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Gender
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In dieser Kolumne werden die politischen Aktivitäten der Bundesregierung rund um das Reizthema „Frauenpolitik” kritisch betrachtet, das sich zumeist hinter der Familienpolitik verstecken muss.
„Eine Frau. Ach, die kriegt sicher ein Kind. Absagen.“ – „Der Name klingt irgendwie ausländisch. Das gibt sicher Ärger. Absagen.“ Auch wenn das Allgemeine Gleichstellungsgesetz vorsieht, dass niemand aufgrund seines Geschlechts, seines Alters, seiner Religionszugehörigkeit oder sonst etwas im Arbeitsleben benachteiligt werden darf, gibt es das natürlich trotzdem. Eine Studie des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) und der Universität Konstanz zeigt etwa, dass Bewerbungen von Menschen mit türkischen Namen deutlich benachteiligt werden.
Nun starten fünf Unternehmen in Deutschland einen Versuch: Anonyme Bewerbung. Ab September wird in den Personalabteilungen von der Deutschen Post, der Deutschen Telekom, bei L’Oréal, Mydays und Procter & Gamble nur noch nach der Qualifikation geurteilt. Eine Idee, die es im Ausland schon länger gibt. In den USA etwa werden Bewerbungen anonymisiert bis auf die Angaben zu Name und Aufenthaltsstatus. Das Projekt wird vom BUND unterstützt: „Wir wollen Menschen eine Chance geben, die sonst womöglich nie zum Vorstellungsgespräch eingeladen würden“, sagte Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und Initiatorin des Projekts.
Der Arbeitgeberverband BDA freut sich nicht. Durch die Anonymisierung würden alle Bemühungen von Unternehmen, eine Belegschaft vielfältig zusammenzustellen, zunichte gemacht werden. Weder können Frauen gezielt eingeladen werden noch Menschen mit ausländischer Herkunft. Klar, dass ein solcher Vorstoß auch mit der Quote nicht unter einen Hut zu bringen ist.
Aufgebrochen wird die Anonymität einer Bewerbung, die Reduktion auf die Qualifizierung, natürlich beim Vorstellungsgespräch. Da kann es schon passieren, dass aufgrund von Äußerlichkeiten eine Entscheidung gefällt wird, die rein auf faktischer Ebene anders entschieden worden wären. Natürlich könnte man während des Vorstellungsgesprächs hinter einem Vorhang sitzen. Das gibt es nämlich auch, viele Orchester-Chefs lassen ihre Neuzugänge aus einem Versteck heraus vorspielen, um sich so ausschließlich auf die Musik konzentrieren zu können. So könnte auch ein Personalchef nur aufgrund eines Bewerbungsschreibens und einer Stimme entscheiden, wie er eine Stelle besetzt. Aber ist das wirklich eine gute Idee?
Ich denke, dass alle Versuche, die Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt zu stärken, lobenswert sind. So hilft auch die Idee der anonymisierten Bewerbung, die erste Hürde bei einer Bewerbung so auf ein Terrain fern der Diskriminierung zu rücken. Die Utopie einer Welt, in der solche Vehikel nicht mehr nötig sind, möchte ich mir aber dennoch nicht aus dem Kopf schlagen.
J.B. und H.B. hatten 2006 in Massachusetts geheiratet. Sie übersiedelten später nach Dallas, Texas, und trennten sich im November 2008. JB brachte beim örtlichen Familiengericht eine Scheidungsklage ein, in der er einen Antrag auf Aufteilung es ehelichen Vermögens und auf Wiedererlangung seines Geburtsnamens stellte, da er nicht mehr den Nachnamen seines (ex-)Gatten führen wollte. Unmittelbar nachdem die Klage bekannt geworden war, intervienierte der Attorney General von Texas. Die Erstrichterin erklärte gegen die Meinung des Attorney General, dass sie zuständig sei und dass das Eheverbot für gleichgeschlechtliche Paare gegen Art. 14 der US Verfassung verstoße. Dagegen berief der Attorney General. Das Berufungsgericht hob die Entscheidung des Erstgerichtes auf.
Der erste Teil der Berufungsentscheidung beschäftigt sich mit der Rolle des Attorney General und dessen Recht, in Verfahren einzugreifen, wenn es in dem Verfahren um die Verfassungsmäßigkeit texanischer Gesetze geht. Zur Frage des Scheidungsrechts erkannte das Gericht folgendes:
Die Scheidung eines gleichgeschlechtlichen Paares würde gegen die Gesetze von Texas verstoßen, da es eine indirekte Anerkennung ihrer Ehe wäre. Man kann keine Scheidung beantragen, ohne das Bestehen einer Ehe geltend zu machen. Ohne Ehe gebe es aber nichts, worüber das Gericht entscheiden könne.
Das Gericht sei auch nicht verpflichtet, die in einem anderen Bundesstaat geschlossene Ehe aus Gründen der Billigkeit ("comity") ausschließlich für den Zweck der Scheidung anzuerkennen, da dies den Gesetzen von Texas, anders als z.B. in New York, dessen Präzedenzfälle herangezogen wurden, ausdrücklich ausgeschlossen wird.
Das Eheverbot für gleichgeschlechtliche Paare verstoße auch nicht gegen das Gleichbehandlungsgebot der US Verfassung. In der Begründung widersprach das Gericht den Argumenten von Richter Walker in der Anfang August ergangenen kalifornischen Perry v. Schwarzenegger Entscheidung, ohne explizit darauf Bezug zu nehmen. Das Gericht bezeichnete das Recht, das J.B. haben wollte, als Recht auf eine "gleichgeschlechtliche Ehe" (zum Unterschied vom Recht auf Ehe). Ein solches sei in der Rechtstradition nicht tief verankert und daher kein Verfassungsrecht. Daher sei die Frage, ob der Gesetzgeber heterosexuelle und homosexuelle Paare im Eherecht unterschiedlich behandeln darf, nach der "rational basis" Doktrin zu prüfen, befand das Gericht, um dann das Natürlichkeitsparadigma ("Because only relationships between opposite-sex couples can naturally produce children ...") als rationalen Grund für die Ungleichbehandlung anzuerkennen.
Es gebe auch keinen Grund, das Recht auf Scheidung nach anderen Kriterien als das Recht auf Ehe zu prüfen, da das Scheidungsrecht ein integraler Bestandteil des texanischen Eherechts sei, das darauf ausgerichtet ist, verheiratete Paare und Familien zu schützen. Die Supreme Court Entscheidungen Lawrence v. Texas und Romer v. Evans seien für den Fall irrelevant.
Gegen die Entscheidung des Texas Court of Appeals ist die Berufung an den Supreme Court of Texas möglich, dieser ist aber nicht verpflichtet, darüber zu entscheiden.
Offen bleibt bei der Entscheidung, welche Möglichkeiten der Kläger hat, seine Ansprüche (Rückerlangung seines Geburtsnames und Aufteilung des gemeinsam mit seinem Partner erwirtschafteten Vermögens) durchzusetzen. Offen bleibt auch die Frage, was passiert, wenn einer der beiden Partner wieder heiraten will. Angenommen, einer von ihnen würde die Frau seiner Träume kennenlernen und heiraten wollen, wäre das in Texas problemlos möglich, da er ja als ledig gilt. In Bundesstaaten, die die in Massachusetts geschlossene Ehe anerkennen, wäre er dann aber als Bigamist strafbar.
Der Fall: In the Matter of the Marriage of J.B. and H.B., No. 05-09-01170-CV. Court of Appeals of Texas, Fifth District, Dallas, Entscheidung vom 31. August 2010
Links: [www.5thcoa.courts.state.tx.us] (die Entscheidung)
[www.leagle.com] (die Entscheidung, formatiert)
http://www.5thcoa.courts.state.tx.us/EDOCS/09/091170.HTM (Eingaben und Transkripte der mündlichen Verhandlung)
[newyorklawschool.typepad.com]
[www.queernews.at] (ähnliche Entscheidung in Pennsylvania)

Hier sieht’s noch leer aus, zwei Stunden später sind wir an Grenzen gestoßen: Als der Film am Dienstag mit einiger Verspätung beginnen konnte, war die Polyfantasiabar so voll, daß niemand mehr reingepasst hätte und wir in der Tat einige Leute an der Tür abweisen mussten. Sorry. Die Diskussionen waren dann nicht immer so einfach.
Der Workshop „Sexualität und Kapitalismus“ am Mittwoch war zwar voll, aber nicht überfüllt — zu diesem Thema wird’s von uns auf jeden Fall noch was zu lesen geben, evtl. machen wir auch einen weiteren Workshop. Vielleicht.
Morgen geht’s theoretisch in die letzte Runde: Antke Engel vom Institut für Queer Theory wird ab 20 Uhr zum Thema Intersexualität sprechen.
Freitag werden wir dann feiern…. Polyfantasiaball in der Offenen Arbeit mit Monotekktoni, Eve Massacre, Phonatic und fliegvogelflieg.

Väter brauchen keine Gebrauchsanleitung für das Vatersein. Vater sein, das ist eine Herausforderung, ein Abenteuer, in das man sich mit Lust stürzen sollte und das man prima meistert, weil man mit Leidenschaft herangeht. So sieht es der Schauspieler Hans-Werner Meyer, der in seiner Eigenschaft als Botschafter der Karl-Kübel-Stiftung am 26. August das Papa-Café im Papaladen besuchte.
Seine Begeisterung für das Abenteuer Vatersein konnte man spüren: Der zweifache Vater unterhielt sich engagiert mit den Besuchern des Papa-Cafés über den Alltag des Vaterseins.
Zu Beginn des Papacafés hatte Daniela Kobelt Neuhaus, Vorstand der Karl-Kübel-Stiftung, hervorgehoben, dass die Bewerbung des Papaladens um den mit 50.000 Euro dotierten Karl-Kübel-Preis besonders willkommen sei: „Der Papaladen ist ein ganz besonderes Netzwerk. Wir brauchen Leuchttürme wie den Papaladen, um auch andere zu motivieren.”
Die Preisverleihung findet am 6. September in der Französischen Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt statt. Außer dem Papaladen sind fünf weitere Projekte nominiert. Es bleibt also bis zuletzt spannend, denn es kann nur maximal drei Preisträger geben.
Ich drücke dem Papaladen schon jetzt ganz fest die Daumen und werde die Entscheidung am kommenden Montag hautnah miterleben.
Abtreibungsverbote abschaffen – Gegen christlichen Fundamentalismus
Für den 18. September 2010 mobilisiert der Bundesverband Lebensrecht zu einem „Schweigemarsch“ mit dem Titel „1000 Kreuze für das Leben“. Damit wollen die selbst ernannten Lebensschützer für ein generelles Verbot von Abtreibungen demonstrieren.
Wir rufen dazu auf, dem Marsch der Fundamentalist_innen laut und mit vielfältigen Aktionen entgegenzutreten!
Die Gruppen und Organisationen, die sich am „Schweigemarsch“ beteiligen, betrachten jeden Schwangerschaftsabbruch als „vorgeburtliche Kindstötung“, die verboten und bestraft gehöre. Sie sprechen damit allen Menschen und vor allem Frauen das Recht ab, über ihr Leben und ihren Körper selbst zu bestimmen. Um diese Meinung in der Öffentlichkeit zu verankern, verbreiten die selbst ernannten „Lebensschützer“ Unwahrheiten: Sie verdreifachen die Anzahl der Abtreibungen in der BRD und warnen vor dem „Post-Abortion-Syndrome“, einer angeblich durch Schwangerschaftsabbrüche ausgelösten psychischen Störung.
Anders als oft angenommen, gilt eine Abtreibung in der BRD weiterhin als Straftat, die nur unter bestimmten Voraussetzungen nicht strafrechtlich verfolgt wird. Wer abtreiben will, muss sich zwangsweise beraten lassen und danach drei Tage warten, bevor der Eingriff vorgenommen wird. Das alles muss in den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft geschehen – es sei denn, es wird eine „Gefahr für die psychische und physische Gesundheit“ der Frau festgestellt. Weiter im Aufruf
Ausführliche Infos zu den Protesten im Jahr 2009 und 2008 gibt es hier
The Universities of Basel and Zurich invite applications for a Visiting Professorship in Gender Studies on Culturalization and Gender in the Fall Semester of 2011.
The position?s thematic focus lies on questions of constructing the self and the other, i.e. processes of self-affirmation and of difference/hierarchy in a globalized world. Both in research and teaching issues to be addressed include the multi-dimensional construction of difference from a theoretical, empirical and/or historical perspective. Possible further topics include current problems in negotiating difference and questions of universalism and relativism with respect to norms of transnational human rights.
The position is limited to three months, beginning September 19, 2011, or by arrangement. The Visiting Professor will be institutionally affiliated with the Center for Gender Studies of the University of Basel, in cooperation with the chair in Gender and Islamic Studies at the University of Zurich. Residence will be arranged by agreement.
The position?s teaching program includes approximately 72 lessons, to be taught in German and/or English. The syllabus consists of block courses at the Universities of Basel and Zurich, as well as classes at other Swiss universities participating in the Network Gender Studies CH. The salary corresponds to the customary wage level of domestic mid-level faculty.
Candidates are expected to be relevantly qualified and internationally renowned. We invite applications from (assistant) professors, correspondent mid-level faculty members or equivalently qualified scholars who teach and conduct research outside Switzerland. Requisite experience includes interdisciplinary teaching as well as teaching and research in the social and human sciences, with a focus on gender, orientalism/critical occidentalism, multi-dimensionality/intersectionality/ interdependence, and/or postcolonialism.
Please send your letter of application including CV and suggested list of courses by email to: Katrin.Meyer@unibas.ch.
Deadline for applications is September 30, 2010. Notification will follow by November 30, 2010.
For more detailed informations please visit our websites www.genderstudies.unibas.ch or www.genderstudies.uzh.ch/aktuell-1.html.
In case of further questions please contact: Katrin.Meyer@unibas.ch.
/Prof. Andrea Maihofer, Center for Gender Studies Basel, University of Basel, and Prof. Bettina Dennerlein, Oriental Studies, University of Zurich/
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In den vergangenen Jahren habe ich an dieser Stelle regelmäßig Nathan Hegedus aus deinem Blog Daddyland zitiert. Dort hat er die Erlebnisse seiner mehrjährige Elternzeit und die schwedische Väterpolitik aufgearbeitet.
Heute ist für ihn eine neue Zeitrechnung angebrochen, mit dem Kauf einer neuen Monatskarte für die U-Bahn hat er Daddyland verlassen. In seinem gestrigen Blogbeitrag beschreibt er seine Schwierigkeiten beim Einchecken in die Arbeitswelt.
‚Tomorrow I leave Daddyland. The border check will be when I buy my monthly subway pass, I suppose. For now, I am in a kind of no-man’s land – two days of alone time, waiting around for any emergency calls from my son’s daycare.
… But I’m not cleaning because two days of silence is to be treasured. I had plans but instead I have just laid in bed, not depressed, but reveling in it. The silence was stressful, actually, my head spinning in the sudden freedom of my thoughts, uninterrupted by a toddler holding a book or a preschooler wanting to play “dead fish” (that game is way cooler than it sounds, a NK original).
I’ll actually have more personal space when I leave Daddyland. But somehow in the chaos of my 18 months here (between two kids over three years) I’ve come to a sort of spiritual peace, I’ve prioritized my life in a way that soothes me, not producing anxiety or doubt, I’m fascinated by the whole idea of redefining masculinity and fatherhood, and I started really writing again. …’
Nach einem längeren Aufenthalt in Peru gründete Caro ihren Onlineshop "Ringelsuse" – mit vielen Produkten, die man nirgendswo anders findet. Darunter: auch dieser ungewöhnliche Flaschenöffner, den sich unsere Leserinnen ganz leicht in die eigene Hosen- oder Handtasche zaubern können. Nehmen Sie einfach an einer Verlosung teil, die im Anschluss an das Interview zu finden ist.
Wie kamst du auf die Idee zur "Ringelsuse"?
Ich habe mal ein Praktikum im peruanischen Hochland gemacht. Nach kurzer Zeit war ich in der Stadt bekannt wie ein bunter Hund.
Irgendjemand setzte das Gerücht in die Welt ich wolle peruanische Produkte nach Deutschland importieren. Daraufin wurden mir von einheimischen Händlern etliche Produkte angeboten mit der Bitte, ich solle sie doch in Deutschland für sie vertreiben. Da war von traditionellen Ponchos über Limetten bis hin zu Meerschweinchen, die in Peru als Delikatesse gelten, so ziemlich alles dabei. Ich habe diese Export-Idee dann weitergesponnen und mich dafür entschieden meine kreative Ader auszuleben, habe meinen Bruder noch mit ins Boot genommen und die Ringelsuse gegründet.
Wer kümmert sich um das Design der Produkte, die ihr anbietet?
Ich designe alles selbst, sammle meine Ideen und fahre dann einmal im Jahr nach Lima um sie umzusetzen. Dort gibt es einen riesigen und sehr chaotischen Markt, auf dem Unmengen von Stoffen und Nähutensilien angeboten werden.
Dort suche ich die schönsten Materialien aus und bespreche mit Daniel meine genauen Vorstellungen. Er fertigt Modelle an, die wir gemeinsam solange verändern und verschönern, bis am Ende alles stimmt.
Wie hast du Daniel in Peru kennengelernt? Und wie läuft die Bestell- und Liefer- abwicklung zwischen euch (und den Kunden direkt)?
Ich habe mich in Lima direkt auf die Suche nach dem Mitarbeiter meines Vertrauens begeben. Dazu habe ich auf einigen Märkten Nachforschungen angestellt und mich mit mehreren potenziellen Geschäftspartnern getroffen. Bei Daniel hatte ich gleich ein gutes Gefühl.
Er setzt meine Ideen sehr gut um, bringt aber auch eigene Verbesserungsvorschläge mit ein und vor allem kann ich mich auf ihn verlassen. Das ist sehr wichtig, da die Bestellungen und Absprachen zwischen uns per Mail und Telefon ablaufen. Er kümmert sich vor Ort auch um die korrekte Etikettierung und den Versand der Produkte und mit deutschen Behörden ist bekanntlich ja nicht zu spaßen.
Kann Daniel von dieser Arbeit inzwischen leben? Oder stellt er auch noch für andere her?
Früher hat Daniel in Fabriken einiger großer Modeketten gearbeitet. Davon hat er, wie man sich wahrscheinlich denken kann, nicht viel Gutes berichtet. Seit kurzem ist er nun hauptberuflich für die Ringelsuse tätig.
Was machst du selbst denn noch - neben deiner Arbeit mit der "Ringelsuse"?
Ich studiere Romanistik, bin 28 Jahre alt und habe vor zwei Wochen meine Magisterarbeit abgegeben. Mit dem Studium habe ich in Leipzig angefangen, bevor es mich zum Hauptstudium aber dann doch wieder in meine Heimatstadt Frankfurt verschlagen hat.
Lief denn von Anfang an alles ganz ohne Probleme?
Ich hatte am Anfang schon Bammel. Die allerersten Verträge – und dann auch noch auf Spanisch. Daniel war aber sehr offen und bereit sich auf unser Projekt einzulassen. Zusammen haben wir zig Behörden abgeklappert und eine halbe Ewigkeit bei der deutsch-peruanischen Handelskammer verbracht. Welche Materialien darf man in Deutschland verkaufen, wie muss das alles gekennzeichnet werden, und zuguterletzt gibt es ja auch noch die Zollbestimmungen. Mit viel Geduld und gegenseitigem immer-wieder Mut-machen hat aber letztendlich alles gut geklappt.
Ist die Konkurrenz von guten Onlineshops im Internet nicht groß?
Ja, da gibt es eine Menge, in denen ich auch sehr häufig mein Geld lasse. Ich empfinde unsere Produkte aber als etwas sehr eigenes. Ein kleiner individueller Laden ist oft interessanter als eine große Modeplattform.
Wie sehen deine weiteren Pläne mit der "Ringelsuse", aber auch sonstige
berufliche Pläne aus?
Ich werde mich nach meinem Studium erst einmal voll und ganz der Ringelsuse
widmen. Ich habe schon unzählige neue Produktideen. Nächstes Frühjahr wird es eine neue Kollektion geben, unter anderem auch mit Ledertaschen, Unterwäsche und ganz vielen neuen Accessoires.
Mir ist es wichtig, erst einmal den Bekanntheitsgrad meines Labels zu erhöhen, längerfristig ist mein Ziel bei größeren Ketten und im europäischen Ausland vertreten zu sein.
Was würdest du anderen jungen Frauen, die ähnliches vorhaben, als Rat auf den Weg geben?
Nicht zu lange grübeln und sich vorher nicht jedes Horrorszenario ausmalen. Einfach machen und schauen was passiert...
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Gewinnen Sie hier nun einen Flaschenöffner aus dem Produkt- angebot der Ringelsuse – ohne viel Aufwand: Alles, was Sie tun müssen, ist eine Mail an die Redaktion von MissTilly.de (redaktion@misstilly.de) schicken. Und schon sind Sie dabei: Unter den Einsendungen, die uns bis zum 27. September 2010 erreichen, verlosen wir einen Flaschenöffner – der neben Flaschen vermutlich auch Augen um einen herum öffnen kann.
Wenn Frau ihrem Ärger Luft macht, läuft das natürlich direkt wieder unter „Bitch-Tirade”. Spiegel Online verwendet tatsächlich eine Handvoll Absätze über Drew Barrymores „Ausraster” gegenüber einer Journalistin, von der sie nervtötend hartnäckig zu ihrer Drogenvergangenheit befragt worden war.
Eine ungewöhnliche 16-Jährige stellt The Independent vor: Madeleine Kulab ist die einzige Fischerin im Gaza-Streifen. Weil ihr Vater nicht mehr arbeiten kann und ihre Mutter zu wenig Geld verdient, wirft sie nun jeden Abend mit ihren jüngeren Geschwistern die Netze aus und holt sie morgens wieder ein.
Was ist feministische Wissenschaftskritik und welche Rolle spielt Feminismus in der Wissenschaft? Diesen Fragen geht science.OFR.at im Interview mit der Biochemikerin Margarete Mauer nach.
Akimbo hält eine Checkliste bereit, was jede_r Einzelne machen kann, um sicherzustellen, dass die Rechte von Transgendern geachtetet werden. Ganz oben mit dabei: Bewußt darauf zu achten, dass die eigenen Netzwerke, Organisationen etc. nicht diskriminieren.
„Frauenschikane“ oder berechtige journalistische Recherchen – darüber wird in Dänemark angesichts von Vorwürfen gegen zwei hochrangige Politikerinnen debattiert. Vielleicht ja auch beides …
Im Juli ernannte der malayische Premierminister Najib Razak die beiden ersten Syariah-Richterinnen. Da das Syariah-Recht auf der Scharia beruht und vor allem familiäre Angelegenheiten wie Scheidungen und Erbe regelt, erhofften sich viele Frauen ein Ende der bisher häufig unfairen und langsamen Urteile. Doch erstmal will nun ein Kommittee von 20 Syariah-Richtern entscheiden, welche Fälle ihre Kolleginnen überhaupt bearbeiten dürfen, so altmuslimah.
In der Türkei ist das erste kurdische schwul-lesbische Magazin erschienen, berichtet queer.de Die anonymen Herausgeber_innen wollen damit die Meinung von Konservativen widerlegen, unter Kurd_innen gäbe es keine Homosexuellen.
Doku-Tipp: Bandite.
The documentary Bandite gives back to the history of the Italian Resistance, the women support at the liberation fight as expression of parity and equality between gender, a crucial moment in which the women exit from their historical role of mothers, housewife and wife and assume thatone of criminal, clandestine, partisan.
Oftmals lohnt es sich, sich eine Weile in der Blog-Landschaft zu bewegen. So stieß ich auf einen netten Blog und einen guten – und auch humorvollen – Beitrag, den ich hier nicht vorenthalten will. Damit hab ich genug gesagt – und lade ich ein zum Lesen von:
“Ist sie zu stark, bist Du zu schwach.” Neues zur Geschlechterdifferenz.
Ich wollte gerade schlafen gehen, als folgende Email herein kam, die ich mit euch teilen möchte:
Leser und Leserinnen dieses Beitrags besuchten auch:Hannelore –
Tonight marks the end of the American combat mission in Iraq.
As a candidate for this office, I pledged to end this war responsibly. And, as President, that is what I am doing.
Since I became Commander-in-Chief, we’ve brought home nearly 100,000 U.S. troops. We’ve closed or turned over to Iraq hundreds of our bases.
As Operation Iraqi Freedom ends, our commitment to a sovereign, stable, and self-reliant Iraq continues. Under Operation New Dawn, a transitional force of U.S. troops will remain to advise and assist Iraqi forces, protect our civilians on the ground, and pursue targeted counterterrorism efforts.
By the end of next year, consistent with our agreement with the Iraqi government, these men and women, too, will come home.
Ending this war is not only in Iraq’s interest — it is in our own. Our nation has paid a huge price to put Iraq’s future in the hands of its people. We have sent our men and women in uniform to make enormous sacrifices. We have spent vast resources abroad in the face of several years of recession at home.
We have met our responsibility through the courage and resolve of our women and men in uniform.
In seven years, they confronted a mission as challenging and as complex as any our military has ever been asked to face.
Nearly 1.5 million Americans put their lives on the line. Many returned for multiple tours of duty, far from their loved ones who bore a heroic burden of their own. And most painfully, more than 4,400 Americans have given their lives, fighting for people they never knew, for values that have defined our people for more than two centuries.
What their country asked of them was not small. And what they sacrificed was not easy.
For that, each and every American owes them our heartfelt thanks.
Our promise to them — to each woman or man who has donned our colors — is that our country will serve them as faithfully as they have served us. We have already made the largest increase in funding for veterans in decades. So long as I am President, I will do whatever it takes to fulfill that sacred trust.
Tonight, we mark a milestone in our nation’s history. Even at a time of great uncertainty for so many Americans, this day and our brave troops remind us that our future is in our own hands and that our best days lie ahead.
Thank you,
President Barack Obama
GLR über Obama-Rede
Privat: Aufbau einer Zivilisation der Empathie – unsere einzige Chance zu überleben?
Liebe Leute,
inzwischen habe ich den Blog
Kann sein, dass manche Links nicht funktionieren. Ich freue mich, wenn ihr euch die Zeit nehmt und im Kommentar die Fehler berichtet.
Wenn ihr möchtet, könnt ihr voten, welche Artikel euch gut gefallen. Das gleiche geht bei den Kommentaren.
Probiert einfach aus
- Hannelore
Lara Giddings, die Generalanwältin Tasmaniens bezeichnete den Beschluss als kleinen aber wichtigen Schritt, um Diskriminierungen abzubauen und gleichgeschlechtlichen Paaren, die in andern Staaten geheiratet haben oder irgendeine Form der eingetragenen Partnerschaft eingegeangen sind, Rechtssicherheit zu geben. Bisher wurden in Tasmanien geschlossene registrierte Partnrschaften zwar in Großbritannien, Neuseeland und einigen weiteren Staaten anerkannt, aber umgekehrt war es nicht der Fall.
In Australien ist die Ehe nach dem Ehegesetz von 1961 als Verbindung von Mann und Frau definiert. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften haben den gleichen rechtlichen Status wie verschiedengeschlechtliche Lebensgemeinschaften. Registrierte Partnerschaften gibt es in New South Wales, Tasmanien und Victoria, das Australian Capital Territory (ACT) hat sogenannte Civil Partnerships eingeführt und anerkennt auch im Ausland geschlossene eingetragene Partnerschaften, nicht aber ausländische Ehen zwischen Personen gleichen Geschlechts. Quelle: ABC vom 31. August 2010
Links: http://www.abc.net.au/news/stories/2010/09/01/2999027.htm
[www.abc.net.au] (Video)
[www.starobserver.com.au]
[de.wikipedia.org]
[en.wikipedia.org]
[en.wikipedia.org]

