11. Katharina Oguntoye
Geschichte(n) Schwarzer Menschen in Deutschland
18.11. Dr. Grada Kilomba
Who can speak? University and the decolonization of knowledge
2.12. Dr. Susan Arndt
Rassismus in der deutschen Sprache
16.12. Yonas Endrias
Rassismus in der Wissenschaft – wissenschaftlicher Rassismus
13.1. Aretha Schwarzbach-Apithy
Weiße kolonial-rassistische Lebensart – innere Kolonisierung
27.1. Prof. Dr. Maureen Maisha Eggers
Dekolonisierung als methodisches und methodologisches Projekt der Wissenschaftskritik
10.2. Podium: Interventionen
Stratgegien zur De-Kolonisierung der Universität und Wissenschaften
Du möchtest mehr Infos und rechtzeitig zu jeder Veranstaltung informiert werden?
Dann schreib an: veranstaltungen.berlin@commit-berlin.de
Oder geh auf: www.commit-berlin.de
Die Reihe wird gefördert durch:
Referent_innenRat der HU Berlin / Netzwerk Selbsthilfe e.V. / EED (Evangelischer Entwicklungsdienst)
Ähnliche Beiträge
Liebe Interessierte,
am nächsten Montag, den 7.12., 18 Uhr, findet die nächste Gender Lecture statt, bei der Dr. Antke Engel spricht. Sie ist promovierte Philosophin, feministische Queer Theoretikerin und freiberuflich in Wissenschaft und Kulturproduktion tätig. Sie leitet das „Institut für Queer Theory“ (Berlin/Hamburg: www.queer-institut.de).
Die Gender Lectures stehen im Wintersemester unter dem Rahmenthema “Risiken und Nebenwirkungen von Gleichstellungspolitik. Zur Herausforderung, Ungleichheiten nicht gegeneinander auszuspielen”. Es geht es darum, einen kritischen, Intersektionalitäts- und Interdependenzen-informierten Blick zu werfen auf konkrete gleichstellungspolitische Maßnahmen und Debatten. Dazu möchten wir herzlich einladen.
Weitere Informationen zur gesamten Reihe gibt es auf der Homepage des GenderKompetenzZentrums unter [www.genderkompetenz.info]
Montag, 07.12.2009
18-20 Uhr
Humboldt-Universität Hauptgebäude,
Raum 2103
Dr. Antke Engel:
“Abgefederte Risiken und erstrebte Nebenwirkungen.
Gleichstellungspolitik, die Differenz befördert – ein Paradox?”
Verschiedene Ungleichheiten zu beachten und der Komplexität von Ungleichheitslagen und Diskriminierungserfahrungen gerecht zu werden, ist immer auch mit einer Darstellungsproblematik verknüpft. Deshalb wird es im Vortrag anhand konkreter Beispiele textueller und visueller Repräsentation darum gehen, wie Intersektionalität, Interdependenz oder Komplexität zum Ausdruck gebracht werden. Webseiten offizieller politischer Institutionen, die sich der Integrations- und/oder Gleichstellungspolitik verpflichten, werden daraufhin untersucht, wie sie „Differenz“ zum Ausdruck bringen und was unter der häufig anzutreffenden Formel der „Diversität“ verstanden wird.
Insbesondere interessiert mich hierbei die Frage, wie mit Machtungleichheiten umgegangen wird, inwiefern diese als verfestigt oder dynamisch präsentiert werden, und wie deren Veränderbarkeit gedacht wird. Des weiteren möchte ich kritisch fragen, was es für Gleichstellungspolitik bedeutet, wenn Diversität mittlerweile ein wertgeschätztes und staatlich gefördertes Ziel ist und „Differenz als kulturelles Kapital“ präsentiert wird.
Wie stehen Diversitätsförderung und Gleichstellungspolitik in Relation zueinander? Sind Gleichstellung und Diversität gegenläufige politische Ziele? Oder entsteht eine paradoxe Spannung, die dazu beiträgt, dass sich Gleichstellungs- und Diversitätspolitiken gegenseitig herausfordern – und sozio-politischer Raum für die Wahrnehmung komplexer Differenz- und Ungleichheitsrelationen entsteht?
Am Freitag, 4. Dezember 2009, startet ab 19 Uhr der letzte Genderterror-Kneipenabend in diesem Jahr. Aber während das Jahr zu Ende geht, startet die Genderterror mit einigen Neuigkeiten: ab sofort gibt es eine queere Podcast- & Hörspielecke! Außerdem wird fleißig an neuer Deko gebastelt, um das AZ genderterroristisch zu verschönern. Und passend zur Jahreszeit gibt es diesmal leckeren Glühwein!
Selbstverständlich gibt es für alles keinen Mitmachzwang! Ihr könnt gerne auch einfach so, zum gemütlichen Abhängen, zum selber-aktiv-werden, zum Quatschen und Rumalbern, zum Diskutieren, zum Musik hören oder zum was-euch-sonst-so-einfällt vorbei kommen.
Im Januar wird die Genderteror nicht am üblichen Termin stattfinden (das wäre der 1.1.). Ob wir einen Ausweichtermin finden oder uns erst im Februar wieder blicken lassen, versuchen wir Euch rechtzeitig mitzuteilen.
Genderterror 04/12/09
Beginn: 19 Uhr
Eintritt: kostet nix!
AZ Mülheim
Wir empfehlen die bis zum 10. Dezember laufende Veranstaltungsreihe Geschlecht und Gesellschaft an der Ruhr-Uni-Bochum. Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen findet Ihr auf der Homepage des AStA.
Die heute in ihr Amt eingeführte neue Bundesfamilienministerin Kristina Köhler (CDU) hat bereits in ihrem ersten Fernsehinterview nach der Nominierung angekündigt, sich stärker für die Belange junger Väter einzusetzen.
Ihrer Vorgängerin, die als Nachfolgerin des zurückgetretenen Ministers Jung ins Arbeitsressort wechselt, zollte Köhler Respekt. Von der Leyen sei eine “ganz tolle Familienministerin” gewesen, sagte Köhler im ZDF. “Das sind wirklich sehr große Fußstapfen, in die ich da trete. Ich will ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen.” So gehe es in den kommenden Jahren darum, den bereits in Gang gebrachten Ausbau der Kinderbetreuung vollends umzusetzen.
Zugleich wolle sie aber auch neue Akzente setzen und sich dabei insbesondere um die Probleme von Jungen und Männern kümmern, kündigte Köhler an. So hätten junge Väter bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf oft größere Probleme als Frauen, an ihrem Arbeitsplatz zu erklären, dass auch sie Zeit für die Familie bräuchten.
Es gehe es darum, für junge Paare mit Kinderwunsch “Rahmenbedingungen zu schaffen, dass sie den auch verwirklichen, dass sie Kinder kriegen und möglichst nicht nur eins”, sagte die CDU-Politikerin.
Wir werden diese Absichtserklärungen kritisch begleiten und Vorschläge für die Umsetzung machen.
Das Recht auf Erziehungsurlaub gilt zukünftig auch für selbstständige Mütter und Väter. Die Sozialminister der 27 EU-Staaten beschlossen in Brüssel, dass eine entsprechende Vereinbarung der europäischen Sozialpartner die rechtliche Verbindlichkeit einer EU-Richtlinie bekommt.
Die Festschreibung des Rechts auf Erziehungsurlaub für Freiberufliche und Selbstständige zielt vor allem auf Ehefrauen, die ohne formellen Arbeitsvertrag im Unternehmen ihres Mannes mitarbeiten – beispielsweise in der Landwirtschaft.
Viele dieser Frauen seien sozial und rechtlich in einer schwachen Position, heißt es in der Begründung des EU-Ministerrates. Die Richtlinie verpflichtet die EU-Staaten dazu, bei Geburt oder Adoption eines Kindes mindestens vier Monate Erziehungsurlaub zu gewähren.
Wir haben gefragt, was sich Väter von der neuen Ministerin Köhler wünschen würden. Und unser Leser Freundchen – Vollzeiternährer, aber auch Vollzeitvater – hat geantwortet:
Ich versuche es mal vorsichtig zu formulieren. Ich finde, dass das Väterbild seitens der Politik, aber auch der Gesellschaft entschieden negativ geprägt ist.
Das fängt mit kleinen Eskapaden (alle selbst erlebt) an, dass man als Mann mit Kind dumm angemacht wird, wenn man es wagt sich auf einen “Mutter-Kind”-Parkplatz zu stellen (ihr kennt die Symbolik Frau und Kind). Auch wenn es für mich zu spät ist zum jetztigen Zeitpunkt, wünsche ich mir Wickeltische. Das mag für viele ziemlich doof klingen, aber ich fands zum Kotzen, mein Kind jedesmal erst ins Damenklo zu hieven. Mir persönlich hat es nichts ausgemacht, aber die nervtötenden Kommentare und Blicke einiger Damen (selbst im Indoorspielplatz) gingen mir auf den Keks.
Ich fands richtig schlimm bei jeder Handlung, jeder Bewegung gefühlt fünf Frauen zu haben, die mich mit Argusaugen überwachten. Ich wurde selbst schon angemacht weil ich mein Kind mit der Hand im Schritt trug, es war damals nicht mal ein Jahr. Aber medial und gesellschaftlich hatte ich ab und an das Gefühl, als Vater ist man quasi schon dem “Kinderschänder” gleichgestellt. Und solang ist es nicht her, im meinem Fall gerade mal 3 Jahre.
Ein weiterer Wunsch wäre eine adäquate Vater-Kind – Förderungen mit angemessenen Spielangeboten, Krabbelgruppen etc. Nichts hat mich mehr genervt zwischen den Muttis zu sitzen und das ständige “Mein Kind kann schon….” *kotz*
Und ich möchte, dass die Leistung eines Ernährers/Ernährerin nicht runtergerechnet wird. Es gibt nichts schlimmeres für einen Menschen, auf der einen Seite den wirtschaftlichen Zwang zu haben, auf der anderen Seite die kontraproduktive Haltung des Partners/Partnerin, dass man zuviel Zeit auf Arbeit verbringt. Es ist leider teilweise nicht anders lösbar. Teilzeitjobs sind in vielen Berufen schlichtweg unmöglich. Ich hatte nun viel Kontakt zu Vollzeitmamas und die Beschwerden waren teilweise stark konstruiert. Eine Mutter hat einen 24h-Job, das ist reine Verklärung… da frag ich mich, wieso Mamas so viel im Internet korrespondieren (einschlägige Foren sind mir bekannt), wenn sie keine Zeit haben.
Und ich möchte, dass die “heilige Kuh” Mutter (als Rolle) endlich geschlachtet wird. Die nahezu einseitige Ausrichtung der Politik auf Frau, Mutter, Tochter in vielen Bereichen ist kontraproduktiv. Väter und/oder Männer (deckt sich ja ab und an *g*) tauchen in vielen Studien quasi nur “nebenbei” auf. Sie sind nicht mehr als einen Nebensatz wert. In Zeiten wo man versucht, die Männer zu mobilisieren (und Frau v.d.L hat das sicherlich NICHT geschafft) auch Väter zu werden, muss man auf sie eingehen.
Ich möchte außerdem das unabhängige Studien über Veränderungen im Scheidungs-, Sorgerechts-, Umgangsrecht durchgeführt werden. Danach sehen wir an der Stelle weiter.
