14589 items (14554 unread) in 75 feeds
Gender
(14554 unread)
Von den österreichischen Aktiven kommen 51 aus Wien und 24 aus Graz, berichtet GGG.at. Die beliebtesten Sportarten unter den heimischen schwulen und lesbischen Wettkampfsportler_innen sind Volleyball, Schwimmen, Tanzen und Fußball. Insgesamt werden die Teilnehmer_innen in 35 Sportarten ihre Kräfte messen können. Der olympische Gedanke wird bei den Gay Games ernst genommen: Damit alle eine faire Chance haben, finden die Wettkämpfe in mehreren Alters- und Leistungsklassen statt. Transgenderpersonen und Intersexuelle können (unter bestimmten Voraussetzungen) im selbst identifizierten Geschlecht antreten.
Doch auch die Kultur soll nicht zu kurz kommen. Rund 2000 TeilnehmerInnen aus aller Welt sind nach Köln gekommen, um bei den GayGames gemeinsam zu singen und zu musizieren oder als Cheerleader für Stimmung zu sorgen. Visual Arts lädt während der VIII. Gay Games Cologne 2010 zu einer eindrucksvollen Kunst-Ausstellung. Und der International Rainbow Memorial Run wird an die Opfer von HIV und AIDS erinnern.
Für die Geschäftsführerin der Games Cologne GmbH, Anette Wachter steht der "politische Hintergrund" der Spiele im Vordergrund. Dementsprechend hat auch Deutschlands Außenminister Guido Westerwelle die Schirmherrschaft übernommen.
Die Planung für die GayGames in Köln läuft schon seit fast 5 Jahren. Dabei wurden von Anfang an mit Behörden, Sanitätsdiensten und der Feuerwehr kooperiert, um sicherheitstechnisch für alle Eventualitäten vorzusorgen. Angesichts der Tragödie bei der Loveparade in Duisburg, wo bei einer Massenpanik 20 Menschen ums Leben gekommen und einige hundert verletzt worden sind, wird das Sicherheitskonzept noch einmal überprüft.
Die Gay Games finden wie olympische Spiele alle vier Jahre statt. Die erste derartige Veranstaltung gab es 1982 in San Francisco. Während bei den ersten Spielen nur 1.350 Sportler_innen aus zwölf Ländern in 14 Disziplinen teilnahmen, warten dieses Mal mehr als 10.000 aktive Teilnehmer_innen auf ihre Bewerbe.
Links: [www.games-cologne.de]
[www.tomontour.com] Tomontour hat ausführliche Informationen für Zuschauer_innen.
[www.ggg.at]
[diestandard.at]
In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:
Wie heißt du?
Im Internet meistens MeL, im wahren Leben Meike.
Seit wann bloggst du?
In der jetzigen Form seit ca. zwei bis drei Jahren, meine erste Webseite habe ich aber schon im Jahr 2000 online gestellt.

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com
Warum hast du damit angefangen?
Ursprünglich aus Langeweile und kreativer Unterforderung in meiner damaligen Beschäftigung, inzwischen weil ich Spaß am Schreiben und im Internet die Chance habe, ein spontanes Feedback zu meinen Texten zu bekommen.
Worüber schreibst du?
Kurz gesagt über Frauen, die ich auf die ein oder andere Weise bezaubernd finde, daher auch der Titel des Blogs „Enchanting Women | Bezaubernde Frauen“. Das können sowohl reale Frauen sein als auch fiktive Charaktere aus Filmen und Fernsehserien, und meistens sind es Frauen, die – zumindest auch – andere Frauen lieben. In der Kategorie „MeL’s Point“ finden sich zudem sämtliche Ausgaben einer gleichnamigen Kolumne, die ich eine Zeit lang für eurOut geschrieben habe. Weil ich aus meiner eurOut-Zeit noch einige internationale Leserinnen habe, ist der Blog zweisprachig, d.h. es gibt sowohl deutsche als auch englische Beiträge.
Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
2007 habe ich mich in den USA mit einigen Ellen DeGeneres-Fans getroffen, die ich über ein internationales Fan-Forum im Internet kennengelernt habe, und wir haben zusammen eine Aufzeichnung von Ellens Talkshow besucht. Im Anschluss an die Aufzeichnung hatte ich die Chance, selbst kurz mit Ellen zu reden, was für einen riesigen Ellen-Fan wie mich eine unbeschreibliche Erfahrung war. Inzwischen habe ich mich mit den Leuten noch zweimal getroffen, und aus ursprünglich Fremden sind dank des Internets inzwischen gute Freunde für mich geworden.
Wovon braucht das Internet mehr?
Selbstzensur. Manche Leute schreiben wirklich den größten Mist oder geben viel zu viel Persönliches von sich preis und wundern sich dann, wenn sie Probleme bekommen.
Frauen im Web haben…
… viel mehr Möglichkeiten wahrgenommen zu werden und ihre Standpunkte zu vertreten als in den „alten“ Medien.
Deine tägliche Web-Lektüre:
Spiegel Online, AfterEllen, Twitter (hier bin ich übrigens unter @melsblog zu finden). Außerdem habe ich die Feeds einiger interessanter Blogs abonniert, wie z.B. den von Miriam Meckel (die derzeit leider nicht regelmäßig bloggt), Dorothy Surrenders, Women & Hollywood und The People’s Therapist.
Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.
Die gleichzeitig mit Muhambi festgenommene Obfrau von GALZ, Ellen Chademana, wird ihre Gerichtsverhandlung in den nächsten Tagen haben. Sowohl Muhambi als auch Chademana waren nach der Verhaftung zunächst in Polizeihaft genommen worden und berichteten, dass sie misshandelt worden sind. Die zuständige Richterin ordnete ihre Freilassung gegen Kaution an, verpflichtete die beiden aber, bis zur Verhandlung Harare nicht zu verlassen. Die Gerichtsverhandlung musste in der Folge mehrfach verschoben werden, da die als Zeugen geladenen Polizisten nicht erschienen.
Die Staatsanwaltschaft warf beiden Besitz von Pornographie vor, da die Polizei bei der Razzia angeblich eine DVD gefunden hat, auf der sexuelle Handlungen unter Männern zu sehen sind. Die Polizei hatte ihnen auch Beleidigung des Staatsoberhauptes vorgeworfen, da sich im Vereinslokal ein Brief des früheren Bürgermeisters von San Francisco, Willie Lewis Brown Jr. befindet, in dem dieser die homophobe Politik Präsident Mugabes kritisierte. Diese Anschuldigung wurde von der Anklage nicht aufgegriffen.
Mugabe, der Schwule und Lesben vor Jahren als "schlimmer als Schweine und Hunde" bezeichnet hatte, "entschuldigte" sich vor kurzem bei den Schweinen für den Vergleich: "I realised that I was reprimanding blameless dogs and pigs, which are aware that marriage is for procreation." Er kritisierte die Anglikanische Kirche für ihre offene Haltung gegenüber Lesben und Schwulen und trat gleichzeitig für die Aufrechterhaltung von Polygamie ein, was er damit begründete, dass auch König Salomon in der Bibel mehrere Frauen hatte. Mugabe selbst zeugte mit seiner jetzigen Frau Grace Kinder, während die frühere First Lady Sally Mugabe noch lebte.
In Simbabwe wird derzeit eine neue Verfassung diskutiert, welche die derzeitige, noch von der seinerzeitigen britischen Kolonialmacht stammende Verfassung ersetzen soll. Die Bevölkerung und Menschenrechtsaktivist_innen hoffen, dass in der neuen Verfassung die Grund und Menschenrechte geschützt, das Parlament gestärkt und die Allmacht des Präsidenten eingeschränkt wird. Mugabes Zanu-Partei hat allerdings schon angedroht, dass sie eine Verfassung, die nicht ihre Ansichten wiederspiegelt, nicht unterstützen wird. Sie sind unter andemrem gegen den Schutz vor Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung. Kritiker werfen der Zanu-Partei vor, dass sie Dorfbewohner_innen bedroht, um sie zu einem entsprechenden Abstimmungsverhalten bei der Volksabstimmung über die Verfassung zu bringen (ausführlich in dem Artikel bei ZimOnline vom 14. Juli, siehe Link weiter unten).
Links: [news.yahoo.com]
[www.africasia.com]
[www.pinknews.co.uk]
[www.boxturtlebulletin.com]
[www.portalangop.co.ao]
[www.english.rfi.fr]
http://news.radiovop.com/index.php/national-news/4212.html
http://allafrica.com/stories/201007261474.html
http://news.radiovop.com/index.php/national-news/4207.html
[www.zimonline.co.za]
[www.galz.co.zw]
[en.wikipedia.org]
Die Zwitter Medien Offensive™ geht weiter!
Dieser in England produzierte Dokfilm lief glaub schon Anfang Jahr mal auf
irgend 'nem Bezahlfernsehen, und ist aktuell wieder auf "Focus Gesundheit"
(nächste & vorläufig glaub letzte Wiederholung Fr 30.7.10 um 01:40h), sowie
nach Belieben auf dem Netz. Die qualitativ bessere Version auf Google-Video ist
leider schon wieder weggeputzt, doch auf YouTube ist er aktuell noch zu
gucken:
>>> Teil eins / zwei / drei / vier / fünf.
Selber hab ich's bisher nie geschafft, aber Nella fand ihn gut und Ayvlis auf dem Hermiforum auch (im Gegensatz dort zur zitierten/kritisierten Ankündigung).
Die Doku zeigt (nebst glaub auch offensichtlich obligaten Medien-Velwechserungen im Quotenbereich "Geschlechteraberrationen") u.a. Interviews mit dem inzwischen verstorbenen Intersex-Aktivisten Max Beck (Memorial-Page), der am 26.10.96 in Boston mit dabei war an der ersten Zwitterdemo überhaupt gegen den AAP-Medizyner-Kongress, und einen Bericht darüber schrieb (englisch), u.v.a.m., das sich mit entsprechender Internet-Suche z.B. nach "Max Beck Intersex" leicht finden lässt.
Ebenfalls Bestandteil der Doku ist u.a. weiter das hier auf diesem Blog empfohlene Segment über den Fall eines kanadischen Kindes, das von den Medizynern gegen den Willen der Eltern bei einer "Untersuchung" gleich zwangskastriert wurde, was leider kein Einzelfall ist, sondern globale Medizynerpraxis, wie dieses Beispiel aus Deutschland beweist.
Fight heteronormativity. So what about homonormativity?
Haben wir nicht selber da ein Schubladendenken? Ich finde es gibt auch eine Norm für /und von? all denen, die queer sind/sein wollen?, anders, alternativ, nicht-hetero. Es ist doch bei den wenigsten so, dass „alles erlaubt und alles toleriert ist“, wie es immer so schön heißt. Einerseits gibt es die klischeehaften Rollenbilder der Butch, Femme, Lipstick-Lesbe etc., die garantiert nicht wertfrei formuliert sind, andererseits gewinne ich den Eindruck, dass immer mehr das männliche Rollenbild sich auch durch alle Lesben drängt- „männlich“ sein oder bitteschön mindestens androgyn- ist das einzig wahre und coole- die weiblichen Lesben erfüllen doch angeblich das heternorme Rollenbild- da wird dann statt dessen wohl besser alles gleich vom Männerbild überschattet. Bloß nicht im Rock auftauchen, bloß keine langen Haare haben. Denn das ist ja gleich „zurück sein“ oder womöglich „nicht zu seiner Sexualität stehen“. Aber ist man nicht einen Schritt weiter, wenn man sich darüber hinweg setzt das „coole Lesbenbild“ zu erfüllen? Denn tatsächlich soll es so sein, dass es Lesben gibt, die Einfach So (!) gerne Röcke tragen, ohne dabei den Männern, Schwiegereltern oder dem Chef gefallen zu wollen. Aber dafür ernten diese dann in der Szene herablassende Blicke a la „die weiß wohl noch nicht auf welcher Seite sie steht“ oder „wie verwei/ch/blicht“. Ist das Anti-heternonormativität? Ist frau nur lesbisch, wenn sie männlich ist? Ist mann nur schwul, wenn er weiblich ist?
Wirkliche Toleranz und Offenheit hinsichtlich dessen gibt es nur in wenigen Anti-hetero-Kreisen.
Aber vielleicht wird’s ja irgendwann noch was….
Am Sonntag den 1.8.2010 um 16:30 wird es einen Mobivortrag geben, der sich mit dem Naziaufmarsch in Bad Nenndorf am 14.8.2010 beschäftigt. Der Vortrag wird im Rahmen des monatlich stattfindenden Antifa-Cafes gehalten. Dort könnt ihr auch Infos zu Bus(sen) aus Marburg bekommen und euch höchst wahrscheinlich auch schon eine Buskarte kaufen. Über Preise und den genauen Ablauf werden wir euch noch informieren, bzw. auf folgender Homepage: gruppedissident.blogsport.de
Weiter Infos zum Naziaufmarsch und wie er blockiert werden soll findet ihr unter: badnenndorf.blogsport.de

Gefunden in diesem großartigen Photostream.
Nachtrag: Anscheinend sind die Photos ein Sideprojekt von The 17 magazine project, das auch ganz cool ist sowie Jamies Blog Teenagerie, der beobachtet, wie die Medien auf Teenager reagieren.
Dies
behauptet zumindest ein interessanter >>>
Blogpost auf BadHairDays.
Auf dem Hermaphroditforum sehen die meisten Zwitter das mit der >>> "DSM-V-Anleitung"*) allerdings etwas anders.
Ebenso dieser Blog (--> Kommentare).
*) DSM-V: Aktuell läuft eine Revision des "DSM-Diagnosemanuals", herausgegeben von der US-Psychiatrie-Standesorganisation "American Psychiatric Association APA". (Salopp gesagt: DSM ist quasi die ICD der PsychiaterInnen.)
Strategische Vorgabe: Der vorgesehene Sprung von aktuell: Version DSM-"römisch 4" (IV), zu neu: Version DSM-"römisch 5" (V), soll der Zunft neue Pfründe bescheren.
Geplantes Vorgehen: Die bisher psychiatrisch noch kaum gemolkenen "Patientenstämme" der Zwitter anzapfen. Weltweit versuchen zur Zeit Psychiatrie-Standesorganisationen den Fuss in die "Behandlung" zu kriegen und werben aktiv dafür.
Missionsziel: Ab 2013 sollen mit DSM-V künftig möglichst viele überlebende Zwitter zusätzlich zu den chirurgischen Verstümmelungen neu auch noch zwangspsychiatrisch "behandelt" werden.
>>> Meine 2 Cent (in 2 Teilen) + Nachtrag
Siehe auch:
-
Das "Schwule Ehepaar aus Malawi": Beispiel für
Vereinnahmungskaskaden?
-
Amnesty: Zwangsoperationen "fundamentaler Verstoß" gegen körperliche
Unversehrtheit
-
Bundestag: "Weibliche Genitalverstümmelung ahnden" - aber die Zwitter
verstümmelt nur ruhig weiter ...
- "Intersexuelle
enttäuscht vom Ethikrat – 'kein Handlungsbedarf' bei Genitalverstümmelungen?!"
- 15.7.10
-
Schon wieder: "Stern" verbreitet Medizyner-Märchen (Teil 2)
-
Heute im Bundestag: Zwitter als Kanonenfutter für "sexuelle Identität" (Prof.
Dr. Susanne Baer, Prof. Dr. Nina Dethloff)
-
Zwitter und progressive LGBTs gegen Vereinnahmung
Zweites Semester – Persönliches
Habe es geschafft für mich selbst ein wenig Geschwindigkeit aus meinem Studium zu nehmen, auch wenn ich das Tempo an sich nicht sonderlich beeinflussen kann. Das Semester war kurz, der Stoff nicht einfach und ich kann gar nicht mehr zählen, wie häufig ich kurz davor war, es einfach sein zu lassen. Nicht, weil mich die Inhalte nicht interessierten, sondern ganz einfach weil mir irgendwelche Abgabetermine und Klausuren und die bis dahin zu erledigende Fülle von Aufgaben überforderten. Aber ich hatte Hilfe und das war gut. Mein Wissen und Können hat sich innerhalb dieses Semesters enorm gesteigert. Am Ende bin ich zwar erneut an einer einzigen Klausur gescheitert, obwohl ich den Stoff vollkommen drauf hatte und jede Minute in den letzten Wochen der Lernerei gewidmet habe, jedoch sehe ich an der Durchfallquote von über 70%, dass das absolut nicht meine Schuld ist. Trotzdem verfolgen mich natürlich ein paar Gedanken daran, dass so ein Studium sehr schnell an solch unfairen Klausurbedingungen scheitern kann.
Zweites Semester – Etwas mehr Sexistisches
Im zweiten Semester haben die Menschen die anfangs noch etwas orientierungslos umherirrten zusammengefunden. Es bilden sich Grüppchen, man findet ab und zu mal etwas Zeit sich zu unterhalten und die Verhältnisse ändern sich. Erstmal ein bisschen was zur “Geschlechterverteilung”, weil ich immer wieder nach Zahlen gefragt werde. Wir sind zwei Informatikstudiengänge mit unterschiedlichen Schwerpunkten. In meinem Schwerpunktfach sind nun noch (inlusive mir) zwei Frauen (von etwa 16-18 Menschen) übrig, während im anderen Schwerpunktfach noch vier studieren (etwas über 30 Personen dort). Zwei von den Vieren haben bereits Kinder und das Studium stellt somit teilweise eine Doppelbelastung dar. Die beiden anderen erschienen gar nicht bis wenig zu Vorlesungen und anderen Veranstaltungen, ebenso zu den Klausuren am Ende. Wir hatten dadurch leider nicht sehr viel miteinander zu tun, wobei sie für mich als “Außenstehende” doch alle vier eine mehr oder weniger feste Lerngruppe für sich waren. Auch eine bewusste Abgrenzung gegenüber den restlichen Leuten war nicht zu übersehen. Erst gegen Ende des Semesters haben wir ein paar Worte mehr gewechselt als sonst. Bisher hatte ich auch mit meiner einzigen Kommilitonin meines Schwerpunktes und Semesters nicht viel zu tun, was sich jedoch zur Klausurzeit hin komplett änderte und für mich gefühlsmäßig eine echte Erleichterung darstellte. Es ist wirklich eine größtenteils unbewusste Sache, dieses “sich allein unter Fremden fühlen”, was mich davor immer ein bisschen begleitet hat. Außerdem ist es schwer, dieses Gefühl zu beschreiben und meine männlichen Kommilitonen können es nicht wirklich nachvollziehen.
Jedenfalls wurde mir dieses Semester mal wieder bewusst, wie indirekt bestimmte Dinge vermittelt werden. Es gibt zwei Beispiele an die ich mich sicherlich noch eine Weile erinnern werde und die mir nun so spontan noch einfallen, weil sie noch nicht allzu lange her sind.
Ein guter Freund von mir hatte mir vom Linuxtag ein Android T-Shirt geschickt. Habe es dann sofort angezogen und ging damit zu einer Vorlesung, als ein Kommilitone auf mich zu kam und fragte “weißt du denn überhaupt, was das auf deinem T-Shirt bedeutet”? Ich antwortete nur “sonst würde ich es wohl kaum tragen, oder?” und war doch ein wenig verwundert, wie man dazu kommt jemanden sowas zu fragen. Gleichzeitig war mir mal wieder klar, dass er das einen anderen Kerl vermutlich kaum gefragt hätte.
Die zweite Situation war etwas weniger subtil. Sie ereignete sich vor irgendeiner Klausur als alle ganz nervös morgens vor dem Raum standen und sich unterhielten. Ein anderer Kommilitone als der im vorherigen Beispiel kam dazu und gab jedem zur Begrüßung die Hand. Er ging die ganze Reihe durch, obwohl es sehr viele Leute waren. Als er bei mir und einer anderen Frau ankam, stoppte er, drehte sich um und machte bei den restlichen Männern daneben weiter. Nicht, dass ich darauf bestünde, dass mir irgendein Kerl den ich nur flüchtig kenne die Hand zur Begrüßung gibt… diese komische Aktion jedoch war wieder wie so eine Art Ohrfeige, ein kleines “du gehörst nicht dazu” zur Erinnerung.
Neben diesen “Alltäglichkeiten” gab es dieses Semester auch noch die ein oder andere Vorlesung an die sich sehr viele wohl noch eine Weile erinnern werden. Es ging beispielsweise um das Thema Bussysteme und der Dozent wollte ein besonders anschauliches Beispiel “aus dem Leben” nutzen um den Zugriff auf einen Bus durch verschiedene Teilnehmer und dessen Verfügbarkeit möglichst einprägsam zu erklären. Jedenfalls verglich er im Zuge dessen den Bus mit einer Prostituierten in einem Bordell. Weitere Erläuterungen kann und sollte ich mir wohl sparen. Interessant ist vielleicht noch, dass er anschließend anmerkte “das war doch jetzt nicht frauenfeindlich oder?”, keine Antwort erhielt und daraufhin in der Pause von fünf anwesenden Frauen vier nach Hause gingen.
Bei einer anderen Vorlesung kann ich nur von den Informationen eines Kommilitonen berichten. Zu Beginn der Veranstaltung waren noch keine weiblichen Personen anwesend und der Dozent nutzte dies als Anlass um ein Video darüber zu präsentieren, in dem es scherzhaft darum ging, wie ein (natürlich männlicher) Nerd die passende Lebensabschnittsgefährtin findet. Habe das Video (was mir hinterher gezeigt wurde) jetzt nicht da, kann mich aber gut daran erinnern, dass es unter Anderem darum ging “wenn Frau labert, einfach so tun als ob dich das blöde Geschwätz interessiert” usw. Pünktlich zum Ende des Videos kamen eine Kommilitonin und ich gleichzeitig zu spät zur Vorlesung. Was für ein Timing.
identities und POLYFILM präsentieren am 4. August die Österreichpremière von Männer al dente (Mine vaganti).
Männer al dente (Minge vaganti)
ein Film von Ferzan Ozpetek, Italien 2010, 116min, Originalfassung mit deutschen UT
Mit Riccardo Scamarcio, Ennio Fantastichini, Nicole Grimaudo, Alessandro Preziosi, Lunetta Savino u.a.
In Awesenheit des Regisseurs und mit vielen kulinarischen Spezialitäten aus Apulien.
Wann: Mittwoch, 4. August 2010, 20 Uhr
Wo: Filmcasino, Margaretenstraße 78, 1050 Wien
Kartenreservierung für die Première Telefon 0699 120 96 100 oder reservierung(at)identities.at
Ferzan Ozpeteks köstliche neue Komödie ist ein bunter Reigen um bröckelnde Fassaden und Nicht-Gesagtes und - vor allem - eine Lektion, dass man sich von überholten Traditionen und gesellschaftlichen Zwängen befreien muss, um glücklich zu sein - egal wann.
Italienisches Feelgood-Kino mit hintergründigem Humor, vielen Geheimnissen und noch mehr Liebe, Lust und Leidenschaft - nicht nur für italienische Pasta.
Wir sind im sonnigen Apulien. Bei den Cantones, einer ehrwürdigen Pastadynastie im süditalienischen Lecce, steht wieder einmal ein "legendäres" Familienessen an. Immerhin plant Papa Cantone die Firmenübergabe an Alessandro, den ältesten Sohn, der bis jetzt schon pflichtbewusst den Laden geschmissen hat. Die geeignete Schwiegertochter aus gutem Hause ist auch schon für ihn gefunden, und alles scheint paletti. Selbst der jüngere Bruder Tommaso, der in Rom BWL studiert, kommt angereist, um mit der ‚Bella Famiglia' den Anlass zu feiern. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Just am Vorabend der Familienfeier schüttet Tommaso dem großen Bruder sein Herz aus. Er will sich nicht länger verstecken. Er ist gar kein BWLer, sondern Schriftsteller und mit Marco teilt er sich seit Jahren nicht nur die Wohnung ... Beim festlichen Zustammentreffen will er endlich allen reinen Wein einschenken. Doch als er am nächsten Tag die Stimme erhebt, fällt ihm Alessandro ins Wort... und outet sich! Die Überraschung ist perfekt. Scandale grande. Papa kippt mit einem Herzinfarkt um, und der kleine Bruder ist angeschmiert. Statt Outing und Dolce Vita in Rom ist er plötzlich Papas große Hoffnung für die Zukunft...
Ein Geständnis machen ist wie Pasta kochen: man muss den richtigen Zeitpunkt beachten
Ferzan Ozpetek lädt uns mit seinem bitter-süßen Familienportrait nach ganz unten im Stiefel Italiens ein, wo er vor herrlicher Sommerkulisse von den Geheimnissen, Enthüllungen und Rebellionen in einer traditionsbewußten Familie erzählt. Es ist ein sonniges Filmvergnügen, eine emotionale Reise in die tragisch-komische Abgründigkeit einer süditalienischen Provinzdynastie mit viel Zeit und Geld. Ozpetek liebt es, italienische Klischees lustvoll opulent, mit viel Wortwitz und einem gehörigen Augenzwinkern zu inszenieren - die schönen, immer perfekt gestylten Männer, ihre Leidenschaften und Sehnsüchte, ihre angebliche Stärke, die Frauen und ihre oft verborgenen Qualitäten und Wünsche, die Dynamik zwischen Männern und Frauen, ihr Kampf gegen überholte Rollenerwartungen, die "liebe Familie" mit all ihren Vor- und Nachteilen und nicht zuletzt das gemeinsame Feiern und Palavern im Familien- und Freundeskreis. Hingebungsvoll umkreist die Kamera die festliche Tafel und fängt Atmosphäre und Details der Anwesenden ein.
Gerade bei diesen Festen kommen - mehr oder weniger gewollt - so manche ‚Leichen im Keller' ans Licht. In Männer al dente erfahren wir peut à peut von ziemlich vielen Rissen in der scheinbar so perfekten Familienfassade. Geheime, unerfüllte Leidenschaften sind bei den Cantones seit Generationen eine Tradition, wie wir von der Nonna und der schrulligen Tante und auch vom aufmüpfigen, aber total loyalen Personal, das längst Teil der Familie ist, in kleinen Puzzleteilen mitbekommen...
"... Mit Männer al dente ist der Filmstoff Homosexualität mitten im italienischen Mainstream angekommen. Und mit Ozpetek ist ein türkischer schwuler Regisseur, der es am besten schafft, die heterosexuelle italienische Gesellschaft abzubilden und dabei die besten Schauspieler des Landes einzubinden." (Malte Göbel, Sissy Magazin)
Österreichpremière am 4. AUgust 2010 im Filmcasino in Wien. Mit freundlicher Unterstützung des Italienischen Kulturinstituts Wien, der Italienischen Zentrale für Tourismus (ENIT) und des Italienischen Instituts für Außenhandel (ICE).
Text: Barbara Reumüller, identities
Links: [www.identities.at]
[www.filmcasino.at]
http://www.maenner-al-dente.de/
Hannelore Kraft hat's geschafft. Ausgerechnet in Nordrhein-Westfalen - ein Land das für Kohle und Stahl, für Malocher und "ganze" Männer stand und bisher ein Land war, "in dem sich eher Machtmänner tummelten" - sind nun mehr Frauen im Kabinett als sonstwo. Paritätisch auf Männlein und Weiblein verteilt. Was irgendwann einmal Normalität sein (wird) sollte, wird momentan noch besonders kritisch beäugt - und in den Erwartungen und Anforderungen sogleich überfrachtet: Die Frage ist nur, wieso? Muss ein Quotenkabinett mit einer Frauendoppelspitze mehr leisten als ein männerdominiertes? Nein, denn: "Frauen sind nicht die besseren Männer. Sie müssen es auch nicht sein."
Das Kabinett von Hannelore Kraft und wer ist Barbara Steffens
Nörgeln kann man immer. Beispielsweise dass die einflussreichen Ministerposten (Wirtschaft, Finanzen, Inneres) "natürlich" von Männern besetzt wurden. Dass es sich um ein Provinzkabinett handele. Das "Kabinett Kraft" kommt ohne große Namen aus Berlin daher, kaum jemand ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt - weswegen es auch als als Kabinett dritter Wahl verspottet wird. Warten wir doch erstmal ab. Dem nicht genug, dann auch noch eine "Ministerin für Emanzipation". Weshalb sogleich die Bild-Zeitung tönte: "Frau Steffens, braucht man das"?
Ja, Barbara Steffens sieht ihre neue Aufgabe als notwendig, da ein "antifeministisches Rollback" zu spüren sei. Und weil in der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik die Frauenförderung keine Rolle mehr gespielt habe. Das will sie ändern. Auch für die Aufwertung der Frauenhäuser will sie sich einsetzen und sich für einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einem Frauenhaus stark machen. (Zu ihren Plänen stand sie ausführlich der "Emma" Rede und Antwort.) Dass ihr Ressort vom Familienministerium (Ute Schäfer) getrennt ist, mag viele verwundern, doch war für Steffens längst überfällig: "Die Unterordnung der Frauenpolitik unter die Familienpolitik finde ich falsch."
Weiblichere Politik
Ministerinnen und Frauenthemen wohin man schaut: Ob man denn nun einen "weiblichere" Politik in NRW erwarten könne, wurde Sylvia Löhrmann, die stellvertretende Ministerpräsidentin neben Hannelore Kraft und gleichzeitig Bildungsministerin ist, gefragt: "Wir machen gute Politik, die manche Allüren und Hahnenkämpfe nicht nötig hat. Hannelore Kraft und ich pflegen einen unkomplizierten, schnörkellosen und an der Sache orientierten Regierungsstil. Ich hoffe, dass unser Stil Schule macht." Das hoffen wohl viele - und nicht nur Frauen.
Über all das darf weder die problematische Regierungsbildung noch die Tatsache, dass es sich um eine Minderheitsregierung handelt, vergessen werden. Doch die politische Landschaft hat sich verändert. Weshalb manche hierin eine Chance sehen, und zwar einen "Testlauf für den Bund, in dem erprobt wird, wie Politik in einem Fünf-Parteien-System gelingen oder scheitern kann."
Schülerinnen der SommerUni (über Uni Duisburg-Essen)
Nachdem die heißesten Tage des Sommers vorbei sind, ist die Gelegenheit umso günstiger, sich fortzubilden. Auch in diesem Jahr gibt es für Informatikerinnen und Ingeneurinnen wieder eine Reihe spezieller Angebote.Leider schon angefangen hat die informatica feminale Baden-Württemberg in Freiburg. Heute Nachmittag gibt es ab 16 Uhr allerdings noch zwei Vorträge zu Kommunikation, die auch Nicht-Teilnehmerinnen offen stehen.
Auch die erste deutsche informatica feminale geht in Bremen in eine neue Runde. Vom 6. bis 17. September geht es in den Kursen um Programmieren in C#, die Erstellung von Publikationen mit LaTeX oder auch die Einführung ins Projektmanagement.
Nach diesem Vorbild gibt es inzwischen in Bremen auch die ingenieurinnen sommeruni. Für Ingenieurinnen aus den Bereichen Elektrotechnik/ Informationstechnik bzw. aus Produktionstechnik/ Maschinenbau & Verfahrenstechnik an gibt es vom 30. August bis zum 10. September verschiedene Vorträge und Workshops.
Vorher gibt es bereits die SommerUniversität für Frauen in Natur- und Ingenieurwissenschaften (S.U.N.I.). Vom 9. bis 13. August sollen vor allem Schülerinnen in Duisburg für ein MINT-Studium begeistert werden.
Auch an Schüler richtet sich die Sommeruni 2010 der FU Berlin. Dort gibt es nachmittags außerdem Vorträge zu aktuellen Forschungsthemen, die auch für Eltern und Lehrer_innen offen (und kostenfrei) sind.
Nicht mehr diesen Sommer, sondern im nächsten Jahr wird dann die meccanica feminale an der Universität Stuttgart stattfinden. Vom 23. bis 27. Februar 2011 sind Studentinnen und Fachfrauen aus dem Maschinenbau und der Elektrotechnik eingeladen, sich weiterzubilden und zu vernetzen.
Weitere Termine gibt es bei komm-mach-mint.de – wenn trotzdem noch eine Veranstaltung fehlt, ab damit in die Kommentare.
Du willst wissen, ob ein späteres Studium deinen eigenen Neigungen und Fähigkeiten entspricht? Dann bist du herzlich eingeladen, dass beim Probestudium an der BTU Cottbus herauszufinden. Schülerinnen und Schüler der 10. bis 13. Klassen sowie alle anderen Studieninteressierten können sich während des drei- bis fünftägigen Probestudiums intensiv über die Inhalte der einzelnen Studiengänge, die späteren Berufsfelder und -chancen, die Studienbedingungen an der BTU, die Zulassungsvoraussetzungen sowie Immatrikulationsfristen informieren.
Nach einer äußerst anstrengenden Klausurphase melde ich mich voller Vorfreude auf die ersten richtigen Ferien seit beginn meines Studiums wieder mit einem Lebenszeichen. Später folgen auch noch ein paar Wörtchen zum zweiten Semester Informatik.
Zuerst dürft ihr aber, wie bereits versprochen, das Interview lesen, welches Rosa Reitsamer von Grassroots Feminism vor einigen Wochen mit mir gemacht hat. Ich bedanke mich an dieser Stelle auch für das nette Gespräch und die Umsetzung.
Hier geht’s zum Interview auf grassrootsfeminism.net.
Ansonsten noch eine Sache, die ganz gut zu meinem letzten Post passt. Damals habe ich die SIGINT angekündigt, was jetzt auch schon einige Zeit her ist. Für Menschen die, wie ich, nicht daran teilnehmen konnten gibt es mittlerweile die Videomitschnitte beim CCC-TV zum Download. Hier findet ihr den Vortrag zu Women and Geek Culture.
Außerdem findet im Moment die Informatica Feminale Baden-Württemberg statt, wobei der Anmeldeschluss bereits vorbei ist. Dafür lädt im September die Universität Bremen zur 13. Informatica Feminale ein. In Österreich findet außerdem im August die Ditact für (Informatik-)Studentinnen statt.
Das Gleichstellungsbüro der Medizinischen Hochschule Hannover und das Kompetenzzentrum für geschlechtersensible Medizin an der MHH richten am 03. und 04. September 2010 die Tagung ‘Medizin und Geschlecht: Perspektiven für Lehre, Praxis und Forschung / Gender and sex in medical education, practice, and research‘ aus.
Die Tagung findet auf dem Campus der MHH, Gebäude J1, Hörsaal H statt. Die Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch.