.TROUBLE X geht auf reisen teil xxy:
…und schwupps sind wir schon bei teil 9 angekommen: KÖLN!
…die gerüchte haben ein ende:
.vom 3. bis 5. september wirds im hoffentlich noch vorhandenen autonomen zentrum das erste _fest geben.
…wie für mich gemacht!
.TROUBLE X findet ihr mit merch, plakaten, zines und co im „open space“…
…also ich freu mich wie bolle!
♥ :t: ♥
Hallo
Es freut mich, Euch auf die folgenden aktuellen Rezensionen zu „Making Sex Revisited“ hinweisen zu können:
Bei Maedchenblog findet ihr eine von Anja Gregor verfasste Rezension hier. Es schließt sich auch eine ausführlichere Diskussion an.
Rolf Löchel rezensierte für www.literaturkritik.de. Direkt zur Rezension geht es: hier.
Johannes Ungelenk rezensierte für die „Rosigen Zeiten“ und macht dort explizit einige Vorschläge zum Weiterarbeiten! Die Rezension findet sich bei den „Rosige Zeiten“ (als pdf) und auch schon hier (als html).
Eine Übersicht über die mir bekannten erschienenen Rezensionen gibt es hier.
Der Endzeitglaube des christlichen Fundamentalismus und warum er eine Gefahr für den Rest der Menschheit darstellt
9. September 2010 :: 20 Uhr :: Projektraum Neukölln :: Antifa-Tresen des Antifaschistischen Bündnis Südost
Eine der Gemeinsamkeiten der verschiedenen Strömungen des christlichen Fundamentalismus ist der Chiliasmus, der Glaube an die baldige Wiederkehr Jesu’ und die Errichtung eines „tausendjährigen Reiches“ durch diesen. Dieser Glaube geht mit der Vorstellung eines Endkampfes gegen alles „unchristliche“ einher, das ausgerottet werden müsse. Er stellt eine Gefahr dar, weil er die Gewalttätigkeiten christlicher Fundamentalist/innen motiviert und ihnen eine Denkfolie bereitstellt, um jede Form militanter Aktionen zu rechtfertigen: Mord, Verleumdungs-Kampagnen, psychische und physische Gewalt, die Aufstellung eigener Milizen und anderes. Die Veranstaltungen führt durch die Absurditäten und realen Aktionen der chiliastisch Inspirierten und zeigt, dass es gilt, die Grundlagen der Aufklärung gegen diese zu verteidigen.
Und nach der Veranstaltung…
… könnt ihr mit netten Menschen leckere Cocktails schlürfen. Außerdem gibt’s Spiel, Spaß und
Spannung: Wer Lust hat, kann Kickern oder Karten spielen!
9. September 2010 :: 20 Uhr :: Projektraum Neukölln :: Hermannstraße 48 (2. Hinterhof, 1. Etage) :: Nähe U-Bhf. Boddinstraße (U8)
Infos unter www.abso-berlin.tk
MutterTochter
*Biographieworkshop für Frauen*
*15. – 17. Oktober 2010*
*Hoffnungstaler Anstalten Lobetal, Bonhoeffer-Haus
Die Beschäftigung mit der eigenen (weiblichen) Biographie kann vielfältige Gestalt annehmen: gelebtes Leben vergegenwärtigen, über nichtgelebtes Leben nachdenken, das Erinnern üben, Rollen, Haltungen und Denkmuster reflektieren. In der Beschäftigung mit dem bisherigen Lebenslauf kann frau die Konturen ihrer Identität schärfen; sie kann Selbstbewusstsein und Kraft gewinnen. Ein Wochenendworkshop im brandenburgischen Lobetal soll den notwendigen Rahmen schaffen für den ungestörten Zugang zur eigenen Vergangenheit. In dem Workshop wollen wir Methoden der Biographiearbeit kennen lernen und einige davon einüben. Dazu wird es einen Seminarreader mit Übungsanleitungen und Literaturhinweisen geben. Schwerpunkte dieses Seminars bilden Reflexionen und Übungen zur gesellschaftlichen Eingebundenheit von Lebensläufen sowie Übungen zu weiblichen (matrilinearen) Generationenfolgen und Mutter-Tochter-Beziehungen.
Veranstaltungsort:
Hoffnungstaler Anstalten Lobetal Bonhoeffer-Haus
Bonhoefferweg 1
16321 Bernau OT Lobetal
Anreise:
von S Bernau ca. 15 min Busfahrt (C-Bereich der BVG) Genauere Angaben zur Anreise erhalten Sie mit der Anmeldebestätigung.
Anmeldung:
Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Birgit Guth
Kottbusser Damm 72
10967 Berlin
Tel.: 030 – 612 60 74
Fax: 030 – 618 30 11
guth@bildungswerk-boell.de
Anmeldefrist: bis 17. September 2010
Teilnahmebetrag:
Pro Teilnehmerin wird eine Teilnahmegebühr in Höhe von 75,- Euro erhoben (ermäßigt 50,- Euro für Studierende und ALG II-Empfängerinnen mit Nachweis). Mit der TN-Gebühr sind die Kosten für die Übernachtung im Doppelzimmer und Vollpension abgegolten. EZ-Zuschlag (begrenzte Anzahl): 30 Euro Alkoholfreie Getränke können im Haus erworben werden.
Die Veranstaltung wird realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.
AK Frauenpolitische Bildung im Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Ähnliche Beiträge
Am Dienstag, den 7. September veranstaltet die Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin eine Tagung (17-19 Uhr) zum Thema “Krise als Chance – wird sie genutzt? Potentiale von Konjunktur- und Sparprogrammen für Gemeinwohl und Geschlechtergerechtigkeit”.
Unter anderem wird es darum gehen, wie mit Gender Budgeting die gleichstellungspolitische Qualität von Wirtschaftsinterventionen bewertet werden kann und wie Bereiche der Care-Ökonomie von den Konjunktur- und Sparpaketen betroffen sind.
Ähnliche BeiträgeWenn Mitte September im Bundestag das “Sparpaket” diskutiert wird, geht um mehr als um akutes Krisenmanagement. Es geht auch um die Frage: Nach welchen Kriterien entscheiden wir in Wirtschaftskrisen? Welche Werte und gesellschaftliche Ziele spielen eine Rolle, wenn wir Konjunkturprogramme auflegen und Sparpakete schnüren? Entscheidungen treffen in der Krise, das bedeutet: unter hohem Zeitdruck große Summen zu bewegen, Wohlstand und Chancen neu zu verteilen, Gewinner und Verlierer zu schaffen. Um folgenschwere Entscheidungen nicht im Blindflug zu treffen, brauchen die Akteur/innen klare Kriterien und kluge Prognoseinstrumente. Wir wollen uns mit beiden Aspekten befassen und uns dabei auf zwei Kriterien konzentrieren: Gemeinwohl und Geschlechtergerechtigkeit.
Im Mittelpunkt des ersten Teils stehen das Gemeinwohl und die Bedingungen seiner Herstellung. Wie wirkt sich das “Sparpaket” auf das Verhältnis von “Privat und Staat” aus, welche Folgen hat es für die Zukunft der öffentlichen Infrastruktur, für bezahlte und unbezahlte Arbeit, für die Familien? Welches sind die Glaubenssätze unserer Finanzpolitik und welche Folgen haben sie für unsere Gesellschaft? Haben wir wirklich “über unsere Verhältnissen gelebt” – oder vielmehr darunter? Was geschieht, wenn sich ein ohnehin geschwächter Staat ein Sparpaket verordnet? In welchem Zusammenhang stehen Krisenbewältigung und öffentlicher Sektor? Während alle Welt auf Griechenland blickt, wo ein für zu üppig befundener öffentlicher Sektor zur Krisenbewältigung auf Diät gesetzt wird, werfen wir einen Blick auf die nordisch-skandinavischen Länder. Dort erweist sich ein noch größerer öffentlicher Sektor als Stabilitätsfaktor in der Krise – Sparpakete sind gar nicht oder deutlich anders geplant. Hier ist der “schlanke Staat” kein Schönheitsideal, stattdessen gilt der Ausbau öffentlicher Dienstleitungen wie Bildung und Pflege als Teil einer Strategie für Wohlstand und Beschäftigung.
Im zweiten Teil beleuchten wir mit Hilfe einer budgetorientierten Gender-Analyse Aspekte der Konjunkturpakete 2008 und 2009: Wer waren die Entscheider und nach welchen Kriterien stellten sie die Mittel zur Verfügung? Flossen sie in zukunftsfähige Branchen? Wurden gewachsene Ungerechtigkeiten und traditionelle Geschlechterrollen zementiert, oder wurden die Verhältnisse in Bewegung gebracht?
Wir erhoffen uns im Hinblick auf die Haushaltsdebatte im Bundestag nützliche Erkenntnisse und laden Sie herzlich ein, sich zu informieren und mitzudiskutieren
is inviting you for the workshop on
Globally Networking for DECENT WORK
International multiplier seminar with our partners from Bulgaria and Germany on challenges and strategies,
targeting the garment global supply chain and women’s role in it – demanded labour force and activists for working rights
Recent trends in global garment industries and women’s working conditions are sought to be analyzed, strategies
and alternatives should be found by looking at good practice examples.
The seminar will provide an international setting and therefore ample opportunity to share experiences among experts
with a range of different backgrounds.
Date: September 20th/21st, 2010
Time: 09.00-17.00 (please find the detailed program in the attached agenda)
Venue: C3-Centre for International Development, Sensengasse 3, 1090 Vienna
The seminar addresses everyone interested in the subject, no previous knowledge is needed.
Frauensolidarität – Solidarity among Women
Im C3-Centrum für Internationale Entwicklung – C3-Centre for International Development
Sensengasse 3, 1090 Wien
Please register: Tel.: +43-1/317 40 20-0 | e-mail: kampagne@frauensolidaritaet.org
Detailed program in German and English
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Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wünschen sich mehr Zeit für ihre Familie. Dies geht aus dem Monitor Familienleben 2010 des Instituts für Demoskopie Allensbach hervor, den die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder, heute vorgestellt hat.
Zentrales Ergebnis der Untersuchung: Auch in Zukunft soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf Kernaufgabe der Familienpolitik sein: 69 % der Bevölkerung und 78 % der Eltern sagen, hier sollte der Schwerpunkt liegen. 2008 waren es 63 % der Bevölkerung.
Die wichtigsten Ergebnisse des Monitors Familienleben 2010:
AM 2. September beginnt die FPÖ offiziell ihren Wahlkampf in der Wiener Lugner-City. Der Blut- und Boden-Politik und dem Verfolgungswahn der FPÖ soll etwas entgegengesetz werden. Hikmet Kayahan und Marco Schreuder hatten die Idee, das mit Walzer zu tun - mit dem Walzer "Wiener Blut".
Flashmob "Alles Walzer"
Wann: Donnerstag, 2. September, 17:30 (pünktlich!) bis 17:40
Wo: Urban Loritzplatz, beim Ausgang der U6 (Haltestelle Burggasse)
Da die Nachfrage nach dem Kurs Literaturverwaltung (Citavi und Zotero) sehr hoch war, haben wir beschlossen Ende September einen weiteren Kurs anzubieten.
Der Zusatztermin ist:
Mittwoch der 29.09.2010 von 10:00 – 16:00
Anmeldungen bitte an: anastasia.schadt@hu-berlin.de
Die Anrechnung von Studienpunkten zu dem Kurs ist im BA und MA der Gender Studies möglich. Weitere Informationen zu den Kursen und zur Anrechnung findet ihr im Moodlekurs.
Da der PC-Pool nur noch über 8 Arbeitsplätze verfügt, empfehlen wir eine rechtzeitige Anmeldung. Die Nutzung eines eigenen Rechners ist möglich (W-Lan-Netz der HU ist vorhanden).
Ob Lady Gaga Feministin ist, oder nicht wird ja immer wieder heiß diskutiert. Aber wer so zielstrebig seine eigene Karriere verfolgt, Gender zum Thema von Videos und Magazintiteln macht und auch sonst eine eigene – vom Mainstream abweichende – Meinung zu formulieren weiß, der muss doch irgendwie dazu gehören. Anders sieht es bei Beyoncé aus, über deren feministisches Potential hier auch schon mal die Meinungen auseinander gingen.
Jetzt hat der Popstar der Dailymail ein Interview gegeben, in dem sich auch folgende Sätze finden:
‘I think I am a feminist in a way. It’s not something I consciously decided I was going to be; perhaps it’s because I grew up in a singing group with other women, and that was so helpful to me. It kept me out of so much trouble and out of bad relationships. My friendships with my girls are just so much a part of me that there are things I am never going to do that would upset that bond. I never want to betray that friendship because I love being a woman and I love being a friend to other women.
(Übersetzung: Ich denke schon, dass ich auf eine bestimmte Art Feministin bin. Das ist nichts, was ich bewusst entschieden haben; vielleicht liegt es daran, dass ich in einer Girlgroup aufgewachsen bin und mir das sehr geholfen hat. Es hat mich vor einer Menge Ärger und schlechten Beziehungen bewahrt. Die Freundschaft zu meinen Mädels ist so sehr ein Teil von mir, dass ich bestimmte Dinge nie tun würde, die diesen Bund gefährden könnten. Ich würde diese Freundschaft niemals hintergehen, denn ich liebe es, eine Frau zu sein und liebe es, die Freundin anderer Frauen zu sein.)
Nun, da scheint es doch mehr um Frauenfreundschaft und Solidarität zu gehen als um Feminismus. Sieht so aus, als würde das F-Wort nicht länger als absolutes No-Go betrachtet sondern als neues Must-Have, mit dem es schick ist, sich zu schmücken. (So wie jüngst Sarah Palin) Nur sollte Mrs. Knowles (oder heißt sie jetzt Mrs. Jay-Z) dann auch wissen, dass es beim Feminismus um mehr geht als bloß darum nice zu anderen girls zu sein und gemeinsam den jüngsten Verlobungsring zu bejubeln.
Diskussionen zu den ‚vielen Geschlechtern der Biologie‘ und Buchvorstellungen von „Making Sex Revisited: Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive“ im Oktober:
13. Oktober: Wien // 19. Oktober: Göttingen // 21. Oktober: Halle // 26. Oktober: Berlin // 28. Oktober: Bielefeld
Mehr Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen finden sich hier
Diese Frage hat zum Wunsch geführt, eine Zeitschrift herauszugeben. "Wir wollten herausfinden, wie Menschen in dieser Kultur ihre Sexualität ausdrücken", sagt Solin dem Journalisten Alexander Christie-Miller, der in Eurasianet über die neue Publikation schreibt. Im Kurdengebiet und in Ostanatolien ist offen schwules oder lesbisches Leben undenkbar, "Keiner ist offen homosexuell", sagt Aktivist Koya, "es gibt in unserer Gruppe einige wenige, die innerhalb der Familie offen sind, aber unter der Bedingung, dass nichts darüber nach außen dringt." Solin ist selbst mit einer Lesbe verlobt, um vor der Familie die Wahrheit zu verbergen.
Vor drei Jahren begannen Solin, Koya (nicht ihre echten Namen) und einige andere, eine kurdische LGBT-Gruppe zu gründen. Die Treffen fanden heimlich und in Privatwohnungen statt. Innerhalb der türkischen LGBT-Community wurde die Gruppe mit Misstrauen begrüßt, weil sie explizit kurdisch ist. Sie sind eine Minderheit innerhalb der Minderheit. Solin und Koya führen einen doppelten Kampf gegen sexuelle und ethnische Diskriminierung, aber sie wollen sich nicht dadurch bremsen lassen, dass sie schwule Türken und heterosexuelle Kurden aufregen. Die Initiatoren hoffen, dass Hevjin bald über 2000 Leser_innen haben wird und dass es in nicht allzu ferner Zukunft die erste LGBT-Parade in Diyarbakir geben wird. Quelle: Eurasianet vom 30. August 2010
Links: http://www.hevjin.org/
[www.eurasianet.org]
[www.magazinkolik.com]
[de.wikipedia.org]

Montag: Gwendolin Altenhöfer las aus dem Zine „Die Krake. Künstliche Beziehungen für unnatürliche Frauen“. Anscheinend gibt es ein grooooßes Interesse an schlampigen Beziehungsformen – oder doch eher an der kühlen Kritik an Ehe und Monogamie? An beidem? Und ging’s eher um einen kurzen Ausflug in exotische Gefilde oder um einen Dia-Abend, bei dem man auch viel Bekanntes gesehen hat? Auf jeden Fall war die Polyfantasiabar mit über 40 Leuten gut gefüllt.
Morgen geht es weiter mit einem queeren Filmabend. Wir werden (wie auch Mittwoch und Donnerstag) ab 17 Uhr im Polyfantasiahaus in der Johannesstraße 151 sein und 20 Uhr beginnt der Film.
Sonntag:
Wir sitzen in der Polyfantasiabar und weil das Transpi vom letzten Jahr noch übrig war,
heißt das Haus auch wieder Polyfantasiahaus. Nette Menschen sind zum Helfen gekommen
und von draußen gucken sich die Leute die Deko an
Hier gibt’s auch polyfantastisches Bier.
Aber unser Internet ist kaputt. Morgen geht unsere queerfeministische Veranstaltungswoche los.
Um regnerische Tage wie heute zu überstehen, sollte man gar nicht erst versuchen aufzustehen und rauszugehen, sondern lieber mit Kaffee und Zeitung im Bett bleiben. Genau das hatte ich heute vor – die Werbeabteilung meiner Tageszeitung hat der morgendlichen Ruhe aber ein jähes Ende gesetzt. Als ich nämlich bis ich zum Kulturteil des Standards durchgedrungen bin, finde ich auf Seite 18, in der Rubrik „MedStandard“, eine Anzeige der „Aktion Leben Österreich“.
Der Standard ist jetzt gewiss kein revolutionäres Medium, noch unterscheidet er sich von der bürgerlichen Berichtserstattung großer, deutscher Tageszeitungen, die Werbung hat mich aber doch zutiefst erschrocken. Mir ist dabei klar (nur um jetzt eine Grundsatzdebatte um Werbung in einer kapitalistischen Gesellschaft zu verhindern) dass Werbung im Allgemeinen nichts Gutes ist und die meisten werbenden Firmen Dreck am Stecken haben.
Und vielleicht war es auch naiv zu glauben, dass „linkere“ Medien sich von den frauenfeindlichen Positionen der LebensschützerInnen fernhalten und auf ihr Geld verzichten.
Die mediale Öffentlichkeit die diesem Verein dadurch geboten wird ist aber trotz allem beunruhigend. Zumal Anzeigen wie diese Frauen bewusst zu falschen Beratungsstellen lotsen. Die Reklame mag zwar auf den ersten Blick relativ harmlos und vielleicht auch einladend wirken, ein Klick auf die Website lässt aber tiefer blicken.
Jede und jeder von uns hat als Embryo mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle begonnen.
Damit wird jede Frau die sich für einen Abbruch entscheidet und nicht gewillt ist sich einer christlichen Weltanschauung zu unterwerfen, als Mörderin diffamiert. Der Verein verzichtet zwar darauf Stimmung für ein totales Abtreibungsverbot zu machen, ergebnisoffene und sachliche Beratung können Frauen von diesen Stellen jedoch trotzdem nicht erhoffen. Zutief sitzt der Irrglaube dieser Menschen, dass nur das Leben des Fötus zu schützen sei. Dass eine Frau einfach kein Kind will , passt nicht in deren beschränktes Weltbild.
Wir wollen, dass Schwangerschaft und Geburt von allen Beteiligten positiv erlebt werden können und die Gesellschaft die entsprechenden Rahmenbedingungen dafür schafft.
Eine Schwangerschaft bedeutet für die Frau mitunter die größte Herausforderung ihres Lebens. Gemeinsam mit ihr wollen wir tragfähige Konzepte entwickeln, damit auch eine unerwartete oder aus anderen Gründen konfliktbeladene Schwangerschaft angenommen werden kann.
Leser_innenbriefe bzw. Beschwerden über derartige Anzeigen bitte an:
chefredaktion@derStandard.at
leserbriefe@derStandard.at

Das Angebot von Pride1 ist über das Internet zu hören und kann zum Teil auch nachgehört werden. Die Themen reichen von aktuellen Ereignissen wie der Urteilsverkündung gegen Nadja Benaissa oder den Gay Games, Gesprächen mit Politiker_innen und Aktivist_innen über Community Events wie der Wahl des Mr. Leather in Hamburg bis zu Buchpräsentationen. Ein Live-Chat und die Website mit täglichen Kurznachrichten ergänzen das Angebot.
Am 1. September 2010 feiert Pride1 Geburtstag, den ganzen Tag lang. Das Programm beginnt um 6 Uhr mit der "Guten Morgen" - Geburtstags-Morning-Show und endet irgendwann spätnachts mit Studio54 - The Final Birthday Party. Dazwischen wird es die Highligts aus vier Jahren Pride1 und viele Glückwünsche zu hören geben.
Link: http://www.pride1.de
The theme of this special issue is responsibility. The concept of individual and collective, personal and moral responsibility slips into a range of everyday languages, legislations, policies and practices with great ease. Yet its entanglement with individualist, colonialist and neo-liberal ideologies, epistemologies and metaphors suggest it is an important target for critical analysis. Crucially, given the idea and practice of responsibility is regularly anchored in ideas about free will, agency, subjectivity and morality, this significant philosophical concept and personal/collective practice has a distinctively masculinist veneer.
At this juncture we invite abstracts for papers which critically address the theme of ‘men, masculinity and responsibility’. We invite submissions which are entirely theoretically or philosophically oriented as well empirically focused ones. Please email abstracts of 500 words to Marysia Zalewski, m.zalewski@abdn.ac.uk by 30 September 2010; full papers to be submitted by 30 June 2011 with a view to publication in a special issue of ‘Men and Masculinities’ in 2012 (final date dependent on the publishing schedule of the journal).
We invite inter-disciplinary contributions and encourage theoretically and methodologically eclectic and imaginative interpretations of the questions raised here about responsibility. This includes (but is not limited to) contributions which draw on: philosophy, post-colonial studies, gender and sexuality studies, queer theory, critical race theory, poetry, art, visual culture, popular culture, film theory, sociology, politics, international relations, economics and development studies. The overall intellectual aim is to keep critical questioning of the globalized complex web of masculinist subjectivities and performative practices alive and moving.
Marysia Zalewski
School of Social Science
Edward Wright Building
University of Aberdeen
Aberdeen
AB24 3QY
Scotland
+ 44 (0) 1224 272768
m.zalewski@abdn.ac.uk
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Im Rochow-Museum Reckahn findet vom 31.08. bis 12.12.2010 die Sonderausstellung “Tugend – Treue – Eigenständigkeit. Schloss Reckahn als geselliger Treffpunkt aufgeklärter Frauen” statt. Diese Ausstellung an der Universität Potsdam wird gefördert vom “Programm Kulturland Brandenburg 2010 – Mut & Anmut – Frauen in Brandenburg – Preußen.”
Die Exposition widmet sich neun bedeutenden, adligen und bürgerlichen Frauenpersönlichkeiten, die die Reckahner Musterschule im 18. Jahrhundert besucht haben. Diese Frauen haben als Sozial- und Agrarreformerin, Landesmutter, Schriftstellerin, Dichterin und Malerin erstaunliche, eigenständige Lebensleistungen erbrach. In einer begleitenden wissenschaftlichen Buchpublikation, herausgegeben von Annedore Prengel und Hanno Schmitt, werden die neun in der Ausstellung präsentierten Frauen von ausgewiesenen Expertinnen u.a. anhand neu erschlossener Bild- und Textquellen vorgestellt.
Eröffnungsveranstaltung: 29.8.2010, 16 Uhr (mit Anmeldung)
Öffnungszeiten: Di.-Fr. und So: 10-17 Uhr, Sa: 10-18 Uhr
Informationen über: www.rochow-museum.de
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Am 18. September 2010 demonstrieren wir in Berlin gegen die Atompolitik der Regierung und Großkonzerne. Atomkraft: Schluss jetzt! Die Uhr bis zur endgültigen Entscheidung über unsere Zukunft tickt und es ist Zeit ein deutliches Zeichen zu setzen gegen die Pläne der Politiker die alten Krisen-AKW noch weiter laufen zu lassen.
Komm zu unserem Frauenblock auf der Demo und zeig Deine Meinung gegen Atomkraft.
Sei laut,
sei kritisch,
sei radioAktiv
Mach mit bei unserem Bannerwettbewerb, triff nette Leute, bring Deine Freund_innen mit und setze mit uns ein Zeichen gegen den Atomwahnsinn.
Am 2.9. und am 15.9 2010 jeweils um 18:00 findet ein offenes Planungstreffen zum Ideenaustausch und zur Vorbereitung von Frauenaktionen mit der Aktionskünstlerin Elisa statt. Infos zum Treffpunkt und der weiteren Organisation gibt’s auch auf unserer Webseite www.frauengegenatom.de.
Call for papers: “Postkoloniale Gesellschaftswissenschaften. Eine Zwischenbilanz” Interdisziplinäre Konferenz an der Humboldt-Universität zu Berlin 17.-18. Juni 2011.
Ähnliche BeiträgeDie Postkolonialen Studien, akademisch bislang eher in den Literatur- und Kulturwissenschaften etabliert, sind auch in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern ein wichtiges und interessantes Forschungsfeld. Die von Claudia Bruns, Ina Kerner und Julia Lossau organisierte Tagung ‘Postkoloniale Gesellschaftswissenschaften. Eine Zwischenbilanz’ hat eine Bestandsaufnahme des Diskussionsstands Postkolonialer Studien innerhalb der Gesellschaftswissenschaften im deutschsprachigen Raum zum Ziel. Deadline für Vortragsskizzen ist der 31. Oktober 2010. Hier ist der ausführliche Call als pdf.
Vorbehaltlich der Bewilligung von Mitteln des Europäischen Sozialfonds ist ab dem 01.11.2010 im FB 03, Institut I, der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main folgende Stelle neu zu besetzen:
Projektkoordination Mentoring für Studierende mit Migrationshintergrund (E 13 TV-GU)
Die Stelle ist auf zwei Jahre befristet und eingruppiert nach dem geltenden Tarifvertrag der Goethe-Universität. Es besteht die Möglichkeit, die Stelle zu teilen.
Aufgabenbereiche: Das Mentoringprojekt findet in zwei Durchgängen statt und richtet sich jeweils an Studierende der Gesellschafts- und Geisteswissenschaften sowie an Studierende der Natur- und Technikwissenschaften. Der/ die Stelleninhaber/in hat die Aufgabe der Projektdurchführung: Feinkonzipierung und Planung der Umsetzungsschritte, Organisation von Workshops und Netzwerktreffen, Koordinierung der studentischen Hilfskräfte, Evaluation des Projekts.
Voraussetzungen: Neben einem erfolgreich abgeschlossenen Studium vorzugsweise der Sozialwissenschaften oder verwandter Gebiete erwarten wir sehr gute Kenntnisse im Bereich der Diversityforschung und -politik, Kenntnisse der Hochschulstrukturen sowie Gendersensibilität. Erfahrungen mit Mentoring an Hochschulen sowie Evaluationserfahrung sind erwünscht. Ein sicherer Umgang mit Office-Anwendungen sowie sehr gute Englischkenntnisse werden vorausgesetzt; Erfahrungen im Projektmanagement sind von Vorteil. Die Tätigkeit erfordert ein hohes Maß an Eigeninitiative, Selbständigkeit, Organisationstalent, Kontaktfreudigkeit, Flexibilität und Verhandlungsgeschick.
Die Universität tritt für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ein und fordert deshalb nachdrücklich Frauen zur Bewerbung auf. Schwerbehinderte werden bei gleicher Qualifikation vorrangig berücksichtigt.
Die Stelle ist am Fachbereich 03, Institut für Gesellschafts- und Politikanalyse angesiedelt. Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen senden Sie bitte bis zum 17.09.2010 an das Dekanat des FB Gesellschaftswissenschaften, Robert-Mayer-Str. 5, 60054 Frankfurt am Main. Für Rückfragen steht Ihnen Frau Dr. Astrid Franzke (franzke@em.uni-frankfurt.de).zur Verfügung.
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Wir wissen aus vielen Untersuchungen, dass die große Mehrheit der Frauen sich vehement gegen Atomenergie ausspricht. Nur schade, dass die Kluft zwischen Einstellung und Verhalten doch sehr groß ist. Dabei ist es so einfach: der Wechsel zu Ökostrom ist eine sinnvolle Sache und einer der unaufwändigsten Schritte auf dem Weg in eine atomstromfreie Zukunft. Richtig wirkungsvoll wird der Stromwechsel dann, wenn viele VerbraucherInnen den Schritt weg von den großen Energieversorgern machen und zu unabhängigen Ökostromanbietern wechseln, denn dann bekommen die Atomkonzerne die Konsequenzen ihrer Politik richtig zu spüren.
Die Erfahrung zeigt aber, dass sich die meisten Menschen mit dem konkreten Wechsel schwer tun. Sei es, weil sie eine Versorgungslücke befürchten oder nicht wissen, ob der Ökostrom ‚echt’ ist, verwirrende Tarife, widersprüchliche Werbebotschaften tun ein übriges – oder es kommt immer wieder „etwas dazwischen“.
Um Frauen den Wechsel des Stromanbieters zu erleichtern, bieten wir Stromwechseltrainings an, bei denen über die Grundlagen von Ökostrom und wie man den „richtigen“ Anbieter erkennt und wie der Stromwechsel vonstatten geht informiert wird; aber auch darüber, wie man trotz vermeintlich teurerem Ökostrom Geld sparen kann. Im Gespräch mit Expertinnen können offene Fragen geklärt werden.
Die nächsten Ökostromtrainings für Frauen finden am 8.9.2010 von 17-20:00 im Frauentreffpunkt „Die Schmiede“ oder am 28.9.2010 von 18 bis 21:00 im Frauenzentrum „Schokofabrik“ statt.
Vom 15.-17. September 2010 findet ein Workshop mit Laura Agustin an der Universität Neuchâtel statt. Laura Agustin ist Visiting Professor des Netzwerks Gender Studies CH im Herbst 2010. Das Thema ihres Workshops lautet “Migration, Feminism, and the Sexindustry.”
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die Menschen- und Frauenrechtsorganisation medica mondiale bietet auch 2010 wieder Fortbildungen und Themenabende zu Gewalt gegen Frauen und Traumatisierung in Kriegs- und Konfliktregionen an. Das von der InWEnt gGmbH geförderte Programm richtet sich unter anderem an Fachkräfte der humanitären und der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit, SozialarbeiterInnen, Gesundheitsfachkräfte, PsychologInnen, MultiplikatorInnen sowie allgemein Interessierte, die sich bislang nur wenig mit dem Thema befasst haben. Die Fortbildungen bestehen aus einem einführenden 2-tägigen und einem vertiefenden 1,5-tägigen Workshop und sind angereichert mit Beispielen aus den Arbeitserfahrungen von medica mondiale in Ländern wie Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Afghanistan und Liberia. Die Workshops können unabhängig voneinander besucht werden. Am 2. September wird darüber hinaus in Bonn in Anwesenheit des Regisseurs der prämierte Spielfilm “Sturm” gezeigt. Er erzählt eindrücklich die Geschichte einer Bosnierin, die vor dem internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien gegen ihre Vergewaltiger aussagen will. InteressentInnen können sich gerne anmelden, es sind noch Plätze frei.
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Internationale Konferenz: “Von der internationalen Hochschule zur interkulturellen Wissenschaft” vom 16. – 18. September 2010 an der Leuphana Universität Lüneburg.
Ähnliche BeiträgeDie dreitägige Konferenz bietet eine Plattform für einen Wissenschaftsdialog zu Fragen internationaler und transkultureller Wissenschaftsentwicklung als Folge der Globalisierung und der Notwendigkeit Umfang und Qualität von Wissenschaftskooperationen qualitativ und nachhaltig zu entwickeln.
Für die zukünftige europäische Forschungs- und Innovationspolitik ist der Fokus auf die globale Zusammenarbeit der Wissenschaftler – und Wissenschaftlerinnen zu richten, um das weltweit entstehende Wissen für Deutschland und Europa zu erschließen.
Wer sich schon immer mal gefragt hat, wie das eigentlich gehen soll mit dem Queer-Sein und dem Kinder-Kümmern, schaut mal auf dem Blog der neuen Gruppe „Queer und Kind“ vorbei. Die Gruppe richtet sich dabei an „Menschen mit einem linken herrschaftskritischen und queeren Hintergrund, welche elternschaftliche* Beziehungen zu jungen Menschen leben möchten“. Sie soll Raum zum Diskutieren, Planen, Reflektieren, aber auch zum Aufbau von konkreten Elternschaften* sein.
Also, keinen Bock auf bürgerliche Kleinfamilie, egal ob homo oder hetero? Das klassische Familienmodell hat Dich schon immer angesaugt, weil Du mit Deinem Beziehungsmodell nicht reinpasst? Für junge Menschen Verantwortung übernehmen, aber nicht (zwangsläufig) mit der Liebesbeziehung? Dann ab zu „Queer und Kind“!
Im Rahmen des E-Mentoring-Programms CyberMentor finden vom 9. Oktober bis zum 6. November 2010 Treffen in ganz Deutschland statt. Anliegen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und Europäischen Sozialfonds geförderten Programms ist es, Mädchen die Perspektivenvielfalt des mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereichs aufzuzeigen und sie bei der Studien– und Berufswahl zu unterstützen. Hierzu erhalten Schülerinnen für mindestens ein Jahr eine individuelle Mentorin. Seit April 2010 tauschen sich in der zweiten Runde des Programms 945 Mentoring-Paare per E-Mail und Internet-Community über Schule, Studium und Berufsmöglichkeiten aus. Bei den Treffen haben die CyberMentor-Mitglieder die Möglichkeit, einen Tag lang andere Teilnehmerinnen kennen zu lernen und an Workshops und Schulungen teilzunehmen.
Früher war alles einfacher. Die Elternrollen in der Familie waren klar verteilt. Der gesellschaftliche Druck, sich in diese Rollen zu fügen, war groß. Mütter verrichteten den inneren Dienst und erzogen die Kinder. Väter verdienten das Geld und waren das Familienoberhaupt.
Mit der aufkommenden Emanzipation und Gleichberechtigung wurden diese Strukturen in Frage gestellt. Jetzt sind diese Wellen wieder etwas abgeklungen. Die Strukturen haben sich verschoben, sie ermöglichen Teilzeitarbeit, neue Rollenmodelle, Rollentausch, Bundesrätinnen. Diese Wege sind heute auch möglich, ohne sich gesellschaftlich zu exponieren.
Von starren und normativen Strukturen, wie eingangs beschrieben, sind wir heute weit entfernt. Im Gegenteil, es gibt viele neue Möglichkeiten für Rollenaufteilungen. Diese Möglichkeiten locken damit, besser zu leben, vielseitiger zu leben, sich zu verwirklichen. Die Wahl zwischen den vielen Modellen – modern oder konservativ – bleibt den einzelnen Paaren überlassen.
Über die Bedürfnisse der Familien und entsprechende Angebote wird viel diskutiert. Auch über die Abwesenheit der berufstätigen Väter von der Familie. Ebenso um moderne Erziehungsmethoden und deren Auswirkungen auf die Zöglinge. Wie aber fühlt sich die Mutter oder der Vater heutzutage? Gibt es beschreibbare Unterschiede im Wohlbefinden von Eltern, die verschiedene Rollenmodelle leben?
Dies möchte Stefan Heer mit seiner Arbeit ‚Machen moderne Rollenmodelle glücklicher?’ herausfinden. Die Studie stellt eine Standortbestimmung aus der Perspektive der Eltern dar und möchte über den Tellerrand der Genderthematik hinausblicken, ohne deren Bedeutung abzuwerten. Sie soll ein Beitrag zum Diskurs rund um moderne Rollenmodelle sein mit den Fragen:
Um diese Fragen zu beantworten, sucht er Eltern von Vorschulkindern, die den Fragebogen ausfüllen. Er ist anonym, online und in 10 Minuten ausgefüllt.
Was genau hinter Informatik steckt, welche Berufsmöglichkeiten es in diesem Bereich gibt und ob Informatik überhaupt etwas für Frauen ist - für viele Mädchen und jungen Frauen, die vor der Berufswahl stehen, sind diese Fragen noch unklar. Dem möchte die Broschüre „Zukunft gestalten: Ich werde Informatikerin“, herausgegeben vom Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V., entgegenwirken. In zahlreichen Interviews mit Frauen aus dem Informatik-Bereich werden deshalb Rollenvorbilder vorgestellt, deren Aufgabenbereich vielfältiger nicht sein könnte. Als überarbeitete Version ist die Broschüre nun bereits zum fünften Mal erschienen und ist deshalb aktueller denn je.
In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:
Wie heißt du?
Nele Tabler
Seit wann bloggst du?
Ich habe damit 1999 bei lesbenliebenleben begonnen, diese Seite ist 2002 in der heutigen Karnele aufgegangen. Allerdings kannten wir das Wort „Blog“ noch nicht und haben von Kolumnen, Artikeln, Glossen gesprochen.

