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Gender
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Das Rollenbild des berufstätigen Ernährers, der kaum Zeit mit seinen Kindern verbringt, ist überholt. Für die meisten Väter steht heute die Familie im Vordergrund. Die richtige Lebensplanung ist wichtig, um alles unter einen Hut zu bekommen.
Nicht nur Frauen haben das Problem Job und Kinder miteinander vereinbaren zu müssen. Auch Männer möchten sich nicht mehr ausschließlich auf Beruf und Karriere konzentrieren, sondern auch für ihre Kinder da sein. Im Mittelpunkt der Lebensplanung junger Familien stehen heutzutage Beruf, Partnerschaft und Familie zunehmend gleichwertig nebeneinander.
Schwierig wird es, wenn zum Beispiel der Arbeitgeber bei der Planung nicht mitzieht. Oftmals wird noch immer das einseitige Männerbild vom effizienten Mitarbeiter, der seinen Job über sein Privatleben stellt, favorisiert. hr1-Start Reporter Thomas Kurella hat einen Banker getroffen, der seine Elternzeit genommen hat und damit bei seinem Arbeitgeber auf wenig Gegenliebe stieß.
Außerdem gibt es ein Interview mit Ulrich Kuther von der “hessenstiftung – familie hat zukunft” in Bensheim über das neue Rollenverständnis der Männer, die ihr Vatersein ernst nehmen und nicht nur Ernährer und Wochenend-Papa sein wollen.
Die Sendung kann hier nachgehört werden.
Grüner Bundesrat Schreuder sieht ÖVP vor FPÖ und Religionen
Das Netzwerk ATGENDER organisierte die 8. Europäische Feministische Konferenz, die diesmal vom 17.-20. Mai 2012 in Budapest stattfindet. Da das Women’s Information Network Europe (WINE) in diesem Netzwerk mitarbeitet und das deutschsprachige Netzwerk der Frauen- und Lesbenarchive und -bibliotheken (i.d.a.) ebenfalls kürzlich Mitglied der Fachgesellschaft ATGENDER geworden ist, nehmen auch mehrere Frauenarchive und Genderbibliotheken an dieser Konferenz teil. Wir treffen uns dort, um eigene Projekte vorzustellen, alle auf dem Laufenden zu halten und unsere Zusammenarbeit in WINE und mit ATGENDER zu planen.
Alle sind aber gleichzeitig als Informationsspezialistinnen in den Workshops, für deren Themen sie sich interessieren. So nehme ich teil am Workshop zum Thema Re(locations): Spaces of Feminist Knowledge (libraries / digital archives / informal education…). In meinem Vortrag beschäftige ich mich mit der Frage “Are there parallels in the history and development of women’s/gender studies and women’s/gender libraries?”.
Die Grafik für die Konferenzseite stammt von Kiss Márta.
Am kommenden Freitag, 18. Mai 2012, ist unsere Genderbibliothek eingeschränkt von 12:30 bis 14 Uhr besetzt. Wer nur Bücher abgeben möchte, kann das vorher im Sekretariat (ab 10 Uhr) oder auch nach 14 Uhr (bis 17 Uhr) im PC-Pool des ZtG tun.
Random Posts
Was bedeutet es heute, ein Mann zu sein? Die Würzburger Männerwoche beschäftigt sich unter dem Leitwort „Unverschämt Mann sein“ vom 18. bis 24. Mai mit dieser Frage. Die Veranstaltungsreihe startet am Freitag, 18. Mai, mit dem Vortrag „Unverschämt Mann sein: alte Wunden und gute Orte” mit Dr. Christoph Hutter, Leiter der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle Lingen, sowie Livemusik von „Carabel“.
Im Workshop „Männer im Gespräch mit Abraham“ wird nach Wegen aus den Verletzungen des Patriarchats gesucht. In der „Männer-Werkstatt“ werden die Chancen und Möglichkeiten von Männergruppen ausgelotet. Afrikanische Lebensfreude will der Workshop „Trommeln ist Musik“ vermitteln. Die Vorträge befassen sich unter anderem mit den Themen „Männer und Depressionen“ oder „Vom Umgang des selbstbewussten Mannes mit der selbstbewussten Frau“. Väter mit Kindern bis zu drei Jahren können gemeinsam einen “Erlebnis-Tag” verbringen.
An Paare richtet sich wiederum die Lesung “Küsst die Liebe wach: Paare im kreativen Dialog”. Begleitend zur Männerwoche zeigt das Matthias-Ehrenfried-Haus die Ausstellung „VäterBilder – Würzburger Väter“. Die Männerwoche endet am Donnerstag, 24. Mai, mit dem Dialogforum „Reden wir mal über Manns-Bilder“ mit Wissenschaftlern der Würzburger Hochschulen im Spitäle.
Die Männerwoche ist eine Veranstaltung der Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen, Katholischen Akademie Domschule und der Männerseelsorge in der Diözese. Die Veranstaltungen im Einzelnen:
18.05.12 bis 25.05.12 VäterBilder – Würzburger Väter 18.05.12, 19:00 Uhr Unverschämt Mann sein
19.05.12, 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr AbenteuerKinderWelt
19.05.12, 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr Männer im Gespräch mit Abraham
19.05.12, 16:00 Uhr bis18:00 Uhr Trommeln ist Musik, Trommeln ist Lebensfreude
19.05.12, 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr Männer-Werkstatt
21.05.12, 19:30 Uhr Männer auf Leben und Tod
22.05.12, 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr Wald entdecken – Baumindividuen erleben
22.05.12, 19:30 Uhr Vom Umgang des selbstbewussten Mannes mit der selbstbewusste…
22.05.12, 19:30 Uhr Wie Männer mit ihren Depressionen umgehen
Ein paar Geschichten von Freundinnen, ein möglicher Trend und keine Fakten – aus diesem Zutaten kochen in der New York Times seit Jahren Autor_innen zweifelhafte Geschichten, die als „New York Times Trend Pieces“ bekannt geworden sind. Manchmal verniedlichen diese Trendgeschichten Rassismus; In den meisten Fällen aber machen Frauen entweder irgendwas falsch, irgendwas anders als früher (was sie wiederum unglücklich macht und damit falsch ist) oder alles wie früher und ärgern so die bösen Feminist_innen. Amanda Hess trug 2010 eine Reihe dieser Artikel zusammen.
Nun ist dieser Trend anscheinend in Deutschland angekommen. Passenderweise in der FAZ, die sich dabei tatsächlich nicht zu schade ist, auf die Times Bezug zu nehmen. Das Thema: Frauen, die auf dem Höhepunkt ihrer Karriere aus dem Hamsterrad ausbrechen und sich selbst verwirklichen. Dass es dazu keine Zahlen gibt, gibt der Artikel ebenfalls zu. Immerhin werden zwei Forscherinnen zitiert, die etwa zu „Karrierekorrekturen beruflich erfolgreicher Frauen in der Lebensmitte“ und der Motivation der „Aussteigerinnen“ arbeiten:
Die Frauen wollten ihre Interessen, Überzeugungen, Erfahrungen und Begabungen nunmehr in einem Umfeld der Sinnhaftigkeit und Wertschätzung zur Geltung bringen, außerhalb von großen unternehmerischen Strukturen.
Das nun, man glaubt es kaum, mache Feministinnen unglücklich. Schließlich hätten die Frauen immer dazu gedrängt, alle Karrierefrauen zu werden. So wenig Ahnung von Feminismen hatte zuletzt Kristina Schröder. Ihr, wie auch Autor¹ Inge Kloepfer, lege ich daher an dieser Stelle nahe, sich einmal mit Differenzfeminismus auseinanderzusetzen. Dazu ein Zitat von Antje Schrupp von 1997:
Immer mehr Frauen merken, daß das Platznehmen auf dem Chefsessel eben kein Selbstzweck ist, zumindest für diejenigen nicht, denen es um mehr geht, als um ein gefülltes Bankkonto und um die bloße unkritische Teilnahme an den früher rein männlichen Ritualen der Macht. Diese Rituale werden nicht davon besser, daß sich Frauen an ihnen beteiligen. Die Bilanz des Emanzipationismus lautet: Das kann’s doch nicht gewesen sein?
Schließlich sinkt der Feminist_innenkopf nur noch ermattet auf den Tisch, wenn Kloepfer in einem einzigen Satz Sexismus und Diskriminierung beschreibt – ohne diese Worte in den Mund zu nehmen. Stattdessen heißt es, Frauen spürten, dass ihr Weg besonders mühsam sei „weil sie nun einmal weiblich sind“. So, Frau Kloepfer, haben wir Feministinnen wirklich nicht gewettet. Etwas mehr Recherche sollte drin sein. Und dass wir im Jahre 2012 Sexismus auch endlich als solchen benennen.
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¹ Bezeichnung übernommen von der FAZ.
In der neuen HBO-Serie "Veep" haben die USA zumindest schon einmal eine Frau als Vizepräsidentin, wenn auch nicht die beste - Achtung, Spoiler
Gezielte Bewusstseinsarbeit an den Wiener Schulen und in den Jugendzentren soll durch Handbücher gegen homophobes Bullying sowie der Film "Homophobia" von Gregor Schmidinger unterstützt werden und dabei helfen, die Homophobie unter den Jugendlichen zu bekämpfen. "Wien als Regenbogenherz Österreichs zeigt deutlich Haltung gegen Homophobie und Transphobie. Mit dem Paket für die Wiener Jugendlichen setzt die Stadt bei einer wichtigen Altersgruppe an. Der Film "Homophobia" soll im Rahmen von Workshops in Oberstufenklassen und berufsbildenden höheren Schulen als Diskussionsgrundlage dienen. Die klare Botschaft anlässlich des heutigen Tages lautet für mich: Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität dürfen kein Angriffsziel für Gewalt sein", betont Stadträtin Sandra Frauenberger.
In einer 2009 von der Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen durchgeführten Befragung zu homophobem Bullying an Wiener Schulen gaben 38 Prozent der teilnehmenden LehrerInnen und SchülerInnen an, häufig homophobe Schimpfworte zu hören. 18 Prozent haben zumindest manchmal körperliche oder verbale Angriffe gegen als schwul eingestufte Schüler wahrgenommen, ein hilfreiches Einschreiten gegen die Gewalt wurde nur von 21 Prozent dieser ZeugInnen beobachtet.
"Diese und andere Studien zeigen deutlich: Unerlässlich im Kampf gegen Homophobie ist gezielte Aufklärungs- und Präventionsarbeit im Rahmen der schulischen und außerschulischen Jugendarbeit. Genau hier setzt die Stadt Wien mit konkreten Maßnahmen und Projekten an", so Stadträtin Frauenberger, Stadtrat Oxonitsch und Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl abschließend. Quelle: Presseaussendung Büro Stadträtin Frauenberger vom 15. Mai 2012
Ebenfalls ein Projekt für Schulen in Wien und Umgebung erwähnte Johannes Wahala, der Leiter der Beratungsstelle Courage am Rande einer Podiumsdiskussion am Montag: In der Pride-Woche (12. bis 16. Juni) sind Schulklassen eingeladen, sich beim Stand der Courage Beratung im Pride Village auf dem Rathausplatz zu informieren.
Und noch eine Terminerinnerung anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie und Transphobie: Queeramnesty, das LGBT-Netzwerk von Amnesty International Österreich, setzt wie in den letzten Jahren auf eine Mischung aus Information und Unterhaltung und lädt heute zur IDAHO-Night ins Riz ein.
Links: http://www.wien.gv.at/rk/msg/2012/05/15019.html
[www.courage-beratung.at]
[www.queeramnesty.at]
Starke Worte von Tobias Ineichen, dem Regisseur des nächsten CH-"Tatorts" (TV-Premiere am Pfingstmontag 28.5.12), in einem Interview mit Persoenlich.com. Danke!
SF.tv hat zudem einen ersten Teaser-Ausschnitt mit dem toten Chirurgen online.
Wie mit Biologie soziale Ungleichheit begründet wird – dieser Frage geht diese Veranstaltungsreihe nach, an der sich neben uns die Rosa-Luxemburg Stiftung Niedersachsen, AG gegen Biologischen Determinismus, AStA der Uni Hannover und die GEW beteiligen.
In der Reihe soll das politische Argumentieren mit Natur und Biologie aus verschiedenen Perspektiven und in verschiedenen Themenfeldern betrachtet, sollen aktuelle Debatten aufgenommen und emanzipatorische Strategien aufgezeigt werden, die es ermöglichen, dass mensch sich informiert, kritisch und differenziert in die Debatte einmischt. Eine Übersicht über die Termine findet ihr hier.
Antrittsvorlesungs der Käthe-Leichter-Gastprofessorin versus Gedächtnis iranischer Autorinnen im Exil
"Infam und mutwillig falsch": Strauss-Kahn fordert von Hotelangestellter eine Million Dollar
Bei ihrer Fahrt auf Tiranas Boulevard Dëshmorët e Kombit mussten die Aktivist_innen von "Pro LGBT", der "Allianz gegen die Diskriminierung von LGBT" und "EcoVolis" nicht nur dem Wetter trotzen, sondern auch Rauchbomben, die von vermummten Jugendlichen auf sie geworfen wurden.
Albanien hat zwar seit 2010 ein Antidiskriminierungsgesetz, das ausdrücklich auch gegen die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität schützen soll, aber in der Gesellschaft sind diese Werte offenbar noch nicht ganz angekommen.
Aktivist_innen der Veranstaltenden Gruppen werten den ersten "Gay Ride" als Erfolg: "Wir haben es geschafft", sagte Kristi Pinderi, Geschäftsführer von "Pro LGBT" gegenüber Reuters, als er auf Tiranas Hauptpromenade entlang fuhr. Xheni Karaj, eine weitere Aktivistin, freute sich ebenfalls über den beinahe reibungslosen Ablauf der Demonstration: "Wir fürchten uns nicht mehr, zu zeigen, wer wir sind und können wir selbst sein. Es ist Zeit, diesen Kreislauf der Angst zu durchbrechen, den wir in all den Jahren erleben mussten."
Für die nächsten Tage sind noch weitere Veranstaltungen geplant: Eine Diskussionsveranstaltung mit Student_innen, an der auch italienische Aktivist_innen und EU-Vertreter_innen teilnehmen werden und eine Fotoausstellung unter dem Titel "Versteck spielen", in der Portraits von LGBT Einzelpersonen und Paaren ausgestellt sein werden. Quelle: Kristi Pinderi via euro-queer Mailingliste vom 14. Mai 2012 und dieStandard.at/Reuters vom 15. Mai 2012
Links: http://www.youtube.com/watch?v=PojSw-ozP1k Kurzvideo von der Fahrraddemonstration
http://diestandard.at/1336696890870/Albanien-Homosexuelle-durchbrechen-Kreislauf-der-Angst http://www.thepinkhumanist.com/index.php/archived-articles Ausführlicher Hintergrundartikel auf Seite 3 der Märznummer von The Pink Humanist (Online blättern mit Flash oder als pdf zum Download)
[german.ruvr.ru]
[www.thinkoutsideyourbox.net]
[www.hrw.org]
[www.queernews.at]
Im Wettbewerb laufen dieses Jahr nur Werke von Männern: Feministische Aktionsgruppe um Virginie Despentes macht ihrem Ärger mittels Petition Luft
Zum 18. Geburtstag gibt es eine mixed bag Folge mit Spülmaschinengeräuschen, die hoffentlich nicht unerträglich für euch sind. Wir definieren unseren Podcastingansatz kurzerhand als Punkrock und sprechen über’s Programmieren, über die DRadio-Wissen Sendung zu Podcasting und über die re:publica – unter besonderer Berücksichtigung von Genderaspekten. Zum Schluss empfehlen wir den österreichischen Netzpolitikpodcast Netzkinder.
Download (mp3, 45 MB, 1 h 33 min)
In der Kuppel-Koch-Show "Messer, Gabel, Herz" des österreichischen Privatsenders PULS4 werben diese Woche vier Männer um das Herz des 27-jährigen Roman. Täglich um 19:45 auf PULS4, versäumte Folgen kann man online nachholen.
Links: http://www.puls4.com/mgh/Die-Mann-sucht-Mann-Woche-bei-Messer-Gabel-Herz-/artikel/9302
http://www.ggg.at/index.php?id=69&tx_ttnews[tt_news]=4407&cHash=dfdcab51be279bed9b74d8d5fead29aa
Die Lesben Informations und Beratungsstelle Frankfurt (LIBS) feiert ihr 20-jähriges Bestehen und lud am 27. April zu einem rauschenden Fest ein. Einen ausführlichen Bildbericht davon haben die Kolleginnen von L-Talks verfasst und ein Video gibt es bei "Nur ein Blog" zu sehen.
Links: http://www.l-talk.de/gesellschaften/20-jahre-libs.html
http://nur-ein.blog.de/2012/05/02/libs-feiert-jubilaeum-20-jahre-13611892/
[libs.w4w.net]
Gay Pride zum Tag gegen Homophobie zwar abgesagt, aber AktivistInnen setzten mit Fahrrad-Demo ein Zeichen
Derzeit findet in Detmold der Prozess gegen die Geschwister der getöteten Arzu Özmen statt. Einiges an Öffentlichkeit begleitet den Fall, wie etwa Mahnwachen und Berichterstattung, wobei jedoch kulturalistische Erklärungsmuster die kriminelle Tat oft in die Nähe von nachvollziehbaren Sozialpraktiken rücken. Grotesk wird es zum Beispiel, wenn Gutachter das angebliche Mitverschulden des Opfers thematisieren dürfen: So beschrieb gestern ein Psychologe vorm Detmolder Gericht, gegen welche Regeln die 18-Jährige aus Sicht der jesidischen Familie verstoßen habe, und inwiefern sie für “Ehrverletzungen” verantwortlich gemacht werden könne, die letzten Endes zum Mord führten. Unsere Gastautorin Sakine Subaşı-Piltz stützt sich in ihrem Text auf einen anders gelagerten Fall, und zwar den Mord an Hatun Sürücü – und thematisiert doch eine ähnliche Geschichte. Hatuns Fall und seine mediale Rezeption ermöglicht einige Detaileinblicke in destruktive Familienmuster und den gesellschaftlichen Umgang mit patriarchaler Brutalität, und er zeigt: die Frage nach der Gesamtsolidarität mit Opfern familiärer Gewalt und feministischer Behandlungsverantwortung bleibt.
Am 2. Februar lief eine Dokumentation über den Mordfall von Hatun Sürücü im öffentlich-rechtlichem Fernsehen, welcher auch mit der (a)moralischen Unterstützung von feministischen Organisationen wie „Terre des Femmes“ den Fall als „Ehrenmord“ der Muslime hochstilisiert hat. Bis heute, so wurde es auch im Film deutlich, ist es der Öffentlichkeit nicht gelungen eine differenzierte Analyse dieses Falles wahrzunehmen, was für viele Muslime dagegen offensichtlich Grund ist, zu diesem und anders gelagerten Fällen zu schweigen. Für die meisten Muslime ist der Fall Hatun Sürücü der Fall, der sie in der Öffentlichkeit entehrt hat, sie zu Mördern und Barbaren gemacht und sie gleichgesetzt hat mit den Komplizen eines Mordes, und das qua religiös-kulturellem Hintergrund.
Obgleich eine (feministische) Solidarität mit dem Opfer – ob jetzt aus “muslimischer” oder einfach nur menschlicher Perspektive – notwendig ist, um sich auch vor andere potenzielle Opfer als Gesellschaft schützend zu stellen, ist es in Teilen auch nachvollziehbar, dass viele Muslime über dieses Thema nicht sprechen wollen – aber ist es richtig? Und was erzeugt diese Tabuisierung? Dieser Fall zeigt sehr deutlich, wozu öffentliche Diskurse in der Lage sind. Sie können Unrecht so kaschieren, dass die tatsächlichen Hintergründe einer Gewalttat trotz eines großen öffentlichen Interesses in den Hintergrund rücken. Mittäter und Mordmotive bleiben in der öffentlichen Meinung unberücksichtigt. Täter werden zu Opfern und der Islam wird wieder als Sündenbock geschlachtet, und in der Zwischenzeit erlebt der „Ehrenmord“ seine Blütezeit. Zynisch könnte frau weiter anmerken, dass jetzt auch andere außer Muslimen als „ehrenhaft“ gelten wollen – was auch immer das heißen mag.
So wurde vor ein paar Monaten Arzu Özmen, eine junge jesidische Frau, Opfer eines patriarchalischen Familiendramas. Wieder einmal soll es die Ehre gewesen sein. Auch in ihrem Fall werden patriarchalische Ehrvorstellungen von Einwander_innen gegenüber der aufgeklärten deutschen Kultur als die problematische Wurzel des Übels betrachtet, womit die Verantwortung, sich dem Problem zu stellen und es zu lösen, den Einwander_innen übergeben wird. Doch um welche Ehre geht es in diesen Fällen eigentlich? Und warum kann sich die deutsche Gesellschaft mit nur einem Begriff sich der Verantwortung gegenüber den Opfern entziehen?
Wenn ich anhand der Dokumentation über Hatun Sürücü den „Blick“ der deutschen Gesellschaft rekonstruiere, geht es um die Ehre von Mördern und Vergewaltigern, denen durch den Diskurs die Deutungshoheit über ihr Verbrechen ausgehändigt wird. Die Mörder und Vergewaltiger entscheiden, dass sie „ehrenhaft“ gehandelt hätten, im Falle Hatun Sürücüs sogar muslimisch, und der Diskurs übernimmt diese Deutung und transportiert sie sogar weiter, bis sie zum Teil als objektive Wahrheit angesehen wird. “Ja, es war ein Ehrenmord. Ich war damals regelrecht besessen”, sagt Hatuns Bruder und Mörder. Bourdieu schreibt, dass das Patriarchat seine Herrschaft im Grunde nicht begründen muss, weil es vorgibt, von Natur aus gegeben und nicht anzweifelbar zu sein. Der Mörder gibt vor, nicht aus subjektiven Gründen seine eigene Schwester gemordet zu haben, sondern aus höheren Beweggründen. Er will festhalten, dass er (trotz allem) ein „guter“ Moslem ist. Und die Medien geben ihm und seiner Familie die Möglichkeit, sich vermeintlich als solche(r) zu produzieren. So darf auch ein anderer Bruder sich in der genannten Dokumentation produzieren, der den Mord an seiner Schwester mit dem Islam legitimiert. Mit dem Bart des Propheten, stilisiert er sich bereits als frommen Muslimen, der in dieser Dokumentation und mit den Inhalten, die er vertritt, bestens in das vorgefertigte Muslim-Bild, dass all die Jahre durch Osama Bin Laden und die Islamismusdebatte konstruiert wurde, passt. Schließlich sagt er, dass seine Schwester in einem islamischen Land ohnehin die die Todesstrafe bekommen hätte und bezieht sich selbst auf ein patriarchales und faschistoides Islamverständnis.
Dieser Film, der Teil des öffentlichen Diskurses ist, in dem solchen Aussagen ein Forum geboten wird, entwickelt einen bestimmten Subtext: Der Subtext an muslimische Frauen sagt aus, dass sie vom Islam und Muslimen unterdrückt werden. Eine Emanzipation muss daher einhergehen mit einer Abkehr von der Religion und hat nichts mit den strukturellen Bedingungen zu tun, die in der deutschen Gesellschaft bestehen. Schließlich wird die deutsche (christlich geprägte) Gesellschaft dagegen als fortschrittlich und frauenfreundlich dargestellt, womit hier auch ein Assmilationsaufruf getätigt wird. Frauen, die Muslim_innen bleiben, werden in diesem Bild automatisch dem Unterdrückertum zugeordnet, wobei sie auch immer Opfer bleiben. Schließlich wird Problemen ein Analyseschema vorgegeben, der vermutlich in Fällen von sexistischer oder sexualisierter Gewalt im Familienkontext von sozialwissenschaftlich uninformierten Frauen auch als solche herangezogen wird.
Doch ist das, abgesehen vom rassistischen Unterton dieses Diskurses, denn hilfreich im Sinne feministischer Arbeit? Könnten wir sagen, dass die Mittel den Zweck heiligen, selbst wenn sie eben rassistisch sind? Ist es hilfreich, dass Frauen in Fällen, in denen sie Probleme haben, sich dem öffentlichen Diskurs unterwerfen müssen, dass sie in ihrer Familie ohnehin kein Verständnis für sich erwarten dürfen, weil sie Muslime sind? Ist es hilfreich, dass Frauen denken müssen, dass sie gegen ihren Glauben verstoßen, wenn sie sich aus patriarchalischer Gewalt befreien? Ist es hilfreich, dass sie annehmen müssen, dass ihre Familie, egal welche Erfahrungen sie mit ihnen in ihrem Leben hatten, versteckte Mörder sind?
Der Subtext an die muslimischen Männer verhält sich ähnlich und erzeugt diffuse Botschaften. Sollten sich jetzt etwa alle muslimischen Männer, die ihre Frauen, Schwestern oder Töchter nicht vergewaltigt und umgebracht haben, schämen? Oder sind sie schon keine Muslime mehr? Denn einer der Brüder hat Hatun Sürücü drei Jahre zuvor sexuell missbraucht, so hat es eine Freundin Hatuns im Prozess ausgesagt. Die Dokumentation gibt keinen Hinweis darauf -auch nicht darauf, dass Vergewaltigungen innerhalb einer Familie immer sehr prekäre Fälle sind, und dass diese auch zu Sexualmorden führen können. In solchen Fällen vermischen sich eventuell die Gefühle von krankhafter Machtgier, die im Falle von Hatun Sürücü vielleicht patriarchalische Hintergründe hatte – und insgesamt scheint hier die massive Dysfunktion eines Familiengefüges durch. Vermutlich war die Tatsache, dass Hatun auf eigenen Füßen und selbstbestimmt lebte, für die Brüder, die nicht so viel erreicht hatten, ein Dorn im Auge. Vielleicht war ihre Lebensweise ein Grund für ihre Eifersucht und den Neid, die einhergingen mit Gefühlen des Machtverlusts. Die Macht des Patriarchats ist in einer Gesellschaft, in der muslimische Männer stark ausgegrenzt werden und beispielsweise von Arbeitslosigkeit stark betroffen sind, für einige vielleicht die einzige, die einzige Form der Anerkennung, die sie erhalten. So sagt der Mörder in der Dokumentation aus, dass er seinen ersten deutschen Freund im Gefängnis kennen gelernt habe. Unter diesen Vorrausetzungen war vielleicht eine starke Anbindung an die als eigene Gruppe empfundene gewachsen, wobei eine Art “Muslimisierung” stattfindet.
Wissen und Unwissen über den Islam, Abgrenzungsbedürfnisse, die Suche nach eigenem individuellem Entfaltungsraum, so wie die Tatsache, dass solchen Aussagen ein Forum geboten wird, produzieren gemeinsam muslimische Identitäten, die je nach gesellschaftlicher Position und individuellen Dispositionen verschieden ausfallen können. Die Scham über die Vergewaltigung innerhalb der eigenen Familie, wie auch die Angst darüber, dass andere davon erfahren könnten, vor denen sie als fromme Muslime gelten wollten, könnte in diesem Fall schon der Auslöser für die gemeinsame Entscheidung der Familie gewesen sein. Die Entscheidung, ihre muslimische Identität, die einzige, die ihnen auch in der deutschen Gesellschaft gegeben wird, zu bewahren und diejenige, die potenziell diese Identität durch ihr Wissen in Gefahr bringen könnte und ihnen schon durch ihre Präsenz immer wieder die Scham vor Augen hielt, für immer zum Schweigen zu bringen.
(Gefürchteter) Tabubruch als Mordmotiv? Dafür sprechen einige Tatsachen. So auch die, dass Hatun beispielsweise nicht direkt nach ihrer Trennung umgebracht wurde, nachdem sie zu ihrem Freund gezogen ist und mit dem sogar eine Weile unverheiratet zusammengelebt habe. Die Familie, so sagt es der Bruder in der Dokumentation, wollte lediglich keinen Kontakt zu ihr, woran sich Hatun aber nicht hielt.
Dies ist eine feministische Analyse, die auf Daten, die in den Medien zugänglich sind, durchgeführt wurde. Deswegen kann ich hier keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder gar auf Richtigkeit erheben. Dafür müsste ich im engsten Umfeld von Hatun Sürücü recherchieren und die polizeilichen Ermittlungsakten einsehen. Doch trotz der Defizite in der Informationsbeschaffung, ist es möglich eine feministische Analyse auf den Daten der medialen Berichterstattung durchzuführen, ohne den „Ehrenmord“-Diskurs zu (re-)produzieren. Daher ist es erstaunlich, dass feministische Organisationen statt feministischer Analysen, rassistische Politiken gegen Muslime unterstützen, indem sie nach wie vor ein kulturalistisches Motiv (in der Wanderausstellung von „Terre des Femmes“ auch „Tatmotiv Ehre“ genannt) als Ursache dieses Mordes deklarieren. Dies hat leider auch den Nebeneffekt, dass sexistische Diskriminierung innerhalb der deutschen (und nnicht nur muslimischen) Gesamtgesellschaft tabuisiert wird und somit auch politische Kämpfe des Feminismus heute von Feministinnen und Frauenministerinnen ad absurdum geführt werden, weil sie auch von ihnen als unnötig beschrieben werden.
Indem sie eine rhetorische Gleichheit zwischen den Geschlechtern unter Deutschen herstellen (beispielsweise durch die Polarisierung “Deutsche gegen Muslime”), werden Kämpfe für Lohn- und Chancengleichheit für Frauen massiv erschwert und zum Teil eben auch strukturell durch Frauen verhindert, die erst durch feministische Errungenschaften in entsprechende Schlüsselpositionen gekommen sind. Daher stellt sich auch die Frage, was mit dem deutschen Feminismus passiert ist. Sind einige Feministinnen einfach nur alt und reaktionär geworden, oder sind sie bewusst eine Koalition mit dem Patriarchat des weißen, christlich geprägten Mannes eingegangen, um wenigsten mit nach unten treten zu dürfen – wenn sie schon trotz ihrer Qualifikationen immer noch „ für Frauen“ sprechen müssen und dabei auf das weibliche Geschlecht reduzieren, während das Männliche auch hier die Norm, das Unmarkierte bleibt?
Derzeit findet in Detmold der Prozess gegen die Geschwister der getöteten Arzu Özmen statt. Einiges an Öffentlichkeit begleitet den Fall, wie etwa Mahnwachen und Berichterstattung, wobei jedoch kulturalistische Erklärungsmuster die kriminelle Tat oft in die Nähe von nachvollziehbaren Sozialpraktiken rücken. Grotesk wird es zum Beispiel, wenn Gutachter das angebliche Mitverschulden des Opfers thematisieren dürfen: So beschrieb gestern ein Psychologe vorm Detmolder Gericht, gegen welche Regeln die 18-Jährige aus Sicht der jesidischen Familie verstoßen habe, und inwiefern sie für “Ehrverletzungen” verantwortlich gemacht werden könne, die letzten Endes zum Mord führten. Unsere Gastautorin Sakine Subaşı-Piltz stützt sich in ihrem Text auf einen anders gelagerten Fall, und zwar den Mord an Hatun Sürücü – und thematisiert doch eine ähnliche Geschichte. Hatuns Fall und seine mediale Rezeption ermöglicht einige Detaileinblicke in destruktive Familienmuster und den gesellschaftlichen Umgang mit patriarchaler Brutalität, und er zeigt: die Frage nach der Gesamtsolidarität mit Opfern familiärer Gewalt und feministischer Behandlungsverantwortung bleibt.
Am 2. Februar lief eine Dokumentation über den Mordfall von Hatun Sürücü im öffentlich-rechtlichem Fernsehen, welcher auch mit der (a)moralischen Unterstützung von feministischen Organisationen wie „Terre des Femmes“ den Fall als „Ehrenmord“ der Muslime hochstilisiert hat. Bis heute, so wurde es auch im Film deutlich, ist es der Öffentlichkeit nicht gelungen eine differenzierte Analyse dieses Falles wahrzunehmen, was für viele Muslime dagegen offensichtlich Grund ist, zu diesem und anders gelagerten Fällen zu schweigen. Für die meisten Muslime ist der Fall Hatun Sürücü der Fall, der sie in der Öffentlichkeit entehrt hat, sie zu Mördern und Barbaren gemacht und sie gleichgesetzt hat mit den Komplizen eines Mordes, und das qua religiös-kulturellem Hintergrund.
Obgleich eine (feministische) Solidarität mit dem Opfer – ob jetzt aus “muslimischer” oder einfach nur menschlicher Perspektive – notwendig ist, um sich auch vor andere potenzielle Opfer als Gesellschaft schützend zu stellen, ist es in Teilen auch nachvollziehbar, dass viele Muslime über dieses Thema nicht sprechen wollen – aber ist es richtig? Und was erzeugt diese Tabuisierung? Dieser Fall zeigt sehr deutlich, wozu öffentliche Diskurse in der Lage sind. Sie können Unrecht so kaschieren, dass die tatsächlichen Hintergründe einer Gewalttat trotz eines großen öffentlichen Interesses in den Hintergrund rücken. Mittäter und Mordmotive bleiben in der öffentlichen Meinung unberücksichtigt. Täter werden zu Opfern und der Islam wird wieder als Sündenbock geschlachtet, und in der Zwischenzeit erlebt der „Ehrenmord“ seine Blütezeit. Zynisch könnte frau weiter anmerken, dass jetzt auch andere außer Muslimen als „ehrenhaft“ gelten wollen – was auch immer das heißen mag.
So wurde vor ein paar Monaten Arzu Özmen, eine junge jesidische Frau, Opfer eines patriarchalischen Familiendramas. Wieder einmal soll es die Ehre gewesen sein. Auch in ihrem Fall werden patriarchalische Ehrvorstellungen von Einwander_innen gegenüber der aufgeklärten deutschen Kultur als die problematische Wurzel des Übels betrachtet, womit die Verantwortung, sich dem Problem zu stellen und es zu lösen, den Einwander_innen übergeben wird. Doch um welche Ehre geht es in diesen Fällen eigentlich? Und warum kann sich die deutsche Gesellschaft mit nur einem Begriff sich der Verantwortung gegenüber den Opfern entziehen?
Wenn ich anhand der Dokumentation über Hatun Sürücü den „Blick“ der deutschen Gesellschaft rekonstruiere, geht es um die Ehre von Mördern und Vergewaltigern, denen durch den Diskurs die Deutungshoheit über ihr Verbrechen ausgehändigt wird. Die Mörder und Vergewaltiger entscheiden, dass sie „ehrenhaft“ gehandelt hätten, im Falle Hatun Sürücüs sogar muslimisch, und der Diskurs übernimmt diese Deutung und transportiert sie sogar weiter, bis sie zum Teil als objektive Wahrheit angesehen wird. “Ja, es war ein Ehrenmord. Ich war damals regelrecht besessen”, sagt Hatuns Bruder und Mörder. Bourdieu schreibt, dass das Patriarchat seine Herrschaft im Grunde nicht begründen muss, weil es vorgibt, von Natur aus gegeben und nicht anzweifelbar zu sein. Der Mörder gibt vor, nicht aus subjektiven Gründen seine eigene Schwester gemordet zu haben, sondern aus höheren Beweggründen. Er will festhalten, dass er (trotz allem) ein „guter“ Moslem ist. Und die Medien geben ihm und seiner Familie die Möglichkeit, sich vermeintlich als solche(r) zu produzieren. So darf auch ein anderer Bruder sich in der genannten Dokumentation produzieren, der den Mord an seiner Schwester mit dem Islam legitimiert. Mit dem Bart des Propheten, stilisiert er sich bereits als frommen Muslimen, der in dieser Dokumentation und mit den Inhalten, die er vertritt, bestens in das vorgefertigte Muslim-Bild, dass all die Jahre durch Osama Bin Laden und die Islamismusdebatte konstruiert wurde, passt. Schließlich sagt er, dass seine Schwester in einem islamischen Land ohnehin die die Todesstrafe bekommen hätte und bezieht sich selbst auf ein patriarchales und faschistoides Islamverständnis.
Dieser Film, der Teil des öffentlichen Diskurses ist, in dem solchen Aussagen ein Forum geboten wird, entwickelt einen bestimmten Subtext: Der Subtext an muslimische Frauen sagt aus, dass sie vom Islam und Muslimen unterdrückt werden. Eine Emanzipation muss daher einhergehen mit einer Abkehr von der Religion und hat nichts mit den strukturellen Bedingungen zu tun, die in der deutschen Gesellschaft bestehen. Schließlich wird die deutsche (christlich geprägte) Gesellschaft dagegen als fortschrittlich und frauenfreundlich dargestellt, womit hier auch ein Assmilationsaufruf getätigt wird. Frauen, die Muslim_innen bleiben, werden in diesem Bild automatisch dem Unterdrückertum zugeordnet, wobei sie auch immer Opfer bleiben. Schließlich wird Problemen ein Analyseschema vorgegeben, der vermutlich in Fällen von sexistischer oder sexualisierter Gewalt im Familienkontext von sozialwissenschaftlich uninformierten Frauen auch als solche herangezogen wird.
Doch ist das, abgesehen vom rassistischen Unterton dieses Diskurses, denn hilfreich im Sinne feministischer Arbeit? Könnten wir sagen, dass die Mittel den Zweck heiligen, selbst wenn sie eben rassistisch sind? Ist es hilfreich, dass Frauen in Fällen, in denen sie Probleme haben, sich dem öffentlichen Diskurs unterwerfen müssen, dass sie in ihrer Familie ohnehin kein Verständnis für sich erwarten dürfen, weil sie Muslime sind? Ist es hilfreich, dass Frauen denken müssen, dass sie gegen ihren Glauben verstoßen, wenn sie sich aus patriarchalischer Gewalt befreien? Ist es hilfreich, dass sie annehmen müssen, dass ihre Familie, egal welche Erfahrungen sie mit ihnen in ihrem Leben hatten, versteckte Mörder sind?
Der Subtext an die muslimischen Männer verhält sich ähnlich und erzeugt diffuse Botschaften. Sollten sich jetzt etwa alle muslimischen Männer, die ihre Frauen, Schwestern oder Töchter nicht vergewaltigt und umgebracht haben, schämen? Oder sind sie schon keine Muslime mehr? Denn einer der Brüder hat Hatun Sürücü drei Jahre zuvor sexuell missbraucht, so hat es eine Freundin Hatuns im Prozess ausgesagt. Die Dokumentation gibt keinen Hinweis darauf -auch nicht darauf, dass Vergewaltigungen innerhalb einer Familie immer sehr prekäre Fälle sind, und dass diese auch zu Sexualmorden führen können. In solchen Fällen vermischen sich eventuell die Gefühle von krankhafter Machtgier, die im Falle von Hatun Sürücü vielleicht patriarchalische Hintergründe hatte – und insgesamt scheint hier die massive Dysfunktion eines Familiengefüges durch. Vermutlich war die Tatsache, dass Hatun auf eigenen Füßen und selbstbestimmt lebte, für die Brüder, die nicht so viel erreicht hatten, ein Dorn im Auge. Vielleicht war ihre Lebensweise ein Grund für ihre Eifersucht und den Neid, die einhergingen mit Gefühlen des Machtverlusts. Die Macht des Patriarchats ist in einer Gesellschaft, in der muslimische Männer stark ausgegrenzt werden und beispielsweise von Arbeitslosigkeit stark betroffen sind, für einige vielleicht die einzige, die einzige Form der Anerkennung, die sie erhalten. So sagt der Mörder in der Dokumentation aus, dass er seinen ersten deutschen Freund im Gefängnis kennen gelernt habe. Unter diesen Vorrausetzungen war vielleicht eine starke Anbindung an die als eigene Gruppe empfundene gewachsen, wobei eine Art “Muslimisierung” stattfindet.
Wissen und Unwissen über den Islam, Abgrenzungsbedürfnisse, die Suche nach eigenem individuellem Entfaltungsraum, so wie die Tatsache, dass solchen Aussagen ein Forum geboten wird, produzieren gemeinsam muslimische Identitäten, die je nach gesellschaftlicher Position und individuellen Dispositionen verschieden ausfallen können. Die Scham über die Vergewaltigung innerhalb der eigenen Familie, wie auch die Angst darüber, dass andere davon erfahren könnten, vor denen sie als fromme Muslime gelten wollten, könnte in diesem Fall schon der Auslöser für die gemeinsame Entscheidung der Familie gewesen sein. Die Entscheidung, ihre muslimische Identität, die einzige, die ihnen auch in der deutschen Gesellschaft gegeben wird, zu bewahren und diejenige, die potenziell diese Identität durch ihr Wissen in Gefahr bringen könnte und ihnen schon durch ihre Präsenz immer wieder die Scham vor Augen hielt, für immer zum Schweigen zu bringen.
(Gefürchteter) Tabubruch als Mordmotiv? Dafür sprechen einige Tatsachen. So auch die, dass Hatun beispielsweise nicht direkt nach ihrer Trennung umgebracht wurde, nachdem sie zu ihrem Freund gezogen ist und mit dem sogar eine Weile unverheiratet zusammengelebt habe. Die Familie, so sagt es der Bruder in der Dokumentation, wollte lediglich keinen Kontakt zu ihr, woran sich Hatun aber nicht hielt.
Dies ist eine feministische Analyse, die auf Daten, die in den Medien zugänglich sind, durchgeführt wurde. Deswegen kann ich hier keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder gar auf Richtigkeit erheben. Dafür müsste ich im engsten Umfeld von Hatun Sürücü recherchieren und die polizeilichen Ermittlungsakten einsehen. Doch trotz der Defizite in der Informationsbeschaffung, ist es möglich eine feministische Analyse auf den Daten der medialen Berichterstattung durchzuführen, ohne den „Ehrenmord“-Diskurs zu (re-)produzieren. Daher ist es erstaunlich, dass feministische Organisationen statt feministischer Analysen, rassistische Politiken gegen Muslime unterstützen, indem sie nach wie vor ein kulturalistisches Motiv (in der Wanderausstellung von „Terre des Femmes“ auch „Tatmotiv Ehre“ genannt) als Ursache dieses Mordes deklarieren. Dies hat leider auch den Nebeneffekt, dass sexistische Diskriminierung innerhalb der deutschen (und nnicht nur muslimischen) Gesamtgesellschaft tabuisiert wird und somit auch politische Kämpfe des Feminismus heute von Feministinnen und Frauenministerinnen ad absurdum geführt werden, weil sie auch von ihnen als unnötig beschrieben werden.
Indem sie eine rhetorische Gleichheit zwischen den Geschlechtern unter Deutschen herstellen (beispielsweise durch die Polarisierung “Deutsche gegen Muslime”), werden Kämpfe für Lohn- und Chancengleichheit für Frauen massiv erschwert und zum Teil eben auch strukturell durch Frauen verhindert, die erst durch feministische Errungenschaften in entsprechende Schlüsselpositionen gekommen sind. Daher stellt sich auch die Frage, was mit dem deutschen Feminismus passiert ist. Sind einige Feministinnen einfach nur alt und reaktionär geworden, oder sind sie bewusst eine Koalition mit dem Patriarchat des weißen, christlich geprägten Mannes eingegangen, um wenigsten mit nach unten treten zu dürfen – wenn sie schon trotz ihrer Qualifikationen immer noch „ für Frauen“ sprechen müssen und dabei auf das weibliche Geschlecht reduzieren, während das Männliche auch hier die Norm, das Unmarkierte bleibt?
Am selben Tag begann der spätere Diktator Francisco Franco den Militäraufstand, der den Bürgerkrieg auslösen sollte. Durch die Ereignisse wurden auch die Nachrichtenverbindung zwischen Lorca und Ramirez de Lucas getrennt, denn die Heimat des Dichters in Granada wurde von Franco-Truppen eingenommen, während der damalige Student de Lucas in Albacete lebte, das von republikanischen Regierungstruppen kontrolliert wurde. Im August 1936 wurde Lorca wegen seines Eintretens für die Linke und wegen seiner Homosexualität von Franco-Schergen ermordet und in einem Massengrab verscharrt.
Ramirez de Lucas, der die Liebesbeziehung mit dem berühmtesten spanischen Dichter des 20. Jahrhunderts 70 Jahre lang geheim gehalten hat, hat die Briefe und Aufzeichnungen Lorcas kurz vor seinem Tod seiner Schwester übergeben, mit der Bitte, sie veröffentlichen zu lassen.
Links: http://cultura.elpais.com/cultura/2012/05/11/actualidad/1336767388_044828.html
http://www.zeit.de/news/2012-05/12/literatur-bislang-unbekannte-schriften-von-garca-lorca-entdeckt-12142203
http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/bisher-unbekannte-schriften-von-garcia-lorca-entdeckt_1.16874291.html
[de.wikipedia.org]
Die mexikanisch-amerikanische Schriftstellerin, Kulturwissenschaftlerin und Aktivistin Gloria Evangelina Anzaldúa wurde 1942 in Texas (USA) geboren und gilt als eine der populärsten Vertreterinnen der Queer Theorien und der Chicano/a-Literatur in den USA. Sie forschte insbesondere zu den Verknüpfungen von Geschlecht, Kultur und Sexualität und prägte auf neue Art den Begriff ‚mestizaje’, welcher einen Zustand fernab eines binären entweder/oder Konzepts beschreibt und Raum für eine Vielzahl an (widersprüchlichen) Identitäten schafft.