Und das wichtigste: Ich finde es zwingend notwendig, dass Frauen und Männer bzw. Mütter und Väter zusammenarbeiten und nicht gegeneinander. Das meine ich vorallem in der Schaffung bzw. Abänderung von (neuen) Rechten.
Die netten Kollegen können es nicht sein… So veröffentlichte Heise.de gerade die neuen Studienanfängerzahlen. Danach steigen die Neueinschreibungen in Fächer wie Informatik oder Bauingenieurwesen bei den weiblichen Studienanfängern stärker als bei den männlichen. Doch keine gute Nachricht ohne Schattenseite: Natürlich ist der Blick ins Heise-Forum immer ein Wagnis, dennoch sind der Frauenhass und die Vorurteile zu diesem Beitrag wirklich umwerfend.
Frauen = Geschlechtsorgan. Und Sex haben wir nur, um was zu erreichen…
Wer Ingenieurin wird, *muss* scheiße aussehen. Das zu beurteilen ist natürlich nicht nur Recht sondern sogar Pflicht diverser Männer dieser Welt, sie warnen damit nur die anderen:
Ist das eigentlich legal, all seine Kommilitoninnen auf ihr Geschlecht testen zu lassen?
Äh ja. Der nächste Kommentator geht immerhin davon aus, dass die Studentinnen den Abschluß machen und einen Job bekommen:
Das sieht nicht jeder so positiv:
Ja, warum die dann wohl alle zu Hause bleiben? Dank Ehegattensplitting und demnächst noch Herdprämie lohnt sich das Arbeiten gar nicht. Und mein persönlicher Favorit (sagt mir bitte, dass ich den Sarkamussmiley übersehen habe):
Immerhin gab es einige kritische Stimmen, die das “Machogelaber” kritisierten und es war Freitag, ein spezieller Tag im Heiseforum. Trotzdem sollte man sich nicht wundern, wenn nur wenige Frauen den Weg in die MINT-Fächer wagen. Zum Schluß noch die Antwort auf eine Frage, die hier bereits mehrfach für Diskussionen sorgte:
Die Arbeitslosenquote von Ingenieurinnen, die in den letzten Jahren immer um die 20 Prozent lag, liegt 2008 nur noch bei 6,8 Prozent.
Der Streit um die Abtreibung in Spanien geht weiter. Die katholische Kirche appellierte erneut an die katholischen Parlamentsabgeordneten, nicht für die Liberalisierung der Abtreibungsgesetze zu stimmen, wie Kathpress am Samstag berichtete. Wer dem neuen Gesetz seine Stimme gebe, begehe öffentlich eine Sünde und könne folglich nicht mehr die Kommunion empfangen; diese Feststellung wiederholte der Sprecher der Spanischen Bischofskonferenz, Juan Antonio Martinez Camino, am Freitag. Anlass war die erste Billigung der Gesetzesreform durch das spanische Parlament.[…]
Die Bischofskonferenz erklärte, die Kirche sei gegen die „Kultur des Todes“; dies erwarte sie auch von den katholischen ParlamentarierInnn. Wer für das Gesetz stimme, könnte erst wieder zur Kommunion zugelassen werden, wenn er öffentlich Reue zeige und eingestehe, einen Fehler begangen zu haben.
via dieStandard.at
Am 22. Januar 2010 veranstaltet die Fachhochschule Gelsenkirchen einen Schülerinnen-Informationstag. Unter dem Motto „Engineer for a Day“ schlüpfen Mädchen der Sekundarstufe II einen Tag lang in die Haut einer Ingenieurin und lernen die Faszination ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge kennen. Die Schülerinnen haben die Wahl unter verschiedenen Workshops. Je nachdem, wofür sie sich entscheiden, können die Schülerinnen das Warenhaus der Zukunft besuchen, den Euro genauer unter die Lupe nehmen, eine Operation durchführen, eine Internetseite zum Laufen bringen, lernen wie ihr Computer „tickt“ oder mit Cola und Kaffee Schmierspuren legen.
Nicht verpassen: Am Mittwoch, dem 2. Dezember, ist Missy-Redakteurin Verena Reygers beim Hamburger Netzradio ByteFM zu Gast. Anlässlich von einem Jahr Missy-Madness hat sie ein Mixtape mit den Lieblingstracks der Redaktion zusammengestellt und wird außerdem ein wenig über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft unseres (mittlerweile gar nicht mehr so) kleinen Wahnsinnsprojektes zu sprechen. Tune in!
ByteFM Mixtape Missy Magazine Mi 02.12.2009 17:00-18:00Start Slide Show with PicLens LiteIm Oktober 2008 betrat ein Magazin die Bühne der deutschsprachigen Medienlandschaft dessen Zielsetzung eigentlich längst überfällig war: ein Magazin für Frauen die sich für Popkultur, Politik und Style interessieren und das die Berichterstattung über diese Themen mit einer feministischen Grundhaltung verbindet.
„Weil wir so ein Heft unbedingt lesen wollen und glauben, dass es vielen anderen Frauen genauso geht“ – mit diesem Argument hoben die drei Herausgeberinnen Sonja Eismann, Chris Köver und Stefanie Lohaus das Missy Magazine aus der Taufe. Stefanie Lohaus, die hier bei ByteFM bereits gemeinsam mit Klaus Walter zwei Ausgaben von „Was Ist Musik“ bestritt (im Dezember 2008 und April 2009), sagte bei ihrem ersten Besuch bei uns, sie wünschte, sie hätte bereits mit 16 so ein Magazin in die Hände bekommen.
Für heute 16-jährige (und auch nicht mehr, oder noch nicht 16-jährige) besteht dieses Problem nun nicht mehr: Vierteljährlich berichtet „Missy“ über Frauen die Musik machen, Filme drehen oder „die Welt retten“, bespricht Platten, gibt DIY-Basteltipps zu Schmuck, Kleidung und Styling, und greift ebenso für die Geschichte des Feminismus bedeutende Persönlichkeiten, wie auch aktuelle politisch und gesellschaftlich relevante Themen auf. Wie man sich einen Bart klebt ist ebenso Thema wie Pornos für Mädchen oder Organisationen, die sich in Polen für legale und sichere Abtreibungen einsetzen.
Seit dem 30.11. steht die fünfte Ausgabe in den Regalen. Wir freuen uns pünktlich zum Erscheinungstermin Verena Reygers bei uns im Studio begrüßen zu können, die als freie Journalistin in Hamburg lebt und arbeitet, und „Missy“ bei der aktuellen Ausgabe tatkräftig unterstützt hat. Etwas über ein Jahr nach Erscheinen der ersten Ausgabe blicken wir zurück - und vor allem nach vorne.
„Bei uns gibt es sie wirklich, die tatkräftige, tüchtige Hausfrau“, so donnerte gerade noch der CDU-Politiker Stefan Mappus in den schwäbischen Raum hinein. Ticken dort alle Uhren so anders? Oder warum hat nun selbst der Deutsche Hausfrauenbund (DHB) mit dem Staub, den Mappus hier aufwirbelt, nichts mehr am Hut? Gerade hat der Verband dem konservativen Familienbild des Schwaben indirekt eine Abfuhr erteilt – und sich umbenannt.
„Wir waren im Erklärungsnotstand“, so sagt Elke Wieczorek, stellvertretende Verbandspräsidentin und Geschäftsführerin, hierzu. „Hausfrauenbund“ – das hätte einfach nicht mehr zeitgemäß geklungen. Schließlich sind heute mehr denn je auch Männer bei der Kindererziehung und im Haushalt am Ball. Und damit noch nicht genug: „Es hat uns auch immer erschreckt, wie Hausfrauen in den Medien dargestellt werden.“
Wenig ansprechend, mit viel Spott und Klischee nämlich. Und natürlich auch Einfalt, wo die Arbeit von Frauen daheim schnell und gerne auf die berüchtigten drei K’s reduziert wird: Kinder, Küche und (statt Kirche, heute:) Kalorienzählen (auf Margarinepackungen beispielsweise). Genau mit dieser Einfalt möchte der DHB nun nicht mehr in Verbindung gebracht werden:
„Die klassische Nur-Hausfrau gibt es fast nicht mehr“, so erklärt Ursula Baier dazu auch. Als stellvertretende Vorsitzende des DHB Heilbronn hat sie vor Augen, wie ihr Verbund sich zukünftig neu orientieren muss, um Mitglieder zu gewinnen: „Die meisten Frauen sind berufstätig. Ihr Nur-Hausfrauendasein beschränkt sich auf einen kurzen Zeitraum während der Babypause“. Deshalb würden andere Schlagwörter mit großem „K“ im Grunde viel besser auf den Punkt bringen, was Frauen – und Männer – leisten, wenn sie zwischen Kindern und Beruf stehen: Da seien Kompetenz, Konfliktfähigkeit und Kreativität gefragt, meint etwa Angelika Grözinger, die Präsidentin des DHB.
Das erinnert doch prompt an ein schon bekanntes Profil: das der neuen „Familienmanagerin“, die längst die Geschäfte der Hausfrau von einst übernommen hat und wesentlich mehr Bewunderer findet als diese – auch sie wenn bei Tageslicht betrachtet auch nicht weniger kocht, putzt und Kinder hütet. Alles nur Wortkosmetik und Imagepolitur also, wenn der DHB nun unter neuem Namen – als „Berufsverband der Haushaltsführenden“ – zukünftig auftritt? Der Alltag in den Familien aber en gros doch bei alten Rollenverteilungen bleibt?
Man kann eine geschlechtsneutrale Sprache begrüßen oder belächeln. Die großen Weichenstellungen finden woanders statt. Beim Streit um „Herdprämien“ zum Beispiel. Oder bei Fragen des Unterhaltsrechts. Oder in der Diskussion um „Wickelmonate“, die nur Väter nehmen dürfen. Immerhin: Der Grünen-Politiker Cem Özdemir geht gerade in die Babypause. Kochen könne er aber nicht so toll, bekennt er freimütig in Interviews. Damit dürfte mal wieder entschieden sein: wer den Müll runterbringt.
Die neue Missy ist da und würde gerne bei euch einziehen!

Man hat sich im Straßenbild schon lange an sie gewöhnt.
Menschen, die ohne Begleitung mit keinem anderen Gegenüber als sich selbst heftig gestikulierend, lachend, weinend, schimpfend, auf jeden Fall aber lauthals plappernd ihres Weges gehen. Die reflexartige Versuchung auf das Gesagte einzugehen, weil es so persönlich klingt, dass man sich nur angesprochen fühlen kann, habe ich mir fast gänzlich abgewöhnt. Auch wende ich mich kaum mehr mit jener Beschämung ab, die den Menschen meist befällt, wenn ihm psychische Krankheiten offen begegnen. Oh Gott, ein Verrückter, wie peinlich und nichts wie weg.
Tatsächlich ist in den letzten Jahren nicht die Zahl der Verrückten, die stets laut vor sich hinschimpfen, sprunghaft und beunruhigend gestiegen, sondern die Zahl der Viel- und Überall-Telefonierer/innen. Menschen mit Telefonier-Tic waren bisher wenigstens auf den zweiten Blick, der auf die Ohren zielte, durch den Bluetooth-Bügel am Ohr erkennbar und damit von anderen auffälligen Lautrednern ohne Gegenüber leicht zu unterscheiden.