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com
Warum hast du damit angefangen?
Bei lesbenliebenleben ging es darum, Lesben sichtbar zu machen. Wir wollten keine reine „Konsum-“ oder Infoseite für Lesben ins Netz zu stellen, sondern in einer allgemein verständlichen lockeren Sprache über die vielen Facetten des lesbischen Lebens schreiben. Für Deutschland war das noch ziemlich ungewöhnlich gewesen, wir haben uns dabei an Seiten von Lesben aus den USA orientiert.
Worüber schreibst du?
Priorität haben Themen, die irgendwie mit lesbischen Leben zu tun haben: Politik, Beziehung, Filme, Bücher usw. Häufig wird etwas von außen an mich herangetragen. Motto „Ist das nicht interessant/fürchterlich/absurd? Kannst Du nicht mal was darüber schreiben?“ Der nächste Satz lautet meist: „Nenne aber bloß nicht meinen Namen!“ Da geht es um Lesben, die Probleme wegen ihrer sexuellen Orientierung haben, sich am Arbeitsplatz oder von irgendeinem Amt diskriminiert fühlen. Ich versuche dann, solche Einzelerlebnisse in einem allgemeinen Text wie z. B. über Gehaltsunterschiede bei Frauen und Männern zu verarbeiten.
Ziemlich neu ist noch der Bereich „Alter“, begonnen bei den Wechseljahren und Unwörtern wie „Ruderoma“ oder „50plus“ bis zu der Frage, wie mit grauen Haaren und Lesebrillen umgehen? „Zum Alter stehen“ klingt zwar ganz nett, aber wenn frau vom Verlag gesagt bekommt: „Für das Klappenfoto müssen Sie sich die Haare färben. Sie verschrecken sonst die jungen Leserinnen!“, wird das Älterwerden von Frauen in Zukunft sicher mehr und mehr Raum auf der Karnele einnehmen.
Darüber hinaus schreibe ich über alles, was mir gerade in den Sinn kommt. Vom Puderzucker über Slipeinlagen bis zur Telekom. Dinge, die mich gerade aktuell beschäftigten, weil ich mich über etwas ärgere oder über einen Zeitungsartikel gestolpert bin. In Ausnahmefällen greife ich auch mal eine regionale Geschichte auf, z. B. der geplante Funkmast auf dem Katzenbuckel.
Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Da könnte ich jetzt eine ellenlange Liste erstellen. Ganz wichtig: Ich liebe das Leben auf dem Land und in unserem winzigen Dorf. Aber ohne das Internet würde ich sicher in einer Großstadt wohnen. Denn sonst könnte ich kaum Kontakte zu anderen Lesben pflegen oder an Informationen kommen.
Wovon braucht das Internet mehr?
Mehr Blogs von offen lebenden Lesben.
Frauen im Web…
decken eine riesige Themenbereite ab, werden allerdings noch viel zu wenig zur Kenntnis genommen.
Deine tägliche Web-Lektüre:
Das hängt sehr von Lust und Laune, Zeit, aktuellen Ereignissen, Tweets usw. ab. Konnys Lesbenseiten, EurOut, TheLesbianMafia, Siegessäule. Regelmäßig schaue ich natürlich auch hier bei der Mädchenmannschaft, bei Antje Schrupp, Luise Pusch, Annalist und dem Piratenweib vorbei. Und nicht zu vergessen zwei Kolleginnen: Petra Cronenburg und Petra Gabriel.
Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.
Die Familie des Nobelpreisträgers Thomas Mann ist für die Deutschen so etwas wie die Königsfamilie in Großbritannien – und tatsächlich wurden sie auch schon "Die deutschen Windsors" genannt. Doch das Leben der Tochter Monika bleibt lange im Schatten. Die deutsche Schriftstellerin und Feuilletonistin Monika Mann übt sich in Jugendjahren zunächst vielversprechend am Klavier, aus Mangel an Anerkennung in der Familie bricht sie dies ab und verbringt Jahre in Paris, München, Frankfurt und Berlin. Ihr Leben und den Besuch kunsthandwerklicher Schulen finanzieren die Eltern.
Minderwertig und sonderbar
Falls ich Ihnen kein Begriff bin: das vierte der sechs ungeratenen Mann-Kinder“ – so stellte sich einst Monika Mann selbst vor (1972, Briefdokument). Bekanntheit kann die im Jahr 1910 geborene Mann-Tochter tatsächlich erst jetzt erringen, da die Biografin Karin Andert so empathisch ihre Lebensgeschichte porträtiert und Hannelore Elsner aus ihrem New Yorker Tagebuch liest. Literaturkritiker und Filmemacher sahen an ihr vorbei, oder sie orientierten sich am Urteil Katia und Thomas Manns: Diese stellten ihre Tochter als minderwertig und sonderbar dar.
Im Mai 1933 emigriert sie und folgt ihrer Familie nach Sanary-sur-Mer. Im Jahr 1934 nimmt sie in Florenz ihr Klavierstudium wieder auf und begegnet dem aus Ungarn stammenden Kunsthistoriker Jenö Lányi, ihrem späteren Ehemann. Nach dem Verlust der deutschen Staatsbürgerschaft nimmt sie die tschechoslowakische an. 1940 erhält das Ehepaar in England von der kanadischen Regierung die ersehnten Einreisepapiere und kann dem Londoner Blitzkrieg entkommen. Die Überfahrt nach Kanada endet jedoch in einer Katastrophe. Bei der Torpedierung des Schiffes durch ein deutsches U-Boot kommt Monika Manns Ehemann ums Leben. Es ist ein Verlust, der für lange Zeit ihre Gefühlswelt prägt. Monikas Rettung durch einen englischen Zerstörer und ihr erneuter Aufbruch von Schottland führt aber nicht wirklich in ein neues Leben. In Amerika ignorieren ihre Eltern ihre Traumatisierung und ihren Drang nach einem Neuanfang.
Literarisches Schaffen
Von 1943 bis 1952 lebt sie allein in New York. Nach einem erneuten Versuch, als Pianistin zu leben, wendet sie sich der schriftstellerischen Tätigkeit zu. Trotz amerikanischer Staatsbürgerschaft sieht sie ihr zukünftiges Leben in Europa. In einer landschaftlich schönen Gegend, auf Capri, lebt sie wunschgemäß schließlich 32 Jahre lang und schreibt fünf kleine Bücher und publiziert regelmäßig in Schweizer Zeitungen und deutschen und italienischen Zeitschriften ihre Feuilletons. Ihre letzten Lebensjahre verbringt sie im familiären Umfeld ihres Bruders Golo in Pflege. Am 13. März 1992 stirbt sie in Leverkusen.
Späte Gerechtigkeit
Elke Bergmann, Die Buchhändlerin und Expertin zur Familie Mann: "Es ist an der Zeit, dass die Talente der übersehenen Mann-Tochter Monika endlich ins Interesse einer Öffentlichkeit rückt, die sich allzu lange nur mit den Erfolgen der Manns beschäftigte. Monika Mann, die vor 100 Jahren geboren wurde, widerfährt jetzt eine späte Gerechtigkeit.“
Ein Porträt von Monika Mann findet sich auf dem FrauenbiographiePortal www.fembio.org von Professorin Luise F. Pusch.
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Auf dem Familienfoto ist Monika Mann das Mädchen ganz links außen - Quelle: wikipedia.com
Das Frauen-Team der HOSI-Salzburg lädt am 3. September zur dritten Auflage der Feminale ein. Im BIZ der HOSI Salzburg stehen die Frauen erneut einen Abend lang im Mittelpunkt des Geschehens; im Publikum und auf der Bühne.
Feminale mit Samantha Jeschko
Wann: Freitag, 3. September 2010, ab 20 Uhr
Wo: BIZ, HOSI Salzburg, Gabelsbergerstraße 26, 5020 Salzburg
Eintritt frei!
Ab 21:00 Uhr betritt die Singer-Songwriterin Samantha Jeschko die Bühne. Die talentierte Oberndorferin präsentiert mit ihrer Gitarre und einer außergewöhnlichen Stimme ihre gefühlvollen Eigenkompositionen. Ein erster Vorgeschmack wird auf http://www.myspace.com/samjacoustic geboten. Im Anschluss sorgen DJangel und DJane Declaire für ausgelassene Stimmung. Der Eintritt ist frei. Das HOSI Salzburg Frauen-Team freut sich auf zahlreiches Erscheinen.
Weitere Information gibt es unter feminale(at)hosi.or.at, und auf [www.hosi.or.at] und der Facebook-Seite "Feminale-Die Frauensause".
Feminale-Ausblick:
Die nächste Feminale findet am Freitag, dem 05.11.2010 statt.
Links: http:www.myspace.comsamjacoustic
[www.hosi.or.at]
[www.hosi.or.at]
Die Zwitter Medien
Offensive™ geht weiter!
Begleitend zu Christiane Völlings Buchveröffentlichung von letzter Woche strahlt Arte einen 52-minütigen Dokfilm aus von Britta Dombrowe über Christiane und die 4-jährige Inge und ihre Familie.
Mehr Infos auf der
>>> Homepage der
Produktionsfirma.
(Das eine oder andre der
"üblichen" Fettnäpfchen inbegriffen.)
Wir sind gespannt!
Siehe auch:
- Christiane
Völlings Geschichte in ihren eigenen Worten
- Alle
Posts zu Christiane Völling auf Zwischengeschlecht.info
In der aktuellen Ausgabe unserers Podcast senden wir einen Vortrag aus dem Wintersemester 2009/2010. Sanja Kajinic, PhD Student des Gender Department der Central European University in Budapest, war zu Gast und sprach über “Visual aspects of queer festivals in ex Yugoslavia”. Wie immer bei Podcasts zu visuellen Themen, die mit Filmausschnitten, Bildanalysen und ähnlichem Arbeiten stehen wir für den Podcast vor dem Problem, dass euch Hörer_innen wichtige Informationen fehlen. Um dem entgegen zu wirken haben wir zwei youtube Videos heruasgesucht, auf die sich die Referentin bezieht.
Download (mp3, 48,3 MB)

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Den Ankündigungstext zum Vortrag (in englischer Sprache) findet ihr nach dem Klick.
The lecture will present my phd research-in-progress that explores the debates Throughout the region of ex-Yugoslavia, the LGBT rights movement has been gaining advances and becoming articulated largely due to the activities of LGBT activists. The activists have not been the only ones who influenced both the public and the queer communities’ perception of politics and practices of identity and citizenship. A significant and under-researched part has been play- ed by artists. What brings together these different actors and their strategies can be located in the field of visibility in the public sphere around LGBT persons that presents a novelty in ex Yugoslav countries. On the one hand, the LGBT organizations periodically launch visibility campaigns that ask for human rights of LGBT persons relying on chosen affirmative representations. On the other, the wave of queer festivals that has swept the region (all started within the last 6 years, except one much older Gay and lesbian festival) engage the field of visual culture in a quite different, polyphonic ways that however have their effects on the changes in the imaginary. While the activist network of LGBT organizations has a long standing in ex Yugoslavia and connections to other social movements (feminist and anti-war), the novelty of the recent period is the cooperation among the cultural festivals that thematize queer in 5 out of 7 ex Yugoslav countries. The festival organizers adjust the festival dates, cooperate, even organize meetings, and are self-consciously engaged in intensive circulation of visual images that work towards establishing the contours of what has been called post-socialist queer (Dobrovic, 2004).
The lecture will present my phd research-in-progress that explores the debates born out of the intersection of the feminist film/visual arts criticism and queer theory in connection with the art work generated around those festivals, and with the visual representations of the LGBT movement. The question asked is:
how do they engage the visual power of art to influence changes in the public imaginary. The aim is to explore the process of articulation of post-socialist queer aesthetics and its potential links with empowerment and politics. Through the analysis of the perceptions of the various actors in these events, I wish to explore different strategies of queer visibility/visuality, and their respective functions in or against the politics of normalisation . The research questions will investigate the relationship between politics and art practices using the case studies of the dynamics between queer visual arts practices and social movements in the context of different strategies used by the queer festivals and LGBT movement in ex-Yugoslavia. The research on the visual aspects of the queer festivals in ex-Yugoslavia will explore the intentions and effects of queer visual and performative art on local audiences and on public opinion to be able to see how art influences public discourses and under which conditions art reaches particular publics. One important aspect of the research will consist of exploring what queer art means in this particular context, its similarities and differences to other forms of political art. While I will attend to the naming and representation practices of artists and festival organizers (what queer art is, according to them), and engage in the interpretation of the art/visual material itself, the research will remain open to following how the audiences estimate or talk about the art and visual material they observe.
Hier erfahrt ihr mehr über unseren Podcast und wie ihr in bequem abonnieren könnt.
AG gegen Rassismus in den Lebenswissenschaften (Hrsg.): „Gemachte Differenz – Kontinuitäten biologischer »Rasse«-Konzepte“, unrast-Verlag, Münster, 2009. ISBN: 978-3897714755, Preis: 19,80 EUR.
In dem Buch wird sowohl Rassismus in der Geschichte der Biologie problematisiert, als auch solcher der aktuell noch vorhanden ist und teilweise sogar wieder auflebt. Es sind ausnahmslos alle Beiträge sehr lesenswert – und sie sind biologisch und sozialwissenschaftlich sehr gut fundiert. In diesem Sinne sei das Buch empfohlen – und es beugt in jedem Fall solchen rassistischen Ausführungen wie denen von Sarrazin vor!
Weitere Informationen finden sich auf der Verlagsseite:
[www.unrast-verlag.de]
oe24 titelte am Freitag "Transsexueller Lehrer darf unterrichten", der Kurier "Aufregung um einen transsexuellen Lehrer", auch in ORF.at war von "Aufregung über transsexuellen HTL-Lehrer" zu lesen. Die vom Kurier befragte Psychotherapeutin Martina Leibovici-Mühlberger erklärte in schönstem Gutachtenkauderwelsch: "Diese Konfrontation ist eine tief greifende basische Identitätsfragestellung, sie ist verwirrend, kann aber auch traumatisierend wirken" und forderte professionelle Begleitung, wobei unklar blieb, wer wen begleiten sollte. Elternvereinsobmann Doubek meinte laut Samstagkurier gar, dass eine höhere technische Lehranstalt "ja nicht die Löwingerbühne" sei. Er habe aber "nichts gegen die Person des Lehrers", erklärte er dem Kurier.
Ob er seine Forderung nach Dienstfreistellung von Andrea S. und "begleitender psychologischer Betreuung" mit den übrigen Elternvertreter_innen abgesprochen hat, ist unklar. Elternvertreterin Henrike Brandstötter erklärte dem Portal GGG.at gegenüber jedenfalls, dass die Information nicht an sie herangetragen worden sei. Im Gegenteil: "Es ist unerträglich, wenn jemand auf Grund seiner Hautfarbe, seines Geschlechts und/oder seiner sexuellen Orientierung diskriminiert und an der Ausübung seines Berufes gehindert wird! Ich möchte, dass mein Sohn die beste Ausbildung erhält, und zwar von kompetenten, engagierten Lehrerinnen und Lehrern, die ihren Beruf mögen und gerne Wissen und Fertigkeiten vermitteln", stellt Brandstötter unmissverständlich in einem Brief an den Direktor und zuständigen Abteilungsvorstand klar.
Erfreulich sachlich reagierte man im Unterrichtsministerium und erklärte, dass Andrea S. den Dienst zu Schulbeginn aufnehmen könne. Die Voraussetzungen sind gegeben", denn für das Ministerium zähle die Qualifikation. Ferner habe in der Schule "Ausgrenzung und Diskriminierung keinen Platz". Dies würdigten auch die Transgenderbeauftragte der SoHo, Angelika Frasl und ihre Kollegin Sarah-Michelle Fuchs. Die Reaktion des Ministeriums sei ein wichtiges wichtiges Zeichen im Hinblick auf die Akzeptanz und Anerkennung von Transgenderpersonen am Arbeitsmarkt ist, an der sich jeder Arbeitgeber ein Beispiel nehmen sollte, so Frasl.
Erfreulich gelassen und verständnisvoll klingen übrigens auch die meisten Postings der Leser und Leserinnen in Kurier, oe24 und ORF.at. Sie beweisen viel mehr Ahnung von unterschiedlichen Lebensrealitäten und vom Aufklärungsstand der 14- bis 19-Jährigen als einige der befragten Expert_innen. Auch das Zwischenergebnis der "Kurier-Umfrage" spricht trotz leicht tendenziöser Fragestellung ("Sollen transsexuelle Lehrer unterrichten dürfen?", "Ja, wenn sie gute Pädagogen sind", "Nein, das ist nicht gut für die Kinder", "Ist mir egal") dafür, dass die Leserinnen und Leser mehrheitlich kein Problem mit der Geschlechtsidentität eines Mitmenschen haben.
Links: http://kurier.at/nachrichten/wien/2026849.php
http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Transsexueller-Lehrer-darf-unterrichten-0763631.ece
[wien.orf.at]
http://kurier.at/interaktiv/abstimmungen/2026838.php
[www.ggg.at]
[www.ots.at]
[kurier.at] (Elternverein)
[kurier.at] (Homestory)
[kurier.at] (Direktor)
[kurier.at] ("Happy End")
http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Transsexuelle-Lehrerin-erhaelt-Unterstuetzung---HTL-Spengergasse-Wien-0764411.ece
Kongress „Kritische Tage zum Geschlechterverhältnis“ vom 2.12-5.12.2010 im UJZ Korn (Kornstrasse 28-30) in Hannover
In den nächsten Wochen wird auch das Programm vollständig stehen; wenn Du dafür noch Vorschläge hast, hinterlasse im Blog doch bitte einfach einen Kommentar. Mehr Informationen findest Du – stets aktualisiert – hier:
kongressgeschlechterkritikhannover.blogsport.de.
Die folgenden Vorträge und Workshops stehen schon – herzlichen Dank an die Referent_innen für die Zusagen:
Eske Wollrad: Intersektionalität/Queer Verbindungen zwischen Sexismus, Rassismus und Ableism
Dunja Brill: Unlikely Couples ? Queere Inszenierungsstrategien und maskulinistische Musiksubkulturen
Oliver Lauenstein: Staat, Nation und Geschlecht
Felicita Reuschling: caring for grandfather marx – eine feministische Auseinandersetzung mit dem Arbeits und Subjektbegriff bei Marx und dem Begriff der affektiven Arbeit bei Hardt/Negri
Melanie Gross: Intersektionalität in Widerstandspraxen
Christiane Hutson: Verwobenheit von Heterosexismus, Rassismus und Ableism
Robin Stoller: Kapitalisistische Ökonomie, Staat und bürgerliches Recht. Zur Produktion und Reproduktion von Geschlechterverhältnissen aus marxistisch-feministischer Perspektiv
Silke Chorus: Geschlecht und Ökonomie, Regulationstheorie
Tim Stüttgen: Queer Theory of Colour, Post-Porn Theorie
Warum dieser Kongress?
Wir möchten mit dieser Veranstaltung eine Kritik am vorherrschenden Geschlechterverhältnis deutlich machen und -gemeinsam mit euch- Verschränkungen und Koppelungen mit anderen Herrschaftsmechanismen herausarbeiten. Die eigene Verstrickung, die Reflexion gesellschaftlicher Verhältnisse auf individueller Ebene, die politische Selbst- und Fremdwahrnehmung – all das soll auf dem Kongress einen Raum bekommen.
Wir sehen die unterschiedlichen Strömungen im Feminismus wie queere Ansätze, feministisch-materialistische oder eher differenzfeministische nicht als einander ausschließende Konzepte. Auf unserem Kongress wollen wir versuchen die verschiedenen Ansätze über ihre Entstehungsgeschichte zu verstehen und ausprobieren,sie auf verschiedenen Ebenen anzuwenden. Dabei entstehen im besten Fall Spannungen, die zu Bereicherungen in der Analyse weiterentwickelt werden können.
Weitere Informationen und Positionen von uns als Orga-Gruppe:
www.kongressgeschlechterkritikhannover.blogsport.de
Wir würden uns freuen euch vom 2.12-5.12. 2010 in Hannover im UJZ Korn zu sehen.
Lg das Orga-Team
Lautet der Titel der ZDF Sendung ‚nachtstudio’ am kommenden Sonntag. In der reißerisch formulierten Ankündigung heißt es:
‚Männer können ja gemeinhin alles besser. Und wenn man sie lässt, sind sie selbstverständlich auch die besseren Mütter. Überall sieht man von sich berauschte Väter in der Elternzeit, Männer, die sich für acht Wochen mal “den Luxus gönnen”, wie der “Spiegel” schrieb, an der Wickelfront so richtig auf- und abzuräumen.
Spätestens mit Einführung des Elterngeldes gibt es ihn, den neuen Vater, die Geburt des Überpapis, der seine innere Glucke neu zu entdecken scheint. Gern genommen von den Verlagen: Die Erlebnis- und Erfahrungslektüre zahlreicher harmoniesüchtiger und durch und durch emotionalisierter neuer Väter, die die neue Kuschelgemeinschaft für sich entdeckt haben, oder auch nicht, wenn Katastrophenalarm und Versagensängste bei dauerhaftem Einsatz auf der Tagesordnung stehen. Vorbei offenbar die Zeiten des fuck and run, als Väter nach vollzogener ehelicher Pflicht eher als Nestflüchter denn als Nestgestalter galten.
Doch jetzt ist er zu Haus, der neue Vater. Diesem modernen Typus von Mann widmet sich sogar eine eigene Forschungseinrichtung, die Väterforschung, die ihm eine außerordentliche Feinfühligkeit beim Spielen mit seinen Kindern bescheinigt und die einzigartige Weise bejubelt, wie diese Väter ihre Kinder fördern.
Antworten auf diese Fragen sucht Volker Panzer mit seinen Gästen
im ZDF – “nachtstudio” am 5. September
Wie
uns die Geschichte lehrt, waren einer der grössten Steine im Weg der
Frauenbefreiung nicht nur die klassischen "konservativen Patriarchen", sondern
auch "fortschrittliche RevolutionärInnen", welche sich schlicht weigerten, die
Frauenunterdrückung als tatsächliches Problem anzuerkennen, sondern im
Gegenteil "die Frauenfrage" regelmässig als blossen "Nebenwiderspruch" zum
"Hauptwiderspruch der Klassenfrage" herabwürdigten. [1]
[1] Die Begriffe "Haupt- und Nebenwiderspruch" im heutigen Gebrauch stammen ursprünglich aus der marxistischen Terminologie und waren vor 1989 "im Osten" wie "im Westen" gleichermassen im Schwange (wie auch in der Kritik, und sind zum Teil auch heute noch Thema). Übrigens wehren sich auch Schwule seit längerem dagegen, innerhalb der Linken zum "Nebenwiderspruch" degradiert zu werden (eins / zwei).
Die über ein Jahrhundert gängige Reaktion dieser "progressiven PatriarchInnen", wann immer Frauen sich gegen ihnen angetanes Unrecht wehrten, lautete sinngemäss:
"Nun gehabt euch mal nicht so, Mädels, kämpft lieber mit uns für die Überwindung des Kapitalismus, nach der Revolution erledigt sich die Frauenfrage dann von selbst."
Was viele Frauen selbstredend alles andere als Klasse fanden.
Doch erst die sog. "Zweite Welle des Feminismus" [2] machte irgendwann nach 1968 diesen "progressiven PatriarchInnen" definitiv den Garaus. (Oder zumindest würde sich heute so ziemlich keiner von ihnen mehr getrauen, Frauen öffentlich mit Sprüchen à la dem obigen zu kommen – ansonsten er/sie wohl ziemlich schnell Deckung suchen müsste ...)
Leider war dies aber nicht das Ende der vereinnahmenden Praxis des "Zum-Nebenwiderspruch-Degradierens" an und für sich.
Seit Jahr und Tag müssen sich nämlich z.B. Zwitter und solidarische Nichtzwitter in ihrem Kampf gegen die Genitalverstümmelungen in Kinderkliniken von Seiten von Trans- und Gender"progressiven" sinngemäss genau den gleichen blöden Spruch anhören:
"Na Kinders, nun gehabt Euch mal nicht so, kämpft lieber mit uns für die Überwindung des Zweigeschlechtersystems / gegen den Personenstandseintrag / für die Dekonstruktion von Geschlecht, danach erledigen sich dann die Zwangsoperationen von selbst." [3]
Wieviele Zwitterkinder bis dahin noch verstümmelt werden, geht diesen selbsternannten "Progressiven" offensichtlich am Arsch vorbei (schliesslich geht's ja nicht um ihre eigenen Genitalien).
Und wie die "progressiven PatriarchInnen" vor ihnen, werden's auch wohl die heutigen leider freiwillig und von sich aus kaum je lernen ... [4]
[2] Tragischerweise waren es genau Exponentinnen der 2. Welle wie
-->
Kate Millet und Alice Schwarzer und ihre NachfolgerInnen, die John Money
und seine
Gendertheorie bis heute hypen, ohne je zu hinterfragen, dass das Blut
ungezählter zwangsoperierter Zwitter daran klebt.
[3] Auch wenn der Spruch selten so konkret und platt ausgesprochen wird, ist er letztlich jedesmal drin, wo Zwitter im politischen oder wissenschaftlichen Diskurs als blosses Anhängsel zur "Lösung der Genderfrage" behandelt werden, ohne dass gleichzeitig eine konkrete Praxis gegen die Genitalverstümmelungen und sonstigen medizynischen Zwangsbehandlungen entwickelt wird. Aktuelle Beispiele, die gleichzeitig illustrieren, dass Zwitter und Organisationen ebenfalls nicht per se frei davon sind: Der "Genderkongress" "Das flexible Geschlecht" 28.-30.10.10 (--> "Forum 9: Zweisame Demokratie?"), aber auch die Stellungnahme von IVIM/OII zu Caster Semenya.
[4] Immerhin wird die Problematik von politikbewussten Zwittern mittlerweile namentlich kritisiert. So beginnt z.B. kwhals aktuelle Signatur im Hermaphroditforum: "Ich möchte nicht als Nebenwiderspruch von jemandes Theorie gesehen werden [...]"
Siehe auch:
-
Von der Frauenbewegung lernen (1): Audre Lorde
-
Warum Zwitterforderungen, worin zu oberst nicht die schnellstmögliche
Beendigung der Zwangsoperationen steht, keine Zwitterforderungen sind, sondern
Vereinnahmung
-
"Transgenderfraktion" vs. "Menschenrechtsfraktion"
-
Warum Nicht-Biozwitter allesamt privilegiert sind
-
Warum nicht alle Bio-Zwitter gleich nicht-privilegiert sind
-
Zwitter-Vereinnahmung im Bundestag: Business as usual (II)
-
Zwitter und progressive LGBTs gegen Vereinnahmung
Die schwedischen Grrrls von Beyond Pink bringen eine deftige Portion Punk mit:
Beyond Pink sind zu Hause beim Label Emancypunx, welches eine Reihe an feministischen Riot Grrrl und Hardcore Frauen-Punkbands unter Vertrag hat. Wer die Mädels live erleben will, kommt am nächsten Samstag, den 4. September, in die Köpi nach Berlin.
Der Väteraufbruch für Kinder (VAfK) sich mit einer ungewöhnlichen Idee in die Diskussionen um das neu zu schaffende Gesetz zum Sorgerecht eingeschaltet. Dem Nachrichtenmagazin FOCUS zufolge fordert der Verein Väteraufbruch für Kinder, bei Konflikten zwischen den Eltern einen so genannten Kooperationsmanager einzusetzen. Diese Person solle mit gleichen Rechten ausgestattet sein wie Eltern, also auch das Sorgerecht erhalten.
Bundesvorstand Rainer Sonnenberger sagte FOCUS: „Wir halten dies für eine demokratische Lösung, denn die Eltern müssten dann zusammen mit dem Kooperationsmanager agieren. In Streitfällen könnte der Dritte eine schnelle Entscheidung herbeiführen.“ Als Schlichter sollen seiner Ansicht nach Familienpsychologen oder Mediatoren fungieren, die per Gerichtsbeschluss ein zeitlich befristetes Sorgerecht für ein Trennungskind erhielten.
Ich bin auf Details zu diesem Vorschlag gespannt.
… Kristina Schröder. Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man bei einem Besuch der Seite Christina Schröders schon fast lachen. Die Schlagwörter.Box hatten wir ja hier schon einmal, jetzt neu „der Politikbrief“. Schon nach der Anrede sollte mensch eigentlich aufhören diese Ministerin ernst zu nehmen.
Der Brief beginnt mit:
Liebe Abonnenten,
Ok, Frauen sollen sich ja eh nicht für Politikbriefe interessieren, sondern lieber Nachwuchs gebären, vor allem wenn sie deutsche Akademikerinnen sind, denn Frau Schröder liebt deutsche Kinder aus gutem Hause.
Wenn man dann wissen will was unsere Frau Schröder sonst so für ihr Geld tut, findet man sich sofort in der schönen Welt der Heteronormativität wieder, mit allen alten Rollenbildern inklusive.
Im Familienministerium habe ich im Juli das Modellprogramm „Mehr Männer in Kitas“ ins Leben gerufen. Der Männeranteil beträgt nur 2,4 Prozent. Hinzu kommt, dass Kinder in vielen Familien zum Teil ganz ohne Vater aufwachsen oder sich der Vater kaum an der Kindererziehung beteiligt. Das führt dazu, dass männliche Rollenvorbilder fehlen. Und das wirkt sich – besonders bei Jungs – negativ auf das Bindungs-, Aggressions- und Gewaltverhalten sowie auf die Bildungschancen aus.
Mädchen hingegen brauchen keine Väter oder Männer, die sind ja eh nicht aggressiv oder gewaltbereit, sondern trainieren lieber mit der Puppe unter Arm ihre zukünftige Rolle als Mami. Liebe Welt versteh doch endlich Männer und Frauen sind anders, schon von Geburt an.
Heutzutage sind ja eher die kleinen Jungs benachteiligt. Voran das wohl liegt? Vielleicht an einem antiquitierten Männlichkeitsideal? Nein, ganz und garnicht es liegt eher an Schmetterlingen und fehlenden Ritterburgen.
Auch was die Unterrichtsmaterialien betrifft, müssen Jungen stärker berücksichtigt werden: Die meisten Eltern sagen, dass sich ihre Söhne nun mal eher für Fußball oder Ritterburgen interessieren. Ich möchte, dass Lehrkräfte auch ganz gezielt typische Jungs-Themen ansprechen. Achten sie doch mal darauf, wenn Sie demnächst an einer Kita vorbeikommen: Dort hängen meist gebastelte Schmetterlinge, Blumen und Prinzessinnen im Fenster – und eben keine Feuerwehrautos und Raketen!
Ist das wirklich ihr ernst Frau Schröder? Es sind doch genau diese Rollen, die Jungs zu frechen Buben werden lassen und die Mädchen zu strebsamen, braven Schülerinnen. Die einzige Lösung dieses Problem liegt in einer Erziehung jenseits von Geschlechterstereotypen.
Naja Frau Dr. Schröder, an Ihnen scheint wohl die kritische und emazipatorische Lehre abgeprallt zu sein, oder vielleicht haben sie auch nur die ein oder andere Vorlesung geschwänzt um in die Kirche zu gehen und ein paar „Vater Unser“ zu summen. Denn die Ziele unserer Super-Ministerin sind:
christliche Werte. Unsere Gesellschaft ist wesentlich vom Christentum geprägt. Für mich ist es ein wichtiger Anker für Werte und der christliche Glaube ein großer Schatz.
Na dann, auf eine weitere Folge „Warum mich diese Frau fertig macht!“
… Christina Schröder. Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man bei einem Besuch der Seite Christina Schröders schon fast lachen. Die Schlagwörter.Box hatten wir ja hier schon einmal, jetzt neu „der Politikbrief“. Schon nach der Anrede hat sollte mensch eigentlich aufhören diese Ministerin ernst zu nehmen.
Der Brief beginnt mit:
Liebe Abonnenten,
Ok, Frauen sollen sich ja eh nicht für Politikbriefe interessieren, sondern lieber Nachwuchs gebären, vor allem wenn sie deutsche Akademikerinnen sind, denn Frau Schröder liebt deutsche Kinder aus gutem Hause.
Wenn man dann wissen will was unsere Frau Schröder sonst so für ihr Geld tut, findet man sich sofort in der schönen Welt der Heteronormativität wieder, mit allen alten Rollenbildern inklusive.
Im Familienministerium habe ich im Juli das Modellprogramm „Mehr Männer in Kitas“ ins Leben gerufen. Der Männeranteil beträgt nur 2,4 Prozent. Hinzu kommt, dass Kinder in vielen Familien zum Teil ganz ohne Vater aufwachsen oder sich der Vater kaum an der Kindererziehung beteiligt. Das führt dazu, dass männliche Rollenvorbilder fehlen. Und das wirkt sich – besonders bei Jungs – negativ auf das Bindungs-, Aggressions- und Gewaltverhalten sowie auf die Bildungschancen aus.
Mädchen hingegen brauchen keine Väter oder Männer, die sind ja eh nicht aggressiv oder gewaltbereit, sondern trainieren lieber mit der Puppe unter Arm ihre zukünftige Rolle als Mami. Liebe Welt versteh doch endlich Männer und Frauen sind anders, schon von Geburt an.
Heutzutage sind ja eher die kleinen Jungs benachteiligt. Voran das wohl liegt? Vielleicht an einem antiquitierten Männlichkeitsideal? Nein, ganz und garnicht es liegt eher an Schmetterlingen und fehlenden Ritterburgen.
Auch was die Unterrichtsmaterialien betrifft, müssen Jungen stärker berücksichtigt werden: Die meisten Eltern sagen, dass sich ihre Söhne nun mal eher für Fußball oder Ritterburgen interessieren. Ich möchte, dass Lehrkräfte auch ganz gezielt typische Jungs-Themen ansprechen. Achten sie doch mal darauf, wenn Sie demnächst an einer Kita vorbeikommen: Dort hängen meist gebastelte Schmetterlinge, Blumen und Prinzessinnen im Fenster – und eben keine Feuerwehrautos und Raketen!
Ist das wirklich ihr ernst Frau Schröder? Es sind doch genau diese Rollen, die Jungs zu frechen Buben werden lassen und die Mädchen zu strebsamen, braven Schülerinnen. Die einzige Lösung dieses Problem liegt in einer Erziehung jenseits von Geschlechterstereotypen.
Naja Frau Dr.Schröder, an ihnen scheint wohl die kritische und emazipatorische Lehre abgeprallt zu sein, oder vielleicht haben sie auch nur die ein oder andere Vorlesung geschwänzt um in die Kirche zu gehen und ein paar „Vater Unser“ zu summen. Denn die Ziele unserer Super-Ministerin sind:
christliche Werte. Unsere Gesellschaft ist wesentlich vom Christentum geprägt. Für mich ist es ein wichtiger Anker für Werte und der christliche Glaube ein großer Schatz.
Na dann, auf eine weiter Folge „Warum mich diese Frau fertig macht!“
Zwar ist es gleichgeschlechtlichen Partner_innen endlich erlaubt in Argentinien zu heiraten, in Sachen Reproduktive Rechten scheint sich aber nichts zu bewegen. Wie Sarah Diel die auf dem Blog des European ProChoice Networks berichtet sind illegale Abtreibung immernoch die Haupttodesursache für schwangere Frauen.
In 2008, more than 20 percent of deaths resulting from obstetric emergencies were caused by unsafe abortions, according to a report issued by Human Rights Watch.
Die neue Präsidentin de Kirchner scheint vor dieser Tatsache aber konsequent die Augen zu verschließen und nimmt somit den Tod dieser Frauen in Kauf.
There had been some hope about President Fernandez de Kirchner’s position on abortion because she’s a women. But she has firmly stated on numerous occasions that she has “always been against abortion.
Die fehlende Sexualaufklärung gemischt mit dem Abtreibungsverbot wird für viele Frauen und Mädchen zu einem tödlichen Trunk.
Official figures estimate that 40 percent of pregnancies (500,000) per year end in illegal abortions. Each year about 68,000 women enter public hospitals due to complications from unsafe abortions, and about 100 of those women will die.
Beschwerden wie immer an die katholische Kirche.
The Catholic Church has enormous influence in Argentina, where 91 percent of the population is Catholic, and it opposes not only abortion but birth control and sex education, keeping the laws on the books from being enforced.
Sehr schön noch die abschließenden Worte:
I’ve often heard anti-choice mourning about the prevented birth of another Einstein or Gandhi. But what about the loss of a talented woman who dies from an illegal abortion? Or what happens to a young woman who can’t continue her education due to an unplanned pregnancy and is doomed to a life of poverty or trapped in a violent relationship because she’s economically dependent on a man? How many of these women could have been president (albeit with better politics than Fernandez), doctors, ministers of health, teachers, composers or scientists? Of course they couldn’t have been priests, but that’s another issue.
The Catholic Church, President Fernandez and anti-choice activists everywhere don’t want to hear about a woman’s life and potential. It’s only the fetus they imbue with a future.
Zwar ist es gleichgeschlechtlichen Partner_innen endlich erlaubt in Argentinien zu heiraten, in Sachen Reproduktive Rechten scheint sich aber nichts zu bewegen. Wie Sarah Diel die auf dem Blog des European ProChoice Networks berichtet sind illegale Abtreibung immernoch die Haupttodesursache für schwangere Frauen.
In 2008, more than 20 percent of deaths resulting from obstetric emergencies were caused by unsafe abortions, according to a report issued by Human Rights Watch.
Die neue Präsidentin de Kirchner scheint vor dieser Tatsache aber konsequent die Augen zu verschließen und nimmt somit den Tod dieser Frauen in Kauf.
There had been some hope about President Fernandez de Kirchner’s position on abortion because she’s a women. But she has firmly stated on numerous occasions that she has “always been against abortion.
Die fehlende Sexualaufklärung gemischt mit dem Abtreibungsverbot wird für viele Frauen und Mädchen zu einem tödlichen Trunk.
Official figures estimate that 40 percent of pregnancies (500,000) per year end in illegal abortions. Each year about 68,000 women enter public hospitals due to complications from unsafe abortions, and about 100 of those women will die.
Beschwerden wie immer an die katholische Kirche.
The Catholic Church has enormous influence in Argentina, where 91 percent of the population is Catholic, and it opposes not only abortion but birth control and sex education, keeping the laws on the books from being enforced.
Sehr schön noch die abschließenden Worte:
I’ve often heard anti-choice mourning about the prevented birth of another Einstein or Gandhi. But what about the loss of a talented woman who dies from an illegal abortion? Or what happens to a young woman who can’t continue her education due to an unplanned pregnancy and is doomed to a life of poverty or trapped in a violent relationship because she’s economically dependent on a man? How many of these women could have been president (albeit with better politics than Fernandez), doctors, ministers of health, teachers, composers or scientists? Of course they couldn’t have been priests, but that’s another issue.
The Catholic Church, President Fernandez and anti-choice activists everywhere don’t want to hear about a woman’s life and potential. It’s only the fetus they imbue with a future.
Wie Amnesty International berichtet wird ein Verfahren gegen neun Frauen eingestellt, welche einem neunjährigen Vergewaltigungsopfer zu einer legalen Abtreibung verholfen hatten.
Am 28. April 2010 erhielten die neun Frauenrechtsaktivistinnen Ana Maria Pizarro, Juanita Jiménez, Lorna Norori, Luisa Molina Arguello, Marta María Blandón, Martha Mungia, Mayra Sirias, Violeta Delgado and Yamileth Mejía die offizielle Benachrichtigung, dass nach zweieinhalb Jahren das Verfahren gegen sie endgültig eingestellt wurde. Sie waren angezeigt worden, weil sie 2003 einem vergewaltigten neunjährigen Mädchen zu einem legalen Schwangerschaftsabbruch verholfen hatten.
Nicaragua hat seit 2006 eines der striktesten Abtreibungsgesetze weltweit. Abtreibung sind in keinem Fall erlaubt. Zurückzuführen ist diese Menschenrechtsverletzung auf Daniel Ortega und dessen Frau Rosario Murillo, beide erhofften sich, durch die Propagierung eines Totalverbots, die Unterstützung der katholischen Kirche, in den darauffolgenden Wahlen zu erhalten. Am 26.10.2006 wurde das neue Abtreibungsgesetz schließlich, mit 28 Stimmen der sandinistischen Partei FSLN, im Parlament verabschiedet.
Wie man am Beispiel der krebskranken und schwangeren Amalia sah, der eine lebensrettende Behandlung untersagt wurde, da die Ärzte fürchteten den Fötus zu beschädigen und angezeigt zu werden, bedeutet diese Gesetz für viele Frauen ein Todesurteil.
Wie Amnesty International berichtet wird ein Verfahren gegen neun Frauen eingestellt, welche einem neunjährigen Vergewaltigungsopfer zu einer legalen Abtreibung verholfen hatten.
Am 28. April 2010 erhielten die neun Frauenrechtsaktivistinnen Ana Maria Pizarro, Juanita Jiménez, Lorna Norori, Luisa Molina Arguello, Marta María Blandón, Martha Mungia, Mayra Sirias, Violeta Delgado and Yamileth Mejía die offizielle Benachrichtigung, dass nach zweieinhalb Jahren das Verfahren gegen sie endgültig eingestellt wurde. Sie waren angezeigt worden, weil sie 2003 einem vergewaltigten neunjährigen Mädchen zu einem legalen Schwangerschaftsabbruch verholfen hatten.
Nicaragua hat seit 2006 eines der striktesten Abtreibungsgesetze weltweit. Abtreibung sind in keinem Fall erlaubt. Zurückzuführen ist diese Menschenrechtsverletzung auf Daniel Ortega und dessen Frau Rosario Murillo, beide erhofften sich, durch die Propagierung eines Totalverbots, die Unterstützung der katholischen Kirche, in den darauffolgenden Wahlen zu erhalten. Am 26.10.2006 wurde das neue Abtreibungsgesetz schließlich, mit 28 Stimmen der sandinistischen Partei FSLN, im Parlament verabschiedet.
Wie man am Beispiel der krebskranken und schwangeren Amalia sah, der eine lebensrettende Behandlung untersagt wurde, da die Ärzte fürchteten den Fötus zu beschädigen und angezeigt zu werden, bedeutet diese Gesetz für viele Frauen ein Todesurteil.
Einen kritischen Blick auf die Errungenschaft Pille werfen Bettina Enzenhofer und Irmi Wutscher in an.schläge, hier über linksnet verlinkt.
Beim Missy Magazine gibt es seit der aktuellen Ausgabe eine neue Rubrik: Inspiriert von der New Yorker Künstlerin Miranda July, sind die LeserInnen aufgefordert in “Bake a Cake, Build a Bomb”, selber aktiv kreativ zu werden und vielleicht einen der tollen Preise zu gewinnen. Worum es dieses Mal geht, lest ihr hier.
Außerdem bloggt diesen Monat Modebloggerin Mary Scherpe von StilinBerlin bei Missy. Dabei wird nicht nur Fashion bebildert sondern auch leckere Sachen, mit denen das Outfit bekleckert werden kann.