Anzaldúa, 1990, am Smith College. Quelle: flickr (K. Kendall) CC BY 2.0
Anzaldúa veröffentlichte zahlreiche Essays, Gedichte, Kurzgeschichten und Kinderbücher, unterrichtete an verschiedenen Universitäten in den USA und war Mitherausgeberin der 1981 erschienenen Anthologie This Bridge Called My Back: Writings by Radical Women of Color, in der auch Audre Lorde vertreten ist.
Ein oft zitiertes Werk ist Borderlands / La Frontera: The New Mestiza (1987). In diesem Buch werden eine Vielzahl an Grenzen thematisiert und überschritten – literarische, spirituelle, sexuelle, sprachliche sowie sozio-politische Grenzziehungen. Durch einen Mix aus mehreren Variationen von Englisch und Spanisch sowie die Verbindung von autobiographischen und theoretischen Elementen werden so konventionelle Form-, Genre- und Sprachkategorien in Frage gestellt. Aus diesem Buch stammt auch das berühmte Zitat von Anzaldúa: “Wild tongues can’t be tamed, they can only be cut out”, welches übersetzt so viel heißt wie: ”Wilde Zungen können nicht gezähmt, sondern nur rausgeschnitten werden”.
Kurz vor Erhalt ihres Doktortitels an der University of California in Santa Cruz starb Gloria Anzaldúa heute vor acht Jahren im Alter von 62 Jahren.
Zum Weiterlesen: “Grenzen überschreiten - Chicanas schreiben im Spannungsfeld von Ethnie, Geschlecht und Sexualität” (PDF) von Rosa Zechner.
Für die Reihe “Wer war…” freuen wir uns über eure Vorschläge oder auch Gastblogger_innen, die ihre Lieblingsfeminist_innen vorstellen. Vorschläge/Beiträge einfach an unser Kontaktformular senden.
Die mexikanisch-amerikanische Schriftstellerin, Kulturwissenschaftlerin und Aktivistin Gloria Evangelina Anzaldúa wurde 1942 in Texas (USA) geboren und gilt als eine der populärsten Vertreterinnen der Queer Theorien und der Chicano/a-Literatur in den USA. Sie forschte insbesondere zu den Verknüpfungen von Geschlecht, Kultur und Sexualität und prägte auf neue Art den Begriff ‚mestizaje’, welcher einen Zustand fernab eines binären entweder/oder Konzepts beschreibt und Raum für eine Vielzahl an (widersprüchlichen) Identitäten schafft.

Anzaldúa, 1990, am Smith College. Quelle: flickr (K. Kendall) CC BY 2.0
Anzaldúa veröffentlichte zahlreiche Essays, Gedichte, Kurzgeschichten und Kinderbücher, unterrichtete an verschiedenen Universitäten in den USA und war Mitherausgeberin der 1981 erschienenen Anthologie This Bridge Called My Back: Writings by Radical Women of Color, in der auch Audre Lorde vertreten ist.
Ein oft zitiertes Werk ist Borderlands / La Frontera: The New Mestiza (1987). In diesem Buch werden eine Vielzahl an Grenzen thematisiert und überschritten – literarische, spirituelle, sexuelle, sprachliche sowie sozio-politische Grenzziehungen. Durch einen Mix aus mehreren Variationen von Englisch und Spanisch sowie die Verbindung von autobiographischen und theoretischen Elementen werden so konventionelle Form-, Genre- und Sprachkategorien in Frage gestellt. Aus diesem Buch stammt auch das berühmte Zitat von Anzaldúa: “Wild tongues can’t be tamed, they can only be cut out”, welches übersetzt so viel heißt wie: ”Wilde Zungen können nicht gezähmt, sondern nur rausgeschnitten werden”.
Kurz vor Erhalt ihres Doktortitels an der University of California in Santa Cruz starb Gloria Anzaldúa heute vor acht Jahren im Alter von 62 Jahren.
Zum Weiterlesen: “Grenzen überschreiten - Chicanas schreiben im Spannungsfeld von Ethnie, Geschlecht und Sexualität” (PDF) von Rosa Zechner.
Für die Reihe “Wer war…” freuen wir uns über eure Vorschläge oder auch Gastblogger_innen, die ihre Lieblingsfeminist_innen vorstellen. Vorschläge/Beiträge einfach an unser Kontaktformular senden.
Der Aufhänger des "Profil"-Artikels, der die "wahre Gehaltsdifferenz" präsentieren wollte, ist und bleibt falsch - Daran ändert auch die x-te Rechtfertigung nichts
Die Filmveranstaltung am 6. Juni in Zürich ‚Hausmütterchen trifft Superman‘ zeigt historische Berufs-, Familien- und Freizeitbilder seit 1940 und thematisiert vergangene und aktuelle Rollenbilder.
Wie geben Sie sich gerne? Cool oder fürsorglich? Zielstrebig oder rebellisch? Klug oder schön? Und wie und wo möchten Sie in zehn Jahren sein – als Person, im Beruf, in Partnerschaft oder Familie?
Themen von gestern, die auch heute noch aktuell sind: Wie gestalten Frauen ihre Arbeits- und Freizeit? Was für Familienaufgaben haben Männer? Die historischen Filmdokumente schaffen einen idealen Rahmen, um über die eigenen Vorstellungen und Wünsche nachzudenken – und damit über die persönliche Zukunft zwischen Selbstverwirklichung, Beruf und Familie. Die Historikerin Elisabeth Joris und der Sozialpädagoge Lu Decurtins machen den damaligen Zeitgeist wieder lebendig und schaffen eine Verbindung zur heutigen Zeit.
Datum: Mittwoch 6. Juni 2012, 19:15 – 21:00 Uhr, Ort: Kino Xenix, Zürich. Gäste: Elisabeth Joris, Historikerin, und Lu Decurtins, Sozialpädagoge, Moderation: Claudio Miozzari, Erlebte Schweiz, Historiker.

„Neue feministische Perspektiven auf ‚Natur‘ und ‚Materie‘“ liefert der von Elvira Scheich und Karen Wagels herausgegebene Band „Körper Raum Transformation – Gender-Dimensionen von Natur und Materie“. Er verbindet oft als „essentialistisch“ eingeordnete öko-feministische Perspektiven mit postkolonialen und queeren Ansätzen und solchen der Disability-Studies – und liefert nützliche Perspektiven, unter anderem diese (Ausschnitt aus einer Rezension):
„Eva Sänger verdeutlicht in ihrem vielfältig reflektierten Beitrag „Sonograms that matter: Zur Sichtbarmachung des Fötus in der Schwangerschaft“, im Anschluss an die Betrachtungen Barbara Dudens und Judith Butlers, wie der Embryo durch die Verbildlichung und den Sichtbarmachungsprozess erst hervorgebracht wird. Durch die Bildlichkeit kann überhaupt erst eine gewisse Art der Nähe und der Beschreibung des Embryos als vermeintliche ‚Person‘ greifen. Sänger macht klar: „Allerdings gilt gerade für wissenschaftliche Bilder, dass sie keine Abbilder eines unsichtbaren Phänomens sind. Referentialität, also die Beziehung zwischen einem Bild und einem externen Referenten, wird im Herstellungsprozess des Bildes auf der Grundlage von Berechnungen und Messungen erzeugt. Wissenschaftliche und medizinische Bilder sind Ergebnisse von Bildverfahren, die auf der Verarbeitung von Daten durch mathematische Algorithmen beruhen. […] Die Paradoxie wissenschaftlicher Bilder besteht mithin darin, dass sie mit dem Anspruch auftreten, etwas sichtbar zu machen, jedoch dieses etwas, auf das sie sich beziehen, in dieser Form jeweils erst herstellen“. (S. 127 f.)“ (Die vollständige Rezension findet sich bei querelles-net.de, genau hier.)
Elvira Scheich, Karen Wagels (Hg.):
Körper Raum Transformation – Gender-Dimensionen von Natur und Materie.
Münster: Verlag Westfälisches Dampfboot 2011.
258 Seiten, ISBN 978-3-89691-232-9, € 27,90
zum Buch beim Verlag
Sehr geehrte Damen und Herren
im Gleichstellungsbüro der Stiftung Universität Hildesheim ist von 01.07.12-31.12.12 die Stelle einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin/eines wissenschaftlichen Mitarbeiters, 50%, TV-L E13, im Projekt Pro Karriere Mentoring zu besetzen. Bewerbungsfrist ist der 18.05.12.
Die detaillierte Ausschreibung findet sich im Anhang sowie online
Viele Grüße
Corinna Tomberger
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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe KollegInnen,
im Februar 2013 wird in Wien die Tagung Frauen am Land – Potenziale und Perspektiven an der Universität für Bodenkultur Wien stattfinden. Allzu selten stehen die vielfältigen Lebens- und Arbeitsverhältnisse, Herausforderungen, Rollen und Leistungen von Frauen, die in ländlichen Regionen leben, im Blickpunkt der Öffentlichkeit – deshalb diese Tagung!
Ähnlich der Konferenz Frauen in der Landwirtschaft 2011 an der Universität Bern sollen in wissenschaftlichen Vorträgen, Praxisforen und Podiumsdiskussionen Frauen im Mittelpunkt stehen und der Austausch zwischen Forschung und Praxis angeregt werden.
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Call for Papers im Anhang.
Wir freuen uns, wenn Sie diese Information zur Tagung in Ihrem Umfeld weiter verbreiten und verbleiben mit freundlichen Grüßen,
Manuela Larcher – Universität für Bodenkultur Wien
Theresia Oedl-Wieser – Bundesanstalt für Bergbauernfragen, Wien Mathilde Schmitt – Institut für Gebirgsforschung: Mensch und Umwelt, ÖAW, Innsbruck
Gertraud Seiser – Universität Wien
(Wissenschaftliches Organisationskomitee)
Call for Papers_Frauen am Land.pdf
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Sehr geehrte Damen und Herren,
das European Institute for Gender Equality (EIGE) schreibt derzeit die Erstellung der folgenden Studie aus:
Collection of methods, tools and good practices in the field of Women and the Media (as described by area J of Beijing Platform for Action)
The study will focus on the collection and dissemination of methods, tools and good practices in the field of Women and the Media (as described by area J of Beijing Platform for Action), in EU Member States and Croatia.
In particular, the existing tools and methods designed and implemented with the purpose of:
Wir bitten Sie um Weiterleitung an Ihnen bekannte Stellen / Institutionen, die Interesse an dieser Ausschreibung haben könnten. Der Einsendeschluss für Angebote ist der 20.06.2012.
Mit freundlichen Grüßen,
Raphael Magin
Craig Griffiths; Charles Smith
07.11.2012-07.11.2012, London, Queen Mary, University of London
Deadline: 13.07.2012
Decades have passed since the first published histories examining aspects of gay, lesbian, bisexual, trans, intersex or queer life, or analysing social movements made up by LGBTIQ people. Historical work on LGBT or queer “issues” is now more accepted in the academy than ever before, and has enriched our knowledge enormously. However, postgraduate historians working on LGBT research topics – at least in the UK – have no recognisable network to call upon, lack any clear idea of what this “generation” of researchers’ agenda, approach and methodology might be, and many academics and researchers appear curiously aloof from community projects such as LGBT History Month.
This conference aims to bring together postgraduate historians and early-career researchers working on any aspect of LGBT or Q history, in any country or era. We want to highlight and discuss the range of topics and methodological approaches being pursued by this generation of researchers; to consider the intersections and differences between historical work on L, G, B, T and Q topics, and to explore how LGBTQ history relates to wider narratives, and the modern historical profession.
This will be followed by an evening panel event chaired by Sue Sanders, co-chair of LGBT history month. She will be joined by Professor Julian Jackson, whose latest book concerns homosexual politics in France in the post-war period, and Lindsay River, an activist in the 1970s with – among others – Gay Liberation Front, and more recently the founder of Age of Diversity, which aims to provide a national voice for older LGBT people in the UK (other speakers tbc). This evening event will give us the chance to explore some of the definitional, historical, political and activist implications of “LGBT history” and to explore how researchers might better engage with LGBT history month and community history.
Postgraduates at any level, and early career researchers are invited to send abstracts of not more than 400 words to Charles and Craig by Friday 13th July 2012. We would especially welcome papers discussing adapting research work for a non- academic audience. We are also interested in interdisciplinary approaches to LGBT(Q) history and welcome papers from those whose research is not necessarily based in history departments. The conference is kindly supported by LGBT History Month and Queen Mary, University of London. Travel grants may be available for postgraduates.
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Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn, 01.11.2012-31.10.2014
Bewerbungsschluss: 22.08.2012
Arbeit in der sich globalisierenden Welt, 1880 bis heute. Historischer Wandel und gegenwärtige Effekte in Europa
Aus historischer Sicht hat der Wandel der Arbeitswelten in den postindustriellen (de-industrialisierten) Gesellschaften Europas weitreichende Konsequenzen für die Verfasstheit, das Verständnis und die Einschätzung des Verhältnisses von Arbeit, Arbeitern und Arbeiterbewegung. Arbeitswelten umfassen die Arbeits- und industriellen Beziehungen. Eine Neuorientierung der Arbeitergeschichte setzte in den 1980er Jahren ein und beschleunigte sich am Beginn des 21. Jahrhunderts. Die neuen wissenschaftlichen Vorzeichen stellten die “scheinbare Eindeutigkeit” und die Tragfähigkeit der aus der europäischen Hochindustrialisierung stammenden Begriffe und Konzepte in Frage, die sich angesichts der “postmodernen Unübersichtlichkeit” von Arbeitsverhältnissen als Fesseln erweisen. Dies schließt einen veränderten Arbeiterbewegungsbegriff ein, der soziale Beziehungen im Betrieb als sozialen und politischen Ort besonders berücksichtigt.[1] Arbeitswelten haben durch den Einzug neuer Experten, durch Professionalisierung und Verwissenschaftlichung eine Veränderung erfahren.[2]
Vor dem Hintergrund eines erweiterten Arbeitsbegriffs, der sich seit den 1980er-Jahren entwickelt hat und zusehends auch in der historischen Forschung angekommen ist, und mit Blick auf eine stärker betonte Ökonomie des Globalen werden bei neueren Untersuchungen vor allem Leistung, Qualifizierung, Vermarktlichung, Entgrenzung und die “Öffnung” hierarchisch strukturierter Arbeitsorganisation als Indikatoren einschneidender Veränderungen erkannt. [3] Als Folge von Globalisierung werden eine fortschreitende Polarisierung auch innerhalb der postindustriellen Gesellschaften und eine Ausdifferenzierung von Formen abhängiger Arbeit ausgemacht oder sogar der Untergang der Arbeitsgesellschaften prognostiziert.[4] In der neueren historischen Forschung richtet sich der Blick verstärkt auch auf globale Zusammenhänge, die “Gender”-Perspektive, und wagt den “langen” Blick.[5]
Bei diesen zeitgeschichtlichen Diagnosen stehen bislang der Begriff, das Verständnis und die Einschätzung der Arbeit im Vordergrund, jedoch weniger ihre Praxis:
Dabei bieten Erfahrungen der Moderne, wie sie sich seit den Hochphasen von Kolonialisierung und Industrialisierung entwickelten und in der heutigen Globalisierung verstärken, der historischen Forschung neue Perspektiven, Arbeitswirklichkeiten zu rekonstruieren. Neben interdisziplinären und transnationalen Vergleichsebenen bietet die sozial- und wirtschaftsgeschichtlich weit ausgeleuchtete Moderne des 19. und 20. Jahrhunderts Raum, Gegen- und Vergleichsbilder zu identifizieren. [6] Im Zentrum stehen die Fragen: Was ist am gegenwärtigen Umbruch der Arbeitswelten im Vergleich zum System der Arbeit, wie es sich in den letzten zwei Jahrhunderten entwickelt hat, spezifisch? Welche Aus- und Langzeitwirkungen haben globale wirtschaftliche, kulturelle und mediale Vernetzungen auf die kulturellen Ausprägungen, die Sozialstruktur, die Politiken und die Semantiken der europäischen Arbeitsgesellschaften?
Die Friedrich-Ebert-Stiftung und die Bielefeld Graduate School in History and Sociology (BGHS) möchten Forschungen zu diesen Fragestellungen besonders stärken.
Unser Interesse zielt auf Studien, den (nicht-) arbeitenden Menschen und die Veränderung seiner sozialen und gesellschaftlichen Position in den Blick nehmen, als auch der Entwicklung moderner europäischer Arbeitsgesellschaften insgesamt nachgehen.
Folgende Aspekte wären in den Studien von besonderer Relevanz:
- Die Auswirkungen, Rhythmen und Reichweiten der internationalen Arbeitsteilung, der globalen Finanzströme, von Konjunkturzyklen, der medialen Vernetzung der Welt, der Informatisierung oder des grenzüberschreitenden Wissens- und Kulturtransfers auf den Wandel der Arbeitswelten in Europa.
- Die Geschichte der Leistung, Qualifizierung, Flexibilisierung, Subjektivierung und weitere Indikatoren des Werte- und Formenwandels der Arbeit und der Arbeitsorganisation.
- Männer- und Frauenarbeitswelten unter den Vorzeichen von Mobilität, Migration oder Tertiarisierung und den diesen Themenfeldern inhärenten Problemen von Arbeit und Geschlechterbeziehungen.
- Periodisierung der Arbeitsgeschichte und der sektorale Wandel, wie zum Beispiel der Übergang von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft.
- Das Verhältnis von Arbeit(szeit) und Freizeit im Hinblick auf gesellschaftlichen Werte- und Einstellungswandel und deren Auswirkungen auf die Arbeitswelten.
- Prozesse und Auswirkungen von Deindustrialisierung, sektoralem Wandel und Arbeitsmigration in Europa in der Langzeitperspektive.
- Die Frage nach Netzwerken und Interaktionsräumen der Arbeitswelten über Staat- und Landesgrenzen hinaus; gemeint sind zum Beispiel Möglichkeiten und Grenzen transnationaler Arbeitsbeziehungen und Arbeitspolitiken oder Prozesse gesellschaftlicher und politischer Solidarisierung bzw. Entsolidarisierung durch Effekte einer globalisierten Wirtschaft.
Das Doktorandenprogramm “Arbeit in der sich globalisierenden Welt, 1880 bis heute. Historischer Wandel und gegenwärtige Effekte” wird von der Friedrich-Ebert-Stiftung unterstützt und ist an die Bielefeld Graduate School in History and Sociology angebunden, unter deren Dach die strukturierten Promotionsstudiengänge in der Geschichte und in der Soziologie angesiedelt sind. Die Arbeiten werden am Lehrstuhl für die Geschichte moderner Gesellschaften an der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie von Prof. Dr. Thomas Welskopp betreut.
Die Stipendienhöhe beträgt 1050 EUR zuüglich einer monatlichen Forschungskostenpauschale von 100 EUR.
Bitte richten Sie Ihre Bewerbung bis zum 22.08.2012 online an die Abteilung Studienförderung der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), Godesberger Allee 149, 53175 unter dem Stichwort “Doktorandenprogramm Arbeit und Globalisierung”.
Die Bewerbung sollte nach den Formalia, Kriterien und Anforderungen der Studienförderung der FES erfolgen. Näheres erfahren sie unter:
[www.fes.de]
[1] Josef Ehmer/Helga Grebing/Peter Gutschner, Einige Überlegungen zu Aspekten einer globalen Geschichte der Arbeit, in: Dies. (Hg), “Arbeit”: Geschichte – Gegenwart – Zukunft, Leipzig 2002, S. 9-18, hier S. 13 ff. Vgl. auch Marcel van der Linden, Workers of the World, Essays toward a Global Labor History, Leiden 2008; Thomas Welskopp: Der Betrieb als soziales Handlungsfeld. Neuere Forschungen zur Industrie- und Arbeitergeschichte, in GG 22,1996, S. 118-142.
[2] Lutz Raphael: Die Verwissenschaftlichung des Sozialen als methodische und konzeptionelle Herausforderung für eine Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts, in: GG 22, 1996, S. 165-193.
[3] Marcel van der Linden/Christoph Lieber (Hg.), Kontroversen über den Zustand der Welt, Weltmarkt – Arbeitsformen – Hegemoniezyklen, Hamburg 2007. Luc Boltanski und Eve Chiapello: Der neue Geist des Kapitalismus. Konstanz 2003.
[4] Vgl. Christoph Lieber, Die “Ware Arbeitskraft” als soziales Entwicklungsverhältnis. Krisen und Perspektiven der Lohnarbeit, in: Marcel van der Linden/Christoph Lieber (Hg.), Kontroversen über den Zustand der Welt S. 152-172, hier 152f. und Gero Jenner, Die arbeitslose Gesellschaft. Gefährdet Globalisierung den Wohlstand? Frankfurt am Main 1999, S.10 ff. Karl-Heinz Roth, Der Zustand der Welt, Gegen-Perspektiven, Hamburg 2005, S. 58; Pierre Defraigne, Globalisation, the European social model and international regulation, in: Jürgen Hoffmann, The Solidarity Dilemma, Globalisation, Europeanisation and the Trade Unions, Brussel 2002, S. 7-27; zur Kontroverse um den Begriff Globalisierung vgl. Jürgen Osterhammel/Niels P. Peterson, Geschichte der Globalisierung, München 2003, S. 7-15 und Gerhard Schulz, Geschichte im Zeitalter der Globalisierung, Berlin 2004, S. 1-10.
[5] Vgl. von der Linden, Workers; Karin Hausen, Frauenerwerbstätigkeit und erwerbstätige Frauen. Anmerkungen zur historischen Forschung, in: Gunilla-Friederike Budde (Hg.), Frauen arbeiten. Weibliche Erwerbstätigkeit in Ost- und Westdeutschland, Göttingen 1997, S. 19-45; Michael S. Aßländer, Von der vita activa zur industriellen Wertschöpfung. Eine Sozial- und Wirtschaftsgeschichte menschlicher Arbeit, Marburg 2005.
[6] Jürgen Kocka, Arbeit früher – heute – morgen: Zur Neuartigkeit der Gegenwart, in: Ders./Claus Offe (Hg.), Geschichte und Zukunft der Arbeit, Frankfurt am Main 2000, S. 476-492, hier S. 476 ff. Vgl. auch Michael S. Aßländer, Von der vita activa zur industriellen Wertschöpfung. Eine Sozial- und Wirtschaftsgeschichte menschlicher Arbeit, Marburg 2005, S. 233 ff.
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Im Projekt „Sensibilisierung der gesundheitlichen Selbsthilfe für eine genderorientierte Selbsthilfearbeit“ der BAG SELBSTHILFE e.V. wird zum 1. Juni 2012 eine Stelle als Projektassistent/in ausgeschrieben (befristet bis zum Ende der Projektlaufzeit, 31.10.2013). Die Stelle umfasst 14 Wochenstunden mit einer Vergütung von 15,00 EUR pro Stunde. Die Arbeit ist deshalb v.a. für Studierende geeignet (z.B. Studierende der Gender Studies, Disability Studies, Gesundheits- und Sozialwissenschaften, o.ä.), es können sich aber auch Berufsanfänger/innen, –wiedereinsteiger/innen sowie andere interessierte Personen bewerben.
Tätigkeiten im Rahmen der Stelle umfassen die organisatorische und inhaltliche Zuarbeit der Projektleiterin (u.a. Recherche bereits bestehender geschlechterbezogener Angebote im Bereich der gesundheitlichen Selbsthilfearbeit via Internet, Assistenz in der Auswertung einer Verbände- und Mitgliederbefragung sowie in der Entwicklung eines Schulungskonzeptes zur Sensibilisierung für Geschlechterfragen in der Selbsthilfe).
Voraussetzungen sind ein ausgeprägtes Interesse an Geschlechterfragen sowie Fragen von Behinderung und chronischen Erkrankungen, Beherrschung der gängigen Computerprogramme (Word, Excel, PowerPoint, Outlook, Internet), Kommunikativität, Teamfähigkeit, eigenverantwortliches Arbeiten, Beherrschung der neuen deutschen Rechtschreibung. Kenntnisse empirischer Sozialforschung und entsprechender Datenauswertungsprogramme sind von Vorteil, aber kein Muss.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen e.V. (BAG SELBSTHILFE) ist die Dachorganisation von 121 Organisationen behinderter und chronisch kranker Menschen und ihren Angehörigen, die bundesweit Aktivitäten entfalten. In unserem Verband sind mehr als 1.000.000 körperlich, geistig, psychisch behinderte und chronisch kranke Menschen organisiert, die auf örtlicher/regionaler Ebene in Selbsthilfegruppen und –vereinen zusammengeschlossen sind. Das Projekt „Sensibilisierung der gesundheitlichen Selbsthilfe für eine genderorientierte Selbsthilfearbeit“ untersucht, ob und in welcher Form Mitgliedsorganisationen bereits Geschlechterperspektiven in die gesundheitliche Selbsthilfearbeit einfließen lassen, wo ggf. Wünsche und Bedürfnisse bestehen, die noch nicht berücksichtigt werden, und welche Chancen und Herausforderungen ein Gender Mainstreaming für die Bereitstellung und Nutzung von gesundheitsbezogenen Selbsthilfeangeboten, bietet. Im Rahmen des Projektes werden eine Verbändebefragung und eine Mitgliederbefragung durchgeführt, auf deren Grundlage u.a. ein Schulungskonzept für Funktionsträger/innen aus Selbsthilfeorganisationen entwickelt und angewandt wird.
Bei Interesse an der ausgeschriebenen Stelle senden Sie bitte Ihre Bewerbung (bevorzugt elektronisch) bis spätestens zum 31. Mai 2012 an die Projektleiterin Eva Buchholz (eva.buchholz@bag-selbsthilfe.de).
Postanschrift: BAG SELBSTHILFE e.V., Büro Berlin, Stichwort „Gender-Projekt“, Albrechtstr. 22, 10117 Berlin.
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reclaim society! möchte euch zum workshop „Weißsein auf der Spur“ einladen; er wird am Samstag, den 19.05.2012 von 14 bis 20 Uhr im KuZe Potsdam (Hermann-Elflein-Straße 10)stattfinden (Wegbeschreibung: http://www.kuze-potsdam.de/Kuze/Anfahrt):
Weißsein auf der Spur
von und mit Natasha A. Kelly
Rassismus ist ein strukturelles Machtverhältnis, das räumlich, zeitlich und historisch kontextualisiert ist und auf asymmetrischen Machtrelationen basiert, d.h. männlich sozialisierte Personen können nicht sexistisch diskriminiert werden und weiße nicht rassistisch. Dem ungeachtet bestehen auch unter Frauen Machtverhältnisse, da Rassismus für Schwarze Personen Realität ist und zeitgleich eineweiße Position herstellt, die in feministischen Kontexten häufig unsichtbar bleibt. Im Rahmen dieses Workshops werden wir anhand von Sprache, Bildern und kognitiven Denkmustern rassistische, sexistische und feministische Machtrelationen sichtbar werden lassen.
Bitte meldet euch bis zum 17.05.2012 unter der Adresse reclaim.society@yahoo.com an! Alle Fragen, die euch im Zusammenhang mit dem workshop beschäftigen, könnt ihr an dieselbe Adresse stellen.
Soldarische Grüße,
Reclaim Society!
http://reclaimsociety.wordpress.com/
Liebe ztg-blog Leser,
hiermit möchten wir auf das studentische Projekt http://alltagsalternativen.jimdo.com/ aufmerksam machen, welches im Verlauf des Seminars “Sprache und Diskriminierung” im WS 2011/12 enstand. Da im Laufe des Seminars noch viele andere interessante Projekte von Kommiliton_innen entwickelt wurden, möchten wir anbieten diese Projekte auf unsere Hompage zu verlinken.
Vielen Dank
Elisa, Ludovica und Katrin
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Alle Jahre wieder wird an Christi Himmelfahrt der Vatertag gefeiert, meistens mit viel Alkohol und Party. Doch es geht auch anders. Der Verein „Väter in Köln e.V.“ will mit seinem, zum ersten Mal stattfindenden, interkulturellen „Vatertag der Vielfalt“ in Köln die aktiven Väter dazu motivieren sich mit ihren Kindern und Familien einen Tag gemeinsam zu gönnen. Hierzu sind alle aktiven Väter und ihre Kinder herzlich eingeladen.
Es werden unter anderem internationale Lieder von den Sogliners gesungen, ein Kasperle – Theater mit dem Stück „Der peinliche Papa“ aufgeführt und ein Spielezirkus wird zu entdecken sein. Der türkische Clown Seker animiert zum Mitlachen und Mitmachen. Organisiert und präsentiert, wird dieses Vatertags – Event von dem Verein „Väter in Köln e.V.“.
Selbstverständlich sind auch die Mütter herzlich willkommen, schließlich soll der Vatertag auch ein Familienfest sein. Zudem sind auch das Begegnungs- und Fortbildungszentrum Muslimischer Frauen e.V. und die Offene Tür St. Anna mit dabei.
Förderer dieses Events sind die Bezirksvertretung Ehrenfeld und die Bürgerstiftung Ehrenfeld, ebenso wie die RheinEnergie Stifung Familie. Der Veranstalter hofft auf zahlreiches Kommen, von großen und kleinen Gästen.
Stattfinden wird der „Vatertag der Vielfalt“ am 17.05.2012 ab 11:00 Uhr auf dem großen Spielplatz Glasstraße/Wissmannstraße in Köln-Ehrenfeld. Wer weitere Informationen zu Väter in Köln e.V. sucht wird hier fündig.
Die Frau war Leiterin einer Behinderteneinrichtung in Zürich gewesen. Beim Kanton, welcher die Einrichtung mitfinanziert, ist man über die Kündigung unglücklich, kann aber nichts machen. Auf private Arbeitsverhältnisse könne man keinen Einfluss nehmen, sagte die Leiterin der kantonalen Kinder- und Jugendhilfe gegenüber der NZZ am Sonntag.
Eine Anfechtung der Kündigung könnte Erfolg haben, obwohl die Heilsarmee als "Tendenzbetrieb" darauf bestehen kann, dass ihre Angestellten hinter den geistig-ideellen Grundsätzen des Arbeitgebers stehen müssen.Bei der Schweizer Lesbenorganisation LOS ist man dennoch über die Intoleranz der Heilsarmee enttäuscht und verärgert. Quelle: 20min.ch vom 13. Mai 2012
Links: [www.20min.ch] (mit zT recht heftigen Diskussionsbeiträgen)
[www.tagesanzeiger.ch]
[www.los.ch]
Schlagzeilen schrieb letzte Woche Argentinien. Dort ist es nun möglich, den Geschlechtseintrag ändern zu lassen, ohne sich vorher rechtlichen, psychatrischen oder medizinischen Prozeduren unterzogen zu haben. Damit ist das Land Vorreiter im Umgang mit transgender Menschen. In Deutschland muss das Transsexuellengesetz seit Jahren überarbeitet werden. Das Bundesverfassungsgericht hat die Vorgaben Zwangsscheidungen und Sterilisationen derzeit ausgesetzt. Nachdem in Argentinien vor zwei Jahren bereits die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare erlaubt wurde, sollen in Zukunft weitere Gesetze modernisiert werden. Präsidentin Cristina Fernandez will auch Abtreibungs-, Adoptions- und Scheidungsgesetze angehen.
Trotz der Fortschritte sei es für Transgendermenschen in Argentinien aber weiter schwer, beschreibt die taz:
Die peronistische Senatorin Sonia Escudero malte dennoch ein düsteres Bild der Gegenwart. Über 90 Prozent der Transsexuellen arbeiten in der Prostitution. Wer sich zur transsexuellen Gemeinschaft zählt, habe eine Lebenserwartung von 35 Jahren, so die Senatorin.
Ähnlich ernüchtert zeigen sich Aktivist_innen in Kolumbien. Seit sechs Jahren sind dort Abtreibungen legal, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist, nach Vergewaltigungen, Inzest oder aus medizinischen Gründen. Dennoch weigern sich viele Ärzt_innen und Krankenhäuser, diese auch durchzuführen. So werden von jährlich über 400.400 Abtreibungen nur rund 300 legal und sicher durchgeführt. Erst ein einziges Mal wurde eine Einrichtung mit einer Geldstrafe belegt, weil sie eine Abtreibung verweigerte. Es mangele an politischem Willen, Frauen ihre Reproduktionsrechte zu ermöglichen, so eine Aktivistin.
Harte Männer und willige Frauen? Der harte Rocker als Beschützer und starker Mann? Und wie steht es mit der sexy Frontfrau? Mal wieder zwei Klischees, die es nicht ohne Grund gibt – oder?
Stereotype Metaller heben sich gerne durch ihre auffallend schwarz/dunkle Kleidung, langen Haare, Nietengürtel, schwarze Schminke, Latexhosen und vielem mehr von der Masse ab. Metal bedeutet für viele authentisch sein, ein klar definierbares Äusseres zu haben und die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, die sich auch durch ihre Einstellung vom Mainstream unterscheidet. Ausbrechen aus der Norm und nicht konventionell sein, das macht die richtig harten Jungs aus.
Im Metal ist der heterosexuelle Mann immer noch die Norm. Die Anzahl der rein männlichen Bands ist denen der „Gemischten“ weit überlegen. Das laute kraftvolle „growling“, „moschen“ oder „headbanging“ versprühen nur so pure Männlichkeit und Stärke.
Aber was ist mit den Frauen? Eine Frau in einer Metal-Band ist immer noch Seltenheit, der Anblick wirkt auf viele irritierend, es fällt auf. Dennoch gibt es einige Frauen, die sich in der Szene durchzusetzen wissen und bewusst mit ihrer Weiblichkeit spielen, sich provokativ durch ihren Körper inszenieren und mit ihrer Stimme überzeugen. Nach eifriger Recherche nach rein weiblichen Metal-Bands, bin ich erstaunlicherweise auf einige Gruppen gestossen, die sich sehr selbstbewusst und gekonnt auf der Bühne, Fotos, Covers zeigen. Denn auch der Körper ist in der Metal-Szene ein wichtiges Darstellungsmedium.
Auffallend ist, dass sich Frauen auf unterschiedliche Art und Weise inszenieren: Es gibt solche, die ihr Frau-Sein bewusst zur Schau stellen und mit ihren Reizen spielen. Hier ein Beispiel der Band „Kittie“ oder „Crucified Barbara“
http://www.myspace.com/ghammercrust/photos/26766315#{%22ImageId%22%3A23958041}
Zum anderen gibt es diejenigen, die ihr Auftreten dem ihrer männlichen Kollegen anpassen, und sich als „eine von ihnen“ inszenieren (ist das nicht auch wieder Anpassung an die Norm?). So zum Beispiel die Band „Gallhammer“. Sie posiert auf Fotos mit Waffen oder Schnapsflaschen – bewusste Inszenierung, die mit dem klassischen Frauenbild bricht.
http://www.myspace.com/ghammercrust/photos/26766315#{%22ImageId%22%3A23958041}
Dennoch ist das Bild der attraktiven Frontsängerin weitaus mehr verbreitet, die im Vordergrund stehend auf der Bühne singt, die Albencover ziert oder auf Fotos posiert. Denn eins ist immer noch klar: Sex sells und sexy Frauen sind nun mal in einer männer-dominierten Szene beliebt und schön anzusehen. Aber man sieht genauso, dass weibliche Bands im Kommen sind und die klassische Matrix des Metal auch durch anders geschlechtliche Inszenierungen durchbrochen wird.
Fazit: Nicht nur der Mann ist ein richtiger Metaller, auch Frauen können das!
Internationale Konferenz in Wien: "Intensive Suche nach Wohnung" laut Bundeskanzleramt bereits am Laufen - Zuversicht auf Umsetzung "noch in dieser Legislaturperiode"
Die 1950er- und 1960er-Jahre als bleierne Zeit: Mit der Dokumentation "Warme Gefühle" widmete sich ORF 2 einem bisher ausgeblendeten Stück Zeitgeschichte
Metal? Mal Wikipedia fragen… “[...] verwandt mit der Rockmusik. Die Bezeichnung ist die Kurzform des Begriffs Heavy Metal, der heutzutage allerdings nur noch die ursprüngliche Form dieser Musik bezeichnet. Ihre Ursprünge liegen im Bluesrock und dem Hard Rock Anfang der 1970er; sie zeichnet sich vor allem durch eine gitarren- und schlagzeugzentrierte Klangfarbe aus.”
Bei meinen musikwissenschaftlichen Nachforschungen habe ich mich mit dem Geschlechterbild in diesem Genre beschäftigt und möchte kurz einen Abriss geben. Grundsätzlich gibt es zwei Geschlechter, die sich in einem patriarchalen System bewegen. Frauen spielten im Metal lange eine marginale Rolle und tun es teilweise immer noch, sowohl auf der Bühne als auch im Publikum. Langsam scheint sich dies zu ändern. In den Lyrics werden Frauen oft als “Hure oder Heilige” dargestellt (ersteres, wenn sie den männlichen Protagonisten verlassen oder betrogen haben, letzteres, wenn sie ihn “gerettet” oder erhört haben). In Texten und Videos ist nicht selten Gewalt (gegen Frauen, aber nicht nur) zu finden, die Bildsprache von CD-Booklets zeigt Frauen meist als Opfer von Gewalt (zum Beispiel Cradle of Filth, Morticia, Cannibal Corpse, Faust), als Sex- bzw. Dekorationsobjekte (Epica, Heavenly, Cauldron) oder als überirdische/mystische Wesen (Nightwish, Apocalyptica, Elvenking).
Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Herstellung und Bestätigung von Männlichkeit, denn lange Haare und Make-Up erfordern ein Gegengewicht: “A lot of what I do can be construed as feminine. [...] But to prove it to myself, to establish this (his masculinity), I had to build myself physically. I had to learn to fight” so Aerosmith-Sänger David Lee Roth. Auf Cd-Covers äussert sich “Männlichkeit” beispielsweise durch Darstellungen von (oft archaischen oder mystischen) Kriegern (Hammerfall, Finntroll, Blind Guardian, Koorpiklaani), mit Macht und Stärke assoziierten Tieren (Sleipnir, Sonata Arctica, Equilibrium, Rhapsody of Fire), und der männlich besetzten Domäne Krieg (Sabaton, Attack, War Cry).
Carnifex ist eine amerikanische Deathcore-Band, und nach Lektüre des Textes und Ansicht eines ihrer Videos werdet ihr mir wohl glauben, dass der Rest ihrer Werke sich nicht sonderlich davon unterscheidet. Es geht in diesem Song um Gewalt an Frauen, in diesem Fall der betrügerischen Ex. Zahlreiche Metal-Songs beschäftigen sich mit Liebeskummer, Verlassen- und Betrogenwerden, meist aus der Perspektive der Männer. Ob sich wirklich nur gewaltsamer Mord als Lösung anbietet, möchte ich in Frage gestellt werden.
Bei Deathcore hat, wie der Genrename schon vermuten lässt, wohl auch niemand etwas anderes als mörderische Gewalt erwartet. Auch im Brutal Death Metal, Black Metal und Konsorten ist Gewalt ein häufiges Thema und ein probates Mittel, um gekränkte Männlichkeit zu rächen. Doch nicht nur in den “dunklen Ecken” des Metal lässt sich dieses Muster feststellen.
Sonata Arctica, erfolgreiche finnische Hardrock/Power-Metal-Band, haut in dieselbe Kerbe, was mich eigentlich erstaunt. Gerade im Genre des Metal, wo Themen wie Gewalt, Blasphemie und Tod häufige Themen sind, ist eine wichtige Frage, wie relevant eigentlich die Texte sind. Oft sind sie ja kaum verständlich. Manche Metalheads sind der Ansicht, dass die Musik massgeblich ist und Texte sekundär. Ich kann dies einerseits verstehen, kann aber nicht von den Texten absehen. Deshalb musste ich mich von einigen Bands verabschieden, die ich eigentlich mochte …
Endlich ist der Frühling da und allüberall gibt es jetzt gute Tipps, wie die „lästigen Härchen“ an Beinen, Achseln und Pussys loszuwerden seien. Nur Missy präsentiert lieber passend zum Sommer ein Dossier zum Thema Körperbehaarung: Wann fing das an mit der Enthaarungswut, sind Haare wirklich “unhygienisch” und was hat Gesine Schwans “Vogelnestfrisur” mit ihrer politischen Kompetenz zu tun? Erfahrt ihr alles in der neuen Ausgabe. Auch sonst sind wir weit rumgekommen: Aus Uganda und Brasilien berichten unsere Autorinnen, aus dem Boxring und aus der Piratenpartei. Das alles und was Beth Ditto jetzt mit der Bibel & dem Teufel zu schaffen hat, lest ihr in der neuen Ausgabe – ab heute im Handel und garantiert behaart!
Ich habe keine Kinder und glaube, dass ich das letzte Kinderbuch vor 15 Jahren vorgelesen bekam. Und da mein Papa immer sehr genuschelt hat, habe ich auch davon nur die Hälfte verstanden. Wie ihr lesen könnt: Hier rezensiert keine Expertin.