Jetzt gerät auch diese neue Ordnung der Wahrnehmung durcheinander. Der Digitale Lifestyle Blog gizmodo.com stellt heute ein Bluetooth-Headset vor, das im Gehörgang platziert wird und damit unsichtbar ist. So ist nicht mehr erkennbar, ob Menschen mit kommunikativ auffälligem Verhalten ein Problem oder ein Handy haben.
Das Gerät wurde ursprünglich für den Geheimdienst entwickelt und kann jetzt bei dem Shopping-Portal Skymall für schlappe 199 $ erstanden werden. Im Lieferumfang enthalten ist ein Magnet, mit dem das Headset wieder aus dem Gehörgang gezogen werden kann. Wahrscheinlich wird auch eine SOS-Nummer für den Fall des Magnetverlusts mit geliefert.
Wer jetzt bestellt, bekommt die Lieferung wahrscheinlich noch rechtzeitig zum Fest.
P.S. Weil mir das Wort "Tic" gerade seltsam vorkam, habe ich es gegooglet: Menschen mit Tics, die sich nicht durch sichtbare oder unsichtbare Headsets erklären lassen, leiden an dem Tourette Syndrom. Es wird geschätzt, dass es in Deutschland ungefähr 40.000 Tic-Betroffene gibt und unter www.tourette.de gibt es Erklärungen, Fakten, Wissens- und vor allem Lesenswertes. Ich bin beeindruckt.
Am 06.12. findet in der Volksbühne Berlin, Grüner Salon, eine Tagung zum Thema Frauenaufbruch ’89: Was wir wollten – Was wir wurden statt, in der zum 20-jährigen Jubiläum des Mauerfalls der feministische Aufbruch während und unmittelbar nach der Wende und die Gründung des Unabhängigen Frauenverbands (UFV) diskutiert wird. Auf Salon 21 heißt es:
Als Anfang Dezember 1989 auf einen spontanen Aufruf hin 1200 Frauen aus allen Regionen der DDR im großen Theatersaal der Berliner Volksbühne zusammentrafen, markierte dies den Beginn einer erstmals in diesem Ausmaß öffentlich werdenden unabhängigen Frauenbewegung in der DDR, deren Wurzeln in die 1980er Jahre zurückreichten. Frauen aus unabhängigen Frauen- und Lesbengruppen, Kirchenfrauen, kritische Wissenschaftlerinnen, Reformerinnen aus der SED – Frauen aus den unterschiedlichsten Kreisen und Glaubensrichtungen traten aus ihren bislang verborgenen und voneinander getrennten Gruppen und Zirkeln heraus und diskutierten erstmals gemeinsam über den Zustand und die Zukunft ihres Landes.
Zum 20-jährigen Jubiläum dieses Ereignisses hält die Tagung Rückschau auf die enthusiastischen Zeiten des Aufbruchs und fragt gleichzeitig nach der Ambivalenz seines Erbes. Hat ein in der DDR gewachsener Emanzipationsvorsprung von Ostfrauen die Bundesrepublik verändert und wie ist es heute um die Geschlechterarrangements in diesem Land bestellt?

Plakat des Unabhängigen Frauenverbandes der DDR, 1990. © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Unter anderem mit dabei sind Irene Dölling, Bärbel Klässner, Ina Merkel, Hildegard Maria Nickel, Walfriede Schmitt, Christina Thürmer-Rohr und Suse Jank & Band (poetischer Ostrock).
Um Anmeldung wird gebeten.
PS: Auf weltonline.de schrieb Judith Luig einen interessanten Kommentar zum “Mythos Ostfrau”.
Hallo,
ich studiere Nordamerikastudien an der FU Berlin und möchte meine Magisterarbeit zu einem Thema der US-amerikanischen LGBT-Geschichte schreiben. Es soll um das erste Antidiskriminierungsgesetz auf Einzelstaatsebene gehen, das die Diskriminierung von Schwulen und Lesben verbot, und das 1982 in Wisconsin verabschiedet wurde. Ich fänds schön, mich mit anderen auszutauschen, die vielleicht gerade zu einem ähnlichen Thema schreiben oder sich schon intensiv mit der Geschichte von LGBT rights in den USA und/oder der politischen Kultur Wisconsins auseinandergesetzt haben. Bei Interesse meldet euch bei andrea.wisconsin@gmail.com
Ähnliche Beiträge

Gefunden bei Post Secret.
Themenliste für die Adventskalenderaktion 2009 als tag cloud oder als liste:

Mit meinem neuen myON-ID-Profil kann ich das Monitoring, Marketing und Management meiner persönlichen Online-Reputation an einem zentralen Ort verbinden. Besonders praktisch ist der „Lifestream“, mit dem ich meine Aktivitäten aus anderen Social Networks wie Facebook oder Twitter direkt in das myON-ID-Profil einbinden kann.
Sehr nützlich ist auch die automatisierte Suche nach Fundstellen zu dem eigenen Namen im Internet. Sobald es neue Suchergebnisse aus dem Netz gibt, kann ich sie in meinem Profil sichtbar machen.
neue selbstverteidigungsplakate für frauen*:

gedruckt gibt es die in wien und zum download hier
Skadi Loist, M.A.
Wie queer sind LGBT Filmfestivals? :
Identitatsbasierte Festivals zwischen Community-Geschichte und theoretischem Anspruch
Mittwoch, 02. Dezember 2009 19ct, Von Melle Park 5 (”Wiwi Bunker”) 0079
Aus berufenem Munde, nämlich von der Archivarin der Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg erfahren wir Mittwoch Fundiertes wie Reflektiertes über derartige Veranstaltungen. Die Referentin zu ihrem Vortrag:
Es gibt inzwischen uber 200 lesbisch-schwule/LGBT/queere Filmfestivals weltweit und einige existieren seit uber 30 Jahren. Viele wurden als schwul(-lesbisch)e Filmfestivals gegrundet mit dem Ziel Sichtbarkeit her- und einen affirmativen Ort fur die Community bereitzustellen. Mit Entwicklung der Queer- Bewegung veranderten sich die Diskussionen von affirmativem zu kritischem Aktivismus und dekonstruktivistischer, identitatskritischer Theoriebildung. Joshua Gamson (1995) beschreibt das Problem der Identitatspolitik von Community- und Bewegungsgeschichte als ein „queer Dilemma“: namlich einerseits fixe Identitatskategorien zu bedienen und fur politische Arbeit zu brauchen und sie gleichzeitig anzuprangern und in Frage zu stellen.
Als spezialisierte, identitatsbasierte Festivals befinden sich LGBT Filmfestivals in genau diesem Dilemma. Die Festivals mussen den Spagat schaffen einer breitgefacherten Community zu dienen: einerseits das gewachsene Publikum, verankert in affirmativer Community-Bildung, zu halten und gleichzeitig die aktivistischen Entwicklungen der Identitatskritik und Ausdifferenzierung ernst zu nehmen. Sie sind so nicht mehr nur klassische Reprasentationsorte fur Schwule und Lesben, sondern sind einem weiteren Spektrum „sexueller deviants“ und nicht-fixierter Identitaten verpflichtet.
In meinem Vortrag gehe ich der Frage nach, wie LGBT Filmfestivals mit den gegensatzlichen Anforderungen an sie, mit dem „queer Dilemma“, umgehen. Basierend auf der Forschung fur mein Dissertationsprojekt werde ich einige historische Entwicklungen von LGBT Filmfestivals anhand von Fallbeispielen deutscher und amerikanischer Festivals – u. a. Frameline: San Francisco Intl. LGBT Film Festival, MIX: New York Queer Experimental Film Festival, NewFest: New York LGBT Film Festival, die Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg, das identities. Queer Film Festival in Wien und das uberregionale Verzaubert Queer Film Festival – nachzeichnen. Dabei werde ich auf einzelne Aspekte wie z. B. die Programmgestaltung oder die Organisationsstruktur genauer eingehen.
Das Zukunftsforum Familie lädt am 10. und 11. Dezember 2009 zu einem Kongress über das Thema “Zeit für Familie?” nach Berlin ein. Der familienpolitische Fachverband hat eine durchaus großartige Definition des Familienbegriffs:
“Familie ist überall dort, wo Menschen dauerhaft füreinander Verantwortung übernehmen, Sorge tragen und Zuwendung schenken.”
Und dass es über Familie besonders nach dem aktuellen Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Bundesregierung einiges zu diskutieren gibt, zeigt die Auswertung und Kommentierung des Koalitionsvertrags von CDU/CSU und FDP, die das Zukunftsforum Familie unter dem Titel “Wachstum. Bildung. Zusammenhalt” am 26. Oktober 2009 veröffentlicht hat. Da heißt es etwa:
In den 134 Seiten des Koalitionsvertrags taucht das Wort “Familie” 56 Mal auf, das Wort “Alleinerziehende” fünf Mal, die “Lebensgemeinschaften” drei Mal und die “Lebenspartnerschaften” zwei Mal. Auch dies macht deutlich, dass dem Koalitionsvertrag ein weitgehend traditioneller Familienbegriff zugrunde liegt, der zudem stark ökonomisch geprägt ist (”Leistungsträger”). Die FDP konnte sich mit ihrer Zielsetzung einer rechtlichen Gleichstellung von Lebenspartnerschaften nicht durchsetzen. Zwar soll es im Beamtenrecht zu einer Besserstellung kommen und steuerrechtliche Nachteile beseitigt werden. Das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare ist allerdings kein Thema mehr. Ebenso ist das im Entwurf noch vorhandene Kapitel “Künstliche Befruchtung”, das staatliche Zuschüsse und die Aufhebung der Beschränkungen auf Ehe und ein Maximalalter vorsah, verschwunden. Bis auf die Verlängerung des Unterhaltsvorschusses bleibt das Maßnahmenpaket, das die Situation von Alleinerziehenden als am meisten von Armut betroffene Gruppe verbessern soll, schwammig und unkonkret. Nichteheliche Lebensgemeinschaften werden zwar erwähnt, es werden aber keine Schritte für eine bessere rechtliche Absicherung in einer solchen Lebensform beabsichtigt. Ebenso fehlen konkrete Maßnahmen zur Beförderung des Generationenzusammenhalts, wie z.B. eine definitive Weiterfinanzierungszusage für die vom Bund angestoßenen Mehrgenerationenhäuser.
Es ist Sonntag und deswegen seid jetzt ihr dran! Was ist euch diese Woche aufgefallen, was wir übersehen haben? Verlinkt und diskutiert es in den Kommentaren!
Schönen Sonntag!
Die Parlamentarische Staatssekretärin für Frauen und Gleichstellung aus Mecklenburg Vorpommern, Dr. Margret Seemann, fordert, Frauen und Männern die Möglichkeit zu geben, ihr Leben nach eigenen Wünschen zu gestalten. „Es genügt nicht, dass Frauen und Männer die gleichen Rechte haben – sie müssen ihre Rechte auch gleichermaßen in Anspruch nehmen können.
Durch Rollenbilder werden Erwartungen an die Menschen gerichtet, nach denen zum Beispiel eine Mutter ihre Arbeit unterbrechen muss, um ihre Kinder großzuziehen oder der Vater der Haupternährer der Familie sein muss und deshalb keine Elternzeit nehmen darf.
