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Gender
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Den Vortrag „Trans*, Transphobie, Trans*Support“ der Gruppe Wider die Natur gibt es bei den Chilligays zum Nachhören.
Einen Workshop zu feministischem Schreiben hat copper, boom! besucht. Wie diskriminiert Sprache und was kann alles dabei herauskommen, wenn man mit ihr experimentiert?
„Es reicht!“ meint Mother-Mable. Das immer wiederkehrende Bashing von Patchwork-Familien muss ein Ende finden.
Feministisch Flattrn? Die Anrchidistelfliege hat eine Liste an feministischen Blogs erstellt, die bei Flattr dabei sind.
Die Filemmacherinnen Natalie Muntermann und Alexandra Schröder suchen Eltern, die gängigen Geschlechterklischees etwas entgegensetzen möchten, berichtet Fuckermothers. Wer sich entschieden hat, sein Kind unabhängig von männlich/weiblichem Schubladendenken zu erziehen und gerne teilnehmen möchte, kann sich per E-Mail melden.
Eine Rede von der Richterin des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Susanne Baer zum Festakt am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen findet ihr auf dem LSVD Blog.
Da haben sie freilich nicht mit den Fans der beliebten Schauspielerin und TV-Moderatorin gerechnet. Über 3 Millionen Menschen sehen jede ihrer TV-Shows, die Facebookseite der Show hat über 6 Millionen Anhänger_innen, und die Anhängerschaft ist bunt gemischt: Lesben, Schwule und Heterosexuelle, Mütter, Väter, Kinder, sogar TV-Kritiker_innen, wie in dem Gossip-Blog "Ohnotheydidnt" angemerkt wird: Ellen DeGeneres hat für ihre Arbeit bereits 32 Emmys erhalten. Die typischen Vorstadthausfrauen, die bei JC Penney einkaufen, lieben Ellen wegen ihrer Natürlichkeit und Ehrlichkeit. Sie wirkt wie die nette Nachbarin von nebenan, auch wenn ihre Villa in Beverly Hills steht. "Everyone loves Ellen" - alle lieben Ellen, fasst ein Leser von JoeMyGod zusammen und "eine Kampagne, Ellen abzusetzen ist wie eine Kampagne, süße Hundebabies zu quälen".
JC Penney erhielt dementsprechend viel mehr positive als negative Anrufe und E-Mails, aber der Posten von Ellen DeGeneres war ohnehin nie in Gefahr, denn das Management der Warenhauskette steht "stolz hinter der Partnerschaft mit Ellen DeGeneres", wie in einer Presseaussendung erklärt wurde. One Million Moms reagierten beleidigt: auf ihrer Website schreiben sie nun "JC Penney beleidigt die Kund_innen", da die Geschäftsführung nicht auf ihre Forderung reagiert hat.
Links: http://joemygod.blogspot.com/2012/02/jc-penney-we-stand-with-ellen.html
http://www.kgoam810.com/rssItem.asp?feedid=114&itemid=29794441
http://ohnotheydidnt.livejournal.com/66264700.html
[www.pinknews.co.uk]
http://www.irishcentral.com/story/ent/amyandrews_gossipgirl/could-jc-penneys-fire-ellen-degeneres-for-being-openly-gay-138640284.html
[www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de]
http://www.glaad.org/standupforellen
http://www.onemillionmoms.com/IssueDetail.asp?id=436
http://www.onemillionmoms.com/IssueDetail.asp?id=438
http://www.facebook.com/jcp
http://www.facebook.com/ellentv
[www.youtube.com] (Ellen DeGeneres und First Lady Michelle Obama machen um die Wette Liegestütze)
[www.reuters.com]
[entertainment.msnbc.msn.com]
[newsfeed.time.com]
[www.reuters.com]
[entertainment.msnbc.msn.com]
[de.eonline.com]
http://www.businessweek.com/ap/financialnews/D9SKMVP80.htm
[blogs.babble.com]
[news.google.com] (rund 100 weitere Schlagzeilen zum gleichen Thema)
An den Anfang am besten erstmal ne große, fette Triggerwarnung!
Beim aus Langeweile durchs Netz klicken bin ich auf ein noch nicht ganz eine Woche altes Interview mit Kriminalhauptkommissarin Heike Lütgert, Dozentin für Kriminologie und Kriminalistik an der FH für öffentliche Verwaltung NRW in Bielefeld, gestolpert. Darin vertritt sie die Meinung, daß das Gewaltschutzgesetz durchaus zu einer kleinen Besserung der Lage geführt habe, nämlich insofern, als daß nun mehr Frauen sich trauen, gegen häusliche Gewalt vorzugehen.
Dabei fällt auch die heißdiskutierte Frage, wie viele Falschanzeigen es denn wohl gebe – und was überhaupt dazu führe:
Bereitet manchen Schwierigkeiten, sie zu verlassen:
die Täterperspektive.
Psychedelic Photography, über Daily Art Press.

Wie oft täuschen Frauen Gewalt oder Vergewaltigung vor?
Die Quote der Taten, die so eingestuft werden, liegt bei 7 Prozent. Erwachsene Frauen tun das also höchst selten. Wir haben aber bei einer Auswertung in Detmold festgestellt, dass junge Opfer bis 25 Jahre am häufigsten Vergewaltigungen vortäuschen.
Warum?
Viele geben die Anzeige nicht freiwillig auf, sondern werden von ihren Freundinnen oder anderen nahestehenden Personen massiv dazu gedrängt. Häufig ist es so, dass sich ein Mädchen mit einem Jungen trifft, von dem die Eltern nichts wissen dürfen. Beim Date will der Junge dann mehr als das Mädchen. Aber das wagt das Mädchen nicht zu sagen und erfindet später den Fremden im Park. Die Mädchen täuschen also keine sexuellen Übergriffe vor, die hat es ja tatsächlich gegeben. Allerdings verändern sie unter dem psychischen Druck die „Rahmenhandlung“, weil sie Angst haben, aufgrund der Vorgeschichte mitschuldig zu werden.
Und wie immer bei Themen, die in irgendeiner Form frauen- oder genderspezifisch sind, hüpfen in der Kommentarspalte auch so gleich zahlreiche schrill keifende Maskulistentrolle von links und rechts ins Bild. Da schon der erste Kommentar von einem Menschen, der sich Maskulinistin (btw – müßte es eigentlich nicht „Maskulistin“ heißen, so wie „Feministin“ statt „Femininistin“?
), stammt und gleich mal mit dem gerade sehr in Mode gekommenen „50% der häuslichen Gewalt wird von Frauen an Männern verübt“ um sich wirft, hatten die meisten der ähm, sagen wir mal ‚weniger desinformierten Personen‘, anscheinend schon keine Lust mehr, irgendeinen Kommentar zu verfassen, denn der Kommentarteil ist hier ganz klar in maskulistischer Hand.
Die Kommentatorin Ma Dalton wagt sich dennoch ins schon arg verwüstete Schlachtfeld und versucht, einiges klarzustellen (drittletzter Kommentar, von oben). Unter anderem weist sie darauf hin, daß die Mädchen in obig zitiertem Beispiel für Falschaussagen, beschränkt man sich auf die im Interview mitgeteilte Faktenlage, sehr wohl trotzdem Vergewaltigungsopfer sind, auch wenn sie bei der Vernehmung gelogen hatten – und nicht
(…) Lügnerinnen und Verbrecherinnen, Täterinnen eben, die mit langjährigen Gefängnisstrafen bestraft werden müssten., wie Kommentator Hans das sieht.
Die Mädchen täuschen also keine sexuellen Übergriffe vor, die hat es ja tatsächlich gegeben.
Dennoch: zwei Kommentare weiter macht sich Kommentator Pit lächerlich, indem er auf Ma Daltons Vorschlag, das Interview nochmal genauer zu lesen, wie folgt reagiert:
Ließ du ihn nochmal. Da steht nichts von einer Vergewaltigung sondern jedeglich, dass der Junge mehr wollte als das Mädchen. ABer nicht ob sie das zugelassen hat oder sich gewehrt hat.
Man kann sich bei dem Ganzen nun immerhin damit trösten, daß dieser Erguß an Itentellekt und Empathie wenigstens der (wohl endgültig) letzte Kommentar zu diesem Interview ist und dadurch einen barmherzigen Schlußstrich unter dieses Trauerspiel zieht.
Ma Dalton hat offensichtlich aufgegeben und beschlossen, vorläufig einfach mal keine Perlen vor die Säue mehr zu werfen, und bei Gott, wer kann’s ihr verdenken!
Auch ich geb meinen Senf dazu lieber hier im Mädchenblog ab, wo der zu erwartende Maskulistenshitstorm wenigstens nicht durch den Moderationsfilter kommt und die Kommentarspalte vom Schlimmsten verschont bleibt, so daß zumindest die Chance für eine Diskussion besteht, die das Niveau eines sexistischen Brüllaffenstammtischs ein wenig übersteigt.
Und nachdem ich mich jetzt gefühlte 10 Minuten lang an meiner Schreibtischplatte festgekrallt habe, um dem starken Bedürfnis zu widerstehen , den Kopf gegen ebenselbe zu hauen, und zwar mehrmals, (schließlich will ich nicht noch mehr Gehirnzellen verlieren, hab ich doch schon das Gefühl, beim Lesen habe sich die ein oder andere vor Verzweiflung ins Nirvana verabschiedet) – da frage ich mich doch ganz ernsthaft: Kann man etwas wirklich so derartig hartnäckig nicht kapieren??? Schon die kleine Karin kapiert es, wenn Papa schimpft „Du darfst den Stefan nicht immer an den Haaren ziehen, das mag der nicht, auch, wenn er sich nicht wehrt!“ (habt Ihr gemerkt, wie brav maskulistisch-korrekt ich das Beispiel gewählt habe? Will mir ja schließlich nicht vorwerfen lassen, hier würden immer nur männliche Personen die Täter und immer nur weibliche die Opfer!
)
Denn Widerstand hin oder her, das spielt überhaupt keine Rolle. Es bleibt dennoch Vergewaltigung, wenn nicht irgendwelche ausschlaggebenden Details von Frau Lütgert weggelassen wurden. Mangelnde Gegenwehr macht einen derartigen Übergriff nämlich nicht einfach – Abrakadabra! – zu einvernehmlichem Sex.
Das schlimme ist ja, daß mich eine derartige Reaktion (wenngleich der Kopf-auf-Tischplatte – Impuls noch immer als direkte Folge einsetzt) indes noch nicht mal mehr überrascht. Man kennt das ja inzwischen. Da reißt man sich doch immer und immer wieder den Arsch auf, um den Leuten einerseits das Konzept der Definitionsmacht näher zu bringen, fällt einem an anderer Stelle auf, daß noch nicht einmal die vergleichsweise weitaus simpler angelegte juristische Definition verstanden wurde oder gar gänzlich unbekannt ist!
Es stimmt, man kann es doch einfach wirklich nicht oft genug wiederholen!
Und falls da womöglich auch bei den hiesigen LeserInnen noch irgendwelche Zweifel oder Erinnerungslücken vorhanden sein sollten, vielleicht zur unser aller Sicherheit an dieser Stelle noch ein weiteres Mal die offizielle juristische Definition:
§ 177
Sexuelle Nötigung; Vergewaltigung(1) Wer eine andere Person
1. mit Gewalt,
2. durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben oder
3. unter Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer der Einwirkung des Täters schutzlos ausgeliefert ist,nötigt, sexuelle Handlungen des Täters oder eines Dritten an sich zu dulden oder an dem Täter oder einem Dritten vorzunehmen, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.“
Und da steht nirgendwo etwas, daß Wehrhaftigkeit in irgendeiner Weise zwingend notwendig ist, um den Vorfall als Vergewaltigung zu verbuchen.
Wie kann es sein, daß es scheinbar so vielen Leuten an Einsicht und/oder Empathie mangelt?
Ein Bekannter von mir – männlich, heterosexuell – hat mir mal gesagt, daß es für Männer (zumindest denen, die sich nicht mehr als der Durchschnitt mit feministischen Themen beschäftigen) manchmal gar nicht so einfach ist, sich auf Anhieb in die weibliche Lage der Dinge reinzudenken, ganz einfach, weil Sachen wie Vergewaltigtwerden sie nur in den seltensten Fällen als Opfer betrifft und weil die Angst vor sexuellen Übergriffen einfach nicht solchermaßen zur alltäglichen Gefühls- und Erfahrungswelt der meisten heterosexuellen Männer und Jungs gehört, wie das bei Frauen der Fall ist. Und daß es daher toll wäre, wenn wir ein bißchen geduldiger wären und ihnen manche Sachen vielleicht einfach noch ein zweites Mal erklären würden.
Nun bin ich zwar der Ansicht, daß sich besagter Mensch in diesem Fall weitaus weniger beratungsresistent gezeigt hätte als der taz-Kommentator Pit, aber dennoch entspreche ich seiner Bitte und erkläre es für die Pits und Hans‘ dieser Welt einfach noch einmal:
(Achtung – hier nochmal eine fette, große, blinkende Triggerwarnung!!!)
Versetzt Euch doch mal in das Opfer hinein, stellt Euch beispielsweise vor, ihr habt in Eurem Verein oder auf Eurem Arbeitsplatz einen Euch sympathischen Menschen kennengelernt und verabredet Euch auf ein Bier irgendwo. Und sämtliche Freunde haben Dich gewarnt, das lieber bleiben zu lassen, weil es ein schräger Typ ist und er nach Ärger riecht, und Du denkst Dir „Ach was, scheiß drauf. Die brauchen bloß nicht zu denken, ich wäre derart ängstlich – und überhaupt, was denken die eigentlich, daß ich kein harter Typ wäre! Mit dem könnt ich’s im Notfall schon aufnehmen! Ich geh da jetzt trotzdem hin.“ Tja, und genau wie die Mädels aus dem Beispiel, die statt einer Vergewaltigung eigentlich einen netten, romantischen Abend erwartet haben, verläuft Deine Nacht auch nicht so, wie Du es Dir vorgestellt hast: Statt Tischkicker, Bier und Männergespräche zu genießen, wirst Du überwältigt von ihm vergewaltigt.
Da Du allerhöchstens damit gerechnet hast, die Fresse poliert zu kriegen, stehst Du erstmal unter Schock, Du bringst keinen Ton raus und er überwältigt Dich mit Leichtigkeit. Vielleicht hast Du in dem Moment aber auch einfach zu viel Angst, um Dich zu wehren – wer weiß, womöglich macht ihn das nur noch wütender, veranlaßt ihn zu noch schlimmeren, schmerzhafteren Torturen, gar Mord? Du denkst: vielleicht ist es um so schneller vorbei, wenn ich einfach nur stillhalte, vielleicht vergeht ihm dann der Spaß an der Sache?
Hinterher ist Dir das peinlich, Du fühlst Dich schwach, schmutzig und gedemütigt, und in Deiner Not vertraust Du einem Freund oder Verwandten an, daß Du sexuell mißbraucht wurdest. Und der ist natürlich traurig und verflucht wütend und drängt Dich, die Polizei einzuschalten. Das willst aber Du wiederum eigentlich keinesfalls! Wäre es Dir doch am Liebsten, wenn Du die Sache schnell vergessen, aus Deinem Leben einfach wegstreichen könntest! Und stattdessen aufs Polizeirevier? Einem Fremden detailliert erzählen, daß Du von einem anderen Typen mißbraucht wurdest? Daß Du ihn nicht überwältigen, nicht daran hindern konntest, nicht mal geschafft hast, wegzulaufen?
Andererseits – was denkt denn dann besagter Freund oder Verwandte? Fast jeden Tag ruft er Dich an, fragt mitleidig, wie es Dir geht, verflucht den Kerl, der Dir das angetan hat, und drängt Dich immer wieder zur Anzeige. Und fast jeden Tag mußt Du aufs Neue Nein sagen und erklären, warum Du das nicht willst.
Und irgendwann bröckelt der Widerstand und Du denkst, der sieht mich sowieso schon als eine schwächliche Memme, und Du kannst das Mitleid in seiner Stimme echt nicht mehr hören, und fragst Dich, ob er Dich jetzt womöglich für einen noch viel größeren Waschlappen hält. Weil Du Angst hast, zur Polizei zu gehen. Weil Du, statt auf Rache zu sinnen (persönlich sowieso nicht, aber auch noch nicht mal ganz spießig via Behörden) Dich zu Haus wie ein verwundeter Hund ins Körbchen zurückziehst, eingeschüchtert wie ein kleines Kind, wahrscheinlich aus lauter Angst vor dem Täter.
Also gehst Du doch zur Polizei. Und mußt dort der Polizei – im schlimmsten Fall ist es eine Beamtin, ‚besten‘falls ein anderer Mann – en detail von Deinem schlimmsten Alptraum erzählen. Auch noch einer Person in Uniform, einer Uniform, die ihn oder sie als jemanden auszeichnet, von Berfus wegen mit solchen Schweinen souverän fertig zu werden. Und sich vielleicht noch viel weniger als Deine Vertrauensperson vorstellen kann, wie man in einer solchen Sitution noch nicht mal versucht, sich zu verteidigen. Oder wie man überhaupt so bescheuert sein kann, mit so einem berüchtigt gewalttätigen Psychopathen einen Saufen gehen zu wollen – noch dazu, wenn man sowieso ein Weichei ist, das sich nicht zu wehren weiß! Und hatten ihn seine Freunde/Kollegen nicht noch gewarnt? Wie blöd muß man eigentlich sein…
Niemals! denkst Du. Die Situation ist schon entwürdigend genug, das willst Du Dir nicht auch noch antun müssen!
Also erfindest Du einen Fremden im Park. Du warst auf dem Weg werweißwohin und da kam er aus dem Gebüsch, ein ganz muskulöser Kerl, mindestens 1,90. So mit Überraschungseffekt und enormer physischer Überlegenheit hört sich die Schilderung nicht mehr ganz so peinlich an, Du kommst nicht ganz so sehr als schwächlicher Depp rüber.
Und sie läßt sich auch leichter erzählen, Du kannst Dich vom Geschehenen ein bißchen distanzieren, hast Dich beim Erzählen vielleicht ein bißchen besser im Griff und heulst nicht auch noch los oder so. Denn während Du Dich dem Trauma, das von der wahren Begebenheit rührt, noch unkontrolliert ausgeliefert fühlst, ist dieser Hergang kontrollierbar, formbar, da von Dir geschaffen.
Kurzum: Du lügst.
Aber bist Du nicht dennoch vergewaltigt worden? Fühlst Du Dich dann weniger mißbraucht? Macht das den Vorgang damit in irgendeiner Weise zu einvernehmlichem Sex? Klar, Du bist in gewisser Weise durch die Lüge auch zu einem ‚Täter‘ geworden – doch auch wenn eine Falschaussage jeglicher Art Unrecht sein mag, so ist es doch bei weitem nicht mit sexuellem Mißbrauch zu vergleichen und die Folgen dürften in den meisten Fällen nicht halb so gravierend sein und in diesem Fall ist auch der ehrlichste, liebevollste Mensch (also nicht gerade jemand, vor dem die Gesellschaft normalerweise durch Freiheitsentzug seinerseits geschützt werden müßte) versucht zu lügen – während eine Vergewaltigung doch nochmal ganz andere Skrupellosigkeit verlangt.
Doch nur, weil Du Dich mit einer Lüge auch schuldig gemacht hast und zum ‚Täter‘ wirst, bist Du eben dennoch auch Opfer, eben Opfer einer Vergewaltigung. Und der Täter bleibt auch immer noch Täter, auch, wenn Du ihn nicht benennst oder gar absichtlich schützt. Seine Tat verliert damit nicht an Grausamkeit, es ist immer noch eine kriminelle Handlung, die vollzogen wurde. Oder hat der Täter es nun nicht mehr verdient, bestraft zu werden? Sollte er nun etwa nicht mehr aus dem Verkehr gezogen werden? Ist es ihm nun nicht mehr möglich, dasselbe womöglich auch anderen anzutun? Weil Du gelogen hast, ihn nicht benannt hast?
Bist Du nun, nach Deiner Falschaussage „kein ‚Opfer‘“, sondern ein „Lügner und Verbrecher“, eben „ein Täter, der mit einer langjährigen Gefängnisstrafe bestraft werden muß“?
Oder ganz einfach ausgedrückt: Hat nun etwa keine Vergewaltigung mehr stattgefunden?
Von dem her find ich die Antwort dieser Kommissarin doch recht eindeutig:
Die Mädchen täuschen also keine sexuellen Übergriffe vor, die hat es ja tatsächlich gegeben.
Wer sind die Frauen, die in unserer Welt den Dreck wegputzen? Sie haben wahrscheinlich keine Ahnung. Zumindest Buch- und Kunstprojekte interessieren sich mehr und mehr für diese Frage
Die beliebte Wiener Tanzveranstaltung findet heuer bereits zum 15. Mal statt -dieStandard.at verlost zwei Karten
von Seni Görmem Imkansiz (elektro/wave-istanbul),
Prunella Explosion (acoustic/folc/experimental-Bielefeld/Berlin)
und albertaalert (electropop/folc/herumgealberta-Kassel)
ab 20:00 Einklang mit DJane Duo Female*Frontage
ab 21:00 Konzerte –
anschliessend Party mit DJane LuCee Pearl (Tanzmusik) und anderen
Eintritt 8€ / später Party 4€ im Südblock, Admiralstrasse 1-2, Berlin-Kreuzberg *open for all gender*
zum Flyer
Sehr geehrte Damen und Herren,
Wir haben 2 Projektstellen ausgeschrieben und würden uns freuen, wenn Sie diese an interessierte Frauen weiterleiten würden.
Projekt ARCA – Förderung des Zugangs zur Berufsausbildung für Migrantinnen – Laufzeit 2012-2014
Nähere Informationen zum Projekt unter unseren News auf der Website www.fczb.de/news.html
Mit herzlichen Grüßen
Cornelia Carstens – Projektleiterin
FrauenComputerZentrumBerlin e.V. (FCZB)
Tel.: +49 30 617970-35, Fax.: -10 – www.fczb.de
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Liebe Interessierte,
hiermit möchte ich Sie/Euch auf die ditact_women’s IT summer studies heuer wieder im Zeitraum vom 27.August bis 8.September in Salzburg stattfindet, aufmerksam machen. Derzeit läuft der “Call for Lectures” und somit besteht für Sie/Euch die Möglichkeit, Lehrveranstaltungen bis Ende Februar einzureichen.
Die ditact ist eine Sommeruniversität für Frauen im Informatik-/IT-Bereich und versucht monoedukativ (von Frauen für Frauen) einen Beitrag zur Erhöhung des Frauenanteils in Informatik-/IT-Studienrichtungen zu leisten. Gleichzeitig bietet die ditact aber auch Möglichkeit für Jungwissenschafterinnen und IT/Informatik-Praktikerinnen, (erste) Erfahrungen in der universitären Lehre zu sammeln.
Werfen Sie doch einen Blick auf die heurige Ausschreibung und bewerben Sie sich gegebenenfalls: [www.ditact.ac.at]
Sollten Sie noch Fragen haben, so kontaktieren Sie bitte direkt das ditact_team unter [office@ditact.ac.at] .
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie den “Call for Lectures” der ditact an mögliche Interessierte weiterleiten.
Freundliche Grüße,
Ursula Maier-Rabler, ICT&S Center, Universität Salzburg (Projektverantwortliche)
Corinna Unterfurtner (Projektleiterin)
_____________________________________
Dear interested women,
Ditact_women’s IT summer studies is a successful project of the University of Salzburg in cooperation with the University of Applied Sciences Salzburg. It provides the possibility for lecturers to gain (first) experience in academic teaching by women for women. The 10th ditact_women’s IT summer studies will take place from August 27th until September 8th 2012. For this we invite female lecturers, researchers, and practitioners in IT and informatics to submit suggestions for courses.
Contributions from science and as well practice concerning recent or basic topics from the broad field of Computer Sciences and related topics are welcome. The “Call for Lectures” will be open until February 29th 2012. Afterwards the ditact_program committee will decide which course will be part of ditact_women’s IT summer studies. Course languages are German and English, unfortunately our website is in German, but if you need help don’t hesitate to contact us: [office@ditact.ac.at]
Please forward this Call for Lectures to interested colleagues, co-workers and students.
[www.ditact.ac.at]
We are looking forward to your submissions. If you have any further questions, please do not hesitate to contact us.
Yours sincerely
Ass.Prof.Dr. Ursula Maier-Rabler
5th National Conference
15th & 16th May 2012, Luxembourg
European Migration Network – National Contact Point – Luxembourg (EMN NCP LU)
“Migration Policies and Family Lives in Transit”
The European Migration Network – National Contact Point Luxembourg (EMN NCP LU) invites paper submissions for its 5th National Conference entitled “Migration Policies and Family Lives in Transit”, which will be taking place on 15th and 16th May 2012 in Luxembourg.
Taking into consideration the recent launch of the Green Paper on the right to family reunification of third-country nationals living in the European Union1, the conference will address the changes and challenges following the introduction of the Council Directive (2003/86/EC)2 on the right to family reunification and the European Parliament and Council Directive (2004/38/EC)3 on the right of citizens of the Union and their family members to move and reside freely within the territory of the Member States4.
The implementation of these directives has effects both at the national and individual level, as well as for both the hosting and sending societies.
Within this framework we welcome contributions from a variety of fields, such as political science and international relations, anthropology, governance, economics, sociology andcultural studies. The speakers can choose to present either a case study or comparative study, focusing on one of the themes outlined below, to name just a few:
We ask you to submit a short abstract (350 – 500 words) outlining your paper by no later than 15th of March 2012. Selected contributions for the conference will be published in 2012-2013.
The EMN-NCP-LU will cover your travelling and accommodation costs during the conference stay in Luxembourg, however no further remunerations will be offered.
The conference schedule will also include some cultural events around Luxembourg (further details to be announced soon).
We are looking forward to welcoming you in Luxembourg at this event. For any further inquiries, please do not hesitate to contact the EMN-NCP-LU team either by email: coordination@emnluxembourg.lu or by phone: +352 46 66 44 92 72.
With best wishes,
Ass.-Prof. Christel Baltes-Löhr
EMN-NCP-LU Coordinator
Damit attraktive Sportangebote mehr Mädchen und Frauen in Marzahn-Hellersdorf erreichen, ist ab dem dem 30. Januar bis zum 30. April 2012 auf
ein Fragebogen abrufbar mit Fragen zu Bedürfnissen und Vorlieben von Mädchen und Frauen im Sport.
Im Bezirk Marzahn-Hellersdorf beträgt der Anteil von Frauen in Sportvereinen 34 Prozent, der von Männern 66 Prozent. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Auffällig ist jedoch, dass mehr Frauen als Männer in privaten Fitnessclubs gegen Entgelt aktiv sind und damit das Interesse an sportlicher Tätigkeit in einem anderen als dem Vereinsumfeld gegeben scheint. In einem Modellprojekt soll eine vorhandene bezirkliche Sporthalle für spezifische Erwartungen und Anforderungen von Mädchen und Frauen baulich hergerichtet und Vereinen mit Frauensportangeboten zur Verfügung gestellt werden.Die Einladung zu Beteiligung an der Fragebogenaktion richtet sich an Mädchen und Frauen. Die Teilnehmerinnen an der Fragebogenaktion können ihre Vorstellungen und Wünsche in dem Fragebogen zum Ausdruck bringen. Die Erkenntnisse, die aus den Aussagen gewonnen werden, sollen dazu beitragen, zukünftig das Sporttreiben für Bürgerinnen unterschiedlichen Alters in Marzahn-Hellersdorf attraktiver zu gestalten. Denn beim Sport handelt es sich nicht primär nur um Wettkampf, sondern auch um körperliches Wohlgefühl, das durch sportliche Aktivitäten entwickelt werden kann: Sport hält fit, macht Spaß, ist gesundheitsfördernd und kann uns mit anderen Menschen in Kontakt bringen.
Damit sich an der Fragebogenaktion auch Bürgerinnen beteiligen, die ggf. keinen unmittelbaren Zugang zum Internet haben, werden parallel zu der Internetveröffentlichung auch Fragebögen in unterschiedliche Frauenzentren, bei verschiedenen freien Trägern, die im Bezirk verortet sind sowie Stadtteilzentren und beim Bezirkssportbund ausgelegt. Ebenfalls wird der Fragebogen im Rahmen der Sozialtage in Marzahn-Hellersdorf an unterschiedlichen Ständen im Eastgate (08.03-09.03.2012) verteilt.
Die anonyme Auswertung und die Konzeption des Modellprojekts wird gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten, den Vertretern und Vertreterinnen des Bezirksamts sowie externen Genderexperten und –expertinnen erfolgen. Dabei sollen grundlegend die Erwartungen und Vorstellungen der an der Fragebogenaktion beteiligten Bürgerinnen analysiert werden. Die Erkenntnisse aus den erfolgten Antworten und formulierten Bedürfnissen sollen für eine Verallgemeinerung der Ergebnisse für die künftige Planung von Sportstätten im Bezirk Marzahn-Hellersdorf und darüber hinaus geeignet sein.
In dieser Phase soll auch die Auswahl einer geeigneten Sporthalle im Bezirk erfolgen. Die Realisierung des Modellvorhabens soll unter Beteiligung der Serviceeinheit Immobilien und idealerweise von einem externen Unternehmen mit Erfahrungen in geschlechterspezifischem Bauen übernommen werden.
Die Zielsetzung der baulichen Umsetzung, ist ein von den Nutzerinnen spür- und erlebbar anderes Angebot als in traditionellen Vereinssportstätten.Wir freuen uns auf zahlreiche Anregungen von Mädchen und Frauen. Für Rückfragen und Gedankenaustausch steht Ihnen die Gleichstellungsbeauftragte Frau Sever gerne zur Verfügung: Tel.: +49 (0)30 90293 2050 Mobil: +49 (0) 151.16250890 Mail: Snezana.Sever@ba-mh.verwalt-berlin.deÄhnliche Beiträge
Filmprojekt “GESCHLECHT: GEHEIM?”
Natalie Muntermann und Alexandra Schröder sind sind zwei Filmemacherinnen aus Köln und Absolventinnen der Kunsthochschule für Medien. Für einen Kino-Dokumentarfilm suchen sie Eltern, die den gängigen Geschlechterklischees etwas entgegensetzen möchten und sich entschieden haben, ihr Kind unabhängig von männlich/weiblichem Schubladendenken zu erziehen und die sich im Alltag bewusst mit diesem Thema auseinandersetzen.
“Das Private ist politisch, das Politische ist privat. Wenn es Euch da draussen gibt: Über jede Rückmeldung von interessierten Eltern würden wir uns sehr freuen.”
Bei Interesse Email an folgende Adresse: 1.19@gmx.de
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Protest + Offener Brief Ostschweizer Kinderspital St. Gallen, 6.2.11
Die ganze Geschichte des Fortschritts menschlicher Freiheit zeigt, dass alle Zugeständnisse, die ihren hehren Forderungen bisher gemacht wurden, aus dem Kampfe geboren sind ... Ohne Kampf gibt es keinen Fortschritt. Die, welche behaupten, für die Freiheit zu sein, Agitation aber ablehnen, sind Menschen, die ernten wollen, ohne den Grund umzupflügen. Sie wollen Regen ohne Blitz und Donner. Sie wollen den Ozean ohne das grässliche Tosen seiner Wassermassen. Der Kampf mag ein moralischer sein; oder er mag physisch sein; oder er mag moralisch und physisch sein, aber ein Kampf muss stattfinden. Macht gewährt keine Zugeständnisse ohne Forderungen. Sie hat es nie getan und wird es nie tun ...
Frederick Douglass, ehemaliger Sklave und Abolitionist, 1857
Auch
2012 planen die MedizynerInnen diverse Städtereisen, Jahresversammlungen und
sonstige Sausen, um möglichst ungestört neue "Verbesserungen" ihrer
menschenrechtswidrigen Verstümmelungen zu propagieren.
Weitere sachdienliche Hinweise jederzeit willkommen!
Wir sehn uns, wo die Action ist! Mehr dazu
laufend ...
17. NRW Endo 20.-21.1.2012 Bonn
17. Jahrestagung der Nordrhein-Westfälischen Gesellschaft für Endokrinologie
und Diabetologie
[www.nrw-endokrinologie.de]
27th EAU 24-28.2.2012 Paris
27th Annual EAU Congress of the European Association of Urology
eauparis2012.org
DGE 2012 07.-10.3.2012
Heidelberg/Mannheim
55. Symposium der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie
dge2012.de
4. Dreiländertreffen der Kinderchirurgie
23.3.2012 Colmar (F)
dreilaendertreff.net
SGKJ 2012 04.-06.5.2012 München
Süddeutsche Tage der Kinder- und Jugendmedizin. 61. Jahrestagung der
Süddeutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und der Süddeutschen
Gesellschaft für Kinderchirurgie und dem Berufsverband für Kinder- und
Jugendärzte – Landesverband Bayern
sgkj2012.de
ICE/ECE 2012 05.-09.5.2012 Florenz (I)
15th International Congress of Endocrinology and 14th European Congress of
Endocrinology
ice-ece2012.com
23rd ESPU 2012 09.-12.5.2012 Zürich
23rd Congress of the European Society for Paediatric Urology
espu2012.org
13th EUPSA / 59th BAPS 2012 13.-16.6.2012
Rom
Joint Congress 13th Congress of the European Paediatric Surgeons' Association
(EUPSA) and 59th Congress of the British Association of Paediatric Surgeons
(BAPS)
www.eupsa.org/home/eupsa-congresses/rome_italy2012/Welcome-Address.en.php
DGKJ 2012 13.-16.9.2012 Hamburg
108. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V.
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und Pädiatrische Intensivmedizin (GNPI), 64. Jahrestagung der Deutschen
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(DGGG)
www.dggg.de/dggg-kongress/
APE-AGPD 2012 08.-11.11.2012 Erlangen
JA-PED 2012 – 7. Gemeinsame Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaften für
Pädiatrische Endokrinologie (APE) und Pädiatrische Diabetologie (AGPD)
www.ja-ped.de/
6th Masterclass t.b.c. London
6th Annual Masterclass of Genito-Urethral Surgery ("live-surgery")
www.instituteofurology.org/edu.php?page=master
V. ISHID 2013 t.b.c. Lucknow (Indien)
DGU 2013 25.-28.9.2013 Dresden
WOFAPS 2013 13.-16.10.2013 Berlin
>>>
Genitalverstümmelungen im Kinderspital: Fakten und Zahlen
>>> 150 Jahre
Menschenversuche ohne Ethik und Gewissen
>>>
Genitalverstümmelungen in Kinderkliniken – eine Genealogie der Täter
Siehe auch:
- Friedlicher
Protest & Offener Brief 3rd EuroDSD Symposium 2011
-
Friedlicher Protest & Offener Brief "Ethik"-Vortrag UK Aachen
2011
-
Friedlicher Protest & Offener Brief DGE 2011
-
Friedlicher Protest & Offener Brief DGKJ-DGKCH 2010
-
Friedlicher Protest & Offener Brief APE-AGPD 2010
-
Friedlicher Protest & Offener Brief 11th EMBL/EMBO 2010
-
Aktion & Offener Brief Ostschweizer Kinderspital St. Gallen 2011
-
Aktion & Offener Brief Kinderspital Luzern 2010
-
Aktion & Offener Brief Inselspital Bern 2009
-
Aktion & Offener Brief Kinderspital Zürich
2008
Am 6. Februar um 10 Uhr beginnt in den bekannten Vorverkaufsstellen und online der Run auf die Berlinale-Tickets. Zwei der dort gezeigten Film möchte ich Euch unbedingt ans Herz legen: Einer der Eröffnungsfilme der Panorama-Sektion ist „Elles“ („Das bessere Leben“) von der polnischen Regisseurin Malgorzata Szumowska. Die Hauptdarstellerin, die unvergleichliche Juliette Binoche wählte auch dieses Mal mit der ihr eigenen traumwandlerischen Sicherheit ein herrlich irritierendes Drehbuch aus. Diesmal spielt sie Anne, eine gutsituierte Journalistin der Frauenzeitschrift ELLE, die gleichzeitig versucht ihre Story über Charlotte und Alicja, zwei Studentinnen, die nebenher als Eskortmädchen arbeiten müssen, zu Ende zu bringen und nebenher Haushalt, Familie und selbstherrlichen Ehemann zu betreuen. Die Begegnung mit diesen aufrichtigen, jungen Frauen lässt sie endlich einmal über den bürgerlichen Tellerrand blicken: Familie, Sex, Geld, Feminismus und Chancengleichheit – nach der Begegnung mit Charlotte und Alicja sieht sie all dies mit neuen Augen.
Natürlich wäre Juliette Binoche nicht eine der herausragendsten europäischen Schauspielerinnen, wenn sie uns nicht so intensiv daran teilhaben lassen würde, dass wir auch in unkontrolliertes Gelächter ausbrechen, wenn sie es tut oder uns ebenfalls beim gemeinsamen Abendessen aus dem unerträglich oberflächlichen Gespräch mit dem Boss ihres Mannes und seiner Frau ausklinken und einfach zur Haustür hinausgehen. „Alle Männer in diesem Haus gucken Pornos auf ihrem Computer…“ sagt Anne zu ihrem Mann, der eigentlich mehr mit seinem Smartphone als mit ihr verheiratet ist. Ihr ältester Sohn, ein sympathischer, bekiffter Lockenkopf, lacht nur noch über ihre bourgeoise Lebensweise und der Jüngste scheint die meiste Zeit von seiner Playstation absorbiert zu werden (- und zieht die Kriegsspiele noch den Pornos vor.) „Was ist das Schlimmste an Deinem Job als Gelgenheitsprostituierte?“ wird Anne später Charlotte fragen, die sich bei der Arbeit Lola nennt und genau wie Alicja ihren Job vor der Familie geheim halten muss. „Die Lügen. Die ganze Zeit lügen zu müssen“, antwortet Charlotte. Baff, das sitzt, bei Anne/Binoche und sicher auch bei manch einer Zuschauerin, denn die rollenbedingten Lügen, der Selbstbetrug und die festgefahrenen oder hohl gewordenen Ansichten schleichen sich immer wieder schneller in unser Leben, als uns lieb sein sollte. Ein visuell ansprechender, feministisch angehauchter, toll besetzter Film von einer Lust auf mehr machenden Regisseurin also, ein – ebenfalls von Frauen geschriebener und produzierter – Film, der zum Nachsinnen einlädt, schließlich kann frau sich nicht immer wieder „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ anschauen, oder etwa doch?
„Der neue Mann“ ist ja zur Zeit wieder eines der Lieblingsthemen in den Feuilletons…Ein weiterer Eröffnungsfilm der diesjährigen Berlinale – in diesem Fall der Perspektive deutsches Kino – der mir in diesem Zusammenhang schlichtweg am meisten Spaß und mich gleichzeitig am nachdenklichsten gemacht haben, ist eindeutig „Man for a day“ – über einen Berliner Workshop der Gender-Aktivistin Diane Torr. Was macht den Mann zum Mann, was die Frau zur Frau? Wie werden wir ge-gendered? Ist es möglich sich eine andere Körpersprache anzueignen? Kann jede(r) viele Gender-Identitäten haben? Wen diese Fragen umtreiben und wer sich zudem nur allzu gerne mehr und mehr aus dem Würgegriff der Rollenmodelle befreien möchte, der muss diesen Film einfach mögen. Allein schon der Spaß, wenn man aus dem dunklen Kinosaal tritt und das männliche Performance-Theater auf den Straßen und am heimischen Herd wieder einmal mit neuen und sehr amüsierten Augen sieht…
Diane Torr hat sich intensiv mit den verschiedensten Formen des Körperwissens beschäftigt und wurde bekannt als Pionierin der Drag-King-Performance (female-to-male-drag) und wie wir am Rande des bestechenden Dokumentarfilms ihrer langjährigen Freundin Katarina Peters erfahren, hat sie auch noch eine sehr sympathische Tochter, die es rundum prima fand in feministischen Kreisen aufgewachsen zu sein…
Beeindruckend an Peters Dokumentarfilm – die auch bereits mit ihrem Film über der Schlaganfall ihres Mannes „Am seidenen Faden“ überzeugte – sind auch die Workshop-Teilnehmerinnen, deren Verwandlung zum Manne wir miterleben dürfen, z.B. Susann, die von ihrer Mutter erfolgreich zu diversen Miss-Wahlen angemeldet wurde und die am Anfang über Männer nicht viel weiß, außer vielleicht dass „man ihr Ego nicht verletzen darf “. Als Mechantroniker Andi besucht sie zuletzt in Jogginghosen unerkannt ein Striplokal…
Dann ist da noch Teresa, der es schon als Kind kein Spaß machte sich rollenkonform zu schmücken und „zu verpacken“, sie erzieht ihre drei Söhne allein, da ihr Mann während des Hausbaus beschloss doch nicht mit einzuziehen. Die Frage was für ein Männerbild sie ihren Jungs vermitteln könnte, trieb sie in Dianes Workshop. Dort überzeugt sie als Klimafolgenforscher „Walter“ und denkt, dass es ihr nach dieser Erfahrung vielleicht wieder mehr Spaß machen wird, eine Frau zu sein….
Welche Fragen Eva-Marie, Dirndl-Fan und Politik-Beraterin bei den Grünen, die toughe Fashiondesignerin Tal und Rosa-Marie, die schon zweimal im Frauenhaus war, umtreiben, seht Euch am besten selbst an. Oder ihr bucht gleich ein Seminar bei Diane Torr, die am 18/19 Februar und auch am darauffolgenden Wochenende in Berlin wieder einen „Man for a day – Workshop“ geben wird, sicher empfehlenswert ist aber auch ihr Buch das sie zusammen mit Stephen Bottom verfasst hat: „Sex, Drag and Male Roles: Investigating Gender As Performance“.
Auf der ganztägigen, von Studierenden selbst organisierten, Konferenz “Radikal, sexy, aktuell! Feminismus in historischer Perspektive” werden diese und eingeladene Expert*innen (u.a. Ingrid Strobl und Irene Franken) den Feminismus jenseits von ahistorischen „Lila-Latzhosen-Klischees“ neu aufrollen: Von der Frauenrechtsbewegung in den USA und ihrem Verhältnis zur Frage von race, dem Phänomen des hedonistischen Flapper Girls der 1920er Jahre, feministischen Momenten in der NS-Zeit über die Single-Girl-Bewegung der Nachkriegszeit, feministische Interventionen afro-amerikanischer Filmemacherinnen, die zweite Frauenbewegung in der BRD bis hin zu der Kritik von black feminists an der westlichen weißen Frauenbewegung, der Riot-Grrrl-Bewegung der 90er Jahre und der Geschichte der Pornographie von den zahlreichen Anti-Porno-Initiativen ab den 70er Jahren bis zu gegenwärtigen queeren Post-Porn-Konzepten. Yes, she can!
Wann & Wo:
Am Samstag, den 4. Februar 2012 um 10 Uhr im Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln
i.d.a.-Dachverband der deutschsprachigen
Lesben/Frauenarchive, -bibliothekenund -dokumentationsstellen e.V.
2. Februar 2012
Pressemitteilung
Frauenarchive brauchen überall bessere Förderung
Der Dachverband der Frauen- und Lesbenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen “ida – informieren, dokumentieren, archivieren” bedauert die Kürzungen, denen der FrauenMediaTurm in Köln ausgesetzt ist und nimmt die Diskussion zum Anlass, darauf hinzuweisen, dass es sich hier nicht um ein singuläres Problem handelt, sondern dass Frauenarchive in ganz Deutschland einer engagierteren finanziellen Förderung bedürfen.