„Unsa Haus - und andere Geschichten“ von Ben Böttger & Rita Macedo u.a.
Interessant fand ich es trotzdem, das Kinderbuch „Unsa Haus – und andere Geschichten“ von Ben Böttger und Rita Macedo zu lesen, denn die Autor_innen haben sich einer Aufgabe angenommen, die gerade für Kinderbücher von größter Bedeutung ist, nämlich einen Raum zu schaffen für nichtnormative* Darstellungen von Familienzusammenhängen, Identitäten und zwischenmenschlichen Beziehungen.
In den einzelnen Kurzgeschichten lernen wir die fünf Freund_innen, ihren Alltag, ihre Sorgen und Freuden kennen. Da ärgert sich Dani darüber, dass er immer nur langweilige Kleider beschenkt bekommt; Fatma erzählt von ihrem Traum Astronautin zu werden und Fredi wird von ihren Vätern in der Kampfsportschule angemeldet – und bekämpft so mit viel Phantasie die Monster in ihren Alpträumen.
Sehr oft habe ich mich beim Lesen dabei erwischt, wie ich überrascht war, zum Beispiel dass dieses kurzhaarige Kind mit einem weiblichen Personalpronomen versehen wird. Oder dass die Eltern aus zwei Vätern bestehen. Ein perfektes Buch also, um auch die eigenen stereotypen Vorannahmen kritisch zu hinterfragen.
Schön finde ich ebenfalls, dass die Kinder nicht einfach als bloße Vertreter_innen einer sozialen Gruppe auftreten. So dreht sich das Leben eines Kindes, welches beispielsweise kaum gesellschaftlichen Vorstellungen von „normalgewichtig“ entspricht, nicht automatisch nur um Gewicht oder Diäten. Die Kinder werden also nicht auf ein Merkmal reduziert – erfrischend!
Etwas absurd wurde es leider gegen Ende: Auf einmal taucht ein grüner Mensch auf. Für mich roch das ein wenig nach „Was für eine schöne bunte Welt, Menschen gibt es in allen Farben“, was auf den ersten Blick kreativ wirkt, aber real existierende (rassistische) Diskriminierungserfahrungen verharmlost. Ich hatte an manchen Stellen auch das Gefühl, dass mit einer Identitäts-Checkliste gearbeitet wurde, um ja keine Identität auszulassen.
Empfehlen kann ich das Buch jedoch ohne große Zweifel: So oft wie ich Erziehende klagen höre, welchen diskriminierenden oder genormten Darstellungen Kinder in Büchern, Filmen oder Songs auch heute noch ausgesetzt sind, kann dieses Buch nur eine angenehme Abwechslung darstellen. Zusätzliches Plus: „Unsa Haus“ wird es bald auch in türkischer Sprache zum Download geben.
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* Nichtnormativ heißt laut NoNo-Verlag, dass Menschen „in ihrer Vielfalt dargestellt und angesprochen werden, unabhängig davon, inwiefern sie gesellschaftlichen Normen (beispielsweise bezogen auf Sexualität, Hautfarbe, Fähigkeiten) entsprechen. Da es auf dem Buchmarkt ein vielfältiges Angebot für Menschen gibt, die nicht „aus der Norm fallen“, heißt nichtnormativ in diesem Kontext auch, gerade diejenigen Bevölkerungsgruppen darzustellen und anzusprechen, die ansonsten an den Rand gedrängt werden.“
Dein Herz schlägt für multimediale Projekte und du hast selbst schon eines in die Tat umgesetzt? Dann gewinne tolle Preise und bewirb dich mit deinem Projekt beim Deutschen Multimediapreis - MB21! Einsendeschluss ist der 15. Juni 2012.
Vortrags- und Diskussionsabend des asab_m zur Repression gegen „Pussy Riot“ am 30. Mai (ab 21h) im Mittwochskafe des Kafe Marat (Thalkirchnerstraße 102). Es sprechen unter anderem Olga A. Reznikova (freepussyriot.org). Im Anschluss gibt’s feministische Punkmusik!

Ankündigungstext zum Vortrag:
Free Pussy Riot
„Mutter Gottes, sei Feministin!“
Am 21.Februar 2012 erregte die Band „Pussy Riot“ mit einer Performance in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale und der darauf folgenden Verhaftung großes Aufsehen. Nachdem die Untersuchungshaft vorerst bis zum 24.Juni 2012 verlängert wurde, droht den Aktivist_innen, die sich in der Tradition des feministischen Riot Grrrl Movements und der französischen Situationist_innen sehen, bis zu sieben Jahren Haft. Während die deutsche Presse die Aktionen von Pussy Riot auf eine reine Anti-Putin Bewegung reduziert, möchte der Vortrag die feministischen, antisexistischen und antiautoritären Inhalte des Kollektivs in den Vordergrund und die Repression in einen gesellschaftlichen Zusammenhang stellen.
„Gay-Pride ist in Ketten nach Sibirien geschickt worden“ singen Pussy Riot.
Denn inzwischen wurde bereits in vier Städten Russlands, darunter St.Petersburg, die „Propaganda der Homosexualität“ kriminalisiert. Derzeit liegt der Duma (entspricht dem Parlament) ein entsprechender Gesetzesentwurf für ein landesweites Verbot vor. Während der letzten Maidemonstrationen wurden mehrere dutzend Aktivist_innen mit LGBT Symbolik in St. Petersburg verhaftet. Zudem hat in Russland besonders in den letzten Jahren die orthodoxe Kirche immer mehr Einfluss gewonnen.
„Um den Heiligsten nicht zu betrüben/Müssen Frauen gebären und lieben.“
Die ohnehin schon stabile Männerdominanz wird verfestigt und mit neuen gesetzlichen repressiven Praxen ausgestattet. So gewinnt die Idee des Abtreibungsverbots in Russland immer mehr Resonanz in der Regierung und es besteht eine realistische Gefahr, dass ein entsprechendes Gesetz von
der Duma verabschiedet wird. Aus diesem aktuellen Anlass möchten wir nach dem Vortrag mit euch diskutieren, wie queere und feministische Kämpfe und die von Repression betroffenen Aktivist_innen in Russland und anderswo unterstützt werden könnten.
Rapperin Lady Bitch Ray ist nach längerer Medienabsenz wieder da - mit einer wissenschaftlichen Arbeit über Kopftuchträgerinnen und einem Buch über Feminismus
Vom 14.-21. Juli organisieren wir zum vierten Mal die Polyfantasiatage. Alle Veranstaltungen werden diesmal im Filler in der Schillerstrasse 44 in Erfurt stattfinden. Das Programm nimmt langsam Gestalt an. Bisher ist folgendes geplant:
14. /15.7. – Einstiegsworkshops mit widerdienatur
16.7. 19 Uhr – Queerer Porno mit Laura Merit
17.7. 17-22 Uhr – Theaterworkshop zu Geschlechtsdekonstruktion
18.7. 19 Uhr – Kurzfilm- und Musikabend mit widerdienatur
19.7. 19 Uhr – Queere Elternschaft mit Claudia Skoda
20.7. 22 Uhr – Polyfantasiaball
Am 21.7. findet dann der Erfurter CSD statt.
Wo sind sie geblieben? Die Plattform 20.000 Frauen rief zur Besetzung des Wiener Rings, doch nur wenige kamen zur "Zeltstadt der Frauen"

Wer momentan in Frankreich sexuell belästigt wird, hat jetzt keine rechtlichen Mittel mehr, dies so anzuzeigen:
Das französische Verfassungsgericht (Conseil constitutionnel, Verfassungsrat) hat am Freitag das 1992 erlassene Gesetz gegen sexuelle Belästigung als verfassungswidrig aufgehoben. Als Begründung für die Entscheidung, die von französischen Frauenrechtsgruppen teils heftig kritisiert wurde, nannten die neun RichterInnen („neun Weisen“, darunter zwei Frauen) die Unschärfe des Gesetzestextes.
Zwar will Hollande nun so schnell wie möglich eine neue, verbesserte Gesetzeslage schaffen, doch bis dahin wären die Täter_innen straffrei.
Die Aufhebung bedeutet, dass alle nach dem Gesetz anhängigen Verfahren eingestellt werden müssen und nicht vor Erlass neuer Rechtsvorschriften fortgesetzt werden können. Die neue Nationalversammlung, die die Gesetzestexte ausarbeitet, wird erst im Juni gewählt. Es wird mit Monaten ohne entsprechendes Gesetz gerechnet.
Das so geschaffene rechtliche Vakuum bringt die Feministinnen im Land auf die Barrikaden. Vor dem Verfassungsgericht fanden sich nach einem Aufruf am Samstag spontan rund 200 DemonstrantInnen ein. „Die Botschaft der Straffreiheit für Belästiger ist abstoßend“, formulierten sie in einem Statement. Von einer „skandalösen“ Entscheidung und einem „historischen Rückschritt“ für die Frauenrechte war die Rede. Kritisiert wurde vor allem, dass die Opfer von der Justiz allein gelassen würden.
Bild via riotclitshave
Interview mit Oksana Sabuschko, ukrainische Feministin und Autorin, über Femen, Escortservice und Postkolonialismus.
Iféoluwa Babalola, musikalisch unterwegs als “The White Noise Supremacists“, lebt und musiziert zur Zeit in Berlin und ist auf dem ebenfalls empfehlenswerten zweiten Riot Grrrl Sampler zu hören.
The White Noise Supremacists – Glare from ORANGE 'EAR on Vimeo.
Das Bundesjustizministerium will die Rechte leiblicher Väter auf regelmäßige Treffen mit ihren Kindern stärken. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, sei in einem Referentenentwurf das Recht des Vaters auf „Umgang” auch für den Fall vorgesehen, dass dieser bisher noch keine Vertrauensbeziehung zu dem Kind aufbauen konnte.
Der biologische Vater, der nicht mit der Mutter verheiratet ist und die Vaterschaft nicht anerkannt hat, kann derzeit ein Recht auf regelmäßigen Kontakt nur in Ausnahmefällen gegen den Willen der Mutter einklagen. Wenn er bereits tatsächlich Verantwortung für das Kind getragen hat und damit eine „sozial-familiäre” Beziehung aufgebaut hat, wird dies gestattet.
Diese Regelung hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in zwei Urteilen von 2010 und 2011 beanstandet. Zu Begründung hieß es, der Erzeuger habe dadurch in manchen Fällen gar keine Chance, eine solche Beziehung aufzubauen.
Laut Referentenentwurf soll es aber auch künftig kein automatisches Umgangsrecht geben. Voraussetzung sei, dass der Kontakt zum leiblichen Vater dem „Kindeswohl” diene. Das Bundesverfassungsgericht hat bereits vor 20 Jahren entschieden, dass die Kenntnis der genetischen Abstammung für die Entwicklung der Persönlichkeit prägend sein kann.
Eine werdende Mutter schreibt auf fuckermothers einen offenen Brief an “die Nationale Stillkommission am Bundesinstitut für Risikobewertung”: “Deutschland und meine Brüste.”
Anlässlich des Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung schrieb Jule über die Begegnung mit einer jungen Frau, die auf Grund einer Hirnschädigung im elektrischen Rollstuhl sitzt.
„Ich bin die Böse“ stellt Anne Schüssler anläßlich der Urheberrechtsdebatte fest und fordert, endlich einen Dialog über Vorschläge zur Reform zu beginnen. Autorin Petra van Cronenburg schämt sich angesichts von „Wir sind die Urheber“ und fordert ebenfalls andere Ansätze.
Antje Schrupp hat diese Woche über Reichweite und Relevanz gebloggt. Außerdem kommentiert sie Udo Vetters abstruse Analyse des Ariana Friedrich-Falls.
Katrin bloggt auf Reizende Rundungen und ärgert sich über die “Über”größen-Kollektion von Tchibo.
Seit den letzten Monaten sind die Medien voll von Berichten über sexueller Missbrauch und Vergewaltigung – Angry Young Woman fasst zusammen.
Frau mit Bart schreibt über das Buch: “Adolf Hitler, die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“.
Geschlecht und Sexualität in Schulbüchern werden weiterhin heteronormativ dargestellt, so DasEndeDesSex.
Der Lesben- und Schwulenverband Niedersachen und Bremen informiert: “Mit den Stimmen von CDU und FDP hat der Niedersächsische Landtag heute die Ergänzung von Art.3 Abs. 3 der Landesverfassung um das Merkmal der sexuellen Identität abgelehnt. Die Regierungsparteien sprechen damit Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender den Schutz vor Diskriminierung ab.”
Anders Deutsch kommentiert es kritisch, wenn marginalisierte Gruppen ihre Unterdrückung als “besonders ausgeblendet darstellen und behaupten, dass bei anderen Machtverhältnissen viel mehr getan wird”: “Wozu immer wieder Opferhierarchien?”
Auf Wir lieben Konsens wurde eine schöne Unterhaltung von Kindern mitgehört.
Naekubi von Danger! Bananas ist für mehr Frauen in IT und Technik und weniger plumpen Sexismus.
Termine
Der SlutWalk Berlin veranstaltet am 9. Juni einen OpenSpace für alle, die über den vergangenen und zukünftigen SlutWalk in Berlin diskutieren wollen.
Heute, Samstag, findet um 14 Uhr eine Veranstaltung von Arge Dicke Weiber in Wien statt: Schlankheitsterror und Gewichtsdiskriminierung.
Außerdem in Wien: Die Zeltstadt der Frauen, die heute den Wiener Ring zum Frauenring machen.
Feministische Veranstaltungen im Sommer zur Open Software-Bewegung und einfach mal zum Rumgeeken, hat (Achtung Achtung) netzpolitik gesammelt.
Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!
Die Ehelizenz wurde ihnen unter Hinweis auf die Rechtslage - in Nord Carolina können nur verschiedengeschlechtliche Paare heiraten - verweigert. Ein Paar erhielt die Auskunft auf Wunsch sogar schriftlich, die meisten ernteten nur hilfloses Achselzucken. Die meisten Teilnehmer_innen verließen danach das Standesamt, nur die 52-jährige Mary J. und eine Freundin blockierten den Eingang und kündigten an, dass sie nur gehen würden, wenn Mary J. eine Ehelizenz erhalten würden. Da sie eine halbe Stunde nach Dienstschluss noch immer da standen und auf gutes Zureden nicht gingen, riefen die Beamt_innen schließlich die Polizei und die beiden Frauen wurden wegen Besitzstörung verhaftet. Sie wurden in Handschellen zum Polizeiauto und ins Sheriff-Büro gebracht, sind aber inzwischen wieder frei.
In Nord Carolina wurde am letzten Sonntag per Referendum ein Verfassungszusatz beschlossen, der nicht nur die Ehe zwischen Personen des gleichen Geschlechts verbietet, sondern auch die rechtliche Anerkennung jeder anderen Form häuslicher Partnerschaften, die nicht einer Ehe zwischen Mann und Frau entsprechen (also Civil Unions, registered Partnerships, aber auch heterosexuelle Lebensgemeinschaften). Am Mittwoch hat Präsident Obama in einem TV-Interview gesagt, dass er persönlich dafür ist, dass lesbische und schwule Paare heiraten dürfen. Die Gruppe Campaign for Southern Equality hat ähnliche Proteste in weiteren Städten für die nächsten Wochen angekündigt. Quelle: CBS News vom 10. Mai 2012
Links: [www.cbsnews.com] (mit Foto)
http://www.southernequality.org/
[www.mountainx.com]
[www.estergoldberg.com] (Video von einer früheren Protestaktion der Gruppe)
Friedlicher
Protest + Offener Brief 10.05.2012
>>>
Proteste 9.-12.5. >>> 10vor10-Clip
Zwischengeschlecht.org
Menschenrechte auch für Zwitter!
Postfach 2122
8031 Zürich
info_at_zwischengeschlecht.org
Universität Zürich
Prof. Andreas Fischer
Rektor
KUN 208
Künstlergasse 15
8001 ZürichKinderspital Zürich
Universitäts-Kinderklinik
Prof. Dr. med. Felix H. Sennhauser
Direktor der Medizinischen Universitäts-Kinderklinik
Steinwiesstrasse 75
8032 ZürichUniversitätsrat UZH
Regine Aeppli
Präsidentin
Walcheplatz 2
8090 ZürichEleonorenstiftung Kinderspital Zürich
Dr. Dieter von Schulthess
Präsident Stiftungsrat
Steinwiesstrasse 75
8032 Zürich
Zürich, 10. Mai 2012
Klitorisamputationen an Kindern – historische Aufarbeitung tut not
Offener Brief von Zwischengeschlecht.org an Universität und Kinderspital
Zürich
Sehr geehrte Damen und Herren
Als sogenannt "intersexuelle" bzw. mit "atypischen" körperlichen Geschlechtsmerkmalen geborene Menschen und in diesem Zusammenhang auch Betroffene von nicht eingewilligten medizinischen Massnahmen, darunter zum Teil auch Klitorisamputationen, sind wir sehr betroffen über die offenbar Jahrzehnte lange Praxis von medizinisch nicht notwendigen Klitorisamputationen an Kindern an der Universität und im Kinderspital Zürich, und ebenso über das Ausblenden dieser Praxis innerhalb der Geschichtsschreibung dieser Institutionen.
Es ist unbestreitbar, dass die Universität und das Kinderspital Zürich auf dem Gebiet der Pädiatrie viele Pionierleistungen erbracht haben, die unzähligen Menschen halfen und helfen und auf die wir alle zu Recht stolz sein können, und die von den beiden Institutionen auch zu Recht öffentlich hervorgehoben werden, etwa im Aufsatz "Vorreiter der Forschung" von Reinhard Seger im Forschungsmagazin Nr. 3/2009 / Kinderspital Zürich, S. 18-20.
Jedoch sind wir beunruhigt über die Art und Weise, wie etwa Prof. Dr. Andrea Prader und Prof. Dr. Max Grob, die beide zur weltweiten Verbreitung dieser fragwürdigen Praxis massgeblich beigetragen haben, undifferenziert und ausschliesslich als Lichtgestalten dargestellt werden, ohne dass auch die Schattenseiten ihres Schaffens angemessen betrachtet und aufgearbeitet werden.
Unabhängig von der aktuellen ethischen und öffentlichen Debatte über heutige
kosmetische "Genitalkorrekturen" an Kindern, wozu die Nationale Ethikkommission
im Bereich der Humanmedizin (NEK-CNE) derzeit im Auftrag des Bundesrates eine
Stellungnahme erarbeitet, sind wir schockiert, wenn wir im "Lehrbuch der
Kinderchirurgie" (1957) von Prof. Dr. Max Grob (unter Mitwirkung von Dr.
Margrit Stockmann und Dr. Marcel Bettex), das im "Forschungsmagazin"
ausschliesslich gelobt wird, auf S. 587 lesen:
"Operative Korrektur des äußern Genitale: Beim Pseudohermaphroditismus femininus drängt sich eine operative Korrektur des äußern Genitale, d. h. die Entfernung der vergrößerten Clitoris und die Freilegung der Vaginalöffnung bei den beschriebenen [Praderschen] Formentypen II-IV, auf. Die Amputation der Clitoris, die durch ihre Größe und Erektion störend wirkt und diesen Mädchen beim Umkleiden, Baden usw. Verlegenheiten bereiten kann, ist sicher gerechtfertigt und wird nicht nur von den meisten Eltern, sondern – wie wir selbst erfahren haben – auch von solchen Patienten im Erwachsenenalter dringend gefordert. Die Clitorisamputation und die Freilegung der Vagina können in der gleichen Sitzung durchgeführt werden.
Technik: Die Haut des Clitorisschaftes wird unmittelbar vor der Symphyse zirkulär umschnitten. Nach Freilegung der Corpora cavernosa werden diese an der Symphyse mit einem Kocher abgeklemmt und distal davon quer durchtrennt. Wir belassen gewöhnlich einen ganz kurzen Clitorisstumpf, der zur Blutstillung mit einer Durchstechungsligatur versorgt und mit der überschüssigen Clitorishaut gedeckt wird (Abb. 679)." (S. 587)
(Die Abbildung 679 zeigt laut Bildunterschrift: "Penisartige Vergrößerung der Clitoris bei angeborenem adrenogenitalen Syndrom. (7jähriges Mädchen.) a) Vor, b) nach Exstirpation der Clitoris.")
Umso mehr, als wir annehmen müssen, dass obiges Zitat lediglich die Spitze des Eisberges darstellt, da beispielsweise der seinerzeitige chirurgische Oberarzt der Universitäts-Kinderklinik Zürich und Mitarbeiter bei Grobs "Lehrbuch", der spätere Prof. Dr. Marcel Bettex, noch 1975 in seinem Lehrbuch "Wesentliches über Kinderchirurgie" (Mitverfasser: PD Dr. François Kuffer und PD Dr. Alois Schärli) auf S. 255 bei "hypertrophische[r] Klitoris" unter "operative Korrektur der äusseren Genitalien" die "Amputation der Klitoris" weiterhin als "Therapie" empfiehlt.
Während Klitorisamputationen an Frauen wegen "Hysterie" oder gegen Masturbation in der Medizingeschichte zumindest gelegentlich kritisch aufgearbeitet werden (siehe zum Beispiel: Marion Hulverscheidt: "Weibliche Genitalverstümmelung. Diskussion und Praxis in der Medizin während des 19. Jahhrhunderts im deutschsprachigen Raum", Dissertation 2000), steht die medizinethisch-historische Aufarbeitung von Klitorisamputationen an Kindern mit "atypischen Genitalien" noch ganz am Anfang. Ebenso ist eine öffentliche Aufarbeitung durch die betroffenen Institutionen selbst längst überfällig.
Den Anfang machte jüngst die Universität Marburg: Im Anschluss an eine Stellungnahme des Deutschen Ethikrates vom 23. Februar 2012, die das Leid der Betroffenen ausdrücklich anerkannte und u.a. Entschädigungen und Aussetzung der Verjährung empfahl, beschloss am 16. April 2012 der Senat der Philipps-Universität Marburg, als erste akademische Institution medizinisch nicht notwendige Genitaloperationen an Kindern und Jugendlichen in ihrem Geltungsbereich öffentlich aufzuarbeiten. An weiteren deutschen Universitäten sind entsprechende Diskussionen im Gang.
Die Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org würde sich sehr freuen, wenn die Universität und das Kinderspital Zürich auch hier eine wichtige Pionierrolle übernehmen könnten, indem sie proaktiv eine entsprechende öffentliche Aufarbeitung in Angriff nehmen. Wir sind überzeugt, dass beide Institutionen hierzu über beste Voraussetzungen und kompetente Persönlichkeiten verfügen.
Wir bitten Sie deshalb höflichst, ein entsprechendes Unterfangen wohlwollend
zu prüfen. Über eine Antwort auf unseren Offenen Brief würden wir uns sehr
freuen.
Freundliche Grüsse
Im Namen von Zwischengeschlecht.org
Daniela Truffer
Gründungsmitglied Zwischengeschlecht.org
Gründungsmitglied Selbsthilfegruppe Intersex.ch
Mitglied XY-Frauen
Mitglied Intersexuelle Menschen e.V.
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Chirurgische "Genitalkorrekturen" an Kindern: Typische Diagnosen und
Eingriffe
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Aufarbeitung tut not! Kosmetische "Genitalkorrekturen" im Uni-Kinderspital
ZH
Karfreitag: In Berlin findet mitten in Kreuzberg, am Kottbusser Tor, eine Soli-Veranstaltung für den Transgenialen CSD statt. Die Hauptstadt ist so dekadent und leistet sich zwei CSD’s. Die übliche Parade gleicht mittlerweile eher einer Zirkusveranstaltung, bei der gern einmal vergessen wird, dass es beim Christopher Street Day nicht nur um’s Feiern geht. Vor einigen Jahren entstand als eine Art Gegenbewegung der Transgeniale CSD, um den Fokus wieder auf politische Forderungen zu lenken. Ausnahmsweise bin ich Gästin bei der Veranstaltung und stehe nicht selbst auf der Bühne. Ich habe einen Entschluss gefasst, während ich mir mein rotes Haar onduliert habe: Ich will knutschen!
Doch immer, wenn ich den Wunsch verspüre, Zungenakrobatik zu betreiben, stehe ich am Ende des Abends frustriert in einer Ecke und werfe allen, die ihre innige Zweisamkeit performen, einen hasserfüllten Blick zu.
Dieses Mal stehe ich in der Menge auf der eigentlichen Tanzfläche und verfolge neugierig, aber doch auch gelangweilt, den Anfang der Show. Neben mir steht Tim, ein Transmann, den ich schon seit Ewigkeiten vom immer mal wieder Sehen kenne. Einmal haben wir uns zufällig in der U-Bahn getroffen und sehr nett unterhalten. Ich hatte ihn schon in der Schlange zur Kasse entdeckt: „Hey, Hallo! Wie geht’s?! Du hast ja gar nicht Hallo gesagt!“ „In letzter Zeit hatte ich immer das Gefühl, du ignorierst mich. Immer wenn ich dich gesehen habe, wollte ich dich grüßen, doch von dir kam nichts. Da hab ich mir irgendwann gedacht, ich lass’ es bleiben.“, antwortet Tim.
Ich bin verblüfft. Mir wird klar, dass ich manchmal dazu neige, Vieles um mich herum bewusst auszublenden. Wenn ich in Berlin unterwegs bin, kenne ich Hinz und Kunz und in den Momenten, in denen ich lieber bei mir bleiben will, setze ich unbewusst einen Filter ein. „Oh, was, wirklich?!“, reagiere ich auf seine Antwort. „Das ist definitiv nie so gewollt. Ich freue mich jedes mal, dich wieder zu sehen. Also sag einfach Hallo.“ Dabei streiche ich ihm über den Rücken, um meine Aussage zu bestärken, bemerke aber, dass dieses mal etwas anders ist. Er lächelt zustimmend und zieht dabei seine Jacke aus.
Irgendwie packt es mich. Es liegt etwas Neues in der Luft. Ich fühle mich von Tim unglaublich angezogen. So ging es mir vorher nie. Ich fand ihn immer ganz sweet, mehr aber nicht. Ich kann dem Impuls nicht wiederstehen: „Ich würde dir gerne etwas sagen, aber ich weiß nicht, ob ich das darf. Ach was soll’s, klar darf ich: du wirst immer männlicher.“ Mit solchen Aussagen muss man extrem vorsichtig sein, denn gerade in der Berliner Szene kann es leicht passieren, dass man jemanden in seiner Geschlechtsidentität verletzt und gewisse Grenzen überschreitet. Doch ich ignoriere diese Überlegung einfach. Denn schließlich bin ich ja auch trans*. „Klar darfst du das sagen. Und es ist ja schließlich ein Kompliment. Danke.“, reagiert Tim geschmeichelt.
Wir sehen uns gemeinsam die Show an, bis er seine Jacke endlich zur Garderobe bringt. Ich will uns Getränke besorgen, aber irgendwie verpassen wir uns. Er geht zurück zur Tanzfläche und ich quatsche mit irgendwem. Doch diese Anziehung lässt einfach nicht nach. Wir schawänzeln umeinander herum, unterhalten uns ein wenig. Ich zeige mein Interesse, um ihn dazu zu bewegen, einen Schritt weiter zu gehen. Der Herr ziert sich allerdings. Ich muss an die Worte meiner Flirtlehrerin denken: sei nicht zu direkt und lass ihn den ersten Schritt machen. Männer wollen jagen. Doch ich überwerfe dieses Prinzip kurzer Hand, denn Tim und ich sind beide trans*. Als Transperson ist man nahezu sein ganzes Leben damit beschäftigt, heraus zu finden, wer man eigentlich ist. Man hat keine Zeit und keinen Nerv, die kleinen Spielregeln zwischen Mann und Frau zu erlernen. Ich sollte allerdings eines Besseren belehrt werden.
Der Vorsatz zu knutschen, wird immer präsenter in meinem Hinterkopf. Aber wenn ich verunsichert bin, habe ich die unangenehme Angewohnheit, meine Freunde zu belästigen. Ich kann nicht einmal ansatzweise einschätzen, welche Richtung das Interesse an meiner Person einschlagen kann. Unterhält er sich den ganzen Abend mit mir, weil er auf mich steht!? Oder einfach nur, weil wir uns kennen?! Darf ich ihn einfach küssen? Aber wie? Sag ich ihm, ich will ihn küssen? Ich bin total gehemmt. Meine Freunde sagen: „Tu es einfach!“ Ich muss jedoch wieder an die Worte meiner Flirtlehrerin denken.
Tim steht an der Kasse und ich geselle mich dazu. Ich flirte, was das Zeug hält. Ich rücke näher. Streiche wieder über seinen Rücken. Diesmal länger und intensiver. Es beginnt zu knistern. Ich spüre, dass sich die Anziehung verstärkt. Es liegt tatsächlich was in der Luft. Doch Tim küsst mich einfach nicht und ich trau mich noch immer nicht.
Einige Gläser Sekt später stehen wir wieder nebeneinander auf der Tanzfläche. Mir reicht’s. Ich zieh’ ihn an mich ran und wir küssen uns. Päng! Passt wie die Faust auf’s Auge. Gefühlte drei Stunden lassen wir nicht voneinander. Ich könnte ihn verschlingen. Wir tanzen und albern rum. Ich sage ihm irgendwann, dass ich froh bin, dass ich mich getraut habe. Er sagt, er hätte es sich nie getraut. Wie süß. Dafür gibt’s gleich noch’n Kuss. Der Sekt und die Küsse verschmelzen zu einem angenehmen Rausch. Nicht nur unsere Lippen sind miteinander verschmolzen, auch unsere Körper kommen sich immer näher. Ich werde übermütig und frage ihn, während ich am Bund seiner Boxershorts herum spiele: „Was passiert eigentlich, wenn man einem Transmann in den Schritt greift?“ Großer Fehler, wie sich später noch zeigen wird! „Was passiert denn, wenn ich dir in den Schritt greife?!“, kontert Tim. Wir lachen beide und knutschen weiter.
Irgendwann landen wir an der Bar. Tim verschwindet auf der Toilette und ein offensichtlich schwuler Gast sagt zu mir: „Euch beide hier heute rumknutschen zu sehen, rettet meinen Abend.“ Warum, weiß ich bis heute nicht. Wahrscheinlich, weil wir irgendwie alle Erwartungen und Geschlechtergrenzen gerade so richtig durcheinander würfeln. Tim ist wieder da. Ich frage ihn, was er am nächsten Tag vor hat. „Ich muss morgen früh noch was erledigen, aber so gegen zwei könnte ich dich abholen“, antwortet er. „Gerne. Wir können gerne einen Kaffee trinken.“, entgegne ich. „Ach so, du willst Kaffee trinken?! Was hast du denn gegen Sex?!“ platzt Tim mit einem ironischen Unterton heraus. Ich bin baff. Ich war so naiv zu denken, dass ein Transmann irgendwie anders ist, als andere Männer. Einfühlsamer und nicht auf typische Spielchen konditioniert. „Wir kennen uns seit 6 Jahren und knutschen heute zum ersten Mal miteinander rum. Du wirst doch wohl nicht denken, dass ich mit dir morgen ins Bett gehe!“, weise ich ihn in die Schranken. Er dreht sich um und verschwindet in die tanzende Masse. Irgendwer labert mich an. Ich bin verblüfft. Werfe noch einen kurzen Blick auf die Tanzfläche. Kein Tim. Ich beschließe, zu gehen. Sammle meine Freunde ein… und gehe.
Männer sind Männer. Ich will nicht darüber nachdenken, ob es eventuell am Testosteron liegt oder einfach daran, dass Tim ein süßer, verpeilter Chaot ist. Wenn man jemandem das Angebot macht, in seinen Schritt zu greifen, muss man sich nicht wundern, wenn es ihm egal ist, ob mich Meeresrauschen beruhigt, ob ich dahinschmelze, wenn Billie Holiday ihre Stimme erhebt, ob ich meine Haare rot färbe, weil ich denke, es macht mich geheimnisvoller….etc.
Ich hab Tim am Osterwochenende zufällig noch einmal getroffen. Wir haben uns nicht geküsst. Doch wenn ich wieder in Berlin bin …
Liebe Freundinnen und Freunde,
wir würden uns freuen, Euch/Sie am kommenden Samstag, dem 12. Mai 2012, um 20.00 Uhr im Werkbundarchiv Berlin, Museum der Dinge, in der Kreuzberger Oranienstraße 25 begrüßen zu können.
Anlässlich des diesjährigen 115. Geburtstages der Wiener Architektin und antifaschistischen Widerstandskämpferin MARGARETE SCHÜTTE-LIOHOTZKY (1897–2000) bringt Günter Höhne sein zu ihrem
100. Geburtstag bei Radio Brandenburg gesendetes biografisches Rundfunkfeature Man wird einer Frau nicht den Auftrag geben, ein Haus zu bauen zu Gehör, begleitet von Fotoaufnahmen, die der Autor während seiner Begegnungen mit “Schü-Li” in Weimar 1986 sowie in Wien 1987 und 1996 machte.
In direkter Nachbarschaft zum Veranstaltungsraum ist zudem ein Original-Exemplar der legendären “Frankfurter Küchen” zu sehen und zu begehen, die von der Architektin in den 1920er Jahren für das soziale Wohnungsbauprogramm Das Neue Frankfurt entworfen wurde.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der “14. Langen Buchnacht in der Oranienstraße” statt, aber Achtung: bereits um 19.00 Uhr geht ihr im Museum der Dinge die Buchpremiere von Renate Flagmeiers
Die Frankfurter Küche. Eine museale Gebrauchsanweisung vorweg. Sollte man nicht verpassen!
Bis 23 Uhr besteht die Möglichkeit zur Besichtigung des Museums.
Also herzlich willkommen, es freuen sich auf Euch/Sie
Claudia und Günter Höhne
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MOVIEMENTO-KINO, 29. Mai 2012, 19.00
nach der Projektion Diskussion mit der Regisseurin Karin Berger
ceija stojka – porträt einer romní
R: Karin Berger, A 1999, 85 min, 35 mm, OmeU
unter den brettern hellgrünes gras
R: Karin Berger, A 2005, 52 min
Ceija Stojka ist Malerin, Autorin und Sängerin. Karin Bergers Filme über sie ergänzen
einander als Porträt einer Frau, das viele Facetten ihrer Persönlichkeit zum Ausdruck bringt
und gleichzeitig eine Biographie rekonstruiert, die zahlreiche kollektive Erfahrungen der
Roma und Sinti in sich birgt. Die Basis der filmischen Erzählung liegt in der Gegenwart.
Durch Rückblenden in Form von historischem Film- und Fotomaterial, Begegnungen mit
Orten des Erinnerns und durch Ceija Stojkas Malereien ist die Vergangenheit stets mit
dem gegenwärtigen Leben verwoben. Als eine der wenigen ihrer großen Familie hat
Ceija Stojka die Konzentrationslager der Nationalsozialisten überlebt, u.a.
Auschwitz-Birkenau, Ravensbrück und Bergen-Belsen. Neben dem Erinnern an die Verfolgung im
Nationalsozialismus erzählen die Filme auch von einer Kindheit als Reisende, von ihrem
Leben als junge Frau in den 50er-Jahren und von einer Holocaust-Überlebenden, die
trotz der erlebten Traumata ihre Würde und ihre Lust am Leben behalten hat.
“Die Angst ist immer in uns. Es gelang mir nie, das zu vergessen. Nie. Und solange ich
leben werde, werde ich daran denken, was sie mit uns gemacht haben, der Hitler und
seine Leute.” Ceija Stojka
bitte frühzeitig Tickets buchen:
MOVIEMENTO-KINO am Kottbusser Damm 22
Berlin-Kreuzberg
(ph: 692 47 85)
www.moviemento.de
www.karinberger.at
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Stellenausschreibung
Behörde: Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen
Bezeichnung: Beschäftigte/r mit Dienstvertrag, Entgelt in Höhe der Dienstbezüge nach BesGr. B 5
Die Übertragung der Aufgabe erfolgt gemäß § 5 Abs. 1 des Partizipations- und Integrationsgesetzes (PartIntG) befristet für 5 Jahre. Darüber hinaus stellt die Funktion eine Führungsaufgabe mit Ergebnisverantwortung gemäß § 5 Abs. 3 Verwaltungsreform-Grundsätze-Gesetz (VGG) dar.
Teilzeitbeschäftigung ist bei individueller Arbeitszeitgestaltung unter Berücksichtigung dienstlicher Belange möglich
Besetzbar: 01.07.2012
Kennzahl: 8/12
Arbeitsgebiet: Beauftragte/r des Senats von Berlin für Integration und Migration und zugleich Leiter/in der Abteilung III der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen.
1. Die Aufgabenstellung ergibt sich maßgeblich aus den Bestimmungen des Gesetzes zur Regelung von Partizipation und Integration in Berlin und gestaltet sich als eine verwaltungsübergreifende und gesellschaftspolitisch bedeutsame Querschnittsfunktion mit Signalwirkung über die Berliner Landesverwaltung hinaus.
Aufgabenschwerpunkte sind die Bearbeitung von Grundsatzfragen sowie die Durchführung und Koordinierung ressortübergreifender Maßnahmen der Integrations- und Migrationspolitik insbesondere zur Umsetzung des Partizipations- und Migrationsgesetzes, des Berliner Integrationskonzeptes und der interkulturellen Öffnung unter Verwendung des Berliner Integrationsmonitors.
Hierzu sind Konzepte, Strategien und Maßnahmen zu initiieren und koordinieren
den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und der Förderung des interreligiösen Diskurses, so z.B. durch die Begleitung des Islamforums Berlin
Angelegenheiten von Flüchtlingen, Asylbewerberinnen/Asylbewerbern und Zugewanderten
Förderung und Unterstützung von im Politikfeld tätigen freien Trägern, Institutionen, Netzwerken und Selbstorganisationen
Mitgliedschaft im Landesbeirat
Ansprechpartnerin oder Ansprechpartner für Menschen mit Migrationshintergrund
Leitung der Beratungsstelle für Migrantinnen und Migranten
Berichterstattungen und Abstimmungsverfahren betr. Senat, Abgeordnetenhaus, Bundesrat und Deutschem Städtetag oder den Eurocities u.a.m.
Öffentlichkeitsarbeit
2.Die Aufgabenstellung umfasst maßgeblich auch Führungsverantwortung für ca. 24 dauerhaft unterstellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ggfs. weitere befristet eingesetzte Dienstkräfte und die finanzielle Verantwortung als Beauftragte/r für den Haushalt des Haushaltskapitels 0910
Gesucht wird hierfür eine überdurchschnittlich engagierte und qualifizierte Führungspersönlichkeit, die Entscheidungs- und Problemlösungstechniken beherrscht und bereit und in der Lage ist, auch in Kontroversen sachlich und objektiv ihren/seinen Standpunkt zu vertreten und durchzuhalten und folgende Anforderungen erfüllt :
Anforderungen: Formale Voraussetzungen:
Ein vorzugsweise mit Prädikat abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (bevorzugt der Fachrichtungen Sozial-, Verwaltungs- oder politischen Wissenschaften bzw. der Rechts- oder Wirtschaftswissenschaften) ist zwingend.
Darüber hinaus sind langjährige berufliche Erfahrungen in einschlägigen Tätigkeiten sowie Führungs- und Leitungserfahrungen erforderlich.
Fachliche Kompetenzen:
Unabdingbar sind fundierte und vertiefte Kenntnisse der Integrations- und Migrationspolitik sowie der relevanten Rechtsgrundlagen und Vorschriften auf EU-, Bundes- und Landesebene, die zu einer innovativen Politikberatung der Ressortleitung befähigen. Darüber hinaus sind Kenntnisse und Erfahrungen über geeignete Maßnahmen zur Antidiskriminierung und Gewaltprävention sowie zur Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus unabdingbar. Eine ausgeprägte interkulturelle Kompetenz mit einem hohen Maß an Toleranz und Einfühlungsvermögen für und in die Belange, Wünsche und Probleme der Einwohner Berlins mit Migrationshintergrund ist ebenfalls unabdingbar.
Sehr wichtig sind Managementgrundlagen der Führung: Kenntnisse im Gesundheits- und Personalmanagement (z. B. Organisations-, Change-, Qualitäts-, Projektmanagement) und entsprechende Rechtsgrundlagen wie Tarif- und Dienstrecht (TV-L, BeamtStG, LBG sowie AGG, LGG,
PersVG, SGB IX); Erfahrungen im Umgang mit politischen Institutionen, Gremien, freien Trägern und Verbänden sind ebenfalls sehr wichtig.
Wichtig sind Kenntnisse über die gesetzlichen Regelungen und Vorschriften zur Berliner Verwaltungsreform, insbesondere über die Ziele und Inhalte des Verwaltungsreform-Grundsätze-Gesetzes (VGG), Kenntnisse im Flüchtlings-, Asylbewerber- und Zuwanderungswesen sowie Kenntnisse betriebs- und volkswirtschaftlicher Zusammenhänge.
Erforderlich sind IT-Kenntnisse zur Bürokommunikation und Praxiserfahrungen mit Microsoft-Produkten wie MS-Office, insbes. MS-Word u. MS-Outlook, Erfahrungen in der Erarbeitung und Steuerung eines Haushaltskapitels.
Außerfachliche Kompetenzen:
Unabdingbar sind Belastbarkeit, Leistungsfähigkeit, Selbständigkeit, Konfliktfähigkeit, soziales Verständnis (Diversity-Kompetenz) sowie
Erfahrungen in der Mitarbeiterführung.
Sehr wichtig sind Organisationsfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit, Kritikfähigkeit, Verhandlungs- und Argumentationsgeschick, Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, Genderkompetenz, Dienstleistungsorientierung sowie Delegations- und Motivationsfähigkeit.
Wichtig sind darüber hinaus die Fähigkeit zu wirtschaftlichem Handeln, Kenntnisse und Erfahrungen in Präsentations- und Moderations-techniken.
Nähere Informationen können dem Anforderungsprofil entnommen werden, dass bei Frau Flügel – Z C 16 – Sandra.Fluegel@senaif.berlin.de / Tel. (030) 90282618 angefordert werden kann. Bei Bewerbern/-innen, die bereits im öffentlichen Dienst tätig sind, bin ich gehalten, im Rahmen des Auswahlverfahrens auch eine aktuelle dienstliche Beurteilung (nicht älter als ein Jahr) oder ein Zwischenzeugnis oder Zeugnis zu berücksichtigen. Sollte dies nicht vorliegen, bitte ich die Erstellung einzuleiten.
Die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen ist bemüht, die Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen herzustellen. Ich möchte deshalb die Frauen, die die Voraussetzungen der Stellenausschreibung erfüllen, ermuntern, sich zu bewerben.
Ebenso strebt der Senat die Erhöhung des Migrantenanteils in der Berliner Verwaltung an. Ich bin daher an Bewerbungen von Personen mit Migrationshintergrund besonders interessiert.
Behinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Bitte weisen Sie auf eine Behinderung ggfs. bereits in der Bewerbung hin. Bewerbungen – sowie ggf. die Einverständniserklärung zur Personalakteneinsicht – sind bis zum 13.05.2012 unter Angabe der Kennzahl 8/12 an die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen – AL Z -, Oranienstraße 106, 10969 Berlin zu richten.
Aus Gründen der Portoersparnis werde ich sämtliche Unterlagen über den Dienstpostenaustausch versenden. Ich bitte daher um Angabe Ihres Bearbeiterzeichens. Ansonsten können aus Kostengründen Bewerbungsunterlagen nur zurückgesandt werden, wenn ein ausreichend frankierter Rückumschlag beigefügt ist.
Dilek Kolat
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Der ultimative Guide aus der dieStandard.at-Redaktion für die patriarchatsbefreite Ringstraße
Auch wenn das Ganze noch ausbaufähig wäre: in Argentinien scheinen ein paar Leute begriffen haben, wie unnötig dieser ganze Mann-Frau-Geschlechterzirkus meist ist. Daher sollen künftig alle ihr eigenes Geschlecht bestimmen können!
In Argentinien darf künftig jede und jeder selbst das eigene Geschlecht bestimmen – ganz ohne Hormonbehandlung oder Chirurgie. Es ist ein weltweit einmaliges Gesetz.