Diese Rollenbilder und Erwartungen dürfen nicht länger die freie Lebensgestaltung von Frauen und Männern behindern“, so Seemann. Dafür sei zum einen notwendig, im Rahmen der Geschlechterforschung zu zeigen, dass solche Geschlechterrollen nicht von der Natur vorgegeben sind. Zum anderen müssten die Kinder durch eine unvoreingenommene Erziehung abseits solcher Rollenbilder aufwachsen können.
Seemann äußerte diese Forderungen im Rahmen ihres Grußwortes zum Auftakt des Kolloquiums „Gender Generation Ageing“, das mit internationaler Beteiligung vom 26. bis 28. November an der Universität Rostock stattfand und sich mit den Rollenbildern der heutigen Gesellschaft beschäftigte.
Interessante Einblicke in die Denkweisen von Hebammen gegenüber werdenden Vätern gibt Edith Wolber vom Deutschen Hebammenverband in Karlsruhe dem dpa-Themendienst.
‚Wir lassen die Männer außen vor und machen es ihnen irgendwann zum Vorwurf’, sagte sie. Wer das ändern möchte, der nimmt den Partner besser mit in den Geburtsvorbereitungskurs. ‚Der setzt einen Denkprozess bei Frauen und Männern in Gang.’
Denn in den Kursen geht es längst nicht nur ums ‚richtige Hecheln’, erklärte Wolber. Sexualität, Partnerschaft und das Elternwerden seien genauso wichtige Themen.
‚Heute sind rund 70 bis 80 % aller Männer bei der Geburt im Kreißsaal dabei.’ Trotzdem hätten viele das Gefühl, bei der Geburt außen vor gelassen zu werden. Und oft sei unklar, welche Rolle sie dabei einnehmen sollen.
Das führe dazu, dass Männer sehr umtriebig werden – insbesondere, wenn sich das Kind Zeit lässt, erklärt Wolber. Ein typischer männlicher Gedanke sehe dann etwa so aus: ‚Macht, macht, macht – holt das Kind per Kaiserschnitt oder Saugglocke’.
Denn Männer seien traditionell Macher. Im Kreißsaal seien sie aber dazu ‚verdammt’, dabeizusitzen und geschehen zu lassen. Wissen die werdenden Väter aber, was bei der Geburt genau passiert und dass sie Zeit und exakte Beobachtung braucht, sei es für sie einfacher, damit umzugehen.
Wolber glaubt, dass die gemeinsame Vorbereitung aber auch den Frauen hilft. ‚Die bekommen eine andere Denkhaltung.’ Und dadurch falle es ihnen auch leichter, das Kind mal an den Vater abzugeben.
Ich denke Männer sollten ihre Vorbereitung auf die Geburt selber in die Hand nehmen und neben dem gemeinsamen Kursbesuch ihre speziellen Fragen und Anliegen und ihre Rolle als Vater klären. Dann können sie nach der Geburt, bei der sie in der Tat nicht die Hauptrolle spielen, sich mit ihrer Partnerin auf Augenhöhe die Aufgaben rund ums Kind teilen.
Bezugnehmend auf die Kommentare unter diesem Tagesspiegel-Artikel über den Fall Polanski bloggt die Autorin:
Auch bitte dort bei Gelegenheit die Kommentare verfolgen, die meisten Kommentatoren, die darauf beharren, dass die Unschuldsvermutung gelte, solange er nicht rechtmäßig verurteilt sei, kommen von Männern. Die Kommentare, die darauf beharren, dass politisches Kalkül bei all dem mit im Spiel sei, kommen von Männern. Die Kommentare, die darauf beharren, dass es im höchsten Fall Missbrauch und keine Vergewaltigung war, kommen von Männern. Die Kommentare, die das Rechtswesen hoch und runter durch deklinieren, kommen von Männern. Die Kommentare, die dem Mädchen und seiner Mutter die Schuld geben, kommen von Männern. Gegenkommentare kommen von Männern und Frauen.
lantzschi/Medienelite: „It’s the bitches, idiot“
(via Mädchenmannschaft)
Willkommen zur Blogschau in dieser Woche!
Medienelite hatte einen Artikel über Vergewaltigung und Vergewaltiger geschrieben. Und macht sich nun sehr lesenswerte Gedanken über die Kommentare unter diesem.
Ach ja, der Herr Schirrmacher. Der hat in seinem neuen Buch mal wieder einen neuen Schuldigen wahrscheinlich so ziemlich alles ausgemacht. Wen? Klar, das Internet. Magda (nee, nicht unsere) bloggt bei freitag.de darüber.
Tessa schreibt bei flannel apparel über Brüste. Und Modefotos. Aber nicht nur.
„Berufstätige Mütter sind sich ihrer Meinung nach in der Regel vor allem in einer Sache einig: Ihre Partner bringen sich im Haushalt zu wenig ein. [...] Berufstätige Mütter bemühen den Mythos vom „nutzlosen Mann“, um sich selbst weiblicher zu fühlen.“ – Wer sagt denn sowas!? Der Väterblog. Dieser schreibt über eine Studie, über die ursprünglich im Guardian berichtet wurde (Übersetzung hier): „Der Mythos vom nutzlosen Mann“.
Antje Schrupp macht sich Gedanken über eine Studie des Sinus-Institutes über „Frauen in Führungspositionen“ und verweist dabei auch auf Interviews/Artikel zum Thema.
Ab Montag haben wir eine neue Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Über die weiß man noch nicht allzu viel. Allerdings kann man auf ihrer Website folgenden Satz lesen: „Gerade als Christdemokratin freue ich mich über schwule und lesbische Paare, die in einer Lebenspartnerschaft dauerhaft füreinander Verantwortung tragen wollen. Hier werden konservative Werte gelebt!“ Was Samstag ist ein guter Tag immerhin zu vorsichtigem Optimusmus veranlasst.
Und wo wir gerade beim Thema sind: Richard und Sarah haben uns auf einen Artikel bei Spiegel Online hingewiesen, in dem aus Köhlers Abizeitung zitiert wird (Dankeschön an dieser Stelle für den Hinweis). Dort hieß es, sie wolle die erste Frau sein, „die Ehe, Kinder und Karriere unter einen Hut bringt, ohne dass irgendein Teil darunter leidet und ohne jemals zur Feministin zu werden“. Ob man jemand wirklich zum Vorwurf machen kann, was in einer Abizeitung steht, ist in meinen Augen allerdings fraglich. Vom heute journal darauf angesprochen antwortete sie, dass sie weite Teile des Feminismus als konstruierten Kampf von Männern gegen Frauen wahrnehme und diesen ablehne: „Männer und Frauen müssen an einem Strang ziehen“. Das ganze Interview kann man sich in der ZDF-Mediathek ansehen.
Was wäre eine Blogschau ohne den Mädchenblog? Dieser hat mich auf den Bericht über einen Vortrag des Tübinger Professors Thomas Junker gestoßen, in dem dieser unter anderem sagte: „Die Behauptung, Homosexualität sei widernatürlich, widerspricht biologischen Erkenntnissen.“ – Huch! Was da wohl die Partei von Frau Köhler zu sagen wird?
Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschspachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter mannschaftspost(at)web.de Bescheid.
Ganz klar: mit einem kleinen, glitzernden Diamanten!

Werbetafel in Ontario, Kanada: "Ein kleiner Zauber kann so einiges bewirken."
Würg.
via sociological images.
Wir dokumentieren einen offenen Brief der Antirepressionsgruppe 14. März aus Münster:
Betreff: Warum gestattet das Bistum Münster einer Organisation mit rechtsextremen Tönen die Nutzung der Aegidiikirche?
Offener Brief an Herrn Dr. Genn, Bischof von Münster, mit einer Kopie des Briefes an die regionale und überregionale Presse und an kirchliche und soziale Einrichtungen
Münster, den 27.11.2009
Sehr geehrter Herr Dr. Genn,
am 14. März 2009 fand in Münster ein 1000 Kreuze Marsch statt. Dabei wurde die Aegidiikirche den ProzessionsteilnehmerInnen zur Verfügung gestellt.
Zu diesem Marsch hatte die Organisation Euro-Pro-Life aufgerufen, die wiederholt durch Relativierungen der Shoah und rassistisch-nationalistische Töne aufgefallen ist.
Inhalt dieses Prozessionszuges war vordergründig die Bekundung von Trauer angesichts der „Tötung von ungeborenen Leben“. So symbolisiert jedes Kreuz des 1000-Kreuze-Marsches vordergründig die „Trauer“ um einen Fötus und stigmatisiert doch gleichzeitig die Frau, die einen Schwangerschaftsabbruch durchgeführt hat, zu einer „Mörderin“. Die Beschuldigungen seitens der christlichen Fundamentalist_innen gehen dabei so weit, Frauen, die sich zu einem Abbruch entscheiden, mit den SS-Wachmannschaften in Vernichtungslagern zu vergleichen. Im Zuge des 1000-Kreuze-Marsches in Münster eröffnete eine der Teilnehmerinnen, sie sei der Meinung, dass die derzeit durchgeführten Abbrüche „schlimmer“ seien als die Vernichtung des europäischen Judentums (nachzuhören auf www.gloria.tv).
In der Vergangenheit sind die Organisation und ihr nahe stehende Personen immer wieder durch derartige Relativierungen der Shoah aufgefallen. So äußerte der Augsburger Bischof Walter Mixa sich folgendermaßen: „Es hat diesen Holocaust sicher in diesem Umfang mit sechs Millionen Getöteten gegeben. Wir haben diese Zahl durch Abtreibungen aber bereits überschritten.“
Zusätzlich zu den sekundär antisemitischen Äußerungen fällt die Organisation durch nationalistisch-rassistische Töne auf. So ist für die Organisation eines der Hauptargumente gegen Schwangerschaftsabbrüche der angebliche Umstand, dass Europa […] mit seiner sehr niedrigen Geburtenrate ein sterbender Kontinent“ sei. Diese Äußerung erinnert an neonazistische Töne von einer vermeintlichen „Überfremdung“ Europas, die es aufzuhalten gelte – im Fall der „Lebensschützer“ durch eine Reduktion von „europäischen“ Frauen auf ihre Reproduktionsfähigkeit unter Negation ihrer Selbstbestimmungsrechte.
Aus den Gründen des sekundären antisemitischen und des rassistisch-nationalistischen Charakters der Organisation und den vielfältigen Überschneidungen zum offen neonazistischen Spektrum hat sich in diesem Jahr die Erzdiözese München und Freising von dem 1000 Kreuze Marsch und Euro Pro-Life distanziert und dieser Organisation die Nutzung kirchlicher Räume untersagt. Der diesjährige 1000-Kreuze-Marsch am 24. Oktober in München musste daher, anders als geplant, ohne Messfeier beginnen, und konnte auch nicht in, sondern lediglich auf dem Platz vor der St.-Pauls-Kirche startenWir bitten Sie nun daher um eine Stellungnahme bezüglich der Frage, warum ein ähnliches Vorgehen in Münster nicht gegeben war. Warum hat die Diözese Münster einer sekundär antisemitischen und rassistisch-nationalistischen Organisation mit vielfältigen Überschneidungen zum neonazistischen Spektrum die Nutzung kirchlicher Räume erlaubt? Warum blieb eine Distanzierung seitens des Bistums Münster aus?