So sieht "Sonntags" bei Missy-Gastbloggerin Mary Scherpe aus
Girls can blog weist auf die Online Petition der Reporter ohne Grenzen zur Freilassung der iranischen Bloggerin Shiva Nazar Ahari hin.
Bloggen Frauen anders? Dieser mittlerweile häufiger kursierenden Frage geht Antje Schrupp mal von einer anderen Seite auf den Grund. Anders als wer?
Im Heimathafen Neukölln stehen am Donnerstag, 3. September, prügelnde und boxende Mädchen im Mittelpunkt des Theaterstücks “Sisters” und der anschließenden Podiumsdiskussion – mit Mädchen-Boxen und Mädchen-Rap.
Auch am Donnerstag, dem 3. September, rocken unter anderem Frau Kraushaar und DJ Patex das Ladyfest in Darmstadt. Unter dem Motto “Pretty Girls Play Faves” darf im Weststadtcafé gefeiert werden.
Und vor den Terminen noch ein Blogtipp: Sie kam und blieb - unter dem Namen bloggt seit einigen Wochen ein feministisches Kollektiv aus Bern über die linke, feministische und queere Szene. Einfach mal vorbei gucken.
Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid.
Wie
verschiedenen Medien zu entnehmen ist (u.a. >>>
SR DRS, >>> Zürcher Unterländer,
>>> Katholische
Internationale Presseagentur, >>> 20 Minuten)
begrüsste am 25.8.10 auch die schweizer Regierung offiziell die aktuelle
Parlamentarische Initiative "Verbot
von Sexuellen Verstümmelungen" von Nationalrätin Ruth Bernasconi (SP) zur
Schaffung eines eigenen Straftatbestandes gegen weibliche Genitalverstümmelung,
welche zuvor bereits die
Rechtskommission des Nationalrates zur Annahme empfohlen hatte.
Dies in erster Linie, um "ein politisches Zeichen" zu setzen. Strafrechtlich bestünde laut dem Bundesrat eigentlich kein Handlungsbedarf, denn es "seien bereits heute sämtliche Formen von Verletzung weiblicher Genitalien strafbar". (Eine interessante Stellungnahme zu diesem Aspekt gibts übrigens von der >>> Taskforce FGM anlässlich der parallel laufenden gesetzgeberischen Diskussion in Deutschland.) Immerhin hält der CH-Bundesrat weiter fest, "das Strafrecht [könne] nicht das einzige Mittel sein, um vor Verstümmelungen zu schützen. Es brauche auch Aufklärungskampagnen."
Soweit, so gut.
Nur bei den Zwittern will anscheinend auch der Bundesrat weiter tatenlos zuschauen, wie in der Schweiz JEDE WOCHE mindestens 1 Kind irreversibel genitalverstümmelt wird ...
(In Österreich wird zudem JEDE WOCHE mindestens 1 weiteres verstümmelt, plus in Deutschland zusätzlich nochmals JEDEN TAG mindestens 1 weiteres.)
Siehe auch:
-
Schweiz: Weibliche Genitalverstümmelung soll absolut verboten werden - ausser
bei 'westlichen Formen' (und an Zwittern) ...
-
Schweiz: Amnesty International und Terre des Femmes fordern Strafbarkeit von
Genitalverstümmelung auch bei Zwittern
-
"Zwangsoperationen an Zwittern = Genitalverstümmelung Typ IV"
-
Bundestag: "Weibliche Genitalverstümmelung ahnden" - aber die Zwitter
verstümmelt nur ruhig weiter ...
-
Internationaler Tag gegen Mädchenbeschneidung (aber die Zwitter operiert nur
ruhig weiter, sind ja keine Frauen, äh, Menschen ...)
-
Bundesärztekammer gegen genitale "Zwangsoperationen" – natürlich nur bei
"Mädchen und Frauen" ...
- Intersexuelle
enttäuscht von Ethikrat: "Kein Handlungsbedarf" bei
Genitalverstümmelung?
-
Genitalverstümmelungen in der Kinder- und Jugendmedizyn
Offensichtlich
brachte der Start von
Mokgadi Caster Semenya am letzten Sonntag in Berlin das Thema wieder
vermehrt ins öffentliche Interesse – das eine oder andere "übliche"
Fettnäpfchen inklusive:
>>> Freigeisterhaus >>> Brigitte Young Miss
Kommentar: Bemerkenswert, wie anscheinend auch unter "Normalos" bei diesem Thema mittlerweile relativ schnell nicht nur der Aspekt der genitalen Zwangsoperationen an sich, sondern gleichzeitig auch deren Fragwürdigkeit in die Diskussion Einzug halten.
Anscheinend waren die Bemühungen der letzten 14 Jahre zur Beendigung des Tabus um die an Zwittern systematisch begangenen medizynischen Verbrechen nicht ganz wirkungslos ...
Meine 2 Cent: Wenn erstmal mindestens 50% der Menschen auf der Strasse Bescheid wissen, was in "unseren" Kinderkliniken genau vor sich geht, sind die Tage der GenitalabschneiderInnen gezählt.
Siehe auch:
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Caster Semenya startet am Sonntag in Berlin – IOC und IAAF unterstützen
GenitalverstümmlerInnen (XXIV)
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Genitalverstümmler und Zwangsoperateure in Baden-Württemberg
-
Lübeck: Klinikdirektor propagiert genitale Zwangsoperationen an
Kindern
-
Göttingen / Lübeck: Direktor Rolf-Hermann Ringert und Oberarzt Dominique Finas
propagieren genitale Zwangsoperationen an Zwittern
-
Kinderspital Zürich: Genitale Zwangsoperationen angeblich nur "ganz
selten"
- Zürcher Kinderspital propagiert
Zwangskastrationen an Kindern
-
Genitale Zwangsoperationen im Inselspital Bern
-
Kosmetische Genitaloperationen im Kinderspital Luzern
-
"EuroDSD"-Chef Olaf Hiort: "Intersexuelle" nur ein Bruchteil aller
chirurgischen Genitalverstümmelungen in deutschen Kinderkliniken

Bild über Daily Kos - Draufklicken zur Großansicht
Eine Anzeige für summer’s eve erklärt im Women’s Day Magazine worauf frau achten sollte, wenn sie eine Gehaltserhöhung will. Das Wichtigste:

Bild über Daily Kos
Ja liebe Ladies, für die berufliche Karriere ist ein frisch duftender Intimbereich das A und O (via twitter.com/ju_les).

Christian Naujoks gestern abend in Berlin.
*in dieser Folge kommen rassistische Wörter vor*
Queers im Urlaub – das ergibt natürlich ein halbsoziologisches Projekt. Wir sind relativ frisch wieder aus Polen zurück, haben uns kaum erholt und müssen sofort erzählen. Über schlimme Nachbarn, Familienzelte, Kommunikationsbarrieren, Ostseesteine und Umgang mit wenig Privatsphäre. Ein kleiner Exkurs Richtung Tourismus – wir als Tourist_Innen und wir als Objekte des Tourismus – darf nicht fehlen und auch das Ewige Thema “nichtnormative Gender auf Toilettensuche” bekommt seinen Platz.
Download (mp3, 86,8 MB)
Musik: Usta – Bańka mydlana (update)
Suchtipp: Tom Boxer feat. Antonia – Morena (mit Video aber!)
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Vom 11. bis 15. Oktober 2010 lädt die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) interessierte Schülerinnen zur dritten Ferienhochschule ein. Unter dem Motto „Frauen und Technik – das passt zusammen!“ finden Mädchen in den Herbstferien heraus, wie spannend technische und naturwissenschaftliche Studiengänge an der HTWK Leipzig sein können. In Einführungsveranstaltungen, einer Campusführung oder eigenen Versuchen schnuppern Schülerinnen der zehnten bis zwölften Klassen in den Studienalltag hinein. Die Ferienhochschule soll Studieninteressierten bei der Entscheidung für ein Studienfach unterstützen und ihnen zeigen, dass Ingenieurberufe keine Männerdomäne sind. Ab ersten September 2010 können sich Interessenten bei der HTWK Leipzig anmelden.
Lady Gaga, Beth Ditto, M.I.A und natürlich Madonna – Popmusik scheint in weiblicher Hand. Doch können Frauen im Musikbusiness wirklich mitreden? Das amerikanische National Public Radio hat über 700 Musikerinnen gebeten, einen Bogen mit 18 Fragen zu ihrer Situation auszufüllen.
“a female musician needs to rely on her sexual power more heavily than she needs to rely on her musical ability – I’d say those factors are reversed for a male musician” Libbie Schrader, 30, aus New York
Das ist der Unterschied zwischen einer Musikerin und einem Musiker. Besser gesagt, es ist ein Unterschied. Die Studie “Hey Ladies. Being a Woman today”, die der öffentlich-rechtliche Hörfunk der USA, National Public Radio, gerade veröffentlicht hat, zeigt noch andere Situationen, in denen einer Musikerin bewusst wird, dass sie weiblich ist. Und vor allem dann, wenn alle um sie herum männlich sind, merkt sie oft, dass weiblich häufig gleichzusetzen ist mit benachteiligt.
“Being a female college conductor is a lonely place. Almost all successful conductors I know are men, and many universities buy into the stigma that if they want a “high class” music program, they need a tall, distinguished looking gentleman in a tux to lead their ensembles. Unfortunately, the general public still sees women as directors of children’s choirs or amateur volunteer groups only.” Abby Musgrove, 31, aus Illinois
“I still find it difficult, though, making initial contacts with (almost always) male club owners and bookers. The sexism that’s inherent in these unequal negotiation situations always seeps through.” Christiana Drapkin, 50, aus Maryland
“Things as simple as outsiders looking to John when asking a question (even though he and I were equal partners in the band, splitting songwriting and all other duties right down the middle) — those were indicative of disparate treatment. ” Laura Burhenn, 29, aus Nebraska
Die gute Nachricht ist: Früher war es für eine Frau noch anstrengender, als Musikerin zu arbeiten. Besonders, wenn sie Ambitionen als Instrumentalistin hatte. Heute gibt es immer noch sehr viele Sängerinnen, daneben sind aber auch Frauen, die Bass, Gitarre oder Schlagzeug spielen, Musik produzieren oder komponieren. Dabei ist auch das Selbstverständnis des Berufes “Musikerin” gewachsen.
“Back in the late 80′s early 90′s we would walk into the club with the other people in the band and it was assumed by the people who worked there that we were either “just the girlfriends” or “groupies” and some comment would be made at some point that alerted us to that. Also any technical opinions we might have had were sometimes dismissed by people who did not know us. I think it is a lot better these days, it seems like it is far less unusual for there to be women in punk rock bands and bands in general now. When I tell people I am in a band now, I still do occasionally get immediately asked if i am the singer. People assume that if you are a woman, you are going to be that one.” Laura Balance, 42, aus North-Carolina
“Women don’t have the same doubts and fears that were there in my generation, they’re educated (thanks to programs at the university level which are now available, because of teachers like me who developed them), and many more are playing sax, drums, trumpet (Ingrid Jensen is a great role model) and the traditionally male instruments.” Judy Niemack, 56, aus Berlin
“women over the last century had to be more serious in order to be recognized, and we may not be quite as intense as those who came before us, because we haven’t had to be. I get to ride on the shoulders of jazz pianist Mary Lou Williams, bassist Carol Kaye, and film composer Shirley Walker, in the same way that the feminists who came before me allow me to be more relaxed about my right to equality and self-determinism” Lili Haydn, Ende 30, aus Kalifornien
Wer möchte, dass die Gleichberechtigung künftig auch im Musikbusiness ein Zuhause findet, darf die Hände nicht in den Schoß legen. Deswegen und damit diese Studie in 25 Jahren noch etwas anders aussehen kann als heute, geben die befragten Musikerinnen Ratschläge.
“Be yourself and try to ignore that you are in a male dominant industry. There is usually a woman around the corner that you can talk to and most of the time they are happy to talk to you.)” Lóa Hlín, 31, aus Island
“get out on the internet. Don’t wait for permission to get your music in front of people. And ASK. Keep asking for what you want until you get it. “No” just means “no for now.” Don’t give up if this is really what you want to do. Be unstoppable.” Alyse Black, 29, aus Texas
“Learn as much as you can, do as much as you can for yourself, wear as many hats as you can, keep your backstage ego in check, and learn how to produce. Be responsible to your art and be the best person you can be.” Lauren Morris, 48, aus Kalifornien
P.S.:
“Gründe mit Freundinnen eine Musikgruppe. Überleg dir eine Antwort auf die “Ausziehen”-Schreie des Publikums. Und behalte beim Soundcheck unbedingt einen kühlen Kopf. Nörgelt der Tontechniker, mach ihn freundlich, aber bestimmt darauf aufmerksam, dass er nur der Mischer im Dunkeln, du aber der Star auf der Bühne bist.” Barbara Streidl, 37, aus München
Dieser Text ist bereits im Bayerischen Rundfunk / Zündfunk erschienen.
Bevor die Newcomerin Ladi6 mit ihrem souligen HipHop nach ausgiebiger Europatour und Berlinaufenthalt wieder nach Neuseeland - dahin, wo sie angeblich schon lange kein Geheimtipp mehr ist - zurückkehrt, spielt sie mit ihrem Projektpartner Parks noch ein lässiges Abschiedskonzert. Wie man sich Musik und Liveshow so vorstellen kann, sieht man gut im Zusammenschnitt ihres Support-Auftritts von Gil-Scott Heron im Maria. Ein bisschen mehr Amanda Blank oder kein cooler Typ hinter den Decks wären zwar ganz nett, soviel korrektes Unterhaltungspotential wie der Tatort bietet das Konzert aber sicher - und fürs Fernsehen ist ja wirklich noch genug Zeit, wenn der Herbst wieder da ist.
Zuckerl:
Um euch von der Couch zu holen, verlosen wir 2 x 2 Gästelistenplätze. Ganz schnell Mail an verlosung at missy-mag.de
Wann & Wo?
29. August 2010, Grillen & Chillen ab 16 Uhr, Konzert ab 20 Uhr
Cassiopeia, Revaler Straße 99, Berlin Friedrichshain
Man darf diese Lebensläufe eigentlich nur mit Vorsicht interpretieren. Für einige liegt nämlich nur wenig biographisches Material vor, das zu einer Begegnung einlädt: Maria Montessori etwa führte kein Tagebuch, hinterließ nur eigene Bücher, neben einigen Aufzeichnungen ihres Sohnes. Dennoch wird wohl niemand dieser Reformpädagogin heute den Platz absprechen wollen, den auch Elke Pilz ihr in einem Buch über „Bedeutende Frauen im 19. Jahrhundert“ einräumt.
„Hilf mir, es selbst zu tun“ lautet das Motto der Montessori-Schulen, die von der Maria Montessori vor mehr als hundert Jahren gegründet wurden. Erschüttert von den Zuständen, die sie in einem Heim für geisteskranke Kinder gesehen hatte, beschloss die junge Italienerin, sich beruflich um die Pflege und Erziehung so genannter schwachsinniger Kinder zu kümmern. Ihrer Überzeugung nach war der desolate Zustand der „Idioten“ hauptsächlich ein pädagogisches Problem, das man mit behutsamer und gezielter Förderung positiv beeinflussen konnte.
Montessoris Ansatz kam einer Revolution in Pädagogik und Kinderpflege gleich: Im ausgehenden 19. Jahrhundert wurden geistig oder körperlich eingeschränkte Kinder nicht gefördert, sondern im günstigsten Falle in Heimen und Kliniken verwahrt. Maria Montessoris Laufbahn als mutige und erfolgreiche Ärztin und Pädagogin ist exemplarisch für viele Frauen, die im 19. Jahrhundert in Männerdomänen vordrangen – und als Schriftstellerinnen, Musikerinnen, Ärztinnen, bildende Künstlerinnen oder Forscherinnen wirkten. Das 19. Jahrhundert markiert den Aufbruch in die Moderne, mit wegweisenden Innovationen in Wissenschaft und Technik und einem neuen, kühneren Umgang mit den Künsten.
Auch die Rolle der Frau veränderte sich, wenn auch langsam, denn – und das hat sich bis heute ja nicht grundlegend geändert – Frauen gehörten nach traditionellem Verständnis ins Haus, an den Herd und an die Wiege. Höhere Schulbildung für Mädchen war mehr als rar. Und auch wenn in Italien das Frauenstudium ab ca. 1850 erlaubt war, war die Medizinstudentin Maria Montessori eine Ausnahme. Frühe Frauenrechtlerinnen wie die Pädagogin Betty Gleim, die schon 1806 gleiche Bildung für Mädchen und Jungen forderte, trugen wie die libertinären Schriftstellerinnen Malwida von Meysenburg, George Sand und George Eliot dazu bei, dass Frauen allmählich selbstbewusster wurden und sich mit ihren Werken und Ideen an die Öffentlichkeit wagten.
Künstlernamen wie George Sand und George Eliot verweisen allerdings auf einen aus heutiger Sicht schwer zu begreifenden, damals notwendigen „Trick“: die Verheimlichung weiblicher Urheberschaft, damit Werke überhaupt gedruckt werden konnten. Dies ist nur ein Beispiel für die vielfältigen Hindernisse, denen weibliches Emanzipationsstreben ausgesetzt war. In vielen Bereichen führten dieses erst im 20. und 21. Jahrhundert dann auch ins Ziel.
Und dennoch: Künstlerinnen und Autorinnen der damaligen Zeit nahmen die spätere Frauenbewegung vorweg, auch wenn vor 200 Jahren von Feminismus noch keine Rede war.- das jedenfalls ist der Tenor des lesenswerten Buches, das die Soziologin und Psychotherapeutin Elke Pilz herausgegeben hat. Der Essayband entstand im Rahmen eines Forschungsprojekts des Instituts für Tiefenpsychologie, Gruppendynamik und Gruppentherapie Berlin – dementsprechend wissenschaftlich sind auch die Texte.
Die Porträts leisten dabei vor allem eins: Sie wecken den Drang, sich mit den Arbeiten und Ideen der elf hier ins Licht gerückten Frauen zu befassen. Man könnte zum Beispiel Annette von Droste-Hülshoffs Novelle “Die Judenbuche” wieder lesen, die man zuletzt vor vielen Jahren im Schulunterricht in Händen hielt. Auch die Bücher von Selma Lagerlöf, Louise Seidlers Gemälde und die nachhaltigen gesellschaftlichen Errungenschaften von Frauen wie Betty Gleim verdienen die (erneute) Beschäftigung mit ihnen.
Vorgestellt werden Betty Gleim, Louise Seidler, Annette von Droste-Hülshoff, George Sand, Elisabeth Barrett-Browning, Malwida von Meysenbug, George Eliot, Ellen Key, Meta von Salis, Selma Lagerlof, Maria Montessori.
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Christina Mohr arbeitet beim Campus Verlag in Frankfurt. Nach Feierabend schreibt sie für das Online-Kulturmagazins satt.org, rezensiert Platten und Bücher, gelegentlich auch für andere Websites wie melodiva.de, titel-magazin.de und Zeitschriften wie Missy Magazine.
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Bildnachweise:
1. Maria Montessori (Bild via Wikipedia)
2. Königshausen & Neumann Verlag, Buchcover.
Vor kurzem habe ich an dieser Stelle über die Studie ‘The New Dad – Exploring Fatherhood Within a Careers Context’ berichtet. Im August Newsletter des Sloan Work and Family Research Network at Boston College äußert sich einer der Autoren der Studie, Brad Harrington, zu den Konsequenzen aus der Untersuchung für weitere Forschungsansätze und für Arbeitgeber.
‚ … What additional research about dads would be useful?
There are so many possible avenues to pursue; it would be tough to nail a few down. We would love to see more exploration of fathers’ experiences with children at different life stages (e.g., school age, teenagers, college students). We would be interested to learn more about single fathers as well as to study the experience of stay-at-home fathers.
They are still a small minority—only about 5% of stay-at-home parents are men in the U.S. But they are an interesting group to study because they can tell us a lot about how men function in caregiving roles. As one of our colleagues says, being an effective caregiver or parent isn’t about gender, it’s about competencies.
… How can workplaces support today’s dads and working families?
… First, recognize how much the equation for families and fathers has changed. Second, promote work-life programs in gender-neutral fashions. Stop making only women the role models for your work-life initiatives. For the culture to change, we need to really send a strong emphatic message that men are 50% of the equation. Finally, provide forums where men and fathers can talk about their work-family challenges.
Men aren’t as good at networking on these issues as women, and they may need a nudge to get the conversation started. But if our experiences interviewing fathers was representative of fathers in general, we found that given the opportunity, men are more than willing to talk about their experiences and learn from others.
Das Land will Karriereberatungsstellen für Studentinnen in MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) an den Fachhochschulen und der Dualen Hochschule in Baden-Württemberg schaffen. Dazu hat das Sozialministerium in Kooperation mit dem Wissenschaftsministerium eine Ausschreibung gestartet. Für diese Vorhaben stehen insgesamt 750.000 Euro jährlich zur Verfügung.
Resturlaub, Lust was zu unternehmen und keine Ahnung was? Auch im September gibt es noch einige feministisch-queere Veranstaltungen zu besuchen:
Anfang September, genauer gesagt vom 3. bis 5. lädt in Köln das Gapfest. Entstanden aus dem Ladyfest 2008 wird es diesmal „queere, antikommerzielle, kunstvolle, humoristische, theortische, handfeste, kulinarische, antinationale, pornografische, feuchtfröhliche, feministische, antisexistische,musikalische, antifaschistische, aktionistische, unerhörte, verrückende, antihomophobe und kontroverse Inhalte” geben. Ob Einsatz gegen Transphobie oder queere Pädagogik – die Workshops, Vorträge und Aufführungen sind bunt gemischt.
Ebenfalls am 3. September ist auch in Darmstadt ladyFEST*-Zeit. Präsentiert vom Missy Magazine treten u.a. Frau Kraushaar und DJ Patex im Westendcafé auf.
Zum achten Mal geht’s in dann Berlin rund – vom 16. bis 19. September lockt das LaD.I.Y.fest mit Konzerten, Filmvorführungen, Workshops und vielem mehr.
Bereits seit 2002 gibt es den Eclectic Tech Carnival bzw. /ETC – Regionalgruppen veranstalten dabei Zusammenkünfte zu Open Source Technologien. Nach Stationen u.a. in Kroatien, El Salvador und Schweden geht es dieses Jahr nach Brüssel. Am 25. und 26. September bringen sich dort interessierte Frauen wieder gegenseitig bei, wie man Webseiten erstellt, Mails verschlüsselt oder einen Rechner zusammenbaut.
Am gleichen Wochenende geht es auch in Schottland, genauer gesagt in Edinburgh, rund. SoapBox heißt die Veranstaltung von Anarcha-Feminist Kollektive und dem Ladyfest. Abtreibung in Irland, Armut, feministische Comedy und vieles mehr stehen auf dem Programm.
Dass wir beim Onlineshoppen oder bei der Internetrecherche spenden können, macht der Anbieter clicks4charity möglich. Man benutzt die Website als Ausgangsbasis für Einkäufe oder die Suche und wählt vorher eine Organisation aus, die Spenden empfangen soll. Noch einfacher funktioniert das Ganze mit der kostenlosen clicks4charity-Toolbar für den eigenen Browser. Die Toolbar ist schnell installiert und schon steht die Spenden-, Such- und Einkaufsleiste jederzeit zur Verfügung.
clicks4charity kooperiert mit Versandhäusern, Reiseveranstaltern, Telekommunikationsunternehmen, Versicherungen und vielen weiteren Anbietern unterschiedlicher Branchen. Um zu spenden, wird man von clicks4charity zu den Seiten dieser Anbieter weitergeleitet. Man kann Bestellungen dort wie gewohnt abschicken. Der Einkauf kostet genauso viel, als wenn man die Spendenmöglichkeiten nicht nutzen würde. Außerdem kann man spenden, indem man die Online-Suche, Preisvergleiche und eBay-Auktionen über clicks4charity nutzt.
Laut Auskunft der clicks4charity GbR mit Sitz in München werden 90 % der Provisionen, die sie einnehmen, an die Hilfsorganisationen weiter geleitet. Mit den restlichen 10% decken sie die laufenden Kosten und entwickeln das Angebot weiter.
Mit dem schlauen Geschäftskonzept von clicks4charity wurde eine vierfache Win-Situation geschaffen.
Katmandu - Rund 2000 Teilnehmer_innen aus dem In- und Ausland marschierten vorgestern bei der ersten Pride Parade in der Geschichte Nepals mit, meldete der Initiator, der Abgeordnete Sunil Babu Pant. Pant führte die Parade auch auf einem Elefanten reitend an. Der britische Botschafter in Katmandu, John Tucknott, nahm an der Parade Teil, US Botschafter Scott DeLisi übermittelte eine Grußbotschaft. Aber auch lokale Politiker_innen nahmen an dem Event Teil, so Nepals erste Transgender Politikerin Bhumika Shrestha, deren purpurfarbener Sari Veränderung symbolisieren sollte.
In einem E-Mail an den amerikanischen Journalisten Rex Wockner schrieb
Pant, der auch ein Reisebüro betreibt: "Dieses Fest soll internationalen Charakter bekommen, den es von
heuer ah hat. Wir hatten ausländische Gäste aus fünfzehn Ländern,
darunter Iniden, Japan, USA, Großbritannien, Dänemark, Frankreich
Norwegen und Australien und wir erwarten uns ab dem nächsten Jahre noch
mehr internationale Teilnehmer_innen."
Die Pride Parade fand gleichzeitig mit dem traditionellen Gai Jatra Fest statt, bei dem der im letzten Jahr Verstorbenen gedacht wird. Dieses Fest soll auf den nepalesischen König Pratapa Malla zurückgehen, der im 17. Jahrhundert regierte. Er ließ ein Fest veranstalten um seine Frau zu trösten, die nach dem Tod ihres Sohnes unglücklich war. Kostümierte Teilnehmer_innen und Sartire gehören zu den traditionellen Bestandteilen des Gai Jatra Festes, das in den letzten zehn Jahren immer mehr auch von Schwulen und Lesben besucht wurde.
Die internationalen Nachrichtenagenturen sprechen nicht von 2000, sondern nur von einigen hundert Teilnehmer_innen, was angesichts der Fotos auch realistischer erscheint. Das soll aber den Erfolg für die LGBT-Community Nepals und für Paradenorganisator Sunil Pant nicht schmälern.
Links: [wockner.blogspot.com] (mit mehreren Fotos)
[blogs.ft.com]
[www.google.com]
[www.google.com]
http://timesofindia.indiatimes.com/world/south-asia/Nepal-gays-take-the-bull-by-the-horn/articleshow/6432937.cms
http://www.monstersandcritics.com/news/southasia/features/article_1579982.php/Rainy-Nepal-sees-rainbows-at-Gay-Pride-Parade-News-Feature
[www.pinknews.co.uk]
[www.expatriatehealthcare.com]
[www.morningstaronline.co.uk]
http://gantdaily.com/2010/08/25/hundreds-march-in-nepal-gay-rights-parade/
[www.passportmagazine.com]
[www.thehimalayantimes.com]
[en.wikipedia.org]
Über die Gründe der anfänglichen Spendenzurückhaltung gegenüber Pakistan ist viel spekuliert worden – immer wieder werden dabei eine Reihe an Vorurteilen genannt. Leider kommen gerade gute Nachrichten selten in unserer Presse an. So hat es ein Jahr gedauert, bis die NZZ über die Gleichstellung von Transgendern in Pakistan und Indien berichtet. In beiden Ländern ist es inzwischen möglich, im Pass und bei Behördengängen neben „weiblich” oder „männlich” auch „other” bzw. „eunuch” (eine Bezeichnung aus der britischen Kolonialherrschaft, Kastration wurde tatsächlich bereits im 17. Jahrhundert verboten) anzukreuzen.
Die Nachricht aus in Indien schaffte es noch bis zu CNN (wir berichteten), darüberhinaus hielt sich das Medieninteresse aber in Grenzen. Betroffen sind in beiden Ländern vor allem die Hijras – Menschen mit meist männlichem Chromosomensatz, die aber männliche Geschlechterrollen ablehnen und sich dementsprechend als Frauen oder Transgender geben und bezeichnen. In Pakistan gehen die Verbesserungen für sie sogar über Schaffung einer eigenen Behördenskategorie hinaus. Dort
… gab der Oberste Richter, Iftikhar M. Chaudhry, einer Petition für die Anerkennung ihres dritten Geschlechtes statt und wies Behörden und Institutionen an, Hijras einzustellen, um ihnen «ein Leben in Schande zu ersparen». Ausserdem sollen sie in den Genuss staatlicher Förder- und Wohlfahrtsprogramme kommen, denn viele Hijras können ihr Überleben nur durch Betteln und homosexuelle Prostitution sichern.
Einen ganz anderen Einblick in die pakistanische Kultur, abseits der stereotypen Berichterstattung, bieten die Beiträge von Sher Bano. Die 17-Jährige ist derzeit in Peshawar, nachdem sie für ein Jahr als Austauschschülerin in den USA lebte. Im Blog On the Ground von Nicholas Kristof ist sie nun Gastbloggerin und berichtet über ihr Leben. Über die Realität arrangierter Hochzeiten genauso wie gerade über die Flutkatastrophe.
Eine Übersicht über die Spendenkonten für die pakistanischen Flutopfer hält die tagesschau bereit, gespendet werden kann auch per SMS.