Ähnliche Beiträge
“Don’t think it’s only Entertainment” – MINT und Chancengleichheit in fiktionalen Fernsehformaten
Die internationale Konferenz findet statt im Rahmen der medienwoche@IFA* vom 6. – 8. September 2010 im Dachgartenfoyer des ICC Berlin.
Fehlende reale und mediale Rollemodelle sind eine Ursache dafür, dass sich junge Frauen an zukunftsträchtigen Berufen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technologie (MINT) weitgehend desinteressiert zeigen. Hier setzt die durch das Bundesministerium für Forschung und Bildung und den Europäischen Sozialfonds geförderte Initiative “Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technologie und Chancengleichheit in fiktionalen Formaten (MINTiFF) an. Die Konferenz stellt die zentralen Forschungsresultate und Ergebnisse des Projekts vor und lädt eine breite Öffentlichkeit zur Diskussion ein.
Neben den Ergebnissen einer Programmanalyse, einer Befragung von deutschen Drehbuchautoren/-innen, Produzenten/-innen und Senderverantwortlichen und den Resultaten der MINTiFF-Befragung unter rund 2500 Schülern/-innen werden Vorträge und Diskussionsrunden mit Wissenschaftlern/-innen, Drehbuchautoren/-innen, Produzenten/-innen und Senderverantwortlichen aus dem In- und Ausland Stoff zur Diskussion bieten. Zu sehen sein wird überdies die erste Fernseh¬produktion, die mit Unterstützung durch das MINTiFF-Network entstanden ist.
Bestritten wird die Konferenz von den international renommiertesten Wissenschaftlern/-innen aus dem Bereich Entertainment Education und von Film- und Fernsehschaffenden u.a. aus den USA (Sarah Goldfinger, CSI Las Vegas), aus Großbritannien (Stuart Blackburn, Emmerdale) und aus Deutschland. Nähere Informationen finden Sie in der anhängenden Programmübersicht.
Die Möglichkeit zur Anmeldung besteht auf der Konferenzhomepage unter [www.mintiff-konferenz.de]
Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!
Prof. Dr. Marion Esch
* Im Zusammenspiel von IFA und Kongress hat sich die medienwoche@IFA in den vergangenen Jahren zur führenden Veranstaltung für die konvergente Medienwelt entwickelt. Sechs Tage lang vereint sie unter ihrem Dach die weltgrößte Messe für Consumer Electronics IFA (03.09.-08.09.10), den Internationalen Medienkongress (06.09.-07.09.10), Events wie die medianight, das M100 Sanssouci Colloquium, den M100 Medien Preis und die Eröffnung der Berlin Music Week.
Die gaplante Pride Parade fällt mit dem traditionellen Gai Jatra Fest zusammen, bei dem der im vergangenen Jahr Verstorbenen gedacht wird. In Frauenkleidern auftretende Männer gehören zu den Traditionen dieses Festes, weshalb es in den letzten Jahren von der LGBT-Community Nepals immer mehr besucht wurde.
Sunil Pant sagte, dass es bei der Parade Musik und farbenprächtig dekorierte Elephanten und Pferde geben werde. Er will ein internationales Event daraus machen. "Nepal hat in den letzten Jahren bei LGBT-Anliegen große Fortschritte gemacht und wir hoffen, dass wir Hoffnung verbreiten und andere inspirieren können", sagte er gegenüber der Presse. Ein Höhepunkt der Parade soll eine Gedenkfeier für die Opfer von AIDS und von Gewalt werden. Quelle: AFP v. 27. Juli 2010
Der Oberste Gerichtshof Nepals hatte in einer Entscheidung von 2008 angeordnet, dass Lesben und Schwule volle Gleichberechtigung erhalten müssen. Dies soll auch in der neu zu schaffenden Verfassung des Landes festgehalten werden. Es war voriges Jahr sogar davon die Rede, dass Nepal als erstes Land in Asien die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare öffnen werde. Die verfassungsgebende Nationalversammlung konnte sich bisher allerdings noch nicht auf einen Text einigen.
Links: [www.bds.org.np]
http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5h8t1ulIEuJDtEGxlpaQe_gg3s2xQ
[www.365gay.com]
http://news.oneindia.in/2010/07/27/nepal-gay-pride-march-august-25.html
http://www.towleroad.com/2010/07/nepal-to-hold-first-gay-pride-parade-on-august-25.html
[www.365gay.com]
[bistandsaktuelt.typepad.com]
http://ilga.org/ilga/en/article/mhWtjKX1dD
Ähnliche BeiträgeGeschlechterbezogene Kompetenz ist ein Thema, das mittlerweile viele Menschen auch in Kommunen beschäftigt: nicht nur in Verwaltungen, sondern auch in kommunalen Institutionen und bei den Bürgerinnen und Bürgern.
Das Projekt GeKom – Gender-Kompetenz im kommunalen Raum der Baden-Württemberg Stiftung hat von 2007 bis 2010 in Kommunen Bildungs- und Entwicklungsprozesse initiiert, begleitet und ausgewertet. Die Erfahrungen und Ergebnisse dieses Projekts sind für alle Verantwortliche in Kommunen von Interesse.
In diesem Zusammenhang laden wir Sie zu der Fachtagung “Mehr Gender-Kompetenz in der Kommune” ein. Sie findet am 29. September 2010 im Stadthaus Ulm statt.
Wir freuen uns, wenn Sie bei der Tagung dabei sind.
Mit freundlichen Grüßen aus Tübingen Reinhard Winter und Gunter Neubauer
Das Institut für Hochschulforschung Wittenberg (HoF) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sucht zum nächst möglichen Zeitpunkt eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in,
in dem Forschungsprojekt ‚Männliche’ Forschung – ‚weibliche’ Lehre? Konsequenzen der Föderalismusreform für Personalstruktur und Besoldung am Arbeitsplatz Hochschule.
Einstellungsvoraussetzungen sind die Promotion, bevorzugt in den Sozialwissenschaften und/oder eine mehrjährige Projekterfahrung, ausgewiesene methodische Kompetenzen in der qualitativen und quantitativen empirischen Sozialforschung sowie in der Geschlechterforschung. Die Verbindung mit der Hochschul- und Wissenschaftsforschung
und/oder der Arbeitsmarkt-, Berufs- und Professionsforschung ist wünschenswert.
Das Institut setzt sich für Chancengleichheit in der Wissenschaft ein. Wir freuen uns daher besonders über Bewerbungen von Frauen.
Arbeitsort ist Lutherstadt Wittenberg. Die konkreten Arbeitsbedingungen und Präsenzregelungen sind Vereinbarungssache.
Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen sind bis zum 31.08.2010 zu richten an Dr. Anke Burkhardt, Institut für Hochschulforschung Wittenberg (HoF) an der Martin- Luther-Universität Halle-Wittenberg, Collegienstraße 62, 06886 Lutherstadt Wittenberg,
Internet: [www.hof.uni-halle.de.]
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Karin Zimmermann: karin.zimmermann@hof.uni-halle.de.
Die Rücksendung von Bewerbungsunterlagen ist nur gegen frankierten und adressierten Rückumschlag möglich.
The F-Word hat eine bisher 4-teilige Serie über Frauen in der Punkmusik.
Der Asylantrag der iranischen Schauspielerin Kiana Ferouz wurde nun doch angenommen. Obwohl Homosexualität im Iran verfolgt wird, bedurfte es erst einer Online-Petition, damit die britischen Behörden ihre Ablehnung überdachten (s.a. Artikel und Kommentar).
Mehr Burka-Neuigkeiten: Der Telegraph berichtet über den Rauswurf zweier Burkini tragenden Frauen aus einem französischen Schwimmbad. Und: In syrischen Schulen ist die Burka bzw. der Nikab nun auch verboten.
Frau Herman: Sie nerven! Gnurpsnewoel kommentiert Hermans letzten Totalausfall mit den Worten: ”Ich will in Eva Hermans Welt nicht leben müssen.“ Auch auf Philibuster schreibt Nadia Shehadeh über den geistigen Absturz der Eva Herman.
Der Freitag über den Bikini, “Alptraum in zwei Teilen“: “Im Namen quasi atomar belastet, stand er zunächst für sexuelle Befreiung. Heute ist er Instrument weiblicher Selbstkontrolle.”
Sechs Frauen bekamen in Guanajuato in Mexiko 25 – 30jährige Haftstrafen, weil sie Abtreibungen vornehmen ließen. Schuldig gesprochen wurden sie wegen Totschlag, wie feministing berichtet.
Jamie Keiles ist eine High School Absolventin in Pennsylvania in den USA, die mit ihrem Blog TheSeventeenMagazineProject ein interessantes Experiment startete: Wie sieht das Leben aus, wenn frau nach den Regeln des Seventeen Magazine lebt?
DieStandard konstatiert, dass jede_r Fünfte in Deutschland im Niedriglohnsektor arbeitet: “Besonders stark von Niedriglöhnen betroffen sind junge Beschäftigte unter 25 Jahren, AusländerInnen, gering Qualifizierte, befristet Beschäftigte und Frauen.”
Geekfeminism hat einen interessanten Artikel über Computer Geeks und Privilegien: “If you were hacking since age 8, it means you were privileged.“
Growing Generations engagiert sich ausdrücklich für Schwule und Lesben mit Kinderwunsch und will laut Presseaussendung auch Bedenken hinsichtlich der in vielen Ländern unsicheren Rechtslage bei Leihmutterschaft und Eizellenspende zerstreuen. "Wir haben hunderten Kunden, ob Paare oder Singles, homo- oder heterosexuell, aus 29 Ländern weltweit durch Leihmutterschaft und/oder Eizellspende zu einer Familie verholfen. Mehr als 890 Babys wurden bis dato auf diesem Wege geboren", verkündet Miteigentümerin Vanessa Leon. Eines der medizinischen und praktischen Probleme medizinisch unterstützter Fortpflanzung wird bei einem Blick auf die auf der Website von Growing Generations veröffentlichten Geschichten der Leihmütter deutlich: Zwillings- und Mehrlingsgeburten sind überdurchschnittlich häufig.
In Österreich sind Eizellenspende und Leihmutterschaft verboten. Gegen ein Urteil des EGMR, in dem das Eizellenspendeverbot als Verstoß gegen das Grundrecht auf Schutz der Familie erkannt wurde, will das Justizministerium Revision an die Große Kammer des EGMR beantragen, wie Ministerin Bandion-Ortner vor kurzem gegenüber Kath-Press erklärte. Adoption ist für ledige Einzelpersonen unabhängig von der sexuellen Orientierung erlaubt, das Gesetz über die Eingetragenen Partnerschaften schließt Eingetragene Partner_innen von der Adoption aber ausdrücklich aus. Bei der Adoption von Kindern aus Drittländern muss auch die Rechtslage im Herkunftsland des Kindes beachtet werden.
Links: [www.ots.at]
http://www.growinggenerations.com/
[www.ots.at]
[1] Die Beratungsgespräche führt der Miteigentümer und Geschäftsführer Stuart Miller, der gemeinsam mit seinem Ehemann selbst einen 2 1/2-jährigen Sohn hat, der durch Eizellenspende und Leihmutterschaft auf die Welt kam. Anfragen und Terminvereinbarungen an Vanessa Leon: Vanessa(at)growinggenerations.com
Von Augsburg TV habe ich den Beitrag über unseren Frauenstadtplan auf DVD erhalten – leider in dem nicht webtauglichen VOB-Format. Auf der Suche nach einem Mediaconverter bin ich auf ein sehr nützliches kostenloses Programm gestoßen: Xmedia Recode.
Das Umwandeln einer VOB-Datei in beispielsweise eine MP4-Datei geht wirklich sehr einfach: (1) Die Quelldatei auswählen, (2) den Video- und Audiocodec angeben, (3) das Endformat wählen und (4) auf den Button <Kodieren> klicken.
Das Programm verfügt über eine Vielzahl von vordefinierten Profilen – auch für verschiedene Smartphones. Wer XMedia Recode für andere Video-Abspiel-Geräte verwenden möchte, kann eigene Profile anlegen. Eine Liste der unterstützten Formate gibt es auf der Herstellerseite.
XMedia Recode bietet weitere tolle Funktionen:
Das Programm ist als auch Portable-Version erhältlich und damit als nützliches Werkzeug auf einem USB-Stick immer zur Hand.
Audio-Mitschnitte der Veranstaltungen zu Macht in queerem BDSM und Muss Sex immer Geschlechtsverkehr + Orgasmus heissen? des [femarchiv potsdam].
Mit dem Argument, es gäbe einfach nicht genügend qualifizierte Bewerberinnen wird gern versucht zu erklären, warum es denn so wenige Frauen in leitenden Positionen gäbe. Darüberhinaus wird damit auch vor möglichen katastrophalen Konsequenzen von Quotenregelungen gewarnt.
Eine interessante Entwicklung hat die ZEIT im neuen Führungskräftemonitor (PDF) des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung gefunden:
2008 hatten laut der Studie zwar deutlich mehr Frauen in Führungspositionen einen Hochschulabschluss als noch 2001 – 67 Prozent im Vergleich zu 60 Prozent vor neun Jahren. Bei Männern in solchen Positionen stagniert dagegen der Anteil mit Studium. Von ihnen hatten 2008 nur 62 Prozent einen Abschluss, genau wie Anfang des Jahrzehnts.
Alle, die den Film von Jesús Garay bei den Queer Film Nights im Frühjahr verpasst haben, können ihn ab Freitag im Top-Kino sehen:
Eloïse
Regie: Jesús Garay, Spanien 2009, 91min, OmU
Wann: Freitag 30. Juli bis 5. August, täglich 19:30
Wo: Top-Kino, Rahlgasse 1, 1060 Wien
Liebe hat einen Namen
Die 18-jährige Asía liegt im Krankenhaus. An ihrer Seite die besorgte Mutter und der liebevolle Freund. Doch der konventionelle Schein trügt. Rückblenden erzählen von Asías Leben vor dem Unfall: Ihre Freundinnen genießen das neue Leben als Studentinnen in vollen Zügen - shoppen, trinken, lästern, knutschen. Asía findet das alles recht nett. Wie auch ihren neuen Freund Nathaniel.
Erst als die unverfrorene, kunstbegabte Eloïse in ihr Leben tritt, begreift Asía, was ihr bisher gefehlt hat: Kunst, Schönheit, verrückte Ideen, tiefschürfende Gespräche und schließlich ... Leidenschaft!
Malerisch inszeniert, mit hinreißenden Hauptdarstellerinnen und voll erotischer Spannung schildert dieses feinfühlige spanische Filmjuwel die Geschichte einer ersten Liebe in einer perfekten Balance zwischen Romantik und Kompromisslosigkeit
Text: Barbara Reumüller
Links: [www.identities.at]
[www.topkino.at]
In der Anfrage an Innenministerin Fekter vom 8. Juli stellten die Abgeordnete Belakowitsch-Jenewein und ihre Kollegen Fragen zur Konferenz der European Gay Police Association und zur Teilname von lesbischen und schwulen Polizist_innen an der Regenbogenparade gestellt, die teils unsinnig waren "Ist die Teilnahme in Uniform an dieser Veranstaltung [= Regenbogenparade] gerechtfertigt?" (sie nahmen, wie der Presse leicht zu entnehmen war, nicht in Uniform teil) und teils untergriffig: "Wie gestaltet sich die Durchsuchung von Personen durch solche Polizisten?" (so wie bei allen anderen auch - professionell).
Die restlichen Fragen zeigten, dass die FPÖ-Abgeordneten anscheinend weder während den Debatten zuhören, noch Zeitung lesen oder Suchmaschinen bedienen können, anders lassen sich Fragen nach den Aufgaben eines/einer Diversitybeauftragten oder eines/einer Gleichstellungsbeauftragten nicht erklären.
Ähnlich diskriminierend und gleichzeitig gedankenlos ist auch die von Abgeordneten Roman Haider und Kollegen am 9. Juli eingebrachte Anfrage zu den Eingetragenen Partnerschaften formuliert. Sie stören sich daran, dass einige Bezirkshauptleute bzw. die für Personenstandsangelegenheiten zuständigen Stadträte und Stadträtinnen in Statutarstädten die Übergabe der Eintragungsurkunde in denselben Räumen zulassen, in denen sonst auch heterosexuelle Trauungen stattfinden.
"Die ÖVP machte damals ihre Zustimmung zu diesem Gesetz von der Bedingung abhängig, dass eine Schließung einer "Eingetragenen Partnerschaft" nicht am Standesamt, sondern nur vor Bezirksverwaltungsbehörden durchgeführt werden könne", schreiben Haider & Co. und stellen an die Justizministerin die Frage:
Gemäß § 26 a (1) Personenstandsgesetz erfolgt eine eingetragene Partnerschaft in Anwesenheit der Partnerschaftswerber vor der Bezirksverwaltungsbehörde in Form einer Niederschrift (§ 6 Abs. 2 EPG). Nachdem es der ausdrückliche Wille des Gesetzgebers war, dass eingetragene Partnerschaften nicht vor dem Standesamt und nicht in Trauungssälen abgehalten werden sollen, sondern ausschließlich auf den Bezirksverwaltungsbehörden erfolgen soll, wie erklären Sie sich die Möglichkeit, dass diese Vorschrift umgangen werden kann?
Ich kann den Damen und Herren von der FPÖ nur die Lektüre der österreichischen Bundesverfassung empfehlen, denn Art. 116 B-VG hält fest, dass eine Stadt mit eigenem Statut neben den Aufgaben der Gemeindeverwaltung auch die der Bezirksverwaltung zu besorgen hat.
So nebenbei scheinen die betreffenden Abgeordneten noch große Schwierigkeiten mit der Terminologie zu haben: nicht die Eingetragene Partnerschaft erfolgt vor der Bezirksverwaltungsbehörde, sondern die Eintragung der Partnerschaft und Eingetragene Partnerschaften werden auch nicht in Trauungssälen "abgehalten" - dort findet nur die Übergabe der Eintragungsurkunde statt, sofern die beteiligten Personen das wünschen.
Auch der SoHo-Vorsitzende Peter Traschkowitsch wundert sich über den hochsommerlichen Pseudoaktivitätsschub der FPÖ und hält fest: "Mir ist schon klar, dass für FPÖ-Abgeordnete Liberalität ein Schimpfwort bedeutet, aber trotzdem: Vielleicht sollten die homophoben Damen und Herren der FPÖ einmal einfach nur zur Kenntnis nehmen, dass das EPG mit großer Mehrheit im Parlament beschlossen wurde und den Anstand haben, mit ihrer Hetzkampagne aufzuhören. Aber höchstwahrscheinlich ist Anstand für die FPÖ auch ein Schimpfwort!"
Links: [www.parlament.gv.at]
[www.parlament.gv.at]
[www.parlament.gv.at]
http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Bundesnormen/NOR40045821/NOR40045821.html
[www.ots.at]
[www.wien.gv.at]
[www.wien.gv.at]
[www.thinkoutsideyourbox.net]
Als Hauptpreis winkt ein von pinktravel gespendeter Wochenendtrip nach Berlin für zwei Personen mit zwei Nächtigungen in einem City-Hotel. Weitere Preise sind von robosauger.com, wienett/Handwerk zum Kaufen, Theater an der Wien, Vereinigten Bühnen
Wien, UCI KINOWELT Millennium City, der Buchhandlung Löwenherz sowie der Alten Lampe Gespendet worden. Die HOSI Wien selbst lockt mit zehnmal je zwei VIP-Eintrittskarten samt Sitzplatz für den Regenbogenball, der am 12. Februar 2011 in der Wiener Hofburg stattfinden wird.
Und so funktioniert's: Man kann sein altes Handy samt ausgefülltem Teilnahmeformular für das Gewinnspiel (ein Formular pro Handy) bei einer der vier Sammelstellen abgeben. Man kann sein altes Mobiltelefon samt Teilnahmeformular aber auch bis spätestens 15. September 2010 an folgende Adresse einsenden (Porto zahlt der Empfänger):
ANTWORTSENDUNG, DieHandySammler, Ing. Alfred Hums, Postfach 92, 2452 Mannersdorf.
Das Teilnahmeformular kann man sich unter [www.zwanzigtausend.at] herunterladen. Dort finden sich auch alle Informationen zur Aktion sowie die Liste der Sammelstellen.
Die Verlosung der Preise findet am Dienstag, 21. September 2010, um 19 Uhr im Gugg statt. Die GewinnerInnen werden per E-Mail
benachrichtigt. Eine Barablöse der Preise ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die HOSI Wien dankt schon jetzt allen, die ihre alten Handys für diesen Zweck spenden, und hofft auf sehr zahlreiche Beteiligung. Quelle: Medienaussendung der HOSI Wien vom 26. Juli 2010
“No corsets, no hatpins, and no crying.”
(via)
Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:
Mehr Frauen für MINT! Mit dieser Zielsetzung engagiert sich die HIS Hochschul-Informations-System GmbH als jüngster Partner beim Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen „Komm, mach MINT.“. „Wir freuen uns sehr, die HIS Hochschulforschung als neuen Partner begrüßen zu dürfen, denn HIS unterstützt schon seit langem die Arbeit des Pakts mit wichtigen Daten und Analysen. Sie zeigen, wie sich die Anteile der MINT-Studienanfängerinnen, Absolventinnen oder Berufseinsteigerinnen entwickeln und belegen das Engagement der Paktpartner und damit den Erfolg des Paktes“, sagt Susanne Witteriede, Leiterin der Geschäftsstelle.
Brazda war wegen seiner Homosexualität drei Jahre lang als einer von rund 650 schwulen Gefangenen in Buchenwald inhaftiert. In seiner Ansprache sagte Brazda, der heute in Frankreich lebt, er habe Glück gehabt, rechtzeitig befreit worden zu sein. So lange er lebe, werde er versuchen, den nachfolgenden Generationen die Geschichte der NS-Opfer mit auf den Weg zu geben, erklärte Brazda in seiner Rede weiter. Am Abend berichtete er deshalb in einer Gesprächsrunde auch ausführlicher über seine Erlebnisse.
Weimars Oberbürgermeister Stefan Wolf verwies auf der von der Weimarer AIDS-Hilfe organisierten Gedenkstunde auf die besondere Verantwortung der heutigen Generationen gegenüber KZ-Überlebenden. "Ihre Anwesenheit fordert uns eindringlich dazu auf, jeden Tag mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln an der Zukunft zu arbeiten, an einer Zukunft ohne Diskriminierung, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit".
Über die Anzahl der schwulen KZ-Häftlinge gibt es nur Schätzungen. Historiker_innen gehen von rund 10.000 aus. Sie wurden zum Teil zu medizinischen Versuchen missbraucht. Quelle: MDR Thüringen vom 25. Juli 2010
Auch nach dem Krieg und bis in die Gegenwart erhielten die Häftlinge mit dem Rosa Winkel, zum Unterschied von anderen KZ-Häftlingen, keine Entschädigung. Lesben wurden nicht als eigene Häftlingskategorie verfolgt, sondern in der Regel bei den sogenannten "Asozialen" eingeordnet. Daher ist es noch viel schwieriger, Genaues über die Schicksale von Lesben in der NS-Zeit herauszufinden.
Buchtipp: Burkhard Jellonek, Rüdiger Lautmann (Hg.): Nationalsozialistischer Terror gegen Homosexuelle, Paderborn: Schöningh, 2002.
Links: [www.mdr.de] (mit kurzem Video)
[www.ggg.at]
Der sächsische Justizminister Jürgen Martens (FDP) unterstützt ausdrücklich den Vorschlag der Bundesjustizministerin, die Rechte lediger Väter in Deutschland zu stärken. Danach sollen unverheiratete Eltern künftig von Anfang an ein gemeinsames Sorgerecht für ihr Kind erhalten.
„Die bisherige Benachteiligung lediger Väter muss endlich ein Ende finden. Ich bin mir sicher, dass die von der Bundesjustizministerin vorgeschlagene Widerspruchslösung die Situation der betroffenen Kinder und ihrer Väter verbessern wird. Erkennt der Vater seine Vaterschaft an, soll er auch automatisch die gemeinsame Sorge für das Kind erhalten. Nur wenn die Mutter widerspricht, muss das Gericht ihre Einwände gegen die gemeinsame Sorge überprüfen und im Sinne des Kindeswohls entscheiden. Diese Lösung ist gerecht, unbürokratisch und entspricht der Lebenswirklichkeit in unserer Gesellschaft.“
Im letzten Dezember hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschieden, dass die Bevorzugung von unverheirateten Müttern gegenüber den Vätern ein Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot ist.
Seit einem Jahr sind in Indien „sexuelle Akte wider die Natur” (§377) nicht mehr unter Strafe gestellt. In der Presse wurde dies vor allem als Homosexualität nicht länger unter Strafe gefeiert – dabei ist die Entscheidung leider noch gar nicht endgültig. Vor dem indischen Supreme Court war gleich Einspruch eingelegt worden, über den bis heute nicht entschieden ist.
Oft übersehen wird auch, dass der Paragraf noch aus der britischen Kolonialzeit stammt, wie Indien Aktuell berichtet. Da queere Lebensweisen an sich nicht verboten wurden, gab es einerseits Freiräume, andererseits wurden über den Paragrafen 377 viele marginalisierte Gruppen (Transgender, Sexarbeiter_innen …) noch weiter verfolgt und bedroht.
Und nun? Balaji Ravichandran warnt im Guardian vor überzogenen Hoffnungen:
Since decriminalisation, the political parties have been abnormally quiet about the issue. The religiously inclined politicians obviously think it the end of humanity. But, the rest, even when pressed, don’t want to get involved. It is, truly, political suicide.
Die politischen Parteien sind unnormal leise gewesen seit der Dekriminalisierung. Religiös eingestellte Politiker_innen denken offensichtlich, es sei das Ende der Menschheit. Aber der Rest will nicht involviert werden, selbst wenn sie unter Druck gesetzt werden. Es ist wahrhaft politischer Selbstmord.
Auch in den Medien habe sich wenig getan, schlimmer noch, das Wort „gay” werde inzwischen sogar zensiert wie sonst nur Schimpfwörter. Deutlich progressiver sind da die indischen Einwanderer_innen in den USA. Mit gleichgeschlechtlichen Ehen und Paaren kämen sie immer besser zurecht, Unverheiratete und Kinderlose haben es dagegen weiter schwer berichtet npr.
Einige Berliner Mädchenblogger_innen trafen sich letzten Freitag erstmals im Silver Future in Berlin – erstmal zum kennenlernen und austauschen. Wir kamen ziemlich schnell zu dem Schluss, dass uns ein Austausch im Real Life wichtig ist- weil viele Dinge dann schneller zu klären sind, weil so neue, gemeinsame Ideen entstehen können und wir herausfinden können, was uns gemeinsam wichtig ist, nervt oder wozu wir Unterstützung brauchen.
Außerdem sind wir neugierig: wer liest unseren Blog eigentlich? Gibt es Leute, die eigentlich gerne schreiben würden, aber sich in einer eher anonymen Struktur nicht wohl fühlen?
Darum haben wir kurzerhand beschlossen, ab jetzt einmal im Monat ein Mädchenblog-Treffen in Berlin abzuhalten: An jedem ersten Montag im Monat im Silver Future in der Weserstr. 206 in Berlin-Neukölln. Willkommen sind ausdrücklich nicht nur Autor_innen des Blogs, sondern auch Leser_innen.
Das erste Treffen findet am 02. August ab 19.00 Uhr statt. See you on the edge of a silver future …
"Mir geht es darum, die vielen Vereine, die in der Wiener Lesben-, Schwulen- und Transgenderbewegung aktiv sind, zu unterstützen. Im Kampf gegen Diskriminierungen und Homophobie sind diese Vereine unverzichtbare PartnerInnen der Stadt", so Frauenberger.
Aus dem "queeren Kleinprojektetopf" werden zum Beispiel Vorhaben und Initiativen unterstützt, die Diskriminierungen von Lesben, Schwulen und Transgenderpersonen aufzeigen oder diskriminierte Menschen unterstützen. Aber auch Projekte, die die gesellschaftliche Teilhabe homosexueller Menschen und Transgenderpersonen fördern oder die gesellschaftliche Bewusstseinsbildung positiv beeinflussen, sind
willkommen.
Über die Förderanträge entscheidet ein ExpertInnen-Beirat unter dem Vorsitz der Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen (WASt). Nähere Informationen unter
der Nummer 4000-81449 oder im Internet unter www.queer.wien.at. Quelle: Presseaussendung Büro Sandra Frauenberger vom 26. Juli 2010
Links: [www.queer.wien.at]
[www.wien.gv.at] (hier finden sich die Formulare usw.)
Na gut, es gibt Unterschiede. Reichlich. Schuld daran sind männliche Hormone, die schon das Embryo, das von Natur aus ja weiblich ist, zu einem männlichen Kind umbauen. Nicht nur was die äußerlichen Geschlechtsmerkmale angeht. Sie verändern auch Gehirnstrukturen, vergrößern hier ein Areal, verkleinern dort ein anderes und sorgen generell dafür, dass die Reaktionen der Männer auf Lebensumstände und Menschen anders ausfallen als die der Frauen.
Aller Männer? Aller Frauen? Bei Louann Brizendine, Autorin des Bestsellers über "Das weibliche Gehirn" und Professorin für Neuropsychiatrie an der University of California in San Francisco, liest sich das so. Sie beruft sich auf Unzählige von "Studien", die das beweisen (oft ohne im Lauftext genau anzugeben, wer diese Studien an wie vielen Männer durchgeführt hat), referiert über die nachweisbaren Unterschiede von männlichen und weiblichen Gehirnen. Was sie nicht dazusagt (oder falls ich es überlesen haben sollte: was sie nur sozusagen im Vorübergehen streift):
In diesem wie in ihrem Buch über das weibliche Gehirn geht es immer um Durchschnittswerte, um Statistiken, die Mehrheiten belegen, aber keine allgemeingültigen Wahrheiten.
Umstrittene Unterschiede
Irgendeine kluge Frau (oder war es ein Mann?) hat mal gesagt: Die Unterschiede zwischen dieser und der nächsten Frau, diesem und dem nächsten Mann sind größer als die Unterschiede zwischen Männern und Frauen generell. Und sie (oder er) hatten Recht. Kapitelüberschriften wie "Papas kleines Mädchen wickelt ihn um den Finger" oder "Wie der Vater so der Sohn" sind so richtig wie - falsch. Weil es reichlich kleine Mädchen gibt, die ihren Vater NICHT becircen können und mindestens so viele Söhne, die ihrem Vater NICHT ähnlich sind.
Trotzdem: "Das männliche Gehirn" ist ein lesenswertes Buch, weil die hier vermittelten Erkenntnisse über Gehirnaufbau und Hormonwirkungen der Männer ja tatsächlich existieren. Manch eine Mutter, manch eine Liebende (oder wütende Frau) wird denken: Ja, genau so ist es. So wie Brizendine es schildert, reagiert mein Sohn, mein Partner. Aber wenn sie klug ist, vergisst sie über dem Amüsement (oder dem Ärger) hoffentlich nicht die Reaktionen "ihrer" Männer, die ganz anders sind. Noch wichtiger: Beim Lesen sollte man immer daran denken, wie sehr Erziehung, Kultur und Freundschaften heranwachsende Kinder und das Verhalten von Erwachsenen beeinflussen.
Gene oder Erziehung?
Zur Zeit neigt die wissenschaftliche Berichterstattung (und in ihrer Nachfolge tut es auch Louann Brizedine) zu einer Überbetonung der Genetik, der ererbten und damit, so wird es zumindest dargestellt, nicht änderbaren Eigenschaften. "Nature or Nurture", heißt die Frage nach dem wichtigeren Einflussfaktor auf das Verhalten Erwachsener knapp im Englischen. Genetik oder Erziehung muss man im Deutschen fragen, aber eine allseits anerkannte Antwort gibt es so oder so nicht. Über Genetik wird nur deshalb mehr gesprochen, weil sich ihr zur Zeit mehr Forscher widmen und weil sie - das Wissenschaftsgebiet wird ja erst seit ein paar Jahrzehnten beackert - mehr tatsächlich Neues liefert als die Erziehungs- und Kulturforschung.
Lesen Sie "Das männliche Gehirn" trotzdem. Es liefert jede Menge Lächeln - Aha! Ja! Kenn ich! - und genug lohnende Tipps, um an randalierenden Fünfjährigen, rebellischen Teenage-Jungens und wenig einfühlsamen Partnern nicht zu verzweifeln (DIE Männer entwickeln lieber sofort Rettungspläne, statt liebevolle Trostworte zu murmeln, sagt Brizendine).
Nicht verzweifeln
Deshalb sollten Sie sich auch nicht darüber ärgern, dass 146 der insgesamt 319 Buchseiten aus Hinweisen auf die Quellen der Brizendine-Weiheiten bestehen, aus "Anhang" also, mit dem nur der Fachmann oder die Fachfrau etwas anfangen kann. Hatte die Autorin vielleicht schon beim Schreiben ein schlechtes Gewissen, weil sie zu sehr verallgemeinert? Es spräche für ihre Art zu denken. Nach ihrer Definition eine sehr männliche.
Ein heißer Stein wird gegen die Brust eines Mädchens gepresst – in der Hoffnung, dass ihre Brüste aufhören zu wachsen und so nicht das “Objekt männlicher Begierde” werden. Diese grausame Praxis, die neben Infektionen und Verbrennungen auch Fehlbildungen der Brust zur Folge haben kann, soll junge Mädchen in Kamerun “schützen”. Mit der wachsenden Zahl an Mädchen, die eine Schule besuchen und so nicht mehr ständig unter der Aufsicht ihrer Eltern stehen, wächst auch die Angst vor Teenagerschwangerschaften oder sexuellen Missbrauch. Da die Zahl der Vergewaltigungen und frühen Schwangerschaften in Kamerun stetig zunimmt, versuchen insbesondere weibliche Verwandte – zumeist die Mütter – die Brüste junger Mädchen und somit ein Zeichen der sexuellen Reife “wegzubügeln”. Ein Viertel aller Kamerunerinnen sind davon betroffen, überwiegend in den christlichen Regionen im Süden Kameruns.
In einem Bericht von der Tagesschau über das so genannte “Brustbügeln” heißt es
Brustbügeln – eigentlich eine sehr alte Methode. Früher glaubte man fälschlicherweise, dass die Mädchen dann genug Milch für ihre Kinder produzieren würden. Eine Studie der deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) zeigt, dass mit dieser grausamen Praxis erst seit ein paar Jahrzehnten vor allem das Erwachsenwerden hinausgezögert werden soll. Nicht nur in Kamerun sollen mehrere Millionen Mädchen betroffen sein, sondern auch in Togo, Benin, Nigeria und Äquatorialguinea.