Mit freundlichen Grüßen,
Antirepressionsgruppe 14. MärzKontakt:
Antirepressionsgruppe 14. März | gegen1000kreuze@gmx.de | [gegen1000kreuze.blogsport.de]
Ein Tübinger Professor schlußfolgert: Bi- und Homosexualität sind evolutionär wichtig.
Ursula von der Leyen tritt die Nachfolge von Franz Josef Jung an und wird Arbeitsministerin. Vom Ressort Frauen und Familie hätten wir sie damit weg, wer aber wirklich denkt, dass sich aus CDU-Kreisen vernünftige Nachfolger_innen finden lassen, soll sofort eines Besseren belehrt werden.
Neue Familien- und Pseudo-Frauenministerin wird Kristina Köhler. Die 32-jährige machte bisher vor allem durch ihre Islamophobie und Ausländerhetze von sich reden. Aber seht selbst (ab ca 5:25)
Notwendige frauenpoltische Themen werden also auch zukünftig nicht behandelt und wir können gespannt sein, ob es noch schlimmer als Zensursula geht. Dem Differenzialfeminismus dürfe aber damit der Hahn abgedreht werden. Frauen sind doch nicht die besseren Menschen oder Politikerinnen. Wer hätte es gedacht…
Infos und Neuigkeiten aus Marburg
Am Sonntag, den 06.12 um 16.30 Uhr findet im Antifa-Café die erste Mobilisierungsveranstaltung zum Nazi-Aufmarsch am 13. Februar 2010 in Dresden statt. Auch in diesem Jahr sind wieder tausende von Nazis sowie geschichtsverklärendes Gedenken zu erwarten. Deshalb: Nun schon mal Gedanken machen und für Februar planen. Wer mehr zur Thematik erfahren will, schaut zum Beispiel hier.
Eine Überblick zu Naziaktivitäten im Marburger Umland, mit Schwerpunkt Gossfelden, findet sich hier bei Indymedia.
Desweiteren gab es einen Anquatschversuch des Verfassungsschutzes in Marburg -> mehr lesen
Bei Indymedia gibt’s einen Artikel unter dem Motto „Kein Raum für die Boxhamsters“. Dieser fordert die Positionierung gegen sexuelle Gewalt ein und bezieht sich auf den Auftritt der Boxhamsters im KFZ Marburg.
Dies ist ein Ergebnis der ‚Väter – Studie’, die die rheinland-pfälzische Familienministerin Malu Dreyer (SPD) am Freitag in Mainz vorgestellt hat. Wie offen die Unternehmen für die familiären Belange ihrer Beschäftigten sind, hängt stark von deren Größe, der Branche und dem Frauenanteil ab.
In der “Väter-Studie” wurde untersucht, welche Rahmenbedingungen nötig sind, damit Männer Familie und Beruf besser vereinbaren können. Das Frankfurter Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) befragte dafür in Rheinland-Pfalz 308 Personalverantwortliche aus Betrieben mit mehr als 20 Mitarbeitern sowie 301 Männer und Frauen zwischen 16 und 35 Jahren. Die wichtigsten Ergebnisse der Studie:
“Wir wollen Väter stärker zur Elternzeit ermutigen”, erklärte Dreyer zu der Studie. “Ziel muss es sein, Frauen und Männern echte Wahlfreiheit zu geben, wie sie die Erziehung gestalten.” Da gibt es ein großes Potenzial: 91 % der befragten Frauen und Männer sind überzeugt, dass mehr Väter Elternzeit beantragen würden, wenn diese keinen Karriereknick befürchten müssten.
Schon wieder Wochenende. Und wieder ist vieles im Netz passiert:
Verhindern anonyme Geburten die Tötung ungewollter Kinder? Eine ellenlange Debatte ließe sich über diese Frage ausbreiten. Der Ethikrat scheint nicht überzeugt zu sein und empfiehlt daher, Babyklappen wieder abzuschaffen, wie die Netzzeitung berichtet.
Vielleicht habt auch ihr diese Woche einen Fernsehbericht über Sarah Palins neueste Tour durch Amerika gesehen: Stets ihren behinderten Sohn hyperaktiv seine Ärmchen wedelnd in die Kamera zeigend? – nein? Nicht schlimm – im Guardian hat Jessica Valenti das Come-Back der Hockeymom für euch zusammengefasst.
“Nothing tastes as good, as skinny feels,” so lautet – nach eigenen Angaben – das Motto von Model Kate Moss. Auf Feministing kann Jessica dazu nur zu Protokoll geben:
“For the record, here are some things that taste better than skinny (or any weight) feels: Lasagna, cheesecake, nachos, fresh guacamole, grilled cheese, hot chocolate on a cold day, peanut butter, mashed potatoes, mozzarella, oh my god now I’m really hungry. Gotta go eat.”
Oho – das Bundesverfassungsgericht meldet sich wieder einmal in Sachen “Ehe” zu Wort: vielleicht könnte es nötig sein, das Ehegattensplitting endlich auch für homosexuelle Paare zuzulassen. Spiegel Online schreibt dazu:
“Wenn auch Paare, die in der Regel keine Kinder aufziehen, in den Genuss einer Leistung kommen, die immer noch als ein Segen für die Familien gilt, dann könnte das der berühmte Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt. Das Gewähren von Steuervorteilen auch für homosexuelle “Ehe”-Paare könnte zugleich das Ende dieser Privilegien einläuten.”
“Ups, I did it… “ – tja: Bei Britney Spears und Madonna standen die Leute drauf, als sie sich bei den MTV Music Awards küssten. Und wer nicht drauf stand, der wäre trotzdem nicht auf die Idee gekommen, die beiden von irgend etwas auszuladen. Anders erging es Adam Lambert: Er simulierte (!) Oralsex mit und küsste seine Bandmitglieder. Also lud ihn ein TV-Sender aus, wie ebenfalls auf Spiegel Online zu lesen ist. Könnte etwas mit der sexuellen Orientierung des Sängers zu tun haben.
Dabei ist Homosexualität etwas ganz Natürliches, wie uns auch ein Professor der Geschichte der Biowissenschaften erklärt, und zwar auf den Seiten des Humanistischen Pressedienstes. Mehr noch: Homo- und Bisexualität sind sogar evolutionär äußerst wichtig.
| [www.spiegel.de] |
Die EU-Abgeordnete Franziska Brantner bei der Mädchenmannschaft:
Die EVP (Europäische Volkspartei) hat im EP (Europa-Parlament) dagegen gekämpft, dass in allen Mitgliedstaaten sexuelle Gewalt und die Vergewaltigung von Frauen in der Ehe und in informellen Partnerschaften und/oder durch männliche Verwandte als eine Straftat anerkannt wird. Sie sprach sich auch dagegen aus, eine eindeutige Rechtsgrundlage für ein umfassendes Rechtsinstrument zur Bekämpfung aller Formen von Gewalt gegen Frauen in Europa zu schaffen.
Mit von der Partie natürlich auch die CDU/CSU. Wenn ich noch einmal jemanden sagen höre „aber eine Frau ist Kanzlerin“, ich garantiere für nichts…
Der deutsche Ethikrat, welcher laut Eigenaussage „ein plurales Meinungsspektrum vertreten soll“ sprach sich in einer Pressemitteilung gegen Babyklappen und anonyme Geburt aus. Diese verletzen laut Ethikrat „das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Herkunft und auf Beziehung zu seinen Eltern“.
Das Recht des „Kindes“ – dieser Wortlaut ist bekannt, auch Abtreibungsgegner_innen versuchen Frauen ihr Recht auf ein selbstbestimmtes Leben dadurch abspenstig zu machen, dass sie den Wert des Kindes über den der Frau stellen. Bei dieser Argumentation werden Frauen, die schwanger sind quasi zugunsten des Fötus, vollkommen entrechtet.
Nicht so der Ethikrat, dieser versucht uns unglaublich schlecht glauben zu lassen, dass er im Sinne der Frauen handelt.
Der Deutsche Ethikrat möchte mit seinen Empfehlungen dazu beitragen, dass Schwangeren und Müttern in Notsituationen so gut wie möglich geholfen wird, ohne die Rechte anderer, insbesondere ihrer Kinder, zu verletzen.[…] Um Schwangeren und Müttern in Notlagen darüber hinaus zu helfen, schlägt der Ethikrat ein „Gesetz zur vertraulichen Kindesabgabe mit vorübergehend anonymer Meldung“ vor
Das Angebot an Babyklappen besteht in Deutschland seit 1999. Babyklappen sollen Eltern, die mit der Situation der Geburt nicht zurechtkommen als erste Anlaufstelle dienen. Zudem Kinder vor Ermordung und Aussetzung bewahren und dadurch im Gegenzug Frauen entkriminalisieren.
Auch die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Bischöfin Käßmann kritisiert die Äußerungen des Ethikrats scharf.
Ein solches Angebot der anonymen Kindsabgabe sei Teil eines umfassenden Netzwerks der Kirche, das in den vergangenen Jahren Dutzenden schwangeren Frauen in Not geholfen habe. Würden Babyklappen und die Möglichkeit der anonymen Geburt abgeschafft, bliebe ein Kreis nicht erreichbarer Hilfebedürftiger zurück
Die Leiterin des Baghdad-Büros der New York Times, Alissa J Rubin, schrieb auf guardian.co.uk einen interessanten Artikel mit dem Titel Inside the Mind of a Female Suicide Bomber, in dem sie die Beweggründe irakischer Selbstmord-Attentäterinnen skizziert.
In den letzten Jahren gelang es anti-amerikanischen Widerständlern immer seltener, geplante Anschläge in die Tat umzusetzen, da auf öffentlichen Plätzen und vor Regierungsgebäuden in Irak auf Grund von sich häufenden Selbstmordattentaten erhöhte Sicherheitsstufen implementiert wurden. Die Tatsache, dass Frauen weniger als potentielle Täterinnen gesehen und demnach seltener auf Sprengstoff untersucht werden, benutzten die Widerständler zu ihrem Vorteil:

www.alhannah.com
Die weite und bodenlange Abaya, das traditionelle Gewand vieler Irakerinnen, ist das ideale Versteck für Unmengen an Sprengstoff. Auf Verdacht eines Attentats müsste man demnach alle Frauen untersuchen, die dieses Gewand tragen, was bei der verhältnismäßig kleinen Anzahl an den in Irak stationierten Soldatinnen kaum möglich ist. Wie Rubin betont, spielt hier außerdem eine Rolle, dass AmerikanerInnen im Umgang mit irakischen Frauen angeblich eher vorsichtig sind, um die “Sittsamkeit” der Irakerinnen durch Durchsuchungen nicht zu verletzen.
Bisher haben sich rund 60 Selbstmord-Attentäterinnen in die Luft gesprengt und mehrere hunderte Menschen mit in den Tod gerissen. Attentäterinnen bekommen für ihren “Dienst” weniger Lohn als ihre männlichen Pendants. Wie Rubin beschreibt, spielt Rache an den amerikanischen BesetzerInnen und religiöser Eifer eine bedeutende Rolle für Frauen. Die meisten der Attentate fanden im Jahre 2007 und 2008 statt – die Zahlen gingen dieses Jahr insgesamt für Männer und Frauen zurück. Auf Grund der hohen Todesrate der Selbstmord-AttentäterInnen ist es selbstverständlich schwierig, sie zu verhören und ihre Beweggründe zu verstehen.