Im ida-Dachverband sind 37 Einrichtungen aus dem deutschsprachigen Raum zusammengeschlossen: 30 aus Deutschland, 4 aus Österreich, je eine aus Luxemburg, Italien (Südtirol) und der Schweiz. Es handelt sich um die unterschiedlichsten Archive, die seit den 1970-er Jahren aus der Frauenbewegung heraus entstanden sind und teils landesweit, teils regional oder thematisch eingegrenzt relevante Dokumente sammeln. Neben dem FrauenMediaTurm einige Beispiele für weitere bundesweit sammelnde Frauenarchive, die in Absprache miteinander die Überlieferung der Frauenbewegungen in Deutschland sichern:
Alle Frauenarchive müssen mit wenig Ressourcen auskommen; Förderung gibt es, wenn überhaupt, für Bildungsarbeit oder Forschungsprojekte, selten für die eigentliche Archivarbeit. Einzige Ausnahme ist das Archiv der deutschen Frauenbewegung in Kassel, das aufgrund jahrzehntelanger Überzeugungsarbeit inzwischen durch die Hessische Landesregierung institutionell gefördert wird.
Der ida-Dachverband fordert daher alle Landesregierungen, aber auch die Bundesregierung auf, die Förderung der Frauenarchive in Deutschland zu forcieren. In diesen Archiven wird mit großem Engagement die historische Überlieferung einer Bewegung gesichert, deren Errungenschaften unsere heutige Gesellschaft in entscheidender Weise prägen, deren Dokumente aber keine adäquate Wertschätzung erfahren und in letzter Konsequenz verloren zu gehen drohen.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:Freitag, 3.2.:
Susanne Knoblich, Helene-Lange-Archiv, Vorstand ida-Dachverband, 030 – 90264-236
Ab Montag, 6.2.:
Sabine Balke, Spinnboden Lesbenarchiv & Bibliothek,
Vorstand ida-Dachverband, 030 – 448 58 48
Rita Kronauer, Frauenarchiv ausZeiten, ida-NRW, 0234 – 50 32 82
Postadresse/Geschäftsstelle:
c/o Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung
Gottschalkstraße 57, D – 34127 Kassel
Am 9. März stellt Surur Abdul-Hussain ihr Buch "Genderkompetenz in Supervision und Coaching" in einem Kurzvortrag vor. Anschließend gibt es die Möglichkeit zu Gesprächen und einen gemütlichen Ausklang bei Getränken und Häppchen. Die Buchhandlung Löwenherz unterstützt die Veranstaltung und wird mit einem Büchertisch vertreten sein.
Genderkompetenz: Notwendige Voraussetzung oder lediglich eine Zusatzqualifikation?
Buchpräsentation und Kurzvortrag von Surur Abdul-Hussain
Wann: Freitag, 9. März 2012, 18:30 (Einlass: 18 Uhr)
Wo: Sitzungssaal d. Univ. für angewandte Kunst, Oskar-Kokoschka-Platz 2, 1010 Wien
Eintritt frei!
Brauchen Frauen und Männer in Supervision und Coaching Unterschiedliches? Werden Frauen und Männer in der supervisorischen Praxis "gleich" behandelt? Was bedeutet Genderkompetenz im beraterischen Setting? Diesen und ähnlichen Fragen geht die Autorin nach und räumt mit Vorurteilen und Alltagstheorien gründlich auf. Das Buch leistet einen Beitrag zur differenzierten und theoriegeleiteten Auseinandersetzung mit dem Thema Gender.
Die Autorin: Surur Abdul-Hussain, Mag.a, MSc ist Integrative Supervisorin, Coach und Organisationsentwicklerin (ÖVS) in freier Praxis. An den Universitäten Wien und Graz ist sie als Lehrbeauftragte und an der Donauuniversität Krems als Lehrsupervisorin tätig.
Das Buch: Surur Abdul-Hussain, Genderkompetenz in Supervision und Coaching; Mit einem Beitrag zur Genderintegrität von Ilse Orth und Hilarion Petzold; Heidelberg: Springer VS, 2012. 342 Seiten. ISBN 978-3-531-16754-1 (ca. 41 Euro)
Links: [www.abdul-hussain.at]
[www.loewenherz.at] (Mehr über das Buch und Bestellmöglichkeit)
[https:]]
http://www1.uni-ak.ac.at/gender/
[www.loewenherz.at]
Ich habe keine Lust mehr feiern zu gehen! Ich gehe gerne zu meinen Freund_innen oder lade sie ein. Ich gehe auch gerne etwas mit ihnen trinken. Aber „Feiern“ = durch die Nachtclubs ziehen, frustriert mich. Zu dieser Erkenntnis komme ich interessanterweise nicht beim Feiern, sondern als ich mit ein paar Freundinnen zusammensitze. Wir sinnieren darüber, wie beschissen es ist, Single zu sein. Denn entgegen der Vorurteile, man habe als Singlefrau doch alle Möglichkeiten sich mal so richtig auszutoben und zu „feiern“, haben wir, die Singles sind, festgestellt: Singledasein = viel zu wenig bis gar kein Sex = Frust.
Eine aus der Runde will uns das nicht glauben – ist übrigens die einzige in einer Beziehung. Das wäre doch sooo einfach! Wir sähen doch gut aus. Da bräuchten wir doch nur auszugehen und dann ginge das alles von selbst. Ist das so? Ich bin beim „Feiern“ wirklich noch NIE auch nur ansatzweise ernsthaft angegraben worden.
Eine Freundin sagt, das wundere sie überhaupt nicht. Ich hätte nämlich diesen „Bitch-Appeal“, wenn ich feiern ginge. Ich verstehe den Ausdruck nicht. „Bitch-Appeal“ – sollte man da nicht erst recht in Sachen Abschleppen erfolgreich sein? Nun breitet sie eine ganze Palette an sexistischen Denkweisen vor mir aus, die sich zusammenfassen lassen mit: „Männer interessieren sich nur für kleine, niedliche Mädchen.“
Aber klein bin ich doch und ich ziehe gelegentlich auch gerne kurze Kleider oder Röcke an. Eben genau das sei ja der „Bitch-Appeal“. Ich würde mich mädchenhaft anziehen, aber mich nicht so benehmen. „Männer“ könnten mich dann nicht zuordnen und wüssten nicht, wie sie mit mir umzugehen haben. Deswegen mieden sie ernsthaften Umgang.
Aha. Und was ist an mir nicht „mädchenhaft“ genug?
Das ganze finge schon damit an, dass ich nüchtern tanzen würde. Vor allem die Art und Weise wie ich tanze, würde zu viel Selbstsicherheit zeigen. Ich würde signalisieren, dass mir „bewusst“ sei, dass es aufreizend wirken könne bzw. (noch schlimmer!) ich würde zeigen, dass es mir gleichgültig sei, wie ich beim Tanzen aussehe, obwohl nüchtern. Das wirke arrogant. Solche Frauen seien Männern zu anstrengend.
Ich sinniere über meine letzte Tour, die recht lange zurück liegt, denn s.o.. Schon bei den Getränken wird zwischen „Mädchenbier“ und „normalem“ Bier unterschieden. „Mädchenbier“ sind süße Mixbiere. Ah! Klein und „süß“, da war doch was. Ich mag süßen Alkohol nicht. Ich trinke lieber normales Bier. Der Ausdruck „Mädchenbier“ scheint mir übrigens von den „Mädchen“ selbst erfunden worden zu sein. Zumindest lassen sie keine Gelegenheit offen damit zu kokettieren. Ich dagegen fange mir jedes Mal einen blöden Kommentar, wenn ich einfach nur Kölsch trinken will. Sei es von den „richtigen Mädchen“, die ihre „Jungs“ unaufhörlich kichernd zum Mädchenbier-Kaufen losschicken oder eben von Männern, die mich merkwürdig zu finden scheinen. Ich darf mir dann gefallen lassen, dass einer der Typen mir eine Flasche Korn aus dem Kiosk mitbringt und mir in die Hand drückt: „Die Claudia ist halt eine ganz Harte. Die bekommt was Hartes!“ Ich kaufe mir dann mein „hartes“ Bier selbst. Ist er das wieder, der Bitch-Appeal?! Nachdem sich die „Mädchen“ nach ihrem zweiten Mädchenbier schon so richtig „betrunken“ gemacht haben –wer’s glaubt, wird selig – dürfen sie jetzt auch tanzen und lustig sein. Ab in die Disko. Dort werden die Getränke natürlich nur von „Männern“ geholt. Das gehört sich ja so. Dafür wird sich dann auch übertrieben bedankt. Ist ja auch echt schwer, den Weg zur Theke zu finden. Fast überflüssig zu erwähnen, dass der Weg zur Toilette dem Klischee entsprechend auch nur in Begleitung gefunden werden kann. Ich hab schon keine Lust mehr auch nur irgendetwas zu trinken. Ich sehe mich um und sehe nur noch Potenzgehabe und gackernde Hühner und frage mich: Bin ich zu anspruchsvoll? Mich ödet alles an und ich merke: Ich bin tatsächlich eine arrogante, frustrierte Spaßbremse, die kein „Mädchenbier“ trinkt.
Als es endlich vorbei ist, lassen sich die „Mädchen“ von ihren Typen nach Hause bringen und ich nehme mir ein Taxi. Auch das kann ich dank meines „Bitch-Appeals“ – allein.
Ich gehe durch die Stadt und sehe Plakate, auf denen lange, nackte Frauenbeine ein Deo für Männer bewerben. Ein Kfz.-Anhängerverleih wirbt auf einem Plakat mit der Abbildung eines Anhängers, vor dem sich drei leicht bekleidete Frauen lasziv räkeln. Darüber prangt in großen Buchstaben der Werbeslogan „MIET MICH. BENUTZ MICH.“ Ich steige in die Bahn und lese den Werbespruch „Einfacher als Männer.“ In einer Zeitschrift stoße ich auf die Werbeanzeige eines Hostelanbieters. Zu sehen ist ein tangatragender weiblicher Unterleib. Auf dem Tanga findet sich der Schriftzug „24 h OPEN“. Ein Lieferwagen fährt vorbei. Darauf die Aufschrift: „Wir machen Geile Bodenbeläge.“ Darunter – auf dem Fahrzeugboden – räkelt sich eine nackte Frau. Ich komme nach Hause, sehe fern und werde mit Werbespots überschwemmt, in denen Frauen der Familie das Essen servieren, in denen für die Schönheitsentwicklung der Frauen geworben wird („Erwecke die Göttin in dir“; bei Männer heißt es nicht „Schönheits-„ sondern einfach „Pflegeprodukte“), in denen Frauen die Wäsche waschen und ihren Kindern gesunde Süßigkeiten geben und Männer die tollen Autos fahren.Ich höre schon die Fragen und Bemerkungen: Und? Warum ist das denn jetzt schlimm? Frauen sind nun mal schöner. Und sie stehen eben häufiger in der Küche und gehen lieber shoppen.
NEIN! Fragt einen Schwulen und er wird nicht finden, dass Frauen die schöneren Wesen sind. Heterosexuelle Männer finden das. Lesbische Frauen auch. Und warum unterstützen zum Teil auch heterosexuelle Frauen diese Aussage? Weil ihnen jede Werbung, jeder Film, jede Frauenzeitschrift, jede Männerzeitschrift zeigt, dass Frauen schön sind/sein sollen/sein müssen. Eigentlich sind aber Frauen schön, so wie Männer schön sind, weil Menschen schön sind/schön sein können. Das Problem ist, dass dieses „Frauen-sind-die-schöneren-Wesen“ zu einer Aufspaltung von Frauen und Männer in zwei Kategorien führt: Die eine Hälfte sieht gut aus, muss gut aussehen und wird auch immer an ihrem Aussehen gemessen. Bei der anderen Hälfte sind andere Eigenschaften wichtiger, sie sind die Menschen, die handeln und entscheiden und die DARAN gemessen werden. Um es mit John Berger zu sagen: “Men act and women appear.” Frauen sehen nicht einfach nur gut aus. Sie werden reduziert auf ihr Aussehen und damit auch auf ihr Aussehen für den männlichen Blick (Kein weibliches Pflegeprodukt wird mit einem nackten Mann beworben!) und damit letztlich wieder auf ihre Verfügbarkeit für männliche Sexualität (auch dort sind Männer wieder die Handelnden, diejenigen, die Frauen ansprechen, abschleppen, „nehmen“. Frauen müssen dabei nur eins: Gut aussehen. Und irgendwann nicht mehr „nein“ sagen. Das ist sogar in weiten Teilen gesellschaftlicher Konsens!).
Was ist mit den anderen Beispielen? Dass Frauen häufiger in der Küche stehen, mag sogar stimmen. Dass sie lieber shoppen gehen ist ein unhinterfragtes immer wieder neu reproduziertes Klischee. Werbung zeigt also teils die sexistische, diskriminierende Wirklichkeit, teils Klischees. Und? Was ist daran jetzt schlimm?
Schlimm daran ist, dass diese „Wirklichkeit“ nicht DIE Wirklichkeit ist bzw. nicht sein muss. Zahlreiche Untersuchungen und Studien weisen darauf hin, dass die Dichotomie der zwei Geschlechter biologisch und soziologisch widerlegbar ist und selbst bei vereinzelt im Durchschnitt vorhandenen Unterschieden die Unterschiede innerhalb der Geschlechtsgruppen wesentlich größer sind, als die zwischen den Geschlechtern.
Schlimm daran ist, dass Medien, und insbesondere auch Werbung, nicht ohne Einfluss auf uns sind. Mit Kindern durchgeführte Studien der quantitativen Medienwirkungsforschung deuten darauf hin, dass Kinder, die häufig fernsehen, eher traditionelle Berufswünsche äußern als Kinder, die wenig Zeit vor dem Fernseher verbringen. Auch neigen häufig fernsehende Kinder im Vergleich zu jenen, die seltener fernsehen, stärker dazu, sich für geschlechtsspezifisches Spielzeug zu entscheiden, und geben eher stereotypisierte Antworten auf Fragen nach richtigem Rollenverhalten von Mädchen und Jungen. Studien der qualitativen Medienwirkungsforschung fanden heraus, dass Frauen, die zunächst zu ihrem Führungsinteresse befragt und dann kurzzeitig traditionelle Fernsehwerbung gezeigt bekamen, anschließend ein geringeres Interesse hinsichtlich beruflicher Führung zeigten.
Jeden Tag prasseln zahllose Werbekampagnen auf uns ein. Die meisten von ihnen nehmen wir (anders als beispielsweise Filme), gar nicht bewusst wahr. Ihre Botschaft und das, was sie uns über soziale Normen, Körpermaße und Verhaltensregeln mitteilen, erreichen uns aber dennoch und arbeiten in unserem Unterbewusstsein an unseren Vorstellungen.
Werbung nimmt also teil an der täglich stattfindenden Konstruktion von Geschlecht: „Wie sehe ich als Frau aus?“, „Was macht mich zu einem richtigen Mann?“. Bereits die Werbung für Kinder gibt es kaum noch in „geschlechtsneutral“: Besuche ich die entsprechenden Programme mit deren Werbung, sehe ich dunkel gehaltene, mit Rockmusik unterlegte Werbung für Jungen, die auf Kampf, Schnelligkeit, Aggressivität abzielt. Und ich sehe blonde Mädchen mit Zöpfchen, die lieb lächeln und mit Küchengeschirr und Puppen spielen. Küchengeschirr und Puppen? Kinder lernen bei allem, was sie tun, für ihr späteres Leben. Worauf bereiten wir die Mädchen vor?? Und warum würde es uns nicht im Traum einfallen, Jungen dasselbe Spielzeug zu geben? Jetzt hat es auch ein Spielzeug erwischt, dass bisher „einfach nur“ die Kreativität von Kindern fördern wollte: LEGO. Für Mädchen hat es sich jetzt etwas Neues ausgedacht: Sie können auch noch bauen, immerhin, das schon. Aber eben das, was Mädchen interessiert (oder interessieren soll): Eine Wellnessoase, eine Showbühne und – natürlich – ein Küche! Und es gibt jetzt eine weibliche Legofigur. Sie ist – oh Wunder – dünner, also ziemlich dünn, sie trägt knappere Kleidung und: sie hat Brüste.
Wir kämpfen dafür, dass Frauen und Männer gleiche Chancen haben. Dass sie gleich viel verdienen. Dass sie – beruflich und privat – dieselben Dinge tun dürfen und müssen. Nur unterliegen wir selbst – und insbesondere auch unsere Kinder – jeden Tag Bildern und Texten, die uns etwas ganz anderes suggerieren.
Seal und Heidi Klum machen vor, wie Verantwortung für Kinder nach einer Trennung aussehen sollte: „Die Hauptsache ist sicherzustellen, dass die Kinder sich geliebt fühlen und dass sie verstehen, dass die Trennung nichts mit ihnen zu tun hat“, sagte Seal Medienberichten zufolge, und er fuhr fort: „Es wird sich nichts am Umfang der Zeit ändern, die wir mit den Kindern verbringen.“
Offenbar waren Seal und Heidi gut beraten, denn nicht immer können Paare sich trennen und dennoch verantwortliche Eltern, väter und Mütter bleiben. Die Leidtragenden der Trennungskonflikte sind dann die Kinder.
Wie Väter trotz Trennung eine gute Beziehung zu ihren Kindern behalten können, dazu gibt es jetzt einen neuen Ratgeber. Das Väterzentrum Berlin hat eine Broschüre mit dem Titel „Stark und verantwortlich“ herausgegeben. Auf knapp hundert Seiten liefert sie Vätern wichtige Informationen zu Fragen wie: Wie kann ich ein guter Vater bleiben? Wie halte ich Kontakt? Was brauchen die Kinder?
Der Ansatz der Autoren Marc Schulte und Eberhard Schäfer ist kooperativ und systemisch. Es geht ihnen ausdrücklich nicht darum, einen Krieg um Kinder zu führen, sondern um Kommunikation der Elternteile mit dem Ziel der Einigung. Am wichtigsten ist dabei die Fähigkeit, die Ebene der – zerbrochenen – Partnerschaft von derjenigen der – weiter bestehenden – Verantwortung für die Kinder zu trennen.
Eine Stärke der Broschüre sind die vielen Erfahrungsberichte. In Interviews schildern betroffene Väter, wie sie die Trennungssituation meistern und welche Lösungen sie erzielen konnten. Dabei werden auch Wohn- und Lebensmodelle erklärt wie Residenzmodell, Wechselmodell und weitere.
Auch Experten geben ihr Erfahrungswissen weiter: Ein Fachanwalt für Familienrecht, ein Familienrichter, ein Familientherapeut sowie weitere Fachleute, die in Trennungsfällen oft eine wichtige Rolle spielen, geben Vätern wichtige Hinweise und klären die Rolle von Institutionen wie Jugendamt und Familiengericht.
Abgerundet wird die Broschüre durch einen ausführlichen Adressteil, der sich an Betroffene in Berlin wendet. Die Broschüre ist für 5 Euro zuzüglich Versandkosten beim Väterzentrum Berlin erhältlich.
Vorausschauende Eltern haben immer ein zweites Exemplar im Schrank. Ist das wirklich nötig?
Anna Jermolaewas Klassentreffen, Muslim Girls in Innsbruck, Nachwuchsjournalistinnen gesucht, neuer Dicke Weiber-Tanzworkshop, queeres Balkan-Clubbing und kommt die Fristenlösung im Burgenland an?
In New Jersey wurde ein im Jänner eingebrachter Entwurf nach zum Teil heftiger Debatte im Justizausschuss mit 5:2 Stimmen angenommen. Er muss noch von Abgeordnetenhaus und Sentat beschlossen werden und zwar mit ausreichenden Mehrheiten beschlossen werden, damit das Veto, das Gouverneuer Chris Christie bereits angekündigt hat, überstimmt werden kann. Für Gelächter im Saal sorgte ein "Experte", der bei der Anhörung erklärte, es sei eine Tatsache, dass es mehr ehemalige als praktizierende Schwule gibt.
In New Hampshire können Schwule und Lesben seit 2010 heiraten. Als bei den Wahlen im Herbst 2011 die Republikaner die Mehrheit erlangten, erklärten sie, sie würden das Gesetz wieder abschaffen und brachten gleich mehrere entsprechende Anträge ein. Inzwischen scheint im Parlament von New Hampshire allerdings Vernunft eingekehrt zu sein, denn die Abschaffung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare scheint auf der eben veröffentlichten Tagesordnung für das Jahr 2012 nicht mehr auf.
Und in Kalifornien brachte das Southern Poverty Law Center am 2. Februar namens einer ehemaligen Armeeangehörigen eine Klage gegen DOMA ein. Die Frau hatte 12 Jahre lang in der Armee gedient und hat daraus Ansprüche auf Sozialleistungen. 2010 wurde bei ihr Multiple Sklerose diagnostiziert. Das zuständige Ministerium (Department of Veteran Affairs) wies ihren Antrag, die Sozialleistungen auf ihre Ehepartnerin zu erstrecken, ab. Bei heterosexuellen Armeangehörigen und ehemaligen Armeeangehörigen ist der Ehepartner oder die Ehepartnerin von den Sozialleistungen mit erfasst.
Ebenfalls in Kalifornien hat der 9th Circuit Court of Appeals entschieden, dass die Videoaufzeichnungen von der mündlichen Verhandlung im Fall Perry v. Schwarzenegger (Bundesverfassungswidrigkeit von Prop 8) weiterhin nicht veröffentlicht werden dürfen.
Kritisch zum Ehehype äussert sich Rahul K. Gairola in einem Kommentar in SLOG. "Marriage equality" ist nicht nur als Begriff irreführend, sondern auch das falsche Ziel, so Gairola. Denn durch die staatliche Ehe werde keine Gleichheit hergestellt. Wenn manche Lesben und Schwule heiraten können, verbessert sich für viele dadurch gar nichts, im Gegenteil: es entstehen neue Ausschlüsse und Randgruppen.
Links: http://www.app.com/article/20120202/NJNEWS1002/302020068/Assembly-panel-advances-marriage-bill
http://joemygod.blogspot.com/2012/02/at-todays-nj-marriage-hearing.html
http://www.njleg.state.nj.us/2012/Bills/A0500/1_I1.HTM (der Entwurf in der ursprünglich eingebrachten Fassung v. 17.01.2012)
http://www.boston.com/news/local/new_hampshire/articles/2012/02/02/nh_house_gop_releases_2012_agenda/
http://www.splcenter.org/get-informed/case-docket/tracey-cooper-harris-et-al-v-united-states-of-america-et-al
http://www.afer.org/news/ninth-circuit-rules-on-prop-8-trial-tapes/
http://slog.thestranger.com/slog/archives/2012/01/30/the-problem-with-marriage-equality (Ein kritischer Kommentar zur Öffnung der Ehe, der, nicht ganz unerwartet, einige Leser_innenreaktionen hervorgerufen hat.)
http://www.queernews.at/archives/2883
Groß und gerade steht Nazim, etwas breit. Seine gebräunte Haut ist ledrig, die Zähne vergilbt vom Rauchen. Mit seinen tiefschwarzen Augen beobachtet er aufmerksam die Menschen um ihn herum. Nazim ist angekommen. Als sich die Türen öffnen und er seinen Bruder hinter der Absperrung am Berliner Flughafen entdeckt, steckt Nazim seine goldene Halskette unters Hemd. Der Bruder braucht sie nicht sehen.
Zusammen betreten sie die Wohnung des Bruders. Es riecht nach türkischem Gebäck und Essen. Sein Blick schweift über die arabischen Kalligraphien im Flur und bleibt an dem Kopftuch seiner Schwägerin hängen. Sie nickt ihm zu und lächelt. Er öffnet seinen Mund, um etwas zu sagen, und schließt ihn gleich wieder seufzend. Es lohnt sich nicht.
Beim Abendessen stochert die Schwägerin lustlos auf ihrem Teller herum. Nazim und sein Bruder reden über die Kindheit und Fußball. Keine gefährlichen Themen. Als sie ihnen ausgehen, wartet Nazim noch einen Moment und bedankt sich dann für das Essen. Jetzt schnell.
Umgezogen steht Nazim an der Tür zum Wohnzimmer. Er hebt die Hand zum Abschied. Sein Bruder, der mit Tee, Mandeln und gesalzenen Sonnenblumenkernen auf ihn wartete, eilt ihm überrascht nach. Er guckt Nazim wortlos an. Du bist doch erst heute aus der Türkei gekommen. Willst du dich nicht ausruhen? Wortlos schaut Nazim zurück. Ich bin nicht wegen dir hier, das weißt du.
Draußen knöpft Nazim sein Hemd auf. Die goldene Kette kommt zum Vorschein. Praktizierende muslimische Männer tragen kein Gold. Rückständige tragen kein Gold.
Ich bin hier, sagt Nazim sich. Endlich. Nur um hier zu sein, ist Nazim in der Türkei auf die Polizeischule gegangen. Irgendwann als Kommissar würde er mit einem yesil pasaport, dem grünen Pass für hohe Beamte, Europa bereisen. In die Wiege der Moderne wollte Nazim. Und ausgerechnet sein Bruder lebt hier.
Der rückständige, religiöse Bruder. Er hatte sich in die Tochter der deutschtürkischen Familie, die jeden Sommer in der Nachbarwohnung lebte, verliebt und war mit ihr nach Berlin gezogen. Seit acht Jahren lebt er mit seiner Familie hier, während Nazim in einer kleinen Stadt an der Westküste der Türkei Streife fuhr. Ich, ich gehöre hierher.
Nazim ignoriert die türkischen Imbisse, den libanesischen Supermarkt, das italienische Restaurant. Das, das, das nicht. Das ist es auch nicht. In einer Seitenstraße, endlich, entdeckt Nazim eine Kneipe. Als er die Tür öffnet, weht ihm eine Alkoholfahne ins Gesicht. Nach Bier riecht es hier. Ein bisschen klebrig ist es von dem Frittierten, das verkauft wird. Er setzt sich an den hintersten Tisch des Raumes und bestellt. Trinkend, trinkend und trinkend beobachtet er.
Die korpulente Frau hinter der Theke mit dem lauten Lachen. Ihr rotes Unterhemd zeigt einen tiefen Ausschnitt, der immer weiter rutscht, wenn sie lacht. Und der Mann, der sich weit über die Theke lehnt, macht weiter Witze. Der alte türkische Mann mit dem vernarbten und eingefallenen Gesicht, der seit Ewigkeiten vor ihm sitzt und ihm sein Leid erzählt, schnappt sich sein Glas. Nazim lacht.
Dieser Text ist in der taz als Kolumne veröffentlicht worden.
Zwei Studentinnen bastelten das Video "Sh*it White Feminists Say" und nehmen darin sich und andere privilegierte Feministinnen auf die Schippe
Wer Grindr auf seinem iPhone, Andorid oder Blackberry hat, kann bequem
und diskret Kontakt mit interessierten Männern in seiner Nähe aufnehmen
und bei Interesse vor dem persönlichen Treffen Daten und Fotos
austauschen. An der Diskretion kamen in letzter Zeit allerdings massive Zweifel auf. Im Jänner wurde bekannt, dass ein australischer Hacker Sicherheitslücken aufgedeckt hat, die es erlauben, sich als ein anderer User auszugeben und z.B. mit dessen Identität Fotos zu versenden. Grindd-Gründer Joel Simkhai versprach, umgehend für die Verbesserung der Sicherheit zu sorgen.
Die Crunchie Awards werden seit 5 Jahren für besonders überzeugende Startups und neue Technologien im Bereich des Internets in insgesamt 20 Kategorien vergeben. Gesamtsieger und Sieger in den Kategorien Best Overall Startup und Best Cloud Service wurde übrigens Dropbox.
Links: http://techcrunch.com/2012/01/31/crunchies-dropbox/
http://www.crunchbase.com/company/grindr
http://joemygod.blogspot.com/2012/02/grindr-wins-tech-award.html
http://www.smh.com.au/technology/security/love-online-100000-grindr-users-exposed-in--hack-attack-20120119-1q7pf.html
Pink Ribbon steht für Brustkrebs-Vorsorge und Hilfe für Patientinnen - Laut Krebshilfe Österreich gibt es einen rapiden Anstieg von Frauen, die durch die Krebserkrankung in die Armut abdriften
Eine bemerkenswerte Ausstellung der Stuttgarter Fotografin Conny Wenk wird am Sonntag, 5. Februar, im Haus der Familie (Villa Butz) in Göppingen eröffnet. Der Titel der Schau lautet: “Außergewöhnlich: Väterglück”.
Anastasia feiert Geburtstag, Theo entdeckt die Welt, Vincent gluckst vor Vergnügen, Tim und Serge machen Quatsch nach Herzenslust – diese Mädels und Jungs haben mindestens zwei Dinge gemeinsam. Das Unwichtige: ein dreimal vorhandenes 21. Chromosom. Das Wichtige: stolze und glückliche Väter an ihrer Seite.
Am Sonntag wird Michael Tränkle, Leiter der ambulanten Hilfen bei der Lebenshilfe Göppingen, eine Fotoausstellung eröffnen, die durch das lebhaft ins Bild gebrachte Glück noch lange in einem Lächeln nachwirken wird.
Mit “Außergewöhnlich” erschien 2004 das “etwas andere” Buch zum Thema Down-Syndrom. Erstmals standen nicht Diagnosen, Ängste und Probleme im Vordergrund, sondern von Conny Wenk zauberhaft fotografierte Momente des Glücks der Kinder mit Down-Syndrom und ihrer Mütter. Wenig später folgte “Außergewöhnlich: Väterglück”. Die unterschiedlichsten Männer zeigen ihre innige Beziehung zu ihren Kindern – ausgelassen, humorvoll, ergreifend.
“Charme und Charakter statt bloß Chromosomen” – unter diesem Motto gestaltete der Arbeitskreis Down-Syndrom diese Ausstellung aus den vielfältigen Bildern der Stuttgarter Fotografin und Mutter Conny Wenk. An den 22 großformatigen Fotografien im Treppenhaus der Villa Butz können sich Gäste des Hauses, Kursteilnehmerinnen und spontane Besucher jederzeit erfreuen. Die Ausstellung ist bis Freitag, den 9. März, für alle Interessierten zugänglich.
2012 als Jahr des Programmierens? Auf Fiona, die gerade über ihren Einstieg ins Programmieren bloggt, haben wir vor kurzem schon hingewiesen und damit ist sie nicht die einzige. Auch Haley Mlotek vom Toronto Standard hat sich daran gewagt und zwar mit Ladies Learning Code – einem Projekt, das Frauen „digital alphabetisieren“ möchte, um Ihnen so eine Stimme und mehr Macht zu geben. Trotz der explizit politischen Aussagen beschreibt man sich nicht als feministisch, wie Mlotek verwundert feststellt, aber immerhin habe sie viel gelernt. Nicht speziell auf Frauen aber auf Anfänger_innen ausgerichtet ist Code Academy, das als Onlineprojekt unabhängig von Zeit und Ort „durchgespielt“ werden kann.
Auch wenn es 2013 vielleicht anders aussehen wird, derzeit sind Programmiererinnen selten und in der Open Source-Szene sind sie noch seltener. Das muss nicht sein, dachte sich auch Valerie Aurora und gründete mit Mary Gardiner vor knapp einem Jahr “The Ada Initiative” (benannt nach Ada Lovelace). Inzwischen ist die Initiative gewachsen und hat einiges vor, schreibt TechWorld. Dass es neben Ada Lovelace noch weitere gute Programmiererinnen gibt, beweist ein Beitrag bei it republik.
Während besseres Technikverständnis, mehr Mitsprachemöglichkeiten und überhaupt die Möglichkeit, selbst Programme zu schreiben, gute Gründe sind, sich mit Informatik auseinander zu setzen, ist es das oft angeführte Geld leider nicht. Wie auch Ingenieurinnen verdienen Entwicklerinnen von Computerspielen tatsächlich weniger Geld als ihre männlichen Kollegen. Selbst wenn sie besser qualifiziert sind, so develop.
Mehr Informationen zu Frauen in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) findet Ihr diesen Monat im Dossier in der rechten Seitenleiste.
In knapp zwei Wochen ist Valentinstag - das Fest der Liebe. Queeramnesty, die LGBT-Gruppe von Amnesty International Österreich, wird gemeinsam mit der LGBT-Gruppe des Theaters der Unterdrückten an diesem Tag darauf aufmerksam machen, dass Schwule, Lesben und Transgender in vielen Ländern wegen ihre Liebe oder einfach wegen ihrer Existenz verfolgt und bestraft werden.
Schwule und Lesben trauen sich am Stephansplatz
Valentinstagsaktion von Queeramnesty und Theater der Unterdrückten
Wann: Dienstag, 14. Februar, 16:30 bis 18:30
Wo: Stock-im-Eisen (Stephansplatz/Graben), 1010 Wien
Am Valentinstag werden Schwule, Lesben und Transgender im Hochzeitsgewand am Stephansplatz Passanten ansprechen und um den Segen für ihre Liebe und Trauung bitten. Ziel ist es, mit Passanten ins Gespräch zu kommen. Dabei soll über die rechtliche Situation von Schwulen, Lesben und Transgender in Österreich aufgeklärt werden. Gleichzeitig wird über die Lage in anderen Ländern informiert. In 76 Staaten ist Homosexualität verboten, in sieben Ländern droht Lesben und Schwulen wegen ihrer sexuellen Identität die Todesstrafe.
Die Valentinstagaktion wird von Queeramnesty mit der LGBT-Gruppe der Theater der Unterdrückten-Wien veranstaltet.Für März plant Queeramnesty eine Lesung im ORF-Kulturhaus.
Links: [www.queeramnesty.at]
[www.tdu-wien.at]
[en.wikipedia.org]
Lana Del Rey heißt der neue Superstar, und alle fragen sich: "Ist die echt?" Müssen vor allem Musikerinnen eine Authentizitätsprüfung durchlaufen?
Erfreulich ist auch, dass vier republikanische Senator_innen für Gesetzesänderung gestimmt haben. Die Abstimmung im Abgeordnetenhaus steht noch bevor und soll bereits nächste Woche stattfinden, gilt aber als gesichert. Wann das neue Gesetz in Kraft treten kann, ist allerdings noch nicht sicher. Die LGBT-feindliche Gruppe NOM (National Organisation for Marriage) hat bereits angekündigt, dass sie das Gesetz einer Volksabstimmung unterziehen will, die dann Anfang November stattfinden würde. Dazu müssen die Proponent_innen des Referendums bis 6. Juni 120.577 gültige Unterstützungsunterschriften sammeln, keine allzu hohe Hürde.
Laut Meinungsumfragen befürwortet die Bevölkerung die Öffnung der Ehe, aber erfahrungsgemäß bleiben gerade die jungen Wahlberechtigten, bei denen die Unterstützung für die Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben besonders ausgeprägt ist, am Wahltag gerne zu Hause. Sie zur Abstimmung zu motivieren wird in den nächsten Monaten eine der Hauptaufgabe der LGBT-Aktivist_innen in Washington sein.
Links: [www.tvw.org]
[www.google.com]
http://www.huffingtonpost.com/2012/02/01/washington-gay-marriage_n_1248801.html
[latimesblogs.latimes.com]
[slog.thestranger.com]
http://seattletimes.nwsource.com/html/northwestvoices/2017392433_sevenrepublicanswhosupportsamesexmarriage.html
http://tvw.org/index.php?option=com_tvwplayer&eventID=2012020049 (Aufzeichnung der Debatte und Abstimmung im Senat)
Premierminister Juncker hatte bei der Vorstellung der Koalitionsregierung im Jahr 2009 angekündigt, dass die Öffnung der Ehe für ihn eine hohe Priorität habe. Der Gesetzesentwurf wurde im Sommer 2010 eingebracht und zunächst sah es so aus, als sei die Beschlussfassung nur eine Formsache. Aber seither ist - abgesehen von einigen eingegangenen Stellungnahmen von Handelskammer, Datenschutzkommission, Rechtsanwaltskammer usw. - nichts mehr passiert.
Laut einer Meldung in der luxemburgischen Zeitung L'Essentiel vom 3. Jänner will die Regierung nach einer - durch die Wirtschaftslage erzwungenen - Konzentration auf Finanz- und Wirtschaftsfragen im Vorjahr, dieses Jahr nun aber wirklich die angekündigten Reformen im Sozialbereich angehen: Öffnung der Ehe, Reform des Adoptionsrechtes, Reform der Abtreibungsgesetze und Pensionsreform. Ein ganz schöner Brocken für eine Koalitionsregierung aus Christlich-Sozialen und Sozialisten.
Links: [www.chd.lu] Übersicht über den aktuellen Stand des Gesetzesentwurfs mit Stellungnahmen im Begutachtungsverfahren und Sitzungsprotokollen
[www.lessentiel.lu]
http://www.gay.lu/ Rosa Lëtzebuerg
Was ist bloß mit den Männern los? Beziehungsdramen, Kindsentführungen, Suizid und verhängnisvolle Liebesaffären dominierten die Schlagzeilen 2011. Andreas Borter, Vorstandsmitglied von männer.ch, kennt die Geschichten dahinter aus seinem beruflichen Alltag und meint: „Wir müssen die Männer wachrütteln!“
Warum die Täter selber Opfer sind und wo der Ausweg aus der Gewalts-Spirale liegen könnte, erklärt der studierte Theologe in Focus.
Die Sendung vom 9. Januar im DRS 2 Focus können Sie nachhören oder als mp3 herunterladen.
NEUEINSTIEG IM SOMMERSEMESTER 2012 MÖGLICH!
ACHTUNG: UNSER NEUER LV-RAUM SEIT WS 2011/12!
HÖRSAAL 24, DEPENDANCE DER ANGEWANDTEN VORDERE ZOLLAMTSTRASSE, ZWISCHENGESCHOSS
nach der Portiersloge LINKS in den Gang zu Aufzug, ZG drücken: Der Raum ist direkt vis-à-vis vom Lift, verwirrenderweise steht aber 13 und 31 drauf; Hinweisplakate werden angebracht!
Erste Veranstaltung (Vorbesprechung) im Sommersemester 2012:
Dienstag, 13. März 2012 14.00h c. t.
Gender Art Lab dann ab Dienstag, 20. März 2012 14.00h c. t., HÖRSAAL 24, DEPENDANCE DER ANGEWANDTEN VORDERE ZOLLAMTSTRASSE, ZWISCHENGESCHOSS
GASTSEMINAR von Prof. Kurt Flasch im April/Mai 2012:
“Warum ich kein Christ mehr bin.
Philosophische und historische Reflexionen. ”
Täglich von Dienstag, dem 17. April 2012 bis einschließlich Freitag, 20. April 2012
und
Mittwoch, 2. Mai 2012 bis einschließlich Freitag, 4. Mai 2012
Beginn jeweils 17h, HS 24 ZG Zollamtstraße
(üblicher GAL-Raum)
Die Vorträge von Kurt Flasch sind zusätzlich zum “normalen” GAL-Programm vorgesehen!
Weitere Gastvorträge werden separat bekanntgegeben.
Gender Art Lab dann ab Dienstag, 20. März 2012 14.00h c. t., HÖRSAAL 24, DEPENDANCE DER ANGEWANDTEN VORDERE ZOLLAMTSTRASSE, ZWISCHENGESCHOSS
Sondertermine (Gastvorträge ecc.) werden zusätzlich elektronisch bekanntgegeben.
Das Gender Art Laboratory steht aktuell - weiterhin - unter dem Thema
Gender
Gestern Heute Morgen
Past Present Future
Unterthema für die kommenden Semester ist
Vom Minnedienst zur Partnerbörse;
Rollenbilder im Wandel der Zeit.
Die Ausstellungen (Juni 2012: Haus Wittgenstein, Oktober 2012 Heiligenkreuzer Hof, Refektorium) nehmen das Biennale-Thema “Illuminazioni” auf
Genereller Fahrplan im GAL:
Zu Beginn des WS 2011 wurde als Prolog das Thema und die Bedeutung von “Gender” vorgestellt; aus dem “Unterthema” vom Minnedienst zur Partnerbörse; Rollenbilder im Wandel der Zeit sowie dem durch die Biennale Venezia angeregten Motivkreis “Illuminazioni” sollen die TeilnehmerInnen Werke erarbeiten, die bei Ausstellungen (Heiligenkreuzerhof und Haus Wittgenstein) gezeigt und in einem Katalog dokumentiert werden; Gastvorträge, Vorträge und Debatten ergänzen das Programm des GAL (Gender Art Lab) angeboten. Bisher als Gastvortragende fixiert: Kurt Flasch, Renate Brosch, Christian Bauer, Bundesministerin Heinisch-Hosek.
Im Sommersemester 2012 alternieren Vorträge und Debatten ad “Gender” mit den Basisthemen, den beiden untenstehenden Schwerpunkten und der Vorbereitung für die beiden Ausstellungen sowie die Erstellung des Katalogs.
Zwei weitere Schwerpunkte im GAL 2011/12:
Renaissance alive und
Die zweite freie Kunst des Trivium
Renaissance alive ist der Versuch, eine Epoche (wieder) lebendig zu machen, die allgemein als besonderes, goldenes Zeitalter in der europäischen Kunst gilt. Dabei genügt es kaum, mit einem gelassenen Rückblick Daten anzuhäufen und Fakten nach aktuellem Verständnis zu interpretieren. Die Annäherung muß eine je persönliche sein, die das Umfeld an Kunst, Literatur, Musik, Philosophie ebenso vorführt wie Probleme und Tatsachen des täglichen Lebens, der sozialen Struktur, der Ausbildung: Gab es etwa überhaupt eine Renaissance für einfache BürgerInnen? Was haben die Frauen da so gemacht? Und schließlich: was bedeutet Renaissance (wir kauen da ja auf einem französischen Lehnwort herum), was hat sie bedeutet und was kann sie uns noch sein? Ist das Mittelalter - davor - nur grau und trüb oder findet man vielleicht gar Ansätze im Quattro- und Cinquecento, die unsere Aufklärung einläuten? Gibts die eigentlich - noch?
Die zweite freie Kunst des Trivium meint die Rhetorik, ursprünglich ein Hauptfach universitärer Bildung, aktuell noch nicht mal ne Marginalie. Das Trivium, mit dem Quadrivium (3 und 4 macht 7) Teil der Sieben Freien Künste (Grammatik, Rhetorik, Dialektik; Arithmetik, Geometrie, Musik, Astronomie), was rein wissenschaftliche Fächer meinte und somit die Konkurrenz zu den “minderen” mechanischen Künsten (mit den Händen gemacht) darstellte, verwies die KünstlerInnen auf die unteren Stufen der intellektuellen Hierarchie. Wie ging man damit um - und wo sind “wir ” - Weltverbesserer, Freaks, Aussenseiterinnen?
Rhetorik bietet auf zahlreichen Wunsch der Studierenden auch die Möglichkeit, Textinterpretation zu üben und zu erlernen, eigene Texte (wie rede ich jetzt vor dieser Menschenmenge?) und “Fremdtexte” nicht nur einfach abzulesen sondern - Geschichten daraus zu machen, die jeder hören möchte.
Renaissance alive und Die zweite Kunst des Trivium werden in Blockveranstaltungen angeboten und jeweils zusätzlich angekündigt; Beide Schwerpunkte sind auch für Nicht-GAL-TeilnehmerInnen offen!
Mit kollegialen Grüßen
Marion Elias
Robert Maierhofer
Die Zwitter Medien Offensive™ lässt sich nicht instrumentalisieren!
Nachfolgend dokumentieren wir die unzensierte Version des Interviews
mit Daniela "Nella" Truffer und yours truly a.k.a. Markus Bauer in der "Jungle
World" 04/2012.
Den "Jungle World Remix" könnt ihr hier einsehen.