Am Mittwochabend votierte der Senat mit 55 Stimmen dafür, 17 SenatorInnen enthielten sich, Gegenstimmen gab es keine. Da das Abgeordnetenhaus bereits vergangenen November zugestimmt hatte, brandete vor dem Kongress der Jubel auf.
Zwar ließe sich anmerken, daß die Bezeichnung an sich irrelevant ist und somit unnötig, aber immerhin würden in Argentinien Gendergrenzen in einem Maß gesprengt, wie es hier kaum vorstellbar ist.
Denn während in Deutschland die Behörden schon den Untergang des Abendlandes prophezeien, wenn ein Kind lieber Mädel statt Kerl sein will, soll es dort noch ganz andere Möglichkeiten geben:
Minderjährigen garantiert das Gesetz ebenfalls die freie Geschlechterwahl. Sollten Eltern oder andere Erziehungsberechtigten die notwendige Zustimmung verweigern, kann die minderjährige Person einen sogenannten Kinderanwalt anrufen. Zudem wurden die öffentlichen und privaten Krankenversicherungen zur Kostenübernahme von geschlechtsverändernden Behandlungen und Eingriffen verpflichtet. Damit werden auch hier jahrelange Wartezeiten und bisher notwendige richterliche Genehmigungen abgeschafft.
Inwieweit dieses Gesetz in der Praxis dann für einzelne funktioniert, wird sich zeigen.
Dennoch: davon könnte man sich hierzulande eine dicke fette Scheibe abschneiden. Sieht man auch ganz gut an den Kommentaren zum taz-Artikel – es gibt noch massig zu tun!
Auch wenn das Ganze noch ausbaufähig wäre: in Argentinien scheinen ein paar Leute begriffen haben, wie unnötig dieser ganze Mann-Frau-Geschlechterzirkus meist ist. Daher sollen künftig alle ihr eigenes Geschlecht bestimmen können!
In Argentinien darf künftig jede und jeder selbst das eigene Geschlecht bestimmen – ganz ohne Hormonbehandlung oder Chirurgie. Es ist ein weltweit einmaliges Gesetz.

Am Mittwochabend votierte der Senat mit 55 Stimmen dafür, 17 SenatorInnen enthielten sich, Gegenstimmen gab es keine. Da das Abgeordnetenhaus bereits vergangenen November zugestimmt hatte, brandete vor dem Kongress der Jubel auf.
Zwar ließe sich anmerken, daß die Bezeichnung an sich irrelevant ist und somit unnötig, aber immerhin würden in Argentinien Gendergrenzen in einem Maß gesprengt, wie es hier kaum vorstellbar ist.
Denn während in Deutschland die Behörden schon den Untergang des Abendlandes prophezeien, wenn ein Kind lieber Mädel statt Kerl sein will, soll es dort noch ganz andere Möglichkeiten geben:
Minderjährigen garantiert das Gesetz ebenfalls die freie Geschlechterwahl. Sollten Eltern oder andere Erziehungsberechtigten die notwendige Zustimmung verweigern, kann die minderjährige Person einen sogenannten Kinderanwalt anrufen. Zudem wurden die öffentlichen und privaten Krankenversicherungen zur Kostenübernahme von geschlechtsverändernden Behandlungen und Eingriffen verpflichtet. Damit werden auch hier jahrelange Wartezeiten und bisher notwendige richterliche Genehmigungen abgeschafft.
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Dennoch: davon könnte man sich hierzulande eine dicke fette Scheibe abschneiden. Sieht man auch ganz gut an den Kommentaren zum taz-Artikel – es gibt noch massig zu tun!
Die Homosexuellen Initiative Österreich macht auf (Un-)Gleichbehandlung von Lesben und Schwulen aufmerksam - Sie fordern Aufklärung in den Schulen
Die Regenbogenfahne ist ein weltweites Zeichen gegen staatliche und gesellschaftliche Diskriminierung von Lesben und Schwulen. Mit ihrem Hissen wird ein eindeutiges Zeichen für Toleranz, Akzeptanz und Offenheit gesetzt. Doch die Oberbürgermeisterin der Stadt Dresden lehnt erneut dieses deutliche Zeichen ab. So wird die Stadt zum Symbol homophober Peinlichkeiten! Weiterlesen →
Dresden verweigert die Regenbogenfahne zum CSD ist ein Artikel des Blogs • homonauten •. Einige Rechte vorbehalten!
Vollkommen unzureichend! B90/DieGrünen greifen die Stellungnahme „Intersexualität“ des deutschen Ethikrates nun auf und wollen, dass die medizinischen Behandlungen quasi ‚ein wenig hübscher‘ werden. Die grundlegenden Kritiken der Intersex-Verbände nehmen sie nicht auf. Die Verbände kritisieren, dass Intersex pathologisiert und medizinisiert wird und fordern ein vollständiges Ende der medizinischen Interventionen, die aktuell im Säuglings- und frühen Kindesalter stattfinden. — Liebe B90/DieGrünen bitte schaut einfach kurz auf die Stellungnahme des Deutschen Ethikrates und die Kritiken der Intersex-Verbände – die Stellungnahme erweist sich als parteiisch und keineswegs ethisch (im Sinne von umfassend informiert und reflektiert).
Unzureichend! Die Erklärung von Bündnis 90 / Die Grünen: hier.
Stellungnahme der Internationalen Vereinigung Intergeschlechtlicher Menschen: hier.
Ein Beitrag von Zwischengeschlecht.info zu einer vorherigen Rede von Monika Lazar im Deutschen Bundestag: hier.
Eine kurze wissenschaftliche Einordnung – schlicht zu den Auslassungen neurerer Erkenntnisse – der Stellungnahme des Deutschen Ethikrates: hier.
Morgen gibt’s ab 14:00h am Ende des Prälat-Miller-Weg am Viktualienmarkt einen Infostand von uns, wo ihr euch über den 1000 Kreuze Marsch und die „Lebensschützer“ informieren könnt. Kommt vorbei!
Die Veranstaltung "Pink Ribbon meets..." lädt im Rahmen des Kölner Sommerblut-Festivals der Multipolarkultur am Sonntag, dem 27. Mai 2012, zum Lachen ins Comedia Theater. Denn Lachen hilft allen, auch den beiden großen Brustkrebsorganisationen, zu deren Gunsten szenebekannte Künstlerinnen auftreten. Weiterlesen →
Pink Ribbon – Mit Lachen gegen Brustkrebs ist ein Artikel des Blogs • homonauten •. Einige Rechte vorbehalten!
Schweizer Väter und Mütter blicken optimistischer in die Zukunft als ihre deutschen Nachbarn. Das ergab eine Umfrage der Allianz Suisse unter Müttern und Vätern mit Kindern bis vier Jahre, für die rund 1.500 junge Familien in beiden Ländern befragt wurden.
Vor allem die Angst vor sozialem Abstieg ist in Deutschland wesentlich ausgeprägter. Eltern in der Schweiz sichern ihre Nachkommen hingegen besser für die Zukunft ab. Dafür befürchten sie stärker, dass ihr Kind bereits früh Mobbing ausgesetzt sein könnte.
Ein kleines Kind verändert bei den Eltern in der Regel den Blick auf die Welt. Das gilt in der Schweiz ebenso wie in Deutschland. Und meistens werden die Sorgen nach der Geburt des kleinen Lebewesens in beiden Ländern größer. Was, wenn das Kind krank wird oder wir unseren Arbeitsplatz verlieren? Eine länderübergreifende Umfrage der Allianz Suisse zeigt gemeinsame Ängste und Sorgen der Eltern aber auch Unterschiede auf: Grundsätzlich sehen 69 % der jungen Eltern in der Schweiz ihre persönliche Zukunft optimistisch, die ihrer Kinder beurteilen zwei Drittel als positiv. Dem stehen deutsche Eltern mit 65 bzw. 64 % kaum nach.
Allerdings sind die Abstiegssorgen in Deutschland wesentlich ausgeprägter. Neben schweren Krankheiten (51 %) und Verlust des Partners (50 %) steht bei konkreten Gefahren für die Zukunft die Angst vor Armut und dem damit verbundenem sozialen Abstieg bei 40 % der Befragten bereits an dritter Stelle. Zwar ist die Angst vor Krankheiten (45 %) oder den Verlust des Partners (49 %) auch in der Schweiz führend, an den sozialen Abstieg denken aber deutlich weniger Mütter und Väter (28 %).
Die Sorge um die finanzielle Absicherung im Alter (31 %) und die Angst vor dem eigenen Tod (30 %) sind noch stärker. Auch die Furcht vor Arbeitslosigkeit ist in Deutschland (31 %) wesentlich ausgeprägter als in der Schweiz (21 %). „Das Sicherheitsempfinden ist in der Schweiz offensichtlich größer”, sagt Roland Umbricht, Leiter Produkte bei der Allianz Suisse.
Vielen Feminist_innen war Regisseur Joss Whedon seit Jahren ein Begriff – mit dem gigantischen Erfolg von The Avengers dürfte er jetzt endgültig zum Superstar avancieren. Seine feministische Reputation beruht dabei vor allem auf starken Frauenfiguren und nicht-heterosexuellen Charakteren. Also all dem, was selbstverständlich sein sollte, im TV aber bis heute zu kurz kommt. Auch in den Interviews zum Film geht er auf entsprechende Fragen ein. Aber wie feministisch ist The Avengers wirklich?
Die schlechte Nachricht zuerst: Auch dieser Film besteht den Bechdeltest nicht. An keiner Stelle sprechen zwei Frauen mit Namen miteinander. Die Frage, über was sie sprechen erübrigt sich damit. Es wäre auch schwierig, immerhin gibt es mit Black Widow/Natasha Romanoff (gespielt von Scarlett Johansson) nur eine Superheldin. Daneben gibt es nur noch Agent Hill (Cobie Smulders); bis auf ihren Chef Nick Fury (Samuel L. Jackson) dominieren weiße Männer das Bild. Bei einer Comicverfilmung ist auch nichts anderes zu erwarten. Denn leider sind Frauen und Schwarze in diesem Genre bis heute deutlich unterrepräsentiert. Schwarze Frauen, Intersektionalität lässt grüßen, sind noch einmal seltener.
Aus diesen denkbar schlechten Ausgangsbedingungen macht Whedon dennoch einen erfrischenden Film. Sowohl Romanoff, als auch Hill laufen die meiste Zeit in Ganzkörperanzügen herum, statt in die üblichen sexualisierenden Stoffreste gesteckt zu werden. Anders als die meisten Kostüme sind diese sogar so robust, dass sie den ganzen Film lang nicht zerreissen. Und obwohl die Anzüge wirklich hauteng sind, wird dies nie durch langen Fokus auf Brüste oder Hintern ausgenutzt. Im Gegenteil zu einen Plakat, das dafür zu Recht bereits parodiert wurde. Immerhin gibt es auch vernünftige Plakate.

Ausgewogen ist auch die weitere Entwicklung der beiden Charaktere. Manchmal müssen sie gerettet werden, dann retten sie sich selbst und manchmal retten sie Männer. Damit sind sie auch tatsächlich in die Handlung eingebunden, statt deplatziert die unnütze Quotenfrau zu geben. Dass Black Widows Fähigkeiten Gedanken zu lesen und Menschen zu manipulieren klischeehaft sind, dämpft den Spaß zwischen ihren beeindrucken Kampfszenen leider etwas.
Dennoch macht der Film Spaß. Die Actionszenen sind gut choreografiert und übersichtlich (*hust* Michael Bay *hust*). Die Charaktere, von denen einige schon in eigenen Filmen vorgestellt wurden, werden weiterentwickelt, doch auch „Neugucker_innen“ kommen mit. Von Tony Stark (Robert Downey Jr.) und Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) abgesehen verzichtet der Film zum Glück auf eine Romanze – immer eine gute Entscheidung, bevor sie aufgesetzt und hineingequetscht wirkt.
Ein feministischer Film ist The Avengers leider noch lange nicht, doch aus äußerst sexistischen Ausgangsbedingungen holt Whedon einen relativ unsexistischen Film heraus. Dass er trotzdem so großen Erfolg hatte und besonders viele Frauen in die Kinos holte, gibt den Studios hoffentlich zu denken. Vielleicht schafft Whedon es dann endlich, auch Wonder Woman wieder auf die große Leinwand zu holen – als Avenger oder sogar in einem eigenen Film.
“Wir sind vier Hamburgerinnen, Freundinnen und Musikerinnen, die es seit vielen Jahren genießen, zusammen Musik zu machen, Konzerte zu spielen und einfach nur gemeinsam eine wahnsinnig gute Zeit zu verbringen. Ein bisschen wie eine Ersatzfamilie – nur besser.” So stellt Katrin, Sängerin, Songwriterin und Gitarristin von Clara Bow, die Band vor. Und genauso wirkten die sympathischen Musikerinnen auf mich, als ich mir Videos und die Internetseite angeschaut habe. Spaß, Liebe zur Musik und Zusammenhalt sind wichtiger als unnötiges Posing. Neben Gitarre, Bass und Schlagzeug versüßen Keyboardsounds die eingängigen Pop-Nummern, gewürzt mit ein bisschen Elektro, Garage und Herzblut. Im Interview mit der Mädchenmannschaft sprechen die Hamburgerinnen über ihr eigenes Label, Freundinnenschaft und die neue Platte, die am 16. Mai bei der Release Party in Hamburg gefeiert wird.
Ihr habt Midtempo Nummern mit mehrstimmigen Gesang, die zum Mitsingen einladen, aber auch schnellere Pogonummern. Setzen sich da die unterschiedlichen Interessen der Musikerinnen durch oder ist ein Stilmix bei euch Programm?
Katrin (Gesang, Gitarre): Selbstverständlich hat jede von uns einen etwas anderen Musikgeschmack, wäre ja auch schlimm, wenn nicht. Ingrid kommt eher aus der New Wave- Trip Hop- Ecke, Phyllis ist eine der größten Beatles Fans, die ich kenne, Jeannine ist unter anderem ein großer Stones Fan und ich komme aus der Hardcore-Punk Szene. Aber unsere Schnittmenge ist enorm und die spiegelt unsere Musik wieder. Hin und wieder experimentieren wir in unterschiedliche Richtungen, aber mit den ultraschnellen Screamo Versionen, die manchmal spontan bei Proben entstehen, haben wir uns noch nicht auf die Bühne getraut.
Phyllis (Schlagzeug): Ja, das kann sein, dass ich aus Katrins Freundeskreis der größte Beatles Fan bin. Mit 16 fand ich dann Punk und Post Punk ganz toll und mittlerweile ist mein Musikgeschmack sehr breit gefächert.
Ingrid (Keyboard): Ha ha, doch so ultraschnelle Versionen sind auch schon mal ungewollt auf der Bühne passiert, wenn Phyllis oder ich zu schnell angefangen haben und Katrin dann den Text fast rappen musste :)
Warum habt ihr ein eigenes Label („Bow Records”) gegründet?
Katrin: Da wir ziemlich genau wissen, was wir wollen, kommt ein Label, dass uns verbiegt, nicht in Frage. Wir hatten mal vor Jahren das Angebot von einem Produzenten aus Österreich, aus uns das weibliche Pendant zu Tokio Hotel zu machen. Das war eine Situation, in der ich dem guten Herrn gleich eine Absage erteilt habe - ohne die Anderen zu fragen, obwohl wir immer gemeinsam abstimmen. Das ich richtig entschied, merkte ich, als der Produzent auf meinen Hinweis, dass wir doch gar nicht auf Deutsch singen würden, mit folgendem Satz beantwortete: “Ja, das lässt sich ja ändern”. Da war mir endgültig klar, dass die anderen darauf auch keine Lust hätten.
Auf eurer Facebook-Seite beschreibt ihr ausführlich, wie ihr explizit nach Musikerinnen gesucht habt. Männer bekommen ja nie die Frage gestellt, warum sie (fast nur) mit Männern Musik machen, das gilt leider als “Normalität”. Hat euer Wunsch, mit Musikerinnen zusammenzuarbeiten, zum Ziel, dieser scheinbar unhinterfragten Normalität entgegenwirken?
Katrin: Das stimmt zum Großteil. Wir machen auch gerne Musik mit Männern. Aber dies sollte unser Freundinnenprojekt sein und damit auch ein Gegengewicht zu den sehr vielen männlichen Gitarristen, Schlagzeugern und Bassisten um uns herum. Anfangs war es aber auch so, dass wir einen Mann gar nicht hätten mit ins Frauenmusikzentrum nehmen dürfen. Aber bei den “Nachbesetzungen” haben wir schon nur nach Frauen geguckt. Live haben wir ab und an auch mal einen Gastgitarristen dabei.
Auf eurer Homepage schreibt ihr von der “testosterondominierten Hamburger Musikszene”. Könnt ihr beschreiben, was ihr damit meint?
Katrin: Das ist einfach Realität: Wie ich vor kurzem von Bernadette La Hengst las, kommen in Hamburg auf 1000 Bands gerade mal 10 Frauenbands. Wir sind ein kleines Gegengewicht, aber auch mit vielen dieser männlichen Hamburger Musiker gut befreundet. Zum Beispiel Ben Schadow. Er ist einfach ein großartiger Mensch und ein hart arbeitender Profimusiker.
Phyllis: … und ist auch Produzent unserer Platte! Die Zusammenarbeit mit ihm hat sehr viel Spaß gemacht. Und wir finden, dass etwas Tolles dabei heraus gekommen ist.
Am 18. Mai erscheint nun euer Album „Not Now” in eurem eigenen Label „Bow Records”. Was erwartet uns?
Katrin: Ohrwürmer, die sich einen Dreck um Genres, Musikerehre oder ähnliches scheren. Manche Songs sind relativ poppig und simpel geschrieben und in anderen steckt ein halbes Leben, an denen zumindest ich als Verfasserin der jeweiligen Texte emotional unglaublich hänge und die ich auch nach dem 100.000 Mal singen mal mehr, mal weniger emotional durchlebe.
Wer mehr über Clara Bow erfahren möchte, klickt auf die Homepage, Facebook, Twitter oder Soundcloud.
Artistinnen jenseits normativer Geschlechterrollen, Queer-Sein in anderen Realitäten und IDAHO-Night mit Türkei-Schwerpunkt
Babys beim Schlafen beobachten ist ein Hobby, dem viele Eltern frönen

Erinnert ihr euch noch an die Popband No Doubt? Jene Band mit der wasserstoffblonden Frontsängerin Gwen Stefani, auf die man bereits damals nur mit knallroten Lippen in Video und Presse gestossen ist und die auch heute noch während ihrem Mutterdasein erdbeerroten Lippenstift trägt, während sie mit ihren Kindern auf dem Spielplatz spielt? Vor ca. zehn Jahren galt sie als eine ‚Powerfrau‘ – so hat sie sich zumindest in ihren Musikvideos dargestellt. Eines dieser Musikvideos war jenes zum Song „I’m Just a Girl“, das 2003 die Teenie-Girls in ihren Zimmern zum Mitgröhlen veranlasste.
Doch waren sich die Teenies, ich definitiv eingeschlossen, bewusst, was dieser Song mit seinem Musikclip aussagen sollte? Vermutlich haben wir den Titel („I’m Just a Girl“) zu wörtlich genommen, ohne zwischen den Zeilen zu lesen. Was sollte es denn Negatives daran geben, „just a girl“ zu sein? Heute – als Studentin der Gender Studies – eröffnet mir dieses Lied eine Menge an feministischen Interpretationsmöglichkeiten. Denn anders als andere Popsongs handelt es sich hier weder im Clip noch in den Lyrics um irgendein Techtelmechtel zwischen zwei sich anhimmelnden Individuen, wobei der oder die andere früher oder später an Herzschmerz leidet. Hier geht es um eine ironische Auseinandersetzung mit der Wertigkeit von Mädchen und Frauen – und der Trennung von Toiletten (dazu aber später mehr).
Das Video startet mit Bildern von Stefani und ihrer Band, die ihr Musikequipment aus einem Haus zu ihren Autos tragen. Als der Gesang startet, steht Stefani vor einem roten, vollkommen zerbeulten Auto, die Fussspitzen zeigen aufeinander. Sie trägt ein bauchfreies Top, ihr blondes, gewelltes Haar ist mit einer kleinen Haarspange befestigt. (Ehrlich gesagt erinnert mich diese Art an mich selbst, als ich um die 14 war und natürlich bauchfrei und Haarspangen trug und ich zu schüchtern war, um mit selbstbewussten Posen auf mich aufmerksam zu machen.) Genau so verhält sich auch die Sängerin von No Doubt vor dem verschrotteten Auto, als sie sich kaum und sehr versteift bewegt und ihre beiden Fussspitzen einfach nicht voneinander ablassen können. Ihre Worte „Don’t you think I know exactly where I stand“ scheinen hier schon mit einer durchaus ironischen Note versehen zu sein.
Die Band macht sich auf dem Weg – man könnte es annehmen – zu einem Konzert. Doch sie betreten Toiletten. Die Bandmitglieder, welche alle männlich sind, entern einen verdreckten, völlig zerstörten und dunklen Sanitärraum, verkalkte Pissoirs an den Wänden, während Stefani mit ihrem Handtäschchen einen farbigen, mit Blumen ausgestatteten und sauberen Handwaschraum vorfindet. Diese Bilder bedienen das Klischee von den „dreckigen Jungs“ und den feinen, peniblen Mädchen vollkommen. Doch anstatt auf die Toilette zu gehen, packen die Männer die Musikinstrumente aus und fangen an zu spielen. Währenddessen performt Gwen Stefani als Sängerin – immer noch in ihrem bauchfreien Oberteil steckend. Immer wieder sieht man auch ihr Gesicht in Nahaufnahme, als sie sich mit hochgezogenen Schultern, Schmollmund und Bambi-Augen als kleines, süsses Girlie zeigt. Doch auch hier versteckt sich Ironie, denn man erkennt nicht, dass der Betrachter des Videos ihr diese Mimik und Gestik abkaufen soll. Ironie kommt auch dann auf wenn sie mit sehr kräftiger, fast kratzender Stimme den Refrain singt, schon fast schreit, der so lautet:
‘Cause I’m just a girl, little old me
Don’t let me out of your sight.
I’m just a girl, all pretty and petite
So don’t let me have any rights.
Ein Widerspruch, solche Verse mit dieser Stimme zu singen, ausser es steckt eine feministisch angehauchte Botschaft dahinter, die genau das Gegenteil von den obigen Zeilen aussagen soll. Eine Aufforderung an all jungen Frauen, sich von dem Kleine-Mädchen-Dasein zu verabschieden und Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Auch die nächsten Zeilen zeugen nicht von einem selbstbewussten Mädchen, das da spricht:
The moment that I step outside
So many reasons
For me to run and hide.
I can’t do the little things
I hold so dear
‘Cause it’s all those little things
That I fear.
Warum sie all diese kleinen Dinge fürchtet löst sie weiter unten auf mit den Worten „That’s all that you’ll let me be!“. Hier spricht sie auch das gesellschaftliche Bild an, das den jungen Mädchen auferlegt wird und sie zu ängstlichen und unselbstständigen Wesen macht. Auch könnte sie hier Eltern meinen, die ihre Tochter verwöhnen, ihr nichts zutrauen und sie deshalb vor Alltagssituationen, die die kleinste Gefahr in sich bergen, wie zum Beispiel das Autofahren bei Dunkelheit, „beschützen“ wollen.
Während weiter die Jungs in der zerstörten Herrentoilette abrocken und immer mehr Geschlechtsgenossen hinzukommen, füllt sich der Spiegel bei den Damen mit geschminkten Gesichtern von Frauen, um das Make-Up checken. Doch wer hätte das gedacht – auch diese fangen an abzutanzen und schliesslich gesellen sich die Männer zu den Damen – in der hübsch ausgeschmückten Damentoilette. Man könnte fast meinen, dass Erving Goffman sich diese Zusammenführung ausgedacht hat, wäre er noch unter uns. Denn der amerikanische Soziologe konstatierte, dass durch die Trennung der Toiletten in Frauen- und Männer-Örtchen die Geschlechterdichotomie konstant hergestellt und sogar verstärkt wird. Über dieses Video hätte er sich wohl sicher gefreut – so wie ich mich darüber freue, dass sich die Popmusik an wissenschaftlichen Theorien bedient.
Es grüsst euch Brandy Brown
Deutsche Bundesregierung begrüßt Erklärung Obamas zu Homosexuellen-Ehe
Der Bickenbacher Journalist Christoph Lippok, weiß, wovon er spricht. Denn er ist selbst dreifacher Vater von Kindern zwischen sieben und zwei Jahren. „Mit der Geburt unseres ersten Kindes begann für mich die Auseinandersetzung mit meiner Vaterrolle und der Frage, ob ich mir genug Zeit für mein Kind nehme“, berichtet er.
Diese Gedanken hätten sich durch die beiden anderen Kinder noch verstärkt, sodass er nach der Geburt der Jüngsten intensiver reflektierte. Schließlich hat er eine zusätzliche Ausbildung zum Väterbegleiter über die Gesellschaft für Geburtsvorbereitung (GfG) absolviert.
Nun bietet er werdenden Vätern ab der 20. Schwangerschaftswoche Geburtsvorbereitungskurse an und begleitet sie auf Wunsch während des ersten Lebensjahres ihres Kindes. Darüber hält er Vorträge. Familienfreundlichkeit in den Firmen und Unternehmen ist dem Bickenbacher ein Herzensanliegen. „Familienfreundlichkeit kann sich nicht allein auf die berufstätigen Frauen beziehen, sondern muss auch die Väter im Fokus haben“, sagt er.
„Warum ist es selbstverständlich, wenn eine berufstätige Mutter freimacht, um bei ihrem erkrankten Kind zu bleiben und ein Vater in dieser Situation eher die Ausnahme ist?“, fragt Lippok. Er will daher Väter über die gesetzlich verankerte Elternzeit aufklären und sie ermutigen, sie so früh wie möglich zu nehmen.
Mit seinen Kurs- und Vortragsangeboten will er bei Männern die Freude am Vatersein wecken, damit sie ihre Kinder als eine Bereicherung ihres Lebens erfahren. Sie sollen dabei auch Gelassenheit im Umgang mit ihren Kindern und in der Familie erwerben. „Ich will den Vätern helfen, als Vater authentisch zu sein“, sagt er. Allerdings ist er jeglichem Perfektionismus abhold.
„Auch ein Mann und Vater darf Fehler machen.“ Zugleich warnt er davor, das Vatersein auf einen verstärkten Aktionismus mit den Kindern zu reduzieren. „Es genügt manchmal, die Kinder zu beobachten, ihnen nahe zu sein, um eine besondere Bindung zu ihnen herzustellen.“
Die Grünen präsentierten ihren jährlichen Frauenbericht mit der Schwerpunktsetzung Schwangerschaft als Arbeitsplatzrisiko
(Für alle Links, außer dem Kontakt, gilt eine Triggerwarung, da Gewalterfahrungen beschrieben werden.)
Über sexualisierte Gewalt und Vergewaltigungen herrschen immer noch viele Mythen und Entschuldigungen vor. Doch wer einmal genauer hinschaut merkt oft, dass vieles nicht stimmt. Ein immer wiederkehrendes Muster ist aber der Fokus auf diese Entschuldigungen, mit dem Effekt, dass die Stimmen der Opfer abgewertet werden und sich dann noch weniger zu Wort melden.
Um dies zu ändern, läuft im Mai die Kampagne #ichhabnichtangezeigt, organisiert vom Münchener Kommunikationszentrum für Frauen und Arbeit. Vorbild sind die Twitter-Kampagnen #ididnotreport in Großbritannien und #jenaipasportéplainte in Frankreich. Wie der Name schon sagt geht es um die Gründe, die Opfer von der Anzeige bei der Polizei abhielten.
In den bisher veröffentlichten Aussagen beschreiben die Teilnehmenden vor allem Scham, Furcht vor persönlichen Konsequenzen und Angst, dass einer oder einem niemand glaubt. Einige Kommentare sind gerade einmal ein Satz, andere beschreiben detailliert, welche Widerstände sie von einer Anzeige abgehalten haben. Genaue Beschreibungen von Taten werden gekürzt und erst zum Ende der Aktion (31. Mai) veröffentlicht.
Mitmachen können Betroffene über die folgenden Wege:
Alle Nachrichten werden dann noch einmal über den Account @nichtangezeigt mit dem Hashtag #ichhabnichtangezeigt auf Twitter eingestellt.
Düsseldorf, 14. Mai 2012 Der ESA-Astronaut Alexander Gerst übernimmt in diesem Jahr die Schirmherrschaft für den Tag der Technik. Bereits als Kind hat sich der 36-Jährige für naturwissenschaftliche Phänomene und Technik interessiert und gerne experimentiert. Selbst etwas auszuprobieren, Versuche durchzuführen oder etwas zusammenzubauen steht auch beim Tag der Technik im Mittelpunkt. Am 15. und 16. Juni 2012 findet das Technik-Event wieder in vielen Städten Deutschlands statt.
Wohnung und Kleiderschrank haben vom Frühjahrsputz noch nichts gesehen? Kein Problem, denn glücklicherweise ist an diesem Wochenende wieder der zweite Sonntag des Monats und das heißt: Es gibt eine neue Ausgabe des handmade supermarkets! Auch dieses Mal werden rund 60 AusstellerInnen ihre Ware in der Kreuzberger Markthalle IX feilbieten – alles natürlich handgemacht oder fair gehandelt! Zu entdecken gibt es Wohnaccessoires, Klamotten, Schmuck, Geschirr und viele weitere schöne Dinge, die das Herz begehrt. Sollte die gebündelte Kreativität ansteckend wirken, kann man sich an einem DIY-Stand selbst versuchen und hemmungslos dem Bastelwahn erliegen. Auf alle die sich schließlich müde geshoppt haben, warten Kaffee, Wein oder Leckereien von Sun Day Burger und der Marktküche, die den Körper wieder auf Vordermann bringen. Also ab dafür!
Mehr Infos unter: www.handmade-supermarket.de.
Wann & Wo:
13. Mai, 11-18 Uhr, Eisenbahnstraße 42/43 / Pücklerstraße 34, 10997 Berlin-Kreuzberg.
Sechs Monate vor der Präsidentschaftswahl bezog Obama damit zu einem gesellschaftlich umstrittenen Thema Stellung
Ende diesen Monats findet in Berlin das Lab ‘Trans_forming Politics’ statt, ein durch die Kooperation der Humboldt-Universiät zu Berlin, der Lesbenberatung, GLADT und Südblock entstandenes Projekt. Ziel ist, während der Lab-Tage die Bedeutung und Beziehung von ‘feministisch’, ‘trans*’, ‘dyke’ und ‘queer’ als Benennung, Verortung und Politiken zu untersuchen und zu hinterfragen. Im Fokus steht hierbei insbesondere die Frage nach dem Begriff des ‘trans*’: Was meinen wir, wenn wir von ‘trans*’ sprechen, was verstehen Andere darunter und wie kann es gelingen über ‘trans*’ eine Politische Praxis und Kritik zu formulieren? Es ist die Suche nach Antworten, die gemeinsam mit dem Publikum gefunden werden sollen und in Workshops, Vorträgen, einer Kunstaustellung und Performance, die an verschiedenen Orten in Berlin stattfinden, verhandelt werden.
Im Kontext des Labs findet in der Galerie Funke die Ausstellung ‘dyke_trans’ statt. Anhand einer Vielzahl an Werken queer-feministischer KünstlerInnen, soll hier ‘dyke_trans’ als (selbst-)kritisches Konzept verhandelt, feministische Perspektiven und Normierungen aufgezeigt sowie kritisch betrachtet werden. Mit dabei sind Bilder der französischen Performancekünstlerin, Surrealistin und Dichtern Claude Cahun, die zum ersten Mal in Berlin zu sehen sind. Die Künstlerin setzte sich bereits in den 20er Jahren in ihrer Kunst mit Androgynität, Feminismus und lesbischer Liebe auseinander, dekonstruierte Sprache und Gender und setzte sich gegen Faschismus und für Emanzipation ein. Ein weiteres Berlin-Debüts hat die südafrikanische Künstlerin und politische Aktivistin Zanele Muholi. Die Künstlerin engagiert sich für die Rechte von Lesben und setzt sich ganz aktuell mit der Sichtbarkeit von Queers in der Gesellschaft in ihren Werken auseinander.
Mehr Infos zum Lab gibt es hier.
Wann & Wo:
23. – 29. Mai, verschiedene Locations bzw. Galerie Funke, Willibald-Alexis-Str 13/14, 10965 Berlin
Obamas Statement ist vorsichtig formuliert, er fügte sofort hinzu, dass die Entscheidung nach wie vor bei den einzelnen Bundesstaaten liege. Das Interview war gestern kurzfristig angesetzt worden, nachdem Vizepräsident Joe Biden sich am Sonntag in der TV-Sendung "Meet the Press" für die Öffnung der Ehe ausgesprochen hatte, dies aber als seine persönliche Meinung deklarierte. Der Präsident selbst hatte bisher immer eingetragene Partnerschaften für gleichgeschlechtliche Paare favorisiert, da diese die Möglichkeit einer rechtlichen Absicherung bieten. Das Wort "Ehe" hatte für ihn, wie für viele andere auch, eine religiöse Konnotation.
Dass Obama, der auf Fragen nach seiner Haltung zur Ehe für Schwule und Lesben bisher immer geantwortet hatte, seine Meinung dazu sei "noch in Entwicklung begriffen", sich nun endlich dafür ausgesprochen hat, wird von den meisten LGBT-Gruppen der USA erfreut anerkannt. Manche werfen ihm allerdings vor, dass er sein Statement durch den Hinweis auf die Rechte der Bundesstaaten sofort wieder eingeschränkt hat.
Die Staaten haben zwar laut US-Verfassung die Kompetenz zur Erlassung von Gesetzen zur Regelung des Ehe- und Familienrechts, diese müssen aber der US-Verfassung mit ihren Grund- und Freiheitsrechten entsprechen. Bekanntlich laufen derzeit einige Gerichtsverfahren, in denen die Verfassungsmäßigkeit der Ungleichbehandlung von gleichgeschlechtlichen Paaren bestritten wird.
Anm.: Die Links werden später noch ergänzt.
Links: [news.yahoo.com] (mit Transkript des Interviewausschnitts)
[abcnews.go.com]
[joemygod.blogspot.com]
[www.ggg.at]
[joemygod.blogspot.com]
http://www.sueddeutsche.de/politik/2.220/obama-befuerwortet-homo-ehe-riskantes-bekenntnis-von-historischer-groesse-1.1353428
[www.boxturtlebulletin.com]
[www.youtube.com] (Rachel Maddow)
[www.volkerbeck.de] (Volker Beck)
http://gawker.com/5909002/barack-obamas-bullshit-gay-marriage-announcement#13366064585933&{
[www.youtube.com]
http://www.pbs.org/newshour/bb/politics/jan-june12/obama_samesex_05-09.html
http://www.electoral-vote.com/evp2012/Pres/Maps/May10.html
http://www.pbs.org/newshour/bb/politics/jan-june12/gaymarriage_05-10.html
ttp://www.metroweekly.com/poliglot/2012/05/with-obamas-support-marriage-equality-quickly-beco.html
[joemygod.blogspot.com]
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/homo-ehe-fdp-fordert-volle-rechte-fuer-homosexuelle-paare-a-832532.html
In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:
Wie heißt du?
Mein Name ist Ani, im www findet man mich unter Aniversum.
Seit wann bloggst du?
Ich blogge seit mittlerweile einem Jahr.