Rubin’s Annährung an das Thema geschieht über persönliche Interviews mit jenen Attentäterinnen, die gefasst wurden, bevor sie sich und andere in die Luft sprengen konnten. Rubin untersucht die mannigfaltigen Gründe, warum Frauen zu Selbstmord-Attentäterinnen werden und macht darauf aufmerksam, dass diese Frauen eine Geschichte und mitunter ganz spezifische Motive für ihre Taten haben. Wie sie beschreibt, kann das Kennenlernen der Attentäterinnen sogar Sympathie generieren:
Each woman’s story is unique, but their journeys to jihad do have things in common. Many have lost close male relatives. (…) Many of the women live in isolated communities dominated by extremists, where radical understandings of Islam are the norm. In such places, women are often powerless to control much about their lives; they cannot choose whom they marry, how many children to have or whether they can go to school beyond the primary years. Becoming a suicide bomber is a choice of sorts that gives some women a sense of being special, with a distinguished destiny.
(Zu deutsch: “Die Geschichten der Frauen sind einzigartig, aber auf ihrem Weg zum Dschihad haben sie so Manches gemeinsam: Zahlreiche Frauen haben enge männliche Verwandte verloren (…) Viele leben in isolierten Gemeinden, die von ExtremistInnen dominiert sind und in denen eine radikale Auslegung des Islams Norm ist. In solchen Orten sind Frauen oft machtlos und kontrollieren selten ihr Leben; sie können nicht ihren Ehemann wählen, wie viele Kinder sie haben möchten oder ob sie weiterführende Schulen besuchen dürfen. Selbstmordattentäterin zu werden ist eine Wahl, welche Frauen das außergewöhnliches Gefühl eines besonderen Schicksals gibt.”)
Rubin macht demnach darauf aufmerksam, dass Gewalt nicht in einem luftleeren Raum entsteht und der soziale Kontext von Bedeutung ist. So verweist sie auf die missliche Lage, in der sich viele irakische Frauen in überwiegend traditionellen Gemeinden insbesondere nach der amerikanischen Invasion befinden: Wie Ghali Hassan in seinem Artikel How the US Erases Women’s Rights beschreibt, hängt die zunehmende Gewalt gegen Frauen und deren sichtbaren Entrechtung mit dem Einmarsch der US-Truppen zusammen. Obwohl George W. Bush mit Operation Iraqi Freedom zumindest rhetorisch Frauenrechte oben auf der Agenda zu haben schien, haben Mädchen/Frauen heute weniger Zugang zu Bildungseinrichtungen und erfahren häufiger Diskriminierung und Gewalt, da viele moderat liberale Gesetze vom Irakischen Regierungsrat zurückgenommen wurden, welcher im Jahre 2003 von der USA vorübergehend eingesetzt wurde. Dieser Rat wurde von religiösen Hardlinern dominiert, welche die Schari’a an Stelle der vorher herrschenden säkularen Gesetzgebung stellte. Laut Artikel 39 sind IrakerInnen beispielsweise nun der Zivilgerichtsbarkeit ihrer eigenen Religionsgemeinschaft unterworfen, was dazu führte, dass immer mehr Frauen gezwungen wurden, die Abaya zu tragen, welches vor 2003 nur ein geringer Prozentsatz der Frauen tat.
An extremer religiöser Überzeugung scheint es jedoch auch Frauen nicht zu mangeln. Im Interview mit Rubin sagt Baida Abdul Karim al-Shammari, die mit 17 verheiratet wurde und in ihrer Ehe Gewalt erfuhr, folgendes:
I am willing to explode them, even civilians, because they are invaders and blasphemers and Jewish. I will explode them first because they are Jewish and because they feel free to take our lands.
(zu deutsch: “Ich bin gewillt, [AmerikanerInnen] in die Luft zu jagen, selbst ZivilistInnen, weil sie Eindringlinge, Gotteslästerer und Juden sind. Ich werde sie in die Luft jagen, weil sie erstens jüdisch sind und sich ermächtigt fühlen, unser Land wegzunehmen”).
Der spezielle Blick auf die Umstände der Attentäterinnen ist aufschlußreich, dennoch fällt auf, dass im Kontext männlicher Attentäter zwar häufig religiöser Fanatismus und die als von vielen Muslimen unrechtmäßig empfundene amerikanische Besetzung thematisiert wird, aber selten deren persönliche Machtlosigkeit im Mittelpunkt steht, wie Rubin dies für Attentäterinnen herausarbeitet.
In seinem Artikel Inside the Mind of an Iraqi Suicide Bomber schreibt Aparisim Ghosh
(…) the bombers have little or no say in planning their operations. The logistics–choosing targets, checking out the site, preparing the bomb-laden vehicles or vests–are left to field commanders and explosives specialists. It is not unusual for a bomber to be told about the details of a mission mere minutes before launching the attack.
(Zu deutsch: “(…) Die AttentäterInnen haben wenig oder gar keine Entscheidungsgewalt über die Plannung der Attentate. Die wirkliche Plannung – Ziele, Untersuchung der Orte, das Vorbereiten der bombenbeladenen Fahrzeuge oder Westen – wird den Hintermännern und Spezialisten überlassen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Attentäter/eine Attentäterin erst ein paar Minuten vor dem Anschlag von der Mission erfährt.”)
Demzufolge befinden sich auch männliche Attentäter in einem Kontext, in dem sie wenige bis keine Entscheidungsgewalt haben und in der die Befehle ganz klar von oben nach unten gereicht werden. Obwohl sich die Motive von Attentätern und Attentäterinnen auf Grund der unterschiedlichen sozialen Positionierungen von Männern und Frauen in der irakischen Gesellschaft durchaus unterscheiden, scheint es, als wären beide Geschlechter auf ähnliche Weise (wenn auch nicht im gleichen Umfang) vom Einfluß und der Verführung religiöser FundamentalistInnen betroffen, welche von den meist jungen und leicht beeinflußbaren Menschen profitieren, die ihre Befehle ausführen. Die “Sittsamkeit” der Frauen interessiert da wohl niemand mehr, denn sowohl männliche als auch weibliche AttentäterInnen stellen im Grunde genommen lediglich Handlanger jener Gruppierungen dar, die den religiösen Eifer, das Ehrgefühl und die Hoffnung vieler Menschen auf ein besseres Leben im Jenseits instrumentalisieren.

Bild: Cédric Puisney (über wikimedia commons)
Anlässlich des 10. Internationalen Tages gegen Gewalt gegen Frauen haben wir am Mittwoch, 25. November, im Europaparlament (EP) über eine Entschließung zum Thema Gewalt gegen Frauen abgestimmt. Das Verhalten der Europäischen Volkspartei (EVP) hat mich dabei entsetzt:
Die EVP hat im EP dagegen gekämpft, dass in allen Mitgliedstaaten sexuelle Gewalt und die Vergewaltigung von Frauen in der Ehe und in informellen Partnerschaften und/oder durch männliche Verwandte als eine Straftat anerkannt wird. Sie sprach sich auch dagegen aus, eine eindeutige Rechtsgrundlage für ein umfassendes Rechtsinstrument zur Bekämpfung aller Formen von Gewalt gegen Frauen in Europa zu schaffen.
Was muss das für ein anachronistisches Frauen und Familienbild sein, dass zu solch einem Verhalten führt? Zum Glueck konnte die EVP sich mit dieser Position nicht durchsetzen – aber ihr Signal an Frauen in Europa ist beschämend.
Interviewpartnerinnen für masterarbeit thema künstlerInnentum &
mutterschaft - ein widerspruch? (Video) gesucht.
sabs1177@gmx.at, mailto:sabs1177@gmx.at
Vom 2. bis 10. Dezember veranstalten das Autonome FrauenLesbenreferat und das Referat für Grund- und Freiheitsrechte des AStA Bochum die Vortragsreihe “Geschlecht und Gesellschaft”. Die Themen reichen von der Heteronormativität in Star Trek über Queer Theory bis zu verschiedenen Intersektionalitätsansätzen.
Hier gibt’s die Termine und weitere Informationen.
Es ist eine Sache zu wissen, dass wir hinters Licht geführt wurden und werden. Eine andere Sache ist es zu wissen, wie man uns hinters Licht zu führen versucht. Nach der Veröffentlichung der ersten 17.000 Seiten der Toll-Collect-Vertragswerke durch Wikileaks können wir immerhin konstatieren: Wir wurden gründlich und (für andere) gewinnbringend besch... . na, Sie wissen schon. Dass die LKW-Maut eine Erfolgsgeschichte der Bundesregierung Schröder & Co. werden sollte, ist spätestens klar, seit die ersten Bilanzen satte 3 Milliarden Euro pro Jahr auf der Einnahmen-Seite öffentlich machten. Dass hier aber die Maut als Geldverteiler dem Betreiber vertraglich traumhafte Renditen sichert, wurde hübsch unter Verschluss gehalten. Und dass zusätzlich die Ausgaben auch noch wie Rahm auf der frisch gemolkenen Milch vom Betreiber-Konsortium abgeschöpft werden. Wir könnten das ja sportlich nehmen: Welche andere Volkswirtschaft kann es sich schon leisten, durch eine Steuermaßnahme (LKW-Maut) Arbeitsplätze zu sichern und gleichzeitig den Renditehunger der Anleger zu befriedigen. Unbefriedigend aber sind zwei Dinge: Wieso müssen wir immer erst durch die Presse von diesen kleinen Schw... (na, Sie wissen schon) erfahren? Und wieso gibt es noch keine PKW-Maut?
Manuel Zelaya ist vom Obersten Gerichtshof Honduras', quasi in mittelbarer Abwesenheit, des Hochverrats für schuldig befunden worden. Ein Urteil ist noch nicht gesprochen. Die Empfehlung des Gerichtshofes aber ist es, Zelaya nicht wieder als Präsidenten von Honduras einzusetzen. Wenige Monate vor der neuerlichen Präsidentenwahl ist die Gemengelage in Honduras alles andere als übersichtlich. Keiner der Kandidaten kann mit Eigenschaften überzeugen, die dem Land das bringen könnten, was es vor einem nahenden Bürgerkrieg bewahren kann: Integrität, Integrationsvermögen und -willen, genügend Geld, das auch bereitwillig und umfangreich ausgegeben werden kann. Denn Honduras ist seit dem Putsch Michilettis, einem parteiinternen Widersacher Zelayas, auf Messers Schneide. Die politischen Lager spalten die honduranische Gesellschaft, die Wirtschaft Honduras ist eigentlich nicht existent - Honduras gehört mit ca. 80 Prozent der Bevölkerung unterhalb der absoluten Armutsgrenze zu den Armenhäuser Lateinamerikas. Kann Honduras noch geholfen werden? Sicherlich. Aber nicht mit der Staatengemeinschaft der heutigen Zeit. Denn im Konflikt um die Bewertung und den Umgang mit dem Putsch in Honduras positionieren sich die ideologischen und wirtschaftlichen Widersacher der Region, um ihren kalten Krieg auf dem Rücken von Honduras auszufechten. Die USA oder Venezuela oder Brasilien werden es also nicht richten. Wie wäre es vielleicht mit Europa? Oder doch besser China?