Dokumentation der uneingewilligten inhaltlichen Eingriffe: "Finde 13 inhaltliche Unterschiede
(Auflösung)"
Anmerkung: Durch Erfahrung klug, geben wir Interviews
in der Regel nur unter der Bedingung, dass wir unsere Antworten (und soweit
fürs Verständnis nötig die Fragen und/oder den unmittelbaren Kontext) vor
Erscheinen gegenlesen können – um sicherzustellen, dass unsere Aussagen auch so
wiedergegeben werden, wie wir sie tätigten (das berüchtigte nachträgliche
umfrisieren und/oder schönfärben überlassen wir gerne gewissen PolitikerInnen,
MedizynerInnen und anderen ZeitgenossInnen).
Gemäss den journalistischen Spielregeln dürfen gegengelesene Antworten
nicht nachträglich verändert werden, auch nicht durch eine Chefredaktion, den
Verleger o.ä., und in der Regel machen wir diesbezüglich gute Erfahrungen. Bei
folgendem Interview mit Jungle World mussten wir nach der Veröffentlichung
allerdings feststellen, dass fast alle unsere Antworten auch inhaltlich
geändert wurden, ebenso einzelne Fragen (die "stilistischen Korrekturen" an
dieser Stelle mal beiseite).
Meine 2 Cent: Da die meisten Änderungen direkt oder indirekt die Kritik an politischer Vereinnahmung der Genitalverstümmelungen an Zwittern durch "LGBTI" betrafen, liegt nahe, dass sich womöglich die einen oder anderen in der Redaktion persönlich betupft fühlten und entsprechend zum virtuellen Rotstift griffen. Peinlich nur, dass die langjährige und begründete Kritik an Bevormundung und Instrumentalisierung sich trotzdem nicht mehr länger mundtot machen lässt ...
»Das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung wird mit Füßen getreten«Jedes Jahr kommen in Deutschland Hunderte intersexuelle Kinder auf die Welt. Die Vorstellung, man könne deren Geschlecht operativ festlegen, führt in einer Vielzahl von Fällen zu »genitalangleichenden Eingriffen« nach der Geburt. Eine Auseinandersetzung mit dieser medizinischen Vorgehensweise blieb bis in die 1990er Jahre hinein fast vollständig aus. Zur Zeit befasst sich der Ethikrat deshalb im Auftrag der Bundesregierung mit der Situation von intersexuellen Menschen in Deutschland. Für die in Kürze erwartete Stellungnahme wurde auch die Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org befragt. Seit Jahren setzt sie sich für die Beendigung der Genitalverstümmelungen in Kinderkliniken ein. Die Jungle World sprach mit Präsidentin Daniela Truffer und dem Kampagnenverantwortlichen Markus Bauer.
Interview: Rebekka Eisner und Hannes Soltau
Wie lange gibt es ihre Organisation bereits und wie kam es zur Gründung?
Daniela Truffer: Auslöser war der »Zwitter-Prozes« von Christiane Völling gegen ihren früheren Chirurgen am Kölner Landgericht im Jahr 2007. Wir organisierten damals Demonstrationen, anfänglich aus Selbsthilfegruppen heraus, und machten Öffentlichkeitsarbeit mit Pressemitteilungen und einem Weblog. Um diese Arbeit mit Protesten auch gegen Verstümmlerkliniken und Standesorganisationen weiterführen zu können, gründeten wir 2010 die Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org.
Sie betonen oft, dass ihre Arbeit eng mit persönlichen Erfahrungen verbunden ist. Was kann man sich darunter vorstellen?
Daniela Truffer: Ich wurde mit »atypischen« körperlichen Geschlechtsmerkmalen geboren. Als Baby wurde ich kastriert, mit sieben wurde mein Genital verstümmelt, ab zwölf musste ich weibliche Hormone nehmen. Ich wurde zum Mädchen gemacht und in der Folge immer angelogen. Ich leide bis heute an den psychischen und physischen Folgen dieser menschenrechtswidrigen »Behandlung«. Seit elf Jahren engagiere ich mich in der Selbsthilfe. 2002 ging ich mit meiner Geschichte an die Öffentlichkeit, zunächst anonym.
Markus Bauer: Als solidarischer Nicht-Zwitter ging es mir wie den meisten Anderen. Ich hatte keine Ahnung, was in den Kinderkliniken vor sich geht. Als ich davon erfuhr, war ich schockiert und wollte nicht tatenlos zusehen.
Sie sprechen im Kontext ihrer Arbeit von »westlicher Genitalverstümmelung«. Können Sie das erläutern?
Markus Bauer: Seit den 1990er Jahren bezeichnen Betroffene die kosmetischen Genitaloperationen an Zwittern als Genitalverstümmelung und kritisieren die Doppelmoral, kulturelle Genitalverstümmelungen in Afrika als barbarisch zu verurteilen, während gleichzeitig medizinisch nicht notwendige Genitaloperationen an Kindern vor der eigenen Haustüre ausgeblendet und geleugnet werden. Erst in den letzten Jahren konstatieren zunehmend auch Frauen- und Menschenrechtsorganisationen, dass die Folgen gleich verheerend sind und ziehen Parallelen.
Können Sie eine gesellschaftliche Einschätzung geben wie die Situation für Intersexuelle in Deutschland zur Zeit ist?
Daniela Truffer: Laut den Medizinern selbst kommt jedes 1000. Kind mit »atypischen« Genitalien auf die Welt und bis heute werden 90% davon von klein auf meist mehrfach kosmetisch genitaloperiert. Ihr Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung wird mit Füßen getreten. Seit 20 Jahren klagen Betroffene den Ärzten und der Öffentlichkeit ihr Leid. Die Antwort der Verantwortlichen darauf bis heute: Ablenkungsmanöver, Ausreden, Spott und Hohn – sicher im Wissen, dass sie wegen der Verjährungsfristen und der Traumatisierung der Opfer juristisch kaum belangt werden können. Immerhin dringt das Thema nun vermehrt ins öffentliche Bewusstsein, wodurch der Druck auf Ärzte und Politiker steigt.
Sie sprachen es an: Viele Betroffene scheiterten bei Klagen an derVerjährungsfrist. Wie sind die juristischen Gegebenheiten und gibt es aktuell Hoffnung auf Novellierung?
Markus Bauer: Einfache Körperverletzung verjährt nach fünf, gefährliche nach zehn Jahren. Zivilrechtlich liegt die absolute Verjährung bei 30 Jahren. Christiane Völling, die nach wie vor Einzige, die ihren letzten Behandler wenigstens noch zivilrechtlich verklagen konnte, gelang dies im letzten Monat vor Eintritt der absoluten Verjährung, und dies auch nur, weil sie zum Zeitpunkt dieser Operation bereits 18 Jahre alt war. Positiv sind in diesem Zusammenhang einzig die aktuellen Entwicklungen bei weiblicher Genitalverstümmelung und sexualisierter Gewalt an Kindern. In Bezug auf verstümmelte Zwitterkinder steht die Diskussion hingegen noch ganz am Anfang.
Immerhin wurden Sie vor den Deutschen Ethikrat und der Nationalen Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin in der Schweiz geladen. Können Sie erklären, wie es dazu kam?
Daniela Truffer: In beiden Fällen erkannten die Ethikgremien erst aufgrund von politischem Druck Handlungsbedarf. In Deutschland brauchte es dazu nach 15 Jahren vergeblichen Vorstößen im Bundestag den Umweg über die UNO. In der Schweiz ging es dank breit abgestützten Vorstößen im Nationalrat deutlich schneller. Es ist als großer Erfolg zu werten, dass Betroffene und Eltern erstmals in einem solchen Rahmen angehört wurden. Bisher gibt auch der Verlauf der Anhörungen Grund zu großer Hoffnung. Die Stellungnahme des Deutschen Ethikrates wird auf Februar 2012 erwartet, diejenige der Nationalen Ethikkommission im Sommer.
Gibt es auch global gesehen positive Entwicklungen die Hoffnung machen? Gibt es international gesehen andere Organisationen wie Ihre, mit denen Sie sich vernetzen?
Markus Bauer: Die globalen Trends zur Stärkung von Kinderrechten, des Grundsatzes der informierten Zustimmung und des Stellenwerts der Medizinethik verleihen unseren Anliegen Rückenwind. Unseres Wissens nach ist Zwischengeschlecht.org aktuell die einzige Gruppe, die explizit auf ein gesetzliches Verbot von kosmetischen Genitaloperationen an Kindern hin arbeitet und dazu Öffentlichkeitsarbeit, Realpolitik und gewaltfreie Aktionen zusammenbringt. Jedoch gab es Vorläufer, zum Beispiel die »Intersex Society of North America (ISNA)« oder die »Arbeitsgruppe gegen Gewalt in der Pädiatrie und Gynäkologie (AGGPG)«. Auch die US-Lobbyorganisation »Advocates for Informed Choice (AIC)« geht zum Teil in eine ähnliche Richtung. Weiter sind wir international in Kontakt mit Selbsthilfegruppen, allgemeinen Menschenrechtsgruppen, Kinder- und Frauenrechtsorganisationen sowie Gruppierungen, die sich für genitale Unversehrtheit einsetzen.
Arbeiten sie eigentlich auch mit anderen politischen Gruppierungen, die sich nicht ausschließlich mit LGBTI-Themen beschäftigen?
Daniela Truffer: Um die schnellstmögliche Beendigung der Genitalverstümmelungen durchsetzen zu können, braucht es politische Mehrheiten. Realpolitik hat deshalb in unserer Arbeit einen großen Stellenwert, und wir suchen Zusammenarbeit mit allen politischen Kräften ebenso wie mit solidarischen LGBT-Gruppierungen. Leider benutzen jedoch immer noch viele politische LGBT-Gruppierungen Zwitteranliegen hauptsächlich in vereinnahmender Weise, zum Beispiel zur Abschaffung des Geschlechtseintrags, während die konkrete Beendigung der Verstümmelungen für sie kein Thema ist. Hier besteht nach wie vor großer Handlungsbedarf. Immerhin kommen aber an praktisch alle unsere Aktionen solidarische Mitglieder von LGBT-Gruppen.
Welche Reaktionen bekommen Sie auf ihr Engagement?
Markus Bauer: Von den Menschen auf der Straße bekommen wir in der Regel positive Reaktionen. Den meisten ist sofort klar, was wir meinen: »Die sollen doch selber entscheiden dürfen.« Auch manche Mediziner stehen unseren Forderungen aufgeschlossen und positiv gegenüber. Der harte Kern der Täter wirft uns dagegen vor, wir seien es, die ihre Menschenrechte verletzen würden, und droht uns zunehmend mit rechtlichen Schritten. In der Öffentlichkeit ist die Sensibilisierung sicher vorangeschritten. Und einige Selbsthilfegruppen treten den Ärzten gegenüber entschiedener auf.
Welche konkreten Projekte verfolgen Sie zur Zeit und wie können diese konkret unterstützt werden?
Daniela Truffer: Wir werden weiter die Öffentlichkeit über die menschenrechtswidrigen Praktiken in den Kinderkliniken im Allgemeinen und konkret über einzelne Verstümmlerkliniken sowie -standesorganisationen und ihre Aktivitäten informieren, und Politik und Justiz zum Handeln auffordern. Und nicht zuletzt durch gewaltfreie Aktionen die Täter vor Ort wieder und wieder daran erinnern, dass wehrlose kleine Kinder zu verstümmeln nicht okay ist. Dazu sind wir auch 2012 auf tatkräftige Unterstützung angewiesen, zum Beispiel durch sachdienliche Hinweise und Recherchen zu lokalen Genitalabschneidern sowie durch Mithilfe und Unterstützung vor Ort bei Aktionen, oder durch finanzielle Unterstützung. Die Mitgliedschaft im Verein Zwischengeschlecht.org steht allen offen, die unser Ziel der schnellstmöglichen Beendigung der Verstümmelungen teilen und etwas dazu beitragen möchten.
>>> "Jungle
World" Zensur: "Finde 13 inhaltliche Unterschiede (Auflösung)"
>>>
Instrumentalisierung von Zwittern: Kritik aus 2002 (Georg Klauda)
>>>
"Das x-te Geschlecht" - Jungle World,
27.10.11
>>>
Zwitter und progressive LGBTs gegen Vereinnahmung
Das Statement des UN-Generalsekretärs zu den Rechten von Schwulen, Lesben und Transgenderpersonen war zwar recht kurz und in andere Fragen zu Menschenrechten eingebettet, aber es wurde von zahlreichen Medien aufgegriffen. In einem Bericht bei der "Deutschen Welle" wird erwähnt, dass unmittelbar vor Ki-Moons Rede der scheidende Vorsitzende der Afrikanischen Union, der Präsident Äquatorialguineas Tedoro Obiang Nguema "ausländische Mächte" kritisiert hatte, die weiterhin versuchten, ihren Einfluss auszuüben.
Die Reaktionen sind unterschiedlich. So erklärte Ghanas Präsident John Evens Atta Mills, an Ghanas Politik würde sich nichts ändern. "Die Gesellschaft Ghanas verabscheut Homosexualität", so Präisdent Mills, "wenn es das Interesse der Menschen ist, Homosexualität nicht zu legalisieren, dann sehe ich keine Möglichkeit dafür, dass ein verantwortungsbewusster Politiker gegen die Wünsche der Bevölkerung entscheidet." Er fügte hinzu, dass es in Ghana keine Verfolgung Homosexueller gebe, es werde auch niemandem ein Arbeitsplatz verweigert, weil er schwul sei.
Weniger diplomatisch drückte sich der Sportjournalist, Jurist und Boxfunktionär Moses Foh Amoaning der Presse gegenüber aus. Er bezeichnete den UN-Generalsekretär laut dem ghanesischen Internetportal "Joy Online" als "dumme Person, die wenig Ideen zu international relevanten Themen hat". Foh Amoaning behauptet weiter, dass der Schutz der sexuellen Orientierung nicht Teil der international anerkannten Menschenrechte sei und er verweist auf den Schutz der kulturellen Rechte, der allen Mitgliedstaaten zusteht. Dass das UN Menschenrechtskomitee den Schutz der sexuellen Orientierung durch den UN-Menschenrechtspakt über die bürgerlichen und politischen Rechte (ICCPR) schon 1994 anerkannt und seither immer wieder bestätigt hat, scheint Herrn Foh Amoaning entgangen zu sein.
Links: http://www.un.org/sg/statements/index.asp?nid=5830 Die Rede Ban Ki-Moons im Wortlaut
http://www.youtube.com/watch?v=FodvsZ6gS1c&feature=player_embedded Ausschnitt der Rede auf YouTube (AFP)
http://www.un.org/News/ossg/hilites/hilites_arch_view.asp?HighID=2067 Erwähnung in der Zusammenfassung der "Highlights" durch den Pressesprecher Ki-Moons
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,15701608,00.html
http://www.globalpost.com/dispatch/news/regions/africa/120129/ban-ki-moon-tells-african-leaders-respect-gay-rights
http://www.namibian.com.na/news/africa/full-story/archive/2012/january/article/africas-leaders-must-respect-gay-rights-uns-ban/
http://www.ggg.at/index.php?id=62&tx_ttnews[tt_news]=4149&cHash=113f4bb80a57de58e9f93ea833e74729
http://www.huffingtonpost.com/2012/01/29/ban-ki-moon-un-secretary-general-gay-rights-africa-_n_1240130.html
http://www.bbc.co.uk/news/world-africa-16780079
http://www.theaustralian.com.au/news/breaking-news/ban-urges-african-respect-for-gay-rights/story-fn3dxity-1226256674075
http://www.sueddeutsche.de/panorama/politik-kompakt-ban-kritisiert-diskriminierung-homosexueller-in-afrika-1.1270379
http://www.tagesschau.de/ausland/au104.html
[www.touring-afrika.de]
http://edition.myjoyonline.com/pages/news/201201/80810.php
http://edition.myjoyonline.com/pages/news/201201/80702.php
[en.wikipedia.org]
[www.unhcr.org] (Toonen v. Australia)
VHS-Kurs in der Urania zum Thema Archäomythologie
![]() |
| Poster: femen-shop, femen.org |
"Erst starren sie auf unseren Busen, jetzt reden die Leute darüber, gegen was wir protestieren."
Vor fünf Jahren wurde das Elterngeld eingeführt – mitsamt der im Vorfeld heiß diskutierten “Partnermonate”. Was ist seitdem geschehen? Wie haben sich Geschlechterrollenbilder gewandelt, wie hat sich die Arbeitsteilung in den Familien geändert? Wie sehen die aktiven Väter sich selber, was erwarten sie von der Politik? Und was sagen die Mütter: Sind die neuen Väter für sie nur eine “Vater Morgana” oder tatsächlich gelebter Familienalltag?
Wir laden Sie herzlich ein, sich zu informieren und mitzudiskutieren:
Montag, 27. Februar 2012 / 18 bis 20 Uhr / FES, Haus 1 (Hiroshimastraße 17)
Eine Einladung finden Sie im Anhang. Wir freuen uns über Ihre Anmeldung per Mail unter forumpug@fes.de oder per Fax 030/26935-9239.
Bitte berücksichtigen Sie, dass wir keine Anmeldebestätigungen versenden.
Für Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Forum Politik und Gesellschaft
Christina Schildmann / Doreen Mitzlaff
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Bis zum 9. Februar gibt es in Oldenburg noch eine Ausstellung zu Genitalverstümmelung an Frauen.
Meine lieben Missys, da bin ich wieder mit meinem Gastblog Berlinale, mit dem ich Euch hoffentlich ein wenig den Weg durch den diesjährigen Berlinale-Filmdschungel weisen kann. Geändert hat sich bei mir seit dem letzten Jahr nicht so viel – außer mein Nachname und dass ich seit kurzem Westernreiterin bin (Jihuuuuu!) – also in den nächsten knapp drei Wochen wird Euch die freie Journalistin und pathologisch neugierige Gabriele Summen (war einfach der schönere Nachname…) mit ein paar Gedanken und Tipps zur Berlinale unterhalten. Nachdem ich mir in den letzten drei Wochen bereits einige Panorama-, Forums- und Perspektive-deutsches-Kino-Filme (in vorgezogenen Pressevorführungen) für Euch angeschaut habe, ging’s gestern also zur alljährlichen Berlinale-Pressekonferenz bei der der ewige Festspielleiter Dieter Kosslick (seit zehn Jahren im Amt) mal rührend um Ernsthaftigkeit bemüht, mal gewohnt kalauernd das Wettbewerbsprogramm vorstellte:
Auffallend und ärgerlich: Nur einer von achtzehn Wettbewerbsbeiträgen (alles Weltpremieren) ist von einer Frau, dann fangen wir am liebsten doch einmal damit an: Ursula Meier entführt uns passend zur klirrenden Kälte vor dem Kinosaal in ein Nobel-Skigebiet in der Schweiz. Dort wohnt der pfiffige Simon mit seiner arbeitslosen Schwester – hoch oben in den Bergen klaut er tagtäglich die Skiausrüstung der Reichen und verkauft sie dann an die Kinder unten im Tal….Das klingt ebenso parabelhaft-anarchistisch-vergnügt, wie Meiers Debütfilm „Home“, der 2008 in Cannes lief. ”Home” wiederum spielt an einer bislang unbenutzten Autobahn, an dessen Rand eine ähnlich sympathische Familie wohnt… Hier also mein DVD-Tipp zur Einstimmung auf die diesjährige Berlinale:
Bleiben wir doch gleich bei der herausragenden Schauspielerin Isabelle Huppert, die in Meiers Erstlingswerk die Hauptrolle spielte – in dem Wettbewerbsbeitrag „Captive“ des Independent-Regisseurs Brillante Mendoza spielt sie nun eine Entwicklungshelferin, die von muslimischen Extremisten auf eine philippinische Insel entführt wird. Ich denke mal, wir können uns bei dem Film auf eine gewohnt wacklige Handkamera einstellen….
Eröffnet wird die Berlinale, die diesmal vom 9-19. Februar stattfindet, von dem französischen Historiendrama „Les adieux à la Reine“ („Leb wohl, meine Königin“): Aus der Sicht der Vorleserin der Königin Marie Antoinette (Diane Kruger) werden die ersten Stunden der französischen Revolution geschildert. Der Film soll damit eine Berlinale einläuten, die quer durch alle Sektionen, die Umbruch- und Aufbruchsstimmung überall auf der Welt – ich schätze mal mehr, mal weniger kritisch – beleuchtet. Zum sogenannten arabischen Frühling wird es etliche Filme geben, von denen ich noch genauer berichten werde, doch falls ihr vorhabt Euch um Berlinale-Karten zu bemühen, so sei Euch schon einmal „Words of Witnesses“ der amerikanischen Regisseurin Mai Iskander und „In The Shadow Of A Man“ von Hanan Abdalla ans Herz gelegt. Iskanders Portrait der sturen Kairoer Journalistin Heba Afifi erfrischt durch die Entschlossenheit und Klugheit mit der sich diese junge Frau gleichzeitig von Gesellschaft und Familie emanzipiert. In Abdallas Film lernen wir ebenso ägyptische Frauen kennen, die schon lange vor den Umbrüchen begonnen haben, mit außerordentlichem Mut um eine neue Gesellschaft zu kämpfen.
Bleiben wir bei den interessanten Frauen dieser Berlinale, die Schauspielerin und Sängerin Charlotte Gainsbourg und die Film- und Theaterschaupielerin Barbara Sukowa werden hoffentlich die herrenlastige Jury um den Sozialdrama-Experten Mike Leigh aufmischen.
Bewerten müssen sie u.a. drei Filme deutscher Regisseure, in “Was bleibt” von Hans-Christian Schmid spielt Corinna Harfouch eine manisch-depressive Mutter und in Christian Petzolds Film “Barbara” spielt Nina Hoss eine Ärztin, die auf ihre Flucht aus der DDR in den Westen wartet…Mit Spannung erwartet wird auch der Film “Rebelle” von Kim Nguyen in dem es um das Schicksal einer afrikanischen Kindersoldatin geht…
Weiterhin wird die Regisseurin Ulrike Ottinger, die Ende der Siebziger Jahre durch avangardistisch-feministische Filme bekannt wurde, mit dem schwul-lesbischen Teddy Award für ihr Lebenswerk geehrt. In der Reihe Panorama-Dokumente wird aus diesem Anlass das Porträt der Filmemacherin Brigitte Kramer „Ulrike Ottinger – Die Nomadin vom See“ zu sehen sein.
Klatschmagazin-Liebling Angelina Jolie wird ebenfalls nach Berlin reisen, um ihr umstrittenes Regiedebüt „ In The Land Of Blood And Honey“ zu präsentieren und mit dem Publikum darüber zu diskutieren. Der Film erzählt eine Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der systematischen Vergewaltigungen im Bosnienkrieg.
Wer wird noch auf dem roten Teppich leuchten? Uma Thurman, die gemeinsam mit einem gewissen Robert Pattinson ihren neuen Film „Bel Ami“ vorstellt und Juliette Binoche, die in einem weiteren Eröffnungsfilm – und zwar der Reihe Panorama Special – der polnischen Regisseurin Malgorzata Szumowska brilliert, auf diesen Film mit dem Titel “Elles- Das bessere Leben” werde ich Euch in den nächsten Tagen hoffentlich noch ein wenig neugieriger machen..!
Zuguterletzt bekommt Meryl Streep den mehr als verdienten Ehrenbären, was mir hoffentlich Gelegenheit gibt, den Schmachtfetzen „Jenseits von Afrika“ noch einmal auf einer breiten Leinwand anzuschauen. Bereits als Kind brach ich jedes Mal gleich zu Beginn des Films bei Karen Blixens Worten „Ich hatte eine Farm in Afrika…“ in Tränen aus. Vielleicht sollte ich mir bei Gelegenheit auch mal eine Farm in Afrika zulegen. Aber im Februar bleibe ich erst einmal noch hier:
In Großbritannien ist man an Königinnen gewöhnt, aber gesetzlich sind sie nach wie vor die Ausnahme. Das soll sich jetzt ändern
Unter dieser Überschrift lädt das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen (MFKJKS) am 10. Februar 2012 zu einer Fachtagung nach Essen in das Haus der Technik ein. Die Tagung gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Väterforschung. Gleichzeitig geht es um die Frage, ob und wie diese Forschung in die Praxis umgesetzt wird und was notwendig ist, um aktive Vaterschaft noch stärker zu fördern.
Es referieren unter anderen Professorin Dr. Cornelia Behnke von der Katholischen Stiftungsfachhochschule München und Dr. Patrick Ehnis von der Universität Bremen. Vier Themenforen vertiefen zentrale Aspekte. Forum 1 beschäftigt sich mit „Beziehungsstabilität versus Selbstverwirklichung – Ideale in Partnerschaft und Familie im Wandel“. Der Psychoanalytiker und Buchautor Dr. Wolfgang Schmidbauer übernimmt die fachliche Einführung.
Forum 2 widmet sich der Frage „Männliche Identität und Väterlichkeit – Welche Bedeutung hat der Vater in der Erziehung?“. Das Einstiegsreferat hält Ralph Weber-Heggemann von der Väterberatung esperanza des Caritasverbandes Solingen. „Trennung und Vaterschaft – Wie kann die Beziehung zu den Kindern positiv gestaltet werden?“ lautet die Frage in Forum 3, in das Rechtsanwalt und Mediator Professor Dr. Roland Proksch einführen wird. In Forum 4 ist „Vater-Mutter-Kind – Eine Analyse der Beziehungstriade“ Thema. Das Einführungsreferat hält Alice Eger von der Universität Heidelberg.
Das komplette Programm finden Interessierte im Flyer zur Tagung. Die Anmeldekarte finden Sie hier.
Im vergangenen Dezember haben wir euch aufgerufen, eure Bloggerin des Jahres zu wählen. An die 70 verschiedene Blogs habt ihr daraufhin vorgeschlagen – eine bunte Mischung aus neu und bekannter, Politik und Kultur, Worten und Bildern. Nicht einfach war die Auswahl für uns, und wenn man sich die teilweise denkbar knappen Ergebnisse anschaut, so war es für euch offenbar auch nicht viel leichter, euch für ein Gewinnerinnenblog zu entscheiden… Nichts desto trotz steht sie nun fest, unsere und eure Bloggerin des Jahres 2011: Mit 15 Prozent aller abgegebenen Stimmen gewinnt eine Frau, die unermüdlich an den Barrieren rüttelt, die Gehörlosen, Schwerhörigen und anderen Menschen mit Behinderungen so oft im Weg sind – sowohl in den Köpfen als auch außerhalb:
Julia Probst mit ihrem Blog
Mein Augenschmaus – Die Welt mit den Augen sehen
Wir gratulieren herzlich!!!
Auf den zweiten Platz habt ihr mit 13 Prozent der Stimmen Ninia Binias a.k.a. Ninia LaGrande gewählt, eure liebste Slammerin, Top-Ukulelistin(?)-to-be und Den-Werberat-in-Trab-Halterin. Die mit 12% Stimmenanteil dritte im Gewinnerinnenbunde ist Fuckermothers – noch nicht allzu lange in der Blogosphäre, aber bereits ein heller Stern, der aus feministischer Perspektive das weite Feld der Mutterschaft beleuchtet.
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH AN ALLE GEWINNERINNEN!
Wir freuen uns auf ein weiteres Jahr, das ihr in euren Blogs begleitet.
Für die vielen tollen Vorschläge und Neuentdeckungen bedanken wir uns! Und wir können auch nicht wirklich genug davon bekommen, also: Stellt uns und euch gegenseitig weiterhin tolle Blogs vor, verlinkt sie an passender Stelle – zum Beispiel unter diesem Beitrag hier oder im Selbermach-Sonntag – oder macht Vorschläge für unsere Serie WWW Girls, in der wir regelmäßig Bloggerinnen und ihre Arbeit vorstellen. Julia Probst, Ninia Binias und Fuckermothers waren übrigens auch schonmal dabei.
Und wenn ihr selber bloggt, macht es wie schon mehr als 650 Bloggerinnen vor euch: Werdet Mitglied der Girls On Web Society, und stellt eure Arbeit dort vor.
Eine Künstlerin bespringt fremde Männer und Bloggerin Antje Schrupp versucht alternative Herangehensweisen an die Liebe
>>> Interessanter Post von Oliver Tolmein auf seinem FAZ-Biopolitik-Blog über die mediale Selbstvermarktung einer angeblichen "Pioniertat" des "Universitären Kinderwunschzentrums Lübeck" an der "Universitätsklinik Schleswig-Holstein, Campus Lübeck", auf diesem Blog sonst eher berüchtigt als "EuroDSD-Zentrale des Bösen".
Der Deutsche Ethikrat hatte sich (noch vor der aktuell kommenden "Intersex"-Stellungnahme) unlängst zur "Präimplatationsdiagnostik (PID)" geäussert, worauf gesetzlich die Einrichtung von "Ethikkommissionen für Präimplantationsdiagnostik" künftig Voraussetzung bei Anwendungen von PID verbindlich sein soll – für die ethisch chronisch herausgeforderte Uniklinik Lübeck offenbar eine vernachlässigbare Nebensächlichkeit, die in den Verlautbarungen bisher vornehm ausgeklammert wurde ...
>>> Kinderkliniken:
150 Jahre Menschenversuche ohne Ethik und Gewissen
>>>
Zwitter: Akzeptieren statt zwangsoperieren! - Oliver Tolmein (2002)
>>> "Unrecht
der Medizinversuche anerkennen" - Oliver Tolmein (2009)
Wie Frauen Medien machen, kommunikationswissenschaftlich untersucht: Antrieb ist das Aufdecken und Verringern von Diskriminierungen geht
Die Förderpreise des Europäischen Forschungsrats sind heiß begehrt und hochdotiert. Zwei Preisträgerinnen, beides Physikerinnen an der TU Wien, ließen sich bei ihrer Arbeit in den Labors über die Schulter schauen
Liebe Kolleg_innen, liebe Studierende, liebe Freund_innen
hiermit lade ich ein zu ‚einer Art Antrittsvortrag‘ im Zusammenhang mit meiner FONTE-Stiftungs-Gastprofessur.
Er trägt den Titel
„Eltern in ‚trouble‘ – das Bürgerliche Gesetzbuch als Motor der Zeugungs- und Vererbungsforschung um 1900“
und findet statt im Rahmen der öffentlichen Ringvorlesung des Graduiertenkollegs Geschlecht als Wissenskategorie.
Der Vortrag gibt mir Gelegenheit zum ersten Mal nach Abschluss der Habilitationsschrift größere Bögen daraus zu berichten. Umso mehr freue ich mich auf Ihr und Euer Kommen und anregende Diskussion direkt vor Ort oder auch anschließend im Restaurant Via Nova.
Ort und Zeit: HU Berlin, Hauptgebäude Unter den Linden 6, Hörsaal 3038;
Mittwoch 15. Februar, 18:00-20:00
Herzlich, Bettina Bock von Wülfingen
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3. Februar, 22:00, brut im Künstlerhaus
MALEFIZ wird zwei! Grund genug, nach dem fulminanten Erfolg im letzten November den großen Saal bei einem zweiten BIG Issue erneut zur Spielwiese für alle hartgesottenen TanzoptimistInnen zu erklären. Die DJ-Ménage-à-trois J’aime Julien, Hertzbube und Dornrose trotzt in dieser großunartigen Nacht gewohnt gekonnt dem musikalischen Einheitsbrei mit überraschend vielseitiger POP-ELEKTRO-TANZ-MUSIK.
Bis 24 Uhr: € 3,–
Ab 24 Uhr: € 6,–/3,– mit brutkarte*
The Amazing Atheist hat sich vor Kurzem in einem Video über Feminismus ausgelassen. Quintessenz war, dass er weder einen Feminismus noch einen Maskulismus für gerechtfertigt hält. Es gehe darum, Sexismus zu bekämpfen, egal gegen wen. Denn Sexismus kann jeden betreffen. Soweit so gut. Eine tolle Aussage. Teile ich voll und ganz. Würde er nicht versuchen, seine Behauptung zu untermauern, indem es das Patriarchat verleugnet und würde er seine Diskussion nicht auf dem Rücken des Feminismus austragen.
(Ich habe unten Kommentare gepostet, die ich bereits auf meinen englisch-sprachigen Text bekommen habe.)
Denn der Feminismus mit all seinen unterschiedlichen Strömungen hat gar eine Menge zu einer besseren Situation von Frauen beigetragen – und auch von Männern. Gerade der poststrukturalistische Feminismus hilft Männern, sich vom Männlichkeitswahn zu befreien. Den Feminismus hingegen pauschal zu verunglimpfen ist ein Einschüchterungsmittel, das so alt ist wie der Feminismus selbst. Genauso unnütz ist es, für den Wunsch nach einer Sexismus-freien Gesellschaft, das Patriarchat zu verleugnen.
Das Problem, das The Amazing Atheist hat, ist, dass er die Vorstellung eines Patriarchats persönlich nimmt. Er fühlt sich persönlich beleidigt, wenn jemand sagt, dass wir in einer Gesellschaft leben, die von Männern dominiert wird. Er selbst sieht sich nicht als Frauenhasser oder Sexist, deswegen will er sich auch nicht vorwerfen lassen, dass er als (weißer) Mann nun mal eine privilegierte Stellung in seiner Gesellschaft hat. Hat er aber – auch wenn er noch so ein netter Kerl ist. Ich empfehle folgendes Interview von Noah Sow mit Austen Brandt, die sich neben Rassismus auch über Sexismus unterhalten und zeigen, dass wir alle davon betroffen sind.
Mit seiner Einstellung sollte sich The Amazing Atheist eigentlich darüber freuen, dass es so ein Phänomen wie das Patriarchat gibt, dass es also gesellschaftliche Strukturen sind, die Frauenhass hervorbringen und nicht nur der individuelle Mann selbst. Wenn wir das verstehen lernen, dann erkennen wir endlich, dass Männer nicht grundlegend die schuldigen Täter sind und Frauen die unschuldigen Opfer. Dann wird klar, dass Frauen nicht die besseren und Männer nicht die schlechteren Menschen sind. Denn die patriarchalen Strukturen werden von uns ALLEN immer wieder reproduziert und manifestiert, egal ob von Männlein oder Weiblein.
Daher muss Mann sich auch nicht – wie The Amazing Atheist behauptet – jeden Tag sein Hirn zermartern und überlegen, was er mal wieder anstellen könnte, um eine Frau in die Pfanne zu hauen, sie gehörig zu unterdrücken oder sonst wie zu knechten. Solche Anstrengungen sind überhaupt nicht nötig. Das passiert jeden Tag wie von selbst.
Sprache, Kleidung, Körpersprache, Ernährung, Sport, Beruf, Haushalt, Besitzverhältnisse, Wissenschaften, Medien, Institutionen – wie Familie, Heirat, Schule, Kirche – …, im Prinzip all unsere Lebensbereiche sind durchzogen von heteronormativen bzw. patriarchalen Strukturen. Diese Einteilung von Geschlechterrollen in zwei gegensätzliche Pole mit einem hierarchischen Gefälle zieht sich durch alle ökonomischen, sozialen und politischen Bereiche hindurch. Eine Hierarchie, die genauso gebildet wird, wie jede andere auch: ein Abstufung von dem Normalen, Universellen, Überlegenen zum Defizitären, Anderen, Sonderhaften. In vielen Sprachen ist diese Betrachtungsweise fest verankert: für Mann und Mensch gibt es dasselbe Wort. Übrigens sind genau die gleichen Mechanismen von Normal und Anders auch im Rassismus und in der Homophobie vorzufinden.

Wenn ein Homosexueller sich darüber beschwert, dass wir in einer homophoben Gesellschaft leben, würde sich The Amazing Atheist sicherlich auch nicht auf den Schlips getreten fühlen. Wenn ein Schwarzer sagt, er lebe z.B. in den USA oder Deutschland in einer rassistischen Gesellschaft, dann würde The Amazing Atheist sicher auch nicht beleidigt schmollen. Wir leben nun mal in einer homophoben, rassistischen und auch sexistischen Gesellschaft.
Menschen, die darunter leiden, sind daher einst auf die Straße gegangen und haben sich gegen Diskriminierung aufgelehnt. Sogenannte Bewegungen sind daraus entstanden. Und ja, sie haben sich das Recht herausgenommen, sich erst einmal um ihre eigenen Belange zu kümmern, denn darum ging es nun mal in den einzelnen Bewegungen. Irgendwie logisch, oder?
Wenn Frauen kaum Grund-, Bürger- und Menschenrechte zuerkannt wurden, dann hatten sie wohl erst mal besseres zu tun, als für irgendwelche Wünsche der Männer zu kämpfen. Ich glaube nicht, dass The Amazing Atheist von Schwarzen in den USA verlangt hätte, dass sie sich damals neben ihrer Befreiung und Emanzipation auch noch um vernachlässigte Interessen der Weißen hätten kümmern sollen. Und es gab genügend Weiße, die sich auf derselben ökonomischen und sozialen Stufe wir die Schwarzen befanden.
Das heißt aber noch lange nicht, dass diese Bewegungen rein exklusiv und völlig abgeschottet von der Mehrheitsgesellschaft abliefen. Ganz im Gegenteil. Erst durch die Frauenbewegung konnten auch Männer ihr Mannsein überdenken und etliche Restriktionen bezüglicher ihrer Geschlechtsidentität entdecken. Erst durch die Schwulen- und Lesben-Bewegung konnten auch Heteros ihre eigene Sexualität überdenken und erkennen, dass Geschlechtsverkehr nicht das Non plus ultra ist. Natürlich gibt es immer wieder Gruppierungen unter solch heterogenen Bewegungen, die sich abspalten und deren Mitglieder unter sich bleiben wollen. Das Gros funktioniert jedoch nach dem Prinzip der Offenheit und dem Willen, eine bessere Gesellschaft für alle zu schaffen.
Der Feminismus z.B. hat wesentlich dazu beigetragen, dass überhaupt über sexuellen Missbrauch gesprochen und dieser verstärkt aufgeklärt wird. Feministen haben nie behauptet, dass nur Frauen Opfer sexueller Gewalt sind und Vergewaltigung aufgrund sexuellen Triebstaus des Mannes geschieht. Mitnichten.
Der Grund, warum Männer in der Diskussion um sexuelle Gewalt kaum als Opfer, sondern stets als Täter vorkommen, liegt mal wieder an unserem guten alten Patriarchat. Denn nach patriarchalen Vorstellungen ist der Mann der Starke und die Frau die Schwache. Aufgrund dieser heteronormativen Vorstellungen hat sich ein Mythos um sexuelle Gewalt gebildet, der völlig in die Sackgasse führt: triebgesteuerter Mann überfällt nachts aufreizend gekleidete Frau. Der weltweite Slutwalk im Sommer 2011 war bestes Beispiel dafür, dass auch heute noch gegen das Vorurteil angekämpft werden muss: wenn eine Frau sich sexy kleidet, muss sie sich nicht wundern, dass sie vergewaltigt wird.
Es ist eine wüste Behauptung von The Amazing Atheist, dass Feministen die Seite der Männer völlig außer acht lassen würden. Es stimmt einfach nicht. Feministen diskutieren diese Themen weit mehr als das Gros der Gesellschaft.
Es sind nicht die Feministen, die Männer verlachen, weil sie Opfer häuslicher Gewalt werden. Das sind die un-feministischen Nachbarn, Freunde, Arbeitskollegen, Polizisten und Richter schon selbst. Nach Aussage von The Amazing Atheist soll es vor 200 Jahren noch das Patriarchat gegeben haben, vielleicht auch noch vor 50 Jahren. Aber heute? Niemals! Denn wenn es das Patriarchat gäbe, dann müsste das Leben für Männer wie im Schlaraffenland sein. Z.B. müssten Männer nicht in den Krieg ziehen. Komisch: vor 200 Jahren mussten Männer aber auch schon in den Krieg ziehen und noch so reichlich andere Dinge tun, die ihnen herzlich wenig Spaß bereiteten, die ihnen aber die Vorherrschaft rechtlich, ideologisch und normativ sicherten.
Denn in einem Patriarchat geht es nicht um die wahllose, anarchische Gewalt eines Mannes, der heute mal Kuchen, morgen mal Steak essen, heute mal blonde Locken, morgen schwarzen Kurzschnitt tragen oder heute mal Sex mit Frauen und morgen mal Sex mit Männern haben will. Das Patriarchat ist kein Wunschkonzert eines narzisstischen Tyranns, sondern ein ausgeklügeltes System an sozialen Strukturen und Praktiken, die Männern und Frauen verschiedene Verhaltensweisen, Geschlechtsidentitäten und Positionen zuweist, welche bewirken, dass Männer die Oberhand behalten – wenn auch zum Missfallen des Einzelnen. Darauf kann aber keine Rücksicht genommen werden. Das System muss funktionieren. Darauf kommt es an.
Es war übrigens die feministische Kritik, die das enge Verständnis von Patriarchat geöffnet hat, dass es sich beim Patriarchat um eine personale Herrschaft eines Mannes über seine Frau und Tochter handeln würde und so um eine Verfügungsgewalt über ihre Körper. Feministen haben den Begriff erweitert auf jegliche identitätsstiftende Mechanismen, sei es durch Medien, Ernährung, biologische Theorien, familiäre Ideologien, Pädagogik, Beruf, etc. die wir selbst immer wieder reproduzieren und deswegen für normal halten. Eine gesellschaftliche Struktur funktioniert am Besten, wenn sie reichlich Belohnungen dafür parat hält, dass man seine Rolle besonders gut erfüllt, wie in Form von sozialer Anerkennung und eben nicht über rohe Gewalt.
Am Besten funktioniert ein soziales Gefüge, wenn keiner merkt wie es funktioniert. Wenn jeder glaubt, das sei alles schon richtig so und logisch und normal und natürlich. Je weniger übrigens eine Gewaltherrschaft einer Menschengruppe über die andere funktioniert, desto mehr werden Machtmechanismen auf religiöse, politische, wissenschaftliche und philosophische Bereiche übertragen, die viel subtiler wirken. Gerade mit biologistischen Klischees versucht man heutzutage immer noch die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau zu rechtfertigen.
The Amazing Atheist begründet leider die Vorherrschaft der Männer über die Frauen damit, dass die Männer stets mehr Verantwortung übernehmen und mehr arbeiten mussten. Klar, die Frauen saßen immer nur zuhause auf ihren dicken Hintern und haben Schokolade gegessen. Beispiel 19. Jh.: Proletarier-Frauen mussten arbeiten, aber das Geld beim Ehemann abgeben. Bürger-Frauen durften nicht arbeiten und waren vom Geld des Ehemannes abhängig. Eigenen Besitz hatten beide Sorten Frau nicht. Ich glaube nicht, dass The Amazing Atheist es wagen würde, sich vor eine Gruppe Afroamerikaner zu stellen und zu sagen: Wir Weißen hatten stets die Herrschaft über Euch, weil wir einfach mehr gearbeitet haben und mehr Verantwortung tragen mussten. Dass Lohn an Leistung gekoppelt sei ist eine typische Vorstellung des American Dream, der Meritokratie – also einer Utopie. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied – schön wär’s. Denn das kann nur funktionieren, wenn Chancengleichheit für alle gegeben ist. Ist sie aber nicht. Und so täuscht dieser Ansatz vielmehr über bestehende Missstände im Sozial- und Bildungssystem hinweg und leugnet Phänomene wie Diskriminierung völlig.
Hier mal ein paar Zahlen, die zeigen, dass es keinen kausalen Zusammenhang zwischen „Viel arbeiten“ und „Viel verdienen“ gibt. Nach dem aktuellen UN Gender Report erbringen Frauen 66% der weltweiten Arbeit, produzieren 50% an Nahrungsmitteln und verdienen nur gerade mal 10 Prozent an den Gewinnen. In manchen Ländern führen Frauen gar 70 Prozent der landwirtschaftlichen Arbeit aus, produzieren 90 Prozent an Nahrung und besitzen nur 1 Prozent an Boden. Außerdem haben Männer global weit mehr Freizeit als Frauen.