Berlins besten Kaffee gibt es bei Bonanza Coffee Heroes in der Oderberger Straße.
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"Wir sind froh, dass Erzbischof Rowan Williams hier ist," fügte er hinzu, "Wir werden ihm unseren Standpunkt zur Homosexualität erklären und ihn ins Gespräch ziehen." Der so angesprochene Erzbischof von Canterbury, der sich die nahezu unlösbare Aufgabe gestellt hat, zwischen den lgbt-freundlichen und konservativen Lagern in der anglikanischen Kirche zu vermitteln, erwähnte Homosexualität in seiner Predigt mit keinem Wort.
Er sprach nur vom Wert eines jeden Menschen und von der besonderen Verantwortung jenen gegenüber, die von der Gesellschaft gehasst oder vernachlässigt werden, von der Bedeutung des respektvoll Zuhörens und davon, dass auch Bischöfe nicht immer alles wüssten. (Guardian Kommentator Andrew Brown bemerkte dazu, die Predigt Rowans sei so genau überlegt formuliert gewesen, dass man sie erst ins Englische übersetzen müsse.)
Aber als einige seiner Bischofskollegen in ihren Vorträgen gegen Schwule und Lesben wetterten und dafür mit Standig Ovations belohnt wurden, setzte Rowan ein ebenso diskretes wie deutliches Zeichen: Er und zwei Mitarbeiter blieben in der ersten Reihe still sitzen.
Links: [www.newvision.co.ug]
[www.guardian.co.uk]
[www.guardian.co.uk]
[www.queerty.com]
http://www.bbc.co.uk/religion/religions/christianity/people/rowanwilliams_1.shtml
Nach dem phänomenalen Start unserer neuen Mitmach-Serie “Bake a Cake, Build a Bomb” folgt nun die zweite Herausforderung. Eure ganze feministische Kreativität ist wieder gefordert, um eure Umgebung und unser Heft ein bisschen cooler zu machen.
Aufgabe #2: Gestalte ein Plakat zu einem Ereignis, das du dir wünschen würdest, und hänge es in deiner Stadt auf.
Dokumentation:
Platziere das Plakat an einem wirkungsvollen,
außergewöhnlichen oder besonders gutaussehenden Ort und mache ein Foto. Darauf sollte nicht nur das Plakat gut zu erkennen sein, sondern auch der Ort darauf. Stell sicher, dass das Foto ausreichend groß (300 dpi) und scharf ist. Schick uns das Bild zusammen mit einer kurzen Erklärung, warum du dir genau dieses Ereignis wünschst (max. 200 Zeichen). Namen, Alter und Wohnort nicht vergessen und alles per Mail an redaktion at missy-mag.de. Einsendeschluss ist der 30. September 2010.
Gewinn:
Die fünf Einsendungen, die in der Redaktion für das meiste Gelächter, Begeisterung oder Respekt sorgen, bekommen jeweils eine Ausgabe des Buches “Cockpit” von Andrea Pritschow. Wer es in der neuen Ausgabe noch nicht gesehen hat - es sind haufenweise Häkelpenisse für eure Unterhaltung drin.
Die massiven Gesundheitsschäden, die Rauchen verursacht, sind allseits bekannt. Die Gründe, warum Menschen zu Rauchern werden, sind hingegen nicht so offenkundig. Der Bericht des DIW, ‚Scheidungskinder rauchen mehr’, von Marco Francesconi, Stephen P. Jenkins, Quirin Schimeta und Thomas Siedler untersucht den Zusammenhang von Familienform und Rauchverhalten von jungen Menschen in Deutschland auf Basis der Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP).
Eines der zentralen Ergebnisse: Jugendliche und junge Erwachsene aus Alleinerzieher-Haushalten haben ein deutlich höheres Risiko, Raucher zu werden sowie früher mit dem Rauchen anzufangen als solche aus sogenannten traditionellen Familien. Auch die Intensität des Tabakkonsums hängt von der Familienform ab – Personen, die in Alleinerzieher-Haushalten aufwachsen, rauchen im Durchschnitt mehr Zigaretten pro Tag.
Besonders wichtig ist dabei, wie die Alleinerziehung zustande kam und in welchem Alter sie einsetzte: Eine Scheidung der Eltern erhöht das Risiko zu rauchen am stärksten, wohingegen das Aufwachsen mit einer alleinerziehenden Mutter oder der Tod des Vaters während der Kindheit keine statistisch signifikante Rolle spielen.
Ob die Gegendemonstrant_innen politisch organisiert sind, ist nichts bekannt, auch ihre Motive sind eher vage: sie seien der Meinung, dass es in einem orthodoxen Land keine gleichgeschlechtlich veranlagten Menschen geben dürfe, meldete Interpressnews.
Ob und wann in Georgien eine Pride Parade stattfinden wird oder auch nur ernsthaft geplant ist, ist auch unklar. Gerüchte darüber tauchten vor rund drei Monaten in Internetforen auf, wurden aber nie bestätigt. Am 20 August wandte das Patriachat von Georgien an die Regierung und verlangte, dass die Parade untersagt werde. Dies wurde damit begründet, dass Homosexualität zu den schwersten Sünden gehöre und es in einem seit 2000 Jahren orthodox-christlichen Land undenkbar sei, "Homosexuelle für ihr Leben werben" zu lassen.
Im Jahr 2007 wurde in Georgien eine geplante Veranstaltung für mehr Toleranz unter dem Titel "Alle Verscheiden, Alle Gleich" aus Angst vor Gewalt abgesagt. Damals hatte die georgisch orthodoxe Kirche gewarnt, dass eine Teilnahme von sexuellen Minderheiten an dem Event zu Zusammenstößen führen würde.
Links: [www.georgien-nachrichten.de]
[www.georgien-nachrichten.de]
[www.messenger.com.ge]
[www.civil.ge]
Filmfestivals wohin das Auge sieht. Das ist gut. In Basel organisiert ein Teil der Fanzine-Crew schon zum dritten Mal luststreifen, das queer cinema-Festival. In diesem Jahr lautet das Motto „sex, gender & desire”. „Die Filme thematisieren Geschlecht außerhalb der traditionellen Vorstellungen von Mann und Frau. Unter gender wird das soziale Geschlecht verstanden, sex als Körperidentität und desire als das sexuelle Begehren. Das Verwirren dieser Triade stellt die gängigen Geschlechterbilder und -identitäten auf produktive Art und Weise in Frage.”, beschreiben die VeranstalterInnen ihr Programm, das das Spiel mit Geschlechternormen auf die Leinwand bannt. Dabei steht vielfach die Suche nach der eigenen Geschlechtsidentität im Zentrum der filmischen Handlung.
Wann & Wo?
4.9., 11.9., 18.9. und 25.9. | kino Basel, Klybeckstr. 247, Basel
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Das dreitägige Potenzial-Assessment-Verfahren tasteMINT wird seit 2009 an der RWTH Aachen, der FU Berlin, der TU Dresden und der HAW Hamburg, seit 2010 auch an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz zusammen mit der FH Mainz sowie an der Universität Duisburg-Essen durchgeführt.
Am 26. August 1920 trat der 19. Zusatzartikel zur amerikanischen Verfassung in Kraft, mit dem Frauen in allen US-Bundesstaaten das Wahlrecht erlangten. Anlässlich des 90jährigen Jubiläums des US-Frauenwahlrechts in diesem Jahr erschien dieser Text im aktuellen Missy Magazine.
Als die 19-jährige Charlotte Woodward im Jahre 1848 von der geplanten Frauenrechtsversammlung im ländlichen Seneca Falls hörte, war sie sofort Feuer und Flamme: Endlich Hoffnung auf einen besseren Lohn für die junge Näherin. Auf der Versammlung im Bundesstaat New York, die später zum offiziellen Beginn der ersten US-amerikanischen Frauenrechtsbewegung erklärt wurde, wurden fast alle Vorschläge ohne Gegenstimmen angenommen: Gleichberechtigung in der Ausbildung und ein geschlechtergerechtes Eigentums-, Scheidungs- und Sorgerecht. Nur eine Forderung überzeugte nicht alle Anwesenden: Das angestrebte Frauenwahlrecht. Es erschien befremdlich, ja fast unerhört! Zu hoffnungslos erschien der Vorschlag, welcher nach langer Diskussion letztlich dann doch auf der Agenda landete.
So entstand die so genannte Declaration of Sentiments, deren Postulat der “Gleichheit aller Menschen“ nicht nur für männliche Weiße gelten sollte (wie noch die Unabhängigkeitserklärung), sondern für alle. Schwarze Männer erhielten bereits im Jahr 1870 mit dem 15. Zusatzartikel das Wahlrecht, das Stimmrecht für Frauen auf Bundesebene blieb dagegen auch Jahrzehnte nach der Erklärung von Seneca Falls bloße Theorie.

Frauenwahlrechtskämpferinnen vor dem Weißen Haus via wikimedia commons
Bis US-Amerikanerinnen das allgemeine Frauenwahlrecht erlangten, wurden noch dutzende Volksentscheide durchgeführt, etliche Anträge um Verfassensänderung formuliert, hunderte Versammlungen und Demonstrationen organisiert und über 200 Suffragetten verhaftet. Als im August 1920 – zwei Jahre nachdem Deutschland das Frauenwahlrecht eingeführt hatte – Frauen endlich das erste Mal bei einer Präsidentschaftswahl ihre Stimme abgeben durften, war die einzige noch lebende Teilnehmerin von Seneca Falls die Näherin Woodward. Die nun über 90-jährige war selbst nicht mehr in der Lage, an die Wahlurne zu treten. Aber für Millionen von US-Amerikanerinnen wurde in jenem Jahr der Grundstein der politischen Mitbestimmung gelegt.
Sein erster Einsatz wird der Co-Vorsitz eines hochkarätig besetzen Fundraising für die American Foundation for Equal Rights (AFER) sein, jener Organisation welche die Klage gegen Proposition 8 finanziert. AFER-Vorsitzender Chad Griffin zeigte sich Andy Towle gegenüber begeistert über den Einsatz von Ken Mehlman und freut sich, dass er ihn für sein Anliegen gewinnen konnte. Andere LGBT-Aktivist_innen, Blogger_innen und die Leser_innen der Blogs sind zum Teil kritischer: sie haben Mehlman den von ihm geleiteten schwulenfeindlichen Wahlkampf 2004 nicht verziehen.
Links: [www.theatlantic.com]
[www.towleroad.com]
[www.towleroad.com]
[blog.blogactive.com]
[www.pamshouseblend.com]
[gayrights.change.org]
[query.nytimes.com]
[joemygod.blogspot.com]
[joemygod.blogspot.com]
[joemygod.blogspot.com]
[joemygod.blogspot.com]
Manning, ein Absolvent der Militärakademie Westpoint, der acht Jahre lang in der Armee gedient hatte, bis er wegen "Don't Ask, Don't Tell" entlassen wurde, ist ein Gründungsmitglied von Knights Out, einer Gruppe von Westpoint-Absolvent_innen und Mitarbeiter_innen, die sich dafür einsetzt, dass schwule, lesbische und bisexuelle Soldat_innen offen dienen dürfen. Er macht aus seiner sexuellen Orientierung kein Geheimnis, hat sie aber auch nicht zum Wahlkampfthema gemacht. "Die Leute sind mehr daran interessiert, Jobs nach Kansas zu bringen und an der Qualität der Schulen und der Wirtschaft," sagt Manning.
Die Todesdrohung habe ihn erschreckt, aber sie werde ihn nicht von seinem Weg abbringen, erklärte Manning gegenüber den Medien. Mannings Konkurrentin um den Abgeordnetensitz, die Republikanerin Brenda Landwehr, erklärte, Dinge wie dieses (d.h. die Todesdrohung) hätten in der Politik heute keinen Platz mehr." Die Kansas Equality Coalition weist allerdings in einem Statment zu dem Fall darauf hin, dass die "rechts-außen" Politikerin Landwehr selbst die sexuelle Orientierung Mannings zum Wahlkampfthema gemacht habe. Sie kritisiert außerdem die mangelnde Unterstätzung Mannings durch die eigene Partei und auch durch die LGBT-Community.
Links: [www.kansasequalitycoalition.org]
http://www2.ljworld.com/news/2010/aug/25/campaign-notebook-gay-candidate-legislature-receiv/
http://lezgetreal.com/2010/08/kansas-gay-democrat-gets-death-threats-while-running-for-office/
http://www.kwch.com/news/kwch-news-kh-deaththreat-candidate,0,5787089.story
[blogs.kansas.com]
[joemygod.blogspot.com]
http://www.manningforkansas.com/
http://www.knightsout.org/
[en.wikipedia.org]
In fast allen Staaten Europas ist die Nichtehelichenquote zwischen 1990 und 2007 zum Teil deutlich gestiegen. In Deutschland fallen die starken Ost-West-Unterschiede im Niveau und in der Entwicklungsdynamik der Nichtehelichenquote auf. Im Osten ist der Anteil nichtehelicher Geburten von einem im europäischen Vergleich hohen Niveau aus nochmals deutlich angestiegen. Der Zuwachs im Westen war trotz des relativ niedrigen Ausgangsniveaus dagegen unterdurchschnittlich.
Als Ursachen des Anstiegs der Nichtehelichenquote sind der gesellschaftliche Wertewandel, insbesondere in Fragen der Sexualmoral, die Individualisierung und Säkularisierung sowie die Emanzipation der Frau anzusehen. Die Geburt eines nichtehelichen Kindes ist längst keine „Schande“ mehr, insbesondere in Skandinavien und den Beneluxstaaten. In Deutschland ist die Akzeptanz unverheirateter Familien im Osten höher als im Westen.
Auffällig sind die Diskrepanzen zwischen der eigenen Beurteilung einer Elternschaft unverheirateter Paare und der Einschätzung der gesellschaftlichen Reaktion darauf. Für viele Europäer hat die Unehelichkeit ihren moralischen Makel verloren, insbesondere seit vor dem Gesetz nicht mehr zwischen legitimen und illegitimen Kindern unterschieden wird. Viele Menschen sind jedoch überzeugt, dass Vorurteile gegen uneheliche Kinder gesellschaftlich noch tief verwurzelt sind.
Nichteheliche Geburten werden häufig fälschlich mit ungewollten Schwangerschaften und allein erziehenden Müttern assoziiert. Viele uneheliche Kinder sind heute jedoch gewollt und geplant. Im Gegensatz zu früheren Zeiten ist für eine große Zahl von Paaren eine Schwangerschaft zudem kein triftiger Heiratsgrund mehr. Eine nichteheliche Geburt bedeutet trotzdem nicht, dass die Kinder nicht im Rahmen einer Ehe aufwachsen werden. In Schweden ist es z.B. üblich, zwischen dem ersten und zweiten Kind zu heiraten
Der Partnerschaftsstatus der Mütter nichtehelicher Kinder wird nur in wenigen Staaten statistisch erfasst. Die vorhandenen Daten zeigen große Disparitäten sowohl auf der nationalen als auch auf der regionalen Ebene, die durch Unterschiede bei Familienwerten, Geschlechterrollen und familien- bzw. sozialpolitischen Leistungen verursacht werden. Um einen Trend abzuleiten, ist die Datenlage jedoch zu schmal und zu selektiv. Es wird aber deutlich, dass gerade in Staaten mit einer hohen Nichtehelichenquote ein großer Teil der unverheirateten Mütter mit dem Vater ihres Kindes zusammenlebt. Ein fehlender Trauschein sollte daher nicht mit fehlendem Verantwortungsbewusstsein für das Kind gleichgesetzt werden.

Die Yale University besetzt ab Juli 2011 die Stelle eines Assistenz-Professors oder einer Assistenz-Professorin für LGBT-Studies. Deadline für Bewerbungen ist der 1. Oktober 2010.
Nähere Informationen unter [https:]]
The Yale University Program in Women's, Gender, and Sexuality Studies intends to make a tenure-track appointment in the field of LGBT Studies beginning July 1, 2011 at the rank of Assistant Professor under the terms of Yale's new tenure-track system. Applications are invited and welcome from scholars in any discipline or interdisciplinary field; scholars in the social sciences and/or working on areas outside the US are especially encouraged to apply. Ph.D. expected; applications from assistant professors are welcome.
Auch dieses Jahr wieder rufen christlich-fundamentalistische Gruppen zum „Marsch für das Leben“ in Berlinauf. Mit Propaganda und flaschen „Fakten“, aber auch mit prominenter Unterstützung, etwa von Eva Herman, kämpfen sie für ein kompletttes Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen und für eine Gesellschaftsordnung, die patriarchal und homophob ist. Das Bündnis „1000 Kreuze in die Spree!“ ruft auch dieses Jahr wieder zu einer Kundgebung gegen die selbsternannten Lebensschützer auf:
Abtreibungsverbote abschaffen – Gegen christlichen Fundamentalismus
Für den 18. September 2010 mobilisiert der Bundesverband Lebensrecht zu einem „Schweigemarsch“ mit dem Titel „1000 Kreuze für das Leben“. Damit wollen die selbst ernannten Lebensschützer für ein generelles Verbot von Abtreibungen demonstrieren.
Wir rufen dazu auf, dem Marsch der Fundamentalist_innen laut und mit vielfältigen Aktionen entgegenzutreten und fordern:
• Streichung des Paragraphen §218 aus dem Strafgesetzbuch
• Entscheidungsfreiheit für oder gegen eine Abtreibung ohne Bevormundung
• Die Verwirklichung des Rechts auf freie Familienplanung und Sexualität für alle, ohne dabei die Freiheiten anderer einzuschränken
Die Gruppen und Organisationen, die sich am „Schweigemarsch“ beteiligen, betrachten jeden Schwangerschaftsabbruch als „vorgeburtliche Kindstötung“, die verboten und bestraft gehöre. Sie sprechen damit allen Menschen und vor allem Frauen das Recht ab, über ihr Leben und ihren Körper selbst zu bestimmen. Um diese Meinung in der Öffentlichkeit zu verankern, verbreiten die selbst ernannten „Lebensschützer“ Unwahrheiten: Sie verdreifachen die Anzahl der Abtreibungen in der BRD und warnen vor dem „Post-Abortion-Syndrome“, einer angeblich durch Schwangerschaftsabbrüche ausgelösten psychischen Störung.Anders als oft angenommen, gilt eine Abtreibung in der BRD weiterhin als Straftat, die nur unter bestimmten Voraussetzungen nicht strafrechtlich verfolgt wird. Wer abtreiben will, muss sich zwangsweise beraten lassen und danach drei Tage warten, bevor der Eingriff vorgenommen wird. Das alles muss in den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft geschehen – es sei denn, es wird eine „Gefahr für die psychische und physische Gesundheit“ der Frau festgestellt.
Oft sind aber „Schädigungen“ des Fötus, die in vorgeburtlichen Untersuchungen festgestellt werden, der eigentliche Grund für einen Abbruch nach der zwölften Woche. Frauen werden immer mehr für die Gesundheit und „Qualität“ ihres Nachwuchses zur Verantwortung gezogen und zu solchen Untersuchungen gedrängt. Dass sie ein Recht auf Nichtwissen haben, wird meist nicht erwähnt.
Die selbst ernannten „Lebensschützer“ sind Teil des christlichen Fundamentalismus. Sie kämpfen für eine Gesellschaft, die auf der bürgerlichen Kleinfamilie, einer rigiden Sexualmoral, Verbot von Homosexualität und auf Schicksals- und Obrigkeitsergebenheit beruht. Sie behaupten, sie agierten gewaltfrei, doch – z.B. in den USA – blockieren Abtreibungsgegner_innen Kliniken und bedrohen, nötigen und verletzen dabei sowohl Ärzt_innen als auch Frauen, die abtreiben wollen. Aus ihren Reihen werden auch Morde verübt: Zuletzt im April wurde ein „Lebensschützer“ verurteilt, der im vergangenen Jahr einen prominenten Abtreibungs- arzt in Kansas erschoss.
Auch in der BRD und Österreich werden Frauen, die Abtreibungskliniken aufsuchen, teilweise durch sogenannte „Gehsteigberatung“ eingeschüchtert und bedrängt; Ärzt_innen als „Massentöter“ diffamiert. Gruppen und Personen, die sich für ein liberales Abtreibungsrecht einsetzen, werden beschimpft und bedroht. Dabei können sich die „Lebensschützer“ einer wachsenden gesellschaftlichen Akzeptanz sicher sein. Das Bundesverfassungsgericht wies Ende Juni die Klage eines Münchner Frauenarztes gegen einen „Gehsteigberater“ zurück, unter anderem mit der Begründung, dieser spreche „mit dem Thema der Schwangerschaftsabbrüche einen Gegenstand von wesentlichem öffentlichem Interesse an“. Der neue Bundespräsident Christian Wulff unterstützt sowohl den „Arbeitskreis Christlicher Publizisten“ als auch den Missionsverein „Pro Christ“, die sich gegen Homosexualität und Abtreibung einsetzen und ein frauenfeindliches Menschenbild vertreten.
Wir wollen eine Gesellschaft, in der weder christliche Moralvorstellungen noch staatliche Zugriffe über das Leben und den Körper von Menschen bestimmen. Frauen sollen auf
Grund einer Abtreibung weder gesundheitliche noch rechtliche oder ökonomische Nachteile ian Kauf nehmen müssen. Die Entscheidung für oder gegen eine Schwangerschaft soll ohne Eingriff oder Belehrungen des Staates und ohne Angst vor moralischer Verurteilung möglich sein. Wir wollen eine Gesellschaft, in der eine Behinderung kein Problem oder Defizit darstellt. Keine Frau soll sich „verpflichtet” fühlen, abzutreiben, weil eine Behinderung des späteren Kindes wahrscheinlich erscheint.
18. September 2010, 12.00 Uhr, Karl-Liebknecht-Strasse/Ecke Spandauer Strasse
Aufrufer_innen:
AK Linker Feminismus (aklf), Antifaschistisches Bündnis Süd-Ost (ABSO), LaD.I.Y.fest Berlin, Emanzipative Antifaschistische Gruppe (EAG), Autonome Neuköllner Antifa (ANA), Antifa Prenzlauer Berg apb, FAQ-Infoladen, Forschungsgruppe Christlicher Fundamentalismus
Aktuelle Informationen gibt es auf [no218nofundis.wordpress.com] , ebenso zahlreiche Veranstaltungshinweise und Banner zum verlinken.