ZDF-Chefredakteur Brender ist längst nicht mehr nur eine Personalie. Weil Roland Koch mit fadenscheinigen Argumenten (und vermutlich neidischem Blick nach Italien) dessen Wiederwahl verhindern möchte, zeugt davon, wie in Deutschland ein Zugriff der Politik auf das Fernsehen versucht wird. Dass es wirklich brisant ist, wurde spätestens dem Letzten klar, als 35 führende Staatsrechtler sich in einem offenen Brief gegen den Versuch wandten, an einer Säule unseres demokratischen Staatswesens zu sägen. Helfen wird es im akuten Fall und Nikolaus Brender vermutlich nichts. Aber der Demokratie. Denn die Sinne sind geschärft nun, die Leute alarmiert - und ein wenig kann jeder einzelne tun. Nikolaus Brender stand und steht für alles, was man sich von einem guten Journalisten wünscht: Unabhängigkeit, Unbeugsamkeit und damit Unberechenbarkeit für die Politik. Nicht nur Koch, sondern, so wird kolportiert, auch der Kanzlerin, war das ein Dorn im Auge. Unser Grundgesetz aber will nicht umsonst ein unabhängiges Fernsehen, das den Politikern und Mächtigen auf die Finger schaut. Spätestens jetzt ist es Zeit, die prinzipielle Zusammensetzung des Fernseh - und des Verwaltungsrates einmal verfassungsrechtlich auf die Höhe der Zeit zu bringen. Karlsruhe, übernehmen Sie.
Coming-home-Touren sind so eine Sache. Da gibt es beispielsweise solche schönen Lieder wie jenes von Michael Bubble, voller Sentiment und mit dem in diesem Falle dankenswerter Weise vorhandenen Makel der Vergesslichkeit behaftet oder jenes Liedchen von Lenny Kravitz, das mit wenigen Worten bedrückend viel aussagt. Egal, welches Lied gespielt werden wird: Die britischen Truppen sollen heimkehren. Zuerst einmal aus Deutschland. Das ist bedauerlich - und angesichts der langen Zeit, welche die britischen Truppen in unserem Land verbracht haben, auch durchaus ein Abschied mit schwerem Herzen. Ein anderer Abschied scheint sich anzubahnen, der, zumindest aus heutiger Sicht, überraschend und vorhersehbar zugleich ist: der Abschied der britischen Truppen aus dem Irak und aus Afghanistan. Nicht nur der finanzielle Aufwand und die menschlichen Verluste sind es, die die britische Politik und Öffentlichkeit unruhig Resümee ziehen lässt. Mit den Untersuchungsausschüssen zur vorgeblichen Legitimation des Irak-Feldzuges hat die britische Öffentlichkeit erstmals die Möglichkeit, ihrer Distanz gegenüber diesem Krieg Nachdruck zu verleihen - und die britische Regierung unter Gordon Brown zu zwingen, die Soldaten wieder nach Hause zu holen. Eines ist gewiss - diese Coming-home-Tour wird eher den Szenen des gleichnamigen Films ähneln. Und die Paraden werden den schalen Beigeschmack des teuer erkauften Sieges weder mit Hurra noch Fish & Chips überlagern können.

Im Jahre 1620 segelte ein Schiff mit über hundert Menschen, die sich in der Neuen Welt niederlassen wollten, über den Atlantik. Sie waren Vertreter einer Religionsgemeinschaft, der Zweifel an den Glaubensgrundsätzen der Church of England gekommen waren und die sich daher von ihr lösen wollten. Diese Pilgrims besiedelten den heutigen Bundesstaat Massachusetts.
Der erste Winter in der Neuen Welt war hart. Die Pflanzzeit für viele Getreidesorten war schon vorüber als sie ankamen, und so starb die Hälfte von ihnen aus Mangel an frischer Nahrung und an den daraus resultierenden Krankheiten. Im darauf folgenden Frühling zeigten ihnen die Irokesen, wie man Mais anbaute, ein neues Nahrungsmittel für die Siedler. Von den Indianern lernten sie auch den Anbau anderer Feldfrüchte auf dem unbekannten Boden sowie Jagen und Fischen.
Im Herbst des Jahres 1621 erntete man reichlich Mais, Gerste, Bohnen und Kürbisse. Die Siedler hatten viel für das sie dankbar sein konnten und richteten daher ein Fest aus. Sie luden den nahe lebenden Indianerhäuptling und 90 Indianer dazu ein.
Die Indianer brachten Rehfleisch, das gemeinsam mit den Truthähnen und anderem Wild, das die Siedler hatten, am Rost gebraten wurde. Die Siedler hatten von den Indianern gelernt, wie man Preiselbeeren sowie verschiedene Mais- und Kürbisgerichte zubereitet. Zu diesem ersten Thanksgiving-Fest hatten die Indianer sogar Popcorn gebracht.
In den Jahren darauf feierten viele der ersten Siedler die Herbsternte mit einem Dankesfest.
Nachdem die Vereinigten Staaten unabhängig geworden waren, empfahl der Kongress, dass die ganze Nation einen Tag des Jahres Erntedank feiern solle: Der 4. Donnerstag im November wird jedes Jahr vom Präsidenten zum bundesweiten Feiertag erklärt.
Leser und Leserinnen dieser Seite besuchten auch:“Wir feiern Thanksgiving gemeinsam mit allen Amerikanern, wenn auch vielleicht anders und mit anderem Hintergrund. Unabhängig von allem, was uns widerfahren ist, seit wir den Pilgrims zu essen gaben, haben wir doch unsere Sprache, unsere Kultur, unsere eigene soziale Struktur erhalten. Selbst im nuklearen Zeitalter sind wir noch ein Stammesvolk.”
(Wilma Mankiller, Oberster Häuptling der Cherokee)
Bedingungsloses Grundeinkommen
New York Times kündigt Film an: Orgasmus während der Geburt
Der Generationenkonflikt ist ein patriarchaler
Woran du Web 2.0 Technologie erkennst und warum das wichtig ist
Drei Fragen, die dein Leben verändern
Ein lautes feministisches YEAH geht heute nach Spanien, dort passierte die geplante Lockerung der Abtreibungsgesetzte die erste Hürde.
Die umstrittene Lockerung des restriktiven Abtreibungsrechts in Spanien hat die erste Hürde im Parlament genommen. Die Abgeordneten billigten am Donnerstag das Vorhaben der sozialistischen Regierung in erster Lesung mit 183 zu 162 Stimmen. Für die Reform stimmten die Sozialisten (PSOE), die baskischen Nationalisten (PNV) und mehrere Linksparteien.
Die sozialistische Regierung ist aber, leider, in einem Punkt gewillt Zugeständnisse zu machen.
So ist nicht sicher ob zukünftig wie vorgesehen, Jugendliche ab 16 Jahren ohne Zugeständnis der Eltern einen Abbruch durchführen lassen können.
Im Gespräch mit Zeit Online skizziert Svenja Pfahl, eine der Autorinnen der SowiTra Elternzeit Studie die Erfolgsfaktoren für einen weiteren Anstieg der ‚Väterquote’ bei der Elternzeit.
ZEIT ONLINE: Welche Erfahrung machen Führungskräfte, die selbst Väterzeit nehmen wollen?
Pfahl: Für sie ist es nicht schwieriger, obwohl man das vielleicht erwarten könnte. Ihnen kommt zugute, dass sie selbst gestalten können. Viele von ihnen kombinieren Elterngeldzeit mit Teilzeitmodellen oder sie nehmen eine sehr kurze Auszeit. Diese Männer sind wichtige Vorbilder, weil sie zeigen: Es ist nicht unmöglich, Führungsposition und Familie zu vereinbaren. Die Führungskräfte betonen, dass vieles mit einer guten Personalführung und Personalplanung zusammenhängt. Darum ist es auch wichtig, dass die Elternzeit sehr früh angesprochen und gut geplant wird. Die meisten Männer planen ihre Väterzeit sogar ein Jahr im Voraus. Darauf können sich die Unternehmen einstellen und so lässt sich auch der Wiedereinstieg gut planen.
ZEIT ONLINE: Wie leicht gelingt den Vätern dieser Wiedereinstieg?
Pfahl: Das ist abhängig davon, wie viel Kontakt sie mit ihrem Unternehmen während der Elternzeit hatten. 86 Prozent der Väter haben angegeben, dass sie keine beruflichen Nachteile durch die Elternzeit erlitten haben. Was jedoch stimmt, ist, dass ihr beruflicher Aufstieg während der Auszeit stagniert – hinterher können jedoch die allermeisten rasch wieder anknüpfen und manche machen danach wichtige Karrieresprünge, gerade weil sie in der Elternzeit wichtige soft skills erworben haben.
ZEIT ONLINE: Was ist Ihr Fazit: Werden wir in Kürze den Aufbruch der neuen Väter erleben oder bleibt es beim zweimonatigen Babyurlaub, den einige wenige, aber längst nicht alle nehmen?
Pfahl: Ich bin optimistisch, dass die Zahl der Väter in Elternzeit steigen wird und dass auch die Dauer der Auszeit länger wird. Aber die Männer sind vorsichtig. Viele beobachten erst einmal, nehmen beim ersten Kind acht Wochen und beim nächsten Kind dann vielleicht drei oder vier Monate. … wir werden zukünftig einen leichten, allmählichen Anstieg des Engagements von Vätern wahrnehmen. …
Der seit 2007 wieder zu verzeichnende Anstieg der Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) setzt sich auch 2008 fort. Hierbei sind insbesondere die Ingenieurwissenschaften ausschlaggebend. So sind von den 97.784 Studierenden im ersten Fachsemester der Ingenieurwissenschaften mittlerweile 21.373 weiblich. Somit haben sich 16, 3 % mehr Frauen als im letzten Jahr für ein Ingenieurstudium entschieden. Im Vergleich dazu liegt die Steigerungsquote der Männer bei 12,6 %. Die Steigerungsrate von insgesamt 13,4 % ist also den Frauen zu verdanken.
Wegen des vorübergeheneden Umzugs der Genderbibliothek sind die Möglichkeiten der Ausleihe von Medien verändert worden. Die Bibliothek bleibt vom 08.12.2009 bis zum 11.01.2009 geschlossen.
Weitere Informationen im Blog der Genderbibliothek.
Ähnliche Beiträge
In Österreich steht mit dem „Haus Mirjam“ erstmal seit 30 Jahren ein Frauenhaus vor dem Aus. Die Einrichtung im ländlichen Hallein war bis zuletzt zu 80% ausgelastet die Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) lässt sich davon aber nicht beeindrucken. Für sie ist es „zumutbar“, dass die Frauen um ein Frauenhaus aufzusuchen in die Stadt, Salzburg, fahren.
Das Netzwerk Frauenarmut kritisiert die Pläne scharf.
„Gerade am Land sind die Hemmschwellen, sich an ein Frauenhaus zu wenden, groß. Ein Frauenhaus in der Stadt Salzburg ist für Tennengauerinnen in akuten Notsituationen keine gute Alternative, bedeutet vielmehr eine weitere Hürde und bringt angesichts der Mobilitätsprobleme weitere Belastungen für die Opfer“
Wer genauso denkt, kann dies Frau Burgstaller via Mail, Brief oder Anruf gerne wissen lassen.