Über die grausame Praxis berichtet auch current.com (englisch)
Danke an Lotta für den Link.
Die Zwitter Medien Offensive™ geht weiter!
In
gut 4 Wochen erscheint am Mittwoch, den 25. August 2010 endlich das lang
erwartete Buch von Christiane Völling im Handel:
Christiane Völling
Ich war Mann und Frau
Mein Leben als Intersexuelle
Fackelträger Verlag 2010
ISBN: 978-3-7716-4455-0
Parallel zur Veröffentlichung wird es auf ARTE eine 45-minütige Dokumentation über Christiane geben. Hipp, hipp!
Aus der Buch-Ankündigung auf der Verlagshomepage:
- Zwangssterilisation und Verstümmelung von Zwittern
- Menschenrechtsverletzung in der Bundesrepublik
- Einzigartiger Zivilprozess bricht mit einem Tabu unserer Gesellschaft
- Jeden Tag werden in Deutschland ein bis zwei intersexuelle Kinder geboren [...]
Es ist der erste Fall in Deutschland, der an die Öffentlichkeit kommt. Christiane Völling war sowohl Mann als auch Frau, doch das erfuhr sie erst als 46-Jährige aus ihren Krankenhausakten. Bis dahin hieß Christiane Thomas. Denn was für Ärzte und Eltern nach der Geburt aussah wie ein Junge mit einem kleinen Penis, entpuppte sich später bei einer Blinddarmoperation als Mädchen mit intakter Gebärmutter und Eierstöcken. Aber ihr verschwieg man dies, ohne ihr Wissen wurde ihre Weiblichkeit daraufhin herausoperiert. [...] 2007 verklagte sie den Arzt, der ihr das angetan hat. Der Prozess hat Signalwirkung für die über 100 000 Betroffenen, viele von ihnen mit vergleichbaren Schicksalen. Christiane Völlings schmerzhafter Weg durch Krankenhäuser, Ämter und Gerichtssäle zeigt die größte Verletzung der Menschenrechte, die sich die Bundesrepublik immer noch täglich leistet. [...]
Siehe auch:
- Christiane
Völlings Geschichte in ihren eigenen Worten
- Alle
Posts zu Christiane Völling auf Zwischengeschlecht.info
- 1.
Pressemitteilung
-
Demoaufruf 1. Prozesstag
-
Bericht 1. Prozesstag
- Pressespiegel
1. Prozesstag
-
Warum Christiane Völling zur Transsexuellen gemacht werden soll
-
Wegen Zwitterprozess: Druck auf Ärzte wächst
-
Bericht und Pressespiegel 2. Prozesstag
-
Christiane Völling: Der Kampf geht weiter
-
Bericht provisorischer Entscheid OLG
-
Bericht definitiver Entscheid OLG
-
Pressespiegel definitiver Sieg vor OLG
-
Christiane Völling: Verurteilter Chirurg will nicht
zahlen!
-
Merkel & Co: Einladung zum Zwitterprozess!
-
Zwitterprozess: Verurteilter Chirurg als Gutachter für Behandlungsfehler
-
"Schmerzensgeld-Prozess" - Sat1 NRW 19.5.09
-
3. Prozesstag 20.5.09: "Netzwerk DSD" fällt Chirurgen in den Rücken
-
Zwitterprozess: 100'000 Euro plus Zinsen Entschädigung für genitale
Zwangsoperation
-
Christiane Völling: Zwangsoperateur gibt sich geschlagen und
zahlt!
>
Pressemeldungen zum "Zwitterprozess"
> Internationale
Artikelübersicht auf OII
Die Zusammenarbeit mit der Polizei war etwas mühsam, berichten die Veranstalter_innen in einer Presseaussendung vom 16. Juli. Zunächst stellen die Behörden unerfüllbar hohe Anforderungen an die Veranstalter_innen, die quasi selbst für einen ausreichenden Schutz sorgen sollten - wohl in der Hoffnung, dass die Parade abgesagt würde. Dann gab der zuständige Behördenvertreter zwei Stunden vor dem offiziellen Beginn der Parade bekannt, dass es keine Absprerrungen geben werde. Erst Polizeichef Tamás Tóth selbst ordnete dann doch noch Absperrungen im Startbereich der Parade an, "soweit diese nötig sein sollten".
Auch bei der Party nach der Parade war der Polizeischutz mäßig. Als sechs Rechtsradikale vor Ort auftauchten, verlangten die Polizisten, dass die Veranstalter selbst sie zum Verlassen auffordern sollten. "Würden sie auch von einem Bankangestellten verlangen, dass er Räuber persönlich wegweist oder ist das nur bei Queers so?", fragt Gábor Kuszing von Patent - People Challenging Patriarchy.
Den Paradenteilnehmer_innen und Festivalbesucher_innen aus dem In- und
Ausland rieten sowohl die Veranstalter_innen als auch Mitarbeiter_innen
solidarischer Organisationen wie Amnesty International, dass sie auf
dem Weg zum und vom jeweiligen Veranstaltungsort möglichst unauffällig gekleidet sein und Zeichen wie Regenbogenfahnen oder -sticker abnehmen bzw. einstecken sollten.
Bei zwei Zwischenfällen in der Pride-Woche, wo einmal Rechtsradikale das Kino Mûvész zu überfallen drohten, in dem das Pride-Festival stattfand und das andere Mal ein Tourist mit einem rosa T-Shirt zusammengeschlagen wurde, warfen Polizisten zunächst den Opfern vor, dass sie die Aggression provoziert hätten. Die Regenbogenfahne an der Fassade des Mûvész Kino wurde denn auch bald nach der Eröffnung des Festivals entfernt, berichtet die deutschsprachige Budapester Zeitung, die auch auf den Widerspruch zwischen der fortschrittlichen ungarischen Verfassung und der konservativen Gesellschaft eingeht und darauf, dass sich die Öffentlichkeitswirksamkeit des Festivals und der Parade in Grenzen hält, wenn sie aus Sorge um die Sicherheit quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden müssen.
In Indymedia, Sabotnik und useless berichten Teilnehmer aus Deutschland, die jeweils mit Gruppen nach Budapest gereist waren, um sich mit Ungarns Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trangenderpersonen solidarisch zu zeigen über ihre Befürchtungen und Erlebnisse und auch welche persönlichen Erkenntnisse sie durch die Teilnahme an einer multinationalen Veranstaltung gewonnen haben.
Links: http://budapestpride.hu/en/press-releases
http://de.indymedia.org/2010/07/286035.shtml
[sabotnik.blogsport.de]
[useless.blogsport.de]
http://jungle-world.com/artikel/2010/28/41326.html
http://www.budapester.hu/index.php?option=com_content&task=view&id=5946&Itemid=30
Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) ist durch seine neue Doppelrolle als Rathauschef und Vater ziemlich geschlaucht. „Zehn Minuten vor einem wichtigen Termin fängt die Kleine natürlich an zu schreien wie am Spieß“, erzählte der 38-Jährige jetzt bei einer Feierstunde zum 60-jährigen Studiojubiläum des SWR in Tübingen.
Nun fiebere er seiner Elternzeit im September und Oktober entgegen: „Ich bin sehr froh wenn ich jetzt mal zwei Monate weg bin und mich nur um mein Kind kümmern kann“, sagte Palmer. Er ist der erste Oberbürgermeister in Deutschland, der mit dem neuen Elterngeld eine Auszeit nimmt.
Was hat euch gefallen in dieser Woche? Was genervt? Was hat gefehlt? Und was ist zu kurz gekommen? Hier ist Platz für eure Ideen, Wünsche und Fundstücke.
Gilbert, die im Alter von 6 Jahren beschlossen hatte, Schauspielerin zu werden und nach kleineren Auftritten in Werbespots und TV-Filmen mit 13 ihr Debut in der Fernsehserie Roseanne hatte, hat gemeinsam mit ihrer Lebensgefährtin, der Produzentin und Autorin Allison Adler, zwei Kinder im Alter von 3 und 6 Jahren. Außer ihr werden Holly Robinson Peete, Marissa Jaret Winokur, Leah Remini und Julie Chen die tägliche Talkshow, deren Name noch nicht feststeht, moderieren.
Die geplante Talkshow soll die seit 1956 (!) laufende Seifenoper As the World Turns (Auf Deutsch: Jung und leidenschaftlich: Wie das Leben so spielt) ersetzen, deren Ende CBS im Dezember 2009 angekündigt hatte. Blogger Jeremy Hooper von Good-As-You kommentierte: This is actually more than an entertainment kicker story. Gilbert is part of a committed lesbian couple, raising two young children in the public eye. To put her front and center of a show geared towards and around mothers? As the world turns, indeed. Quelle: Good-As-You vom 21. Juli 2010
Links: [www.cbsnews.com]
[www.goodasyou.org]
[news.yahoo.com]
[www.cbc.ca]
[de.wikipedia.org]
[en.wikipedia.org]
[en.wikipedia.org]
[de.wikipedia.org]
Es
ist die zur Zeit wohl erfolgreichste Propaganda-Lüge der
SeriengenitalverstümmlerInnen: "Ja, früher mag es vielleicht schlimm
gewesen sein – aber heute ist längst alles gaaanz anders."
Seit Jahr und Tag verkünden Zwangsoperateure und Konsorten dieses Märchen einstimmig stets aufs neue – und die Medien und PolitikerInnen usw. (auch so genannt "kritische") plappern es bis heute jedes Mal unhinterfragt bis sichtlich erleichtert nach, siehe aktuell z.B. >>> Ethikrat Infobrief 02/10 (PDF --> S. 7).
Fazit: Und wenn sie nicht gestorben sind, so operieren / vertuschen sie noch heute ...
Tatsache ist jedoch: Es gibt keinerlei Beweise, welche diese Lieblingsthese der in die öffentliche Kritik geratenen ZwangsoperateurInnen von der "heute ganz anderen Behandlung" belegen.
Im Gegenteil, noch die (frisierten) eigenen Studien der GenitalabschneiderInnen & Co. bestätigen selbst, dass HEUTE NOCH mehr als die Hälfte aller "Intersexuellen" Kinder bis 3 Jahre genitalverstümmelt sind, jedes 5. Kleinkind gar mehrfach; von den über 4-jährigen Zwittern sind durchgehend midestens 87% verstümmelt; über ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen sind mehrfach verstümmelt, bei den Erwachsenen gar fast die Hälfte (PDF 2.3 Mb -> S. 3 "Beschreibung des Samples").
Nach
wie vor wird allein in Deutschlands Kinderkliniken JEDEN TAG mindestens 1
wehrloses Kind irreversibel chirurgisch genitalverstümmelt.
Sowie in Österreich und in der Schweiz JEDE WOCHE zusätzlich JE 1
weiteres.
Trotzdem behaupten die VerstümmlerInnen & Co. nicht nur vom "Netzwerk Intersexualität/DSD" bzw. "EuroDSD" öffentlich seit Jahren frech, heute würden sie schon lange "keine Zwangsoperationen mehr" durchführen, das "alte Behandlungsparadigma nach John Money" wäre längst Vergangenheit, und sie würden auch "keine Zwangskastrationen mehr" praktizieren.
Gleichzeitig lehnen dieselben MedizynerInnen unverfroren nur schon ein Moratorium für kosmetische Genitaloperationen nach wie vor kategorisch ab, ebenso jegliches Monitoring. Ja, laut den SeriengenitalverstümmlerInnen sollen angeblich noch nicht einmal Zahlen darüber existieren, wie oft solche GenitalOPs in den Kinderkliniken stattfinden.
Beides aus ziemlich durchsichtigen Gründen.
Und in der Gewissheit, dass sie als TäterInnen kaum je für ihre Jahrzehnte andauernden medizynischen Verbrechen zur Rechenschaft gezogen werden.
Weil von den verantwortlichen PolitikerInnen, EthikerInnen usw. nach wie vor offiziell niemand etwas gemerkt haben will.
Wie lange noch?!
Genitalabschneider, wir kriegen euch! Zwangsoperateure, passt bloss auf!
Siehe auch:
-
Die grosse "Intersex"-Statistik-Lüge
- Krebslüge und Zwangskastrationen an
Zwittern
- Zwangsoperationen
an Zwittern: Wer sind die Täter? Was soll mit ihnen
geschehen?
-
Zwangsoperationen an Zwittern: Bundesregierung beugt Grundgesetz Art. 2
(Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit)
-
Weltweit größte Zwitter-Studie straft Bundesregierung Lügen!
-
"EuroDSD"-Chef Olaf Hiort: "Intersexuelle" nur ein Bruchteil aller
chirurgischen Genitalverstümmelungen in Kinderkliniken
-
Veranstaltung des Ethikrates in Berlin 23.6.10
-
"Ethik als Feigenblatt?" - Zwischengeschlecht.org zum "Forum Bioethik"
23.6.10
- Anliegen
an den Deutschen Ethikrat 23.6.10
Nicht alle Ponys wollen gestriegelt werden – manche brauchen eher eine neue Batterie. Laura Barretts Song “Robot Ponies” erzählt vom Weihnachtsabend 2053, an dem das Christkind allen kleinen Mädchen Roboter-Ponys bringt.
Laura Barrett ist eine kanadische Musikerin, die auch schon bei den Hidden Cameras mitgemacht hat. Sie ist studierte Pianistin, spielt aber lieber die Kalimba, ein ursprünglich afrikanisches Daumenklavier. Da fühlt sie sich freier, sagt Laura Barrett. Dann ist sie nicht in den Mustern und Routinen des klassischen Klavier-Spiels gefangen – kein Zaun für mein Pony! Hier ist Laura Barrett mit “Robot Ponies”.
Die Berliner Regierungskoalition will laut einem Bericht der Passauer Neuen Presse (PNP) mit einer Reform des Sorgerechts die Rechte lediger Väter stärken und so das Urteil der Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte umsetzen.
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) lasse derzeit entsprechende Eckpunkte erarbeiten, berichtete die “Passauer Neue Presse” am Samstag. Die FDP-Bundestagsfraktion plädiere für die sogenannte Widerspruchslösung, sagte ihr Familienrechtsexperte Stephan Thomae. Danach würden unverheiratete Eltern von Anfang an das Sorgerecht gemeinsam ausüben, “es sei denn, die Mutter legt Widerspruch ein und erhält beim Familiengericht Recht”.
Im Herbst solle ein entsprechender Gesetzentwurf auf den Weg gebracht werden. “Kinder haben einen Anspruch darauf, dass Väter Verantwortung übernehmen und über wichtige Dinge in ihrem Leben mitentscheiden”, sagte der FDP-Politiker Thomae. Die Koalition stehe “zu ihrem Wort, die Situation lediger Väter verbessern zu wollen”.
Die zuständige Berichterstatterin der Union im Bundestag, Ute Granold (CDU), signalisierte Zustimmung für das Vorhaben. “Grundsätzlich spricht nichts gegen eine Widerspruchslösung”, sagte sie der ‚PNP’. Allerdings müsse der Gesetzgeber “ein genaues Verfahren und Fristen für den Fall festlegen, dass die Mutter zum Antrag des Mannes auf gemeinsames Sorgerecht nicht Stellung nimmt”.
Es gehe darum, nicht zu hohe Hürden für das gemeinsame Sorgerecht aufzubauen. “Die häusliche Gemeinschaft sollte keine Vorbedingung für das gemeinsame Sorgerecht sein”, fügte Granold hinzu. Nach der Sommerpause soll demnach eine Lösung im “Sinne des Kindeswohls” gefunden werden.
Da bin ich mal gespannt, wie der Entwurf tatsächlich aussieht.
„Sex ist immer schon Gender. Der Kampf mit der Biologie“
Andrea Rödig kommentiert bei taz.de ( hier ) die Bedeutung von (biologischem) Geschlecht im Leistungssport. / Problematisch ist: Wieder wird die Abwehr überkommener Geschlechterkonzepte auf dem Rücken eines Menschen ausgetragen. Ist das immer wieder nötig? / Aber immerhin gut aus Gender-Perspektive: Wenn auch sehr zaghaft, so kommt doch auch biologisches Geschlecht und seine gesellschaftliche Herstellung in den Blick. Immerhin schreibt Rödig: „Selbstverständlich ist die Unterscheidung in zwei „natürliche“ Geschlechter ideologisch.“ – Fügt aber sogleich aber nun allgemein zu „körperlicher Differenz“ und nicht zu Geschlecht an: „Aber es wäre genauso ideologisch, die körperliche Differenz als Konstrukt zu marginalisieren.“
In diesem Sinne durchaus lesenswert – und gleichzeitig die Anregung: Weiterdenken!
Eine kleine Auswahl dessen, was mir aufgefallen ist in dieser Woche in den Blogs: Ein Ende von “kreuzritterlicher Homophobie” fordert diestandard.at. Anlass ist der Christopher Street Day, deren Teilnehmende mit “ultrakatholischen und nationalistischen Gruppierungen” zusammenstießen. Und deren bekloppten Gehirnen. Kaum zu glauben – Mittelalter im Jahr 2010!
Über ein Vernetzungstreffen von Online-Frauen, das inzwischen ein feministisches Mainstream-Thema geworden ist, hat annalist geschrieben. “An sich sind Fragen zur Abwesenheit von Frauen im Netz, an Computern, in den Medien ja nicht wirklich innovativ, müssen aber wohl weiterhin gestellt werden.” Ja. Leider.
Seit 2009 ist es gleichgeschlechtlichen Paaren in Schottland möglich Kinder zu adoptieren. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, Großeltern protestierten gegen die vorgesehenen Adoptiveltern, wendet sich die größte Adoptionsvermittlungsagentur nun direkt an Schwule und Lesben. Sie sollten sich von der negativen Presse nicht beindrucken lassen, so queernews.at.
Ich hatte auf den Artikel in der Jungle World von Antje Schrupp über das Reizthema Burka-Verbot bereits verlinkt. In ihrem Blog hat sie zu diesem Artikel noch etwas mehr geschrieben, nämlich über etwas, was von der Redaktion der Jungle World redigiert wurde in ihrem Artikel und aus einem Gedanken einen anderen gemacht hat. “In der ursprünglichen Fassung hatte ich geschrieben, dass Burka und Niqab (also Ganzkörperverhüllungen, die auch das Gesicht verdecken) – anders als das Kopftuch – „die Welt der körperlichen Präsenz weiblicher Individuen“ berauben. Das war meine Begründung dafür, warum ich finde, dass es sich dabei durchaus um eine Angelegenheit von öffentlichem Interesse handelt und nicht nur um eine Privatangelegenheit der Frauen, die solche Kleidung tragen. (Anschließend begründe ich dann, warum ich ein gesetzliches Verbot trotzdem falsch finde). In der veröffentlichen Version heißt dieser Satz nun, dass Burka und Niqab „weibliche Individuen ihrer körperlichen Präsenz berauben“. Diejenigen, denen etwas „fehlt“ (nämlich die körperliche Präsenz) sind nun also die Frauen selbst und nicht mehr die Welt.”
Über die unangenehmen Dinge, die derzeit passieren in Hamburg (Schul-Volksbegehren) und Berlin (Elternzeit-Einsparung) hat sich i heart digital life geärgert. Mit Recht!
Termine:
Wer Lust auf “Poetische Experimente und Erfahrungsaustausch” hat, dem sei die Veranstaltung des Literaturbüros Ruhr e.V. und der Autorinnenvereinigung e.V. mit dem Frauenkulturbüro NRW e.V. am 16.Oktober 2010 in der Kulturfabrik Heeder in Krefeld ans Herz gelegt. Autorinnen sind herzlich eingeladen, sich mit biografischen Angaben und einer Projektskizze mit Textprobe (insgesamt 2 Normseiten) zu bewerben. Anmeldungen per Mail an [Elisabeth.roters-ullrich(at) stadt-gladbeck.de] bzw. unter www.literaturbuero-ruhr.de.
Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid.
Der Vertreter des Staates, Assistant US Attorney Paul Freeborne, hielt dagegen, dass diese Frage gar nicht Gegenstand eines Gerichtsverfahrens sein sollte, denn alle Argumente seien schon vor der Erlassung von DADT, 1993, im Kongress diskutiert worden. Er plane daher auch nicht, Zeugen zu nennen, da alle Entscheidungsgründe in den Materialien zu dem DADT zugrundeliegenden Gesetz enthalten und nachlesbar seien, erklärte Freeborne schon zu Beginn des Verfahrens.
Für die Log Cabin Republicans traten mehrere ehemalige Soldatinnen und Soldaten in den Zeugenstand, die wegen DADT entlassen worden waren, die meisten von ihnen nach eindrucksvollen Karrieren und AUszeichnungen.
Auf die Frage, ob DADT durch die Lawrence-Entscheidung des Supreme Court von 2003 verfassungswidrig geworden war (in Lawrence hatte der Supreme Court einvernehmliche private homosexuelle Akte unter Erwachsenen als durch die Verfassung geschützt erklärt), ging Freeborne nicht ein. Dafür zweifelte er die Klagslegitimation der Log Cabin Republicans an und argumentierte mit der Richterin über den anzuwendenden Prüfungsmaßstab.
Obwohl die Richterin von den Zeugenaussagen beeindruckt schien, ist der Ausgang des Verfahrens ungewiss.
Präsident Obama hatte sich im Wahlkampf für die Abschaffung von DADT ausgesprochen, nachher aber keine ernsthaften Initiativen dazu ergriffen. Heuer im Frühjahr beschloss der Kongress zwar im Prinzip die Abschaffung, aber unter mehreren aufschiebenden Bedingungen: Erstellung eines Berichts des Pentagon über die Auswirkungen und Zustimmung durch Präsident, Verteidigungsminister und oberste Militärführung.
Links: [www.law.com]
[www.law.com]
[www.law.com] (Anmerkung: für archivierte Artikel im National Law Journal ist (gratis) Registrierung nötig.)
[online.logcabin.org] (Eingaben und Transkripte der Zeug_innenaussagen)
[www.lgbtpov.com] Live Berichterstattung und Analysen des Verfahrensverlaufs von Karen Ocamb
[www.boxturtlebulletin.com] Berichte und Kommentare bei Box Turtle Bulletin
Diese Frage stellt sich wohl jeder Vater nicht nur einmal. Aber was macht einen guten Vater aus? Was kann ich tun um ein guter Vater zu sein?
Andreas Lorenz nennt dazu heute in seinem Blog PapaOnline 6 Dinge, die seiner Meinung einen guten Vater ausmachen und die Mann täglich tun kann.
Am Sonntag findet das Abschlusskonzert des diesjährigen ”Ruby Tuesday – Rock Camp für Mädchen” in Cottbus statt.
Die Veranstalterinnen und Künstlerinnen verkünden:
nach einer woche voller songwritingworkshops, bandcoaching, einüben von bühnenperformance, singen, schreien, skaten und sprühen, stellen vier bands von musikerinnen zwischen 11 und 17 jahren ihre songs der öffentlichkeit vor:
agatha robot (schnell, verzerrt und unabhängig)
black diamonds (mal ruhig, mal geschrien)
crazy rubies (verrückter techno aus cottbus)
kackie kurzsocke feat. die urigen teller (ein kessel buntes)
Wer eine Mitfahrer_innengelegenheit braucht und/oder vom Cottbus Hbf abgeholt werden möchte, schreibe an info[at]rubytuesdaymusic.de.
Das Bundesfamilienministerium hat vor wenigen Tagen die Studie “Männliche Fachkräfte in Kindertagesstätten” vorgelegt. Dort wurden erstmals aktuelle Daten zum Anteil von männlichen Erziehern in Kitas und deren Wahrnehmung erhoben. Befragt wurden nicht nur das Fachpersonal der Kitas und die Träger von Kindertagesstätten, sondern auch die Eltern. Das Ergebnis der Studie lautet:
In Deutschland herrscht deutlich ein positives Klima für mehr männliche Erzieher in Kitas. Diese Wertschätzung spüren auch die in den Kindertagesstätten arbeitenden männlichen Fachkräfte. Dennoch liegt der männliche Anteil am Gesamtpersonal immer noch bei 2,4 Prozent.
Die Türen der Kindertagesstätten stehen männlichen Erziehern offen. Die in den Kitas arbeitenden männlichen Fachkräfte werden von allen Befragten als Bereicherung innerhalb der pädagogischen Arbeit wahrgenommen und geschätzt. In etwa 80 % der Träger-Verantwortlichen und Kita-Leitungen sowie zwei Drittel der Eltern geben an, dass Erzieherinnen und Erzieher in ihrer pädagogischen Arbeit voneinander lernen können.
Von der Präsenz und Mitarbeit männlicher Erzieher erhoffen sich die Befragten auch, dass traditionelle Rollenvorstellungen erweitert werden: Frühkindliche Bildung und Erziehung können ebenso zum Rollenverständnis eines Mannes dazu gehören wie Pflegen, Trösten und Fürsorglichkeit.
Allerdings gibt es trotz positiver Bilanz zahlreiche Hürden und Barrieren, die verhindern, dass Männer den Erzieherberuf ergreifen. So sind derzeit nur 3% der Erzieher in Kitas männlich. Betrachtet man das Fachpersonal, ohne Zivildienstleistende, Praktikanten und Absolvierende des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ), sind sogar nur 2,4 % der Fachkräfte in Kitas männlich.
Der Facettenreichtum des Erzieherberufs und der mittlerweile hohe Bildungsanspruch an die Arbeit in Kitas sind wenig bekannt. Ein veraltetes, stereotypes Berufsbild lässt den Erzieherberuf oft unattraktiv erscheinen. So nennen die Erhebungsgruppen als zentrale Hürden schlechte Entlohnung, niedrige gesellschaftliche Anerkennung und geringe Aufstiegschancen.
Mehr als 80 % der Eltern sind der Meinung, dass Träger von Kindertagesstätten einen wesentlichen Beitrag dazu leisten sollen, den Anteil männlicher Fachkräfte in Kitas zu erhöhen. Die Erhöhung des Männeranteils in Kitas bedarf vor allem aus Sicht der Träger-Verantwortlichen und Kita-Leitungen politischer Unterstützung.
Die Autoren empfehlen in ihrer Studie, das große Interesse am Thema aufzugreifen und in Kooperation mit den wichtigsten professionellen Akteuren passgenaue Handlungsstrategien zu entwickeln und umzusetzen. Dies ist mit der Koordinationsstelle Männer in Kitas (MiKa) bereits in die Wege geleitet.
Ansonsten will er an schwulen und lesbischen Gästen aber natürlich Geld verdienen - dass schwule Touristen (und in geringerem Ausmaß auch lesbische Touristinnen) im Durchschnitt mehr Geld für Reisen ausgeben, als heterosexuelle, hat sich auch schon nach Mexiko herumgesprochen. Die Stadtverwaltung von Mexiko Stadt hat deshalb ein eigenes Tourismusbüro für homosexuelle Gäste eingerichtet, sagte Rojas gegenüber der Zeitung "Milenio". Die meisten schwullesbischen Tourist_innen kommen aus den USA und Kanada, sagte Rojas.
Als Reiseziel ist Mexiko trotz aller landschaftlichen Schönheiten derzeit nicht ganz unumstritten. Wegen in letzter Zeit vermehrt aufgeflammten blutigen Bandenkriegen unter rivalisierenden Drogenkartellen hat das US-Außenministerium zuletzt am 16. Juli eine Warnung vor Reisen in einzelne mexikanische Städte herausgegeben und veranlasst, dass die Familienangehörigen ihres Botschaftspersonals heimreisen. GGG.at berichtete kürzlich, dass in der Stadt Torreon 18 schwule Männer bei einem Anschlag auf eine Diskothek ums Leben gekommen sind.
Auch Pablo de Luca, der Vorsitzende der International Gay & Lesbian Travel Association IGLTA und Mitbegründer der schwulesbischen Wirtschaftskammer Argentiniens (CCGLAR), rechnete dem Südamerika-Korrespondenten der ARD vor, dass schwule Touristen mit 200 Dollar doppelt soviel Geld pro Tag ausgeben wie Heteros. Außerdem bleiben sie länger im Land, sagte er. Da in Buenos Aires der Anteil von Schwulen und Lesben unter den Tourist_innen schon 20 % beträgt, kommen 850 Millionen Dollar in die Stadt - landesweit rechnet er mit 1,1 Milliarden "Pink" Dollar. Durch die Öffnung der Ehe erhofft er sich einen zusätzlichen Boom und reist unermüdlich durch die Welt, um Werbung für Argentinen als lesbisch-schwules Urlaubsziel zu machen.
Das ersten schwule Hochzeitspaar in Buenos Aires werden übrigens zwei Männer sein, die schon ihr halbes Leben miteinander verbracht haben: der 60-jährige Ernesto Rodriguez Larrese und sein 61-jähriger Partner Alejandro Vanelli. Sie sind seit 34 Jahren beisammen. Maria Rachid von der argentinischen LGBT Föderation rechnet mit rund 100 Hochzeitspaaren am 13. August, dem ersten Tag, an dem gleichgeschlechtliche Paare heiraten können werden.
Links: [www.bbc.co.uk] Free Mexico honeymoon for first Argentine gay newly-weds
[www.google.com] First gay marriage in Argentina set for August 13
[diestandard.at]
[www.welt.de]
http://www.mexicocity.gob.mx/
http://www.travel.state.gov/travel/cis_pa_tw/tw/tw_4755.html
[www.ggg.at]
[www.tagesschau.de]
[www.ggg.at]
[www.buenosairesherald.com] Gay tourism to Argentina seen booming
[www.buenosairesherald.com] Gay tourism conference opens today
[www.buenosairesherald.com] Behind closed doors, the President expanded on the same-sex marriage
[www.iglta.org]
Das Wertvollste, das Kristina Schröder von ihrer Vorgängerin Ursula von der Leyen geerbt hat, sind das Elterngeld und der Plan, die Kinderbetreuung auszubauen. Dazu hat die Familienministerin diese Woche eine Pressekonferenz abgehalten und dabei betont, dass das Ausbau-Ziel, 35 Prozent der Unter-Dreijährigen bis 2013 mit Kita-Plätzen zu versorgen, realistisch sei. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung sagte sie außerdem, mit diesen 35 Prozent sei der Bedarf gedeckt. Leider verwechselt Schröder dabei, dass diese 35 Prozent nicht dem Bedarf entsprechen, sondern lediglich der Pflicht genügen, die die EU-Kommission Deutschland auferlegt hat. Außerdem übersieht sie, dass mit dem Angebot der Bedarf steigt, wie die Erfahrungen im europäischen Nachbarland Schweden zeigen. Und auch innerhalb Deutschlands gibt es Belege dafür: Das Statistische Bundesamt hat ermittelt: In den neuen Bundesländern, wo es mehr Kinderbetreuungsangebote gibt als in Westdeutschland, bringen im Verhältnis deutlich mehr Eltern ihre Unter-Dreijährigen in Kitas.
Eltern, die keine klassischen 9 to 5-Jobs haben, sondern etwa in der Gastronomie arbeiten, als Lagerarbeiter oder als Reinigungskräfte, nützen diese 35 Prozent übrigens eher wenig: Die üblichen Kita-Öffnungszeiten sind kaum mit ihren Arbeitszeiten in Einklang zu bringen. Hier wäre eine Familienministerin mit Visionen gefragt, die etwas von der Lebenswirklichkeit ihres Landes versteht.
Neben dem Problemthema Kinderbetreuung hatte sich Kristina Schröder kürzlich auch mit dem Elterngeld schon ähnlich geschäftsmäßig beschäftigt. Zuerst sollte es immerhin leichter werden, Elterngeld zu beantragen. Entschlackung schien ein Schlüsselwort. Und damit die „Kostentreiber im positiven Sinne“, so Schröder, die Väter, künftig noch viel mehr Zeit in die Betreuung ihrer Kinder investieren würden, wurde der Ausbau der sogenannten Partner-Monate angekündigt. (Denn schließlich wollte der Bund den Verdienstausfall während der Erziehungsarbeit gerne übernehmen, egal, ob Mama oder Papa sich ums Kind kümmert.)
Heute, rund sechs Monate später, ist der Bund nicht mehr ganz so bereit, zu zahlen. (Bis 2014 müssen 80 Milliarden Euro eingespart werden, „für die Zukunft unserer Kinder“, so eine der Durchhalte-Parolen von Kanzlerin Merkel.) Im großen Sparpaket, das uns die Bundesregierung seit Juni schmackhaft machen möchte, wird das ach so beliebte Elterngeld stark beschnitten. Und nicht nur das: Sozial Schwächere kriegen künftig weniger, schrieb die Süddeutsche Zeitung vergangene Woche und bezog sich auf einen Referentenentwurf von Kristina Schröder. Familien, die den sogenannten Kinderzuschlag erhalten, die also mit Minijobs und Hartz-IV-Leistungen ihr geringes Einkommen aufstocken, müssen ebenso mit bis zu 300 EUR weniger Elterngeld rechnen wie alle Hartz-IV-Bezieher.
Seither veröffentlicht Bundesministerin Kristina Schröder Erklärungen. Es werde „natürlich Sonderregelungen für Aufstocker und für Mini-Jobber geben“, sagt sie. Sie verteidigt die Kürzungen mit der Politik der Bundesregierung, „Anreize zur Arbeitsaufnahme zu fördern“. Und betont, dass ihr Ministerium stark mit dem Arbeitsministerium zusammenarbeitet, damit bis zum 8. September Neuregelungen der Hartz-IV-Sätze gefunden werden. Sie schließt trotzig: „Wer glaubt, die Eltern in diesem Land aus welchen Gründen auch immer verunsichern zu müssen, der wird dabei in mir und in dieser Bundesregierung eine erklärte Gegnerin finden“.
Wir würden gerne glauben, dass Kristina Schröder auf der Seite der Eltern in der Bundesrepublik steht. Aber das, was ihr Ministerium derzeit betreibt, ist Anti-Familienpolitik: Die Sozial Schwächeren sollen noch weiter geschwächt werden. Eine solche Zukunft ist wenig verlockend. Und das bringt uns wieder zu Kristina Schröders Vorgängerin. Ursula von der Leyen war gerade die neue Chefin des Arbeitsministeriums geworden, da meinten einige in der Bundesagentur für Arbeit, sie habe wohl vergessen, dass sie nicht mehr Familienministerin sei. Tatsächlich verbessert von der Leyens Arbeitsmarktreform das Leben vieler Familien. Sei es die Stärkung der Alleinerziehenden oder die Jobcenter-Reform – Ursula von der Leyen weiß längst, dass Familien vor allem dann geholfen wird, wenn ihnen die Möglichkeit gegeben wird, gleichberechtigt zu leben und wirtschaftlich auf eigenen Füßen zu stehen. Zur Zeit wird die bessere Familienpolitik im Arbeitsministerium gemacht.