Dass Frauen global weniger in bezahlter Arbeit auftauchen, hat einen einfachen Grund: bezahlte Arbeit bedeutet Unabhängigkeit und Geld bedeutet Macht. Die Bindung der Frau an Heim und Herd ist übrigens auch ein Grund, warum Frauen eher für das Sorgerecht für ihre Kinder herangezogen werden und weniger Männer. Die Regelung, dass Frauen den Haushalt machen, das Essen auf den Tisch bringen, Kinder hüten und auf das Geld des Mannes angewiesen sind, wurde auch nach der Scheidung aufrecht erhalten. Mithilfe der Alimente. Ob geschieden oder nicht – auf diese Art konnte die gewohnte Rollenverteilung beibehalten werden und die Frauen blieben dem Arbeitsmarkt fern. Zugleich wollte man eine plötzliche Verarmung vermeiden. Noch ein Grund, warum meist eher Frauen das Sorgerecht erhalten als Männer: das Paar hat sich bereits schon vorher privat darauf geeinigt. Außerdem ist ein Kind automatisch biologisch und damit rechtlich an die Mutter gebunden. Mittlerweile hat in Deutschland auch der nichteheliche Erzeuger einen Rechtsanspruch auf das Kind, auch wenn ihm die Aufzucht des Kindes schnuppe ist.
Es ist ohnehin eine relativ neue Sache, dass Frauen das Sorgerecht für ihr Kind zugesprochen wird. Bis ins 19. Jahrhundert hinein waren Frau und Kinder einfach Besitz des Mannes. Erst mit der Industrialisierung und Freuds psychoanalytischer Untermauerung wurden Frauen die Kinder überlassen und diese Bindung als natürlich angesehen. Eine Idealisierung der Mutterschaft begann. Und auch heute noch werden konservative Priester, Politiker und Bindungsforscher nicht müde, das Bild der heiligen Mutter zu propagieren. In Deutschland waren Martin Luther, Biedermeier und das Dritte Reich immer wieder damit beschäftigt, Frauen auf die Mutterrolle zu reduzieren. Dabei geraten auch der weibliche Körper und seine reproduktiven Eigenschaften immer wieder ins Fadenkreuz der Öffentlichkeit.
The Amazing Atheist bemängelt, dass Männer nicht dieselben reproduktiven Rechte hätten wie Frauen. Dabei führt er die Beschneidung bei Männern an. Zu recht. Aber da hört es mit dem Vergleich auch schon auf. Der weibliche Körper ist seit jeher ein Schlachtfeld, auf dem verschiedenste ideologische Kämpfe ausgetragen werden. An ihm hängen gesellschaftliche Vorstellungen und Mythen von Sitte, Reinheit, Ehre, Schwangerschaft, Gebären, Stillen, und die weibliche Sexualität an sich. An ihm werden staatliche Besitzansprüche gemeldet, er gilt als medizinischer Sonderfall, risikohaft, anfällig, empfindsam, er wird ästhetisiert und bezüglich Gebärfähigkeit idealisiert. Die Frau als denkendes, fühlendes Wesen verschwindet meist dahinter. Sie wird zu einem Ding, über das bestimmt werden kann.
Sie soll gefälligst für Nachwuchs sorgen, sie wird für demographischen Wandel verantwortlich gemacht, ihr wird Gebärstreik vorgeworfen, Frauen, die mehr an persönlicher Entwicklung statt an Nachwuchs interessiert sind, gelten als karrieregeil, arbeitende Frauen als Rabenmütter, abtreibungswillige als Mörderinnen und kinderlose als bemitleidenswerte Geschöpfe.
Vor allem in Bezug auf Sexualität und Reproduktion sind die Bereiche Verhütung und Schwangerschaft stark politisch und ideologisch aufgeladen. In den USA wurden an Frauen bis 1981 Zwangssterilisationen vorgenommen. In demselben Land ist Abtreibung in jedem Wahlkampf ein riesiges Thema. Abtreibung ist moralisch so aufgeladen, dass es selbst im legalen Rahmen als Sünde und Schande bewertet wird. Auch bei Verhütung und sexueller Selbstbestimmung ist es mit der Emanzipation noch nicht weit her. Die Hauptgründe, warum Frauen auf den Gebrauch von Kondome verzichten, sind emotionale und finanzielle Abhängigkeit von ihrem männlichen Partner, Gewalt und mangelndes Selbstbewusstsein. Wenn selbst Lady Gaga jungen Frauen auch heute noch Mut machen muss, auf ein Kondom zu bestehen, dann kann die Gleichberechtigung in Sachen reproduktive Rechte noch nicht ganz in der Realität angekommen zu sein.
Und der ganze Hype um Brustkrebsforschung, die The Amazing Atheist als Beweis für die Nicht-Existenz des Patriarchats hochhält, wird bestimmt nicht veranstaltet, nur weil die Pharmaindustrie Frauen so gern hat. Hier hat sich The Amazing Atheist von der pinken Schleife einwickeln lassen. Zunächst einmal – die Forschung hat bezüglich Brustkrebs lange geschlafen. Für Programme zur Früherkennung mussten Frauen erst einmal kämpfen. Auch das ist eine Errungenschaft des Feminismus und nicht ein Liebesbeweis durch Männer und damit ein Beweis gegen das Patriarchat. Außerdem sind Diagnostik und Therapie von Brustkrebs eng mit ökonomischen Interessen verknüpft. Die pinke Schleife wird mittlerweile für PR-Events für alle möglichen Produkte missbraucht, die selbst ironischerweise häufig krebserregend sind. Samantha King veranschaulicht wie Brustkrebs sich von einer stigmatisierten Erkrankung und individuellen Tragödie zu marktgetriebenener Industrie des Überlebenskampfes gewandelt hat.
Apropos Überlebenskampf. The Amazing Atheist beschwert sich ja darüber, dass die Männer in den Krieg ziehen und dort ihr Leben lassen müssen. Als ob Krieg Frauen überhaupt nicht beträfe. Nur die Männer scheinen unter dem Kampfeinsatz zu leiden. Es ist mittlerweile allseits bekannt, dass Vergewaltigung als Mittel der Kriegsführung eingesetzt wird. 80 Prozent der Flüchtlinge sind Frauen und Kinder. Und wo Militär ist, da ist auch Prostitution. In kriegsgebeutelten Ländern sind es die Frauen, die häufig ihre Familien allein durchringen müssen, sie schaffen Essen heran und begeben sich täglich in Gefahr, nur um an etwas Nahrhaftes zu gelangen.
In Deutschland waren es nach dem Zweiten Weltkrieg die sog. Trümmerfrauen, die mit bloßen Händen zerbombte Gebäude freiräumten und damit den Fortbestand der Innenstädte sicherten. In dem Moment war es plötzlich gar nicht mehr wichtig, dass Frauen eigentlich zuhause am Herd sein und Kinder hüten sollten wie es sich geziemt. Gedankt hat man es ihnen nicht. Sie wurden danach fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel.
Auch Krieg ist im übrigens stark ideologisch aufgeladen. Frauen spielen darin eine große Rolle als idealisierte Opfer und Märtyrer. Sie erdulden Qualen für ihr Vaterland und sie dienen als Projektionsfläche, um an ihnen zu veranschaulichen, wie ungerecht die Gegner doch sind und dass somit noch härter gekämpft werden müsse. Im Krieg wird eine klare Geschlechtertrennung manifestiert: Männer gelten natürlich als Aggressor und stehen für Gewaltbereitschaft und Tapferkeit. Frauen hingegen werden Passivität, Friedfertigkeit und Mütterlichkeit zugeschrieben. In zig Kriegsfilmen kann diese Rollenverteilung immer wieder nachverfolgt werden.
Das Verteidigen von Frau und Kindern wird gerne zum Anlass genommen, um endlich mal wieder richtig metzeln zu können. Irgendeine Rechtfertigung muss es halt geben. Die Frauen werden zum schützenden Symbol einer Nation. Natürlich ist das nicht im Sinne eines jeden Mannes. Nicht umsonst gibt es Kriegsdienstverweigerer. Aber wie oben schon erwähnt: nach den Wünschen einzelner wird nicht gefragt. Es geht hier um die Demonstration von Dominanz und das funktioniert nur, wenn sich alle in das System einfügen und nicht jeder ständig diese oder jene Befindlichkeit anmeldet. Es geht hier um etwas größeres als das Individuum.
Das Patriarchat ist am Ende wie ein großes Theater, bei dem alle irgendwie mitspielen, jeder hat eine Rolle, etliche tanzen zwar aus der Reihe, im Große und Ganzen machen wir alle aber recht brav mit. Ansonsten würden Gesellschaften gar nicht funktionieren. Denn wer aus der Reihe tanzt und dazu nicht die nötigen ökonomischen Ressourcen besitzt, findet sich sehr bald am Bühnenrand wieder.
Dabei funktionieren Normen übrigens weitaus effektiver als Gesetze. In Deutschland z.B. gibt es kein Gesetz, das verbietet, dick zu sein, eine schiefe Nase zu haben oder zu kurze Beine. Auch gibt es kein Gesetz, das besagt, Menschen mit schwarzer Haut dürfen nicht eingestellt werden oder Menschen mit Behinderung müssen weggeschlossen werden. Genauso wenig ist es hier gesetzlich verboten, gleichgeschlechtlichen Sex zu haben. Das alles braucht es gar nicht. Denn gesellschaftliche und historisch überlieferte Vorurteile, die immer wieder reproduziert werden, sorgen schon dafür, dass die Leute diskriminiert werden, die nicht so recht ins Muster passen. Hänseleien, Nicht-Beachtung, Ausschluss, Stereotypisierung, etc. – all das trägt dazu bei, dass nicht jeder einfach so sein kann wie er möchte. Viele müssen riesige Hürden überwinden, um dazu gehören zu können. Deswegen denke ich, ist es ein Luxus, sich „Universal human self-determinist“ zu nennen, wie es The Amazing Atheist tut. Als weißer Mann der Mittelklasse ist das bestimmt nicht allzu schwer. Indem er das sagt, verleugnet er aber seine privilegierte Position in seiner Gesellschaft und verkennt, dass andere sich diese Freiheit nicht herausnehmen können.
Ich würde mich freuen, wenn Ihr auf Youtube unter dem Video von The Amazing Atheist Kommentare schreiben und Euch an der Diskussion beteiligen könntet.
Kommentare
NelsonsCannon hat auf deinen Kommentar zu Failure of Feminism geantwortet:
@TheAngryYoungWoman A phenomenon? a phenomenon word to point and say „look“ to back up your ideology? yes an ideology just like nazism? =)… you mention social structures but such things are somewhat irrelevant since the genders differ via biology rather than what society tells us to be. Well do me, neo-feminism is basically just misandry concealed in a cloak. The real fems were from the 60’s-70’s. The fact you have your rights yet still scream victim n keep wanting to push it further is bleak.
fidelbogen hat auf deinen Kommentar zu Failure of Feminism geantwortet:
@TheAngryYoungWoman „patriarchy is not what is says on the tin“
That’s a great saying, and you know what else? It is exactly what I have been saying about FEMINISM for YEARS.
„Feminism is not what it says on the tin.“
I think I‘ll steal that. It’s one of the best summaries of Feminist Subjectivism I have ever heard — and it is from a feminist, no less!
I thank you kindly! 
FidelbogenJan 30, 2012 06:20 PM
My study of feminism over the years has led me to conclude that feminism is identical with female supremacism.
I discovered this by peeling open the tin and looking inside.
FidelbogenJan 31, 2012 01:35 PM
You should try engaging with pro-male activists and agitators who know their stuff.
You sound like a bit of a hothouse flower, if you know what I mean. Very orderly, very methodical, very. . German.
I would suggest some cultural immersion. Try registering and commenting at ‚A Voice for Men‘.
[www.avoiceformen.com]
We‘ll see how long you can take the heat. You think that YOU are the angry one…eh?
I‘m one of the contributing writers there, by the way.
As for the Amazing Atheist: I appreciate his attitude, but I‘m afraid his political weltanschauung is a bit primitive.
genderpolitik
Radikale Feministinnen haben in einem deutschen Femi-Blog dazu aufgerufen den Kommentarbereich dieses Videos vollzuspamen. Mitvulven einer sexistischen Bewegung (Feminismus) beschweren sich über Sexismus und weisen auf die unterschiedlichen feministischen Strömungen hin (Etikettenschwindel es ist immer = Täter, Frau = Opfer). So wundert auch nicht der Hinweis auf das Patriarchat.
Herumtoben im Wald oder auf Spielplätzen und nach Lust und Laune Quatsch machen – für die meisten Kinder gibt es nichts Schöneres. Eltern wird bei diesem Gedanken jedoch oft Angst und Bange, sie fürchten um das Wohl ihres Nachwuchses. Viele Kinder bestätigen jetzt bei einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Postermagazins „medizini“, dass ihre Eltern oft sehr besorgt um sie sind: Mehr als ein Drittel der befragten 6- bis 12-Jährigen (39,2 %) betonen:
“Meine Eltern sind meist sehr ängstlich, wenn ich draußen ein bisschen wilder spiele.” Vor allem die Jüngeren registrieren die Besorgnis ihrer Mütter und Väter: Jedes zweite Kind im Alter zwischen 6 und 7 (50,5 %) beobachtet, dass ihre Eltern meist sehr ängstlich reagieren, wenn sie herumtoben. Mit zunehmendem Alter des Nachwuchses nimmt die Angst der Eltern dann ab. Allerdings sind den Kindern zufolge selbst bei den 10- bis 12-Jährigen noch ein Drittel der Eltern (32,3 %) ängstlich, wenn die Kinder draußen wilder spielen.
Und ich habe immer gedacht, Väter sind risikofreudiger.
Eviplera ist weltweit erst die zweite erhältliche "All-In-One"-Therapie, also eine vollständige HIV-Kombinationstherapie in Form einer einzigen Tablette, die nur einmal täglich eingenommen werden muss. Und sie ist die erste All-In-One-Therapie, die für nicht-vorbehandelte Patient_innen zugelassen ist. Das Präparat besteht aus der oben beschriebenen Substanz Rilpivirin und der etablierten Kombination aus Emtricitabin und Tenofovir (auch bekannt unter dem Handelsnamen Truvada).
Die Zulassung beider Präparate von Seiten der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) beruht auf zwei klinischen Studien (ECHO und THRIVE) mit etwa 1.350 HIV-positiven Personen, die vorher noch keine HIV-Therapie erhalten hatten. Bei Vergleichstests traten bei den Studienteilnehmer_innen mit Rilpivirin wesentlich weniger neurologische Nebenwirkungen wie Schwindel oder ungewöhnliche Alpträume auf.
Edurant als Einzelpräparat (in Kombination mit anderen antiretroviralen Medikamenten) und Eviplera als Kombinationspräparat sind seit Ende November 2011 zur Behandlung einer HIV-1 Infektion bei erwachsenen Patient_innen, die vorher noch keine Therapie erhalten haben und eine Viruslast von unter 100.000 Kopien/ml aufweisen, zugelassen. Beide Präparate sind in Form einer erfreulich kleinen Tablette erhältlich und werden einmal täglich zu einer Mahlzeit eingenommen. Quelle: med update 01/2012
med update, der Newsletter der AIDS-Hilfen Österreichs, wird von Mag. Birgit Leichsenring verfasst und kann unter [www.aids.at] gratis abonniert werden.
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| Schön eingeparkt. Foto: Florian K |
Sehnen wir uns ewa nach den alten Männerklischees? Kommen wir mit den weicher gewordenen Männern nicht mehr klar? Ein amüsanter Text in der Faz zum Thema Frauenversteher. Auszug: „Dabei würden sich Frauen auch heute noch freuen, wenn ihnen einer mal den Hof macht / die Tür aufmacht / den BH aufmacht, obwohl sie das selbstverständlich allein können.“ Mir persönlich sind die Männer noch nicht „weich“ genug, aber ich bin auch für ein neues Klischee in Richtung lauter „Macho“ mit Respekt. Können doch nicht alle ruhig/ schüchtern/ passiv sein.
Die Regisseurin wird als "wahre Avantgardistin" für ihr Lebenswerk geehrt - Ein Preis geht auch an Underground-Schauspieler Mario Montez
Jana hat gerade ihren Wolkenkuckucksblog gestartet und wir veröffentlichen mit freundlicher Genehmigung Ihren Blogpost zu Lurker_innen. Sie sucht außerdem Kontakt zu anderen Lurker_innen, die sich unter wolkenkuckucksblog@gmail.com bei ihr melden können.
Seit mindestens vier Jahren habe ich ein imaginäres Blog. Ich befülle es allwöchentlich mit virtuellen Einträgen. Wenn ich in Stimmung bin, denke ich mir virtuelle Kommentare dazu aus. Ich habe sogar schon diverse Domains registriert, WordPress-Themes angepasst und About-Seiten verfasst. Doch freigeschaltet habe ich sie nie. Und einen tatsächlichen Blogeintrag habe ich noch nie geschrieben, auch wenn ich es mir jeden Monat aufs Neue vornehme.
Ich habe das immer für meine persönliche Wahnsinnigkeit gehalten. Doch seit einiger Zeit frage ich mich, ob das wirklich stimmt. Ob es nicht doch noch viele andere Wolkenkuckucksblogger*innen wie mich gibt – und ob es nicht tatsächlich vornehmlich Wolkenkuckucksbloggerinnen sind. Denn plötzlich fielen mir Parallelen auf: Diese existentielle Angst, wenn ich mal einen Blogkommentar (zweimal in meinem Leben habe ich mich das – unter Pseudonym! – getraut) oder ein Mailinglistenposting geschrieben habe – irgendwie fühlte sie sich doch sehr ähnlich an wie der Fluchtimpuls, der mich regelmäßig in platzhirschdominierten Gesprächsrunden ergreift. Dieser Drang, bloß unsichtbar zu bleiben. Diese Stimme, die mir einredete, ich habe nichts Sinnvolles beizutragen: War das nicht vielleicht der „innere Patriarch“, vor dem mich eine wohlwollende ältere Kollegin immer gewarnt hatte? Diese ständigen Gedankenschleifen: Ich blogge unter meinem richtigen Namen, ist doch Quatsch sich zu verstecken. Aber was, wenn ein wahnsinniger Internettroll mich aufspürt? Also doch ein Pseudonym? Aber das ist doch feige! Und da capo. War diese Angst vor „dem bedrohlichen Internet“ nicht sehr vergleichbar mit der Angst vor dem gefährlichen Park / der unheimlichen Seitenstraße / dem finsteren Hinterhof / der einsamen Haltestelle in der Dämmerung?
Mit dem Slogan „Reclaim the night“ haben sich mutigen Feminist*innen gegen das systematische Vertreiben ganzer Bevölkerungsteile von den Straßen gewehrt. Eigentlich müsste es doch auch in Bezug auf das Internet möglich sein, den Fluchtimpuls kritisch zu reflektieren und möglicherweise in einen Angriffsimpuls umzuwandeln.
Die Forderung „Mehr Frauen* ins Netz!“ liest man häufiger. Aber einen fruchtbaren Austausch über die Mechanismen, die am invisibilitätsproduzierenden Werke sind, und vor allem eine Beteiligung der Betroffenen, der unsichtbaren Mitleser*innen, vermisse ich noch. Daher krieche ich, passionierte unsichtbare Mitleserin, aus meinem Schneckenhaus und strecke die Fühler aus:
Hey, ihr anderen Wolkenkuckucksblogger*innen: Diese Panik bei dem Gedanken: Ich bin sichtbar – kennt ihr das? Dieses Ach, was ich zu sagen habe, interessiert doch keine(n) – kennt ihr das? Ich würde mich gerne mit euch darüber unterhalten.
Und ihr wunderbaren bereits Bloggenden: Den inneren Patriarchen im Zaum halten – wie macht ihr das? Sich sichtbar und gleichzeitig (halbwegs) sicher fühlen – wie macht ihr das?
Ich brauche eine Coach, eine Selbsthilfegruppe, eine virtuelle Wolkenkuckucks-WG-Küche. Ich brauche eure Hilfe. Meldet euch bei mir. Reclaim the blogosphere und alles.
Info-Auftakt für Maturantinnen über atypische Studienfelder wie Geofinformation oder Naturfasertechnologie
Um Anmeldung bis 8. Februar 2012 wird gebeten per Email: bauern(at)gruene.at oder Telefon 0732 / 73 94 00 – 17. Bei Bedarf wird Kinderbetreuung organisiert (Anzahl und Alter der Kinder angeben). Die Teilnahme ist
kostenlos.
Links: [www.univie.ac.at]
[www.ooe.gbw.at]
[bauern.gruene.at]
[www.dioezese-linz.at]
Flutgraben 3, 02.03. 2012, 20 Uhr
Projektmodul 7
„Es ist dieser Raum der Verknappung, der diese Bewegungen, Transporte, ungewohnten Dimensionen und Einteilungen erlaubt, die lückenhafte und zerstückelte Form, die mit Erstaunen feststellen läßt, nicht nur, daß wenige Dinge gesagt worden sind, sondern daß immer nur wenige Dinge gesagt werden können.“
Projektmodul 7 ist als intermedialer Vortrag angelegt, der zum einen auch wie eine Performance funktioniert, und im Flutgraben e.V. am 02.03.2012, 20 Uhr stattfinden wird, und zum anderen eben als Vortrag konzipiert ist, mit anschließender Party.
Das Projekt ist als Persiflage auf das universitäre Modulsystem gedacht und umkreist das Thema Prekarisierung insgesamt. Themenfelder wie Kreativität, begehrte Sicherheiten, Verletzlichkeit, Regierbarkeit, Leistungsdruck, Neid und wie schnell die neoliberale Logik alternative Kontexte vereinnahmen und damit wieder mehrheitlich normalisieren kann.
Im Vordergrund steht auch die Auseinandersetzung mit der Universität als Ort, ein Ort, der das Studieren mehr und mehr als Kundenverhältnis adressiert, StudentInnen, die Studienpunkte, also genau abgezählte Zeit und Aufwand investieren sollen, und diese Punkte für den „Service und die Möglichkeit des Studierens“ abliefern müssen.
Das Projekt ist wirklich eine Modulabschlussprüfung, die mit einem Antrag auf alternative Erbringung der Studien- und Prüfungsleisting für Modul7 im Master Gender Studies der Humboldt Universität zu Berlin bewilligt wurde. Der Flutgraben e. V. als Kunstraum ist wiederum ein Ort, der als ehemaliger Grenzbetrieb zeigt, dass Freiraum nicht zwingend an Grenzen scheitert, sondern vielmehr an Un/Möglichkeiten und sozialen Bedingungen. Mit dem Projekt soll zum einen auch dieser nicht kommerzielle Verein als Kunstraum unterstützt werden, aber auch der Auszug aus den Uniräumen ist als politisches Statement gedacht. Nicht nur im Sinne einer negativen Abgrenzung von der Institution Universität, die das Projekt auch ermöglicht, sondern „Studienleistungen“ mit politischer und künstlerischer Aktion zu verbinden und aufzuwerten. Jedoch ohne die ständige Fokussierung auf den Mehrwert.
Deshalb kann und möchte das Projekt in den Intentionen, das es bündelt, nicht einfach nur ein hipster/creativ Kunstprojekt sein, sondern versucht auch zu erinnern, dass Studieren: Zeit, finanzielle Absicherungen und andere Unterstützungen und Bedingungen braucht; und, dass vor allem Studieren dennoch immer noch auch Projekte hervorbringen kann, die sich nicht von Modulen, Studienpunkten, Bafögentzug, negativen Bafögbescheiden, negativen Wohngeldbescheiden, ständiger Jobsuche oder Regelstudienzeit und noch vieles mehr disziplinieren lassen. Und, dass vor allem verschiedene Unterbrechungen des Studiums nicht das Studieren verzögern oder ein Scheitern darstellen, sondern Teil dessen sind das Studium absolvieren zu können.
Wichtig wird dabei gleichzeitig sein, dass der neoliberalen Logik die Divisionen, die Herrschaftsverhältnisse wie Rassismus, Klassismus, Sexismus, Militarismus, Heterosexismus und Ableismus inhärent sind, also die Spaltung und Konkurrenz von Widerständen und Communities braucht, um immer weiter Widerstand nicht unbedingt gänzlich zu verunmöglichen, jedoch so zu regulieren, dass viele verschiedene emanzipative Communities sich voneinander abgrenzen und so auch potenzielle Handlungsfähigkeiten und widerspenstige Kräfte zerteilt werden, statt diese zu versuchen intensiver zu bündeln. So erhalten soziale Differenzen eigentlich noch schärfere Konturen. Hier steht auch die Frage im Mittelpunkt: Wie Verbindungen geknüpft werden können, ohne dabei die Wirkungen von Hierarchisierungen zu leugnen oder deren Ende schlicht zu behaupten.
Es ist also nicht zu entscheiden, ob das Projekt selbst Kunst macht, Kunst und also Performance ist, ein intermedialer Vortrag bzw. eine “alternative Studienleistung” oder alles zusammen.
Aber es ist vielleicht doch möglich zu entscheiden, ob das Projekt selbst nicht notwendig in Herrschaftsverhältnisse involviert sein muss, um überhaupt Geltung, Legitimität, Anerkennung und Lesbarkeit erlangen zu können.
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Für die Jury des Österreichischen Filmpreises die beste Doku: Wäre Michael Glawoggers Film nicht so erfolgreich, müsste kein Wort darüber verloren werden - Von Filmemacherin Tina Leisch
Das Magazin der Bundesagentur für Arbeit macht Lust auf neue Wege in der Berufswahl. In sozialen Berufen und in vielen Berufen rund um Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) werden Fachkräfte benötigt. Gleichzeitig fehlen im sozialen Bereich Männer, in MINT Frauen. Das Wendeheft "MINT & SOZIAL for you" aus der Medienkombination planet-beruf.de lenkt daher den Blick von Mädchen und Jungen auf geschlechteruntypische Berufe.
Salut,
Ich möchte euch heute über meine Initiative “Gleiche Bezahlung – JETZT!” berichten, die ich im März 2011 gestartet habe, um endlich etwas gegen die immer noch enormen Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern in der EU zu tun. Schon in den Gründungsverträgen der Europäischen Union von 1957 wurde das Prinzip der gleichen Bezahlung für Männer und Frauen bei gleicher Tätigkeit festgeschrieben – doch bis heute gibt es keinerlei EU-weit verbindliche Regelungen dazu. Der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern stagniert seit Jahren bei 17,5 Prozent im EU-Durchschnitt und ganzen 23 Prozent in Deutschland.

(c) Eva Hillreiner, www.evahillreiner.de
Im Jahre 2008 verabschiedete das Europäische Parlament einen guten Bericht, der damals die Europäische Kommission aufforderte, weitere gesetzliche Schritte im Bereich der Transparenz und der Sanktionen vorzulegen. Die Kommission hat bisher nicht reagiert. Das muss sie auch nicht – nach dem alten Vertrag von Nizza, der bei der Annahme des Berichts im Jahre 2008 noch gültig war, muss die Kommission nicht auf Aufforderungen des Parlaments reagieren.
EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat am 5. März 2011 den ersten EU-weiten “Equal pay day” ausgerufen – eine rein plakative Maßnahme, die Aktivität der EU-Kommission gegen ungleiche Bezahlung vortäuschen soll.
Das reicht aber nicht! Daher habe ich am 100. Internationalen Tag für die Frauenrechte am 8. März 2011 die Aktion “Gleiche Bezahlung – JETZT!” mit neun anderen weiblichen Abgeordneten aller pro-europäischen Fraktionen im Europaparlament gestartet. Die Auftaktveranstaltung im Straßburger Europaparlament war ein voller Erfolg!
Im Anschluss an die Aktion übergaben die Parlamentarierinnen einen Brief mit ihrem Vorschlag für einen neuen Bericht, basierend auf dem erwähnten Bericht von 2008, an Parlamentspräsident Jerzy Buzek.
Damit wurde ein Verfahren in Gang gesetzt, das das durch den Lissabon-Vertrag verstärkte Initiativrecht des Europaparlaments nutzt. Auf einen nach diesem Verfahren verabschiedeten Bericht MUSS die Kommission dann – innerhalb einer vom Europaparlament gesetzten Frist – reagieren: entweder mit der Vorlage einer Gesetzesinitiative oder einer begründeten Ablehnung.
Jetzt ist der nächste Schritt in diesem Verfahren gemacht: Nachdem Jerzy Buzek unseren Vorschlag akzeptiert und an den zuständigen Ausschuss für die Rechte der Frau und Gleichstellung (FEMM) weitergeleitet hat, wurde der Bericht “Gleiche Bezahlung” nun auf die Tagesordnung des FEMM-Ausschusses gesetzt; er soll im Mai 2012 im Plenum abgestimmt werden. Der Berichtsentwurf liegt leider noch nicht vor, kann aber eingesehen werden, sobald die Berichterstatterin Edit Bauer ihn veröffentlicht.
Übrigens: Der nächste Internationale Tag für die Rechte der Frau am 8. März 2012 steht im Europäischen Parlament ganz unter dem Motto “Gleiche Bezahlung für Frauen und Männer” – eine gute Gelegenheit, das Thema erneut auf die Agenda zu setzen und unseren Initiativbericht im Europaparlament voranzubringen.
Ich halte euch über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden!
Viele Grüße aus Brüssel,
Eure Franziska
Fernseh-Brautschauen wie "Der Bachelor" sind zurück und mit ihnen auch eine penetrante Totenbeschwörung von Geschlechterstereotypen
Gibt es sie wirklich, die Generation der neuen Väter? Männer, die sich mit Freude in die Pflege ihrer Babys stürzen und auf Spielplätzen sitzen. Oder waren die Papas schon immer anders, als Vorurteile uns glauben machen?
ÖsterreicherInnen verhalten sich bei der Wahl des Karenzmodells traditionell. Die Bezieherinnen halten an der Langzeitvariante fest, was für Frauen lange Arbeitsunterbrechungen bedeutet und Väter auf die Rolle der Ernährer reduziert. In der vergangenen Woche haben die Grünen vorgeschlagen die Karenzzeiten vor allem für Frauen zu kürzen und nur noch ein Modell anzubieten. Im Gespräch mit der Zeitschrift dieStandard.at hebt Ingrid Moritz, Leiterin der Abteilung Frauen/Familie der Arbeiterkammer in Wien, die Auswirkungen dieses Vorschlags auf die Väterbeteiligung hervor.
‚… dieStandard.at: Die Wahl des Karenzmodells ist auch eine Entscheidung darüber, wer daheim bleibt. Die derzeitigen Modelle scheinen die Väterkarenz nicht gerade zu fördern.
Moritz: Das Familienministerium hat 2011 eine Auswertung zur Väterbeteiligung vorgelegt, die eine deutliche Sprache spricht. Mit diesen Zahlen sollte gezeigt werden, bei welchen Modellen sich Väter an einer Karenz beteiligen: Beim 30-plus-6-Modell sind es 13 % Väter, bei 20 plus 4 sind es 19 %, bei 15 plus 3 sind es 27 % und bei 12 plus 2 haben wir 31 %. Und beim einkommensabhängigen haben wir 27 %.
In den Statistiken zum Kinderbetreuungsgeld – etwa in jener des Familienministeriums aus dem Jahr 2010 – ist der Väteranteil geringer, weil sie im Schnitt auch nur sehr kurz die Leistung beziehen. In der eben erwähnten Auswertung wurde aber untersucht, ob es überhaupt eine Väterbeteiligung gab, egal wie lange diese war. Und da ist der Väteranteil höher.
dieStandard.at: Der hohe Prozentsatz der Väterkarenz beim der einkommensabhängigen Variante spricht für den Vorschlag der Grünen, die Pauschalvarianten abzuschaffen und nur ein einkommensabhängiges Modell zu führen.
Moritz: Das ist sicher ein Modell, das die Väterbeteiligung erhöht. Je höher die Geldleistung ist – das zeigt die Auswertung der Väterbeteiligung deutlich -, desto höher die Väterbeteiligung. …
dieStandard.at: Insgesamt geht die Entwicklung zu mehr Väterbeteiligung sehr langsam voran. Müssen endlich verpflichtende Maßnahmen her?
Moritz: Das Recht auf einen Papa-Monat wäre auf jeden Fall sinnvoll. Wir haben in der Arbeiterkammer auch einen Papa-Monat, und ich sehe einfach, dass die Väter vom Arbeitgeber dadurch mehr in ihrer Vaterrolle wahrgenommen werden. Und die Männer wollen das auch. Durch einen Papa-Monat werden sie darin bestärkt. …’
Ein Mitschnitt der Veranstaltung „trans* – transphobie – trans*support für Anfänger*innen und Fortgeschrittene“ vom 19.1. ist seit einiger Zeit auf der Seite der Chilligays online.
Von der Frauenbefreiung zum letzten Geschlechtsverkehr: Die Pionierin der zweiten deutschen Frauenbewegung und Regisseurin Helke Sander ist 75
Am 4./5. Mai 2012 findet am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt die Tagung “(Be-)Deutungsansprüche in qualitativer Forschung – Positionen, Strategien und Perspektiven einer (selbst-)kritischen Wissensproduktion” statt. Die Ankündigung zur Tagung finden Sie im PDF.
Deadline:
Abstract zum Präsentationsvorhaben, das sowohl eigene empirische Forschungen als auch methodologische Reflexionen
beinhalten kann, wird bis zum 26. Februar 2012 an tagung2012@methodenkritik.de erbeten.
Ein Ziel der Tagung ist die Förderung wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich kritischer qualitativer Forschung. Auf der Tagung wird es in dieser Hinsicht beispielsweise ein Poster-Forum geben, auf dem Promovierende ihre Projekte vorstellen können.
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Auch in diesem Jahr vergibt DIE LINKE wieder den Clara-Zetkin-Frauenpreis für herausragende Leistungen von Frauen in Gesellschaft und Politik.
Bewerben können sich Projekte mit einem Frauenanteil von mindestens 50%. Nähere Informationen, z.B. zum Bewerbungsverfahren, finden sich hier: [www.die-linke.de] .
Die Preisverleihung findet am 10. März in der Kulturbrauerei Berlin statt, alle sind hierzu herzlich eingeladen.
Bereich Kampagnen und Parteientwicklung
Bundesgeschäftsstelle DIE LINKE
Kleine Alexanderstr. 28
10178 Berlin
Telefon: 030/24009-350
Mobil: 0173/6547676
Zur ihrer Person (siehe auch Beilage):
Karen Keifer-Boyd, Ph.D., professor of art education and women’s studies at Penn State University. Her research focuses on strategies for teaching critical inquiry and creative approaches with dynamic interactive technologies. Her work problematizes cultural inscriptions, seeks social transformation, and practices critical self-reflexivity. Engaged in feminist theory and methodologies she creates virtual spaces to raise issues of representation, identity, and politics of display.
Karen Keifer-Boyd has co-authored InCITE, InSIGHT, InSITE (NAEA, 2008), Engaging Visual Culture (Davis, 2007), co-edited Real-World Readings in Art Education: Things Your Professors Never Told You (Falmer, 2000), and served as editor of the Journal of Social Theory in Art Education and guest editor for Visual Arts Research. In 2005, she co-founded and co-edits the journal, Visual Culture & Gender. Her research is translated into several languages, and focuses on feminist methodologies for teaching critical and creative inquiry with dynamic/interactive technologies.
She has been honored with leadership and teaching awards including a 2006 Fulbright Lecture and Research Award in Finland from the Council for International Exchange of Scholars, the National Art Education Association (NAEA) Women’s Caucus Connors Teaching Award in 2005, the Texas Outstanding Art Educator in Higher Education Award in 2001, and the Arts Administrator of the Year National Art Education Association Award for the Pacific Region in 1994.
Bitte nehmen Sie bei Interesse direkt mit Karen Keifer-Boyd Kontakt auf: kk-b@psu.edu
Mit freundlichen Grüßen,
Das Team des Zentrum für Frauen- und Geschlechterstudien
Zentrum für Frauen- und Geschlechterstudien
Sterneckstraße 15
9020 Klagenfurt
T: 0463/ 2700-1022 und -1023
F: 0463/ 2700-1098
E-Mail: gender.zentrum@uni-klu.ac.at
Homepage: www.uni-klu.ac.at/gender/
Haben Sie Lust, ein Mentoring-Programm für MINT-interessierte Mädchen auf die Beine zu stellen? Die Deutsche Telekom zeigt, wie's geht. Fünf Jahre lang hat das Unternehmen im Rahmen des Jugend-Mentoring-Programms „JUMP in MINT“ Berliner Jugendliche bei der Berufswahl unterstützt. Nun haben die Projektverantwortlichen ihre Erfahrungen in einem Leitfaden gesammelt und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Er richtet sich an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und soll andere Unternehmen und Institutionen zur Nachahmung anregen.
Beginn des Beschäftigungsverhältnisses: 1.4.2012
Beschäftigungszeitraum:
12 Monate, maximal befristet bis zum Ablauf der doppelten Regelstudienzeit des jeweils aktuellen Studiengangs *)
Arbeitszeit: 40 Stunden/ Monat
Vergütung: 10,98 € pro Stunde
Kennziffer: P3/7/2012
Beginn und Ende der Bewerbungsfrist:
30.1.2012-13.2.2012
(2 Wochen bzw. in der vorlesungsfreien Zeit 3 Wochen)
Aufgabengebiet:
Anforderungen:
(Jeweils Zutreffendes bitte ankreuzen bzw. ergänzen.)
Bewerbungen sind innerhalb der o.g. Frist unter Angabe der o.g. Kennziffer zu richten an die Humboldt-Universität zu Berlin, Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien, Dr. Ilona Pache, Georgenstr. 47, 10099 Berlin.
Es wird darum gebeten, in der Bewerbung Angaben zur sozialen Lage zu machen.
Zur Sicherung der Gleichstellung sind Bewerbungen qualifizierter Frauen besonders willkommen. Schwerbehinderte Bewerber/innen werden bei gleicher Eignung bevorzugt.
Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht.
Da keine Rücksendung von Unterlagen erfolgt, wird gebeten, auf die Herreichung von Bewerbungsmappen zu verzichten und ausschließlich Kopien vorzulegen.
Wir freuen uns, Ihnen die Fachtagung “Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Lebenslagen von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender, transsexuellen und intersexuellen Menschen (LSBTTI) in NRW” am 10.05.2012 in Bochum ankündigen zu dürfen. Die Tagung soll dazu dienen, eine Studie zum Forschungsstand von Prof. Dr. Ilse Lenz (Soziale Ungleichheit/Geschlecht), Prof. Dr. Katja Sabisch (Gender Studies) und Marcel Wrzesinski an der Ruhr-Universität Bochum vorzustellen und weitere Perspektiven zu diskutieren. Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen und ist eingebettet in den NRW-Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie.
Zum Programm: Nach der Eröffnung durch Ministerin Barbara Steffens leitet Prof. Dr. Paula-Irene Villa (München) mit einer Keynote-Lecture thematisch ein, eine Podiumsdiskussion zur aktuellen Forschungslage beschließt den Vormittag. Der Nachmittag ist der fallbezogenen Lebenslagenforschung gewidmet. In vier Workshops (Gewalt und Diskriminierung, Regenbogenfamilien, Trans* und Intersex, LSBTTI in intersektionaler Sicht) sollen Probleme diskutiert und Perspektiven
erarbeitet werden, auch um Forschungskompetenzen interdisziplinär zu bündeln.
Folgende Sprecher_innen konnten bereits gewonnen werden:
Almut Dietrich (rubicon / LAG Lesben NRW, Köln), Dr. Elke Jansen (LSVD; angefragt),
Dr. Angela Kolbe (Frankfurt), Prof. Dr. Beate Küpper (HS Niederrhein),
Prof. Dr. Ilse Lenz (Bochum), Jacek Marjański (rubicon, Köln),
Dr. Lisa Mense (Duisburg-Essen), Stefan Meschig (rubicon; angefragt),
Deborah Reinert (Rechtsanwältin), Saideh Saadat-Lendle (LesMigraS, Berlin) Prof. Dr. Bernd Simon (Kiel),
Prof. Dr. Paula-Irene Villa (München), Lucie Veith (1. Vors. “Intersexuelle Menschen e.V.”), Dr. Heinz-Jürgen Voss (Halle).
Die Tagung findet im “Zentrum für IT-Sicherheit” (Lise-Meitner-Allee 4, 44801 Bochum) statt, die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung bei Viktoria Bartsch (viktoria.bartsch@rub.de) wird gebeten. Weitere Informationen auf der Projektseite
( [www.sowi.ruhr-uni-bochum.de] ).
Mit freundlichen Grüßen,
i.A. Marcel Wrzesinski
–
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Projekt “Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Lebenslagen von LSBTTI im Land NRW” (gefördert durch das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter)
[www.sowi.ruhr-uni-bochum.de]
Fakultät für Sozialwissenschaften
Ruhr-Universität Bochum
Fon: 0234-32-22988
Unruly matters – the queer side of things
Chaired by Marie-Louise Holm (Linköping) and Sebastian Mohr (Copenhagen)
Deadline for submissions is 11th March 2012. Acception notifications will be given 1st May 2012.
The unruly side of materialities has been the focus of much of feminist science and technology studies as well as queer theory. From the cyborg woman (Haraway 1991) and bodies that matter (Butler 1993) to queering the non/human (Giffney & Hird 2008) and queer phenomenology (Ahmed 2006) the queer side of things provided a pathway into materialities and their meanings for life worlds. This open panel wants to pose the question of unruly matters anew and seeks to explore contemporary intersections of queer theoretical perspectives and STS approaches to research on science, society, and technologies. How do materialities open up a possibility for queering the normalized? What normative frameworks are set up in order to regulate the inherently queer nature of things? What are the queer dimensions of technologies? How are technologies appropriated in queer settings? How can and do technologies queer research? Do materialities put restraints on a queer research agenda and if so, in which ways? How do technologies enable interventions in heteronormative scripts of gender and sexuality? And what could queer STS mean? This open panel invites scholars working empirically as well as theoretically at the crossroads of STS and queer theory to discuss and engage with these and other related questions, thereby exploring what a queer approach might contribute to STS. Furthermore, the panel wishes to stimulate the formation of a network of scholars working within these fields, thereby providing an opportunity to share work in progress and to exchange ideas.
Paper abstracts should be up to 250 words. They should include the main arguments, methodology, and their contribution to the STS literature. The title of papers should be up to 10 words. Please send your abstract for a paper to semo@sund.ku.dk and marie-louise.holm@liu.se.
There will be maximum three sessions within this panel of 1½-hour time slots with fifteen minutes per presentation. A session will consist of maximum five papers, one chairperson, and a fifteen-minute open discussion slot.
All presenters must have a user account with the submission system of the 4S/EASST meeting (see [convention2.allacademic.com] ). Submitters can create accounts on behalf of their co-authors and session participants, if necessary. Anyone who has participated in a 4S meeting in the last four years should already have a user account.
For more information about the 4S/EASST meeting 2012 and other open panels, see
www.easst.net/conferences/easst2012.shtml.
Please forward this call to anyone to whom it might be relevant.
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Im April 2012 startet der 3. Durchgang des CAS Diversity- und Gleichstellungskompetenz: ein Weiterbildungsangebot in Kooperation der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW, der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW, dem Zentrum Gender Studies der Universität Basel und dem Lehrstuhl für öffentliches Recht und Geschlechterstudien der Humboldt-Universität zu Berlin.