Gern gesehene Gäste bei der Mädchenmannschaft: Sexistische Kackscheiße und Verharmlosung von sexualisierter Gewalt. In Form von Kommerzprodukten natürlich besonders geschmackvoll.
Vielen Dank an Daedalus666 für den Hinweis!
Beim Splitting wird das Einkommen beider Ehepartner_innen zusammengerechnet, dann halbiert und die hälfte dann doppelt versteuert. Vorteile bringt das vor allem Paaren, bei denen eine/r deutlich mehr verdient als der/die andere - also zB, wenn die wohlabende Promi-Zahnärztin ihren nur Teilzeit arbeitenden Sprechstundenhelfer heiratet.
Queer.de hat die Geschichte des Ehegattensplittings recherchiert: eingeführt wurde das Splitting 1934 - mit dem klaren Ziel, Frauen vom Arbeitsmarkt und in die Mutterrolle zu drängen. Die Regelung wurde im Krieg, als die Arbeitskraft der Frauen für die Wirtschaft unersetzlich war eingeschränkt und Ende der 1950er Jahre - am Höhepunkt der "Frau als Hausfrau und Mutter" Ideologie - in der heute noch immer geltenden Form wieder eingeführt.
Gegen die Ausweitung des Splittings auf Lebenspartner_innen sprach Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sich mit dem Argument aus, dass Ungleichbehandlung auch nach der Judikatur des Bundesverfassungsgericht zulässig ist, wenn es einen gewichtigen Grund gibt. Den sieht er in der "bleibenden Bedeutung" der Ehe "als typische Grundlage der Familie mit Kindern". Vom Splitting profitieren aber nicht nur Ehepaare mit Kindern, sondern alle Ehepaare mit größeren Einkommensunterschieden.
Den deutschen Staat kostet die steuerliche Subventionierung der Hausfrauenehe einen zweistelligen Milliardenbetrag - Geld das andererseits bei der Förderung von Kindern alleinerziehender Eltern ebenso fehlt wie bei der Förderung von Kindern die in Familien mit gleichgeschlechtlichen Elternteilen aufwachsen.
Die Abschaffung des Splittings, das es in den meisten anderen Ländern schon lange nicht mehr gibt, wurde schon mehrfach gefordert, die CDU wehrt sich vehement dagegen. Bei der Diskussion, ob das Splitting auf gleichgeschlechtliche Paare ausgedehnt oder lieber ganz abgeschafft werden soll, sind sich auch die Leser_innen von Queer.de nicht einig. Quelle: Queer.de vom 24. August 2010
Links: [www.queer.de]
[www.fr-online.de]
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,713068,00.html
[www.fr-online.de]
[www.google.com]
Einige Buslinien in Jerusalem sind bereits geschlechtersegregiert, die zukünftigen Stadtbahnen könnten es auch bald sein, berichtet der Guardian. Ultra-orthodoxe Juden fordern koschere Waggons, in denen Frauen und Männer nicht in denselben Abteilen sitzen dürfen. Das ergab eine Umfrage unter Einwohnern Jerusalems, die CityPass durchführte. Das Unternehmen baut die Stadtbahnen und plant deren Linienführung. Der Bürgermeister Jerusalems zeigte sich empört über die Umfrage. Das Unternehmen leugne Werte und Demokratie, so Rachel Azariya.
Unmut gab es nicht nur über die Ergebnisse der von den Orthodoxen gewünschten Segregation anhand von Geschlecht. Weitere Befragungen führte das Unternehmen auch im Hinblick darauf durch, ob sich die Einwohner daran stören würden, wenn die Bahnen in vorwiegend von Araber_innen bewohnten Gebieten der Stadt halten würden oder ob Juden und Araber die Züge benutzen dürften ohne vorherige Sicherheitskontrolle. Ofra Ben-Artzi, die Schwägerin von Sara Netanjahu, der Ehefrau des Premierministers, übte scharfe Kritik an dieser rassistisch motivierten Fragestellung: “Stellen Sie sich diese Frage in London oder New York vor. Es zeugt vom Grad des Rassismus, den wir mittlerweile erreicht haben.” In einem Brief an CityPass bekräftigte der Bürgermeister Jerusalems diesen Vorwurf und warf dem Unternehmen vor, Streits und Auseinandersetzungen unter den Bewohnern der Stadt zu schüren.
"Rein rechtlich mag die Verweigerung einer Witwenpension für die jahrzehntelange Lebensgefährtin von Johanna Dohnal für die Regierung in Ordnung sein, politisch wie menschlich ist sie ein grober Fehler und schwer diskriminierend", kritisiert die Grüne Europaabgeordnete Ulrike Lunacek die gestrige Ablehnung eines entsprechenden Antrags von Dohnal-Witwe Annemarie Aufreiter im Ministerrat.
Aufreiter war knapp 30 Jahre lang Partnerin der im Februar verstorbenen früheren Frauenministerin. Sofort nach der Einführung des Partnerschaftsgesetzes schlossen Dohnal und Aufreiter Anfang dieses Jahres eine eingetragene Partnerschaft.
"Dass sich die Regierung bei ihrer Ablehnung einer Witwenpension auf die im Gesetz festgeschriebene dreijährige Wartefrist beruft, ist eine Verhöhnung, gibt es doch erst seit 2010 die Chance auf Verpartnerung. Wie kommt diese Frau jetzt dazu, für die jahrelangen politischen Versäumnisse der Regierungsparteien SPÖ und ÖVP büßen zu müssen?" fragt Lunacek, die sich als Vorsitzende der LGBT-Intergroup im Europaparlament europaweit für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen einsetzt.
In dieser Funktion mahnt Lunacek auch die Regierung, dass die EU-Grundrechtecharta seit 1. Dezember 2009 verbindlich ist: "Artikel 20, 21, 23 der EU-Grundrechtecharta schreiben den Gleichheitsgrundsatz und das Diskriminierungsverbot fest und sind eine verbindliche Handlungsanleitung - auch für die SPÖ-ÖVP-Koalition!" Bei weiterer Nicht-Berücksichtigung der EU-Grundrechtecharta durch den Bundesgesetzgeber wird eine Klage beim Europäischen Gerichtshof zu prüfen sein.
Lunacek verlangt jetzt umgehend von Bundeskanzler, Vizekanzler und der gesamten Regierung, "ihre gestrige Entscheidung im Ministerrat rückgängig zu machen und der Witwe Aufreiter zu ihrem moralischen Recht zu verhelfen und die Pension zu gewähren, die ihr als Hinterbliebene von Johanna Dohnal zusteht! Genau so wie das bei Witwen von heterosexuellen Ministern selbstverständlich ist." Quelle: Presseaussendung der Grünen vom 25. August 2010
Marco Schreuder fügt in einer weiteren Presseaussendung hinzu, dass nicht nur Ministerinnen-Witwen, sondern viele Menschen darunter leiden, dass eine rechtliche Absicherung für gleichgeschlechtliche Paare in Österreich in der Vergangenheit nicht möglich war. Er fordert die Regierung auf, für solche Härtefälle eine Übergangsregelung zu schaffen.
Marco Schreuder, Sprecher der Grünen Andersrum, bezeichnet die Entscheidung des Ministerrats, der Partnerin von Johanna Dohnal die Witwenpension zu verwehren, als schlicht unmenschlich. "Dies ist nur ein Beispiel für viele lesbische und schwule Paare in Österreich, die jahrelang nicht die rechtliche Möglichkeit einer Eingetragenen Partnerschaft hatten und nun vor großen Problemen stehen", so Schreuder. "Wir dürfen nicht vergessen, dass es hier nicht in erster Linie um Ministerinnen-Witwen geht, sondern um Alltags-Partnerschaften. Es geht um Menschen, die sich entscheiden, für einander Pflichten zu übernehmen und damit auch Rechte haben", so Schreuder.
Derartige Defizite bei der Einführung der Eingetragenen Partnerschaft, vor denen die Grünen von Beginn an gewarnt haben, wirken abschreckend auf jene, die eine solche eingehen wollen. Das kann nicht der Sinn der Sache sein. "Ich fordere die SPÖ-ÖVP-Bundesregierung auf, eine Übergangsregelung für Eingetragene Partnerschaften zu schaffen. Die rechtliche Gleichstellung wurde Lesben und Schwulen lange genug verwehrt und darf mit der Eingetragenen Partnerschaft nicht fortgesetzt werden", so Schreuder abschließend. Quelle: Presseaussendung der Grünen Wien vom 25. Augsut 2010
Links: [www.gruene.at]
[www.dielunacek.at]
[www.ots.at]
[andersrum.gruene.at]
[www.marco-schreuder.at]
[www.ots.at]
…warum Österreich EU Vorletzter ist, in Frage der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau im Job?
…warum die öffentliche Frauenbewegung nach Johanna Dohnal eingeschlafen ist.
…warum es den jungen Mädchen und Frauen eigentlich egal ist und meinen es gibt die Gleichberechtigung eh schon.
…warum sich Menschen so dagegen wehren zu gendern und die Frau in der Gesellschaft unsichtbar machen.
…warum Werbungen wie die Axe- Werbung überhaupt erlaubt ist.
…warum LehrerInnen nichts-rein gar nichts- für die Gleichberechtigung tun.
…warum immer gleich das Argument kommt:“ Wenn Frauen Gleichberechtigung wollen, müssen sie auch zum Bundesheer!“ und danach kommt kein Argument mehr. Immer nur dieses eine und nach einer Zeit vergeht einem die Lust mit solchen Mensch zu diskutieren.
Ja, solche Fragen tauchen immer und immer wieder in meinem Kopf auf, wenn ich durch meinen Alltag spaziere. Ich will eine Demo machen! Um der Welt zu beweisen, dass die Frauenbewegung noch nicht eingeschlafen ist. Aber ich brauche Unterstützung! Und wenn hier irgendwer aus Österreich da ist, der meinen Blog liest, dann bitte schreib mir. 
Peace!
Furby
… in den Vulva-Spots geht es dieses Mal außerdem um andere Sexpartner, vermeintliche Sex-Störer und gute Neuigkeiten gibt es für Sex-Arbeiterinnen in Bangladesch
Sex ist nicht immer an allem schuld. Associated Press berichtet, dass die schulische Leistung von Teenagern nicht davon abhängt, ob sie in einer Beziehung sind oder nicht. ABER: Frönen sie unverbindlichem, promiskuitivem Sex, dann durchaus. Es sei nicht so so sehr die Frage, ob ein Teenager Sex habe oder nicht, der über die schulische Leistung entscheide, sondern in welcher Art von Beziehung Sex stattfände, heißt es vonseiten der Forscher. Ach so… Und wie sieht es mit anderen Faktoren aus? Familiäres Umfeld, Lehrer, Freunde und das generelle Leistungsspektrum junger Menschen? Pfff…
Einen Schritt hin zur gesellschaftlichen Anerkennung, ist Sexarbeiterinnen in Bangladesch gelungen, wie die BBC berichtet: Neuerdings darf ihr Beruf im Personalausweis eingetragen sein. Obwohl Prostitution legal ist, kämpfen die Sex-Arbeiterinnen mit dem sozialen Abseits. Die offizielle Berufsbezeichnung auf einem behördlichen Dokument kann das nun hoffentlich ein Stück weit ändern.
Danken möchte man auch Werner Bartens, der auf sueddeutsche.de über die “Scheinerkrankung” Cellulite schreibt. Seit 1973 die Betreiberin eines New Yorker Schönheitssalons die weiblichen Hautveränderungen an Beinen, Hüften und Po stigmatisierte, cremen, wickeln und bekämpfen Millionen von Frauen die als natürlicher Teil des Altersprozesses auftretenden Dellen. Völlig umsonst – natürlich.
Jetzt, wo Sexpuppen kurz davor sind, echte Gefühle zu entwickeln, lohnt ein Blick auf die Geschichte dieser allzeit bereiten Spezies. Annina von Girls can Blog gab uns den Tipp, bei medicalinsurance vorbei zu gucken. Danke!
Ich war heute bei einem bekannten deutschen Discounter, der nicht mit A anfängt, einkaufen. Als mir einfiel, dass ich noch einen bestimmten Damenhygieneartikel bräuchte. Dieser war auch vorrätig. Trotzdem stutzte ich, als ich die Verpackung in der Hand hielt. In besagtem Artikel ist Avocado enthalten. Wofür braucht man dieses? Insbesondere in der Intimzone? Wie gesagt: Ich benutze Avocados in der Regel für Guacamole und nicht für die Regel.
Also lass ich mir die Beschreibung etwas genauer durch. Und dort stand es: Diese Slipeinlage würde mich herrlich frisch nach Avocado riechen lassen.
???
???
Wer zum Geier will das? Für den Frischegedanken habe ich ja noch Verständnis. Und dass jede Dame einen anderen Duft bevorzugt und manche sogar unbeduftet durchs Leben gehen, auch. Ich stelle mir gerade gewisse Situation vor. Man wird mit seinem Partner intim und dieser ruft plötzlich auf: "Sollen wir morgen mexikanisch essen gehen?"
Liebe Slipeinlagen-Duftdesigner. Das geht doch gar nicht. Verzichtet ganz auf Düfte oder nehmt 08/15. Und bitte forscht nicht weiter: Selbst der Geruch nach Pommes rot/weiß und Currywurst macht eine Frau nicht unbedingt attraktiver.
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Anita Römgens ist ein lebenslustiges Landei vom linken Niederrhein, das gerne schreibt und viel reist. Der Hauptjob als Betriebswirtin zahlt die Miete, ist aber nicht wirklich spannend.
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Missy feiert zwei Anlässe gleich zwei Mal:
Das Erscheinen der 8. Ausgabe und das neue Komplett-Make-Over des Heftes.
In Berlin und in Hamburg.
Berlin am 04. September
Live mit Golden Diskó Ship, Angie Reed
DJs Sheila, Dotty (Milkshake Residents), Inge (Milkshake Resident)
Im West Germany ab 21h
Unsere Berlinparty ist eine knallvolle Wundertüte: die Live-Auftritte der One-Girl-Band Golden Diskó Ship und der Multiinstrumentalistin und Künstlerin Angie Reed plus DJ-Sets sind mindestens so laut wie unser neues Heftlayout. Golden Diskó Ship veröffentlichte im Mai auf dem legendären Label Monika Enterprise die City Splits #1 Berlin, Angie Reed schon zwei Alben auf Chicks on Speed Records – für gute Musik aus Berlins feministischen Underground ist also gesorgt. Der elektronische und queere Sound unserer drei DJs nach den Konzerten wird euch nicht früh nach Hause lassen. Wir freuen uns darauf.
Hamburg am 14. September
Live mit Doctorella
DJs Cordula Ditz (Parole Trixi, Schlampen ficken besser), Helena Hauff
Im Golden Pudel Club ab 21h
Special Guest wird niemand geringeres sein als die neue Hamburger/Berliner Indie-Super-Group Doctorella mit ihrem ersten und einzigen Konzert in Hamburg. Doctorella klingen in etwa so, als hätten sich Velvet Underground, die Strokes und CocoRosie auf einer düsteren Waldkreuzung getroffen und dabei die Kerze der Romantik gezündet. Ihre Songs zwischen Poetry, Pain of Love und Politics gehen auf Wanderschaft mit dem Unbewussten. Mit der Gruppe um die charismatischen Riot-Grrrl-Ikonen Kerstin und Sandra Grether, die u.a. mit ihrer Band Parole Trixi den Popfeminismus der Nuller Jahre grundierten, haben wir die perfekte Band für unsere Missy-Releaseparty gefunden. Aber auch die DJs werden vom Riot-Grrrl-Klassiker bis zum Deep-House-Hit alles aus den Plattenkisten holen, was euch auf die Tanzfläche bringt – deswegen kommt und „lasst uns Märchenwesen sein“.
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Oder auch Montags, Dienstags, Mittwochs, Donnerstags, Freitags und Samstags: Heidelbeeren mit saurer Sahne, Brioche (selbstgemacht, natürlich) und Mandeln.
… eine ziemliche radikale Version der bekannten Botschaft für alle Väter
Über die in dem Szenefoto oben angedeutete Einladung zu einem Kuss wird im Blog joe.my.god diskutiert. Den Spitznamen "All Blacks" verdankt die Mannschaft übrigens den schwarzen Dressen, die die Spieler bei Heimspielen tragen.
Air New Zealand ist für originelle Werbespots bekannt. Für eine 2009 produzierte TV-Werbung ließ die Crew unter dem Titel "Noting to hide" die Hüllen fallen und trug statt dessen nur Körperbemalung. Sogar Airline-Chef Rob Fyfe war in dem Spot mit aufgemalter Uniform zu sehen.
Links: [www.youtube.com] (Air New Zealand - Crazy About Rugby bei YouTube)
[joemygod.blogspot.com]
[de.wikipedia.org]
[de.wikipedia.org]
[www.staralliance.com]
[www.airnewzealand.com]
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,624552,00.html
[www.youtube.com] (Air New Zealand Nothing To Hide bei YouTube)
Womit beschäftigt sich eine Mathematikerin oder eine Physikerin? Hantieren sie nur mit Formeln und Zahlen? Oder steckt noch mehr dahinter? Wenn Schülerinnen herausfinden möchten, wie Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen unsere Umwelt und unsere Gesellschaft mitgestalten, dann sollten sie den Techno-Club besuchen. An interessierten Schulen werden auf Anfrage dazu Schülerinnenworkshops durchgeführt.
Insgesamt 16 Geheimdienste gibt es in den USA und seit kurzem das erste Mal eine Direktorin, berichtete dieStandard.at. Letitia Long führt nun die „National Geospatial-Intelligence Agency” (NGA), die es erst seit 1996 gibt und, wie der Name vermuten lässt, auf drei-dimensionale Landkarten spezialisiert ist.
In der Jungle World geht es in einem ausführlichen Dossier um Feminismus und Definitionsmacht. Statt Opfern einen Ausweg aufzuzeigen, werde ihnen eine neue Ideologie übergestülpt, die Sexismus als unüberwindbar ansieht, Frauen als überemotional hinstellt und Begriffe wie Gewalt entleert. Fazit: Letzlich sei Definitionsmacht frauenverachtend und anti-feministisch.
Auf Fotos werden saudische Frauen oft stereotyp dargestellt, deswegen fotografiert Madawi Balghunaim lieber selbst. Ihre Aufnahmen und die anderer saudi-arabischer Fotografinnen zeigt die BBC in einer Bildergalerie.
Auch die ZEIT stellt Frauen vor, die Klischees sprengen. Es geht um „die großen Damen der Autogeschichte”.
Speziell um Feministinnen ging es beim Observer. Sieben Aktivistinnen aus aller Welt erzählen, warum der Kampf für Gleichberechtigung noch nicht gewonnen ist und welche speziellen Probleme sie gerade angehen.
Vergangene Woche war die Latina Week of Action for Reproductive Justice, die die besondere Perspektive von Latinas auf Verhütung und Fortpflanzungsdebatten in den Vordergrund rückte. Akimbo stellte daher verschiedene lateinamerikanische Gruppen und ihre derzeitigen Aktivitäten vor.
Über Girls Can Blog die Mama Grizzlies, die sich gegen Sarah Palin wehren.
Wie bereits berichtet, wird in Münster an der Verhütungsspritze für den Mann gearbeitet. Sie hat es inzwischen in die letzte Phase der klinischen Prüfung geschafft. Bisherige Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Spritze sogar mehr Sicherheit bieten wird als die Pille. Die Testphase wird laut Ärztezeitung 2012 abgeschlossen werden.
In Indonesien gibt es nach heftigen Beschwerden über sexuelle Belästigungen nun spezielle Frauenwagons in Zügen, berichtet die BBC. Das zugrunde liegende Problem, der mangelnde Respekt vor Frauen, ist damit natürlich noch nicht gelöst, kritisieren Aktivist_innen.
Nach dem Klick dann noch die Termine
Vom 26. bis 28. August findet in Mainz ein DFB-Kongress zum Frauen- und Mädchenfußball unter dem Motto “Alles, außer Abseits!” statt.
Vom 23. bis 25. September 2010 geht es an der FU Berlin um Bedeutung von Geschlechtertheorien in der Öffentlichkeit und den Medien. Radha Hedge, Silke Wenk, Jutta Röser und viele weitere sprechen auf der Konferenz „In Bewegung: Das Verhältnis von Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht“ über Möglichkeiten der theoretischen und methodologischen (Neu-)Bestimmung. Organisiert wird die Konferenz von der Arbeitsstelle Journalistik am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Zusammenarbeit mit der Fachgruppe „Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht“ der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft.
Kiviniemi, die das Amt des Premierministers im Juni nach dem Rücktritt ihres Parteikollegen Matti Vanhanen übernommen hat, betonte, dass es sich bei ihren Aussagen um ihre persönliche Meinung handle und nicht um eine offizielle Parteilinie der Zentrumspartei. Quelle: Helsingin Sanomat vom 23. August 2010
Die finnische Tageszeitung Helsingin Sanomat hat im April dieses Jahres Parteisprecher und Parteisprecherinnen befragt und festgestellt, dass nahezu alle der Öffnung der Ehe positiv gegenüber stehen. Die grüne Justizministerin Tuija Brax kündigte Anfang Juli an, dass sie im Herbst eine Studie für ein geschlechtsneutrales Ehegesetz in Auftrag geben werde und dass die Öffnung der Ehe vermutlich Ende 2011 beschlossen und Anfang 2012 in Kraft treten können werde.
In einer am Samstag veröffentlichten Meinungsumfrage unter 1005 Finnen und Finninnen hatten sich 54 % für die Öffnung der Ehe ausgesprochen. Am höchsten ist die Zustimmung bei Anhänger_innen der Grünen (82 %), überwiegend gegen die Öffnung der Ehe sprachen sich Anhänger_innen der Christdemokraten (77 % dagegen) und der Partei Wahre Finnen (54 % dagegen) aus.
Links: [www.hs.fi]
[www.hs.fi]
[www.hs.fi]
[www.queernews.at]
[www.queernews.at]
[www.queernews.at]
Das Urteil ist noch ausständig, für Empörung sorgte aber die Aussage der Rechtsanwältin Monica Carss-Frisk, die in dem Verfahren die Regierung vertritt. Sie argumentierte, dass nur eine Frau, die Kinder bekommen kann, eine "wirkliche Frau" ist. Weiters vertrat sie unter Berufung auf Präzedenzfälle in Hongkong und Großbritannien, dass die Ehe nur durch den Geschlechtsverkehr zwischen Mann und Frau konsumiert werden kann und dass Ehe und Familie lange Zeit untrennbar gewesen sei und die Nachkommenschaft noch immer ein zentrales Element der Ehe sei.
Dem widersprachen LGBT-Aktivist_innen der Gruppe Rainbow Action, die vorgestern - zum Teil in traditionellen Hochzeitskleidern - vor dem Standesamt im Tsim Sha Tsui Cultural Centre protestierten. Carss-Frisks Argument ist für alle Frauen entwürdigend, weil es sie zu Werkzeugen macht, sagte Noel Chen. Weder sind sexuelle Fähigkeiten Voraussetzung für das Recht eine Ehe zu schließen, noch war die Ehe historisch je wegen Unfruchtbarkeit ausgeschlossen, fügte her hinzu. Rainbow Action fordert eine Entschuldigung von Carss-Frisk. Quelle: The Standard (Hongkong) vom 23. August 2010
Links: [www.thestandard.com.hk]
http://hklgff.hk/en/ltbg-community/
>>> Nachträge 1-5
Die Zwitter Medien Offensive™ geht weiter!
>>> Gelungener Artikel von Alexandra Bader auf der Homepage des Österreichischen Frauenmagazins "CeiberWeiber" (fast gleichzeitig mit dem ebenfalls exzellenten "Zwitter im Sport: Intersexuelle kämpfen für Caster Semenya" auf news.de).
Der Artikel verbindet das aktuelle Geschehen um Mokgadi Caster Semenya und Santhi Soundarajan mit einer kritischen Aufarbeitung der Geschichte des "intersexuell" geborenen Österreichischen Skifahrers Erik Schinegger aus feministischer Perspektive. Schinegger war wie die meisten "Intersexuellen" als Frau aufgewachsen. 1968 wurde die damalige Erika Schinegger nach der Einführung der ersten Geschlechtstests ("Barr-Körperchen-Test" a.k.a. "Sex-Chromatintest", kam noch bei Santhi Soundarajan zum Einsatz), den Schinegger "nicht bestand", von Frauenwettkämpfen ausgeschlossen, zugleich wurden ihr alle Titel und Medaillen genommen. 2005 erschien ein Dokumentarfilm über seine Geschichte.
Ebenfalls am 22.8. gingen auch 2 Mainstreammedien im Vorfeld von Caster Semenyas Start in Berlin am Rande auf das Thema ein.
Nämlich >>> Zeit-Online:
Der lange Zeitraum bis zur Entscheidung hat jedoch allerhand Spekulationen aufkommen lassen. Zunächst hieß es, IAAF-Präsident Lamine Diack sei schlicht zu bequem, um den Fall schnell zu lösen.
Das wäre, wenn man das Gebaren in solchen Kreisen kennt, wenig überraschend. Es ist aber noch ein anderes Gerücht aufgetaucht. Das Gerücht geht so: Die IAAF habe Semenya zu medizinischen Eingriffen gedrängt, um mögliche Wettbewerbsvorteile zu beseitigen – sei es eine Operation oder eine Hormonbehandlung. Das Gerücht lässt sich vielleicht damit nähren, dass sie nun schmaler aussieht, nicht mehr so muskulös. „Ich will nicht über jemanden reden, der größer ist als ich“, sagt Semenya über die IAAF, „da müssen Sie die Big Boys beim Verband fragen.“
Sowie >>> FAZ.net:
Von da an stand sie im Mittelpunkt juristischer Auseinandersetzungen, war Gegenstand politischer Polemik und hatte sich womöglich sogar einer Hormonbehandlung oder einer Operation unterziehen müssen, um wieder mit den besten Läuferinnen der Welt ins Rennen zu dürfen.
Nach den
erneuten Sieg von Caster Semenya in Berlin erschienen zudem in
englischsprachigen Medien eine Reihe von Berichten, worin unterlegene
Konkurrentinnen die Teilnahme Caster Semenyas mehr oder weniger offen
kritisierten, bis hin zur erneuten indirekten Verunglimpfung als "Mann", vgl.
New York
Times (ebenfalls publziert im
Jakarta Globe), der englische
Telegraph, Salon.com
und die International
Herald Tribune, sowie ein gelungener Kommentar auf
CBSSports.com, auf deutsch vgl. bisher
FinanzNachrichten.de.
Caster Semenya wird dessen ungeachtet laut International Herald Tribune bereits am nächsten Freitag 27.8.10 am Diamond League Finale in Brüssel ihr nächstes Rennen bestreiten.
Danach stehen 2 Rennen in Italien an, u.a. die Notturna di Milano am 9. September sowie möglicherweise ein weiteres in Südafrika, bevor Caster Semenya vom 3.-14. Oktober an den Commonwealth Games in Delhi teilnimmt, wozu Südafrika sie nach anfänglichem Zögern inzwischen in die Mannschaft aufgenommen habe.
Nachtrag: Oben inzischen den korrekten Link auf CeiberWeiber gesetzt, oops (bin übrigens für Hinweise auf solche Peinlichkeiten immer froh, danke).
Nachtrag 2: Auf >>> Queer.de erschien heute 24.8.10 ein weiterer Artikel. Es geht vor allem um die Beschuldigungen, Caster sei "ein Mann", plus mit einem letzten Abschnitt "Caster Semenya intersexuell?", der sich wiederum auf den news.de-Artikel vom Sonntag bezieht. Und der es tatsächlich fertig bringt, Nella ein Zitat von sage und schreibe IAAF-Generalsekretär Pierre Weiss in den Mund zu legen, vgl. Nellas Kommentar #3 (--> unter dem Artikel). So schnell geht's ... Nachtrag 3: Wenn Schurnalisten zu sehr abschreiben: Genau dieselbe peinliche Unterstellung am nächsten Tag 25.8.10 auf >>> schwulissimo.de – noch dazu ohne Quellenangabe oder Kommentarmöglichkeit ...
Nachtrag 4: Gelungener Kommentar von AP-Sportkolumnist John Leicester auf >>> USA Today mit übersetztem Titel: "Schweigen über Semenya öffnet Tür zu Ignoranz". Leicester argumentiert, die Taktik des IAAF, nur mit einer 56-Wort-Meldung Caster Semenyas Zulassung zu eröffnen, sowie dass weiter nichts bekannt gegeben werde, erweise sich als "Fehler", weil es Gelegenheit schaffe für hässliche Einflüsterungen und Gerüchte. Der IAAF habe z.B. offen legen sollen, ob Semenya medizinische Massnahmen auf sich habe nehmen müssen oder nicht; dies sei auch möglich, ohne Verletzung ihrer Privatsphäre wie bzw. Öffentlichmachung ihrer medizinischen Akte. Es bestünden viele offene Fragen über [als] Zwitter [Verdächtigte] im Sport, zum Teil auch berechtigte betreffend Fairness für alle Wettkampfteilnehmerinnen, und Tabuisierung würden sie nicht aus der Welt schaffen, sondern verstärken. Jemand müsse hier für Aufklärung und Fortschritt sorgen. Es könne nicht verlangt werden, dass Caster dies auch noch übernehmen könne nach allem, was sie durchlitt, weshalb hier ihre Anwälte, ihr Manager oder der IAAF gefordert seien. Meine 2 Cent: Hört, hört! Meiner Meinung nach gehört hier allerdings vor allem erstmal der IAAF als Hauptverantwortlicher gehörig in die Pflicht genommen. (Ausserdem, was ich hier wohl nicht weiter ausführen muss, sind Wendungen wie "Geburtsfehler" und "Störung der Geschlechtsentwicklung, wie sie leider auch Leicester gebraucht, verletzend und schädlich.)
Nachtrag 5: Inzwischen hat auch >>> IVIM/OII Deutschland ein kurzes Statement veröffentlicht. Schade nur, dass IVIM anscheinend wieder erstmal den Sport bzw. die Gesellschaft als solche ändern will, bevor dann vielleicht auch mal die Menschenrechte "Intersexueller" in den realexistierenden Gegebenheiten durchgesetzt werden sollen.
>>>
IOC und IAAF unterstützen GenitalverstümmlerInnen
>>>
Zwitter im Sport: IOC und IAAF leugnen Verantwortung
>>>
IOC/IAAF/FIFA: "Zwitter brauchen OPs und Hormonbehandlungen"
>>>
Pressemitteilung Zwischengeschlecht.org von 22.01.2010
Siehe auch:
- Alle Posts über Caster
Semenya
-
Caster Semenya rehabilitiert – und Santhi Soundarajan???
-
Diskriminierung von Zwittern im Sport weltweit
-
"Caster Semenya wird als Zwitter verheizt"
-
Protest gegen Diskriminierung von Zwittern im Sport, IOC 19.11.09
Die taz meldet heute:
Schwangeren Frauen, die ein Beschäftigungsverbot vom Arzt erhalten, wird das Arbeitslosengeld gestrichen – die Bundesarbeitsagentur will es so. In Schleswig-Holstein klagt jetzt die erste Betroffene. Ihre Chancen, vor Gericht zu gewinnen, stehen nicht schlecht.
Die Geschichte einer 28-Jährigen, die wegen der Gefahr, ihr Kind als Frühgeburt zur Welt zu bringen, von ihrem Gynäkologen ein Beschäftigungsgebot auferlegt hat, ist verstörend. Denn mit diesem Beschäftigungsverbot, das das Leben ihres ungeborenen Kindes und auch ihr eigenes schützen soll, verliert sie den Anspruch auf Arbeitslosengeld. In den Lübecker Nachrichten sagt sie: “Ich habe keinen Anspruch mehr auf Mutterschutz, Kranken- und Elterngeld, muss mich über meinen Mann krankenversichern – rundum ein Ausfall von 10 000 Euro”. Und: “Jede alleinstehende Frau findet sich doch ganz schnell in einer Sozialwohnung wieder.” Auch die Gegenseite sagt etwas, nein, sie beruft sich auf die Vorschriften: “Bei einem generellen Beschäftigungsverbot ist man auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr einsetzbar”, sagt die Arbeitsagentur. So bleibt nur Hartz IV – oder eben eine Klage. Die hoffentlich gewonnen wird, damit das Regelwerk der Arbeitsagentur an dieser Stelle menschlich gemacht wird. Ach ja, und Gesetzgeber, tu etwas!
Carrie, Samantha, Charlotte, Miranda – früher nannte man solche Frauen wahrscheinlich Schnepfen oder auch Zicken, aber das würde es heute nur sehr unzutreffend benennen, besser ist tatsächlich: Alles Tussis. Diese Zuschreibung bedeutet zwar – wie bei der Zicke – „du gehst mir furchtbar auf die Nerven“, aber zugleich vermittelt sie so etwas wie Respekt und Sexiness, eine erotische Aura jedenfalls, die zugleich antörnt und nervt. Und mehr als das.
Seit nun also Teil 2 des Films „Sex and the City“ in die deutschen Kinos gekommen ist, seit das fröhliche Tussen-Quartett um Carrie Bradshaw wieder vereint durch New York (beziehungsweise diesmal ausnahmsweise durch die Wüste) zieht, ist erneut Weiber-Zeit, da feiert das neuzeitliche Prinzip Tussi seine Blüte, ein Prinzip, das mit der gleichnamigen Fernsehserie „Sex and the City“ schon vor gut zehn Jahren einen neuen Typus Frau aufs Tapet hievte.
Kann ich Sex haben wie ein Mann?
Die Tussi würde vermutlich von sich behaupten: Klar bin ich eine, und das ist auch gut so. Über sie könnte man sagen, dass sie ihr eigener Herr ist, ihr eigenes Geld verdient, Spaß hat, nicht blöd ist, für die Wohnung eine Putze hat und von den Männern vor allem eines will, nämlich Sex. Und wenn die Typen das nicht kapieren, dann sagt die Tussi denen das auch ins Gesicht, die Tussi macht sich nämlich nicht mehr ins Hemd.
So fing das damals jedenfalls an, schon in den ersten Folgen von „Sex and the City“ hieß die Herausforderung für das Damen-Quartett: Kann ich Sex haben wie ein Mann? Heißt: Muss ich mich nicht gleich „verlieben“;, unterwerfen und auf immer und ewig „binden“? Und es funktionierte, zunächst zumindest.
Diese Tussi jedenfalls ist – wenn man so will – aus der Art geschlagen in der langen Reihe emanzipatorischer Bemühungen und gendertechnischer Auswüchse, ganz anders noch, als es sich die Feministinnen der 60er, 70er und 80er gedacht haben mögen: Einerseits ist sie selbstständig, beruflich wie privat, endlich nicht mehr in einem Abhängigkeitsverhältnis von einem Ernährer gefangen, andererseits aber hysterisch überdreht, marketinggesteuert und, zumindest gedanklich, etwas übersexualisiert.
Design bestimmt ihr Bewusstsein
Ein typisches Produkt der 90er eben, der – wie es so schön hieß – Spaßgesellschaft. Oder vielleicht gar kein Produkt, sondern der eigentliche Impuls: Plötzlich kam „Spaß“ in die Sache durch diese Art Frauen, „Spaß“ wurde die Kategorie, um die sich das Leben drehte, „Spaß“ war das pure Glück – nicht das ewige und zumeist in theoretischen und ideologischen Exzessen ausartende Getue um Wohlstand, Gerechtigkeit oder gleich den Weltfrieden, was noch ein paar Jahre zuvor das Nonplusultra gewesen war. (Abgesehen davon, dass Carrie und die anderen Tussis tatsächlich in ziemlichem Wohlstand und jeder Menge Frieden leben.)
Frauen, deren Lebensinhalt nicht mehr aus Kindern, Kirche, Kochtopf besteht, schrieben sich hier nun das Motto „Fun, Fashion, Friendship“ – wie der „Sex and the City2-Verleih das heute noch nennt – auf die Stirn. Design bestimmte fortan das Bewusstsein, diese Tussis waren entpolitisiert - oder anders: Sie waren gewissermaßen postpolitisch. Die „Gesellschaft“ in Form von politischen Codes und Rahmenbedingungen kam hier nicht mehr vor, wozu auch? Gesellschaft – das war die Party am Freitagabend mit reichlich Cosmopolitan und vielen schönen Menschen.
Es geht bei diesen Tussis viel um den äußeren Schein. Nichts ist geblieben von den 80ern, als noch die anstrengende Sehnsucht nach „inneren Werten“ vorherrschte und (vor allem von Frauen) gern die Berücksichtigung der Kategorie „Charakter“ im Paarungsverhalten eingefordert wurde. Frauen wollten in der grauen Vorzeit ja nicht mehr – jedenfalls schien das so – in Kategorien wie „blond, hübsch und dicke Dinger“ wahrgenommen werden; hier nun ist ihnen das völlig egal. Oder im Gegenteil, in „Sex and the City“ war die Wahrnehmung als „Objekt“, ja sogar als Objekt der Begierde, gewollt. Sie wurde Teil des eigenen Selbstverständnisses, das eigene Selbstbewusstsein zog daraus Kraft.
Anders als zuvor. Und anders als gedacht.
Das ist es wahrscheinlich auch, was Feministinnen wie Alice Schwarzer am meisten an diesen Tussis irritierte und irritiert: Dass die Sex, Verlangen, Begierde, Körper eben nicht verstecken, weder verbal noch unterm Schlabberpulli, sondern im Gegenteil das alles in die Waagschale werfen. Und das tun sie ja auch immer noch, auch in der Realität.
Wohlgemerkt, wir reden hier nicht von dem Fall, der sich gemeinhin „dumme Tussi“ nennt, sondern von dem Typ Frau, der sich seiner erotischen Strahlkraft bewusst ist, sie unverhohlen einsetzt, aber auch gegebenenfalls drübersteht, sodass die sexuelle Aura nicht als plattes, penetrantes, dümmliches Ding daherkommt, sondern als Spiel. Oder was tun moderne Tussis wie Charlotte Roche, Barbara Schöneberger, Sarah Wagenknecht, Silvana Koch-Mehrin oder Anne Will anderes?
Andererseits und zurück zu „Sex and the City“ ist der Drang, „attraktiv“ und en vogue bleiben zu wollen, natürlich auch anstrengend. Wenn die Damen in jeder neuen Szene ein neues hübsches Kleidchen anhaben, der wichtigste Raum in ihren Wohnungen der begehbare Kleiderschrank ist, 400 Dollar für ein paar Sandalen auszugeben irgendwie normal ist, fragt man sich schon, ob man nicht im falschen Film ist. Machen die wechselnden Schuhe, Klamotten, Taschen mit den allzeit sichtbaren Designerlogos aus „Sex and the City“ nicht einen Home-Shopping-Kanal für die etwas auf sich haltende Frau von heute?
Ist wirklich alles so simpel? Und der Mann im Tussi-Kosmos schlecht dran?
Als Mann sitzt man dann verwundert davor und denkt sich: Stimmt es also doch, dass Frauen durchdrehen, wenn sie die „richtigen“ Schuhe sehen, es ist wirklich alles so simpel, wie wir es schon immer geahnt haben: Solche Tussis toben sich stundenlang im Schuhladen aus und wenn unsereins geduldig dabei bleibt und am Ende mit der Kreditkarte wedelt, ist die Welt in Ordnung.
Der Mann im Übrigen hat es ohnehin nicht leicht in diesem Tussi-Kosmos, obwohl das Anspruchsprofil nicht besonders groß ist: Breite Schultern muss er haben, und eine dicke Brieftasche ist auf jeden Fall von Vorteil. Mr. Big, der von Carrie Umschwirrte, heißt nicht umsonst so und ist nicht zufällig irgendeine große Immobiliennummer. Es kommt gut, wenn er bei der gemeinsamen Wohnungssuche das überteuerte, von Carrie mit juchzenden Ahhhs und Ohhhs begleitete neue Penthouse mal eben so aus der Portokasse bezahlt. Geld ist sexy, da geht nun mal nichts drüber.
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Andreas Lehmann arbeitet als Redakteur beim „Magazin“, wo der vorliegende Text zuerst erschien. Wir danken für die Erlaubnis zur Zweitveröffentlichung.
Das „Magazin“-Heft 6/2010 enthält noch viele andere lesenswerte Beiträge zum Thema „Freche Frauen“– und ist mit einem Klick hier zu finden (und auch noch zu bestellen).
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Am vergangenen Donnerstag beschäftigte sich das TV-Magazin “Monitor” mit dem Thema Vergewaltigung. Anlass gab die Äußerung des Staatsanwaltes Hansjürgen Karge bei Anne Will, der selbst seiner eigenen Tochter davon abraten würde, im Fall einer Vergewaltigung Anzeige zu erstatten (wir berichteten).
“Monitor” ging der Frage nach, was es Opfern in Deutschland erschwere, eine Tat vor Gericht zu bringen beziehungsweise Anzeige zu erstatten. Die Fakten, die das Magazin vorbringt, sind nicht neu und dennoch ernüchternd. Auf etwa 100.000 Deutsche gäbe es nur neun Anzeigen wegen Vergewaltigung. Die nicht gemeldeten Vorfälle dürften allerdings um ein Vielfaches höher liegen, legt man lediglich die Statistiken zu Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen zu Grunde.
Die Gründe für das Opfer, sich gegen eine Anzeige zu entscheiden, sind vielfältig: Da etwa 85 bis 90 Prozent aller Täter_innen aus dem persönlichen Umfeld des Opfers stammen, ist das Schamgefühl, der soziale Druck und die Angst vor Einschüchterung durch den/die Täter_in besonders hoch. Hinzu kommt, dass die Vorgehensweise der Polizei und ermittelnden Behörden eine zusätzliche Hemmschwelle bieten:
Im Regelfall wird ein Vergewaltigungsopfer nur dann professionell untersucht, wenn es Anzeige erstattet. Aber genau davor scheuen viele Opfer erst einmal zurück. Für sie beginnt deshalb ein Vernehmungsmarathon, bei Polizei, Gericht und Gutachtern. Wieder und wieder müssen sie die Tat schildern und durchleben. Weil es bei Beziehungstaten meist keine objektiven Beweise gibt, zählt die Glaubwürdigkeit des Opfers. Gutachter wie Thomas Weber sind verpflichtet, dem mutmaßlichen Opfer zu unterstellen, dass es nicht die Wahrheit sagt.
Perfide, denn ein Gutachter gesteht im Monitorbeitrag, dass diese Vorgehensweise die Opfer nachhaltig psychosozial schädigen kann. Etwa 80 Prozent aller Vergewaltigungsopfer benötigen zum Teil jahrelange psychologische Betreuung.
Entscheidet sich das Opfer dennoch, direkt nach der Tat Anzeige zu erstatten, kann es in einigen Fällen sogar passieren, dass die Polizei keine Gerichtsmedizin hinzuzieht, um das Opfer zu untersuchen und Beweise zu sichern, berichtet “Monitor”. Stattdessen wird das Opfer zur hausärztlichen Untersuchung geschickt. Die Folge: mangelnde Beweise und damit ein fehlende Glaubwürdigkeit vor Gericht – sollte der Fall überhaupt dort landen. 80 Prozent der Ermittlungsverfahren wegen Vergewaltigung werden wieder eingestellt.
Einen Lichtblick gibt eines der wenigen Modellprojekte in Mainz. Dort können sich Opfer anonym untersuchen lassen, ohne Anzeige zu erstatten. Die Beweismittel werden zehn Jahre eingelagert, so lange hat das Opfer Zeit sich zu überlegen weitere rechtliche Schritte einzuleiten. Finanziert wird das Projekt vom Innenministerium Rheinland-Pfalz. Nationale, flächendeckende Strukturen gibt es allerdings nicht. Keines der Bundesministerien fühlt sich in dieser Sache zuständig. Anders in England: Dort sind die anonymen Opferzentren seit Jahren selbstverständliche Anlaufstelle für Betroffene, die Regierung will die Zentren um 50 Prozent ausbauen, denn die Zahl der Anzeigen habe sich mit den Opferzentren erhöht. Sie liegt dreimal höher als in Deutschland.