Der Text ist bereits in WDR 5 Politikum veröffentlicht worden. [Zum Nachhören hier klicken.]
Immer viel los in Berlin! Da kann die Entscheidung mal schwer(er) fallen. Zum Glück gibt’s Missy, die immer einen Tipp hat. Heute: Kaia Wilson aus Portland, die am Samstag im Westgermany das Haus rocken wird. Kaia Wilson ist bekannt als Gründerin von Team Dresch und The Butchies. Jetzt ist sie nach Deutschland gekommen, um auf den Gay Games Cologne Tischtennis zu spielen. Ihren Aufenthalt nutzt sie aber auch, um ein paar exklusive Shows zusammen mit Drummerin Debbie Fox zu spielen. Also bloß nicht verpassen!
Nach Kaia Wilson sorgen dann Scream Club mit einer fabelhaften Electro Pop Dance Show für beste Stimmung und DJ IF lässt euch danach weitertanzen.
Wann & Wo?
24. Juli 2010 um 21.00 Uhr | West Germany, Skalitzerstr. 133, 10999 Berlin / Kreuzberg
var flattr_wp_ver = '0.8'; var flattr_uid = '12095'; var flattr_url = 'http://missy-magazine.de/2010/07/23/missy-tipp-kaia-wilson/'; var flattr_lng = 'de_DE'; var flattr_cat = 'text'; var flattr_tag = 'Berlin,Dance Show,DJ,Electro Pop,Party'; var flattr_btn = 'compact'; var flattr_tle = 'Missy-Tipp: Kaia Wilson'; var flattr_dsc = 'Immer viel los in Berlin! Da kann die Entscheidung mal schwer(er) fallen. Zum Glück gibt\'s Missy, die immer einen Tipp hat. Heute: Kaia Wilson aus Portland, die am Samstag im Westgermany das Haus rocken wird. Kaia Wilson ist bekannt als Gründerin von Team Dresch und The Butchies. Jetzt ist sie nach Deutschland gekommen, um auf den Gay Games Cologne Tischtennis zu spielen. Ihren Aufenthalt nutzt sie aber auch, um ein paar exklusive Shows zusammen mit Drummerin Debbie Fox zu spielen. Also bloß nicht verpassen! Nach Kaia Wilson sorgen dann Scream Club mit einer fabelhaften Electro Pop Dance Show für beste Stimmung und DJ IF lässt euch danach weitertanzen. Wann & Wo? 24. Juli 2010 um 21.00 Uhr | West Germany, Skalitzerstr. 133, 10999 Berlin / Kreuzberg';
Vergangene Woche entschied der Internationale Leichtathletikverband IAAF nach fast einem Jahr endlich über die Startberechtigung der südafrikanischen 800-m-Läuferin Caster Semenya und darüber, dass es sich bei ihr tatsächlich um eine Läuferin handelt, sie also weiterhin bei den Frauen als Frau starten darf. (Wir berichteten kurz hier und ausführlicher zum Thema der Geschlechterdefinition im Leistungssport auch schon im Februar.)
Für die taz kommentierte Andrea Rödig die Entscheidung des IAAF (der Text ist in Teilen identisch mit einem früheren Beitrag für den Freitag). Rödig begrüßt die Entscheidung und macht darauf aufmerksam, dass diese selbst – wenn wohl auch unfreiwillig – die Theorien von Geschlecht als sozialer Konstruktion bestätigt, indem sie nämlich das doing gender innerhalb des eigenen Sportkosmos selbst vorführt:
Das Urteil zeigt in seinem trockenen Gestus besser als jede theoretische Abhandlung, dass Geschlecht unter anderem ein „performativer Sprechakt“ ist, das heißt ein Satz, der Tatsachen schafft. Das IAAF lässt Semenya zu, also gilt sie als Frau.
Interessant ist der Text von Rödig jedoch auch deswegen, weil sie der Geschlechtertheorie unbequeme Fragen stellen möchte, zum Beispiel die nach den Hormonen und ihrer Wirkung. Dabei gehe es, so Rödig, nicht darum, hinter die Dekonstruktion einer „natürlichen“ Zweigeschlechtlichkeit zurückzufallen, sondern vielmehr sich deren Erkenntnisse zunutze zu machen, um sich
jenseits der eingeschliffenen Denkmuster noch einmal mit der Bedeutung von physiologischen Bedingungen für Geschlechtlichkeit zu beschäftigen. Eigentümlicherweise wächst gerade im Herzen der queeren Bewegung derzeit eine Vorliebe für die Evidenz physiologischer Manipulation: In wachsender Zahl zeigen Transpeople beeindruckend, wie viel man mit Hormonen anstellen kann. Die Biologie hat die Gender bender längst eingeholt.
Verstärkt werben die verschiedensten Reiseanbieter für preiswerte Reisen nach Dubai und die Emirate mit der Garantie auf traumhafte Urlaube in bester Strandlage, mit perfekten Ferien, in denen man Wüstenromantik und Dubai - alt und neu - genießen kann. Einer, der drei Jahre in Dubai gelebt und gearbeitet hat und der seine Eindrücke, Illusionen und damit verbundenen Utopien darstellt, analysiert, ja, seziert, ist Michael Schindhelm.
Konsumieren und konsumiert werden
In seinem Tagebuch Dubai Speed kann man lesen, wie er in Dubai, der globalen Stadt oder dem Paradies des Bösen versucht hat zu arbeiten, aber letztlich trotz einer nahezu bedingungslosen Auslieferung gescheitert ist. Er schreibt: Die Leute zieht es hierher, um Geld zu verdienen, um Urlaub zu machen, zwischenzulanden, einkaufen zu gehen. Sie kommen, um zu konsumieren und irgendwie konsumiert zu werden. Acht Millionen Touristen reisen durchschnittlich für eine Woche an...
Sein Arbeitgeber ist eine Bauinvestfirma, die 800 Mitarbeiter aus 45 Ländern rekrutiert ...hat. Über den Zeitraum von einem Jahr - von Januar bis Dezember 2008 - versucht der Autor, sich seiner Aufgabe zu widmen, nämlich eine konkrete Aufgabe mit einer Utopie zu verbinden, denn er hat die Vorstellung ...Künstler und Kunst müssten sich hier nicht an Dollars...satt essen, sondern etwas von der Kapitalismusschwemme abzweigen von dem unbekannten Weg aus dem globalen Konsum in die Kultur... Aber in den Fährnissen von Geld, Planung und Ansprüchen ist der Autor als Director der Dubai Culture and Arts Authority sehr unsicher, wie sich ein Kulturobjekt, das für 560 Millionen Dollar auf 80 000 Quadratmetern mit drei Bühnen und einer Ausstellungshalle verwirklichen lassen soll ein Multiplex, der vor allem Touristen in die dazu gehörenden Einkaufsmeilen lockt und sie in den entsprechenden Hotels unterbringt, denn vor allem muss der Profit gesichert sein.
Eine Stadt mit eigenen Spielregeln
Schindhelm findet als unser Mr. Culturemit deutschen, ja europäischen Erfahrungen weder Verständnis, geschweige denn Gehör für seine Vorschläge bzw. Einwände zur Gestaltung eines kulturellen Zentrums für Einheimische, die modernen Nomaden oder Touristen, denn ihm wird unmissverständlich bedeutet: ...wir in Dubai sind es gewohnt, die Spielregeln
neu zu erfinden. Diese Stadt erfindet die neuen Spielregeln! Das gilt für den Handel, das wird für die Kultur gelten.
Und wie hat sich Dubai entwickelt? Vor 40 Jahren hatte es 60 000 Einwohner, heute hat es so viele wie München. Mit dem Beginn des neuen Jahrtausends geriet die Stadt in den Immobilienrausch. Sie schluckt, was sie kriegen kann: Zement, Glas, Stahl, Krananlagen, Fahrstühle, Arbeitskräfte. Aber letztere- die Menschen, meistens Migranten, erhalten nur eine Arbeitserlaubnis für drei Jahre, und arbeitslose Ausländer verlieren sofort ihre Arbeitserlaubnis, woraus der Autor schlussfolgert: Das Dubai von heute ist anders als das New York von gestern. Die Städte von morgen werden etwas von Dubai erben: Dubai- Menschen. Was für eine Perspektive!
Kunst, die kein Geld bringt
Interessant ist, wie Schindhelm Arbeitskollegen und -kolleginnen beschreibt, die - gerade auch die Frauen - einen hohen Bildungsstand und internationale Arbeitserfahrungen haben. Da sind: Mohammed, 31, ein Jordanier, Azad, ein irakischer Kurde,der in Schweden sozialisiert wurde, Mustafa, ein Emirati um die 40, der als freier Headhunter auf CEO spezialisiert ist sowie dessen Schwester Layla oder die Inderin Carmen Gonzales, die als Abteilungsleiterin in den Ressorts Gesundheitswesen, Buchhaltung und Marketing tätig war und ist. Auch die neuen Mitarbeiterinnen Latifa und Mona, die sich der bildenden Kunst verschrieben haben und die mit ihrem eigenwilligen Arbeitsrhythmus eher störend als kreativ sind, sind erwähnenswert.
Eindrucksvoll aber ist die Begegnung mit dem Künstler Hassan, dem wichtigsten emiratischen Künstler, der in London Kunst studiert hat, vom russischen Konstruktivismus und vom Bauhaus ebenso beeinflusst worden ist wie von Paul Klee, Johannes Itten und Wittgenstein. Hassan malt großformatige Ölbilder, Aquarelle und gestaltet Installationen, aber er wird weder von seiner Nachbarschaft noch von der lokalen Gesellschaft für Kunst geachtet, ja, kaum geduldet, sondern verachtet und diskriminiert. Warum? Wenn du etwas machst, womit die Leute nichts anfangen können, gibts Ärger. Kunst, die kein Geld bringt, zum Beispiel, erklärt Salem dem Autor nach dem gemeinsamen Besuch.
Parkhaus statt Kulturtempel
Dann brechen im Herbst 2008 auch die Auswirkungen der Wirtschafts-und Finanzkrise über die Möchte-gern-Welthauptstadt des 21. Jahrhunderts Dubai ein, und alle Projekte in Bezug auf den Mega-Kultur-Tempel (inklusive eines Weltmuseums) wurden auf Eis gelegt. Stattdessen wird auf der vorgesehen Fläche ein Parkhaus gebaut.
Sachlich und zumTeil nüchtern bilanziert Michael Schindhelm besonders im letzten Teil die sich abzeichnende Entwicklung, wobei er aus einer gewissen Enttäuschung auch oftmals sarkastisch, aber erklärend wirkt. In seinem Blog www.dubai-speed.de bietet er Diskussionen besonders zu der Problematik an, dass aus der Wärmestube Europa die Erfahrung gebraucht wird, die Globalisierung in der Kultur positiv zu gestalten. Wer also vor einer Reise nach Dubai bzw. die Emirate an authentischen Informationen interessiert ist, dem sei die Lektüre von Dubai Speed empfohlen.
Vor einer Woche reagierte der Vatikan auf die Reihe an Missbrauchsskandalen der letzten Zeit und erließ neue Richtlinien, die etwa die Verjährungsfristen für Pädophilie verlängern. Gut versteckt wurde die Einstufung von versuchten Frauenordinationen ebenfalls verschärft – sie stehen nun auf einer Stufe mit Kindesmissbrauch.
Während dies in Deutschland bisher unterging, protestierten in Großbritannien verschiedene katholische Organisationen, wie der Guardian berichtete. Eine von ihnen, Catholic Women’s Ordination (CWO), trägt ihren Protest demnächst auf die Straße. Im September werden 10 Busse in London Werbebanner mit der Aufschrift “Pope Benedict Ordain Women Now” (Papst Benedikt, weihe jetzt Frauen zu Priesterinnen) tragen. Der Papst wird ab dem 16. September für zwei Tage nach London reisen und die Busse sind gemäß seiner Reiseplanung gebucht.
In den letzten Tagen wurde es immer unvorstellbarer, das Wochenende ohne Besuch am See überleben zu können. Ich brauchte dringend einen neuen Bikini, mein alter ist zehn Jahre alt. Also versuchte ich, einen zu kaufen. Bei dem Versuch blieb es allerdings. Dabei habe ich keinen ausgefallenen Geschmack und auch keine überzogenen Preisvorstellungen. Ich habe nur nicht den Wunsch, meinem Busen eine Rundumabdichtung zu verpassen – gepolstert und abgeschirmt gegen Gefahren jeder Art, die am See auf mich warten.
Aber das Designvorhaben der Bekleidungsindustrie scheint zu sein: meine Brüste zu beschützen. Warum sonst gibt es nur noch dick gepolsterte Bikinioberteile? Oder Büstenhalter. Auch hier das gleiche Bild, zum Beispiel im Prospekt, der mir aus der Zeitung entgegenflattert. Vermutlich wurden durch den frustrierenden Shoppingversuch meine Sensoren geschärft, normalerweise schmeiße ich Prospekte einfach ungesehen weg. Aber diesmal starren wir uns gegenseitig an: die gepolsterten Brüste mich und ich sie. Stramm stehen sie da, durch die unveränderliche Form der Schalen, wie eine Armee. Und neben den Dekolletés der Models steht die Erklärung für die Erfindung gepolsterter Unterwäsche: Es geht nicht um Schutz, sondern darum, etwas “unsichtbar” zu machen. Wer sich die Worte “T-Shirt-BH” und “Pulli-BH” ausgedacht hat, sollte mit ebensolchen geknebelt werden, der Erfinder von “unsichtbar” für seine Doofheit gleich mit. Ein unsichtbarer BH wäre: kein BH.

(c) Frl. Zucker
//
Deswegen kann diese Erfindung nur heißen: Irgendjemand hat ein Problem mit Brüsten, wie die Natur sie wachsen lässt. Weibliche Nippel sollen unsichtbar werden. Und in wattierte Förmchen eingepackt, wird die weibliche Brust normiert. Kleine, große, spitze, hängende, runde, schiefe, lustige oder flache Brüste sieht man immer weniger. Mit Pulli- und T-Shirt-BH sieht jede Brust, die einem auf der Straße entgegenkommt, gleich aus: fest, rund und mittelgroß. So wird Frauen eingeredet, das, was sie schon haben, sei nicht ganz so super wie das, was sie haben können. Und ihnen wird auch eingeredet, auf keinen Fall dürfe man unter dem T-Shirt oder Pulli “etwas” sehen. Ein Pulli-BH muss her, denn egal ob normaler BH oder kein BH, solange keine Watteschicht eingebaut ist und auch nur ein kleiner Wind weht, sieht man bei Brüsten Nippel. Bei Frauen wie bei Männern.Die Skandalisierung von Nippeln will nur so gar nicht in unsere Umwelt passen, in der einem alle paar Meter von einer Werbeanzeige eine weibliche Brust entgegenspringt. “Brustwarzen scheinen nur okay zu sein, wenn mit ihnen etwas verkauft werden kann”, sage ich zu meiner Freundin P. Sie scheint sich auch schon ihre Gedanken über die Keuschheitsunterwäsche gemacht zu haben und verkündet radikal: “Kopftücher verbieten wollen, aber Watte-BHs herstellen!” Ich schaue sie fragend an. “Na ist doch wahr. Das Gekreische um Kopftücher und verhüllte Frauen wird immer hysterischer, Freiheit und so. Und dann soll eine Brustwarze unterm Pullover plötzlich ein Problem sein?”
Vielleicht braucht es BH-verbrennende Feministinnen. Auch wenn es die nie gegeben hat, sie immer nur ein Symbolbild waren, gefällt mir die Vorstellung, sie Realität werden zu lassen. Für die Brüste dieser Welt zum Streichholz zu greifen. Eine Frage aber bleibt : Woher kriege ich jetzt den Bikini?
(Dieser Text erschien ursprünglich als Kolumne in der SonnTaz)
Eine knappe Mehrheit von 51 % gibt nun an, dass sie für die Öffnung der Ehe stimmen würden, 45 % würden es beim Verbot belassen und 4 % gaben an, es nicht zu wissen. Einmal mehr zeigt sich aber, wie entscheidend die Fragestellung für das Ergebnis sein kann. Eine der Fragen lautete, ob es fair sei, dass Schwule und Lesben in langjährigen Beziehungen nicht heiraten können. 9 % fanden das fair, 44 % unfair und 45 % gaben an, dass es keine Frage von Fairness sei. Wenn sie vorher gefragt wurden, ob die "goldene Regel" angewendet werden soll, stieg die Unterstützung für die Öffnung der Ehe auf 58 %! ("Nearly 6-in‐10 58 %) agree that ‘we should apply the Golden Rule to gay and lesbian couples who are in long-term committed relationships and allow them the same opportunity to get married as everyone else.’")
Sehr große Unterschiede gibt es zwischen den einzelnen Religionsgemeinschaften. Während sich 73 % der sich keiner Religion zugehörig fühlenden Kalifornier_innen für die Öffnung der Ehe sind, variierte die Zustimmung bei den religiösen Menschen zwischen 22 % (Protestantische Latinos) und 57 % (katholische Latinos). Ebenfalls mehr als 50 % Zustimmung gibt es bei den weißen (Mainline) Protestant_iinnen (54 %) und bei weißen Katholik_innen (51 %). Mehrheitlich gegen die Öffnung der Ehe sprechen sich schwarze Protestant_innen (38 %) und weiße evangelikale Protestant_innen (27 %) aus.
Wenn durch die Fragestellung klargestellt wird, dass Religionsgemeinschaften nicht gezwungen werden, gleichgeschlechtliche Trauungen durchzuführen bzw. es nur um die staatliche Ehe geht, die man im Rathaus schließt, steigt die Zustimmung zur Öffnung der Ehe auch bei jenen Kalifornier_innen, die zuvor angegeben hatten, zwar für Civil Unions, aber gegen die Öffnung der Ehe zu sein, um 12 bzw. 19 Prozentpunkte.
Für eine neue Volksabstimmung um die Öffnung der Ehe in Kalifornien dürfte es noch zu früh sein, denn die Erfahrung der Vergangenheit zeigt, dass die bei Meinungsumfragen Unentschlossenen in der Wahlurne meistens gegen die Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben gestimmt haben. Dennoch gibt die PRRI-Umfrage interessante Hinweise darauf, auf welche Punkte sich die Werbung für die Gleichstellung in Zukunft konzentrieren sollte. Quelle: PRRI vom 22. Juli 2010
Links: [www.publicreligion.org] (Presseaussendung)
[www.publicreligion.org] (Die Fragen und Antworten, 17 Seiten)
[www.publicreligion.org] (Analyse der Ergebnisse, 26 Seiten)
[www.boxturtlebulletin.com] (Diskussion über das Umfrageergebnis)
[de.wikipedia.org]
[de.wikipedia.org]
[de.wikipedia.org]
[religions.pewforum.org] (Ausführliche Statistik über die Religionszugehörigkeiten in den USA, The PEW Forum, Februar 2008, 210 Seiten)
Eine knappe Mehrheit von 51 % gibt nun an, dass sie für die Öffnung der Ehe stimmen würden, 45 % würden es beim Verbot belassen und 4 % gaben an, es nicht zu wissen. Einmal mehr zeigt sich aber, wie entscheidend die Fragestellung für das Ergebnis sein kann. Eine der Fragen lautete, ob es fair sei, dass Schwule und Lesben in langjährigen Beziehungen nicht heiraten können. 9 % fanden das fair, 44 % unfair und 45 % gaben an, dass es keine Frage von Fairness sei. Wenn sie vorher gefragt wurden, ob die "goldene Regel" angewendet werden soll, stieg die Unterstützung für die Öffnung der Ehe auf 58 %! ("Nearly 6-in‐10 58 %) agree that ‘we should apply the Golden Rule to gay and lesbian couples who are in long-term committed relationships and allow them the same opportunity to get married as everyone else.’")
Sehr große Unterschiede gibt es zwischen den einzelnen Religionsgemeinschaften. Während sich 73 % der sich keiner Religion zugehörig fühlenden Kalifornier_innen für die Öffnung der Ehe sind, variierte die Zustimmung bei den religiösen Menschen zwischen 22 % (Protestantische Latinos) und 57 % (katholische Latinos). Ebenfalls mehr als 50 % Zustimmung gibt es bei den weißen (Mainline) Protestant_iinnen (54 %) und bei weißen Katholik_innen (51 %). Mehrheitlich gegen die Öffnung der Ehe sprechen sich schwarze Protestant_innen (38 %) und weiße evangelikale Protestant_innen (27 %) aus.
Wenn durch die Fragestellung klargestellt wird, dass Religionsgemeinschaften nicht gezwungen werden, gleichgeschlechtliche Trauungen durchzuführen bzw. es nur um die staatliche Ehe geht, die man im Rathaus schließt, steigt die Zustimmung zur Öffnung der Ehe auch bei jenen Kalifornier_innen, die zuvor angegeben hatten, zwar für Civil Unions, aber gegen die Öffnung der Ehe zu sein, um 12 bzw. 19 Prozentpunkte.
Für eine neue Volksabstimmung um die Öffnung der Ehe in Kalifornien dürfte es noch zu früh sein, denn die Erfahrung der Vergangenheit zeigt, dass die bei Meinungsumfragen Unentschlossenen in der Wahlurne meistens gegen die Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben gestimmt haben. Dennoch gibt die PRRI-Umfrage interessante Hinweise darauf, auf welche Punkte sich die Werbung für die Gleichstellung in Zukunft konzentrieren sollte. Quelle: PRRI vom 22. Juli 2010
Links: [www.publicreligion.org] (Presseaussendung)
[www.publicreligion.org] (Die Fragen und Antworten, 17 Seiten)
[www.publicreligion.org] (Analyse der Ergebnisse, 26 Seiten)
[www.boxturtlebulletin.com] (Diskussion über das Umfrageergebnis)
[de.wikipedia.org]
[de.wikipedia.org]
[de.wikipedia.org]
[religions.pewforum.org] (Ausführliche Statistik über die Religionszugehörigkeiten in den USA, The PEW Forum, Februar 2008, 210 Seiten)
Laut einer neuen Studie wollen sowohl Kitabetreiber als auch -nutzer gerne mehr Männer unter den ErzieherInnen – bisher sind nur 2,4% der Fachkräfte männlich.
Schön ist, daß die Diskussion abseits vom maskulistisch-polemischen „Frauen diskriminieren automatisch kleine Jungs“-Niveau geführt wird.
Kinder sollten eine „Vielfalt von Menschen“ erleben, sagt der Pädagoge: „Und sie sollten sehen, wie Frauen und Männer gemeinsam arbeiten.“ Vor allem für Jungs seien „reale Männer“ wichtig: keine Machos und keine klischierten Supertypen, wie sie oft in den Medien vorkämen, sondern Männer mit Brüchen, die „mal traurig sind, mal wild und auch mal still“.
Klingt soweit sinnvoll! Ob auch Personen, die nicht klar als männlich oder weiblich zu identifizieren sind, in dieser gewünschten Vielfalt gern gesehen wären, ist wohl fraglich. Aber nun, ein Schritt nach dem anderen.
Der niedrige Männeranteil in diesem Beruf geht – oh Wunder – unter anderem auf die miese Bezahlung zurück. Die gibt es zwar auch in männlich konnotierten Berufen, aber in Kombination mit schlechten Aufstiegsmöglichkeiten und dem Bruch mit patriarchalen Vorstellungen dient sie nicht gerade als Anreiz.
„Die Tätigkeit in einer Kindertagesstätte ist für Männer attraktivert, wenn sie eine Kitaleitungsstelle einnehmen können“, heißt es in der Studie. Ähnliches belegen auch andere Zahlen. So gibt es während der Ausbildung noch etwa zehn Prozent Männer. Viele aber verlassen den Job schon in den ersten Jahren ihres Berufsdaseins.
Auch schön ist, daß – gerade in diesem Bereich – der Grundgedanke des Feminismus als positiv gewertet wird, er als Chance begriffen wird, anstatt daß – wie sonst so oft – gleich ein Geschlechterkrieg ausgerufen wird:
Die Ergebnisse der Studie dürften Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) erfreuen. Sie tat gleich zu Beginn ihrer Amtszeit kund, dezidiert Jungen- und Männerpolitik machen zu wollen. Mit dem Feminismus konnte sie nie etwas anfangen.
Für Höyng hingegen ist der Feminismus eine „wichtige Quelle“: „Wenn es darum gehen sollte, dass Jungs am starken Mann gesunden sollen, kann ich das nicht vertreten.“ Seit Jahren beschäftigt sich der Pädagogik-Professor mit Gender Mainstreaming und Gleichstellung.
Na dann mal bitte weiter, getreu dem vulkanischen Motto „Unendliche Vielfalt in unendlichen Kombinationen“
"Ein mehr als zwölf Jahre dauernder rechtlicher Kampf zweier gleichgeschlechtlicher Lebensgefährten um Gleichstellung bei der gesetzlichen Mitversicherung fand heute, 22. Juli 2010, durch das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg ein finales positives Ende", freut sich Kurt Krickler, Generalsekretär der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien, die die beiden Beschwerdeführer in ihrem Rechtsstreit unterstützt hat.
Bei den beiden Männern - Hans S. und Péter B. - handelt es sich um ein österreichisch-ungarisches Paar, das seit über 20 Jahren zusammenlebt und im August 2009 in Budapest auch eine Eingetragene Partnerschaft geschlossen hat.
"Während durch das am 1. August 2006 in Kraft getretene Sozialrechts-Änderungsgesetz (SRÄG) die rechtliche Diskriminierung bereits vor vier Jahren beendet worden war, ist das heute veröffentlichte Urteil für das betroffene Paar insofern so bedeutsam, als nicht nur eine Verletzung der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) nachträglich festgestellt, sondern ihm vom EGMR auch ein Schadenersatz von insgesamt EUR 25.000,- zugesprochen wurde", so Krickler weiter.
Zusammenfassung des Falls:
1997 wurde dem Partner des Österreichers die Mitversicherung verwehrt, weil das Beamten-Kranken- und Unfallversicherungsgesetz damals nur die Mitversicherung von anders-, aber nicht von gleichgeschlechtlichen LebensgefährtInnen vorsah. Beschwerden beim Verfassungs- und beim Verwaltungsgerichtshof blieben 1998 bzw. 2001 erfolglos. Nach Ausschöpfen des innerstaatlichen Instanzenzugs brachten Hans S. und Péter B. dann durch ihren Wiener Anwalt Josef Unterweger im April 2002 Beschwerde in Straßburg ein (Nr. 18984/02). 2008 erklärte der EGMR die Beschwerde für zulässig. Und erst heute, also mehr als acht Jahre später, wurde das Urteil gefällt.
Mittlerweile hat sich aber auf nationaler Ebene die Rechtslage bereits geändert: 2003 hatte nämlich der EGMR in seiner richtungsweisenden Entscheidung in der ebenfalls von der HOSI Wien mitbetreuten Beschwerde Karner gegen Österreich festgestellt, dass jede Diskriminierung von gleich- gegenüber verschiedengeschlechtlichen Lebensgemeinschaften eine Verletzung der EMRK darstellt. Daher musste danach der Verfassungsgerichtshof die entsprechende Einschränkung der Mitversicherungsmöglichkeiten in den österreichischen Sozialversicherungsgesetzen bei der nächsten diesbezüglichen Beschwerde - im November 2005 - als verfassungswidrig aufheben und damit sein damals nur fünf Jahre altes anderslautendes Erkenntnis in einem anderen Fall korrigieren. Regierung und Parlament mussten danach die Sozialversicherungsgesetze entsprechend ändern, was mit dem SRÄG 2006 erfolgte. Quelle: Medienaussendung der HOSI Wien vom 22. Juli 2010
Wie kürzlich im Fall Schalk und Kopf gegen Österreich hat der EGMR auch diesmal wieder betont, dass Hans. S. und Peter B. eine Familie im Sinne des EMRK sind und dass die alte Unterscheidung, nach der verschiedengeschlechtliche Paare Recht auf Schutz des Privat- und Familienlebens hatten, gleichgeschlechtliche aber nur auf Schutz des Privatlebens nicht mehr zeitgemäß ist (Absätze 26 bis 30 der Entscheidung).
Die Entscheidung: Case OF P.B. and J.S. v. Austria, (Application no. 18984/02), 22. Juli 2010 (Verletzung von Art 8 + 14)
Links: [www.hosiwien.at]
[cmiskp.echr.coe.int]
"Ein mehr als zwölf Jahre dauernder rechtlicher Kampf zweier gleichgeschlechtlicher Lebensgefährten um Gleichstellung bei der gesetzlichen Mitversicherung fand heute, 22. Juli 2010, durch das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg ein finales positives Ende", freut sich Kurt Krickler, Generalsekretär der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien, die die beiden Beschwerdeführer in ihrem Rechtsstreit unterstützt hat.
Bei den beiden Männern - Hans S. und Péter B. - handelt es sich um ein österreichisch-ungarisches Paar, das seit über 20 Jahren zusammenlebt und im August 2009 in Budapest auch eine Eingetragene Partnerschaft geschlossen hat.
"Während durch das am 1. August 2006 in Kraft getretene Sozialrechts-Änderungsgesetz (SRÄG) die rechtliche Diskriminierung bereits vor vier Jahren beendet worden war, ist das heute veröffentlichte Urteil für das betroffene Paar insofern so bedeutsam, als nicht nur eine Verletzung der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) nachträglich festgestellt, sondern ihm vom EGMR auch ein Schadenersatz von insgesamt EUR 25.000,- zugesprochen wurde", so Krickler weiter.
Zusammenfassung des Falls:
1997 wurde dem Partner des Österreichers die Mitversicherung verwehrt, weil das Beamten-Kranken- und Unfallversicherungsgesetz damals nur die Mitversicherung von anders-, aber nicht von gleichgeschlechtlichen LebensgefährtInnen vorsah. Beschwerden beim Verfassungs- und beim Verwaltungsgerichtshof blieben 1998 bzw. 2001 erfolglos. Nach Ausschöpfen des innerstaatlichen Instanzenzugs brachten Hans S. und Péter B. dann durch ihren Wiener Anwalt Josef Unterweger im April 2002 Beschwerde in Straßburg ein (Nr. 18984/02). 2008 erklärte der EGMR die Beschwerde für zulässig. Und erst heute, also mehr als acht Jahre später, wurde das Urteil gefällt.
Mittlerweile hat sich aber auf nationaler Ebene die Rechtslage bereits geändert: 2003 hatte nämlich der EGMR in seiner richtungsweisenden Entscheidung in der ebenfalls von der HOSI Wien mitbetreuten Beschwerde Karner gegen Österreich festgestellt, dass jede Diskriminierung von gleich- gegenüber verschiedengeschlechtlichen Lebensgemeinschaften eine Verletzung der EMRK darstellt. Daher musste danach der Verfassungsgerichtshof die entsprechende Einschränkung der Mitversicherungsmöglichkeiten in den österreichischen Sozialversicherungsgesetzen bei der nächsten diesbezüglichen Beschwerde - im November 2005 - als verfassungswidrig aufheben und damit sein damals nur fünf Jahre altes anderslautendes Erkenntnis in einem anderen Fall korrigieren. Regierung und Parlament mussten danach die Sozialversicherungsgesetze entsprechend ändern, was mit dem SRÄG 2006 erfolgte. Quelle: Medienaussendung der HOSI Wien vom 22. Juli 2010
Wie kürzlich im Fall Schalk und Kopf gegen Österreich hat der EGMR auch diesmal wieder betont, dass Hans. S. und Peter B. eine Familie im Sinne des EMRK sind und dass die alte Unterscheidung, nach der verschiedengeschlechtliche Paare Recht auf Schutz des Privat- und Familienlebens hatten, gleichgeschlechtliche aber nur auf Schutz des Privatlebens nicht mehr zeitgemäß ist (Absätze 26 bis 30 der Entscheidung).
Die Entscheidung: Case OF P.B. and J.S. v. Austria, (Application no. 18984/02), 22. Juli 2010 (Verletzung von Art 8 + 14)
Links: [www.hosiwien.at]
[cmiskp.echr.coe.int]
Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) äußert sich die EU Justizkommissarin Vivian Reding über Die Rolle von Frauen in der Wirtschaft, die Quote und die notwendigen Anreize für Väter, mehr Verantwortung in Familie zu übernehmen.
Deshalb müssen wir ja daran arbeiten, Beruf und Familie von Frauen – wie Männern – besser vereinbar zu machen. Wir brauchen mehr Krippenplätze. Deutschland hat unabhängig davon unter Familienministerin Ursula von der Leyen mit dem Elterngeld gute Schritte gemacht. Was haben die Gegner über das „Wickelvolontariat“ für die Väter gelästert. Dennoch nehmen immer mehr Väter die Elternzeit in Anspruch.
Schafft die Elternzeit nicht eher den Anreiz, länger aus dem Berufsleben auszusteigen?Man darf es natürlich nicht übertreiben. Vielleicht müssen wir auch eher darüber nachdenken, ob die Eltern nicht flexibler nutzbare Auszeiten brauchen, um Kinder in späteren, schwierigen Phasen zu betreuen. Ein gesundes Baby lässt sich indes leicht managen.
Also ist doch alles auf dem besten Wege?Keineswegs. Es gibt die berühmte „gläserne Decke“, an die Frauen auf dem Weg nach oben stoßen. Nur so lässt sich der geringe Anteil von Frauen in Spitzenposten erklären. Das schadet auch der Industrie. Studien zeigen, dass Unternehmen mit einer ausgeglichenen Geschlechterstruktur eine höhere Eigenkapitalrendite erzielen. Deshalb bewegen sich ja auch einige Unternehmen wie die Deutsche Telekom, die in fünf Jahren 30 Prozent ihrer Spitzenposten mit Frauen besetzen will. Ich halte das für eine vorbildliche Entscheidung. …’
Bereits zum zweiten Mal öffnet am Samstag das “Down by the River Festival” im Circus in der Bar25 in Berlin Tür und Tor. Auf dem Festival könnt ihr junge BerlinerInnen und internationale KünstlerInnen aus den Bereichen Singer / Songwriter, (Anti-)Folk und Indie kennenlernen. Die Organisatoren amSTARt und Fourtrack on Stage beschreiben ihr Festival als jährliches Highlight der Berliner Untergrund / DIY-Konzertkultur: So don’t miss it!