Idee und Ziel
Der CAS (Certificate of Advanced Studies) Diversity- und Gleichstellungskompetenz bildet ein Angebot für vertiefende Studien und Kompetenzentwicklung zu einem Thema, das zu den zentralen Herausforderungen heutiger Gesellschaften gehört. Diversity, Gleichstellung und Nichtdiskriminierung markieren ein Feld, in dem es um Geschlechterverhältnisse geht, um Integration und um Anerkennung von Vielfalt. Hier spielen Fragen um sexuelle Orientierung, um Alter, um Behinderung oder Krankheit, um die soziale Lage, um kulturelle oder religiöse Zugehörigkeit, um politische und weltanschauliche Haltungen eine Rolle. Wer diese professionell und nachhaltig beantworten will, benötigt spezifische Kompetenzen. Das CAS bündelt schweizerische und deutsche Expertise aus der Wissenschaft und der Praxis vor Ort.
Kursprogramm
Das Programm des CAS ist in Modulen organisiert. Insgesamt 18 Präsenztage finden in 6 Modulen hauptsächlich in Olten, als Einstieg in Basel und in Berlin statt. Ein Modul führt nach Brüssel. Die Studierenden arbeiten zudem über insgesamt 10 Tage in 5 Blöcken an Gruppenprojekten und im Selbststudium.
Zielpublikum
Personen aus dem Personalmanagement, der Personalentwicklung sowie mit Führungs- oder Projektaufgaben in der Organisationsentwicklung, in der Projektverantwortung, in der Politik und Politikberatung, Fachstellenverantwortliche oder Beauftragte für Diversity Management, Gleichstellung, Gender Mainstreaming, Integration, Migration und andere Aspekte der Chancengleichheit oder der Corporate Social Responsibility in Betrieben und öffentlichen oder privaten Unternehmen, in Beratungseinrichtungen, Bildungs- und Kulturinstitutionen oder in Verbänden oder Nichtregierungsorganisationen.
Voraussetzung sind 3 Jahre Berufserfahrung.
Ausführliche Informationen sowie das Kursprogramm und Informationen zu den Lehrenden finden Sie unter: [www.diversityundgleichstellung.ch]
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Die HOSI Salzburg weist auf folgenden Termin hin: Vom 1. bis zum 3. Februar findet im Salzburger Mirabellgarten eine Benefiz-Verkaufsausstellung mit Werken von Salzburger Künstler_innen statt. Die Verkaufserlöse kommen von HIV Betroffenen in finanziellen Notsituationen zugute. Die Eröffnung wird Bürgermeister-Stellvertreter Dr. Martin Panosch vornehmen.
Benefiz-Verkaufsausstellung
Wann: Eröffnung: Mittwoch 1. Februar 2012, 19 Uhr
Ausstellung: 2. und 3. Februar, jeweils von 14 bis 18 Uhr
Wo: Vogelhaus im Mirabellgarten, 5020 Salzburg
In der letzten Woche hat die unfassbar peinliche Geschichte von Autor John Asht für Aufsehen im Netz gesorgt: Bloggerin Myriel hatte sein Buch rezensiert und insgesamt ein negatives Fazit parat – Asht leistete sich darauf mehrere Ausraster sondergleichen. Ekkart hat alles zusammengefasst (Triggerwarnung).
Unsere ehemalige Muttibloggerin Mrs. Pepstein macht weiter fleißig Radio. Nach 13 Jahren hat sie neulich einmal die Seiten getauscht und wurde selbst interviewt.
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Mit ihren beiden Söhnen unternahm sie 1888 die erste Autoreise der Welt: Bertha Benz. Doch nicht nur Wagemut bewies sie damit, auch ihre technischen Fähigkeiten stellte sie während der Fahrt wiederholt unter Beweis. Mit Hutnadel und Strumpfband reparierte sie Pannen des Patent-Motorwagens. Dessen Bedienung auch etwas komplizierter war, als die heutiger Autos.
Seit Juli 2009 gibt es inzwischen den nach ihr benannten „Bertha Benz-Preis“ – mit ihm zeichnet die Daimler und Benz Stiftung jährlich eine Ingenieurin aus, die ihre Promotion herausragend abgeschlossen hat. Auch in diesem Jahr können Universitäten und Forschungsinstitute wieder Kandidatinnen für den mit 10.000 Euro dotierten Preis vorschlagen. Bewerbungsschluss ist der 15. März.
Wenn es auch in deinem Forschungsgebiet einen Preis gibt, mit dem engagierte Frauen oder Gruppen ausgezeichnet werden, kannst du uns unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid geben.
Die Grünen schlugen letzte Woche ein einheitliches Karenzmodell vor - AK-Expertin Ingrid Moritz will auch eine Vereinfachung und Verkürzung der Karenzzeiten
Susanne Klingner kotzt sich über die Cellulite-Lüge aus:
Wissenschaftler lachen sich über die von Anti-Cellulite-Tees und -Tabletten versprochene „Entschlackung“ kaputt. Was die Käuferinnen nicht interessiert.
Da ist sie wieder: Anne Sinclair, fünfte von links, inmitten der Schar ihrer Redakteurinnen und Redakteure. Sie alle arbeiten seit kurzem für die Huffington Post - France! Und Anne Sinclair ist damit wieder unter anderen Vorzeichen in den Schlagzeilen. Nicht (nur) als Frau von DSK, die sich nach seinem Sex-Skandal als eisern zu ihm haltende Gattin öffentlich erklären musste:
„Wie viel Mutter braucht der Mensch?” – zu diesem Thema referierte die Schriftstellerin Herrad Schenk in der Köndringer Winzerhalle. Schenk hat bereits 1996 ein Buch über dieses Thema herausgegeben.
In ihrem Vortrag streifte Herrad Schenk das Mutter- und Kindsein vom letzten Jahrhundert bis in die Gegenwart. Ihre These „Kinder haben heute zu viel Mutter, zu wenig Vater, zu wenig andere Kinder und Erwachsene”. Auch stellte sie fest, dass sich noch nie soviel Erziehungsleistung und Fürsorge auf so wenige Kinder konzentriert haben. Trotzdem hätten die Mütter mehr Schuldgefühle als früher.
In der Historie war früher eine Mutterschaft etwas Selbstverständliches, auch nebensächlicher, einfach beifällig. Die Mütter von früher standen auch alle in der Arbeit – zuhause zwar, aber sie hätten viel leisten müssen, denn sie waren Bäuerinnen, mussten Haus und Garten pflegen und waren rundum gefordert. Heute gingen die Mütter schnell zurück zu ihrer Arbeit, da sie ja nicht zu lange aus ihren Beruf heraus sein wollten. „Das ist auch richtig, nur sollte mehr familienergänzende Betreuung gesucht werden, wie Betreuung in kleinen Gruppen. Die Qualität der Betreuung zählt, auch wenn es nur zwei oder drei Stunden sind.“
Dass sich Mütter und Väter abwechseln bei der Betreuung, sei eine “Märchenvorstellung”. Die Referentin forderte deshalb eine flexible, bezahlbare Kinderbetreuung. Auch sollte es eine flexible Betreuung durchgehend geben, von 7 bis 19 Uhr. “Die sollte allerdings qualitativ gut sein, nicht dass die Kinder nur abgegeben werden, denn gerade in diesem Alter erwerben die Kinder Lebensfähigkeiten, die keine Mutter bieten kann”. Dies trage später zur guten Schulbildung bei, so Schenk. In Ländern wie Frankreich, wo es diese flexible Betreuung gebe, seien die Kinderzahlen nicht zurück gegangen.
Auch werde in Deutschland die Mutterbindung verwechselt mit der Frage, wie lange eine Mutter zuhause sei. Die Bindung werde nicht besser, wenn die Mutter immer um das Kind herum springe. Es seien ganz andere wichtigere Kleinigkeiten, die eine Bindung ausmachten. Am Ende ihres Vortrages stellte Herrad Schenk die Frage an die Frauen: “Wie viel Kind braucht die Mutter?” Das Abnabeln der Mutter vom Kind sei oft ein viel schwierigerer Prozess.
Didine van der Platenvlotbrug, Blessless Mahoney
Authentizität vs. Karaoke – Mehr kontrafaktisches Unwissen für eine neue, sanskritische Kultur des hekubatischen Missverstehens. Oder: Der Weg ist der Weg!
Mittwoch 01.02.2012, 19:15, Von Melle Park 6 (“Philturm”) Hörsaal F
ACHTUNG:
Abweichend von der restlichen Vorlesungsreihe findet dieser Vortrag in Phil F statt.
Didine van der Platenvlotbrug, Pröpstin der Elsa-Sophia-von-Kamphoevener-Fernuniversität, Katzen-Ellenbogen & Blessless Mahoney, Dekanin der Eberhardt-Anbau-Scheibenschwenkpflug-Universität, Brake an der Weser präsentieren uns zum Abschluß des Wintersemesters ein weiteres mal ihre bahnbrechenden Erkenntnisse.
Diesmal geht es kämpferisch, ja emanzipatorisch zu, wenn die beiden Professorinnen der Beredsamkeit ihre zärtlich explorierten Wissenswattebäusche zu handlichen Gehwegplatten formen und trittsicher, schrittfrisch forschen Schrittes voranschreiten ins Walhalla des Zen, um die siebenköpfige Amygdala der Erkenntnis zu melken. Das geneigte Auditorium kann am Ende einen Tunnel von Licht sehen und die zersplitterten Realitäten werden neu und wieder zusammengesetzt, denn wir forcieren gemeinsam die Emergenz des Queeren
„Was würden Sie sagen? Sind das Zuschauer? Oder Zuschauer und Zuschauerinnen? Oder gar Zuschauerinnen?“ Weiter bei Die.Standard. Auch zu empfehlen: „Das Deutsche als Männersprache“ von Luise Pusch.
„Wollen die Piraten nicht an den einsamen Ufern militanter Männerrechtler stranden, werden sie ihr Schifflein irgendwann in den Gender-Mainstream steuern müssen.“ Lesenswerter Beitrag beim FREITAG.
Am kommenden Donnerstag, den 02. Februar, 20 Uhr, liest Ulrike Karner in der Buchhandlung Löwenherz aus ihrem neuen Roman "Regenbogenlicht". Nach ihrem Debutroman "Allah und der Regenbogen" setzt die Wiener Autorin die Geschichte um die junge lesbische Muslimin Ebru fort.
Ulrike Karner liest aus "Regenbogenlicht"
Wann: Donnerstag, 02. Februar 2012, 20 Uhr
Wo: Buchhandlung Löwenherz, Berggasse 8, (Eingang Wasagasse), 1090 Wien
Eintritt frei
Ebru hat jetzt ihr Coming-out hinter sich - doch noch einige Abenteuer vor sich. Aber auch ihr Bruder Tarik hat es nicht ganz leicht, er soll die Familenehre retten und eine arrangierte Ehe mit einer eigens aus der Türkei herbeigeholten Frau eingehen, doch er hat sich in Lena, die Tochter zweier Lesben verliebt. Ein spannender Abend mit Ulrike Karner ist garantiert, denn wie immer wird Ulrike Karner nicht nur mitreißend lesen, sondern auch viele Geschichten rund um die Entstehung ihrer Romane erzählen.
Über die Autorin: Während Ulrike Karner als Psychologin arbeitete, wurde der Drang zu schreiben immer stärker, bis sie sich eine Auszeit gönnte und den Debütroman "Allah und der Regenbogen" verfasste. Darin griff sie das Tabuthema "Homosexualität bei jungen Migrantinnen" auf, das auf reges Interesse stieß. Im September 2011 wurde die Fortsetzung "Regenbogenlicht" veröffentlicht, die auch als eigenständige Geschichte zu lesen ist. - Neben dem Schreiben unterstützt Ulrike Karner Jugendliche, die in Krisen stecken [www.loewenherz.at]
Das Buch: Ulrike Karner, Regenbogenlicht, Sulzbach / Taunus: Ulrike Helmer, 2011. 300 Seiten. ISBN 978-3-89741-329-0 http://www.loewenherz.at/index_lw_nr.php?LWNR=8056
Links: http://www.loewenherz.at/lesungen-januar-februar-2012.php Veranstaltungen in der Buchhandlung Löwenherz
http://www.loewenherz.at/index_lw_nr.php?LWNR=8056
http://helmer.txt9.de/
http://www.facebook.com/pages/Regenbogenlicht/151082951656670
Ihr kennt die Choreographie: Was hat euch diese Woche gestört, was war herzzerreißend, was hat genervt oder was wolltet ihr schon immer mal erwähnen?
Und nicht vergessen: Ihr könnt noch zwei Tage für die Bloggerin 2011 abstimmen!

„Krieg der Spermien – Wissenschaft und Evolutionspsychologie stehen im Konflikt: Letztere wird dazu benutzt, männliches Verhalten zu legitimieren.“ U.a. schreibt Pastötter: „Hier lässt sich einer der wesentlichen Unterschiede zwischen wissenschaftlicher und Populär-Evolutionspsychologie erkennen: Ersterer geht es immer um die Spezies, um die Gattung als Ganzes in ihrer zeitlichen Entwicklung und Überlebensfähigkeit, Letzterer bloß um die Legitimation der individuellen (bemerkenswerterweise meist männlichen) Promiskuität.“ zum Beitrag
Ebenfalls lesenswert:
Volkmar Sigusch: „Let’s talk about sex baby“
Kerstin Palm: „Die Natur der Schönheit – Kritische Betrachtungen zur evolutionstheoretische Attraktivitätsforschung“ Zum Vortrag UND Zum Lesen
Sigrid Schmitz: „Niemand weiß, ob eine Frau oder ein Mann das Werkzeug erfunden hat“ ZEIT Online
Den Gottesdienst zelebrierten zwei LGBT-freundliche Priester, der anglikanische Pastor Christopher Senyonjo aus Uganda, der wegen seiner Schwulen- und Lesbenfreundlichkeit von der anglikanischen Kirche Ugandas exkommuniziert wurde und Rev. Joseph Tolton, der in New York City einer LGBT-positiven Gemeinde vorsteht. Beide riefen zu mehr Toleranz für Menschen auf, die anders sind.
Die ugandische Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Val Kalende schreibt in ihrem Blog Kalendenator, dass Katos Tod auf die Community in Uganda galvanisierend gewirkt hat. Neue Mitglieder sind zu den LGBT- und Menschenrechtsgruppen gestoßen und sie sind bereit für ihre Rechte zu kämpfen. Auch der Dialog mit Regierung und Behörden scheint besser zu werden. Schwule und Lesben fühlen sich von der Polizei nicht mehr verfolgt, sondern beschützt und Mitglieder der Polizei wenden sich fallweise an die Menschenrechtsgruppen, um mehr über die Anliegen der LGBT-Minorität zu erfahren.
Blogger AfroGay stimmt ihr zu. Er fügt hinzu, dass die Polizei vor einem Jahr, beim Begräbnis von David Kato, begonnen hat, die Community zu beschützen. Als sich das große internationale Interesse abzeichnete, musste Polizeichef Kale Kayihura Vorsorge treffen, dass nichts passiert, was der Regierung schlechtes Medienecho bereitet hätte.
Eine wichtige Rolle dürfte die Gruppe Civil Society Coalition on Human Rights and Constitutional Law (Ugandans4Rights) spielen. Ursprünglich als Reaktion auf David Bahatis Gesetzesinitiative zur Verschärfung der Strafen gegen homosexuelle Kontakte gegründet, arbeitet die Gruppe aus Akademiker_innen, Politiker_innen und Aktivist_innen inzwischen auch daran, gegen bestehende LGBT-feindliche Gesetze und andere Benachteiligungen zu kämpfen.
Links: [www.ntvuganda.co.ug]
[www.youtube.com]
http://kalendenator.wordpress.com/2012/01/26/one-year-later-what-have-we-learned-from-the-murder-of-david-kato/
http://afrogay.blogspot.com/2012/01/david-kato-one-year-on.html
http://ugandans4rights.org/index.php
[www.boxturtlebulletin.com]
[www.boxturtlebulletin.com]
http://oblogdeeoblogda.wordpress.com/2012/01/25/one-year-memorial-in-uganda-for-our-murdered-comrade-david-kato/
http://www.nytimes.com/2012/01/26/opinion/they-will-say-we-are-not-here.html?_r=2&src=tp (Ausschnitte aus einem Dokumentarfilm mit Interviews mit David Kato, der posthum erscheinen wird)
Der Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Rudolf Hundstorfer hat dem Parlament am 11. Januar den 2. Österreichischen Männerbericht vorgelegt. Der Bericht wurde im Auftrag der männerpolitischen Grundsatzabteilung des BMASK vom Institut für empirische Sozialforschung (IFES)erstellt. In einem pragmatisch ausgerichteten Ansatz werden in dem Bericht eine Reihe von Studien präsentiert, die relevante und aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen in Österreich behandeln.
Es werden verschiedene gesellschaftliche, politische und ökonomische Bereiche dargestellt, die sich weitgehend an einem typischen Lebenslauf orientieren. Behandelt werden daher Familie, Schule, Beruf, Freizeit, Gesundheit. Eigene Kapitel behandeln die Themen der Erfahrungen mit Kriminalität und Gewalt, die gesellschaftliche und politische Partizipation sowie die Situation spezialisierter Unterstützungs- und Beratungsangebote für Männer.
Seit den sechziger Jahren habe das klassische Väterbild an Gültigkeit verloren, es habe sich aber kein klares und unproblematisches neues Rollenverständnis herausgebildet, hält die Studie fest. Im Kapitel “Buben und Burschen in der Familie” plädieren die AutorInnen daher dafür, dass „man Söhne zu Vätern erziehen sollte”. Es sei für Buben heute aus vielerlei Gründen schwierig, positive männliche Vorbilder in Familie und Schule zu finden.
Das habe zur Folge, dass die Jungen ihre Bilder von Männlichkeit in den Medien und den Peer-Groups oder bei etwas älteren Freunden suchten. Das führe oft dazu, dass sie ihr Männlichkeitsbild als das genaue Gegenteil von Weiblichkeit definierten. Durch diese Alternativstrategien würden letztlich aber traditionelle Rollenbilder fortgeführt oder sogar verstärkt, lautet die Schlussfolgerung der Studie.
Dieses Fehlen der Väter sei dabei aber nicht unbedingt direkt auf die hohe Scheidungsrate zurückzuführen. Scheidungsväter hätten nämlich nicht weniger Kontakt zu ihren Kindern als Väter, die im gemeinsamen Haushalt leben. Vielmehr entspreche in vielen Familien das gewünschte Verhältnis der Söhne zu den Vätern nicht unbedingt den real bestehenden Beziehungen zwischen den Generationen. …
Wie werden Frauen in den Medien dargestellt? Furchtbar, findet Tati und hat ein paar Vorschläge:
Via @femfreq, Songtext nach dem Klick
Please stop telling me I’m pretty Please stop telling me I’m fat
Please stop telling me I’m crazy Just cause I love every cat
Please stop calling me a spinster Just cause I wont lie with you
I know you’d be calling me a whore If I went home with you
Don’t tell me I need protecting Don’t say I need to be saved
Don’t tell me I’m PMSing If your mindless ignorance sends me into a rage.
If I’m a liberated equal Just as accomplished as a man
Just as worthwhile and smart and kind and good and rational Why won’t you represent me as I am?
Please stop telling me I’m lonely Cause I’ve never found a man
Who doesn’t kneel before me Or try to keep me down
Don’t try to put my value In the value of my face
Standing with your dollybirds Will never be my place
Don’t assume I have a special Bond with every other woman,
That I don’t get what you’re saying Or understand just what you’re doing
Don’t tell me it’s fine Cause I can fall back on my looks
I’d rather leave my husband Than ever leave my books
If I’m a liberated equal Just as accomplished as a man
Just as worthwhile and smart and kind and good and rational Why won’t you represent me as I am?
The awful thing about the media the thing that makes me really pissed
Is there are millions of real women out there But they’re writing about dolls when they should focus more on us.
If I’m a liberated equal Just as accomplished as a man
Just as worthwhile and smart and kind and good and rational Why won’t you represent me as I am?
Nach einer Einleitung über das erste Zusammentreffen auf einem Trainingsplatz in Wimbledon vor fast vier Jahrzehnten, als Margaret Smith für die gerade 17-jährige Martina Navratilova ein großes Vorbild war, geht sie auf die Äußerungen Courts zum Thema Homosexualität ein. Das Argument, dass die sexuelle Orientierung eine Frage der persönlichen Entscheidung sei, pariert Navratilova mit einer bemerkenswerten Gegenfrage: "Willst du damit sagen, dass du Gefühle für Frauen und für Männer hattest und dir Männer ausgesucht hast? Das würde deine Sicherheit in dieser Frage erklären."
Don't deny us same-sex marriage laws, says Martina Navratilova
von: Martina Navratilova
in: Herald Sun, 27. Jänner 2012
Link: http://www.heraldsun.com.au/ipad/dont-deny-us-same-sex-marraige-laws-says-martina-navratilova/story-fn6bn88w-1226254744774
Moore hatte für Rolle der Aktivistin Gloria Steinem wegen Erschöpfung abgesagt
Ein Ehefähigkeitszeugnis ist ein Dokument, in dem die Behörden des Heimatlandes bestätigen, dass die Person unverheiratet ist und auch sonst keine Ehehindernisse bestehen. Viele Länder (so auch Österreich) verlangen Ehefähigeitszeugnisse, wenn ausländische Staatsbürger_innen im Inland heiraten oder eine eingetragene Partnerschaft eingehen wollen. Da die australische Regierung sich bisher geweigert hatte, diese Dokumente auszustellen, konnten australische Lesben und Schwule (mit wenigen Ausnahmen) auch dann nicht heiraten, wenn sie in einem Land lebten, das die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare erlaubt.
Die neue Regelung bedeutet keine Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen, wie Generalanwältin Nicola Roxon betonte, sie beseitigt nur eine bürokratische Hürde. "Es ist nur eine ganz banale Sache, die es den Menschen ermöglicht, von den rechtlichen Regelungen in anderen Ländern zu profitieren. Es ist also nur die Beseitigung einer Diskriminierung und nicht jener nächste Schritt, den unser australisches Parlament noch nicht behandelt hat," sagte Roxon. Quelle: ABC News vom 27. Jänner 2012
Mit dem "nächsten Schritt" spielte Roxon auf die seit langem andauernde Diskussion über die Öffnung der Ehe an. Premierministerin Julia Gillard hat beim Labor Parteitag im Dezember zwar ihren persönlichen Widerstand gegen eine Neuregelung aufgegeben, hat aber angekündigt, dass sie bei einer allfälligen Abstimmung im Parlament für ihre Abgeordneten den Fraktionszwang aufheben werde. Da die national-liberale Opposition unter Führung Tony Abbotts nach wie vor dagegen ist, kann mit einer ausreichenden Mehrheit leider nicht gerechnet werden. Damit sind Australiens Politiker_innen sichtlich weit von der Bevölkerung entfernt. Denn bereits 2010 sprachen sich 62 Prozent der befragten Bürger_innen für die Öffnung der Ehe aus. Im Dezember 2011 sprachen sich 80 Prozent dafür aus, dass auch Tony Abbott seinen Abgeordneten in dieser Frage die Abstimmung nach ihrem Gewissen ermöglichen soll. In einzelnen Bereichen sind gleichgeschlechtliche Paare in Australien auch jetzt schon heterosexuellen Paaren gleichgestellt.
Links: http://www.abc.net.au/news/2012-01-27/certificate-for-gay-couples/3796492
http://m.smh.com.au/national/marriage-made-easier-for-samesex-couples-20120126-1qjs3.html
http://www.upi.com/Top_News/World-News/2012/01/27/Australia-eases-path-for-gay-weddings/UPI-97591327646110/
http://www.australianmarriageequality.com/wp/
http://en.wikipedia.org/wiki/Recognition_of_same-sex_unions_in_Australia
[en.wikipedia.org]
[www.wien.gv.at]
[www.wien.gv.at]
Ich bin bestimmt die 2.147.483.647ste Person (naja vielleicht nicht ganz, aber nicht die erste) die diesen Versuch gemacht hat, den ich im letzten Artikel beschrieb. Heute ist Samstag und ich bin bei Twitter online. Eigentlich wären die zwei Wochen erst morgen rum und man könnte mir jetzt unterstellen, dass ich nicht durchgehalten habe. Aber das habe ich, denn der Drang danach endlich bei Facebook oder Twitter reinzuschauen ist weg. Nur noch in ganz langweiligen Momenten denke ich daran, dass ich vielleicht dort noch was Unterhaltsames finden könnte.
Ständig hatte ich vorher diesen Drang nachzuschauen und ich hatte auch den Horror, dass ich in meiner Abwesenheit da sitze, mit zitternden Händen und denke “ich will ins Internet, ich will ins Internet”, aber nein.
Was passiert ist…
Meine zwei Wochen waren wie immer voller Termine, jedoch habe ich bereits nach zwei Tagen gemerkt, dass ich viel Energie und oft gute Laune habe. Keine Ahnung ob das was mit der Abstinenz zu tun hatte. Jedenfalls habe ich es geschafft viele dieser Dinge die ich sonst ewig vor mir herschiebe einfach sofort zu erledigen und letzten Samstag hatte ich dann plötzlich so ein Gefühl von “wow, ich habe alles erledigt was ich mir vorgenommen hatte”. Ein unheimliches Gefühl.
Bei der Arbeit habe ich viele Seiten in meinen Praktikumsbericht getippt und dabei LaTeX gelernt, mich stundenlang durch Programmierchallenges und Tutorials gelesen, endlich besser Java gelernt und war entzückt davon was ich mit diesem Android alles tolles machen kann. Nebenbei habe ich so ein Dokument fertig gestellt was ich seit September vor mir rumschiebe. Ich hab sogar schon Dinge für’s Studium angefangen, die ich erst mitte März abgeben muss und bin entschlossen die auch möglichst bald fertig zu kriegen um dann doch vor Semesterbeginn tatsächlich mal so was wie Freizeit zu haben. Nicht, dass ich ansonsten nur Däumchen gedreht hätte aber irgendwie ging das alles leichter und ich hatte oft so ein Flow-Gefühl, dass mir einfach alles gelingt wenn ich nur dran bleibe. Und ich konnte mir Dinge merken! Ich musste nicht siebzig mal in hundert verschiedenen Quellen nachlesen, sondern ich konnte mir Dinge einfach so merken. Gekrönt wurde es dann davon, dass ich mich frühzeitig um einen Job für nächstes Semester gekümmert habe und das dann aller Wahrscheinlichkeit nach auch klappen wird.
Da ich privat total überlastet bin mit Terminen (dank vielen interessanten Dingen an denen ich so arbeite) habe ich mir die Zeit (die sonst für Tweets draufging) genommen um Prioritäten zu setzen und ein bisschen herausgefunden was ich will und was ich gar nicht will. Ich gehe jetzt wieder mehrmals die Woche zum Sport (irgendwie krass wie ich mir einreden konnte, dass ich keine Zeit habe) und ich nehme mir die Zeit um meinen Körper gut zu ernähren und mehr selbst zu kochen. Heim zu kommen und nicht gleich an den Rechner zu sitzen hilft mir da ziemlich dabei. Außerdem habe ich festgestellt, dass es dann auch gar nicht mehr so schlimm ist einfach in Ruhe die Paprika zu schnibbeln ohne an zwanzig andere Dinge zu denken oder nebenbei Tweets zu lesen. Ich stelle mir auch nicht mehr die Frage, ob ich lieber die Nachrichten des Tages lesen will oder gleich zum Sport, denn nach dem Sport fühle ich mich gut und nach den Nachrichten oft leider nicht so. Ich habe ein paar Dinge gecancelt die ich ursprünglich unbedingt machen wollte. Nicht weil es mich plötzlich nicht mehr interessierte, sondern weil ich realistisch sein will und mir mehr Zeit wünsche.
Das Internet hab ich natürlich trotzdem genutzt für die Arbeit und abends. Lustigerweise habe ich sämtliche Dinge aus meinen Lesezeichen angeschaut und war positiv überrascht, was für schöne Dinge ich da gesammelt habe. Schöne Dinge die ich nach hinten geschoben hatte um sie “irgendwann” zu lesen. Vielleicht ist das ein guter Ansatz, “irgendwann” einfach öfter zu “jetzt” zu machen.
Nun zur Frage, wie ich nun weiter vorgehen werde wo mein Versuch vorbei ist. Ich werde wieder ein paar Tweets und andere Posts auf anderen Plattformen lesen, aber nicht mehr stundenlang. Und ich werde das Ganze hauptsächlich auf das Wochenende verlegen und unter der Woche möglichst nur wenige Minuten reinschauen. Ich nehme es in Kauf, dass dann Themen an mir vorbei gehen die mich interessiert hätten. Aber letztendlich muss ich ehrlich sagen, dass gerade das was ich häufig konsumiert habe ((Netz-)Politik, Feminismus und sowas) mich oft auch nervt und fertig macht und ich habe keinen Bock mehr drauf, dass mich was fertig macht. Ich möchte lieber mehr konkret an positiven Dingen arbeiten oder auch einfach mal gar nichts.
Im Interview mit der zeitschrift TAZ äußerte sich Prof. Richter-Appelt (Hamburg):
„Viele erleben die Pubertät als Qual
GESCHLECHT Die Sexualmedizinerin und Psychoanalytikerin Hertha Richter-Appelt vom Hamburger Universitätsklinikum befürwortet unter Umständen Hormonbehandlungen von transsexuellen Kindern“
Richter-Appelt führt dort u.a. aus: „Das gesellschaftliche Klima ist gar nicht mehr so häufig das Problem. Die Umwelt reagiert heute oft erstaunlich gelassen. Da haben wir alle zusammen etwas dazugelernt.“
Warum Quoten "im Kaskadensystem" gerade jetzt notwendig sind und was Frauen von Männern in Führungsrollen nicht unterscheidet
Dass O'Donnell fast alle Mitglieder von Senat und Abgeordnetenhaus seines Heimatstaates (samt Gatten bzw. Gattinnen) zur Hochzeit eingeladen hat, hat einen Grund: O'Donnell hat als Abgeordneter jahrelang um den gleichberechtigten Zugang zur Ehe gekämpft und in mehreren Legislaturperioden insgesamt 5 entsprechende Gesetzesentwürfe eingebracht. Im vergangenen Sommer hat die jahrelange Überzeugungsarbeit endlich Früchte getragen und O'Donnell stand daneben, als Gouverneur Cuomo am 24. Juni 2011 spätabends, unmittelbar nach der Abstimmung, das Gesetz unterzeichnete, das die Lesben und Schwulen unter den 19,4 Millionen Einwohner_innen New Yorks hinsichtlich der Ehe gleichstellt.
Wie der Reporter in NY1.com anmerkte, handelt es sich nicht um die erste politisch bedeutsame schwule Ehe in New York City. Bürgermeister Bloomberg hat im Juli persönlich zwei seiner leitenden Mitarbeiter, John Feinblatt und Johnathan Mintz, getraut. Im September heiratete ein schwuler Abgeordneter und die offen lesbische Sprecherin des Stadtrats Christine Quinn will heuer heiraten. Auch in der Familie von Daniel O'Donnell könnte es bald eine weitere Hochzeit geben: die Talkmasterin Rosie O'Donnell ist seine Schwester und die hat am 5. Dezember bekannt gegeben, dass sie sich mit ihrer Freundin Michelle Rounds verlobt hat. Quelle: NY1.com vom 25. Jänner 2012
Und noch ein Prominenter soll bald unter die Haube kommen: der erste offen schwule Abgeordnete im US Congress, Barney Frank, hat vor kurzem angekündigt, dass er seinen langjährigen Partner Jim Ready heiraten will. Der Hochzeitstermin steht noch nicht fest.
Links: http://www.ny1.com/content/news_beats/political_news/154852/champion-of-same-sex-marriage-gets-his-own-license-to-marry (mit Video)
http://joemygod.blogspot.com/2012/01/ny-assemblyman-daniel-odonnell-gets-his.html
http://hosted.ap.org/dynamic/stories/U/US_BARNEY_FRANK_MARRIAGE?SITE=AP&SECTION=HOME&TEMPLATE=DEFAULT
Als Kind wollte die Gräfin unbedingt eine Carrerabahn haben. Eine wie die Jungs aus der Nachbarschaft, eine mit Tribünen und echten Spuren, keine mit Servolenkung, die nichts taugte und wo die Wagen dauernd aus der Kurve krachten, doch sie biss auf Granit: Mutter war strikt dagegen, und Vater hatte nichts zu melden.
Mutter ging es dabei ums Prinzip.
"Ihr Kinder spielt einmal damit und dann steht die teure Bahn in der Ecke und verschimmelt."
"Nein, Mama! Ganz bestimmt nicht! Wir spielen die ganze Nacht..!"
"Ihr sollt nachts schlafen, nicht Rennen fahren!"
"Nein, ja, ich mein, wir spielen die ganzen Ferien mit der Carrerabahn und danach auch.. jeden Tag.. nach den Schularbeiten! Bitte, Mama, bitte!!"
Die kleine Gräfin flehte, und sie vergoss Tränen und stampfte wütend auf ("Ich will aber! Ich will aber!!"), sie gab alles. Sie holte ihre kleine Schwester ins Boot, obwohl die so klein war, dass sie gar nicht wusste, was eine Carrerabahn sein sollte, und zuletzt reihte sich selbst Vater in den Bitte!Bitte!-Chor ein, doch Mutter blieb hart.
"Eine Carrerabahn kommt mir nicht ins Haus!! Fertig! Aus!"
Drei Jahrzehnte später kehrt die Gräfin mit einem epileptischen Gerät von der Shoppingtour zurück. (Ihr Patenkind hatte ihr zugesetzt: "Du bist doch eine Frau, du musst doch einkaufen gehen!")
"Blödmann. Das ist ein Epiliergerät."
Marke: Carrera.
Sofort steckt sie einen Enthaarungsparcours auf ihren Beinen ab und fährt einen heißen Schluffen, begleitet von echten Rennfahrergeräuschen, die sie ihrer Mutter per Liveschaltung aus der Boxengasse übermittelt:
"Hörst du, Mama? Ich hab mir eine Carrerabahn gekauft!"
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Andreas Glumm schreibt regelmäßig in seinem Weblog "Studio Glumm" über sich und seine Lebensgefährtin, genannt die Gräfin, und den Hund Frau Moll
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Ausdruck einer Symbolpolitik und für den Rechtspopulisten Geert Wilders "fantastische Neuigkeiten" - Niederlande sind die Dritten im Verbotsreigen
Hunderte kamen auf den Heldenplatz, nur wenige Meter von dem Ort entfernt, an dem sich am Abend schlagende Burschenschafter zum WKR-Ball treffen
Mit freundlicher Genehmigung des Missy Magazins veröffentlichen wir einen Aufruf zur Hilfe für das Frauenmusikzentrum (fm:z) in Hamburg mit Bitte um Weiterleitung. Die Informationen zur Immobilie findet ihr als PDF auf der Seite des Missy Magazins.
Achtung, Achtung, eure Mithilfe ist jetzt gefragt. Es war nur eine Frage der Zeit bis sich im schicken Hamburg-Ottensen die Gentrifizierung gegen das Frauenmusikzentrum (fm:z) richtet: der Vermieter will nun akut deren Räumlichkeiten verkaufen und kündigt dem fm:z!
Nachdem die Räume mit viel (öffentlichem) Geld und Nervenaufwand umgebaut worden sind, eine Katastophe für den Verein. Hinzu kommt, dass sich der Verein über die dort musikmachenden Frauen finanziert – und diese kommen nicht an jeden Ort der Stadt um Musik zu machen. Gerade die Lage in einem belebten Wohngebiet ist für viele Frauen und Mädchen nach wie vor wichtig, um sich auch abends sicher zu fühlen. Der Ottenser Hinterhof ist ein gewachsener Standort an dem das fm:z nun seit fast 30 Jahren wirkt.
Das Verkaufsexposé (siehe Anhang) klingt wie blanker Hohn: “Beste Zentrumslage in Ottensen mit Vermietungssicherheit und Zukunftspotential. Ottensen ist Magnet für kreative und unabhängige Menschen geworden – hier stoßen gewachsene Strukturen mit modernem Lifestyle zusammen.”
Unten findet ihr eine Mail von Maria und dem fm:z Team.
Venceremos!
Steph Klinkenborg (ehemalige Leiterin fmz) und die Missy Redaktion
—— Weitergeleitete Nachricht
Von: Frauenmusikzentrum
Organisation: FMZ e.V.
Datum: Wed, 25 Jan 2012 13:54:24 +0100
An: Frauenmusikzentrum
Betreff: Kündigung der Räume des FMZ – Eure Netzwerke sind jetzt gefragt!Liebe Freunde und Freundinnen des FMZ,
am heutigen Tage wurde unser Mietverhältnis gekündigt. Zum 1. März 2013 müssen wir unsere Räumlichkeiten in der Großen Brunnenstraße 63a verlassen. Nun liegt es in unserer Hand, was wir aus dieser Situation machen!
Unser Vermieter hat mehrere Flächen des Clausenhofes zum Verkauf angeboten. Augenscheinlich haben sich nun Kaufinteressenten gemeldet, die die Fläche des FMZ sowie die nebenan gelegenen Büroflächen zu einem Preis von 950.000€ kaufen möchten.
Der Verkauf wird in den nächsten Wochen über die Bühne gehen! Unsere dringliche Bitte an euch: Nutzt eure Netzwerke!!! Wer kennt InvestorInnen, die an einer solchen Fläche Interesse haben könnten? Gibt es vielleicht Möglichkeiten zum Zusammenschluss (InvestorInnengemeinschaft)? Alle Informationen zur Immobilie haben wir euch als pdf angehängt. Schickt sie an alle Menschen, die potenziell Interesse haben könnten.
Wir haben nicht viel Zeit! Alles was euch einfällt, schreibt uns direkt oder ruft an unter untenstehender Telefonnummer. Wenn dort niemand zu erreichen ist, bitte Maria Pallasch mobil unter 0174-93 25 788 anrufen!
Wir werden euch natürlich auf dem Laufenden halten!
Liebe Grüße,
Euer Team
Maria Pallasch, Anne Koenen, Anna Weißefrauenmusikzentrum (fmz)
grosse brunnenstrasse 63 a
22763 hamburg-ottensen
fon: (0)40-39 27 31
info@frauenmusikzentrum.de
bürozeiten: di und mi von 11-15 uhr, do 17-21 uhr
Vom Odenwald nach Berlin: Tanja Pippi und Angy legen mit „Walrus“ ihr zweites Riot-Grrrl-Noiserock-Album vor – und erteilen damit der Gefälligkeit nach wie vor eine wütende Absage. Jetzt könnt ihr euch live davon überzeugen.

Die feministisch engagierte Medienkonsumentin ist heutzutage allerhand Kummer gewohnt. Nur verhalten wagt sie auf ernsthafte Riot-Grrrl-Attitüde zu hoffen, wenn irgendwo eine angeblich umfassend emanzipierte Musikerin gepriesen wird. So etwas wie den Beginn des Videos zur aktuellen Jolly-Goods-Single „Try“ hat sie schon zigmal gesehen und erwartet dementsprechend keine Überraschungen: Unverdächtige weiße High Heels an fast ebenso weißen Frauenfüssen, treibendes Schlagzeug und Gitarrensound. Und dann der befreiende Moment der Verwirrung, als die/der High-Heel-BesitzerIn im Ganzen erscheint – mit Glatze, Perlenkette sowie unverkennbarem Bart- und Lidschatten ungelenk hinter dem Mikro tanzt und dabei erfrischend unangestrengt überhaupt nicht versucht, sexy zu sein. Sondern stattdessen stoisch exaltiert immer wieder die Textzeile „Don’t Change Your Ways, Don’t Change Your Life!“ wiederholt. Gender-Trouble-Haltungsnote: sehr gut, setzen.
Dass sich das wahrscheinlich auch Peaches dachte, als sie das Video zu „Try“ kurz nach dessen Erscheinen auf ihrem Facebook-Profil postete, dürfte Tanja Pippi und Angy, wie die Jolly Goods wahrscheinlich nicht mit bürgerlichen Namen heißen, jedoch vermutlich relativ egal gewesen sein. Anbiederung ist die Sache der Schwestern aus dem Odenwald-Kaff Rimbach nämlich ganz und gar nicht, vielmehr glänzen die beiden mit wütender Unversöhnlichkeit gegenüber dem gegenwärtigen Medienzirkus. So fragte Tanja Pippi dereinst im Interview mit dem „Vice“-Magazin unvermittelt „Wer findet ‚Vice‘ denn nicht scheiße?“ und schrieb der Musikzeitschrift „Spex“ einen verächtlichen Leserinnenbrief („Euch würde ein bisschen mehr Gender- Diskurs gut tun!“), weil diese in einem Artikel über die Jolly Goods mehr über die Haarfarben der Mitglieder als über die Musik der Band geschrieben hatte. Riot-Grrrl-Haltungsnote: ebenfalls sehr gut.
Knapp vier Jahre nach ihrem Debüt „Herbarium“, das die Jolly Goods selbst ziemlich treffend mit „two grrrls lo fi garage beat punk trash fuck!!!“ (Bandhomepage) beschreiben, fliegt der interessierten Medienkonsumentin nun das Nachfolgealbum „Walrus“ um die Ohren. Dabei zieht sich Tanja Pippis wütendes Geschrei, für das sie gerne die beengende südhessische Herkunft verantwortlich macht, auf „Walrus“ nicht mehr ganz so ungebrochen durch wie noch auf dem Vorgängeralbum. Außerdem sind mittlerweile mehr Instrumente zu hören: Bisher waren es nur Gitarre (Tanja Pippi) und Schlagzeug (Angy). Jetzt schraubt Pippi zu Klavier, Glockenspiel und Kontrabass ihre Stimme bisweilen in verletzliche Höhen, während sie an anderer Stelle zu klirrenden Gitarren und treibendem Schlagzeugbeat jault und grölt, dass die junge Patti Smith vor Neid erbrechen würde. Vielleicht lassen sich diese Entwicklungen darauf zurückführen, dass die Jolly Goods zwischenzeitlich Rimbach in Richtung des unvermeidlichen Berlins verlassen haben. Möglicherweise spielen dabei aber auch Tocotronic-Songwriter Dirk von Lowtzow und der Berliner Liedermacher und Klangakrobat Hans Unstern eine Rolle, die „Walrus“ den akustischen Feinschliff verliehen haben.
Die engagierte Medienkonsumentin darf sich zugegebenermaßen fragen, ob es nun ein Wermutstropfen ist, dass „Walrus“ ausgerechnet von zwei Männern produziert wurde. Sie sollte vielleicht auch. Allein: Herb genug schmeckt diese vertonte Absage an die Gefälligkeitauch ohne Wermut. Please, Jolly Goods: Don’t Change Your Ways!
Text: Sonja Erken. Aus Missy 03/11.
JOLLY GOODS (Staatsakt / Rough Trade)
01.02. DRESDEN Scheune
02.02. HAMBURG Hafenklang
03.02. HANNOVER Café Glocksee
04.02. LUDWIGSHAFEN Das Haus
05.02. DARMSTADT Künstlerkeller
06.02. MÜNCHEN Orange House
07.02. ULM CAT
08.02. BASEL (CH) Hirscheneck
09.02. ST GALLEN (CH) Palace w/Evelinn Trouble
10.02. LUZERN (CH) Treibhaus (neu)
11.02. STUTTGART Pop Freaks @ Merlin
Und hier noch ein kleiner Trailer zum Tourstart:
Die Branche verzeichnete 2011 ein Wachstum von 10,1 Prozent - Weltweit tragen rund 20 Millionen Frauen Brustimplantate: Tendenz steigend
Achtung, Achtung, eure Mithilfe ist jetzt gefragt. Es war nur eine Frage der Zeit bis sich im schicken Hamburg-Ottensen die Gentrifizierung gegen das Frauenmusikzentrum (fm:z) richtet: der Vermieter will nun akut deren Räumlichkeiten verkaufen und kündigt dem fm:z!