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com
Warum hast du damit angefangen?
Schreiben war immer schon eine Leidenschaft von mir. Ich habe schon als Kind Kurzgeschichten und Gedichte geschrieben. Die Idee einen Blog zu starten hatte ich schon etwas länger, aber ich wusste nicht so genau, worüber ich schreiben sollte. Als ich festgestellt habe, dass es zu meinem Thema kaum Info auf deutsch gibt, wusste ich, dass es Zeit war meinen Blog zu starten.
Worüber schreibst du?
Ich schreibe über die Pflege von naturkrausem und lockigem Haar. Auf den ersten Blick wirkt das Thema sehr banal, aber wenn man sich ein bisschen damit beschäftigt, merkt man gleich, wie sehr damit die Themen Identität, Selbstfindung und Individualität verbunden sind.
Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Ohne Internet hätte ich im letzten Jahr nicht so viele tolle Menschen kennegelernt.
Wovon braucht das Internet mehr:
Das Internet braucht mehr von Freidenkern. Menschen die keine Angst haben, ihre Meinung zu vertreten, die aber auch anderen Raum für ihre Ansichten lassen.
Frauen* im Web haben…
sich einen Raum geschaffen, in dem sie ihre Individualität, Können und Talente mit anderen teilen können.
Deine tägliche Web-Lektüre:
Oje, dass sind so viele! Ich bin eine extreme Leseratte. Am liebsten bin ich auf Twitter, da finde ich bekommt man sehr viel Infos und kann sich dann auf die Themen, die einem am meisten interessieren, konzentrieren.
Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.
Tatjana Turanskyjs Film "Eine flexible Frau" kritisiert die Synonymisierung von Frausein und Flexibilität. Dabei findet sie klare Worte gegen einen "Surrogat-Feminismus"
| Valérie Trierweiler Foto: Jackolan1/wikipedia.org |
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E I N L A D U N G
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StreitWert – Politik im Dialog
Quote in den Medien? Warum nur für Frauen?
Datum: Dienstag, 29. Mai 2012, 19.00 Uhr
Ort: Heinrich Böll Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin
Ein Livestream wird eingerichtet: www.boell.de/stream
Mit:
Ines Pohl (Chefredakteurin, taz)
Georg Mascolo (Chefredakteur, Der Spiegel) *
Peter-Matthias Gaede (Chefredakteur, GEO) *
Prof. Dr. Margreth Lünenborg (FU Berlin)
Alex Rojkov, Journalistin
* angefragt
Moderation: Susanne Lang (der Freitag)
Die Frauenquote wird überall höchst kontrovers diskutiert. Es geht
nicht nur um Quoten für Fach- und Führungskräfte in der Wirtschaft,
insbesondere in Aufsichtsräten und Vorständen, sondern auch um
Quoten in den Medien. Frauen aus Medienunternehmen fordern seit
einiger Zeit eine Frauenquote von mindestens 30 % für die
Führungspositionen in Redaktionen und Verlagen. Die bisherigen
Reaktionen von den meist männlichen Chefredakteur_innen variieren
von verhaltener Zustimmung über Stillschweigen bis zu offener oder
indirekter Ablehnung. Qualifikation statt Quote ist das Argument.
Journalistinnen wollen angeblich nicht gerne als „Quotenfrauen“
etikettiert werden. Aber sind Männer die besseren Journalist_innen, wie
ein Blick in die Führungsetagen vermuten lässt? Und ist es jenseits der
Gerechtigkeitsfrage nicht auch ökonomisch vernünftig, eine Frauenquote
für Führungspersonal einzuführen? Außerdem: Medienhäuser sind an der
Spitze nicht nur männlich dominiert, sondern auch „beschämend weiß“
(Ines Pohl, taz). Was ist dagegen zu tun? Reichen Quoten weit genug
oder was müsste sich auch an Arbeits- und Rahmenbedingungen in den
Unternehmen ändern?
In Medienpartnerschaft mit der Wochenzeitung „ der Freitag“
Information:
Christine Weiß, Email weiss@boell.de T 030-28534-122
Besuchen Sie uns auch unter
facebook.com/Gunda-Werner-Institut
Hinweis
Wir weisen darauf hin, dass im Rahmen dieser Veranstaltung Foto-/Ton-
und Filmaufnahmen von TV-Sendern sowie für öffentliche und nicht-
öffentliche Zwecke gemacht werden können.
Universität Basel, Departement Geschichte, 01.08.2012-31.07.2013
Bewerbungsschluss: 01.06.2012
Am Departement Geschichte der Universität Basel
sind auf den 1. August 2012 zwei Assistenzstellen neu zu besetzen:
1. AssistentIn für Neuere Allgemeine Geschichte (50%) bei Prof. Martin
Lengwiler
Der Arbeitsbereich umfasst Aufgaben im Rahmen der Lehrtätigkeit von
Prof. Dr. Martin Lengwiler (Allgemeine Geschichte des 19. und 20.
Jahrhunderts) und der allgemeinen Aufgaben des Departements Geschichte.
Je nach Abschluss beträgt die maximale Anstellungsdauer vier Jahre (mit
MA./Liz.) bzw. sechs Jahre (mit Dr.).
BewerberInnen müssen ein abgeschlossenes Studium der Geschichte
(MA./Liz.) oder eine abgeschlossene Promotion in Geschichte vorweisen.
Vorausgesetzt wird ein Interesse an Fragen der Europäischen Geschichte
des 19. und 20. Jahrhunderts und Vertrautheit mit aktuellen
theoretischen Debatten. Erwartet wird ein Projekt zur weiterführenden
wissenschaftlichen Qualifikation (Dissertations- oder
Habilitationsprojekt), die Durchführung von Lehrveranstaltungen,
Unterstützung bei organisatorischen Aufgaben des Lehrstuhls und die
Mitarbeit in der akademischen Selbstverwaltung. Der Bewerbung ist neben
einem Curriculum vitae und einer Publikationsliste eine kurze
Ideenskizze für ein Dissertations-, bzw. ein Habilitationsprojekt
beizulegen.
Nähere Auskünfte: Prof. Martin Lengwiler, Departement Geschichte,
Hirschgässlein 21, CH-4051 Basel, Tel. 061/20959666, email
martin.lengwiler@unibas.ch.
2. AssistentIn für Neuere Allgemeine Geschichte (50%) bei Prof. Caroline
Arni
Der Arbeitsbereich umfasst Aufgaben im Rahmen der Lehrtätigkeit von
Prof. Dr. Caroline Arni (Allgemeine Geschichte des 19. und 20.
Jahrhunderts) und der allgemeinen Aufgaben des Departements Geschichte.
Je nach Abschluss beträgt die maximale Anstellungsdauer vier Jahre (mit
MA./Liz.) bzw. sechs Jahre (mit Dr.). BewerberInnen müssen ein
abgeschlossenes Studium der Geschichte (MA/Liz.) oder eine
abgeschlossene Promotion in Geschichte vorweisen. Erwartet wird
Vertrautheit mit grundlegenden Themen und theoretisch-methodologischen
Diskussionen der Kultur- und Sozialgeschichte.
Erwünscht ist ein Interesse an der Wissensgeschichte oder der
Geschlechtergeschichte. Zum Aufgabenbereich gehört die persönliche
Qualifikation (Dissertations- oder Habilitations- bzw. Second
book-Projekt), die Durchführung von Lehrveranstaltungen, Unterstützung
bei organisato-rischen Aufgaben des Lehrstuhls und die Mitarbeit in der
akademischen Selbstverwaltung. Der Bewerbung ist neben einem Curriculum
vitae und gegebenenfalls einer Publikationsliste eine kurze Skizze (1
S.) des Forschungsvorhabens beizulegen.
Nähere Auskünfte: Prof. Caroline Arni, Departement Geschichte,
Hirschgässlein 21, CH-4051 Basel, Tel. 061/20959666, email
caroline.arni@unibas.ch.
Bewerbungen sind (bitte mit Präzisierung der intendierten Stelle), bis
zum 1. Juni 2012 zu richten an die
Geschäftsführerin des Departements Geschichte
Dr. Olivia Hochstrasser
Hirschgässlein 21
CH-4051 Basel
olivia.hochstrasser@unibas.ch
————————————————————————
Dr. Olivia Hochstrasser
Geschäftsführung Departement Geschichte
Hirschgässlein 21, CH 4051 Basel
0041 61 295 96 49
olivia.hochstrasser@unibas.ch
Homepage < [www.geschichte.unibas.ch] >
URL zur Zitation dieses Beitrages
< [hsozkult.geschichte.hu-berlin.de] >
————————————————————————
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oder Aktualität der von unseren Nutzern beigetragenen Inhalte. Bitte
beachten Sie unsere AGB:
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Der an der Universität Siegen lehrende Politologe Jürgen Bellers lud am 5. Mai via Facebook zur Gründungsversammlung einer "Menschenrechtsgruppe" namens "Tradition international" ein, die sich von da an jeden Montag treffen sollte. Diese Gruppe wolle besonders durch "Mailaktionen an die, die (…) Menschenrechte missachten, z.B. gegenwärtig der Berliner Senat, der im Unterricht auch homosexuelle Beziehungen als mögliche Partnerschaftsformen lehren will" tätig werden.
In der darauf folgenden Diskussion - die nicht nur online, sondern auch in einer Diskussionsrunde an der Uni Siegen am 7. Mai fortgesetzt wurde, sprach er sich mehrfach gegen die Erwähnung gleichgeschlechtlicher Lebensformen im Schulunterricht aus - "Ich möchte nichts über Homosexualität in der Schule lernen" und "Dummheit macht glücklich" wird er vom autonomen LGBT-Referat der Uni Siegen zitiert.
Warum er auch andere dumm sterben lassen will, erklärt Bellers damit, dass Schülerinnen und Schüler durch die Konfrontation mit gleichgeschlechtlichen Partnerschaften verwirrt würden. Außerdem würde ihnen dadurch ein festes Wertegerüst genommen, das Kinder und Jugendliche seiner Meinung nach bräuchten. Wenn man sich in der Schule nicht gegen Aufklärung wehren kann, sei das ein Einschnitt der Freiheit. Wie man die "Verwirrung" von Kindern lindern kann, die außerhalb der Schule gleichgeschlechtliche Partnerschaften erleben, erklärte der Professor in der Diskussion nicht. Ob er das Argument "ich habe dieses Kapitel nicht gelernt, weil ich es als Einschnitt in meine Freiheit betrachte" bei einer Prüfung akzeptiert, ist nicht bekannt.
Das LGBT-Referat Gay@Siegen forderte Professor Bellers zu einer schriftlichen Stellungnahme auf. Die Landesarbeitsgruppe DIE LINKE.queer kritisiert vor allem, dass Bellers für die Werbung für seine homophobe Gruppe Strukturen der Universität verwendet hat und mit seiner Uni-Anschrift für die Organisation wirbt. Das angekündigte Gründungstreffen von "Traditional international" wurde inzwischen abgesagt, "da das hier in Siegen nicht mehr möglich scheint", wie Professor Bellers den Kollegen von queer.de gegenüber erklärte.
Links: http://www.uni-siegayn.de/?p=266
[www.queer.de]
http://linke-queer-nrw.de/?tag=tradition-international
[www.juraexamen.info]
[www.uni-siegen.de]
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-siegen-kreuztal-netphen-hilchenbach-und-freudenberg/professor-kontra-homo-unterricht-id6639207.html
[www.pride1radio.com]
Auf It’s pronounced metrosexual findet ihr eine Liste mit Privilegien, die cis-Menschen haben. („Cis“ bedeutet, dass deine Geschlechtsidentität mit dem dir bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt).
Nachdem seit Jahresbeginn 54 Frauen von Ehemännern oder Lebensgefährten ermordet wurden, beginnt in Italien nun die Bewegung „Wenn nicht jetzt, wann?“ mit einer landesweite Kampagne gegen das „Frauenmassaker“, berichtet dieStandard.
Ebenfalls auf dieStandard findet ihr einen Artikel zu #ichhabenichtangezeigt. Passend dazu: Was ist Konsens? Auf Slut Walk Seattle ist es in einigen handlichen Stichworten knackig erklärt.
Wenn es nicht so traurig wäre… Ein Satire-Video zum republikanischen “Krieg gegen Frauen” in den USA:
Republicans, Get In My Vagina! from Kate BeckinsaleDie New York Times hat ein langes Essay über die Kriminalisierung von „schlechten“ Müttern in den USA. Dort werden immer öfter Frauen verklagt und ins Gefängnis geschickt, wenn sie ihr ungeborenes Baby Embryo „in Gefahr bringen“. Die meisten der dazu herangezogenen Gesetze waren nie dafür gedacht, aber werden nun immer häufiger dazu benutzt, Schwangere (und potentiell jeden gebärfähigen Menschen) ihrer bürgerlichen Rechte zu berauben.
Melanie Bittner präsentiert eine gleichstellungsorientierte Analyse zum Thema „Geschlechterkonstruktionen und die Darstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Inter* (LSBTI) in Schulbüchern“ (PDF).
Toll! Es gibt nun auch Girls Rock Camps in Bremen und München (Facebook Link)!
In Jerusalem fand der erste SlutWalk statt. Einen tollen Bericht inklusive Fotos findet ihr auf dem Riot Grrrl-inspirierten Blog von Badass.
Das Buch von Cordelia Fine gibt es nun endlich auch auf Deutsch! „Die Geschlechterlüge“: Biologie als Neurosexismus.
Die Männlichkeitsdebatte geht weiter: In der Zeit nimmt Ilse Lenz, Professorin für Geschlechterforschung, den „Mythos männerhassende Feministinnen“ auseinander.
Termine:
Die südkoreanische Gewerkschaftsheldin Kim Jinsuk ist auf Deutschlandbesuch.
Noch bis zum 17. Mai könnt ihr die Ausstellung über Geschlecht von Bettina Rheims in Düsseldorf anschauen.
Zwei Veranstaltungstipps von der Rosa Luxemburg Stiftung: ”Frauen im Widerstand gegen den Faschismus“ am 22. Mai in Stuttgart und “Frauen in der Neonazi Szene“ am 7. Juni in Bochum.
Am 26. Mai findet in Berlin eine Demo gegen das Betreuungsgeld statt. Infos gibt es leider nur Facebook: “Demo: Nein zum Betreuungsgeld! Ja zu KiTa und Wahlfreiheit!”
Einstieg ins Programmieren gesucht? Anmelden zum nächsten Railsgirls Workshop in Berlin!
Veranstaltungstipp in Tübingen: “Intersex – Herausforderungen im gesellschaftlichen Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt und Ambiguität“.
Die AG queer Weimar organisiert um den Internationalen Tag gegen Homophobie am 17.05.2012 in Weimar eine queer-feministische Veranstaltungsreihe vom 12.-19.5.
Hier findet ihr das Programm zum Idaho 2012.
BefürworterInnen waren mit 39 Prozent unterlegen - Derzeit erlauben nur sechs Staaten die Ehe von Schwulen und Lesben
NGOs sammelten Brennpunkte als Ergänzung zum offiziellen Staatenbericht
Bundeskanzlerin Angela Merkel, Schirmherrin des sozialen Businessplan-Wettbewerbs startsocial, hatte im April zur Preisverleihung an die überzeugendsten Wettbewerbsprojekte in das Bundeskanzleramt eingeladen. Ziel des bundesweiten Wettbewerbs startsocial ist es, soziale Ideen und Projekte mit dem wirtschaftlichen Know-how freiwillig engagierter Experten zu unterstützen und so das zivilgesellschaftliche Engagement in Deutschland nachhaltig zu fördern. „mein papa kommt“ und sechs Bundessieger erhielten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro.
Rose Volz-Schmidt, Initiatorin und Geschäftsführerin der wellcome gGmbH: „Familie – so die gängige Meinung in Deutschland – ist Privatsache. Wie schön, dass der Preisträger „mein papa kommt“ eine komplett andere Vision unserer Gesellschaft vorlebt. Sie haben ein Herz für „Familien mit zwei Elternhäusern“, wie Sie sie nennen. Sie übernehmen mit einem innovativen, mutigen und sehr pragmatischen Projekt Verantwortung für Familien in Turbulenzen nach einer Trennung oder Scheidung und helfen vor allem den Kindern damit.“
Das Projekt „mein papa kommt“ vermittelt seit 2009 bundesweit Gastgeber, die kostenfreie Übernachtungszimmer für Väter oder Mütter anbieten, deren Kinder nach der Trennung der Eltern in einer anderen Stadt leben. Das Projekt stärkt alleinlebende Väter und Mütter in ihrer Elternschaft und fördert den Bindungsaufbau zum besuchten Kind oder Jugendlichen. Es senkt die Besuchsschwelle und mindert das Armutsrisiko bei alleinlebenden Vätern und Müttern, da diese finanziell entlastet werden.
Das Angebot von „mein papa kommt“ wurde über die Vermittlung kostenfreier Übernachtungsplätze hinaus um das Konzept „SpielRaum für Familien mit zwei Elternhäusern“ für besuchende Eltern und ihre Kinder erweitert. Bundesweit haben sich bisher 310 Gastgeber und 117 Eltern registriert. Wöchentlich erreichen die Initiatorin neue Anfragen. Selbst aus dem Ausland werden Eltern an Gastgeber vermittelt, um ihre Kinder in Deutschland zu besuchen.
Ergänzend bietet das Projekt Zugänge zu Angeboten der familienbezogenen Erwachsenenbildung, der schulischen Elternarbeit sowie der Begleitung von Lebensübergängen. Rose Volz-Schmidt: „Das macht Mut, gibt Gelassenheit und damit die notwendige Energie, um das zu bleiben, was man ist: Ein Elternteil, der für sein Kind da sein möchte.“
In den ersten Briefkästen ist sie schon eingeflattert und ab dem 14.05. liegt sie in allen gut sortierten Bahnhofs-Buchhandlungen und Zeitschriftenläden! Hier eine kleine Vorschau auf den Inhalt der Missy 02/12: Vorlaut, queer, politisch und angeführt von einer dicken Frau – unsere Titelgeschichte über The Gossip. Passend zum Sommer: Unser Dossier zu Körperbehaarung und Fellpflege.

So sieht es also aus, wenn man das Internet ausdruckt. Insgesamt 24.176 Menschen hatten in den letzten drei Wochen den Offenen Brief an Familienministerin Kristina Schröder unterzeichnet – heute um 11 Uhr wurde er vor ihrem Ministerium übergeben.

Schröder selbst hatte leider keine Zeit, um mit den Vertreter_innen der Aktion Nicht Meine Ministerin zu sprechen. Vielleicht hat sie aber noch etwas durch die Flure des Ministeriums hallen hören, denn der Brief wurde noch einmal verlesen:
Wir danken allen Mit-Unterzeichner_innen und sind gespannt, welche Konsequenzen Kristina Schröder zieht. Die weitere Unterzeichnung des Briefes ist aus technischen Gründen leider nicht möglich.
In diesem Jahr findet der Feministische Juristinnentag vom 11.-13.05.2012 in Bremen statt. Ausführliche Informationen finden Sie hier.
Ähnliche Beiträge
Im aktuellen Newsletter des Instituts für Hochschulforschung in Halle/Wittenberg wird ein Bericht über den Anteil von Frauen und Männern in Kinderkrippen, -tagesstätten sowie in den entsprechenden Ausbildungsinstitutionen vorgestellt. Die fortschreitende Professionalisierung in der Frühpädagogik könnte zu einer Verschiebung bisheriger Geschlechterrollen in diesem pädagogischen Feld führen: Mit dem wachsenden Prestige erzieherischer Tätigkeiten könnten diese – vor allem in den Führungsetagen – für Männer zunehmend interessant werden. Der vorliegende Report (Arbeitsbericht 2/12 ) liefert erstmals einen Gesamtüberblick zur Präsenz von Frauen und Männern in den verschiedenen Berufspositionen des frühpädagogischen Feldes: Zusammenfassung.
Ansprechpartner: peer.pasternack@hof.uni-halle.de / johannes.keil@hof.uni-halle.de
Zur unbedingt notwendigen Verbindung von Queer & Kapitalismuskritik ist eine breitere Debatte in Gang gekommen, die es lohnt, zu verfolgen und fortzusetzen. Es erscheint mir wichtig, nicht einfach die „Wertabspaltungstheorie“ von Roswitha Scholz zur Kenntnis zu nehmen und sie dann stetig zu wiederholen, sondern damit weiterzuarbeiten! Interessant sind hierzu einerseits Überlegungen, warum es niemals im Sinne kapitalistischer Produktionsweise (kapitalistischer gesellschaftlicher Verhältnisse) war, alle Frauen von Erwerbsarbeit auszuschließen (vgl. Punkt [4] im Folgenden), sondern auch die aktuellen neoliberalen Verhältnisse zu reflektieren, diese zu verstehen und praktisches Handeln abzuleiten (hierzu [4] und [5] im Folgenden). Die Antworten werden intersektional sein müssen – warum wird bei der Lektüre von [6] deutlich. Nebenbei wird auch klar, warum von den Herrschenden (ihre Privilegien absichernden) eine vermeintliche „Natürlichkeit“ (im Sinne von Vorgegebenheit und Unabänderlichkeit) zentralen Bestandteil der Argumentation bildet (schon Simone de Beauvoir führte dies aus [„Das andere Geschlecht“], vgl. in diesem Sinne auch „Geschlecht: Wider die Natürlichkeit“). Nun die entstandene Diskussion zu Queer & Kapitalismuskritik chronologisch:
1) Dieser Beitrag löste die Debatten aus: „Diverser leben, arbeiten und Widerstand leisten – Queerende Perspektiven auf ökonomische Praxen der Transformation“ (Kathrin Ganz, Do. Gerbig)
2) Es erschien darauf hin diese Kritik: „Queerfeministische Ökonomiekritik? Eine Randnotiz zum Ende des Kapitalismus“ (Salih Alexander Wolter)
3) Hier wurde diese Kritik noch einmal unterlegt: „Weg mit dem Queer-Ding! Ansätze für eine queere Kapitalismuskritik“ (Heinz-Jürgen Voß)
4) Es gilt sehr grundsätzlich die Verwobenheit von Geschlecht und Kapitalismus zu verstehen – unter anderem warum Kapitalismus stets auch auf Frauenarbeit zielte und warum die Differenzierung in zwei Geschlechter so gut nutzbar ist: Geschlecht und kapitalistische Produktionsweise – Queer und Antikapitalismus: Skizzen für neue Perspektiven (Heinz-Jürgen Voß)
5) Einige weitere wichtige Überlegungen, wie wir weiterdenken und eine Praxis entwickeln können, finden sich hier: a) In diesen Arbeiten von Volkmar Sigusch (u.a. „Die Mystifikation des Sexuellen“). b) In diesem zentralen Aufsatz von Nancy Peter Wagenknecht („Formverhältnisse des Sexuellen“). c) In dem von Heike Friauf hrsg. Band „Eros und Politik“, dort u.a. der Beitrag von Leo Kofler „Eros, Ästhetik, Politik – Thesen zum Menschenbild bei Marx“.
6) Perihan Mağdens Roman „Ali und Ramazan“ macht sehr gut literarisch klar, dass und wie ökonomische und sexuelle Fragen in Verbindung stehen (also: „Intersektionalität“!). Die Autorin stellt ihrem Buch ein Zitat voran: „Leute, die über Revolution reden, oder über Klassenkampf, ohne sich dabei explizit auf das alltägliche Leben zu beziehen, die nicht verstehen, was subversiv an der Liebe ist und was positiv ist an der Zurückweisung von Beschränkungen, solche Leute haben eine Leiche in ihrem Mund.“ Rezensionen, die die Anschlussmöglichkeiten für Queer & Kapitalismuskritik umreißen, finden sich hier und hier.
The Research Group Visual Culture based at the Graduate School ‘Gender as Category
of Knowledge’ at Humboldt-University Berlin invites to the 2nd event of the lecture series TALKING EYES:
Alisa Lebow, filmmaker, London & Başak Ertür, PhD Cand. Birkbeck London
Coup de Genre: The Trials and Tribulations of Bülent Ersoy Date & Time: 11 May 2012, 7:30 pm Venue: b_books Berlin Chair: Marietta Kesting
A cooperation with b_books Berlin
This essay/presentation takes as its subject the real and fictional trials of Bülent Ersoy – a fantastically outrageous Turkish transgender singer/film star, whose public gender ‘transition’ coincided and collided with the 1980 military coup d’état in Turkey and its aftermath. There is a confused but fascinating feature film that came out in 1981, starring Ersoy (playing herself as a man and a woman), about her gender ‘crisis’, which relies on documentary footage to build sympathy for the star’s admittedly unusual and exaggerated persona. Interweaving an analysis of The End of Fame with Bülent Ersoy’s real life trials, Lebow and Ertür explore the trans-queer challenges posed by the star’s public persona, not only to genre and narrative, but to the law itself, allowing a unique perspective on the fitful logics and legal hysterics of the Turkish September 12, 1980 coup d’état.
Dr. Alisa Lebow is a filmmaker and film scholar originally from New York, currently residing in London.
Başak Ertür is a doctoral candidate in the School of Law at Birkbeck College in London.
Address: b_books Buchhandlung, Lübbenerstr. 14, 10997 Berlin
Web: http://www.talking-eyes.de/
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Contact us: info (at) talking-eyes.de
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Liebe Kolleg_innen, liebe Freund_innen,
anbei ein Hinweis auf eine aktuelle Studie der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft zu Geschlecht und Sexualität in deutschsprachigen Schulbüchern ( [www.gew.de] ). Sie wurde von Melanie Bittner erarbeitet und kommt zu äußerst ernüchternden (oder vielmehr erschreckenden) Ergebnissen. Es ist kein Wunder, dass Homophobie, Transphobie und die Mythen „männliche Aktivität“ vs. „weibliche Passivität“ so weit verbreitet sind, wenn weiterhin ausschließlich das Eindringen des erigierten Penis in die Vagina als Sex beschrieben wird. Mädchen und Frauen werden speziell in den Biologie-Lehrbüchern als passive Beigabe erklärt, in die der Penis des Jungen bzw. Mannes einzudringen hat. Zu den Biologie-Lehrbüchern erarbeitet die Studie:
„Auch die üblichen Definitionen von Geschlechtsverkehr verdeutlichen Heteronormativität in Biologiebüchern [- dort heißt es unter anderem]: „Beim Geschlechtsverkehr wird das Glied durch Aufnahme von Blut in die Schwellkörper versteift und dann in die Scheide einer Frau eingeführt.“ „Geschlechtsverkehr: Sex, Liebe machen. Der steife Penis gleitet in die Scheide. Beim Geschlechtsverkehr gelangen Spermien des Mannes in die Scheide der Frau.“ „Beim Geschlechtsverkehr gleitet der Penis in die Scheide.“ Diese Definitionen sind nicht nur heteronormativ, sie schreiben außerdem Männern beim Geschlechtsverkehr grundsätzlich eine aktive Rolle zu und Frauen eine passive Rolle zu. Zum Teil wird die Vagina bzw. weibliche Erregung geradezu funktionalisiert, so dass sie nur der Penetration durch einen Penis zu dienen scheint.“ […Folgerung:] Wieder ist der Kritikpunkt nicht, dass diese Form von Sexualität erklärt wird, sondern dass sie als einzige Form von Sexualität dargestellt wird. Nur die vaginale Penetration durch einen Penis wird als Geschlechtsverkehr definiert, ist „richtiger“ Sex, was die Vielfalt heterosexueller, homosexueller und bisexueller Praktiken normativ einengt. Die Analyse zur Konstruktion von Heteronormativität und der Darstellung von Homo- und Bisexualität in 12 aktuellen Biologiebüchern legt einen dringenden Bedarf offen, Lösungsansätze zu finden, wie Sexualität altersgerecht thematisiert werden kann, ohne Heterosexualität zur Norm zu erklären.“
Das war nur ein kurzer Ausblick auf die Biologie-Bücher. Die Studie ist umfassend und ist als Volltext hier online verfügbar: [www.gew.de] .
Liebe Grüße
Heinz / Heinz-Jürgen Voß
Find an English version below
DISCOVER FOOTBALL organisiert Podiumsdiskussionen mit Pionierinnen des
Frauenfußballs zum Arabischen Frühling und Frauenrechten.
*Dienstag, 15.Mai – Ägypten
Sonntag, 27. Mai- Palästina*
15. Mai
Ägypten – Podiumsdiskussion mit Dr. Sahar El Hawary und Petra Landers
Moderation: Doris Akrap (taz Redakteurin)
Als Tochter eines Fifa-Schiedsrichters ist Dr. Sahar El-Hawary mit Fußball aufgewachsen, durfte aber im Ägypten der 80er Jahre nicht Fußball spielen. Anfang der 90er schaffte sie es durch ihr Engagement ein Frauenteam zu gründen, das den Anstoß zum Aufbau weiterer Teams in ganz Ägypten und sogar in den Nachbarländern gab. Die Diskussion wird auch einen Bogen schlagen zu den aktuellen Umbrüchen in Ägypten und die Auswirkungen auf Frauenrechte. Petra Landers war Libero der ersten offiziellen deutschen Frauennationalmannschaft und ist damit ebenso wie El-Hawary eine der Pionierinnen des Frauenfußballs.
*15. Mai 2012, 20 Uhr im taz-Cafe, Rudi-Dutschke-Str. 23, 10969 Berlin
Englisch mit Deutscher Übersetzung*
Frau Dr. Sahar El-Hawary steht bereits am Montag den 14. Mai für Interviews zur Verfügung.
Interviewanfragen richten Sie bitte an Sonja Klümper
Email:s.kluemper@discoverfootball.de
Telefon: 0176 83289764
27. Mai
Palästina – Podiumsdiskussion mit Honey Thaljieh und Judith Althaus
Moderation: Britta Lenz (M.A. Sporthistorikerin)
Erst 2003 wurde in Palästina der erste Frauenfußballverein gegründet und mit dem Aufbau eines Nationalteams begonnen.
Die Spielerinnen haben mit teilweise traditionellen Geschlechterbildern ebenso zu kämpfen wie mit den Alltagsbedingungen im besetzten Land,
wo der Weg zum Training oft stundenlanges Warten an israelischen Checkpoints einschließt.
Honey Thaljieh, Mitbegründerin und Kapitänin des Nationalteams, berichtet von den Anfängen des Frauenfußballs in Palästina, dem gegenwärtigen Stand der Entwicklung und dem Zusammenhang von sportlicher und gesellschaftlicher Emanzipation von Frauen. Judith Althaus ist Mitarbeiterin der Friedrich-Ebert-Stiftung und Expertin zu Genderfragen in Palästina.
*
27. Mai 2012, 19 Uhr im Tante Horst, Oranienstr. 45, 10969 Berlin
Englisch mit Deutscher Übersetzung*
Die Podiumsdiskussionen sind Teil der Veranstaltungsreihe “Fußball im Frühling: Frauen in Fußball und Gesellschaft in Zeiten der arabischen Revolution” veranstaltet von DISCOVER FOOTBALL.
www.discoverfootball.de
———–English Version——————————————
Women in Football and Society in Times of the Arab Uprising.
A Lecture Series by DISCOVER FOOTBALL
15. May
Egypt- Discussion with Dr. Sahar El-Hawary and Petra Landers
Being the daughter of a FIFA referee, Dr. Sahar El-Hawary grew up with football, but was not allowed to play during the 1980s in Egypt. In the beginning of the 1990s she succeeded in building up her own team which inspired the emergence of many women’s football clubs around Egypt and even beyond its borders. Petra Landers played in the first german national team and
is like Hawary one of the pioneers of women?s football.
English with German Translation
8:00 pm at taz Cafe, Rudi-Dutschke-Str. 23, 10969 Berlin
27. May
Palestine – Discussion with Honey Thaljieh and Judith Althaus
It was only in 2003 when Palestine’s first women’s football club was founded and a national team was built up. The players have to cope with gender stereotypes as well as with the hardships of the Israeli occupation under which they often have to wait at checkpoints for hours, in order to get together for a training. Honey Thaljieh, co-founder and captain of the national team, will talk about the beginning of women’s football in Palestine, its current state of development and the connection of female emancipation in sports and in society. Judith Althaus (Friedrich-Ebert-Stiftung) is an expert on gender roles in Palestine.
7:00 pm at Tante Horst, Oranienstr. 45, 10969 Berlin
English with German Translation
www.discoverfootball.de
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Wir beglückwünschen unser Gründungsmitglied Dr. Christine Bergmann zum Empfang der Louise-Schroeder-Medaille am Dienstag, 17. April 2012
„Gibt es etwas Langweiligeres, als über einen wahrhaft guten Menschen zureden?“ begann die RBB- Intendantin Dagmar Reim ihre Laudatio auf Christine Bergmann und widerlegte ihre rhetorische – und nicht recht ernst gemeinte – Frage sogleich. Es war die leidenschaftliche, unkonventionelle Laudatio auf eine „Kümmerin“, deren (gesellschafts-) politisches Engagement und Handeln ein Stück weit unsere Gesellschaft zum Besseren verändert hat.
Und es war insgesamt wohltuend und berührend, diese Feierstunde in den Räumen des Berliner Abgeordnetenhauses zu erleben. Auch der Parlamentspräsident mochte nicht nur im streng-offiziellen Redemodus des Hohen Hauses bleiben und artikulierte neben der formellen auch seine persönliche Wertschätzung der mit der Louise-Schroeder-Medaille Geehrten.
Die Antwort von Christine Bergmann machte einmal mehr deutlich, warum sie Partei- und Generationsübergreifend so geschätzt wird. Ihre Quasi-Laudatio auf Louise Schroeder zeigte, wie viel wir jenen Frauen zu verdanken haben, die vor uns um eine gerechte Teilhabe kämpften; und mit dem Aufgreifen der aktuellen Quoten- Diskussion nahm sie die Zuhörenden gleichsam in die Pflicht: „die volle Verwirklichung der Demokratie ist erst mit der gleichen Teilhabe von Frauen und Männern in allen Bereichen der Gesellschaft erreicht“. Und sie tat das, wie es immer ihre Art ist: so klar, so schnörkellos, so uneitel und so leidenschaftlich engagiert.
Es gibt nichts Schöneres, als einen wahrhaft guten Menschen zu feiern. Einen guten Teil des Zaubers dieser Feierstunde lässt sich in der Laudatio von Dagmar Reim und der Antwortrede von Christine Bergmann nachspüren, die sie auf unserer Webseite www.berlin-stadtderfrauen.de, finden.
Für den Vorstand der Überparteilichen Fraueninitiative,
Uta Denzin
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Was frau lernen kann, wenn ein Jahr lang gänzlich auf Haarentfernung verzichtet wird - Ein Selbstversuch erleichtert vielleicht Ihre Entscheidung vor der Haarentfernungs-Hochsaison
Derzeit gibt es in den USA in 29 Bundesstaaten in der Verfassung verankerte Verbote der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare, dabei gehen aber nur wenige so weit wie jenes von Nord Carolina, das gleichzeitig auch eingetragene Partnerschaften verbietet und die rechtliche Anerkennung von heterosexuellen Lebengsgemeinschaften untersagt. Die meisten dieser Verfassungszusätze wurden in den Jahren 2004 bis 2008 beschlossen. Laut Meinungsumfragen tritt zwar bereits eine knappe Mehrheit der US-Bevölkerung für die Öffnung der Ehe und eine größere Mehrheit für die rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare durch andere legislative Maßnahmen (z.B. Civil Unions) ein, aber die regionalen Unterschiede dürften noch recht groß sein.
Links: [abcnews.go.com]
[joemygod.blogspot.com]
[joemygod.blogspot.com] JoeMyGod hat die Reaktionen der großen LGBT-Organisationen der USA
[www.gallup.com] aktuelle Umfrageergebnisse und langfristige Trends
[www.pewstates.org] Übersicht über die durch Referendum eingeführten Ehe-Verbote für gleichgeschlechtliche Paare in den USA. Zwischen einfachgesetzlichen Verboten und solchen im Verfassungsrang wird hier nicht unterschieden.
Am 31. Mai startet im Berliner Lichtblick-Kino die Dokumentation ‚Reine Männersache‘ von Regisseurin Susanne Binninger. Im Juni gibt es Vorführungen in Anwesenheit der Regisseurin.
Neuer Vater oder Alpharüde – was heißt es heutzutage Mann zu sein? ‚Reine Männersache‘ besucht Orte, an denen Männerbilder geprägt werden – und fragt, wie Mann damit lebt: Eine Partnervermittlung wertet die Ergebnisse ihrer neuesten Männer-Studie aus. Eine Werbeagentur castet und dreht einen Spot mit einem Mann, einer Frau, zwei Kindern und einer Waschmaschine. Männer bringen Männern in einem Workshop für Führungskräfte vätergerechte Personalführung bei.
Ein Putzmittelshersteller veranstaltet einen Haushaltszehnkampf für Paare, um Hausarbeit auch für Männer attraktiv zu machen. Wir lernen den Alltag eines hauptberuflichen Tagesvaters kennen, der drei Kleinkinder betreut. Und besuchen eine Männergruppe, in der Männer gemeinsam über ihr Leben nachdenken.
Eine unterhaltsame Reise mit überraschenden Einsichten – denn Männer sind Ernährer, Neue Väter, Underperformer, Leistungsträger, Alpha-Rüden, Warmduscher – je nach Perspektive. Sie sollen ihren Frauen treu sein, als Versorger und Ernährer funktionieren, sich um ihre Kinder kümmern, ihre weiblichen Anteile pflegen, nicht zum Schlaffi mutieren. Sie sollen führen ohne zu dominieren, ihren Partnerinnen den Rücken freihalten, und sexy sein, aber keine Machoattitüden haben…
Rollenbilder treffen auf gelebtes Leben, Zuschreibungen auf Erfahrungen. Was heißt es heutzutage Mann zu sein? Wer formuliert Ansprüche an Männer und prägt ihre Bilder? Und wie finden sich Männer in diesem Dickicht von Rollenerwartungen zurecht?
Rein rational lässt sich das Werk der Jahrhundertkünstlerin Louise Bourgeois nicht erschließen. Die Hamburger Kunsthalle stellt aus
Die Dürreperiode hat massive Auswirkungen auf die Lebensbedingungen von Müttern und Kindern: Niger hat Afghanistan am letzten Platz abgelöst
Zu diesem Anlass hat die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf; Snežana Sever, mit mehreren Kooperationspartnerinnen eine besondere Veranstaltung im KulturGut Marzahn (15-18 Uhr) vorbereitet:
Zusammen mit dem Bezirksbürgermeister Stefan Komoß wird sie eine Straßenkarte präsentieren, auf der alle Straßen, Plätze und Wege mit Frauennamen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf gekennzeichnet und somit im Gedächtnis sind. Nachdenkliches, Erbauendes und Notwendiges zu Aktionen, die sich für Frauennamen bei den Straßennamen einsetzen, wird Sabine Krusen (Brunnhilde e.V.) berichten. Danach wird die bekannte Schriftstellerin Elfriede Brüning aus ihrem Werk lesen. Ihre und andere Publikationen können vom Büchertisch erworben werden.
Ein Nachmittag als Genuss für die Sinne: Lesung, Musik, Gaumenfreuden.
Alle Interessierten sind am 11. Mai (Fr) herzlich eingeladen.
Ort: KulturGut Marzahn, Alt Marzahn 23, 12685 Berlin
Infos bei: snezana.sever@ba-mh.verwalt-berlin.de; Tel.: 030/ 90 293-2050
Unsere neue Studie “Occupational Sex Segregation and Management-Level Wages in Germany : What Role Does Firm Size Play?” DIW Discussion Papers No. 1206 von Anne Busch und Elke Holst, 2012, wurde gerade veröffentlicht.
Anhand ökonometrischer Modelle haben wir auf Basis der SOEP-Daten den Verdienst beeinflussende Merkmale untersucht.
Ein Ergebnis ist, dass vollzeitbeschäftigte Angestellte in der Privatwirtschaft, die keine Führungsposition einnehmen, einen geringeren Verdienst erzielen, je höher der Frauenanteil in einem Beruf ist. In Führungspositionen tritt dieser Effekt jedoch nur bei größeren Unternehmen auf. “Offenbar profitieren in Führungspositionen vor allem Männerberufe und nicht die (wenigen) Frauenberufe von den besseren Verdienstchancen in größeren Unternehmen”, sagen die beiden Autorinnen, Anne Busch und Elke Holst.
In einem Vortrag von Michaela Wünsch wird Historisches aufgearbeitet und mit queerer Kunst verwoben
Eine aktuelle Studie der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (erarbeitet von Melanie Bittner, im Auftrag der Max-Traeger-Stiftung) kommt zu einem äußerst ernüchternden Ergebnis zu den Betrachtungen von Geschlecht und Sexualität in deutschsprachigen Schulbüchern. Von den französischen Fortschritten ist man weit entfernt. Es ist kein Wunder, dass Homophobie, Transphobie und die Mythen „männliche Aktivität“ vs. „weibliche Passivität“ so weit verbreitet sind, wenn weiterhin ausschließlich das Eindringen des erigierten Penis in die Vagina als Sex beschrieben wird. Mädchen und Frauen werden speziell in den Biologie-Lehrbüchern als passive Beigabe erklärt, in die der Penis des Jungen bzw. Mannes einzudringen hat. Zu den Biologie-Lehrbüchern erarbeitet die Studie:
„Auch die üblichen Definitionen von Geschlechtsverkehr verdeutlichen Heteronormativität in Biologiebüchern [- dort heißt es unter anderem]: „Beim Geschlechtsverkehr wird das Glied durch Aufnahme von Blut in die Schwellkörper versteift und dann in die Scheide einer Frau eingeführt.“ „Geschlechtsverkehr: Sex, Liebe machen. Der steife Penis gleitet in die Scheide. Beim Geschlechtsverkehr gelangen Spermien des Mannes in die Scheide der Frau.“ „Beim Geschlechtsverkehr gleitet der Penis in die Scheide.“ Diese Definitionen sind nicht nur heteronormativ, sie schreiben außerdem Männern beim Geschlechtsverkehr grundsätzlich eine aktive Rolle zu und Frauen eine passive Rolle. Zum Teil wird die Vagina bzw. weibliche Erregung geradezu funktionalisiert, so dass sie nur der Penetration durch einen Penis zu dienen scheint. […Folgerung:] Wieder ist der Kritikpunkt nicht, dass diese Form von Sexualität erklärt wird, sondern dass sie als einzige Form von Sexualität dargestellt wird. Nur die vaginale Penetration durch einen Penis wird als Geschlechtsverkehr definiert, ist „richtiger“ Sex, was die Vielfalt heterosexueller, homosexueller und bisexueller Praktiken normativ einengt. Die Analyse zur Konstruktion von Heteronormativität und der Darstellung von Homo- und Bisexualität in 12 aktuellen Biologiebüchern legt einen dringenden Bedarf offen, Lösungsansätze zu finden, wie Sexualität altersgerecht thematisiert werden kann, ohne Heterosexualität zur Norm zu erklären.“
Das war nur ein kurzer Ausblick auf die Biologie-Bücher. Die Studie ist umfassend und ist als Volltext hier online verfügbar.
“Der packendste «schwule» Roman seit langem ist von einer Frau und kommt aus der Türkei” – mit einem sehr interessanten Blick auf die schwule deutsche Rezeption ist eine Besprechung des Buches “Ali und Ramazan” (von Perihan Mağden; dt. Übersetzung bei Suhrkamp) erschienen. Salih Alexander Wolter gibt nicht nur einen guten Überblick über das (wunderbare) Buch, sondern auch, wie es von schwulen deutschen Blogs und Zeitschriften angenommen und verarbeitet wurde.
Die Besprechung findet sich hier:
[salihalexanderwolter.blogsport.de]
Vortrag mit Diskussion
Rassismus und Alltagsrassismus
von Dr. Eske Wollrad, Theologin, Expertin für Critical Whiteness Studies, ein.
Termin: Freitag, 11. Mai, 12.15-13.45Uhr
Ort: Humboldt-Universität zu Berlin, Theologische Fakultät, Burgstrasse 26, Raum 013
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Am 11.05.2012 findet anlässlich des Internationalen Frauenarchivtages eine Veranstaltung im KulturGut Marzahn statt.
Die Veranstaltung wurde von der bezirklichen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten initiiert und wird in Kooperation mit folgenden UnterstützerInnen realisiert: Marion Winkelmann, Leiterin des KulturGut`s Marzahn (Agrarbörse e.V.). Frau Winkelmann ist Mitglied im Frauenbeirat Marzahn-Hellersdorf. Katja Buch, Leiterin im Kiezhaus Marzahn Plattenverbund e.V.), Frau Buch ist zugleich eine der beiden Sprecherinnen des Frauen-beirates Marzahn-Hellersdorf sowie Mira Renka, Leiterin in der Beratungsstelle und dem Treffpunkt für Frauen bei der Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Südost e.V.
Einladungskarte zum Frauenarchivtag 11. Mai 2012
Informationen und Pressekontakt: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin,
Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte,
E-Mail: snezana.sever@ba-mh.verwalt-berlin.de
Tel.: 030/ 90 293-2050;
Fax: 030/ 90293 20-55
Heute erscheint offiziell der erste Newsletter des „Sexualwissenschaftlichen Interdisziplinären Nachwuchses“ („SINa“) der Gesellschaft für Sexualwissenschaft in Leipzig.
Wir würden uns darüber freuen, wenn dieser Newsletter – und damit auch SINa – durch Weiterverbreitung einem größeren Empfängerkreis bekannt gemacht wird.
Seit November 2010 treffen sich in regelmäßigen Abständen ca. acht junge Berufstätige und Studierende aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen (Soziale Arbeit, Heilpädagogik, Psychologie, Medizin und Angewandte Sexualwissenschaft) mit dem Wunsch nach Vernetzung, regem Austausch zu sexualwissenschaftlichen Inhalten und zur Diskussion aktueller Forschungsinhalte.
Für Feedback und Kontaktaufnahme sind wir auch unter der folgenden E-Mail-Adresse erreichbar: sina_gsw@googlegroups.com
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Neue Berufschancen –Neue Qualifizierung!
*Social Justice und Diversity — eine neue berufsbegleitende Weiterbildung *
Mit der Weiterbildung “Social Justice und Diversity” bietet die FH Potsdam ein in der Bundesrepublik recht neues Antidiskriminierungstraining an unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Gudrun Perko, FH Potsdam, und Leah Carola Czollek, Institut Social Justice und Diversity.
Die Weiterbildung richtet sich an Interessentinnen und Interessenten, die ein diskriminierungsfreies und damit repektvolles und anerkennendes Handeln in Institutionen, Unternehmen und sozialen Gruppen fördern wollen.
****
Die Teilnehmenden dieser Weiterbildung lernen, verschiedene Strukturen von Ungleichheiten und Diskriminierungen auf struktureller, individueller und kultureller Ebene kritisch zu analysieren und deren Konsequenzen für das Zusammenleben von Menschen zu verstehen. Dies schließt ein, eigene Verwobenheiten zu begreifen und sich mit Stereotypen auseinanderzusetzen. Vor allem wird es um die Frage gehen, wie das erworbene Wissen in die berufliche Praxis übertragen werden kann, d.h. wie eigene Handlungsspielräume gegen Diskriminierungen im Alltag ausgelotet und zielgerichtet genutzt werden können. Eine eigens für dieses Training entwickelte Methode ermöglicht es den Teilnehmenden, ihre eigenen Erfahrungen einzubringen und im Dialog zu reflektieren. Dabei werden die Verschränkungen von u. a. Altersdiskriminierung, Behindertenfeindlichkeit, Gender, Rassismus,Klassismus, Ost-West, Religion vertiefend behandeln. Die Weiterbildung ermöglicht, selbst Trainings durchzuführen und zugleich Elemente des Trainingsansatzes in verschiedenen Berufsfeldern anzuwenden.
Die Weiterbildung ist in Brandenburg und Berlin nach den Bildungsurlaubsgesetzen anerkannt. Der Teilnahmebeitrag kann durch Bildungsscheck oder Bildungsprämie gefördert werden.
Ausführliche Informationen: Christa Heinrich, Zentrale Einrichtung Weiterbildung der FH Potsdam, T. 0331,580 24 30, E-Mail: heinrich@fh-potsdam.de , [www.fh-potsdam.de]
Inhaltliche Fragen: Leah Carola Czollek
Anmeldung: Anna Scheller
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Hier finden Sie weitere Informationen zu der oben genannten Stellenausschreibung.
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Der Europäische Forschungsrat (ERC) Chancen für Wissenschaftlerinnen
Zum zweiten Mal bietet am 21. Juni 2012 die Kontaktstelle FiF in Zusammenarbeit mit der Nationalen Kontaktstelle ERC in Bonn eine Veranstaltung für Wissenschaftlerinnen zum Europäischen Forschungsrat (ERC) an. Diesmal geht es ausschließlich um die Starting Grants. Zielgruppe sind Wissenschaftlerinnen aller Fachrichtungen, die über einen Antrag nachdenken oder diesen schon vorbereiten. Die nächsten Aufrufe für ERC Starting Grants im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (7. FRP) werden diesem Sommer veröffentlicht. Antragsberechtigt sind Forschende, deren Promotion zwei bis zwölf Jahren zurück liegt.
Die Tagesveranstaltung bietet den Teilnehmerinnen die seltene Gelegenheit, im direkten Kontakt von der Erfahrung weiblicher Grantees und Gutachterinnen zu profitieren. Neben praktischen Erfahrungsberichten werden die Expertinnen in Kleingruppengesprächen ihr Know-how weitergeben und Fragen beantworten. Eröffnet wird die Veranstaltung mit grundlegenden Informationen zum ERC. Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) wurde mit dem 7. FRP im Spezifischen Programm Ideen eingerichtet. Er bietet exzellenten Forscherinnen und Forschern attraktive Förderung für herausragende Projekte bei völliger Themenfreiheit. Die Starting Grants eröffnen Nachwuchswissenschaftlerinnen und wissenschaftlern den Weg in die Unabhängigkeit: Sie können mit einem Budget von bis zu 2 Millionen Euro eine eigene Forschungsgruppe aufbauen oder konsolidieren. Die Laufzeit eines Projekts kann bis zu fünf Jahre betragen. Grantees haben die freie Wahl der Einrichtung in Europa. Nach wie vor ist der Anteil an Wissenschaftlerinnen beim ERC niedrig: Zuletzt waren nur rund 21 % der geförderten Principal Investigators (Starting Grantees) weiblich.
Die Veranstaltung findet in den Räumen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Bonn statt. Es wird keine Teilnahmegebühr erhoben; die Teilnehmerinnenzahl ist jedoch begrenzt. Die Agenda finden Sie im Anhang und unter [www.eubuero.de] Die Anmeldung ist bis 13. Juni 2012 oder bis zur Ausbuchung über den Veranstaltungskalender des EU-Büros des BMBF < [www.eubuero.de] möglich. Bitte leiten Sie diese Ankündigung auch an potentielle ERC-Starting Grant-Bewerberinnen weiter.
Kontaktstelle Frauen in die EU-Forschung
Nadine Heller-Genath
Tel.: 0228 3821-1635
nadine.heller@dlr.de
[www.eubuero.de]
Herausgeber:
EU-Büro des BMBF, PT-DLR
Heinrich-Konen-Str. 1
53227 Bonn
Telefon: 0228 3821-1630
Telefax: 0228 3821-1649
E-Mail: eub@dlr.de
[www.eubuero.de]
Im Auftrag des Bundesministeriums
für Bildung und Forschung
Anlässlich der gestrigen Sachverständigen-Anhörung zum Elterngeld im Familienausschuss des Bundestages erklärte Katja Dörner, Sprecherin der Grünen für Kinder- und Familienpolitik unter anderem:
Das Elterngeld ist ein Erfolgsmodell für Familien und die Gleichberechtigung. Fünf Jahre nach seiner Einführung bedarf es jedoch einer sinnvollen Weiterentwicklung. Auch die Experteninnen und Experten, wie Prof. Katharina Spieß vom DIW in Berlin, forderten übereinstimmend die Weiterentwicklung der Partnermonate und die Einführung eines Teilelterngeldes, das für beide Eltern gleichzeitig Sorgearbeit und Teilzeittätigkeit ohne finanzielle Nachteile ermöglicht.
Dass Familienministerin Schröder die Koalitions-Pläne zur Ausweitung der Partnermonate und des Teilelterngeldes komplett begraben hat, sei nicht nachvollziehbar. Es istfür Dörner inakzeptabel, dass für unsinnige Leistungen, wie das Betreuungsgeld Milliarden zur Verfügung gestellt werden, während wichtige familienpolitische Maßnahmen wegen Finanzierungsvorbehalt begraben werden.
Promovierendentage zur deutsch-deutschen Zeitgeschichte
Die professionelle Erarbeitung von wissenschaftlichen Postern ist Gegenstand der 8. Promovierendentage zur deutsch-deutschen Zeitgeschichte vom 26. bis 29. Juli in Wittenberg.
Veranstaltet vom: Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Universität Halle-Wittenberg und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Ort: Stiftung Leucorea, Collegienstraße 62, 06886 Wittenberg
Gegenstand des Methodenworkshops, der in die Veranstaltung integriert ist, wird die Herstellung eines professionellen zeithistorischen Posters sein. Den thematischen Rahmen bilden Vorträge und Diskussionen zur Perspektivität von Geschichte im Spannungsfeld zwischen europäischer, nationaler und lokaler Geschichtsschreibung.
Die Promovierendentage richten sich an Doktorandinnen und Doktoranden, die eine Dissertation zur deutschen Zeitgeschichte nach 1945 schreiben oder eine solche Arbeit derzeit vorbereiten. Besonders willkommen sind Promovierende, die sich mit Fragen der Teilungs- sowie der DDR-Geschichte beschäftigen, aber auch solche mit Themen zur westdeutschen Nachkriegsgeschichte.
Ansprechpartner: Henning Schulze, henning.schulze@hof.uni-halle.de
03491-876 20 90
Bewerbungen sind bis zum 27. Mai möglich:
Ausschreibung / www.promovierendentage.de
Inzwischen hat ein Sprecher des Schauspielers reagiert und die Klage als völlig haltlos bezeichnet. Die in der Klage vorgebrachten Sachverhalte seien völlig frei erfunden und hätten nie stattgefunden. Eine Gegenklage gegen den Kläger und dessen Anwalt Okorie Okorocha aus Pasadena, wegen böswilliger Klagsführung, wird erwogen. Der Kläger, der einen Antrag stellte, anonym bleiben zu dürfen, da er ansonsten schwere berufliche Konsequenzen befürchtet, fordert 2 Millionen Dollar.
Links: http://www.reuters.com/article/2012/05/08/us-johntravolta-sexualassault-idUSBRE84700920120508
http://www.courthousenews.com/2012/05/07/46301.htm
http://www.bbc.co.uk/news/entertainment-arts-17987857
http://www.thesmokinggun.com/documents/john-travolta-massage-lawsuit-543687 TSG hat Teile der Klagsschrift
http://www.mirror.co.uk/3am/celebrity-news/john-travolta-to-sue-over-masseurs-823529
http://www.thedailybeast.com/articles/2012/05/07/13-naughtiest-bits-from-the-masseur-lawsuit-against-john-travolta0.html
[www.californialaboremploymentlawyer.com]
Die Letzten aktuellen Infos zu der Demonstration, Demo- und Rechtshilfetipps sowie zur gemeinsamen Busanreise aus Marburg erhaltet ihr am Freitag, den 01.06. Weitere Infos zu der Demonstration: gegenburschentage Aus Marburg wird es eine gemeinsame Busfahrt nach Eisenach geben: Karten gibt es ab sofort im Antiquariat Roter Stern sowie bei den Veranstaltungen. Für 10 Euro (oder Solipreis 12 Euro) seid ihr dabei. +++ Veranstaltungen in Marburg +++ * Mobilisierungsveranstaltung: Di, 22.05 um 19:00 Uhr im Havanna8 (Lahntor2) * Letzte Infos zur Demo und Rechtshilfetipps: Fr, 01.06. um 19:00 Uhr im Havanna8 (Lahntor2) |
"Konzernfreundliche" Sonderwirtschaftszonen und entwürdigende Arbeitsbedingungen: "Faire Handys" werden gefordert
Rettet den Dienstag! Den kompletten Stream zum neuen Gossip-Album “A Joyful Noise” gibt es jetzt auf tape.tv zu hören, und zwar hier. Alle Zeichen stehen auf Pop-Mucke, nicht zuletzt durch die Kollabo mit Produzent Brian Higgins aka Xenomani, der ja unter anderem auch bekannter Zulieferer für die Sugababes und Kylie Minogue war. Ob´s Euch gefällt findet Ihr am besten selbst raus, und wir holen auf die alten Zeiten nochmal einen Klassiker aus der Schatztruhe. Viel Spaß!
Rettet den Dienstag! Den kompletten Stream zum neuen Gossip-Album “A Joyful Noise” gibt es jetzt auf tape.tv zu hören, und zwar hier. Alle Zeichen stehen auf Pop-Mucke, nicht zuletzt durch die Kollabo mit Produzent Brian Higgins aka Xenomani, der ja unter anderem auch bekannter Zulieferer für die Sugababes und Kylie Minogue war. Ob´s Euch gefällt findet Ihr am besten selbst raus, und wir holen auf die alten Zeiten nochmal einen Klassiker aus der Schatztruhe. Viel Spaß!
Fachtagung in Graz: Vor 30 Jahren hat Österreich die "Magna Charta der Frauenrechte" ratifiziert
Im gedruckten Programm wurde es leider nicht ganz klar, aber hier handelte es sich bei der re:publica 12 nicht um einen Vortrag, sondern einen Workshop für Erfahrungsaustausch. Nach anfänglichem Zögern, sich auch selbst zu beteiligen, brachten sich schließlich viele Teilnehmer_innen ein. Es ging um die Frage, wie mensch Aktivismus möglichst sicher und barrierefrei für sich und andere gestalten kann. Eine Frage, die auch hier nicht abschließend beantwortet werden konnte – was aber auch nicht das Ziel war. Aber was eigentlich ist ein safe space?