Einspruch Herr Kollege! Erich Lehner äußert sich im Interview mit dieStandard zur aktuellen Diskussion um die gemeinsame Obsorge in Österreich und die Erfordernisse der Gleichstellungspolitik. Eine der Kernaussagen ist, dass ‚Männerpolitik einer Frau unterstellt sein muss’. Ich bin kein Psychoanalytiker wie Lehner, aber eindeutig der Auffassung, dass eine dialogorientierte Männerpolitik niemandem unterstellt werden kann, ebenso wenig wie die Frauenpolitik. Männer- und Väterpolitik braucht keine ‚Übermutter’
‚… dieStandard.at: Was schlagen Sie für mehr Gerechtigkeit in diesen Bereichen vor?
Lehner: Ich halte die Verteilung von Berufsarbeit und Familienarbeit als einen der Schlüsselpunkte für Geschlechtergerechtigkeit. Das heißt zunächst Frauen im Beruf zu fördern. Allerdings verweise ich hier gerne auf den Ausspruch der schwedischen Feministin Eva Moberg, dass Frauen nicht Gleichstellung im Berufsleben erlangen, solange sie alleinverantwortlich für die Familie sind. Moberg forderte zu Recht eine größere Präsenz von Männern in der Familie. Ich bin deshalb sehr dafür, dass die Karenzzeit aufgeteilt wird. Eine Hälfte sollte ausschließlich dem Vater, die andere Hälfte ausschließlich der Mutter zur Verfügung stehen. Es sollte gesellschaftlich klar sein, dass beide Elternteile sowohl für die materielle Versorgung als auch für die psychosoziale Betreuung der Kinder zuständig sind. Aufgabe der Politik wäre es hier, die gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen zu schaffen.
dieStandard.at: Kürzlich wurde berichtet, dass Männer von Mobbing betroffen sein können, wenn sie in Karenz gehen Ist die Karenz-Scheu der Männer also berechtigt?
Lehner: Natürlich gibt es das, aber das sind Extreme. Grundsätzlich sagen alle Umfragen, dass es eine hohe Bereitschaft unter Männern gibt, mehr bei ihren Kindern zu sein. Allerdings gilt auch, wenn es Widerstand zur Väterkarenz gibt, dann eher von Seiten männlicher Kollegen, jedoch ist dieser Widerstand nicht immer extrem. Ein Großteil der Karenzväter berichtet dennoch, dass sie auch unter männlichen Kollegen Anerkennung für ihre Entscheidung bekommen haben. Es zeigt aber, dass die Bereitschaft zu größerem familiären Engagement der Männer von der Politik aufgenommen und unterstützt werden muss. Insofern freue ich mich, dass wir mit Heinisch-Hosek eine Frauenministerin haben, die verstärkt anspricht: Zur Gleichstellung der Frauen gehört eine Veränderung der Männerrolle. Ich würde mir überhaupt auf lange Sicht wünschen, dass das Frauenministerium in ein Gleichstellungsministerium mit Frauen- und Männeragenden umgewandelt wird. In Österreich fehlt eine entwickelte Männerpolitik. Sie sollte von Männern getragen sein, sollte aber einer Frau, der Gleichstellungsministerin, unterstellt sein. Historisch gesehen ist überall da, wo sich Männer organisieren, die strukturelle Macht zu groß und die Gefahr eines Backlash gegeben. …’
Die zitierte Aussage von Frau Moberg gilt meiner Auffassung selbstverständlich auch umgekehrt, dass Väter keine Gleichstellung in der Familie erlangen können, solange sie alleinverantwortlich für das Familieneinkommen gemacht werden
Sieh an, die Missy hat ihren Look geändert. Muss ja auch mal sein, den Kram im Kleiderschrank um- und aussortieren. Was neu ist, was geblieben und was noch mehr knallt, erzählen die Missy-Macherinnen Chris Köver und Verena Reygers am Mittwoch, 25. August bei ByteFM. Sie haben ein neues Missy Mixtape für euch zusammengestellt. Auch mit am Start: Die Bombenlegerin M.I.A., ein frühes Bikegirl und Musik, Musik, Musik…
Tune in and Enjoy: Mittwoch, 25.08.2010, 12 - 13 Uhr
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Herr Jürgen Römer ist ein pensionierter Dienstnehmer der Stadt Hamburg. Seit 1969, also seit über 40 Jahren, lebt er mit seinem Partner Alwin Ulrich. 1999 haben sie ihre Partnerschaft bei der Stadt Hamburg registrieren lassen ("Hamburger Ehe") und 2001, unmittelbar nach der bundesweiten Einführung der eingetragenen Partnerschaft, haben sie die "Eingetragene Lebenspartnerschaft" geschlossen.
Die Stadt Hamburg zahlt Herrn Römer eine niedrigere Pension als verheirateten Pensionisten. Seine Alterspension ist nur deshalb geringer, weil er einen (gleichgeschlechtlichen) eingetragenen Partner und nicht einen (verschiedengeschlechtlichen) Ehepartner hat. Deutschland erlaubt die eingetragene Partnerschaft nur gleichgeschlechtlichen Paaren und die Zivilehe nur verschiedengeschlechtlichen. Herr Römer klagte und das Hamburger Arbeitsgericht legte die Sache dem EuGH zur Auslegung der EU-Antidiskriminierungs-Richtlinie vor.
Herr Römer wird von der Hamburger Rechtsanwältin Birgit Boßert und durch die ILGA-Europa vertreten, diese wiederum von RKL-Präsident Rechtsanwalt Dr. Helmut Graupner.
Generalanwalt Niilo Jääskinen hat in seinen kürzlich veröffentlichten Schlußanträgen dem EuGH ein Urteil vorgeschlagen, wonach gleichgeschlechtliche Paare in der gesamten Union Zugang zu allen arbeitsrechtlichen Vergünstigungen haben müssen, wie sie Ehepaaren gewährt werden.
Basierend auf dem Grundsatzurteil im, ebenfalls von RKL-Präsident Helmut Graupner vertretenen, Fall Maruko gg. VdBB (01.04.2008), und der Argumentation der ILGA-Europa folgend, führt er aus, dass die Gesetzgebungskompetenz auf dem Gebiet des Ehe- und Familienrechts bei den Mitgliedstaaten und nicht bei der Union liegt.
Wenn aber ein Mitgliedstaat sich dazu entscheidet, die Zivilehe verschiedengeschlechtlichen Paaren vorzubehalten, darf er auf Grund der EU-Antidiskriminierungs-Richtlinie arbeitsrechtliche Vergünstigungen nicht auf Ehepaare beschränken sondern muss auch (obwohl nicht verheiratet) gleichgeschlechtlichen Paaren Zugang zu diesen Leistungen gewähren.
Gewährt ein Mitgliedstaat eingetragenen Paaren eine vergleichbare Rechtsposition wie Ehepaaren, so stellt die Verweigerung solcher arbeitsrechtlicher Leistungen und Vergünstigungen eine direkte Diskriminierung gegenüber heterosexuellen Ehepaaren dar. Bietet ein Mitgliedstaat nur eine eingetragene Partnerschaft an, die mit der Ehe nicht vergleichbar ist oder lässt er überhaupt keine Registrierung gleichgeschlechtlicher Paare zu, so begründet eine solche Verweigerung eine indirekte Diskriminierung.
Der Schutz der Ehe und Familie können solche Diskriminierungen nicht rechtfertigen, so der Generalanwalt (par. 106-111). Auch nicht, wenn dieser Schutz, wie in Deutschland, durch die Verfassung geboten ist. Dem Unionsrecht kommt auch Vorrang vor nationalem Verfassungsrecht zu.
Der Generalanwalt betont, dass das Verbot von Diskriminierung auf Grund sexueller Orientierung einen allgemeinen Grundsatz des Unionsrechts darstellt (par. 129-133). Daher sei das Verbot auch nicht auf die Zeit nach der Erlassung der EU-Antidiskriminierungs-Richtlinie (2000/78/EG) oder auf die Zeit nach Ablauf der Umsetzungsfrist (Dezember 2003) beschränkt, sondern entfaltet volle Wirkung auch für die Zeit davor. Gleichbehandlung und Entschädigung für Diskriminierung können daher rückwirkend zum Beginn einer Diskriminierung geltend gemacht werden.
In den meisten Fällen folgt der EuGH den Schlußanträgen der Generalanwälte.
"Die Schlußanträge des Generalanwalts sind für die gesamte Union richtungweisend", sagt der Präsident des RKL und Anwalt von Jürgen Römer, Dr. Helmut Graupner, "Wenn ihnen der EuGH folgt, werden alle 27 Mitgliedstaaten homosexuellen Paaren Zugang zu allen arbeitsrechtlichen Leistungen und Vergünstigungen gewähren müssen, wie sie Ehepaare haben; gleichgültig ob ein Mitgliedstaat eine eingetragene Partnerschaft hat oder nicht". Quelle: Newsletter des RK Lambda vom 23. August 2010
Der Fall: Römer gegen Hamburg (C-147/08), Vorabentscheidungsersuchen vom 10. April 2008, Schlussanträge vom 15. Juli 2010.
Links: [eur-lex.europa.eu] (Vorabentscheidungsersuchen des Arbeitsgerichts Hamburg)
[curia.europa.eu] Die Schlussanträge sind nicht direkt verlinkbar, aber leicht zu finden, indem man bei der Datenbank "Römer" als Partei eingibt.
[www.rklabmda.at]
[www.ilga-europe.org]
[www.graupner.at]
Diesmal zugegeben etwas verspätet, aber hier ist sie, unsere neue Gastbloggerin im August. Mary Scherpe, mit ihrem Blog Stil in Berlin eine Pionierin der deutschen Streetstyle-Fotografie, wird die kommenden vier Wochen über ein Fototagebuch für uns führen. Ab jetzt lohnt es sich also noch mehr, täglich hier vorbei zu schauen. Wir sind begeistert und freuen uns, dass es nach vielen schlauen Texten jetzt auch mal mehr für’s Auge gibt. Und dann auch noch gerade von Mary.
Wer in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) erfolgreich abschließt, ist in Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung sehr gefragt. Die rheinland-pfälzische Frauenministerin Malu Dreyer wies heute in Mainz darauf hin, dass diese sogenannten MINT-Berufe, in denen bisher vorwiegend Männer zuhause waren, immer mehr Frauen interessieren.
In Großbritannien bleiben die Menschen entweder bei der Religion ihrer
Kindheit oder sie treten aus - ein Wechsel zu einer anderen
Religionsgemeinschaft ist selten. Die größte Gruppe (über 40 %) ist in
Großbritannien die ohne religioses Bekenntnis, in den USA sind das nur 16 %. Obwohl auch in den USA
der Anteil derjenigen, die keiner Religionsgemeinschaft angehören
steigt, gibt es auch eine statistisch relevante Gruppe von Personen,
die nicht religiös aufwuchsen, aber später einer Religionsgemeinschaft
beitraten.
Über die Gründe wird in den Blogs spekuliert - offenbar ist in den USA der gesellschaftliche Druck, sich religiös zu geben, nach wie vor groß. Andererseits wird die Religionszugehörigkeit in den USA nicht als etwas "Gottgegebenes" angesehen. Wenn man mit den Lehren einer Religionsgemeinschaft nicht einverstanden ist, sucht man sich eine andere.
Ähnliche Statistiken für Österreich habe ich nicht gefunden. Den einzigen Anhaltspunkt bietet die Übersicht in der Wikipedia, die allerdings nur den Anteil der Bekenntnisse an der Gesamtbevölkerung zeigt und nicht die individuellen Bewegungen im Laufe des Lebens der Menschen. Während Anfang der 1950er Jahre noch fast 90 % der österreichischen Bevölkerung römisch-katholisch waren, sind es heute nur mehr zwei Drittel. Gewachsen ist der Anteil der Muslime (0,3 auf 4,2 %) und der konfessionslosen (3,8 % auf 12 %), wobei hier die jüngsten Zahlen von der Volkszählung 2001 stammen.
Meiner Meinung nach signifikant ist auch die Tatsache, dass man Zahlen über die Religionszugehörigkeit der Österreicher_innen gar nicht so leicht findet, offenbar, da Religion hierzulande als etwas Privates angesehen wird, über das man nicht spricht. Ganz anders verhält sich das in den USA, wo nicht nur laufend statistische Erhebungen über religiöse Einstellungen gemacht werden, sondern auch Politiker_innen - trotz Trennung von Kirche und Staat - häufig religiöse Argumente verwenden.
Nicht zuletzt werden religiöse Argumente oft auch im Zusammenhang mit der Forderung nach Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben und mit anderen Rechten sexueller Minderheiten verwendet. Was mich dabei immer wieder verblüfft, ist, dass die religiösen Gruppen Lesben und Schwulen dabei den verfassungsrechtlichen Schutz mit dem Argument absprechen, dass die sexuelle Orientierung (anders als zB Rasse oder Geschlecht) nicht angeboren und unveränderlich sei, aber dabei übersehen, dass die Religion ebenfalls Verfassungsschutz genießt, obwohl sie im Fall der USA keineswegs unveränderlich ist.
Die Grafiken stammen von Michael Bell, Internetmonk.com und Siobhan McAndrew, British Religion in Numbers (www.brin.ac.uk) und sind auf den betreffenden Websites auch in größerer Ausführung zu finden, die den Grafiken zugrundeliegenden Zahlen von einer Erhebung mit dem Titel Faith in Flux: Changes in Religious Affiliation in the U.S. des Pew Forum und aus dem Sozial Attitudes Survey 2008 in Großbritannien.
Links: [www.internetmonk.com]
http://pewforum.org/newassets/images/reports/flux/fullreport.pdf
[www.brin.ac.uk]
http://www.brin.ac.uk/figures/documents/ReligionByRelofUpbringing_000.xls
http://www/brin.ac.uk/figures
[www.secularnewsdaily.com]
[de.wikipedia.org]
Kantonsspital Luzern, 22.8.2010 (Bild:
Ärger)
Die Zwitter Medien
Offensive™ geht weiter!
>>> Gelungene Online-Lokalmeldung pünktlich zu Beginn der Aktion auf der Homepage des Zentralschweizer Medienverbundes LZ Medien mit folgendem Lead: "Zwischengeschlecht.org organisiert eine Demonstration in Luzern. Die Initianten werfen dem Luzerner Kantonsspital Menschenrechtsverletzung vor." Auch der Rest der Meldung verdient das Prädikat: Kurz & bündig! Danke!
Zuvor war bereits in der überregionalen Sonntags-Printausgabe aus dem gleichen Hause ein interessanter, ganzseitiger Beitrag erschienen in im Bund "Wissen", Montag soll eine weitere Kurzmeldung folgen.
Fettes Dankeschön an alle, die kamen!
Fortsetzung folgt ...
>>> Offener Brief an das Kinderspital Luzern, 22.8.2010>>>
Kosmetische Genitaloperationen im Kinderspital Luzern
>>>
Pressemitteilung vom 19.8.2010

Wenig ist schöner als an einem Wochenende im August über die Spree zu rudern.
Das letzte Sommerwochenende ist auch gleichzeitig der Beginn meiner Missy Gastbloggerschaft -
Ich arbeite seit 4,5 Jahren an meinem Blog StilinBerlin.de und werde jetzt einen Monat lang Fotos hier zur Schau stellen.
Frauen werden heutzutage meistens genauso gut bezahlt wie Männer, zeigt eine Studie des Chartered Management Institute. Das größte Problem für ist, dass die hoch bezahlten Stellen immer mehr Arbeitsstunden verlangen, meint Camilla Cavendish in einem Beitrag für die konservative Tageszeitung The Times:
“The men-only model of achievement is alive and well in ‘extreme jobs’ that leave no time for life outside work. …
Globalisierung bedeutet, dass immer mehr Menschen über verschiedene Zeitzonen hinweg arbeiten und es mit unersättlichen Kunden zu tun haben, die nie schlafen. Menschen in beratenden Funktionen wie Rechtsanwälte, Buchhalter und Informationstechniker sind gegenüber den Forderungen von Kunden, die selbst immer mehr Überstunden machen, besonders anfällig. …
Der Arbeit verschrieben zu sein, bedeutet, sich nicht dem Partner, den Kindern oder Verwandten verschreiben zu können. Karrieremänner können ein Date absagen und beeindrucken. Karrierefrauen können ein Date absagen und das war’s – Kinder zu haben ist noch schwieriger. …
Frauen haben die meisten Hürden am Arbeitsplatz genommen. Aber das Machomodel der extremen Arbeit ist eine große Herausforderung. Der Kampf um Gehälter ist weitgehend vorbei. Der Kampf um Stunden hat erst begonnen.”
Und in diesem Kampf stehen Frauen, Mütter und Väter auf einer Seite, extreme Arbeitszeiten und eine weiterhin vorherrschende Anwesenheitskultur hindern auch aktive Väter daran, ihre Vorstellungen von Familienleben umzusetzen und auch mit reduzierten Stundenzahlen Erfolg im Beruf zu haben.
Die Zwitter
Medien Offensive™ geht weiter!
>>> Gelungener Artikel von Isabelle Wiedemeier. Danke!
Wir wünschen Caster Semenya viel Erfolg beim heutigen Rennen! Und fordern die internationalen Sportverbände auf, die Menschenrechte von als Intersexuelle verdächtigten Sportlerinnen nicht mehr länger mit Füssen zu treten.
Nachtrag:
"Wie Intersexuelle im Sport diskriminiert werden" - CeiberWeiber
22.8.10
Immer wieder sonntags ist Zeit für eure Hinweise, Links, Artikel und sonstigen Anmerkungen zur vergangenen Woche. Was hat euch aufgeregt, erfreut, geärgert? Was habt ihr bei uns vermisst? Das könnt ihr jetzt in den Kommentaren nachtragen.
Einen schönen Sonntag und schon mal einen guten Start in die neue Woche!
Was 99% der Zwitter erlebt haben, ist verwandt mit sexuellem Missbrauch, ist verwandt mit Folter, ist verwandt mit Mädchchenbeschneidungen in Afrika, ist verwandt mit den medizinischen Experimenten, wie sie im 2. Weltkrieg in KZ‘s durchgeführt wurden
Wie in Basel, Bern, Lausanne, Genf, St. Gallen und Zürich werden die Zwangsbehandlungen an Kindern mit "uneindeutigen" körperlichen Geschlechtsmerkmalen auch im Kinderspital Luzern experimentell durchgeführt, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, ohne Qualitätssicherung und ohne jegliches Monitoring. Offiziell wird nicht einmal bekannt gegeben, wie viele und welche Eingriffe wo stattfinden.
Offensichtlich sind es in auch Luzern nicht wenige. PD Dr. med. Marcus-G. Schwöbel, Chefarzt der Kinderchirurgie im Kantonsspital Luzern, nannte vor 2 1/2 Jahren die Zahl von "rund 50 geschlechtszuweisenden Behandlungen", an denen er bisher "beteiligt" gewesen sei. (Tages-Anzeiger 05.02.2008)
Eltern von Kindern, die an einem intersexuellen Genitale leiden, stehen vor einem Dilemma. Sie fragen sich, ob ihr Kind nun ein Bub oder ein Mädchen ist, und wollen ihrem Kind die Möglichkeit geben, eine bestimmte Richtung zu leben. Die Idee unserer Chirurgie ist, dass wir versuchen, dem Kind die äusseren Formen zu geben, die seiner Geschlechtsidentität am besten entsprechen. (Schweizer Familie 24.02.2005)
In der Regel [sind die Kinder bei diesen Eingriffen] etwa zwei Jahre alt. Bis Mitte der Neunzigerjahre war es üblich, noch früher zu operieren, da man Fälle von Intersexualität als Notfälle betrachtete. (Schweizer Familie 24.02.2005)
Kurz, für Dr. Schwöbel sind kosmetische Genitaloperationen an Kindern mit 'uneindeutigen' Genitalien schlicht "der in Anführungszeichen normale Weg". (Rundschau 19.12.2007)
Weil die Gesellschaft so gebaut ist und weil jetzt aus der Evolution raus auch schon bei Wenigzellern ganz klar eine Geschlechtsbestimmung vorhanden ist. Bei Würmern, bei Fliegen, bei Mücken haben sie auch schon ganz klar Männchen und Weibchen und sie haben die sexuelle Fortpflanzung [...]. (Rundschau 19.12.2007)
Das sind Menschen, die mit zwei Möglichkeiten auf die Welt kommen. Und man entscheidet sich dann für die Möglichkeit, von der wir meinen, dass sie für den Menschen am Adäquatesten ist. (Rundschau 19.12.2007)
Die betroffenen Menschen selbst haben bei dieser "grossen Entscheidung" (Rundschau 19.12.2007) im Kinderspital Luzern allerdings bisher kein Mitbestimmungsrecht ...
Zwar deutete Dr. Schwöbel 2008 an, aufgrund juristischen Drucks allenfalls eine Änderung dieser menschenrechtswidrigen Praxis in Betracht zu ziehen:
Sollte der Chirurg in Köln für den Eingriff, den er vor 30 Jahren durchführte, verurteilt werden, oder setzt sich die Auffassung von Rechtsprofessorin Büchler durch, müsste die Indikation zu geschlechtsanpassenden Eingriffen neu überdacht werden. (Tages-Anzeiger 05.02.2008)
Der angesprochene Kölner Chirurg wurde inzwischen letztinstanzlich verurteilt.
Trotzdem blieb die Praxis im Kinderspital Luzern bisher unverändert, sind kosmetische Genitaloperationen an Kindern etwa bei "Störungen der Genitalentwicklung und der Geschlechtsdifferenzierung" oder "Hypospadie" nach wie vor im Angebot ...
>>>
Offener Brief an das Kinderspital Luzern, 22.8.2010
>>>
"Demonstration vor dem Luzerner Kantonsspital" - zisch.ch,
22.8.10
Siehe auch:
-
Schweiz: Terre des Femmes und Amnesty International gegen
Zwangsoperationen
-
"Der Beschneidungsskandal": Genitale Zwangsoperationen an Zwittern vergleichbar
mit weiblicher Genitalverstümmelung
-
Beschneidungsexpertin: Zwangsoperationen an Zwittern = Genitalverstümmelung Typ
IV
-
Amnesty: Zwangsoperationen "fundamentaler Verstoß" gegen körperliche
Unversehrtheit
-
Terre des Femmes: Genitalverstümmelungen an Zwittern gleich schädlich wie
weibliche Genitalverstümmelung
-
Genitale Zwangsoperationen im Inselspital Bern
-
Zürcher Kinderspital propagiert Zwangskastrationen an Zwittern
-
USA: Seriengenitalverstümmler Prof. Dr. Dix Phillip Poppas von Ethikerinnen
geoutet
-
Genitalverstümmler und Zwangsoperateure in Baden-Württemberg
-
"EuroDSD"-Chef Olaf Hiort: "Intersexuelle" nur ein Bruchteil aller
chirurgischen Genitalverstümmelungen
In der Wochendausgabe der Times beschreibt William Leith, selbst Trennungsvater, die Leiden der Väter, die ihre Kinder nicht oft genug sehen können. Die Väter, Prominente wie Bob Geldorf und Dougray Scott, aber auch Väter aus der Nachbarschaft beschreiben eindrucksvoll ihre Gefühle, die Sie bei den Momenten mit ihren Kindern haben und die Sorgen und Nöte, die die Trennung verursacht hat.
‘… And then I would hear Billy’s voice. My son! There was always a rush of emotion, a balloon expanding in my chest. As a father, when you are separated from your child, you feel vulnerable, even if you see him a lot. It’s the separation. It’s the sense of not belonging. You stand on the doorstep, and you hear your son’s voice, and you feel two things, the tremendous rush of love for your son existing inside the hollow pang of separation. The door opens. Now you must say something. It’s not surprising that your voice sounds weird. …
When you have children, the centre of your world changes. To have them taken away from you is incredibly painful and disorientating. I look at the world in a different way now. Lots of things have been tarnished. I’ve found it difficult to meet someone else and to trust another person. …’
Die Schlussfolgerungen, die Dougray Scott aus der Trennungssituation zieht, machen die Parallelen zur aktuellen Diskussion um Sorgerecht hierzulande deutlich:
‘I would like to see my children more often than I do. The irony is that in most sections of society we have a misogyny, which is wrong. In terms of the legal system it goes the other way, against men. It’s a very unjust system that needs a violent change in terms of the way that fathers are treated when divorces happen. It’s tragic from the mother’s point of view and the father’s. It doesn’t benefit the parents and it certainly doesn’t benefit the children. …’
Familien brauchen Väter, Families need Fathers!
Das DFG Graduiertenkolleg Geschlecht und Wissenskategorie und das Department of English and American Studies der HU Berlin veranstalten vom 23. bis 25. September 2010 eine hochkarätig besetzte internationale Queer Studies Konferenz: Queer Again? Power, Politics and Ethics. Unter den Keynote Speekern sind Jeffrey Jerome Cohen, Roderick Ferguson, Judith Halberstam, José Esteban Muñoz und Susan Stryker. Es ist nach Desiring Just Economies – Just Economies of Desire die zweite große akademische Queer-Konferenz dieses Jahr in Berlin.
Registrieren für die (kostenlose) Teilnahme an der Konferenz können sich Interessierte bis zum 1. September.
The concept of queer is volatile and, at times, difficult to grasp. As a result, we need a continuous review of the fields and directions of Queer Studies (as for instance, in the Social Text issue of 2005 with the programmatic title What’s Queer About Queer Studies Now?). In recent debates the ethical impetus of queer criticism has been confronted and challenged by the dominance of the so-called antisocial thesis. In his 2004 study No Future: Queer Theory and the Death Drive Lee Edelman manoeuvred queer theory into a kind of aporia and thus deep crisis that persists to this day. Subscription to an ‘ethics of futility,’ as Edelman suggests, signals that the borders of ethical thinking have been reached. This prevalence of the antisocial thesis in its different manifestations reveals a pressing need to reflect anew the relationship between queer, theory, art, ethics and politics.
Taking this as a starting point for the conference, we want to take up the iterative moment that seems inherent to the concept of queer: queer is regularly in a state of crisis that needs to be made productive, and in this way it can be continuously reworked and reshaped. We want to open a space to further the debate about sexuality and gender and their multiple interwoven connections in fields of power in contemporary contexts. Consequently, the following questions will be at the centre of attention: How can queer theory be situated in current academic and activist spheres? What does the focus on interdependent relationships (of sexuality, gender, race, ethnicity, class, age, (dis)ability etc.) mean for the formation of a queer ethics? How can we rethink concepts of temporality and generation or community? And what does queer mean in different geographical and temporal contexts?
The panels will be organised along two thematic strands. The first, Affect, Space and Temporality, is concerned with the ethical and political potential of queer and the different political conceptions of queer that arise as a result. The second strand, Limits and Boundary Crossings, takes up current theoretical debates with regard to boundaries and crossings of these boundaries. Which limits and/or transgressions of these limits occur when different theoretical fields collide (e.g. queer theory and transgender theory or postcolonial theory or crip theory/disability studies)? In addition, we want to critically examine the limitations of queer and the concurrent inclusions and exclusions with regard to privileges that queer produces in specific contexts and that demand new critical/queer interventions.
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Wir starten mit Lesetipps: Seit dem 16. August im Handel: die neue missy, nicht nur mit neuen Wörtern, sondern auch mit neuem Design! Zwischengeschlecht.info kündigt das Buch von Christiane Völling „Ich war Mann und Frau. Mein Leben als Intersexuelle“ an, das am 25. August beim Fackelträger-Verlag erscheint.
Weiter geht’s mit schönen Blog-Metaphern: light-inside.de stellt (wohl auch nach dem taz-Artikel zum Thema weibliche Bloggerinnen) fest: Die einen reiten Bullen, die anderen packen den Stier bei den Hörnern.
Beim mädchenblog wurde die Politik der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ beim Einsatz in Pakistan kritisiert: Wie viel und welche Rücksicht auf Kultur und Religion ist hinnehmbar? diestandard.at berichtet über ein Urteil aus Oslo: Das geltende Kopftuchverbot für Polizistinnen in Norwegen verstößt gegen das Gleichheits- als auch gegen das Anti-Diskriminierungsgesetz.
Das Antisexistische Aktionsbündnis München weist auf eine Aktion gegen Sexismus und Homophobie im Reggae hin: Beim Chiemsee Reggae Summer wird am 28. August die Auseinandersetzung vor Ort „intensiviert“. Zeit zum Baden soll aber auch sein.
Antje Schrupp machte sich Gedanken zum Vergleich zwischen Kinderwahlrecht und Frauenwahlrecht. Und bei Anke Gröner ging es diese Woche um Kleidung und Körpergefühl und darum mal mit Fehlersuche bei sich und anderen aufzuhören.
Und zum Schluss ein kleiner Aufruf: Mrs. Pepstein möchte am 28. September nicht aus dem Studio senden, sondern live „von draußen“ berichten, zum Beispiel aus eurer Küche. Bewerben jetzt!
Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid.
Ein Beitrag von Spiegel-TV zum CSD und seinen größten Fans, den Piusbrüdern:
Das mit der Strafe Gottes ist Unsinn. Die Strafe Gottes sieht so aus.