Nachdem die Räume mit viel (öffentlichem) Geld und Nervenaufwand umgebaut worden sind, eine Katastophe für den Verein. Hinzu kommt, dass sich der Verein über die dort musikmachenden Frauen finanziert – und diese kommen nicht an jeden Ort der Stadt um Musik zu machen. Gerade die Lage in einem belebten Wohngebiet ist für viele Frauen und Mädchen nach wie vor wichtig, um sich auch abends sicher zu fühlen. Der Ottenser Hinterhof ist ein gewachsener Standort an dem das fm:z nun seit fast 30 Jahren wirkt.
Das Verkaufsexposé (siehe Anhang) klingt wie blanker Hohn: “Beste Zentrumslage in Ottensen mit Vermietungssicherheit und Zukunftspotential. Ottensen ist Magnet für kreative und unabhängige Menschen geworden – hier stoßen gewachsene Strukturen mit modernem Lifestyle zusammen.”
Unten findet ihr eine Mail von Maria und dem fm:z Team.
Venceremos!
Steph Klinkenborg (ehemalige Leiterin fmz) und die Missy Redaktion
—— Weitergeleitete Nachricht
Von: Frauenmusikzentrum <info@frauenmusikzentrum.de>
Organisation: FMZ e.V.
Datum: Wed, 25 Jan 2012 13:54:24 +0100
An: Frauenmusikzentrum <info@frauenmusikzentrum.de>
Betreff: Kündigung der Räume des FMZ – Eure Netzwerke sind jetzt gefragt!
Liebe Freunde und Freundinnen des FMZ,
am heutigen Tage wurde unser Mietverhältnis gekündigt. Zum 1. März 2013 müssen wir unsere Räumlichkeiten in der Großen Brunnenstraße 63a verlassen.
Nun liegt es in unserer Hand, was wir aus dieser Situation machen!
Unser Vermieter hat mehrere Flächen des Clausenhofes zum Verkauf angeboten. Augenscheinlich haben sich nun Kaufinteressenten gemeldet, die die Fläche des FMZ sowie die nebenan gelegenen Büroflächen zu einem Preis von 950.000€ kaufen möchten.
Der Verkauf wird in den nächsten Wochen über die Bühne gehen! Unsere dringliche Bitte an euch: Nutzt eure Netzwerke!!! Wer kennt InvestorInnen, die an einer solchen Fläche Interesse haben könnten? Gibt es vielleicht Möglichkeiten zum Zusammenschluss (InvestorInnengemeinschaft)? Alle Informationen zur Immobilie haben wir euch als pdf angehängt. Schickt sie an alle Menschen, die potenziell Interesse haben könnten.
Wir haben nicht viel Zeit! Alles was euch einfällt, schreibt uns direkt oder ruft an unter untenstehender Telefonnummer. Wenn dort niemand zu erreichen ist, bitte Maria Pallasch mobil unter 0174-93 25 788 anrufen!
Wir werden euch natürlich auf dem Laufenden halten!
Liebe Grüße,
Euer Team
Maria Pallasch, Anne Koenen, Anna Weiße
frauenmusikzentrum (fmz)
grosse brunnenstrasse 63 a
22763 hamburg-ottensen
fon: (0)40-39 27 31
info@frauenmusikzentrum.de
bürozeiten: di und mi von 11-15 uhr, do 17-21 uhr
Kinder haben ein Recht auf ihre Eltern, auch wenn diese getrennte Wege gehen. Was eigentlich selbstverständlich sein sollte, sieht in der Praxis oft düster aus: Da boykottieren Väter oder Mütter das Recht auf Umgang mit dem jeweils anderen Elternteil, da sollen Familiengerichte „zum Wohle des Kindes” entscheiden und greifen viel zu oft nicht ein, wenn ein Elternteil die Kinder als Druckmittel einsetzt.
In dem Ratgeber der Landesschau Rheinland-Pfalz wird Hendrik D. aus Mainz, Vater von drei Kindern, der seit Jahren vergeblich darum kämpft, sein gesetzliches Recht, die Kinder auch nach der Scheidung von seiner Frau sehen zu dürfen, durchzusetzen, vorgestellt.
Seine Exfrau boykottiert den Umgang und Hendrik D. ist machtlos. Vor Weihnachten hat sein Fall eine dramatische Wendung genommen, sein Sohn Frederic kam bei einem Autounfall ums Leben. Vom Tod seines einzigen Sohnes erfuhr er erst nach der Beerdigung, von einem Anwalt.
In Rheinland-Pfalz gibt es die “Cochemer Praxis“, die im Gerichtbezirk von Cochem angewendet wird. Grundlage des Modells ist es, die Eltern so zu schulen, dass sie sich als Eltern gemeinsam um die Kinder kümmern – selbst wenn sie als Paar getrennte Wege gehen. Umgangsboykott ist in Cochem nicht möglich.
der Querschnittsbereich Medialität und Intermedialität des Instituts für Asien- und Afrikawissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin möchte Sie herzlich zu einem Vortrag von Dr. Christiane Hartnack einladen.
Der Titel des Vortrages lautet:
“IM „DRITTEN RAUM“: LEBENSWELTEN INDISCHER ARBEITSMIGRANTEN UND
-MIGRANTINNEN IN DER GOLFREGION”.
Dr. CHRISTIANE HARTNACK ist Leiterin des Fachbereichs Interkulturelle Studien der Donau-Universität Krems und Lektorin am Institut für Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde der Universität Wien. Sie war u.a. Gastlektorin an der Jawaharlal Nehru University, New Delhi, der University of Iowa und dem Wellesley College sowie wiss. Assistentin am Psychologischen Institut der Freien Universität, Berlin.
In ihrem Vortrag wird Dr. Christiane Hartnack anhand von Fotos und Kurzbiografien Lebenswelten indischer Arbeitsmigranten und -migrantinnen in der Golfregion vorstellen.
Der Vortrag findet am Donnerstag, 02. Februar 2012, um 18:00 Uhr im Raum 217 (2.OG) des Instituts für Asien- und Afrikawissenschaften, Invalidenstr. 118 (Zugang zurzeit nur über Schlegelstr. 26), statt.
Wir würden uns über Ihr zahlreiches Erscheinen freuen.
Weitere Informationen finden Sie unter: [iaaw.hu-berlin.de] .
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Ausschreibung einer unbefristeten Stelle eines
Universitätsprofessors/einer Universitätsprofessorin für Frauen- und Geschlechterforschung
gemäß § 94 Abs. 2 Z 1 UG 2002 an der Johannes Kepler Universität Linz
Link: [www3.jku.at]
Mag.a Dr.in Waltraud Ernst
Universitätsassistentin
Johannes Kepler Universität Linz
Institut für Frauen- und Geschlechterforschung
Postadresse: Altenberger Str. 69
Institutsadresse: Aubrunner Weg 9
4040 Linz, Österreich
Tel.: +43 732 2468-3731
Fax: +43 732 2468-29203
waltraud.ernst@jku.at
[genderstudies.jku.at]
Anbei finden Sie die Ankuendingung und Program der Tagung “Gender and the Greek language”, die am 3. Februar an der Freien Universitaet Berlin (Institut fuer Graezistik und Latinistik) stattfinden wird.
Theodossia-Soula Pavlidou
Professor of Linguistics
Aristotle University of Thessaloniki
Department of Linguistics
School of Philology, Faculty of Philosophy
GR-54124 Thessaloniki, Greece
Currently: visiting professor at the Freie Universitaet Berlin
( [www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de] )
homepage: [www.lit.auth.gr]
other links: [ins.web.auth.gr]
[www.phil.auth.gr]
die Fachhochschule Erfurt schreibt eine für zunächst zwei Jahre befristete Projekleitungsstelle für das “Koordinierungsbüro Gleichstellung und Familie” aus. Die Bewerbungsfrist endet am 30. Januar 2012. Eine genauere Beschreibung der Stellenanforderungen finden Sie im Anhang. Bitte leiten Sie Ausschreibung auch über Ihre jeweiligen Verteiler weiter.
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Die Dokumentationen des Fachkongresses und der diesjährigen Netzwerktagung des Nationalen Pakts für Frauen in MINT-Berufen mit dem Thema "Die MINT-Karriere ist weiblich- Frauen in Führung" sind jetzt online verfügbar. Der Fachkongress fand am 13. Dezember 2011, die Netzwerktagung am 14. Dezember in Berlin statt.
Lilly McElroy ist Künstlerin und Fotografin. In den Bildern des Projekts “I Throw Myself At Men” schmeißt sie sich auf fremde Männer. Die Bilder stellen Fragen zu Geschlechterbildern, Beziehungen und sozialen Verbindungen.
Was hat Dich inspiriert, das Projekt zu starten?
Ich mache Kunst über das Verlangen, mit anderen Verbindungen einzugehen. Vorher habe ich schon Fremde ohne ihre Einwilligung umarmt und mich an Cowboys gedrückt. Dieses Projekt war eine natürliche Weiterentwicklung. Es schien mir wichtig zu sein, etwas über das Verlangen nach romantischen Verbindungen zu machen.
Wie haben die Männer reagiert, nachdem Du die Anzeigen geschaltet hast?
Ich bekam eine handvoll Antworten auf die Anzeigen und die Männer schienen wirklich interessiert, was ich da mache und warum. Trotzdem bin ich dann schnell übergangen, einfach Männer in Bars anzusprechen. Es war natürlicher und erlaubte es mir, schneller zu arbeiten.
Wie hast Du dann überhaupt Fotos gemacht, Du selbst bist ja in der Luft?
Ich habe mit mehreren anderen Fotograf_innen zusammengearbeitet. Wir haben die Szene vorbereitet und sie haben dann den Auslöser gedrückt.
Du wolltest ja Verbindungen formen, ist das passiert?
Ich hoffe doch! Ich hatte eine Menge kurzer und lustiger Momente mit Menschen und ich fand sie sehr positiv. Es hat sich nichts längerfristiges entwickelt, aber ich denke, das ist ok.
Gab es besondere Erlebnisse, besondere Fotos? Und hat Dich eigentlich jeder gefangen?
Ich liebe Foto #14 weil das Blitzlicht im Spiegel zu erkennen ist. Ich liebe es auch, weil der abgebildete Mann mir einige Tage später mailte, um mir zu sagen, dass er erst dachte, ich sei verrückt. Aber nachdem er die Bilder online gesehen hat, verstand er, was ich vorhatte. Einige Männer haben mich nicht gefangen, aber dann bin ich einfach von ihren Oberkörpern abgeprallt.
Was hast Du während des Projekts gelernt?
Menschen, meistens zumindest, geben viel und wollen sich einbringen, wenn Du auf sie zugehst.
An welchen Projekten arbeitest Du derzeit, was können wir noch von Dir erwarten?
Ich arbeite derzeit zu unserer großartigen Landschaft und wie sie eine Rolle spielt im Versprechen des Amerikanischen Traums. Ich bin gerade durch das Land gefahren und habe Bruce Springsteen’s “Dancing in the Dark” dazu gespielt.
Wären die Grenzen der EU offen, "würde es keine Invasion geben", glaubt die senegalesische Aktivistin Madjiguène Cissé
Bereits zum dritten mal wird der Bertha Benz-Preis für junge Wissenschaftlerinnen aus den Ingenieurwissenschaften ausgeschrieben. Jährlich zeichnet die Daimler und Benz Stiftung eine Ingenieurin aus, die eine herausragende Promotion zum Dr.-Ing. in Deutschland abgeschlossen hat. Der Stichtag für die Nominierungen ist der 15. März 2012.
Das ändert nichts an der Verfassungswidrigkeit der Neuregelung, kontert Rechtsanwalt Helmut Graupner. Nach der seit den 1950er Jahren bestehenden ständigen Rechtssprechung des VfGH darf ein Verdächtiger nicht zur Blutabnahme gezwungen werden, um sich selbst einer Straftat zu überführen. Ausnahmen bestehen bei bestimmten schweren Straftaten (Verbrechen mit einem Strafrahmen von über 5 Jahren, Sexualdelikten und Körperverletzung im Zuge der Ausübung einer gefährlichen Tätigkeit in berauschtem Zustand, also Verkehrsunfällen mit Personenschaden, wenn der Lenker/die Lenkerin alkoholisiert war). Überdies sei das neue Gesetz in keiner Weise geeignet, das zu erreichen, wofür es gemacht wurde, nämlich Polizist_innen (und anderen Berufsgruppen) nach Biss-, Kratz-, Spuck- oder Nadelstichattacken Unsicherheit über eine befürchtete Ansteckung, insbesondere mit HIV, zu nehmen.
Auch der Verfassungsrechtler Bernd Christian Funk hat verfassungrechtliche Bedenken gegen die Neuregelung. Ausnahmen aus dem Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit seien im Fall eines "starken öffentlichen Bedürfnisses" zwar zulässig, aber selbst wenn man die Angst der Polizisten vor HIV als solches sähe, ist es "absolut säumig, eine derart sensible Materie huschpfusch ohne Verfassungsmehrheit zu beschließen," erklärte er gegenüber dem "Standard". Im Gespräch mit dem ORF ergänzte Funk, dass die zwangsweise Blutabnahme auch medizinisch sinnvoll sein müsse, um verfassungskonform zu sein.
Genau diese medizinische Sinnhaftigkeit darf bezweifelt werden. Erstens wird HIV nicht durch Spucken oder Beißen übertragen und zweitens gibt ein HIV-Test beim Täter oder der Täterin (womöglich Wochen oder Monate nach der Tat, wenn die Person erst gefunden und vorgeführt werden muss) dem oder der Verletzten keine Informationen darüber, ob tatsächlich eine Ansteckung erfolgt ist. Ein HIV-Test bringt hingegen schon 2 Wochen nach einer möglichen Ansteckung Gewissheit.
Hermann Greylinger ist von diesen Einwänden unbeeindruckt. Die Polizeigewerkschaft habe seit Jahren um dieses Gesetz gekämpft, das es in Deutschland (allerdings unter anderen Rahmenbedingungen) schon längere Zeit gibt. Notfalls müsse es eben in den Verfassungsrang erhoben werden. Die Diskussion kann in der ORF TVThek nachgehört und -gelesen werden.
Links: http://tvthek.orf.at/programs/1225-ZIB-24/episodes/3497615-ZIB-24/3497635-Verpflichtender-Bluttest
http://tvthek.orf.at/programs/1225-ZIB-24/episodes/3497615-ZIB-24/3497637-Live-Studiogespraech
http://orf.defacto.at/3497615_3497637.html
http://orf.defacto.at/3497615_3497635.html
http://derstandard.at/1326503617691/Umstrittene-Neuerung-Zwang-zur-Blutabnahme-fuer-HIV-Verbreiter
http://www.rklambda.at
Intersex war Thema eines Beitrages der gestrigen (26.1.) „Studiozeit“ im Deutschlandfunk. Ingeborg Breuer hat für den Beitrag bei der Dresdner Tagung „Transgender und Intersex in Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft“ zahlreiche Interviews geführt – mit Ins A. Kromminga, Stefan Horlacher, Susanne Schröter, Hertha Richter-Appelt und Heinz-Jürgen Voß. Herausgekommen ist ein Beitrag, der der Heterogenität der Ansichten gerecht wird und weiter dazu beiträgt, Menschen in ihrer Individualität anzuerkennen.
Die Bundesregierung richtet einen Wettbewerb für Auszubildende und junge Berufstätige mit Begeisterung für Technik und Design aus. Gesucht sind kreative Azubi-Teams, die Autos für eine deutschlandweite Infotour zum Thema berufliche Aus- und Weiterbildung komplett umgestalten.
Konfrontation mit Schlager-Klischees, ein feministischer Buchladen für Wien, gleich vier Cellistinnen, Frauenporträts ohne Nachbearbeitung, Spurensuche zur Homosexuellenehe und Aug' in Aug' mit Mikl-Leitner
Ständige Überstunden erhöhen das Risiko für eine schwere Depression. Dies ergab eine Langzeitstudie mit mehr als 2000 Angestellten britischer Behörden, wie ein internationales Forscherteam im Fachmagazin “PLoS ONE” berichtet.
Bei Menschen mit drei bis vier Überstunden täglich war demnach die Wahrscheinlichkeit für eine schwere Depression deutlich höher als bei Angestellten ohne Mehrarbeit. In die Studie flossen Daten von 1626 Männern und 497 Frauen ein, im Mittel waren sie 47 Jahre alt. Die Studienteilnehmer wurden zwischen 3,8 und 7,2 Jahre begleitet und immer wieder untersucht und befragt, wie die Forscher um Marianna Virtanen vom University College London und dem Institut für Arbeitsmedizin in Helsinki berichten. 11 % arbeiteten im Schnitt elf Stunden und mehr am Tag.
Bei einer ersten Untersuchung wurde ausgeschlossen, dass die Angestellten bereits psychische Beschwerden hatten. Insgesamt entwickelten 3,1 % der 2123 Befragten (66 Menschen) eine schwere Depression. Bei den 1105 Menschen mit 7 bis 8 Arbeitsstunden waren es 38, bei den 227 Befragten mit 11 bis 12 Stunden 10 Betroffene.
Bei diesen Zahlen wurde anschließend der Einfluss anderer Faktoren herausgerechnet. Demnach war die Wahrscheinlichkeit für eine schwere Depression bei den Vielarbeitern doppelt so hoch wie bei Angestellten ohne Überstunden.
“Auch wenn gelegentliche Überstunden Vorteile für den Einzelnen und die Gesellschaft haben können, ist es doch wichtig zu betonen, dass übermäßige Arbeitsstunden auch mit einem höheren Risiko für schwere Depressionen einhergehen”, erklärte Virtanen in einer Mitteilung zur Studie.
Die Autoren schränken ein, dass sie keine “plausiblen Erklärungen” für das vermehrte Auftreten von Depressionen bei Überstunden aus den Ergebnissen ziehen können. Aus anderen Studien gebe es aber Hinweise, dass viel Zeit im Job zu Familienkonflikten, weniger Entspannung zwischen den Arbeitstagen und mehr Stresshormonen im Blut führen könne.
Ein Katalog und die Ausstellung "That's me - That's not me" der Sammlung Verbund präsentieren das Frühwerk von US-Künstlerin Cindy Sherman
Frauen sollen länger arbeiten, um die Pensionslücke zu schließen - dieStandard.at fragte nach, ob das klappen kann
"Eine Reportage bei einer großen Tageszeitung bringt heute selten mehr als 300 Euro. Dafür muss ein freier Journalist ungefähr eine Woche arbeiten. Eine Reisereportage bei Spiegel-Online bringt 180 Euro. Und darin ist das Honorar für die Bilder schon enthalten."Dem stellte Stieber die guten Geschäfte der Verlage entgegen: "Bei Springer stieg der operative Gewinn um 15,7 Prozent. Die ZEIT hatte eine Auflagensteigerung um 20 Prozent. Burda steigerte den Umsatz um 26 Prozent auf 2,17 Mrd. Euro."
Mittwoch vor einer Woche waren vor allem englisch-sprachige Webseiten schwarz. Hintergrund war das drohende Gesetz SOPA. Wie der Name “Stop Online Piracy Act” verhiess, sollte es Piraterie im Internet eindämmen – es war allerdings so schwammig geschrieben, dass es zur Abschaltung beliebiger Webseiten ohne Gerichtsverfahren geführt hätte. Nach dem massiven Protest schwand aber die Unterstützung im US-Repräsentatenhaus und das Gesetz wird erst einmal überarbeitet. (Schmankerl am Rande: Der Autor des Gesetzes, Lamar Smith, hatte auf seiner Webseite selbst Bilder ohne Genehmigung verwendet.)
Damit allerdings ist das Thema „unliebsame Webseiten einfach abschalten“ noch lange nicht vom Tisch. Denn nun steht das internationale Handelsabkommen ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement) vor der Tür, wie das Kotzende Einhorn erinnert. Auch ACTA soll verhindern, dass im Internet das Urheberrecht verletzt wird – dies sollen bereits die Internetanbieter_innen machen, die dafür kontrollieren müssten, was ihre Kund_innen im Internet eigentlich machen. Nicht nur würde so massiv die Privatsphäre verletzt, auch die eigenmächtige Kappung von Internetzugängen durch die Provider steht im Raum: Sie würden zu privater Polizei und Richter_innen in einem. So hätte die Kontroverse um den Privilege Denying Dude auch mit der Sperrung des Internetzugangs für die Verantwortliche enden können, statt „nur“ mit einer Abmahnung.
Say no to ACTA von QuadratureDuNet
Darüber hinaus bezieht ACTA „Piraterie“ auch auf materielle Güter wie Medikamente und Getreidesamen, die unter Patentschutz stehen, sowie gefälschte Waren, die vom Zoll beschlagnahmt und vernichtet werden können. Was bedeutet das? Aufgrund einer Klage von Apple darf Samsungs Tablet-PC Galaxy derzeit nicht in Europa verkauft werden. Es ist aber weiter möglich, den Tablet-PC im außereuropäischen Ausland zu kaufen und dann nach Europa einzuführen. Mit ACTA wäre dies illegal, lediglich wer „weniger als drei Stück“ kauft, fiele unter Verbraucherschutz. Sammelbestellungen wären in Zukunft unmöglich.
Ein weiterer großer Kritikpunkt sind die Geheimverhandlungen hinter ACTA. Denn obwohl es Menschen in 39 Ländern betrifft und von ihren Regierungen unterzeichnet werden muss, ist der ganze Prozess weitestgehend hinter verschlossenen Türen erfolgt. Außerdem soll mit dem „ACTA Ausschuss“ ein Gremium zur Überwachung geschaffen werden, das weder demokratisch gewählt wird, noch zu transparentem und überprüfbaren Arbeiten verpflichtet wird.
Heute nun hat eine EU-Delegation das Abkommen unterzeichnet, das Parlament muss allerdings noch nachziehen. Um dies zu verhindern ruft die „Digitale Gesellschaft“ dazu auf, seine Abgeordneten im Europaparlament zu kontaktieren und sie zu bitten, sich gegen ACTA einzusetzen. Für weitere Informationen zu ACTA gibt es eine Infobroschüre, die mittlerweile auch auf Deutsch vorliegt.
Das Thema der gleichgeschlechtlichen Ehe ist seit geraumer Zeit vieldiskutierter Gegenstand in Politik, Staat und Gesellschaft - in (West-)Europa und darüber hinaus. Heike Raab wird sich in ihrem Vortrag mit diesen Debatten und den Debatten um Lebensformen insgesamt beschäftigen.
Heteronormativität, Ehe, Staat - Vortrag und Diskussion mit Heike Raab
Wann: Mittwoch, 1. Februar 2012, 19:30
Wo: AEP Frauenbilbiothek, Müllerstraße 26, 6020 Innsbruck
Ausgangspunkt des Vortrags ist die Untersuchung Heike Raabs zur Entstehung des Lebenspartnerschaftsgesetzes (umgangsprachlich: Homo-Ehe) in Deutschland. Sie wird dabei drei Spuren verfolgen: Einmal stehen Staatlichkeit und staatsbezogene Gleichstellungspolitiken auf dem Prüfstand. Dann will sie das Spannungsfeld zwischen feministischen Ehe- und Familienkritiken und der Forderung nach der Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ausloten. Zuletzt werden gegenwärtige Transformationen von Lebensweisen und deren zunehmende rechtliche Institutionalisierungen mit Blick auf aktuelle neoliberal motivierte Vergesellschaftungsformen reflektiert.
Zentraler Bezugspunkt dieser Spuren- und Fährtensuche ist Gramscis Diktum, dass jeder jeweils historisch konkreten Gesellschaftsformation eine jeweils historisch konkrete Lebensform entspricht. In diesem Sinne soll der Erfolg in der rechtlichen Umsetzung der Homo-Ehe in einen allgemeinen gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang gestellt und gegenwärtige politische Praktiken der Homo-Emanzipationsbewegungen
kritisch diskutiert werden.
Heike Raab, Dr. phil., hat Politik, Soziologie, Geschichte und Erziehungswissenschaft in Giessen und Frankfurt (BRD) studiert. Promotion an der Universität Wien im Bereich Queer Studies. Sie forscht und lehrt derzeit an der Universität Innsbruck zu feministischen und queeren Disability Studies. Lehrbeauftragte an verschiedenen Universitäten zu Themen der Gender-, Queer- und Disability Studies.
Der aep - Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft - ist einer der ältesten noch existierenden Frauenvereine Österreichs. Entstanden aus einem losen Zusammenschluss von Frauen die sich für die Abschaffung des § 144 StGB einsetzten, betreibt der Arbeitskreis in Innsbruck seit den 1970er Jahren eine Beratungsstelle für Frauen und eine Fachbibliothek und gibt eine eigene Zeitschrift heraus.
Link: http://www.aep.at
Die sechs ÖVP-Teilorganisationen stellen Modell zum früheren Pensionsantritt von Frauen vor und wollen so "Einkommenslücken in der Pension schließen"
Die Kaffeehauskette Starbucks erklärte, das Eintreten für die Öffnung der Ehe sei im Einklang mit der langjährigen Firmenpolitik, in der Gleichbehandlung, Divesität und Respekt zentrale Werte darstellen. Nun hat auch Google erklärt, die beiden Gesetzesinitiative für den gleichberechtigten Zugang zur Ehe in Washington zu unterstützten.
Probleme haben damit nicht ganz unerwartet jene, die seit Jahren gegen die Gleichstellung von Schwulen und Lesben kämpfen. So reagierte NOM-Blogger Thomas Peters auf die Meldung, dass Starbucks die Öffnung der Ehe in Washington unterstützt, mit der Erklärung, er werde ab sofort nicht mehr bei Starbucks Kaffee trinken. Wenn er dabei konsequent bleiben will, muss er in Zukunft auch auf alle Produkte von Microsoft, Google und cirka hundert weiteren bekannten und weniger bekannten Unternehmen verzichten.
Links: http://www.king5.com/home/Starbucks-Google-the-lastest-companies-to-back-gay-marriage-in-Washington-138062368.html
http://www.huffingtonpost.com/2012/01/21/microsoft-gay-marriage_n_1220800.html
[blogs.technet.com]
http://www.globalpost.com/dispatch/news/regions/americas/united-states/120125/microsoft-starbucks-support-gay-marriage-washing
http://gizmodo.com/5877943/microsoft-calls-for-washington-to-legalize-gay-marriage
http://www.buzzfeed.com/mjs538/microsoft-endorses-gay-marriage
http://www.autostraddle.com/mayors-microsoft-allies-for-gay-marriage-carry-the-day-128928/
http://www.huffingtonpost.com/2012/01/25/starbucks-same-sex-marriage-washington-_n_1231047.html
http://www.thefrisky.com/2012-01-25/starbucks-speaks-out-in-support-of-gay-marriage/
http://twitter.com/AmericanPapist?_twitter_noscript=1
http://joemygod.blogspot.com/2012/01/noms-blogger-quits-starbucks.html
http://www.king5.com/home/related/Washington-United-for-Marriage-Business-Coalition-138062488.html (Die Liste der derzeit rund 100 Unternehmen, die die Öffnung der Ehe im Bundesstaat Washington unterstützen.)
Südwind stellte Bericht "Made in Marokko" vor - Dort wird nicht nur für Mango oder Zara produziert, auch Arbeitsbekleidung, die europäische Städte einkaufen, werden dort hergestellt
Diesen Freitag, am 27. Jänner 2012, jährt sich zum 67. Mal die Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau. Dieser Tag wurde von der UNO zum internationalen Holocaust-Gedenktag erklärt. Aus diesem Anlass findet von 10 bis 12 Uhr am Wiener Heldenplatz eine Gedenkkundgebung statt, zu der auch die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien mit aufruft.
Gedenkkundgebung zum internationalen Holocoust-Gedenktag
Wann: Freitag, 27. Jänner 2012, 10 bis 12 Uhr
Wo: Heldenplatz, 1010 Wien
An Holocoust-Gednektag soll der unzähligen Opfern der Nazi-Herrschaft gedacht werden. Unter den millionenfach Ermordeten befanden sich auch tausende Homosexuelle. "Dass viele wegen ihrer sexuellen Orientierung umgebracht wurden, wird leider immer wieder vergessen. Auf sie wollen wir aufmerksam machen," erklärt Moritz Yvon, Jugendreferent der HOSI Wien. "Aber es geht grundsätzlich um Solidarität mit allen Opfern der Nazis, seien es Juden, Roma und Sinti, politisch Andersdenkende oder andere. Alle wurden letztendlich aus Intoleranz und Menschenverachtung ermordet. Dagegen wollen wir gemeinsam ein Zeichen setzen."
Zur Gedenkkundgebung rufen auch zahlreiche zivilgesellschaftliche, politische und religiöse Organisationen im Rahmen der Initiative "jetztzeichensetzen" auf, wie etwa das Mauthausen Komitee Österreich, der KZ-Verband, der ÖGB, oder die Israelitische Kultusgemeinde.
Links: http://www.jetztzeichensetzen.at
http://www.hosiwien.at
In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:
transglobal pan party
Auch auf Facebook
Wie heißt du?
Ela.
Seit wann bloggst du?
Oktober 2010.

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com
Warum hast du damit angefangen?
Angefangen, meine Rezepte zu sammeln und aufzuschreiben habe ich, als die Freundin eines guten Freundes schwanger geworden ist und ich den beiden ein Kochbuch geschrieben habe, weil beide nicht wirklich kochen konnten. Dieses Dokument wurde über Jahre hinweg erweitert und irgendwann war der Schritt, das ganze zu veröffentlichen, naheliegend. Seither versuche ich, so oft wie möglich neue Rezepte zu posten, die ich online oder in Kochbüchern gefunden habe, die mir FreundInnen/Bekannte/ProfiköchInnen verraten haben oder die ich mir selbst ausgedacht habe. Das Bloggen macht natürlich dank dem Feedback meiner lieben LeserInnen irrsinnig viel Spaß – und da ich sowieso fast täglich und mit absoluter Leidenschaft koche, ist es keine Belastung sondern eine große Freude. Darüber hinaus auch oft eine Inspiration, immer und immer wieder neue Dinge auszuprobieren und zu posten!
Worüber schreibst du?
Über das, was ich koche. Und warum ich es koche, mit wem…
Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Ohne Internet hätte ich die meisten meiner allerbesten Freunde und unglaublich viele liebe Bekannte vielleicht nicht kennengelernt.
Wovon braucht das Internet mehr:
User mit Verantwortungsbewusstsein.
Frauen* im Web haben…
auch nicht mehr oder weniger, als Frauen in der Realität haben, das Internet bietet nur andere Möglichkeiten, sich auszudrücken.
Deine tägliche Web-Lektüre:
www.zeit.de, www.facebook.com, www.gmail.com, Blogger-Dashboard, diverse Kochblogs und Foren: whatkatieate.blogspot.com, mics-cookmania.blogspot.com, kochfieber.blogspot.com, restaurant-am-ende-des-universums.blogspot.com, kochfrosch.blogspot.com.
Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.
Mit dem Informations- und Wissensportal career-women.org bietet der Verein Career-Women in Motion karrierebewussten Frauen vielfältige Information zu den Themen Ausbildung, Studium, Coaching, Frauenquote und flexible Arbeitszeiten. Gleichzeitig haben Unternehmen, Politik, Wissenschaft und Hochschulen auf der Website die Möglichkeit, sich mit aktuellen Informationen, Hintergründen, Meinungen und Trends zu versorgen. Mit dem Beitritt zu „Komm, mach MINT.“ wurde jetzt das Special „MINT-Career-Guide“ aufgelegt, in dem sich interessierte Frauen zu neuen Technologien und Studiengängen sowie über MINT-affine Veranstaltungen informieren können. Für Unternehmen sind die vorgestellten Best-Practice Beispiele interessant, die Möglichkeiten und Wege aufzeigen, um MINT-Frauen zu gewinnen und nachhaltig an den eigenen Betrieb zu binden. „Mit dem MINT-Career-Guide möchten wir Frauen gezielt über Karrieremöglichkeiten im MINT-Bereich informieren und Unternehmen, die sich bisher nicht mit dem Thema befasst haben, von den Vorteilen, die spezielle Maßnahmen zur Förderung von MINT-Frauen bringen, überzeugen“, fasst Karin Bäck, Vorsitzende und Chefredakteurin von Career-Women in Motion die Ziele dieses Specials zusammen.
„Intersexualität ist keine Krankheit. … Wir alle, die wir in dieser Gesellschaft leben, müssen uns einfach daran gewöhnen, dass es die anderen gibt. Die, die nicht Mann sind und nicht Frau. Die entweder beides sind oder keins von beiden. Die haben eine eigene Geschlechtlichkeit. … Man muss schlicht sagen: die Natur ist so.“ (ARD Nachtmagazin 19.1.2012; vgl. auch Bericht bei boell.de)
UDPATE: Die Ethikrat-Stellungnahme wird am 23.2.12 in Berlin vorgestellt
Bild: Friedliche Mahnwache +
Offener Brief Kinderklinik "Charité", Berlin 11.11.2011
Pressemitteilung von Zwischengeschlecht.org vom 26.01.2012:
Schwere Zeiten für westliche Genitalverstümmler: Heute verabschiedet der
Deutsche
Ethikrat seine mit Spannung erwartete "Stellungnahme zum Thema
'Intersexualität'". Gleichzeitig erhielt in der Schweiz die Nationale
Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin (NEK-CEN) vom Bundesrat
unlängst ebenfalls den Auftrag zu einer Stellungnahme und startete dazu bereits
erste Anhörungen mit Betroffenen und Eltern, im Gegensatz zu Deutschland
allerdings hinter verschlossenen Türen.
Ende gut, alles gut?
In beiden Fällen benötigte es zunächst ein gerütteltes Maß an öffentlichem und politischem Druck durch Betroffenenorganisationen, bevor die beiden Regierungen schließlich einlenkten. Und die jeweiligen nationalen Ethikgremien, die zuvor über Jahre aus eigenem Antrieb keinerlei Handlungsbedarf erkennen wollten, zu Stellungnahmen beauftragten:
In Deutschland brauchte es nach 15 Jahren vergeblichen parlamentarischen Vorstößen im Bundestag erst den Umweg über die UNO, bis die Bundesregierung keine andere Wahl mehr hatte als endlich zuzugeben, dass genitale Zwangsoperationen an Zwitterkindern eben doch nicht so unproblematisch sind wie zuvor stets behauptet. Auch beim Deutschen Ethikrat direkt waren Betroffenenorganisationen zunächst über Jahre stets aufs Neue vergeblich vorstellig geworden.
In der Schweiz ging es nicht zuletzt dank von Anfang an breit abgestützten
politischen Vorstößen wesentlich schneller, doch ohne langjährige Proteste von
Betroffenen wäre es ebenfalls nie soweit gekommen. Noch 2010 hatte der
Präsident der Zentralen Ethikkommission (ZEK) der Schweizerischen Akademie der
medizinischen Wissenschaften (SAMW) öffentlich verkündet, aus Sicht der ZEK
würde die Problematik kosmetischer Genitaloperationen an Kindern "nicht
als so brennend und mit großem Handlungsbedarf behaftet
gesehen".
Kinderkliniken verstümmeln ungerührt weiter - Politiker schauen
weg
Auch in Deutschland propagieren Mediziner-Standesorganisation in allen einschlägigen AWMF-Leitlinien kosmetische Genitaloperationen an Kleinkindern unbeirrbar weiter; sämtliche einschlägigen AWMF-Leitlinien stehen seit Jahrzehnten unverändert auf der niedrigsten Evidenzstufe S1 (z.B. Leitlinien 027/047 "Adrenogenitales Syndrom", 006/026 "Hypospadie", 027/022 "Störungen der Geschlechtsentwicklung"). Bei Überarbeitungen werden Betroffenenorganisationen wenn überhaupt, dann weiterhin erst ganz am Schluss und lediglich alibimäßig konsultiert.
Parallel rüsten viele Kinderklinken, in denen medizinisch nicht notwendige,
kosmetische Genitaloperationen an der Tagesordnung sind, massiv auf.
Prominentes Beispiel ist die Etablierung eines neuen "überregionalen
Zentrums für Kinderurologie und plastisch rekonstruktive Urologie" der
Berliner "Charité-Universitätsmedizin", in der die Amputation "übergrosser
Kitzler bei jungen Mädchen" seit mindestens 1831 traurige Tradition
darstellt (vgl. Hulverscheidt, Weibliche Genitalverstümmelung, S. 113). Während
gleichzeitig der Berliner Senat die regelmäßigen Verstümmelungen in Berliner
Kinderkliniken unverändert rundheraus leugnet (Drucks.
16/144436).
06.02.2012:
8. Internationaler Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung - wiederum
unter Ausblendung der Genitalverstümmelungen in westlichen
Kinderkliniken?
Seit bald 20 Jahren prangern Überlebende kosmetischer Genitaloperationen im Kindesalter diese öffentlich an als "immens destruktiv für die sexuelle Empfindsamkeit und das Gefühl für körperliche Unversehrtheit" (Cheryl Chase, Sciences, July/August 1993), als "westliche Form von Genitalverstümmelung", "medizinisches Verbrechen" und "fundamentale Menschenrechtsverletzung" – Anklagen, die seit Jahren auch von namhaften internationalen ExpertInnen und Menschenrechtsorganisationen gestützt werden, vgl. u.a. Hulverscheidt 2000, Lightfoot-Klein 2003, Terre des Femmes Deutschland 2004, Asefaw 2005, Terre des Femmes Schweiz 2009, Amnesty International Schweiz 2010, Amnesty International Deutschland 2010.
Die Antwort der verantwortlichen Behandler darauf bis heute:
Ablenkungsmanöver, Ausreden, Spott und Hohn – sicher im Wissen, dass sie wegen
der Verjährungsfrist juristisch nicht oder kaum je belangt werden können.
Wie lange noch?
Die Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org fordert ein Verbot von
kosmetischen Genitaloperationen an Kindern und Jugendlichen sowie
"Menschenrechte auch für Zwitter!".
Betroffene sollen später selber darüber entscheiden, ob sie
Operationen wollen oder nicht, und wenn ja, welche.
Freundliche Grüße
n e l l a
Daniela Truffer
Gründungsmitglied Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org
Mobile +41 (0) 76 398 06 50
presse_at_zwischengeschlecht.info
http://zwischengeschlecht.org
Regelmäßige Updates: http://zwischengeschlecht.info
>>> Anhörung
"Deutscher Ethikrat"
>>> Anhörung
"Nationale Ethikkomission im Bereich der Humanmedizin"
>>>
06.02.2012: "Null Toleranz für Intersex
Genitalverstümmelung!"
In der Fake-Zeitung "Über:morgen" toben sich Medienaktivistinnen mit Lust an der Selbstbehauptungs- und Schmäh-Freiheit aus
„Auf der Internationalen Konferenz „Transgender und Intersex in Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft“ kamen erstmals im deutschen Sprachraum verschiedenste Disziplinen und Akteur_innen zu den Themen Transgender und Intersex zusammen. Inhaltlich wurde deutlich: Vor allem im menschenrechtlichen und ethischen Bereich wurden in den letzten zwei Jahren große Fortschritte in Richtung Antidiskriminierung und Selbstbestimmung für Trans* und Inter*Menschen erzielt. Allerdings sollte nun vor allem die Medizin dringend ihren Anspruch auf vermeintlich eindeutige Geschlechtsklassifikation überdenken und geschlechtsverändernde Maßnahmen im Kindesalter mit dem Ziel einer „eindeutigen Geschlechtszuweisung“ dringend einstellen. In jedem Falle sollten die Bedürfnisse von Trans* und Inter*Menschen im Mittelpunkt stehen und eventuell gewünschte Behandlungen von den Betroffenen nach dem Prinzip des informed consent selbst gewählt werden. Im Austausch der Disziplinen und ihrer Forschungsmethoden wurde auch ersichtlich, dass Transgender und Intersex vom Forschungsobjekt zum Subjekt und zu selbst Forschenden werden wollen sowie „Expert_innen in eigener Sache“ sind. Dafür hält die partizipativ orientierte, sogenannte „betroffenenkontrollierte“ Forschung vielversprechende Ansätze bereit.“ weiter hier, bei boell.de
Gentechnik - Cartoon von Wolfgang Horsch
Aussagen von Wissenschaftlern belegen, dass 95% der Forscher im Bereich Gentechnik von der Industrie bezahlt werden. Nur 5% der Forscher sind unabhängig.
Zwei Beispiele erschrecken: Zwei führende Molekularbiologen in Schottland und Kalifornien veröffentlichten kritische Ergebnisse ihrer Forschung zu gentechnisch veränderter Nahrung. Sie verloren unmittelbar ihre Arbeit und wurden darüber hinaus persönlich durch Streichung der Forschungsmittel und Zerstörung ihres wissenschaftlichen Rufs ruiniert.
.
Fall 1: Im Frühjahr 2001 macht die renommierte us-amerikanische Fachzeitschrift NATURE etwas, das es zuvor noch nie getan hat. Zum ersten Mal in ihrer 137-jährigen Geschichte zieht das weltweit wichtigste Wissenschaftsmagazin einen Artikel zurück. Das ist merkwürdig und sehr besorgniserregend, denn: Ein Wissenschaftler wird angegriffen, weil er seine Arbeit getan hat.
Der renommierte Biologe Dr. Ignacio Chapela hat diesen Artikel einige Monate zuvor bei NATURE eingereicht. Er berichtet über die Vermischung von einheimischem mexikanischen Mais mit gentechnisch veränderten Sorten. In Mexiko sind jedoch gentechnisch angebaute Produkte strikt verboten.
Die druckfrische Ausgabe der Zeitschrift ist noch nicht fertig verteilt, als bereits eine Flut von – wie sich später herausstellt – durch den AgroChemiemulti Monsanto gesteuerten E-mails die Redaktion von NATURE überschüttet. Die Untersuchungen des Wissenschaftlers, seine wissenschaftliche Kompetenz und seine persönliche Integrität werden von Grund auf in Frage gestellt.
Warum hat ein scheinbar so gewöhnlicher Artikel einen solchen Aufruhr verursacht?
Oaxaca, wo der gentechnisch veränderte Mais gefunden wurde, ist nicht irgendein Winkel dieser Erde. Hier ist das genetische Reservoir der Urmais-Sorten für die ganze Welt; von hier aus hat der Mais vor 5.000 Jahren seinen Siegeszug als heute zweit-wichtigste Kulturpflanze der Erde angetreten. Chapelas Entdeckung war daher höchst alarmierend und trifft eine Achilles-Ferse der Gentechnik-Betreiber: die Frage der Koexistenz.
Es handelt sich hier um den Schwur der Gentechnik-Konzerne, dass natürliche Pflanzen völlig unbeeinträchtigt neben gentechnisch veränderten Pflanzen wachsen würden. Chapela hatte den Beweis erbracht, dass diese Behauptung nicht haltbar ist – und musste diskreditiert werden.
Fall 2: Im August 1998 gibt der führende Wissenschaftler für Nahrungsmittelforschung, Dr. Árpád Pusztai, im britischen Fernsehen ein kurzes Interview. Er erklärt,
dass er zwar an den segensreichen Nutzen der Gentechnik bei Nahrungsmitteln glaube, aber vor der Zulassung unbedingt Langzeittests durchgeführt werden müssten.
Nach dem bisherigen Wissensstand würde er keine genveränderten Nahrungsmittel essen.
Seine Gründe für diese Äußerungen sind einfach. Er hat Testreihen durchgeführt, in denen Ratten mit einer gentechnisch veränderten Kartoffel gefüttert wurden. Sie erlitten gravierende Organkrankheiten, Entzündungen, Immunschäden und retardiertes Organwachstum.
Innerhalb weniger Stunden ist Pusztai im heftigsten politischen Kreuzfeuer. Man berichtet von einer Intervention durch den damaligen britischen Premierminister Tony Blair.