CC BY-SA 2.0 Rerun van Pelt
A place where anyone can relax and be fully self-expressed, without fear of being made to feel uncomfortable, unwelcome, or unsafe on account of biological sex, race/ethnicity, sexual orientation, gender identity or expression, cultural background, age, or physical or mental ability; a place where the rules guard each person’s self-respect and dignity and strongly encourage everyone to respect others. —Advocates for Youth
Ein Platz, wo alle sich entspannen und sie selbst sein können, ohne Angst, sich unkomfortabel, unwillkommen oder bedroht zu fühlen, aufgrund ihres biologischen Geschlechts, race/Ethnizität, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität, kulturellem Hintergrund, Alters oder physischer oder geistigen Fähigkeiten; ein Platz wo die die Regeln den Selbstrespekt und Würde einer jeden Person schützen und alle ermuten, sich gegenseitig zu respektieren.
Warum sollte man seine aktivistische Gruppe zu einem sicheren und barrierefreien Ort machen? Je mehr Leute mitmachen, umso mehr Ideen gibt, umso mehr kann geschafft werden, umso mehr kann geändert werden. Natürlich: Sich aktiv dafür zu bemühen, bedeutet auch wieder Arbeit. Doch wenn man nicht einmal bei sich selbst anfangen kann, wie kann man dann die Welt ändern? (Wie ich im Workshop anmerkte, werde ich niemanden zwingen, seine Gruppe so zu gestalten. Aber wer Frauen nur zum Anschauen dabei haben will oder Lesben aufgrund ihrer sexuellen Orientierung ausschließt, darf sich nicht beschweren, wenn Frauen diese Gruppe nicht unterstützen oder sie sich Homophobie-Vorwürfen ausgesetzt sieht.)
Klar, wer keine Glaskugel hat, kann leider nicht alle Probleme voraussehen, die andere Aktivist_innen haben – oder die sie davon abhalten, sich zu engagieren. Umso wichtiger ist es aber, jederzeit ein offenes Ohr zu haben. Zum einen für Vorschläge, zum anderen für Beschwerden. Am besten ist es dabei, klar zu kommunizieren, wo dies geschehen kann und was danach passiert. Die erste Regel: Ernst nehmen. Ob schwerer Übergriff oder „kleines“ Problem, wer dies anbringt, verdient Respekt und darf nicht als das Problem an sich behandelt werden.
By @autofocus
Einer der grundlegenden Punkte beim Bemühen, einen Ort zu schaffen, an dem sich mit Menschen mit verschiedenen Hintergründen willkommen fühlen, ist Sprache. Wie spreche ich potentielle Aktivist_innen an? Wie sprechen wir untereinander? Und wie beschreiben wir uns nach außen? Der bereits erwähnte Satz „Wikipedia ist kein Mädchenpensionat“ zeigt als Negativbeispiel, dass sich Mädchen hier nicht blicken lassen müssen – egal wieviel Wissen, Zeit oder Engagement sie mitbringen. Gruppen, die „schwul“ oder „behindert“ als Schimpfwörter verwenden, zeigen ebenfalls deutlich, wem hier weniger Wert zugemessen wird.Ebenfalls schnell einleuchtende Punkte sind der Ort eines Treffens, möglichst barrierefrei und ohne rassistische Deko, die Zeit und damit immer wieder Kinderbetreuung. Dabei stellen sich diese Fragen sowohl im Offline, wie auch im Onlineleben. Skype oder Chats können Menschen überfordern, andererseits bieten sie bei guter Internetverbindung eine Alternative zu womöglich langen Anfahrtswegen. Eine Patentlösung gibt es hier leider nicht, sondern muss stets neu gefunden werden. Wie das aussehen kann, darum ging es anschließend.
In der Diskussion fanden sich noch weitere Techniken und Fragen. So hat es sich z.B. auf einer Mailingliste bewährt, klare Moderationsregeln einzuführen und nach einer Ermahnung Konsequenzen zu ziehen. Weiter zeigte es sich mehrfach, dass es vielen schon helfen würde, einmal Rückendeckung zu bekommen und sich nicht alleine zu fühlen. Wer hitzige Debatten vermeiden möchte, so ein Rat, kann Nachfragen oder die Klärung eines Zwischenfalls auch an eine_n Mitaktivst_in abgeben, der oder die gerade einen ruhigen Kopf hat.
Eine Technik, die eigentlich zur Seminargestaltung dient, ist der Themenspeicher. Er ermöglicht es normalerweise, ablenkende Themen zu erfassen und abzuarbeiten, nachdem das eigentliche Seminarthema behandelt wurde. Er könnte aber genauso gut verwendet werden, um z.B. die Teilnahmehürden zu einer Gruppe zu erfassen. Doch nicht für alles gibt es bisher eine elegante Lösung. So ist das Terminabsprachetool Doodle nicht barrierefrei, Blinde können es nicht nutzen. In einer Gruppe gibt die blinde Person die Termine vor, in einer anderen steht ihr dafür ein_e Helfer_in zur Seite.
Wie barrierefrei eine Webseite ist, lässt sich z.B. mit WAVE überprüfen. Eine Teilnehmerin merkte jedoch an, dass die Erklärung eines Bildes durch Alternativtexte auch störend sein kann – wenn diese etwa dauernd den Text unterbrechen und keinen Mehrwert zum Text liefern. Schließlich kam noch eine ganz andere Hürde auf. Auch in Deutschland möchte nicht jede_r unter seinem richtigen Namen (in Internetdebatten gerne auch: Klarnamen) bloggen – etwa aus Angst vor Gewaltandrohungen oder vor beruflichen Konsequenzen. Leider hat nicht jede_r so eine verständnisvolle Chefin wie Kristina Schröder. Eine Anlaufstelle, sich über die technischen Möglichkeiten zu informieren, ist da das Tactical Technology Collective.
Doch kann es überhaupt einen wirklich sicheren Ort geben? Auch diese Frage wurde diskutiert und ein anderer Begriff eingebracht: Caring Space. Ein mitfühlender und vorsorglicher Ort, nicht so absolut wie ein safe space – aber dafür den Prozess beschreibend, der dort vollzogen wird. In diesem Sinne: Mehr über safe spaces lernen und mehr darauf hin wirken.
Linktipps
Frauen*räume und die Diskussion um Trans*offenheit (PDF)
auf englisch:
Ausführliche Anleitungen und Erklärungen zu safe spaces
Eintrag im GeekFeminism Wiki
Safe Space Kit (PDF)
When is a safe space a safe space?
Weitere Links gerne in die Kommentare, einen Videomitschnitt vom Einführungsvortrag wird demnächst hochgeladen.
Homosexualität unter österreichischen Soldaten: Am 11. Mai wird der Film im Gartenbaukino erstmals gezeigt
Rigide Körpernormen treiben immer mehr Menschen in die Depression. Zum Glück kommen die Dicken jetzt auch in Europa in Bewegung
Obwohl sich in den letzten Wochen mehr und mehr prominente Persönlichkeiten bis hin zu Präsident Obama und dem früheren Präsidenten Bill Clinton gegen den Verfassungszusatz ausgesprochen haben, wird befürchtet, dass er bei der heutigen Volksabstimmung eine knappe Mehrheit bekommt.
[Update/Ergänzung] Politische Beobachter_innen in den USA beurteilen die veröffentlichte Haltung Präsident Obamas zum Verfassungszusatz in Nord Carolina unterschiedlich. Seine Kritik an diesem diskriminierenden Zusatz bestand im wesentlichen in einem Statement von Cameron French, dem Vorsitzenden des Wahlkomitees für Obama in Nord Carolina. Dieser erklärte Mitte März, dass der Präsident zwar nicht zu jeder Referendumsinitiative Stellung nehme, aber seit langem gegen die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare sei. Von ihm freundlich gesinnten Kommentatoren wie Joe Sudbay (America Gay Blog) wurde dies als Eintreten gegen Amendment 1 gewertet. Andere kritisierten sein Schweigen zu diesem Thema, insbesondere anlässlich eines Besuchs in Nord Carolina vor wenigen Wochen.
Links: http://www.guardian.co.uk/world/2012/may/07/arne-duncan-endorses-gay-marriage?newsfeed=true
http://www2.hickoryrecord.com/news/2011/sep/14/vote-no-discriminatory-marriage-amendment-ar-1391988/
http://www.huffingtonpost.com/2012/05/02/north-carolina-gay-marriage-amendment-1_n_1470956.html
[www.ballotpedia.org]
[en.wikipedia.org]
[www.alaskadispatch.com]
[hotlineoncall.nationaljournal.com]
http://www.goodasyou.org/good_as_you/2012/05/pastor-to-senior-citizen-suppose-amendment1-was-going-to-strip-you-of-health-carebig-deal.html
[projects.newsobserver.com]
[gay.americablog.com]
[www.salon.com]
[takingnote.blogs.nytimes.com]
[www.towleroad.com]
[www.indyweek.com]
[joemygod.blogspot.com]
Beim Tagesspiegel wurde das aktuell erschienene Buch von Cordula Fine „Die Geschlechterlüge: Die Macht der Vorurteile über Frau und Mann“ besprochen – und das durchaus lesenswert. Im Beitrag heißt es unter anderem, mit Verweis auf die Erkenntnisse Fines: „Für das gerade bei Klett-Cotta erschienene Buch „Die Geschlechterlüge“ hat die Psychologin aktuelle Sachbücher zur Genderfrage untersucht. Ihr Fazit: Gerade heute werden die irrwitzigsten Vorurteile gegen Frauen wieder im biologischen Gewand präsentiert; […] Oft genügen diese Studien nicht einmal wissenschaftlichen Minimalanforderungen. Doch der Trend, Ursachen für Geschlechtsunterschiede im Hirn und nicht in der Gesellschaft zu suchen, ist ungebrochen.“ Und hier gehts zum Beitrag beim Tagesspiegel.
Derzeit kein Gesetz gegen sexuelle Belästigung: Aufhebung wegen "Unschärfe" durch Verfassungsgericht hinterlässt rechtliches Vakuum
Dialog mit Interessierten über Leitantrag zum Thema Arbeit für Bundesfrauenkonferenz
Dass die Zeit längst reif für die Ehe ist, finden nicht nur diverse Schwulen- und Lesben-Vereine, sondern auch fortschrittliche Parteien und Berufsvertretungen, die sich zum Aktionsbündnis "Keine halben Sachen" zusammengefunden haben. Am 11. Juni soll in Berlin im Rahmen einer vom LSVD veranstaltete Podiumsdiskussion darüber gesprochen werden, warum die Zeit jetzt reif für den nächsten Schritt in Sachen Gleichstellung ist.
Wie kann die Bundesregierung dazu bewegt werden, endlich ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag einzulösen? Welche nächsten Schritte sind denkbar bei der rechtlichen Gleichstellung auf Bundesebene? Was bedeuten die jüngsten Gerichtsurteile für den Handlungsbedarf des Gesetzgebers? Welche Parteien übernehmen Verantwortung und zeigen Initiative?
Diesen und ähnlichen Fragen werden sich auf dem Podium Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen), Sigmar Gabriel (SPD), Gregor Gysi (Die Linke), Michael Kauch (FDP) und Jens Spahn (CDU/CSU) stellen. Moderation: Ines Pohl (taz). Quelle: Newsletter des LSVD vom 7. Mai 2012
Links: [www.lsvd.de]
[www.lsvd-blog.de]
LGBT-Netzwerke initiieren und umsetzen
Warum sollen Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender-Personen ein Unternehmens-netzwerk gründen? Welche Voraussetzungen braucht es, wo liegen die Chancen und Hemmnisse?
Am 31.5.2012 findet zu diesem Thema eine Veranstaltung der Queer Business Women und IBM für Arbeitnehmer_innen, Unternehmer_innen und Personalverantwortliche statt.
Vielfalt als Chance
Die Internationalisierung, die demografischen Veränderungen sowie die dynamische Entwicklung von Gleichstellungs- und Antidiskriminierungs-gesetzgebungen führen in Organisationen verstärkt zu einer Auseinander-setzung mit der Vielfalt ihrer Mitarbeiter_innen und Märkte. So gewinnt Diversity Management zunehmend an Bedeutung.
Studien zeigen, dass ein diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld sowohl den Mitarbeiter_innen wie auch der Organisation zugute kommt. Können Mitarbeiter_innen darauf vertrauen, dass sie in ihrem Arbeitsumfeld nicht diskriminiert werden, so steigt auch deren Motivation, Leistungsbereitschaft und Loyalität. Dies reduziert u.a. Wissensverlust und Recruitingkosten. Diversity Management kann somit auch einen wichtigen Beitrag zum Employer Branding leisten.
Wann: 31.5.2012, 18 Uhr, Eintritt frei
Wo: IBM Forum, Skylobby, 2., Obere Donaustraße 95
Anmeldung unter EAGLE@at.ibm.com
Am Podium diskutieren zu organisationalen Voraussetzungen, Chancen und Hemmnissen von LGBT-Netzwerken in Organisationen:
• Mag.a Leopoldine Faber (Unicredit Bank Austria, Diversity Managerin)
• Sabine Fleischmann, MBA (IBM Österreich, Software Group Direktor )
• Sabine Affenzeller (Bundespolizei Wien, Revierinspektorin, GayCops)
• Univ.-Prof. Dr. Andreas Salat (MedUni Wien, Chirurg, Regenbogengruppe)
• Mag.a Dr.in Roswitha Hofmann (Sozial- und Wirtschaftswissenschafterin)
Moderation: Mag.a Dr.in Sabine Steinbacher (Sozial- und Wirtschafts-wissenschafterin, Unternehmensberaterin)
Download:
Einladung
Pressemitteilung
>>> "Aufarbeitung tut not!" Info + Proteste Zürich 9.-12.05.2012
"Operative Korrektur des äußern Genitale: Beim Pseudohermaphroditismus femininus drängt sich eine operative Korrektur des äußern Genitale, d. h. die Entfernung der vergrößerten Clitoris und die Freilegung der Vaginalöffnung bei den beschriebenen Formentypen II-IV, auf. [...]
Technik: Die Haut des Clitorisschaftes wird unmittelbar vor der Symphyse zirkulär umschnitten. Nach Freilegung der Corpora cavernosa werden diese an der Symphyse mit einem Kocher abgeklemmt und distal davon quer durchtrennt. Wir belassen gewöhnlich einen ganz kurzen Clitorisstumpf, der zur Blutstillung mit einer Durchstechungsligatur versorgt und mit der überschüssigen Clitorishaut gedeckt wird (Abb. 679)." (S. 587)
Meine 2 Cent: Die wenigsten Menschen wissen, dass in westlichen Kinderkliniken "Klitorisamputationen" an Kindern mit "auffälligen" Genitalien z.T. bis in die 1980er-Jahre zum (kaum je hinterfragten) Standard gehörten – beispielsweise an der Universität Bern wurde "Amputation der Klitoris" noch in einem Lehrbuch von 1975 empfohlen. Die von Max Grob oben beschriebene "Amputation mit Stumpfbildung" war eine verbreitete Technik, die etwa der NS-Mediziner Prof. Dr. Hans Naujoks bereits 1933-1934 in Publikationen beschrieben hatte. Andere ÄrztInnen war noch das zu wenig, sie beharrten – wie z.B. in einer Kölner Dissertation von 1967 – ihrerseits: "Die Clitoris muss exstirpiert werden, da nach Amputation die Erektion des Stumpfes störende Sensationen bewirkt." Mittlerweile wird eine "zu grosse" Klitoris in westlichen Kinderkliniken statt kurzerhand amputiert in der Regel mit einer "Reduktionsplastik" sog. "nervschonend verkürzt" – obwohl sowohl Betroffene wie auch medizinische Studien immer wieder darauf hinweisen, dass auch mit dieser Operationsmethode das sexuelle Empfinden keinesfalls erhalten, sondern ebenfalls oft stark beinträchtigt oder gänzlich zerstört wird. Trotzdem – und obwohl es nach wie vor keine Evidenz dafür gibt, dass die Betrofenen letztlich Vorteile von diesen "Korrekturen" hätten – beharren die meisten ChirurgInnen unbeirrbar darauf, "noch etwas weiter zu experimentieren".
Prof.
Dr. Max Grob, Chefarzt der Chirurgischen Klinik des Kinderspitals
Zürich 1939-71, erster Schweizer Lehrstuhlinhaber für Kinderchirurgie, unter
Bezug auf Prof. Dr. Andrea Prader, Kispi-Direktor 1962-86, und
dessen 1954 etablierte „Praderstufen“, die heute noch weltweit verwendet werden
um eine Klitoris als „zu gross“ und damit „korrekturwürdig“ einzustufen.
Max
Grobs „Lehrbuch der Kinderchirurgie“ (Stuttgart: Thieme, 1957;
unter Mitwirkung von Dr. Margrit Stockmann, Spezialärztin für Kinderchirurgie,
Luzern, und Dr. Marcel Bettex, Chirurgischer Oberarzt der
Universitäts-Kinderklinik Zürich, später Professor und Direktor der
Chirurgischen Universitäts-Kinderklinik Inselspital Bern), wurde weltweit
rezipiert und laut "Forschungsmagazin Nr. 3 / 2009" des Kinderspitals Zürich
(S. 19) in sechs Sprachen übersetzt.
>>>
"Die Amputation der Clitoris ist sicher gerechtfertigt" - Kinderspital Zürich
1957 (1)
>>>
Chirurgische "Genitalkorrekturen" an Kindern: Typische Diagnosen und
Eingriffe
>>>
Aufarbeitung tut not! Kosmetische "Genitalkorrekturen" im Uni-Kinderspital
ZH
Am 28. April 2012 veranstaltete equalizent bereits zum fünften Mal den Diversity Ball: ein Fest für die Vielfalt und gesellschaftliche Buntheit. Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion, mit Behinderung oder ohne, Frauen und Männer, hetero- oder homosexuell, Jung und Alt – alle waren willkommen, alle Teil der bunten Ballwelt (equalizent, 2012).
Auch die Queer Business Women ließen es sich nicht entgehen, bei dieser rauschenden Ballnacht der Vielfalt dabei zu sein. Die Queer Business Women engagieren sich für die Sichtbarkeit lesbischer Frauen im Erwerbsleben und arbeiten gemeinsam mit den austrian gay professionals daran, den Nutzen von Diversity Management in der Dimension Sexuelle Orientierung in Organisationen zu kommunizieren. Der Diversity Ball ist auch für die Queer Business Women ein wichtiger Anlass, die Vielfalt in unserer Gesellschaft zu feiern.

Am 28. April 2012 veranstaltete equalizent bereits zum fünften Mal den Diversity Ball: ein Fest für die Vielfalt und gesellschaftliche Buntheit. Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion, mit Behinderung oder ohne, Frauen und Männer, hetero- oder homosexuell, Jung und Alt – alle waren willkommen, alle Teil der bunten Ballwelt (equalizent, 2012).
Auch die Queer Business Women ließen es sich nicht entgehen, bei dieser rauschenden Ballnacht der Vielfalt dabei zu sein. Die Queer Business Women engagieren sich für die Sichtbarkeit lesbischer Frauen im Erwerbsleben und arbeiten gemeinsam mit den austrian gay professionals daran, den Nutzen von Diversity Management in der Dimension Sexuelle Orientierung in Organisationen zu kommunizieren. Der Diversity Ball ist auch für die Queer Business Women ein wichtiger Anlass, die Vielfalt in unserer Gesellschaft zu feiern.

Am 28. April 2012 veranstaltete equalizent bereits zum fünften Mal den Diversity Ball: ein Fest für die Vielfalt und gesellschaftliche Buntheit. Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion, mit Behinderung oder ohne, Frauen und Männer, hetero- oder homosexuell, Jung und Alt – alle waren willkommen, alle Teil der bunten Ballwelt (equalizent, 2012).
Auch die Queer Business Women ließen es sich nicht entgehen, bei dieser rauschenden Ballnacht der Vielfalt dabei zu sein. Die Queer Business Women engagieren sich für die Sichtbarkeit lesbischer Frauen im Erwerbsleben und arbeiten gemeinsam mit den austrian gay professionals daran, den Nutzen von Diversity Management in der Dimension Sexuelle Orientierung in Organisationen zu kommunizieren. Der Diversity Ball ist auch für die Queer Business Women ein wichtiger Anlass, die Vielfalt in unserer Gesellschaft zu feiern.