Und das diesjährige Line-Up kann sich wirklich sehen lassen: Entdeckt spannende Künstlerinnen wie Susie Asado, Masha Qrella, Golden Diskó Ship, Freschard und Donna Stolz. Viele weitere Acts warten außerdem auf euch!
Wann & Wo?
24. Juli 2010 ab 12.00 Uhr | Circus in der Bar25, Holzmarktstr. 25, 10243 Berlin
var flattr_wp_ver = '0.8'; var flattr_uid = '12095'; var flattr_url = 'http://missy-magazine.de/2010/07/22/missy-tipp-down-by-the-river-festival/'; var flattr_lng = 'de_DE'; var flattr_cat = 'text'; var flattr_tag = 'DIY,Festival,Folk,Indie,Musik,Party,Underground'; var flattr_btn = 'compact'; var flattr_tle = 'Missy-Tipp: Down by the River Festival'; var flattr_dsc = 'Bereits zum zweiten Mal öffnet am Samstag das \"Down by the River Festival\" im Circus in der Bar25 in Berlin Tür und Tor. Auf dem Festival könnt ihr junge BerlinerInnen und internationale KünstlerInnen aus den Bereichen Singer / Songwriter, (Anti-)Folk und Indie kennenlernen. Die Organisatoren amSTARt und Fourtrack on Stage beschreiben ihr Festival als jährliches Highlight der Berliner Untergrund / DIY-Konzertkultur: So don\'t miss it! Und das diesjährige Line-Up kann sich wirklich sehen lassen: Entdeckt spannende Künstlerinnen wie Susie Asado, Masha Qrella, Golden Diskó Ship, Freschard und Donna Stolz. Viele weitere Acts warten außerdem auf euch! Wann & Wo? 24. Juli 2010 ab 12.00 Uhr | Circus in der Bar25, Holzmarktstr. 25, 10243 Berlin';
Anlässlich seines 75zigsten Geburtstags äußerte sich der Schauspieler Charles Brauer in einem Interview auch zu seiner späten Vaterschaft.
‚ … Sie waren dreimal verheiratet … und wurden mit 52 noch einmal Vater. Sind späte Väter die besseren?
Es war ein großer Unterschied. Mit 52 war ich sehr viel gelassener und entspannter, als mit 30. Bei Jonas hatte ich viel weniger Ängste, wusste auch, was einem Kind zuzutrauen ist. Ich glaube, ich war bei meinem jüngsten Kind der viel bessere Vater. Mit 30 hatte ich dagegen beruflich einen viel größeren Druck. Dann waren es noch Zwillinge – da war schon einiges los. Witta hat zwei Jahre lang weniger gearbeitet. Es war nicht leicht. Die Ehe hat dann noch acht Jahre gehalten. Heute habe ich ein tolles Verhältnis zu meinen älteren Kindern.
Was war noch anders als später Vater?
Jonas Geburt war ein ganz großes Glück für mich. Sie war nicht so lange nach dem Tod meiner damaligen Lebensgefährtin. Und wie eine Rückkehr ins Leben. …
Warum haben Sie geheiratet?
Lilot wollte gar nicht heiraten. Aber als sie schwanger war, habe ich sie überredet. Weil ich als Vater juristisch damals sonst nur eine Randfigur gewesen wäre. Inzwischen sind wir seit 22 Jahren verheiratet – und haben es nicht bereut. …’
Vaeter-nrw.de hat Väter befragt, was sie als ihre besondere Stärke im Alltag mit ihrem Kind oder ihren Kindern ansehen. Eine Auswahl der Antworten wurde jetzt veröffentlicht:
‚Kinder zu haben, bedeutet immer etwas Aufgabe eigener Freiheiten und Zeitfenster zum Wohle anderer. Das was man investiert, erhält man allerdings doppelt und dreifach zurück. Aber dazu muss man auch bereit sein.
Entscheidend ist das Interesse bzw. die intensive Teilnahme am Leben der Kinder (ihrer Sorgen, Wünsche und Erfolge und Niederlagen). Ich denke die wichtigsten Eigenschaften im Umgang mit ihnen sind Fairness/Gleichbehandlung (sicherlich eher ein Problem bei Zwillingen oder Geschwisterkindern), Toleranz, Einfühlungsvermögen und leider auch die Vorbildfunktion. Speziell die Vorbildfunktion ist das Grausamste.
Wenn die Kinder einen als Vorbild akzeptieren, findet man all seine eigenen Fehler in kürzester Zeit hier widergespiegelt. Ich glaube der sicherste Weg zu erkennen, dass man irgendetwas in der Erziehung richtig gemacht hat (zumindest gilt das noch für meine beiden 10jährigen), sieht man daran, wenn die eigenen Kinder einen gerne um Rat fragen und sich gerne mit einem über alles mögliche unterhalten wollen.’
Die anderen Antworten finden Sie hier.
Annika Beckmann, Ruth Hatlapa, Oliver Jelinski und Birgit Ziener brauchen unsere Unterstützung! Sie sind die HerausgeberInnen von „Horror als Alltag”, ein Buch über die US-Serie „Buffy -The Vampire Slayer”. Hierein versammeln sie Texte von Carmen Dehnert, Dietmar Dath, Heide Lutosch, Jakob Schmidt, Jasper Nicolaisen, Lars Quadfasel und anderen.
Leider sind ihnen nun bereits zugesagte Fördergelder gestrichen worden, so dass die Veröffentlichung im Verbrecher Verlag nicht wie geplant zu Stande kommen kann. Nun werden 180 SubskribentInnen benötigt, die sich das Buch bis zum 15. August auf der Website des Verlages bestellen, damit das Buch doch gedruckt und im September 2010 erscheinen kann.
Missy meint: Los, nicht zögern, bestellen!
var flattr_wp_ver = '0.8'; var flattr_uid = '12095'; var flattr_url = 'http://missy-magazine.de/2010/07/22/hilfe-buffy-braucht-hilfe/'; var flattr_lng = 'de_DE'; var flattr_cat = 'text'; var flattr_tag = 'Buch,Buffy,Förderung,Hilfe,Unterstützung,Vampire'; var flattr_btn = 'compact'; var flattr_tle = 'Hilfe, Buffy braucht Hilfe!'; var flattr_dsc = 'Annika Beckmann, Ruth Hatlapa, Oliver Jelinski und Birgit Ziener brauchen unsere Unterstützung! Sie sind die HerausgeberInnen von „Horror als Alltag\", ein Buch über die US-Serie „Buffy -The Vampire Slayer\". Hierein versammeln sie Texte von Carmen Dehnert, Dietmar Dath, Heide Lutosch, Jakob Schmidt, Jasper Nicolaisen, Lars Quadfasel und anderen. Leider sind ihnen nun bereits zugesagte Fördergelder gestrichen worden, so dass die Veröffentlichung im Verbrecher Verlag nicht wie geplant zu Stande kommen kann. Nun werden 180 SubskribentInnen benötigt, die sich das Buch bis zum 15. August auf der Website des Verlages bestellen, damit das Buch doch gedruckt und im September 2010 erscheinen kann. Missy meint: Los, nicht zögern, bestellen!';
Kleines Land, großes Problem: DieStandard.at berichtet über die wachsenden Probleme mit AIDS und HIV in El Salvador. Laut der Hilfsorganisation Plan International liegt der Anteil heterosexueller Übertragung inzwischen bei 77 Prozent. Vor allem das fehlende Problembewußtsein verstärke die Krise noch.
Auf altmuslimah berichtet die Fotografin Kate Orne von ihren Recherchen in pakistanischen Bordellen und dem Kampf der Sexarbeiterinnen, um ihren Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen.
Unglaublich: NPR berichtet über inhaftierte Schwangere in den USA, die bei der Geburt hinter Gittern weiterhin gefesselt bleiben.
DieStandard.at hat die europäischen Verschleierungsverbote bzw. Pläne dazu im Überblick.
Im Gaza-Steifen dürfen Frauen künftig in Cafés keine Wasserpfeifen mehr rauchen. Unter dem Deckmantel des Gesundheitsschutzes ein weiterer Schritt hin zum konservativen „Gemeinwesen staatlich verordneter Gottesfurcht” fürchtet die Süddeutsche.
Die FAZ porträtiert die Erfinderin der Maus – Isolde Schmitt-Menzel. Obwohl die Maus bereits seit 40 Jahren über unsere Fernsehbildschirme wandert, zunächst als „Maus im Laden” dann in der „Sendung mit der Maus“, wußte das sogar an ihrer ehemaligen Hochschule bis vor kurzem kaum jemand.
DieStandard.at berichtet wie vor 40 Jahren die ersten Frauen in Wien eine Straßenbahn führen durften - unter argwöhnischer Beobachtung ihrer Kollegen.
Social media-Netzwerke werden stärker von Frauen als von Männern genutzt. Warum? Die Antwort von Jessica Fay Carter auf mashable.com lautet: Weil sie vom sozialen und kulturellen Kapital auch stärker profitieren.
Auf TheF-Bomb schreibt Danielle über ihre Erfahrungen als “’Phat’ Girl in a Skinny World“.
Wer nächste Woche Mittwoch in Berlin ist und auf feinsten Grrrl Punk steht, feiert mit Agatha, Respect My Fist und Ex Best Friends in der Scharni 38 ab.
Das Verbot, in der Öffentlichkeit eine Burka zu tragen bzw. sich mit einem anderen Ganzkörper-Schleier zu verhüllen, ist in einigen europäischen Ländern bereits gesetzlich verankert worden. Das französische Parlament hat kürzlich dafür gestimmt (wir haben berichtet), ebenso in Belgien (wir haben berichtet) wurde dafür votiert. In Spanien wurde der Verbots-Vorschlag gerade knapp abgelehnt, das Thema scheint aber auch hier noch nicht vom Tisch.
Über das Burka-Verbot hat Martha Nussbaum, Professorin für Rechtswissenschaften und Ethik an der University of Chicago, in der FR geschrieben; sie behandelt das Thema aus rechtsphilosophischer Sicht:
… Gesetzt den Fall, die Burka ließe sich statistisch mit Gewalt gegen Frauen eng in Verbindung bringen: Könnte die Regierung sie aus diesem Grund rechtmäßig verbieten? Der Oberste Gerichtshof der USA hat geurteilt, dass das Nackttanzen aufgrund seiner gelegentlichen Verbindung mit Verbrechen (auch gegen Frauen) verboten werden kann, aber es ist nicht klar, ob dieses Urteil richtig war. Burschenschaften am College weisen eine enge Verbindung zu Gewalt gegen Frauen auf, und einige Universitäten haben deshalb alle oder einige Burschenschaften verboten. Private Institutionen dürfen solche Regelungen treffen; ein völliges Verbot männlicher Trinkclubs (oder anderer Orte, an denen Männer sich betrinken, wie Fußballspiele) von Regierungsseite wäre aber eine groteske Einschränkung der Versammlungsfreiheit. …
Über das Burka-Verbot hat auch Antje Schrupp für die Jungle World geschrieben. Sie hält das Burka-Verbot für ein falsches Signal (eine Meinung, die ich absolut teile).
… Schließlich wäre ein Burkaverbot auch ein falsches Signal an die westlichen Milieus und an die nicht-muslimischen Migrationscommunities, die selten so liberal und frauenfreundlich sind, wie sie sich gerne darstellen. Gewalt gegen Frauen gibt es überall, die Beschränkung ihrer Freiheit auch. Das lässt sich nicht an äußerlichen Symbolen ablesen. Wir sollten uns nicht der Illusion hingeben, die Freiheit der Frauen könne per Gesetz sichergestellt werden. Sie muss sich im Konkreten bewähren: Wie unterstütze ich das Mädchen, das gegenüber ihren Brüdern benachteiligt wird? Wie argumentiere ich gegenüber einer Frau, die meint, der Ganzkörperschleier bringe sie näher zu Gott? Was ist mit der Frau, die von ihrem Mann geschlagen wird, ihn aber partout nicht verlassen will? …
Gedanken zum Burka-Verbot hat sich auch Alice Schwarzer in der FAZ gemacht. Sie ist für das Burka-Verbot. Der Text steht auf ihrer Website online:
Es ist in der Tat schwer nachvollziehbar, wie Frauen – und gar Konvertitinnen! – freiwillig eine Verhüllung anlegen können, die in den „Gottesstaaten“ und allen Ländern, in denen die Islamisten inzwischen die (heimliche) Macht haben, Frauen mit Todesdrohungen aufgezwungen wird. In diesen Ländern haben die verzweifelten Frauen keine andere Wahl. Und auch innerhalb der islamistisch beherrschten Communitys mitten in Europa ist es für die Musliminnen nicht immer einfach.
Aber was ist nur los mit den Konvertitinnen, die in Ländern aufgewachsen sind, in denen ihre Vorfahrinnen die Gleichberechtigung – vom Wahlrecht bis zum Recht der Sichtbarkeit im öffentlichen Raum – so mühsam erstritten haben? Ihre Motive scheinen Angst vor Freiheit und Selbstverantwortung zu sein sowie weiblicher Masochismus– als Folge einer langen realen Unterdrückung und Demütigung des weiblichen Geschlechts.

Am 7. August findet wieder die alljährliche Queer Flora Party statt – eine Party am CSD Wochenende, die jedoch nicht im Rahmen der üblichen Kommerz-Parade steht, sondern als alternative, queere Soliparty für “Papiere für alle”, ein FrauenLesbenbündnis in Berlin, in der Roten Flora stattfindet. Ich war letztes Jahr dort, es war voll und sehr sehr heiß :)
QUEER FLORA
Soliparty in der Roten Flora | 7. August 2010, 23 Uhr | Rote Flora, Achidi-John-Platz 1, Hamburg
mit DJ IF, bibibeatgrid, AmIrani, Café Bukarest, dasfilou, Maris, DJ Miss van Biss und subspace1969 hatten Lesben, Schwule, Sexarbeiter_innen und transgender Personen in New York genug. Die Polizeirazzien in ihrer beliebtesten Bar erreichten in der Nacht zum 28. Juni ihren Höhepunkt, und keine_r der Anwesenden im Stonewall Inn wollte die Willkür und Brutalität der Staatsmacht länger hinnehmen. Es ging ihnen unter anderem um einen Ort, für den sie auf die Straße gingen und sich zur Wehr setzten.
Auch heute sind Orte jenseits des kommerziellen Gaystreams eine Seltenheit. Die Rote Flora ist für uns einer dieser Orte. Jenseits von pinkem Budget, heterosexueller Matrix und gewohnter Separierung der Szene steht die Flora für etwas anderes: für Selbstausdruck jenseits heteronormativer Strukturen, für Partys mit Inhalt und Anspruch, Atmosphäre und Austausch, für Selbstorganisation und Solidarität. Für ein queeres Hinterfragen gesellschaftlicher Rahmenbedingungen. Damit so ein Ort existieren kann, braucht es Leidenschaft, Kreativität und Mut. Denn die Flora ist keine Selbstverständlichkeit, sondern das, was wir alle daraus machen, und dafür stehen wir ein.
„Wer weiß, wie sich Diskriminierung anfühlt, diskriminiert nicht.“ – Diese Idee von Gerechtigkeit dürften viele kennen. Es ist schwer sich vorzustellen, dass Menschen einander Dinge antun, die sie selbst als schmerzhaft oder als falsch erlebt haben. Dass Menschen die Marginalisierung erfahren, auch selbst diskriminieren, darauf hat zuletzt z.B. Judith Butler beim diesjährigen CSD Berlin öffentlich Aufmerksam gemacht.
Diskriminierung muss nicht immer Absicht sein, das wird bei der Diskussion darüber häufig vergessen. Vermutlich sind die meisten Fälle von Diskriminierung schlicht fehlender Aufmerksamkeit geschuldet. Das macht es jedoch nicht besser: Es hat etwas von „Oh, ich hatte vergessen, dass es für Kinder gefährlich ist, auf der Autobahn zu spielen.“ – Totschlag ist es trotzdem. Somit ist Aufmerksamkeit für (Mehrfach-)Diskriminierung eines der „Heilmittel“ zu einer netteren Welt.
Das Minderheiten und marginalisierte Gruppen meist in nur wenigen Merkmalen Gemeinsamkeiten haben, ist theoretisch offensichtlich. Dass Aufmerksamkeit für Unterschiedlichkeit, Diskriminierung vorbeugen kann, ist zumindest in der Diskussion um Mehrfachdiskriminierung bekannt. Wie schwierig sich dies jedoch in der Praxis leben lässt, hat mir beispielhaft die Frauenvollversammlung der Studentinnen der Uni Mainz im Sommersemester 2010 gezeigt:
Auf der Tagesordnung stand unter anderem eine Namensänderung für das Frauenreferat. Im Vorfeld war bereits bekannt geworden, das es vor allem darum gehen würde „Lesben“ im Namen des Frauenreferats sichtbar zu machen, da viele Menschen und Organisationen nicht wahrnehmen, dass das Frauenreferat auch für Lesben zuständig ist.
Obwohl ich Judith Butlers Plädoyer gegen Mehrfachdiskriminierung nur zustimmen konnte, dies mit Freundinnen und im Internet diskutiert habe und wirklich überzeugt war, dass mir zumindest grobe Patzer bei diesem Thema nicht passieren könnten, bin ich bei diesem Tagesordnungspunkt nicht stutzig geworden – auch andere nicht. Mein weißes Umfeld und ich sahen kein großes Problem darin, Lesben wieder ausdrücklich als Zielgruppe zu benennen – allerhöchstens die Bi-Frauen machten uns Sorgen.
Doch auf der Frauenvollversammlung meldete sich eine Kommilitonin und sagte in etwa Folgendes: „Was ist denn mit mir als schwarzer und alleinerziehender Frau? Ich habe mich bisher auch nicht vom Frauenreferat angesprochen gefühlt.“
Offensichtlich bin zumindest ich zu weiß, kinderlos, sic cis (nicht-trans), physisch voll funktionsfähig und lesbisch, um ohne Hilfe auf den Gedanken zu kommen, dass die Aufnahme von Lesben im Namen des Frauenreferats nur ein kleines Problem löst, nebenbei aber andere Gruppen noch stärker unsichtbar macht und damit diskriminiert.
Der Frauenvollversammlung wurde wohl auch ziemlich schnell klar, dass es unmöglich ist alle „Frauentypen“ in den Namen aufnehmen kann. Trotzdem wollten wir anscheinend gerne dem Problem der Sichtbarkeit der Unterschiedlichkeit von Frauen und dem Thema Mehrfachdiskriminierung im Namen des Frauenreferats Präsenz geben. Nach fast 2-stündiger Diskussion entschied die Frauenvollversammlung, dass sich alle Frauen vom Frauenreferat angesprochen fühlen sollen. Die Namenslösung erscheint sowohl trivial als auch doppelt gemoppelt, denn der neue Name ist: AlleFrauenreferat.
Auch wenn der Name an sich nichts augenscheinlich sichtbarer macht, ist gerade das Doppelt Gemoppelte für Alle die Chance, sich Gedanken darüber zu machen, warum dieser Name gewählt wurde – und bei Interesse die Diskussion zu suchen.
Eine Sprecherin des Pentagon erklärte daraufhin, dass es sich bei dem Chat nicht um die Umfrage handle. Sehr wohl gehört der Chat aber zu den Hilfsmitteln für die Umfrage und wurde unter anderem deshalb eingerichtet, weil schwule und lesbische Militärangehörige berechtigte Bedenken haben könnten, die eigentliche Umfrage von ihrem (überwachten!) Dienstcomputer aus zu beantworten. Die Teilnahme am Chat ist daher von jedem PC aus möglich, die Berechtigung wird durch einen einzugebenden Code (PIN) geprüft. Wie Blogger John Aravosis zeigte, ist es aber nicht allzu schwierig, solche PINs zu erhalten (auch mehrere) und sogar mehrfach vom selben Computer aus eingelogt zu sein.
Die Sprecherin des Pentagon wies weiters darauf hin, dass es sich bei der Umfrage nicht um ein Referendum handle. Damit stellt sich allerdings einmal mehr die Frage, wozu sie überhaupt durchgeführt wird (und US-Steuerzahler_innen dafür rund 4,5 Millionen Dollar hinlegen müssen), wenn die Antworten keine Konsequenzen haben sollen.
Bereits vor zwei Wochen ist die Umfrage heftig kritisiert worden, weil ein Teil der Fragen und der auszuwählenden Antworten nicht neutral ist, sondern durch die Formulierung geeignet ist, Vorurteile zu schaffen oder zu bestätigen. Quelle: Pam's House Blend vom 20. Juli 2010
Links: [www.pamshouseblend.com]
[gay.americablog.com]
http://lezgetreal.com/2010/07/pentagon-dadt-survey-poorly-secured-rife-for-corruption/
[www.marinecorpstimes.com]
[www.shewired.com]
[diestandard.at]
Eine Sprecherin des Pentagon erklärte daraufhin, dass es sich bei dem Chat nicht um die Umfrage handle. Sehr wohl gehört der Chat aber zu den Hilfsmitteln für die Umfrage und wurde unter anderem deshalb eingerichtet, weil schwule und lesbische Militärangehörige berechtigte Bedenken haben könnten, die eigentliche Umfrage von ihrem (überwachten!) Dienstcomputer aus zu beantworten. Die Teilnahme am Chat ist daher von jedem PC aus möglich, die Berechtigung wird durch einen einzugebenden Code (PIN) geprüft. Wie Blogger John Aravosis zeigte, ist es aber nicht allzu schwierig, solche PINs zu erhalten (auch mehrere) und sogar mehrfach vom selben Computer aus eingelogt zu sein.
Die Sprecherin des Pentagon wies weiters darauf hin, dass es sich bei der Umfrage nicht um ein Referendum handle. Damit stellt sich allerdings einmal mehr die Frage, wozu sie überhaupt durchgeführt wird (und US-Steuerzahler_innen dafür rund 4,5 Millionen Dollar hinlegen müssen), wenn die Antworten keine Konsequenzen haben sollen.
Bereits vor zwei Wochen ist die Umfrage heftig kritisiert worden, weil ein Teil der Fragen und der auszuwählenden Antworten nicht neutral ist, sondern durch die Formulierung geeignet ist, Vorurteile zu schaffen oder zu bestätigen. Quelle: Pam's House Blend vom 20. Juli 2010
Links: [www.pamshouseblend.com]
[gay.americablog.com]
http://lezgetreal.com/2010/07/pentagon-dadt-survey-poorly-secured-rife-for-corruption/
[www.marinecorpstimes.com]
[www.shewired.com]
[diestandard.at]
Vom 29. bis 31. Juli findet übrigens das QueerFilmFest in Rostock statt. Wer in der Gegend ist oder es nicht zum Queerfestival in Kopenhagen schafft, kann ja mal einen Blick aufs hiesige Programm werfen.
Das Missy Magazine ist ein Popkulturmagazin für Frauen. Es möchte informieren und gleichzeitig unterhalten. Dabei zeichnet es sich durch eine dezidiert feministische Haltung aus. Anders als Publikationen wie die Emma oder die an.schläge aus Österreich berichtet das Missy Magazine nicht nur über Feminismus. Es betreibt auch keine feministische Theoriebildung wie es in akademischen Publikationen üblich ist. Stattdessen betreibt Missy „angewandten Feminismus“. Das bedeutet: Die Herausgeberinnen versuchen im Rahmen eines Frauen- und Popmagazines, eine feministische Haltung im Umgang mit Themen, Bildern und Sprache zu zeigen. Im Spektrum Zeitschriften sieht Missy sich zwischen Musik/Popkulturzeitschriften, klassischem Frauenmagazin und feministischen Zeitschriften ein. Salopp gesagt: zwischen Intro, Maxi und Emma.

Gegründet wurde das Missy Magazine Anfang 2008, als wir, das heißt Stefanie Lohaus, Chris Köver und Sonja Eismann uns entschlossen, den deutschsprachigen Zeitschriftenmarkt um ein Heft zu erweitern, das gleichzeitig feministisch sein und junge Frauen ansprechen sollte, um sie eben nicht, wie sonst auf dem Frauenzeitschriftenmarkt üblich, auf Schmink-, Diät- und Modetipps zu reduzieren.
Nach einer halbjährigen Planungsphase erschien die erste Ausgabe im Oktober 2008. Sie wurde mit den Geldern eines Kulturwettbewerbes finanziert. Gut anderthalb Jahre später steht Missy auf eigenen Beinen und erscheint regelmäßig: Vierteljährlich im Eigenverlag und mit einer Druckauflage von ca. 20.000 Exemplaren. Die Finanzierung erfolgt aus einem Mix von Verkaufs- und Aboeinnahmen, sowie Anzeigen. Während Missy als Hochglanzmagazin erscheint, versteht sich das Magazin nach innen als Grassroots-Projekt. Die Redaktion und der Verlag werden in Eigenregie organisiert. Der Grund: Anders als ein Fanzine, das auch nach außen kostengünstig kopiert und in kleinem Maßstab produziert wird, will Missy zugänglich sein für LeserInnen, die nicht nur in feministischen Szenen zu Hause sind.
Das Herausgeberinnen- und Redaktionsteam besteht aus den drei Gründerinnen. Ebenfalls im Team ist Margarita Tsomou, die auch Herausgeberin und Missy-Autorin ist und die Anzeigen- und Marketingabteilung leitet. Sie ist ebenfalls seit 2008 dabei. Die Art Direktion des Missy Magazines besteht aus zwei Frauen: Seit Mai 2010 sind das Daniela Burger und Hedi Lusser. Zusätzlich gibt es einen großen Stamm freie AutorInnen, IllustratorInnen und FotografInnen. Der innere Kreis besteht zwar nur aus Frauen, im erweiterten Team sind aber auch Männer zu finden. Bei der Vergabe vor allem der großen Themen schauen wir allerdings immer, ob wir zuerst eine Frau finden, die sich im Thema auskennt und erst im zweiten Schritt, ob es auch ein Mann machen kann. Mit dieser Vergabepraxis möchten wir einen Gegenpol zu den bekannten „Old Boys Netzwerken“ schaffen, denn auch der Journalismus, insbesondere der Musikjournalismus ist nach wie vor stark männlich geprägt.
Die Inhalte: Kultur, Musik, Politik, DIY, Mode und SexKultur spielt eine große Rolle in Missy: Vor allem Popkultur wie Musik, Film, TV, Fotografie, aber auch Kunst und Theater. Der Grund: Wir alle haben zuvor im Kulturbereich gearbeitet und dort den Eindruck gewonnen, dass über Frauen nicht genügend berichtet wird. In den Popcharts sind zwar immer mehr Sängerinnen vertreten, doch der Eindruck täuscht. Im Popbereich ist der Frauenanteil nach wie vor sehr niedrig, wie zum Beispiel eine Studie des Frauenmusikzentrums aus dem Jahr 2002 (http://archiv.hamburger-illustrierte.de) zeigt. Die vorgestellten MusikerInnen müssen in erster Linie künstlerisch überzeugen – besonders begrüßen wir es wenn sie sich außerdem mit Feminismus und Geschlechterrollen auseinandersetzen.

Bei der Berichterstattung gelten in Missy Genderbewusstsein und Sexismusfreiheit. Anders als in vielen Mainstream-Medien ist in Missy das Aussehen der Künstlerin kein ausuferndes Thema: Sätze wie „die elfengleiche Sängerin mit den Rehaugen“ oder ein Erstaunen darüber, dass eine Musikerin ihr Instrument oder gar ein Mischpult beherrscht, kommen bei uns nicht vor. Im Sinne einer feministischen Wissenspolitik benutzen wir keinen insiderhaften Jargon und kein Namedropping. Bei der optischen Inszenierung freuen wir uns über Frauenbilder, die etwas derangiert sind, d.h. mit gängigen weiblichen Rollenkonventionen brechen oder sich über diese lustig machen. Die Frauen im Heft werden nicht digital aufgehübscht oder auf eine Weise nachbearbeitet, die unrealistisch ist. Und generell machen wir nichts, was die KünstlerInnen nicht wollen. Wir setzen uns kritisch mit Geschlechternormen und Produktionsbedingungen der Popindustrie auseinander, z.B. in Beiträgen wie „Frauen im Metal“ oder „Altern im Pop“ oder aber in unserem Dossier aus dem letzten Heft: Feminismus und TV, in dem wir schauen, ob, wo und wie im Fernsehen spannende feministische Rollen zu finden sind, und was Frauen auf und hinter dem Bildschirm über die Frauenrollen denken.
PolitikIn Missy werden Reportagen und Nachrichten zu aktuellen frauenpolitischen Themen gedruckt, und wir setzten uns auf verschiedene Weisen mit Politik und historischen Figuren auseinander. Der Politikteil in Missy muss nicht immer „Pop“ sein, bewegt sich aber häufig dort, wo Pop politisch wird. Zum Beispiel wenn historische FeministInnen zu Sammelkarten werden, oder im Finanzkrisen-Dossier eine kritisch-feminstische Prespektiveüber die entkleidete entlassene Businessfrauen im Playboy“ zu lesen ist Wir beschäftigen uns mit aktuellen gender- und frauenpolitischen Themen, beobachten die momentane Gesetzeslage z.B. das Abtreibungsrecht oder Rechte für Homosexuelle oder Transgender. Dabei geht es immer darum, Probleme als strukturelle Probleme zu begreifen. Wir sehen das größte Problem der gesellschaftlichen Ungleichberechtigung in den gesellschaftliche Strukturen und Ansichten, die es nach wie vor zu bekämpfen gilt. In Rubriken wie „Vor uns“ bei der wir großartige Frauen, die in der Geschichtsschreibung zu kurz gekommen vorstellen, betreiben wir alternative Geschichtsschreibung, stellen Bezug zu feministischen Traditionen her und arbeiten so auch gegen die Diffamierung des Feminismus vor unserer Zeit.
Selbstermächtigung durch selbst machenDer Teil „Mach es selbst“ umfasst Rubriken wie „1,2,3“ (Expertinnen erklären) und die „Mach es selbst – Bastelanleitungen“. Dabei haben wir sowohl klassisch „weiblich“ konnotierte Tätigkeiten (Stricken, Handarbeit, Kochen) im Programm, als auch klassisch „männlich“ (Möbel bauen, Platten auflegen, Skateboard fahren). Während es bei den „männlichen“ Fähigkeiten darum geht, Frauen und Mädchen zu ermutigen, Bereiche zu erobern, von denen sie sich bisher aufgrund der geschlechtlichen Zuschreibung eher abgewendet haben, geht es bei den Anleitungen zum Stricken oder Kochen um die Strategie der Wiederaneignung. Diese weiblichen Fähigkeiten, die traditionellerweise unbezahlte Arbeit darstellen und somit nicht entlohnt, also nichts „wert“ sind, sollen im Zusammenhang mit Popkultur eine Aufwertung erfahren. Deswegen binden wir diese Rubriken in andere Zusammenhänge ein: In der Kochrubrik TV Dinner, werden Rezepte aus Fernsehserien nachgekocht oder wir zeigen wie man mit der eigentlich spießigen Stick-Technik einen schicken Graffiti-Wandbehang erstellt.
Mode
Mode bietet die Möglichkeit Frauentypen abzubilden und zu inszenieren und mit dieser Art der Inszenierung vom Mainstream abzuweichen. Style und Mode ist eben identitätsstiftend. Uns ist es wichtig, nicht nur neue Trends vorzustellen, sondern mit Mode und Styling eine Geschichte zu erzählen. Wir zeigen verschiedene Körperbilder/Formen/Altersstufen: Frauen sind keine genormten Wesen in Größe 34. Deswegen ist in Missy Vielfalt die Norm.
SexDie generelle Haltung des Sexteils ist eine lustvolle und positive Auseinandersetzung mit Körper und Sexualität. Im Gegensatz zu herkömmlichen Frauenmagazinen geht es nicht darum, „ihm die Nacht seines Lebens“, sondern sich selbst eine gute Zeit im Bett zu bereiten. Die Rubrik soll zum Experimentieren anregen, beinhaltet Produkttests, Berichte über feministische „Sex Positive“ oder queere Themen. Wie im gesamten Heft bemühen wir uns darum, mit Heteronormativität zu brechen.
Neben diesen großen Rubriken hat Missy natürlich noch einiges mehr zu bieten. Ab dem nächsten Heft haben wir mit Claire Lenkova eine regelmäßige Comiczeichnerin im Heft. Eine regelmäßige Bildstrecke stellt eine junge, talentierte Fotografin und ihre Arbeiten vor.
Allgemein versuchen wir uns in Missy an der Gestaltung einer feministischen Popkulturwelt, sowohl nach innen, in dem neue feministische Strukturen schaffen, als auch nach außen, in dem wir feministische Popkultur sichtbarmachen. Darüber hinaus kritisieren wir aktuelle Popkultur mit feministischen Instrumentarien. Diese Auseinandersetzung ist wichtig, weil Pop Teil der Alltagskultur und Sozialisation eines jeden Menschen ist. Deswegen muss Popmusik, Fernsehen, Netzkultur oder Werbung genauso mit feministischen Mitteln kritisiert werden, wie bspw. Gesetze. Wir hoffen es gelingt uns, denn: Es gibt noch viel zu tun.
Das Heft ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz am Kiosk und im Bahnhofsbuchhandel erhältlich sowie im Abonnement und über Bestellung im Internet natürlich auch überall sonst auf der Welt.
"Es wird etwa tatsächlich infrage gestellt, ob lesbisch/schwule PolizistInnen eine Amtshandlung durchführen können oder nicht", bemerkt Traschkowitsch. Es wird unterstellt, dass lesbisch/schwule PolizistInnen dienstunfähig sind. Und eigentlich stellt die FPÖ infrage, ob lesbische, schwule und transgender ArbeitnehmerInnen überhaupt einer beruflichen Tätigkeit nachgehen können. Die FPÖ-Abgeordneten wollen wirklich wissen, welche Aufgabenbereiche Gleichbehandlungsbeauftragte haben. Meine Damen und Herren von der FPÖ, wie wäre es vielleicht mit Lesen der Fachliteratur? Oder ist das zu viel verlangt? Ich bin erschüttert darüber, dass Minderheitenhetze im österreichischen Parlament noch so möglich ist", fährt Traschkowitsch fort.
Ich würde hinzufügen, dass nicht einmal Fachliteratur nötig ist. Tageszeitungen oder Internet reichen. Google findet zu gleichbehandlungsbeauftragte alleine auf östterreichischen Websites 168.000 Treffer und zu diversity beauftragte 21.600 Treffer. Auch Wikipedia gibt Auskunft (siehe Links weiter unten). Und nicht zuletzt werden Gleichstellung und Diversität auch im Parlament in schöner Regelmäßigkeit diskutiert.