Pusztai wird verboten, sich weiter zu seinen Forschungen zu äußern. Seine Unterlagen werden konfisziert, der Zugang zu seinen Labors versperrt. Wenig später erhält er die Kündigung und wird aus dem nationalen Wissenschaftsgremium, der Royal Society, ausgeschlossen. Druck von höchsten politischen Instanzen erwirkt innerhalb weniger Tage Árpád Pusztais persönlichen und beruflichen Ruin.
Doch Árpád und Ignacio nehmen dies nicht klaglos hin.
Beide Wissenschaftler stellen bei ihren öffentlichen Auftritten immer wieder heraus, dass es nicht so sehr um ihr persönliches Drama geht, sondern um die Freiheit der Forschung. Wenn multinationale Konzerne Wissenschaftler von Forschungen und Veröffentlichungen abhalten können, wer bleibt dann übrig, um den Konsumenten die Wahrheit zu sagen?
Quelle: Die gekaufte Wahrheit
*
DVD Gekaufte Wahrheit – Gentechnik im Magnetfeld des Geldes
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Diese Diskrepanz war offenbar schon im dienstrechtlichen Disziplinarverfahren zur Sprache gekommen, aber der ermittelnde Beamte meinte, im erigierten Zustand sähen beschnittene und unbeschnittene Penisse sehr ähnlich aus, der Irrtum der Zeugin sei also nachvollziehbar. Die Einholung einer Expertenmeinung hielt er für unnötig. Dies wird nun wohl nachgeholt werden, wenn es zu einem Gerichtsverfahren kommt. Die New Yorker Polizeibehörde wollte noch keinen Kommentar dazu abgeben, sondern wartet zunächst auf die Zustellung der Klagsschrift.
Der entlassene Polizist führt allerdings noch einen zweiten Grund an, warum die Beschwerde der Frau seiner Meinung nach unglaubwürdig ist: Es sei einfach unwahrscheinlich, dass ein solcher Vorfall in einer vollbesetzten Polizeistation, in der es überall Überwachungskameras gibt, unbeobachtet geblieben sei.
Links: http://www.nydailynews.com/new-york/job-back-circumcision-proves-didn-t-flash-woman-owen-hopper-accuser-uncircumcised-article-1.1011278?localLinksEnabled=false
http://www.huffingtonpost.com/2012/01/25/nypd-officer-owen-hopper-_n_1230945.html
[www.nypost.com]
[joemygod.blogspot.com] (engagierte Diskussionen darüber, wie leicht oder schwer man beschnittene und unbeschnittene Penisse unterscheiden kann)
Die Grünen in Wien fordern eine Totalreform des Kinderbetreuungsgeldes: Künftig soll es nur ein Modell statt wie bisher fünf geben. Und auch ein “Papamonat” für alle Väter ist im grünen Modell vorgesehen – und nicht wie bisher nur für die Väter unter den Beamten.
Dass es derzeit fünf verschiedene Modelle für das Kinderbetreuungsgeld gibt, ist in den Augen der Grünen ein Wildwuchs, der für den Staat teuer, für die Eltern aber trotzdem völlig undurchschaubar und für Alleinerzieherinnen ungerecht ist, der vor allem die Mütter zu lange vom Beruf fernhält, die Väterbeteiligung nur langsam erhöht und die gewünschten Effekte von mehr Geburten und einer höheren Frauenbeschäftigung nicht bringt. Kurzum, so die Grüne Frauensprecherin Judith Schwentner: “Es muss ganz grundlegend umgebaut werden, durchaus radikal.”
Und dieser radikale Umbau sieht für die Grünen so aus: Es soll künftig nur mehr ein Modell für ein Kinderbetreuungsgeld geben, das einkommensabhängig sein soll. Es soll 80 Prozent des letzten Netto-Einkommens ausmachen, mindestens aber 1.000 Euro und maximal 2.000 Euro. Dieses Geld soll ein Paar maximal 14 Monate in Anspruch nehmen können, wobei ein Elternteil maximal zehn Monate zu Hause bleiben können soll, das heißt mindestens vier Monate müsste der Partner übernehmen. Dadurch soll die Familienarbeit partnerschaftlicher aufgeteilt werden, sagen die Grünen. Sind die Eltern teilzeitbeschäftigt, sollen sie den Bezug des Kindergeldes auf 18 Monate ausdehnen können.
Alleinerzieherinnen sollen auch die volle Zeit ausschöpfen können. Als Partner sollen sie “soziale Eltern” einsetzen können, das wäre zum Beispiel der neue Partner oder Großeltern, mit denen sie dann gemeinsam das Kinderbetreuungsgeld in voller Dauer beziehen könnten. Um die Väterbeteiligung zusätzlich zu steigern, sieht das grüne Modell auch einen “automatisierten” Papa-Monat vor. Das heißt, alle Väter sollten nach der Geburt des Kindes vier Wochen lang bei vollen Bezügen zu Hause bleiben können.
In Computerspielen ist der Standardcharakter meist … standard. Weiß, männlich, durchtrainiert. Aber genau wie Gamerinnen die Nase voll haben von leicht bekleideten Busenwundern, sind auch Computerspieler langsam angenervt vom 08/15-Helden. The Mary Sue über Vorlieben bei der Wahl von Spielcharakteren.
Nach Korruptions- und Manipulationsskandalen ist die südkoreanische Parteienlandschaft in Bewegung geraten, berichtet Bikya Masr. Gleich drei Parteien werden nun von Frauen geführt, die zusammen 262 der 299 Sitze der Nationalversammlung kontrollieren. Trotz enormer Fortschritte in den letzten Jahren ist der Anteil von Politikerinnen in Süd-Korea noch relativ niedrig.
Zehn Autoren, die mal so richtig gegen das Literaturestablishment rebelliert hätten, stellte neulich Flavorwire vor. Ob man wen vergessen habe, fragte man immerhin auch. Hatte man: Keine einzige Autorin erschien in der Liste! Aufgrund der Kritik zog die Seite dann nach und stellte zehn „Bad Girls“ der Literaturgeschichte vor.
Nichts wirklich Neues bei Disney: Jungs sind clever, Mädchen werden nach ihrem Aussehen beurteilt, zumindest wenn es nach einer neuen T-Shirt-Kollektion geht. Goofy, Micky und Donald werden nach ihrem Charakter dargestellt, Minnie ist einfach nur “hot”, so Shine.
Sexuelle Belästigung ist, trotz Gesetzen, in Indien weiter ein großes Problem. Care2 berichtet von einem Vater, dessen Sohn erstochen wurde, als er Frauen schützen wollte. Er appelliert an die Regierung, endlich entschlossen gegen Belästigung vorzugehen.
Wahrscheinlich klettern die meisten von uns nicht unbedingt voller Vorfreude auf den gynäkologischen Stuhl. Aber für Frauen, die eine Vergewaltigung erlebt haben, sind diese Untersuchungen nicht selten einfach nur der blanke Horror. Bei Jezebel gibt es einen Erfahrungsbericht über die nötigen Vorbereitungen, damit die Untersuchung dennoch so erträglich wie möglich verläuft.
Der Jahresreader 2011 vom Feministischen Institut in Hamburg ist da.
Warum der Gebrauch des vermeintlich cool-subversiven Begriffs “tranny” problematisch ist, ist nachzulesen bei funkyfest.
Sex and the City-Star Cynthia Nixon hat für Kontroversen gesorgt, als sie in einem Interview verkündete, ihre eigene Homosexualität sei frei gewählt.
Die Historikerin Yasemin Shooman hat für die Deutsche Islamkonferenz die Stereotypisierung muslimischer Frauen in öffentlichen Diskursen untersucht.
2012 geht der Marburger Kamerapreis an die Französin Agnès Godard. Godard wurde für ihre exzellente Arbeit in den vergangenen 20 Jahren sowie für ihren Einfluss und ihren Beitrag zum europäischen Kino ausgewählt. Am 2. März wird der Preis im Rahmen der 14. Marburger Kameragespräche verliehen. Die Vorreihe zu den Kameragesprächen beginnt am 8. Februar mit der Vorführung von Zusammen ist man weniger allein (Ensemble, c’est tout) im Marburger Filmkunsttheater.
Allerhand wissenswertes über die explizit antifeministische, gerne mal am äußeren rechten Rand entlanglavierende Männerrechtsbewegung und ihre Aktivitäten hat das Gunda Werner Institut der Heinrich Böll Stiftung in einer umfangreichen Studie zusammen getragen. Die komplette Publikation ist als pdf gratis herunterzuladen. Auch der österreichische derstandard berichtet und zitiert einen beteiligten Wissenschaftler: “Es geht den Akteuren – und das sind nicht nur Männer – um die Stärkung oder zumindest den Erhalt männlicher Vorrechte und das Zurückdrängen feministischer Argumentationen bzw. Institutionen. Dies gipfelt teilweise in Vernichtungsphantasien gegen den Feminismus und auch gegen einzelne feministische Personen.”
Und noch ein paar Termine:
Heute Abend um 20:15 läuft auf arte der tolle “Persepolis”, die Verfilmung der gleichnamigen Graphic Novel von Marjane Satrapi.
Die erst kürzlich von uns vorgestellte Sängerin und Gitarristin Adwoa Hackman spielt am 29. Januar mit ihrer Band in Berlin im B-Flat.
Die ARGE Dicke Weiber organisiert am 28. und 29. Januar 2012 einen Schnupper-Workshop für zeitgenössischen Tanz in Wien. Alle dicken Frauen sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen!
„Feministische Philosophie“ – Was ist das? Findet es raus beim Workshop und Podium „Feministische Philosophie?!“ am Montag, der 20. Februar 2012 von 10h bis 20.30h an der HU Berlin.
„Die Extremisten der NSU“ oder wie eine Gesellschaft ihre Probleme abschiebt
Die Morde des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ sind seit Monaten Thema in den bundesdeutschen Medien. Neun rassistische Morde, ein Bombenatentat auf Migrant_innen sowie zehn Banküberfälle gehen nach derzeitigem Kenntnisstand auf das Konto der Terrorgruppierung. Die Behörden gaben sich anfangs unwissend; zumindest für die Anfangsjahre des NSU ist mittlerweile das Gegenteil belegt. Ein Ende ist nicht absehbar: Ständig kommen neue Detailinformationen ans Licht.
Damit erschöpft sich jedoch auch ein Großteil der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema. Akribisch wird nach den Hintergründen der „Terrozelle“ gefragt und Fehler in den behördlichen Ermittlungsarbeiten aufgedeckt. Folgerichtig bestimmt die Frage nach effektiveren, handlungsfähigeren Ordnungsbehörden die Debatte – und das nicht nur in den bürgerlichen Medien.
Eine gemeinsame „Nazidatei“, bessere Vernetzung und eventuell eine Umstrukturierung des Verfassungsschutzes sollen das Problem lösen.
Was diese Verhandlung rechter Gewalt mit der Extremismustheorie zu tun hat und warum dabei die rassistische Gesellschaft nicht thematisiert wird, wird am 14.02.2011 Thema sein.
Dienstag // 14.02. // 18.00 Uhr // Hörsaalgebäude, Biegenstr. 14 // Raum 006
Vernetzt wird aber auch über Facebook und Twitter. Denn Vienna-Pride 2012 soll ein gemeinsames Event der lesbischwulen Community Wiens und Österreichs werden, an dem so viele wie nur möglich aktiv mitarbeiten. Je früher der oder die Einzelne Kreativität, Arbeitszeit und gegebenenfalls auch Schweiß einbringt, desto mehr Chancen hat sie oder er, eigene Ideen zu verwirklichen und dem Event so einen persönlichen Stempel aufzudrücken.
Aktuell sucht das Organisationsteam vor allem kreative Menschen, die Artikel für das Vienna-Pride-Magazin und für die Website schreiben wollen. Das Magazin soll Anfang März schon fertig aus der Druckerei kommen, eure/Ihre Geistesblitze sind also bald gefragt. Weitere Ideen für Mitarbeit finden sich im Call for Action (QueerNews.at berichtete).
Links: http://www.viennapride.at
http://www.csd-vienna.at
http://regenbogenparade.at
anbei finden Sie – mit der Bitte um Weiterleitung – einen Tagungsflyer zur nächsten Tagung des Bundes für Soziale Verteidigung e. V. vom 16.-18. März 2012, die zum Thema “Geschlechterverhältnisse in Krieg und Frieden” stattfinden wird.
Kurzinfo:
Der Bund für Soziale Verteidigung lädt zu seiner Tagung “Vater im Krieg, Mutter in Pommerland? Geschlechterverhältnisse in Krieg und Frieden” vom 16.-18.3.2012 in Dortmund ein.
Solange Gender als Strukturkategorie sozialer Ordnung existiert, sind auch Fragen zu Krieg und Frieden nicht ohne eine explizite
Genderperspektive zu bearbeiten: Will Friedensarbeit effektiv und nachhaltig sein, müssen geschlechtsspezifische Zusammenhänge stärker als bisher berücksichtigt werden. Auf unserer Tagung möchten wir untersuchen, wie sich Geschlechterverhältnisse auf bewaffnete Konflikte und ihre Lösungsansätze auswirken und wie sie in Konzepten zur
Prävention und Beseitigung von Kriegen und bewaffneten Konflikten beachtet werden müssen; außerdem sollen Möglichkeiten der Friedensarbeit zur Überwindung von Geschlechterrollen diskutiert werden.
Tagungsort: Jugendgästehaus Adolph Kolping, Silberstr. 24-26, 44137 Dortmund
Anmeldung bitte bis zum 20.02.2012 an den BSV, Schwarzer Weg 8, 32423 Minden, Tel.: 0571 29456, Fax: 0571 23019,
E-Mail: info@soziale-verteidigung.de
Weitere Informationen und Programm unter www.soziale-verteidigung.de
Mit freundlichen Grüßen
Judith Conrads
–
Judith Conrads
Geschäftsführerin
Bund für Soziale Verteidigung e.V.
Schwarzer Weg 8
32423 Minden
Tel.: 0571/29456
Fax: 0571/23019
Email: conrads@soziale-verteidigung.de
www.soziale-verteidigung.de
Am Institut für Soziologie der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen ist zum nächst möglichen Zeitpunktbefristet für die Dauer von 36 Monaten im Arbeitsbereich Geschlechterforschung/ Hochschulforschung eine Stelle für eine Postdoktorandin/ einen Postdoktoranden der Entgeltgruppe 13 TV-L(zzt. 39,8 Stunden wöchentlich)zu besetzen. Die Stelleninhaberin/ der Stelleninhaber soll in einem Projekt zur Erforschung von Wissenschaftskarrieren und Geschlecht im Rahmen der jüngsten Umstrukturierung von Hochschulen und Forschungseinrichtungen tätig sein. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.
Näheres s. PDF-Datei
Koordinationsstelle Geschlechterforschung
der Georg-August-Universität Göttingen
Helga Hauenschild, M.A.
Baurat-Gerber-Str. 4/6
37073 Göttingen
Tel. 0551/ 399457
Fax 0551/ 399462
Die Berliner Charité – Von weiblichen Versuchspersonen, ersten Ärztinnen und Dekaninnen bis zur Gendermedizin
Freitag, 3. Februar – 14 Uhr – Foyer HU-Hauptgebäude
Erst 1995 wurde ein Denkmal für die erste Professorin der Medizin aufgestellt. Bei dem Rundgang über das Gelände soll nicht nur an die Leistungen der vergessenen Frauen* erinnert werden. Erzählt wird von ihrer Ausgrenzung beginnend mit der Hexenverfolgung, ihrer zentralen Rolle als Pflegerinnen und Patientinnen, von Gebärzangen, Hysterie und Zwangssterilisationen, den geschlechtsspezifischen Besonderheiten der modernen Medizin und deren Beitrag zur Konstruktion des traditionellen Frauenbildes.
Wann: Freitag, 3. Februar – 14 bis 17 Uhr
Wo: Treffpunkt im Foyer des HU-Hauptgebäudes Unter den Linden
Anmeldung: FemVer@web.de
Eintritt: Frei – Zu Spenden sagen wir nicht nein!
Bei Fragen, auch zu Kinderbetreuung und Barrierefreiheit, wendet Euch an: FemVer@web.de
Es laden ein: Das Referat für alle Frauen* des RefRats (gesetzl. AstA) der Humboldt Uni und das Feministische Vernetzungstreffen an der HU gemeinsam mit FRAUENTOUREN!
Näheres unter: www.refrat.hu-berlin.de/frauen und www.frauentouren.de
ALL GENDERS WELCOME!
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Der heute 60-jährige Harris absolvierte das Amherst College magna cum laude und studierte danach an der Boston University und Yale weiter. Er ist als Anwalt mit einer Spezialisierung im Bereich Wirtschafts- und Finanzrecht in der internationalen Großkanzlei Greenberg Traurig LLP tätig. Zu den auf der Kanzleiwebsite erwähnten ehrenamtlichen Tätigkeiten von Harris gehört auch die Mitarbeit in einem Verein, der von HIV/AIDS betroffenen Personen Wohnmöglichkeiten anbietet. Die Ernennung Harris' zum Supreme Court muss noch vom Senat bestätigt werden.
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Links: [www.monitor.co.ug]
[www.boxturtlebulletin.com]
[www.gaystarnews.com]
[www.ugandapicks.com]
[www.feministafrica.org]
[en.wikipedia.org]
[en.wikipedia.org]
[en.wikipedia.org]
Opposition präsentiert einkommensabhängiges Modell für alle - Ziel ist, Väterbeteiligung und Frauenerwerbstätigkeit zu steigern
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Schreibt eine E-Mail mit Eurem Namen an: verlosung@missy-mag.de
Wann & Wo:
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Es könnte sehr voll werden, bitte pünktlich kommen.
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US-Rap-Star schwört nach der Geburt seiner Tochter, dass solche Ausdrücke für ihn nun passé sind
Liebe Interessierte,
zu der Veranstaltung “Lesbische Frauen im Nationalsozialismus. Ein Ideen-Workshop für ein Gedenkzeichen in Ravensbrück” möchte ich im Namen der Veranstalter_innen herzlich einladen.
Termin: 25. Februar 2012, 11-18h
Ort: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Um Anmeldung wird gebeten. Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte der Ankündigung im Anhang. Wir freuen uns, wenn Sie die Veranstaltungsankündigung weiterleiten.
Beste Grüße
Corinna Tomberger
Am 20. Januar erschien “Die antifeministische Männerrechtsbewegung. Denkweisen, Netzwerke und Online-Mobilisierung“, eine Expertise im Auftrag des Gunda-Werner-Instituts in der Heinrich-Böll-Stiftung und der Landesstiftungen der Heinrich-Böll-Stiftung in NRW, Niedersachsen, Sachsen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Erstellt wurde sie von Hinrich Rosenbrock, Lehrassistent an der Ruhr-Universität Bochum.
Im Mittelpunkt steht die antifeministische Männerrechtsbewegung, sogenannte Männerrechtler, die sich gegen Frauen- und Gleichstellungspolitik, Gender Mainstreaming und Feminismus auflehnen. In ihren Blogs und Online-Debatten werden Männer oftmals als Opfer von Frauen- und Gleichstellungspolitik und des Feminismus dargestellt, über Frauenförderung wird geklagt.
Der Autor Hinrich Rosenbrock nennt als Ziele der antifeministischen Männerrechtsbewegung: “Es geht den Akteuren – und das sind nicht nur Männer – um die Stärkung oder zumindest den Erhalt männlicher Vorrechte und das Zurückdrängen feministischer Argumentationen bzw. Institutionen. Dies gipfelt teilweise in Vernichtungsphantasien gegen den Feminismus und auch gegen einzelne feministische Personen.” Die Expertise stellt heraus, dass diese Bilder von Männlichkeit von den meisten Männern nicht geteilt werden. “Da die Antifeministen jedoch Männer, die ihren Vorstellungen nicht entsprechen, ausgrenzen, sind sie zu großen Teilen nicht nur frauen- sondern auch männerfeindlich”, so Rosenbrock weiter.
Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, stellt die Expertise in den Zusammenhang mit der Ende 2011 veröffentlichten Langzeitstudie “Deutsche Zustände” des
Soziologen W. Heitmeyer: “Wir müssen damit rechnen, dass sich rechtsextreme Haltungen und eine ‘Ideologie der Ungleichwertigkeit’ weiter ausbreiten. Das bedroht die demokratische Basis und spielt vor allem dem Rechtspopulismus in die Hände. Ein Grund ist eine wachsende sozioökonomische Verunsicherung, die auch traditionelle Männlichkeitsbilder reanimiert. Hier sind Aufklärung und Information unabdingbar. Unsere Expertise soll dazu beitragen.“
Die Publikations ist kostenfrei und steht im PDF-Format zum download zur Verfügung oder kann über buchversand@boell.de bestellt werden.
Am Freitag, den 3. Februar wird in Köln
von 16 bis 19 Uhr die Expertise vorgestellt und diskutiert.
Ort ist das Bezirksrathaus Köln-Mühlheim, Wiener Platz 2a,
Erdgeschoss, VHS-Saal
Ein Livestream ist eingerichtet.
In letzter Zeit schwirrt im Netz ein Bild umher, welches mit den immer gleichen Kommentaren gelobt wird: „Keine Frau sollte sich runterhungern!“ und „Esst mal wieder mehr! Das sieht besser aus als diese abgemagerten Models“ oder „Richtige Männer stehen auf Frauen mit Rundungen!“
Das Bild zeigt insgesamt 8 Frauen*: Die oberen vier sind prominente und nach gängiger Definition schlanke Schauspielerinnen oder Models, die Dritte von rechts zum Beispiel Keira Knightley. Die unteren vier Persönlichkeiten sind Prominente aus vergangenen Zeiten, darunter die Schauspielerin und oft als ‘Sexsymbol’ bezeichnete Marilyn Monroe. Verziert wird die Collage mit dem Spruch „Wann wurde dies… attraktiver als das?“

When did this become hotter than this? ("Wann wurde dies... attraktiver als das?")
Die Kommentare zu diesem Foto veranschaulichen exakt, was mir an diesem Bild gewaltig stinkt: Hier werden bestimmte Körperformen als ‘ideale weibliche Figur’ propagiert, die in jedem Fall ‘schöner’, ‘begehrenswerter’ und ‘gesünder’ seien als die oberen vier Körper, getreu dem Motto: “Gegen Schlankheitswahn, für gesunde, schöne Körper!“
Dafür bin ich auch, aber genau das drückt dieses Bild leider nicht aus. Es stellt sich vielmehr in die gleiche Tradition, in der es anscheinend normal ist, dass als weiblich gelesene Körper ständig Bewertungen ausgesetzt sind. So lernen Frauen*, wie sie auszusehen haben, was als ‘schön’ und ‘erstrebenswert’ gilt, aber auch, wie sie bloß nicht sein dürfen. Mit dem Verweis auf den Grad ihrer Attraktivität wird schnell klar, um was es hier vordergründig geht: Etliche der Kommentator_innen unter dem Bild beteuerten, dass Männer* ja „ganz sicher viel lieber kurvige Frauen mögen“. Yeah right, wenn Typen dünne Frauen nicht sexy finden, gibt es doch gar keinen Grund mehr zum Hungern!!! Wir lernen: Nicht Frauen und ihre Körper, ihr Selbstbewusstsein, ihre Gesundheit, ihr Wohlbefinden in einer durchweg sexistischen und normierenden Gesellschaft sind im Fokus, sondern ihre (von allen anderen bewertete) Attraktivität.
Ich behaupte nicht, dass die vier oberen Frauen* nicht möglicherweise hungern oder ungesund leben, vielleicht weil sie denken, dass ihnen das beruflich weiterhilft oder weil ihnen ständig suggeriert wird, dass sie ja nicht ‘dick’ sein dürfen. Aber woher nehmen wir die Gewissheit, dass die unteren vier Frauen nicht auch auf ihr Gewicht achten mussten, weil sie dachten, dass dies ihrer Karriere gut tut? Wieso glauben wir beurteilen zu können, dass die unteren Körper gesünder seien? Wer maßt sich an Körper in ‘schön’ und ‘hässlich’, ‘begehrenswert’ und ‘unattraktiv’ einzuteilen? Bewegen wir uns damit wirklich von normierenden Schönheitsidealen weg oder zementieren wir nicht vielmehr, dass es Frauen* eigentlich nie richtig machen können?
Eins ist klar: Die Mehrheit der Frauen* sieht weder so aus wie Keira Knightley noch wie Marilyin Monroe. Die Mehrheit der Frauen* ist in Modezeitschriften, auf den Laufstegen, in Filmen oder Werbungen überhaupt nicht repräsentiert. Dies zu kritisieren bedingt meiner Meinung nach nicht das Etablieren neuer (für die meisten gar nicht erreichbare) Schönheitsideale, sondern das kritische Hinterfragen jener Strukturen, die dafür verantwortlich sind, dass Menschen hungern, Diäten einhalten, sich für zu dick/dünn/groß/klein halten oder sich ungeliebt fühlen. Die ständige Einteilung von Menschen in ‘hässlich’ und ‘schön’, ‘schlank’ und ‘dick’ (wie es auch das Bild tätigt), ist sicherlich keine Hilfe, um Schönheitsterror zu bekämpfen.
Also bitte: Ab in die Tonne mit solchen Bildern, die uns wieder mal vermitteln, wie Frauen* sein sollen (und wie nicht) und für mehr Bilder, die Menschen in all ihren verschiedenen Formen zeigen, ohne dass diese in eine Hierarchie eingeordnet werden. Schön sind wir nämlich alle!
Gouverneurin Chris Gregoire hat bereits früher ihre Unterstützung für das Recht von Schwulen und Lesben, eine staatliche Ehe zu schließen. bekannt gegeben. Sie wird das Gesetz umgehend unterschreiben, sobald es auf ihren Schreibtisch kommt. Theoretisch könnte die Öffnung der Ehe im Bundesstaat Washington Anfang Juni in Kraft treten. Die LGBT-feindliche Organisation NOM hat allerdings bereits angekündigt, dass sie eine Volksabstimmung über das Gesetz herbeiführen will. Dafür müssen sie bis 6. Juli 120.577 Unterschriften von Wahlberechtigten sammeln.
Bei einer im Oktober vergangenen Jahres durchgeführten Meinungsbefragung erklärten 43 Prozent der Befragten, dass sie für die Ehe für Schwule und Lesben seien, 22 Prozent waren für gleiche Rechte, aber ohne die Bezeichnung "Ehe". Auf die Frage, ob sie im Fall einer Volksabstimmung dafür stimmen würden, das Gesetz über die Eheöffnung aufrechtzuerhalten oder zu zurückzuweisen, antworteten 55 Prozent mit "aufrechterhalten" und 38 Prozent mit "zurückweisen". Erfahrungsgemäß gehen tatsächliche Volksabstimmungen um LGBT-Rechte immer schlechter aus als die Meinungsumfragen, mit einem intensiven Wahlkampf ist daher zu rechnen.
In New Jersey hat ein Gesetzesentwurf für die Öffnung der Ehe im Justizausschuss des Senats eine klare 8:4 Mehrheit erhalten. Auch die Mehrheit in beiden Häusern des Parlaments scheint gesichert, aber Gouverneur Chris Christie hat angekündigt, sein Veto einzulegen. Er sei dafür, dass die Wähler_innen über das Recht auf Ehe für Schwule und Lesben abstimmen, sagte er. Dies wäre in New Jersey der erste Fall einer Volksabbstimmung über Grundrechte der Staatsbürger_innen seit 1915, wie Senatorin Loretta Weinberg im Hearing sagte. Damals war über das Frauenwahlrecht abgestimmt worden. Mit negativem Ergebnis. Laut Meinungsumfragen gibt es in der Bevölkerung eine knappe 52 Prozent Mehrheit für die Gleichberechtigung.
Links: http://www.washingtonpost.com/national/washington-legislature-has-the-votes-to-legalize-gay-marriage-as-sen-haugen-declares-support/2012/01/23/gIQAReGaLQ_story.html?tid=pm_national_pop
http://edition.cnn.com/2012/01/23/politics/washington-marriage/index.html
http://thinkprogress.org/lgbt/2012/01/24/410636/new-jersey-senate-committee-advances-marriage-equality/
Der zweite Männerbericht fällt differenziert aus und zeigt deutlich: Männer müssen für ihren Anteil an der Familienarbeit eintreten
Die Zwitter Medien Offensive™ geht weiter!
>>> Wow! Die definitive an.sage von Bettina Enzenhofer zum kommenden "Internationalen Tag gegen (weibliche) Genitalverstümmelung" am 6. Februar, jetzt brandaktuell im feministischen Magazin an.schläge aus Österreich – Klartext und deutliche Worte von A-Z:
"Gerade dann, wenn wir zu Null Toleranz für FGM aufrufen, sollten wir auch vor unserer eigenen Haustüre kehren. Null Toleranz mit Mediziner_innen, die sich selbst nicht informieren und nur ungenügend aufklären! Null Toleranz mit politischen Parteien, die Intersex nicht auf ihrer Agenda haben! Solidarität mit Intersexuellen!"
Danke!!!
>>> Kosmetische Genitaloperationen an Kindern: "Westliche Genitalverstümmelung"
Eine kleine, aber laute Gruppe verschafft sich im Netz Gehör - Eine neue Studie durchleuchtet Denkweisen und Netzwerke einer radikal-antiemanzipatorischen Einheit
Wird der schiefe Turm von Pisa wirklich einmal kippen? Wie entsteht eigentlich der Stau auf Autobahnen und wie wird ein Roboter programmiert? Das sind nur einige wenige Fragen, die bei der Sommeruniversität S.U.N.I. Lust auf Natur- und Ingenieurwissenschaften machen sollen. Junge Frauen ab 16 Jahren können sich ab sofort für die Woche vom 23. bis 27. Juli 2012 anmelden.
Die Zwitter Medien Offensive™ geht weiter!
2 von 6 Beiträgen >>> heute von 18:30-19:00h in "nano" handeln von "Intersexualität". Wir sind gespannt – angesichts der zum Teil ziemlich besch...euerten Ankündigungen vor allem zum 2. Beitrag "Intersexualität genetisch" allerdings vorerst auch etwas skeptisch.
Kleines Beispiel: "Die Mediziner richten sich dabei allein nach dem ersten Augenschein und liegen daher häufig falsch. Die operierten Kinder leiden ihr ganzes Leben unter dieser Fehlentscheidung." Naaaiiiiin, sehr verdrehte nano-Redaktion: Die Kinder leiden zuallerallermeist ihr Leben lang NICHT am "falschen Geschlecht", sondern an den Folgen der uneingewilligten, medizinisch nicht notwendigen, verstümmelnden Genitaloperationen – und zwar unabhängig von der "Richtung" der Verstümmelungen!
Erst recht den Vogel schiesst das >>> "Glossar: Zwitter und Intersexualität - Nicht immer ist das Geschlecht klar bestimmbar" ab. Der Schmarrn beginnt schon im ersten Satz mit der immer wieder "beliebten", begriffsverengenden Statistikfälschung "Unter 5000 Neugeborenen ist eines, dessen Geschlecht nicht klar erkennbar ist." Und gipfelt in folgendem Satz: "Viele Intersexuelle haben mit sozialer Isolation, persönlicher Unsicherheit und Scham zu kämpfen, unterziehen sich schmerzhaften Eingriffen und aufreibenden Hormontherapien." Ooops, offensichtlich "aus Versehen" irgendwo "am falschen Ort" copy/paste gemacht ... Nachtrag 1: Inzwischen auch mit Video-Link zum eine Zeit lang online nachgucken.
Christiane und Nella, LG Köln 6.2.08
Nachtrag 2: Jetzt ist auch der
>>> Beitrag mit
Christiane online, ebenfalls inkl. Videolink. Es handelt sich
um einen Zusammenschnitt von Material aus der jüngst
preisgekrönten längeren >>> Arte-Doku
"Tabu Intersexualität" von Britta Julia Dombrowe, inkl. Bildern vom Prozess
(siehe oben). Christiane bringt wie immer eindrücklich und beindruckend
Klartext. Der Text auf der Page zum Artikel mit Zitaten des Psychiaters Prof.
Fritz Poustka dreht sich dagegen einmal mehr unhinterfragt hauptsächlich um
"hormonellen und genetischen Gegebenheiten", "Identitätskrise", "soziokulturelle Prägung" usw., von
Recht auf körperliche Unversehrtheit dagegen kein einziges Sterbenswörtlein ...

Als "Gesprächsgast" im Beitrag zu Christiane Völling ist übrigens Michael Wunder vom Deutschen Ethikrat angekündigt. Bleibt zu hoffen, dass er seit hier und hier im Ethikratdiskurs mehr als nur etwas dazugelernt hat ... Nachtrag 3: Nun ist auch das Gespräch mit Michael Wunder als Online-Video verfügbar, urteilt selbst ...
>>> Christiane
Völlings Geschichte
>>>
Genitalverstümmelungen im Kinderspital: Fakten und Zahlen
>>> 150 Jahre
Menschenversuche ohne Ethik und Gewissen
Wo sind eigentlich die Frauen in … der Wikipedia? Um diese Variation einer im Internet schon viel zu häufig gestellten Frage ging es bereits 2010/2011 und derzeit wieder bei bei netzpolitik. Auffällig war zunächst die unterirdische Repräsentation von Frauen auf den Wikipedia-Startseiten. In den Kommentaren wurde dabei schnell deutlich, dass auch die Autor_innenschaft eher eine Autorenschaft ist, die Schreiberinnen eher abschreckt. So vermutete Justine Cassell, dass die Wikipedia-spezifische Diskussionskultur es Frauen schwer mache, sich einzubringen. So müssten Einträge und Änderungen immer wieder verteidigt werden. Und auch wenn 2011 Amerikanerinnen sehr wohl in der Lage seien, sich auszudrücken und ihre Standpunkte zu verteidigen, würden sie immer noch schneller dafür negativ abgestempelt werden. Frei nach dem Klischee „Männer diskutieren, Frauen zicken“.

CC-BY-2.0 jaaron
Was also ist zu tun? Kommentatorin Angelika wies damals schon auf einen Artikel von Sue Gardner hin, der aufzeigt, wie Frauen fürs Programmieren (und damit auch Wikipedia) gewonnen werden können. Einige kamen schon in den 4 Wegen, Frauen und Technik zusammen zu bringen vor, etwa: Hürden erkennen und abbauen, gezielt Frauen ansprechen und eine frauen-freundliche Arbeitsumgebung schaffen (z.B. auf sexistische Witze verzichten).
Einiges hat sich seitdem getan. So zweifelte noch 2011 Slate, ob der geringe Autorinnenanteil wirklich ein Problem sei. Wohingegen die New York Times es problematisch fand, dass preisgekrönte Autorinnen nur kurz erwähnt werden, während männliche Computerspielcharaktere ausführlich dargestellt werden. Diese Debatten sind verstummt, inzwischen wurde eine Mailingliste zum Gender Gap eingerichtet, Diversität soll eines der Hauptthemen der Wikipedia Academy 2012 werden, wie auch die Diskussionskultur bei der Wikimania 2012.
Die Ergebnisse sind allerdings durchwachsen. So wurden über die Mailingliste viele gute Ideen und Links getauscht und Probleme konstruktiv angegangen. Gleichzeitig taucht auch dort regelmäßig die Diskussion auf, ob Biologie oder „so sein“ Frauen nicht vielleicht doch von der Mitarbeit abhielte. Beschwerden über das Diskussionsklima in der Mailingliste werden abgebügelt, bis hin zum alten Spruch „ich als Frau finde das aber nicht schlimm“. Auch der Rat, als Frau nicht zu auffällig zu sein, um unerwünschte Kontaktaufnahmen zu verhindern, ist bereits gefallen. Und das alles auf einer Liste, die sich mit der Erhöhung der weiblichen Beteiligung an Wikipedia auseinandersetzt.
Nötig scheint vor allem die Etablierung klarer anti-sexistischer Grundsätze – was sich angesichts des Wikipedia-Aufbaus als äußerst schwierig erweist. Da es keine Vorgaben einer Unternehmensführung oder ähnlichem gibt, muss es zu Community-Absprachen kommen. Hier, so scheint es von außen, gibt es bisher wenig Ansätze. Stattdessen hofft man auf Änderung durch mehr Autor_innen und eine Veränderung der Community. Ob das funktionieren wird, bleibt abzuwarten – besonders wenn die immer wieder vorgebrachten Bedenken von Frauen nicht ernst genommen werden.
Auf die Ergebnisse und Impulse der Konferenzen bin ich daher gespannt. Es wäre schade, wenn es bei Appellen an „die Frauen, sich mehr zu beteiligen“ bliebe.
Bei einer Podiumsdiskussion wurde der Blick auf die Geschlechter(un)gerechtigkeit in der Wissenschaft gelegt
Keine Einsen, keine Zweien – der Drittklässler bringt nur Dreien nach Hause. „Mein Fehler!”, denken viele, besonders studierte Eltern mit schlechtem Gewissen. Weshalb dies stimmt nicht, erklärt Professor Detlef H. Rost, Psychologe und Intelligenzforscher an der Universität Marburg, im großen Dossier “Wir. Sind. Nicht. Schuld!” in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift ELTERN FAMILY.
Denn nicht in jedem Fall hätten intelligente Eltern “automatisch” intelligente Kinder, berichtigt Prof. Rost einen weitverbreiteten Mythos: “Gute Noten werden nicht vererbt. Intelligenz setzt sich vermutlich aus mehr als hundert Genen zusammen. Bei der Vererbung können daraus unzählige unterschiedliche Kombinationen entstehen. Außerdem gibt es das Phänomen der ‘Regression zur Mitte’. Sehr intelligente Eltern haben im Schnitt nicht ganz so intelligente Kinder. Das gilt auch andersherum: Eltern mit geringer Intelligenz haben im Schnitt etwas schlaueren Nachwuchs.”
Der Experte empfiehlt betroffenen Müttern und Vätern in Sachen Noten mehr Gelassenheit: “Es ist keine Katastrophe, wenn ein Kind keine Gymnasialempfehlung bekommt! Und mit Schuld hat das nichts zu tun. Starker Leistungsdruck führt oft zu Überforderung und zu emotional unstabilen Kindern bis hin zu späterem Versagen… Man kann ein Pferd nur zum Brunnen führen, trinken muss es selbst.”
Im Übrigen liege es nicht immer an der Intelligenz, wenn ein Kind Schulschwierigkeiten habe: “Intelligenz ist zwar wichtig für Leistungen in der Schule. Aber es gibt weitere wichtige Faktoren: Ist mein Kind motiviert zu lernen und dem Unterricht zu folgen? Ist es bereit, sich anzustrengen? Hat es ein gutes Arbeitsverhalten, und macht der Lehrer einen interessanten Unterricht?”

Der Countdown läuft: Noch eine Woche könnt ihr für das Bloggermädchen 2011 abstimmen. Aus rund 70 vorgeschlagenen Blogs wurden 14 Blogs ausgewählt, drei davon könnt ihr in der linken Seitenleiste als eure Favoritinnen wählen.
Wir wünschen allen nominierten Bloggerinnen viel Erfolg und legen allen Leser_innen noch einmal die anderen vorgeschlagenen Blogs ans Herz.
Für alle Twitter-User_innen: Ihr könnt gerne den hashtag #bloggerin2011 nutzen.
Am 19. Januar 2012 startete das Mentoring-Programm für Schülerinnen MinTU an der Technischen Universität Dortmund. Das einjährige Projekt bietet den teilnehmenden Schülerinnen einen Einblick in das Studium an der TU Dortmund in den Fakultäten der MINT-Fächer. Sie bekommen die Möglichkeit mit sich mit anderen MINT-interessierten Mädchen und MINT-Studentinnen auszutauschen.
Der zweite Bericht aus dem Sozialministerium zeigt die Verzahnung zwischen beruflicher Vormachtstellung und Mängeln im familiären Bereich auf
Als gendersensibilisierter Mensch bin ich mir schon lange darüber bewusst, in einer sexistischen Gesellschaft zu leben, die bereits im Kindesalter beginnt, Rollenklischees in unsere Körper und Köpfe einzuschreiben. Als ich aber von der Neuerscheinung eines Buches mit dem Titel: „Maggie goes on a diet“ gelesen habe, blieb selbst mir die Sprache weg. Das Buch predigt, was sämtliche Massenmedien später fortführen werden: du musst nur ein paar Kilo abnehmen, und schon wird dein Leben erfüllter werden. Das schockierende daran: das Buch richtet sich an 6-12-Jährige.
Darauf haben wir nicht gewartet, aber geschrieben wurde es trotzdem: Der hawaiianische Autor Paul Kramer serviert uns ein bunt bebildertes Diät-Kinderbuch, das sich an Mädchen richtet. In „Maggie Goes on a Diet“ (Maggie macht eine Diät) erzählt er die Geschichte einer übergewichtigen 14-Jährigen, die in den Illustrationen eher wie ein Kleinkind aussieht. Und diese Maggie hat klarerweise Probleme mit ihrem Körper: Keine/r mag sie, weil sie dick ist. Von MitschülerInnen wird sie grausam verspottet, und nächtens tröstet sie sich mit Essanfällen am offenen Kühlschrank darüber hinweg.
Das 44-Seiten-Büchlein hat auch gleich einen Rat parat, wie sie sich selbst aus ihrer misslichen Lage befreien kann: Nimm ab, meine Kleine, denn Schlanksein heilt alle seelischen Wunden. Also lässt Kramer Maggie fleißig abnehmen, und siehe da: Sobald 25 Kilo unten sind, klappt es auch mit dem schulischen wie sportlichen Erfolg, dem rosa Kleidchen, das sich eine dicke Maggie nie anziehen hätte können, und mit den Jungs.
..schreibt dieStandard und die Süddeutsche geht sogar noch ein bisschen mehr ins Detail:
Die pummelige Maggie erreicht alles, was sie sich wünscht, nachdem sie ihren „großen Hintern“ losgeworden ist: Sie avanciert zum Fußballstar, findet endlich Freunde, ist nicht mehr „ängstlich und deprimiert“, schreibt endlich gute Noten und auch bei den Jungs, die sie täglich hänselten, wird sie immer beliebter.
Die Botschaft dieses Buches ist verheerend; es suggeriert, dass der einzige Weg zu einem gesunden Selbstbewusstsein und einem erfüllten Leben, ein schlanker Körper sei. Wie verinnerlicht diese Ansicht auch schon vor dem verhängnisvollen „Maggie goes on a diet“ war, beschreibt dieStandard:
40 Prozent der Mädchen in Westeuropa zwischen 11 und 19 fühlen sich „zu dick“ – und sind dabei unter- bis normalgewichtig. Zwischen 14 und 17 Jahren haben über die Hälfte der Jugendlichen in Wien bereits mindestens ein Mal eine Diät hinter sich, weil sie ich als übergewichtig sehen.
Wozu also noch „Maggie goes on a diet“? Hollywoodfilme, sexistische Werbeplakate und die zweifelhaften Tipps in sogenannten „Frauenzeitschriften“ tun doch eh schon seit Jahren ihr Übriges. Der Autor begründet seine Intention, das Buch zu schreiben und zu veröffentlichen, folgendermaßen:
„Viele störten sich an dem Wort Diät, mein Ziel war es aber nie, Sechsjährige zu einer Diät zu ermutigen. Ich wollte sie nur ermahnen, gesünder zu essen“, sagt er. Tatsächlich isst Maggie „nach wie vor eine Menge“, wie es im Buch heißt, nur anders: Durch gesunde Lebensmittel wie Joghurt, Früchte und Gemüse und nahezu tägliche Fitness verliert sie in zehn Monaten 25 Kilo.