Iranische Friedensnobelpreisträgerin für Einsatz bei kulturübergreifendem Zusammenleben mit Avicenna-Preis ausgezeichnet
Plätze frei für MINT-Talente bei „Talent Take Off – Einsteigen“, einem Programm der Fraunhofer-Gesellschaft an der TU Berlin. Jungen und Mädchen der gymnasialen Oberstufe, die Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) spannend finden, aber noch nicht genau wissen, welches Fach sie studieren wollen und welche beruflichen Perspektiven damit verbun- den sind, können sich für einen Platz in dem 2009 gestarteten Programm der Fraunhofer-Gesellschaft bewerben.
Es gibt mal wieder neue Vergewaltigungsvorwürfe gegen Ex-IWF-Chef und Ex-Fast-Präsidentsschaftskandidaten Dominique Strauss-Kahn. Ein ehemaliges Zimmermädchen hat ein Buch über ihren Job (“Total bedient”) geschrieben. “Im Hotel zeigt sich die hässliche Fratze der Männlichkeit, und in der gehobenen Hotellerie zeigt sie sich mit Abstand am deutlichsten”, heißt es da unter anderem. Tja.
Doch zunächst mal zu den neuesten DSK-Entwicklungen: Das mutmaßliche Opfer Strauss-Kahns berichtet, dass sie Ende 2010 auf einer Washington-Reise mit DSK und Begleitern vergewaltigt wurde, und zwar gemeinschaftlich von Strauss-Kahn und dem Unternehmer Roquet. Eingebettet ist der ganze Vorfall in einen größeren Prostitutions- und Betrugsskandal, in den neben DSK unter anderem auch der ehemalige Liller Polizeichef Jean-Christophe Lagarde und der Besitzer sowie der Manager des Carlton Hotels verwickelt sein sollen. Soweit.
Die hässliche Fratze der Männlichkeit. Und jetzt könnte ich eine Korrelation zwischen dem ganzen Bohei um Strauss-Kahn und dem Buch von Anna K. andeuten. Selbstverständlich. (“Und wie passt es zusammen, dass die gleichen Männer, die uns morgens übersehen, uns abends, wenn wir noch mal die Vorhänge glatt ziehen, unvermittelt zum Sex auffordern? Glauben sie wirklich, dass von ihnen, weil sie in einem Zimmer übernachten, das für uns unerschwinglich teuer ist, ein unwiderstehlicher Reiz ausgeht?”) Oder etwa nicht? Im Spiegel wurde ein höchst interessantes Interview mit Edward Epstein über DSK abgedruckt, dem “Autor eines neues Enthüllungsbuchs über die Sex-Affäre” (keine Pointe), das durch sehr befremdliche Aussagen besticht.
“Strauss-Kahn ignorierte die Risiken seines wilden Privatlebens”, “Es ist in der Tat verblüffend, dass sie dies getan hat”, (Anm.: Epstein über die Hotelangestellte Diallo und ihre Anzeige gegen Strauss-Kahn), “Strauss-Kahn hat sich benommen wie ein “Master of the Universe”, der nicht erwischt werden kann und unverwundbar ist.” Im letzten Absatz wird DSK nochmal als lebenslustiger, cleverer und charmanter Weltenbummler beschrieben, der wohl im Alleingang spitzenmäßige Ideen im Kampf gegen die Euro-Krise aus dem Ärmel geschüttelt hätte, aber n-e-i-n, er wurde ja durch eine große politische Verschwörung daran geh-i-n-d-e-r-t.
Ach, und ganz ehrlich: Ich habe die Schnauze voll. Ich habe die Schnauze voll davon, dass die Vorwürfe gegen Strauss-Kahn zum Teil so abgecancelt werden, als ginge es darum zu prüfen, ob er mal in irgendeinem Hotel einfach mal ein iPhone-Ladekabel mitgehen lassen hat. Dass über Vergewaltigungen und Vergewaltigungsvorwürfe so gesprochen wird, als sei einem mutmaßlichen Opfer beim Anrempeln der kleine Finger angekratzt worden. Dass der Duktus “Da wird der arme Strauss-Kahn jetzt von einer hysterischen-kriminell veranlagten Frau und ihren Beschuldigungen einfach so in die Bredouille gebracht!” so salonfähig ist. Dass über Prostituierte so geschrieben wird, als müssten sie halt damit rechnen Opfer sexueller Gewalt zu werden (und ich grüße schon mal alle Trolle, die mir gleich aufs Butterbrot schmieren wollen, dass die Washington-Begleiterin Strauss-Kahns bei einem Escort-Service arbeitete).
Helga hatte mir gestern den Hotel-Memoiren-Link geschickt, und einen weiteren zum DSK-Skandal und den aktuellen Entwicklungen – und auf einen Kommentar beim zweiten verwiesen: “Nun wissen wir, warum er dachte, er kommt mit der Vergewaltigung eines Zimmermädchens davon. Weil er schon so oft davon gekommen war.”
Es gibt mal wieder neue Vergewaltigungsvorwürfe gegen Ex-IWF-Chef und Ex-Fast-Präsidentsschaftskandidaten Dominique Strauss-Kahn. Ein ehemaliges Zimmermädchen hat ein Buch über ihren Job (“Total bedient”) geschrieben. “Im Hotel zeigt sich die hässliche Fratze der Männlichkeit, und in der gehobenen Hotellerie zeigt sie sich mit Abstand am deutlichsten”, heißt es da unter anderem. Tja.
Doch zunächst mal zu den neuesten DSK-Entwicklungen: Das mutmaßliche Opfer Strauss-Kahns berichtet, dass sie Ende 2010 auf einer Washington-Reise mit DSK und Begleitern vergewaltigt wurde, und zwar gemeinschaftlich von Strauss-Kahn und dem Unternehmer Roquet. Eingebettet ist der ganze Vorfall in einen größeren Prostitutions- und Betrugsskandal, in den neben DSK unter anderem auch der ehemalige Liller Polizeichef Jean-Christophe Lagarde und der Besitzer sowie der Manager des Carlton Hotels verwickelt sein sollen. Soweit.
Die hässliche Fratze der Männlichkeit. Und jetzt könnte ich eine Korrelation zwischen dem ganzen Bohei um Strauss-Kahn und dem Buch von Anna K. andeuten. Selbstverständlich. (“Und wie passt es zusammen, dass die gleichen Männer, die uns morgens übersehen, uns abends, wenn wir noch mal die Vorhänge glatt ziehen, unvermittelt zum Sex auffordern? Glauben sie wirklich, dass von ihnen, weil sie in einem Zimmer übernachten, das für uns unerschwinglich teuer ist, ein unwiderstehlicher Reiz ausgeht?”) Oder etwa nicht? Im SPIEGEL wurde ein höchst interessantes Interview mit Edward Epstein über DSK abgedruckt, dem “Autor eines neues Enthüllungsbuchs über die Sex-Affäre” (keine Pointe), das durch sehr befremdliche Aussagen besticht.
“Strauss-Kahn ignorierte die Risiken seines wilden Privatlebens”, “Es ist in der Tat verblüffend, dass sie dies getan hat”, (Anm.: Epstein über die Hotelangestellte Diallo und ihre Anzeige gegen Strauss-Kahn), “Strauss-Kahn hat sich benommen wie ein “Master of the Universe”, der nicht erwischt werden kann und unverwundbar ist.” Im letzten Absatz wird DSK nochmal als lebenslustiger, cleverer und charmanter Weltenbummler beschrieben, der wohl im Alleingang spitzenmäßige Ideen im Kampf gegen die Euro-Krise aus dem Ärmel geschüttelt hätte, aber n-e-i-n, er wurde ja durch eine große politische Verschwörung daran geh-i-n-d-e-r-t.
Ach, und ganz ehrlich: Ich habe die Schnauze voll. Ich habe die Schnauze voll davon, dass die Vorwürfe gegen Strauss-Kahn zum Teil so abgecancelt werden, als ginge es darum zu prüfen, ob er mal in irgendeinem Hotel einfach mal ein iPhone-Ladekabel mitgehen lassen hat. Dass über Vergewaltigungen und Vergewaltigungsvorwürfe so gesprochen wird, als sei einem mutmaßlichen Opfer beim Anrempeln der kleine Finger angekratzt worden. Dass der Duktus “Da wird der arme Strauss-Kahn jetzt von einer hysterischen-kriminell veranlagten Frau und ihren Beschuldigungen einfach so in die Bredouille gebracht!” so salonfähig ist. Dass über Prostituierte so geschrieben wird, als müssten sie halt damit rechnen Opfer sexueller Gewalt zu werden (und ich grüße schon mal alle Trolle, die mir gleich aufs Butterbrot schmieren wollen, dass die Washington-Begleiterin Strauss-Kahns bei einem Escort-Service arbeitete).
Helga hatte mir gestern den Hotel-Memoiren-Link geschickt, und einen weiteren zum DSK-Skandal und den aktuellen Entwicklungen – und auf einen Kommentar beim zweiten verwiesen: “Nun wissen wir, warum er dachte, er kommt mit der Vergewaltigung eines Zimmermädchens davon. Weil er schon so oft davon gekommen war.”
Es gibt mal wieder neue Vergewaltigungsvorwürfe gegen Ex-IWF-Chef und Ex-Fast-Präsidentsschaftskandidaten Dominique Strauss-Kahn. Ein ehemaliges Zimmermädchen hat ein Buch über ihren Job (“Total bedient”) geschrieben. “Im Hotel zeigt sich die hässliche Fratze der Männlichkeit, und in der gehobenen Hotellerie zeigt sie sich mit Abstand am deutlichsten”, heißt es da unter anderem. Tja.
Doch zunächst mal zu den neuesten DSK-Entwicklungen: Das mutmaßliche Opfer Strauss-Kahns berichtet, dass sie Ende 2010 auf einer Washington-Reise mit DSK und Begleitern vergewaltigt wurde, und zwar gemeinschaftlich von Strauss-Kahn und dem Unternehmer Roquet. Eingebettet ist der ganze Vorfall in einen größeren Prostitutions- und Betrugsskandal, in den neben DSK unter anderem auch der ehemalige Liller Polizeichef Jean-Christophe Lagarde und der Besitzer sowie der Manager des Carlton Hotels verwickelt sein sollen. Soweit.
Die hässliche Fratze der Männlichkeit. Und jetzt könnte ich eine Korrelation zwischen dem ganzen Bohei um Strauss-Kahn und dem Buch von Anna K. andeuten. Selbstverständlich. (“Und wie passt es zusammen, dass die gleichen Männer, die uns morgens übersehen, uns abends, wenn wir noch mal die Vorhänge glatt ziehen, unvermittelt zum Sex auffordern? Glauben sie wirklich, dass von ihnen, weil sie in einem Zimmer übernachten, das für uns unerschwinglich teuer ist, ein unwiderstehlicher Reiz ausgeht?”) Oder etwa nicht? Im SPIEGEL wurde ein höchst interessantes Interview mit Edward Epstein über DSK abgedruckt, dem “Autor eines neues Enthüllungsbuchs über die Sex-Affäre” (keine Pointe), das durch sehr befremdliche Aussagen besticht.
“Strauss-Kahn ignorierte die Risiken seines wilden Privatlebens”, “Es ist in der Tat verblüffend, dass sie dies getan hat”, (Anm.: Epstein über die Hotelangestellte Diallo und ihre Anzeige gegen Strauss-Kahn), “Strauss-Kahn hat sich benommen wie ein “Master of the Universe”, der nicht erwischt werden kann und unverwundbar ist.” Im letzten Absatz wird DSK nochmal als lebenslustiger, cleverer und charmanter Weltenbummler beschrieben, der wohl im Alleingang spitzenmäßige Ideen im Kampf gegen die Euro-Krise aus dem Ärmel geschüttelt hätte, aber n-e-i-n, er wurde ja durch eine große politische Verschwörung daran geh-i-n-d-e-r-t.
Ach, und ganz ehrlich: Ich habe die Schnauze voll. Ich habe die Schnauze voll davon, dass die Vorwürfe gegen Strauss-Kahn zum Teil so abgecancelt werden, als ginge es darum zu prüfen, ob er mal in irgendeinem Hotel einfach mal ein iPhone-Ladekabel mitgehen lassen hat. Dass über Vergewaltigungen und Vergewaltigungsvorwürfe so gesprochen wird, als sei einem mutmaßlichen Opfer beim Anrempeln der kleine Finger angekratzt worden. Dass der Duktus “Da wird der arme Strauss-Kahn jetzt von einer hysterischen-kriminell veranlagten Frau und ihren Beschuldigungen einfach so in die Bredouille gebracht!” so salonfähig ist. Dass über Prostituierte so geschrieben wird, als müssten sie halt damit rechnen Opfer sexueller Gewalt zu werden (und ich grüße schon mal alle Trolle, die mir gleich aufs Butterbrot schmieren wollen, dass die Washington-Begleiterin Strauss-Kahns bei einem Escort-Service arbeitete).
Helga hatte mir gestern den Hotel-Memoiren-Link geschickt, und einen weiteren zum DSK-Skandal und den aktuellen Entwicklungen – und auf einen Kommentar beim zweiten verwiesen: “Nun wissen wir, warum er dachte, er kommt mit der Vergewaltigung eines Zimmermädchens davon. Weil er schon so oft davon gekommen war.”
“Das Kindeswohl gebietet es grundsätzlich, dass beide Eltern die Verantwortung für das Kind und damit die gemeinsame elterliche Sorge tragen”, erläutert Rechtsanwalt und Notar Wolfgang Schwackenberg, Vorsitzender des DAV-Gesetzgebungsausschusses Familienrecht. Aus Sicht des Kindes sei es unerheblich, ob die Eltern miteinander verheiratet sind oder nicht, wie oder wo das Kind gezeugt und empfangen wurde.
“Kann oder will der Vater jedoch seine Verantwortung nicht übernehmen, d. h. gelingt es also nicht, eine ausreichende Kommunikation zwischen den Eltern herbeizuführen, soll die Mutter die Möglichkeit haben, eine Aufhebung der gemeinsamen elterlichen Sorge zu beantragen”, führt Schwackenberg weiter aus.
Dies würde auch zu einer Verwaltungsvereinfachung führen, da momentan nicht miteinander verheiratete Eltern gemeinsam eine sogenannte “Sorgeerklärung” abgeben müssen, um die gemeinsame Sorge zu erhalten. Die gemeinsame Sorge sei auch bei nicht miteinander verheirateten Eltern in einer Vielzahl der Fälle üblich.
An einer Reform besteht Bedarf, da der Europäische Gerichtshof für und das Bundesverfassungsgericht die Regeln gekippt haben, wonach der Vater keine Chance gegen die Mutter hat, an dem Sorgerecht teilzuhaben. Der Gesetzgeber ist nach Ansicht des DAV gefordert, da nach den Entscheidungen dieser Gerichte die Väter zwar im Einzelfall die gemeinsame Sorge beantragen könnten, die Gerichte aber höchst unterschiedlich entscheiden würden.
Außenministerin moniert "gläserne Decke" für Frauen in der Politik - Sie selbst will nicht fürs höchste Amt kandidieren
Essen wir im Jahr 2050 nur noch Fleisch, das im Labor gezüchtet wurde? Können sich Großstädter mit Gemüse vom Dachgarten selbstversorgen? Können wir mit eBooks die Abholzung des Regenwalds stoppen? Das Wissenschaftsjahr Zukunftsprojekt Erde und LizzyNet suchen Ideen für die nachhaltige Welt von morgen. Unter dem Motto „un-endlich wertvoll!?“ setzen sich Mädchen und Jungs beim Kreativwettbewerb mit Zielen und Herausforderungen moderner Nachhaltigkeitsforschung auseinander.
Gudrun Hauer stellt in ihrem Vortrag im Rahmen der Veranstaltungreihe "Opfer, Täter*innen, Zuschauer*innen, Mitläufer*innen, Widerstandskämper*innen? Nationalsozialismus aus feministischen Perspektiven"
neueste Forschungsergebnisse zur Verfolgung von Schwulen und Lesben in der NS-Zeit vor und arbeitet Unterschiede in den Geltungsbereichen des deutschen Strafgesetzbuches (§ 175) und des österreichischen Strafgesetzbuches (§ 129a) heraus.
Homosexualität(en) und Nationalsozialismus
Vortrag von Gudrun Hauer, Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien
Wann: Donnerstag, 10. Mai 2012, 18 Uhr
Wo: Seminarraum IE, Institut für Afrikawissenschaften, Campus AAKH Hof 5, Spitalgasse 2-4, 1090 Wien
Frauenuniversitäten haben in Österreich bereits eine lange Tradition. 2007 wurde die Institution schließlich wiederbelebt, findet seither einmal pro Jahr statt und soll Raum für Diskussionen, Vernetzung und den Anreiz für politische Frauenarbeit bieten. Im Herbst geht die FrauenSommerUniversität in die nächste Runde, die sich mit dem Thema ‘Feminismus leben’, auch in diesem Jahr die feministische Praxis zur Aufgabe gemacht hat. Nach Stationen in Graz, Linz, Klagenfurth und Salzburg ist die FrauenSommerUniversität dieses Mal in Wien beheimatet.
Den einen Feminismus kann es nicht geben. Das was der Begriff beschreibt, zeigt sich genauso vielfältig, wie die Lebensrealität der Frauen selbst und so ist auch der angedachte Themenbereich für diese Tage breit gefächert: Er reicht von Alltagsfeminismus, Generationenkonflikte der Feministinnen, Verhandlungen von Feminismen und Antifeminismen im Netz, Feminismen in Theorie und Praxis bis hin zum feministischen Aktionismus im offenen Raum. Hier ist jede Menge Platz und Potential für Ideenentwicklung und neue Ansätze, die bei der Frauenuniversität vorgetragen oder in der Gruppe erarbeitet werden können. Noch bis Anfang Juli kann jede Frau die sich beteiligen möchte, einen Vorschlag für einen Workshop, Vortrag, Aktion oder Diskussion zum Thema „Feminismus leben“ einreichen. Wie die Gedanken und Ergebnisse präsentiert werden, bleibt ganz euch überlassen.
Mehr Infos zur Frauenuniversität findet ihr unter: www.frauenuni.net.
Wer mitmachen will, schickt seine Ideen bis zum 3.6. 2012 an : fsu.wien@gmail.com
Wann & Wo:
19. bis 22. September 2012, Wien.
Frauenrechtsorganisation hält zehn Jahre Haft für zu wenig und will Opfer helfen, Rechtsmittel gegen Schiedsspruch einzulegen

Die Ausgabe 74 von „clio : die Zeitschrift für Frauengesundheit“ stellt unter dem Titelthema Gendermedizin – neue Antworten auf alte Fragen? den Genderdiskurs im Gesundheitssystem vor und beleuchtet, inwiefern er in einzelnen medizinischen Fachbereichen bereits eingeführt wird und welche Auswirkungen ein Nicht-Beachten ganz konkret für die einzelne Frau (und auch Mann) haben kann, nämlich eine potenzielle Unter-, Fehl- und Überversorgung. So wird klar, dass die Frage nach der Bedeutung von Gender keine abgehobene wissenschaftliche Diskussion im Elfenbeinturm ist, sondern ganz konkrete Auswirkungen auf jede/n einzelne/n hat.
In der Pressemitteilung zur neuen Ausgabe werden die einzelnen Artikel kurz inhaltlich vorgestellt.
Die Zeitschrift bezieht die Genderbibliothek im Abonnement und kann genutzt werden. In unserem Katalog sind die Artikel verzeichnet und verschlagwortet.

Die Ausgabe 74 von „clio : die Zeitschrift für Frauengesundheit“ stellt unter dem Titelthema Gendermedizin – neue Antworten auf alte Fragen? den Genderdiskurs im Gesundheitssystem vor und beleuchtet, inwiefern er in einzelnen medizinischen Fachbereichen bereits eingeführt wird und welche Auswirkungen ein Nicht-Beachten ganz konkret für die einzelne Frau (und auch Mann) haben kann, nämlich eine potenzielle Unter-, Fehl- und Überversorgung. So wird klar, dass die Frage nach der Bedeutung von Gender keine abgehobene wissenschaftliche Diskussion im Elfenbeinturm ist, sondern ganz konkrete Auswirkungen auf jede/n einzelne/n hat.
In der Pressemitteilung zur neuen Ausgabe werden die einzelnen Artikel kurz inhaltlich vorgestellt.
Die Zeitschrift bezieht die Genderbibliothek im Abonnement und kann genutzt werden. In unserem Katalog sind die Artikel verzeichnet und verschlagwortet.
Schwermetallanalyse!
Warum gibt es eigentlich so wenige weibliche Metal-Bands? Gibt es queeren Metal? Sind Frauenstimmen für Metal ungeeignet? Ist es männlich, schwarzen Eyeliner zu tragen? Sind lange Haare für alle ein Muss? Warum zeigen CD-Covers oder Bandshirts nicht selten Gewalt an Frauen?
Diese Gruppe möchte sich intensiver dieser Musikrichtung und ihrem Publikum widmen. Dabei liegt für uns der thematische Fokus auf Geschlecht. Von Konzertberichten über Mode bis zu Interviews stehen verschiedene Bereiche dieser Kultur in unserem Blickwinkel.
Hast Du Dich vielleicht schon einmal gefragt, was an unserer Uni in Sachen Gleichstellungspolitik so los ist? Wer Ideen einbringt, Entscheidungen trifft und wo eigentlich das notwendige Geld herkommt? Wie sich feministische Positionen in der Gremienstruktur Gehör verschaffen können?
Zwei zentrale Orte, an denen aktiv für mehr Geschlechtergerechtigkeit an unserer Uni gearbeitet wird, sind die Kommission für Frauenförderung des Akademischen Senats und die Kommission zur Wahl der Zentralen Frauenbeauftragten und ihrer Stellvertreterinnen.
Die Kommission für Frauenförderung tagt ca. zwei Mal pro Semester und berät beispielsweise über die Vergabe der Mittel aus dem HU-Gleichstellungsfonds (250.000 Euro jährlich). Besonders interessant sind für uns als Studierende in diesem Zusammenhang die zu vergebenden Gelder für die Implementierung von Gender-Themen in die Lehre und Curricula sowie für Promotionsabschlussstipendien.
Die Kommission zur Wahl der Zentralen Frauenbeauftragten und ihrer Stellvertreterinnen tritt – wie ihr Name schon sagt – nur im Bedarfsfall und zur Wahl der entsprechenden Personen zusammen. Die Zentrale Frauenbeauftragte hat zwei Stellvertreterinnen, darunter traditionsgemäß eine Studentin.
In den Gremien unserer Uni und damit auch in den genannten beiden Kommissionen sind jeweils Menschen aus allen vier Statusgruppen (Studierende, wissenschaftliche Mitarbeitende, Mitarbeitende aus Technik und Verwaltung, Professor_innen) vertreten. Und wir sind auf der Suche nach feministisch interessierten Studis, die Lust auf gemeinsame Kommissionsarbeit haben!
Wir laden Dich deshalb herzlich zu einem Infotreffen zum Thema „Gleichstellungspolitik und feministisches Engagement an der HU aus studentischer Perspektive“ ein: Donnerstag, 10. Mai ab 16 Uhr in den Räumen des Referent_innenRats (Eingang an der Rückseite des Hauptgebäude-Ostflügels).
Ist der Termin für Dich ungünstig? Melde Dich gerne bei uns!
Herzliche Grüße,
Studentische Vertreter_innen in Uni-Gremien, Feministisches Vernetzungstreffen an der HU, Referat für alle Frauen* des RefRats
FemVer@web.de, frauen@refrat.hu-berlin.de
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Mehr Bühnen, mehr Leute, mehr alles – so lässt sich die re:publica 2012 zusammenfassen. Außer der Mädchenmannschaft, von uns waren weniger da, deswegen gleich schon einmal der Verweis auf die Berichte von Girls Can Blog, Behindertenparkplatz, i heart digital life, Journelle, Ninia LaGrande, Afrika Wissen Schaft, Anke Gröner, Milenskaya, Kommander Kaufmann, der Sammelmappe und dem Kotzenden Einhorn. Weitere Links gerne in die Kommentare!

Bild von @annalist
Mehr bezog sich dieses Jahr auch auf die Sponsoren, die damit auch ein Mehr an Sexismus mitbrachten. Sowohl iStockphoto, wie auch Sierra Tequila hatten nur sexualisierte Frauenkörper anzubieten. Allerdings nicht ohne Protest auf den Plan zu rufen. Trotz „Frauenquote“ bei Podiumsdiskussionen lag auch der Frauenanteil mit 30 Prozent nur etwas über dem des letzten Jahres. Und auch die Vorgabe, bei 5 Diskutant_innen auf einem Podium mind. 2 Frauen dabei zu haben, wurde des öfteren nicht eingehalten, wie das nuf dokumentiert hat. Da mit 30 Prozent die „magische Zahl“ erreicht ist, dürfte es sich auf diesem Level dann einpendeln. Leider total an den meisten Besucherinnen vorbeigangen und außerhalb des Programms versteckt wurde das Speednetworking für Bloggerinnen.
Geschafft habe ich es zunächst zu Frauen in die Wikipedia. Es zeigte sich, dass das Sexismus-Problem leider wohl viel tiefer liegender ist, als ich das bisher mitbekommen hatte. So galt eine ganze Weile der Spruch „Wikipedia ist kein Mädchenpensionat“. Dazu passend hatte eine Frau massive Probleme, weil sie nicht ständig als Mann angesprochen werden wollte. Statt dies zu respektieren, wurde sie weiter Anfeindungen ausgesetzt und anti-sexistische Kommentator_innen gesperrt. Die Beschimpfung eines Mannes als Mädchen führte dagegen gleich zur Sperrung des Pöblers. Als Mann bezeichnet zu werden ist also weiter eine Aufwertung, als Mädchen bezeichnet zu werden dagegen eine Abwertung. Während das Bewußtsein für diese Probleme zu wachsen scheint, bleibt es weiter bei der Einstellung, dass Sexismus und Gender Gap „nicht von oben gelöst“ werden könnten. Wie die Lösung von unten aussehen könnte, weiß aber auch noch niemand so genau.
Der erste Höhepunkt war dann der Vortrag von Cindy Gallop, der Initiatorin von Make Love Not Porn (Aufzeichnung bei Spiegel Online). Nach ihren persönlichen Erfahrungen, dass Pornos immer stärker das Bild von Sexualität prägen, startete sie zunächst eine Webseite. Dort vermittelt sie, dass es zwar völlig in Ordnung ist, als Frau beim Sex z.B. beschimpft zu werden – aber dass nicht jede Frau darauf steht und nicht jeder Mann seine Partnerin beschimpfen will und es am Ende wichtig ist, herauszufinden, was mensch will. Inzwischen sei das Alter, in dem Kinder das erste Mal Hardcore-Pornos sehen, schon auf 8 Jahre gesunken. Anders als bei Actionfilmen trauten sich Eltern aber nicht, mit ihren Kindern darüber zu sprechen und zu vermitteln, wie die „Wirklichkeit“ aussähe. Anschließend berichtete sie von den Schwierigkeiten, das Projekt makelovenotporn.tv (Pro-sex. Pro-porn. Pro-knowing the difference) zu starten. Was genau hier passieren soll, verriet sie nicht. Allerdings mache bereits der Name es schwer, Kredite zu bekommen, ein dauerhaftes Bezahlsystem einzurichten oder überhaupt Partner_innen zur Programmierung zu gewinnen. Ob es klappt, sei dann ab dem Sommer zu besichtigen.
Mehr zum Workshop „How to make your activist space a safe space“ gibt es dann morgen.
Mehr Bühnen, mehr Leute, mehr alles – so lässt sich die re:publica 2012 zusammenfassen. Außer der Mädchenmannschaft, von uns waren weniger da, deswegen gleich schon einmal der Verweis auf die Berichte von Girls Can Blog, Behindertenparkplatz, i heart digital life, Journelle, Ninia LaGrande, Afrika Wissen Schaft, Anke Gröner, Milenskaya, Kommander Kaufmann, der Sammelmappe und dem Kotzenden Einhorn. Weitere Links gerne in die Kommentare!

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Mehr bezog sich dieses Jahr auch auf die Sponsoren, die damit auch ein Mehr an Sexismus mitbrachten. Sowohl iStockphoto, wie auch Sierra Tequila hatten nur sexualisierte Frauenkörper anzubieten. Allerdings nicht ohne Protest auf den Plan zu rufen. Trotz „Frauenquote“ bei Podiumsdiskussionen lag auch der Frauenanteil mit 30 Prozent nur etwas über dem des letzten Jahres. Und auch die Vorgabe, bei 5 Diskutant_innen auf einem Podium mind. 2 Frauen dabei zu haben, wurde des öfteren nicht eingehalten, wie das nuf dokumentiert hat. Da mit 30 Prozent die „magische Zahl“ erreicht ist, dürfte es sich auf diesem Level dann einpendeln. Leider total an den meisten Besucherinnen vorbeigangen und außerhalb des Programms versteckt wurde das Speednetworking für Bloggerinnen.
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Mehr bezog sich dieses Jahr auch auf die Sponsoren, die damit auch ein Mehr an Sexismus mitbrachten. Sowohl iStockphoto, wie auch Sierra Tequila hatten nur sexualisierte Frauenkörper anzubieten. Allerdings nicht ohne Protest auf den Plan zu rufen. Trotz „Frauenquote“ bei Podiumsdiskussionen lag auch der Frauenanteil mit 30 Prozent nur etwas über dem des letzten Jahres. Und auch die Vorgabe, bei 5 Diskutant_innen auf einem Podium mind. 2 Frauen dabei zu haben, wurde des öfteren nicht eingehalten, wie das nuf dokumentiert hat. Da mit 30 Prozent die „magische Zahl“ erreicht ist, dürfte es sich auf diesem Level dann einpendeln. Leider total an den meisten Besucherinnen vorbeigangen und außerhalb des Programms versteckt wurde das Speednetworking für Bloggerinnen.
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Mehr zum Workshop „How to make your activist space a safe space“ gibt es dann morgen.
Ringvorlesung des Graduiertenkollegs
Geschlecht als Wissenskategorie
Mittwochs, 18:00-20:00 Uhr
Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6, 10099 Berlin
Hörsaal 2014a
09.05.2012
Benno Gammerl: Anders fühlen – queere und emotionshistorische Perspektiven
Weitere Termine sowie der Flyer zum Download unter:
[www2.hu-berlin.de]
Im Wintersemester 2012/13 beginnt der fünfte Jahrgang im Master Gender Studies/Geschlechterstudien an der HU Berlin. Das Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien informiert ausführlich über den Masterstudiengang und lädt Interessierte herzlich ein:
Mo 7. Mai, 12-14 Uhr, Georgenstraße 47, Beratungsraum 1.05
Dieses Programm ist geplant:
Elektronische Informationen über den Master finden Sie hier: [www.gender.hu-berlin.de] oder erhalten Sie bei Ilona Pache in der Studienfachberatung.
Wir sind gespannt auf Ihre Fragen und freuen uns über eine kurze Anmeldung per Mail bis zum 23. April an: ilona.pache@gender.hu-berlin.de.
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Laut Zeitungsmeldungen soll der 32 Nicky Miler Abteilungsleiter in einem Großmarkt gewesen sein und alleine gelebt haben.
Die Polizei fragt:
Wer kannte Nicky Miler?
Wer kann Angaben zu seinem persönlichen Umfeld und seinem Bekanntenkreis machen?
Wer hat Nicky Miler am Abend oder in der Nacht vom 4. Mai auf den 5. Mai 2012 – womöglich im Lokal oder in der Nähe des Lokals in der Boxhagener Straße gesehen?
Hinweise nehmen die 3. Mordkommission des Landeskriminalamtes in der Keithstraße 30 in Berlin Tiergarten unter der Telefonnummer +49-(0)30-4664 911 333 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen?
Feministische Beobachtung am Rande: Die Polizeimeldung spricht geschlechtsneutral von einer Reinigungskraft, die den Toten gefunden hat. Die meisten Medien (Berliner Morgenpost, Bild Zeitung, Welt Online schreiben von einer Putzfrau, nur der Berliner Kurier, der auch einige Details über das Lokal und die Party vom vergangenen Freitag veröffentlicht, von einem Putzmann.
Links: http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/369750/index.html Die Pressemeldung der Berliner Polizei
http://samstagisteingutertag.wordpress.com/2012/05/06/mann-in-berliner-schwulenkneipe-ermordet/
http://www.welt.de/regionales/berlin/article106264968/Putzfrau-findet-Leiche-eines-32-Jaehrigen.html
http://www.berliner-kurier.de/polizei-prozesse/nicky-miler--32--ermordet-friedrichshain--leiche-in-szenelokal-entdeckt,7169126,15178118.html
[www.bild.de]
[www.bild.de]
http://www.queer.de/detail.php?article_id=16446
http://www.gay-friedrichshain.de/grosse-freiheit-114/
http://www.pride1radio.com/index.php/pride1aktuell/2914-mord-in-berliner-schwulenbar
>>> "Aufarbeitung tut not!" Info + Proteste Zürich 9.-12.05.2012
Rundmail von Zwischengeschlecht.org vom 06.05.2012:
Liebe Studierende, Lehrende und weitere Interessierte
Aktuell finden und fanden erfreulicherweise an mehreren Unis Veranstaltungen statt mit dem Anspruch, kritisch über "Intersexualität" und die damit verbundenen andauernden Menschenrechtsverletzungen zu informieren (siehe unten Anhang 1). Dafür möchten wir uns bei allen Beteiligten ganz herzlich bedanken!
Leider ist es nun so, dass an all diesen Universitäten in deren Kinderkliniken und ggf. weiteren Akademischen Lehrkrankenhäusern unverändert medizinisch nicht notwendige "Genitalkorrekturen" an wehrlosen Kindern mit "atypischen Genitalien" praktiziert werden – trotz aller Proteste von Betroffenen in den letzten 20 Jahren gegen diese "westlichen Genitalverstümmelungen". Und trotz langjähriger Kritik auch von Menschenrechts-, FGM- und Ethik-Expert_innen. An vielen Unis geht diese unmenschliche Praxis inkl. "Klitorisamputationen" zudem historisch weit zurück, mancherorts bis ins "Dritte Reich" oder sogar bis ins 18. Jahrhundert. Und überall ist sowohl der aktuelle wie der historische Umfang kosmetischer "Genitalkorrekturen" an Kindern und Jugendlichen sowohl in Lehre wie Praxis nach wie vor unaufgearbeitet.
Und leider geht offenbar keine einzige dieser kritischen
Veranstaltungen – soweit sich das aus den Programmankündigungen ersehen
lässt – konkret auf die aktuelle medizinische Praxis im eigenen Hause ein.
Obwohl Betroffene wie auch solidarische Nicht-Zwitter seit Jahren anmahnen,
dass eine "rein theoretische" bzw. akademische Beschäftigung mit diesem Thema
ohne gleichzeitige praktische Solidarität mit dem Kampf der Betroffenen von
kosmetischen Genitaloperationen im Kindesalter für die sofortige Beendigung
dieser unmenschlichen Praxis unhaltbar ist und letztlich nur den
VerstümmlerInnen in die Hände arbeitet (vgl. unten Anhang 2).
Aufarbeitung als praktische Solidarität – Unis Gießen und Marburg
machen's vor
Als erste deutsche Uni beschloss die Philipps-Universität Marburg am 16.
April 2012 auf Initiative des Autonomen FrauenLesbenReferates im AStA der
Universität Marburg, eine öffentlich zugängliche Aufarbeitung von medizinisch
nicht notwendigen Genitaloperationen an Kindern und Jugendlichen zu erarbeiten.
Der Senat der Justus-Liebig-Universität wird am 6. Juni 2012 auf Initiative des
Autonomen Schwulen-Trans*-Queer-Referates im AStA der JLU Gießen ebenfalls über
einen entsprechenden Tagesordnungspunkt beraten. Beide Male unterstützte
Zwischengeschlecht.org die Ausarbeitung der Anträge u.a. mit Recherchen zum
aktuellen "Korrekturangebot" der beiden Unis.
Die Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org fordert alle
Studierenden und Lehrenden auf, sich auch an ihrer Uni für eine Aufarbeitung
kosmetischer "Genitalkorrekturen" an Kindern und Jugendlichen konkret
einzusetzen! Die entsprechenden Anträge an den Senat der JLU Gießen
und der PU Marburg stehen als Musteranträge zur freien Verfügung (Download
siehe unten Anhang 3). Selbstverständlich ist Zwischengeschlecht.org auch bei
der Ausarbeitung künftiger Anträge gerne mit Recherchen usw.
behilflich.
Vielen Dank für eure praktische Unterstützung zur Durchsetzung des Rechts auf körperliche Unversehrtheit für alle Kinder!
Weiterleitung dieses Aufrufs ausdrücklich erwünscht!
Die Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org fordert ein Verbot von kosmetischen Genitaloperationen an Kindern und Jugendlichen sowie "Menschenrechte auch für Zwitter!".
Betroffene sollen später selber darüber entscheiden, ob sie Operationen wollen oder nicht, und wenn ja, welche.
Liebe Grüße
n e l l a
Daniela Truffer
Gründungsmitglied Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org
Mobile +41 (0) 76 398 06 50
presse_at_zwischengeschlecht.info
http://zwischengeschlecht.org
Regelmäßige Updates: http://zwischengeschlecht.info
ANHANG 1:
Einige "Intersex"-Veranstaltungen an Universitäten, die kosmetische
"Genitalkorrekturen" an Kindern und Jugendlichen praktizieren – offenbar ohne
die Praxis im eigenen Hause konkret zu kritisieren
17.11.2010: J. W. Goethe-Universität Frankfurt (Cornelia Goethe Colloquien)
18.-20-01.2012: Technische Universität Dresden (Internationale & interdisziplinäre Konferenz "Transgender und Intersex in Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft")
08.05.-03.07.2012: Eberhard Karls Universität Tübingen (Studium Generale)
09.05.2012: Freie Universität Berlin (Human Rights Lectures 2012)
10.05.2012: Ruhr-Universität Bochum (Fachtagung "anders und gleich in NRW")
13.05.2012: Friedrich-Schiller-Universität Jena (IDAHOT* Jena 2012)
15.05.2012: Universität Hamburg (Queere Hochschultage)
28.06.2012: J. W. Goethe-Universität Frankfurt (AFLR Inhaltecafé)
ANHANG 2:
Kritik von Betroffenen und solidarischen Nicht-Zwittern an "rein akademischer"
Behandlung des Themas ohne gleichzeitige praktische Solidarität im Kampf gegen
uneingewilligte "Genitalkorrekturen"
Ausführliche bibliographische Angaben und ggf. Downloadlinks sowie weitere
Texte:
[blog.zwischengeschlecht.info]
Emi Koyama / Lisa Weasel:
"Von der sozialen Konstruktion zu sozialer Gerechtigkeit. Wie wir
unsere Lehre zu Intersex verändern." (2002)
"Die Ergebnisse dieser Pilotstudie bestätigten unsere Vermutung, dass Intersex hauptsächlich als Forschungsobjekt verstanden wird, um den Begriff der Zweigeschlechtlichkeit (und des Sexismus, sowie der Homophobie) zu dekonstruieren, und nicht als ein Thema gesehen wird, das in der realen Welt Implikationen für reale Leute hat."
"Auch wenn die Lehrenden die besten Absichten hegen, untergraben
fehlendes Bewusstsein für und die fehlende Beachtung der Realitäten von
Intersexuellen die adäquate Darstellung des Themas. Dabei werden unbeabsichtigt
die Nicht-Sichtbarkeit und die Objektivierung der Intersexuellen
perpetuiert."
Georg Klauda:
"Über die Verstümmelung von Hermaphroditen"
a.k.a."Fürsorgliche Belagerung" (2002)
"Dass sich gerade [Transsexuelle sowie Lesben und Schwule] dieses Themas annehmen, liegt an einem Überschuss von Projektion. [...] Sie sehen nicht, dass die ungefragte Adoption von Hermaphroditen durch die Lesben-, Schwulen- und Trans[sexuell]enbewegung einer Überrumpelung und Kolonialisierung gleichkommt und moralisch unzulässig ist, weil sie das eigentliche Anliegen von Menschen mit medizinischer Gewalterfahrung überdeckt."
"Wir werden uns deshalb daran gewöhnen müssen, Hermaphroditen nicht als
Angehörige einer Minderheit anzusprechen, sondern, ihrer eigenen Einschätzung
gemäß, als medizinische Folteropfer."
Gabriele Dietze:
"Schnittpunkte. Gender Studies und Hermaphroditismus"
(2006)
"Ohne sich der Quelle bewusst zu sein oder darauf zu reflektieren, 'umarmte' die zweite amerikanische Frauenbewegung den nützlichen Begriff Gender und begründete mit ihm den Ursprung einer neuen wissenschaftlichen Spezies (Disziplin), die Gender Studies."
"Vonnöten ist allerdings nicht nur ein Bewusstsein der Gender Studies
gegenüber der Real-Existenz von Intersexualität und den traumatisierenden
Effekten des gegenwärtigen Gender Normalisierungsregimes, sondern es ist ebenso
zentral, die Genealogie der Kategorie Gender erneut zu durchschreiten und die
Geschichte ihrer Operationalisierung mit der Tatsache zu konfrontieren, dass
sie sozusagen in ihrer Ursprungsszene schon 'operativ' war."
Joke Janssen:
"Theoretisch intersexuell. Wie intersexuelle Menschen zwischen den
Zeilen bleiben." (2006/2009)
"Die politischen Forderungen nach körperlicher Selbstbestimmung einer breit angelegten Medizinkritik oder einer Kritik der Zweigeschlechtlichkeit, welche die Individuen nicht aus dem Fokus verliert, finden sich ich den von mir gewählten gendertheoretischen Texten nicht wieder. Im Gegenteil lässt sich durchaus sagen, dass Intersexualität nur als abstrakt bleibende Widerlegung des Prinzips Zweigeschlechtlichkeit Eingang in die von mir kritisierten Texte findet."
"Eine theoretische Behandlung von Intersexualität, welche die
Forderungen von Aktivist_innen nicht mitdenkt, schafft eine textuelle
Wirklichkeit, in der eine «Gruppe» eine andere repräsentieren kann und
Individuen bestimmte Kriterien erfüllen müssen, um an Diskursen teilnehmen zu
können."
ANHANG 3:
Download Senatsanträge und Dekanatsanfrage Gießen und Marburg
Senatsantrag und Dekanatsanfrage Gießen:
[blog.zwischengeschlecht.info]
Senatsantrag Marburg:
[blog.zwischengeschlecht.info]
François Hollande hat sich im Wahlkampf mehrfach für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transpersonen ausgesprochen. Er steht der Öffnung der Ehe positiv gegenüber und hat angekündigt, sie noch im ersten Jahr seiner Präsidentschaft zu verwirklichen.
Links: http://www.orf.at/stories/2119052/2119051/
http://www.20minutes.fr/article/929491/article.php
http://yagg.com/2012/05/02/legalite-cest-dimanche-prochain-ou-pas-par-xavier-heraud/
http://www.ggg.at/index.php?id=62&tx_ttnews%5Btt_news%5D=4384&cHash=81de60f51573cf2c64ed77304b823a93 (sehr ausführlich)
http://yagg.com/tag/presidentielle-2012/
http://yagg.com/2012/05/06/francois-hollande-elu-president-de-la-republique/
Das "wahre Geschlecht" sorgt im "Spiegel" seit Jahrzehnten für Titelgeschichten. Anlass für Lou-Salomé Heer, die dominanten Erklärungsmuster zu untersuchen
Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist verfassungsmäßig verankert. Artikel 3, Absatz 2, des Grundgesetzes lautet: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“ Der Gesetzestext ist klar formuliert, aber wie stellt sich die Situation im Jahr 2012 dar? Klaffen Anspruch und Wirklichkeit auseinander?
Daten und Fakten sprechen gegen eine umfassende Gleichstellung der Geschlechter. Eine aktuelle OECD-Studie über die berufliche Situation von Frauen und Männern beispielsweise belegt: Frauen verdienen weniger und sind weniger häufig in Führungspositionen anzutreffen. Ein Grund für EU-Kommissarin Viviane Reding, Justizkommissarin und zuständig für Gleichstellungsfragen, eine europaweite gesetzliche Regelung der Frauenquote in Betracht zu ziehen. Konkrete Vorschläge will sie im Sommer 2012 vorlegen.
Expertinnen und Experten aus Politik und Praxis sind sich bei diesem Thema alles andere als einig. Die Frage, ob die Frauenquote ein geeigneter Weg ist, ist noch lange nicht beantwortet. Gerade wenn es um staatliche Eingriffe geht, kommt es zu vielfachem Widerstand, häufig werden sie als nicht notwendig abgewehrt und abgetan. Fraglich ist, ob solche Eingriffe erforderlich sind – oder nur überambitioniert.
Auch die Debatte, ob qualifizierte Männer mit einer Frauenquote benachteiligt werden, ist noch nicht abgeschlossen. Und überhaupt: Wird das Thema Gleichstellung etwa nur einseitig betrachtet? Im Bereich Familien-, Sorge- und Scheidungsrecht beispielsweise gibt es viele Aspekte, die im Hinblick auf eine Benachteiligung von Männern kontrovers diskutiert werden können.
Mit diesen und ähnlichen Fragen setzen sich Frauen und Männer nicht erst seit Inkrafttreten des Grundgesetzes 1949 auseinander. Der Ton beider Lager hat sich über die Jahrzehnte zunehmend verschärft. Nicht selten stellt sich die Frage: Geht es eigentlich noch primär um Gleichstellung?
Das IX. KölnAlumni-Symposium „Frauen an die Macht. Anspruch, Wirklichkeit und Perspektiven der Gleichstellung“ will den Status Quo der Gleichstellungspraxis aufzeigen, Erfolge würdigen, Probleme benennen und Perspektiven aufzeigen.
Programm
Begrüßung
Podiumsdiskussion
Moderation: Prof. Dr. Christiane Woopen, Professorin für Ethik und Theorie der Medizin an der Universität zu Köln, Vorsitzende des Deutschen Ethikrates
Die Veranstaltung ist öffentlich, die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung bis spätestens 10. Mai ist erforderlich.
Für was der Mai nicht alles herhalten muss: Wonnemonat, Heiratsmonat und macht er nicht auch sprichwörtlich alles neu, der Mai?! Neues gibt es sicherlich auch in euren Blogs und/oder in eurem Alltag. Her mit allem, was euch in der vergangenen Woche gefreut, geärgert, erheitert oder wütend gemacht hat…
Einen schönen Sonntag!
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Hier die nächsten Programmpunkte im GAL:
1. Das Bundesministerium für Frauen hat uns exklusiv eingeladen, eine Statuette für den “GENDER AWARD WERBUNG” zu gestalten - also so etwas wie einen neuen “Oscar zu entwerfen.
Das Ganze wird als Wettbewerb veranstaltet, zur Einreichung sind r nur GAL-TeilnehmerInnen geladen.
Die Statuette soll reproduzierbar sein, bis Ende September müssen zwei Exemplare hergestellt werden können.
Abgabeschluß für die Einreichungen (auch Entwürfe): Juli 2012
Nähere Infos im GAL.
2. Dienstag, 8. 5. 2012
Für alle, die dabei waren und jene, die nicht dabei waren: Nachbesprechung des Seminars von Prof. Kurt Flasch
mit Schwerpunkten auf Hierarchie und Gender
Außerdem wird die Ausstellung im Wittgenstein weiter besprochen
NEUANMELDUNGEN ZUR AUSSTELLUNG BITTE BALD ERLEDIGEN, WIR BRAUCHEN EINE NAMENSLISTE FÜR DIE EINLADUNG UND DIE PRESSEINFOS
3. Dienstag 12. und 19. 6. 2012
Renate Brosch zu Gast im GAL
“Sucht”
Mit kollegialen Grüßen,
Marion Elias
Robert Maierhofer
Das Berliner Duo ‘Me And My Drummer’ hat sich Sounds verschrieben, die aus dem Zusammenspiel von Piano, Schlagzeug und Synthieklängen entstehen und von wunderschönen Vocals komplettiert werden. Zu hören gibt es das Machwerk zwischen Soul, Pop und Indie entweder auf ihrem Debüt “The Hawk, The Beak, The Prey” oder viel besser noch: live – denn sie sind jetzt auf Tour! Berliner können sich bereits an diesem Wochenende über ein Konzert freuen, alle weiteren Termine und Stationen findet ihr natürlich auch hier bei uns.
Tourdaten:
16.05.2012 – Tübingen – Landestheater
18.05.2012 – Groningen – Lepel
19.05.2012 – Mannheim – Maifeld Derby
24.05.2012 – Berlin – Postbahnhof @ Ray’s Guesthouse
26.05.2012 – Neustrelitz – Immergut Festival
02.06.2012 – Augsburg – Modular Festival
21.06.2012 – Köln – c/o Pop – Europareise / Studioreise
22.06.2012 – Köln – c/o Pop – Open Air am Tanzbrunnen
11.07.2012 – Bremen – Breminale
14.07.2012 – Ingolstadt – Taktraum Festival
28.07.2012 – Würzburg – Fair Trade Festival
12.08.2012 – Hamburg – Dockville Festival
25.08.2012 – Ulm – Obstwiesenfestival
Mehr über die Band gibt’s hier.
Wann & Wo
6. Mai, 20.30 Uhr, Lido, Cuvrystraße 7, 10997 Berlin.
Aktivist_innen, die sich solidarisch mit Pussy Riot zeigen, bringen sich in San Francisco (USA) vor der Russischen Botschaft einen Pussy Riot Flash Mob Tanz bei. Noch immer sind die Musikerinnen von Pussy Riot in Haft. Auch Amnesty International setzt sich für deren Freilassung ein und veröffentlichte nun Adressen von russischen Behörden, an die ihr eure Protestbriefe schreiben könnt.
Steckt ‚Mann‘ in einer Identitätskrise? So scheint es zumindest, blättert man derzeit in Magazinen und Zeitschriften. Während das autoritäre Männerbild nach dem Krieg gänzlich in der Mottenkiste verschwunden ist, scheinen viele Männer in einem Identitätsvakuum zu versinken.
Mit diesen Fragen setzte sich am 19. April in der Sendung Treffpunkt auf DRS 1 eine Männerrunde auseinander:
Der Psychoanalytiker Hanspeter Bernet der sich die letzten 40 Jahre mit Rebellion, Frauenemanzipation und dem Männerdasein auseinander gesetzt hat. Slam Poet und Künstler Renato Kaiser spricht über sein Verhältnis zur Männerrolle. Und, wenn sich Männer für Männer stark machen: Markus Theunert, der erste Männerbeauftragte des Kanton Zürich.
Die gesamte Sendung steht als MP3 zur Verfügung.
Eine Nachlese zur Verschenkaktion ihres Buches hält Cronenburg und stellt fest, dass die Diskussion um Urheberrechte in dem Zusammenhang lebhaft, aber sachlich geführt wurde.
Babykram und Kinderkacke kotzt sich übers Betreuungsgeld aus. Nicht zum ersten Mal, aber manchmal hält die Übelkeit eben an. Und Achtung: Satire!
Das feministische Magazin an.schläge berichtet im Mai unter anderem über Intersexualität, Playboy-Fantasien und Louise Bourgeois.
Auf ryuus hort findet ihr einen Beitrag zu Femininität und Bisexualität in der Gothic-Szene.
Bei CDU-Watch hat mensch wahrscheinlich täglich etwas zu Lachen. Zuletzt über die Aussage des CDU-Stadtrates in Plauen, Dieter Blechschmidt, Schwule und Lesben könnten nichts für ihre Krankheit.
Kai ist jetzt auch mit dabei zählt seine ihre persönlichen Höhepunkte des Films “Miss Representation” auf, der die misogynistische Darstellung von Frauen in Medien thematisiert und welche Konsequenzen dies für die Gesellschaft hat.
Afrika Wissenschaft ärgert sich über das hashtag “firstworldproblems” und klärt über den”first world”-Begriff auf.
Mitgemacht werden kann auch beim Kreativwettbewerb von Terre de Femmes. Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahre sind aufgerufen, mit der eigenen kreativen Superheldin gegen Zwangsheirat aktiv zu werden. Einsendeschluss ist der 30. Juni.
Ein Klick auf das Blog Ich hab nicht angezeigt lohnt sich. Hier geht es um von sexualisierter Gewalt Betroffene, die keine Anzeige erstattet haben.
Back to the Basics: Grundsätzliche Gedanken zum Feminismus macht sich Johannas Blog.
Pin Up Kunst für Queers gibt es bei off the rocket.
Andreas Kemper verlinkt zum pdf einer Analyse von Anfang des Jahres, die den Androzentrismus bei Wikipedia dokumentiert.
andersdeutsch ist irritiert, dass die Deutsche Welle über die “Best Social Activism Campaign” als Antwort auf die Verhaftung der syrischen Bloggerin Razan Ghazzawi im Dezember 2011 berichtet, ohne zu erwähnen, dass Ghazzawi erneut inhaftiert wurde.
Am 6. Mai ist Internationaler Anti-Diät Tag. Bereits Ende April traf sich die Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung zur Tagung. ARGE Dicke Weiber berichtet.
Infos zum Internationalen Anti-Diät Tag findet ihr auch unter unseren Terminen:
Schon mal vormerken: Am 1. und 2. Juni findet an der Uni in Halle der nächste Workshop zu Heteronormativität / geschlechtlicher und sexueller Vielfalt statt. Organisiert wird der vom AK que(e)r einsteigen und richtet sich auch ausdrücklich an Nicht-Studierende.
“Queere Tiere” gibt es bei der Vernissage der Ausstellung von Veronika Dimke zu sehen, die am Samstag, dem 5. Mai in der Münchner Galerie Lübbhoff stattfindet. Wer das nicht schafft, der hat noch bis zum 19. Mai die Gelegenheit, sich die queeren Tiere anzuschauen.
Zum Anti-Diät Tag am 6. Mai plant die ARGE Dicke Weiber eine kleine Aktion in der Wiener Innenstadt. Treffpunkt ist 14 Uhr im 1. Wiener Gemeindebezirk – aber nur, wenn es nicht regnet
Ebenfalls in Wien findet im September die FrauenSommerUniversität 2012 statt. Eigene Ideen und Vorschläge können bis zum 3. Juni eingereicht werden.
Beth Ditto schillert zwischen Subkultur und Mainstream: Ein Interview mit der Frontfrau in der 3sat-Kulturzeit
>>>
Offener Brief an Universität und Kinderspital Zürich,
10.5.12
>>> Video: "Kampf
für die Rechte von Zwittern: Streit um Genital-Operationen an
Kindern"
>>> Open Letter to
"ESPU 2012", 11.05.12 (PDF)
Universität und Kinderspital Zürich waren massgeblich beteiligt an der weltweiten Durchsetzung möglichst frühzeitiger chirurgischer „Genitalkorrekturen“ an Kindern mit „atypischen Genitalien“. Noch der vom Kispi ausgerichtete Kongress „ESPU 2012“ propagiert unbeirrbar kosmetische „Klitorisreduktionen“ an Kleinkindern „zwischen 6 und 12 Monaten“.
•
INFOABEND Mittwoch 9.5. 19h Zentrum Karl der Grosse
Kirchgasse 14, 8001 Zürich, Weisses Zimmer, 3. Stock
• FRIEDL. PROTEST + OFFENER BRIEF UNIVERSITÄT
ZÜRICH
Donnerstag 10.5. 11-14h Rämistrasse 71, vor Haupteingang
Mi-Sa: • 4 FRIEDL. PROTESTE + OFFENER BRIEF "ESPU
2012"
• Mittwoch 9.05. 13:00-18:30 h • Donnerstag 10.5. 14:30-17:00 h
• Freitag 11.5. 08:00-14:00 h • Samstag 12.5. 07:30-15:30 h
Kongresshaus, Claridenstrasse 5, 8002 Zürich, vor Haupteingang
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"Aufarbeitung tut not!" -
Hintergrundinfos
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Flyer mit allen Terminen
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"Die Amputation der Clitoris ist sicher gerechtfertigt" - Kinderspital Zürich
1957
Wir sehn uns, wo die Action ist ...
Im Oktober 2011 hatte das Morizz in München den 20. Geburtstag mit einer großen Party gefeiert. Im Februar standen die Stammgäste dann vor verschlossener Tür und einem Hinweiszettel, dass das Lokal aus privaten Gründen ab sofort geschlossen ist. Der Herren-Club (Eigenbezeichnung) in der Klenzestraße ist aber nicht das einzige Schwulenlokal Münchens, das in den letzten Jahren schließen musste. Die Münchener Abendzeitung sprach mit dem langjährigen Aktivisten und Vorstand des schwulen Kommunikationszentrums "Sub" Uwe Hagenberg über die Gründe des Kneipensterbens.
Schwule in München: Sterben Gay-Clubs aus?
Uwe Hagenberg im Interview mit Laura Kaufmann
in: Abendzeitung München vom 4. Mai 2012
Link: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.homosexuelle-kneipen-schwule-in-muenchen:-sterben-gay-clubs-aus.e4b97a4d-413d-4c7f-9bcd-bfa2d34078ec.html
Weitere Links zum Thema:
http://www.tz-online.de/magazin/nightlife/restaurant-morizz-schliesst-nach-20-jahren-1592394.html
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/jahre-morizz-keine-experimente-1.1163649-2
http://www.muenchen.de/Rathaus/kult/presse/2011/maerz/audioguide_tgp.html
[www.muenchen.de]
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/glockenbachviertel-in-muenchen-schwulenszene-und-hipster-kiez-1.443514
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/wandel-im-glockenbachviertel-den-bach-runter-1.51913
http://de.wikipedia.org/wiki/Glockenbachviertel
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/kneipensterben-umsatz-im-abfluss-1.745065-2
http://www.blu.fm/subsites/detail.php?id=5528
"... um eine Stigmatisierung zu vermeiden. Medizinisch notwendig sei dies aber in aller Regel nicht."
Ein weiterer "Blick über den eigenen Tellerrand hinaus":