Vorlage
UPDATE: >>> Teiltranskript Erik Schinegger u. Claudia Wiesemann @ SternTV 25.11.
Die Zwitter Medien Offensive™ geht weiter!
Heute ist Karin Plattner von der Schweizerischen Elternselbsthilfe zu Gast in der bekannten Talksendung Aeschbacher.
Als letzte von 4 Studiogästen redet Karin Plattner im knappen Rahmen der Sendung einmal mehr Klartext darüber, wie die Medizyner ihr zwischengeschlechtlich geborenes Kind unbedingt genital zwangsoperieren wollten.
Was
für ein Kampf es heute noch ist, weil alle Medizyner ihm bei jeder "normalen"
Untersuchung unbedingt auch noch zwischen die Beine schauen wollen.
Dass die Horrorszenarien der Zwangsoperateure, wonach jedem unoperierte Kind sogleich und unwiderruflich das "soziale Aus" drohe, gar nicht wahr werden, solange offen und offensiv darüber Klartext geredet wird (statt das medizynisch verordnete Schweigebot zu befolgen).
Kommentar: Nella und ich waren bei der Aufzeichnung im
Publikum mit dabei, und es war einmal mehr eindrücklich zu fühlen, auf welcher
Seite Herr und Frau DurchschnittsbürgerIn stehen betreffend "Kosmetische
Genitaloperationen an Kindern Ja oder Nein?"
Nämlich auf der Seite der Zwitter und der Menschenrechte und GEGEN die Zwangsoperateure! Bring it on!
Die Sendung ist jetzt auch als >>> Online-Video verfügbar.
Siehe auch:
- Daniela
"Nella" Truffer und Karin Plattner @ Rundschau SF1 19.12.07 (Video)
-
Daniela "Nella" Truffer und Karin Plattner @ TalkTäglich TeleZüri 20.10.09
(Video)
-
besonders gelungenes Interview mit Karin Plattner in "Spuren" (2004)
-
aktuelles Interview mit Karin Plattner auf Tagesanzeiger.ch
27.10.09
- Alle Posts
über Karin Plattner auf diesem Blog
Die Fachschaftsini lädt zu einem weiteren Arbeitsplanungs- Austauschtreffen.
Wie schon gelesen am 30.11.2009 um 20 Uhr im Relais (MON 3) im ersten Obergeschoss.
Eingeladen sind alle, die Gender Studies studieren.
aktuelle Themen stehen im Blog der Fachschaftsini
Wir freuen uns auf Dich.
die besten Grüße von der Fachschaftsinitative Gender Studies
Die aktuellen Ini – Termine des Semesters gibt es hier.
Ähnliche Beiträge
Ähnliche Beiträgehiermit möchte ich euch auf die Opernregisseurin Beate Baron aufmerksam machen. Im Rahmen des Seminars “Körperinszenierungen auf Opernbühnen” hält die Künstlerin ein Vortrag am Montag den 30 November 2009 von 18.00 – 20.00 Uhr in der Dorotheenstraße 24 / Raum 3.018
Die Künstlerin wird über ihre letzte Produktion “Autland” berichten wofür sie zwei Jahre lang mit Erwachsenen Autisten arbeitete und suchte ihre Welten klanglich und visuell zu vermitteln.Mit freundlichen Grüßen
Daniele
Das Fachgebiet Gender und Globalisierung sucht ab dem 1.2.2010 eine neue studentische Hilfskraft, vor allem für Literaturrecherche und -beschaffung sowie die Pflege von Datenbanken:
Stellenausschreibung
- Studentische Hilfskraft -
LGF, Department für Agrarökonomie, FG Gender und Globalisierung
Arbeitszeit: 40 h pro Monat
Beschäftigungsdauer: 2 Jahre
maximal befristet bis zum Ablauf der doppelten Regelstudienzeit des jeweils aktuellen Studiengangs (Ausnahmen möglich)
Vergütung: 10,98 € /h
Bewerbungsfrist: bis 4.12.2009
Kennziffer: 20/22/09
Aufgabengebiet:
• Mitarbeit im FG Gender und Globalisierung
• Recherche und Beschaffung von Literatur
• Archivierung
• Pflege von Datenbanken
• Erstellung von Lehrmaterialien
• Interesse an den Inhalten des FG Gender und Globalisierung
Anforderungen:
• Nachweis von für das 1. und 2. Fachsemester vorgesehenen Modulabschlussprüfungen eines einschlägigen Fachgebiets
• Abgeschlossenes Grund- bzw. Basisstudium (Nachweis des Vordiploms, bzw. Leistungsäquivalent aus BA-Studiengang
Bewerbungen sind innerhalb der o. g. Frist unter Angabe der o. g. Kennziffer zu richten an:
Humboldt-Universität zu Berlin
Frau Prof. Bauhardt
Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät
Department für Agrarökonomie
FG Gender und Globalisierung
Philippstr. 13, Haus 12
10115 Berlin
Es wird darum gebeten, in der Bewerbung Angaben zur sozialen Lage zu machen. Zur Sicherung der Gleichstellung sind Bewerbungen qualifizierter Frauen besonders willkommen. Schwerbehinderte Bewerber/innen werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Da keine Rücksendung der Unterlagen erfolgt, wird gebeten, auf die Herreichung von Bewerbungsmappen zu verzichten und ausschließlich Kopien vorzulegen.
Ähnliche Beiträgeich möchte Sie auf unsere Tagung “Global Perspectives on Gender Politics” am 11.12 aufmerksam machen und herzlich einladen, daran teilzunehmen. Die Tagung findet im Rahmen des Gastbesuches der iranischen Sozialwissenschaftlerin Maryam Rafatjah von der Universität Teheran statt.
Am 8.12, um 18 Uhr, hält Maryam Rafatjah einen Vortrag zu “Changing Gender Stereotypes in Iran” am Institut für Sozialwissenschaften, an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Hiermit laden wir ein zum 2. Werkstattgespräch Intersektionalität, diesmal zum Thema “Intersektionalität im Lichte der Disziplinen”.
Ähnliche Beiträge
Wir starten im Februar 2010 den siebten Lehrgang “Feministisches Grundstudium” im BIFEB/Strobl. Die Aufnahmegespräche laufen bereits. Bewerbungsfrist ist der 15. Dezember.
Wir bitten um Anmeldung.
Beratung/Information: office@rmc.ac.at T: 01-319 68 32
Ähnliche Beiträge

Mit Unternehmer/innen, Vertreter/innen aus Politik und Wirtschaft und weiteren interessierten Menschen werden die Chancen familienfreundlicher Personalpolitik in Brandenburg diskutiert.
Veranstaltet von der Servicestelle Arbeitswelt und Elternzeit der LASA Brandenburg GmbH
Die Teilnahme ist kostenlos.
Ähnliche Beiträge
Aktuell steht die konkrete Planung und Umsetzung der vierten NEnA, diesmal in Sachsen bevor: vom 21. bis 26. März 2010 führt das Netzwerk nano4women in enger Zusammenarbeit mit dem lokalen Kooperationspartner, Herrn Prof. Dr. Leo vom Institut für Angewandte Photophysik an der TU Dresden, die vierte Nano-Entrepreneuship-Academie, kurz NEnA, in Dresden durch.
Es sind kleine, feine Geschichten, in denen eigentlich nicht viel passiert. Mansfield schildert sehr präzise alltägliche Begebenheiten. In „Glück“ lädt ein frisch verheiratetes Paar der upperclass zum Abendessen. Alles ist chic: Die Weintrauben wurden passend zum Teppich gekauft, das Baby der Nanny übergeben, die neue Kaffeemaschine steht zum Vorführen bereit. Die Dame des Hauses, die dreißigjährige Bertha ist „von einem Gefühl des reinen Glücks überwältigt“, aber „wieder wusste sie nicht, wohin damit, was damit anfangen.“
So oder so ähnlich sind viele der Protagonisten Mansfields, sie sehnen sich nach mehr – Liebe, Größe, einem anderen Leben. Dabei bleiben sie gebunden an die Konventionen ihrer Zeit und ihrer Milieus. Die Genauigkeit, mit der Mansfield ihre Figuren, ihre Menschen beobachtet, erinnert an die von Tschechow. Auch sie stellt sie nicht bloß, sie zeigt sie mit Vorliebe in brisanten Situationen, in denen sich die vermeintliche Idylle als Illusion entpuppt. In „Glück“ ist es der Moment, in dem Bertha begreift, dass ihr Mann die Hand ihrer Freundin um eine Sekunde zu lang gehalten hat. In „Eine Gewürzgurke“ endet die zarte Unterhaltung eines Ex-Pärchens, das sich nach Jahren zufällig wieder begegnet, abrupt und offenbart die Unmöglichkeit eines Neuanfangs.
Katherine Mansfield, 1888 im neuseeländischen Wellington geboren und laut Virginia Woolf „die beste aller Schriftstellerinnen“, besticht durch ihren klaren und pointierten Erzählstil. Mansfield verstand sich als eine entschiedene Vertreterin der Moderne. An Tuberkulose erkrankt, schreibt sie bis zu ihrem Tod im Jahr 1923 insgesamt 73 Erzählungen. Ihre 18 schönsten sind in diesem Bändchen versammelt.
::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Der vorliegende Text ist zuerst in dem Kulturmagazin „goon“ erschienen. Wir danken ganz herzlich für die Erlaubnis zur Zweitveröffentlichung!
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
mit Barbara Frischmuth, Angelika Reitzer und Marlen Schachinger
15. Dezember 2009, 19.00 Uhr
Literaturhaus Wien, Zieglergasse 26a, 1070 Wien
(more…)
Zum fünften Mal erscheint der Fotokalender ‚Zusammen wachsen. Er zeigt auf 13 schwarz – weiß Fotos alltägliche Situationen von Vätern mit ihren Kindern. Eine Foto-Wanderausstellung begleitet den Kalender. Die Fotos stammen von Berufs- und Amateur-Fotografen.
Vater-Kind-Gespanne sehen ebenso natürlich schön aus, wie Mütter mit ihren Kindern. Das belegen die dreizehn Vater-Kind-Paare im Kalender. Jede Fotografie ist mit einem persönlichen Text des Vaters versehen. Initiator Andreas Gerts: “Die Fotos zeigen, dass Männer ihre Vaterrolle zunehmend stärker wahrnehmen wollen – und können!”
Der aktive, partnerschaftliche Vater ist Gerts zufolge heutzutage längst keine Ausnahmeerscheinung mehr. Väter leisten sich Gefühlsoffenheit, Weichheit, Zärtlichkeit, Fürsorglichkeit und auch Schwäche gegenüber ihren Kindern. Väter bevölkern Spielplätze, kennen die Kinderkleidergrößen ihres Nachwuchses, gehen zum Babyschwimmen, zu PEKiP – Kursen und verbringen ihre freie Zeit immer öfter und gerne mit ihren Kindern.
Der Kalender versucht das Schöne, Wichtige und Bindende einer Vater-Kind-Beziehung bildhaft ausdrücken. Als Ergänzung ist jede Fotografie mit einem Kommentar beziehungsweise persönlichen Text des jeweiligen Vaters versehen.
Der Kalender kostet 15 Euro zzgl. 2,20 € Versand und kann hier bestellt werden.