Interessant ist dieser Ansatz vorallem vor dem Hintergrund, dass 6-12-Jährige ja schon so wahnsinnig viel Einfluss darauf haben, was bei ihnen Zuhause auf den Tisch kommt. Die Ernährungsgewohnheiten werden entscheidend vom sozialen Umfeld (in den meisten Fällen der Familie) geprägt und in einer Familie, in der frische Nahrungsmittel nicht zum gewohnten Speiseplan gehören, wird ein Kind diese Umstellung wohl kaum durchsetzen können. Wäre es Kramer also wirklich um die Gesundheit der Kinder gegangen, hätte er viel eher bei den Eltern ansetzen müssen.
Ein weiterer Punkt macht mich aber ebenso stutzig – gibt es nicht auch übergewichtige Jungs*? Leidet deren Gesundheit etwa weniger darunter, wenn ihr Körpergewicht jenseits der gesellschaftlichen Norm liegt?
Um sich auszumalen, welche Effekte das Buch tatsächlich haben könnte, bedarf es leider nicht besonders viel Vorstellungskraft. Gerade in einer so sensiblen Lebensphase, in der viele Kinder und spätere Jugendliche sich in der eigenen Haut sowieso nicht wirklich wohlfühlen, und in der vorallem junge Mädchen* erstmal lernen müssen, mit dem sich nun verändernden Körper Frieden zu schließen, ist ein vermeintliches Patentrezept wie Kramer es liefert extrem gefährlich. Die Pro-Ana-Bewegung, die Hungern zum Lifestyle und einen mageren Körper zum Lebensziel macht, hat bezeichnenderweise Anhänger*innen in einer ganz ähnlichen Altersklasse…
Bereits letzte Woche hatte dieser Blog auf die Veranstaltung "Umgang von Medizin und Gesellschaft mit intersexuellen Menschen" am nächsten Mittwochabend in Hamburg lobend hingewiesen.
Inzwischen ist auf der Homepage der AG Queer Studies eine detailliertere >>> Ankündigung online gegangen, die noch einmal verdeutlicht, weshalb sich der Besuch dieses Vortrags lohnt (im Gegensatz zu leider, leider vielen anderen Veranstaltungen, bei denen Zwitter bloss zum x-ten Mal als Kanonenfutter für Anliegen Dritter herhalten müssen).
Dafür allen Beteiligten ein herzliches Danke!
Beim Höchstgericht sind Richterinnen rar - Mitte Februar endet die nächste Bewerbungsfrist und erste Forderungen nach einer weiblichen Besetzung werden laut
Copenhagen Business School, Denmark
October 17-20, 2012
Deadline for abstract submission: March 18, 2012
PANEL CHAIRS
Corinna Bath, Technical University Berlin, Germany
Judith Simon, University of Vienna, Austria & Karlsruhe Institute of Technology, Germany
TOPIC
STS researchers have pointed out that ICT as much as other design products have politics, since they produce inclusions and exclusion. Different social and political values in ICT artifacts can result from the designer’s assumption that it would be possible to copy or imitate “the world as it is”. This view often goes hand in hand with the so called “I-methodology” (Akrich, Rommes) by which designers unconsciously assume themselves as representatives of users. The results frequently are products biased towards young white male well-educated users. Besides such implicit values entangled in ICT artifacts, designers can have explicit values that they aim to implement in technologies (e.g. the goal to counter capitalist logics in parts of the open source community). Hence, it seems that both hegemonic as well as critically intended emancipatory values can implicitly as well as explicitly get inscribed into ICT design.
Yet, as feminist STS researchers such as Barad, Haraway or Suchman have shown, such simple inscription concepts cannot adequately model the complex relationships of reality and knowledge, artifact design, use and impact. Rather, they introduce terms such as entanglement, intra-action, diffraction and accountable cuts to describe these complexities and to denote the requirements they pose for designers, researchers and users. That is, they stress the ethical challenges different agents are facing and demand political engagement in that “cat’s cradle” (Haraway).
At the core of our panel lies the observation that the relationship between design and critical feminist theory appears to be characterized by an inherent tension: while feminist theory aims at multiplication, diversification and transgression, deconstructing and unmaking, design requires designers to make decisions, to fix things, to make cuts. We consider this tension between making and unmaking, between constructing and deconstructing to be the most difficult but also the most important task for feminist ICT design.
The panel therefore wishes to address this tension by asking questions such as the following:
By asking not only what feminist STS theory can offer for the design of ICT, but also what ICT design can offer for feminist theory and STS, we aim to take interdisciplinarity seriously.
We welcome theoretical as well as empirical contributions, case studies or examples addressing these and related issues. We adopt a broad notion of ICT arguing that feminist theory is needed to assess a diversity of different areas in ICT design: From infrastructures, protocols and database design to e-government/e-democracy tools, from semantic web technology to robotics and ICT in health care or various work contexts, from social software to smartphone applications, from ubiquitous and organic computing to ontology design.
————————————————————–
IMPORTANT DATES
March 11, 2012: Deadline for abstract submissions
May 1, 2012: Acceptance notification
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PAPER SUBMISSION
Authors should consult the instructions on the 4S website for submitting their papers electronically through the official submission system.
For further inquiries please contact Corinna Bath (corinna.bath@tu-berlin.de) and/or Judith Simon (judith.simon@univie.ac.at).
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Mit Punk gegen autoritäre Strukturen! In knallbunten Sommerkleidern und mit selbstgestrickten Neon-Masken protestierte die feministische Punkband Pussy Riot in Moskau auf dem Roten Platz gegen den paternalistischen russischen Staat und seine verkrusteten, sexistischen Strukturen. Die Musikerinnen riefen dazu auf, öffentliche Plätze in Russland zu besetzen und für politische Reformen zu kämpfen, so die Berliner Morgenpost.
“Wir erinnern uns an die Ereignisse des Jahres 1968″, schreiben Pussy Riot in ihrem Blog [Anmerkung: mit Google Translate könnt ihr die Seite auf Deutsch oder Englisch lesen]. “Die gleichen Machtstrukturen wie bei Breschnew regieren das Land immer noch, sie sind nicht weg. Nur die Formen des Autoritarismus, der Kontrolle und des staatlichen Terrors haben sich geändert… Bürger werden in Russland bis heute von den Machthabern für psychisch Kranke gehalten, die keine Entscheidungen selbstständig treffen können”.
Auf dem Roten Platz spielten die Musikerinnen ihren Song “Putin Has Pissed Himself“, in dem sie den derzeitigen Ministerpräsidenten und erneuten Präsidentschaftskandidaten Wladimir Putin kritisieren. Sie singen: ”Aufstand in Russland – Charisma des Protests, Aufstand in Russland – Putin hat Schiss” (auf ihrer facebook-Seite hat Riot Grrrl Berlin den gesamten Songtext auf Englisch zum Nachlesen).
Die Aktivistinnen wurden daraufhin von der Polizei verhaftet und verprügelt, aber glücklicherweise nach Stunden (vorerst) wieder freigelassen. Erschreckend, wie die russische Polizei mit feministischem Protest umgeht…
Die Band ist für ihre Protestauftritte bekannt. So spielte sie bereits auf dem Vorbau des Moskauer Untersuchungsgefängnisses oder auf dem Dach eines Busses. Inspiriert wurden die Punkerinnen laut eigener Aussage vom Arabischen Frühling. So geht es ihnen primär um Politik und nicht darum, Aufmerksamkeit für ihre Band zu erlangen. Die Aktionen zeigen auch schon erste Wirkungen: In anderen russischen Städten gibt es bereits Nachahmerinnen – ganz nach dem Motto der Musikerinnen: Krawall ist niemals leise!
Einen Hörbeitrag zu den Pussy Riots mit weiteren Informationen findet ihr bei Radio Bayern.
SUMMER INSTITUTE FOR SEXUALITIES, CULTURES AND POLITICS
August 12th-30th, Ohrid, Macedonia
The Summer Institute for Sexuality, Culture and Politics is a new permanent project initiated by the Department for Gender Studies at the Institute for Social Sciences and Humanities “Euro-Balkan”, Skopje, Macedonia.
The general aim of the Institute is to gather young post-graduate students, activists, scholars and teaching staff from both Eastern and Western Europe and promote a shared platform for research and trans-disciplinary theoretical reflection on the complex modes of interweaving sexuality, culture and politics, and consequently of exchanging and questioning geopolitically determined discourses in the research of sexualities, gender studies, and queer theory. Our idea is to provide students, scholars and teachers with the opportunity to question, decenter and democratize these areas by way of deferring the notion of theoretical and geopolitical privilege which is often implied by these research areas, and thus to introduce new models of rethinking context-specific phenomena related to sexualities and, vice versa, to enrich theoretical paradigms with context specific phenomena and research. In this way, the Institute’s long-term goal is to:
Our endeavor is not to relativize the embeddedness and situatedness of knowledges about sexualities, but to recognize and disrupt the existing invisible borders that obstruct the free dissemination of ideas as they are being determined by various hegemonic forces – political, educational, economic – in both Eastern and Western contexts of doing academic and artistic work related with our desires, bodies, and sexualities.
Please find the full descritpion and information about the Summer Institute. We would also kindly ask you to forward and publicize this information to other interested institutions and individuals.
For any further questions and information, please contact the Summer Institute coordinators:
Slavco Dimitrov, slavco.euba@gmail.com
Stanimir Panayotov, spanayotov@gmail.com
Kind regards
Department of Gender Studies
“Euro-Balkan” Institute
No. 63, “Partizanski odredi” Blvd
Skopje, Republic of Macedonia
tel/fax: +389 2 3075570
e-mail: genderstudiesskopje@gmail.com
www.euba.org.mk
www.identities.org.mk
www.gendersee.org.mk
LGBT-Gruppen in Finnland erwarten sich von der Teilnahme Haavistos vor allem mehr Sichtbarkeit und Diskussionen über LGBT-Themen. Laut einer am vorigen Donnerstag veröffentlichten Meinungsumfrage des finnischen Fernsehens würden 64 Prozent der Wahlberechtigten in der Stichwahl Niinisto ihre Stimme geben und 22 Prozent Haavisto. 14 Prozent waren noch unentschlossen.
Der frühere Außenminister Paavo Vayrynen landete mit 17,5 Prozent der Stimmen knapp geschlagen auf dem dritten Platz.
Optimistischer als finnische LGBT-Vertreter_innen ist Österreichs Grüne im Europaparlament, Ulrike Lunacek. Sie gratuliert Haavisto in ihrem Blogbeitrag "Haavisto for President!" und betont die hervorragenden Qualifikationen ihres Kollegen und Vorgängers im Vorsitz der Europäischen Grünen Partei.
Workshop und Podium „Feministische Philosophie?!“
Montag, der 20. Februar 2012 von 10h bis 20.30h an der HU Berlin, DOR 24, Raum 1.406
Mit Prof. Dr. Andrea Maihofer (Universität Basel), Dr. Antke Engel (Institut für Queer Theory Berlin/Hamburg) und Prof. Dr. Mari Mikkola (HU Berlin)
„Feministische Philosophie“ – Was ist das? Eine spezifische Disziplin wie „Ethik“, eine unspezifische wie „Praktische Philosophie“ oder ein methodischer Ansatz, der die „Philosophie“ insgesamt unter dem Vorzeichen „feministisch“ denkt?
Der eintägige Workshop bietet Studierenden eine intensive Auseinandersetzung mit drei verschiedenen Ansätzen der Gegenwartsdebatte: der Kritischen, der französisch geprägten sowie der analytischen feministischen Philosophie. In der anschließenden Podiumsdiskussion haben die Teilnehmer/innen die Gelegenheit, persönlich mit den Vertreterinnen zu debattieren.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts diente die Forderung nach Gleichberechtigung noch als gemeinsamer Nenner feministischen Denkens. Jedoch gewinnt ein Bestreben nach deutlich differenzierteren Theorien spätestens seit den 70er Jahren an Bedeutung. Insbesondere die Kritik des „Black Feminism“ an einem vereinheitlichenden, weißen Oberschicht-Feminismus sowie die Perspektiverweiterungen durch die „Queer Theory“ bestimmen seit den 90er Jahren zunehmend die Auseinandersetzung um die feministische Theoriebildung, zumindest in ihrer kontinentalen Ausprägung.
Die Akademisierung des „Feminismus“ als „Gender-Studies“ oder durch ähnliche Studiengängen führte einerseits zu der erwünschten Ausdifferenzierung. Andererseits jedoch
verschärfte dies zugleich die Graben- und Lagerbildung zwischen verschiedenen
feministischen Theoretiker/innen. Im Zuge dieser Auseinandersetzungen entfernten sich auch der „theoretische“ und der „aktivistische“ Feminismus weiter voneinander. Ziel der Veranstaltung ist es daher, zu sehen und weiterzudenken, was feministische Philosophie will und soll, und mit welcher Methode sie dies leisten kann.
Die Anmeldung erfolgt über den Universitätsserver “Moodle”:
[https:]] | Passwort: f3m/n1_m
Hier werden Texte zur Vorbereitung bereitgestellt und themenspezifische Diskussionsgruppen gewählt. Achtung! Die Zahl der Teilnehmer/innen ist begrenzt.
Ablauf des Workshops:
10 Uhr Begrüßung und Kaffee
11 Uhr Workshopphase 1
13 Uhr Mittagessen
14 Uhr Workshopphase 2
16 Uhr Kaffeepause
16:30 Uhr Austausch über Ergebnisse
18:00 Uhr Pause
18:30 Uhr Podiumsdiskussion
Im Anschluss an das Podium gibt es Musik, Trank und Tanz!
Kontakt: initiative.philosophie@gmx.de
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am 23. Februar 2012 von 18:00 – 20:30 Uhr
Veranstaltungsort: Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, Badensche Str. 50-51, Haus B, Raum B 1.01, Campus Schöneberg
Veranstalter: Harriet Taylor Mill-Institut der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Programm
Begrüßung und Moderation:
Prof. Dr. Claudia Gather, HWR Berlin
Diskussionsauftakt:
Ergebnisse aus dem Projekt “Bloß keine Schulden?” – Geschlechterdifferenzen in der Gründungsfinanzierung
Dipl.-Soz. Susan Ulbricht, Dr. Heinz Zipprian
Es diskutieren:
Prof. Dr. Heiner Brockmann
Beuth Hochschule für Technik
Prof. Dr. Alexander Kritikos
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)
Brigitte Maas
Deutsches Mikrofinanzinstitut (DMI)
Weitere Informationen hier: Flyer
Gern können Sie sich bei Fragen an uns wenden: ingrid.biermann@hwr-berlin.de
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Mit den Revolutionen in Tunesien und Ägypten vor knapp einem Jahr ist auch eine weitere Frage immer wieder aufgetaucht: Wie steht es um die Frauen in Nordafrika, bzw. dem Mittleren Osten? Das Buch “Women and the Family in the Middle East” beleuchtet historische Entwicklungen, von den zwanziger Jahren bis in die Achtziger. Betrachtet werden zehn Länder, vom Irak über Ägypten bis zum Sudan, sowie die Palästinensischen Autonomiegebiete. Außen vor bleiben die Länder “ohne westlichen Einfluß” und Kolonialzeit, der Jemen und Saudi-Arabien, trotzdem ist dies schon ein weites Feld. Darüberhinaus werden die Themen Familie, Arbeit, Religion, Krieg & Revolutionen, Identität und Gesundheit & Erziehung betrachtet – eine umfassende Analyse gibt es daher nicht.
Stattdessen gleicht das Buch einem Puzzle, in dem sich wissenschaftliche Abhandlungen, persönliche Berichte und Fiktion in Form von Gedichten und Geschichten abwechseln. Die einzelnen Texte sind, so verschieden sie auch sind, stets gut zu lesen und verständlich. Der Versuch, das Buch in einem Rutsch zu lesen, muss an der Vielfalt der Themen allerdings scheitern. Umso mehr Sinn macht es, sich einzelne Texte herauszusuchen und mit dem heutigen Stand zu vergleichen. So wurde etwa in Libyen die radikale Gleichstellung von Männern und Frauen geplant. Dass es dazu niemals kam, zeigt nicht zuletzt die aktuelle Situation.
The problem with “starting from reality” is that, without a clear policy of change, one tends to get stuck there. (Das Problem mit dem „Beginn in der Realität“ ist, dass man ohne klare Vorgaben zur Veränderung stecken bleibt.)
„Die Zeit nach den Revolutionen“ beleuchtet auch dieses Buch. Allerdings sind damit die Befreiung von der Kolonialzeit und vom Westen, sowie der libanesische Bürgerkrieg gemeint. Aktuell klingen die Erkenntnisse dennoch: So warnen Frauen, dass sich mit Revolutionen ihre Stellung meist nur temporär bessert. Und dass der Westen oft eine romantisierte Vorstellung der Kämpfe entwickelt, der Wiederaufbau aber unglaublich schwer ist.
Außerdem wird immer wieder Kritik am westlichen Feminismus geübt, der als viel zu familienbezogen und zuwenig systemisch gesehen wurde. Und damit paradoxerweise die politische Arbeit muslimischer Frauen unsichtbar machte. So forderten Fabrikarbeiterinnen in Kairo bereits in den Siebzigern, was in Deutschland bis heute ein umstrittenes Thema ist: Betriebskindergärten. Besonders eindrucksvoll ist dabei eine autobiografische Emanzipationsgeschichte von Nawal El Saadawi, die beim Erscheinen des Buches bereits weltbekannte Feministin war.
Leider ist das Buch nicht auf Deutsch übersetzt worden und ist derzeit auch nur gebraucht erhältlich. Das Suchen im Antiquariat lohnt allerdings!
Elizabeth Fernea, “Women and the Family in the Middle East: New voices of change”. University of Texas Press, 1985. 356 Seiten. Derzeit nur gebraucht erhältlich.
gefunden beim KundenSchnack
Nach Protesten wird jetzt auch lesbischer Frauen gedacht - Das neue Video soll am Donnerstag vorgestellt werden
Die Filmemacherin Käthe Kratz feiert am Dienstag ihren 65. Geburtstag - Die sensible und politische Filmemacherin war die erste TV-Spielfilmregisseurin
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Gabriele Heinisch-Hosek will "keine Ruhe geben": weder beim Ende des Versetzungsschutzes für Beamte noch bei der Frauenförderung in Aufsichtsräten
Newt Gingrich ist in dritter Ehe mit einer Frau verheiratet, mit der er während seiner zweiten Ehe ein Verhältnis hatte. Seine zweite Ehefrau war davor seine Geliebte, als er noch mit seiner ersten Frau verheiratet war. Sie eröffnete vor wenigen Tagen gegenüber der Presse, dass ihr Göttergatte seinerzeit aufgefordert hat, einer "offenen Ehe" zuzustimmen. Gleichzeitig hatte er ihr von seinem bereits seit 6 Jahren dauernden Verhältnis mit der späteren Ehefrau Nr. 3 berichtet.
Das Privatleben eines Politikers oder einer Politikerin ist normalerweise genau das: privat. Aber dass ein Mann mit dieser Vergangenheit von einer konservativen und mehrheitlich katholischen Gruppe als Bewahrer der Ehe gelobt wird, ist doch etwas - überraschend. Oder auch entlarvend, zeigt es doch einmal mehr, dass es NOM nicht um die Rettung der Ehe geht, sondern nur darum, Lesben und Schwule von den Rechten der Ehe auszuschließen.
Links: http://www.lgbtqnation.com/2012/01/nom-wants-newt-gingrich-to-save-marriage-hilarity-ensues/
http://www.nomblog.com/18307/
[www.abendblatt.de]
Unter den Erstunterzeichner_innen der Erklärung finden sich die Bürgermeister_innen der 4 größten Städte in den USA: New York City, Los Angeles, Chicago und Houston aber auch Bürgermeister_innen kleiner und unbekannter Städte. Sie setzen sich aus idealistischen Gründen für die Öffnung der Ehe ein, aber auch aus handfest wirtschaftlichen, denn Diversität bedeutet Fortschritt und Prosperität. Die Initiative ist parteiunabhängig, unter den Mitgleidern und Unterzeichner_innen finden sich Demokrat_innen wie Republikaner_innen.
Die Unterstützung der US-Bürgermeisterskonferenz für die Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben hat Tradition. Bereits 1984 beschloss die Gruppe eine Resolution für den rechtlichen Schutz von Schwulen und Lesben auf allen Regierungsebenen und 2009 wurde eine Erklärung für die Öffnung der Ehe beschlossen.
Links: [www.prnewswire.com] (Presseaussendung)
[www.youtube.com] (Ausschnitt aus der Pressekonferenz)
[www.freedomtomarry.org]
[www.freedomtomarry.org]
[www.projectqatlanta.com]
http://www.ksee24.com/news/local/Same-Sex-Marriage--MKR-137794573.html
[www.thinkoutsideyourbox.net]
Zur Erinnerung:
GAL (Gender Art Lab)
Dienstag, 24. Jänner 2012
14.00h, HS 21A ZG Zollamtstraße 3, rechts, Zwischengeschoß
Mittwoch, 25. Jänner 2012
Ästhetik der Farben
12.00h, HS 1, Hauptgebäude Altbau Erdgeschoß
Donnerstag, 26. Jänner 2012
Wissenschaftlich schreiben und arbeiten
12.00h
Seminar Philosophie “Niemandsland”
14.00h
beide:
HS 21A ZG Zollamtstraße 3, rechts, Zwischengeschoß
Mit kollegialen Grüßen
Marion Elias
Pressemitteilung von Zwischengeschlecht.org vom 20.01.2012:
INHALT
1. Diagnose "auffälliges Genitale"
2. "Intersex-Tagung": Eigenwerbung und Wirklichkeit
3. Lange Liste der Genitalverstümmler
4. Organisatoren der Konferenz schweigen sich aus
Anhang:
Stellungnahmen von Menschenrechtsorganisationen
>>> Pressemitteilung
lesen
>>> Offener
Brief von Zwischengeschlecht.org an die Tagung
Einladung zu unserem nächsten Netzwerktreffen am 02.02.2012, 19.00 Uhr
im huth Beisl (Galerie), Schellinggasse 6, 1010 Wien
Wir freuen uns darauf viele neue Frauen kennenzulernen.
Anmeldung bitte unter: netzwerk@queer-business-women.at.

Einer
der besten Redebeiträge der >>>
historischen "Intersex"-Bundestagsdebatte stammte von der FDP-Abgeordeten
Sibylle Laurischk.
(Einziger Wermutstropfen darin war die – an anderen Stellen des
Redebeitrags allerdings mehrfach relativierte – Behauptung, seit den
1980-Jahren würde nicht mehr möglichst früh verstümmelt – tatsächlich wurde ab
diesem Zeitpunkt lediglich mit den bis dahin gebräuchlichen
"Klitoris"amputationen aufgehört und stattdessen auf ebenfalls verheerende
chirurgische "Klitorisverkürzungen" umgestellt.
Ansonsten enthält der Redebeitrag aber praktisch alle Kernpunkte in
konzentrierter Form, darunter Verstoss gegen das Recht auf körperliche
Unversehrtheit, dass es sich nicht um ein parteipolitische Frage handelt, dass
das Elternrecht hier seine Grenzen findet, und dass das unwürdige Vorgehen der
"geschlechtszuweisenden Operationen" aufhören muss.
Und mit dem im Titel dieses Posts gerafft wiedergegebenen, deutlichen Statement erhielt Sibylle Laurisck erfreulicherweise (und zu Recht!) gar überparteilichen Beifall von der FDP, der CDU/CSU, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Es geschehen noch Zeichen und Wunder ...
Dafür von diesem Blog an die Abgeordnete Sibylle Laurischk ein
ganz herzliches Danke!
Nachfolgend der Videolink zum nochmaligen Nachhören des historischen Beitrags, gefolgt vom Transkript der gesamten Rede:
>>>
[dbtg.tv]
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Auf die Situation von intersexuellen Menschen bin ich erstmals durch eine Veranstaltung aufmerksam geworden, auf der sie sich vorgestellt haben und auf der ich mich mit Menschen, die sich als intersexuell bezeichnen, gesprochen habe. Das war für mich eine sehr eindrucksvolle Erfahrung. Sie hat mich durchaus erschüttert, weil mir Menschen gegenübersaßen, die eine Frau oder ein Mann zu sein schienen, aber ein anderes Geschlecht hatten und sich auch damit auseinandersetzen mussten, dass sie als Kinder Operationen erlebt haben, die sie nicht verstanden haben, über die sie keine Informationen hatten und die sie ein Leben lang belasten, weil sie von Kindheit an nicht mit ihrer Situation umzugehen gelernt haben.
Das hat mir deutlich gemacht, dass wir, auch wenn es sich nur um eine kleine Gruppe in unserer Bevölkerung handelt, es hier mit grundlegenden Menschenrechtsfragen zu tun haben, insbesondere mit Fragen der Menschenwürde. Ich denke, es ist sehr sinnvoll, dass wir uns mit diesem Thema nachdrücklich und nachdenklich auseinandersetzen, es ernst nehmen und es nicht als parteipolitische Fragestellung missverstehen. Dass das keiner tut, davon bin ich überzeugt.
Wir wissen mittlerweile, dass es Menschen gibt, die eben nicht eindeutig als Mädchen oder Junge, als Mann oder Frau geboren werden. Wir wissen auch, dass das in der Vergangenheit über viele Jahre große Irritationen ausgelöst hat. Noch bis in die 80er-Jahre des letzten Jahrhunderts wurden uneindeutige genitale, chromosomale und gonadische Geschlechtsmerkmale meist schon in frühester Kindheit chirurgisch „angepasst“, oder es wurde versucht, die Geschlechtsidentität hormonell zu beeinflussen. Auch heute gibt es noch solche Ansätze.
Die Betroffenen können bzw. konnten sich im Kindesalter nicht dagegen wehren und verstehen erst langsam, was ihnen widerfahren ist. Sie fordern, Intersexualität rechtlich und gesellschaftlich anzuerkennen. Dabei berufen sie sich auch auf das Diskriminierungsverbot der UN und das Recht auf körperliche Unversehrtheit. In diesem Zusammenhang ist fast alles gesellschaftlich, rechtlich und medizinisch umstritten. Nicht nur Zeitpunkt und Reichweite der Maßnahmen, sondern auch die rechtlichen Konsequenzen, die ein „drittes Geschlecht“ haben könnte, sind bislang völlig ungeklärt. Der Deutsche Ethikrat ist daher vom Familienministerium zu einer Stellungnahme aufgefordert worden und hat unter anderem eine Onlinedebatte gestartet. Davon haben wir schon gehört. Der Ethikrat näherte sich zuerst der Frage, ob es sich bei den einzelnen Formen von Intersexualität um eine Störung oder um eine Variante derGeschlechtsentwicklung handelt. In diesem Zusammenhang mussten viele Erfahrungen und Bedürfnisse von Betroffenen bewertet und berücksichtigt werden. In einer ersten Einschätzung der öffentlichen Anhörung vom 8. Juni dieses Jahres hat der Deutsche Ethikrat verlautbart:
Medizinische Eingriffe zur Geschlechtszuweisung betreffen den Kern des Persönlichkeitsrechts jedes Menschen, seine Geschlechtsidentität, sexuelle Empfindungsfähigkeit und seine Fortpflanzungsfähigkeit. Hier findet das Elternrecht seine Grenzen und auch dies spricht dafür, mit solchen Eingriffen so lange wie möglich zu warten, damit die betroffenen Intersexuellen selbst entscheiden können.
Die abschließende Darstellung des Ethikrats wird für Anfang 2012 erwartet. Darauf sind wir alle sehr gespannt.
Den Begriff der Intersexualität prägte 1915 der Genetiker Richard Goldschmidt. Er verwies damit auf geschlechtliche Erscheinungsformen, die er als Mischungen zwischen einem idealtypischen männlichen und weiblichen Phänotyp betrachtete. Obwohl das Phänomen nunmehr fast 100 Jahre bekannt ist, stehen wir noch immer ganz am Anfang der Debatte.
Die häufig angenommene Theorie, man könne das Geschlecht medizinisch festlegen, führt heute noch immer vor allem zu genitalangleichenden Operationen. Diese Eingriffe erfordern meist langfristige Nachbehandlungen. Betroffene wissen oft nichts über den Hintergrund. Dies führt zu falschen medizinischen Folgebehandlungen. So werden zum Beispiel die auf der Krankenkassenkarte als weiblich gekennzeichneten Menschen, die aber im Kerngeschlecht xy-chromosomal sind, falsch behandelt.
Zu den psychischen Schäden gehören starke Traumatisierungen durch die
Operationen und ihre Folgen. Zudem sind die Reaktionen des auf eine angeblich
mögliche Geschlechtsfestlegung drängenden sozialen Umfeldes und die
Tabuisierung der Intersexualität oft belastend.
Betroffene kritisieren aus diesen Gründen zu Recht die Zwangsfestlegung –
insbesondere im Kindesalter – und fordern, die Genitaloperationen erst dann
durchzuführen, wenn der intersexuelle Mensch die Operation aus eigenem Willen
möchte und ihr zustimmen kann. Chirurgische Anpassungen im Kindesalter werden
von Betroffenen mit der unsäglichen Praxis der Beschneidung weiblicher
Genitalien gleichgesetzt. Das ist eine Auffassung, für die ich viel Verständnis
habe. Persönlich bin ich der Auffassung, dass niemand ohne Erlaubnis und ohne
die durch das Lebensalter der Betroffenen anzunehmende Einsicht das Recht hat,
an den Genitalien eines Kindes oder Jugendlichen herumzuschneiden.
(Beifall bei der FDP, der CDU/CSU, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Neben diesen Geboten der Ethik wirft die bisherige Praxis erhebliche rechtliche Fragestellungen auf, denen wir uns stellen müssen. So kommen mittlerweile etliche Gutachten und Dissertationen zu dem Ergebnis, dass geschlechtszuweisende Operationen grundgesetzwidrig sein könnten und umgehend verboten werden müssten. Es mag sein, dass Intersexualität den Zahlen nach nur eine kleinere Gruppe der Gesellschaft betrifft. Die Größe einer Gesellschaft beweist sich aber im Umgang mit ihren Minderheiten.
(Beifall bei Abgeordneten der FDP)
Das unglaubliche und unwürdige Vorgehen, welches dieser Gruppe bisher widerfuhr, müssen wir thematisieren, und wir müssen eine Lösung herbeiführen, die einem demokratischen Rechtsstaat würdig ist und die die Würde intersexueller Menschen schützt.
(Beifall im ganzen Hause)
>>>
Historische "Intersex"-Debatte im Bundestag
>>>
Genitalverstümmelungen im Kinderspital: Fakten und Zahlen
>>>
Genitalverstümmelungen in Kinderkliniken – eine Genealogie der
Täter
Michaela
Umgang von Medizin und Gesellschaft mit intersexuellen Menschen
Mittwoch 25.01.2012, 19:15, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079
Michaela ist Ärztin aus Halle und referiert zu folgendem Thema:
Intersexualität mag inzwischen mehr Menschen theoretisch bekannt sein, verbessert hat sich der Umgang mit den Betroffenen bis heute wenig. Auch heute noch übt die Medizin in “fortschrittlichen” Ländern mit Skalpellen und anderen Instrumenten Gewalt gegen intersexuelle Menschen aus, sobald sie ihrer habhaft werden kann. Diese Behandlungen ohne medizinische Notwendigkeit dienen nicht dem Kindswohl, sondern mutmaßlichen oder auch nur eingebildeten Bedürfnissen nicht-intersexueller Menschen. Die lebenslangen Folgen für die Betroffenen können unter anderem Schmerzen, Verlust der sexueller Empfindungsfähigkeit, und schwere körperliche Schäden beinhalten; erschwerend tritt eine Traumatisierung ein, besonders wenn Betroffenen gegenüber geschwiegen oder gelogen wird, was jahrzehntelang als “Standard” galt.
Ungeachtet des Ausmaßes an Menschenrechtsverletzungen, wie es ein erheblicher Anteil der Betroffenen erlitten hat, erschrecken auch die Zahlen derer, die vermeintlich “glimpflich” davon gekommen sind, zumal sich viele anscheinend nicht der Zusammenhänge bewußt sind; sie neigen dazu, die Ursache für körperliche und seelische Probleme bei sich und ihrem angeborenen So-Sein zu suchen, statt bei den Tätern im Medizinsystem. Intersexualität wurde von Gesellschaftswissenschaftlern und politischen Organisationen anderer Zusammenhängen zwar entdeckt und angeführt, aber statt sich mit den Zwittern gegen die Zwangsoperationen und -behandlungen zu solidarisieren, ging es um die Interessen anderer Gruppen, bisweilen wurden sogar “Mittäter” als “Experten” herangezogen.
Da ja intersexuelle Menschen gar nicht so selten sind, kommen sie auch in lesbischen oder “queren” Zusammenhängen vor; der tatsächliche Umgang mit ihnen sollte an Offenheit und Akzeptanz gewinnen.
Oder: Wie die Piratenpartei mit Nazis umgeht.
Was war passiert? Im Herbst 2011 tauchten in Waldeck und Frankenberg die ‚Nationalen Sozialisten Waldeck/Frankenberg‘ auf. Leider kein ungewöhnliches Phänomen in hessischen Städten und Gemeinden. Mit mehr oder weniger erfolgreichen Aktionen trat der Zusammenschluss in die Öffentlichkeit und schaffte es zumindest in die lokalen Nachrichten. Im Laufe der kommenden Monate kamen die Nazis aus Frankenberg auf die Idee ihre vermeintlichen und tatsächlichen politischen Gegner_innen auf Fotos abzulichten und diese auf ihrer Homepage zu veröffentlichen. Dies war den etablierten Parteien dann doch zu viel und sie reagierten. So erstatteten Mitglieder der SPD Anzeige und auf der Homepage der Piratenpartei Waldeck/Frankenberg veröffentlichte der Kreisratsvorsitzende Sascha Brandhoff einen offenen Brief an die Nazis.
Der Brief strotzt nur so von Ironie und Sarkasmus, was problematisch ist, wenn nicht klar ist und auch offenbar nicht werden soll, welche Aussagen wie gemeint sind. So geht nicht eindeutig hervor, was die Piratenpartei erreichen will. Will sie mit den Nazis reden, also in einen Gedankenaustausch treten? Offensichtlich ja. Versteht sich die Partei als antifaschistisch? Und will sie gegen Nazis vorgehen? Offensichtlich nein.
Durch das Gesprächsangebot der Piratenpartei wird den Nazis eine öffentliche Plattform geboten. Ihnen wird Raum gegeben, ihre menschenfeindliche Ideologie zu verbreiten. Die Piratenpartei erkennt die Nazis als Gesprächspartner_innen an und stellt sich damit als Vermittlerin mit Scharnierfunktion zwischen Nazis und der etablierten Parteienlandschaft, sowie der Öffentlichkeit zur Verfügung. Das Angebot der Piraten begründen diese mit ihrer ‚liberalen‘, ‚offenen‘ und toleranten Haltung. „[E]s […] bringt nichts, wenn man Menschen eurer Vereinigung [‘Nationale Sozialisten Waldeck/Frankenberg‘] anzeigt, ohne mal vorher ein Wort mit ihnen gewechselt zu haben. Wie soll man seinen Gegenüber sonst beurteilen? Vorurteile bringen einen ja in der Regel nicht weiter.“ Die Gesprächseinladung wurde von den ‚Nationalen Sozialisten Waldeck/ Frankenberg‘ dankend angenommen und sie antworteten ebenfalls in einem offenen Brief.
Begründet wird das Gesprächsangebot der Piratenpartei mit Toleranz. Da stellt sich die Frage, wo der Unterschied zwischen Toleranz gegenüber Nazis und Akzeptanz von Nazis liegt. Wer sich tolerant oder mit einer liberalen Einstellung gegenüber Nazis verhält, unterstützt deren Handlungen.
Vielleicht will die Piratenpartei aber auch erreichen, dass die ‚Nationalen Sozialisten‘ Piraten werden? So werden die Nazis aufgefordert am nächsten Treffen der Piraten teilzunehmen um „[…] Demokratie zu leben und etwas zu bewegen, anstatt mit sinnlosen Pseudo-Untergrundaktionen ins Leere zu laufen.“ In der Piratenpartei wäre es ja auch nicht unüblich, dass dort ehemalige NPD-Mitglieder eine neue Heimat finden. Und wie Sascha Brandhoff, Vorsitzender des Kreisverbandes, in einem Kommentar unter dem offenen Brief mitteilt, haben die Piraten ja „auch kein Problem mit nationaler Denke […]“.
In der Reaktion der Piraten auf die Nazis und deren Aktivitäten lassen sich altbekannte Muster der bürgerlichen Parteien im Umgang mit Nazis wiederfinden. Nazis werden verharmlost – man kann ja mal zusammen ein Bier trinken –, sie werden akzeptiert – unter dem vermeintlich liberalen Deckmantel der Toleranz – und es wird versucht sie in die eigenen Strukturen zu integrieren. Bei all diesen Dingen bleibt aber das Hinterfragen und die klare Ablehnung von rechten Ideologien aus.
Angesichts der Millionen Toten durch den Nationalsozialismus, in dessen Tradition sich die ‚Nationalen Sozialisten Waldeck/Frankenberg‘ mit ihrem Namen offensichtlich stellen, und den unzähligen Opfern rechter Gewalt seit Bestehen der BRD, ist ein konsequenter Antifaschismus dringend geboten. Dieser würde zunächst einmal dazu führen, dass Nazis kein Raum geboten wird, ihre Inhalte und rechte Ideologie zu verbreiten. Dazu gehört auch, dass der öffentliche Raum so gestaltet wird, dass antisemitische, rassistische, heterosexistische und nationalistische Ideologien und Äußerungen keinen Platz haben und diese konsequent bekämpft werden. Das bedeutet, dass gegen den rechten Konsens in der Gesellschaft, sowie gegen patriarchale und kapitalistische Strukturen vorzugehen ist. Dabei darf nicht ausgeblendet werden, dass rechte Einstellungen und Handlungen überall in der Gesellschaft zu finden sind. Sei es in der gängigen Abschiebepraxis, in der Sarrazin-Debatte, einer „unser Boot ist voll“ Rhetorik oder in einfachen Stammtisch-Parolen. Rechte Einstellungen und Praxen in den Institutionen der Städte und Kreise, die allgemein zur sogenannten Mitte gezählt werden, müssen ebenfalls thematisiert werden, so beispielsweise die geschichtsrevisionistischen Veranstaltungen zur Bombardierung der Staumauer Waldeck.
Es gibt einiges zu tun, sowohl im Landkreis Frankenberg-Waldeck als auch in allen anderen Regionen.
Für einen konsequenten Antifaschismus!
Für einen Kurs hart Backbord!
lisa:2, antifaschistische und antisexistische Gruppe aus Marburg.
lisa2.blogsport.de
Das schwedische Verbotsmodell gewinnt in Europa immer mehr an Boden. Expertinnen orten darin große Gefahren für SexarbeiterInnen
Immer mehr Männer im Opa-Alter werden in den letzten Jahren noch einmal Vater. Ein Trend, der häufig stirnrunzelnd zur Kenntnis genommen wird. Männlicher Egotripp oder reine Kinderliebe?
Ein Beitrag von Peter Hahne vom 22. Januar im ZDF unter anderem mit Jean Pütz, der mit 74 noch einmal Vater wird.
schöner, wütender artikel über die sexistischen konzepte ‚friendzone‘ und ‚niceguy‘: friendzone my ass!
Schminktipps mal anders: Lucie von klirrr macht sich Gedanken über die vermeintlichen Unterschiede zwischen “natürlichem” und “künstlichem” Look und die Auswirkungen auf unser Schönheitsempfinden.
“Heldin des Alltags”: eigentlich ein irgendwie komischer Begriff, aber auf Irmela Mensah-Schramm, die seit 25 (!) Jahren unermüdlich in und um Berlin geklebte und gekritzelte Naziparolen wegkratzt, übermalt und entfernt und dafür nicht selten Ärger mit offiziellen und selbsternannten Ordnungshüter_innen bekommt, passt er dann doch ganz schön gut. Eine kleine Hommage gibt es bei laaleeluu.
Über den Umgang mit von gängigen Normen vermeintlich abweichenden sexuellen Identitäten bei Kindern inklusive krasser Pathologisierung ärgert sich das Mädchenblog. Zu Recht. Eine verstörende Geschichte dazu, erzählt im Interview einer betroffen(gemacht)en Familie, gibt es auch bei ATME e.V. – Aktion Transsexualität und Menschenrecht.
Immer wieder Kackscheiße in der Werbung – hier aufgespießt von kulturindustrie und wahnsinn.
Mit einer Fotostrecke stellt Milenskaya das Plus Model Mag vor und erinnert bei der Gelegenheit an ein paar Zahlen und Fakten zum Thema Körperstandards und ihre zeitgenössischen Entwicklungen.
Gar nicht appetitlich findet Karnele die Art und Weise, in der die Firma Bahlsen gewisse Kekserzeugnisse anpreist.
Worum geht es “dem” heutigen Feminismus, worum könnte, worum sollte es gehen? Einer ausführliche Analyse zu “den Fragen des revolutionären Feminismus heute” hat Olga sich angenommen.
Der Begriff “Migrationshintergrund” sagt ja irgendwie alles und nichts aus – wesegen mensch ihn sich einfach auch mal komplett sparen kann, ebenso wie gewisse Fragen an vermeintlich irgendwie von irgendwo anders kommende Menschen, meint Nicole von Horst.
“Würde ich mir ausschließlich Serien ansehen, die nicht sexistisch, rassistisch oder misogyn sind und in denen es interessante und komplexe Frauenfiguren gibt, die nicht nur Prostituierte, Ehefrauen oder Sekretärinnen sind, dann müsste ich mir das Serien-Fieber schleunigst wieder abgewöhnen” – Brigitte von der denkwerkstatt erklärt ihren persönlichen TV-Frust.
Über das Spiel mit Identitäten und Geschlechterrollen im virtuellen Raum macht sich Melusine auf Gleisbauarbeiten Gedanken.
Neuzugang in der Blogosphäre: mybodyisnocage - Melanies “Versuch eines Blogs über Kunst, Medien, Unterdrückungsmechanismen, Feminismus, Umwelt, Kapitalismus und Literatur. Und vielleicht auch noch Anderes”.
feministmum berichtet über eine Studie, nach der männliche Geschäftsführer, die Vater einer Tochter sind, ihre weiblichen Angestellten gerechter bezahlen.
Der Blogname sagt es treffend: feminism rocks. Viel Musik – HipHop, Punkrock, Elektro, Riot Grrrls – gehört dazu.
Ein Gespräch über Intersexualität mit Heinz-Jürgen Voss für Deutschlandradio Kultur ist hier nachzuhören.
Termine, Termine, Termine:
Am 24.01. 2012 um 19 Uhr: Möglichkeiten und Grenzen des Multikulturalismus in rassistischen Machtstrukturen – Veranstaltung in der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg, Alexanderstr. 1.
Eine üppige Sammlung spannender Veranstaltungen in Wien hat die denkwerkstatt parat.
Kannst du dich erinnern welche Textstelle, welche Aussage, welcher Roman dich auf die Idee gebracht hat, dass Feminismus eine notwendige Sache ist? Gab es in Text, Ton oder Bild Auslöser für deine feministische Entwicklung? Was hat dich bewegt, aufgewühlt und angestoßen? Der erste grrrlz*DaIY 2012 in Rostock am 27.1. um 19:00 im Café Median, Niklotstraße 5-6, steht unter dem super Motto “Bring your I’ll become a feminist book”.
Berlin: Jeden Dienstag (außer in den Semesterferien) von 12.00-18.00 ist im BZ Krähenfuß, Ostflügel Humboldt-Universität, Unter den Linden 6, Frauen_Lesben_Trans*_Inter*-Tag.