Meine 2 Cent: Wer hätte sowas gedacht: Überforderte Eltern, die ihre unschuldigen Kinder zwischen den Beinen verstümmeln lassen, und die ihnen dabei gern behilflichen Medizyner schrecken auch anderswo vor medizinisch nicht notwendigen "Korrekturen" selten zurück - Hauptsache, das bewegliche Eigentum sieht möglichst "unauffällig" aus und niemand stellt dumme Fragen. Da fühlt mensch sich als "Stino" doch schon gleich wieder besser ...
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Hunde besser vor Verstümmelung und Kastration geschützt als Kinder
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Chirurgische "Genitalkorrekturen" an Kindern: Typische Diagnosen und
Eingriffe
Michael Rajiv Shah, 46, arbeitete als selbstständiger Social Networking Coach in Wien, als er im Juli 2008 Vater der kleinen Tara Shanti Larissa wurde. Er pausierte zweieinhalb Jahre.
“Meine Frau hatte bereits zwei Kinder, als ich sie kennen gelernt habe. Zum Glück war sie trotzdem einverstanden, dass wir noch ein gemeinsames Kind bekommen – unter der Bedingung, dass ich mit dem Kind in Karenz gehe. Ich war das erste Mal in einer Situation, in der ich nicht den starken Mann raushängen lassen und das Geld heranschaffen musste – toll! Meine Frau arbeitet als Geschäftsführerin der Mietervereinigung, ich konnte als Selbstständiger meine Zeit frei gestalten.
Ich empfand die Karenz als großen Luxus. Es gibt für Kinder nichts Wichtigeres als ausgeglichene, zufriedene Eltern. Und das konnten wir den Kindern bieten.
In der Zeit der Karenz habe ich intensiv Netzwerke genutzt, um im Gespräch zu bleiben. Das kann ich jedem empfehlen – allerdings darf man Netzwerke nicht als Akquise-Plattformen sehen. Es ist ein langsamer, langfristiger Prozess, mit dem man ‚Serendipity’ herstellen kann, das heißt man erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass hilfreiche Zufälle entstehen, anstatt ständig unter Druck zu stehen.
Auch bei mir hat es so geklappt: Ich wurde von einem Verlag angesprochen, ob ich ein Buch über XING und LinkedIn schreiben kann. Das war der perfekte Auftrag zum Wiedereinstieg für mich. Ich bin während der Babypause auch häufig mit Kind zu Veranstaltungen gegangen und habe genau dadurch viele Kontakte gewonnen. Gerade Männer reagierten sehr positiv.
Man sollte sich in der Auszeit nicht komplett aus allem herausziehen. Wer Menschen begegnet, begegnet auch Zufällen. Ich glaube fest daran: Wer nach einer Mutter- oder Vaterschaft mit einem klaren Ziel auf den Arbeitsmarkt geht und Netzwerke nutzt, wird genau diesen Job bekommen – oder man muss ihn eben selbst machen!”
"Operative Korrektur des äußern Genitale: [...] Die Amputation der Clitoris, die durch ihre Größe und Erektion störend wirkt und diesen Mädchen beim Umkleiden, Baden usw. Verlegenheiten bereiten kann, ist sicher gerechtfertigt und wird nicht nur von den meisten Eltern, sondern – wie wir selbst erfahren haben – auch von solchen Patienten im Erwachsenenalter dringend gefordert. Die Clitorisamputation und die Freilegung der Vagina können in der gleichen Sitzung durchgeführt werden." (S. 587)
Meine 2 Cent: Etwas vom schockierendsten an diesem Zitat ist, wie – trotz mittlerweile zahllosen Zeugnissen erwachsener Betroffener über die Schädlichkeit solcher Eingriffe – nach genau der gleichen "Logik" ("Verlegenheit beim Umkleiden", Eltern wollen unbedingt OPs, einige Erwachsene später auch) heute noch überall wehrlosen Kindern systematisch angeblich "nervschonende Klitorisreduktionsplastiken" und andere kosmetische "Genitalkorrekturen" aufgezwungen werden – bis heute ohne medizinische Notwendigkeit und ohne auch nur einen Hauch von wissenschaftlicher Evidenz, dass diese irreversiblen Operationen für die betroffenen Kinder tatsächlich vorteilhaft wären.
Prof.
Dr. Max Grob, Chefarzt der Chirurgischen Klinik des Kinderspitals
Zürich 1939-71, erster Schweizer Lehrstuhlinhaber für Kinderchirurgie, unter
Bezug auf Prof. Dr. Andrea Prader, Kispi-Direktor 1962-86, und
dessen 1954 etablierte „Praderstufen“, die heute noch weltweit verwendet werden
um eine Klitoris als „zu gross“ und damit „korrekturwürdig“ einzustufen.
Max
Grobs „Lehrbuch der Kinderchirurgie“ (Stuttgart: Thieme, 1957;
unter Mitwirkung von Dr. Margrit Stockmann, Spezialärztin für Kinderchirurgie,
Luzern, und Dr. Marcel Bettex, Chirurgischer Oberarzt der
Universitäts-Kinderklinik Zürich, später Professor und Direktor der
Chirurgischen Universitäts-Kinderklinik Inselspital Bern), wurde weltweit
rezipiert und laut "Forschungsmagazin Nr. 3 / 2009" des Kinderspitals Zürich
(S. 19) in sechs Sprachen übersetzt.
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"Wir belassen gewöhnlich einen ganz kurzen Clitorisstumpf" - Kispi Zürich 1957
(2)
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Chirurgische "Genitalkorrekturen" an Kindern: Typische Diagnosen und
Eingriffe
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Aufarbeitung tut not! Kosmetische "Genitalkorrekturen" im Uni-Kinderspital
ZH
Mammakarzinom bei jungen Frauen unterscheidet sich von Krankheit älterer Patientinnen deutlich - Immer genauere Charakterisierung
Das Ende der Bewerbungsfrist für das diesjährige Wintersemester liegt nicht mehr in allzu ferner Zukunft und SchulabgängerInnen müssen sich so langsam Gedanken machen, was nach dem Abi kommen soll. Betrachtet man die Zahlen der technischen Studiengänge zeigt sich, dass der Prozentsatz an studierenden Frauen in diesem Bereich immer noch recht gering ausfällt. Wieso eigentlich? Der Arbeitsmarkt sieht für die Abgänger gut aus, Fachkräfte werden händeringend gesucht und das Ammenmärchen darüber, dass Männer besser in Sachen Technik sind, haben wir doch längst in die verstaubte Schublade zurückgepackt, aus der es einst gekrochen kam.
Für alle die mit einem technischen Studiengang liebäugeln könnte es interessant sein, sich das Studienangebot der Hochschule Bonn-Rhein Sieg einmal genauer anzuschauen. Hier werden klassische Studiengänge wie Maschinenbau oder Elektrotechnik, aber auch kombinierte Fächer, wie Technikjournalismus/PR angeboten. Hört sich gut an, aber wie sieht das Ganze eigentlich in der Praxis aus? Die Hochschule bietet spezielle Mentorings an, die unentschlossenen KandidatInnen auf die Sprünge helfen. Dabei zeigen Fachbereichsmentorinnen interessierten SchülerInnen die Schule und den Alltag in den Studiengängen oder stehen ErstsemestlerInnen mit Rat und Tat während ihrer Anfangsphase zur Seite. Höchste Zeit also, sich auch in dieser Männerdomäne ordentlich breit zu machen!
Mehr Infos zu den Studiengängen und den Mentoring-Programmen gibt es hier.
Emanzipation und Befreiung im Internet: Frauen werden dazu aufgerufen zu sagen, warum sie sexuelle Gewalt nicht bei der Polizei angezeigt haben
Seit Januar gibt es auf Facebook die Künstlerinnenplattform Female Clash. Die Inititatorin, Musikerin Pretty Paine, erklärt warum:

Logo der Facebookseite, mit freundlicher Genehmigung
Es gibt so viele talentierte Frauen im Genre Hip Hop, die gehört, gesehen und gefühlt werden müssen. Das Ziel von FEMALE CLASH ist eine Bewegung der Ladies im Hip Hop zu festigen und ein dauerhaftes Netzwerk zu bieten, bei dem sie sich austauschen, informieren plus ihre Werke – sei es Rap, Gesang, Tanz, Instrument oder Graffiti – vorstellen, posten, weiterleiten und Kontakte knüpfen können.
Unterstützt wird diese Bewegung durch ein Event, das morgen, am 5. Mai im Calabash Club in Berlin-Mitte stattfindet. Das Line-Up bestreiten u.a. Yarah Bravo, Sookee, Pyranja, BadKat, Candy Zuckerschock und Lady Scar. Aufgelegt wird von That Fucking Sara und Pat Bernetti. Außerdem gibt es ein Dance Battle, Graffiti im Outdoor-Bereich sowie einen Rap Contest für Newcomerinnen.
Nochmal Paine:
Female Clash ist eine Bewegung, denn es wird Zeit dafür!
Wir hoffen auf viele Teilnehmerinnen und Mitglieder um dieses Netzwerk zu verbreiten, also teilen teilen teilen!
Zur
Infoveranstaltung vom nächsten Mittwoch, der friedlichen Mahnwache Donnerstag
vor der Universität Zürich und den 4 friedlichen Mahnwachen Mi-Sa vor der
internationalen KinderurologInnen-Tagung "ESPU 2012" im Kongresshaus
Zürich:
>>> Flyer A4
mit allen Daten (PDF 245 KB)
>>> Version 2x A5 zum ausdrucken
>>> Version
4x A6 zum ausdrucken
Wir sehn uns ...
>>>
Alle Termine + Hintergrundinfo online
Nach Männer-Verbot kommt es nun zur Erlaubnis als Helfer - Eine sehbehinderte Frau will mit ihrem Ehemann laufen, das ließen aber die Statuten nicht zu
Morgen ist wieder der Internationale Hebammentag – allerdings ließe sich dieses Jahr der Text von letztem Jahr zu den politischen Entwicklungen 1 zu 1 übernehmen. Getan hat sich seitdem leider nichts, genau wie es bereits vor einem Jahr zu vermelden war. Dass bereits immer mehr Hebammen die Geburtsbegleitung aufgegeben haben und kleine Städte ihre Geburtsstationen schließen reicht in Deutschland nicht aus, um politische Prozesse in Gang zu setzen. Wahlfreiheit heißt schließlich nicht, auch wirklich Wahlmöglichkeiten zu haben. Auch die bisher erfolgreichste deutsche Petition mit fast 190.000 Unterschriften führte zu nichts.
Zum Juli steht nun eine weitere Erhöhung der Haftpflichtsätze an und die Entwicklung der letzten Jahre könnte sich noch einmal beschleunigen. Immerhin: Eine Sache ist in der letzten Woche dann doch passiert. Einem Werbeunternehmen war das Bild eines Neugeborenen zu eklig, so dass die Firma sich weigert, das Bild aufzuhängen. Dass einem Baby die Nabelschnur hochgehalten wird und es in der Luft zu schweben scheint, bildet zwar die Situation der Hebammen derzeit treffend ab, ist am Ende aber vielleicht zu passend. Dabei ist das Mädchen nur noch mit etwas sogenannter Käseschmiere bedeckt, Blut ist keines zu sehen. Wenn es um Geburten geht, gilt in Deutschland also weiter: Augen zuhalten, Finger in die Ohren stecken und bloß nicht drüber sprechen.
Wer das ändern möchte, kann morgen in einigen Städten ein weiteres Mal auf die Straße gehen.
Es gibt viel mehr als Mann und Frau und "Möchten Sie mit jedem Österreicher im Bett liegen?"
Der Chef des TV-Senders wurde zu einer Geldstrafe verurteilt: Marjane Satrapis Film gilt als "gotteslästerlich"
Das kürzlich abgeschlossene Forschungsprojekt “Mikropolitik und Aufstiegskompetenz von Frauen” an der Universität Hamburg teilt uns über Doris Cornils mit, dass ihre Forschungsergebnisse in einem Doppelheft der Zeitschrift „Freie Assoziation :„Das Unbewusste in Organisationen und Kultur“ im Psychosozial-Verlag erschienen sind (Heft 16(2011)3/4; 194 S.; ISSN: 1434-7849; 22,50 EUR).
Auf der Verlagsseite gibt es ein ausführliches Inhaltsverzeichnis und folgende Ankündigung:
Die Gastherausgeberinnen Daniela Rastetter, Doris Cornils und Anna Mucha stellen eine Interventionsstudie im Rahmen des Forschungsprojektes »Mikropolitik und Aufstiegskompetenz von Frauen« vor, die die Relevanz von mikropolitischen Kompetenzen für den Aufstieg untersucht und ermittelt, wie diese erlernt werden können. Weitere Beiträge beschäftigen sich außerhalb dieses Projektes mit den Bereichen »Mikropolitik und Gender« bzw. »Macht und Gender«.
Weitere Informationen zum Forschungsprojekt sowie eine Liste weiterer Veröffentlichungen sind online zusammengestellt.
Die Genderbibliothek wird dieses Heft in ihren Bestand aufnehmen.
Nachdem ich den folgenden Artikel geschrieben hatte, fand ich gestern abend auf Jezebel einen Einblick in die Welt der erfolglosen Pick Up-Künstler. Im Forum PuaHate treffen sich „Betrugsopfer“. Ein Ziel ist, die verbrecherischen Maschen der Pick Up-Gurus aufzuzeigen, die „arme Kerle“ abziehen – daneben zeigt sich aber sehr ausgeprägt, dass viele nicht auf der Suche nach Frauen, sondern ihren Geschlechtsorganen sind. Wenig überraschend ebenfalls häufig: Homophobie.
Pick Up ist nicht nur der Name eines Schokoriegels, sondern bezeichnet auch die Community an Männern, die mithilfe verschiedener Strategien versuchen, Frauen für eine Nacht aufzureißen. Zu den Taktiken gehört etwa, einzelne Frauen von ihren Freundinnen zu isolieren oder Komplimente zu machen, die aber nur (vermeintliche) Makel verdeutlichen. Bei wiederholter Kritik, das dahinterstehende Menschenbild sei frauenfeindlich, erfreuen sich die Pick Up-Bücher und TV-Serien einiger Beliebtheit. Doch welche Männer wenden Pick Up-Strategien an – und welche Frauen machen mit?
Dieser Frage widmeten sich Jeffrey Hall und Melanie Canterberry in der Studie „Sexism and Assertive Courtship Strategies“ (erschienen in Sex Roles, doi: 10.1007/s11199-011-0045-y). Untersucht wurden zwei Punkte: Zum einen die Aufgeschlossenheit bzw. das Interesse an kurzfristigen sexuellen Begegnungen, zum Anderen das Maß an Sexismus. Hier unterschieden sie zwischen feindseligen Sexismus, der Frauen z.B. unterstellt, manipulative Biester zu sein, und „gutmeinendem“ Sexismus, der von Schutzwürdigkeit aber auch Schutzbedürftigkeit von Frauen ausgeht. Anschließend sollten die Teilnehmer_innen beurteilen, wie oft sie Pick Up-Strategien bereits angewendet hatten (Männer) oder welche Strategien ihnen gefallen würde (Frauen). Untersucht wurden ausschließlich heterosexuelle¹ Kontaktaufnahmen von Cisgender-Menschen.²
Dabei zeigte sich, dass die Verwendung von Pick Up-Taktiken durch Männer und der Erfolg von ihnen bei Frauen durch die gleichen Indikatoren anzeigt werden. Hier kommen Menschen zusammen, die besonders sexistische Ansichten haben und unverbindlichen Sex suchen. Kleine Unterschiede gab es etwa zwischen feindseligen und gutmeinenden Sexisten. Erstere nutzen die volle Bandbreite an Pick up-Strategien, „gutmeinende“ Sexisten verzichten dagegen auf falsche Komplimente. Dies passt zum Weltbild, in dem Frauen auf ein Podest gehoben und vor anderen verteidigt werden müssen.
Die Studie wurde in zwei Teilen durchgeführt, zunächst unter Studierenden und anschließend USA-weit. Im Gegensatz zur breiten Bevölkerung korrelierte der Gebrauch von Pick Up bei Studenten nicht mit dem Grad an Sexismus – was leider bedeuten könnte, dass an Universitäten eine insgesamt sexistische Kultur vorliegt, die dominantes Vorgehen von Männern begünstigt und sogar verlangt.
Was solls, könnte man meinen – dank Pick Up kommt einfach zusammen, was zusammenpasst. Nein, so einfach ist das nicht, meinen die Autor_innen. Denn feindselig-sexistische Ansichten sind problematisch. Sie korrelieren auch mit sexuellem Druck, den Männer auf Frauen ausüben. Gutmeinender Sexismus bedeutet immer noch höhere Akzeptanz von Vergewaltigungsentschuldigungen.
Natürlich hat die Studie auch einige Grenzen. Sie bleibt nur auf USA begrenzt und dort sind die Ansichten durchaus eigen im Vergleich zu anderen Ländern, wie die nicht-berücksichtigten Antworten zeigten. Außerdem wurde mit Selbsteinschätzungen gearbeitet, die nicht unbedingt die Wirklichkeit wiederspiegeln. Sehr spannend klingen die vorgeschlagenen weiteren Forschungsvorhaben: So würden die Forscher_innen gern die umgekehrte Situation anschauen, wenn Frauen Pick Up-Taktiken gegenüber Männern anwenden. Außerdem sei zu klären was passiert, wenn verschiedene Motivationen aufeinanderprallen – wenn etwa ein sexistischer Mann eine sexistische Frau anmacht, diese aber auf der Suche nach einer langfristigen Beziehung ist.
_________________________
¹ Die Begrenzung erscheint sinnvoll, da es sich hier um die äußerst gegenderte Kontaktaufnahme von gegengeschlechtlichen Menschen geht.
² Personen, deren soziales und biologisches Geschlecht seit der Geburt weitgehend übereinstimmen.
The Ballad Of Genesis And Lady Jaye, Mutternacht, Witziges über Sexsklavinnen, Grrrls goes Lendwrrrbel und Mädchenpicknick
Der heute 73-jährige Kirby wurde nach Jahren als Bundesrichter und vorsitzender Richter eines Berufungsgerichts 1996 zum Richter des High Court, des höchsten Gerichts Australiens ernannt. Er blieb dort bis zu seiner Pensionierung 2009 und ist damit der am längsten dienende Richter in der Geschichte des High Court. Sein öffentliches Coming-out hatte Kirby 1999, als er in seinem 'Who is Who' Eintrag Johan van Vloten als seinen Partner nannte. Er war damit der erste offen schwule Höchstrichter weltweit. Seinen Richterkollegen gegenüber hatte sich bereits in den beiden Jahren davor geoutet, nachdem 1997 Gerüchte über seine seit 1969 bestehende Beziehung aufgetaucht waren.
"Ich habe nie eine befriedigende Erklärung dafür gefunden, wie meine Liebe zu meinem Partner in irgendeiner Weise die Institution der Ehe geschädigt hat oder schädigen oder herabwürdigen würde, wenn wir heiraten könnten," sagte Kirby vor dem Senats-Komitee. "Eine liebevolle Beziehung der Zärtlichkeit, der Sanftmut und Zuneigung, der Treue und Unterstützung ist eine schöne Sache, wer sie nicht respektiert, ist kein netter Mensch," fügte er hinzu.
Auf die Frage der Senatorin Michaelia Cash, was er Aktivist_innen antworten würde, die sie für die Legalisierung der Vielehe einsetzen, sagte Kirby, dass dies nicht die Frage sei, die vor dem Senat diskutiert werde. "Menschen wie ich, die seit 43 Jahren in einer festen gleichgeschlechtlichen Beziehung leben und denen die Gleichberechtigung verwehrt wird ... Ich bin zu einem der ranghöchsten Juristen des Landes aufgestiegen, aber ich war immer ein Bürger zweiter Klasse. Ich bin noch immer ein Bürger zweiter Klasse. Die Frage, die das Senatskomitee entscheiden muss, ist ob das so bleiben soll."
Links: [www.smh.com.au] Why I am treated like a second-class citicen: Justice Michael Kirby; The Sydney Morning Herald, 03.05.2012
http://www.smh.com.au/polls/kirby-and-samesex-marriage-20120503-1y0os.html Online-Abstimmung über Öffnung der Ehe im Sydney Morning Herald
[www.heraldsun.com.au] Being gay is like being left handed - Michael Kirby, Herald Sun / AAP, 03.05.2012
[www.smh.com.au] Who's on top? Society's changing norms; The Sydney Morning Herald, 04.05.2012
[www.theage.com.au] Retired judge speaks up for gay marriage, The age, 04.05.2012
[en.wikipedia.org]
http://www.michaelkirby.com.au/
http://www.abc.net.au/sundayprofile/stories/s2100123.htm
[www.lawfoundation.net.au]
[www.theaustralian.com.au]
[www.bentalaska.com]
Irene Suchy präsentiert in der Reihe "Spielräume" am Sonntag um 17:30 auf Ö1 diesmal Lieder, die sich mit Homosexualität beschäftigen - vom titelgebenden "Lila Lied" Mischa Spoliankys aus dem Berlin der 1920er Jahre über österreichische Liedermacher wie André Heller und Ludwig Hirsch bis zu Village People und den Gay Pirates. Mehr dazu von Andreas Brunner (QWIEN) [www.qwien.at] .
Das Risiko von Thrombosen bei der Einnahme der Pille ist gering, doch bei bestimmten Anti-Baby-Pillen etwas höher - etwa bei jenen, die schönere Haut und Haare versprechen
Das Kölner Männer und Väter Forum hat anlässlich der bevorstehenden Landtagswahl in NRW folgenden Appell an Parteien CDU, SPD, Grüne, FDP, Linke und Piraten gerichtet:
‚Sehr geehrte Damen und Herren,
vielleicht werden Sie ja maßgeblich an der künftigen Landespolitik auch über die anstehende Legislaturperiode hinaus mitwirken können. Wir sind ein sehr bekanntes Forum für Fachkräfte aus Beratung, Bildung und Forschung. Seit 1999 vernetzen wir unsere Angebote für Männer, Väter und Kinder über den Großraum Köln hinaus. Wir sind eines der größten und stabilsten Netzwerke dieser Art in Deutschland. Unsere Mitglieder beteiligen sich regional, landes- und bundesweit an diversen Foren und Projekten für eine fortschrittliche Männer- und Väterpolitik.
Ein entsprechendes ministerielles Referat fehlt bislang in NRW, es könnte etwa den Referatsnamen „Politik für Jungen, Männer und Väter“ tragen.
Dieses spezielle Referat für ‚Jungen-, Männer- und Väterpolitik’ auf einer ministerialen Ebene könnte mit den aktuellen gender-mainstream und Gleichstellungsbestrebungen von Jugendhilfe, Wohlfahrtsverbänden, Wissenschaft, Medien, Gewerkschaften und Arbeitgebern kooperieren und ihre gesellschaftliche Verankerung stärken.
In diesem Referat stehen unserer Meinung folgende Schwerpunkte nach im Vordergrund, um nachhaltig die Chancen von Männern zu erhöhen, ihren „Rollen-Spielraum“ in der Balance zwischen Beruf, Familie und Freizeit zu erweitern:
DIALOG FÖRDERN Der Dialog zwischen den beiden Geschlechtern, über eine Gleichberechtigung und Chancengleichheit ist frühzeitig zu fördern. Häufig werden die Begriffe „Familie“ oder „Eltern“ in der Politik verwendet, aber in der Realität sind damit „Mütter“ gemeint. Väter brauchen daher eine ausdrückliche Hervorhebung.
DATENBERICHTE Jungen-, männer- und väterspezifische Daten sind zusammenstellen, zu interpretieren und einzufordern, z.B. in allen NRW-Regierungs-/Landesberichten zu Kindheit, Jugend, Familie, Schule, Gesundheit, Migration, Arbeitswelt, Justiz, Sport, Alter, Wohnen etc.
ORIENTIERUNG, BILDUNG und BERATUNG Wo haben Jungen, Männer und Väter – auch Großväter – diverser Milieus und Lebenslagen besonderen Orientierungsbedarf? Wie findet dafür spezifische Bildung und Beratung für Männer und Väter statt, zum Beispiel in Kitas, Schulen, Erwerbswelt, Gesundheitswesen, Freizeit?
Öffentliche Kampagnen sind zu konzipieren, die flexible Geschlechtsrollen und Familienfreundlichkeit bei Jungen und Männern fördern, vgl. NRW-Kampagne fürs Vatersein „Verpass nicht die Rolle Deines Lebens“ (Anfang der Jahrtausendwende)
KOOPERATION mit ERWERBSWELT Mit Arbeitgebern, Gewerkschaften und öffentlicher Hand sind die Möglichkeiten einer Förderung der männlichen Balance zwischen Beruf, Familie und Freizeit zu nutzen, um typische Vereinbarkeitsprobleme der Männer zu entspannen, etwa in Elternzeit, Erziehungszeit, Großelternzeit, Pflege von Familienangehörigen oder in Ehrenämtern.
FORSCHUNG Forschungsförderung zu oben genannten Themen ist dringend nötig, wobei auch zu unterscheiden ist zwischen Daten und Projekten, die Männer betreffen oder Väter oder beide. Und innerhalb der Zielgruppe „Väter“ ist zu unterscheiden, z.B. in Erstväter, Mehrfachväter, Großväter und in milieutypische Profile, etwa Einwanderungshintergründe …
PROJEKTFÖRDERUNG Um die aus Forschungsergebnissen abgeleiteten Ziele und Empfehlungen in die Praxis umzusetzen, sind konkrete Projekte zur Väterarbeit zu fördern. Etwa Audits zur „Väterfreundlichkeit“ in Betrieben, Schulen und Jugendhilfe-Einrichtungen
NETZWERKE In Netzwerken auf Bundesebene sind Dialoge mit ähnlichen Referaten anderer Bundesländer über NRW-Anliegen zu etablieren. Regionale Männer- und Väterinitiativen auf Landesebene sind zu vernetzen, ein „Männer-Väter-Forum NRW“ für Politiker, Praktiker und Forscher ist jährlich zusammen zu rufen.
Ansprechpartner für Männer- und Väterbelange sind in den diversen Unterorganisationen (Bezirksregierungen, Landesjugendämtern, Kommunen, Kreise) zu etablieren.’