"Diese parlamentarische Anfrage der FPÖ-Abgeordneten zeigt einmal mehr, dass diese Partei nur vernadern und hetzen kann. Das ist für mich nicht nur dumm, sondern ist ein weiterer Beleg für die homophobe Grundstimmung der FPÖ und welcher Ungeist diese Partei treibt. Die Abgeordneten der Freiheitlichen lassen keine Gelegenheit aus, gegen Minderheiten aufzutreten und sie versuchen Missgunst, Neid und Hetze zu verbreiten. Ich hoffe, dass Lesben, Schwulen und Transgender Personen bewusst ist, was diese Partei bezweckt und wissen, dass sie unwählbar ist", schließt Traschkowitsch.
Die Frage nach der Teilnahme uniformierter Polizist_innen in Uniform an der Regenbogenparade hätten sich die FPÖ-Abgeordneten übrigens auch ersparen können. Sie wurde schon vor der Parade beantwortet. Zitat aus dem schwul-lesbischen Nachrichtenportal GGG.at: "Das Innenministerium unterstützt zwar die Konferenz und schwule sowie lesbische PolizistInnen in Österreich, lässt sie aber an der Parade nicht in Uniform teilnehmen - anders als Exekutivbeamte aus anderen europäischen Ländern, die sehr wohl in Uniform mitmarschieren dürfen."
Links: [www.parlament.gv.at]
http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIV/J/J_06058/imfname_191200.pdf
http://www.parlament.gv.at/WW/DE/PAD_35468/pad_35468.shtml
[www.egpac2010vienna.at]
[www.gaycopsaustria.at]
[www.soho.or.at]
[www.spoe.at]
[www.bmi.gv.at]
[www.google.at]
[www.google.at]
[de.wikipedia.org]
[de.wikipedia.org]
[www.ggg.at]
http://www.help.gv.at/Content.Node/186/Seite.1860000.html
Es ist Sonntagmorgen, die Eltern würden einfach mal gerne ausschlafen, doch der Nachwuchs macht ihnen einen Strich durch die Rechnung: schon vor 7 Uhr stehen die Kleinen putzmunter im Schlafzimmer und wollen bespaßt werden.
Vier von zehn Müttern und Vätern (39,2 %) von unter Sechsjährigen haben da einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von “BABY und Familie” eine einfache Lösung parat. Sie erlauben den frühmorgendlichen Störenfrieden am Wochenende schon mal, den Fernseher einzuschalten und Kinderfernsehen anzuschauen.
Sechs von zehn der befragten Eltern (59,5 %) geben bei der Umfrage sogar zu, es sei ganz allgemein schon recht angenehm, wenn man sein Kind mal eine halbe Stunde vor dem Fernseher “parken” könne. Nur knapp 45 Prozent (44,8 %) der Mütter und Väter sitzen dabei immer mit ihren Vorschulkindern vor dem TV.
Vor zwei Jahren hat die Bundesregierung zwei Konjunkturpakete auf den Weg gebracht und dafür eine Summe von insgesamt 187 Milliarden Euro angesetzt. Die Verwaltungswissenschaftlerin Mara Kuhl hat nun in einer neuen Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung untersucht, wie gendergerecht diese Summe verteilt wurde. Über das Ergebnis berichtet der folgende Artikel auf der Seite des Frauenrates. Lesenswert!
Das war es doch immer, was die Frauen wollten: Geschlechtergerechtigkeit - und dazu gehört auch das gleiche Recht und die gleiche Chance darauf, die Familie zu ernähren wie ihre Männer. Tatsächlich scheinen sie genau das geschafft zu haben. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, es gibt mehr Frauen als Familienernährerinnen denn je. Doch von einem Rollentausch der Geschlechter sind wir trotzdem weit entfernt. Der Erfolg ist ein fragwürdiger. Denn häufig finden sich diese Frauen unfreiwillig in dieser Rolle wieder. Weil der Partner arbeitslos wurde oder sehr wenig verdient. Und wirklich wohl fühlen sich die betroffenen Frauen damit auch selten.
Die Gründe sind vielschichtig
Genau das - dass die Frauen sich in diese Rolle eher gezwängt fühlen - wird ihnen sogleich zum Vorwurf gemacht, getreu dem Motto "Ihr wolltet es doch nicht anders. Da seht ihr endlich mal, wie schwer Männer es haben." Doch der wesentliche Unterschied ist: Viele der Haupternährerinnen arbeiten im Niedriglohnsektor und können ihre Familien nur knapp mit ihrem Gehalt über die Runden bringen. Und da trotz Vollzeittätigkeit der Mammutteil der Haushalts- und Erziehungsarbeit dennoch von ihr geleistet wird, sind die Belastungsgrenzen meist erreicht - emotional wie körperlich. Fast schon sarkastisch klingen da Töne wie diese an: "Was die Frauenbewegung in langen Jahren voller Überzeugungsarbeit nicht vermocht hat, schafft nun die Prekarisierung und Flexibilisierung auf dem Arbeitsmarkt." So richtig froh macht das nicht.
Und immer wieder "selber schuld"?
Gleichzeitig erhitzt eine andere Studie die Gemüter: Danach sind Frauen bescheidener und mit weniger zufrieden, was ihr Gehalt angeht. "Selber schuld", sagt hier Gerhard Amendt (und wohl nicht nur er). Doch das zu postulieren, ist fatal. Weil das nichts anderes macht, als die festgefahrenen Rollenvorstellungen weiter zu zementieren. Zudem ist es eine andere Sache, ob ich mit mit dem, was ich bekomme, zufrieden bin - oder ob ich mit der Tatsache einverstanden bin, dass ich weniger bekomme als Männer in meiner Position. (Wieso auch sollten Frauen letzteres gutheißen?) Plausibler ist eine andere Erklärung für ihre scheinbare Zufriedenheit mit dem Gezahlten: nämlich dass die Frau in ihrem jeweiligen individuellen Fall über die höheren Gehälter ihrer konkreten männlichen Kollegen gar nicht Bescheid wissen.
Auf n-tv.de erschien am Wochenende ein Beitrag über HIV-positive Frauen. In Deutschland liegt ihr Anteil im Vergleich zu anderen Ländern relativ niedrig, bei 18 Prozent. Dennoch halten sich hartnäckig Klischees, nach denen alle Betroffenen schwul oder drogenabhängig seien und man ihnen die Infektion direkt ansähe – zusammen mit zunehmender Kondommüdigkeit ein gefährlicher Mix, der sich im Anstieg der Neuinfektionen der letzten 10 Jahre niederschlug. Trotzdem oder gerade deshalb verheimlichen viele Frauen ihre HIV-Infektion und führen ein Doppelleben:
Um etwas für die Wahrnehmung HIV-positiver Frauen zu tun, erarbeitete Haberl [Ärztin im Frankfurter HIV-Center] mit 14 Patientinnen und einer Fotografin auf einem Workshop eine Ausstellung. Der Titel: “Schön sein Frauenbilder mit HIV”. Die Patientinnen posieren selbst, sie sehen aus wie attraktive Frauen von nebenan. […] HIV ist für die oft allein erziehenden Frauen ein Makel, das Selbstwertgefühl weg, das Virus durchdringt jeden Moment des Alltags.
TERMINANKÜNDIGUNG
“Die Umsetzung des spanischen Gleichstellungsgesetzes in der Praxis”
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Botschaft für Frauen“ – Gleichstellung im internationalen Vergleich. Erfahrungen, Modelle und Erfolgsrezepte aus anderen Ländern
23. September 2010, 19 Uhr in der Spanischen Botschaft
Frau Dr. Capitolina Díaz Martínez, Soziologieprofessorin und Leiterin der Abteilung für Internationale Beziehungen des spanischen Gleichstellungsministeriums wird über die aktuelle Situation in Spanien berichten.
Das spanische Gleichstellungsgesetz ist eines der vorbildlichsten seiner Art und die spanische Regierung treibt die Gleichstellung energisch voran. Im 17-köpfigen spanischen Kabinett unter Ministerpräsident Zapatero gibt es neun Frauen, die wichtige Ressorts wie z.B. Verteidigung oder Wirtschaft und Finanzen innehaben.
Der EWMD Berlin-Brandenburg organisiert in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Juristinnenbund, dem Berliner Landesfrauenrat und der Botschaft von Spanien diese Veranstaltung. Bitte merken Sie sich den Termin vor und erzählen anderen davon, nach den Sommerferien schicken wir Ihnen eine Einladung mit weiteren Informationen.
ACHTUNG! NEUE ADRESSE UND TELEFONNUMMER!
ACT! AHLERS COACHING TRAINING
Susanne Ahlers
Fontanepromenade 2
D-10967 Berlin
+49- 30 – 695 659 27
Ähnliche Beiträge
Im Rahmen unserer Summer School “Wohin geht die Geschlechterpolitik der
EU?” diskutieren am Freitag, den 23.7. von 9.30 bis 12.30 Uhr im Raum 101 der HWR Berlin Expertinnen und Experten:
“Geschlechterdimensionen der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise”
Moderiert durch Ulrike Herrmann (Wirtschaftsredakteurin der taz) werden diskutieren: Prof. Dr. Hansjörg Herr (HWR Berlin), Dr. Gabriele Schambach (GenderworkS, Berlin), Dr. Margit Schratzenstaller- Altzinger (WIFO, Wien) und Prof. Dr. Brigitte Young (Universität Münster).
Sie sind herzlich eingeladen zu dieser Diskussion!
Mit freundlichen Grüßen
Friederike Maier
——————————————-
Prof. Dr. Friederike Maier
Direktorin
Harriet Taylor Mill-Institut der
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Badensche Straße 50-51
D-10825 Berlin
friemaie@hwr-berlin.de
Fon: +49-(0)30-857 89 135
Fax: +49-(0)30-857 89 199
http://www.harriet-taylor-mill.de
http://www.hwr-berlin.de
S u m m e r S c h o o l
“Wohin geht die
Geschlechterpolitik
der EU?”
vom 16.-23. Juli 2010
weitere Informationen siehe
[www.summerschool.harriet-taylor-mill.de ]
Die Handelskammer Hamburg hatte die Studie ‚Wie leben und arbeiten Hamburgs Eltern?’ des HWWI für die Hamburger Allianz für Familien in Auftrag gegeben und finanziert. Die Ergebnisse wurden bereits am 11. Mai 2010 anlässlich des Internationalen Tags der Familie in der Handelskammer Hamburg präsentiert und diskutiert. Die taz Hamburg berichtet heute mit der Überschrift ‚Mütter bleiben zu Hause’ über die Untersuchung.
Die Studie zeigt, dass ein großes Arbeitskräfte Potenzial ungenutzt bleibt. 66 % der nichterwerbstätigen Väter und rund 39 % der nichterwerbstätigen Mütter in Hamburg würden gerne arbeiten, finden aber aus unterschiedlichen Gründen keinen Arbeitsplatz oder bleiben aus Betreuungsgründen zu Hause. Unter den nichterwerbstätigen Elternteilen sind über 37.000 Personen mit guter bis sehr guter Ausbildung.
Die Analyse hat auch ergeben, dass die Mehrheit der über 286 000 Väter und Mütter in Hamburg nach wie vor nach dem traditionellen Familienmodell lebt. Die geringste Erwerbstätigenquote bei den Frauen haben verheiratete Mütter, die nur zu 60,3 % arbeiten. Verheiratete Väter erreichen dagegen mit 87,8 % die höchste Erwerbstätigen-Quote aller Männer. Darüber hinaus dominieren bei allen erwerbstätigen Müttern Teilzeitbeschäftigungen. Die mit 72 % höchste Teilzeitquote erreichen Mütter mit Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter. Als Hauptgrund für die Teilzeittätigkeit führen die Mütter an, dass sie sich um ihre Kinder oder um ihre pflegebedürftigen Eltern kümmern. Nur knapp 20 % der Mütter möchten ihre Arbeitszeit aufstocken.
Um die ungenutzten Fachkräftepotenziale aktivieren zu können, müssen junge Frauen deshalb weiter motiviert werden, eine eigenständige Berufsperspektive für sich zu entwickeln. „Teilzeit sollte auch stärker von Vätern in Anspruch genommen werden. Dies würde ihre Teilhabe am Familienleben erhöhen und zugleich Müttern die Chance geben, am Arbeitsmarkt besser Fuß zu fassen”, so Christina Boll vom HWWI.
Dies kann aber nur in dem Maße gelingen, in dem Mütter bereit sind ihren Anteil an der Erwerbsarbeit zu erhöhen und ein partnerschaftlicher Dialog über die familiäre Aufgabenteilung in Gang kommt. Auch a dieser Stelle steht das ‚traditionelle Familienmodell’ im Weg.
Können Männer Kinder erziehen und die Verantwortung für den Haushalt übernehmen? Wie ist Beruf und Familie zu vereinbaren? Wie können Frauen für den Arbeitsmarkt gestärkt werden? Fragen, die Dagmar Ziegler, Cem Özdemir und Bascha Mika mit Ulrike Detmers beim “6. Mestermacher Forum Zukunft” am 6. Juli in Berlin erörterten.
Familien- und Erwerbsarbeitsmodelle wandeln sich. Nicht nur der so genannte Alleinernährer ist überholt, auch eine gerechtere Verteilung von Familien- und Hausarbeit steht, allerdings nicht erst seit gestern, auf dem gesellschaftspolitischen Tapet. Auch für Väter ist die Frage nach der Vereinbarkeit von Beruf und Familie durchaus ein Thema.
Ja, es gibt sie: erziehende, aktive Väter, die sich bewusst für Kinder entscheiden und Verantwortung übernehmen. Für sie ist es nicht selbstverständlich, dass die Frau ihnen den Rücken stärkt und dafür auf eine berufliche Karriere verzichtet.
Für Cem Özdemir, Bundesvorsitzender der Grünen, ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf selbstverständlich ein Problem, dass auch Männer betrifft. Er selbst hat die zwei gesetzlich möglichen Vätermonate genutzt, in denen er zu Hause blieb, um sich um sein Kind zu kümmern.
Als “anwesender Vater” stünde man aber immer vor dem Vereinbarkeitsproblem. Die deutsche Gesellschaft sei nicht wirklich Kinder- oder Familienfreundlich. Bestimmte Formen der Arbeit sind für Eltern schlicht nicht möglich: “Telefonkonferenzen um 22 Uhr in der Nacht sind dann natürlich Tabu, im Alltagsgeschäft natürlich durchaus normal”, erläutert er. In der jetzigen Generation von Männern wird die Frage nach Vereinbarkeit seiner Meinung nach gestellt. Allerdings ist es ein verschwindend geringer Teil von Männern, der die Vätermonate in Anspruch nimmt.
Die Publizistin Bascha Mika sagte, dass im Vergleich zu anderen Ländern Deutschland “auch noch im Mittelalter ist”. Es sei “ja immer leichter, auf andere zu schauen”. Wagt man aber einen Blick nach Skandinavien, schneidet Deutschland auch nicht sehr gut ab. In Schweden sind die “Papamonate” mit einem 13-monatigen Anspruch auf Elterngeld beispielsweise schon in den 70er Jahren eingeführt worden. Ziel war es damals, Männer für Sorgearbeit zu sensibilisieren. …
Die Arbeitswelt ändere sich und der demographische Wandel sowie der damit verbundene Fachkräftemangel würden ihren Tribut fordern, so Dagmar Ziegler, stellvertretende Vorsitzende der SPD Bundestagsfraktion. Gut ausgebildete Frauen würden über kurz oder lang gebraucht. Özdemir merkt an, dass die Kinderbetreuung sinnvoll auszubauen sei sowie die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern und die Finanzierung durch Kommunen diskutiert werden müsse. “Es soll bis 2013 zwar einen Rechtsanspruch auf Krippenplätze geben, auf der anderen Seite nehmen wir den Kommunen, die für den Ausbau zuständig sind, das Geld weg”, erläutert er weiter. Das sei ein gravierendes Problem.
Ob zwei Vätermonate auf freiwilliger Basis die Einstellung von Männern zur Sorgearbeit ändern, bleibt abzuwarten. Laut Detmers sei es aber notwendig alternative Lebensmodelle in die Gesellschaft zu transferieren. Dazu gehört nicht nur ein “Einsehen” der Männer, oftmals seien es die Frauen selbst, die in alten Denkmustern aus Angst oder Bequemlichkeit verharren, so Mika.
Frauen wie Männer sind in der Pflicht, wenn es um eine gerechte Aufteilung der Hausarbeit und Kindererziehung geht: “Alle Nach- aber natürlich auch Vorteile sollen geteilt werden”, sagt sie. Letztendlich sei das “Private auch politisch”, um an die politische feministische Forderung der 68er anzuschließen. …
Unabdingbar für eine gleichberechtigte Integration von Frauen in die Erwerbsarbeit sowie die Sensibilisierung der Männer für die Sorgearbeit seien zwar gesetzliche Rahmenbedingungen, aber auch role-models, die es vormachen.
Mark S. King berichtet täglich darüber, was sich bei der AIDS 2010 Konferenz tut und stellt intressante Präventions- und Aufklärungsprojekte vor. (Auf Englisch)
Links: http://marksking.com/category/aids2010-coverage/
[www.youtube.com]
Antje Schrupp und mspro haben heute jeweils Texte geschrieben, die sich um Datenschutz und den Begriff des Datenmissbrauchs drehen. Beide hinterfragen – wie auch schon Christian Heller – die Idee, dass Daten unbedingt geschützt werden müssen. Sie werben für eine Kultur der Transparenz. Mspro kritisiert dabei den Begriff des Datenmissbrauchs grundsätzlich. Zum Einen: Weil sich die Lesarten von Daten nicht fixieren lassen, ist immer mit Kontrollverlust zu rechnen. Zum Anderen: Wo die einen Daten so nutzen, dass es negative Konsequenzen für das Subjekt hat, machen andere tolle, nützliche und schöne Dinge mit den Daten, an die “DatenurheberInnen” niemals gedacht hätten. Man könnte sagen, dass die Fragen, ob Daten ge- oder missbraucht werden, immer eine im weitesten Sinne politische ist. Weil sie nicht grundsätzlich beantwortet werden kann, ist auch ein absoluter Datenschutz normativ nicht wünschenswert.
Mir ist dieser datenschutzkritische Ansatz sehr sympathisch, weil mir die Debatte zurzeit sehr ins Paranoide abrutscht, zu wenig an konkreten Problemen orientiert ist und ich Kontrollverlust für eine ernstzunehmende, aber auch interessante Vision halte. Was mir jedoch auffällt ist, dass oft von “fertigen” Menschen ausgegangen wird. Zwar erkennt mspro an, dass “nicht jeder den Mut, die Stärke, die Macht und die Unabhängigkeit dazu [hat, sich dem Druck, Daten könnten missbraucht werden, anzupassen]. Es braucht ein gehöriges Maß an Privilegiertheit dazu, sich freizügig zu verhalten.” Es scheint mir aber die Einsicht zu fehlen, dass diese Privilegien unter anderem mit den Instrumenten der Daten und Informationen verteilt werden. Hier argumentiere ich mit Foucault nicht im Sinne einer zentralisierten Masterplan-Machtinstanz, sondern im Sinne von komplexen strategischen Machtlinien, die sich durch die Subjekte, Institutionen, Bilder un Daten ziehen. Wie mit Daten regiert wird, hat Foucault in seinen Ausführungen zur Biomacht beschrieben, in denen es um das „Auftreten der Bevölkerung“ als ökonomisches und politisches Problem geht.
Machtwirkungen haben auch Informationen, sie sind nämlich als Repräsentationen Teil von Subjektivationsprozessen. Hier finden wir interessante Hinweise bei Butler, die zeigt, wie Subjekte (also Menschen, also wir) durch Macht nicht nur unterworfen, sondern gleichzeitig von ihr hervorgebracht werden und sich durch ein performatives Ins-Verhältnis-Setzen zu Normen aktiv selbst hervorbringen. Über die Wirkungen von Repräsentationen denke ich im Zusammenhang mit mspros These der Plattformneutralität nach, seit ich seinen Text “Plattformneutralität, Gender und die verdammte der Realität” (der Text vom 28.05.2010 ist aus bekannten Gründen gerade nicht online zu finden) über Gender und die Sigint 10 gelesen habe. Darin setzt er sich mit der Skandalisierung einer künstlerischen Abbildung einer nackten Frau, die auf der Sigint zu sehen war, auseinander. Im Sinne der von ihm geforderten radikalen Informationsfreiheit, die er Plattformneutralität nennt, könne eine solche Repräsentation kein no go sein. Es müsse also darum gehen, durch eine Erhöhung des Frauenanteils auf Konferenzen dieser Art eine Situation zu schaffen, in der Frauen genug Selbstbewusstsein haben, störende Informationen wie diese ignorieren zu können.
Was mspro ausblendet ist, dass solche Repräsentationen eine Rolle spielen bei der andauernden Subjektwerdung. Ich habe nach dem Lesen des Textes über die Nachtfotos von Bikinimädchen im Partykeller meines Onkels nachgedacht, die auf mich als junges Mädchen sicher anders wirkten als auf meine beiden Cousins. Und neulich, als Max und Björn in der Märchenstunde beim “Tapferen Schneiderlein” wieder über den König sprachen, der einfach mal beschließt, seine Tochter dem Helden des Märchens zur Frau zu geben, kam mir auch wieder in den Sinn, wie wenig neutral Informationen sind und was sie immerzu mit uns machen.
Wir müssen uns also immer überlegen, was die Informationen, die wir so in die Welt setzen, und die Daten, die wir gebrauchen und verarbeiten, mit uns und mit den anderen in der Welt machen, ob nützen oder schaden, Handlungsfähigkeit einschränken oder erweitern. Das scheint mir die politische (oder vielleicht sogar ethische) Frage zu sein, die am Datenschutz weiterhin hängt und mit denen wir uns selbst, unsere Freunde, die Unternehmen und die Staaten konfrontieren müssen.
Feel free to Flattr this post at flattr.com, if you like it.
Sehr geehrte Kolleg_innen und Interessierte,
das GenderKompetenzZentrum möchte Sie sehr herzlich zur Abschluss- / Auftakttagung “Politikberatung als Intervention?” am Donnerstag, 22. Juli 2010, 09:00 – 16:30 Uhr, im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin einladen.Die Tagung stellt sogleich Abschluss der bisherigen öffentlich geförderten Arbeit des GenderKompetenzZentrums als auch Auftakt für eine Arbeit in Selbstständigkeit dar. Dabei wollen wir der Frage nachgehen, was es aus geschlechterpolitischer Perspektive bedeutet, Politikberatung zu betreiben. Hierbei sollen sowohl aus feministischer wie queertheoretischer und intersektionaler Sicht Fragen von Legitimation
wissenschaftlicher Politikberatung sowie den Formen und Möglichkeiten feministischer Interventionen in politische Institutionen diskutiert werden.
Unter anderem soll folgenden Fragen nachgegangen werden:
Wie kann in der Politikberatung berücksichtigt werden, dass sich der Gleichstellungsbegriff nicht nur auf die Gleichstellung von Männern und Frauen bezieht, sondern auf die Enthierarchisierung jeglicher Ungleichheitsverhältnisse ausgerichtet ist?
Wie wirken sich Veränderungen in der Debatte um “Diskriminierung” und “Gleichstellung”, von “Diversity” und “Gender Mainstreaming”, von vielfältigen Diskriminierungs- und Unterdrückungsverhältnissen auf Politikberatung aus?
Hierbei sollen zum einen Konzepte und Praxen der Politikberatung reflektiert werden und zum anderen Rückwirkungen auf den Begriff des Politischen selbst diskutiert werden.
Die Tagung am 22.07.2010 richtet sich an alle zivilgesellschaftlichen und kulturaktivistischen Interessierte und Akteur_innen, und an alle die das Zentrum über die Jahre seines Bestehens begleitet haben.
Bei Interesse melden Sie sich bitte bis zum 20. Juli 2010, per Mail
mail@genderkompetenz.info oder per Fax 030/2093-4756 an.
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Susanne Baer, LL.M.
Direktorin des GenderKompetenzZentrum
Anhang:
Tagungsablauf
Anmeldeformular
Die neue Nummer der “Zeitschrift für Feminismus und Arbeit” (Nr. 135) greift das aktuelle Thema auf, dass Handlungsbedarf besteht, mehr Frauen in Spitzengremien der Wirtschaft zu bringen. Elke Holst und Anita Wiemer vom Deutschen Institut für Wirtschaft analysieren in ihrem Artikel die “Unterrepräsentanz von Frauen in Spitzengremien der Wirtschaft” (S.3-12).
Anregend ist auch die kurze Glosse von Luise F. Pusch über den “sprachlichen Ausnahemezustand” an zwei Tagen im Juni, an denen die “Medien zeigten, dass sie doch geschlechtergerecht formulieren können.” Es ging um die “Suche nach dem Staatsoberhaupt”.
Außerdem im neuen Heft: Judith Barnickel zum Umgang mit sexueller Gewalt in Institutionen und welche Maßnahmen dafür empfohlen werden (S. 21-23) sowie ein Beitrag von Frigga Haug, in dem sie ausgehend von ihrer Vier-in-einem-Perspektive “Teilzeitarbeit für alle” erstrebenswert darstellt (S. 23-27).
Random Posts
Dr. Michael Gorriz, Chief Information Officer (CIO) und Leiter des Bereichs Information Technology Management der Daimler AG, engagiert sich als Beirat des Programms CyberMentor für die Förderung von Mädchen im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). „Mir ist es wichtig, mich auf diese Weise einzubringen, weil ich nach Mitteln und Wegen suche, mehr Frauen in technische Berufe zu bringen“, so Dr. Gorriz.
Dass die Sparpläne der Bundesregierung nicht nur aus gesellschaftlicher Sicht, sondern auch aus feministischer Sicht ein böser Schlag sind, haben wir bereits berichtet. Nun rückt der Bund mit Erweiterungen der Sparpläne heraus, die einem echt die Luft abdrücken. Die Süddeutsche Zeitung weiß:
Mit einem geringeren staatlichen Zuschuss müssen auch Mini-Jobber und Paare rechnen, die den sogenannten Kinderzuschlag erhalten. Dies geht aus dem Referentenentwurf des Bundesfamilienministeriums hervor, der der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Wer wegen seines geringen Verdienstes zusätzlich vom Staat Hartz-IV-Leistungen erhält und so sein Einkommen aufstockt, wird genauso wie alle Hartz-IV-Bezieher bis zu 300 Euro weniger Elterngeld bekommen.
Aus dem Entwurf von Ministerin Kristina Schröder geht deutlich hervor, dass die “den Beziehern höherer Einkommen deutlich weniger zumutet als den ärmsten Eltern.” Schon vor einigen Wochen meinte SPD-Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider, angesichts dieser Sparpläne würden die Leute auf die Straße gehen. Bislang habe ich noch keine “Sparen so – nicht mit mir”-Transparente in München gesehen. Langsam wird es aber Zeit. Anbei eine Vorlage für ein To-Go-Transparent zum Ausdrucken und Mit-einer-Sicherheitsnadel-an-den-Kragen-heften.

Mit großer Mehrheit hat das französische Parlament letzten Dienstag ein Vermummungsverbot verabschiedet, in dem die Worte Burka und Niqab zwar gar nicht vorkommen, das aber recht eindeutig auf Ganzkörperverhüllungen abzielt. Im September wird die Entscheidung mit höchster Wahrscheinlichkeit vom französischen Senat bestätigt und somit in Kraft treten (wir berichteten).
Frankreich hat die größte muslimische Bevölkerung Europas (Schätzungen zufolge fünf bis sechs Millionen), wovon ca. 2.000 Frauen die Niqab oder die Burka tragen und somit direkt von dem neuen Gesetz betroffen sind.
Bereits als in Belgien über ein ähnliches Gesetz entschieden wurde, diskutieren wir über dessen Sinn oder Unsinn. Während ein Burka-Verbot in vielen europäischen Ländern Zustimmung findet (Deutschland: 71%, Frankreich: <80%), plädieren zwei Drittel der US-Amerikaner_innen für ein Recht auf Vollverschleierung. Aus den USA kommen aber auch Stimmen, die die neuen Gesetze in Belgien und Frankreich gutheißen: Mona Eltahawy, eine ägyptisch-amerikanische Journalistin, die sich als “liberale, muslimische Feministin” beschreibt, erklärt in einem Interview mit Broadsheet@Salon, warum sie ein Burka-Verbot befürwortet.
Auf die Frage, warum sie das Verbot unterstütze, antwortet Eltahawy, dass die Burka einer Ideologie entspringt, die Frömmigkeit mit dem Verschwinden von Frauen gleichsetzt und somit nicht nur Frauen, sondern auch ihre Rechte unsichtbar mache.
Ganzkörperverschleierte Frauen, die behaupten, dass sie die Burka freiwillig tragen, berufen sich häufig auf Erklärungen wie “Frauen seien wie eine Süßigkeit oder wie ein Edelstein, deren Wert geschützt werden müsse”. Eltahawy ist über solche Aussagen einerseits schockiert und erklärt andererseits, dass die Burka nicht zwangsläufig etwas mit dem Islam zu tun hätte, denn die Mehrheit der Musliminnen trage gar keine Burka.
Eltahawy ärgert sich dennoch darüber, dass die Burkadebatte im europäischen Kontext von xenophoben Rechtskonservativen vereinnahmt wurde. Die Diskussion um die Burka, die sich im Kern eigentlich um Frauenrechte drehen sollte, wurde so recht erfolgreich von Rechtspopulist_innen gerahmt, die die Ängste all derer ausnutzten, die anderen Kulturen und Immigrant_innen sowieso schon feindlich gegenüber standen. Eltahawy ist enttäuscht darüber, dass die Linken sich aus der Debatte rausgehalten haben.
Auf die letzte Frage, ob das Burkaverbot Frauen auch in sehr konservativen Gemeinden hilft, antwortet Eltahawy, dass sie zumindest hofft, dass zwangsverschleierte Frauen das neue Gesetz als Möglichkeit erkennen, zu einem Mann zu sagen: “Ich muss rausgehen und arbeiten und kann mein Gesicht nicht verstecken. Das Gesetz steht hinter mir.” Doch auch Eltahawy ist eher pessimistisch: “Ich weiß nicht, ob das auch wirklich passieren wird.”
Am 28. August 2010 findet das Netzwerktreffen junger Feministinnen in der Mädchenarbeit in Marburg statt. Die Initiatorin, Linda Kagerbauer, schreibt uns dazu:
Als Initiatorin diese Treffen ist es mir ein Anliegen, den Status der Einzelkämpferin einer jungen Feministin um einen kollegialen Austausch sowie eine Denk- und Diskussionskultur zu erweitern. Aus eigener Erfahrung weiß ich darum, dass die individualisierte Praxis der Mädchenarbeit oft wenig Zeit für die Auseinandersetzung und Diskussion um Selbstverständnisse, Haltungen, Methoden oder feministische Ideen lässt. Es gilt das Spannungsfeld zwischen der oft gefühlten und formulierten Haltung älterer Kolleginnen: „Du warst ja damals nicht dabei!“ und dem postfeministischen „Alphamädchentum“ zu nutzen und zu diskutieren.
Wer an dem Treffen teilnehmen möchte, hier und hier gibt es mehr Informationen dazu. Und Fragen kann man an Linda Kagerbauer direkt stellen unter dieser E-Mail.
Justizminister Dermot Ahern bezeichnete das Gesetz (amtlicher Titel: Civil Partnership and Certain Rights and Obligations of Cohabitants Act 2010) als eines der bedeutendsten Gesetze seit der Unabhängigkeit Irlands. "Dieses Gesetz gibt vielen Tausend irischen Männern und Frauen bessere Rechte und besseren Schutz. Irland wird dadurch zu einem besseren Ort," sagte er und fügte hinzu, dass das Gesetz für die Paare die sich nun als Partner_innen eintragen lassen können, für ihre Freund_innen und Familien - und "schlussendlich für uns alle" von gewaltiger sozialer Bedeutung ist.
Das Partnerschaftsgesetz bringt Regelungen im Eigentumsrecht, der Wohlfahrt, dem Erbrecht, Unterhaltsrecht, bei Pensionen und Steuern. Es genießt große Unterstützung sowohl im Parlament als auch in der Bevölkerung. Im Unterhaus wurde es einvernehmlich ohne Abstimmung beschlossen, im Oberhaus mit 48 zu 4 Stimmen, in neueren Meinungsumfragen sprachen sich 84% der Iren und Irinnen für die gesetzliche Gleichberechtigung gleichgeschlechtlicher Paare aus.
In Europa gibt es nun nur mehr wenige Länder, die keine rechtliche Anerkennung für gleichgeschlechtliche Paare vorsehen. Dazu gehören neben Italien, Griechenland, die Türkei, Polen, die Slowakei, Serbien, Montenegro, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina, der Kosovo, Albanien, Bulgarien, Rumänien und die Staaten der ehemaligen Sowjet-Union. In Albanien wurde im Vorjahr sogar die Öffnung der Ehe diskutiert, beschlossen wurde dann aber nur ein Antidiskriminierungsgesetz. In Estland wird seit einiger Zeit über ein Partnerschaftsgesetz diskutiert.
Links: http://www.irishtimes.com/newspaper/breaking/2010/0719/breaking29.html
[joemygod.blogspot.com]
[www.oireachtas.ie] (hier noch unter dem provisorischen Titel)
[en.wikipedia.org]
http://www.irishtimes.com/newspaper/ireland/2010/0720/1224275075146.html
[en.wikipedia.org]
[www.humanrights.ie]
"Der Staat sollte gleiche Rechte geben. Wir sind schon auf halbem Weg. Ich denke, dass wir es in dieser Legislaturperiode erreichen können sollten." Auch der konservative Premierminister David Cameron hatte mehrfach gesagt, dass er eine Änderung in Erwägung ziehen werde. Sein Parteikollege Nick Herbert, Staatssekretär im Innenministerium, relativierte auf Anfrage von PinkNews: "Wie Sie wissen, haben David Cameron und George Osborne vor den Wahlen gesagt, dass das etwas ist, worum wir uns beizeiten kümmern müssen. Es gibt keine unmittelbaren Pläne für eine Änderung, aber wir erkennen, dass es Ansichten gibt, die sagen, dass der Name wichtig ist."