So war’s letztes Jahr. Morgen geht’s weiter. Samstag, 21.8.2010, 10 Uhr Anger: Straßenfest zum CSD. 14 Uhr Bahnhofsvorplatz: Demo zum CSD.
Hey, ihr Zögerlichen. Falls ihr noch kein Abo habt, ist jetzt definitiv der richtige Zeitpunkt. Sichert euch bis Ende September das Missy-Abo mit jeder Menge Vorteile: Ihr unterstützt die Unabhängigkeit eures Lieblingsmagazins, bekommt es gemütlich nach Hause geliefert und obendrauf noch eine tolle Prämie. Und zwar keine Taschenwärmer oder Radiowecker, sondern Sachen, die ihr wirklich wollt. Hier sind die Geschenke:
1. Kelis: Flesh Tone (CD), Universal
Kelis, bis jetzt bekannt als HipHop- und R’n’B-Powerhouse, mopht sich auf dieser Platte zur glitzernden Disco-Diva. Unglaublich anders und unglaublich gut.
2. Sofi Oksanen: Fegefeuer (Buch), Kiepenheuer & Witsch
Mit Fegefeuer, einem Roman über zwei Frauengenerationen zwischen Stalinismus und Nationalismus in Estland, gelang der finnisch-estnischen Autorin Sofi Oksanen eine literarische Sensation.
3. Yōichi Takabayashi: Irezumi (DVD), Rapid Eye Movies
Wer denkt, Tarantino habe den weiblichen Revenge-Trip erfunden, sollte sich diesen blutigen japanischen Klassiker von 1966 ansehen.
4. Annie Sprinkle: Hardcore von Herzen (Buch), Edition Nautilus
Annie Sprinkle war es, die den mittlerweile omnipräsenten Terminus Post Porn einführte - und zeigt in diesem Buch, dass man sich dem Thema Pornografie sowohl lustvoll als auch akademisch nähern kann.
5. iriedaily-Gutschein im Wert von 17 Euro
Szeneverbundene Streetwear aus Berlin-Kreuzberg seit 1994.
6. „Lizzie Borden: Born in Flames“ (DVD), Salzgeber Edition
Born in Flames, der feministischste aller feministischen Filme aus dem Jahr 1983, bleibt bis heute unübertroffen in Sachen politischer sowie ästhetischer Radikalität - und Style. Ein Muss.
Und hier entlang bitte zum Bestellen.
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Die Debatte um Netzneutralität, Netzpolitik und die Beteiligung von Frauen schlägt weiter Wellen, heute im FAZ-Blog Deus Ex Machina. Denn bei der Initiative Pro Netzneutralität finden sich unter den Erstunterzeichner_innen sehr wenig, unter den späteren Unterzeichner_innen wenig mehr Frauen. Warum, warum, warum?
Auch wenn es noch gern beklagt wird, ist die Vernetzung von Frauen, auch und gerade den technikaffinen, inzwischen schon deutlich vorangeschritten. Es gibt Frauen*ImNet, SheGeeks, die TechNixen, die Girls On Web Society oder die Webgrrls. Explizit Frauen anzusprechen und mit einzubeziehen wurde von den Initiatoren geplant, aber dann leider nicht umgesetzt. Anders als Violandra Temeritia von Ávila bin ich der Meinung, dass es durchaus wichtig ist, von Anfang an auch Unterzeichnerinnen als Vorbilder zu haben. So ist die Initiative zwar in der Öffentlichkeit, aber wegen einer Genderdebatte, nicht wegen ihrer Ziele.
Ein ähnliches Problem hatte schon die Piratenpartei und genau wie dort besteht ein weiteres Mal die Gefahr, dass die Debatte abgleitet. So wichtig es ist, Gleichberechtigung anzusprechen, droht gleichzeitig der Unmut derjenigen, die ihr ursprüngliches Ziel in Gefahr sehen. Schlimmstenfalls endet das in einem unnötigen Kleinkrieg, der es der realen Welt leicht macht, die Netzbewohner_innen wieder als wilde Randerscheinung des Lebens abzutun. Damit unter gingen sowohl die Gender- wie auch die Netzneutralitätsbewegung.
Warum nun ist die Begeisterung für Netzneutralität bisher vor allem unter den Bloggern zu spüren und da auch nur eingeschränkt? So haben inzwischen gerade etwas über 8.000 Menschen unterschrieben, bei der Hebammenpetition waren es vor kurzem 180.000. Viel genützt hat es den Hebammen leider nicht, mit gerade einmal 8 Euro pro Krankenhausgeburt extra spricht der Hebammenverband von einem katastrophalen Ergebnis. Erst vor zwei Tagen hieß es, dass die Mehrheit an Beleggynäkolog_innen ihre Arbeit aufgeben wird, wenn es nicht doch noch zu einer besseren Einigung kommt. Unterstützung aus der (weiblichen) Bevölkerung bedeutet leider immer noch nicht politische Macht und Veränderungsmöglichkeiten. Was aber kein Grund ist, darauf zu verzichten!
Weiter heißt es, dass die Zuschreibung von Geschlechterklischees hier nicht helfe, schließlich nutzten Frauen das Internet teilweise stärker als Männer, außerdem mache es nicht gut für die progressive Netzszene. Danach stolpert der Text dann aber gleich doch ins Klischee, wenn es heißt, fehlen würden die „interaktiven Elemente”, so dass „… bei Frauen, die sogar den digitalen Einkauf in ein soziales Erlebnis gemünzt haben, […] wenig Resonanz” herauskäme. Welche interaktiven Elemente da nun fehlen, wenn gleich ein Facebook-Like-Button eingebunden ist, den sogar auch Frauen angeklickt haben, bleibt fraglich.
Viel eher ist das Problem der Initiative ein völlig anderes – statt sozialem Erlebnis hapert es an der Verständlichkeit der Botschaft. In dem teilweisen Marketinggeschwurbel geht unter, warum es für den einzelnen Menschen nun wirklich wichtig ist, sich dafür zu interessieren. „Innovative Dienste” klingen vielleicht super, aber wichtig zu wissen wäre für eine Bloggerin, was ihr wirklich droht: Dass ihr WordPress.com-Blog künftig weniger Besucher_innen hat, weil Google für Blogger.com die extra Bandbreiten bei der Telekom gekauft hat und alle anderen Dienste nun dahinkriechen. Dass künftig die Hälfte der Forumsteilnehmer_innen wegbleiben, weil sie sich nur den Basis-Internetzugang mit Amazon, Ebay und Zalando leisten können. Die unendlichen Weiten des Internets mit Foren, Blogs und Selbermachmöglichkeiten wären aber nur im Premiumaccount drin.
Die Chancen stehen gerade in Deutschland gut, eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Im Gegensatz zu etwa dem amerikanischen Fernsehen mit einem unübersehbaren Angebot an einzeln und teuer zu bezahlenden Kabelkanälen spielt Bezahlfernsehen bis heute eine Nebenrolle. Auch sky steht schon wieder vor dem Aus, allen Werbeanstrengungen zum Trotz. Was es braucht, sind ehrliche Worte und leicht verständliche Erklärungen. Denn Menschen, Frauen wie Männer, lassen sich durch Argumente überzeugen, auf technischen Schnick-Schnack oder luftige Worthülsen kann dagegen getrost verzichtet werden.

“Offene Briefe”, Appelle an die Veranstalter_innen und Pressemitteilungen wollten nicht fruchten. Deshalb führen wir die Auseinandersetzung um Sexismus und Homophobie am Chiemsee Reggae Summer dieses Jahr intensiviert. Wir möchten den Konflikt möglichst nahe an den Chiemsee Reggae Summer selbst tragen.
Die autonome Vernetzung rabatz ruft für den 28.08.10 zu einer Kundgebung gegen Homophobie und Sexismus auf dem Chiemsee Reggae Summer und überall auf. Deshalb packen wir die Badesachen ein und fahren von München nach Übersee am Chiemsee.
Zugtreffpunkt 28.08.10 Gleis 11 10:15 Uhr.
Unter den Top 30 zum Thema Väter bei Google taucht seit Jahren ein Beitrag aus dem Jahr 2001 ‚Das neue Bild vom Vater’ auf. Mit der nächsten Auflage von GEO WISSEN, die am 10. November erscheint, gibt es eine Neuauflage dieses Beitrags:
Lange Zeit wurde den Vätern nur eine eher marginale Rolle in der Familie zugebilligt. Mal galten sie als emotionale Außenseiter, mal als überflüssig, reduziert darauf, für das wirtschaftliche Wohlergehen zu sorgen. Und wenn sie dann doch einmal gebraucht wurden, waren sie abwesend.
Die fundamentale Frage, welche Bedeutung Väter für ihre Kinder haben, wie sie deren Leben durch ihr Verhalten beeinflussen, behandelte die Wissenschaft bis vor einigen Jahren nur am Rande.
Inzwischen aber erkennen Forscher, dass eine aktive Vaterschaft tiefe evolutionäre Wurzeln hat. Väter prägen ihre Kinder demnach sehr viel stärker als bislang angenommen – auch deren Gefühlsleben. Kinder, die ohne jede Vaterfigur aufwachsen, kommen oft generell schlechter zurecht im Leben.
Gute Väter können Kinder also stark machen für das ganze Leben. Sind sie jedoch zu dominant, entstehen – gerade in Beziehungen zu Söhnen – häufig Konflikte, die sich bis ins hohe Alter fortsetzen.
Dem viel strapazierten Schlagwort von der „vaterlosen Gesellschaft“ setzen Experten heute die „Re – Familiarisierung des Mannes“ entgegen: Wurde der Vater im Zuge der Industrialisierung aus den Familien gerissen, so kehrt er nun – am Ende des Industriezeitalters – wieder heim.
GEO WISSEN stellt sie vor, die neuen und nicht ganz so neuen Väter – und befasst sich mit dem Mythos und der Wirklichkeit des Vaterbildes.
Der 18. August 1960 war nicht nur für viele Frauen ein Meilenstein, sondern auch für Schering - schließlich wurde die Pille zum Verkaufsschlager. An besagtem Tag kam in den USA die erste Antibabypille in die Apotheken - in Deutschland ein Jahr später - und trat gegen allen Widerstand, Verbote und Boykotte ihren Siegeszug an, anfangs noch getarnt als Mittel gegen Menstruationsbeschwerden. Wer als Frau verhütete, galt damals als "leicht zu haben".
Jetzt wurde sie stolze 50 Jahre alt. Was früher noch Hormonbomben waren, sind heute ausgefeilte Präparate mit niedrigen Dosierungen. Und das sicherste Verhütungsmittel neben der Spirale. Aus gutem Grunde geht in manchen Ländern der Ovulationshemmer als Gratispille über den Tresen.
Mit der Pille zur Gleichberechtigung
Nicht nur Alice Schwarzer ist Carl Djerassi (der "Mutter der Pille") dankbar. Mit der Hormonpille gab es damit erstmals ein Verhütungsmittel, das die Frau ohne Wissen und Kooperation ihres Sexualpartners zur Verhinderung einer Schwangerschaft einsetzen konnte. Somit versetzte die Pille die Frauen nicht nur in die Lage, sicher und effektiv unerwünschte Schwangerschaften zu vermeiden und unabhängig und selbstbestimmt Schwangerschaften auf einen passenden Zeitpunkt zu verlegen. Ganz klar, hierdurch wurde der Bildungsweg für Frauen möglicher und leichter. Weshalb viele die Pille als die Voraussetzung für die Emanzipation der Frau betrachten.
Sehr viel mit ihrem Prototyp hat die moderne Pille nicht mehr gemeinsam. Sie hat deutlich weniger Nebenwirkungen, größere Verträglichkeit, volle gesellschaftliche Akzeptanz (sehen wir mal von der katholischen Kirche ab...) Nur der Name - "Anti-Baby-Pille" - kommt noch reichlich antiquiert daher. Heute würde sie sicher anders heißen - in einem Jahrzehnt, in dem in den Industrieländern immer mehr Paare alles Menschenmögliche anstrengen, um ihr Wunschkind zu bekommen. Doch ihre Beliebtheit ist ungebrochen. Bis dato nahmen geschätzte 200 Millionen Frauen die kleinen bunten Pillen ein.
Keine Pille für den Mann
Und wie geht's weiter? Die Pille für den Mann lässt immer noch und - wie Insider durchsickern lassen - unnötigerweise auch weiter auf sich warten. Weil die Pharmakonzerne sich keine großen Marktchancen dafür ausrechnen: "In der Gesellschaft hat sich in den letzten fünf Jahrzehnten durchgesetzt, dass die Frau für die Verhütung verantwortlich ist." Man befürchtet einfach zu wenig Abnehmer.
Das UN Menschenrechtskomitee forderte Kamerun in der Stellungnahme zum vierten Länderbericht auf, konsensuale sexuelle Akte zwischen Erwachsenen desselben Geschlechts raschest zu dekriminalisieren, um das Strafgesetz in Übereinstimmung mit dem UN Menschenrechtspakt zu bringen. Die Regierung Kameruns wurde weiters dazu aufgefordert, geeignete Schritte gegen gesellschaftliche Vorurteile gegen Lesben und Schwule zu ergreifen und klarzustellen, dass Gewalt und Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung nicht toleriert werden. Öffentliche Gesundheitsprogramme zur Bekämpfung von HIV/AIDS sollen allen Bevölkerungskreisen zugänglich sein.
Die NGOs Human Rights Watch (HRW) und Alternatives-Cameroun griffen die Empfehlungen des UN Menschenrechtskomitees in einer gestern veröffentlichten Presseaussendung auf und forderten Kamerun auf, sie sofort umzusetzen. HRW, Alternatives-Cameroun und weitere Menschenrechtsgruppen dokumentieren Menschenrechtsverletzungen gegen Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender in Kamerun seit 2005. Homosexuelle Akte sind mit Gefängnisstrafen von sechs Monaten bis zu fünf Jahren und Geldstrafen bedroht. Männer, die in den Verdacht geraten, homosexuell zu sein, werden von der Polizei und im Gefängnis bedroht, geschlagen und auf andere Weise misshandelt. Frauen, die in den Verdacht geraten, lesbisch zu sein, werden oft von der eigenen Familie misshandelt und von ihren Kindern getrennt.
Die staatlichen HIV/AIDS-Präventionsprogramme erstrecken sich nicht auf Männer die Sex mit Männern haben (MSM) oder Frauen, die Sex mit Frauen haben. Die Arbeit privater Organisationen, die (auch) schwule und bisexuelle Männer erreichen wollen, wird von der Polizei oft behindert.
"Kamerun sollte lesbischen, schwulen, bisexuellen und transgender Personen die gleichen Rechte wie allen anderen Bürger_innen garantieren", forderte Boris Dittrich, der Leiter des Programms für LGBT-Rechte bei HRW, "Es gibt keinen Grund, dass irgendjemand in Kamerun wegen der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität in Angst vor Verfolgung und Missbrauch leben sollte."
Alternatives-Cameroun und HRW hatten bei der Sitzung des UN Menschenrechtskomitees in Genf ein mündliches Statement über die Menschenrechtslage von LGBT-Personen in Kamerun abgegeben. Bereits vorher hatten vier Menschenrechtsgruppen einen Schattenbericht über die Situation im LGBT-Bereich erstellt und abgegeben.
Kamerun ist seit 1984 Partei des UN Pakts über die bürgerlichen und politischen Rechte. Artikel 2 und 26 des Paktes bestätigen das Recht auf Gleichbehandlung und auf gleichen Schutz durch die Gesetze ohne Diskriminierung. Das UN Menschenrechtskomitee, dessen Aufgabe es ist, den Vertrag zu interpretieren und die Einhaltung zu überwachen, bestätigte in der Toonen v. Australien Entscheidung 1994, dass die sexuelle Orientierung zu den in den Artikeln 2 und 26 geschützten Tatbeständen gehört.
Links: [www2.ohchr.org] (alle Dokumente der 99. Sitzung des UN Menschenrechtskomitees, 12. - 30. Juli 2010, Genf, incl. Schattenberichte)
[www.hrw.org]
[www.droitshumains-geneve.info]
[www.hrw.org]
[treaties.un.org] (UN Treaties Database - der Menschenrechtspakt ist unter Nr. 4 zu finden)
[en.wikipedia.org]
Protest
vor dem IOC Hauptsitz in Lausanne, 19.11.09 (Bild: Ärger)
Mit
als Zwitter verdächtigten Athletinnen machen die internationalen Sportverbände
kurzen Prozess: "Intersexuelle", "Hermaphroditen" (und alle, die das
Internationale Olympische Komitee IOC, der Weltathletikverband IAAF und ihre
Teilverbände dafür halten) werden genötigt, stillschweigend ihren Rücktritt zu
geben.
Wer sich diesen intransparenten und willkürlichen "Fall-zu-Fall"-Entscheiden nicht widerspruchslos fügt, wird durch gezielte "Indiskretionen" den Medien zum Frass vorgeworfen und ohne ordentliches Verfahren von weiteren Starts ausgeschlossen.
Der südafrikanische Sportprofessor Timothy Noakes im Mai dieses Jahres:
"Insgesamt 8 intersexuelle Frauen wurden bisher von Wettkämpfen ausgeschlossen – soviel ich weiss mit der Warnung, dass sie öffentlich blossgestellt würden, sollten sie es wagen, einen Wirbel daraus zu machen."
Die Medizinethikerin Claudia Wiesemann (Göttingen) im Anschluss an die WM 2009:
"Der Leichtathletik-Weltverband (IAAF) streut Gerüchte, die Siegerin des 800-m-Laufs der Frauen, Caster Semenya, bei der Leichtathletik-WM in Berlin "sei vielleicht gar keine Frau", sie "sei vielleicht ein Mann". Damit ruiniert der Verband leichtfertig ein Sportlerleben. [...] Die IAAF müsste solche jungen Menschen eigentlich vor den Folgen einer weltweiten Stigmatisierung schützen."
Diskriminierung von Zwittern im Sport
Wie die Minderheit der publik gewordenen Fälle "verdächtigter" Athletinnen zeigt, treiben IOC und IAAF ihr unfaires und entwürdigendes Spiel seit Jahrzehnten:
Im Westen werden die meisten Zwitter schon als Kinder chirurgisch
verstümmelt
Es ist kein Zufall, dass vor allem Athletinnen aus der "3. Welt" den Sportverbänden ins Visier geraten: In der "westlichen Welt" werden Zwitter (und was die Ärzte dafür halten) in der Regel als Kleinkinder durch kometische Genitaloperationen zu "richtigen" Mädchen und Jungen "gemacht" – was die Betroffenen seit bald zwei Jahrzehnten öffentlich als "Genitalverstümmelung" anklagen.
Die Parallelen der chirurgischen Genitalverstümmelungen an Zwittern in westlichen Kinderkliniken zur weiblichen Genitalverstümmelung in Afrika werden seit Jahren auch von internationalen Menschenrechtsorganisationen, Frauenorganisationen, JuristInnen und wissenschaftlichen ExpertInnen unterstrichen.
Laut den BMBF-finanzierten Hamburger und Lübecker Evaluationsstudien von 2007 und 2008 sind im deutschsprachigen Raum über 90% (!) aller jugendlichen und erwachsenen Zwitter genital zwangsoperiert, fast die Hälfte davon (!) gar mehrfach (PDF -> S. 3 "Beschreibung des Samples").
Es ist aktuell das
erklärte Ziel der Sportverbände, als Zwitter verdächtigten Athletinnen, die
das Glück hatten, unverstümmelt aufzuwachsen, solche menschenrechtswidigen
Operationen nachträglich aufzuzwingen, sofern sie nicht ausgeschlossen werden
wollen.
IOC und IAAF: Immer noch nichts gelernt
Bis heute hat der Weltathletikverband IAAF auch im "Fall" von Caster Semenya nichts unternommen, das durch seine "Indiskretionen" ausgelöste menschliche Leid zu sühnen. Hartnäckig halten sich vom IAAF unbestrittene Gerüchte, Caster Semenya habe ihre Wiederzulassung mit einer hormonellen Zwangs"therapie" erkaufen müssen. Und das IOC stellt sich weiterhin gegen Gerechtigkeit für Santhi Soundarajan.
Zwar wollen IOC und IAAF beide ihre Regeln für die Teilnahme von intersexuellen (und als solchen verdächtigten) Athletinnen auf 2011 neu überarbeiten.
Statt die Zwitter und Ihre Organisationen dabei angemessen miteinzubeziehen, verweigern IOC und IAAF bis heute jeglichen Dialog.
Statt sich jedoch künftig um mehr Fairness und Transparenz zu bemühen, setzen IOC und IAAF auf Drohungen und medizinisch nicht notwendige Zwangseingriffe.
Ein Zitat von IOC-Chefmedizyner Arne Ljungqvist vom Januar 2010 nach einem von IOC, IAAF und FIFA gesponsorten Mediziner-Symposium spricht diesbezüglich Bände:
Unter den zentralen Schlussfolgerungen befindet sich ein Vorschlag, Gesundheitszentren einzurichten, worin Experten Atheletinnen mit "Störungen der Geschlechtsentwicklung" diagnostizieren und behandeln würden. In den meisten Fällen, sagte Ljungqvist, würden diese Behandlung benötigen wie Operationen und Hormontherapie.
Noch deutlicher wurde die IOC-Expertin Maria I. New (gegen die inzwischen Untersuchungen der US-Arzneimittelbehörde FDA und der US-Überwachungsstelle für medizinische Humanexperimente OHRP laufen):
"Diejenigen, welche in die Behandlung einwilligen, werden eine Starterlaubnis erhalten. Diejenigen, die eine Behandlung auf einer Fall-zu-Fall-Basis verweigern, werden keine Starterlaubnis erhalten."
So assoziieren sich die internationalen Sportverbände IOC, IAAF und FIFA
ausgerechnet mit ZwangsbehandlerInnen, die seit Jahr und Tag international in
der Kritik stehen wegen
menschenrechtswidrigen GenitalOPs und
illegitimer Humanforschung unter Umgehung von gesetzlich geforderten,
unabhängigen Ethikkomitees.
22.8.2010: Protest gegen Genitalverstümmelungen
Wenn Caster Semenya am kommenden Sonntag, den 22.8.10 am 69. Internationalen Stadionfest ISTAF im Berliner Olympiastadion ihr erst 3. Rennen läuft seit ihrem Weltmeisterschaftssieg ebendort 2009 und dem nachliessenden, 11-monatigen und unwürdigen IAAF-"Geschlechterverfahren", ist ihr die weltweite Solidarität von Zwittern und ihren Organisationen gewiss.
In der Schweiz wird die Menschenrechtsorganisation Zwischengeschlecht.org
gleichentags zum 3. Mal einen friedlichen
Protest vor einer Genitalverstümmler-Kinderklinik durchführen.
>>>
Zwitter im Sport: IOC und IAAF leugnen Verantwortung
>>>
IOC/IAAF/FIFA: "Zwitter brauchen OPs und Hormonbehandlungen"
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Pressemitteilung Zwischengeschlecht.org von 22.01.2010
Siehe auch:
- Alle Posts über Caster
Semenya
-
Caster Semenya rehabilitiert – und Santhi Soundarajan???
-
Diskriminierung von Zwittern im Sport weltweit
-
"Caster Semenya wird als Zwitter verheizt"
-
Protest gegen Diskriminierung von Zwittern im Sport, IOC 19.11.09

Im Rahmen einer Kampagne zum Thema Gewalt- und
Mehrfachdiskriminierungserfahrungen von lesbischen/bisexuellen Frauen
und Trans* (LBT*) führen LesMigraS derzeit eine Umfrage durch, die sich an alle richtet, die sich mit einer lesbischen Lebensweise identifizieren, ob als lesbische oder bisexuelle Frauen oder Trans*, als Trans*Mensch, der früher einmal lesbisch gelebt hat oder als Trans*Mensch, der einen Bezug zu einer lesbischen Lebensweise hat.
Durch diese Umfrage soll mehr über das Zusammenwirken von Homophobie, Rassismus und Transphobie herausgefunden werden. LesMigraS ist der Antigewalt‐ und Antidiskriminierungsbereich der Lesbenberatung Berlin e.V. und verfolgt mit der Studie das Ziel, das bestehende Beratungsangebot zu verbessern.
Online kann der Fragebogen unter
[https:]] ausgefüllt
werden. Dort gibt es ihn auch in den Sprachen Englisch, Französisch,
Polnisch, Spanisch und ab Ende August auch in Türkisch.
Am Fachbereich “Berufsakademie” der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin ist bereits ausgeschriebene, für ein Jahr befristete Gast-Professur bzw. Gast-Dozentur erneut ausgeschrieben worden.
Kennzahl 50/2010
Gastprofessorin bzw. Gastdozentin für das Fachgebiet Grundlagen der Elektro- und Informationstechnik oder für das Fachgebiet Leistungselektronik und Energietechnik.
Informationen zum “Berufsziel Professorin” mit Tipps zur Bewerbung und weiteren Fördermöglichkeiten sind unter folgendem Link zu finden. Diese Professur ist so ausgelegt, dass 4 SWS für Forschung/Qualifikation zur Verfügung stehen und 14 SWS Lehre erwartet werden. Diese Stelle ist auch für eine Teilzeit-Tätigkeit geeignet. Aufgrund der Stellenfinanzierung über das Berliner Chancengleichheitsprogramm können nur Bewerbungen von Frauen in Betracht gezogen werden.
Bei Rückfragen steht Ihnen die Frauenbeauftragte der HWR , Frau Viola Philipp, gern telefonisch zur Verfügung.
Kontakt:
Viola Philipp,
Tel. +49 (0) 30 85789-231,
viola.philipp@hwr-berlin.de
Die Bewerbungsfrist endet am 03. September 2010 . Weitere Informationen auf der Homepage der HWR Berlin: www.hwr-berlin.de unter der Rubrik Aktuelles/Stellenmarkt.
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An der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin – Campus Schöneberg – ist eine Stelle für eine Wissenschaftliche Mitarbeiterin ab sofort, befristet bis zum 30.09.2012 zu besetzen.
Kennzahl 55/2010
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
FB 1 Wirtschaftswissenschaften bei der Professur für allgemeine Volkswirtschaftslehre, inbes. Finanzwissenschaft
Bei Rückfragen steht Ihnen die Frauenbeauftragte der HWR , Frau Viola Philipp, gern telefonisch zur Verfügung.
Kontakt:
Viola Philipp,
Tel. +49 (0) 30 85789-231,
viola.philipp@hwr-berlin.de
Die Bewerbungsfrist endet am 29. August 2010 . Weitere Informationen auf der Homepage der HWR Berlin: www.hwr-berlin.de unter der Rubrik Aktuelles/Stellenmarkt.
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Missy feiert gerne, deswegen lies sie es sich nicht nehmen, am letzten Wochenende (13. - 15.08) das Dockville-Festival in Hamburg-Wilhelmsburg zu besuchen. Auch wenn der Spaß im Vordergrund stand, soll der feministische Blick nicht vergessen werden. Deswegen gibt es hier keine langweilige Festivalnacherzählung, sondern einen kritischen Blick auf den musikalischen Teil des Programms.
Weder die wehmütige Festivalstimmung, noch der industrieromantischen Charme des in Brombeerbüschen gelegenen Geländes, soll uns von einer harten Analyse der Zahlen und Fakten abbringen: Auf den beiden Hauptbühnen (Gross- und Vorschot), die eher gitarrenlastig bespielt wurden, waren insgesamt 47 Acts zu sehen, von denen rund 15 mit weiblicher Beteiligung auf der Bühne standen - das macht im Quotencheck eine ganz ordentliche Zahl von 32 Prozent an Bands mit weiblicher Beteiligung auf diesen beiden Bühnen. Trotzdem zeigt sich, dass auch auf einem Musikfestival das gleiche Phänomen beobachtet weren kann, das bei der Analyse des Arbeitsmarkts unter ‚glass ceiling’ bekannt ist: nur drei Bands mit weiblicher Beteiligung spielten auf der großen Hauptbühne und im Hauptprogramm, 13 auf der kleineren und eher am Nachmittag. Trotzdem konnte man fantastische Auftritte von Sophie Hunger, Kitty, Daisy & Lewis, Tune-Yards oder Fanfarlo genießen.
Gender-Bending-Pluspunkte gibt es für die Männer. Zum Beispiel für Anna-Maria Kaiser von HGich.T, der genauso wie Vorzeigemusikerin Eva Jantschitsch alias Gustav die geschlechtliche Zuordnung von Namen ignoriert. Aber auch der Gitarrist der eher klassischen Indie-Newcomer The Drums überzeugt durch seine elfenhafte Bühnenperformance und sein Tamburinspiel.
Ein ganz anderes Thema, das nicht nur durch die Kombination von Musik- und Kinderfestival auf dem Dockville präsent war, ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. So erzählen zum Beispiel Wir sind Helden im Festivalinterview von dem Restart nach der Babypause und ihrem Touralltag mit Kindern. Und auch der etwas dickere Bauch von Gustav war nicht mehr zu übersehen oder durch Blähungen zu erklären. Sie tanzte in ihrem schwarzen Fransenkleid selbstbewusst vor dem Publikum umher und schien die Drogenabstinenz ganz gut zu vertragen. Während der Zugabe - dem Lied mit dem Fisch, äh Säugetier - hat sie noch einen Tipp fürs Publikum: „Habt Spaß, aber bitte verwendet Kondome”.
Da schließt sich Missy an und wünscht noch viele tolle Festivalmomente.
Bild: © Stefan Malzkorn
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Das us-amerikanische Portal 365gay.com schreibt, dass von geistlichen zelebrierte Trauungen in Nepal von der Bevölkerung im allgemeinen anerkannt werden und dass die ländliche Bevölkerung ihre Ehen in der Regel nicht amtlich registrieren lässt.
Organisiert wurde die Trauung zwischen den beiden Männern von der von dem offen schwulen Parlamentarier Sunil Pant gegründeten Homosexuellen-Gruppe Blue Diamond Society, die auch die "Heiratsurkunde" ausstellte.
LGBT-Rechte erlebten in Nepal in den letzten Jahren einen dramatischen Aufschwung. Noch vor fünf Jahren wurden Schwule und Transsexuelle von der Polizei verprügelt, heue gibt es einen offen schwulen Abgeordneten, Transsexuelle können einen Personalausweis für ein "Drittes Geschlecht" beantragen und die Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben soll in die Verfassung aufgenommen werden. Die neue Verfassung scheitert bisher allerdings an Streitigkeiten zwischen den Parteien, die sich seit dem Rücktritt von Premierminister Madhav Kumar Nepal im Juni noch nicht auf einen Nachfolger einigen konnten.
Links: [www.365gay.com]
http://diestandard.at/1281829522315/Nepal-Homosexuellen-Ehe-ohne-rechtliche-Anerkennung
http://www.bds.org.np/
Die Caritas Österreich startet im Herbst einen berufsbegleitenden Lehrgang für Rechtsberatung im Asyl- und Fremdenwesen. Zielgruppe sind Studierende der Rechtswissenschaften und Konzipient_innen, die sich im Asyl- und Fremdenrecht spezialisieren wollen und an Beratungstätigkeit in diesem Bereich interessiert sind.
Anmeldefrist: 29. August 2010
Ziel des Caritas-Lehrgangs ist es, den Teilnehmer_innen eine umfassende praxisorientierte Ausbildung im Asyl- und Fremdenrecht zu bieten. Neben der fundierten juristischen Expertise werden die für die Rechtsberatung unabdingbaren sozialen und persönlichen Kompetenzen, wie z.B. die Gesprächsführung mit vulnerablen Gruppen vermittelt. Weiters soll die praxisnahe Ausbildung das Bewusstsein für den gesellschaftspolitisch
sensiblen und rechtlich komplexen Bereich Flüchtlinge und Migration schärfen.
Die Kosten in der Höhe von 2000 Euro entfallen, wenn die entsprechenden Praktika (zweimal 100 Stunden) absolviert werden. Der theoretische Teil des Kurses findet im Zeitraum zwischen Oktober 2010 und November 2011 geblockt in Wien statt, die Praktika können in verschiedenen Caritas-Stellen in ganz Österreich absolviert werden.
Link: [www.caritas.at]
Für Heft 2 und Heft 3 von Diversitas - Zeitschrift für Managing Diversity und Diversity Studies werden noch Beiträge gesucht. Heft 2 wird thematisch offen, Herausgeberin und Redaktion freuen sich über Beiträge zu unterschiedlichen Diversitätsdimensionen (Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung, psychische und physische Fähigkeiten, religiöses Bekenntnis, Ethnie, etc.) und sonstige auf die Organisation von Vielfalt abzielende Texte sowie über Beiträge, welche den Diversitäts- und Diversitätsmanagementdiskurs einer kritischen Prüfung unterziehen.
Deadline für die Beiträge für Heft Nr. 2 ist der 15. September 2010. Senden Sie Ihren Beitrag bitte an regine.bendl(at)zf-diversitas.eu. Richtlinien und Tipps zum Verfassen von Manuskripten unter [www.zf-diversitas.eu]
Heft 3 von Diversitas fokussiert auf den Themenbereich‚ "Lernen, Wissen und Kompetenzen im Umgang und
Managen von Vielfalt". Auch für dieses Heft sind disziplinäre, inter- und transdisziplinäre sowie intersektionale Beiträge gefragt, die sich u.a. folgenden Fragen widmen:
Bitte senden Sie Ihren Beitrag für Heft 3 bis spätestens 31. Jänner 2011 an regine.bendl(at)zf-diversitas.eu.
Link: [www.zf-diversitas.eu]