Auch Londons konservativer Bürgermeister Boris Johnson hatte sich anläßlich seiner Teilnahme bei der heurigen Pride Parade Anfang Juli dafür ausgesprochen, dass Lesben und Schwule wie Heterosexuelle heiraten können sollen.
Gleichgeschlechtliche eingetragene Partnerschaften (Civil Unions) sind in Großbritannien seit Dezember 2005 möglich. Sie geben den Partner_innen alle Rechte und Pflichten wie in einer Ehe. Auch Adoption und medizinisch unterstützte Fortpflanzung sind seit einigen Jahren möglich. Unterschiede zur Ehe bestehen in der Bezeichnung und darin, dass eine Trauung in einer Kirche im Civil Partnership Act 2004 ausdrücklich ausgeschlossen wurde. Dieses Verbot fiel durch das im April 2010 in Kraft getretene Gleichbehandlungsgesetz (Equality Act 2010) weg. Durch die unterschiedliche Bezeichnung der Rechtsinstitute - Ehe v. Civil Union - kann es im Ausland zu Problemen bei der Anerkennung eingetragener Partnerschaften kommen. Quelle: PinkNews vom 19. Juli 2010
Links: inknews.co.uk/2010/07/19/deputy-lib-dem-leader-simon-hughes-says-government-will-allow-gay-couples-to-marry/
[joemygod.blogspot.com]
[www.youtube.com]
[de.wikipedia.org]
[de.wikipedia.org]
http://www.equalities.gov.uk/equality_act_2010.aspx
[www.opsi.gov.uk]
Frauen nach Brüssel – was bringt Europa den Frauen?
Wir laden Sie dazu ein, europäische Politik zu erleben, zu ergründen und Brüssel als europäische Stadt kennenzulernen. Und zwar vom 26.09.-01.10.2010.
Bitte beachten Sie hierzu unseren Flyer im Anhang und senden ihn gern weiter an interessierte Frauen im Freundinnenkreis. (Programm)
Brüssel klingt nach Pralinen, Menneken Piss und Eurokratie…
Aber wirklich spannend ist, wie es hinter den politischen Kulissen aussieht:
Was bestimmt den Tag einer Europa-Abgeordneten (MdEP)?
Was treibt Lobbyorganisationen um?
Überhaupt, wer ist für welche Politik verantwortlich und welche Institutionen führen Politik aus oder begleiten sie kritisch?
Diesen Fragen kommen wir mit interessierten Frauen aus Nordrhein-Westfalen und Berlin auf die Spur. Grundlage unserer Fragestellungen
wird u.a. der von der Kommission für 2006-2010 ins Leben gerufene „Fahrplan für die Gleichstellung von Frauen und Männern“ sein. Der Fahrplan kombiniert spezifische Maßnahmen mit der Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in allen Politikbereichen und Tätigkeiten der EU (sogenanntes Gender-Mainstreaming). Hat der Plan seine Ziele erreichen können? Das lässt sich am besten vor Ort herausfinden!
Wir werden mit dem Mitglied des Europäischen Parlaments Franziska Brantner (Die Grünen/Europäische Freie Allianz) ins Gespräch kommen, eine Ausschusssitzung besuchen und die Akteurinnen im Brüsseler Politikrummel kennenlernen.
Wir freuen uns über Ihre Anmeldung und über eine spannende Reise mit vielen Erkenntnissen – das Programm zur Kenntnis findet sich ebenfalls im Anhang. Die Studienreis eist nach dem Berliner Bildungsurlaubsgesetz anerkannt.
Mit freundlichen Grüßen, Tanja Berger
Ähnliche Beiträge
Dear friends of Gender Medicine, dear colleagues,
The Institute of Gender in Medicine (GiM) in Berlin, Charité-Universitätsmedizin, is proud to announce its first Summer School on Gender Medicine to be organised together with all partners of our EUGIM (European cUrriculum Gender In Medicine) project. This includes the universities in Budapest, Innsbruck, Maastricht, Nijmegen, Sassari and Stockholm.
We cordially invite you, your friends and students to participate in this summer school. We would be greatly pleased to welcome you in Berlin. For more information please refer to our website [gender.charite.de] .
Registration ends August 23, 2010.
With the very best regards,
Vera Regitz-Zagrosek
Prof. Dr. V. Regitz-Zagrosek
Director Berlin Institute of Gender in Medicine (GiM)
President International Society of Gender Medicine (IGM)
Center for Cardiovascular Research (CCR)
Charité Campus Mitte
Hessische Str. 3-4
10115 Berlin
Phone: +49-30-450-525 172
Fax: +49-30-450-7 525 288
E-mail: vera.regitz-zagrosek@charite.de
Internet: http://gender.charite.de
pp Beate Wenzke – GiM-OfficeInstitute of Gender in Medicine (GiM)
Charité – Universitaetsmedizin Berlin
Luisenstr. 65, D-10117 Berlin,
GermanyTel: +49 30 450 539 109
Fax: +49 30 450 539 989
email: gim-office@charite.de
Ähnliche Beiträge
Einladung zur
Internationalen Konferenz “MINT und Chancengleicheit in fiktionalen Fernsehformaten” (Flyer)
im Rahmen der IFA vom 6.-8. September 2010
___________________________________________
Anja Hertzberg
Technische Universität Berlin
Projekt MINTiFF
Fachgebiet Qualitätswissenschaft
Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb PTZ 3 Pascalstr. 8-9
10587 Berlin
Telefon: 030 / 314 – 78797
Telefax: 030 / 314 – 79685
email: anja.hertzberg@tu-berlin.de
www.mintiff.de
www.qualitaetswissenschaft.de
Im Zuge einer Anfrage auf der Mailingliste QSTUDY-L erfuhr ich nun, dass das Meinungsforschungsinstitut Gallup 2005 schon ein ähnliches Experiment gemacht hat - mit einem sehr ähnlichen Ergebnis. Damals wurde gefragt, in welchen Berufen Schwule und Lesben bzw. Homosexuelle angestellt werden sollten (Verkäufer/in, Arzt/Ärztin, Militär, Regierungspersonal, Lehrer_in an höherer Schule, Lehrer_in an Grundschule, Geistliche. Durchgehend war die Zustimmung für Schwule und Lesben höher als für Homosexuelle, besonders gross (9 bzw 10 Prozentpunkte) war der Unterschied bei Lehrer_innen.
Ebenfalls 2005 hat der Politologe Daniel R. Pinello unter dem provokanten Titel "Is Supreme Court Justice Antonin Scalia a Homophobe?" eine kurze Arbeit verfasst, in der er den Sprachgebrauch der Höchstrichter_innen der Vereinigten Staaten untersuchte. Er befasste sich dabei mit vier Entscheidungen aus dem Zeitraum 1988 bis 2005: Hurley v. Irish-American Gay, Lesbian and Bisexual Group of Boston (1995), Romer v. Evans (1996), Boy Scouts of America v. Dale (2000), und Lawrence v. Texas (2003). (1988 war Antonin Scalia zum Supreme Court berufen worden.)
In Hurley ging es um das Recht auf Meinungsfreiheit, das es den Veranstaltern der Saint Patrick's Day Parade erlaubte, eine LGBT-Gruppe von der Teilnahme auszuschließen, in Romer wurde eine einzelstaatliche Verfassungsbestimmung, welche Diskriminierungsverbote in Gemeindestatuten untersagte, für bundesverfassungswidrig erkannt, in Dale ging es um das (ebenfalls auf Meinungsfreiheit gegründete) Recht der Pfadfinder, einen schwulen Pfadfinderführer auszuschließen und Lawrence brachte schließlich das Ende aller sogenannten Sodomy laws, also des strafrechtlichen Verbots konsensualer homosexueller Beziehungen unter Erwachsenen.
Pinello zählte in den von den Richter_innen Justices Anthony Kennedy, Sandra Day O’Connor, William Rehnquist, David Souter, John Paul Stevens und Clarence Thomas verfassten Entscheidungsbegründungen (incl. dissenting oder concurring opinions) 149 Mal "homosexual(s)" oder "homosexuality" und 36 Mal "gay and lesbian" oder "lesbian and gay", das heißt, es ergibt sich ein Verhältnis von 149/36 oder 19% der Verwendung der von us-amerikanischen Schwulen und Lesben selbst bevorzugten Formulierung "gay and lesbian"/"lesbian and gay". Antonin Scalia verwendete hingegen in dem von ihm verfassten Begründungen (dissenting opinions in Romer und Lawrence) 109 Mal "homosexual(s)" oder "homosexuality" und nur ein einziges Mal, in einer Fußnote, "gay and lesbian" - wobei Pinello vermutet, dass dieses eine Mal auf Scalias Mitarbeiter zurückgeht, der den Text vorbereitet hat und es Scalia bloß "durchgerutscht" ist.
Links: [www.queernews.at]
[thecaucus.blogs.nytimes.com]
http://www.cbsnews.com/8301-503544_162-6198284-503544.html?tag=contentMain%3bcontentBody
[137.99.31.42] (Die Fragen von Februar 2010)
[137.99.31.42] (detto)
[www.gallup.com] (Die Gallup-Umfrage von 2005)
[www.danpinello.com] Daniel R. Pinello: Is Supreme Court Justice Antonin Scalia a Homophobe?, August 2005)
[www.jjay.cuny.edu]
[www.law.cornell.edu] Hurley v. Irish-American Gay, Lesbian & Bisexual Group of Boston (94-749), 515 U.S. 557 (1995)
[www.law.cornell.edu] Romer, Governor of Colorado, et al. v. Evans et al. (94-1039), 517 U.S. 620 (1996)
[www.law.cornell.edu] BOY SCOUTS OF AMERICA V. DALE (99-699) 530 U.S. 640 (2000) 160 N. J. 562, 734 A. 2d 1196, reversed and remanded
[www.law.cornell.edu] LAWRENCE V. TEXAS (02-102) 539 U.S. 558 (2003) 41 S. W. 3d 349, reversed and remanded
In den Talent-Schools bieten Fraunhofer-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler technisch interessierten Jugendlichen, die Freude an der Auseinandersetzung mit aktuellen wissenschaftlichen Problemstellungen haben, verschiedene Workshops an. In den 3tägigen Veranstaltungen erarbeiten die Schülerinnen und Schüler zusammen Lösungen zu Aufgabenstellungen aus den vielfältigen Themenfeldern der angewandten Forschung.
Damit auch außerhalb der Workshop-Zeiten keine Langeweile aufkommt, erwartet dich außerdem ein interessantes Rahmenprogramm. Abendliche Gespräche mit Fraunhofer-Führungskräften geben einen Einblick in den Alltag der Forscherinnen und Forscher sowie in den nationalen und internationalen Wissenschaftsbetrieb.
Was letzte Woche so geblogged wurde:
Gute Nachrichten aus London bei queernews: Das britische Supreme Court hat das Asylrecht bestätigt für Menschen, die in ihren Heimatländern auf Grund ihrer Homosexualität verfolgt werden.
Und aus Bayern! Dort werden mit dem neuen Beamtenrecht schwule und lesbische Eingetragene Lebenspartnerschaften mit Ehen gleichgestellt.
Die Frage, ob Frauen auch in die Wehrpflicht mit einbezogen werden sollten, wird auch hier immer wieder diskutiert. Nach den neusten Entwicklungen stellt sie sich zwar in Deutschland auch nicht mehr lange – einen interessanten Beitrag dazu im Hinblick auf Österreich kann man aber in der Denkwerkstatt lesen.
Und für die Augen: Irgendeine peinliche Biermarke aus Österreich ist auf die tolle Idee gekommen, ihre Sorten mit Frauentypen zu vergleichen, dafür drei Frauentypen (Brünett und schlank, Blond und schlank, rothaarig und, äh, schlank) Topfrei und mit irren Blicken zu fotografieren. Sexistische Werbung – immer wieder sexy!
Amazon sortiert queere Literatur in die Kategorie Erotik ein, erzählt Kathrin Ganz auf iheartdigitallife. Das ist so hirnlos, dass man gerne darüber lachen würde – besser wäre aber, sich zu beschweren.
Rochus vom Genderblog hat ein sehr amüsantes Parodievideo gepostet: Schach für Mädchen! “Schach ist ein Spiel mit Strategie, Logik und Seifenblasen!”
AVIVA hat ein Interview mit Judith Butler geführt, in dem sie nochmal genau erklärt, worum es ihr bei ihr ging als sie den CSD-Preis ablehnte. Interessanterweise greift sie auch ein paar Leute direkt an:
I do not doubt that some people and some events at the CSD were designed to show an opposition to discrimination of various kinds. But many of the people in leadership roles, including Jan Feddersen and Rudolph Kampe, have been very strong in demonizing new immigrant communities, allying gay politics with anti-immigration politics, and refusing the racial and religious diversity of contemporary Europe.
Beim Mädchenblog wird diskutiert über männliche Geburtshelfer, anlässlich der Existenz eines einzigen Vertreters dieser Art in Deutschland.
Nach einer Umfrage der Marktforschungsfirma Harries Interactive nutzen Lesben und Schwule das Internet wesentlich intensiver als Heterosexuelle, berichtet queernews.at: Sie verbringen mehr Zeit online, lesen mehr Blogs und sind in größeren Zahlenbei Facebook registriert. Wenn da mal keine “Homosexuelle Verschwörung” (M. Becker) im Internet zu gange ist..
Gute Woche!
… das rät die Hamburger Paartherapeutin Barbara Standke-Erdmann schwangeren Frauen:
‚Eine Schwangerschaft ist meistens Grund zur Freude. Doch nicht jeder werdende Vater bricht sofort in Jubelstürme aus, wenn er von den anderen Umständen seiner Partnerin erfährt.
‚Schwangere sollten die erste Reaktion ihres Mannes auf die große Neuigkeit nicht überbewerten’, häufig treffe die Information den Partner mehr oder weniger unvorbereitet. Von freudiger Überraschung bis hin zu Entsetzen und Schock seien in diesem Augenblick verschiedenste Gefühlsbekundungen möglich. Eine schroffe Reaktion sei oft der Ausdruck von Überforderung.
‚Davon sollte man sich nicht beunruhigen lassen’, nach etwas Bedenkzeit könne sich die Haltung des Partners zum Thema Schwangerschaft nämlich auch durchaus noch ins Gegenteil verkehren. Wer erst Zweifel hatte, freut sich dann doch noch ganz ausgelassen über das Kind – und wer im ersten Moment begeistert war, wird später vielleicht von Ängsten geplagt.
Die Paartherapeutin empfiehlt Frauen, ihrem Partner so früh wie möglich von der Schwangerschaft zu berichten. «Eine aufwendig inszenierte Überraschung ist eher ungünstig», sagt sie. Am besten sage man es gleich, wenn man eine Schwangerschaft vermute.’
Und ich war der Überzeugung, dass heute die allermeisten Kinder geplant auf die Welt kommen, die Männer und werdenden Väter sich zumindest bewusst sind, dass ‚es’ jetzt passieren kann. Wenn es dann klappt, ist es doch in jedem Fall eine freudiges Ereignis, dass den ein oder anderen in dem Moment vielleicht ‚übermannt’. Das dann vielleicht Zukunftsängste dazu kommen ist gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch normal.
Wichtig ist es dann, sich mit seiner Partnerin rechtzeitig zusammen zu setzen und darüber zu sprechen, wie die sich verändernden Aufgaben in der Familie aufgeteilt und wer welchen Anteil und welche Verantwortung bei der Erwerbs- und Familienarbeit übernimmt. Wenn Mann das Gefühl hat, in Zukunft nicht die alleinige Verantwortung für das Familieneinkommen stemmen zu müssen, kann die Freude sich auch viel ungehemmter entfalten.
Die HOSI Wien informiert über den morgen in Wien stattfindenden Menschenrechtsmarsch:
Morgen Dienstag, 20. Juli, wird am Rande der Welt-AIDS-Konferenz ein Menschenrechtsmarsch in Wien stattfinden, um die Bedeutung von Menschenrechten im Kampf gegen HIV/AIDS im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Am 18.30 Uhr sammeln sich die TeilnehmerInnen bei der Universität (Schottentor), gegen 20 Uhr wird sich der Demo-Zug über den Ring zum Heldenplatz in Bewegung setzen, wo danach die Abschlusskundgebung über die Bühne gehen wird.
Nach kurzen Statements von hochrangigen Persönlichkeiten - unter anderem Gesundheitsminister Alois Stöger und UNAIDS-Generaldirektor Michel Sidibé - und Vertretern von NGOs wird die international gefeierte Sängerin, Songwriterin und AIDS-Aktivistin Annie Lennox auftreten und einige ihrer bekanntesten Songs präsentieren.
Die Kundgebung wird als Teil der Kampagne "Menschenrechte und HIV/AIDS: Heute mehr denn je" von einem globalen Zusammenschluss von Organisationen wie The SING Campaign von Lennox, der International AIDS Society und dem Open Society Institute sowie lokalen Organisationen, wie der AIDS-Hilfe Wien und der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien veranstaltet. "Wir hoffen, dass tausende Menschen - und zwar nicht nur Kongressdelegierte, sondern vor allem auch viele Wiener und Wienerinnen - durch ihre Teilnahme Solidarität
und Unterstützung für dieses wichtige Anliegen bekunden werden", erklärt Christian Högl, Obmann der HOSI Wien, die aufgrund ihrer Erfahrung mit der Regenbogenparade für die logistische Durchführung dieser Demonstration samt Abschlusskundgebung verantwortlich zeichnet. Quelle: Medieninformation der HOSI Wien vom 19. Juli 2010
Links: [www.hosiwien.at]
[www.menschenrechtsmarksch.org]
[www.aids2010.org]
[www.hosiwien.at]
Es war heiß in Berlin in den vergangenen Tagen. So heiß, dass manchem Politiker die sexuellen Gefahren, die im Internet lauern, mal wieder an den Hinterkopf klopften. Die taz berichtet, dass der Junge Union Berlin Politiker, Conrad Clemens, Netzsperrungen für Pornoseiten fordert, weil – is ja nix neues – diese die sexuelle Störanfälligkeit von Jugendlichen erhöhe. “Eskalation” oder “Generation Porno” sind die Stichwörter, die fallen, aber auch der Satz – obacht! – Pornos seien “immer frauenfeindlich”. Na, wenn das nicht mal ein triftiger Grund ist. Der Die Welt ist gar nicht so gegenüber antwortete Clemens auf die Nachfrage, ob denn auch feministische und schwule Pornos über dieses fiese Attribut verfügten:
Wenn keine Frau in dem Porno vorkommt, ist es natürlich auch nicht frauenfeindlich.
Merkwürdige Logik… dann wäre es doch viel einfacher, Frauen für Pornos zu sperren, statt Pornos im Netz…
Ab heute beginnt die lange Sommer-Semesterpause. Da viele Studierende auch in dieser Zeit Literatur brauchen, schließt die Genderbibliothek nicht völlig. Sie hat immer dienstags von 10 bis 16 Uhr geöffnet und natürlich weiter nach Vereinbarung per Telefon oder E-Mail. In der semesterfreien Zeit haben auch wir unseren Urlaub. Der Dienstag ist aber immer gesichert. Nur in der kommenden Woche finden an dem Dienstag (27.07.) zeitgleich Literaturrecherchekurse statt. Da das hier im PC-Pool ist, können dort am Vormittag Bücher abgegeben werden, am Nachmittag ist auch eine Ausleihe möglich. Bitte dafür im PC-Pool melden.
Ansonsten nutzen wir in der Genderbibliothek die Sommerpause dafür, viele neue Titel in GReTA einzuarbeiten, wir bereiten Projekte für das neue Semester vor, schreiben Artikel oder kümmern uns um die neuen Webseiten, mögliche Konferenzen und versuchen, viel Liegengebliebenes aufzuarbeiten … Viel Spaß beim Arbeiten und verdiente Erholung wünscht das Team der Genderbibliothek
Random Posts
In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:
Wie heißt du?
Ludmila Carone
Seit wann bloggst du?
Seit Anfang 2007 und seit November 2007 bei den scienceblogs.

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com
Warum hast du damit angefangen?
Weil die meisten Leute nur vage und meist eher Hollywood-Klischee-Vorstellungen davon haben, was ein Wissenschaftler so den lieben langen Tag macht. Ach und weil ich zeigen wollte, dass Wissenschaftler nicht nur alte humorlose Männer in weißen Kitteln sein müssen. Ich hab noch nie in meinem Leben einen Kittel getragen.
Worüber schreibst du?
Im Grunde über alles, was ich interessant oder besonders doof finde. Vor allem versuche ich zu vermitteln, dass Wissenschaft mehr als eine Ansammlung von Wissen ist. Das Wesen der Wissenschaft ist: Faszination für das Neue und schonungslose Ehrlichkeit auch und gerade sich selbst gegenüber. Und sie stellt für manche Menschen einen Wert an sich dar: Freude an der Schönheit von Sternen und Galaxien. Verwunderung über die wunderbare und geradezu verrückte Welt der Quantenmechanik. Das erhebende Gefühl ein Rätsel gelöst zu zu haben, was vor einem vielleicht noch nicht mal einer gesehen hat.
Wer das alles unter dem Diktat von “Wozu soll das gut sein?” sieht, schießt sich letztendlich selbst ins Knie. Anwendungen wurden in der Vergangenheit fast immer aus den Möglichkeiten gewonnen und nicht aus der Notwendigkeit heraus. Max Planck hat z.B. niemals einen Computer im Sinn gehabt, als er die Wärmestrahlung erforschte. Benjamin Franklin hat nicht an Stromkraftwerke gedacht, als er seine Drachen steigen ließ, um Blitze zu erforschen.
Dennoch könnte ich diesen Text hier ohne diese beiden Ereignisse nicht schreiben und veröffentlichen. Am Anfang jedes wissenschaftlichen Fortschritts stand eher die Frage: “Hmm, was passiert wohl, wenn ich das und das mache?” Und weniger: “Ich mache das jetzt, um xyz zu erreichen.” Und selbst wenn man mit einem festgesetzten Ziel antritt, muss man sich immer auf Überraschungen gefasst machen.
Ach ja und oft versuche ich zu vermitteln, dass ich keinen Grund sehe, warum Frauen da nicht genauso gut sein sollten wie ihre männlichen Mitstreiter. Eine Frauenquote von 5-10% im Physikstudium ist ja wohl steigerungsfähig.
Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Spontan von einem Film-Team angerufen und interviewt zu werden, damit ich für die Sendung „Taff” auf Pro7 meinen Senf über ein angebliches Alien in Südamerika zugeben soll, das die BLÖD gefunden haben will. Wurde meines Wissens allerdings nie gesendet. War wohl zu skeptisch und aufklärerisch. Kann auch einfach sein, dass ich schlicht scheiße aussah. Wer rechnet auch damit, dass da gleich ein Film-Team reingestürmt kommt? Einer der Vorteile des Wissenschaftler-Daseins ist, dass ich hier mit Schlabber-T-Shirt, nackten Füßen und kurzer Hose am Schreibtisch sitzen kann. Natürlich ungeschminkt. Immerhin gab es ein nettes Gespräch mit den Medienleuten. Vielleicht haben die auch was gelernt. Bild’ ich mir zumindest ein.
Ach und die Story von dem älteren Herrn, der mich im Büro anrief, um sich von mir versichern zu lassen, dass der neue Teilchenbeschleuniger am CERN wirklich, wirklich nicht die Welt untergehen lassen wird. Obwohl er das in der PM gelesen hat. Hat mich ne halbe Stunde meines Lebens gekostet, aber ich glaub’, der war hinterher wirklich ruhiger.
Wovon braucht das Internet mehr:
Mehr Frauen, die sich für Wissenschaft interessieren und sich nicht schämen, es auch zu zeigen.
Frauen im Web sind…
unterrepräsentiert. Die meisten meiner Kommentatoren sind eindeutig Männer. Es kann doch nicht sein, dass sich fast nur die trauen, ihren Senf dazuzugeben? Oder was zu fragen? *Kopf kratz*
Deine tägliche Web-Lektüre:
Natürlich die Scienceblogs und die Scilogs. Ansonsten ein buntes Sammelsurium an Jobblogs, politischen Blogs, feministischen Blogs etc. Eine der besten: Isis, the Scientist – Wissenschaftlerin, Mutter, Latina und nimmt kein Blatt vor den Mund.
Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.
Kritik an mangelnder Unterstützung kam aber auch von offizieller Seite. UNAIDS-Chef Michael Sidibe forderte eine "Robin Hood" Steuer - Finanzunternehmen in alelr Welt sollten damit einen Beitrag zur Finanzierung des Kampfes gegen die Immunschwächekrankheit leisten. Weltweit und vor allem in Afrika müssen Menschen, die bereits erfolgreich behandelt worden waren, ihrem Schicksal überlassen werden, weil nicht genügend Geld für Medikamente und ärzliche Versorgung zur Verfügung steht. Viel zu wenig Geld ist außerdem für die Prävention da. Noch immer infizieren sich etwa in Südafrika über eine Million Menschen im Jahr neu mit dem HIV-Virus.
Ein zweites Sorgengebiet ist Osteuropa und Zentralasien. Nur 23 % der Menschen die dort eine Behandlung benötigen würden, erhalten diese auch, sagte die Präsidentin der Österreichischen AIDS-Gesellschaft Brigitte Schmied. Das Resultat ist die am schnellsten ansteigende AIDS-Epidemie. Der Hintergrund ist die Kriminalisierung und Stigmatisierung von intravenös Drogenabhängigen und die mangelnden Betreuungsprogramme (Substitutionstherapie, Spritzentausch). In Usbekistan wurde das Substitutionsprogramm gar ganz geschlossen, berichtet Vladimir Zhovtyak, Präsident der osteuropäischen und zentralasiatischen Union der Menschen mit HIV/AIDS und in der Ukraine stirbt jeder zweite HIV-Positive an Tuberkulose, weil es keine ausreichende Behandlung gibt.
Ein erster wichtiger Schritt wäre es, wenn die Regierungen das Problem überhaupt zugeben würden, sagte die Vorsitzende des russischen Verbandes gegen Armut und für Entwicklung, Sasha Volgina. Solange Russland vorgibt, ein 'Geberland' zu sein und keine Hilfe zu benötigen, solange es vortäuscht, dass es keine große Drogen-Epidemie gibt, wird sich nichts ändern, so Volgina.
Die Konferenz AIDS 2010 mit rund 25.000 Gästen läuft noch bis zum 23. Juli in Wien. Neben Expert_innen aus Medizin, Forschung und Politik nehmen Prominente von ex-Präsidetn Bill Clinton über MS-Gründer Bill Gates bis zu der norwegischen Kronprinzessin Mette-Maritk Teil. Am Dienstag wird Annie Lennox im Rahmen einer Großkundegebung am Heldenplatz singen.
Foto: Rick Havoc
Links: [www.aids2010.org]
[www.fundglobalaids.org]
[joemygod.blogspot.com]
[rodonline.typepad.com]
[www.flickr.com]
[derstandard.at]
http://derstandard.at/1277338396593/Rechte-hier-und-jetzt-Flammende-Appelle-fuer-mehr-Geld-und-Menschenrechte
http://derstandard.at/1277338395773/Kgalema-Motlanthe-Die-Neuinfektionen-sind-ruecklaeufig
[www.flickr.com]
Hinweis: ondamaris berichtet ausführlich über die AIDS 2010 Konferenz und über HIV/AIDS im Allgemeinen.
Susanne Klingner auf der taz über das Wegsperren von Nippeln unter Watte, das Normieren des weiblichen Busens.
Trotz dieser viel versprechenden Mischung, langfristiger Ankündigung und Zusammenarbeit mit lokalen christlich-konservativen Gruppen hält sich das Publikumsinteresse bisher in Grenzen. So zählten NOM-Mitarbeiter_innen beim ersten Stop am Mittwoch in Augusta (Maine) rund 200 interessierte Zuhörer_innen, am Donnerstag in Manchaster (New Hampshire) 150 bis 200 und gestern in Albany, der Hauptstadt von New York, 100. (Albany hat 93.000 Einwohner_innen, die Metropolitan Area über 850.000.) Auf den Fotos von den Veranstaltungen sind deutlich weniger Personen zu sehen, als NOM-Präsident Brown gezählt hat, aber das ist nicht der Grund für Gelächter in der Blogsphäre. Sondern: Louis Marinelli fühlt sich von bösen Homo-Aktivisten verfolgt und bedroht, wie er in seinem Blog ausführlich schreibt.
Der Anlass: Mehrere LGBT-Gruppen in Albany hatten ihre Mitglieder zu einem stillen, aber kreativen Protest gegen die Propaganda von NOM aufgerufen. In Anspielung auf einen NOM TV-Spot mit dem Titel "gathering storm" fanden sich diese mit Regenschirmen in allen Regenbogenfarben ein und stellten sich schweigend und in einigem Abstand in zwei Reihen hinter das Rednerpult und hinter die Zuhörer_innen. Alle trugen T-Shirts mit der Aufschrift "Do you see my love?" Das alleine war für Marinelli schon bedrohlich, völlig außer sich geriet er aber, als er sah, dass einer der T-Shirtträger zwei Hunde (!) bei sich hatte. "Now if this isn't a bullying tactic, I don't know what is. I mean, look at this dog they've got standing with them. Luckily, he was on a leash." Da die Leser_innen seines Blogs die Gefahr nicht so richtig ernst nahmen (der Mann mit den Hunden stand gut 5 Meter vom Rednerpult und zumindest ebenso weit von den Zuhörer_innen entfernt, soweit sich das auf den Fotos abschätzen lässt und die schon älteren Hunde machen einen gelassen/ruhigen Eindruck), verfasste er heute einen zweiten Blog-Eintrag, um zu beweisen, dass die Hunde wirklich dort waren ;)
Maggie Gallagher und Brian Brown argumentieren indessen seit Tagen, dass der auch fuer christlich-konservative "Ehebeschützer" etwas extreme Ansichten vertretende Louis Marinelli mit NOM nichts zu tun hat und dass auch das von ihm betriebene Facebook-Seite "Protect Marriage: One Man, One Woman" nichts mit NOM zu tun hat. Dass er auf der NOM-Website noch vor kurzem als Direktor für Strategie bezeichnet worden ist, zählt anscheinend ebenso wenig wie die Tatsache, dass er den NOM Tourbus chauffiert und schon gar nicht, dass Protect Marriage bis vor wenigen Tagen NOM-Logos und Slogans trug (jetzt auf "National Marriage Coalition" geändert) und dass NOM-Präsidet Brian Brown auf der Facebook-Seite als Admin postet ;)
Links: [www.flickr.com] (Fotos von der Demo in Albany)
[www.flickr.com] (detto)
[www.flickr.com]
http://prop8trialtracker.com/2010/07/17/do-you-see-my-love-a-beautiful-gathering-storm-rains-on-noms-parade-in-new-york/
[louisjmarinelli.blogspot.com] (die Hunde)
[louisjmarinelli.blogspot.com] (Forts.)
http://www.marriagetour2010.com/2010/07/marriage-tour-update-albany/
[www.facebook.com]
[www.boxturtlebulletin.com] NOM’s President administers the NOM site that NOM claims is not their own
[www.boxturtlebulletin.com]
[www.goodasyou.org]
[www.goodasyou.org]
[maine.watchdog.org]
[trinityofhedon.blogspot.com]
[en.wikipedia.org]
http://scienceblogs.com/insolence/2010/07/i_didnt_know_nonsense_could_be_so_well-o.php
Auf diese Schlagzeile müssen wir wohl noch lange warten. Stattdessen titelt der Spiegel die Story ‚Morgens Chefin, nachmittags Mama’ und präsentiert mit Martina Sieber eine ‚Exotin’ in der deutschen Arbeitswelt.
Vor fünf Jahren wurde sie beim IT-Unternehmen IBM Abteilungsleiterin – obwohl sie damals nur 25 Stunden pro Woche arbeitete. Sieber ist Teilzeitchefin. Abgesehen davon, dass Chef oder Chefin auch vormittags Vater oder Mutter ist, machen die weiteren Erläuterungen deutlich, warum sich dieses Modell, trotz des vorhandenen Wunsches Arbeitszeiten zu reduzieren, nicht durchsetzt:
‚Tatsächlich gibt es große Skepsis gegen dieses Modell. Forscher der Uni Essen-Duisburg haben Personalverantwortliche von Großunternehmen gefragt, ob es möglich ist, aus einer Teilzeitposition heraus Karriere zu machen. Keine Chance, war die Antwort von fast allen.
Die Decke ist also nicht aus Glas sondern eher in Stahlbeton gegossen und gute Beispiele werden nach dem Motto ‚wehret den Anfängen’ brachial verhindert. Wer möchte schon der ‚Exot’ oder ‚Minderleister’ sein. So verwundert es auch nicht, dass es aktuelle Zahlen, wie viele Führungskräfte in Deutschland Teilzeit arbeiten, nicht gibt.
2004 waren es laut Statistischem Bundesamt 14 % der weiblichen Chefs und 2 % bei den Männern. Fest steht, dass nicht nur Frauen in Top-Positionen weniger arbeiten wollen. Nach einer Befragung des Verbands “Die Führungskräfte”, würden 40 % der Menschen in Leitungspositionen gerne in Teilzeit arbeiten.
Dabei sind die Voraussetzungen eigentlich gegeben. “Die eigentliche Führungsarbeit nimmt meist nur 20 bis 30 % der Arbeitszeit in Anspruch”, sagt Personalberater Andreas Hoff. “Und viele Führungskräfte reisen oft, sind also auch nicht permanent für die Mitarbeiter verfügbar.”
"Es ist mir wichtig, die Botschaft zu verbreiten, dass viele Kinder darauf warten, adoptiert zu werden, und dass es wichtig ist, einen großen und vielfältigen Pool an potentiellen Eltern zu haben," sagte Moyse. Pro Jahr werden in Schottland rund 400 Kinder an Adoptiveltern vermittelt, rund 200 warten weiterhin auf Adoptiveltern. Ein relativ großer Teil davon sind Kinder im Vorschul- oder Schulalter und Kinder mit besonderen Betreuungsbedürfnissen.
Die Stadtverwaltung von Edinburgh unterstützt die Initiative von SAA. Eine Sprecherin betonte den wichtigen Beitrag, den SAA und andere Organisationen dazu leisten, dass hunderte Kinder aus Pflegeheimen zu liebevollen Pflege- und Adoptiveltern kommen. Gleichgeschlechtliche Paare dürfen in Schottland erst seit 2009 adoptieren. New family social, ein Netzwerk für LGBT Adoptiv- und Pflegeeltern und deren Kindern in Großbritannien, freut sich, dass die schottischen Adoptionsvermittlungsagenturen sich so rasch auf die neue Situation eingestellt haben. Quelle: PinkPaper vom 28. Juni 2010
In Österreich ist die gemeinsamte Adoption durch ein gleichgeschlechtliches Paar nicht möglich und die Adoption durch Eingetragene Partner_innen im EPG explizit ausgeschlossen. Nicht verpartnerte Lesben oder Schwule dürfen adoptieren, scheitern in der Praxis aber daran, dass in Österreich kaum Kinder zur Adoption freigegeben werden und auf jedes Kind schon mehrere Elternpaare warten. Anders sieht es bei Pflegekindern aus. Hier werden laufend Eltern gesucht und die in Wien zuständige MAG11 ist lesbischen und schwulen Pflegeeltern gegenüber sehr positiv eingestellt. (Anmerkung: ich würde mich über Berichte und Kommentare freuen, wie das in den anderen Landeshauptstädten aussieht.)
Links: [news.pinkpaper.com]
ttp://www.pinknews.co.uk/2010/06/28/scots-adoption-agency-tells-gay-couples-not-to-be-discouraged/
[www.dailyexpress.co.uk]
[www.scottishadoption.org]
https://www.newfamilysocial.co.uk/
[www.wien.gv.at]
Und natürlich macht Sia keine Wischiwaschi-Musik, auch wenn "We Are Born" stellenweise recht mainstreamig geraten ist. Producer Greg Kurstin (Kylie Minogue, Britney Spears, Lily Allen) verwischt die Übergänge zur Musik anderer Sängerinnen manchmal ein bisschen zu sehr, so dass z.B. der Opener "The Fight" auch von einem Shakira-Album stammen könnte.
Das war's aber auch schon mit der Krittelei, denn Sias 13 neue Stücke - inklusive des gefühlvollen Madonna-Covers "Oh Father" - erfreuen Herz, Ohr und Hüfte. Viel stärker als noch bei ihrer letzten Platte "Some People Have Real Problems" zieht Sia ihre HörerInnen auf die Tanzfläche: Tracks wie "The Fight" und "You've Changed" sind auf dicke Beats gebaut, sehr funky mit Elektro- und House-Elementen.
Die Single "Clap Your Hands", "Never Gonna Leave Me" und "Stop Trying" dagegen sind fröhliche Sommer-Popsongs zum sofortigen Mitsingen, die man nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Sias alte Fans werden die Ballade "I'm In Here" lieben, weil hier Sias Stimme wunderbar zur Geltung kommt. Und wer sich fragt, wer bei einigen Songs die coole Leadgitarre spielt: Strokes-Gitarrist Nick Valensi gibt sich bei einigen Songs die Ehre.
Überhaupt sind die geschickt eingestrickten Verweise auf Sias Lieblingsbands wie The Cure, Blondie oder Talking Heads interessant; fast unmerklich weht hier das Intro von Cures "Close to Me" herein, dort erinnert eine Basslinie an "Don't Get Me Wrong" von den Pretenders, und mit den Dancetracks wie "The Co Dependent" zieht Sia vor Elektro-Punk-Heroin Peaches den Hut.
Was bei anderen Sängerinnen schnell beliebig wirken kann, macht Sia auf humorvolle und versierte Art. Pop kann man heute nicht mehr neu erfinden. Man kann aber besonders schöne Platten machen wie Sia.
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Christina Mohr arbeitet beim Campus Verlag in Frankfurt. Nach Feierabend ist sie Musikredakteurin des Online-Kulturmagazins satt.org, rezensiert Platten und Bücher, gelegentlich auch für andere Websites wie melodiva.de, titel-magazin.de und Zeitschriften wie Missy Magazine. Der hier veröffentlichte Text erschien zuerst auf melodiva.de, wir danken ganz herzlich für die Erlaubnis zur Zweitveröffentlichung!
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Nachtrag: Caster gewann auch das heutige 2. Rennen mit 2:02,41!
Nun
ist es offiziell: Laut einem in Südafrika publizierten Bericht der
>>>
London Times (englisch) mit dem sinngemässen Titel "IOC will weitere
Intersex Dramen abwenden" arbeitet das Internationale Olympische Komitee
(IOC) nach Aussagen von IOC-Chefmedizyner Arne Ljungqvist derzeit an neuen
Richtlinien und will dazu im Oktober eine (weitere) Konferenz abhalten.
Gleichzeitig rief er Grossbritannien dazu auf, ein "Global Intersex
Centre" aufzubauen.
Weitere Angaben über die neuen Richtlinien oder über die geplanten "Globalen Intersex Zentren" machte Ljungqvist keine; stattdessen "fachsimpelte" er noch etwas über "hohe Testosteronwerte" (eine der öffentlich kolportierten "Indiskretionen" betreffend Caster Semenya):
"Es kommt darauf an, ob Rezeptoren vorhanden sind, die auf das Testosteron ansprechen. Eine der häufigsten Intersex-Störungen ist das Androgen Insensitivitäts Syndrom. Diese Frauen haben keine Rezeptoren. Das heisst, sie könnten sich nicht einmal mit Testosteron dopen, so dass man ironischerweise sagen könnte, sie seien die weiblichsten Geschöpfe, die man überhaupt treffen kann."
Die Aussagen
Arne Ljungqvists betreffend neuen Richtlinien und "Globales Intersex Zentrum"
sind wohl einerseits im Zusammenhang mit früheren Aussagen von Sebastian Coe zu
würdigen, IAAF Vize-Präsident und Vorsitzender des Organisationskomitees der
Olympischen Spiele in London 2012. Lord Coe hatte schon letzten Herbst
öffentlich neue Befugnisse für die Sportverbände gefordert (englisch),
damit sie künftig "verdächtige" Athletinnen aufgrund "vorläufiger
Ergebnisse" präventiv ausschliessen können (Zwischengeschlecht.org
berichtete).
Andrerseits wurden "Globale Intersex Zentren" als solche bereits im Anschluss an ein von IOC, IAAF und FIFA gemeinsam organisiertes Medizynersymposium in Miami im Januar 2010 angekündigt. Seinerzeit hatte Arne Ljungqvist dazu ausgeführt:
Unter den zentralen Schlussfolgerungen befindet sich ein Vorschlag, Gesundheitszentren einzurichten, worin Experten Atheletinnen mit "Störungen der Geschlechtsentwicklung" diagnostizieren und behandeln würden. In den meisten Fällen, sagte Ljungqvist, würden diese Behandlung benötigen wie Operationen und Hormontherapie.
Die mittlerweile wegen unkontrollierten pränatalen Dexamethason-Zwangsbehandlungen ins Kreuzfeuer geratene Medizynerin Maria I. New hatte dazu weiter präzisiert:
Sportverbände würden Fotografien von Athletinnen zu Experinnen wie sie selbst übermitteln. Wenn der Experte denke, die Athletin hätte möglicherweise eine Störung der sexuellen Entwicklung, würde der Experte weitere Tests anordnen und eine Behandlung vorschlagen.
"Diejenigen, welche in die Behandlung einwilligen, werden eine Starterlaubnis erhalten", sagte Dr. Maria New, eine Panelteilnehmerin. "Diejenigen, die eine Behandlung auf einer Fall-zu-Fall-Basis verweigern, werden keine Starterlaubnis erhalten."
Auch der Weltathletikverband IAAF plant bekanntlich neue "Geschlechterregeln", ein erster Entwurf wird an der IAAF-Vorstandssitzung vom 7.-8. August in Kiew debattiert, im November soll dann die endgültige Fassung abgesegnet werden und die neuen Regeln auf 2011 in Kraft treten (dieser Blog berichtete).
>>>
Zwitter im Sport: IOC und IAAF leugnen Verantwortung
>>>
IOC/IAAF/FIFA: "Zwitter brauchen OPs und Hormonbehandlungen"
>>>
Pressemitteilung Zwischengeschlecht.org von 22.01.2010
Siehe auch:
- Alle Posts über Caster
Semenya
-
Caster Semenya rehabilitiert – und Santhi Soundarajan???
-
Diskriminierung von Zwittern im Sport weltweit
-
"Caster Semenya wird als Zwitter verheizt"
-
Protest gegen Diskriminierung von Zwittern im Sport, IOC 19.11.09
Zum Ende der Hitzwelle gleich wieder Musik, um das Tanzbein zu schwingen: Dragonette! Mehr über ihre queere Seite findet ihr bei Feministe.
Songtext nach dem Klick:
Oh no, who’s got you all dressed up in those clothes?
Said I don’t know
but you’re gonna need some help out of those
Oh you’re alright, you’re alright, you’re alright
But you smell like your mama is smoke
So tell her, tell her
You tell her I said hello
Oh we could do it any way you want
We only like you cause you’re cute and young
You gotta work what daddy gave you, son
Go on and show me that you know how to use it
And do your duty
And get on the floor
Don’t make a fuss just do it
Look out I’m fixing to thrill
We know you’re one of us
What’s all the fuss? just do it
Uh huh I’m fixin to thrill
Yeah the girls
The girls they’re looking round
for trouble all sorts
And the boys
they offer diamonds but
They’re giving them quartz
That’s alright, it’s alright, it’s alright
We’ll get you something
That you can’t get at home
And your mama, your mama
She don’t know what she don’t know
So we could do it any way you want
We only like you ’cause you’re cute and young
You gotta work what daddy gave you, son
Come on and show me that you know how to use it
And do your duty
And get on the floor
Don’t make a fuss, just do it
Uh huh I’m fixing to thrill
We know you’re one of us
What’s all the fuss? Just do it
Look out I’m fixin to thrill
Yeah do it, I’m fixin to thrill
And get on the floor
Don’t make a fuss, just do it
Look out I’m fixing to thrill
We know you’re one of us
What’s all the fuss? Just do it
Look out I’m fixin to thrill
(repeat)
Feminists do not want to see men degraded.
Feminists do not have a fixed idea of men’s „proper role“ in the family or in life.
Feminists do not want to see a Senate that’s 83% women, or a corporate leadership that’s 85% female.
Feminists do not want men to be paid less than women, or receive fewer career opportunities.
Feminists do not fetishize men’s bodies while ignoring their minds.
Feminists do not condone or excuse violence against men.
Feminists do not want men to lose their access to family planning and healthcare.
Feminists do not want to erode men’s control over their own bodies and lives.
Feminists do not want to teach young boys to be submissive and passive.
Feminists do not demand men be constantly sexually appealing and available, then shame them when they are.
Feminists do not describe men as less intelligent, or more emotional, or as somehow different from humans in their thought processes.Feminists want to give to women, not to take from men.
(Please note that the counterpoint to all these things is „sexists,“ not „men.“)
The Pervocracy: Feminism is not sexism on Opposite Day.
Der Kurs “Einführung in die Literaturrecherche” ist leider schon voll. Für die Kurse “Literaturrecherche im Internet” und “Einführung in das Web2.0″ gibt es aber noch freie Plätze.
Anmeldungen an:
anastasia.schadt@hu-berlin.de
Die Anrechnung von Studienpunkten zu den Kursen ist im BA und MA der Gender Studies möglich. Weitere Informationen zu den Kursen und zur Anrechnung findet ihr im Moodlekurs.
Ein Studium an der Humboldt-Universität ist aber nicht Voraussetzung zur Teilnahme an den Kursen. Die Kurse sind für alle Interessierten offen.
Einen Überblick über weitere Seminare (Power Point, Word und html) findet ihr im ZtG-Blog.
Ähnliche Artikel
Das Vereinigte Königreich macht mobil gegen sexuelle Belästigungen und Vergewaltigungen. Erst startete in Wales die Kampagne One Step Too Far, vor kurzem hat Schottland nachgezogen. Die Kampagne Not Ever stellt klar, dass niemand jemals darum bittet, vergewaltigt zu werden, berichtete Broadsheet. Eine Studie der schottischen Regionalregierung hatte im Februar diesen Jahres alarmierende Einstellungen zum Thema Vergewaltigung gefunden. So befanden 17 Prozent der Befragten, eine Frau trage zumindest teilweise die Verantwortung für eine Vergewaltigung, wenn sie offenherzige Kleidung trage und immerhin 8 Prozent befanden, „viele” bekannte Sexualpartner einer Frau rechtfertigten eine Vergewaltigung.
Der folgende TV-Spot illustriert, wie absurd der Gedanke eigentlich ist, jemand würde darum bitten, vergewaltigt zu werden. Wir sehen eine hübsche Frau im kurzen Rock in einer Bar. Einer der Anwesenden kommentiert zu seinem Freund: “Check out that skirt — she’s asking for it!” (Guck dir mal den Rock an, die will es doch!) Nun sehen wir die Frau im Klamottenladen früher am Tag. Eine Verkäuferin fragt, ob sie Hilfe brauche. Ihre Antwort: “Yeah, thanks, I’m going out tonight and I want to get raped. I need a skirt that will encourage a guy to have sex with me against my will.” (Ja, danke. Ich gehe heute abend aus und will vergewaltigt werden.Ich brauche einen Rock der einen Mann dazu anhält, mit mir gegen meinen Willen Sex zu haben.) Sie begutachten einen blauen und einen rosa Rock und die Verkäuferin nickt zustimmend “The blue one. Definitely the blue one.” (Der Blaue. Definitiv der Blaue.)
Der Verein „Väter helfen Vätern“ hilft seit mehr als fünf Jahren Vätern in Trennungssituationen. Die Anfragen kommen inzwischen aus dem gesamten Bundesgebiet. Angeboten werden die systemische Familienberatung und -therapie sowie psychosoziale Hilfen in Trennungs- und Patchworkfamilien. Im Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung äußert sich der Vorsitzende Thomas Maas zu den Schwerpunkten der Arbeit des Vereins:
‘Herr Maas, gewinnen bei einem Sorgerechtsstreit eher die Mütter?
Zunächst einmal gibt es bei einem Sorgerechtsstreit keinen „Gewinner“, sondern nur Verlierer, vor allem das Kind. Bei nicht ehelichen Kindern muss die Mutter dem gemeinsamen Sorgerecht erst zustimmen. Das hängt also von der Gutmütigkeit der Mutter ab. Allmählich beginnt hier aber ein Umdenkungsprozess bei Richtern und Jugendamtsmitarbeitern. Da müssen aber noch viele dicke Bretter gebohrt werden. …
Wie sieht die Problemstellung der Väter aus?
Die Probleme sind immer die gleichen. In erster Linie ist das der unzulängliche oder abgebrochene Kontakt zu den Kindern. Dazu kommen finanzielle Probleme und die psychosozialen Folgeerscheinungen. Letztere nehmen ganz klar zu, denn die Männer lernen immer mehr, mit ihren Gefühlen nach außen zu gehen. Dass dieses Thema inzwischen mutiger angegangen wird, dazu hat vielleicht auch der Fall Enke beigetragen.
Auf welche Weise kann Ihr Verein den Vätern helfen?
Wir bieten ganz individuell Hilfe an. Zuerst einmal fangen wir auf und hören zu. Dann versuchen wir, die Mutter und das ganze Familiensystem mit ins Boot zu nehmen. Das ist oft schwierig, weil viele die Eltern- und Paarebene nicht voneinander trennen. Wir bieten den Vätern auch Begleitung bei Behördengängen oder vor Gericht an. Wir haben ein weitreichendes Netzwerk von Hilfsangeboten und zeigen Wege auf. Ein Vater muss allerdings selbst aktiv werden, denn wir können nur Hilfe zur Selbsthilfe bieten. Besser ist es auch, sich frühzeitig um Hilfe zu bemühen, auch schon vor der Trennung und nicht erst, wenn gar nichts mehr geht. …
Was können trennungswillige Paare tun, um die seelische Belastung für das Kind so gering wie möglich zu halten?
Sie sollten sich frühzeitig mit der psychischen Situation des Kindes beschäftigen und sich fachliche Hilfe an die Seite holen. Das Kind möchte weder Vater noch Mutter verlieren und darf auf keinen Fall instrumentalisiert oder manipuliert werden. Die Eltern müssen dem Kind sagen: „Du trägst keine Schuld!“ und „Mama und Papa sind immer für Dich da, egal was passiert“. Und das sollten beide nicht nur sagen, sondern sich auch so verhalten. Das Zauberwort heißt hier „Bindungstoleranz“. Wer die Bindung und den Kontakt des Kindes an den anderen Elternteil zulässt, hat nicht nur langfristig den besseren Stand beim Kind. In der Regel erhält der mit der größeren Bindungstoleranz auch eher das Sorgerecht.’
Die Focus TV Reportage „Der fremde Papa“ berichtet am kommenden Montag über die Schwierigkeiten von drei sorgerechtslosen Vätern, in Deutschland Zugang zu ihren Kindern zu finden. Sie fühlen sich wie Väter zweiter Klasse: entsorgt, abgeschoben und machtlos. Denn wenn die Mutter nicht will, haben Väter ohne Trauschein in Deutschland keine Chance auf das gemeinsame Sorgerecht. Selbst regelmäßige Treffen mit dem eigenen Nachwuchs sind für ledige Väter keine Selbstverständlichkeit.
Einer der drei bei ihrem Kampf begleiteten Väter ist Mike Heese. Am 3. Juli 2006 stellte er einen Eilantrag auf Umgang mit seinem damals zwei Jahre alten Sohn beim zuständigen Amtsgericht Frankfurt am Main. Weiter kam er nicht. Bis heute sei es dem 41-jährigen Bankkaufmann nicht gelungen, seinen Sohn „offiziell“ sehen zu dürfen. „Die Mutter legt immer wieder neue Hürden auf“, sagt er.
Der seit über einem Jahr mit seiner Mutter in München lebende Erstklässler habe bis vor wenigen Tagen noch nicht einmal gewusst, dass Mike Heese sein Vater ist. Die allein sorgeberechtigte Mutter habe dem Kind ihren damaligen, neuen Lebensgefährten als Vater „verkauft“, obgleich Heese den Jungen von der Geburt bis zum Februar 2006 noch regelmäßig habe besuchen dürfen. Teilnahmen an Elternabenden im Kindergarten seien ihm zuvor bereits strikt untersagt worden.
Sendetermin, SAT 1, Montag 19. Juli, 23:00 Uhr.
Witziger kurzer Film zum/vom Copenhagen Queerfestival (26. Juli bis 1. August). Macht definitiv Lust auf mehr!
Cph Queerfestival film 2010 from Tine Alavi on Vimeo.
Die so gezüchteten Weibchen zeigten kein Interesse an männlichen Annäherungsversuchen, schnupperten lieber weibliches als männliches Mäuseurin und bestiegen andere Weibchen. Wenn es trotzdem zu einer Paarung mit einem Männchen kam, waren die FucM-losen Weibchen normal fruchtbar. Die Wissenschaftler_innen stellten bei den genetisch veränderten Weibchen außerdem einen niedrigeren Alpha-Fetoprotein (AFP) Spiegel als bei der Kontrollgruppe fest. Sie machen den AFP-Mangel für das gezeigte Sexualverhalten verantwortlich.
Die Ergebnisse der Studie wurden am 7. Juli im BMC Genetics Online-Journal veröffentlicht und am 9. Juli im New Scientist besprochen. Der konservative us-amerikanische TV-Sender Foxnews fragte gestern prompt: "Wurde das Homo-Gen gefunden?". "Klar. Wenn man ein Mäuseweibchen ist", kommentiert Timothy Kincaid im Box Turtle Bulletin trocken. Bei Menschen ist die sexuelle Orientierung ein wenig komplexer.
Simon LeVay, der schon länger über die Entwicklung der Sexualität und mögliche biologische Grundlagen der sexuellen Orientierung forscht, weist darauf hin, dass die korenische Studie keine direkten Schlüsse auf menschliche Sexualität zulässt. Beim Menschen ist Testosteron für die "Vermännlichung" des Gehirns zuständig und nicht Östrogen, wie bei Mäusen. Außerdem verhindert AFP beim Menschen nicht die Östrogen-Einwirkung auf das Gehirn, wie das bei Mäusen der Fall ist. Er glaubt trotzdem, dass es nur eine Frage von Zeit ist, bis Molekulargenetiker_innen Gene finden, welche die sexuelle Orientierung beim Menschen beeinflussen.
Dongkyu Park, Dongwook Choi, Junghoon Lee, Dae-sik Lim und Chankyu Park (2010): Male-like sexual behavior of female mouse lacking fucose mutarotase. BMC Genetics 2010, 11:62doi:10.1186/1471-2156-11-62.
Dongkyu Park, Kyoung-Seok Ryu, Dongwook Choi, Jaechan Kwak und Chankyu Park (2007): Characterization and role of fucose mutarotase in mammalian cells; Glycobiology 2007 17(9):955-962; doi:10.1093/glycob/cwm066
Links: [www.biomedcentral.com] (Abstract, mit Link zum frei zugänglichen Volltext)
[glycob.oxfordjournals.org] (Abstract, mit Link zum frei zugänglichen Volltext)
[bio.kaist.ac.kr]
http://www.newscientist.com/article/mg20727682.600-gene-switches-sexual-desires-of-female-mice.html
[www.foxnews.com]
[www.boxturtlebulletin.com]
[www.lesbilicious.co.uk]
[www.scienceinseconds.com]
[de.wikipedia.org]
[de.wikipedia.org]
Jetzt fand die Polizei heraus, dass er nicht das erste Opfer des unbekannten Cruising-Mörders war: Vor zwei Monaten war auf einem Parkplatz bei Magstadt, westlich von Stuttgart, die Leiche eines 33-Jährigen gefunden worden. Der Mann wurde ebenfalls durch einen Kopfschuss getötet und die Polizei geht davon aus, dass die Tatwaffe in beiden Fällen identisch ist.
Vom Täter fehlt bisher jede Spur. Zwei Männer die nach dem Mord an dem 70-Jährigen als tatverdächtig verhaftet worden waren, hatten ein Alibi. Die Polizei bittet nun Cruiser um Hinweise, falls ihnen verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen sind. Die Kriminalpolizei Böblingen, die den Fall in Magstadt bearbeitet, ist unter +49 7031 13-2222 zu erreichen. Die für den Mord in Mörfelden-Walldorf zuständige Sonderkommission "Steingrund" in Südhessen hat die Nummer +49 6142 696-0.
Links: [www.ggg.at]
[www.express.de]
[www.express.de]
[www.express.de]
… und Grundsicherung für alle Kinder beschlossen. So könnten zwei Schlagzeilen zu Beginn der politischen Sommerflaute lauten. Stattdessen greift der ‚Un- bzw. Irrsinn’ um sich. Es geht nicht mehr um Menschen, Kinder, Väter und Mütter sondern um Zahlen, die eingespart werden sollen bzw. müssen.
Die Süddeutsche meldet, ‚die Pläne der Bundesregierung, das Elterngeld für Hartz-IV-Empfänger zu streichen, gehen weiter als bislang bekannt. Mit einem geringeren staatlichen Zuschuss müssen auch Mini-Jobber und Paare rechnen, die den sogenannten Kinderzuschlag erhalten. Dies geht aus dem Referentenentwurf des Bundesfamilienministeriums hervor, der der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Wer wegen seines geringen Verdienstes zusätzlich vom Staat Hartz-IV-Leistungen erhält und so sein Einkommen aufstockt, wird genauso wie alle Hartz-IV-Bezieher bis zu 300 Euro weniger Elterngeld bekommen.’
Familienpolitiker aus der Koalition zeigen sich überrascht und die FDP lässt die soziale Ader durchschimmern. “Ausgerechnet die zu bestrafen, die sich anstrengen und für wenig Geld arbeiten gehen, ist Unsinn.” Äußert deren Vizefraktionschefin Miriam Gruß.
Eine Sprecherin des Ministeriums sprach laut Spiegel vor der Bundeskonferenz von “Gerüchten”, die sie nicht kommentieren könne. Auf Nachfragen räumte die Sprecherin allerdings ein, dass es im Rahmen des Sparpakets in ihrem Hause verschiedene Papiere gebe, “die ausgetauscht und diskutiert werden”.
Das Hauen und Stechen wird also noch ei paar Tage weiter gehen. Statt sozialpolitische Erfordernisse und Unterstützung für Familien konsequent von einem familienpolitischen Instrument zu trennen wird munter weiter in den Töpfen gerührt, Sozialneid geschürt und davon geredet, dass der Politik die Kinder unterschiedlich viel wert sind.
Der Eindruck kann in der Tat aufkommen und das Beste dagegen ist eine eigenständige Kindergrundsicherung. Vorschläge dazu, haben die Sozialverbände bereits gemacht.
An der Spitze der Statistik liegt, nicht unerwartet, Wien mit 224 Verpartnerungen, gefolgt von Niederösterreich mit 60 und der Steiermark mit 48. In Oberösterreich wagten 34 Paare den Schritt zum Amt, in Tirol 25, in Salzburg 16 und in Kärnten 11. Das Schlusslicht bilden das Burgenland mit 7 und Vorarlberg mit 4 Eingetragenen Partnerschaften. Männer sind heiratslustiger als Frauen - zwei Drittel der Paare sind männlich.
Der/die Verfasser_in der APA-Meldung vom 13. Juli erwähnt noch den relativ hohen Altersdurchschnitt: rund ein Drittel der frisch gebackenen Eingetragenen Partner_innen ist zwischen 41 und 50 Jahre alt. Dies ist allerdings nicht weiter verwunderlich, haben doch zunächst vor allem jene den Schritt aufs Leider-nicht-Standesamt gewagt, die schon Jahre oder Jahrzehnte auf diese Möglichkeit gewartet hatten. Das erste Wiener Paar, das sich gleich am 4. Jänner eintragen ließ, hätte als Hetero-Paar schon die goldene Hochzeit hinter sich! Außerdem müssen junge Paare sich bei aller Verliebtheit gut überlegen, ob sie das Risiko des mit der Verpartnerung verbundenen Outings eingehen wollen. Schließlich muss man den Familienstand bei jeder Bewerbung angeben. Und nicht zuletzt steigt auch bei Heteros das Heiratsalter seit Jahrzehnten an.
Rund 70% der eingetragenen Partnerschaften wurden zwischen Österreicher_innen geschlossen, in 27,5% der Fälle war ein Teil Ausländer_in in 1,6% beide. Quelle: dieStandard.at / APA vom 13. Juli 2010
Links: http://diestandard.at/1277337958323/Oesterreich-858-frisch-eingetragene-PartnerInnen
[www.ggg.at]
[www.statistik.at]
Eine Bühne und ein Frei*raum für alle gender als Ort künstlerischen Ausdrucks - das ist die Lese-/Performance- und Tanz-Bühne von Avantgarden of Eden! Mit einem Sommerspecial geht die Veranstaltung in die dritte Runde. Euch erwartet mal wieder - für alle, die schon mal da waren und die, die es sich dieses Mal nicht entgehen lassen wollen - ein buntes Programm aus Klangkunst, Performance, Spoken Word, Tanz und Lesung. Missy meint: Hingehen!
Und wer ist dabei?
Atlanta Athens, Tom.mars, Fabian Faltin, Beate Hilger, Ben Porter Lewis, Margret Steenblock, Yptu Enth, Boris Steinberg, Lisa Mänzel, Manish Pathak, SIR RITA, Felix Gensicke, Ramona Jacob, Deniz Dilek und Elisabeth R. Hager.
Wann & Wo?
25. Juli 2010 | Theaterkapelle, Boxhagener Str. 99, 10245 Berlin
var flattr_wp_ver = '0.8'; var flattr_uid = '12095'; var flattr_url = 'http://missy-magazine.de/2010/07/16/missy-tipp-avantgarden-of-eden/'; var flattr_lng = 'de_DE'; var flattr_cat = 'text'; var flattr_tag = 'Klangkunst,Lesung,Performance,Spoken Word'; var flattr_btn = 'compact'; var flattr_tle = 'Missy-Tipp: Avantgarden of Eden!'; var flattr_dsc = 'Eine Bühne und ein Frei*raum für alle gender als Ort künstlerischen Ausdrucks - das ist die Lese-/Performance- und Tanz-Bühne von Avantgarden of Eden! Mit einem Sommerspecial geht die Veranstaltung in die dritte Runde. Euch erwartet mal wieder - für alle, die schon mal da waren und die, die es sich dieses Mal nicht entgehen lassen wollen - ein buntes Programm aus Klangkunst, Performance, Spoken Word, Tanz und Lesung. Missy meint: Hingehen! Und wer ist dabei? Atlanta Athens, Tom.mars, Fabian Faltin, Beate Hilger, Ben Porter Lewis, Margret Steenblock, Yptu Enth, Boris Steinberg, Lisa Mänzel, Manish Pathak, SIR RITA, Felix Gensicke, Ramona Jacob, Deniz Dilek und Elisabeth R. Hager. Wann & Wo? 25. Juli 2010 | Theaterkapelle, Boxhagener Str. 99, 10245 Berlin';
Gestern hat der Senat in Argentinien mit einer Mehrheit von 33 zu 27 Stimmen bei drei Enthaltungen für die Zulassung der Ehe für Homosexuelle gestimmt. So wird Argentinien zukünftig der erste Staat Lateinamerikas sein, in dem Homo-Ehen möglich sind. Die Reform gewährt schwulen und lesbischen Paaren die gleichen Rechte wie heterosexuellen Paaren, z.B. bei der Sozialversicherung oder der Elternzeit. Und: Auch das Bürgerliche Gesetzbuch wird nun geändert und die Bezeichnung “Mann und Frau” durch “die Vertragspartner[innen]” ersetzt.
Et voilà, zum Mitjubeln:
Spiegel Online fasst die weltweite Lage bezüglich der Homo-Ehe zusammen:
Weltweit ist Argentinien neben Belgien, den Niederlanden, Spanien, Portugal, Kanada, Südafrika sowie Norwegen, Schweden und Island das zehnte Land, das die Homo-Ehe einführt.
Gestern hat der Senat in Argentinien mit einer Mehrheit von 33 zu 27 Stimmen bei drei Enthaltungen für die Zulassung der Ehe für Homosexuelle gestimmt. So wird Argentinien zukünftig der erste Staat Lateinamerikas sein, in dem Homo-Ehen möglich sind. Die Reform gewährt schwulen und lesbischen Paaren die gleichen Rechte wie heterosexuellen Paaren, z.B. bei der Sozialversicherung oder der Elternzeit. Und: Auch das Bürgerliche Gesetzbuch wird nun geändert und die Bezeichnung “Mann und Frau” durch “die Vertragspartner[innen]” ersetzt.
Et voilà, zum Mitjubeln:
Spiegel Online fasst die weltweite Lage bezüglich der Homo-Ehe zusammen:
Weltweit ist Argentinien neben Belgien, den Niederlanden, Spanien, Portugal, Kanada, Südafrika sowie Norwegen, Schweden und Island das zehnte Land, das die Homo-Ehe einführt.
Der LSVD begrüßt die Gleichstellung der Eingetragenen Lebenspartnerschaften im Bayerischen Besoldungs- und Versorgungsrecht. Schwule und lesbische Beamte, die in Eingetragener Lebenspartnerschaft leben, erhalten ab dem 01.01.2011 dieselben Vergünstigungen, die gleichen Familienzuschläge und die gleiche Hinterbliebenenpension. Auch die Kinder in eingetragenen Lebenspartnerschaften werden voll akzeptiert. Nach dem die Bayerische Staatsregierung zwei Mal vergeblich versucht hat, die Gleichstellung der Lebenspartnerschaft vor dem Verfassungsgericht zu stoppen, sieht der LSVD in dieser Geste der Anerkennung auch ein sehr wichtiges bundespolitisches Signal.
Leider hat die Bayerische Landesregierung die rückwirkende Gleichstellung nicht umgesetzt, obwohl diese nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs geboten ist. Auch mehrere Verwaltungsgerichte haben Eingetragenen Lebenspartnern ab Datum der Verpartnerung dieselben Leistungen zugesprochen wie verheirateten Beamten.
Der LSVD empfiehlt deshalb den Betroffenen, die rückständigen Beträge individuell einzufordern. Die Ansprüche basieren auf der EU-Richtlinie
2000/78/EG (Diskriminierungsverbot in Beschäftigung und Beruf), können seit dem 3.12.2003 eingeklagt werden und sind nicht verjährt. Mustertexte finden sich auf der LSVD-Webseite.
Links: http://www.lsvd.de/903.0.html
[www.lsvd.de]
[www.stmf.bayern.de]
https://www.bayern.landtag.de/cps/rde/xchg/landtag/x/-/www1/17_6147.htm
http://www.tz-online.de/aktuelles/politik-wirtschaft/landtagsopposition-kritik-neuen-beamten-dienstrecht-840613.html
Gleich zu Beginn der heißen Sommerferien kannst du dich in die erfrischende Infoflut stürzen. Die beiden bewährten Rettungsschwimmer des ZtG in Sachen Informationsflut Anastasia Schadt und Dierk Eichel bereiten dich so gut vor dass du keine Angst haben musst inder Infoflut unterzugehen. Beginnend mit Trockenübungen gefolgt von ersten Berührungen mit den Elementen wirst du am Ende des Tages ein eleganter Surfer auf der Infoflut sein.
Mach mit beim Kurs: Einführung in das Web2.0 “Surfen auf der Infoflut” mit Anastasia Schadt und Dierk Eichel am Mittwoch dem 28. Juli 2010 von 10:00 bis 16:00 im ZtG.
Anmeldung per mail bei: Anastasia.Schadt (at) hu-berlin.de
Ähnliche Beiträge
Gleich zu Beginn der Sommerferien könnt ihr euch schon aufs nächste Semseter vorbereiten. Das kompetente und erprobte Duo des ZtG für alle Fragen rund um die Verwaltung deiner Literatur, Anastasia Schadt und Dierk Eichel, begleiten dich bei deiner Einarbeitung das Literatuverwaltungsprogramm deiner Wahl. Sei es nun das altbewährte und mächtige “Citavi” oder das nagelneue und supereinfache “Zotero“, alle deine Fragen werden sachkundig beantwortet. Am Ende des Tages wird es dir ein leichte sein, deine Literatur fürs Studium zu Verwalten und das Schreiben von Hausarbeiten wird dir ebenfalls um so vieles leichter fallen.
Mach mit beim Kurs “Lesen, Lesen nochmals Lesen – Eine Einführung in die Literaturverwaltung, Citavi und Zotero” mit Anastasia Schadt und Dierk Eichel am Dienstag dem 27. Juli 2010 von 10:00 bis 16:00 im ZtG.
Anmeldung per mail bei: Anastasia.Schadt (at) hu-berlin.de